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SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans (mondenschein)
Beitrag #1 |

SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans (mondenschein)
JAHR 348 DER ERSTEN EPOCHE

Andre blickte immer wieder argwöhnisch nach Osten, während er Zelttücher und Kisten voll Proviant durch das stetig wachsende Heerlager schleppte. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken konnte, dann hatte der General nur deshalb Halt machen lassen, damit die Truppen aufschließen konnten, und weil man dringende Nachrichten von der Front erwartete, die für die weitere Vorgehensweise wichtig waren. Doch selbst einem einfachen Soldaten wie Andre, der von Taktik und Heerführung nicht viel verstand, war klar, dass es einen viel zwingenderen Grund dafür gab, hier Halt zu machen und vorerst Lager aufzuschlagen: der einzige Weg, den die Truppen auf ihrem Weg in den Süden passieren konnten, führte durch eine Enge, begrenzt vom Tamyr Gebirge und einem schmalen, aber für ein Heer undurchdringlichen Waldstreifen – der perfekte Ort für feindliche Soldaten des Südreichs, um das Heer Gandal‘kans abzufangen und in einen Hinterhalt zu locken.
Es war auch kaum jemanden im Lager entgangen, dass schon mehrere Spähtrupps ausgesendet worden waren, um die Umgebung zu erkunden. Denn immerhin waren im Laufe des Tages immer wieder seltsame Lichtspiegelungen auf der schier endlosen Ebene gesichtet worden – Leuchtsignale, wie gemunkelt wurde. Eine gewisse Unruhe hatte sich unter den Soldaten breitgemacht, das konnte man nicht leugnen. Andre seufzte tief und ließ den Packen Holzstangen vor sich auf den Boden fallen. Er wünschte sich sehnlichst, dass die Sonne endlich untergehen würde, die so erbarmungslos auf die schwer bepackten Männer herab gelacht hatte, doch bis zur Dämmerung würden es noch zwei oder drei Stunden sein.
"Wie siehts aus, Andre, bist du nachher dabei, wenn die Schufterei ein Ende hat? Carl und ein paar Männer haben noch offene Schulden beim Kartenspielen", wollte einer von Andres Kameraden wissen, während er sich rasch daran machte ein großes Zelt aufzustellen. Abwesend nickte der Angesprochene und entledigte sich seiner staubigen Rüstung.
"Findest du diese Hitze nicht unerträglich?", fragte er, ließ seinen Brustpanzer und seine Armschienen achtlos zu Boden fallen und wischte sich mit seinem Wollhemd den Schweiß vom Gesicht.
"Wart erst ab, bis wir im Süden angekommen sind!", lachte sein Gegenüber, "Die Gegend hier wird nicht umsonst Ebene des Lichts genannt. Hier brennt dir die Sonne den ganzen Tag über auf den Buckel, aber der Boden ist nicht so schlimm." Er deutete auf die von hartnäckigen Gräsern und Pflanzen bewachsene Ebene, die sich nicht unweit des ausgetrampelten, staubigen Pfades erstreckte. "Im Süden hingegen, da hast du nur Steine und Sand - ekelhaft! Da heizt dir der Boden doppelt ein!"
"Mmmhh...", grummelte Andre und packte mit an um das Zelt ausreichend im Boden zu verankern. Einige Stunde später, als die Sonne gerade dabei war blutrot am Horizont zu versinken, waren Andre und sein Kamerad staubbedeckt und ausgelaugt mit ihrer Arbeit fertig. Von den Erkundungstrupps waren schon einige zurückgekehrt und erklärten das eng umliegende Gebiet als gefahrenfrei und hatten keine besonderen Vorkommnissen zu berichten. Dennoch wurden selbstverständlich nächtliche Wachdienste eingeteilt und Andre bemitleidete die armen Männer die nach der schweißtreibenden Arbeit des Lageraufbaus auch noch zur Nachtwache verdonnert wurden. Er selbst fand sich bald in einem größeren Zelt wieder, in dem ausgelassene Stimmung herrschte und Bierdunst in der Luft lag. Am Boden und auf Kisten und Säcken wurde kartengespielt oder gewürfelt, einige angetrunkene Soldaten berichteten lautstark und selbstbewusst von allerlei Heldentaten, die sie vollbracht haben sollten, und hier und da hörte man gemurmelte Gerüchte über die Heerführer und ihre Mission im Süden.
Andre war schon nach den ersten paar Schluck des mittelmäßigen Gerstengesöffs der Alkohol
zu Kopf gestiegen und dieser machte sich durch ein dumpfes Schädelbrummen bemerkbar. Als ihm nach einer Weile der Lärm zu laut wurde, flüchtete er hinaus in die kühle, erfrischende Dunkelheit um dem Trubel und der schlechten Luft zu entkommen. Der Mond ging in einer schmalen Sichel gerade im Osten auf und Andre schlenderte ziellos am Rand des Lagers entlang. Wenn er an einem Wachposten vorbeikam, dann grüßte er ihn wortlos. Er hing seinen eigenen Gedanken nach, und so brauchte es eine Weile, bis er die flüchtige Bewegung vor ihm in der Dunkelheit registrierte.
Andre kniff die Augen zusammen um etwas mehr erkennen zu können und seine Sinne waren schlagartig aus dem alkoholbedingten Dämmerzustand in die Realität zurückgekehrt. Vor ihm hatte sich etwas bewegt, und es war eindeutig kein Soldat aus dem Lager gewesen.
Ein Griff an seinen Gürtel teilte ihm mit, dass er sein Schwert nicht bei sich hatte – es lag friedlich im Unterkunftszelt – nur seinen Dolch hatte er eingesteckt. Zwei Sekunden später rief er sich ins Gedächtnis zurück, dass er den letzten Wachposten etwa hundert Schritt hinter sich gelassen hatte – zum Alarm schlagen war er zu weit weg. Da, es bewegte sich schon wieder etwas wie ein wager Schatten durch die Nacht, und zwar keine zehn Schritt von Andre entfernt! Für einen Augenblick lang war die Gestalt im schwachen Mondlicht zu sehen – Andre stutzte.
Es war ein hagerer Junge in zerlumpter Kleidung, der sich nah am Lager herumschlich. So lautlos wie möglich setzte der überraschte Soldat ihm nach, hinein ins dunkle der Nacht. Der Junge schien keine offensichtliche Bedrohung zu sein, aber dennoch konnte Andre ihn nicht einfach ums Heerlager schleichen lassen, zumal er keine Ahnung hatte woher dieser Knabe stammte. Den gesamten Marsch lang waren sie keiner Menschenseele begegnet –nur diese seltsamen Lichtzeichen hatten sie über die Ebene verfolgt… Andres Schritte wurden vorsichtiger, die Gestalt vor ihm hatte sich gebückt und schien etwas auf dem Boden zu suchen. Er witterte seine Chance den Eindringling zu fassen und pirschte sich weiter an ihn heran, als plötzlich leise Stimmen erklangen. Genau hinter ihm!
Andre wog blitzschnell seine Möglichkeiten ab, Flucht oder Konfrontation, doch bevor er noch eine Entscheidung fällen konnte, spürte er schon wie raue Hände ihn packten, seine Arme festhielten und ihn zu Boden drückten. Wortfetzen einer fremden Sprache flogen durch die Dunkelheit und als Andre sich befreien und zu seinem Dolch greifen wollte, spürte er einen heftigen, dumpfen Schmerz am Kopf und verlor das Bewusstsein.

