Es ist: 19-02-2020, 21:28
Es ist: 19-02-2020, 21:28 Hallo, Gast! (Registrieren)


Bloody Mary - 2
Beitrag #1 |

Bloody Mary - 2
“Ich bin übrigens Joe.”
“Mary.”
“Also Mary - hast du da drinnen eine Jacke oder sowas? So kannst du unmöglich gesehen werden.”
Ich sah an mir herunter. Dunkle Flecken verpassten meinem ehemals weißem Top eine gruselige Batik-Optik.
“Eine Jacke”, fragte ich, “Bist du noch ganz bei Trost? Wir haben Mitte Juli!”
Joe seufzte. Ich seufzte. Das Leben war beschissen.
“Bin ich tot?”, fragte ich ängstlich.
Was redete ich da eigentlich? Es gab keine Vampire. Für diesen ganzen Fantasy-Quatsch hatte ich ohnehin nie etwas übrig gehabt. Joe musste sich irren.
“Noch nicht”, sagte Joe, “aber die Verwandlung wird sich zwangsläufig vollziehen und dann wirst du...naja...untot sein.”
Das glaubte aber auch nur er.
“Hast du ein Auto”, fragte ich und als er nickte sagte ich: “Gut, du fährst mich jetzt nach Hause und dann verschwindest du aus meinem Leben. Ich habe kein Vampirblut getrunken und ich werde auch nicht zu einem werden, verstanden?”
“Aber...”
“Kein Aber. In zwei Wochen sind die Sommerferien vorbei. Ich werde ganz normal zur Schule gehen und mein ganz normales Leben weiterleben. Klar? Leben!!”
“Aber bis dahin könntest du bereits...”
Ich ließ ihn nicht ausreden. Es kam gar nicht in Frage, dass er mir irgendeinen Floh ins Ohr setzte. Ich hätte ihm von vornherein nicht zuhören sollen.
“Fahren wir.”
Ich schrieb Emilia ein SMS und behauptete, meine Ma hätte mich abgeholt. Wahrscheinlich würde meine sogenannte beste Freundin die Nachricht sowieso erst lesen, wenn Philipp verschwunden war.

Zuhause stellte ich mich mitsamt meiner Kleidung unter die Dusche. Hoffentlich wurden meine Eltern nicht wach. Erklärungen waren nun wirklich das letzte auf das ich scharf war.
Das T-Shirt war nicht mehr zu retten, das sah ich ein und ließ es unter meinem Bett verschwinden. Bei der nächsten Gelegenheit würde ich es entsorgen.
Ich versuchte zu schlafen, in der Hoffnung, dass am nächsten Tag alles in einem anderen Licht erscheinen würde, doch ich bekam kein Auge zu. Hellwach lag ich da und starrte die Decke an.
Schließlich hielt ich es nicht mehr aus. Ich wälzte mich aus dem Bett und setzte mich an meinen Schminktisch. Weitaufgerissene Augen starrten mich an und ich starrte zurück.
Doch ich musste es wissen, sonst würde ich nie Ruhe finden.
Zögernd knipste ich das Spiegellicht an und kniff die Augen zusammen. War das schon immer so verdammt hell gewesen?
Ich beugte mich vor und legte meinen Kopf zur Seite. Nasse Haarsträhnen klebten an meinem Hals und ich schob sie beiseite.
Da waren sie. Zwei dunkelrote Punkte, genau da, wo meine Halsschlagader entlanglief.
Unauffälliger ging’s ja wohl kaum. Andere Mädchen überlegen sich am Tag nach der Party, wie sie ihre Knutschflecken überdecken und ich muss mir Gedanken machen, wie ich diese Bissspuren verstecke.
Eine Stimme in meinem Hinterkopf wies mich darauf hin, dass ein menschliches Gebiss niemals einen solchen Abdruck hinterlassen hätte.
Ich musste mich zurückhalten, um nicht mit dem Kopf auf die Tischplatte zu schlagen.
Typen wie aus ‘nem Film. Ja, bitte! Situationen á la Hollywood. Nein, danke!
Ich beugte mich nach vorne und untersuchte meine Zähne. Waren sie bereits spitzer geworden?
Nein, Schluss! Ich knipste das Licht aus und legte mich wieder ins Bett. Das war lächerlich. Vampire existierten genauso wenig wie die perfekte Jeans. Ein romantischer Mythos, von irgendwelchen Leuten mit zu viel Freizeit und Fantasie erfunden.
Überflüssig zu erwähnen, dass ich in dieser Nacht kein Auge zutat, oder?

