Es ist: 21-10-2021, 01:07
Es ist: 21-10-2021, 01:07 Hallo, Gast! (Registrieren)


FRUST-Topic
Beitrag #1.491 |

RE: FRUST-Topic
Gerade die Leistungsnachweise und Wahlmodule für die Uni durchgezählt. Mir fehlt genau ein Leistungsnachweis über ein halbes Modul. Die Vorlesung über die andere Hälfte wird im kommenden Semester nicht angeboten. Werde also ein anderes, dafür ganzes Modul machen.


Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.492 |

RE: FRUST-Topic
Bei mir sind Reismehlkäfer eingezogen und durch einen Geistesblitz habe ich gestern herausgefunden, dass sie es mit ihren Mitbewohneravancen ziemlich ernst meinen. Das hat mir zwar verfrüht einen Staubsauger verschafft (der sollte erst zum Umzug im nächsten Monat gekauft werden), aber leider kann ich förmlich fühlen, wie sich meine Nervenendigungen zusammenkringeln bei dem Geruch des Insektizids. Da hilft nicht mal Dauerdurchzug, der sorgt nur für einen steifen Hals. Wird wohl wieder Zeit für nen Heimatbesuch.


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.493 |

RE: FRUST-Topic
Ich wurde jetzt innerhalb von zwei Wochen zwei Mal des Diebstahls bezichtigt auf Arbeit und so langsam reichts mir. Das Arbeitsklima ist total im Arsch, jeder misstraut jedem und auch wenn man neu ist, gilt man als böse, bevor man überhaupt jemandem irgendwas getan hat ...

*hilfe* Icon_irre Icon_igitt Con

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.494 |

RE: FRUST-Topic
Zeit für einen neuen Job? Eine Kündigung nach kurzer Zeit sieht im Lebenslauf nicht wirklich negativ aus.
cookie
Ich war mal in einer schrecklichen Firma wo der Chef alle mit "Stasi-Methoden" gemobbt und die Kollegen sich entsprechend alle gegenseitig verdächtigt und angeschnauzt hatten. Hab nach acht Monaten gekündigt und dann den besten Arbeitsplatz meines Lebens gefunden. Fazit: Flucht lohnt.

Um dich noch weiter runter zu ziehen: Eventuell wird Karlsruhe in ein paar Jahren kein Trinkwasser mehr haben: http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizi...41-p7.html
Wenn dann alle gleichzeitig nach Arbeit und Wohnungen außerhalb suchen, könntest du längst weg sein ... Icon_ugly

Kopf hoch und Bewerbungen schreiben!


Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.495 |

RE: FRUST-Topic
Neuer Job? Auf jeden Fall dringend gesucht!!! Icon_wink

Wenn von Firmenseite nicht alles optimal ist, aber die Kollegen gut sind, kann das kompensiert werden. Aber wenn die Kollegen sich gegenseitig fertig machen, dann kann das kein Job der Welt richtig aufwiegen, zumal der Job bei mir eh nicht so toll ist und nur eine Übergangslösung ... Da gibts einfach Sachen, die sind vor zwei Jahren oder letztes Jahr passiert, also wo ich noch nicht da war, und da gibts ständig Streit. Erst dachte ich, meine Kolleginnen können sich nur nicht leiden, aber die hassen sich teilweise ... und ich krieg immer wieder den Frust ab und seit neustem werde jetzt auch ich verdächtigt *rolleyes* ...

Zum Trinkwasser: Achwas, Karlsruhe hat eines der besten Trinkwässer in Deutschland! Icon_wink

Neuer Frust: Ich werde momentan jeden Morgen mit Presslufthammergeräuschen genervt. Baustelle vorm Haus. Scheiße! ^^

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.496 |

RE: FRUST-Topic
(13-09-2016, 09:25)Zack schrieb: Neuer Job? Auf jeden Fall dringend gesucht!!! Icon_wink

Dann schlage ich vor, dass wir Forunauten alle die Augen offen halten, ob sich irgendwo Arbeitsstellen andeuten.
Welches Aufgabenprofil, welcher Umkreis um Karlsruhe? Los geht die Literatopia-Jobbörse...


Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.497 |

RE: FRUST-Topic
Ich wieder...

