Es ist: 23-02-2020, 08:22
Es ist: 23-02-2020, 08:22 Hallo, Gast! (Registrieren)


Seelenruhig
Beitrag #11 |

RE: Seelenruhig
So nu aber!

Hallo Ihr Zwei. Aber der Reihe nach:

@Weltenwanderer:

Zitat: Zitat:Plötzlich spürte sie etwas unter ihrer Decke. Es krabbelte auf ihrer Matratze rum!
Schnell riss sie die Decke zur Seite.

Hm ... das ist schwer. Eine Alternative wäre vielleicht "Bettzeug" Icon_wink
ich persönlich mag nicht mehr jede Dopplung entfernen müssen und da hört dann irgendwann das Vokabular auf. wenn das Ding unter der Decke ist und das Mädchen dann eben diese zur Seite zieht, warum sollte ich das dann nicht so schreiben können?
Sicher geht es manchmal auch anders, aber das ist mir echt zu anstrengend. Bist du daran echt sprachlich hängen geblieben, oder ist das etwas worauf du achtest und selber in nem text meidest?

Interessiert mich bloß. Ist auch hier nicht so gravierend, aber manchmal denk ich die Leute prangern das immer an und sehen nicht, dass es auch mal ein sprachliches Mittel ist. (nicht auf dich bezogen ^^)

Zitat: Zitat:Sie hatte keine Angst, schließlich war sie schon groß.

Vom Lesegefühl her steht dieser Satz da etwas lose drin. Vielleicht ein "doch" an den Anfang? (Sie hat keine Angst, obwohl gerade ein unbekanntes Tier unter ihren Schlafanzug gehuscht ist? Sind Kleinkinder immer so?)
mein mädchen ist so ... außerdem erklärt sichs vllt wenn man das ende kennt

Zitat: Zitat:Sie wagte es nicht zu sprechen. Sie wollte das Wesen nicht verscheuchen.

Hm ... du solltest vielleicht über Synonyme für "sie" nachdenken. ^^ Vorschlag: "(kleines) Mädchen"
da muss ich mal drauf achten. auch schwierig, da zu variieren.

Zitat: itat:Eine wuschelige Mähne ragte von dem süßen Köpfchen empor.

Pumuckel! O.O
Mrgreen

Zitat: Zitat:„Hajo!“, fiepte das Wesen, wie eine Maus.

Etwas das so niedlich wirkt ... hat bestimmt ein dunkles Geheimnis!
wer weiß ... ^^

Zitat: Zitat:Sie spürte, dass wenn sie Fieps gehen lassen würde, käme er nicht mehr zurück.

Klingt so etwas unschön, Vorschlag: "Sie spürte, dass er nicht mehr zurückkäme, wenn sie ihn gehen lassen würde." (Könnte aber auch beabsichtigt sein, da du manchmal die kindliche Sprache von Lisa vermittelst, in dem Fall will ich nichts gesagt haben. Icon_wink)
wenn das nicht der Fall war, hast du mich wohl beleidigt Icon_aufsmaul

Mrgreen

finde aber nicht, dass das schlecht klingt. vllt geschmackssache, oder ich bin stur ^^

Zitat: Zitat:So wie wenn ihr plötzlich jemand ihren geliebten, schnarchenden Teddy wegnehmen würde

Ach, der Teddy ist nur ein Spielzeug, richtig?^^ Ich lese zu viel Fantasy.
Icon_lachtot hier musst ich lachen. ja, sry, der Bär hat nur Watte im Bauch

Zitat: Zitat:Allein der Gedanke an den Unfall, den sie durch Unachtsamkeit verursacht hatte, ließ sie beinahe den Verstand verlieren.

Sie liegt im Koma? Nachdem Fieps sie verlassen hat?
weniger nachdem, als währenddessen

Zitat: Zitat:Selbst, als die mit grünen Steinen besetzte Kette aus ihrem Dekolté heraus fiel und vor Lisas Gesicht pendelte, bekamen sie keine Reaktion zu sehen.

Oder ist die Kette der Grund, aus dem Fieps in der Abgeschlossenen Welt von Lisa diese grünen Augen hatte?
warm ...

