Es ist: 31-03-2020, 02:57
Es ist: 31-03-2020, 02:57 Hallo, Gast! (Registrieren)

Aktuell befinden wir uns im Umbau. Sollte also etwas seltsam aussehen, sind wir gerade bei der Arbeit und strukturieren die Foren neu :)

Bloody Mary - 1
Beitrag #1 |

Bloody Mary - 1
Diese Geschichte passt meiner Meinung nirgendwo so richtig hin, deswegen hab ich sie einfach mal hier rein gepackt. Dieser Teil ist erst mal der Anfang, und sobald ich die Geschichte hier rein gestellt habe, werde ich mich daran machen, weiter zu schreiben, wobei ich im Moment noch keine Ahnung habe, wie lange sie letztendlich wird. Meine extrem kurze Kurzgeschichten Schreibphase scheint überwunden Icon_wink
Viel Spaß beim Lesen Icon_smile


Bloody Mary

Ich hätte es wissen müssen. Es wäre auch zu schön gewesen.
Der Abend hatte eigentlich ganz normal angefangen. So ‘ne typische Mädchensache halt.
Um neun zu Emilia gefahren, aus vollem Halse “Girls just wanna have fun” gegrölt und gleichzeitig Lipgloss aufgetragen - nicht lachen, das geht wirklich.
Um elf losgestöckelt und dem Türsteher mit falschen Wimpern zugeklimpert.
Der Club war brechend voll gewesen. Die Hitze, die von der wogenden Masse auf der Tanzfläche ausging, traf uns wie ein Faustschlag.
Wir holten uns ein Bier und entdeckten ein paar Freunde. Tanzen, trinken, lachen. Das Übliche.
Und dann sah ich ihn. In einer dunklen Ecke am anderen Ende des Clubs. Er schien alleine dazusein, er lachte nicht, er tanzte nicht, er trank nichts.
Er schien zu bemerken, dass ich ihn ansah, denn sein Kopf ruckte blitzartig in meine Richtung. Ich verschluckte mich fast an meinem Bier.
Der Kerl sah aus, wie einer von diesen Typen aus irgendwelchen amerikanische Filmen. Ihr wisst schon, diese Filme bei denen man sich immer fragt, warum zum Teufel solche Leute einem nicht im wahren Leben begegnen.
Ein markantes Kinn, hohe Wangenknochen, braune Haare, die ihm in die Stirn fielen und Augen, die noch blauer waren, als die von Terrence Hill.
Ich hörte weder die Musik, noch nahm ich die anderen Partygänger um mich herum war, die mich mit ihren verschwitzten Körpern anrempelten.
Zum Glück, ich meine, igitt?!
Was ich damit sagen will: Er war die Schlange, ich das Kaninchen.
Wäre ich in diesem Moment bei klarem Verstand gewesen, hätte besagter Verstand mich vielleicht darauf hingewiesen, den Mund zu schließen. Memo an mich für das nächste Mal, sollte so ein Traumtyp mir noch einmal über den Weg laufen (eher unwahrscheinlich): erst Bier runterschlucken, dann Kinnlade runter klappen lassen nicht umgekehrt.
Emilia war es, die mich aus dieser Schockstarre befreite. Ihr erhitztes Gesicht tauchte vor meinem auf.
“Bäh Mary, was soll das denn jetzt?”
Sie rupfte ein Taschentuch aus ihrer Handtasche und patschte es auf mein Dekolleté. Es blieb kleben und saugte sich mit Bier voll. Na toll.
Ich sah auf. “Da war...” Aber natürlich war da niemand mehr. Der Typ lag wahrscheinlich auf dem Boden vor Lachen. Emilia verdrehte nur die Augen und gesellte sich dann wieder zu unseren Freunden. Ich nippte an meinem Bier und starrte vor mich hin.
Die Lust am Feiern war mir vergangen. Ich stank nach Bier und außerdem hatte ich das Gefühl, dass ein Teil davon in meine Hose gelaufen war.
Das Taschentuch klebte immer noch an mir. Ich pflückte es ab und schrie Emilia ins Ohr: “Ich geh mal kurz raus an die frische Luft.”
Emilia nickte nur. Antworten konnte sie nicht. Ihre Zunge steckte im Hals ihres immer mal wieder Ex Philipp.
Draußen empfing mich angenehme Kühle. Ich atmete tief durch. Hoffentlich fiel Emilia noch rechtzeitig ein, was für ein Idiot Philipp war, sonst würde ich allein nach Hause gehen müssen. Neben mit steckten sich einige Leute ihre Zigaretten an.
Igitt, so viel zum Thema Frischluft.
Ich schlenderte ein wenig weiter.
Und dann entdeckte ich ihn. Lässig lehnte er an der Wand, wirklich wie im Film.
Hände in die Hosentaschen, das eine Bein an der Mauer abgestützt, den Blick in die Ferne gerichtet.
Oh wow, kann es wirklich so etwas wie Liebe auf den ersten Blick geben?
Ich versuchte so unauffällig wie möglich zu verschwinden. Vermutlich erholte er sich hier draußen von seinem Lachanfall. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn er mich wieder erkannte. Schritt für Schritt ging ich rückwärts.
Es kam, was kommen musste. Wo kam die blöde Bierflasche auf einmal her?
Hilflos stand ich auf einem Bein, mit beiden Armen wild in der Luft umher rudernd.
Mein Gleichgewicht rief mir gerade ein fröhliches “Adiós” zu, als...
“Keine Angst, ich hab dich.”
Kräftige Hände umschlossen meine Arme und brachten mich in meinen sicheren Stand zurück.
“Alles okay?”
Ich konnte nur stumm nicken. Er lächelte und ich drohte erneut umzukippen.
Wahrscheinlich wusste er um seine Ausstrahlung, denn er ließ mich nicht los.
Erst nach einer Ewigkeit, wie es mir erschien, schaffte ich es, mich von ihm zu lösen und ein “Danke” zu murmeln.
“Rhys”, sagte er und hielt mir seine Hand hin.
Ich starrte sie an, wie ein Alien.
“Hä?”
Gott, warum war ich nicht einfach zu Hause geblieben? Der Typ musste mich ja für komplett bescheuert halten. Oder komplett betrunken. Das war eine gute Idee. Schieb’s auf den Alkohol, dann hast du immer noch Gelegenheit, ihn davon zu überzeugen, dass du keine komplette Niete bist. Das heißt, falls es noch eine nächste Gelegenheit gab.
“Ich heiße Rhys und du bist?!”
“Oh.” Seltsamer Name.
“Maribel, nein, ich meine Mary.”
Er grinste. “Was denn nun?”
“Mary”, sagte ich hastig. Also wirklich, Maribel. Meine Ma ist wahrscheinlich der einzige Mensch auf Erden, der diesem Namen etwas abgewinnen kann.
“Mary” wiederholte er langsam und ließ das Wort auf seiner Zunge zergehen, wie ein Vanilleeis im Hochsommer. Oh Mann, was für ein Vergleich. Ich glaube, ich habe zu viele Schundromane gelesen. Wird Zeit, dass ich mir ein neues Hobby suche.
“Du bist mir gleich aufgefallen, als du in den Club gekommen bist.”
Oh gut, dann hat er mich auch in einem meiner wenigen normalen Momente erlebt. Es gibt noch Hoffnung. Jemand rempelte mich an, lallte eine Entschuldigung und zündete sich eine Zigarette an.
Ich rümpfte die Nase. Rhys nahm mich an der Hand.
“Komm”, sagte er, “dahinten ist es viel angenehmer.”
Mit “dahinten” meinte er “hinter dem Club”.
Eine Stimme in meinem Kopf sagte mir, dass es vielleicht keine gute Idee war, mit einem Typen, den ich nicht kannte, in eine dunkle abgelegene Ecke zu verschwinden, aber ich ignorierte sie. Ich meine, die Stimme war in meinem Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wie Rhys aussah.
Rhys atmete tief durch. “Viel besser oder?”
Ich nickte und versuchte, mein wummerndes Herz zu beruhigen. Einfach unglaublich, dass mir so etwas passierte. Vielleicht war das Leben doch ein Film.
“Wie alt bist du eigentlich?”, fragte er plötzlich.
“Achtzehn”, sagte ich und war erstaunt wie schnell mir meine Standardantwort für Türsteher über die Lippen kam.
Er lächelte wieder. Seine hellen Augen ließen meinen Blick nicht los. Ich taumelte leicht und prallte mit dem Rücken gegen die Wand hinter mir. Er stand genau vor mir, nicht mal ein Blatt superdünnes Kopierpapier hätte noch zwischen uns gepasst.. Mir verschlug es den Atem.
“Achtzehn.” Musste er eigentlich alles wiederholen, was ich sagte?
Und dann küsste er mich und ich musste mich echt zusammenreißen um nicht begeistert auf und ab zu springen.
“Achtzehn”, murmelte er und seine Lippen wanderten von meinen Lippen über meine Wangen zu meinem Hals.
“So jung”, sagte er und drängte sich näher an mich.
“So unschuldig.”
Verdammt, ist das so offensichtlich?
Ich wollte etwas sagen, irgendwas, dass mich tatsächlich so aussehen ließ, als wäre ich achtzehn. Doch dazu kam ich nicht. Und ich kann nur wiederholen: es wäre auch zu schön gewesen. Aber was dann geschah, konnte ja nun auch wirklich keiner ahnen.
Ich begann mich gerade zu fragen, ob Rhys vielleicht irgendeinen Halsfetisch oder so was hatte, als er seine Zähne auch schon in selbigen bohrte.
Ich meine, er hat mich wirklich gebissen! Wie krank ist das denn?
Klar, warum wehrt sie sich nicht, werdet ihr euch fragen. Schlange und Kaninchen, schon vergessen? Ich konnte einfach nur dastehen, völlig reglos und dabei angewidert registrieren, wie mir mein eigenes Blut in den Ausschnitt lief.
Oh Gott, trank er etwa mein Blut? Jetzt sag nicht, das ist einer von diesen durchgeknallten Gothics, die sich für Vampire halten.
Ich versuchte, mich aus seiner Umklammerung zu befreien, doch der Blutverlust führte dazu, dass ich alles nur noch verschwommen wahrnahm.
Plötzlich stöhnte Rhys laut auf. Urgh, das wurde ja immer schlimmer. Wer weiß, was in ihm vorging, während er an meinem Hals nuckelte. Mir wurde echt schlecht.
Doch dann stellte ich fest, dass das Stöhnen eher nach Schmerzen klang. Rhys warf mich zu Boden und fuhr herum.
“Du”, hörte ich ihn knurren (ja, knurren!), bevor ein dunkles Geschoss durch die Luft geflogen kam, ihn am Kopf traf und dafür sorgte, dass er auf mich fiel. Der Aufprall trieb mir die Luft aus den Lungen. Im selben Moment wurde er auch schon wieder von mir herunter gerissen und gegen die Mauer hinter uns geworfen.
Ich hörte ein Geräusch, das ich aus diversen Filmen kannte. So klang eine Pistole, wenn sie entsichert wurde. Rhys schien das Geräusch ebenfalls zu kennen, denn mit einer unglaublichen Geschwindigkeit sprang er auf und verschwand nahezu geräuschlos in der Dunkelheit. Dunkle Wuschellocken beugten sich über mich.
“Lebst du noch?”
Was war das denn nun wieder für eine Frage?
Mühsam setzte ich mich auf und stellte fest, dass mein Finger ebenfalls blutete. Ab jetzt konnte es eigentlich nur noch aufwärts gehen. Reflexartig steckte ich mir den Finger in den Mund, nur um dann nachzusehen, wie tief die Schnittwunde war.
Und dann schrie ich gellend auf. Die dunklen Wuschellocken waren sofort wieder zur Stelle.
“Was ist los? Bist zu verletzt?”
Anklagend hielt ich meinen Finger hoch.
“Da ist doch gar nichts.”
“Eben”, sagte ich und schüttelte mich, “das war nicht mein Blut.”
Ich wurde auf die Füße gerissen.
“Was hast du gerade gesagt?!”
Während ich darauf wartete, dass meine Knie aufhörten, sich wie Wackelpudding aufzuführen, hatte ich Zeit, mir meinen Retter etwas genauer anzusehen.
Dunkle Wuschellocken. Klar, schon erwähnt. Groß, breite Schultern, definitiv männlich. Sah ganz nett aus, soweit ich das bisher beurteilen konnte. Wenn sich bei einem alles dreht, sehen irgendwie alle nett aus, die einem helfen.
“Was meinst du damit, es ist nicht dein Blut? Wessen Blut ist es dann?”
“Wahrscheinlich das von Rhys”, sagte ich und schüttelte mich erneut. Es war einfach zu ekelig. Zu den dunklen Locken gesellten sich dunkle Augen, die mich eindringlich anstarrten.
“Bete, dass es nicht so ist.” Das tat ich, glaub mir. Aber dann wollte ich doch wissen, warum meinem Retter das so wichtig war.
“Kennst du die Legenden von dem Vampirblut, das man trinken muss um selber einer zu werden?”
Ich lachte laut auf. Vampirblut, also wirklich. Noch so ein Spinner.
Doch er verzog keine Miene.
Die Stelle, wo Rhys mich gebissen hatte, kribbelte unangenehm. Ich fühlte mich tatsächlich ein wenig anders als sonst. Oder war das nur Einbildung?
“Du meinst, das Rhys wirklich ein Vampir ist und dass das bisschen Blut ausreicht, um mich auch in einen zu verwandeln?”
Mein Retter nickte und ich stöhnte auf. Wirklich, ich hätte heute zu Hause bleiben sollen.

Teil 2

- Life is not measured by the number of breaths we take but by the number of moments that take our breath away -
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Beitrag #2 |

RE: Bloody Mary
Hi Glory!

Dann bin ich mal gespannt was für ein Cocktail du uns hier vorsetzt. Icon_wink

Zitat:Um neun zu Emilia gefahren, aus vollem Halse “Girls just wanna have fun” gegrölt und gleichzeitig Lipgloss aufgetragen (nicht lachen, das geht wirklich).
*ggg*

Zitat:Der Club war brechend voll gewesen.
Der Satz klingt ziemlich unschön, ist aber, meines Erachtens, gramatikalisch richtig. Icon_confused

Zitat:Die Hitze, die von der wogenden Masse auf der Tanzfläche ausging, traf uns wie ein Faustschlag.
Wir holten uns ein Bier und entdeckten ein paar Freunde.
Findest du vielleicht ein schöneres Verb als "ausging"? Vielleicht "...; die uns von der wogenden Masse auf der Tanzfläche entgegenströmte, ..." außerdem hängt dieser Satz etwas lose drin. Vielleicht "Wir holten uns trotzdem ein Bier ..." um den Bruch nicht so hart werden zu lassen?

Zitat:“Bäh Mary, was soll das denn jetzt?”
"ich" heißt also Mary. Das hat sicher was mit dem Titel zutun (bzw. umgekehrt Icon_wink). Klingt fast so, als endet sie am Ende blutüberströmt und tot ...^^

Zitat:Ich sah auf. “Da war...” Aber natürlich war da niemand mehr. Der Typ lag wahrscheinlich auf dem Boden vor Lachen.
Icon_lol

Zitat:Oh gut, dann hat er mich auch in einem meiner wenigen normalen Momente erlebt.
Kurz davor hast schonmal "Oh", klingt in meinen Ohren nicht so schön. Vielleicht einfahc weg lassen?

Zitat:“Komm”, sagte er, “dahinten ist es viel angenehmer.”
In Anbetracht des Titels sollte Mary vielleicht etwas vorsichtiger sein ... Icon_wink

Zitat:Ich meine, die Stimme war in meinem Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wie Rhys aussah.
Icon_lachtot

Zitat:“Achtzehn”, murmelte er und seine Lippen wanderten von meinen Lippen über meine Wangen zu meinem Hals
Vampir! O_O

Zitat:“Eben”, sagte ich und schüttelte mich, “das war nicht mein Blut.”
Sie hat sich selbst zum Vampir gemacht! Icon_lol

Zitat:Mein Retter nickte und ich stöhnte auf. Wirklich, ich hätte heute zu Hause bleiben sollen.
Hätte die sich mal nicht für 18 ausgegeben. Icon_wink

Also: insgesamt hat mir deine Geschichte gut gefallen. Die Ich-Perspektive hast du gut genutzt und hast einige sehr lustige Gedanken eingebracht.^^ Die Verknüpfung zum Titel wurde am Ende natürlich auch klar. Icon_wink (Bist du wegen dem Getränk auf die Idee zu der Geschichte gekommen?^^) Alles in allem war die Gechichte natürlich nicht sehr tiefschürfend, lebt aber von den erwähnten lustigen Stellen. Deshalb eher was leichtes für zwischen durch, das aber durchaus zu gefallen wusste. Das das Ende offen bleibt gefällt mir gut.^^

Hätte meiner Meinung nach auch in Phantastik oder Humor gepasst. Wobei Phantastik vermutlich der kleine Überraschung am Ende etwas den Wind aus den Segeln nehmen würde. Icon_wink

Gerne gelesen!^^

Grüße vom Weltenwanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #3 |

RE: Bloody Mary
(17-05-2009, 16:36)Der Weltenwanderer schrieb: Anbetracht des Titels sollte Mary vielleicht etwas vorsichtiger sein ... Icon_wink
Wenn sich alle so benehmen würden, wie es am vernünftigsten wäre, gäbe es wohl keine solchen Geschichten Icon_wink

Zitat:(Bist du wegen dem Getränk auf die Idee zu der Geschichte gekommen?^^)
Eher umgekehrt. ich habe für das Ausdenken des Titels mehr Zeit aufgebracht, als für das Schreiben der Geschichte selbst. Mein prot hieß ursprünglich auch anders, hab sie dann aber noch mal umbenannt, das Wortspiel bot sich einfach zu sehr an.

Zitat:Das das Ende offen bleibt gefällt mir gut.^^
Dann sollte ich den Teil, den ich bereits weiter geschrieben hab wohl besser nicht einstellen?! Es geht nämlich noch weiter. Hatte ich, glaub ich, zu beginn auch erwähntIcon_confused

Zitat:Wobei Phantastik vermutlich der kleine Überraschung am Ende etwas den Wind aus den Segeln nehmen würde. Icon_wink
Eben drum ist das Ganze hier gelandet.

Hat mich gefreut, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Danke fürs schnelle kommentieren. Freu mich jedes Mal über jede Art von Rückmeldung.

Glory

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Beitrag #4 |

RE: Bloody Mary - 1
Hallo Glory,

ich hab deine Geschichte in die Fortsetzungsrubrik verschoben und auch schon gelesen. Mein Kommentar kommt in der nächsten Zeit, bzw. spätestens Morgen. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
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Beitrag #5 |

RE: Bloody Mary - 1
Gut geschrieben, Glory. Was ich vom Inhalt der Geschichte halten soll, weiß ich noch nicht; da warte ich mal auf die Fortsetzung. Aber soviel: meine Neugierde ist schon angestachelt und ich frage mich, wie es wohl weiter geht. Ob die jetzt wirklich zum Vampir wird, oder aufwacht und alles nur geträumt hat. Oder hat sie sich das Ganze nur eingebildet, weil da irgendwas im Getränk war? Gruß, Sigurd


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Beitrag #6 |

RE: Bloody Mary - 1
Zitat:Dann sollte ich den Teil, den ich bereits weiter geschrieben hab wohl besser nicht einstellen?! Es geht nämlich noch weiter. Hatte ich, glaub ich, zu beginn auch erwähntIcon_confused
*g* irgendwie ist mir entgangen, dass es noch weiter geht (war ja auch nicht in der Fortsetzungsrubrik) ... also dieser Teil könnte auch gut alleine stehen, aber die folgenden Teile könne sie vielleicht auch besser machen.^^ Daher warte ich in der Hinsicht einfach den nächsten Teil ab. Icon_wink

Liebe Grüße vom Wanderer

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Beitrag #7 |

RE: Bloody Mary - 1
Guten Morgen Glory,

so und nun zu deiner Geschichte, die ich gleich nochmals lesen und endlich auch kommentieren werde. Auf die Fortsetzung bin ich gespannt, vor allem weil es mich nun wirklich sehr interessiert, was nun aus Mary wird und ob sie ihren "Schöpfer" nun dann auch wiedersehen wird.

Ich hätte es wissen müssen. Es wäre auch zu schön gewesen.
Der Abend hatte eigentlich ganz normal angefangen. So ‘ne typische Mädchensache halt.
Um neun zu Emilia gefahren, aus vollem Halse “Girls just wanna have fun” gegrölt und gleichzeitig Lipgloss aufgetragen (nicht lachen, das geht wirklich).
Um elf losgestöckelt und dem Türsteher mit falschen Wimpern zugeklimpert.
Der Club war brechend voll gewesen.
Die Hitze, die von der wogenden Masse auf der Tanzfläche ausging, traf uns wie ein Faustschlag.
Wir holten uns ein Bier und entdeckten ein paar Freunde.
Tanzen, trinken, lachen. Das Übliche.
Und dann sah ich ihn.

=> Nichts gegen deinen Einstieg, er ist nett und lustig, aber ich finde du kommst viel zu schnell zu dem Vampir. Klar, man mag schnell an der Stelle sein und sie ausschöpfen, bzw. auskosten, aber das geht ein wenig gar ab. Auch vom Satzaufbau ... - ach, das ganze ist einfach noch ein wenig unausgereift. Geh doch, bevor du Mary zur Ader lässt auf sie ein, damit der Leser ein wenig mehr bei ihr ist und sie kennen lernen kann.

In einer dunklen Ecke am anderen Ende des Clubs. Er schien alleine dazusein, er lachte nicht, er tanzte nicht, er trank nichts.
Er schien zu bemerken, dass ich ihn ansah, denn sein Kopf ruckte blitzartig in meine Richtung.

=> Doppelte Satzanfänge und Wortwiederholungen solltest du wenn möglich vermeiden, auch in einem so schön locker gestalteten Text wie diesen. Vielleicht so:
"Er schien alleine dazusein, er lachte nicht, tanzte nicht, trank nichts, schien jedoch meine Blicke stattdessen zu bemerken, denn sein Kopf ruckte blitzartig in meine Richtung."
- Vielleicht so ähnlich verbinden. Je nachdem, wie es dir gefällt.

Ihr wisst schon, diese Filme bei denen man sich immer fragt, warum zum Teufel solche Leute einem nicht im wahren Leben begegnen.
=> Mrgreen

Zum Glück, ich meine, igitt?!
=> Naja, das ist man in so ner Menge eigentlich gewöhnt. Mrgreen

Was ich damit sagen will: Er war die Schlange, ich das Kaninchen.
=> Mit was willst du das sagen. Vorher hast du nur über sein Aussehen geredet, davon ging keinerlei Bedrohung ab, die mir jetzt erklären, warum du zu dieser Schlussfolgerung kommst.

Memo an mich für das nächste Mal, sollte so ein Traumtyp mir noch einmal über den Weg laufen (eher unwahrscheinlich): erst Bier runterschlucken, dann Kinnlade runter klappen lassen nicht umgekehrt.
=> Würde ich gleich im Text als Gedanken verpacken und kursiv schreiben. Hebt sich dann so ein wenig ab und stört daher auch weniger den Lesefluss, weil es gewollt wirkt.

Aber natürlich war da niemand mehr. Der Typ lag wahrscheinlich auf dem Boden vor Lachen.
=> Mrgreen

Emilia nickte nur. Antworten konnte sie nicht. Ihre Zunge steckte im Hals ihres immer mal wieder Ex Philipp.
=> Mrgreen

Draußen empfing mich angenehme Kühle. Ich atmete tief durch.
=> du schreibst irgendwie extrem abgehackt. Warum nicht: "Draußen empfing mich angenehme Kühle, die mich tief durchatmen ließ."
Ich finde ein wenig flüssiger könnte es schon sein. Icon_smile

Neben mit steckten sich einige Leute eine Zigarette an.
=> "Neben mir ..."

Igitt, so viel zum Thema Frischluft.
=> würd ich auch wieder als Gedanken (kursiv) hervor arbeiten.

Und dann entdeckte ich ihn.
=> Ist es Absicht, dass du den gleichen Satzaufbau von oben übernimmst? Hört sich ein wenig eintönig an, da man in deiner Geschichte sehr schnell voran kommt und einen so eine Art von Doppelung damit auch rasch ins Auge sticht.

“Keine Angst, ich hab dich.”
=> Vielleicht eher "Keine Sorge .." würde hier irgendwie besser passen.

“Mary” wiederholte er langsam und ließ das Wort auf seiner Zunge zergehen, wie ein Vanilleeis im Hochsommer.
=> Komma nach den Anführungszeichen.

Ich meine, die Stimme war in meinem Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wie Rhys aussah.
=> Das find ich extrem gelungen. Mrgreen

Er stand genau vor mir, nicht mal ein Blatt superdünnes Kopierpapier hätte noch zwischen uns gepasst..
=> Ein Punkt genügt.

“So unschuldig.”
Verdammt, ist das so offensichtlich

=> Mrgreen Mrgreen

Während ich darauf wartete, dass sich mein verschwommenes Sichtfeld klarte, hatte ich Zeit, mir meinen geheimnisvollen Retter genauer zu betrachten.
Dunkle Wuschellocken. Klar, schon erwähnt. Groß, breite Schultern, definitiv männlich. Sah ganz nett aus, soweit ich das bisher beurteilen konnte. Wenn sich bei einem alles dreht, sehen irgendwie alle nett aus, die einem helfen.

=> Moment - sie wartet, dass sich ihr Sichtfeld klärt, kann aber den Typen trotzdem "genauer" betrachten?

So und das war es auch schon mit deinen Prolog, bzw. deinem ersten Kapitel. Wie oben schon gesagt, ich bin gespannt, was aus Mary werden wird, denn nun steht ihr vermutlich ein zu verachten stehender Wandel bevor.
Insgesamt hat mir dein Text gut gefallen. Er ist lustig, gespickt mit guten Einfällen und hat ein wenig von dem typisch notwendigen Klischee, um so eine Geschichte an Vampir-Liebhaber zu verfüttern. Dein Stil ist leicht, liest sich schnell und lässt einem von Satz zu Satz fliegen. Deshalb würd ich auch nicht ganz so viel abändern. Vielleicht einfach nur einen besseren Einstieg, ein Kennenlernen - das muss nicht viel sein, ein paar Sätze machen da meist schon viel aus. Und ich würde den Text noch einmal durcharbeiten und alle Gedanken kursiv setzen und ein paar Absätze rausnehmen um dem Ganzen ein wenig Text zurück zu geben. Gedanken, auch wenn sie so schön in den Text einfließen, sind einfach leichter zu lesen, wenn es klar ist, was sie sind, bevor man beginnt sie zu genießen. Auch würd es der Optik gut tun, denn so ist es eine in sich hinunter hängende Wurst und dem Eindruck könnte man da auch gut entgegen wirken.

Das hört sich jetzt hoffentlich nur halb so negativ an, wie ich es meine. Es geht hauptsächlich ein wenig um Struktur und sonst hänge ich mich hier an nicht viel auf. Man merkt, dass du beim Schreiben deine Freude hattest und die übertrug sich auch sehr auf mich als Leser. Kleinigkeiten also vielleicht ausmerzen - sofern du mit meinen Anmerkungen etwas anfangen kannst - und nächstes Kapitel einstellen.

Vielleicht - was ich jetzt aber noch nicht als Kritik auffahren möchte, denn dafür war der Text dann doch noch ein wenig zu undurchsichtig - mehr Gefühle raus arbeiten. Hier wars grad noch an der Grenze. Du verwischt nämlich Angst oder Schrecken sehr mit Nüchternheit und witzigen Einschüben. Da könntest du noch ein wenig variieren.

So - aber das war es jetzt. Icon_wink
Gerne gelesen,
Sternchen

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Beitrag #8 |

RE: Bloody Mary - 1
(17-05-2009, 22:06)Sigurd schrieb: meine Neugierde ist schon angestachelt
Ziel erreicht *g*
(18-05-2009, 09:09)Sternchen schrieb: Zum Glück, ich meine, igitt?!
=> Naja, das ist man in so ner Menge eigentlich gewöhnt. Mrgreen
leider leider

Zitat:Was ich damit sagen will: Er war die Schlange, ich das Kaninchen.
=> Mit was willst du das sagen. Vorher hast du nur über sein Aussehen geredet, davon ging keinerlei Bedrohung ab, die mir jetzt erklären, warum du zu dieser Schlussfolgerung kommst.
war auch nicht als Bedrohung gedacht, sondern eher, dass sie völlig hypnotisiert ist, von seinem Anblick.

Zitat:Ich meine, die Stimme war in meinem Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wie Rhys aussah.
=> Das find ich extrem gelungen. Mrgreen
Danke!!!Icon_jump

Zitat:=> Moment - sie wartet, dass sich ihr Sichtfeld klärt, kann aber den Typen trotzdem "genauer" betrachten?
Hm ja, bei der Stelle war ich mich auch unsicher. Sollte eigentlich so gedacht, sein, dass sie, während ihr Sichtfeld klarer wird immer mehr von ihm erkennt. Sollte ich wohl noch mal umformulieren.


Zitat:sofern du mit meinen Anmerkungen etwas anfangen kannst
Warum sollte ich nicht?

Zitat:- und nächstes Kapitel einstellen.
Zu Befehl!

Vielen, vielen Dank für Kritik und Anregungen und viel Spaß beim nächsten Kapitel, dass ich so schnell wie möglich einstellen werde.

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Beitrag #9 |

RE: Bloody Mary - 1
Hallo Glory,

dann will ich mir mal deinen uneinordbaren Text anschauen.

Zitat:Ein markantes Kinn, hohe Wangenknochen, braune Haare, die ihm in die Stirn fielen und Augen, die noch blauer waren, als die von Terrence Hill.

Wie kann sie denn seine Augen sehen, wenn er in einer dunklen Ecke steht (was du eben ganz deutlich erwähnt hast) ?

Zitat:Der Typ lag wahrscheinlich auf dem Boden vor Lachen.

Icon_lol

Zitat:Neben mit steckten sich einige Leute eine Zigarette an.

mir

Zitat:Oh wow, kann es wirklich so etwas wie Liebe auf den ersten Blick geben?

Genau genommen ist das aber schon der zweite Blick. Icon_smile

Zitat:Ich versuchte, mich aus seiner Umklammerung zu befreien, doch der Blutverlust führte dazu, dass ich alles nur noch verschwommen wahrnahm.

Ich denke man muss schon wesentlich mehr Blut verlieren, bis einem von dem Blutverlust schwindlig wird. Er trinkt ihr Blut zwar und einiges wird auch an ihr runter laufen, aber ich glaub nicht, dass das schon dafür reicht.

Zitat:“Eben”, sagte ich und schüttelte mich, “das war nicht mein Blut.”

Wie hat sie das denn so schnell erkannt. Ihr Blut ist doch eben reichlich aus ihrem Hals geflossen und da kann es doch gut sein, dass auch was davon auf ihrem Finger gelandet ist.

Ingesamt muss ich sagen, dass es mir bis hierher ganz gut gefalen hat. Du schreibst in einem lockeren, flüsssigen Stil der mich ein bisschen an diese Frauenromane erinnert. Gleichzeitig wird es dadurch aber so lustig, dass ich ganz gut über das bisschen Klischee hinwegsehen kann, was du drin hast. Icon_smile
Gut, Mary ist ein junges Mädchen was sich in einen gutaussehenden Typen verknallt und wie es so kommen muss, ist sie dann mit ihm allein in einer dunklen Ecke. Bis hierhin war es ja beinah schon zu ewarten, aber das er ein Vampir ist, hat mich ganz schön überrascht. Und dann kommt auch der Lockenkopf-Vampirjäger um die Ecke und rettet sie.
Hier find ich auch den Bezug zum Titel ja gut gemacht, der mich natürlich zuerst an einen Cocktail denken ließ.

Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Ob sie wirklich sein Blut getrunken hat? Ob sie auch zu einem Vampir werden wird? Was hat Wuschelkopf damit zu tun? Aber du hast ja schon den zweiten Teil eingestellt indem bestimmt die ein oder andere Frage beantwortet wird. Es wäre übrigens ganz praktisch, wenn du vielleicht einen Link zum zweiten Teil unter den ersen setzen würdest, dann könnte ich gleich dorthin springen. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #10 |

RE: Bloody Mary - 1
(20-05-2009, 10:28)LadydesBlauenMondes schrieb: aber das er ein Vampir ist, hat mich ganz schön überrascht.
Echt? Und ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass es vielleicht zu offensichtlich war.

Tja, dann hoffe ich mal, dass dir Rest auch gefallen hat.

Zitat:Liebe Grüße,
Lady
Liebe Grüße zurück

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