Eine Frage an die (Mehrheit) mit Lebenserfahrung.
Wie beschreibt man Liebe?
Kann die andere Person fühlen, dass man sie liebt?
Ist es das, was so sehr wehtut wenn man verletzt wird?

... Ich weiß es nicht. Ich dachte, dass ich das wüsste. Letztendlich verachte ich mich dafür, was ich geworden bin. Ich weiß, dass man so etwas nicht sagen sollte. Letztendlich interessiert es sowieso keinen. Das ist etwas, dass man selbst lösen sollte, klar. Wenn man sich jahrelang dagegen wehrt verletzt zu werden und nur verletzt wird... Wenn man es zu spät schafft seine Schilde zu entwickeln, dass es an einem abprallt. Was passiert dann?
Ich fühle mich leer. Frustriert. Es tut whe. Fühle mich am Abgrund, nur springen will ich nicht. Zu teuer und irgendwie will man die Letzten, die man überhaupt noch hat, nicht enttäuschen. Für Andere, nicht für mich. Vielleicht habe ich mich selbst verloren...

Jeder und alles sagt mir und ich selbst, dass ich zu unzufrieden bin, ständig sauer, nur am nörgeln und aufbrausend, negativ, schwarzmalerisch. Muffelklotz, fauche jeden und alles an und frage mich selbst warum ich das tue. Und mich kotzt es selbst an. Bis jetzt konnte ich immer dagegen halten, mich selbst zusammenreißen. Trotzdem sehe ich alles nur in Grautönen, die wenigen Farben sind nur Farbtupfer, die aber ungemein die Stimmung heben. Dann kommt wieder der Anker und reißt mich zurück in die Höhle, in der ich immer sitze. Da will ich aber nicht hin. Es macht alles kaputt. Ich fühle mich zerrissen. Wenn ich ein Problem löse, kommen drei Neue dazu und dann stehe ich schon wieder vor einem Berg Scherben. Die Hälfte davon habe ich selbst verursacht mit meinem Scheiß, den ich ebenfalls zu verantworten habe. Natürlich sagt man dann, dass man es ja wieder gut machen kann, aber es gibt manche Dinge, die kann man einfach nicht wieder zusammenflicken. Und die Zeit heilt keine Wunden, sie lässt einem vergessen, hilft zu verdrängen. Verarbeiten? Zu viel. Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und das schon lange. Es hat mir keiner gezeigt und helfen tut mir auch keiner oder es kann keiner, oder ich verstehe es nicht.


Jetzt sitzte ich wieder hier, fühle mich wie Dreck und bin alleine. Dann bin ich es selbst, der sich aus dem Dreck zieht, schon wieder. Schon traurig, wenn man merkt, dass einem so wenig an der Person liegt. Verdient, würde ich mal sagen. Wer andere wie Dreck behandelt, der wird auch so von ihnen behandelt...

Irgendwas ist gestern zerbrochen. Ich will so nicht weitermachen. Sonst würde ich nichtmal hier schreiben. Ich weiß nicht mehr weiter.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.498 |

RE: FRUST-Topic
Hallo Nos.

Deine Gedanken-Logik-Kette kommt von einem Punkt zum nächsten und lässt Dich trudelnd durch die Landschaft taumeln.

Liebe. Buchstabieren können es alle - definieren tut es jeder auf seine Weise. Aber man spürt es, wenn man jemanden hat, den man liebt und dann verletzt, nur jeder nimmt es anders wahr.

Die meisten Thematiken, die Du ansprichst, sind negativ behaftet, durch eine dunkle Sonnenbrille betrachtet, letztendlich nie anders gesehen worden. Im Grunde verläuft die Linie vom ausgehenden Punkt - der Fragestellung - immer weiter in die Richtung, dass das Unglück, der Zustand, das Missgeschick, die Scheiße an sich, immer nur an Dir liegen kann. An niemanden sonst.

