Es ist: 13-04-2021, 20:47
Es ist: 13-04-2021, 20:47 Hallo, Gast! (Registrieren)


Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Beitrag #1 |

Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Für alle Antreiber! Icon_wink
Dieses Mal auch etwas länger, weil ja immer Beschwerden kommen.
Ich hoffe, es gefällt.

LG
Addi





6. Kapitel
- Blutlinien -
(Part 1)

“Und war das nun so schlimm?”
Am liebsten hätte sie der Vampirin eine saftige Antwort um die Ohren gehauen, doch dazu fehlte ihr sowohl die Kraft als auch die Zeit, da sie sich so schnell wie möglich der zähen Masse in ihrem Mund entledigen wollte. Krampfhaft darum bemüht, ihrem rebellierenden Magen nicht doch noch nachzugeben, kämpfte sie weiter und würgte schließlich den letzten Klumpen hinunter.
„Ich verstehe natürlich deine Bedenken”, fuhr die Kainstochter derweil ungerührt fort, „Kannibalismus ist niemals einfach. Aber sieh es mal so, dein kleiner Cousin war ja ohnehin schon krepiert, nun ist sein Tod wenigstens noch für etwas von Nutzen.”
Mit dem hämischen Lachen der Vampirin im Ohr, betrachtete Saraya das helle Blut an ihren Fingern und verzog angeekelt die Lippen. Ihr war bewusst, dass es notwendig war, dass sie ihrem Körper etwas von der so dringend benötigten Nahrung zuführen musste, vor allem, in Anbetracht ihrer Verletzungen. Aber das … Wer hätte gedacht, dass ich einmal so tief sinken würde?
„Trauerst du jetzt?“ Die drei einfachen Worte, nur leise in ihr Ohr gehaucht, ließen sie erschrocken herumfahren. „Wenn ich gewusst hätte, dass dich das ganze so mitnimmt“, meinte die Vampirin gespielt zerknirscht, „wäre ich nicht so wahllos gewesen. Möchtest du, dass ich noch einmal nach unten gehe? Vielleicht findet sich ja unter deinen Freunden eine Nahrungsquelle, die nicht mit dir verwandt ist ...“
Für einen Moment konnte Saraya nicht anders, als die Kainstochter sprachlos anzustarren. War dieses Wesen, das seine Worte so gekonnt wie Rasierklingen einzusetzen vermochte, wirklich dieselbe Person, die sich noch vor Kurzem so besorgt gezeigt, sich sogar bei ihr entschuldigt hatte?
„Also, wie sieht es aus? Möchtest du noch mehr? Es ist mehr als genug da ...” Wie zur Bestätigung tippte die Vampirin lieblos gegen den massigen Kadaver, dessen Kopf daraufhin von einer Seite zur anderen kippte.
Durch diese Geste wieder auf ihre Tat gelenkt - das immer noch leicht dampfende Loch in dem dunklen Fell zog ihren Blick geradezu magisch an - schlug Saraya würgend eine Hand vor den Mund. Beinahe hätte sich der so mühsam herunter gezwungene Inhalt ihres Magens auf dem nackten Felsen ergossen, aber auch dieses Mal obsiegte ihr Wille und die bittere Galle sank wieder zurück. Bleischwer.
„Das ist wohl ein 'nein', nehme ich an. Nicht besonders vernünftig in deiner Situation”, meinte die Vampirin, und Saraya konnte förmlich hören, wie diese mit den Schultern zuckte.
„Fick dich!”, gab sie zischend zur Antwort, die Augen fest zusammengekniffen, um dem Anblick der anklagenden braunen Augen zu entgehen. Im nächsten Moment bereute sie ihre Worte bereits, weil sich ihre Lunge, ob des unsinnigen Verbrauchs der so rar gewordenen Luft, schmerzhaft zusammenzog. Verdammt! Warum habe ich bloß nicht meine Schnauze gehalten?
„Aber, aber“, erwiderte die Kainstochter in einem Ton, den Mütter anwandten, um ihre Kinder sanft Zurechtzuweisen, „redet man etwa so mit seiner Lebensretterin?”
Sarayas Augenlider fuhren nach oben, tödliche Blitze entlassend. Und obwohl sie mittlerweile um die Konsequenzen wusste, konnte sie nicht anders. „Ich hätte dich bei dem verdammten Weihwasser verrecken lassen sollen!”, presste sie hervor und quittierte den anschließenden Feuertanz ihrer Lunge mit einem dumpfen Keuchen.
Der Körper der Vampirin spannte sich, zitterte leicht wie die überreizte Sehne eines Bogens. Saraya fehlte die Kraft, zurückzuweichen; der von ihr befürchtete Schlag kam jedoch nicht, dafür schlich sich ein Ausdruck in die dunklen Iriden, der sie an die ersten Momente im Labyrinth erinnerte. Sie versuchte noch, die absolute Leere zu deuten, als sich die Schwarzblütige abrupt erhob.
„Du solltest jetzt etwas schlafen. Dein Körper braucht Ruhe, um sich zu erholen.”
Saraya hätte die Kainstochter am liebsten erneut angefahren, unterließ es aber, weil sie um die Unsinnigkeit dieses Verhaltens wusste. Außerdem war Schlaf in ihrer Situation wohl wirklich das Beste. Trotz der zugeführten Nahrung würden ihre Wunden - in den letzten Minuten von dem Schmerzzentrum ihres Gehirns zumindest halbwegs erfolgreich ausgeschaltet - nicht von Jetzt auf Gleich verschwinden. Ihre eigenen Regenerationskräfte arbeiteten langsam. Leider.
Vampir müsste man sein - zumindest in dieser Hinsicht. Sie grinste schief, ob dieses Gedankens, bevor sie so weit wie es das kleine Felsplateau ermöglichte von dem Kadaver weg kroch und sich zusammenrollte. Einen Moment lang betrachtete sie noch die hoch gewachsene Gestalt der Vampirin, ein regungsloser Schatten im Halbdunkel der Höhle, dann sanken ihre Lider auch schon herab und übergaben sie der seeligen Dunkelheit.