Zitat: Zitat:Gerade wolle sie ihm beichten, alles loswerden, als das in den Hintergrund verschwundene regelmäßige Piepen des EKGs plötzlich zu einem lang gezogenen Pfeifen verschmolz.

Der Zeitpunkt an dem Fieps Lisas Herz berührt?
wärmer ...

Zitat: Zitat:Unvermittelt setzte der Alarm wieder ein. Noch bevor die Eltern reagieren konnten stand der Arzt am Bett und führte seine alltägliche Routine durch. Doch dieses Mal ertönte der erleichternde Rhythmus des Ekgs nicht, der junge Körper zuckte nicht, hustete nicht, lag schlicht reglos da. Seelenruhig.

Und jetzt hat sie sich im Traum schlafen gelegt. O.O
ein weitere, der die Parallelen erkannt hat ohne Hinweis. das freut

Zitat:So, zunächst zum Stil: war gut und flüssig zu lesen, ich hatte allerdings das Gefühl, dass du etwas holprig gestartet hast (siehe Anmerkungen dort Icon_wink), aber im weiteren Verlauf hatte ich dann keine Probleme mehr. Dir ist es auch gelungen die etwas kindlicheren Gedanken Lisas in deinen Schreibstil mit einfließen zu lassen.
ist bei mir oft so, dass die ersten Sätze, zum warmwerden quasi noch holpern. aber solang der rest besser wird ...

Zitat:ch bin nicht sicher ob wir wirklich wissen müssen, wie und warum es zu dem Unfall gekommen ist (also die Geschichte mit dem Liebhaber der Mutter) ... und etwas seltsam bleibt die Tatsache, dass Lisa nach dem Unfall anscheinend an Herzversagen stirbt. Icon_confused
naja, wenn man stirbt, bleibt das Herz eben stehen. Von herzversagen, war hier nicht die Rede. ich bin kein Arzt, aber selbst wenn ein Organ kolabiert, merken tust es am Herz ...

Zitat:Insgesamt hat mir deine Geschichte daher gut gefallen! Gerne gelesen!
freut mich danke.

PS:Wie du siehst komme ich zu wenig. Werde deinen Weltenbaum aber noch lesen!!!

Danke für die Mühe und das Vorbeischauen.

Gruß
Jeronimus


*******************************************************

@Lain:

Hallo Lain,

schön dich immer wieder bei meinen Geschichten zu finden.

Zitat:Ich denke, auch der erste Teil spielt im Krankenhaus, nur dass man das da nicht merkt.
das stimmt. hatte zu beginn noch mehrere Hinweise und wollte die Krankenhauslocation nicht verheimlichen bzw etwas durchschimmern lassen. Aber im Geiste war sie sicher, da wo sie sich wohlfühlt. Zuhause.

Zitat:Das kleine Männchen ist wichtiger, und irgendwie wirkt dieser Teil realer, auch wenn es eigentlich andersrum sein sollte.
sehr interessante anmerkung. stimmt irgendwie

Zitat:ch fange mal mit dem ersten Teil an.
Er hat mich besonders mitgerissen, deine Beschreibungen sind wunderschön und vermitteln intensiv, wie Lisa die Welt sieht.
danke, ich habe versucht so naiv wie möglich zu bleiben.

Zitat:Wenn ich interpretieren darf, sage ich, das Wesen, Fieps, ist ihre Seele, die in dieser Nacht aus dem Fenster fliegt und Lisas Leben mitnimmt.
Als ihr Herz aufhört zu schlagen, ist er grade unten am Boden angekommen.
du darfst und du interretierst zumindest das, was ich mir dabei gedacht hatte (was ja nicht das sein muss, was dann stimmt ^^ )

Zitat:Er ist zwar auch richtig gut geschrieben, gefällt mir aber trotzdem nicht so gut, wie der erste.
mir auch nicht. Ursprünglich hatte ich den nicht geplant. Es wirkte etwas plump alles mit einer "realitätsaufnahme" zu erklären. Ic hwollte es subtiler machen. aber in der version, wie der erste Teil nun dasteht, hätte es niemand verstanden. Lisas Anfall zur mitta kam erst nachdem ich dne zweiten geshrieben hatte. aber immerhin kann man noch grübeln und ich haus einem nicht vor den Latz.

Zitat:Es ist, als würden die Wunder mit Lisa sterben und dann die kalte, dunkle Welt des Krankenhauses zurücklassen, wo der Tod nichts mehr mit kleinen, freundlichen Menschen zu tun hat, eher als der Sensenmann zu sehen ist, der Lebensfäden durchtrennt.
Und Tränen zurücklässt.
dafür gibts den ersten Teil. Vllt ist der Tod ja so aufregend und schmerzlos, wie mein erster Teil ...

Zitat:Wie es zu dem Unfall gekommen ist, hast du recht schnell abgehandelt, ein rascher Überblick über das Leben der Mutter. Irgendwie finde ich das gut, dass du die ganzen Hintergründe in nur wenigen Worten geschildert hast. Da bleiben dann zwar einige Fragen offen, aber es wirkt auch so, als wäre das Leben der Mutter nicht mehr wichtig.
Mit ihrer Tochter stirbt auch dieses Leben.
ich denke, wenn ich nichts dazu gesagt hätte, hätten alle gefragt was denn passiert sei. jetzt wissen alle, dass es durch die fehlentscheiduzngen der erwachsenen ist.

in den Ende wie du es hier findest, ist die Mutter die Hassfigur, die Schuldige und die, die am meisten leiden wird.
Zunächst sollte es darum gehen, dass das Mädchen ein Opfer eines Sexualstraftäters ist, aber ich fand das zu einfach und Kontraproduktiv für hier. Ich denke viele hätten es mir übel genommen

Zitat:Im Endeffekt habe ich deine Geschichte aber trotzdem wieder sehr gerne gelesen und sie ist einfach toll geschrieben. Spannend, gefühlvoll, einfach gut. Ich hab mich gefreut, dass ich sie gefunden habe.
vielen Dank

Zitat: Zitat:Der Raum war auch gar nicht dunkel genug. Auf dem Flur war noch Licht an, das sich in rechteckiger Form an jeder Türspalte durchzwängte.

Das Phänomen kenne ich. Ich kann auch nicht schlafen, wenn es noch ein bisschen hell ist. Ich hasse es, dann die Schatten zu sehen, dir praktisch alles sein können und Angst davor zu kriegen, auch wenn es gar nicht nötig ist. Die Angst ist irgendwann einfach da.
Ich decke sogar die Leuchtzahlen von meinem Wecker ab (das Mistding ist aber auch verdammt hell). Schon als Kind war das so. Keine Angst vor der Dunkelheit, aber vor dem Scheindunkel. Ist einfach scheiße für Menschen mit zuviel Phantasie Mrgreen.
Und diese kleinen Nachtlichter bringen auch gar nichts…
ci hkann auch keine störlichter gebrauchen, am besten alles aus und rollladen ganz runter. (aber das mit dem rollladen darf ich nimmer, weil meine frau dann nie richtig wach wird ^^ )

Zitat: Zitat:Wenn ein kahler Hamster in ihrem Herzen gelebt hätte, dann hätte ihr es doch jemand mal gesagt, oder etwa nicht?

Das ist so süß! Icon_lol
Hab total gelacht bei dem Satz und mir das dann bildlich vorgestellt – einfach herrlich!
Auch den Blick von Lisa konnte ich mir vorstellen. Auf jeden Fall meine Lieblingsstelle! Icon_smile
ja den kahlen hamster mag ich auch

auch dir vielen Dank für deinen, ich muss schon Stammgastbesuch sagen.
Immer wieder erfreulich.

liebe Grüße

jeronimus


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Beitrag #12 |

RE: Seelenruhig
Hallo Jero!
Länger ist es in der Tat her, dass du hier gepostet hast, aber die Wartezeit hat sich meines Erachtens gelohnt, denn hier hast du eine Geschichte abgeliefert, die mich so sehr vom Inhalt überzeugt hat, dass ich komplett vergessen habe, auf den Stil zu achten. Ein besseres Merkmal für ein überzeugendere Geschichte gibt es wohl nicht. Icon_wink
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht trotzdem noch einmal akribisch drübergegangen wäre.
Also hier ein bissl Kleinkram, bevor ich mich auf das Fazit stürze, welchem ich, zugegeben, hier schon etwas vorraus gegriffen hab. Icon_ugly

Zitat: Seelenruhig
-- Schon der Titel hat es mir gleich angetan. Mir gefällt auch der Bezug dazu imText, den du gleich zweimal aufgreifst, einmal positiv belegt und dann am Ende ins komplette Gegenteil verzerrt.

Zitat: Eigentlich war sie müde, aber es war ihr nicht möglich gewesen ein Auge zuzutun.
-- gewesen, ein Auge

Zitat: Gähnend fragte sie ihren Teddybären, ob er denn schlafen könne, doch dieser grummelte nur. Vielleicht war es auch ein Schnarchen oder ein wilder Traum, der ihn zufällig etwas brummen ließ, als sie ihn fragte. Auf jeden Fall wollte sie ihn nicht wecken.
-- Da sie ihren Bären bereits gefragt hat, ist der letzte Satz etwas unsinnig, oder? Entweder sie will ihn nicht wecken, dann fragt sie nicht, oder sie fragt, dann ist ihr gleich, ob er wach ist.

Zitat: Auf dem Flur war noch Licht an, das sich in rechteckiger Form an jeder Türspalte durchzwängte.
-- Sehr schöne Beschreibung. Natürlich hönnte man da nun kleinkariert meckern, aber ich mag die Ungewöhnlichkeit der Beschreibung.

Zitat: Schnell riss sie die Decke zur Seite. Ihr Teddy purzelte ein ganzes Stück, aber sonst rührte sich nichts. Eigenartig, dachte das Mädchen und wollte sich schon wieder zudecken, als etwas, in dem dämmrigen Licht kaum sichtbar, über die Matratze huschte, geradewegs unter ihren Pyjama.
-- Es ist nicht wirklich ein Kritikpunkt. Mir fällt nur auf, dass das Mädchen sich nicht besonders darum kümmert, das ihr Teddy wegkullert. Das finde ich etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass sie ja eben noch mit ihm geredet hat und besorgt war, ihn zu wecken. Vielleicht könntest du noch einbauen, wie sie ihn festhält oder Ähnliches.

Zitat:Sie wagte es nicht zu sprechen.
-- Ich glaub, da müsste ein Komma zwischen "nicht" und "zu"

Zitat:Als es zufrieden war, stapfte es wie ein kleiner Soldat zu ihrer Schulter, weiter zum Ellenbogen, bis zur Hand.
-- Total süß.

Zitat:„Bist du Strom?“, wollte sie wissen. Das würde die Haare erklären.
-- Mir gefällt, wie du es schaffst, mit wenigen Worten die Kindlichkeit zu vermitteln. Ich versuche mich auch gerade an einer Art Märchen, schaffe es aber nicht, die Sprache so zu ändern, dass man merkt, dass ein Kind schreibt. Icon_nosmile

Zitat:„Bist du eine Milpe und kommst aus dem Kissen?“ (Eigentlich meinte sie Milbe.)
-- Die Bemerkung in Klammern wurde in den Kommentaren schon mal negativ angemerkt, ich finde sie jedoch passend.

Zitat:Unvermittelt sprang Fieps von der Hand, schnappte sich eine von Lisas Haarsträhnen und schwang sich wie ein Affe auf ihre Schulter, um sich von dort an ihrem Pyjama herabzuhangeln und auf der Höhe ihres Herzens zu verweilen. Pieksend stupste er den Finger gegen ihre Brust.
-- Action! Tarzan für Däumlinge. Ich mags. Icon_smile

Zitat: Wie aus dem nichts wurde sie von gleißendem Licht geblendet.
-- "aus dem Nichts", oder?

Zitat:Schatten huschten an ihren Augen vorbei. Sie versuchte einzuatmen, aber es wollte nicht gelingen.
-- "versuchte, einzuatmen"

Zitat:Dann packte sie Fieps, der noch immer an ihrem Pyjama hing, am Kragen und stellte ihn wieder auf ihre Handfläche ab.
-- "stellte ihn wieder auf ihrer Handfläche ab"

Zitat: Mit großen Augen schaute sie in seine Grünen und versuchte sich zusammenzureimen, was das genau zu bedeuten hatte.
-- "versuchte, sich zusammenzureimen", glaub ich.

Zitat:Wenn ein kahler Hamster in ihrem Herzen gelebt hätte, dann hätte ihr es doch jemand mal gesagt, oder etwa nicht?
-- Icon_lachtot

Zitat:Sie hatte nicht das Recht ihn da zu behalten.
-- "Recht, ihn", denke ich.

Zitat: Er würde es sicherlich sogar schaffen unten anzukommen, ohne sich weh zu tun.
-- Auch gehört, glaub ich, ein Komma hinter "schaffen"

Zitat:Der Arzt hatte Recht. Lisa zeigte keine Regung.
-- Auch ich würde den ersten Satz streichen, da der Arzt ja später noch in Erscheinung tritt.

Zitat: Ihre Mutter hatte sogar versucht sie zu kitzeln, wie sie es so oft getan hatte.
-- "versucht, sie"

Zitat: Jetzt kam sie sich doof vor.
-- Da du erst "Lisa" hast, dann "ihre Mutter" und hier "sie" wird nicht ganz klar, wen du nun meinst. Aufgrund der Sprache hatte ich hier gedacht, dass du von Lisa sprichst, was ja aber nicht stimmt.

Zitat:Aber nachdem der Doktor ihren Mann und sie mit ihrer Tochter alleine lies, musste sie es einfach versuchen.
-- Hier ist es zeitlich etwas durcheinander geraten. "allein gelassen hatte"
und "ließ" schreibt man das Icon_wink

Zitat:Ihr blieb nichts anderes übrig, als am Bett zu sitzen und zu hoffen, dass sie erwachte.
-- Auch hier sind die Personalpronomen verwirrend. Ich würde hier 'ihr kleines Mädchen' oder Ähnliches nehmen, um dem vorzubeugen und eine Abgrenzung zum Folgesatz vorzunehmen.

Zitat:„Schau, Schatz!“, schrie sie plötzlich auf. Wie im Traum zuckten Lisas Augenlieder.
-- Hier widersprichst du dir. Du schreibst, ihre Augen zucken wegen einem Traum - ergo hat die Mutter keinen Grund, so aufgeregt zu sein. Sie denkt aber, dass ihre Tochter gleich erwacht, von daher würde ich den Schwerpunkt auf das Zucken legen. Beschreib es. Vielleicht regt sich Lisa auch etwas.

Zitat:Selbst, als die mit grünen Steinen besetzte Kette aus ihrem Dekolté heraus fiel und vor Lisas Gesicht pendelte, bekamen sie keine Reaktion zu sehen.
-- *hust* Dekolleté (auch Dekolletee, nach frz. décolleté)

Zitat:Sie spürte, wie ihr Mann seine Hand behutsam auf ihren Rücken legte. Er war für sie da. Wusste nichts von ihrer Affäre, von ihrem Geliebten, den sie wenige Stunden zuvor getroffen hatte. Die Zeit hatte sie vergessen, hatte sich beeilen müssen, um ihre Tochter rechtzeitig von der Schule abzuholen und früher zuhause zu sein als ihr Gatte, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
-- Hier gerate ich immer noch durcheinander. Die Mutter war bei ihrem Geliebten, hat dann die Tochter abgeholt und den Unfall gebaut. Aber das war doch schon ne Weile her, oder nicht?
Nicht erst wenige Stunden? Warum ist die Mama eigentlich nicht verletzt? Bei dem Wort "donnern" sehe ich Autowracks, schwerste Verletzungen ...
(Zuhause übrigens)

Zitat:Ein LKW, dessen Bremsen nicht schnell genug einsetzen konnten, donnerte in die hintere Hälfte ihres Autos und versetzte dem Gehirn ihrer Tochter einen beinahe tödlichen Schlag.
-- "konnten, war in die ... Autos gedonnert und hatte ... versetzt."

Zitat:Gerade wolle sie ihm beichten, alles loswerden, als das in den Hintergrund verschwundene regelmäßige Piepen des EKGs plötzlich zu einem lang gezogenen Pfeifen verschmolz.
-- "Gerade wollte "
Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Der Fokus der Mutter liegt doch auf der Tochter, da hat sie was ganz anderes im Kopf als ihre Affaire zu beichten.

Zitat:Noch bevor sie reagieren konnte, stürmte ihr Mann schon raus und der Alarm setzte ein. Eiligen Schrittes kamen Arzt und Schwester in den Raum und begannen sofort eine Herzmassage durchzuführen und per Atemmaske, Luft in die kleine Lunge zu pumpen.
-- Hier wären ein paar Emotionen der Mutter nett.

Zitat:Das Leben kam in Form des sich gleichmäßig einpendelnden Piepens zurück. Lisa verfiel in einen Hustenanfall, sie riss die Augen auf. Ihre Pupillen zuckten hin und her, unkontrolliert, apathisch.
-- Definition von Apathie: Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit, mangelnde Erregbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen.

Zitat:„Sie ist wieder stabil“, stellte der Arzt außer Atem fest. Zwar versuchte er unbesorgt und gefasst zu wirken, aber seine Sorge konnte er nicht vertuschen.
-- Ich muss da zustimmen. Stabil sieht anders aus. Icon_wink

Zitat:„Nun, zu dieser Zeit kann ich das nicht genau sagen. Wir warten noch auf die Bilder aus dem CT beziehungsweise deren Analyse.
-- Komma vor "bzw. "

Zitat:Alles was ich jetzt sagen würde, wäre eine reine Spekulation. Leider sind wir noch nicht aus dem Gröbsten heraus.“ Der Arzt hielt einen Augenblick inne bevor er fortfuhr. „Wir tun alles, um festzustellen…“
-- Komma vor "bevor"

Zitat:Doch dieses Mal ertönte der erleichternde Rhythmus des Ekgs nicht, der junge Körper zuckte nicht, hustete nicht, lag schlicht reglos da. Seelenruhig.
-- Das Ende hat mich beim ersten Lesen so mitgenommen. Wie du den Begriff aufgreifst und ins negative verkehrst.

So, ist doch etwas mehr geworden, als ich dachte, was aber an der, bei dir schon öfter festgestellten, Pronomen- und Zeitschwäche. Icon_wink
Der erste Teil ist sehr schön geschrieben, richtig niedlich und da wird einem warm ums Herz. In der Klinik hingegen fehlen die Emotionen etwas. Ich weiss nicht, ob das so gewollt war, aber die Eltern bleiben sehr blass. Hätte mir da etwas mehr Angst, etwas mehr Panik und Händeringen gewünscht.
Ansonsten find ich die Geschichte, wie oben bereits erwähnt, sehr gut.
Wirklich sehr gern gelesen.

Liebe Grüße
Addi[/quote]

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #13 |

RE: Seelenruhig
Tag Addi,

das hat jetzt wirklich lange gedauert. Sorry, aber zu solchen Sachen komme ich gerade selten.
Aber besser spät als nie, deshalb ...

Zitat:ber die Wartezeit hat sich meines Erachtens gelohnt, denn hier hast du eine Geschichte abgeliefert, die mich so sehr vom Inhalt überzeugt hat, dass ich komplett vergessen habe, auf den Stil zu achten. Ein besseres Merkmal für ein überzeugendere Geschichte gibt es wohl nicht. Icon_wink
besonders von dir kann ich kein besseres Kompliment bekommen, weil wenn du bei mir auf den Stil achtest, bekommen wir uns immer in die Haare ^^

Zitat:Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht trotzdem noch einmal akribisch drübergegangen wäre.
Also hier ein bissl Kleinkram,
ich hätte mich dann tatsächlich nicht ernst genommen gefühlt

Zitat: Zitat: Seelenruhig

-- Schon der Titel hat es mir gleich angetan. Mir gefällt auch der Bezug dazu imText, den du gleich zweimal aufgreifst, einmal positiv belegt und dann am Ende ins komplette Gegenteil verzerrt.
Icon_smile

Zitat: Zitat: Gähnend fragte sie ihren Teddybären, ob er denn schlafen könne, doch dieser grummelte nur. Vielleicht war es auch ein Schnarchen oder ein wilder Traum, der ihn zufällig etwas brummen ließ, als sie ihn fragte. Auf jeden Fall wollte sie ihn nicht wecken.

-- Da sie ihren Bären bereits gefragt hat, ist der letzte Satz etwas unsinnig, oder? Entweder sie will ihn nicht wecken, dann fragt sie nicht, oder sie fragt, dann ist ihr gleich, ob er wach ist.
du musst hier wie ne Kleine denken. Sie frägt ihn Leise ( ok leise hab ich nicht geschrieben), der brummt ohne komplett aufzuwachen und sie will ihn nicht wecken. ich find das sinnvoll

Zitat: Zitat: Schnell riss sie die Decke zur Seite. Ihr Teddy purzelte ein ganzes Stück, aber sonst rührte sich nichts. Eigenartig, dachte das Mädchen und wollte sich schon wieder zudecken, als etwas, in dem dämmrigen Licht kaum sichtbar, über die Matratze huschte, geradewegs unter ihren Pyjama.

-- Es ist nicht wirklich ein Kritikpunkt. Mir fällt nur auf, dass das Mädchen sich nicht besonders darum kümmert, das ihr Teddy wegkullert. Das finde ich etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass sie ja eben noch mit ihm geredet hat und besorgt war, ihn zu wecken. Vielleicht könntest du noch einbauen, wie sie ihn festhält oder Ähnliches.
sollte ich mich nochmal an die GEshcichte machen, werde ich das auf jeden Fall einbauen. Sehr herzlos, das stimmt

Zitat: Zitat:„Bist du Strom?“, wollte sie wissen. Das würde die Haare erklären.

-- Mir gefällt, wie du es schaffst, mit wenigen Worten die Kindlichkeit zu vermitteln. Ich versuche mich auch gerade an einer Art Märchen, schaffe es aber nicht, die Sprache so zu ändern, dass man merkt, dass ein Kind schreibt. Icon_nosmile
es ist wirklich nicht einfach und ich muss sagen, dass ich da gerade einen guten Tag hatte. Aber ich fand den Strom auch super ^^

Zitat: Zitat:„Bist du eine Milpe und kommst aus dem Kissen?“ (Eigentlich meinte sie Milbe.)

-- Die Bemerkung in Klammern wurde in den Kommentaren schon mal negativ angemerkt, ich finde sie jedoch passend.
ich habe mich ein wenig von Neil Gaiman inspirieren lassen. Der macht das oft und als "Erzähler" (wenn ich mir vorstelle ich lese es einem Kind vor) finde ich das auch sehr passend. danke für die Bestätigung

Zitat: Zitat: Wie aus dem nichts wurde sie von gleißendem Licht geblendet.

-- "aus dem Nichts", oder?
geändert

Zitat: Zitat:Schatten huschten an ihren Augen vorbei. Sie versuchte einzuatmen, aber es wollte nicht gelingen.

-- "versuchte, einzuatmen"
wie bei deinem vorherigen einwand, möchte ich da kein Komma setzen. ich weiß, dass bei Infinitiv Formulierung ein Komma gemacht wird, aber auch, wenn das Verb alleine steht?! Ich finde das sieht scheiße aus. auch wenn es technisch vllt korrekt wäre


Zitat: Zitat:Wenn ein kahler Hamster in ihrem Herzen gelebt hätte, dann hätte ihr es doch jemand mal gesagt, oder etwa nicht?

-- Icon_lachtot
Mrgreen

Zitat: Zitat: Jetzt kam sie sich doof vor.

-- Da du erst "Lisa" hast, dann "ihre Mutter" und hier "sie" wird nicht ganz klar, wen du nun meinst. Aufgrund der Sprache hatte ich hier gedacht, dass du von Lisa sprichst, was ja aber nicht stimmt.
wüsste nicht wie ich das ändern sollte. Im Satz davor spreche ich von der Mutter und im Folgesatz auch. Ist ja ein PErspektivenwechsel

Zitat: Zitat:Selbst, als die mit grünen Steinen besetzte Kette aus ihrem Dekolté heraus fiel und vor Lisas Gesicht pendelte, bekamen sie keine Reaktion zu sehen.

-- *hust* Dekolleté (auch Dekolletee, nach frz. décolleté)
check

Zitat: Zitat:Sie spürte, wie ihr Mann seine Hand behutsam auf ihren Rücken legte. Er war für sie da. Wusste nichts von ihrer Affäre, von ihrem Geliebten, den sie wenige Stunden zuvor getroffen hatte. Die Zeit hatte sie vergessen, hatte sich beeilen müssen, um ihre Tochter rechtzeitig von der Schule abzuholen und früher zuhause zu sein als ihr Gatte, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

-- Hier gerate ich immer noch durcheinander. Die Mutter war bei ihrem Geliebten, hat dann die Tochter abgeholt und den Unfall gebaut. Aber das war doch schon ne Weile her, oder nicht?
Nicht erst wenige Stunden? Warum ist die Mama eigentlich nicht verletzt? Bei dem Wort "donnern" sehe ich Autowracks, schwerste Verletzungen ...
(Zuhause übrigens)
wenn der LKW hinten und in die Beifahrerseite knallt, stelle ich mir vor, dass ihr "dummerweise" nichts passiert. Ob das lange her ist oder nicht .... für mich nicht, aber ich denke es bleibt offen.

Zitat: Zitat:Ein LKW, dessen Bremsen nicht schnell genug einsetzen konnten, donnerte in die hintere Hälfte ihres Autos und versetzte dem Gehirn ihrer Tochter einen beinahe tödlichen Schlag.

-- "konnten, war in die ... Autos gedonnert und hatte ... versetzt."
ist besser ja

Zitat: Zitat:Gerade wolle sie ihm beichten, alles loswerden, als das in den Hintergrund verschwundene regelmäßige Piepen des EKGs plötzlich zu einem lang gezogenen Pfeifen verschmolz.

-- "Gerade wollte "
Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Der Fokus der Mutter liegt doch auf der Tochter, da hat sie was ganz anderes im Kopf als ihre Affaire zu beichten.
ich möchte mich nicht in die Gefühle der Frau einmischen ^^
du könntest Recht haben, aber ich finde nicht, dass man das gänzlich ausschließen kann, dass sie sich wenigstens das vom Herzen reden will

Zitat: Zitat:Noch bevor sie reagieren konnte, stürmte ihr Mann schon raus und der Alarm setzte ein. Eiligen Schrittes kamen Arzt und Schwester in den Raum und begannen sofort eine Herzmassage durchzuführen und per Atemmaske, Luft in die kleine Lunge zu pumpen.

-- Hier wären ein paar Emotionen der Mutter nett.
Frauen und ihre Emotionen ...

Zitat: Zitat:Das Leben kam in Form des sich gleichmäßig einpendelnden Piepens zurück. Lisa verfiel in einen Hustenanfall, sie riss die Augen auf. Ihre Pupillen zuckten hin und her, unkontrolliert, apathisch.

-- Definition von Apathie: Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit, mangelnde Erregbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen.
weiß nicht was du da gesehen hast, aber bei mir steht panisch Icon_rolleyes

Zitat: Zitat:Doch dieses Mal ertönte der erleichternde Rhythmus des Ekgs nicht, der junge Körper zuckte nicht, hustete nicht, lag schlicht reglos da. Seelenruhig.

-- Das Ende hat mich beim ersten Lesen so mitgenommen. Wie du den Begriff aufgreifst und ins negative verkehrst.
vielen Dank ... hatte auch ein Tränchen im Auge ^^

Zitat:So, ist doch etwas mehr geworden, als ich dachte, was aber an der, bei dir schon öfter festgestellten, Pronomen- und Zeitschwäche. Icon_wink
jaja, genieß es


Zitat:Der erste Teil ist sehr schön geschrieben, richtig niedlich und da wird einem warm ums Herz. In der Klinik hingegen fehlen die Emotionen etwas. Ich weiss nicht, ob das so gewollt war, aber die Eltern bleiben sehr blass. Hätte mir da etwas mehr Angst, etwas mehr Panik und Händeringen gewünscht.
ich denke die Emotionslosigkeit kommt daher, dass ich die Auflösung eigentlich sehr kurz machen wollte, damit sich der Leser selbst alles zusammenreimen muss. ist dann aber länger geworden, was dich die Emotionen vermissen lässt. Auch hier: wenn ich es mal überarbeiten sollte, im großen Stile, werde ich mir Mühe geben

Zitat:Ansonsten find ich die Geschichte, wie oben bereits erwähnt, sehr gut.
Wirklich sehr gern gelesen.
das freut mich sehr, danke.

sry nochmal wegen der erheblichen VErspätungen. Und danke nochmal

gruß
jeronimus


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