Kritik an sich selbst zu üben, ist eine Fähigkeit, die in einer Ich-überlasteten und Ego-Zentrierten Schnelllebigkeitswelt von heute selten ist. Nur man darf das Gleichgewicht dabei nicht vergessen. Alles hat zwei Seiten, selbst in 3D. Icon_wink

Zitat:Irgendwas ist gestern zerbrochen. Ich will so nicht weitermachen. Sonst würde ich nichtmal hier schreiben. Ich weiß nicht mehr weiter.
Dann krempel die Ärmel mal hoch, trink Dir ein Bier, ein Kaffee, einen Scotch, rauch eine oder schrei mal kurz, was immer Du als Ausdruck für den Frust brauchst.
Zweitens: Um aus einer unübersichtlichen lage herauszukommen braucht man erstmal ... eine Übersichtskarte.
Drittens: Und einen Plan. Am besten A und B.
Viertens: Ein bisschen Spock spielen tut ganz gut - hilft, die Thematik neutral zu betrachten.
Fünftens: Der schönste Beginn fängt mit einer Statusabfrage an. Beispielsweise
- Wie heiße ich?
- Wo bin ich gerade?
- Wie ist das Wetter?
- Wie geht es mir gerade?
- Was passiert gerade um mich herum?
(Man merkt, die Satz-Kombinationen werden länger.) Icon_wink
LGD.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.499 |

RE: FRUST-Topic
Hallo Dread,

ich danke dir, für die Antwort. Sie hilft mir sehr und kann aufrichtig sagen, dass ich so eine Antwort nicht erwartet hätte.


Zitat:Liebe. Buchstabieren können es alle - definieren tut es jeder auf seine Weise. Aber man spürt es, wenn man jemanden hat, den man liebt und dann verletzt, nur jeder nimmt es anders wahr.

Tatsächlich ist da der springende Punkt. Meine Partnerin definiert anders, sie unterteilt die Liebe in Schritte. Ich tue das nicht und verstehe nicht, was sie meint. Sie meint, sie fühlt keine Liebe von mir. Das tut weh. Es schmerzt da wo das Herz sitzt aber sie glaubt mir nicht. Da ich ständig so kühl bin und nur die negativen Seiten sehe, kann ich ihr nicht das geben, was sie will. Oder etwa nicht?

Zitat:Die meisten Thematiken, die Du ansprichst, sind negativ behaftet, durch eine dunkle Sonnenbrille betrachtet, letztendlich nie anders gesehen worden. Im Grunde verläuft die Linie vom ausgehenden Punkt - der Fragestellung - immer weiter in die Richtung, dass das Unglück, der Zustand, das Missgeschick, die Scheiße an sich, immer nur an Dir liegen kann. An niemanden sonst.

Auch da stimme ich dir voll zu. Ich kenne es nicht anders und es frustriert mich. Ich will das ändern, sage zwar ständig mir selbst, dass ich es mal tuen müsste aber am Ende tut sich nichts.

Da wird auch keiner sein, der die Sonnenbrille runterreißt. Gestern hat aber jemand einen Stein dagegen geworfen. Sie hat Risse.

Zitat:Kritik an sich selbst zu üben, ist eine Fähigkeit, die in einer Ich-überlasteten und Ego-Zentrierten Schnelllebigkeitswelt von heute selten ist. Nur man darf das Gleichgewicht dabei nicht vergessen. Alles hat zwei Seiten, selbst in 3D. [Bild: icon_wink.gif]

Nun, das war ein Ausbruch, oder besser gesagt ich bin momentan am explodieren. Ich will meinen eigenen Bockmist nicht mehr in mich hineinfressen. Mir selbst sozusagen in den Arsch treten, was meine Partnerin schon ein wenig getan hat. Aber mir selbst ist das nicht genug.
Ja, heute ist alles Ich-zentriert, das war auch ein Punkt, den sie angesprochen hat. Ich bin zu sehr auf mich fixiert. Ich fixiere mich zu sehr darauf, meine eigene Probleme wegzudrücken, nicht auf die Scherben zu treten. Natürlich leidet darunter die Beziehung. Ich schäme mich dafür.
Klar, jeder muss auch ein Ego haben, aber in einem gewissen Maß. Ich wende fast alle Kraft auf um die Sonnenbrille nicht noch dunkler werden zu lassen.

Zitat:Dann krempel die Ärmel mal hoch, trink Dir ein Bier, ein Kaffee, einen Scotch, rauch eine oder schrei mal kurz, was immer Du als Ausdruck für den Frust brauchst.