Entferntes Jaulen war es, das sie schließlich aus dem Schlaf riss. Zuerst noch orientierungslos, bis sie die Überreste des Hundes entdeckte. Sofort wurde ihr die Schwere ihres Magens bewusst, ebenso wie der Irrsinn der letzten Stunden(?). Sie erinnerte sich an den Moment des Schocks, den sie verspürt hatte, als die Vampirin sich über den Rand des Felsens gestürzt hatte, an das schaurige Gewimmer, das gefolgt war, und das Geräusch der sich in den harten Stein grabenden Krallen, mit dem die Vampirin wieder zu ihr empor geklettert war.
'Innereien oder Muskel', hatte sie gefragt, nachdem der Kadaver mit einem Klatschen auf dem Felsen aufgeschlagen war, und die Erinnerung daran brachte ihren Magen zum Krampfen. Ehe sie es verhindern konnte, ergoss sich ein warmer Schwall über ihre Lippen. Dann, ausgelöst vom Geruch des Erbrochenen, gleich noch etwas mehr, bevor sie sich gewaltsam auf die Lippen biss.
Am ganzen Körper zitternd lag sie schließlich da und starrte auf die Farbkringel, die ihr innerer Kampf auf die Innenseite ihrer Lider malte. Erst nach einer Weile wurde ihr bewusst, wie ruhig es dabei eigentlich war. Wo blieb der beißende Kommentar der Kainstochter? Alarmiert riss sie die Augen auf, suchte auf dem Plateau nach der vertrauten Gestalt der Vampirin, fand jedoch nur Leere - ein Fakt, der einen Rausch Adrenalin durch ihren gepeinigten Körper jagte und für einen Moment alle Schmerzen in den Hintergrund treten ließ.
Sie stemmte sich hoch - und sackte sogleich mit einem dumpfen Stöhnen wieder zurück auf den Stein.
Verfluchte Schulter, erregte sie sich mit Tränen in den Augen und hängte gleich noch eine Reihe wilder Flüche auf sich und ihre eigene Dummheit hinten an.
Immer noch leise vor sich hin murrend stützte sie einen Moment später prüfend ihren linken Arm auf, erkannte dann aber, dass das in ihrer Situation wohl auch nicht die beste Lösung war, und gab auf. Scheiße! Scheiße. Scheiße ...

