Es ist: 29-05-2020, 15:39
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SW 2: Grenzgänger (LadydesBlauenMondes)
Beitrag #11 |

RE: SW 2: Grenzgänger
Hallo Ichigo,

Zitat:Ließ sich für mich flüssig und ohne großes Stolpern lesen, nur fiel mir an einigen Stellen auf, dass du ziemlich viel „aber“ und „doch“ verwendest (vor allem aber nicht nur am Satzanfang).

Schön, dass du ohne großes Stolpern durch meine Geschichte gekommen bist, dass ist ja schonmal wichtig. Addi hat das mit den „aber“ und „doch“ auch schon angemerkt, ich werde mich auf die Suche nach denen machen und schauen, dass ich ein paar von denen loswerde.

Zitat:Inhaltlich bin ich etwas irritiert. Wir befinden uns in der ersten Epoche, oder? Damals GAB es noch gar kein Nomae’kan (vgl. Atlas).

Wir befinden uns im 403. Jahr der ersten Epoche. Laut Zeitleiste also: „1 Jahr der ersten Epoche“ (vor 1416 Jahren „Einigung und Gründung Athalems“) und in der dieser Rubrik gibt es im Altas diese Karte, auf der Nomae’kan drauf ist. Oder hab ich jetzt einen ganz großen Denkfehler?

Zitat:aber aus irgendeinem Grund hat mich die Geschichte auch nicht gigantisch mitgerissen - vielleicht weil man schon recht früh ahnt, dass der Prinzessinenschwarm am Ende stirbt?
Der Prinzessinenschwarm stirbt doch gar nicht. Sie ist doch in Oruc verliebt und Agormis stirbt. Ich muss das Ende dringend überarbeiten …



Hi Sternchen,

Zitat:
Zitat:Manchmal, wenn sie sich genug Mut zugesprochen hatte, brachte sie ihm Wasser und wechselte ein paar freundliche - für ihn unbedeutende – Worte mit ihm und fühlte sich dann, als das glücklichste Mädchen in ganz Athalem.
=> ich finds herrlich, wie authentisch du Maryn und ihre Gefühle an den Leser bringst.

Das war gerade bei Maryn ja auch nicht sonderlich schwer.

Zitat:
Zitat:Ihren Vater kümmerte das wenig.
=> wäre aber seltsam, denn wenn die nichts von sich hören lassen, ist das eine unschöne Ankündigung von Schwierigkeiten.

Ich glaube Addi hatte ich das schonmal erklärt. Es heißt ja nicht, dass er sich gar keine Sorgen macht, er ist es einfach nur gewöhnt, dass die Nachrichten nunmal etwas länger brauchen, bis sie das sind. Während Maryn eben ganz ungeduldig wartet.

Zitat:
Zitat:Doch er schien bei seinen Plänen vergessen zu haben, dass ihre Armee nicht sehr groß war und nach einem Angriff nicht mehr stark genug sein würde, um sich hinter der Grenze behaupten zu können.
=> wie kann man das vergessen?

Er hat das ja auch nicht vergessen. Es macht nur auf Agormis den Eindruck als ob er es vergessen hätte.

Zitat:
Zitat:Sein Dorf, Caralmur, lag nicht weit von den Ufern des Caral entfernt.
=> Caralmur, damals noch ein Dorf? Ja warum nicht. - Sehr schön verwoben.

Schön, dass das so reinpasst. Ich hatte ehrlichgesagt schon sein Heimatdorf im Sinn, was da auf den Grenzen liegt, als dann etwa zeitgleich Caralmur im Lexikon erschien. Und schon hatte ich einen Namen für sein Dorf.

Zitat:
Zitat:Eiskalt lief es Maryn den Rücken hinab. Ihr Geliebter Oruc? Tot?
=> Anfangs vermutet man ja, ihr Geliebter sei Agormis. Diese kleine Täuschung - ob gewollt oder ungewollt - gefällt mir sehr gut.

Die ist gewollt, schön das sie dir gefällt.

Zitat:
Zitat:Tränenverschleiert sah Maryn, wie sich der Meißel senkte, den ersten Buchstaben des Namens formte und hinter der kräftigen Hand des Steinmetzes ein A für aller Augen sichtbar wurde.
=> Wieso nimmt sie das so mit?

Das ist das größte Manko meiner Geschichte. Das Ende ist zu undeutlich. Sie weint nämlich hauptsächlich aus Erleichterung, dass Oruc überlebt hat und andererseits weint sie, weil sie seine Liebe immernoch nicht errungen hat. Eben weil Oruc die Schlacht gedanklich noch nicht hinter sich gelassen hat, bzw. um Agormis trauert.

Zitat:Angefangen mit dem Fürsten von Gandal’kar, der als Herrscher einfach extrem dümmlich - trotz seines kurzen Auftrittes - wirkt. Weiter zu Oruc, der anscheinend keine Ahnung hat, was er da wirklich tut und für den nur wichtig scheint, zu Sterben, und das möglichst für den Fürsten selbst.

Fein, dass ich dich immerhin schonmal sprachlich überzeugen konnte. Zu Garlond hab ich mir ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken gemacht. Ich wollte sein handlen eigentlich durch Geldprobleme begründen, bzw. dadurch das er einfach schon ein bisschen Alterschwach ist. Eine Mischung davon eben. Denn durch fehlendes Geld ist es ihm nicht möglich eine größere Armee aufzustellen und dadruch das er nicht mehr so realitätsnah denkt, schickt er sie trotzdem los. Auch, dass er nun Oruc diesen Posten geben muss wollte ich dadurch begründen, denn schließlich kommt dieser aus einer reichen einflussreichen Familie. Oruc fürchtet sich eigentlich davor zu sterben und will es gar nicht, er will einfach nur die Erwartungen seiner Familie erfüllen.

Zitat:Genau da hapert es gewaltig. Wenn schon Agormis, ein einfacher Hauptmann der Bogenschützen, sieht, dass dieser Plan viel zu närrisch ist, dann sollte es der Fürst (zumindest der) erst Recht. Und wenn er das täte, wüsste er, dass er Oruc nicht als Heerführer einsetzen kann, denn der scheint ja echt ahnungslos.

Genau deshalb wollte ich ja darauf raus, dass der Fürst eben ein bisschen seltsam geworden ist. Oruc hat j auch erkannt, dass das unterfangen sinnlos ist, aber er muss sich dem Befehl des Fürsten beugen. Oruc kann eigentlich gar nichts dafür. Ich wollte das eigentlich am Ende deutlich machen, als beide eigentlich versuchen wollten dem Fürsten zu wiedersprechen.

Zitat:Mir gefällt deine Idee so gut, dass ich jetzt wohl Stunden nach Vorschläge wühlen könnte, um dich anzufeuern sie Stück für Stück besser zu machen.

Ich war mit der Idee eigentlich bisher nicht ganz so zufrieden, aber die Kommentare sagen mir, dass ich da unbedingt dran bleiben muss. Die Umsetzung hat mir eigentlich auch nicht so ganz gefallen, aber es gab ja einen Einsendeschluss.

Ich werde das ganze aufjeden Fall überarbeiten. Vorallem das Ende um Maryn besser zu erklären und dann werde ich mich noch ein bisschen um den Fürsten kümmern, ich glaube in dem steckt Potenzial.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #12 |

RE: SW 2: Grenzgänger
Aha!!! Diese Karte hast du tatsächlich falsch interpretiert, aber es gibt ja auch keine Legende dazu -- die roten Linien und roten Schriftzüge geben die heutige Situation wieder, darüber gelegt sind farbig die damaligen Gebiete. Das ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass das echt verwirrend ist. Aber als die Karten entstanden, haben wir da nicht so den Perfektionismus an den Tag gelegt wie die jetzigen Mods....

Nein, das Ende hab ich tatsächlich nicht so verstanden wie du es gemeint hast... ^^"
Aber da kannst du ja noch mal drüber gehen =)


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Beitrag #13 |

RE: SW 2: Grenzgänger (LadydesBlauenMondes)
Hallo Lady,

dann will ich mal bei dir mit den Wettbewerbsgeschichten anfangen. Icon_smile

Zitat:Der Vorsommer hatte in Athalem schon fast begonnen. Aber noch konnte die Sonne nicht vollständig die letzten Reste des Schnees schmelzen.
Agormis fragte sich, ob es auch ihm bald so ergehen würde.
Ich weiß, was du meinst, aber irgendwie fehlt mir hier der Bezug, zu dem Satz davor. Zumal du ja einen Satz später es erläuterst, hmm - vielleicht hilft da ja umstellen? Also ab "ob" den Teil streichen und dafür das mit dem Schnee von später einsetzen?

Zitat:Sie müssten nur wenige Schritte gehen und sie wären in einem anderen, fremden Land. Ein Land dessen Grenzen der Fürst von Gandal’kan verschieben wollte.
Für mich hört sich das "müsten" komisch an, würde da "mussten" hinschreiben, aber ich schätze, dann wäre es grammatikalisch falsch.

Zitat:Der Saum ihres langen Gewandes raschelte auf dem Boden. Maryns Schritte hallten von den steinernen Wänden wieder.
Hier würde ich einen Satz draus machen, so hört es sich etwas abgehackt an, finde ich. Vielleicht so:
Maryns Schritte hallten von den steinernen Wänden wieder, der Saum ihres langen Gewandes raschelte dabei über dem Boden.

Zitat:Der Gang in den sie einbog war nur mit wenigen Fackeln, schwach beleuchtet
Komma nach Fackeln weg und dafür vor in und nach einbog eins hin.

Zitat:Dann verlor sich Maryns Erinnerung in den Nebeln des Vergessens. Doch es hatte ihr solche Angst vor der Wand bereitet, dass sie als Kind nicht mehr allein dorthin ging.
Irgendwie fehlt mir hier die Begründung, warum sie vor der Wand Angst hat. Als ein so kleines Kind, wie sie es gewesen zu scheint, hat man ja eigentlich noch nicht so richtig die Bedeutung des Wortes "Tod" erfasst. Ist da noch was gruseliges passiert?
Wie gesagt, mir fehlt da eine richtige Begründung.

Zitat:Heute war sie die Tochter des Mannes, der ihren Geliebten in den Krieg geschickt hatte.
"Geliebten ist für mich hier ein zu starkes Wort, da es den Eindruck hat, dass sie mit dem Heerführer zusammen wäre. Dadurch wirkt es seltsam, dass sie nichts über ihn weiß. Außerdem sagst du ja später, dass sie ihm ihre Liebe noch nicht gestanden hat. Ich würde da "Geliebter" streichen und etwas in der Art schreiben:
Heute war sie die Tochter des Mannes, der ihre Liebe/den Mann, den sie liebte, in den Krieg geschickt hatte.

Zitat:„Keine Nachricht, ist besser als eine Schlechte“, sagte sich der ehemalige Krieger.
Da du ja aus der Maryns Sicht schreibst, würde ich das "sich" streichen, sonst hast du für einen Satz einen Perspektivwechsel.

Zitat:Sie hatten ihr Lager an den Klippen aufgeschlagen, die Zelte standen für den Feind unsichtbar,
ich würde hier eher "verborgen" oder "nicht sichtbar" statt "unsichtbar nehmen". Klingt für mich besser, da sie ja nicht wirklich unsichtbar sind.

Zitat:Heerführer Oruc wollte darauf warten, dass die Nordländer aus ihrem Gebiet herauskamen.
Aus welchem Gebiet? Ist damit ihr Land gemeint oder ein bestimmtes Gebiet, in dem sie sich gerade aufhalten?
Schreib doch:
Heerführer Oruc wollte darauf warten, dass die Nordländer die Grenze überschritten.

Zitat:Er wollte die Angreifer besiegen, um selbst zum Angreifer zu werden.
Hmm, das ist irgendwie logisch. Warum schreibst du es so deutlich auf?
Ich weiß, du willst schreiben, dass er die Gegner kommen lässt, um sie in eine Falle zu locken und dann selbst zurückzuschlagen. Aber so, wie es jetzt dasteht, wirkt es arg komisch.
Seinen ganzen Plan und auch die Schwachstelle solltest du vielleicht noch etwas besser ausarbeiten, wenn du ihn denn überhaupt wirklich erwähnen willst.

Zitat:Doch er schien bei seinen Plänen vergessen zu haben, dass ihre Armee nicht sehr groß war und nach einem Angriff nicht mehr stark genug sein würde, um sich hinter der Grenze behaupten zu können.
Hmm, einerseits stellst du ihn als geschickten Heerführer dar, weil er nicht blind nach vorne stürmt und jetzt stempelst du ihn als Deppen ab, da er sich nicht der Gefahr bewusst ist, die die Größe seines Heeres mitbringt. Das passt irgendwie nicht zusammen.

Zitat:Agormis vermutete, dass der Heerführer Zeit gewinnen wollte.
Will er jetzt Zeit gewinnen oder wartet er auf den Gegner, dass wäre schon ein großer Unterschied.

Zitat:Zunächst hatte der kleine Junge die Sehne nicht fest genug spannen können, doch seine Begeisterung für die Waffe hatte nicht nachgelassen.
Einen Bogen kann man entweder spannen oder man kann ihn nicht spannen, nicht fest genug gibt es da nicht. Die Sehne ist immer genau auf die Länge des Holzes abgestimmt, da gibt es keine Möglichkeit sie mal fester und mal weniger fest zu spannen.

Zitat:Solange bis seine kleinen Hände von der Sehne blutig geschnitten worden waren und seine Mutter ihm Verbände hatte anlegen müssen
Ich weiß ja nicht, aber ich an Stelle seiner Mutter hätte seinem Vater richtig Ärger gemacht. Schließlich haben Bogenschützen normalerweise ein kleines Stück Leder an den Fingern, um sie zu schützen, ebenso eine Armschiene innen am Unterarm, um den Arm vor der Sehne zu schützen.

Zitat:als sie plötzlich ihre Fassung und den Halt verlor.
Eins von beiden würde ich rausnehmen, irgendwie wirkte das unfreiwillig komisch auf mich. Keine Ahnung wieso.

Zitat:Wie immer, wenn sie ihn sah, fiel ihr nichts ein, was sie hätte sagen können. Doch plötzlich erinnerte sie sich, dass sie sich bei ihm entschuldigen sollte.
Den zweiten Satz brauchst du nicht, der wirkt auf mich nur drangeklatscht und das was du aussagen willst, wird durch das, was sie sagt, sowieso viel deutlicher, finde ich.

Zitat:Dann würde sie keinen Frieden mit sich finden können, würde nicht mehr diesen Gang betreten können, denn sein Name würde ihr für alle Zeit auf dieser Wand entgegenprangen.
Bißchen viele "würde" und "könnte" finde ich. Vielleicht besser so:
Dann würde sie keinen Frieden mehr finden, diesen Gang nicht mehr betreten können, denn sein Name pränge ihr für alle Zeiten von dieser Wand entgegen.

Zitat:Beinahe erlag sie dem Impuls sich ihm an die Brust zu werfen, von seinen starken Armen gehalten zu werden und ihm zu sagen, dass sie es nicht würde ertragen können ohne ihn zu Leben.
Ziemlich langer Satz. aufteilen wäre glaube ich besser:
Beinahe erlag sie dem Impuls sich ihm an die Brust zu werfen, um von seinen starken Armen gehalten zu werden. Ihm zu sagen, dass sie es nicht ertrüge, ohne ihn zu leben.

Zitat:Jetzt aber, wo sie ganz alleine, mitten in der Nacht, in diesem Gang saß bereute sie ihre Wut., bereute ihm nicht ihre Gefühle gesagt zu haben und bereute es, sich nicht von ihm verabschiedet zu haben.
Noch so ein Monstersatz, denn man etwas eleganter, glaube ich, aufteilen könnte.
Jetzt aber, wo sie ganz alleine, mitten in der Nacht, in diesem Gang saß bereute sie ihre Wut. Bereute es, ihm nicht ihre Gefühle gesagt und sich nicht von ihm verabschiedet zu haben.

Zitat:Agormis bereute es inzwischen, dass er nicht widersprochen hatte, als Oruc vorschlug, dass sie sich ein Zelt teilen sollten.
Du hast in den letzten Sätzen sehr oft das Wort "bereuen". Warum nicht einfach mal: "er verfluchte sich" oder ähnliches.
Agormis verfluchte sich inzwischen dafür, dem Vorschlag nicht widersprochen zu haben, sich mit Oruc ein Zelt zu teilen.

Zitat:Er hörte das Knistern des Feuers, lautes Schnarchen der Soldaten in den Zelten, die in der Nähe standen und flüsternde Stimmen der Wachen, die wohl ihrer Aufgabe nicht viel Beachtung schenkten. Aber Agormis war dies im Moment gleichgültig
Wieso ist ihm das gleichgültig?Icon_shocked
Egal was mich gerade beschäftigen würde, ich würde denen richtig Dampf machen, wenn ich den Eindruck bekäme, dass meine Wachen ihren Job nicht richtig erfüllen. Schließlich hängt mein und das Leben aller anderen davon ab.
Abgesehen davon, können die nicht nur flüstern, wenn er sie hört, denn die Zelte der Anführer stehen normalerweise in der Mitte und die Wachen am Rand und ich denke mal, das Lager ist schon relativ groß. Schließlich besteht das Heer sicher aus mehr als nur ein Dutzend Männern.

Zitat:„Agormis, gut, dass ihr Euch so rasch von Euren Schützlingen trennen konntet. Ich möchte Euch mit unserem neuen Heerführer bekannt machen.“
ich würde nach "Argomis" direkt mit der Vorstellung weitermachen, ohne Einschub.
Schließlich ist er der Fürst, da dürfte er erwarten, dass Argomis alles stehen und liegen lässt, wenn er ihn ruft und sich nicht auch noch dafür bedanken.

Zitat:„Deshalb werdet ihr sie überraschen. Mit einem kleinen Heer könnt ihr unauffällig die Grenze überwinden. Sie werden deshalb die Gefahr nicht kommen sehen. Aber Ihr werdet meine Männer so gut ausbilden, dass Ihr auch mit wenigen einiges ausrichten könnt.“
Ähm, den Plan halte ich für außerordetnlich gewagt und eine alten Kriegers für unwürdig. Denn die einzige Überraschung, die man mit einem kleinen Heer ausrichten kann, ist die, dass der Gegener sich wundert, ob man das ernst meint. Das muss auch dem Fürsten klar sein. Logischer wäre es für mich, wenn der Fürst sie erstmal auf eine Erkundungsmission schickt, oder eine bestimmt Stadt zu erobern. Dafür braucht man nur ein kleines Heer, vielleicht auch nur ein kleine Gruppe.

Zitat:Aber die Grenzen der Höflichkeit verboten es ihm und Oruc zu widersprechen. Den beiden Männern blieb nichts anderes übrig, als ergeben zu nicken und sich in ihr Schicksal zu fügen.
Entweder widerspricht er beiden nicht oder Oruc nickt nicht ergeben, beides zusammen passt aber nicht.

Zitat:Fassungslos stand Maryn vor der Wand der Erinnerungen. Wie betäubt sah sie dem Steinmetz zu der Meißel und Hammer erhob, um auf den Steinen einen weiten Namen unvergesslich werden zu lassen. Tränen flossen an ihren Wangen hinab. Sie wusste, dass sie als Fürstentochter nicht weinen durfte, aber sie konnte es nicht verhindern. Zuviele Nächte waren vergangen, indenen sie schlaflos durch die Burg gewandelt war, unentwegt hoffend, dass ihr Geliebter zu ihr zurückkehren würde. Ihr Vater stand stolz neben ihr. Wiedereinmal war ein Mann seines Heeres heldenhaft für Gandal’kan gestorben.
Hier erweckst du den Eindruck Oruc wäre gestorben und löst es für mich etwas zu schwach auf. Man fragt sich unwillkürlich, warum sie so stark emotional beteiligt ist, wo doch der Mann, den sie liebt neben ihr steht. Da sollte sie doch so etwas wie Glücksgefühle, Erleichterung verspüren. Sie kann ja auch weinen, aber dann sollte klar sein, dass sie aus Erleichterung und nicht aus Trauer diese Tränen vergisst, sonst wirkt das Ende etwas unrund, finde ich.

So, dann mal zum Schlußfazit:
Deine Geschichte konnte mich leider nicht so recht überzeugen, sie ist solide, würde ich sagen, aber auch nicht mehr. Vom sprachlichen her kommt man gut durch, wobei du arg viele würde, dann, aber können drin hast. Und manchmal auch sehr lange Sätze. Trotzdem konnte man es flüssig lesen. Hin und wieder waren die Wechsel etwas abrupt, aber das war noch so im Bereich, wo man sagen kann, es geht in Ordnung.
Die Idee der "Wand der Erinnerungen" finde ich wirklich gut, wobei ich mich frage, ob jeder Gefallene darauf kommt, oder nur die Heerführer oder nur Männer, die sich besonders im Kampf ausgezeichnet haben. Ansonsten wäre glaube ich bald kein Platz mehr auf der Wand.
Der Teil gefiel mir also wirklich gut.
Aber bei der Umsetzung, musst du aus meiner Sicht noch viel tun. Warum stellst du uns Oruc nicht vor, schließlich ist er ja im Prinzip die Person, um die es geht, dafür stellst du uns Agormis relativ ausführlich vor, obwohl er nur einer von vielen ist. Diese lange Vorstellung braucht er eigentlich nicht. Es würde reichen, wenn wir ihn mit Oruc zusammen am Lagerfeuer sehen, alles andere vorher ist gar nicht so wichtig. Du verschiebst da den Fokus zu sehr auf ihn, so dass man sich unweigerlich fragt, warum denn Oruc so wichtig sein soll. Als Nebeneffekt rechnet man schon mit Argomis Tod und damit verschenkst du die Auflösung am Ende. Eine Fokussierung auf Oruc wäre da besser, damit man nachher versteht, dass Maryn aus Erleichterung weint.
Irgendwie konnte mich da der ganze Aufbau der Geschichte nicht so recht überzeugen.
Die Grundidee finde ich gut, aber man hätte so viel mehr rausholen können aus dem Thema.
Oruc hättest du so darstellen können, dass sein einziges Ziel im Leben ist, auf dieser Wand zu erscheinen, dass er praktisch wie im Fieberwahn verfolgt und deswegen nichts von der Liebe der Fürstentochter mitbekommt, oder er könnte Angst davor haben, dort zu stehen, will aber seine Familie gleichzeitig, aus seiner Sicht, nicht entehren, in dem er dort nicht steht usw.
Du hast so viel Konfliktpotential, so viele Möglichkeiten, aber du nutzt sie leider nicht aus.
Irgendwie plätschert alles so vor sich hin, ohne in einen Strudel der Gefühle mitzureißen, dabei bietet sich der bei einem solchen Thema geradezu an.

Schade.
Die Grundidee finde ich super und man kann sicher mehr daraus machen und das du kannst bestimmt auch, wenn du dir etwas Zeit nimmst, denn sonst schaffst du es ja auch.

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
und seine Werke

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Beitrag #14 |

RE: SW 2: Grenzgänger (LadydesBlauenMondes)
Nochmal kurz zu Ichigo:

Zitat:Diese Karte hast du tatsächlich falsch interpretiert, aber es gibt ja auch keine Legende dazu -- die roten Linien und roten Schriftzüge geben die heutige Situation wieder, darüber gelegt sind farbig die damaligen Gebiete.

Achso. :icon_gucker: Das ist ohne Legende tatsächlich schwer zu erkennen. Okay, dann werd ich daran auch noch was ändern müssen.



Hallo drakir,

schön dich unter meiner Geschichte zu sehen. Icon_smile

Zitat:Ich weiß, was du meinst, aber irgendwie fehlt mir hier der Bezug, zu dem Satz davor. Zumal du ja einen Satz später es erläuterst, hmm - vielleicht hilft da ja umstellen?

Ja, die Erklärung sollte eigentlich der Satz danach sein. Ich werd mal schauen, ob ich das verständlicher hinbekommen kann.

Zitat:
Zitat:Der Saum ihres langen Gewandes raschelte auf dem Boden. Maryns Schritte hallten von den steinernen Wänden wieder.
Hier würde ich einen Satz draus machen, so hört es sich etwas abgehackt an, finde ich.

Ich wollte hier ganz bewusst, den Absatz so anfangen, nämlich ohne ihren Namen im ersten Satz zu erwähnen. Aber du hast insofern recht, als dass es zwei ziemlich kurze Sätze sind. Vielleicht kann ich wenigstens einen von beiden ein bisschen verlängern, sodass es sich flüssiger liest.

Zitat:Irgendwie fehlt mir hier die Begründung, warum sie vor der Wand Angst hat. Als ein so kleines Kind, wie sie es gewesen zu scheint, hat man ja eigentlich noch nicht so richtig die Bedeutung des Wortes "Tod" erfasst. Ist da noch was gruseliges passiert?
Wie gesagt, mir fehlt da eine richtige Begründung.

Also sie war ja zu dem Zeitpunkt so um die sechs, oder sieben. Ein Alter wo man später noch Erinnerungen dran haben kann und ich denke, dass man schon eine gewisse Vorstellung vom Tod haben kann. Die Vorstellung, dass ein Toter einfach "nicht mehr da ist" würde ja in diesem Fall schon genügen. Icon_wink

Zitat:
Zitat:Doch er schien bei seinen Plänen vergessen zu haben, dass ihre Armee nicht sehr groß war und nach einem Angriff nicht mehr stark genug sein würde, um sich hinter der Grenze behaupten zu können.
Hmm, einerseits stellst du ihn als geschickten Heerführer dar, weil er nicht blind nach vorne stürmt und jetzt stempelst du ihn als Deppen ab, da er sich nicht der Gefahr bewusst ist, die die Größe seines Heeres mitbringt. Das passt irgendwie nicht zusammen.

Das hier sind ja Agormis Gedanken und dieser glaubt das Oruc die Größe der Armee vergessen hat. Icon_wink

Zitat:Einen Bogen kann man entweder spannen oder man kann ihn nicht spannen, nicht fest genug gibt es da nicht. Die Sehne ist immer genau auf die Länge des Holzes abgestimmt, da gibt es keine Möglichkeit sie mal fester und mal weniger fest zu spannen.

Ich meine hier auch nicht die länge der Sehne, die richtet sich natürlich nach der Länge des Holzes. Ich meine den Moment, indem man den Pfeil auf die Sehne legt und spannt. Wenn man eben nicht kräftig genug an der Sehne zieht, dann fliegt der Pfeil nicht weit genug.

Zitat:Ich weiß ja nicht, aber ich an Stelle seiner Mutter hätte seinem Vater richtig Ärger gemacht. Schließlich haben Bogenschützen normalerweise ein kleines Stück Leder an den Fingern, um sie zu schützen, ebenso eine Armschiene innen am Unterarm, um den Arm vor der Sehne zu schützen.

Klar, haben Bogenschützen das. Aber nicht kleine Bauernjungen, die ihren Bogen gerade erst geschenkt bekommen haben. Zumal der Vater ja nicht wissen konnte, dass er sich so dafür begeistert. Icon_smile Vielleicht hat Vater ja auch Ärger von Mutter bekommen, nur der Kleine hat das nicht mitgegriegt. Icon_smile

Zitat:
Zitat:Er hörte das Knistern des Feuers, lautes Schnarchen der Soldaten in den Zelten, die in der Nähe standen und flüsternde Stimmen der Wachen, die wohl ihrer Aufgabe nicht viel Beachtung schenkten. Aber Agormis war dies im Moment gleichgültig
Wieso ist ihm das gleichgültig?
Egal was mich gerade beschäftigen würde, ich würde denen richtig Dampf machen, wenn ich den Eindruck bekäme, dass meine Wachen ihren Job nicht richtig erfüllen. Schließlich hängt mein und das Leben aller anderen davon ab.
Abgesehen davon, können die nicht nur flüstern, wenn er sie hört, denn die Zelte der Anführer stehen normalerweise in der Mitte und die Wachen am Rand und ich denke mal, das Lager ist schon relativ groß. Schließlich besteht das Heer sicher aus mehr als nur ein Dutzend Männern.

Mit dem gleichgültig wollte ich ausdrücken, dass er eben sehr müde aus seinem Zelt gekommen ist und ihm alles egal ist, er eigentlich nur schlafen will. Außerdem rechnen, sie nicht damit Angegriffen werden zu können.
Aber mit der Größe des Lagers gebe ich dir irgendwie recht. Ich werd mal schauen, wie ich das ändere.

Zitat:Ähm, den Plan halte ich für außerordetnlich gewagt und eine alten Kriegers für unwürdig. Denn die einzige Überraschung, die man mit einem kleinen Heer ausrichten kann, ist die, dass der Gegener sich wundert, ob man das ernst meint. Das muss auch dem Fürsten klar sein. Logischer wäre es für mich, wenn der Fürst sie erstmal auf eine Erkundungsmission schickt, oder eine bestimmt Stadt zu erobern. Dafür braucht man nur ein kleines Heer, vielleicht auch nur ein kleine Gruppe.

Hier sprichst du einen der Gründe an, warum ich die Geschichte dringend überarbeiten muss. An der Stelle wollte ich eigentlich zeigen, dass der gute Fürst ein wenig seltsam geworden ist. Er hat eine viel zu kleine Armee, will damit aber umbedingt ein Land erobern. Oruc und Agormis erkennen ja auch beide diesen Schwachpunkt sofort, können sich ihm aber nicht widersetzten und müssen sich in ihr Schicksal fügen. Eigentlich sollte das Ende von dem Absatz das zeigen, indem die beiden dem Fürst widersprechen wollen, dann aber nur ergeben nicken können.

Zitat:Deine Geschichte konnte mich leider nicht so recht überzeugen, sie ist solide, würde ich sagen, aber auch nicht mehr. Vom sprachlichen her kommt man gut durch, wobei du arg viele würde, dann, aber können drin hast.

Ich selbst bin von der Geschichte auch nicht überzeugt. Aber es ist ja schonmal ganz gut, dass sie immerhin "solide" geworden ist und sprachlich, immerhin einigermaßen gut. Icon_wink

Zitat:Die Idee der "Wand der Erinnerungen" finde ich wirklich gut, wobei ich mich frage, ob jeder Gefallene darauf kommt, oder nur die Heerführer oder nur Männer, die sich besonders im Kampf ausgezeichnet haben.

Die Wand erstreckt sich ja über den ganzen Flur hinweg, also haben sie da noch ein wenig Platz drauf. Icon_smile Freut mich, dass dich immerhin diese Idee schonmal überzeugen konnte.

Zitat:Warum stellst du uns Oruc nicht vor, schließlich ist er ja im Prinzip die Person, um die es geht, dafür stellst du uns Agormis relativ ausführlich vor, obwohl er nur einer von vielen ist. Diese lange Vorstellung braucht er eigentlich nicht. Es würde reichen, wenn wir ihn mit Oruc zusammen am Lagerfeuer sehen, alles andere vorher ist gar nicht so wichtig. Du verschiebst da den Fokus zu sehr auf ihn, so dass man sich unweigerlich fragt, warum denn Oruc so wichtig sein soll. Als Nebeneffekt rechnet man schon mit Argomis Tod und damit verschenkst du die Auflösung am Ende. Eine Fokussierung auf Oruc wäre da besser, damit man nachher versteht, dass Maryn aus Erleichterung weint.

Hmm, ich glaube, der Fokus liegt vielleicht zusehr auf Agormis, weil er derjenige ist, der bei der Ideenentwickling zuerst da war. Erst nach und nach hat sich entwickelt, dass ich wollte, dass man zuerst denkt Oruc wäre gestorben. Diesen Nebeneffekt wollte ich also. Ich muss mir da echt nochmal schauen, wie ich das deutlich mache, dass sie nicht wegen Agormis weint.

Zitat:oder er könnte Angst davor haben, dort zu stehen, will aber seine Familie gleichzeitig, aus seiner Sicht, nicht entehren, in dem er dort nicht steht usw.

Genau so hab ich mir Oruc gedacht. Die Szene am Lagerfeuer sollte das eigentlich zeigen. Auch da werde ich mal schauen, ob ich das noch deutlicher machen kann.

Zitat:Die Grundidee finde ich super und man kann sicher mehr daraus machen und das du kannst bestimmt auch, wenn du dir etwas Zeit nimmst, denn sonst schaffst du es ja auch.

Danke für die aufbauenden Worte. Icon_bussi Wie gesagt, bin ich selbst damit so nicht zufrieden. Es hat mir einfach an Zeit gefehlt, die Idee, bzw. die Charaktere genügend aufzubauen, bzw. den Aufbau richtig durchzudenken.

Also vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, drakir. Er spiegelt eigentlich auch meine Meinung zu der Geschichte wider. Über die Anmerkungen zu denen ich jetzt nichts gesagt habe, werde ich mir Gedanken machen und schauen, wie ich das umsetzte. So wie es im Moment aussieht, werde ich aber um eine vollständige Überarbeitung nicht herum kommen.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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