Als er wieder aufwachte, fand sich Andre auf einer dünnen Strohmatte wieder, die neben einem dornigen Busch auf dem Boden lag. Ein seltsames Dämmerlicht umhüllte ihn, und als er mühsam blinzelnd versuchte die aufgehende Sonne zu entdecken, wurde er stattdessen vom glitzernden Sternenhimmel überrascht. Es dauerte eine Weile bis er sich orientiert und auch die Lichtquelle gefunden hatte. Neben ihm auf dem Boden lag ein unscheinbarer Stein, der auf wundersame Weise sanftes Licht ausstrahlte – so als ob er innen silbrig glühen würde. War das Zauberei? Spielten seine Augen ihm etwas vor? Andre brauchte eine Weile um sich an das Licht zu gewöhnen, doch nach und nach konnte er das weitläufige Zeltlager erkennen, in dem er sich nun befand. Ganz im Gegenteil zu den großen, robusten Zelten, die er heute im Heerlager schon aufgeschlagen hatte, waren die Zelte hier unscheinbar und flach an den Boden gedrückt. Der Stoff, aus denen sie gemacht waren, spiegelte und glänzte seltsam im Lichtschein der leuchtenden Steine und es fiel Andre außerordentlich schwer die genauen Konturen der Zelte zu erkennen. Gerade als er überrascht festgestellt hatte, dass er nicht gefesselt war, wurde er kraftvoll auf die Beine gezogen und blickte kurz darauf in ein dunkles, fremdes Gesicht, das von langen Haaren umrahmt wurde, in denen allerlei Holzperlen und Federn eingeflochten waren. Die Gesichtszüge des Mannes wirkten trotz der etwas zerzausten Erscheinung edel und stolz, sein Gewand war reich bestickt, jedoch von der Sonne so weit ausgeblichen, dass man die ursprüngliche Farbe nicht mehr erkennen konnte – Andre vermutete den Anführer dieses Lagers vor sich zu haben. Neben diesem Mann waren noch zwei weitere aufgetaucht, wahrscheinlich diejenigen, die Andre vom staubigen Boden auf die Beine gestellt hatten. Diese Männer waren eindeutig als Wachen zu erkennen, mit kunstvoll gefertigten Schwertern am Gürtel und nadelspitzen Speeren bewaffnet. Den Gedanken an Flucht begrub Andre resigniert.
„Verzeiht die Unannehmlichkeiten“, sprach unvermittelt der Anführer mit leichtem Akzent, „Mein Name ist Ainindor und ich bin der Stammesanführer meines Dorfes, in dem Ihr Euch befindet. Der Grund, warum man Euch hierher gebracht hat ist folgender:
Meine Männer haben schon seit Tagen ein großes Heer am Horizont gesichtet, das den Weg durch unser Land einschlug, und wir sind beunruhigt über dieses Zeichen. Sagt mir, warum marschiert dieses Heer aus dem Norden in den Süden?“
„Um die verbliebenen Königreiche unter das Banner Gandal’kans zu bringen und das Gesetz in allen Ländern walten zu lassen – aber ich bin nur ein einfacher Soldat, was weiß ich schon von den Plänen der Oberen“, antwortete Andre verhalten.
„Und ein einfacher Soldat sollte nicht wissen, wofür er kämpft?“, meinte Ainindor und deutete Andre mit einer Geste den Weg zu einem großen, prächtigen Zelt einzuschlagen, während er weitersprach, „Aber darum geht es nicht. Meine Sorge gilt einzig und allein meinem Stamm. Wenn Euer Heer hier auf der Ebene zum Kampf gerufen wird, dann sind mein Dorf und all meine Leute in Gefahr. Das kann ich nicht zulassen.“
Sie waren im Zelt angekommen und nachdem Ainindor seine Wachen weggeschickt hatte, nahmen die beiden Männer auf bestickten Kissen am Boden Platz.
„Ich glaube es besteht kein Grund zur Sorge, das Heer zieht Richtung Süden, hier gibt es keinen Grund – und keinen Gegner – den Gandal’kan bekämpfen sollte“, sagte Andre und nahm mit einem Nicken die Teeschale entgegen, die der Stammesführer ihm angeboten hatte.
Dieser seufzte und sprach:
„Und ich glaube Ihr irrt Euch. Der Gegner ist viel näher als Ihr glaubt, und er bereitet sich auf einen Hinterhalt vor. Meine Männer haben mir vor kurzem berichtet, dass Südländer im Gebirge Stellung bezogen haben und dass immer Nachschub über Gebirgspässe heranzieht. Wie es scheint haben sie nicht vor die Schlacht in ihrer kostbaren Heimat zu schlagen.“
Andre holte überrascht Luft.
„Aber unsere Späher haben niemanden entdeckt ---“
„Die Südländer kennen das Gebirge gut genug um sich unauffällig darin zu bewegen, glaubt mir. Ein Kampf ist also unvermeidlich. Aber mit der Hilfe meiner Männer könnte das Blatt zugunsten Gandal’kans gewendet werden“, sprach Ainindor und machte eine bedeutungsschwere Pause.
„Bringt mich zu Eurem Anführer und ich werde ihm folgendes vorschlagen: Wenn er Sicherheit für mein Dorf garantiert, dann werden meine Männer und ich ihm zum Sieg gegen den südländischen Hinterhalt verhelfen, oder zumindest unser Möglichstes dafür tun.“
Andres Gedanken überschlugen sich. Es gab also doch einen Hinterhalt, einen größeren als gedacht, und keiner der Späher konnte den Gegner entdecken, weil dieser das Gelände beherrschte. Und ein unbekannter Stammesanführer wollte ihnen helfen, trotzdem den Sieg zu erringen.
„Und wie?“, fragte er schließlich, „Wie soll dieser Sieg gelingen?“
Ainindor schmunzelte leicht.
„Die Männer aus dem Süden kennen zwar Pfade und Verstecke im Gebirge, die Eure Späher nicht ausmachen konnten – aber dies ist die Heimat meines Stammes, wir kennen nicht nur jeden Pfad, sondern auch jeden einzelnen Stein auf der Ebene sowohl als auch im Gebirge. Mit unserer Hilfe könnt Ihr den Hinterhalt der Südländer zu Eurem machen.“
Feierlich stand er auf und streckte Andre die Hand entgegen.
„Führt Ihr mich nun zu Eurem Anführer?“, wollte er wissen.
„Ja, das tue ich“, sprach Andre und als er Ainindor die Hand reichte, wusste er, dass dieses Vorhaben gelingen würde.

Viel später, als Andre vor dem Zelt des Heerführers von Gandal’kan stand, zu dem er Ainindor und zwanzig seiner besten Männer geführt hatte, gingen im Lager bereits Gerüchte um, wonach sich ein fremdes Heer ihnen anschließen wollte, dessen Soldaten sich unsichtbar machen konnten.
Kopfschüttelnd verneinte er jede Frage, die ihm dazu gestellt wurde, doch insgeheim lächelte er bei dem Gedanken an das Geschenk, dass Ainindor ihm gegeben hatte. Es war ein dünner Mantel, der aus demselben seltsamen Stoff gemacht war, wie die Zelte aus dem Dorf Ainindors. Wenn man ihn ins Sonnenlicht hielt, dann reflektierte er das Licht fast so, dass man glauben könnte er existierte gar nicht.

Mit der Hilfe von Ainindors Männern gelang es dem Heer von Gandal’kan, wenn auch mit einigen Verlusten, den Hinterhalt der Südländer zu durchbrechen. Dies war ein entscheidender Sieg, dem die Eroberung einiger südlichen Königreiche folgte – Kohn’kan wurde gegründet.

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #2 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans
So, dass ist meine erste Wettbewerbsgeschichte die ich lese und ich bin eigentlich recht begeistert.

Wir haben hier also das Herr aus Gandal’kan, welches die südlichen Gebiete erobern will. Sie maschieren durch die Wüste und fühlen noch recht sicher. Das das nicht so ist findet der Prot Andre aber erst heraus, als er von den Einwohnern entfüht wird, die das feindliche Herr beobachtet haben und nur auf ihren eigenen Schutz aus sind. So kommt ein Handel zustande, bei dem Gandal’kan am Ende den Sieg davonträgt.

Besondes schön fand ich hierbei diesen leichten Hauch von Magie, der anscheinend in den Stoffen der Einwohner steckt, aus denen sie ihre Umhänge und Zelte nähen. Der Stoff scheint tatsächlich fast unsichtbar zu machen, nur ein leichter Lichtschimmer bleibt zurück.
Das hat mir gut gefallen, dass das erst zum Schluss deutlich wurde, das mit diesem „unsichtbar machen“ nicht nur gute Tarnung gemeint war.
Und gut fand ich auch, dass ein einfacher Soldat wie Andre, den Sieg gebracht hat. Ich hoffe das ihm das irgendwann mal anerkannt wird.

Auch vom handwerklichen her hab ich nichts zum meckern gefunden. War angenehm und flüssig zu lesen.

Abstimmen werde ich erst, wenn ich die anderen Wettbewebsbeiträge gelesen habe. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #3 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans
... und die vorletzte Geschichte. Ich bin wieder sehr gespannt.^^

Zitat:Andre blickte immer wieder argwöhnisch nach Osten
Warum nach Osten, wenn der Feind doch aus dem Süden kommen soll?

Zitat:die so erbarmungslos auf die schwer bepackten Männer herab gelacht hatte
sie hat erbarmungslos gelacht? Icon_lol

Zitat:doch bis zur Dämmerung würden es noch zwei oder drei Stunden sein.
Der Satz ist so nicht richtig, meine ich Icon_wink
Entweder "doch bis zur Dämmerung würde es noch zwei bis drei Stunden dauern"
oder
"doch es müssten bis zur Dämmerung noch so zwei bis drei Stunden sein"

Zitat:das von langen Haaren umrahmt wurde, in denen allerlei Holzperlen und Federn eingeflochten waren.
Es scheinen Menschen zu sein, sonst hätte Andre schon etwas bemerkt, oder?
Aber Menschen mit solch magischen Fähigkeiten? Oder finden sie diese Steine, als Überreste von etwas anderem?

Zitat:in dem Ihr Euch befindet.
Unnötig, welches Dorf sonst Icon_wink

Zitat:sagte Andre und nahm mit einem Nicken die Teeschale entgegen, die der Stammesführer ihm angeboten hatte.
Schönes Detail.

Zitat:Aber mit der Hilfe meiner Männer könnte das Blatt zugunsten Gandal’kans gewendet werden
Warum wendet er sich an Gandal'kan und nicht an das Südreich? Er weiß doch nichts über die Politik und den Zwist zwischen den beiden Ländern ... die Südländer verteidigen, Gandal'kan greift an, ich würde mich spontan für die Südländer entscheiden ... oder meint er, dass Gandal'kan am Ende eh gewinnt und man sich deshalb besser mit dem Sieger gut stellt?

Zitat:Es war ein dünner Mantel, der aus demselben seltsamen Stoff gemacht war, wie die Zelte aus dem Dorf Ainindors.
Das erklärt woher die Lichtzeichen kamen ... aber woher sie diese Magie haben, wissen wir leider immer noch nicht ... das macht das ganze ziemlich mysteriös. Mrgreen

Insgesamt hat mir deine Geschichte ganz gut gefallen, sie ließ sich flüssig lesen und wirkte rund. Was mir aber gefehlt hat sind Gedanken und Gefühle Andres. Er wird entführt, er bekommt etwas zusehen, was er noch nie zuor in seinem Leben gesehen hat und bleibt dabei viel zu gelassen. Müsste er sich nicht fürchten? Müsste er dem Stammesführer nicht viel mehr vertrauen? Da fehlt noch die Tiefe, da solltest du noch einmal drüber schauen Icon_smile

Bewertung gibt es, wenn ich alle habe (also nur noch eine Icon_wink).

Gerne gelesen!

Gruß vom Weltenwanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #4 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans
Hallo,

dann will ich mich auch mal ans Kommentieren machen. Ich halte mich kurz Icon_smile

Ich finde die Geschichte ganz ok, denn sie war mir viel zu kurz. Ich habe nicht recht verstanden, warum die "Einwohner" diesem Heer helfen und nicht dem anderen. Ich hätte mir mehr Einblicke gewünscht. Auch die Ruhe des Soldaten konnte ich nicht nachvollziehen. Sollte er am Anfang nicht Angst um sein Leben haben? Oder ist er ein altgedienter Veteran?

Alles in allem war die Geschichte gut zu lesen, doch ich wurde nicht ganz so warm damit.


Gruß

Nuriel

Ich mag Bananen, na und? *ugh*

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Beitrag #5 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans
Sehr schön die persönliche Geschichte von Andre mit der Geschichte Athalems verwoben! Und yeah, ein neues Volk in Athalem!! Ich hätte nur gerne mehr über diese Leute und dem geheimnisvollen Dorf gehört, irgendwie war die Szene so schnell vorbei Cowsleep Aber vielleicht sollte ich einfach mal die Nachfahren der Leute dort besuchen & auf diese Weise mehr erfahren Mrgreen


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Beitrag #6 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans
Guten Morgen,

und auf zu meinem ersten Wettbewerbskommentar. Auf den ersten Blick hat mir die Geschichte gefallen, ich bin gespannt, ob sich meine Meinung wandelt, wenn ich näher hinsehe. Sprachlich werde ich nicht auf jede einzelne Formulierung eingehen, sondern mein Augenmerk eher auf die Gesamtumsetzung und auf Athalem-Teilchen haben.

Angesiedelt in diesem Zeitlinieneintrag ...
347.- 349. Jahr der ersten Epoche: Verhandlungen über die Aufteilung des Landes zwischen Iqann und Meir: Teilgründung Athalems.
Meir wird bald darauf als Gandal´kan und Iqann als Iqann´kan bezeichnet. Das zuvor sich so lang und bitter verteidigte Kham wird zwischen den Großmächten aufgeteilt.
Kohn´kan wird gegründet, aus weiten schon eroberten Teiles des Südreiches, um als Konstrukt das sich weiter wehrende Königreich zu schwächen.

... erzählt deine Geschichte vom gemeinsamen Feldzug von Iqann und Meir, gegen das verbleibende Südreich, dass sich bitter zu wehren versucht. Schön, eine Geschichte weiter aus dem Süden lesen zu können.

Andre blickte immer wieder argwöhnisch nach Osten, während er Zelttücher und Kisten voll Proviant durch das stetig wachsende Heerlager schleppte. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken konnte, dann hatte der General nur deshalb Halt machen lassen, damit die Truppen aufschließen konnten, und weil man dringende Nachrichten von der Front erwartete, die für die weitere Vorgehensweise wichtig waren.
=> das wirkt, als wäre die Front im ... Osten?

der einzige Weg, den die Truppen auf ihrem Weg in den Süden passieren konnten, führte durch eine Enge, begrenzt vom Tamyr Gebirge und einem schmalen, aber für ein Heer undurchdringlichen Waldstreifen – der perfekte Ort für feindliche Soldaten des Südreichs, um das Heer Gandal‘kans abzufangen und in einen Hinterhalt zu locken.
=> Find ich sehr schön, wie genau die Athalem-Karte aufgegriffen wurde!

"Wart erst ab, bis wir im Süden angekommen sind!", lachte sein Gegenüber, "Die Gegend hier wird nicht umsonst Ebene des Lichts genannt. Hier brennt dir die Sonne den ganzen Tag über auf den Buckel, aber der Boden ist nicht so schlimm." Er deutete auf die von hartnäckigen Gräsern und Pflanzen bewachsene Ebene, die sich nicht unweit des ausgetrampelten, staubigen Pfades erstreckte. "Im Süden hingegen, da hast du nur Steine und Sand - ekelhaft! Da heizt dir der Boden doppelt ein!"
=> mit dem "Süden" meint er dann vermutlich die Wüste "Harmandela". Auch hier, toll verwoben und auch die Erwähnung der "Ebene des Lichts" find ich schön und passend. Dazu noch die Hitze - fein. Icon_smile

Er selbst fand sich bald in einem größeren Zelt wieder, in dem ausgelassene Stimmung herrschte und Bierdunst in der Luft lag.
=> Das getrunken wird, hätte ich als Anführer der Männer kaum zugelassen, schließlich müsste man damit rechnen, dass bald gekämpft wird. Stimmung hin oder her ...

Neben ihm auf dem Boden lag ein unscheinbarer Stein, der auf wundersame Weise sanftes Licht ausstrahlte – so als ob er innen silbrig glühen würde.
=> Magie - sehr schön. Weiße vermutlich?

Mit der Hilfe von Ainindors Männern gelang es dem Heer von Gandal’kan, wenn auch mit einigen Verlusten, den Hinterhalt der Südländer zu durchbrechen. Dies war ein entscheidender Sieg, dem die Eroberung einiger südlichen Königreiche folgte – Kohn’kan wurde gegründet.
=> Moment - Heer?

Soviel zu den textlichen Anmerkungen. Insgesamt hat mir deine Geschichte gut gefallen, auch, wenn ich zum Schluss doch enttäuscht gewesen bin. Doch dazu später.

Athalem ...
... hast du sehr schön in deiner Geschichte verwoben. Es wirkt alles durchwegs überzeugend, zum einen durch dein Gespür für die Welt (Beschreibungen und Gesamteindruck) zum anderen auch wegen der gut eingebrachten (Karten-)Details. Das hat mich sehr begeistert.
Deine Geschichte ist weiter im Süden angesiedelt und nach der Einigung der Truppen von Meir und Iqann. Schön hätte ich allerdings auch noch gefunden, wenn du diese Vereinigung gezeigt hättest. Also die unterschiedlichen Heere, die gegen das Südreich ziehen. Der Umgang mit den Männern untereinander und die Stimmung an sich, da sich die Königreiche bis dahin nicht unbedingt immer einig waren. Hat das abgefärbt auf die Männer? Spielen Herkunftsunterschiede eine Rolle im Umgang, oder eher nicht? Unterschied an Waffen, Rüstungen, ... - ich hätte da noch Potenzial gesehen nicht nur auf die Zukunft des besiegten Südreiches, sondern auch noch auf die Vergangenheit einzugehen, bzw. sie anzuschneiden.
Weniger gut (obwohl ich die Namen mag) habe mir Carl & Andre als Athalem-Namen gefallen weil sie doch ziemlich gewöhnlich, bzw. ungewöhnlich für Athalem wirken. Einen guten Kontrast dazu bietet dann wieder Ainindor.

Der letzte Absatz verrät das Ende des Ganzen und hat mich ein wenig stutzig zurück gelassen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Dorf ein Heer besitzt. Haben sich mehrere Dörfer zusammengeschlossen, oder wie wird das begründet? Welche Art von Heer, - oder ist vielleicht Magie damit gemeint, da dieses Dorf sehr wohl Fähigkeiten zu haben scheint? Da bleiben mir ein wenig zu viele Frage offen zum "wie".

Und um die Enttäuschung aufzugreifen: Die Handlung und die Details machen wirklich, wirklich Lust auf mehr. Als ich plötzlich festgestellt habe, schon am Ende zu sein, fand ich das sehr sehr schade, da gerade die Zusammenarbeit und das, wie oben schon erwähnt fehlende, "wie" richtig interessant gewesen wäre. Für mich hättest du also gerne noch weiter in die Tiefe und Weite gehen können.

Handwerklich ...
... war deine Geschichte solide geschrieben und leicht, bzw. flüssig zu lesen. Deine Beschreibungen wurden gut eingeflochten und Wortwiederholung größtenteils umgangen. Mir hat ein wenig nähe zu Andre gefehlt. Ein paar Gedanken und Empfindungen, bzw. eine klarere Charakterisierung. Ansonst war ich durchwegs zufrieden.

Eine schöne Geschichte, mit vielen Athalem-Details, interessanter Handlung und Magie, die ich wirklich gern gelesen habe. Wertung folgt jedoch nach den restlichen Kommentaren. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

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Beitrag #7 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans
Hallo!
Endlich hatte ich etwas Zeit und Musse fuer die dritte und auch kuerzeste Wettbewerbsgeschichte. (Dieses Kiwipfluecken schlaucht mehr als man denkt. Icon_wink )
Also dann, auf in das Jahr 348 der ersten Epoche. Mal schauen, was uns da erwartet. Der erste Satz weckt ja schon mal die Neugier.

Zitat:Wenn man den Gerüchten Glauben schenken konnte, dann hatte der General nur deshalb Halt machen lassen, damit die Truppen aufschließen konnten, und weil man dringende Nachrichten von der Front erwartete, die für die weitere Vorgehensweise wichtig waren.
-- Die Erwaehnung der Geruechte will fuer mich hier nicht so Recht passen, denn augenscheinlich ist der hier erwaehnte Grund derjenige der den Soldaten gesagt wird. Eine Art von Ausrede, waehrend der wirkliche Grund im naechsten Satz folgt.

Zitat:Doch selbst einem einfachen Soldaten wie Andre, der von Taktik und Heerführung nicht viel verstand, war klar, dass es einen viel zwingenderen Grund dafür gab , hier Halt zu machen und vorerst Lager aufzuschlagen: der einzige Weg, den die Truppen auf ihrem Weg in den Süden passieren konnten, führte durch eine Enge, begrenzt vom Tamyr Gebirge und einem schmalen, aber für ein Heer undurchdringlichen Waldstreifen – der perfekte Ort für feindliche Soldaten des Südreichs, um das Heer Gandal‘kans abzufangen und in einen Hinterhalt zu locken.
-- Ja, das nenn ich mal einen Satz! Zur Vereinfachung wuerde ich den unterstrichenen Teil rausnehmen (der Bezug zum vorherigen Satz ist auch so logisch), einen Punkt setzen und dann den Rest als neuen Satz anbringen.
By the way, ich wuerde als General ja einfach den Wald niederbrennen. Icon_wink

Zitat:Denn immerhin waren im Laufe des Tages immer wieder seltsame Lichtspiegelungen auf der schier endlosen Ebene gesichtet worden – Leuchtsignale, wie gemunkelt wurde.
-- Ebene? Eben noch war da ein Gebirge und ein Wald! Wo kommt da die Ebene her. Nebenbei kann ein Gebirge keine Enge bilden. Die Enge kann im Gebirge sein, aber ansonsten sind es meist einfache Felswaende, die Schluchten bilden. Icon_wink

Zitat:Andre seufzte tief und ließ den Packen Holzstangen vor sich auf den Boden fallen.
-- Ist nur eine Kleinigkeit, aber eben trug er noch Proviantkisten und Zeltplanen.

Zitat:Er wünschte sich sehnlichst, dass die Sonne endlich untergehen würde, die so erbarmungslos auf die schwer bepackten Männer herab gelacht hatte, doch bis zur Dämmerung würden es noch zwei oder drei Stunden sein.
-- Wenn die Daemmerung noch zwei Stunden hin ist, lacht die Sonne wohl immer noch, da stimmt die Zeit nicht mehr. Auch wuerde ich den Satz etwas mehr unterteilen. Vielleicht ein Punkt vor das „doch“, so als Vorschlag.

Zitat:"Wie siehts aus, Andre, bist du nachher dabei, wenn die Schufterei ein Ende hat? Carl und ein paar Männer haben noch offene Schulden beim Kartenspielen", wollte einer von Andres Kameraden wissen, während er sich rasch daran machte ein großes Zelt aufzustellen.
-- Wer ist hier „er“? Der Soldat, der ihn anredet – ein Namen keonnt er auch haben – oder Andre? Das wirdnicht ganz klar.

Zitat:Abwesend nickte der Angesprochene und entledigte sich seiner staubigen Rüstung.
-- Also baut der andere das Zelt? Ist das eigentlich erlaubt, dass er seine Ruestung so einfach ablegt? Wenn ja, warum dann erst jetzt und nicht schon vor der Plackerei des Lagerbaus?

Zitat:"Wart erst ab, bis wir im Süden angekommen sind!", lachte sein Gegenüber, "Die Gegend hier wird nicht umsonst Ebene des Lichts genannt.

-- Also doch eine Ebene? Kein Wald?

Zitat:"Mmmhh...", grummelte Andre und packte mit an um das Zelt ausreichend im Boden zu verankern.

-- Ah, okay. Also baut der Kamerad. Das wuerde ich wie gesagt etwas deuticher machen.

Zitat:Einige Stunde später, als die Sonne gerade dabei war blutrot am Horizont zu versinken, waren Andre und sein Kamerad staubbedeckt und ausgelaugt mit ihrer Arbeit fertig.
-- Woha, nach der Formulierung mit dem „rasch daran machen das Zelt aufzubauen“ haette ich diese Zeitspanne fuer dieses Unterfangen jetzt nicht erwartet. Oder geht es um ihre Arbeit im Allgemeinen? *etwas verwirrt ist*

Zitat:Von den Erkundungstrupps waren schon einige zurückgekehrt und erklärten das eng umliegende Gebiet als gefahrenfrei und hatten keine besonderen Vorkommnissen zu berichten.
-- Die beiden „und“ klingen etwas unschoen und der dritte Teilsatz im Zusammenhang mit den ersten beiden auch etwas falsch.

Zitat:Dennoch wurden selbstverständlich nächtliche Wachdienste eingeteilt und Andre bemitleidete die armen Männer die nach der schweißtreibenden Arbeit des Lageraufbaus auch noch zur Nachtwache verdonnert wurden.
-- Das ist aber nun mal so ueblich. Ausserdem ist dann normalerweise so etwas wie Arbeitsteilung vorhanden. Nach Maenner gehoert uebrigens ein Komma.

Zitat:Am Boden und auf Kisten und Säcken wurde kartengespielt oder gewürfelt, einige angetrunkene Soldaten berichteten lautstark und selbstbewusst von allerlei Heldentaten, die sie vollbracht haben sollten , und hier und da hörte man gemurmelte Gerüchte über die Heerführer und ihre Mission im Süden.
-- Schreibt man eigentlich 'Karten gespielt' oder 'kartengespielt' nach neuer RS? Mir ist, als waere Ersteres richtig. Statt 'sollten' wuerde ich hier 'wollten' setzen. Icon_wink
Welche Heerfuehrer eigentlich? Die dieses Lagers? Ihre Mission? Muessten sie die nicht eigentlich kennen? Wofuer braucht es da Geruechte?

Zitat:Als ihm nach einer Weile der Lärm zu laut wurde, flüchtete er hinaus in die kühle, erfrischende Dunkelheit um dem Trubel und der schlechten Luft zu entkommen.
-- Hier fehlt ein Komma vor dem „um“.

Zitat:Er hing seinen eigenen Gedanken nach, und so brauchte es eine Weile, bis er die flüchtige Bewegung vor ihm in der Dunkelheit registrierte.
-- Wenn es eine Weile braucht, kann die Bewegung nicht sehr fluechtig sein. Icon_wink

Zitat:Andre kniff die Augen zusammen um etwas mehr erkennen zu können und seine Sinne waren schlagartig aus dem alkoholbedingten Dämmerzustand in die Realität zurückgekehrt.

-- Hier bist du zeitlich etwas durcheinander geraten. Ich denke, es muesste beides gleichzeitig passieren und somit beides ins Praeteritum, sonst wirkt es seltsam und ist, glaub ich, auch falsch.

Zitat:Vor ihm hatte sich etwas bewegt, und es war eindeutig kein Soldat aus dem Lager gewesen.
-- Der Satz ist ueberfluessig, weil du schon vorher erwaehnt hast, dass sich vor ihm etwas bewegt hat.

Zitat:Ein Griff an seinen Gürtel teilte ihm mit, dass er sein Schwert nicht bei sich hatte – es lag friedlich im Unterkunftszelt – nur seinen Dolch hatte er eingesteckt.
-- Nicht besonders professionell ...
Der zweite „-“ ist falsch gesetzt, denn der letzte Teil ist ein eigenstendger Satz. Also entweder ohne den Gedankenstrich und mit zwei Saetzen oder mit einem Komma bzw. Semikolon nach dem Gedankenstrich.

Zitat:Zwei Sekunden später rief er sich ins Gedächtnis zurück, dass er den letzten Wachposten etwa hundert Schritt hinter sich gelassen hatte – zum Alarm schlagen war er zu weit weg.
-- Eine genaue Zeitangabe hier wirkt etwas seltsam. Er wird sie ja wohl kaum zaehlen, oder? Ausserdem sind hundert Schritt nicht zu weit. Wenn er ruft, nachts, sollte man das sehr weit hoeren!

Zitat:Da, es bewegte sich schon wieder etwas wie ein wager Schatten durch die Nacht, und zwar keine zehn Schritt von Andre entfernt!
-- Ist das ein Gedanke? Der Anfang klingt danach, doch dann passt die Nennung des Namens nicht, denn das klingt zu sehr nach Erzaehler.

Zitat:Für einen Augenblick lang war die Gestalt im schwachen Mondlicht zu sehen – Andre stutzte.
-- Fuer einen Moment? Also sind Wolken am Himmel, oder wie ist das gemeint? Ausserdem passt zu dem kurzen Moment der Sicht dann das nicht:

Zitat:Es war ein hagerer Junge in zerlumpter Kleidung, der sich nah am Lager herumschlich.
-- Es wuerde eher passen, wenn du sagst, dass es wie ein Junge erschienen war. Das “sich“ passt auch nicht. „sich herumtreiben“ aber nur „herumschleichen“

Zitat:So lautlos wie möglich setzte der überraschte Soldat ihm nach, hinein ins dunkle der Nacht.
-- Ins Dunkel der Nacht. In der Nacht ist er aber schon, sonst waere der andere ja nicht so schlecht zu sehen gewesen.

Zitat:Der Junge schien keine offensichtliche Bedrohung zu sein, aber dennoch konnte Andre ihn nicht einfach ums Heerlager schleichen lassen, zumal er keine Ahnung hatte woher dieser Knabe stammte.
-- „aber“ und „dennoch“ ist doppelt gemoppelt und nach hatte gehoert ein Komma.

Zitat:Den gesamten Marsch lang waren sie keiner Menschenseele begegnet –nur diese seltsamen Lichtzeichen hatten sie über die Ebene verfolgt…
-- Ein Leerzeichen kommt hier sowohl vor nach dem Gedankenstrich als auch vor die Auslassungspunkte.

Zitat:Andre wog blitzschnell seine Möglichkeiten ab, Flucht oder Konfrontation, doch bevor er noch eine Entscheidung fällen konnte, spürte er schon wie raue Hände ihn packten, seine Arme festhielten und ihn zu Boden drückten.
-- Was sagen denn die Stimmen? Du erwaehnst sie, gehst aber danach nicht weiter darauf ein.

Zitat:Neben ihm auf dem Boden lag ein unscheinbarer Stein, der auf wundersame Weise sanftes Licht ausstrahlte – so als ob er innen silbrig glühen würde.

-- Wieso als ob? Entweder er glueht oder nicht. Die Phrase passt hier nicht, in meinen Augen.
Zitat:Spielten seine Augen ihm etwas vor?
-- Koennen Augen einem etwas vorspielen? Seltsame Formulierung.

Zitat:Andre brauchte eine Weile um sich an das Licht zu gewöhnen, doch nach und nach konnte er das weitläufige Zeltlager erkennen, in dem er sich nun befand.
-- Wenn er eine Weile braucht, muss das Licht stark sein. Du sagst aber Daemmerlicht. Des Weiteren erkennt er den Busch und den Nachthimmel, was fuer ein schwaches Licht und eine rasche Gewoehnung spricht. In ein starkes Licht wird er wohl auch kaum direkt reinschauen – siehe Absatz ueber den gleuhenden Stein.

Zitat:Ganz im Gegenteil zu den großen, robusten Zelten, die er heute im Heerlager schon aufgeschlagen hatte, waren die Zelte hier unscheinbar und flach an den Boden gedrückt.
-- Woher weiss er, dass es noch „heute“ ist?

Zitat:Der Stoff, aus denen sie gemacht waren, spiegelte und glänzte seltsam im Lichtschein der leuchtenden Steine und es fiel Andre außerordentlich schwer die genauen Konturen der Zelte zu erkennen.
-- „erkennen“ hast du zwei Saetze zuvor bereits verwendet. Als Synonym wuerde zum Beispiel „ausmachen“ gehen.

Zitat: Gerade als er überrascht festgestellt hatte, dass er nicht gefesselt war, wurde er kraftvoll auf die Beine gezogen und blickte kurz darauf in ein dunkles, fremdes Gesicht, das von langen Haaren umrahmt wurde, in denen allerlei Holzperlen und Federn eingeflochten waren.
-- Wieder so ein Mammutsatz. Diese Menschen scheinen sich ja echt lautlos zu bewegen, wenn er sie nicht kommen hoert.

Zitat:Die Gesichtszüge des Mannes wirkten trotz der etwas zerzausten Erscheinung edel und stolz, sein Gewand war reich bestickt, jedoch von der Sonne so weit ausgeblichen, dass man die ursprüngliche Farbe nicht mehr erkennen konnte – Andre vermutete den Anführer dieses Lagers vor sich zu haben.
-- Warum hier der Gedankenstrich? Komma nach „vermutete“.
Im Daemmerlicht sind Farben by the way sowie so schlecht auszmachen. Icon_wink

Zitat:Neben diesem Mann waren noch zwei weitere aufgetaucht, wahrscheinlich diejenigen, die Andre vom staubigen Boden auf die Beine gestellt hatten.
-- Warum „vermutlich“? Wenn ich auf die Beine gezogen werde, dann schaue ich mich um, wer das tut. Von daher muesste Andre die Maenner bereits gesehen haben, so lange er normal und sie sichtbar waren.

Zitat:„Um die verbliebenen Königreiche unter das Banner Gandal’kans zu bringen und das Gesetz in allen Ländern walten zu lassen – aber ich bin nur ein einfacher Soldat, was weiß ich schon von den Plänen der Oberen“, antwortete Andre verhalten.
-- Der zweite Teil des Satzes passt inhatlich und vom Verhalten her ueberhaupt nicht zum Ersten, der stolz und ueberzeugt wirkt.