Ein scharfer Wind fuhr durch die Allee, peitschte die rotgoldenen Blätter vom Boden und trieb sie zusammen mit den lautstark protestierenden Ästen der Bäume und Büsche gegen die Mauern der alten Villa. Gespenstiges Heulen, das wie kalter Odem aus den zerbrochenen Fenstern quoll, war seine einzige Antwort. Für einen Moment legten sich Wind und Blätter, auch die beiden Flügeltüren, bis eben noch hohl gegen ihre Rahmen schlagend, kamen knarrend zum Stehen - ein dreckiggraues Stillleben. Harmlosigkeit vortäuschend, während sich ein gemächlicher Strom in der Farbe der untergehenden Sonne einen Weg über die Veranda suchte, die Stufen hinab ...

Die Wand in ihrem Rücken ruckte leicht, als der Fahrstuhl zum Stillstand kam. Eine Bewegung, die sich unbewusst auf ihren Körper übertrug. Jeder Muskel in ihrem Körper zitterte vor Anspannung und Erwartung. Endlich würde sie Gelegenheit erhalten, all das Gelernte anzuwenden, Gelegenheit, Rache zu üben.
Der Griff um die beiden halbautomatischen Pistolen wurde fester. Dann glitten die beiden Türen auch schon auseinander, und sie entließ das Chaos in das dahinter liegende Penthouse.
Weder sie noch die sirrenden Kugeln machten einen Unterschied zwischen Glas, Stahl oder Fleisch. 'Wer für eines dieser Monster arbeitet, verdient nichts Besseres', ging es ihr durch den Kopf, während Splitter und gequälte Schreie um sie herumflogen. Sie leerte Magazin um Magazin, und als das Letzte mit einem Klicken seine Leere verkündete, gab es nichts Lebendiges mehr, das ihr hätte gefährlich werden können. Achtlos ließ sie die beiden Waffen zu Boden fallen.
„Wie sieht es aus, Blutsauger, Lust auf ein Spiel?“, warf sie dem blonden Hünen auf dem Sofa entgegen, der sich seit ihrem Eintreten vor wenigen Sekunden nicht einmal einen Millimeter von ihrem Platz bewegt hatte. „Ich habe auch alle notwendigen Utensilien dabei“, ergänzte sie, die beiden geweihten Klingen hinter dem Rücken hervorziehend ...

'Komm schon, Schlampe! Wo bleibst du?' Saraya fragte sich nicht zum ersten Mal, ob ihr Informant vielleicht ein feiger Lügner gewesen war, da schoss der beschriebene Ferrari unvermittelt aus dem Lichtergewirr der Stadt - so schnell, dass sie Mühe hatte, ihn auf dem Highway nicht aus den Augen zu verlieren.
Über eine halbe Stunde zog sich die Jagd, dann bog der schnittige Italiener auf die vorhergesagte Landstraße, und ihre Anspannung legte sich etwas. 'Na also, es geht doch.' Ihr Daumen legte sich in freudiger Erwartung auf die kleine Erhebung der Fernbedienung. 'Noch ein paar Meter.'
Die deponierte Sprengladung explodierte mit einem Krachen, so laut und mächtig, dass sogar die Scheiben ihres Wagens gefährlich knackten. Eine fauchende Feuerwand erhob sich in den sternenlosen Nachthimmel, doch sie bremste nicht, trat sogar noch heftiger auf das Gas, um den größtmöglichen Schaden anzurichten.
Die Vampirin, erstaunt aus dem Auto gesprungen, um die Explosion vom Nahen zu untersuchen, hörte sie kommen, war aber zu langsam, um auszuweichen. Knochen brachen, als sie zuerst über die Motorhaube, dann über Frontscheibe, Dach und Heck des grauen Mercedes geschleudert wurde, den sich Saraya von ihrem letzten Opfer geliehen hatte. Nun ja, sie hatte das gute Stück ja schlecht in seiner Garage verstauben lassen können, oder?
Sie warf einen Blick in den Rückspiegel und stellte enttäuscht fest, dass ihr die Blutsaugerin nicht den Gefallen getan hatte, sich das Genick zu brechen. 'Mist!' Sie griff nach dem Flammenwerfer auf dem Beifahrersitz, legte ihn sich auf den Schoß und öffnete die Tür. 'Diesmal muss es schnell gehen. Kein unnötiges Risiko', rief sie sich in Erinnerung, während sie sich aus dem Auto quälte und die Mündung der Waffe auf dem Gips ihres linken Arms ausbalancierte ...

Sarayas Körper zuckte unter den Schlägen und Wunden längst vergangener Zeiten, während sie sich all ihren ehemaligen Feinden noch einmal gegenübersah, die Kämpfe gegen sie noch einmal bestritt. Wie so oft erwachte sie mit dem Ende des Letzten vor Augen, einen stummen Schrei auf den Lippen und aufgeregt nach ihrer linken Schulter tastend.
Die Bewegung geschah so reflexartig, dass ihr erst nach wenigen Sekunden bewusst wurde, wie schwach das dumpfe Pochen darin war - zu schwach um wirklich weh zu tun. Wie lange habe ich wohl geschlafen?, fragte sie sich daraufhin verwundert. Als sie neugierig den linken Arm hob, erwartete sie eine weitere Überraschung, prangte doch dort, wo sich die Wunde befunden hatte, ein seltsam anmutender Verband aus zerrissenem Leder und Riemen, die sie erst auf den zweiten Blick als den beiden Dolchhalftern zugehörig erkannte. Hat sie ...? Aber wann ...?
Verwirrt ließ sie die Augen umher wandern und entdeckte die Gesuchte schließlich nicht weit von sich entfernt an einer der Felswände kauernd. Es schien, als würde sie schlafen, was ihren Zügen eine ungewohnte Sanftheit verlieh. Wie alt sie wohl ist?, fragte sich Saraya unbewusst. Ehe sie dazu kam, sich über diese Frage zu wundern - bisher hatten sie weder Name noch Alter ihrer Gegner sonderlich interessiert -, fuhren die blassen Lider nach oben und durchdringende, fast schon hypnotische Augen richteten sich auf sie.
„Ausgeschlafen, Wolfsbalg?“
„Fürs Erste schon“, erwiderte Saraya ruhig, den provozierenden Unterton bewusst ignorierend. Nachdem ihre Bauchwunden sich Dank der eigenen Regenerationsfähigkeit gerade etwas geschlossen hatten und ihr Arm ein weiteres Zeugnis der ungewöhnlichen netten Seite der Kainstochter trug, stand ihr nicht der Sinn nach einer Auseinandersetzung. Es führte zudem auch zu nichts in ihrer Lage. Aber vielleicht war dieses kindische Verhalten ja auch die Art der Vampirin mit der Situation - ihrer eigenen Hilflosigkeit darin - umzugehen? Die ganze Provokation nur ein Ventil für die in ihr schlummernden Aggressionen auf den, der sie beide hierher verfrachtet hatte? Wie auch immer, sie würde sich nicht noch einmal auf dieses verbale Kräftemessen einlassen, keine weitere Energie mehr verschwenden. Sie verzog die Lippen zu einem freundlichen Lächeln.
„Da wir gerade davon sprechen, wirst du der Kosenamen eigentlich nie müde? Ich meine, nicht, dass ich sie nicht schätzen würde, aber wirklich originell sind sie ja nicht, oder?“

Zum zweiten Teil

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #2 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Auf zum, wenn ich das richtige sehe, momentan aktuellsten Teil.^^

Zitat:„Ich verstehe natürlich deine Bedenken”, fuhr die Kainstochter derweil ungerührt fort, „Kannibalismus ist niemals einfach. Aber sieh es mal so, dein kleiner Cousin war ja ohnehin schon krepiert, nun ist sein Tod wenigstens noch für etwas von Nutzen.”
Sie gibt ihr Hundefleisch zu essen? Wie soll das denn gegen eine schwere Verletzung helfen? Und deine Vampirin ist so herrlich sarkastisch!^^

Zitat:Trotz der zugeführten Nahrung würden ihre Wunden - in den letzten Minuten von dem Schmerzzentrum ihres Gehirns zumindest halbwegs erfolgreich ausgeschaltet - nicht von Jetzt auf Gleich verschwinden.
In letzten Kapitel hast du den Eindruck vermittelt, die Wunde sei eigentlich schon tötlich ... deshalb finde ich es nicht ganz nachvollziehbar, warum Saraya jetzt etwas Essen hilft ... oder hat sie auch eine erhöte Regenerationsfähigkeit, die aber nicht so stark ist, wie die eines Vampirs?

Zitat:Einen Moment lang betrachtete sie noch die hohe Gestalt der Vampirin
Vorschlag: "hochgewachsene Gestalt" ... "hohe Gestalt" will mir nicht ganz passen.

Zitat:Entferntes Jaulen war es, dass sie wieder an die Oberfläche trieb.
"an die Oberfläche treiben" diese Formulierung hast du schon, als Saraya das letzte mal aus einer Ohnmacht erwacht ist ... ich weiß, dass ist ziemlich lange her, aber es ist mir halt aufgefallen. Icon_wink

Zitat:Sie stemmte sich hoch.
Und sackte sogleich mit einem dumpfen Stöhnen wieder zurück auf den Stein.
Hier würde ich nicht mit einem Punkt trennen, sondern (ausnahmsweise Icon_wink) mit einem Bindestrich ... es geht dir ja um das aprubte Wechseln.

Zitat: Für einen Moment legten sich Wind und Blätter, die beiden Flügeltüren, bis eben noch hohl gegen ihre Rahmen schlagend, kamen knarrend zum Stehen
Da fehlt mir vom Klang her ein Konnektor, was hälst du von: "Für einen Moment legten sich Wind und Blätter, auch die beiden Flügeltüren ..." denn eine Dopplung von "und" wollen wir natürlich vermeiden. Icon_wink

Zitat:- ein dreckiggraues Stillleben.
Sehr schön!

Zitat:halbautomischen
halbautomatischen

Zitat:Die Bewegung geschah so reflexartig, dass ihr erst nach wenigen Sekunden das Fehlen jeglichen Schmerzes bewusst wurde.
Immernoch, oder schon wieder?

Zitat:„Da wir gerade davon sprechen, wirst du der Kosenamen eigentlich nie müde? Ich meine, nicht, dass ich sie nicht schätzen würde, aber wirklich originell sind sie ja nicht, oder?“
Oha ... sie werden sich ihre Namen verraten! Sie werden!^^

So, zu den Rückblenden. Ich fand sie sehr interessant und auch an dieser Stelle gut passend, allerdings würde ich die einzelnen Szenen zumindest durch Leerzeilen von einander abtrennen, bisher hatte ich zumindest am Anfang Probleme, die einzelnen Szenen voneinander zu trennen.

Ansonsten hat mir auch dieser Teil wieder sehr gut gefallen. Allerdings verstehe ich, wie schon erwähnt, nicht ganz, warum Saraya jetzt auf einmal nicht mehr in Lebensgefahr schwebt? Auch in diesem Teil fand ich das Verhalten der Charaktere wieder sehr nachvollziehbar ... gerade der Erklärungsversuch Sarayas für das Verhalten der Vampirin am Ende wirft ein neues Licht auf die Kainstochter. Schön.

Bleibt nur noch zu fragen: wann gehts weiter? Mrgreen

Liebe Grüße vom Wanderer

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Beitrag #3 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Mittlerweile bin ich richtig froh, dass ich nur bis hier eingestellt habe. Icon_wink
Was fuer ein Marathon! Respekt.

Zitat: Zitat:„Ich verstehe natürlich deine Bedenken”, fuhr die Kainstochter derweil ungerührt fort, „Kannibalismus ist niemals einfach. Aber sieh es mal so, dein kleiner Cousin war ja ohnehin schon krepiert, nun ist sein Tod wenigstens noch für etwas von Nutzen.”
Sie gibt ihr Hundefleisch zu essen? Wie soll das denn gegen eine schwere Verletzung helfen? Und deine Vampirin ist so herrlich sarkastisch!^^
-- Essen liefert Naehrstoffe, Naehrstoffe liefern Energie, Energie hilft Wunden heilen.
Und Danke! Sie arbeitet wirklich hart daran!

Zitat: Zitat:Trotz der zugeführten Nahrung würden ihre Wunden - in den letzten Minuten von dem Schmerzzentrum ihres Gehirns zumindest halbwegs erfolgreich ausgeschaltet - nicht von Jetzt auf Gleich verschwinden.
In letzten Kapitel hast du den Eindruck vermittelt, die Wunde sei eigentlich schon tötlich ... deshalb finde ich es nicht ganz nachvollziehbar, warum Saraya jetzt etwas Essen hilft ... oder hat sie auch eine erhöte Regenerationsfähigkeit, die aber nicht so stark ist, wie die eines Vampirs?
-- Ja, hat sie. Die Wunde an sich waere nicht toedlich, aber in Kombination mit ihrer Geschwaechtheit schon. Von daher wirkt auch hier die Nahrung entgegen.
Zitat: Zitat:Entferntes Jaulen war es, dass sie wieder an die Oberfläche trieb.
"an die Oberfläche treiben" diese Formulierung hast du schon, als Saraya das letzte mal aus einer Ohnmacht erwacht ist ... ich weiß, dass ist ziemlich lange her, aber es ist mir halt aufgefallen.
-- Mir kam das auch gleich so bekannt vor.
Zitat: Zitat:Sie stemmte sich hoch.
Und sackte sogleich mit einem dumpfen Stöhnen wieder zurück auf den Stein.
Hier würde ich nicht mit einem Punkt trennen, sondern (ausnahmsweise ) mit einem Bindestrich ... es geht dir ja um das aprubte Wechseln.
-- Hm, ich finde das so eigentlich okay.
Zitat: Zitat: Für einen Moment legten sich Wind und Blätter, die beiden Flügeltüren, bis eben noch hohl gegen ihre Rahmen schlagend, kamen knarrend zum Stehen
Da fehlt mir vom Klang her ein Konnektor, was hälst du von: "Für einen Moment legten sich Wind und Blätter, auch die beiden Flügeltüren ..." denn eine Dopplung von "und" wollen wir natürlich vermeiden.
-- Oki. Akzeptiert.
Zitat: Zitat:- ein dreckiggraues Stillleben.
Sehr schön!
-- frag nicht, wie lange ich danach gesucht hab.
Zitat: Zitat:„Da wir gerade davon sprechen, wirst du der Kosenamen eigentlich nie müde? Ich meine, nicht, dass ich sie nicht schätzen würde, aber wirklich originell sind sie ja nicht, oder?“
Oha ... sie werden sich ihre Namen verraten! Sie werden!^^
-- Wie man sich so darueber freuen kann, musst du mir auch mal verraten. Icon_wink

Zitat: So, zu den Rückblenden. Ich fand sie sehr interessant und auch an dieser Stelle gut passend, allerdings würde ich die einzelnen Szenen zumindest durch Leerzeilen von einander abtrennen, bisher hatte ich zumindest am Anfang Probleme, die einzelnen Szenen voneinander zu trennen.
-- Oki. Die Trennung ist kein Problem. Ich wusste halte nur nicht, ob und wie sie da rein passen.

Zitat: Ansonsten hat mir auch dieser Teil wieder sehr gut gefallen.
-- Schoen. Icon_smile
Zitat: Allerdings verstehe ich, wie schon erwähnt, nicht ganz, warum Saraya jetzt auf einmal nicht mehr in Lebensgefahr schwebt?
-- Du meinst,. Dazu muesste ich noch was schreiben?
Zitat: Auch in diesem Teil fand ich das Verhalten der Charaktere wieder sehr nachvollziehbar ... gerade der Erklärungsversuch Sarayas für das Verhalten der Vampirin am Ende wirft ein neues Licht auf die Kainstochter. Schön.
-- Ich dachte mir, ein bissl Gedankenspiele koennten nicht schaden. Ausserdem wollte ich etwas Ruhe zwischen den beiden einkehren lassen. Danke fuer das Lob. Icon_smile
Zitat:
Bleibt nur noch zu fragen: wann gehts weiter?
-- Wenn seine Zeit Reif ist?


LG
Addi, die jetzt in Bett faellt.

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Beitrag #4 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Hallo Addi,

so und los geht es, dieser Teil steht ja schon länger auf meiner Liste. Ich bin mal gespannt, was mich erwartet und wie es weiter geht mit den beiden.

Die vor Spott triefende Frage fuhr Saraya wie glühender Stahl in die Eingeweide.
=> find ich ein Fitzelchen übertrieben.

