Es ist: 03-06-2020, 09:22
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SW 2: Wünschelrouten (Libertine)
Beitrag #1 |

SW 2: Wünschelrouten (Libertine)
in einem Khami-Dorf, nördlich von Aven'har
im Sommer 343


1. Dichter und Denker

Nachmittag. Steinhütten, ungleichmäßig verteilt, dazwischen Freiflächen, auf denen Kinder spielen und Frauen Wäscheleinen spannen. Tisch und Stühle vor einer dieser Hütten, ein Junge auf den Knien, Zeichen in die Erde kratzend, die Mutter mit gebeugtem Rücken auf einem Stuhl, ihn beobachtend.

„Nein, Aram, pass auf, du musst hier einen Bogen ziehen, und den Strich davor lässt du weg.“
Af-fe. Ohne sich zu seiner Mutter umzudrehen, wischte er den Schreibversuch weg und begann erneut. Kleine Sandwolken stoben auf, so kräftig drückte er auf den Boden. Ar-me.
Wenn seine Mutter schrieb, sah es aus, als würde sie zeichnen; Striche, Kringel und Kreise fügten sich zu Bildern zusammen, aus denen jeder Worte herauslesen konnte. Aram kam meist nur Bewunderung über die Lippen.
Sie kniete sich neben ihn und kratzte zwei Zeichen in den Boden. „Hier, so muss es am Ende aussehen. Du machst immer so was.“ Behutsam schrieb sie das erste Zeichen, für das zweite krickelte sie mit geschlossenen Augen Striche durcheinander. Aram lachte.
Dann versuchte er es erneut.
Den Mund halb geöffnet, die Finger verkrampft, setzte er ab, wieder an, hörte den Vater im Hintergrund kaum ankommen, Gesicht und Hände waschen, sich hinsetzen. Mit starrem Blick ahmte der Junge die Zeichen seiner Mutter nach.
„Du hast den Wagen verloren? Wieso hast du den Wagen verloren? Und wie siehst du aus? Elyas ... was ist passiert?“
„Ich konnte nichts machen.“
„Wogegen konntest du nichts machen?“
„Stell dir alles vor, wovor wir uns gefürchtet haben ...“
„Nein ...“
„... und noch etwas mehr. Sieh mich an, wenn du mir nicht glaubst, das war keine Schlägerei gegen Khami, das war nicht menschlich, Lenja.“
„Was ist mit deinem Auge? Du hättest es längst kühlen sollen.“
„Das hätte nichts gebracht.“
„Halt still ... Man hört jeden Tag, dass sie kommen, und bisher hat es nie gestimmt. Und der Wagen ist weg?“
„Ich werde nie wieder in die Stadt fahren.“
Ar-em. Er lächelte, so ähnlich sahen sich die beiden Bilder, und allein die Vorstellung, er würde ebenso wie seine Eltern irgendwann alle Zeichen beherrschen, machte ihn stolz.
„Nach dem, was ich heute gesehen habe, kommen wir nicht mehr weit mit unseren Ideen.“
„Sag das nicht, es ist immer noch still, und vielleicht vergessen sie uns. Vielleicht sind wir nicht genug, um hier vorbeizukommen.“
„Ja, und vielleicht sind wir gerade genug, um an uns etwas Neues auszuprobieren ... Ich war bei Nael, heute Abend gibt es eine Versammlung und dann sehen wir, was passiert.“
„Hoffentlich fragen sie nicht, was mit dir passiert ist.“
„Es wird doch erst interessant, wenn sie fragen.“
„Das ist nicht zum Lachen.“
„Aber die Vorstellung ist komisch, findest du nicht?“
Aram verglich noch einmal den Schriftzug seiner Mutter mit seinem eigenen und zog die Linien nach, dann stand er auf und wischte mit einer Hand den Staub ab, der oberhalb seines Mundes auf dem Schweiß klebte. Als er sich zu seinen Eltern umdrehte und den Vater erblickte, der krumm auf einem Stuhl saß, schrak er zusammen. Auf der linken Wange ein runder Fleck, gespickt mit schwarz-blauen Punkten, die aussahen wie Nadelstiche, in denen sich Insekten einnisteten, das Auge dick angeschwollen, der Blick daraus nur ein Versuch. Ehe Aram es näher ansehen konnte, drückte seine Mutter ein nasses Tuch darauf. Nur schwach war der Schmerz im Mundwinkel zu erkennen, den der leichte Druck verursachte. Arme und Beine waren überzogen mit dunklen Flecken, die aus Schmutz und Blut bestehen mussten.
„Aram, was hast du geschrieben?“ Das Lächeln und die Stimme seines Vaters klangen so unverletzt, dass Aram für einen Moment glaubte, es wäre nichts geschehen, wenn er die Augen schlösse und nur auf die Worte hörte. Doch anstatt den Blick abzuwenden, zeigte er auf die Bilder am Boden.
„Meinen Namen.“
„Das hat er den ganzen Nachmittag geübt“, fügte seine Mutter hinzu.
Wieder glänzte Stolz in Arams Augen.
„Es ist immer gut, zu wissen, wer man ist.“ Elyas erhob sich, aufgestützt auf seine Frau, griff nach einem Stock und fügte dem Bild einen weiteren Kringel hinzu.
„Ist es gefährlich in der Stadt?“ Arams Frage ließ den Vater kurz zusammenzucken, doch anstatt ihm zu antworten, setzte er sich wieder auf den Stuhl und schloss die Augen. Das Gesicht in die Spätnachmittagssonne haltend, atmete er ruhig ein und aus.
„Aram, du kennst doch noch die Geschichte, die ich dir vom weißen Wildpferd erzählt habe, nicht wahr?“
„Samirjuk“, flüsterte seine Mutter, vielleicht war es Ehrfurcht, die ihre Stimme fremd klingen ließ.
„Ja, du hast erzählt, dass es unseren Vorfahren das Leben gerettet hat, weil sie sich in der Wüste verlaufen haben. Und dann hat es ihnen den Weg -“
„Aram!“
„Es hat ihnen nicht den Weg gezeigt?“
„Sie haben sich nicht verlaufen, Aram. Sie lebten nicht in Dörfern, sondern zogen durch die Wüste. Was sie antrieb, war anfangs wohl die stetige Veränderung, am Ende war es nur noch der Hunger. Das Vieh starb, es regnete nicht, sie beschlossen, neue Weidegründe für die Tiere zu suchen, Land zu finden, das Leben bewahrte. Samirjuk, der Anführer der Familien, versprach ihnen, dieses Land zu finden, wenn sie ihm vertrauten, wenn sie nicht nachfragten. Sie vertrauten ihm, denn wer hungert, der stellt nicht in Frage. Doch als sie einige Zeit ohne Erfolg durch die Wüste gezogen waren, ...“
„... da machte sich Unruhe breit und sie wollten Samirjuk verlassen, um allein voranzukommen. Und gerade in diesem Moment bemerkten sie, dass die Tiere aus einem kleinen Fluss tranken, und sie ließen sich dort nieder. Auf die Frage, woher er von diesem Fluss gewusst habe, antwortete Samirjuk nur mit einem Blick zum Horizont. Einige der Frauen meinten, ein weißes Wildpferd in der Wüste verschwinden gesehen zu haben.“
„Du erinnerst dich ja doch.“
Irritiert schaute Aram zu seiner Mutter, die ebenfalls nicht zu wissen schien, was sein Vater bezweckte. Wieder ein zitterndes Lachen im Mundwinkel, dann der Blick auf Lenja und Aram, den sie beide erwiderten, ohne ein Wort zu sagen. Obwohl eines seiner Augen noch immer von einem Tuch verdeckt war, schaute er mit einer Tiefe, die den Jungen beängstigte. Aram verstand nicht, was sein Vater dann sagte und er wusste nicht, ob er es jemals tun würde.
„Wenn es wieder so weit wäre, wenn dieser Weidegrund aufgebraucht, alles ausgedorrt wäre, wenn wir nicht wüssten, wohin, oder wem zu folgen, dann könnte ich ein Wildpferd gesucht haben, doch jedes hätte mir ins Gesicht gespuckt.“
Seine Mutter stand auf, nahm das Tuch von Elyas' Auge und offenbarte, dass es trotz des starren Blicks des anderen halb geschlossen war. Sie nickte mit ernstem Gesichtsausdruck. Aram verstand nicht, was diese Geschichte mit der Stadt zu tun hatte und lenkte die Aufmerksamkeit seines Vaters bald wieder auf die Schreibversuche, die wegen der bald untergehenden Sonne nicht mehr lange zu erkennen sein würden.


2. Richter und Henker

Abend. Am Dorfplatz, dem Henker; einige Familien, die Stühle tragend ankommen, ein paar Dutzend, die bereits in kleinen Halbkreisen sitzen, die meisten Blicke auf zwei junge Männer gerichtet, die aufeinander einschlagen, Staub aufwirbelnd.

„Du wirst schon sehen, wohin wir kommen!“, presste Fahn, der Dünnere der beiden, zwischen den blutenden Lippen hervor.
„Pass auf, du, dass du überhaupt noch was siehst!“, entgegnete der andere und schlug ein weiteres Mal zu.
Als Elyas und seine Familie am Henker ankamen, hockte Joran sich gerade auf seinen Bruder und presste dessen Kehle mit beiden Händen am Boden fest. „Und was jetzt, was? So schnell vergeht dir die Sprache, da brauchst du gar nicht so zu gucken, du Schwätzer!“ Leicht lockerte er seinen Griff, woraufhin Fahn nach Luft hechelte, Wut in den Zügen. Doch ehe sie ausbrechen konnte, drückte der Bruder wieder fester zu, weswegen sich lediglich seine Augen wehrten, die immer größer aus den Höhlen stachen.
Lenja und Aram stellten die drei Stühle unweit der beiden Brüder ab, während Joran Fahn die Faust unter die Nase hub. Ein Raunen ging durch die Runden. Elyas starrte mit dem unverbundenen Auge auf Fahn, der das Gesicht weiter seinem Bruder entgegen streckte, als wollte er ihn provozieren. Doch er sprach nicht mehr, sondern spuckte einen Schneidezahn aus.
„Es schauen Kinder zu“, mahnte Elyas, als der Geschlagene begann, die Lücke bei geöffnetem Mund mit der Zunge abzutasten.
„Die verlieren hier schon nicht ihr Gesicht“, lachte Joran, den missachtenden Blick seines Bruders unterstützend und fast schien es, als wäre die Auseinandersetzung damit entschieden. „Aber du verlierst gleich deins, wenn du nochmal so einen Unsinn redest.“
Doch ehe der Kampf in die nächste Runde gehen konnte, riss eine kräftige Hand Joran nach hinten, der stolpernd im Staub landete, und zog Fahn hoch. „Es reicht jetzt.“ Es lag kein Donnern in der Stimme des Vaters der beiden, vielmehr war es beruhigende Entschiedenheit. „Wir fangen jetzt an, also reißt euch zusammen. Fahn, du gehst dich waschen. Joran, schau nach, ob wir vollzählig sind. Und dann setzt euch gefälligst hin und seid still.“ Nael führte die Versammlungen des Dorfes, seine beiden Söhne, die kaum verschiedener aussehen, handeln und denken konnten, sollten es ihm irgendwann gleichtun, doch noch waren sie dafür zu stur, Fahn zu kaltblütig, Joran zu idealistisch.
Das ganze Dorf war versammelt, abgesehen von zwei Familien, die nie kamen und nur im Sommer ihre Hütten bezogen.
„Ihr könnt euch sicher denken, weshalb wir heute hier sind.“
Endlich setzte sich auch Elyas neben Lenja auf einen Stuhl und betastete den Verband an seinem Auge, als hätte ihn die Bewegung verschieben können.
„Falls ihr noch nichts davon gehört habt oder euch nicht sicher seid, wem ihr glauben könnt: Vor einigen Tagen ist Aven'har überfallen worden, wahrscheinlich wird es heute schon von Magie kontrolliert. Wenn wir Pech haben, ziehen sie in ein paar Tagen hier vorbei.“
„Das kann doch nicht wahr sein, wie diese Magier ihre Macht missbrauchen!“
„Ich glaube das nicht!“
„Also wenn ich Magie besäße, ich würd sie wegsperren.“
„Genau! Ich würd mich eher erhängen, als dass ich sie gegen jemanden einsetze, der sich nicht wehren kann. Das ist sowas von armselig, einfach nur armselig!“
„Ruhe!“ Nael hob beschwichtigend die Hände, zeigte auf die Männer, die erzornt aufgestanden waren, und brachte sie mit einem ernsten Blick zum Hinsetzen. „Niemand von uns verfügt über magische Fähigkeiten, deswegen leben wir zusammen in diesem Dorf. Wir haben uns gegen Magie ausgesprochen und dabei bleibt es auch. Aber heute stehen wir vor der Frage, was wir tun, wenn jemand kommt, der uns mit Magie unterdrücken will.“
Joran setzte zu einem Einwand an, doch sein Vater unterbrach ihn vor dem ersten Wort.
„Wir haben gesagt, wir reden im Ernstfall so lange auf diesen Menschen ein, bis er von allein abzieht. Wir sind davon ausgegangen, dass die besseren Argumente auch zum richtigen Ergebnis führen. Aber das war vor Aven'har. Es sieht so aus, dass die größte Stadt in der Umgebung überrannt wurde. Da können wir uns noch so gut darstellen, wahrscheinlich wird uns niemand zuhören.“
Als Nael den zuvor starren Blick durch die Runde schweifen ließ, begegneten ihm nur gesenkte Köpfe. Ein grauer Schimmer hing in den Augen des Dorfes, das darauf zu warten schien, dass sich das letzte vom Wind aufgewirbelte Staubkorn legte und Stille einkehrte. Eine Stille, die unsichtbar werden ließ und damit vor der nun folgenden Diskussion und ihren Folgen bewahren konnte.
Joran war der Erste, der erkannte, dass diese Stille nicht eintreten würde. „Das ist kein Grund, jetzt aufzugeben.“ Sein Blick haftete auf seinem Bruder, der trotz der Verletzungen schnurgerade auf seinem Stuhl saß. „Es ist wirklich kein Grund, jetzt aufzugeben.“
Einige hoben ebenfalls den Kopf und blickten Fahn an.
„Vielleicht kommen sie einfach nicht hier vorbei.“
„Sie können uns doch gar nicht sehen. Wenn wir nachts das Feuer auslassen, dann sind wir unsichtbar.“
„Na, sie werden wohl nicht nachts nach uns suchen.“
„Sie werden uns gar nicht suchen, sie wissen ja nichts von uns.“
„Das Feuer müssen wir deswegen wirklich nicht auslassen.“
Mehr und mehr Köpfe hoben sich, mehr und mehr Münder stimmten ein. Bis Fahn plötzlich lauthals auflachte, sich erhob, neben seinen Vater stellte und Joran zornerfüllt musterte.
„Das ist ein Affentheater hier! Ein einziges Affentheater! Da stehen Magier vor der Tür, die euch zurichten werden, und ihr diskutiert darüber, ob ihr das Feuer auslassen solltet.“
„Du weißt überhaupt nichts, Fahn.“
„Wir müssen uns -“
„Fahn, du bist doch nur hier, weil sie dich auf der Magierschule nicht genommen haben!“
„- müssen uns mit den Magiern arrangieren, wenn wir hier weiterleben wollen. Denkt doch nur mal daran, was die weiße Magie für Vorteile bringt. Wenn die Kinder krank sind oder das Wasser zuneige geht.“
„Dafür brauchen wir keine Magie, das ist der Lauf der Dinge!“, schrie ein junger Mann und kassierte einen Schlag auf den Hinterkopf von seiner Mutter.
Nael beobachtete das Geschehen schweigend. Auch Elyas, der sonst einer der ersten war, die sich für die Prinzipien dieses Dorfes einsetzten, sagte kein Wort, sondern beobachtete Fahns Verteidigungsversuche mit strengem Gesicht. Lenja erzählte Aram ein weiteres Mal die Geschichte von Samirjuk und dem weißen Wildpferd, weswegen dieser sich immer wieder umsah.
„Nael, wieso sagst du eigentlich, dass wir gegen Magie sind, während dein Sohn uns erzählt, wir sollten uns arrangieren?“ Elyas war aufgestanden, um sich Gehör zu verschaffen. Erst jetzt bemerkten die Dorfbewohner den Verband, den er um seinen Kopf trug, einige zeigten mit dem Finger auf ihn, andere erzählten ihren Kindern Geschichten. Lenja hielt Aram die Ohren zu.
„Ich war in der Stadt und habe die Magie erlebt.“
Erneut diese Stille, die nicht unsichtbar machte.
„Wir sollten aufhören zu diskutieren und verschwinden, ansonsten verschwinden wir nicht mehr lebend.“
Er wandte sich zum Gehen um. Joran rannte auf ihn zu und schlug ihm ins Gesicht, doch ehe er sich versah, hatte Elyas ihn mit einem Fausthieb zum Fallen gebracht. „Und du verdammter Spinner verschanzt dich am besten in deiner Hütte und wartest ab.“
Joran hielt sich die Nase und blickte zu Elyas auf. Nael stand jetzt ebenfalls neben ihnen und musterte das verbundene Auge eindringlich.
„Das ist gar nicht mal so dumm, Elyas, das ist gar nicht mal so dumm.“
Er verstand nicht.


3. Lichter und Lenker

Morgengrauen. Eingetretene Türen, abgerissene Wäscheleinen, Menschen mit geschulterten Lederbeuteln, einige noch packend, tragend. Am Rand des Dorfes ein Mann und eine Frau in leisem Gespräch, die Blicke in die Wüste gerichtet, ein Kind unbeobachtet zu ihren Füßen, zeichnend.

„Macht nicht so viel Staub, macht verdammt nochmal nicht so viel Staub!“ Fahns Stimme war der Frust über seine Niederlage aus der Ferne anzuhören. In jede Hütte spähte er hinein, ermahnte selbst diejenigen, die sich längst in eine der größten Hütten zurückgezogen hatten, wo sie unsichtbar werden würden, ein stilles, totes Dorf. Lenja stand ein Lächeln auf den Lippen, als Fahn seinen Bruder zurechtwies, was dieser mit einem halben Wutausbruch quittierte.
Der Aufbruch hing über den Dächern wie ein erdrückendes Band. Nael hatte am Vorabend von der Notwendigkeit zur Veränderung und einer folgenschweren Entscheidung gesprochen. Am Ende hatten sie sich mit leichter Mehrheit für die gerinstmögliche Veränderung entschieden. Seitdem kochte Fahn, während Joran nahezu stumm akzeptierte.
„Warum hast du nicht geschlafen, Lenja?“
„Vielleicht weil ich gehofft habe.“
„Gehofft worauf?“
„... dass der Morgen nicht kommt.“
Aram schrieb, als gäbe es nur ihn und die Zeichenwelt, die er erschließen musste. Die Bilder vom Vortag hatte er vergeblich gesucht.
„Elyas, ich muss dir etwas gestehen.“
Fahn schrie so laut zwischen den Hütten hindurch, dass diese den Klang wie ein Trichter nach Aven'har verstärken mussten. Schließlich nahm Nael ihn beiseite und beruhigte ihn streng.
„Heute Nacht ... am Horizont. Es hat sich etwas bewegt, wirklich, da war etwas, es bewegte sich nach Norden. Vielleicht habe ich mich auch verguckt, vielleicht war es ein Sturm. Vielleicht ist es aber auch ...“
Er schaute sie an, das zerstörte Auge wieder frisch verbunden, doch sie erwiderte den Blick nicht, sondern hielt ihn weiter starr in die Wüste gerichtet.
„Siehst du diesen Hügel da hinten? Der Schatten hat sich an ihm vorbeibewegt und dann ... dann war er irgendwann verschwunden. Ich hab mir den Schlaf aus den Augen gerieben, ich dachte, es wäre nicht da gewesen, aber es sieht so aus, als ... als würden alle Spuren in diese Richtung zeigen.“
„Lenja, ich denke, wir sollten ...“
„Ich will nicht wissen, was das bedeutet. Gestern Abend habe ich gesagt, ich bleibe hier für den Jungen, es ist ... es wäre das beste für ihn, das sicherste. Aber was, wenn es das nicht ist? Wenn wir uns das auch nur einreden und wenn ich wirklich heute Nacht ...“
„Es spielt keine Rolle, was stimmt.“ Elyas klang bestimmt, als er sie an sich zog. „Es spielt keine Rolle. Selbst wenn wir wissen, was stimmt, können wir es nicht ändern.“
„Ja, ja, der Elyas ...“ Erschrocken fuhren sie herum und sahen Fahn hinter sich stehen, einen Lederbeutel auf der Schulter, ein Tuch über den Kopf gezogen, als wollte er sich vor der Morgensonne schützen. „Immer einen klugen Spruch auf den Lippen. Aram, wusstest du eigentlich, dass dein Name 'Zeichen' bedeutet? Ja, genau, Zeichen.“
Erst jetzt bemerkten sie, dass Aram längst nicht mehr nur seinen Namen schrieb, sondern in andeutenden Strichen ein Pferd und eine Sonne in den Boden gekratzt hatte.
„Das sieht gut aus, Kleiner, auch wenn man nicht erkennt, was es sein soll.“
„Kennst du nicht die Geschichte v...“
„Aram, das sieht wirklich schön aus! In welche Richtung läuft denn das Pferd?“
„Nach Norden.“
„Nach Norden, sieh an. Lenja, vielleicht ist der Junge das Zeichen, das wir jetzt brauchen.“
Fahn musterte die drei, sein Blick blieb auf dem Lederbeutel über Elyas' Schulter haften. 'Das ist alles?', sagten seine Augen und sein Mund fragte: „Wollt ihr wirklich allein in die Wüste gehen?“ Die Unsicherheit seiner Stimme und die halb geöffneten Lippen offenbarten den fehlenden Schneidezahn. Er wirkte wie ein Strich, ein Lichtfang, der einen so schmalen Schatten wie möglich werfen wollte.
Ehe Elyas zu stottern beginnen konnte, antwortete Lenja für ihn. „Uns hält hier nichts.“ Das darauffolgende Schlucken ging in den erstaunten Blicken der beiden Männer vollständig unter. „Aber ich erkläre es dem Jungen nicht. Das schaffe ich nicht.“
Jetzt war es Fahn, der zu einer Erklärung ansetzte, doch Elyas schüttelte den Kopf und hockte sich zu seinem Sohn auf den Boden.
Lenja zog Fahn in Richtung der Versammlungshütte mit sich. „Wenn ich wiederkomme, brechen wir auf.“

Elyas beobachtete seinen Sohn eine Weile schweigend, während dieser den Schweif des Wildpferdes im Wind wiegte.
„Ein hübsches Pferd, auch wenn die Beine etwas schwach aussehen.“
Der Junge blickte mit verdutztem Gesichtsausdruck auf, als hielte er seinen Vater für begriffstutzig.
„Es kann fliegen. Und damit die Beine es nicht so zum Boden ziehen, sind sie nicht so dick.“
„Und wo sind die Flügel?“
„Die ... also wenn die Sonne, wenn die Sonne dem Pferd lang genug auf den Rücken scheint, dann fliegt es von allein. Dann ist das Pferd wie Wasser, Wasser kann auch fliegen, wenn die Sonne lang genug scheint.“
„Deswegen hast du eine Sonne daneben gemalt.“
Der Junge nickte.
„Meinst du, es gibt solche Pferde, Aram?“
„Es gibt sie. Gestern haben die anderen und ich darüber geredet, ob das Pferd auch Durst hat. Und dann meinte Cera, es muss schneller sein als der Wind und dann findet es vielleicht einmal eine Regenwolke. Und Gun meinte dann, dass er manchmal ein Wiehern nachts aus der Wüste gehört hat und am Morgen wären ein paar Wassereimer umgekippt gewesen. Da haben wir ihn ausgelacht. Das Pferd kommt doch nicht in unser Dorf.“
„Meinst du?“
„Natürlich! ... oder etwa doch? Hast du es gesehen, sag, hast du es gesehen?“
„Nein, nicht ich. Aber ... deine Mutter, sie hat das Pferd gesehen. Und wir ...“
„Und das erzählt sie mir nicht!“
„Sie war ziemlich überrascht.“
„Ich glaube nicht, dass sie das Pferd gesehen hat.“
„Du glaubst deiner Mutter nicht?“
Arams Ohren waren rot angelaufen, er lächelte entschuldigend und stocherte mit dem Stock im Boden herum.
„Aram, wir werden dem Pferd folgen. In die Wüste.“
Er blickte auf und verkrampfte die Finger um den Stock, als wäre er ein Haltegriff, eine Verbindung zum Boden.
„Sie hat das Pferd gesehen? Sie hat es wirklich gesehen?“
„Du hast selbst gesagt, dass es das Pferd gibt.“
„Ja, aber wenn ich das sage, ist das anders. Außerdem darf man nicht in die Wüste gehen.“
„Man darf nicht allein in die Wüste gehen. Wir sind zu dritt.“
„Und wenn wir uns verlaufen? Dann haben wir uns zu dritt verlaufen.“
„Wir werden uns nicht verlaufen.“
„Und wann kommen wir zurück?“
Elyas schwieg und sah sich um. Mittlerweile waren nur noch wenige zwischen den Hütten unterwegs, die meisten hatten sich mit Familien und Gepäck in der Hütte verschanzt und waren damit aus dem Dorfbild verschwunden.
„Wann. Wann kommen wir zurück?“
„Wir ... kommen nicht zurück.“
„Wir kommen nicht zurück?“
„Wir kommen nicht zurück.“
Entgeistert sah der Junge ihn an, als verstände er und verstände doch nicht, seine Lippe zitterte vor Furcht. „Es ist besser so, glaub mir, und wir werden an einen sicheren Ort kommen.“
„Gehen wir ... gehen wir in die Stadt?“
Elyas nahm seinen Sohn in den Arm und verzichtete darauf, ihm etwas von Stärke zu erzählen. Vielleicht weil er sie selbst finden musste, wenn sie die erste Nacht in der Wüste verbrachten, wenn sie wie ihre Vorfahren ohne festes Ziel weiterreisten, wenn sie nicht genug zu essen hatten, wenn sie sich verliefen, wenn sie in einen Sturm gerieten. Vielleicht war es auch die eigene Angst, die Elyas mit seinem Schweigen stillte.

Am späten Morgen brachen sie auf, ohne Abschied, ohne Erklärung verschwanden sie von einer Bildfläche, die bald keine mehr sein würde. Als sie gerade die ersten Schritte in die Wüste gesetzt hatten, rief ihnen eine ruhige Stimme nach: „Macht nicht so viel Wind, hier ist genug Staub.“
Sie wandten sich um und erkannten aus der Ferne, wie Nael seinen Sohn in ihre Richtung schubste. Widerwillig begann Fahn zu rennen.

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #2 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
Endlich geht der Schreibwettbewerb los!
Ich bin schon richtig, richtig gespannt. Icon_smile

Zitat:Nachmittag. Steinhütten, ungleichmäßig verteilt, dazwischen Freiflächen, auf denen Kinder spielen und Frauen Wäscheleinen spannen. Tisch und Stühle vor einer dieser Hütten, ein Junge auf den Knien, Zeichen in die Erde kratzend, die Mutter mit gebeugtem Rücken auf einem Stuhl, ihn beobachtend.
Eine sehr interessante Idee, mit einer Szenenbeschreibung einzusteigen ... das gibt der Geschichte etwas von einem Theaterstück ... hat was dramatisches und gefällt mir irgendwie!

Zitat:Wenn seine Mutter schrieb, sah es aus, als würde sie zeichnen; Striche, Kringel und Kreise fügten sich zu Bildern zusammen, aus denen jeder Worte herauslesen konnte.
Ein sehr schönes Bild vom Schreiben.

Zitat:Ar-em. Er lächelte, so ähnlich sahen sich die beiden Bilder, und allein die Vorstellung, er würde ebenso wie seine Eltern irgendwann alle Zeichen beherrschen, machte ihn stolz.
Ein sehr interessanter Gegensatz, im Vordergrund der Junge, der versucht schreibenzulernen, voller Stolz, während im Hintergrund über eine Tragödie gesprochen wird.

Zitat:„Sag das nicht, es ist immer noch still, und vielleicht vergessen sie uns. Vielleicht sind wir nicht genug, um hier vorbeizukommen.“
Du baust sehr geschickt Spannung auf ... wer sind sie?

Zitat:der Blick daraus nur ein Versuch.
Wieder ein cooles Bild.

Zitat:„Aram, du kennst doch noch die Geschichte, die ich dir vom weißen Wildpferd erzählt habe, nicht wahr?“
Ah, geht es um dieses abgewanderte Khamivolk?

Zitat:„Wenn es wieder so weit wäre, wenn dieser Weidegrund aufgebraucht, alles ausgedorrt wäre, wenn wir nicht wüssten, wohin, oder wem zu folgen, dann könnte ich ein Wildpferd gesucht haben, doch jedes hätte mir ins Gesicht gespuckt.“
Was für ein Satz! Der Vater sucht Führung in der Not und fand nur Abweisung? Noch wissen wir nicht, was das für eine Not ist, aber jedenfalls scheint es diesem Völkchen alles andere als gut zu gehen.

Zitat:Am Dorfplatz, dem Henker
Der Dorfplatz heißt Henker? ich muss wohl nicht fragen, was da öfters getan wird.

Zitat:Als Elyas und seine Familie am Henker ankamen, hockte Joran sich gerade auf seinen Bruder und presste dessen Kehle mit beiden Händen am Boden fest.
Brüder prügeln sich? Die Stimmung im Dorf scheint schlecht zu sein.

Zitat:„Also wenn ich Magie besäße, ich würd sie wegsperren.“
Hm ... ich finde das für sie Magie viel zu natürlich ist. Sie kannten bisher eigentlich keine Magie, oder? Ich meine woher? Woher kennen sie dann das Wort? Müssten sie das ganze nicht mit viel mehr Aberglauben sehen?

Zitat:Wir haben uns gegen Magie ausgesprochen und dabei bleibt es auch.
Wie kann man sich gegen Magie aussprechen? *g* entweder man hat sie, oder man hat sie nicht ... vielleicht stehen sie ihr auch feindselig gegenüber: Teufelswerk, oder ähnliches. Hat sie denn jemand gefragt?

Zitat:Wir haben gesagt, wir reden im Ernstfall so lange auf diesen Menschen ein, bis er von allein abzieht. Wir sind davon ausgegangen, dass die besseren Argumente auch zum richtigen Ergebnis führen.
Icon_lol ziemlich naiv diese Vorstellung!

Zitat:Es sieht so aus, dass die größte Stadt in der Umgebung überrannt wurde.
Müssten sie nicht den Namen kennen?

Zitat:Eine Stille, die unsichtbar werden ließ und damit vor der nun folgenden Diskussion und ihren Folgen bewahren konnte.
Schön!

Zitat:„Fahn, du bist doch nur hier, weil sie dich auf der Magierschule nicht genommen haben!“
Wo spielt diese Geschichte, wohl? Ich dachte zuerst, dass sie in Aven'kan spielt ... aber da gäbe es doch keine Magierschulen, oder? Ich dachte es wären Khami, aber es könnte auch nur diese eine Familie Khami sein, denn dieses Dorf wirkt wie eine Zweckgemeinschaft.

Zitat:„Das ist gar nicht mal so dumm, Elyas, das ist gar nicht mal so dumm.“
Er verstand nicht.
Wer verstand nicht? Elyas oder Nael? Ein Dorf voller unterschiedlicher Meinungen und nur Weniger, die sie auch laut aussprechen. Sie scheinen nur von der Angst vor der Magie zusammengehalten. Ein sehr brüchiger Frieden.

Zitat:In jede Hütte spähte er hinein, ermahnte selbst diejenigen, die sich längst in eine der größten Hütten zurückgezogen hatten, wo sie unsichtbar werden würden, ein stilles, totes Dorf.
Ein Teil geht, ein Teil bleibt?

Zitat:Aram schrieb, als gäbe es nur ihn und die Zeichenwelt, die er erschließen musste. Die Bilder vom Vortag hatte er vergeblich gesucht.
Wieder ein toller Einschub. Aram, der noch zu jung ist, um alles zu verstehen. Und doch glaube ich das er aufmerksamer ist, als manche ihm zutrauen.

Zitat:„Heute Nacht ... am Horizont. Es hat sich etwas bewegt, wirklich, da war etwas, es bewegte sich nach Norden. Vielleicht habe ich mich auch verguckt, vielleicht war es ein Sturm. Vielleicht ist es aber auch ...“
Vielleicht will sie auch nur, dass sie das gesehen hat? Wieviel dieses Pferd wohl mit Magie zu tun hat, falls es wirklich existiert?

Zitat:„Immer einen klugen Spruch auf den Lippen. Aram, wusstest du eigentlich, dass dein Name 'Zeichen' bedeutet? Ja, genau, Zeichen.“
Wie zynisch ... ehrlich gesagt mag ich Fah nicht, er kommt so schmierig rüber Icon_wink

Aram bedeutet also Zeichen?

Zitat:„Aram, das sieht wirklich schön aus! In welche Richtung läuft denn das Pferd?“
Es ist nicht ganz einfach, herauszufinden, wer hier spricht. Ich nehme an, da die Person jetzt Arams Namen verwendet, muss es entweder der Vater, oder die Mutter sein. Aber klar unterscheiden kann man das nicht. Du musst vorsichtig mit der Grenzziehung sein, du hast die Szene genau vor Augen, wir nicht, wir können das nicht erraten Icon_wink

Ein Pferd ja? Ein Zeichen, wie passend!^^ Ob der Junge auch ein Pferd gesehen hat, wie die Mutter? Oder hat er nur verarbeitet, was sie gesagt hat?

Zitat:Er wirkte wie ein Strich, ein Lichtfang, der einen so schmalen Schatten wie möglich werfen wollte.
Schön!^^

Zitat:„Die ... also wenn die Sonne, wenn die Sonne dem Pferd lang genug auf den Rücken scheint, dann fliegt es von allein. Dann ist das Pferd wie Wasser, Wasser kann auch fliegen, wenn die Sonne lang genug scheint.“
Wie geil! Ich mag Aram! Icon_smile

Zitat:„Es gibt sie. Gestern haben die anderen und ich darüber geredet, ob das Pferd auch Durst hat. Und dann meinte Cera, es muss schneller sein als der Wind und dann findet es vielleicht einmal eine Regenwolke. Und Gun meinte dann, dass er manchmal ein Wiehern nachts aus der Wüste gehört hat und am Morgen wären ein paar Wassereimer umgekippt gewesen. Da haben wir ihn ausgelacht. Das Pferd kommt doch nicht in unser Dorf.“
Durch Aram bekommt deine Geschichte eine ganz besondere Tiefe, eine die die Erwachsenen noch etwas vermissen lassen.

Zitat:Am späten Morgen brachen sie auf, ohne Abschied, ohne Erklärung verschwanden sie von einer Bildfläche, die bald keine mehr sein würde. Als sie gerade die ersten Schritte in die Wüste gesetzt hatten, rief ihnen eine ruhige Stimme nach: „Macht nicht so viel Wind, hier ist genug Staub.“
Sie wandten sich um und erkannten aus der Ferne, wie Nael seinen Sohn in ihre Richtung schubste. Widerwillig begann Fahn zu rennen.
Fahn geht mit ihnen, oder soll er sie zurückholen? Ich denke er kommt mit. Schließlich war er irgendwie fehl am Platz in dem Dorf. Die kleine Gruppe folgt nun also einem Pferd, das es vielleicht gar nicht gibt. Ins Ungewisse. Die ganze Geschichte ist irgendwie zerissen ... wir haben verschiedene Schauplätze und genauso verschiedene Menschen mit Meinungen die noch unterschiedlicher ist. Zentral ist das Wildpferd, das für mich für Veränderung steht, für den Glauben daran, doch etwas bewegen zu könne. Damit steht dieses Pferd in einem deutlichen Gegensatz zum Großteil des Dorfes, die sich nicht verändern möchten. Seltsam, letztendlich ist doch Fahn idealistischer als sein Bruder, wenn er einem fliegenden Pferd folgt Icon_wink (aber er macht es wahrscheinlich aus eher berechnenden Gründen ... wobei da bin ich mir gar nicht so sicher)
Die Erwachsenen bleiben leider etwas blaß, finde ich. Ihre Gedanken und ihre Gefühlen sind mir nicht eindringlich genug. Ganz anders Aram. Er scheint viel mehr Tiefgang zu haben, stiller Beobachter und doch am Ende ein Ausschlaggebender Punkt mit seiner Zeichnung. Sein Schreibversuche sehr schön beschrieben! Doch auch den Punkt mit der Magie hätte man vielleicht etwas mutiger anpacken können. Man merkt das sie dir eigentlich nicht wichtig war, finde ich.

An deinem Stil habe ich nichts auszusetzen, du spielst teilweise mit wirklich schönen Bildern! Icon_smile Die Geschichte war sehr gut zu lesen, flüssig und verflochten.

Letztendlich bin ich aber nicht endgültig begeistert. Aber gut finde ich sie auf jeden Fall!

Gerne gelesen!

Grüße vom Wanderer
Bewertung folgt, wenn ich alle Geschichten gelesen und kommentiert habe!^^

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
So, dann will ich mich auch mal in die Liste der Kommentierenden einreihen.
Hallo unbekannter Schreiber!
Ist ja recht lang geworden, deine Geschichte, und sie spielt wie ich sehe im Jahre 343 – Kriegszeit in Kham.
Ich bin gespannt, was Du daraus gemacht hast..


Zitat: 1. Dichter und Denker
Eine interessante Idee, die Geschichte so zu unterteilen, auch wenn ich hier wieder Dichter noch Denker finden kann. Auch finde ich die Reime in den Ueberschriften unfreiwillig komisch, aber das ist wohl Geschackssache,nicht wahr? Icon_wink

Zitat: Nachmittag. Steinhütten, ungleichmäßig verteilt, dazwischen Freiflächen, auf denen Kinder spielen und Frauen Wäscheleinen spannen. Tisch und Stühle vor einer dieser Hütten, ein Junge auf den Knien, Zeichen in die Erde kratzend, die Mutter mit gebeugtem Rücken auf einem Stuhl, ihn beobachtend.
- anders als der Wanderer kann ich solchen Einleitungen in Prosatexten nicht viel Abgewinnen. Es wirkt in meinen Augen immer so als haette der Autor keine Zeit oder Lust das Setting seiner Geschichte in den eigentlichen Text einzubauen. Dadurch fehlt dann etwas in der eigentlichen Geschichte und sie wirkt platt. Wir werden sehen, ob es hier ebenso geschehen ist.

Zitat: Af-fe. Ohne sich zu seiner Mutter umzudrehen, wischte er den Schreibversuch weg und begann erneut. Kleine Sandwolken stoben auf, so kräftig drückte er auf den Boden. Ar-me.
- Er ist Aram nicht wahr? Daher bisher selbst nicht vorkam sondern nur angesprochen wurde, koenntest du seinen Namen ruhig noch einmal hinschreiben. Apropos Schreiben, das versucht er offenbar gerade. Interessant wie man mit nur einem Bogen Veraenderung zu zwei so unterschiedlichen Woertern kommt. Insgesamt finde ich braucht er ziemlich lange, um seinen Namen zu schreiben. Es ist ja meist nicht das Schreiben, sprich Kopieren von Dingen, das so vielZeit kostet, sondern das Lernen der Buchstabenbedeutungen – zumindest im Lateinischen. Icon_wink

Zitat: Sie kniete sich neben ihn und kratzte zwei Zeichen in den Boden.

- Ah, sie haben also andere Schriftzeichen, die anscheinend auf Silben basieren? Interessant. Muessen sich ja sehr aehnlich sehen, ich stelle mir daher jetzt mal sowas wie chinesische Schriftzeichen vor. Icon_wink

Zitat: „Hier, so muss es am Ende aussehen. Du machst immer so was.“ Behutsam schrieb sie das erste Zeichen, für das zweite krickelte sie mit geschlossenen Augen Striche durcheinander.
- * g *

Zitat: Den Mund halb geöffnet, die Finger verkrampft, setzte er ab, wieder an, hörte den Vater im Hintergrund kaum ankommen, Gesicht und Hände waschen, sich hinsetzen.

- Hier bin ich etwas durcheinander geraten, wer hier nun was tut, weil du mit einer Aufzaehlung Arams beginnst, dann aber in eine fuer den Vater uebergehst.

Zitat: “Du hast den Wagen verloren? Wieso hast du den Wagen verloren? Und wie siehst du aus? Elyas ... was ist passiert?“
....
„Ich werde nie wieder in die Stadt fahren.“
- Egal wie abgelenkt Aram ist, ich glaube nicht, dass er den ganzen Dialog verpennt, denn bei dem Inhalt heben sich die Emotionen und Stimmen seiner Eltern. Da MUSS er einfach aufhorchen, wenn er nicht irgendwie autistisch veranlangt ist.

Zitat: Ar-em. Er lächelte, so ähnlich sahen sich die beiden Bilder, und allein die Vorstellung, er würde ebenso wie seine Eltern irgendwann alle Zeichen beherrschen, machte ihn stolz.
- Er ist also fertig. Gut, dann muesste er ja jetzt die Stimmen hoeren. Stattdessen kommt ein weiterer Dialog, den er “verpennt”, weil er dies tut:

Zitat: Aram verglich noch einmal den Schriftzug seiner Mutter mit seinem eigenen und zog die Linien nach, dann stand er auf und wischte mit einer Hand den Staub ab, der oberhalb seines Mundes auf dem Schweiß klebte.
- Zum vergleichen braucht er ja ganz schoen lange. So langsam draengelt sich mir wirklich der Verdacht auf,dass Aram irgendwie beschraenkt ist.

Zitat: Als er sich zu seinen Eltern umdrehte und den Vater erblickte, der krumm auf einem Stuhl saß, schrak er zusammen.
- Also hat er doch gewusst, dass der Vater da ist?

Zitat: Ehe Aram es näher ansehen konnte, drückte seine Mutter ein nasses Tuch darauf. Nur schwach war der Schmerz im Mundwinkel zu erkennen, den der leichte Druck verursachte. Arme und Beine waren überzogen mit dunklen Flecken, die aus Schmutz und Blut bestehen mussten.
- Diese Beschreibungen wirken insgesamt zu abgehackt. Es fehlt auch der Bezug zur Person. Okay die Logik gibt vor, dass es der Vater sein muss, trotzdem waere etwas mehr Ausformulierung nicht schlecht.

Zitat: „Aram, was hast du geschrieben?“ Das Lächeln und die Stimme seines Vaters klangen so unverletzt, dass Aram für einen Moment glaubte, es wäre nichts geschehen, wenn er die Augen schlösse und nur auf die Worte hörte. Doch anstatt den Blick abzuwenden, zeigte er auf die Bilder am Boden.
- Warum fragt Aram eigentlich nicht, was passiert ist?
Aufgrund seiner Schreibversuche schaetze ich ihn auf fuenf, sechs. Da der Papa in der Stadt war, und somit eine ganze Weile weg, wuerde ich erwarten, dass Aram zu ihm rennt, ihn ausfragt, sich Sorgen macht. Gerade kleine Kinder sind bei Verletzungen ihrer Eltern besonders empfindlich und aufgeregt.

Zitat: „Ist es gefährlich in der Stadt?“
- Diese Frage an dieser Stelle verstehe ichjetzt nicht – siehe oben. Von einem kleinen Jungen erwarte ich einfach anderes Verhalten.


Zitat:„Aram!“
- Wer reagiert denn hier so heftig? Der Vater? Warum?

Zitat: „... da machte sich Unruhe breit und sie wollten Samirjuk verlassen, um allein voranzukommen. Und gerade in diesem Moment bemerkten sie, dass die Tiere aus einem kleinen Fluss tranken, und sie ließen sich dort nieder. Auf die Frage, woher er von diesem Fluss gewusst habe, antwortete Samirjuk nur mit einem Blick zum Horizont. Einige der Frauen meinten, ein weißes Wildpferd in der Wüste verschwinden gesehen zu haben.“
- Wieder die Frage, wer hier anfaengt, und dann weiterredet. Ich dachte, der Vater erzaehlt die Geschichte, doch dann bricht er ab, und wer anders redet weiter? Zumindest die Satzzeichenfuehrung laesst darauf schliessen.

Zitat:„Du erinnerst dich ja doch.“
- Wer sagt das jetzt? Der Vater? Also hat Aram die Geschichte zu Ende erzaehlt, mit diesen Worten? Das waere eine aeusserst ungewoehnliche Redensweise fuer einen kleinen Jungen.

Zitat: Irritiert schaute Aram zu seiner Mutter, die ebenfalls nicht zu wissen schien, was sein Vater bezweckte. Wieder ein zitterndes Lachen im Mundwinkel, dann der Blick auf Lenja und Aram, den sie beide erwiderten, ohne ein Wort zu sagen.

- Auch hier kommt der Wechsel zwischen den Personen etwas abrupt. Du beginnst mit Aram, bist dann aber ploetzlich beim Vater. Das verwirrt den Leser und bringt die Geschichte zum Stocken.

Zitat:„Wenn es wieder so weit wäre, wenn dieser Weidegrund aufgebraucht, alles ausgedorrt wäre, wenn wir nicht wüssten, wohin, oder wem zu folgen, dann könnte ich ein Wildpferd gesucht haben, doch jedes hätte mir ins Gesicht gespuckt.“
- Er hat also irgendwo Hilfe gesucht? Erste Hinweise darauf, dass die Familie Probleme hat, oder sogar das Dorf. Sind sie bereits im Krieg, leiden unter seiinen Folgen?

Zitat: Aram verstand nicht, was diese Geschichte mit der Stadt zu tun hatte und lenkte die Aufmerksamkeit seines Vaters bald wieder auf die Schreibversuche, die wegen der bald untergehenden Sonne nicht mehr lange zu erkennen sein würden.
- Immer noch keine Fragen? Komischer Junge.

Zitat: 2. Richter und Henker
- Der Henker ist der Dorfplatz, doch gerichtet wird hier in dem Kapitel nicht. Entscheidungen getroffen, ja, argumentiert, auch, aber gerichtet nicht. Das meine ich, wenn ichvon unpassend rede.

Zitat: Abend. Am Dorfplatz, dem Henker; einige Familien, die Stühle tragend ankommen, ein paar Dutzend, die bereits in kleinen Halbkreisen sitzen, die meisten Blicke auf zwei junge Männer gerichtet, die aufeinander einschlagen, Staub aufwirbelnd.

- Und keiner schreitet ein? Ist ja wie bei uns. Icon_ugly

Zitat: „Du wirst schon sehen, wohin wir kommen!“, presste Fahn, der Dünnere der beiden, zwischen den blutenden Lippen hervor.
- Wohin wir kommen? Seltsame Ausdrucksweise. Worum geht es denn?

Zitat: Als Elyas und seine Familie am Henker ankamen, hockte Joran sich gerade auf seinen Bruder und presste dessen Kehle mit beiden Händen am Boden fest.

- Joran kam vorher noch nicht vor, auch nicht die Erwaehnung, das die beiden Streitenden Brueder sind, daher stolpert man hier wieder ein bissl, bis man die Personen zugeordnet hat.

Zitat: Doch ehe sie ausbrechen konnte, drückte der Bruder wieder fester zu, weswegen sich lediglich seine Augen wehrten, die immer größer aus den Höhlen stachen.

- Auch hier wueder ich zur besseren Uebersicht “seine” durch den Namen ersetzen. Liest sich einfach verstaedlicher.

Zitat: Lenja und Aram stellten die drei Stühle unweit der beiden Brüder ab, während Joran Fahn die Faust unter die Nase hub.
- Ich nehme an, Lenja und Elyas, denn der Kleine Junge wird ja wohl kaum die Stuehle schleppen. Icon_wink

Zitat:Ein Raunen ging durch die Runden .
- die Runde, weil es eine feststehende Redewendung ist. Icon_wink

Zitat: Elyas starrte mit dem unverbundenen Auge auf Fahn, der das Gesicht weiter seinem Bruder entgegen streckte, als wollte er ihn provozieren. Doch er sprach nicht mehr, sondern spuckte einen Schneidezahn aus.
- Wann hat er sich denn aus der Umklammerung befreit?

Zitat: „Es schauen Kinder zu“, mahnte Elyas, als der Geschlagene begann, die Lücke bei geöffnetem Mund mit der Zunge abzutasten.
- lol, was fuer ein Kommentar. Schlagen geht, aber Zaehne ausspucken ist verboten ...

Zitat: „Die verlieren hier schon nicht ihr Gesicht“, lachte Joran, den missachtenden Blick seines Bruders unterstützend und fast schien es, als wäre die Auseinandersetzung damit entschieden.
- Auch seltsame Antwort von Joran, und wieso entschieden? Eher vorbei, oder? Fuer eine Entscheidung braeuchten wir einen Sieger, aber die beiden haben ja aufgehoertmit kaempfen.

Zitat: „Wir fangen jetzt an, also reißt euch zusammen. Fahn, du gehst dich waschen. Joran, schau nach, ob wir vollzählig sind. Und dann setzt euch gefälligst hin und seid still.“ Nael führte die Versammlungen des Dorfes, seine beiden Söhne, die kaum verschiedener aussehen, handeln und denken konnten, sollten es ihm irgendwann gleichtun, doch noch waren sie dafür zu stur, Fahn zu kaltblütig, Joran zu idealistisch.
- ein gutes Beispielfuer den Wechsel der Erzaehlperspektive.vorhin waren wir noch bei Aram nun haben wir einen allwissenden Erzaehler. Ungewoehnlich, aber nicht unbedingt stoerend.

Zitat: Das ganze Dorf war versammelt, abgesehen von zwei Familien, die nie kamen und nur im Sommer ihre Hütten bezogen.
- Haeh? Was sind das fuer zwei seltsame Infos in einem Satz? Die Familien kommen nie und wohnen da nur im Sommer? Sie sind also gerade da? Gut, dann schreib, dass sie nie zu den Versammlungen kommen, fertig, oder ergaenze sowas wie, sie kommen nie, weil sie nur Sommergaeste sind. Was machen die dann eigentlich im Winter?

Zitat: „Falls ihr noch nichts davon gehört habt oder euch nicht sicher seid, wem ihr glauben könnt: Vor einigen Tagen ist Aven'har überfallen worden, wahrscheinlich wird es heute schon von Magie kontrolliert. Wenn wir Pech haben, ziehen sie in ein paar Tagen hier vorbei.“
- Hier beginnt derwirklich unrealistische Teil deiner Geschichte – zumindest in meinen Augen. Aven'har wurde ueberfallen und statt ueber Opfer und Schaeden des Krieges redet der Mann darueber, womit die Stadtjetzt kontrolliert wird?

Zitat: „Das kann doch nicht wahr sein, wie diese Magier ihre Macht missbrauchen!“
„Ich glaube das nicht!“
„Also wenn ich Magie besäße, ich würd sie wegsperren.“
„Genau! Ich würd mich eher erhängen, als dass ich sie gegen jemanden einsetze, der sich nicht wehren kann. Das ist sowas von armselig, einfach nur armselig!“
- Und hier geht es weiter. Alle reden ueber Magie, doch keiner ist wirklich geschockt oder traurig. Das wirkt gekuenstelt.

Zitat: „Ruhe!“ Nael hob beschwichtigend die Hände, zeigte auf die Männer, die erzornt aufgestanden waren, und brachte sie mit einem ernsten Blick zum Hinsetzen.

erzuernt.
Aus dem, was gesagt wurde, konnte man diesen Zorn allerdings nicht wirklich raushoeren. *find*

Zitat:„Niemand von uns verfügt über magische Fähigkeiten, deswegen leben wir zusammen in diesem Dorf. Wir haben uns gegen Magie ausgesprochen und dabei bleibt es auch. Aber heute stehen wir vor der Frage, was wir tun, wenn jemand kommt, der uns mit Magie unterdrücken will.“
- Wie waere es, wenn sie sich erst mal Sorgen um ihr Leben machen? Unterdrueckung ist eins, Krieg bringt aber meist auch Tod mit sich.
- Was machen sie eigentlich, wenn eines ihrer Kinder magisch begabt ist? Verstossen?

Zitat: „Wir haben gesagt, wir reden im Ernstfall so lange auf diesen Menschen ein, bis er von allein abzieht. Wir sind davon ausgegangen, dass die besseren Argumente auch zum richtigen Ergebnis führen. Aber das war vor Aven'har. Es sieht so aus, dass die größte Stadt in der Umgebung überrannt wurde. Da können wir uns noch so gut darstellen, wahrscheinlich wird uns niemand zuhören.“
- Sie haben sich also die Frage schon malgestellt, damit stimmt das oben nicht. Und mal im Ernst 'die besseren Argumente'? Wie naiv sind die eigentlich? Kein Mensch hoert auf Argumente im Krieg, denn dann steht man meist einer Armee gegenueber und die schert sich nur um eines, naemlich ihre Befehle.
- Was genau meinst du eigentlich mit 'gut darstellen'?

Zitat: Ein grauer Schimmer hing in den Augen des Dorfes, das darauf zu warten schien, dass sich das letzte vom Wind aufgewirbelte Staubkorn legte und Stille einkehrte.
- Wenn alle den Kopf gesenkt halten, kann Nael noch so gute Augen haben, die der anderen sieht er trotzdem nicht. Icon_wink
Ausserdem herrscht ja schon Stille, wenn alle schweigend zu Boden schauen.

Zitat:
Joran war der Erste, der erkannte, dass diese Stille nicht eintreten würde.
- ?? Wer redet denn?

Zitat:„Das ist kein Grund, jetzt aufzugeben.“ Sein Blick haftete auf seinem Bruder, der trotz der Verletzungen schnurgerade auf seinem Stuhl saß. „Es ist wirklich kein Grund, jetzt aufzugeben.“
- Warum schaut er Fahn an?

Zitat: Einige hoben ebenfalls den Kopf und blickten Fahn an.
- Warum schauen sie Fahn an? Hat er ne Geheimwaffe im petto? Icon_wink

Zitat:„Vielleicht kommen sie einfach nicht hier vorbei.“
- waere ne Moeglichkeit, ja.

Zitat: „Sie können uns doch gar nicht sehen. Wenn wir nachts das Feuer auslassen, dann sind wir unsichtbar.“
„Na, sie werden wohl nicht nachts nach uns suchen.“
„Sie werden uns gar nicht suchen, sie wissen ja nichts von uns.“
„Das Feuer müssen wir deswegen wirklich nicht auslassen.“
- Und wenn sie tagsueber kommen??
Diese Diskussion ist so unsinnig und unrealistisch, dass es schon fast komisch ist, sorry.

Zitat: Mehr und mehr Köpfe hoben sich, mehr und mehr Münder stimmten ein.
- in was stimmen sie ein? Einstimmen bedeutet, dass man fuer etwas ist, doch wofuer machst du nicht klar.

Zitat: „Das ist ein Affentheater hier! Ein einziges Affentheater! Da stehen Magier vor der Tür, die euch zurichten werden, und ihr diskutiert darüber, ob ihr das Feuer auslassen solltet.“
Endlich mal einer, der klar sieht.
Warum reden die eigentlich immer nur ueber die Magier und nie mal ueber Soldaten etc.
Die Kriege werden ja wohl nicht nur von den Magiern gefuehrt, oder?

Zitat: „Fahn, du bist doch nur hier, weil sie dich auf der Magierschule nicht genommen haben!“
- Also ist er magisch begabt? Wuerde mich interessieren, aber auch nur am Rande, denn dieses Argument ist so unpassend hier, wie der Unsinn mit der Feuerstelle.

Zitat: „Dafür brauchen wir keine Magie, das ist der Lauf der Dinge!“, schrie ein junger Mann und kassierte einen Schlag auf den Hinterkopf von seiner Mutter.
- Wenn das ihr glaube ist, na Hallejujah. Aber warum hat ihn jetzt die Mutter, wenn er nur ausspricht, was alle denken?

Zitat: Lenja erzählte Aram ein weiteres Mal die Geschichte von Samirjuk und dem weißen Wildpferd, weswegen dieser sich immer wieder umsah.
- alle streiten, sie erzaehlt derweil ein Maerchen und der Junge schaut sich nach dem Pferd um???
Aeh, alles klar. Erwaehnte ich schon, dass ich das Kind fuer beschraenkt halte? Und Warum bringt die Mutter ihn eigentlich nicht weg??

Zitat: „Nael, wieso sagst du eigentlich, dass wir gegen Magie sind, während dein Sohn uns erzählt, wir sollten uns arrangieren?“
- Duerfen zwei Leute nicht zwei Meinungen haben? Das wird ja immer abstruser.


Zitat: Erst jetzt bemerkten die Dorfbewohner den Verband, den er um seinen Kopf trug, einige zeigten mit dem Finger auf ihn, andere erzählten ihren Kindern Geschichten.

- Das mit diesen Geschichten ist mir echt zu hoch.


Zitat: „Ich war in der Stadt und habe die Magie erlebt.“
- Hier wird es mal spannend, jetzt koennte er ruhig erzaehlen, was ihm passieert ist. Warumer in der Stadt war etc.

Zitat: Joran rannte auf ihn zu und schlug ihm ins Gesicht,
- O-o Bitte?

Zitat: Er verstand nicht.
Der Logik nach ist ER jetzt Nael, weil dieser der letzte war, der einen Hauptsatz hatte. Du meinst aber sicherlich Elyas, das wuerde ich hervorheben.


Zitat:Morgengrauen. Eingetretene Türen, abgerissene Wäscheleinen, Menschen mit geschulterten Lederbeuteln, einige noch packend, tragend. Am Rand des Dorfes ein Mann und eine Frau in leisem Gespräch, die Blicke in die Wüste gerichtet, ein Kind unbeobachtet zu ihren Füßen, zeichnend.
- Warum sind denn die Tueren eingetreten und die Leinen abgerissen, und warum schreibst du nicht einfach die Namen der Leute statt Mann, Frau und Kind? So denkt man, es geht um jemand aanderen.

Zitat: Lenja stand ein Lächeln auf den Lippen, als Fahn seinen Bruder zurechtwies, was dieser mit einem halben Wutausbruch quittierte.
- Schoen, dass sie da noch laecheln kann, waehrend das Dorf sich panisch versteckt und die Gefahr vor der Tuer steht.

Zitat:Der Aufbruch hing über den Dächern wie ein erdrückendes Band.
- Ich dachte, sie ziehen sich nur in die groessten Huetten zurueck? Wieso dann Aufbruch?

Zitat:Nael hatte am Vorabend von der Notwendigkeit zur Veränderung und einer folgenschweren Entscheidung gesprochen. Am Ende hatten sie sich mit leichter Mehrheit für die gerinstmögliche Veränderung entschieden. Seitdem kochte Fahn, während Joran nahezu stumm akzeptierte.
- Ein Umzug in die groesste Huette ist nicht wirklich eine folgenschwere Entscheidung, oder? Das Fahn kocht verstehe ich, schliesslich wollte er mit den Magiern reden, doch warum ist Joran unzufrieden? Er hat doch seinen Willen, oder nicht?

Zitat: Er schaute sie an, das zerstörte Auge wieder frisch verbunden, doch sie erwiderte den Blick nicht, sondern hielt ihn weiter starr in die Wüste gerichtet.
- Das Auge ist zerstoert? Ich dachte, es waere nur geschwollen?

Zitat:Ich hab mir den Schlaf aus den Augen gerieben, ich dachte, es wäre nicht da gewesen, aber es sieht so aus, als ... als würden alle Spuren in diese Richtung zeigen.“
Wie kann sie sich den Schlaf aus den Augen reiben, wenn sie gar nicht geschlafen hat?
Welche Spuren? Und was hat sie denn nun gesehen?

Zitat: Gestern Abend habe ich gesagt, ich bleibe hier für den Jungen, es ist ... es wäre das beste für ihn, das sicherste. Aber was, wenn es das nicht ist? Wenn wir uns das auch nur einreden und wenn ich wirklich heute Nacht ...“
- abend (klein), Beste und Sicherste (gross)
- Und sie wollen ja gehen, also bleibt sie nicht 'hier', wie es oben steht.

Zitat: Erst jetzt bemerkten sie, dass Aram längst nicht mehr nur seinen Namen schrieb, sondern in andeutenden Strichen ein Pferd und eine Sonne in den Boden gekratzt hatte.
- angedeuteten

Zitat:„Das sieht gut aus, Kleiner, auch wenn man nicht erkennt, was es sein soll.“
- eben sagst du noch, es ist ein Pferd.

Zitat:„Kennst du nicht die Geschichte v...“
„Aram, das sieht wirklich schön aus! In welche Richtung läuft denn das Pferd?“
- Wer unterbricht Aram hier und warum?

Zitat:Fahn musterte die drei, sein Blick blieb auf dem Lederbeutel über Elyas' Schulter haften.
- die Drei und Punkt dahinter, da es zwei Hauptsaetze sind. Oder ein Semikolon.

Zitat:Die Unsicherheit seiner Stimme und die halb geöffneten Lippen offenbarten den fehlenden Schneidezahn.
- Wieso Unsicherheit?

Zitat:Er wirkte wie ein Strich, ein Lichtfang, der einen so schmalen Schatten wie möglich werfen wollte.
- Wer ist jetzt 'er'? Der Schneidezahn? Die Verwendung derPronomen solltest du dir echt ueberall nochmal anschauen.

Zitat:Ehe Elyas zu stottern beginnen konnte, antwortete Lenja für ihn.
-ebenso die Verwendung einiger Adjektive und Verben. Warum sollte Elyas hier jetzt zum Beispiel stottern? Er ist sich seiner doch sicher. Wie man sieht:
Zitat:„Uns hält hier nichts.“

Zitat:Das darauffolgende Schlucken ging in den erstaunten Blicken der beiden Männer vollständig unter.
- Jetzt schauen beide erstaunt?? Warum? Fahn war bisher aufgebracht, lief schreiend umher, Elyas war die Ruhe selbst, sicher, da will das alles nicht passen.

Zitat:Jetzt war es Fahn, der zu einer Erklärung ansetzte, doch Elyas schüttelte den Kopf und hockte sich zu seinem Sohn auf den Boden.
- Was will er denn nun erklaeren? Das wird immer konfuser mit den beiden.

Zitat:Elyas beobachtete seinen Sohn eine Weile schweigend, während dieser den Schweif des Wildpferdes im Wind wiegte.
- Der Sohn wurde doch eben von der Frau weggezogen. Was macht er dann wieder hier?

Zitat:„Es gibt sie. Gestern haben die anderen und ich darüber geredet, ob das Pferd auch Durst hat. Und dann meinte Cera, es muss schneller sein als der Wind und dann findet es vielleicht einmal eine Regenwolke. Und Gun meinte dann, dass er manchmal ein Wiehern nachts aus der Wüste gehört hat und am Morgen wären ein paar Wassereimer umgekippt gewesen. Da haben wir ihn ausgelacht. Das Pferd kommt doch nicht in unser Dorf.“
- Die Ueberleitung zwischen den ersten beiden Saetzen ist ziemlich abrupt. Und auch der Rest .. .naja. Ich schieb das mal auf Kindermund. Icon_wink

Zitat:„Nein, nicht ich. Aber ... deine Mutter, sie hat das Pferd gesehen. Und wir ...“
- davon, dass dieMutter ein Pferd gesehen hat, war bisher nie die Rede. Sie sagte, sie haette etwas gesehen, das kann von einem Monster ueber nen nackten Soldaten alles gewesen sein.

Zitat:Er blickte auf und verkrampfte die Finger um den Stock, als wäre er ein Haltegriff, eine Verbindung zum Boden.
- okay, der Vater erzaehlt den Jungen also doch von dem Vorhaben, obwohl er vorher was anderes gesagt hat. Das der Junge da so reagiert ist nachvollziehbar, die Frage nach dem Pferd danach, eher weniger. Logischer waere ein 'warum?' oder ein aufgeregtes 'wirklich?' Irgendwie sowas halt.

Zitat:„Ja, aber wenn ich das sage, ist das anders.
- lol

Zitat: Mittlerweile waren nur noch wenige zwischen den Hütten unterwegs, die meisten hatten sich mit Familien und Gepäck in der Hütte verschanzt und waren damit aus dem Dorfbild verschwunden.
- ich wuerde 'der Huette'noch ein heraushebendes Adjektiv verleihen, sonst wirkt der Satzmit den Huetten komisch. Oder du nimmst ein anderes Wort, wie Versammlungshaus. Dann waere die Groesse impliziert und die Dopplung von Huette passe.

Zitat:„Wann. Wann kommen wir zurück?“
- Wann? Wann ...?

Zitat:Entgeistert sah der Junge ihn an, als verstände er und verstände doch nicht, seine Lippe zitterte vor Furcht.
- Entgeistert verstehe ich, doch das danach nicht mehr. Die Formulierung will in meinen augen nicht zur Situation passen.
- Welche Lippe zittert den? Oben, unten oder doch eher beide? Du kannst ruhig genauer sein. Icon_wink

Zitat: Als sie gerade die ersten Schritte in die Wüste gesetzt hatten, rief ihnen eine ruhige Stimme nach: „Macht nicht so viel Wind, hier ist genug Staub.“
- Aehm, ja? Muss man das verstehen?

Zitat:Sie wandten sich um und erkannten aus der Ferne, wie Nael seinen Sohn in ihre Richtung schubste. Widerwillig begann Fahn zu rennen.
- Ferne impliziertfuer mich ein zu grosse Weite, um den Ruf noch zu hoeren, aber nun ja, das ist wohl Interpretationssache, nehme ich an.
Sie brechen also auf und der seltsame Fahn wird sie begleiten.
Ein Ende, dass mich so zuruecklaesst wie deine gesammte Geschichte: Verwirrt.
Weder Inhalt noch Absichten oder Hanndlungsweise der Charaktere werden mir klar. Warum?
1.Das Verhalten deiner Figuren wird nicht erklaert, vieles nur angedeutet.
2.Die Personen sind blass, weil du recht wenig um die Dialoge drum herum schreibst. Ich sehe sie beim Reden nicht vor mir,bin auch manchmal verwirrt, wer nun was sagt.
3.Und am Schwerwiegendsten: Ich komme bei deinen Dialogen nicht mit. In meinen Augen wuerde niemand in der Situation so reden und handeln. Das wirkt so aufgesetzt und kuenstlich wie Michael Jacksons Laecheln.
Insgesamt fehlt es einfach an Leben, Energie und auch passenden beschreibenden Worten an den richtigen Stellen. Manchmal passt das Verhalten der Charakter nicht zu dem bisher gesagten, oder sie widersprechen sich sogar.

Sprachlich hast du zwar nur wenige Fehler, doch koennte es insgesamt etwas runder sein. Mehr Namen statt Pronomen, du weisst zwar, wer was macht, aber wir nicht. Aber mit Namen und etwas mehr Bewegung in den Dialogen wird es nicht nur besser verstaendlicher sondern auch anschaulicher.

Beim Lesen selbst hatte ich das Gefuehl, dass du selbst ncht so genau weisst, was du schreiben sollst. Kann das sein?
Gibt es dazu eigentlich noch eine Forsetzung, denn die Geschichte ist ja doch recht offen, auch ein groesserer Kontext fehlt noch in meinen Augen. Von daher kann ich auch die Idee dahinter nicht richtig einschaetzen.

Tja, was soll ich noch sagen? Ich denke, es ist klar, dass diese Geschichte fuer mich noch viele Baustellen hat. ImMoment ist es wie ein Rohbau, aber aus diesen kann man ja mit etwas Anstrengung, Farbe und ein paar Moebeln was Ordentliches schaffen. Icon_wink

LG
Adsartha

PS: Wuenschelruten schreibt man uebrigens ohne 'o' Icon_wink
Es kommt von der Rute und nicht von der Route, wer immer das auch falsch geschrieben hat.
Wieso eigentlich dieser Name? Eine Wuenschelrute versucht, Wasser zu finden. Ist das ein Bezug auf Elyas, der Versucht mit seiner Familie Sicherheit vor dem Krieg zu finden?

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #4 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
Auf gehts zur nächsten Wettbewerbsgeschichte.

Also den ersten Teil fand ich richtig niedlich, was hauptsächlich an Aram und seinen Schreibversuchen liegt. Gleichzeitig liegt aber auch etwas bedrohliches darin, weil ich die Worte des Vaters noch nicht richtig verstehen kann. Du stellst den Leser hier auf die selbe Ebene wie Aram.

Nagut, dann werde ich mal den zweiten Teil lesen. Ich finde diese Abgrenzungen im Moment noch etwas irritierend, mal sehen, was ich am Schluss davon halte. Icon_smile

Zitat:Abend. Am Dorfplatz, dem Henker; einige Familien, die Stühle tragend ankommen, ein paar Dutzend, die bereits in kleinen Halbkreisen sitzen, die meisten Blicke auf zwei junge Männer gerichtet, die aufeinander einschlagen, Staub aufwirbelnd.

Diese kleine Einleitungen erinnern irgendwie an Regieanweisungen, aber ich mag sie eigentlich. Man bekommt das Bild vorab schonmal grob gezeigt, bevor wir dann tiefer einsteigen.

Zitat:Nael hob beschwichtigend die Hände, zeigte auf die Männer, die erzornt aufgestanden waren

"erzornt" liest sich komisch, ich kenne nur: "erzürnt"

Die Versammlung gefällt mir auch sehr gut. Sehr realistisch, wie sie erstmal über das unwichtige Feuer diskutieren . Viel wichtiger dabei ist aber doch, dass ich endlich erfahren habe, was mit diesen Dorfbewohnern los ist: Sie verstecken sich vor der Magie!
Ich bin gespannt, was der letzte Abschnitt noch zeigt.

Schließt sich Fahn ihnen an?
Ja, eine wirkliche Interessante Geschichte. Anscheinend will Elyas als Einziger mit seiner Familie vor den Magiern flüchten, oder? Naja, flüchten ist, denke ich, immer noch besser als sich in den Hütten zu verstecken und ergeben auf ein Wunder zu hoffen. In der Wüste haben sie zumindest die Möglichkeit zu überleben. Schön fand ich auch wie du die Geschichte mit dem Pferd eingewoben hast. Am Anfang denkt man noch es wäre eine einfache Kindergeschichte mit der Aram abgelenkt wird, aber dann entwickelt sie sich doch zu einem Hoffnungsschimmer.

Hat mir insgesamt also gut gefallen. Nur der Aufbau gefällt mir nicht ganz so. Gerade diese strikte Abgrenzung durch die Nummerierung und den Titel für jeden Abschnitt, lässt das nicht wie aus einem Gus wirken. Inhaltlich hätte es da eine normale Leerzeile getan. Allein dadurch, dass du diese kleinen Szenenbeschreibungen drin hast, ist das schon abgegrenzt genug. Aber das ist nur ein kleines optisches Manko.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #5 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
@addi

Zitat:PS: Wuenschelruten schreibt man uebrigens ohne 'o'
Über den Titel hab ich mir auch schon Gedanken gemacht ...^^ ich glaube das ist gewollt! Das ist eine Kombination aus Wünschelrute und einer Route, schließlich ist ein zentrales Bild dieser Geschichte das Wildpferd, das diesen Kahmstamm durch die Wüste führte. Etwas magisches, geheimnisvolles wieß ihnen den Weg, die Route Icon_wink

Und jetzt folgen sie wieder dem Pferd, verlassen sich sozusagen auf die Kraft eines Kultgegenstandes. Gleichzeitig könnte man überlegen, ob man das "Wünscheln" wörtlich nimmt: sie wünschen sich vor allem, dass ihnen ein Weg gewiesen ... das waren so meine Gedanken dazu Mrgreen
(aber vielleicht lieg ich auch völlig daneben Icon_smile)

Was denkst du?

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #6 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
also dann wollen wir doch mal bevor es zu spät ist.

Zitat:„Halt still ... Man hört jeden Tag, dass sie kommen, und bisher hat es nie gestimmt. Und der Wagen ist weg?“

nur rein subjektiv, aber klingt für mich nicht schön.
eher: ... aber bis jetzt waren das nur Hirngespinnste von Betrunkenen.
oder: ... aber bisher hat es sich nie bestätigt.
oder so ähnlich

Zitat:Ar-em. Er lächelte, so ähnlich sahen sich die beiden Bilder, und allein die Vorstellung, er würde ebenso wie seine Eltern irgendwann alle Zeichen beherrschen, machte ihn stolz.
hier würd ich nicht "er" sondern "Aram" schreiben, weil du aus dem Dialog rausgehst. wenn man mitdenkt, ist es natürlich klar, aber mit Namen ist es idotensicher.

Zitat:Pass auf, du, dass du überhaupt noch was siehst!“,
das erste Komma kommt meines Erachtens weg

Zitat:während Joran Fahn die Faust unter die Nase hub.
hub=hob?

Zitat:„Wir haben gesagt, wir reden im Ernstfall so lange auf diesen Menschen ein, bis er von allein abzieht. Wir sind davon ausgegangen, dass die besseren Argumente auch zum richtigen Ergebnis führen.
klingt nicht nach nem guten Plan Icon_smile




so durch. Ich glaub, selbst wenn man sich in Athalem auskennt (und das tue ich nicht), weiß man nicht genau, worum es eigentlich geht.
Zusammengefasst würd ich sagen: es spielt zu einer Zeit in der die Magi die Überhand gewinnt bzw. ihre Anhänger und der Flucht davor. Da du von weißer Magie sprichst, verstehe ich die Angst nicht davor (kann aber an meiner Unbeflecktheit im Athalem-Geschichtsunterricht liegen).
Und du hast eine Legende eingeflochten, die, wenn auch nicht weiter ausgebaut, dem Volk/Dorf eine gewisse Realität einverleibt.
Kreativ finde ich auch das in 'Szenen fassen' und wenn man es als ein Schauspiel betrachtet auch eigentlich gut umgesetzt.

Was mich stört, es ist nicht spannend und warum der Vater dem Jungen die Geschichte vom Pferd erzählt wirkt recht konstruiert. Denn einen Grund gab es nicht und dass sich die Geschichte wiederholt, wird dadurch groß auf eine Fahne geschrieben und wild umhergeschwenkt. Sprich der Leser muss nicht wirklich selbst darüber nachdenken.
Vllt. wäre es besser gewesen, wenn seine Mutter es erzählt hätte, oder der Vater an einem früheren/späteren Tag.

Rein sprachlich gibt es wenig zu meckern, aber einige Dialogsunterbrechungen hätten es schon sein können, um mehr Gefühle rüberzubringen.

Irgendwas fehlt der Geschichte. Meine Bewertung kommt mit dem Vergleich der Konkurrenz.


Gruß


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Beitrag #7 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
Und auch hier einen kurzen Kommentar dazu.

Ich fand die Geschichte ganz okay. Mich haben die Absätze mit den Einleitungen aus dem Lesefluss gebracht - hab, für mich persönlich, nicht verstanden für was das gut sein sollte. Am Anfang dachte ich, das nun eine andere Geschichte weitergeht.

Die Geschichte an sich war schön geschrieben, doch ich hätte mir mehr Information zu diesem Pferd gewünscht. Das Dorf, sind die ersten Bewohner dorthin gekommen, weil sie diesem Pferd gefolgt sind? Ist das eine Art Religion oder Glaube? Woher kommt diese Geschichte? Insgesamt zu wenig Information für mich, um damit richtig warm zu werden.

Wie hat mein Vorkommentierer gesagt

Zitat:Irgendwas fehlt der Geschichte
auch wenn ich nicht genau sagen kann, was.

Gruß

Nuriel

Ich mag Bananen, na und? *ugh*

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Beitrag #8 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
---- Ich habe jetzt, nachdem ich den Kommentar geschrieben habe, ganz kurz meine Vorkommentare überflogen und festgestellt, dass die Geschichte offenbar Geschmackssache ist. Ich poste meinen Kommentar dennoch (oder: gerade deshalb) unverändert :D ---


Hui.
Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll, ich bin noch ganz Banane von dieser wunderschönen Geschichte! Also, ganz langsam...

Ich hatte bisher ein wenig das Gefühl, dass der erlaubte Umfang für die Geschichten vielleicht für einige Ideen zu knapp bemessen ist. Hier nicht. Der reduzierte Schreibstil gibt nicht mehr und nicht weniger Wörter als gerade nötig - und lässt dabei Lücken zwischen den Zeilen. Sehr poetisch! Die Idee mit den Szenen bringt das Setting knapp und trotzdem zur Genüge, ohne lange Beschreibungen, rüber. Mir gefällt sehr gut, wie sparsam und sorgfältig hier geschrieben wurde. Das ganze bringt für mich eine viel tiefere Atmosphäre auf als die adjektivreichsten Beschreibungen. Die vollkommen unaufgeregte Schreibweise lässt genug Ruhe für mich als Leser, die Tiefe der beschriebenen Situationen und Personen auf mich wirken zu lassen.

Zitat:„Die verlieren hier schon nicht ihr Gesicht“, lachte Joran, den missachtenden Blick seines Bruders unterstützend und fast...

Kinder verlieren ihr Gesicht? Inwiefern? Versteh nicht =(

Zitat:Nael führte die Versammlungen des Dorfes, seine beiden Söhne, die kaum verschiedener aussehen, handeln und denken konnten, sollten es ihm irgendwann gleichtun, doch noch waren sie dafür zu stur, Fahn zu kaltblütig, Joran zu idealistisch.

Seltsam, aber inmitten der kurzen Sätze und der schlichten Schreibweise kam mir dieser Satz ewig lang vor!

Dass nicht ständig „sagte Lenja“, „fragte er“, „antwortete sie“ im Text steht passt gut und ich werte es als Plus, nur an manchen Stellen war mir kurz nicht klar, WER spricht:

Zitat:„Elyas, ich muss dir etwas gestehen.“
Fahn schrie so laut zwischen den Hütten hindurch, dass diese den Klang wie ein Trichter nach Aven'har verstärken mussten. Schließlich nahm Nael ihn beiseite und beruhigte ihn streng.
„Heute Nacht ... am Horizont. Es hat sich etwas bewegt, wirklich,...

Hier war ich für einen kurzen Moment verwirrt und dachte, der Fahn schreit „Elyas, ich muss dir was gestehen“ durch die Hütte.

Zitat:Das ganze Dorf war versammelt, abgesehen von zwei Familien, die nie kamen und nur im Sommer ihre Hütten bezogen.
„Ihr könnt euch sicher denken, weshalb wir heute hier sind.“
Endlich setzte sich auch Elyas neben Lenja auf einen Stuhl und betastete den Verband an seinem Auge, als hätte ihn die Bewegung verschieben können.
„Falls ihr noch nichts davon gehört habt oder euch nicht sicher seid, wem ihr glauben könnt: Vor einigen Tagen ist Aven'har überfallen worden, wahrscheinlich wird es heute schon von Magie kontrolliert. Wenn wir Pech haben, ziehen sie in ein paar Tagen hier vorbei.“

Auch hier musste ich kurz nachdenken, bis ich kapiert habe, dass Nael spricht. - Generell kann man natürlich überall drauf kommen, wer spricht. Aber wenn man zu sehr darüber nachdenken muss, stört es für mich den Lesefluss und irritiert.

Zitat:„Ruhe!“ Nael hob beschwichtigend die Hände, zeigte auf die Männer, die erzornt aufgestanden waren,.....

„erzürnt“, oder? =)

Fazit: Die Geschichte reizt mit einigen ungewöhnlichen Ideen wie zB den Szenen oder der Fokussierung auf Aram; mit dem ruhigen, poetischen Schreibstil; und den sehr sanft und liebevoll gezeichneten Personen.

Übrigens, kennst du vielleicht „Seide“ von Baricco? Das ist eines meiner Lieblingsbücher, und zwar aus dem selben Grund warum ich deine Geschichte mag.

LG
ichigo
PS: Da wir uns offenbar VOR der Gründung Athalems befinden, finde ich die Endung 'har für Aven'har irgendwie seltsam. Ich hatte es mir so gedacht, dass die 'kans und 'hars erst mit der Gründung eines größeren athalämmischen Gebildes eingeführt wurden als Verwaltungseinheiten. Naja, eigentlich hatte ich eh gedacht, dass Aven'har gar nicht Aven'har hieß, aber da ich das anscheinend in den Neuentdeckungen total verpennt habe, bespreche ich das mit dem Autor der Geschichte sobald ich weiß wer der Autor ist Mrgreen


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Beitrag #9 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
Hallo,

... und auch bei dir geht es für mich endlich ans Eingemachte. Was mir gleich aufgefallen ist an deiner Kapitelunterteilung:
Dichter und Denker,
Richter und Henker,
Lichter und Lenker.

- ist schon einmal ein schönes, ... Bild. Wirkt durchdacht und man fragt sich gleich, wer wird Richter, wer Henker, wer Dichter und Denker sein. Und wohin werden dann die Lichter lenken?

Nachmittag. Steinhütten, ungleichmäßig verteilt, dazwischen Freiflächen, auf denen Kinder spielen und Frauen Wäscheleinen spannen. Tisch und Stühle vor einer dieser Hütten, ein Junge auf den Knien, Zeichen in die Erde kratzend, die Mutter mit gebeugtem Rücken auf einem Stuhl, ihn beobachtend.
=> klingt stark nach einem Drehbuch. Aber spätestens nach Lillys Geschichte sind wir das ja schon gewohnt. Trotzdem bleibt das natürlich Geschmacksache und ist nicht wirklich allgemeintauglich. Ein "Makel" der mach dann ganz besonders stolz macht, denn es ist schön, auch solche "Eigenheiten" bei Athalem begrüßen zu können. Icon_wink

Ohne sich zu seiner Mutter umzudrehen, wischte er den Schreibversuch weg und begann erneut. Kleine Sandwolken stoben auf, so kräftig drückte er auf den Boden.
=> ein wirklich schön gezeichnetes Bild, mit wenig Worten.

Behutsam schrieb sie das erste Zeichen, für das zweite krickelte sie mit geschlossenen Augen Striche durcheinander. Aram lachte.
Dann versuchte er es erneut.

=> süß, verspielt und liebevoll. Ganz klare Emotionen die da ankommen und einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Er lächelte, so ähnlich sahen sich die beiden Bilder, und allein die Vorstellung, er würde ebenso wie seine Eltern irgendwann alle Zeichen beherrschen, machte ihn stolz.
=> Ich finde es geradezu herrlich, wie du ein so wichtiges Gespräch im Hintergrund laufen lässt. Und hier wieder Aram aufgreifst, bzw. ihn die ganze Zeit über im Fokus hältst. Ist gewagt, aber gut. Mir gefällt es.

„... da machte sich Unruhe breit und sie wollten Samirjuk verlassen, um allein voranzukommen. Und gerade in diesem Moment bemerkten sie, dass die Tiere aus einem kleinen Fluss tranken, und sie ließen sich dort nieder. Auf die Frage, woher er von diesem Fluss gewusst habe, antwortete Samirjuk nur mit einem Blick zum Horizont. Einige der Frauen meinten, ein weißes Wildpferd in der Wüste verschwinden gesehen zu haben.“
=> schön, wie du die Legende aufgreifst. Icon_smile

Dichter und Denker ... ist aus Arams Augen geschildert. Sein alter zu schätzen, fällt mir schwer, denn zum einen lernt er zwar erst Zeichnen, jedoch redet eigentlich ganz schön klug, bzw. gereift daher. Er kennt die Legenden um das weiße Pferd, liebt seine Eltern und scheint aber noch nicht ganz zu verstehen, was Athalem, bzw. die Region gerade erlebt.
Die innere Botschaft, die ich hier höre, wäre für mich "Vertrauen". Auch, wenn man drauf und dran ist umzukehren und sich von dem abzuwenden, was einen führt weil man Angst hat, es würde mit Tod enden.
Weiße Pferde die ins Gesicht spucken? - Damit meint Arams Vater, dass er in der Stadt keine Hilfe bekommt, dass sie auf sich allein gestellt sind, richtig?
- Ein schönes Kapitel mit leicht poetischen, aber nicht aufdringlichen Ansätzen.

Als Elyas und seine Familie am Henker ankamen, hockte Joran sich gerade auf seinen Bruder und presste dessen Kehle mit beiden Händen am Boden fest.
=> Am Henker? Nennen sie so einen bestimmten Platz?

„Es schauen Kinder zu“, mahnte Elyas, als der Geschlagene begann, die Lücke bei geöffnetem Mund mit der Zunge abzutasten.
„Die verlieren hier schon nicht ihr Gesicht“, lachte Joran, den missachtenden Blick seines Bruders unterstützend und fast schien es, als wäre die Auseinandersetzung damit entschieden. „Aber du verlierst gleich deins, wenn du nochmal so einen Unsinn redest.“

=> ehrlich gesagt war bis dahin dieses Kapitel ein wenig blickdicht. Icon_wink Es ist ziemlich anstrengend gewesen Links von Rechts zu unterscheiden, ...

„Falls ihr noch nichts davon gehört habt oder euch nicht sicher seid, wem ihr glauben könnt: Vor einigen Tagen ist Aven'har überfallen worden, wahrscheinlich wird es heute schon von Magie kontrolliert. Wenn wir Pech haben, ziehen sie in ein paar Tagen hier vorbei.“
=> sie? Also die Truppen?

„Dafür brauchen wir keine Magie, das ist der Lauf der Dinge!“, schrie ein junger Mann und kassierte einen Schlag auf den Hinterkopf von seiner Mutter.
=> Mrgreen Mrgreen

Richter und Henker ... Richter steht für die Entscheidung, die sie gemeinsam Treffen? Für die Frage, wer jetzt eigentlich der Richter ist? Und warum? Henker wären dann die Magier, die sich mit Magie durch das Land graben. Versteh ich das richtig, oder hast du damit völlig anderes gemeint?
Insgesamt ist dieses Kapitel um ein vielfaches schwerer zu verstehen, als ersteres. Ich komme - was mir sonst eher nicht passiert - mit den Namen immer wieder leicht durcheinander und alles vermischt sich in meinen Kopf zu Chaos. Was es auch irgendwo wieder ist. Auf der Bühne des Henker (meine Frage bleibt, ist damit ein Treffpunkt gemeint? Ich kanns immer noch nicht genau einordnen) entstehen die Lichter und Lenker. Doch wem folgen?

Morgengrauen. Eingetretene Türen, abgerissene Wäscheleinen, Menschen mit geschulterten Lederbeuteln, einige noch packend, tragend. Am Rand des Dorfes ein Mann und eine Frau in leisem Gespräch, die Blicke in die Wüste gerichtet, ein Kind unbeobachtet zu ihren Füßen, zeichnend.
=> unsere Familie.

„Warum hast du nicht geschlafen, Lenja?“
„Vielleicht weil ich gehofft habe.“

=> wunderschön. Icon_smile

„Siehst du diesen Hügel da hinten? Der Schatten hat sich an ihm vorbeibewegt und dann ... dann war er irgendwann verschwunden. Ich hab mir den Schlaf aus den Augen gerieben, ich dachte, es wäre nicht da gewesen, aber es sieht so aus, als ... als würden alle Spuren in diese Richtung zeigen.“
=> sehr schön! Für mich greifst du hier die Frage des Zweifelns auf. Wie war es noch? Samirjuks Gefolge wollte ihn verlassen, weil sie nicht mehr an ihm geglaubt haben. Nicht mehr gehofft.
Gehofft hat auch Lenja.
- sie sind sich also einig und folgen dem Schatten.

Elyas nahm seinen Sohn in den Arm und verzichtete darauf, ihm etwas von Stärke zu erzählen. Vielleicht weil er sie selbst finden musste, wenn sie die erste Nacht in der Wüste verbrachten, wenn sie wie ihre Vorfahren ohne festes Ziel weiterreisten, wenn sie nicht genug zu essen hatten, wenn sie sich verliefen, wenn sie in einen Sturm gerieten. Vielleicht war es auch die eigene Angst, die Elyas mit seinem Schweigen stillte.

Widerwillig begann Fahn zu rennen.
=> Fahn wird also mitgeschickt?

Lichter und Lenker ... steht in diesem Sinne dann für die Zukunft. Für das Überwinden von Zweifel. Für das Licht am Horizont und demjenigen, der es wagt, zu Lenken ...
... und dabei zu hoffen.

So und das war es auch hier mit meinen Anmerkungen. Vorweg muss ich sagen, ich brauchte ein zweites Mal, um die Geschichte dann genießen zu können. Im ersten - okay zugegeben: Schnelldurchlauf, um eine Art Bestandsaufnahme zu machen - bin ich teilweise auf der Strecke geblieben. Jetzt, da ich mir Wort für Wort auf der Zunge zergehen hab lassen, ist es für mich eine der besten Geschichte des Wettbewerbes. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass sie viel viel Gefühl transportiert. An Handlung, kann sie mit mancher nicht ganz mithalten, denn im Grunde passiert nicht viel, was aber, wie du beweißt, gar nicht notwendig ist, um etwas zu bewegen.
Und bewegend war dein Text in jedem Fall. Eigen, eigen und nochmals eigen. Und berührend bildhaft. Mir hat sehr gefallen, wie du die Legende der Khami aufgegriffen und den Glauben - durch das Pferd - in den Vordergrund geschoben hast. Fein gemacht, mehr gibt es für mich hier nicht zu sagen.

Die Lücken, die bleiben, sind für mich gewollt und lassen Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Auch das, macht diese Geschichte aus.

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #10 |

RE: SW 2: Wünschelrouten
Hallo du *schmunzel*,


ich will mir gleich zu Beginn nur das vornehmen, was mir so aufgefallen ist – und zwar, um nicht gleich alles vorwegzunehmen ^^ ... Also mal sehen *Haarspaltwerkzeuge herauskram und gespannt bereitleg*

=> Kleine Sandwolken stoben auf, so kräftig drückte er auf den Boden.
Wortwiederholung *pingel* Mrgreen – vielleicht hast du eine Idee?

=> Sie kniete sich neben ihn und kratzte zwei Zeichen in den Boden. „Hier, so muss es am Ende aussehen. Du machst immer so was.“ Behutsam schrieb sie das erste Zeichen, für das zweite krickelte sie mit geschlossenen Augen Striche durcheinander.
Hm, wieder Wortwiederholung, theoretisch, aber vor allem finde ich’s hier ein bisschen einen Wirrwarr vom zeitlichen Ablauf her – also ich wäre eher für etwas wie: „... und begann, etwas in den Boden zu kratzen.“

=> „[...] und dann sehen wir, was passiert
„Hoffentlich fragen sie nicht, was mit dir passiert ist.“

Wortwiederholung (*grins* langsam werd ich lästig, hm?)

=> das Auge dick angeschwollen
Eher „zugeschwollen“, oder? Das Auge an sich sollte ja eigentlich nicht anschwellen ... und ich glaube, das hast du auch nicht gemeint.

=> Nur schwach war der Schmerz im Mundwinkel zu erkennen, den der leichte Druck verursachte.
Hier liest sich der Satz so losgelöst von der Person des Vaters, vielleicht machst du den Bezug klarer?

=> Auf der linken Wange ein runder Fleck, [...] Arme und Beine waren überzogen mit dunklen Flecken
Okay, das ist jetzt wirklich pingelig als Wortwiederholung *g* Aber du beschreibst ja mit diesem Wort auch in beiden Fällen etwas anderes, erst eine Art Wundmal (vielleicht kannst du wirklich nur „Mal“ nehmen?) und dann scheinbar eher Schmutzflecken.

=> „Ja, du hast erzählt, dass es unseren Vorfahren das Leben gerettet hat, weil sie sich in der Wüste verlaufen haben. Und dann hat es ihnen den Weg -“
Gedanken-, nicht Bindestrich *pingel* ^^

=> Land zu finden, das Leben bewahrte. Samirjuk, der Anführer der Familien, versprach ihnen, dieses Land zu finden
Vielleicht beim ersten „Land zu entdecken“? Die Wiederholung von Land ist okay, wirkt gewollt, aber die gesamte Formulierung ist dann doch zu viel.


=> „Aram, du kennst doch noch die Geschichte, die ich dir vom weißen Wildpferd erzählt habe, nicht wahr?“
„Samirjuk“, flüsterte seine Mutter

Das liest sich, als wäre „Samirjuk“ der Name des Wildpferdes.

=> wenn sie ihm vertrauten, wenn sie nicht nachfragten. Sie vertrauten ihm
Wirkt eher ungewollt – vielleicht „Sie ließen sich darauf ein“ oder „Das taten sie“, irgendeine Alternative eben?

=> „... da machte sich Unruhe breit und sie wollten Samirjuk verlassen, um allein voranzukommen. Und gerade in diesem Moment bemerkten sie, dass die Tiere aus einem kleinen Fluss tranken, und sie ließen sich dort nieder. Auf die Frage, woher er von diesem Fluss gewusst habe, antwortete Samirjuk nur mit einem Blick zum Horizont. Einige der Frauen meinten, ein weißes Wildpferd in der Wüste verschwinden gesehen zu haben.“
Erstens würde ich hier kennzeichnen, wer spricht – das scheint ja Aram zu sein, aber der Tonfall entspricht ihm nicht. Und das ist mein zweiter Kritikpunkt: Auch wenn Aram die Geschichte schon oft gehört und verinnerlicht hat, gib ihm auch hier einen eigenen und typischeren Tonfall.
Drittens eine Frage – warum haben nur Frauen gemeint, das Wildpferd gesehen zu haben? Und warum ist es eine Erwähnung wert, dass es Frauen waren? Mrgreen

=> Wieder ein zitterndes Lachen im Mundwinkel
Vielleicht „in dessen Mundwinkel“, um den Bezug klarer zu machen?

=> Obwohl eines seiner Augen noch immer von einem Tuch verdeckt war, schaute er mit einer Tiefe, die den Jungen beängstigte.
„schaute er mit einer Tiefe“ finde ich holprig. Ich bin mir sicher, dass dir eine bessere Formulierung einfällt, in sowas bist du gut ^^

=> wenn dieser Weidegrund aufgebraucht, alles ausgedorrt wäre
Ich kenne nur „verdorrt“ oder „ausgedörrt“, aber ich bin gern bereit, meinen Wortschatz zu erweitern.

=> „Wenn es wieder so weit wäre, wenn dieser Weidegrund aufgebraucht, alles ausgedorrt wäre, wenn wir nicht wüssten, wohin, oder wem zu folgen, dann könnte ich ein Wildpferd gesucht haben, doch jedes hätte mir ins Gesicht gespuckt.“
Hm, ich wollte zwar erst am Ende des Kommis werten, aber hier muss ich doch mal sagen, dass das ein wirklich ausdrucksstarkes Bild ist! (Und so gelungen mit der Mythologie des Volkes verknüpft, toll Icon_smile)

=> Seine Mutter stand auf, nahm das Tuch von Elyas' Auge und offenbarte, dass es trotz des starren Blicks des anderen halb geschlossen war.
Hier holpert es wieder ab „offenbarte“, kannst du das umformulieren?

=> Aram verstand nicht, was diese Geschichte mit der Stadt zu tun hatte und lenkte die Aufmerksamkeit seines Vaters bald wieder auf die Schreibversuche, die wegen der bald untergehenden Sonne nicht mehr lange zu erkennen sein würden.
Das ist mir zu übergangslos, vielleicht noch ein Moment des Verharrens, z.B. „Aram versuchte zu verstehen, was diese Geschichte mit der Stadt zu tun hatte, doch schnell hatte er genug und lenkte ...“ – außerdem finde ich das mit der Sonne zu umständlich, ich wäre für etwas wie „... die im Licht der Abenddämmerung nicht mehr lange zu erkennen sein würden“ o.ä.

=> einige Familien, die Stühle tragend ankommen, ein paar Dutzend, die bereits in kleinen Halbkreisen sitzen
In kleinen Halbkreisen? Irgendwie ist das ein seltsames Bild. Einen großen Halbkreis würde ich verstehen (hat Versammlungscharakter), auch kleine Grüppchen / kleine Kreise (das hat zwangloseren Charakter, wie bei einer Art Caféhausatmosphäre), aber kleine Halbkreise?
Übrigens dachte ich erst, der Kampf wäre eine Art Arena-Veranstaltung ^^

=> die meisten Blicke auf zwei junge Männer gerichtet, die aufeinander einschlagen, Staub aufwirbelnd
*ganz übel pingel* Mrgreen

=> und presste dessen Kehle mit beiden Händen am Boden fest
Ich wäre eher für „... gegen den Boden“

=> weswegen sich lediglich seine Augen wehrten, die immer größer aus den Höhlen stachen
„stechen“ verbinde ich eher mit spitzen Gegenständen, das sind Augen ja nicht unbedingt Icon_wink

=> während Joran Fahn die Faust unter die Nase hub
Also ... „hub“ klingt für mich ganz falsch O_o

=> „Es schauen Kinder zu“, mahnte Elyas
Zugegeben, mich wundert auch, warum er das erst jetzt sagt und das auch noch nachdem er die Sessel ganz in der Nähe der Kämpfenden aufgestellt hat *g*

=> „Die verlieren hier schon nicht ihr Gesicht“
Also entweder ist diese Formulierung in dem Volk ganz anders gemeint als bei uns oder sie ist ziemlich fehl am Platze ^^

=> Es lag kein Donnern in der Stimme des Vaters der beiden
Auch hier holpert es irgendwie.

=> Nael führte die Versammlungen des Dorfes, seine beiden Söhne, die kaum verschiedener aussehen, handeln und denken konnten, sollten es ihm irgendwann gleichtun, doch noch waren sie dafür zu stur, Fahn zu kaltblütig, Joran zu idealistisch.
Dieser Satz könnte noch ein bisschen Gliederung vertragen Icon_wink – zumindest nach „Dorfes“ ein Semikolon oder ein Gedankenstrich.

=> Das ganze Dorf war versammelt, abgesehen von zwei Familien, die nie kamen und nur im Sommer ihre Hütten bezogen.
Was sind das für Familien? Und wo sind sie? Gibt’s in Athalem um die Zeit denn sowas wie Sommerfrische? *lach*

=> Endlich setzte sich auch Elyas neben Lenja auf einen Stuhl
Ehrlich gesagt dachte ich, dass er sich schon längst gesetzt hat ^^

=> Vor einigen Tagen ist Aven'har überfallen worden, wahrscheinlich wird es heute schon von Magie kontrolliert.
Das finde ich einen interessanten Aspekt der athalem’schen Geschichte Icon_smile

=> „Das kann doch nicht wahr sein, wie diese Magier ihre Macht missbrauchen!“
„Ich glaube das nicht!“
„Also wenn ich Magie besäße, ich würd sie wegsperren.“
„Genau! Ich würd mich eher erhängen, als dass ich sie gegen jemanden einsetze, der sich nicht wehren kann. Das ist sowas von armselig, einfach nur armselig!“

Wie ... naiv *g*

=> zeigte auf die Männer, die erzornt aufgestanden waren
Äh *lach* Es gibt das Wort „erzürnt“, aber „erzornt“ meines Wissens nach nicht.

=> Niemand von uns verfügt über magische Fähigkeiten, deswegen leben wir zusammen in diesem Dorf.
Also eine Art Zusammenschluss von Magiegegnern? Das heißt, das Volk bzw. zumindest das Dorf entstand ursprünglich aus dem Wunsch heraus, sich gegen Magie zu verbünden?

=> Wir haben gesagt, wir reden im Ernstfall so lange auf diesen Menschen ein, bis er von allein abzieht. Wir sind davon ausgegangen, dass die besseren Argumente auch zum richtigen Ergebnis führen.
Und die Überlegung kam von erwachsenen Menschen? *G* So viel Naivität ist schon schwer glaubwürdig Icon_wink

=> Ein grauer Schimmer hing in den Augen des Dorfes
Das Dorf hat Augen? Eher in den Augen der Dorfbewohner, oder?

=> „Vielleicht kommen sie einfach nicht hier vorbei.“
„Sie können uns doch gar nicht sehen. Wenn wir nachts das Feuer auslassen, dann sind wir unsichtbar.“
„Na, sie werden wohl nicht nachts nach uns suchen.“
„Sie werden uns gar nicht suchen, sie wissen ja nichts von uns.“
„Das Feuer müssen wir deswegen wirklich nicht auslassen.“

Mir scheint, das ist ein Dorf der Kinder *g*

=> Da stehen Magier vor der Tür, die euch zurichten werden
Eher versklaven und vernichten, oder? „zurichten“ klingt noch recht harmlos.

=> „Wir müssen uns -“ [...]„- müssen uns mit den Magiern arrangieren“
Je ein Gedanken- statt dem Bindestrich ^^

=> „Fahn, du bist doch nur hier, weil sie dich auf der Magierschule nicht genommen haben!“
Auch interessant. Ein verhinderter Magier in dieser Gemeinschaft ... Mich würde interessieren, was sie mit ihm gemacht hätten, wenn er genommen worden wäre. Hätten sie ihn ausgestoßen?

=> „Dafür brauchen wir keine Magie, das ist der Lauf der Dinge!“, schrie ein junger Mann
*lachen muss* Das erinnert an Diskussionen um die Einführung der Elektrizität und so weiter Mrgreen

=> Lenja erzählte Aram ein weiteres Mal die Geschichte von Samirjuk und dem weißen Wildpferd, weswegen dieser sich immer wieder umsah.
Zweimal an einem Tag?

=> einige zeigten mit dem Finger auf ihn, andere erzählten ihren Kindern Geschichten
Wieder so ... kindliche Verhaltensweisen, einerseits das Zeigen, andererseits das ausblendende Erzählen. Seltsames Volk *g*

=> Lenja hielt Aram die Ohren zu.
Ob das effizient ist?

=> Joran rannte auf ihn zu und schlug ihm ins Gesicht
Also erstens finde ich es ziemlich daneben, jemanden einfach so zu schlagen, der eh schon dermaßen zugerichtet ist, und zweitens ist das weder ein so kindlicher Zug – ich weiß nicht ganz, was ich davon halten soll.

=> Der Aufbruch hing über den Dächern wie ein erdrückendes Band.
Das Bild ist für mich irgendwie schief, ich finde Bänder generell nicht so erdrückend und wenn sie hängen, dann schon gar nicht.

=> Am Ende hatten sie sich mit leichter Mehrheit für die gerinstmögliche Veränderung entschieden.
geringstmögliche

=> „Warum hast du nicht geschlafen, Lenja?“
„Vielleicht weil ich gehofft habe.“
„Gehofft worauf?“
„... dass der Morgen nicht kommt.“

Stark!

=> das zerstörte Auge wieder frisch verbunden
Es ist ja nicht ganz zerstört, nur zugeschwollen, oder nicht?

=> „Es spielt keine Rolle, was stimmt.“ Elyas klang bestimmt
Wortwiederholung

=> Selbst wenn wir wissen, was stimmt, können wir es nicht ändern.
Das verstehe ich nicht. Können sie was nicht ändern? Ihren Entschluss? Und wenn ja, warum? Oder redet er vom Entschluss des Dorfes? Hier wünsche ich mir eine Spezifizierung.

=> Aram, wusstest du eigentlich, dass dein Name 'Zeichen' bedeutet? Ja, genau, Zeichen.
Schönes Detail, das sich gut in die Geschichte fügt Icon_smile

=> „Aram, das sieht wirklich schön aus! In welche Richtung läuft denn das Pferd?“
Wer spricht hier? Lenja?

=> Die Unsicherheit seiner Stimme und die halb geöffneten Lippen offenbarten den fehlenden Schneidezahn. Er wirkte wie ein Strich, ein Lichtfang, der einen so schmalen Schatten wie möglich werfen wollte.
Das ist eine schöne Stelle.

=> „Es kann fliegen. Und damit die Beine es nicht so zum Boden ziehen, sind sie nicht so dick.“
„Und wo sind die Flügel?“
„Die ... also wenn die Sonne, wenn die Sonne dem Pferd lang genug auf den Rücken scheint, dann fliegt es von allein. Dann ist das Pferd wie Wasser, Wasser kann auch fliegen, wenn die Sonne lang genug scheint.“

Genial Icon_smile

=> „Du hast selbst gesagt, dass es das Pferd gibt.“
„Ja, aber wenn ich das sage, ist das anders.“

*schmunzel* Du hast die Kinderlogik so gut erfasst.

=> seine Lippe zitterte vor Furcht
Das klingt, als hätte er nur eine Lippe Icon_wink – „Unterlippe“?

=> „Es ist besser so, glaub mir, und wir werden an einen sicheren Ort kommen.“
Davor würde ich einen Zeilenumbruch einfügen, sonst denkt man im ersten Moment, der Junge würde sprechen.

=> Vielleicht weil er sie selbst finden musste, wenn sie die erste Nacht in der Wüste verbrachten, wenn sie wie ihre Vorfahren ohne festes Ziel weiterreisten, wenn sie nicht genug zu essen hatten, wenn sie sich verliefen, wenn sie in einen Sturm gerieten.
Hier stimmt was mit der Zeit nicht: „Vielleicht weil er sie selbst würde finden müssen ...“

=> „Macht nicht so viel Wind, hier ist genug Staub.“
Wieder stark. Was für ein Kontrast zwischen Situation und der Art, damit umzugehen.

Ein Dorf, das gegen die Magie eingestellt ist; Magie, die zu diesem Zeitpunkt das Umfeld zu erobern droht – und der Beschluss, sich zu verstecken, während einige Menschen die Flucht in die Wüste wagen ...

Gut, ich muss gestehen, dass ich alle Wettbewerbsgeschichten schon gelesen habe und gleich wusste, was diese hier für mich ist – nämlich mein Favorit. Eindeutig.
Ja, da sind ein paar Stellen, die vielleicht ein bisschen Überarbeitung bräuchten, und einige Handlungsweisen und Überlegungen der Erwachsenen finde ich wirklich sehr kindlich, aber du hast hier so eine unaufgeregte Art zu erzählen gefunden, hast so eine gelungene Atmosphäre kreiert, ganz abgesehen davon, dass ich diese Sichtweise der Magie wirklich interessant finde und somit auch der Grundidee einiges abgewinnen kann ... Ich mag es, wie du so gar nicht wertest, wie du es schwer machst, die Persönlichkeiten zu fassen, weil auch sie nicht bewertet und festgelegt werden, weil sie so ein reales Element haben. Ich glaube, dass ich Aram besonders mag, wird dich nicht wundern *lach* Du hast ein Talent dafür, ganz eigene Kinderfiguren mit speziellem Charme zu entwerfen, und seine Art, seine Überlegungen und die so bodenständigen Phantastereien sind einfach wunderbar. Und ich kann definitiv sagen, dass du damit immer wieder Eigenschaften von Kindern einfängst, die besonders schwer einzufangen sind und die auch oft übersehen werden (wie diese gezogene Parallele zwischen fliegendem Pferd und verdampftem Wasser, einfach nur toll Icon_smile). Kinderlogik eben ^^
Ich mag auch die Zwischenüberschriften und die kurzen Szenenbeschreibungen ausgesprochen gern, erstere verlocken so dazu, in den jeweiligen Abschnitten nach diesen Elementen zu suchen, die ja nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind – eine schöne Idee, Blickwinkel zu verstecken, fast ein bisschen Schnitzeljagd. *lach*

Vom Stil her ist das nicht deine beste Geschichte, es fehlen einfach ein paar deiner Formulierungen (und ich frage mich, ob du hier bewusst versucht hast, ein paar Stilmittel zu vermeiden, der Anonymität zuliebe *schmunzel*), auch so sind ein paar Schnitzer drin. Dennoch, wie gesagt, mein Wettbewerbsfavorit – die Idee, die Handlung, vor allem aber die Stimmung und auch der Hintergrund des Volkes ... Ich mag es, wie du ihre Abgeschiedenheit durch die Bewohner charakterisierst, auch wenn einiges doch sehr kindlich wirkt, auch für ihre Verhältnisse. Ich mag die Geschichte von Samirjuk, die einfach so gut passt, ich mag es, wie du mit diesem mythischen Leitmotiv auch diesen Geschehnissen etwas episches verleihst, als wäre sie der Beginn einer Legende, die man sich später nachts am Feuer erzählen wird. Es ist ein winziger Abschnitt, den du zeigst, und nicht einmal einer, in dem dramatische Dinge geschehen, du lässt so viel offen – und doch scheint es ausreichend. Vielleicht liegt die Stärke der Geschichte genau darin ...

Wirklich gelungen und sehr gerne gelesen. Und, was auch einmal angemerkt werden muss: Der Titel ist genial Mrgreen
Schön, dass du Athalem mit dieser Geschichte eine weitere Facette verliehen hast – und ich muss gestehen, dass diese Facette eine ist, die mich zum weiterspinnen reizt, zum nachspüren und mehr erfahren.


Mira

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

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