Zitat:„Und ein einfacher Soldat sollte nicht wissen, wofür er kämpft?“, meinte Ainindor und deutete Andre mit einer Geste den Weg zu einem großen, prächtigen Zelt einzuschlagen, während er weitersprach,
-- Wahre Worte.

Zitat:„Aber darum geht es nicht. Meine Sorge gilt einzig und allein meinem Stamm. Wenn Euer Heer hier auf der Ebene zum Kampf gerufen wird, dann sind mein Dorf und all meine Leute in Gefahr. Das kann ich nicht zulassen.“
-- Den ersten Satz hier in diesem Zusammenhang kann ich hier nicht nachvollziehen. Einige Saetze deines Aeltesten klingen edel und gebildet, andere dann wieder plumpund unpassend.

Zitat:„Ich glaube es besteht kein Grund zur Sorge, das Heer zieht Richtung Süden, hier gibt es keinen Grund – und keinen Gegner – den Gandal’kan bekämpfen sollte“, sagte Andre und nahm mit einem Nicken die Teeschale entgegen, die der Stammesführer ihm angeboten hatte.
-- Komma nach „glaube“. Auch ist der erste Satz etwas durcheinander, denn einen Grund kann man nicht bekaempfen. Icon_wink
Warum redet der Stammesfuehrer eigentlich nicht direkt mit dem Heerfuehrer, sondern kidnappt einen Soldaten??

Zitat:Dieser seufzte
und sprach:
-- Hier ist ein Absatz zu viel reingerutscht.

Zitat:„Die Südländer kennen das Gebirge gut genug um sich unauffällig darin zu bewegen, glaubt mir.
-- Und Spaeher sollten ausgebildet genug sein, die Feinde zu entdecken. Icon_wink
Ein Kampf ist also unvermeidlich. Aber mit der Hilfe meiner Männer könnte das Blatt zugunsten Gandal’kans gewendet werden“, sprach Ainindor und machte eine bedeutungsschwere Pause.[/quote]
-- Eben wollte er seinen Stamm doch noch aus dem Kampf raushalten. Der Vorschlag will daher fuer mich nicht recht passen.

Zitat:„Bringt mich zu Eurem Anführer und ich werde ihm folgendes vorschlagen: Wenn er Sicherheit für mein Dorf garantiert, dann werden meine Männer und ich ihm zum Sieg gegen den südländischen Hinterhalt verhelfen, oder zumindest unser Möglichstes dafür tun.“
-- Okay, es wird immer unlogischer. Warum ist der Aelteste nicht gleichzu dem Anfuehrer gegangen? Und wo ist die Logik in der Beteiligung. Sie sind ein Wuestenvolk, koennen sich offensichtlich nahezu unsichtbar darin bewegen. Also warum nicht einfach der Schlacht aus dem Weg gehen? Warum eine Seite waehlen, worauf beruht diese Wahl eigentlich, und dann das Leben eigener Maenner riskieren?

Zitat:Es gab also doch einen Hinterhalt, einen größeren als gedacht, und keiner der Späher konnte den Gegner entdecken, weil dieser das Gelände beherrschte.
-- Das der Gegner das Gelaende beherrscht, koennte man als weiser Heerfuehrer vorraussehen, aber Spaeher sollten trotzdem faehig sein. Insbesondere wenn das Heer so gross ist!

Zitat:„Und wie?“, fragte er schließlich, „Wie soll dieser Sieg gelingen?“
-- Meine erste Frage waere, Warum? Mistrauen, zumindest Zweifel waeren angebracht.

Zitat:... aber dies ist die Heimat meines Stammes, wir kennen nicht nur jeden Pfad, sondern auch jeden einzelnen Stein auf der Ebene sowohl als auch im Gebirge.

-- Ich denke, dass das „sowohl“ vor die Ebene gehoert, oder? Icon_wink

Zitat:Kopfschüttelnd verneinte er jede Frage, die ihm dazu gestellt wurde, doch insgeheim lächelte er bei dem Gedanken an das Geschenk, dass Ainindor ihm gegeben hatte. Es war ein dünner Mantel, der aus demselben seltsamen Stoff gemacht war, wie die Zelte aus dem Dorf Ainindors. Wenn man ihn ins Sonnenlicht hielt, dann reflektierte er das Licht fast so, dass man glauben könnte er existierte gar nicht.
-- Ein kostbares Geschenk? Wofuer?
Und wieder die Frage, warum der Stammesfuehrer nicht gleich zu dem Heerfuehrer der Armee gegangen ist!

Zitat:Mit der Hilfe von Ainindors Männern gelang es dem Heer von Gandal’kan, wenn auch mit einigen Verlusten, den Hinterhalt der Südländer zu durchbrechen. Dies war ein entscheidender Sieg, dem die Eroberung einiger südlichen Königreiche folgte – Kohn’kan wurde gegründet.
-- Schoen zu wissen, doch wo ist die Geschichte dazu? Wo der Kampf, das Wie, die Strategie? Deine ganze Geschichte fuehrt zu dem Kampf und dann brichst du einfach ab? Es wirkt fast, als haettest du zu wenig Zeit gehabt, die Geschichte zu beenden. Schade, denn der Rest ist auch nicht gerade spannend, oder logisch. Es bleiben viele Fragen offen, insbesonder den Stamm und seine Bewegrunde betreffend.
Von daher bleibt ein schaler Nachgeschmack zurueck, der durch die vielen kleinen inhaltlichen Fehlerchen noch unterstuetzt wird.
Aus der Idee und dem Volk haette man auf jeden Fall viel machen koennen.

LG
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
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"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #8 |

RE: SW 2: Eroberung südlicher Königreiche & Gründung Kohn´kans (mondenschein)
Hallo Mondenschein,

dann will ich mal bei dir mit den Wettbewerbsgeschichten weitermachen.

Zuerst gibt es wie immer direkte Textanmerkungen und zum Schluß ein Fazit.
Da es, glaube ich, die erste Geschichte von dir ist, die ich kommentiere, will ich noch schnell anmerken, dass sämtliche Anmerkungen rein meine persönliche Meinung sind. Wenn du mit etwas nichts anfangen kannst, dann ignoriere es.

Zitat:Wenn man den Gerüchten Glauben schenken konnte, dann hatte der General nur deshalb Halt machen lassen, damit die Truppen aufschließen konnten, und weil man dringende Nachrichten von der Front erwartete, die für die weitere Vorgehensweise wichtig waren
Irgendwie erscheint mir der Absatz etwas überflüssig.
Du stellst die Tatsachen als besonderen Gedankengang dar, aber eigentlich sind sie nur logisch und notwendig. Dadurch wirkt es etwas effekthascherich auf mich.
Ich würde vielleicht einfach nur erwähnen, dass die restlichen Truppen gerade aufschließen und Nachrichten der Späher eintrefen, halt anders formuliert, wie jetzt.
Gehst du eigentlich wirklich von einer Front aus, oder meinst du die zurückkommende Späher. Denn irgendwie glaube ich kaum, dass sie sich großartig einrichten, wenn schon irgendwo anders gekämpft wird.

Zitat: Doch selbst einem einfachen Soldaten wie Andre, der von Taktik und Heerführung nicht viel verstand, war klar, dass es einen viel zwingenderen Grund dafür gab, hier Halt zu machen und vorerst Lager aufzuschlagen: der einzige Weg, den die Truppen auf ihrem Weg in den Süden passieren konnten, führte durch eine Enge, begrenzt vom Tamyr Gebirge und einem schmalen, aber für ein Heer undurchdringlichen Waldstreifen – der perfekte Ort für feindliche Soldaten des Südreichs, um das Heer Gandal‘kans abzufangen und in einen Hinterhalt zu locken.
Es war auch kaum jemanden im Lager entgangen, dass schon mehrere Spähtrupps ausgesendet worden waren, um die Umgebung zu erkunden.
Also gibt es noch keine Kämpfe und damit keine Front. Solltest dann oben am Besten von Spähern sprechern, finde ich.

Zitat:Es war auch kaum jemanden im Lager entgangen, dass schon mehrere Spähtrupps ausgesendet worden waren, um die Umgebung zu erkunden. Denn immerhin waren im Laufe des Tages immer wieder seltsame Lichtspiegelungen auf der schier endlosen Ebene gesichtet worden – Leuchtsignale, wie gemunkelt wurde.
Selbst ohne die Lichtspiegelungen müssten sie Spähtrupps aussenden, ansonsten werden sie sehr schnell überfallen, dass ist nichts besonderes, besser wäre es, wenn du schreiben würdest, dass es mehr als üblich sind, dass wirkt gleich mehr, weil es eine größere Gefahr suggeriert.

Zitat:Eine gewisse Unruhe hatte sich unter den Soldaten breitgemacht, das konnte man nicht leugnen.
Den letzten Teil würde ich streichen. Der wirkt so nachgeschoben und ist unnötig.

Zitat:"Wie siehts aus, Andre, bist du nachher dabei, wenn die Schufterei ein Ende hat? Carl und ein paar Männer haben noch offene Schulden beim Kartenspielen", wollte einer von Andres Kameraden wissen, während er sich rasch daran machte ein großes Zelt aufzustellen
Wo soll er jetzt dabei sein? Beim Kartenspielen oder beim Geldeintreiben, wäre vielleicht nicht unwichtig zu wissen.

Zitat:Von den Erkundungstrupps waren schon einige zurückgekehrt und erklärten das eng umliegende Gebiet als gefahrenfrei und hatten keine besonderen Vorkommnissen zu berichten.
"eng" würde ich streichen und gefahrenfrei finde ich seltsam von der Sprache her. Kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sie das tun, eher sagen sie, dass sie nichts auffälliges entdeckt haben. Aber gefahrenfrei ist die Gegend sicher nicht, shcließlich sind sie in einem unbekannten Gebiet, auf den Weg in einem Kampf, der nicht allzu entfernt stattfinden wird. Ihr Gegner wird sie sicher beobachten.

Zitat:Dennoch wurden selbstverständlich nächtliche Wachdienste eingeteilt und Andre bemitleidete die armen Männer die nach der schweißtreibenden Arbeit des Lageraufbaus auch noch zur Nachtwache verdonnert wurden.
"Dennoch" und "selbstverständlich" würde ich streichen, sie unerstreichen vollkommen unnötig etwas, das das Normalste der Welt ist. Mein Vorschlag wäre hier einfach folgendes zu schreiben:
Wachen wurden für die Nacht eingeteilt und Andre ...

Zitat:Wenn er an einem Wachposten vorbeikam, dann grüßte er ihn wortlos.
Er geht als einfacher Soldat, den kaum einer kennen dürfte, nachts spazieren, geht einfach an den Wachen vorbei und die fragen ihn noch nicht mal wer er ist und was er will?Icon_shocked
Dann brauchen sie überhaupt keine Wachen aufstellen. Du solltest wenigstens erähnen, dass er nach der Losung gefragt wird, aber wortloses Grüßen ist da zu wenig.

Zitat:dass er den letzten Wachposten etwa hundert Schritt hinter sich gelassen hatte – zum Alarm schlagen war er zu weit weg
Wieso ist das zu weit weg? Hundert Schritt entsprechen ungefähr hundert Metern, das ist eigentlich sehr nahe, die schafft man so in 10 bis 20 Sekunden. Wenn er zu weit weg sein soll, musst du die Entfernung schon bedeutend größer machen.

Zitat:Es war ein hagerer Junge in zerlumpter Kleidung, der sich nah am Lager herumschlich. So lautlos wie möglich setzte der überraschte Soldat ihm nach, hinein ins dunkle der Nacht. Der Junge schien keine offensichtliche Bedrohung zu sein, aber dennoch konnte Andre ihn nicht einfach ums Heerlager schleichen lassen, zumal er keine Ahnung hatte woher dieser Knabe stammte. Den gesamten Marsch lang waren sie keiner Menschenseele begegnet –nur diese seltsamen Lichtzeichen hatten sie über die Ebene verfolgt…
Also, da ist jemand, der sich lautlos bewegen kann und so gut wie unsichtbar und Andre wundert sich nicht, warum er ihn verfolgen kann? Ich meine ihm muss doch klar sein, dass derjenige ihm überlegen ist und es nur einen Grund geben kann, warum er den Jungen verfolgen kann, weil der Junge das will. Schließlich muss Andre von ihm gesehen worden sein. Und spätestens jetzt würde ich erwarten, dass Andre Alarm schlägt, besonders wenn auch noch die Lichtzeichen da sind.
Das wirkt irgendwie nicht so recht glaubwürdig auf mich.
Da hättest du ihn lieber einfach so kidnappen lassen sollen.

Zitat:Er witterte seine Chance den Eindringling zu fassen und pirschte sich weiter an ihn heran, als plötzlich leise Stimmen erklangen.
"plötzlich" würde ich streichen, das wirkt meistens, und auch hier, so unglaublich gewollt. Dabei funktioniert der Satz ohne aus meiner Sicht sogar besser.

Zitat:Neben ihm auf dem Boden lag ein unscheinbarer Stein, der auf wundersame Weise sanftes Licht ausstrahlte – so als ob er innen silbrig glühen würde. War das Zauberei?
Die Frage würde ich streichen. Ihm dürfte klar sein, dass es Zauberei ist, vielleicht eine ihm unbekannte, aber Zauberei solte ihm bewusst sein.

Zitat:Gerade als er überrascht festgestellt hatte, dass er nicht gefesselt war, wurde er kraftvoll auf die Beine gezogen und blickte kurz darauf in ein dunkles, fremdes Gesicht, das von langen Haaren umrahmt wurde, in denen allerlei Holzperl
Bis zu diesem Moment habe ich mich gefragt, wo seine Wachen sind, kommt für meinen Geschmack. Ebenso die Erwähnung, dass er nicht gefesselt ist, ist für mich zu spät. ich meine, wenn man sich umsieht, bewegt man auch seine Arme und dann merkt man das unweigerlich und sich aufrichten mit gefesselten Armen, was er getan haben muss, denn er sieht sich ja im Lager um, ist mit gefesselten Händen bedeutend schwieriger.

Zitat:„Verzeiht die Unannehmlichkeiten“, sprach unvermittelt der Anführer mit leichtem Akzent, „Mein Name ist Ainindor und ich bin der Stammesanführer meines Dorfes, in dem Ihr Euch befindet. Der Grund, warum man Euch hierher gebracht hat ist folgender:
Meine Männer haben schon seit Tagen ein großes Heer am Horizont gesichtet, das den Weg durch unser Land einschlug, und wir sind beunruhigt über dieses Zeichen. Sagt mir, warum marschiert dieses Heer aus dem Norden in den Süden?“
Irgendwie drückt er sich extrem gewählt aus, für einen Stammesanführer, dass auf solch einer Ebene lebt.Zudem frage ich mich, woher er Andres Sprache kann, bei wem hat er sie gelernt und warum hat derjenige, dieses Volk nicht erwähnt?

Zitat:„Um die verbliebenen Königreiche unter das Banner Gandal’kans zu bringen und das Gesetz in allen Ländern walten zu lassen – aber ich bin nur ein einfacher Soldat, was weiß ich schon von den Plänen der Oberen“, antwortete Andre verhalten.
Diese beiden Sätze widersprechen sich irgendwei, entweder er weiß warum er kämpft oder er weiß es nicht. Aber hier sagt er in einem Satz "Ich weiß es" und "Ich weiß es nicht."

Zitat:„Und ein einfacher Soldat sollte nicht wissen, wofür er kämpft?“, meinte Ainindor und deutete Andre mit einer Geste den Weg zu einem großen, prächtigen Zelt einzuschlagen,
Wo kommt das Zelt auf einmal her?
Gerade waren alle Zelte noch geduckt am Boden.

Zitat: „Aber darum geht es nicht. Meine Sorge gilt einzig und allein meinem Stamm. Wenn Euer Heer hier auf der Ebene zum Kampf gerufen wird, dann sind mein Dorf und all meine Leute in Gefahr. Das kann ich nicht zulassen.“
Warum sind sie in Gefahr?
Sie müssen doch nur ihren Krempel packen, mit den Zelten ein bißchen weiterziehen und die ganze Sache ist gegessen. Nichts von Gefahr.
Ihre Zelte können doch nicht so leicht entdeckt werden.

Zitat:„Ich glaube es besteht kein Grund zur Sorge, das Heer zieht Richtung Süden, hier gibt es keinen Grund – und keinen Gegner – den Gandal’kan bekämpfen sollte“, sagte Andre und nahm mit einem Nicken die Teeschale entgegen, die der Stammesführer ihm angeboten hatte.
Andre scheint es ja auch so zu sehen. Icon_wink

Zitat:„Und ich glaube Ihr irrt Euch. Der Gegner ist viel näher als Ihr glaubt, und er bereitet sich auf einen Hinterhalt vor. Meine Männer haben mir vor kurzem berichtet, dass Südländer im Gebirge Stellung bezogen haben und dass immer Nachschub über Gebirgspässe heranzieht. Wie es scheint haben sie nicht vor die Schlacht in ihrer kostbaren Heimat zu schlagen.“
Andre holte überrascht Luft.
Wieso ist er überrascht? Genau wegen so einer Befürchtung, ist das Heer doch stehengeblieben, damit es nicht in eine Falle läuft, wie auch Andre anfangs befürchtet.

Zitat:„Aber unsere Späher haben niemanden entdeckt ---“
„Die Südländer kennen das Gebirge gut genug um sich unauffällig darin zu bewegen, glaubt mir. Ein Kampf ist also unvermeidlich. Aber mit der Hilfe meiner Männer könnte das Blatt zugunsten Gandal’kans gewendet werden“, sprach Ainindor und machte eine bedeutungsschwere Pause.
Das die Südländer das Gebirge so gut kennen sollte logisch sein, allerdings fragt man sich, was für Späher da losgeschickt wurden, wenn sie noch nicht mal ein Heer entdecken können.
Und warum will sich Ainindor mit seinem Heer Gandal`kan anschließen? Und wieso will er plötzlich kämpfen, wenn er vorher sagt, er fürchte um sein Volk, wenn es zum Kampf kommt. Icon_confused

Zitat:„Bringt mich zu Eurem Anführer und ich werde ihm folgendes vorschlagen: Wenn er Sicherheit für mein Dorf garantiert, dann werden meine Männer und ich ihm zum Sieg gegen den südländischen Hinterhalt verhelfen, oder zumindest unser Möglichstes dafür tun.“
Wie soll der Anführer das versprechen? Das kann er gar nicht, er weiß ja nicht wie sich alles entwickelt. Zumal die Beschaffenheit der Zelte der beste Schutz ist und sich raushalten dürfte außerdem der beste Schutz sein für Ainindor und seine Männer.

Zitat:Es gab also doch einen Hinterhalt, einen größeren als gedacht, und keiner der Späher konnte den Gegner entdecken, weil dieser das Gelände beherrschte.
Ich würde nicht betonen, dass es einen Hinterhalt gibt. Das ist einfach logisch. Was ich an deiner Stelle erwähnen würde, dass Andre überrascht ist, dass er so einfach an Informationen darüber kommen kann, über die genaue Lage und die Truppenstärke. Der Hinterhalt an sich ist keine Überraschung oder eine besondere Nachricht.

Zitat:Und ein unbekannter Stammesanführer wollte ihnen helfen, trotzdem den Sieg zu erringen.
„Und wie?“, fragte er schließlich, „Wie soll dieser Sieg gelingen?“
Wie du shcon schreibst: Der Stammesführer ist ihm unbekannt und auch seinen Heerführern. Und Andre fragt einfach nach dem wie?
Nicht einen Gedanken verschwendet er an Verrat oder eine weitere Falle. Merkwürdig.
Wenigstens etwas müsstest du da schreiben, es irgendwie erwähnen.

Zitat:„Die Männer aus dem Süden kennen zwar Pfade und Verstecke im Gebirge, die Eure Späher nicht ausmachen konnten – aber dies ist die Heimat meines Stammes, wir kennen nicht nur jeden Pfad, sondern auch jeden einzelnen Stein auf der Ebene sowohl als auch im Gebirge. Mit unserer Hilfe könnt Ihr den Hinterhalt der Südländer zu Eurem machen.“
Noch einmal: Warum, welche Motivation hat er? Die Begründung fehlt, dass müsste doch auch Andre interessieren.

Zitat:Viel später, als Andre vor dem Zelt des Heerführers von Gandal’kan stand, zu dem er Ainindor und zwanzig seiner besten Männer geführt hatte, gingen im Lager bereits Gerüchte um, wonach sich ein fremdes Heer ihnen anschließen wollte, dessen Soldaten sich unsichtbar machen konnten.
Andre führt tatsächlich zwanzig fremde unbeaknnte Krieger, mit Tarnumhängen allen Ernstes zu dem Zelt seiner Heerführer und das klappt so ohne weiteres. Anstelle des Heerführers würde ich neben Ainindor höchstens zwei weiteren mit solchen Fähigkeiten den Zugang gewähren und auchnur mit strengen Auflagen, ohne Umhänge usw.
Den die Gefahr ist einfach zu hoch, dass sie nur Attentäter für die Länder aus dem Süden sind.

Zitat:Es war ein dünner Mantel, der aus demselben seltsamen Stoff gemacht war, wie die Zelte aus dem Dorf Ainindors. Wenn man ihn ins Sonnenlicht hielt, dann reflektierte er das Licht fast so, dass man glauben könnte er existierte gar nicht.
Die Idee eines solchen Mantels finde ich interessant und fasziniert mich immer wieder aufs neue, aber darf ich dir eine Frage stellen?
Hast du zufällig Predator gesehen oder "Das Rad der Zeit" gelesen, denn deine Beschreibung erinnert mich stark an die der Mäntel der Behüter dort.
Und noch eine: Warum schenken sie ihm einen so wertvollen Gegenstand?

Zitat:Mit der Hilfe von Ainindors Männern gelang es dem Heer von Gandal’kan, wenn auch mit einigen Verlusten, den Hinterhalt der Südländer zu durchbrechen. Dies war ein entscheidender Sieg, dem die Eroberung einiger südlichen Königreiche folgte – Kohn’kan wurde gegründet.
Und genau jetzt, wo die Geschichte richtig losgehen könnte, brichst du ab.Icon_nosmile
Hätte gerne gesehen, wie Ainindor und seine Truppe hilft und eingreift.

So, dann mal zu meinem Fazit.
Trotz der Kürze deiner Geschichte, sind meine Textanmerkungen sehr zahlreich ausgefallen und dabei drehen sich die meisten nicht direkt, um deine Formlierungen, sondern beschäftigen sich mit dem Inhalt. ich glaube schon daran kann man erkennen, dass mich deine Geschichte gar nicht überzeugen konnte.
Auf mich wirkt die Geschichte wie ein erster Rohentwurf, etwas mit dem man dann weiterarbeitet. Denn viel zu viele Fragen werden nicht beantwortet, z.B: Warum will Ainindor überhaupt helfen. Dazu kommen viele Logikfehler und generell wollen viele Sachen noch nicht recht zusammenpassen.
Andre stellst du sogar ein klein wenig wie einen Trottel dar. Da er sich überhaupt keine Gedanken macht, weder bei der Verfolgung noch später und dann auch noch sehr spät feststellt, dass er nicht gefesselt ist, lässt ihn wie einen Idioten wirken und damit nicht gerade sympathisch. Doch er ist die Hauptfigur, und ich kann keine Verbindung zu ihm aufbauen, deswegen muss die Geschichte schon da scheitern.
Viele Fragen lässt du unbeantwortet und genau da, wo es interessant werden könnte, brichst du ab. Vielleicht hättest du für den Wettbewerb mit dem Hinterhalt anfangen und wie es dazu kam nur in Gedanken von Andre schildern sollen.
Die Idee des neuen Volkes an sich, ist allerdings interessant, aber auch da fehlt mir noch was, irgendeine Ecke oder Kante und ein paar Erklärungen.
Den Tarnmantel finde ich wie gesagt schon toll, nur stellt sich mir dann die Frage:
Wenn alle Krieger des Volkes einen solchen haben, warum gehen sie nicht los und erobern die Welt? Wäre dann doch ein leichtes?
Wie du siehst stellen sich mir auch dort wieer Fragen, die beantwortet werden müssten.

Insgesamt sehe ich schon einiges Potential in deiner Geschichte, aber inhaltlich und auch teilweise sprachlich (sehr viele Dass-Sätze) fehlt mir noch einiges, um sie als gut bezeichnen zu können. Tut mir leid.
Ich hoffe, ich war jetzt nicht zu hart, ansonsten ignoriere einfach die zu harten Teile.

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
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