Ich zwang mich, erst um halb elf aufzustehen. Was würden meine Eltern denken, wenn ich schon um sieben Uhr morgend auf der Matte stand? Wahrscheinlich würden sie den Notarzt rufen.
Also trällerte ich ein gezwungen fröhliches “Guten Morgen”, setzte mich an den Küchentisch und goss mir etwas Orangensaft ein.
Doch meine Mutter wäre keine richtige Mutter, würde sie nichts bemerken.
Besorgt kam sie auf mich zu.
“Alles in Ordnung, Maribel? Du wirkst so blass heute. Und das hier...” Sie zupfte an dem Schal, den ich mir umgewickelt hatte.
“Halsschmerzen”, erwiderte ich kurz angebunden und versuchte, ein bisschen zu krächzen.
Aber natürlich ließ Ma es nicht dabei bewenden und patschte mir ihre Hand auf die Stirn.
“Also Fieber hast du nicht. Deine Stirn ist eiskalt.”
Ja, so kalt, wie die einer Leiche.
“Mir geht’s gut. Wirklich.”
Ich lächelte und biss von meinem Pfannkuchen ab.
Bäh, haben die schon immer so ekelig geschmeckt? Die konnte ich unmöglich runter würgen.
“Äh, Ma...diese Pfannkuchen...”
“Ja, sie sind mit Nutella. Genau so, wie du es am liebsten magst.”
Ich unterdrückte einen Brechreiz.
Zum Glück waren meine Eltern heute zum brunchen bei Freunden eingeladen. So musste ich nur zwei weitere Bissen Ekel-Pfannkuchen in mich hineinzwängen, ehe sie ins Auto stiegen und davonfuhren.
Sofort sprang ich auf und ließ den Pfannkuchen im Mülleimer verschwinden.
Nutella! Von wegen! Wer weiß, was meine Mutter da wieder für einen nachgemachten Billigfraß gekauft hatte.
“Na, bist du auf Diät?”
Ich fuhr herum. Leo, mein älterer Bruder, kam lässig in die Küche geschlendert und grinste mich an.
“Warum seid ihr Teenies eigentlich immer auf diesem Hungertrip? Echte Männer stehen auf Kurven, merk dir das.”
Schon mal echte Männer in der elften Klasse eine Gymnasiums gesehen? Eben.
“Muss ja ‘ne scharfe Party gewesen sein.”
“Was meinst du damit?”
“So, wie aussiehst, hast du keine zwei Stunden geschlafen und außerdem...”
Er warf einen vielsagenden Blick auf meinen Schal.
Oh ja, der heißeste Typ im ganzen Club hat mich im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern. Was sagst du dazu, Bruderherz?
“Ich gehe wieder ins Bett”, brummte ich und schlurfte nach oben in mein Zimmer. Alles in Ordnung, du bist nur ein bisschen verkatert. Da ist es völlig normal, dass du nichts essen willst und die Sonne dir Kopfschmerzen bereitet.
Ich fiel ins Bett und schlief fast augenblicklich ein. Kein Wunder, wo ich doch die ganze Nacht wachgelegen habe.
Die friedliche Ruhe (Aaah, ruhe in Frieden, merkt ihr was?!) hielt leider nicht lange an.
“Maribel, also wirklich. Draußen scheint die Sonne und du verschläfst den ganzen Tag.”
Bevor ich ihn aufhalten konnte, hatte mein Vater die Rolläden hochgezogen.
Verdammt, war das hell draußen!
“Papa, mach sofort die Rolläden wieder runter. Ich hab Kopfschmerzen”, rief ich und versuchte mich unter der Decke zu verstecken.
“Was hast du denn....Maribel, sind das etwa Knutschflecke??”
Verzweifelt wickelte ich den Schal fester um meinen Hals.
“Papa, wirklich. Ich will jetzt schlafen.”
“Maribel, wenn dieser Junge zu weit gegangen ist...”
Du hast ja keine Ahnung.
“Es ist nichts passiert.”
“Du bist nämlich noch zu jung für einen Freund und...”
“Papa!”
“Du kannst mir alles erzählen.”
Was würde ihn wohl mehr schocken. Eine untote Tochter oder eine schwangere Tochter?
Ich wollte gerade etwas erwidern, als es an der Haustür klingelte. Ich hörte, wie sie geöffnet wurde, dann eine Stimme und schließlich meine Mutter, die begeistert rief “Maribel, hier ist Besuch für dich.”
Ich stöhnte. Kann ich denn nicht einmal meine Ruhe haben? Bitte lass es Emilia sein, die wird mir den Kopf schon wieder gerade rücken.
Gefolgt von meinem Vater ging ich Treppe runter. Ich Wohnzimmer saß meine Mutter, die einen Strauß weißer Lilien in einer Vase drapierte und neben ihr war...”Joe!”
Joe grinste mich an. “Hallo Maribel. Bist du fertig?”
Ich spürte, wie die Blicke meiner Eltern auf mir ruhten.
“Ähm...”
“Der Film fängt in einer halben Stunde an. Wir müssen bald los, sonst verpassen wir den Anfang.”
So sehr ich ihn gestern loswerden wollte, so sehr brauchte ich jetzt jemanden, der meine Fragen beantwortete.
“Klar”, sagte ich, “gehen wir.”
“Du solltest dich vorher eincremen. Die Sonne ist heute sehr stark.”
Joe warf mir einen eindringlichen Blick zu und meine Ma war ganz hingerissen angesichts seiner Fürsorge. Papa war weniger begeistert. Er glaubte in Joe den Verursacher meiner “Knutschflecke” gefunden zu haben.