Dies ist ein Teil davon, wenn ich mich so fühle, dann bekomme ich einen Schreibanfall. Ich muss mir den ganzen Mist von der Seele schreiben. Bislang hat das immer gereicht und es verrauchte schnell genug, dass nach langem Nachdenken den Text gelöscht habe.
Aber wie du (und ihr Mitleser) lesen könnt, habe ich es diesmal nicht getan. Ich schreie sogar, das ist mal eine gute Seite davon, alleine zu Hause zu sein bis der Rest wieder zu Hause ankommt.


Zitat:Zweitens: Um aus einer unübersichtlichen lage herauszukommen braucht man erstmal ... eine Übersichtskarte.
Drittens: Und einen Plan. Am besten A und B.
Viertens: Ein bisschen Spock spielen tut ganz gut - hilft, die Thematik neutral zu betrachten.
Fünftens: Der schönste Beginn fängt mit einer Statusabfrage an. Beispielsweise
- Wie heiße ich?
- Wo bin ich gerade?
- Wie ist das Wetter?
- Wie geht es mir gerade?
- Was passiert gerade um mich herum?
(Man merkt, die Satz-Kombinationen werden länger.) [Bild: icon_wink.gif]


Die Übersichtskarte hilft viel. Auch die einzelnen Schritte machen einem viel klar.
Den Spock hatte ich heute morgen nach dem aufwachen. Habe gemerkt, dass der Ursprung der Probleme bei mir selbst liegen. Ich verletze andere Menschen und bin zu sehr damit beschäftigt mein inneres Chaos im Zaum zu halten, als mich um die zu kümmern, die darunter zu leiden haben.

Ich danke dir (erneut) D. Icon_smile


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #1.500 |

RE: FRUST-Topic
Hallo Nos.

Drei Punkte noch:

Zitat:Sie meint, sie fühlt keine Liebe von mir.
Beinahe alles in der menschlichen Evolutionsgeschichte, das Werden und Sein, hat immer zwei Seiten. Um einander in der Mitte zu begegnen - und den Weg von dort aus zusammen weiter zu gehen - braucht es Verständnis, Offenheit und Einfühlungsvermögen.
Menschen, die einen gemeinsamen Weg gehen, kann man manchmal daran erkennen, dass sich vielfach die Gesichter angleichen, vorwiegend natürlich bei älteren Menschen.


Zitat:das war auch ein Punkt, den sie angesprochen hat. Ich bin zu sehr auf mich fixiert. Ich fixiere mich zu sehr darauf, meine eigene Probleme wegzudrücken, nicht auf die Scherben zu treten. Natürlich leidet darunter die Beziehung. Ich schäme mich dafür.
Schämen ist menschlich, aber hier kontraproduktiv. Um Probleme zu identifizieren, anzugehen und Lösungen zu erarbeiten braucht es mitunter auch einen Geist, der abseits des Ichs steht.

3.)
Stell Dir das Folgende hypothetisch vor:
Angenommen, da gibt es einen Soldaten, der das schon sehr lange ist. Er findet seine bessere Hälfte, die sich ebenfalls in ihn verliebt. Beide gehen zusammen durchs Leben.
Was ist so erwähnenswert daran?
Der Soldat - ganz gleich, ob US-Amerikaner, Brite, Franzose, Pole oder Russe - hat gelernt, dass man nur gemeinsam ein Ziel erreichen kann, dass Kameradschaft (als verbindendes menschliches gruppendynamisches Element) der verbindende Punkt ist. Folglich, so idealistischerweise, akzeptiert er seine große Liebe auch unter dem Gesichtspunkt eines (gleichberechtigten) Kameraden, was wiederum entgegengebracht wird. Das führt in diesem Fall dazu, dass diese Zweier-Kombination langlebig werden kann, da jeder sich auf den anderen verlassen muss. Jeder ist mal die Stütze für den Anderen. Jeder mal der Verfechter des Anderen.

Das so als abschließendes (idealisiertes) metaphorisches Bildnis. Klingt altmodisch, aber ehrlicherweise besser, als in dieser schnelllebigen unpersönlichen Zeit.

LGD.

PS:
Tip am Rande: Schöne Momente sammeln!


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 3 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2021 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme