Es ist: 11-04-2021, 07:44
Es ist: 11-04-2021, 07:44 Hallo, Gast! (Registrieren)


Schall und Rauch
Beitrag #21 |

RE: Schall und Rauch
Hallo cmben,

vielen Dank für das Lob! Ich denke auch, dass die genaue Frage letztlich irrelevant, da immer zur selben Antwort führend, wäre. Icon_wink

Viele Grüße,
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #22 |

RE: Schall und Rauch
Hallo Wanderer!

Ich hab mir deinen Dialog schon etwas länger aufgehoben, weil ich nicht mal schnell meinen Kommentar hinwerfen wollte, jetzt bin ich aber wieder mal im Stress, hab 10 Minuten frei und dachte, die kann ich perfekt mit deinem Text ausfüllen. Icon_smile

Mir gefällt der Dialog, die Idee an sich sehr gut. Sprachlich gibt's da für mich jetzt nicht viel rumzumäkeln. Das Einzige, was verbesserungswürdig wäre, ist die Länge. Einem Dialog aus Frage- und Antwort-Spiel, wobei der Fragende nie zufrieden mit der Antwort des anderen ist, geht schnell die Luft aus, wenn du keine Variation hineinbringst.

Zitat:„Wollen Sie mich eigentlich für dumm verkaufen? Ich habe doch nur eine höfliche Frage gestellt!“

„Jetzt entspannen Sie sich wieder. Es gibt keinen Grund, sich aufzuregen. Ich habe Ihnen doch eine höfliche Antwort gegeben. Ich bin Dr. Schwermann, Ihr behandelnder -“

„Nein verdammt! Zur Hölle, wer sind Sie?“

„Das habe ich Ihnen doch schon gesagt.“

„Das haben Sie nicht!“

„Aber sicher! Ich bin Dr. Schwermann ...“

„NEIN!“

„Kein Grund, ausfallend zu werden. Ich verstehe nicht, wo Ihr Problem liegt.“

„Jetzt hören Sie mal, ich möchte nur wissen, wer Sie eigentlich sind? Ich meine: in Wirklichkeit? In der R-e-a-l-i-t-ä-t?“

Auf diesen Teil könntest du getrost verzichten. Was haben wir hier? Der Patient regt sich auf - hat er sich bereits davor. Der Arzt gibt dieselbe, unbefriedigende Antwort. Vielleicht möchtest du hier den Höhepunkt der Verzweiflung markieren, doch so recht gelingt dir das nicht. Das NEIN verliert seine Wirkung vollkommen, wenn der Arzt nur "Kein Grund ausfallend zu werden" antwortet. Das mag zwar der verfahrenen Situation zwischen den zwei Fronten zugute kommen und Verzweiflung und Unbetroffenheit der beiden gut charakterisieren, stilistisch aber liest es sich nicht schön. Wenn du hier den Text etwas straffen würdest bzw. die Nuancen der Gefühlswelt der beiden Gesprächspartner etwas raffinierter zeichnen würdest, würde er sich spannender lesen, trotz seines spärlichen Inhalts.
Die Frage nach der Realität gefällt mir übrigens sehr gut. Hier bricht der Patient aus der Dialogschleife aus und hinterfragt die Szene (sich inbegriffen) als solches.

Und jetzt zum Inhalt. Die Thematik von Sein und Schein, die Macht des Namens bzw. der sozialen Stellung finde ich sehr interessant und von dir auch wirklich gut aufgegriffen. Was mir aber zu schaffen macht:

Zitat:Sie erkennen Dr. Ralfon sicher sofort. Heute ist er ein großgewachsener Mann, mit langen braunen Haar und trägt eine Brille.

Ist dir bewusst, dass plötzlich Äpfel und Birnen als dasselbe handhabst?
Da redet der Patient sich um Kopf und Kragen, weil er wissen will, wer denn dieser Mensch ist, der einmal Arzt und einmal Anwalt ist und mit seinem Verstehen an den Tatsachen zerbricht. Woran erkennt er den Arzt als denselben Menschen, der sein Anwalt war? Wohl doch an dem Aussehen? Die ganze Zeit aber hinterfragt er, welche Existenz hinter den beiden steckt, sei es nun ein Name, eine Biographie usw. Das Aussehen aber ist das Einzige, das eine fixe Konstante ist.
Und plötzlich taucht eine neue Figur auf, die ihr Aussehen wechselt? Smiley_frown Hat sich das "Heute" vielleicht nur dorthin verirrt und ganz umsonst für die Aufregung gesorgt? Oder ist es wirklich auch deine Intention, das Äußere austauschbar zu machen?
Sollte das der Fall sein, erübrigt sich für mich die Aussage deines Textes. Wenn sowohl Äußeres als auch Inneres austauschbar sind, dann ist die Frage danach überflüssig. Wenn nichts Unveränderliches zum Vergleich bleibt, dann darf dein Patient nicht auf eine Antwort nach dem Ich beharren, denn er könnte immerhin an jemanden geraten sein, der nur so aussieht wie der Arzt.
Mein Vorschlag wäre hier: Ihr Psychologe ist der Mann mit der Brille. Heute nennt er sich Dr. Ralfon.

Eine kleine Sniffu-Dröhnung

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Beitrag #23 |

RE: Schall und Rauch
Hallo Sniffu,

woah, dein Kommentar ist ja schon mehr als einen Monat her! Icon_shocked Entschuldige, du hast wahrscheinlich mittlerweile vergessen, dass du ihn geschrieben hast und bist zurecht verärgert ... er ist sehr unglücklich in meine absolute Examensvorbereitungsendphase gefallen - und danach bin ich erstmal abgetaucht. Icon_nosmile

Freue mich jedenfalls sehr, dass du dieses alte Experiment ausgegraben hast!

Zitat:Mir gefällt der Dialog, die Idee an sich sehr gut. Sprachlich gibt's da für mich jetzt nicht viel rumzumäkeln. Das Einzige, was verbesserungswürdig wäre, ist die Länge. Einem Dialog aus Frage- und Antwort-Spiel, wobei der Fragende nie zufrieden mit der Antwort des anderen ist, geht schnell die Luft aus, wenn du keine Variation hineinbringst.
Ja, da hast du sicher recht! Ich denke, ein Text kann nur besser werden, wenn man überflüssiges streicht. Gerade bei so einem Dialog - wie du ja schon sagst - bremst unnötiger Balast den Leser nur aus.

Zitat:Vielleicht möchtest du hier den Höhepunkt der Verzweiflung markieren, doch so recht gelingt dir das nicht. Das NEIN verliert seine Wirkung vollkommen, wenn der Arzt nur "Kein Grund ausfallend zu werden" antwortet. Das mag zwar der verfahrenen Situation zwischen den zwei Fronten zugute kommen und Verzweiflung und Unbetroffenheit der beiden gut charakterisieren, stilistisch aber liest es sich nicht schön.
Genau das war meine Intention dahinter - insbesondere sollte es unterstreichen, wie sehr die beiden Parteien aneinander vorbei reden.
Ich hab diesen Teil jetzt versuchsweise einfach gestrichen. Hm ... es fällt nicht auf, glaube ich. Das ist vermutlich kein gutes Zeichen für den entfernten Teil. *lacht*
Hab es mir jetzt natürlich einfach gemacht. Und nicht versucht, die Nuancen der Gefühlswelt der Gesprächspartner feiner zu zeichen. Es mag daran liegen, dass der Text schon vier Jahre auf dem Buckel hat Icon_wink - andererseits macht es, denke ich, auch einfach Sinn, ihn so kurz wie möglich zu fassen. Wobei es dann vielleicht auch noch schwerer wird seine Intention zu erfassen (siehe unten).

Zitat:Die Frage nach der Realität gefällt mir übrigens sehr gut. Hier bricht der Patient aus der Dialogschleife aus und hinterfragt die Szene (sich inbegriffen) als solches.
Vielen Dank für das Lob! Icon_jump

Zitat:Ist dir bewusst, dass plötzlich Äpfel und Birnen als dasselbe handhabst?
Da redet der Patient sich um Kopf und Kragen, weil er wissen will, wer denn dieser Mensch ist, der einmal Arzt und einmal Anwalt ist und mit seinem Verstehen an den Tatsachen zerbricht. Woran erkennt er den Arzt als denselben Menschen, der sein Anwalt war? Wohl doch an dem Aussehen? Die ganze Zeit aber hinterfragt er, welche Existenz hinter den beiden steckt, sei es nun ein Name, eine Biographie usw. Das Aussehen aber ist das Einzige, das eine fixe Konstante ist.
Und plötzlich taucht eine neue Figur auf, die ihr Aussehen wechselt? Smiley_frown
Du erfasst die Motivation des Patienten und seine Vorstellungen sehr exakt. Was mir offenbar nicht gelungen ist (das hat sich auch schon bei deinen Vorkommentatoren abgezeichnet), ist zu vermitteln, worauf ich eigentlich hinaus wollte: diese letzte Aussage von Schwermann gibt seine eigene Sicht der Dinge wieder, nicht meine als Autor.
Ich habe diesen Dialog nicht ohne Grund in die SciFi-Abteilung eingestellt - Ausgangspunkt war die Idee, dass in (ferner) Zukunft bestimmte Berufskenntnisse und Spezialwissen möglicherweise über Datenträger in das menschliche Gehirn eingespeist werden könnten. Dieser Gedanke führte mich zur Frage, was denn wäre, wenn gleich ganze Persönlichkeiten auf den einzelnen Menschen übertragen würden. Wie würden das dann diese Persönlichkeiten wahrnehmen? Während der Mensch glaubt, er würde unterschiedliche Professionen als selbe Person ausüben, könnte die Profession ja auch glauben, sie würde ihre Tätigkeit mit wechselnden Körpern ausüben (für die Profession ist das Aussehen also gerade nicht relevant).

Das wollte ich vermitteln - während der Mensch in seinem eigenen Vorstellungsbild verhaftet bleibt und das einzig relevante für ihn die menschliche Person bleibt, verkennt er, dass dieser Kern für andere (die Professionen) vielleicht irrelevant ist - bzw. sie vielleicht eine ganz eigene Position einnehmen.
Möglicherweise ist es aber auch einfach nichts, worüber sich nachzudenken lohnt?
Ich würde mich jedenfalls über Hinweise freuen, wie ich diese Grundidee deutlicher machen könnte! Icon_smile

Vielen, lieben Dank jedenfalls für deinen Kommentar, der diesem kleinen Text einiges gegeben hat. Ich habe mich sehr darüber gefreut und möchte mich nochmal für die lange Wartezeit entschuldigen!

Ich hoffe und denke, wir lesen uns bald wieder! Icon_smile

Liebe Grüße,
WW

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Beitrag #24 |

RE: Schall und Rauch
bHallo Weltenwanderer,

dir sei vergeben, aber wehe das kommt wieder vor! Icon_aufsmaulIcon_fies

Zitat:Hab es mir jetzt natürlich einfach gemacht. Und nicht versucht, die Nuancen der Gefühlswelt der Gesprächspartner feiner zu zeichen. Es mag daran liegen, dass der Text schon vier Jahre auf dem Buckel hat - andererseits macht es, denke ich, auch einfach Sinn, ihn so kurz wie möglich zu fassen. Wobei es dann vielleicht auch noch schwerer wird seine Intention zu erfassen (siehe unten).

Das ist meistens das Problem von kurzen und spontan entstandenen Texten. Da eig die Intention der Kern solcher Geschichten ist, ist sie die Karamellfüllung und der sprachliche Ausdruck "nur" der Schokoüberzug, den es abzulecken gilt, um an das wirklich Wichtige zu kommen. ^^ Komisch, bekomme grad Heißhunger ...

Und da sind wir auch schon bei deiner Intention. Ich glaube schon, dich zu verstehen, kann mich aber scheinbar nicht klar ausdrücken, um dir das zu vermitteln. Icon_confused

Irre ich mich denn, dass es dir um die Frage geht, was den Mensch als das Individuum, das er ist, auszeichnet? Dabei sagst du, es gibt gewisse Dinge, die austauschbar sind, wie das Fachwissen, das zur Ausübung bestimmter Berufe befähigt. So weit so gut. Damit stellt sich gleich die nächste Frage, ob mit dieser Austauschbarkeit von Wissen per Stick nicht auch gleich die Persönlichkeit ersetzbar ist. Wenn das der Fall ist, steht man vor dem großen Problem, was der Mensch denn eigentlich ist, wenn das, was ihn von anderen unterscheidet, ohne weiteres seinen Platz gegen etwas anderes eintauschen kann.
Dass zu diesem Zweck Uniformen verwendet werden können, habe ich nichts, sie symbolisieren synchron mit dem eingesetzten Fachwissen die Profession (und damit wahrscheinlich auch die soziale Stellung). Sie sind genauso leicht austauschbar und einfach überzuziehen wie die Bytes auf dem USB-Stick. Und da man sich jede Kleidung anziehen kann und alle Daten per Stick reinziehen kann, heißt das, man kann jederzeit alles sein, was gleichbedeutend ist mit nichts zu sein.
Das Problem, das ich jetzt allerdings mit deinem Gedankengang habe ist, dass du keinen Vergleichswert anbietest, der es überhaupt ermöglicht, diese Austauschbarkeit von Wissen bzw. Persönlichkeit zu erkennen. Denn wenn alle Menschen nach Belieben ihr Aussehen (also nicht nur ihre Kleidung, die ja bloß ihre äußerlichen Auffälkigkeiten verschleiert) ändern können, was bei Charakter, Persönlichkeit und Wissen scheinbar ohnehin schon der Fall ist, dann erübrigt sich die Frage danach, was der Mensch ist, wodurch er sich auszeichnet und welche Auswirkungen eine "mobile Persönlichkeit" hätte. Denn woran würde ich denselben Menschen zweimal erkennen, wenn einfach alles an ihm austauschbar ist? Wenn seine blauen Augen morgen von jemand anderem getragen werden? wenn sein französischer Akzent morgen von jemand anderem gesprochen wird?
Wenn du jeglichen Anhaltspunkt für die Einzigartigkeit des Menschen subtrahierst, heißt das, dass es den Menschen als Subjekt nicht gibt, sondern er einfach in der Masse als Sammelsurium von verschiedenen Eigenschaften, die nichts heißen, vorkommt. Diese Aussage kann dein Text natürlich auch haben, nur dann darf der Patient keine Frage nach der Identität des Arztes stellen, weil er sich selbst in diesem Schema befinden sollte, in dem alles ist und nichts bedeutet.
Es muss irgendetwas geben, woran der Patient seinen Arzt zu erkennen glaubt. Auf den ersten Blick ist das das Aussehen, doch wenn das ebenso wandelbar ist, frage ich dich ganz direkt, woher weiß der Patient, dass der Arzt nicht schon immer sein Arzt gewesen ist? Er hat es einfach im Gefühl? Keine überzeugende Erklärung. Der Name kann es auch nicht sein, da der Arzt diesen auch ändert. Der Anfang deiner Geschichte setzt stillschweigend voraus, dass er ihn mit seinen Augen erkennt, das Ende aber negiert das einfach, da es das Aussehen redundant macht. Somit bricht die Logik des gesamten Textes in sich zusammen.

Verstehst du mein Problem? Es muss irgendeine Tatsache geben, anhand der dein Patient erkennt, dass sein Gegenüber derselbe Mensch ist, aber doch nicht ist. Dein Text würde - bis auf den Schlussatz - das Aussehen am schlüssigsten machen (was ich auch begrüßen würde). Natürlich kannst du noch den Namen hernehmen oder dem Körper jedes einzelnen ein besonderes Kennzeichen verpassen, wie ein Tattoo oder so. Aber wenn du einfach alles austauschbar machst, funktioniert der Text nicht.

Sollte ich einem groben Missverständnis aufgesessen sein, kläre mich bitte auf.Mrgreen

LG

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Beitrag #25 |

RE: Schall und Rauch
Hey Sniffu!

Zitat:dir sei vergeben, aber wehe das kommt wieder vor! Icon_aufsmaulIcon_fies
Icon_panik Mrgreen

Zitat:Das ist meistens das Problem von kurzen und spontan entstandenen Texten. Da eig die Intention der Kern solcher Geschichten ist, ist sie die Karamellfüllung und der sprachliche Ausdruck "nur" der Schokoüberzug, den es abzulecken gilt, um an das wirklich Wichtige zu kommen. ^^ Komisch, bekomme grad Heißhunger ...
Wahrscheinlich kann ich das nicht so gut, weil ich kein Karamell mag. XD

Zitat:Denn woran würde ich denselben Menschen zweimal erkennen, wenn einfach alles an ihm austauschbar ist? Wenn seine blauen Augen morgen von jemand anderem getragen werden? wenn sein französischer Akzent morgen von jemand anderem gesprochen wird?
Wenn du jeglichen Anhaltspunkt für die Einzigartigkeit des Menschen subtrahierst, heißt das, dass es den Menschen als Subjekt nicht gibt, sondern er einfach in der Masse als Sammelsurium von verschiedenen Eigenschaften, die nichts heißen, vorkommt.
Mir gefallen deine Gedanken dazu sehr gut - ich fürchte nur, so weit habe ich gar nicht gedacht. Mir ging es eher darum, den Leser erkennen zu lassen, dass man als Mensch automatisch denkt, mit dem Aussehen wäre eine Persönlichkeit verknüpft. Aber letztendlich ist die Persönlichkeit in der Situation dieses Dialogs an den Memorystick gebunden und nicht an den Körper, wird also durch andere Umstände ausgemacht, als der Patient denkt. Während der Patient als "normaler" (also nicht mit Stick ausgestatteter) Mensch aber sein eigenes Bild hat, hat die "Persönlichkeit" des Sticks ein anderes. Diese Diskrepanz kann der Patient jedoch nicht überbrücken (oder will es nicht).

Zitat:Es muss irgendetwas geben, woran der Patient seinen Arzt zu erkennen glaubt. Auf den ersten Blick ist das das Aussehen, doch wenn das ebenso wandelbar ist, frage ich dich ganz direkt, woher weiß der Patient, dass der Arzt nicht schon immer sein Arzt gewesen ist? Er hat es einfach im Gefühl? Keine überzeugende Erklärung. Der Name kann es auch nicht sein, da der Arzt diesen auch ändert. Der Anfang deiner Geschichte setzt stillschweigend voraus, dass er ihn mit seinen Augen erkennt, das Ende aber negiert das einfach, da es das Aussehen redundant macht. Somit bricht die Logik des gesamten Textes in sich zusammen.
Ich hatte es mir so gedacht, dass der Patient den "Körper" des Arztes erkennt, also tatsächlich vom Äußeren ausgeht. Dieses Konzept kann aber wiederum der Arzt nicht verstehen (denn der Arzt nimmt es so war, dass er immer er selbst ist und nur ab und zu den Körper wechselt, wie eben eine Uniform). Als Prämisse gehe ich dabei davon aus, dass dem Patienten nicht klar ist, dass der Stick auch gleich eine Persönlichkeit überträgt. (Was vielleicht die Frage eröffnet, wie eigentlich der "Körper" bei der ganzen Sache empfindet/wahrnimmt.)

Zitat:Verstehst du mein Problem? Es muss irgendeine Tatsache geben, anhand der dein Patient erkennt, dass sein Gegenüber derselbe Mensch ist, aber doch nicht ist. Dein Text würde - bis auf den Schlussatz - das Aussehen am schlüssigsten machen (was ich auch begrüßen würde).
Wie gesagt, ich gehe auch davon aus, dass der Patient hier vom Äußeren ausgeht. Er erkennt den "Körper" und geht davon aus, dass es die selbe Person ist, wie die anderen, die den "Körper" benutzt haben. Ich erkenne dann nicht, warum der Schlusssatz dem widerspricht - denn der ist ja aus der Sicht des Arztes geschrieben, der ja eine ganz andere Perspektive hat, als der Patient
Hm. Icon_confused
Ich fürchte wir reden irgendwie aneinander vorbei. Icon_wink

Ich danke dir jedenfalls sehr für deine Gedanken zu meinem Text!
Liebe Grüße,
WW

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Beitrag #26 |

RE: Schall und Rauch
Ich sehe, wo wir uns aus den Augen verlieren. (lol)
Was meiner Meinung nach zur grundlegenden Logik des Textes gehört, verbuchst du unter "Ansichten" der einzelnen Protagonisten. Du sagst, der Patient unterscheidet anhand des Aussehens und der Arzt eben nicht (nur woran unterscheidet der dann wieder die anderen Menschen?). Wie auch immer, will dich jetzt nicht in Erklärungsnot bringen und dir nur sagen, dass ich verstehe, dass wir uns nicht verstehen. Icon_ugly Icon_lol

Eine kleine Sniffu-Dröhnung

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Beitrag #27 |

RE: Schall und Rauch
Zitat:Wie auch immer, will dich jetzt nicht in Erklärungsnot bringen und dir nur sagen, dass ich verstehe, dass wir uns nicht verstehen. Icon_ugly Icon_lol
Klingt fast schon philosophisch! Mrgreen

Vielen, lieben Dank jedenfalls für deine Gedanken zu meinem Text!

Liebe Grüße,
WW

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