Wir fuhren in ein kleines Café und setzten uns in die hinterste Ecke, um ungestört reden zu können.
“Was passiert mit mir?”, war die erste Frage, die ich stellte.
“Zeig mal her”, bat er mich und zog meinen Schal nach unten. Seine Augen weiteten sich und er stieß einen leisen Fluch aus.
“Was?”
“Es heilt bereits.”
“Wie bitte?” Panisch tastete ich meinen Hals ab. Mist, Mist, Mist, er hatte Recht.
“Okay, ich kann mich nur wiederholen: was passiert mit mir? Erzähl mir alles, was du weißt.”
“Das würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.”
“Kein Problem. So wie es aussieht, werde ich bald für alle Ewigkeit Zeit haben.”
Joe nahm einen Schluck Kaffee. Ich rührte lustlos in meinem Cappuccino herum.
“Also im Wesentlichen ist es das, was ich dir schon gestern abend erklären wollte. Du hast sein Blut geschluckt, wodurch du dich infizierst hast. Du verwandelst dich in einen Vampir. Das es allerdings so schnell....”
Er verstummte.
Ich beugte mich näher zu ihm ran. “Dass es schnell was?”
Er nahm einen weiteren Schluck.
“Joe!”
“Naja, normalerweise bleiben einem Infizierten noch ein bis zwei Wochen, bis die Transformation abgeschlossen ist. So wie du aussiehst, gebe ich dir höchstens noch ein paar Tage.”
“Normalerweise”, rief ich, “jetzt sag nicht, dir passiert so was öfter.”
“Öfter, als du denkst. Ich bin Vampirjäger.”
“Schöne Grüße an Buffy”, brummte ich.
“Das ist nicht witzig.”
Wem sagst du das?
Das hab ich nun von meinem schnellen Stoffwechsel, der sonst sämtliche Figurprobleme im Keim erstickt. Der Grund, warum ich Montag nicht aus dem Bett kommen würde, wäre wahrscheinlich der, das ich tot bin.
“Und die Leute, die sich verwandeln”, begann ich, “was passiert mit denen?”
“Es fängt an, wie du es bereits an dir bemerkst. Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht, ein ausgesprochenes Schlafbedürfnis am hellichten Tag...” Ich gähnte “...und dann setzt das Verlangen ein.”
Ich schreckte auf. “Was für ein Verlangen?”
Joe sah mich an. “Dreimal darfst du raten.”
Uääh, und dabei bin ich doch Vegetarier.
“Der Vorteil dabei ist, dass sich deine sämtlichen Sinne verschärfen werden. Du wirst schneller, kräftiger...”
Juhu, da freu ich mich doch richtig auf das Leben als Blutsauger. Ich krieg bestimmt ‘ne Eins in Sport. Falls ich je wieder in die Schule gehen würde.
“Natürlich werden Vampire in einem solche Stadium sehr gefährlich. Deswegen pfähle ich sie, bevor...”
“Du tust was?!”
“Naja, ich ramme ihn einen Holzpflock ins Herz.”
Als ob ich nicht wüsste, was pfählen bedeutet.
“Du hast doch nicht vor, mich umzubringen, oder?”
“Also rein praktisch wärst du dann ja schon tot.”
Haha, wie witzig. Ich werde auf jeden Fall kein Stück Holz in meinem Brustkorb stecken haben, darauf konnte er sich verlassen.
“Du musst das verstehen. Sieh mal, wenn ich Rhys nicht gefolgt wäre, hätte ich dir nicht helfen können und er hätte dich umgebracht.”
“Aber ich würde doch nie jemanden umbringen. Ich kann noch nicht mal eine Mücke erschlagen.”
Jetzt sah die Situation anders aus. Ich war die blutsaugende Mücke und Joe wollte mich erschlagen.
“Wenn dich der Hunger überkommt, wirst du töten. Und glaub mir, diese niedlichen Teenieromane mit netten Vampiren, die Tierblut trinken, sind absoluter Blödsinn.”
“Aber es muss doch eine Möglichkeit geben, das ganze aufzuhalten.”
“Deswegen wollte ich mit dir reden. Ich suche schon seit Jahren nach einer Möglichkeit, die Infektion aufzuhalten und du kannst mir dabei helfen.”
“Und wieso ausgerechnet ich? Nachdem, was du mir erzählt hast, gab es schon genug Gelegenheiten, ein Gegenmittel zu finden.”
“Was, wenn die Infizierten sich nicht helfen lassen wollen? Du bist die Erste, die ich treffe, die sich unwillentlich verwandelt.”
Bah, hieß das etwa, es gab tatsächlich Leute, die freiwillig Vampirblut tranken? Vergeht euch bei diesem ganzen Gerede über Blut der Appetit? Würde er mir an eurer Stelle auch. Aber ich bin nun mal leider an meiner Stelle und muss sagen, ich hab echt Hunger.
Joe lieferte mich formvollendet bei meinen Eltern ab und kündigte an, am nächsten Tag wieder zu kommen. Er tischte meinen Eltern eine Geschichte auf, dass er nach den Sommerferien in meine Klasse kommen würde und ich mit ihm lernen würde, um ihn auf den Stand der Klasse zu bringen. Kaum zu glauben, dass meine Eltern ihm das abkauften. Joe war mindestens zwanzig.
Wie dem auch sei. Meine Ma war begeistert, mein Papa immerhin erleichtert.

Teil 3

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Beitrag #2 |

RE: Bloody Mary - 2
Hi Glory!

Dann zu Teil 2!^^

Zitat:“Bist du noch ganz bei Trost? Wir haben Mitte Juli!”
Du verwendest logischerweise Umgangssprache, wenn Mary spricht. "Bist du noch ganz bei Trost" würde man bei uns nicht mehr sagen.

Zitat:Joe seufzte. Ich seufzte. Das Leben war beschissen.
Icon_lol

Zitat:“Hast du ein Auto”, fragte ich und als er nickte sagte ich: “Gut, du fährst mich jetzt nach Hause und dann verschwindest du aus meinem Leben.
Eigentlich auch etwas unvorsichtig, in den Wagen eines Mannes zu steigen, den sie gar nicht kennt. Icon_wink

Zitat:Nasse Haarsträhnen klebten an meinem Hals und ich schob sie beiseite.
Schönes Detail!

Bei der "Spiegelszene" könntest du vielleicht geschickt ein paar mehr Details über Marys Aussehen einstreuen. Bisher sieht sie für mich aus wie eine Marie, die ich kenne. Icon_smile

Zitat:Vampire existierten genauso wenig wie die perfekte Jeans.
Icon_lol

Zitat:Schon mal echte Männer in der elften Klasse eine Gymnasiums gesehen? Eben.
Die tieferen Einblicke in die Psyche eines Teenies. Icon_wink Wobei Leon ja auch noch nicht so alt sein kann. Sie beißt ihn jetzt aber nicht probehalber?^^

Zitat:“Du bist nämlich noch zu jung für einen Freund und...”
Wie alt ist sie denn? O_O Ich hätte sie jetzt so auf 16 geschätzt, ich meine wenn sie mit Schminke als 18 durchgeht.

Zitat:Eine untote Tochter oder eine schwangere Tochter?
Zweimal Tochter, klingt nicht so schön. Aber du kannst das erste "Tochter" einfach weglassen. Icon_smile

Zitat:Bitte lass es Emilia sein, die wird mir den Kopf schon wieder gerade rücken.
Dann würde ihre Mutter bestimmt nicht so glücklich klingen.^^

Zitat:die einen Strauß weißer Lilien in einer Vase drapierte und neben ihr war...”Joe!”
Weiße Lilien? Die hat aber nicht Joe mitgebracht, oder? Was für ein Gentelman. Vielleicht wurde er in einem uralten Kloster ausgebildet, wer weiß?

Zitat:Panisch tastete ich meinen Hals ab. Mist, Mist, Mist, er hatte Recht.
Mary kann doch gar nicht wissen, dass das was schlechtes ist, oder?

Zitat:Das es allerdings so schnell....”
Dass

Zitat:Ich werde auf jeden Fall kein Stück Holz in meinem Brustkorb stecken haben, darauf konnte er sich verlassen.
Das erscheint mir nicht ganz richtig: vielleicht: "In meinem Brustkorb würde auf jeden Fall kein Stück Holz stecken, darauf konnte er sich verlassen."
Mir haben die Verben irgendwie nicht gepasst.^^

Zitat:Aber ich bin nun mal leider an meiner Stelle und muss sagen, ich hab echt Hunger.
*g*

Zitat:ass er nach den Sommerferien in meine Klasse kommen würde und ich mit ihm lernen würde
zweimal "würde", das erste kannst du wieder einfach weglassen. Icon_smile

So das war Teil 2.^^
Die Ich-Perspiktive liegt dir wirklich gut finde ich. Besonders gefällt mir der etwas beißende, sarkastisch-zynische Humor den deine Protagonistin immer wieder an den Tag legt in ihren Gedanken. Außerdem lässt du uns immerwieder in den etwas verschlossenen Charakter eines Teenagers blicken.
Was dabei aber etwas kurz kommt, sind Mary's Gefühle. Wir erfahren kaum, ob sie Angst hat, oder zornig ist ... das wird zwar immer wieder durch die sehr gut getroffenen Gedanken überbrückt, aber insgesamt fällt es doch auf. Dein Humor hilft auch über die nicht unbedingt neue Story hinweg, wobei sie insofern ungewöhnlich ist, das endlich mal wieder die Vampire die Bösen sind und sie nicht als irgendwelche Liebesgötter über die Erde wandeln. Icon_wink Obwohl er ja durchaus so aussah, der Vampir.

Jedenfalls akzeptiere ich ab jetzt, dass es weitere Teile gibt. Mrgreen

Hat mir gut gefallen!

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: Bloody Mary - 2
(19-05-2009, 00:58)Der Weltenwanderer schrieb: "Bist du noch ganz bei Trost" würde man bei uns nicht mehr sagen.
Ich schon Smiley_emoticons_blush

Zitat:Bisher sieht sie für mich aus wie eine Marie, die ich kenne. Icon_smile
Dann werd ich mal schauen, ob ich deiner Vorstellung gerecht werde.

Zitat:Wie alt ist sie denn? O_O Ich hätte sie jetzt so auf 16 geschätzt, ich meine wenn sie mit Schminke als 18 durchgeht.
Soll sie auch in etwa sein, aber so sind Väter eben.

Zitat:Die Ich-Perspiktive liegt dir wirklich gut finde ich.
Danke, find ich auch *g*

Zitat:sie nicht als irgendwelche Liebesgötter über die Erde wandeln. Icon_wink
Wer so was will, soll Twilight lesen...

Zitat:Obwohl er ja durchaus so aussah, der Vampir.
Irgendwie muss er ja seine Opfer anlocken oder Icon_wink

Dann werde ich mich wohl gleich ans weiterschreiben machen. Der nächste Teil ist so gut wie fertig. Die Generalüberholung folgt dann, wenn alle Teile fertig sind.

LG

Glory

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Beitrag #4 |

RE: Bloody Mary - 2
Hallo Glory,
hab jetzt auch den zweiten Teil gelesen. Sprachlich immer noch - bis auf ein paar kleine Ausrutscher - gut; du scheinst deinen Stil gefunden zu haben. Der Inhalt ist spannend. (Verwandelt sie sich nun oder nicht; und was macht sie in dem Fall?) Deine "Alltagssprache", die du teilweise benutzt, finde ich eher gut; das hat etwas erfrischendes (finde ich
zumindest) Ich hab, ganz nebenbei, auch sowas in der Richtung geschrieben. Nach dem Motto: Es gibt doch eigentlich keine Vampire, oder?(Schleichwerbung) Eine Kurzgeschichte, die schlicht "Der Vampir" heißt; und - wie deine - im richtigen, realen Leben spielt. Gruß, Sigurd
P.S. Werde an deiner Geschichte dran bleiben.


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Beitrag #5 |

RE: Bloody Mary - 2
(19-05-2009, 20:18)Sigurd schrieb: Eine Kurzgeschichte, die schlicht "Der Vampir" heißt; und - wie deine - im richtigen, realen Leben spielt.
Ich weiß, hab sie sogar gelesen *g* Hatte nur leider keine Zeit mehr gehabt, sie zu komentieren. Hat mir aber gefallen. Besonders das Ende!

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Beitrag #6 |

RE: Bloody Mary - 2
Hi Glory,

nachdem ich letzte Woche den ersten Teil gelesen habe, bin ich nun auch neugierig auf den zweiten.

Zitat:“Bin ich tot?”, fragte ich ängstlich.
[...]
“Noch nicht”, sagte Joe, “aber die Verwandlung wird sich zwangsläufig vollziehen und dann wirst du...naja...untot sein.”

So ein bisschen blöd wirkt ihre Frage ja schon. Denn wenn sie noch fragen kann, kann sie ja nicht tot sein. Icon_smile

Zitat:“Hast du ein Auto”, fragte ich und als er nickte sagte ich: “Gut, du fährst mich jetzt nach Hause und dann verschwindest du aus meinem Leben. Ich habe kein Vampirblut getrunken und ich werde auch nicht zu einem werden, verstanden?”

Ich würde hinter "Auto" ein Fragezeichen machen. Sie wartet danach ja schließlich bis er nickt.
Ich finde es ja ein bisschen zu vertrauenselig von ihr, dass sie sich von ihm nach Hause fahren lässt. Er hat sie zwar gerettet, aber sie kennt ihn ja trotzdem nicht.

Zitat:Weitaufgerissene Augen starrten mich an und ich starrte zurück.

Wie kann sie den ihre Augen sehen, wenn sie erst im übernächsten Satz das Licht anmacht?
Ich finde es übrigens ein bisschen schade, dass wir von der Autofahrt mit Joe nichts weiter mitgegriegt haben. Hey, der Kerl hat eben fast einen Vampir erschossen, da muss es doch in seinem Auto spannend sein. Icon_smile

Zitat:Ich beugte mich vor und legte meinen Kopf zur Seite. Nasse Haarsträhnen klebten an meinem Hals und ich schob sie beiseite.

Der Satz mit den Haarsträhnen gefällt mir gut. Du beschreibst nämlich relativ wenig, sodass du kaum Atmosphäre aufbaust. Genauso wie Marys Äußeres. Hier vor dem Spiegel wäre die perfekte Gelegenheit gewesen sie ein wenig näher zu beschreiben.

Zitat:Überflüssig zu erwähnen, dass ich in dieser Nacht kein Auge zutat, oder?

Mag wohl Geschmackssache sein, aber ein einfaches: "Trotzdem tat ich in dieser Nacht kein Auge zu." hätte ich irgendwie effektvoller gefunden.

Zitat:Was würden meine Eltern denken, wenn ich schon um sieben Uhr morgend auf der Matte stand? Wahrscheinlich würden sie den Notarzt rufen.

morgens

Zitat:“Also Fieber hast du nicht. Deine Stirn ist eiskalt.”
Ja, so kalt, wie die einer Leiche.

Der zweite Satz sind ihre Gedanken, oder? Die würde ich kursiv setzen.

Zitat:Ich fuhr herum. Leo, mein älterer Bruder, kam lässig in die Küche geschlendert und grinste mich an.

Auch zu Leos Äußerem hättest du noch ein paar Worte fallen lassen können. Wenn er seiner Schwester ähnlich sieht, hättest du auch hier eine gute Gelegenheit Mary zu beschreiben.

Zitat:“So, wie aussiehst, hast du keine zwei Stunden geschlafen und außerdem...”

So, wie du aussiehst

Zitat:Kein Wunder, wo ich doch die ganze Nacht wachgelegen habe.

wachgelegen hatte

Zitat:Was würde ihn wohl mehr schocken. Eine untote Tochter oder eine schwangere Tochter?

schocken?

Zitat:“Es heilt bereits.”
“Wie bitte?” Panisch tastete ich meinen Hals ab. Mist, Mist, Mist, er hatte Recht.

Das die Flecken jetzt schon heilen ist vielleicht ungewöhnlich, aber doch erstmal nicht schlecht, oder? Es sei denn du würdest vorher deutlich machen, dass dieses "Schnellheilen" was ganz Vampirtypisches ist und das es somit ein weiters Zeichen dafür ist, dass sie sich in einen Vampir verwandeln wird.

Ja fein. Allmählich kommt die Geschichte ins rollen. Mary streitet es am Anfang zwar vehement ab, aber genau das hat meinen Verdacht bestätigt, dass sie sich ganz bestimmt in einen Vampir verwandeln wird.Icon_smile Das hat sich für mich schon bestätigt, als sie die Nacht über so wach war und erst am Tag so müde wurde.

Du hast deinen "lockeren" Erzählstil jedenfalls durchgehalten. Hier und da mal einen humorvollen Gedanken eingestreut, was das Lesen angenehem macht. Ich finde jedoch, dass du Atmosphärisch gesehen noch einiges mehr machen könntest. Besonders die Personen könntest du noch mehr beschreiben. Gerade für Mary hast du ja ein paar gute Gelegenheiten dafür gehabt. Und auch ihre Gefühle (die auch zur Atmosphäre beitragen können) könntest du noch näher eingehen. z.B. könnte sie so ganz allmählich panisch werden, als sie merkt, dass ihre Erklärungversuche scheitern.
Auch ihre Reaktion auf Joe (besonders als er sie abholt) könnte noch Erleichteter wirken. Endlich (!) steht da mal einer vor ihrer Haustür, der ihr das Erklären kann.
Ich denke da kannst du von der Umsetzung her noch einiges herausholen.

Ansonsten bin ich von der Idee her immernoch begeistert, besonders das Joe sie als "Forschungsobjekt" betrachtet und sie immernoch recht misstrauisch ist.

Ich bin gespannt, wies weitergeht!

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #7 |

RE: Bloody Mary - 2
hallo glory,

und auf ein Neues. Wieder werde ich mal mit meinen Anmerkungen beginnen:

Zitat:“Eine Jacke”, fragte ich
wenn sie fragt, dann fehlt da noch das Fragezeichen Icon_wink

Zitat:wirst du...naja...untot sein
Hier fehlt vor und hinter den drei punkten jeweils immer ein Leerzeichen

Zitat:“Hast du ein Auto”, fragte ich
Und da fehlt wieder das Fragezeichen. Bei Fragen bitte nicht vergessen Icon_wink

Zitat:“Aber...”
Vor den Punkten ein Leerzeichen.

Zitat:á la
à

Zitat:“Aber bis dahin könntest du bereits...”
Vor den Punkten ein Leerzeichen.

Zitat:um sieben Uhr morgend
morgens

Zitat:Und das hier...”
Leerzeichen vor den Punkten.

Zitat:“Äh, Ma...diese Pfannkuchen...”
Und noch einmal vor und nach den Punkten. Bis auf die am Ende, da kommt kein Leerzeichen hin, aber davor. Okay, das Punkte-Leerzeichenproblemchen zieht sich noch weiter durch deinen Text. Ich hör hier mal auf *lach* Icon_smile

Zitat:Ich hab Kopfschmerzen”, rief ich und versuchte mich unter der Decke zu verstecken.
versuchte, mich

Zitat:gestern abend
Abend

Zitat:“Naja, ich ramme ihn einen Holzpflock ins Herz.”
ihnen

Feddisch. Diesmal etwas mehr, aber dafür kann ich vom Stil sagen, dass er mir hier besser gefällt, du schreibst weniger abgehackt, flüssiger. Icon_smile
Vom Inhalt her passiert nichts Unerwartetes: Mary (Der Titel ist dir gelungen Icon_wink ) verwandelt sich gerade - und das schneller, als übliche Infizierte. Über Joe erfahren wir bestimmt noch mehr, hoffe ich zumindest. Ich bin gespannt wie es weiter geht und werde auch bald weiterlesen. Von der komik bist du hier eher etwas zurückhaltender gewesen, aber die Handlung kommt mehr in den Vordergrund. Eigentlich bin ich kein Fan von Vampirgeschichten, zumindest wenn sie nicht etwas außerordentlich Besonderes ist und etwas Neues zu bieten hat, aber deine geschichte liest sich ganz gut, also bleibe ich mal am Ball. Bis dahin sage ich: Gerne gelesen und auf bald.

liebe grüße
bianca

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
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Beitrag #8 |

RE: Bloody Mary - 2
Terve Glory,

nun komme ich endlich mal dazu, auch die anderen beiden Teile von deiner Geschichte zu lesen und zu kommentieren.

Zitat:Ich wälzte mich aus dem Bett und setzte mich an meinen Schminktisch. Weitaufgerissene Augen starrten mich an und ich starrte zurück.

Wie sieht sie das denn im Dunkeln? Sie knipst ja erst später das Licht an. Oder ist das schon das Ergebnis ihrer Verwandlung?

Zitat:Ich musste mich zurückhalten, um nicht mit dem Kopf auf die Tischplatte zu schlagen.

Mrgreen

Diesen Teil war nicht ganz so lustig, wie der erste. Schade eigentlich.
Bin aber neugierig, wie es weiter geht. Also bis gleich.

LG
Lilith

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Beitrag #9 |

RE: Bloody Mary - 2
Hallo,
(02-11-2010, 13:08)Lilith 13 schrieb: Wie sieht sie das denn im Dunkeln? Sie knipst ja erst später das Licht an. Oder ist das schon das Ergebnis ihrer Verwandlung?
Ic behaupte jett mal ganz dreist ja und schau mir später noch mal an, ob es irgendwie logischer geht. Mrgreen Vielleicht liegt das Zimmer ja nur im Halbdunkel???
Zitat:Diesen Teil war nicht ganz so lustig, wie der erste. Schade eigentlich.
Bin aber neugierig, wie es weiter geht. Also bis gleich.
Jaja, untot sein ist auch nicht zum Lachen *g*

Bis gleich,

Glry

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