Wie zur Bestätigung tippte die Vampirin lieblos gegen den massigen Kadavers, dessen Kopf daraufhin von einer Seite zur anderen kippte.
=> geiles Detail! Mrgreen

So und das war es auch, was mir aufgefallen ist, bzw. ich hervorheben wollte. Insgesamt wie immer flüssig zu lesen und interessant. Die Erinnerungen fand ich gut eingebracht, wobei sie mir nicht ganz so viel aussagen, bzw. ich ihren Sinn nicht voll erfassen kann. Trotzdem seh ich sie als willkommene Abwechslung an, die richtig Farbe bringt und Saraya einmal ganz anders zeigt. Das gefällt mir gut!
Das die kleine Wölfin jetzt gänzlich außer Lebensgefahr ist, kam auch mir komisch vor und mit deiner Erklärung ist es zwar "geklärt", aber nicht in der Geschichte. Ich würd in einem Satz noch etwas von "Schwäche vertreiben" oder ähnliches einbauen. Also wieder "erklären" innerhalb der Geschichte, damit man nicht außerhalb nachfragen muss. Icon_wink

Ansonst bin ich jetzt gespannt, wie die Vampirin reagiert auf Sarayas Versuch, ein wenig Frieden einzubringen. Notwendigerweise. Mal sehen was jetzt kommt.

Wie immer gern gelesen,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #5 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Huhu Sternchen!
Tut mir leid, dass du so lange auf eine Antwort warten musstest, aber meine zwei Jobs halten mich ganz schoien auf Trab. Icon_wink
(Du kennst das ja. )

Zitat:Die vor Spott triefende Frage fuhr Saraya wie glühender Stahl in die Eingeweide.
=> find ich ein Fitzelchen übertrieben.
-- Recht hast du. Ich habe es jetzt abgemildert. Icon_smile

Zitat: Wie zur Bestätigung tippte die Vampirin lieblos gegen den massigen Kadavers, dessen Kopf daraufhin von einer Seite zur anderen kippte.
=> geiles Detail! Mrgreen
-- *g* Ich wollte mal etwas makaber sein.

Zitat:So und das war es auch, was mir aufgefallen ist, bzw. ich hervorheben wollte.

-- Ist ja recht kanpp dieses Mal, aber solange es daran liegt, dass es gefaellt, bin ich happy. Icon_smile

Zitat:Die Erinnerungen fand ich gut eingebracht, wobei sie mir nicht ganz so viel aussagen, bzw. ich ihren Sinn nicht voll erfassen kann. Trotzdem seh ich sie als willkommene Abwechslung an, die richtig Farbe bringt und Saraya einmal ganz anders zeigt. Das gefällt mir gut!
-- So war es auch gedacht. Ich wollte, dass man etwas von ihrer Geschichte erfaehrt. Die Erinnerungen, bzw. ihre Kaempfe erhalten aber auch noch spaeter einen weiteren Sinn.

Was den Satz mit der Erklaerung anbekangt, ueberleg ich mir was. D.h. ich hatte schon was ueberlegt, doch dann habe ich meinen Stick verloren und nun musste ich an einer aelteren, roheren Variante arbeiten. Icon_nosmile

Zitat:Ansonst bin ich jetzt gespannt, wie die Vampirin reagiert auf Sarayas Versuch, ein wenig Frieden einzubringen. Notwendigerweise. Mal sehen was jetzt kommt.
-- Dazu muss ich sagen, dass das Kapitel eigentlich schon fertig ist, aber irgendwie bin ich nicht so recht zufrieden, was anderes will mir aber nicht einfallen. Ich werde mich heute mal an die Umwandlung machen (Umlaute einfuegen Icon_wink ) und das Ende dann hier einstellen. Vielleicht koennt ihr mir ja helfen oder mir sagen, dass ich spinne. Icon_wink

Liebe Gruesse und vielen Dank fuer den lieben Kommi
Addi

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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #6 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Hallo Addi,

na dann mal los.

Zitat:Bestätigung tippte die Vampirin lieblos gegen den massigen Kadavers, dessen Kopf daraufhin von einer Seite zur anderen kippte
.

Kadaver

Zitat:Sie erinnerte sich an den Moment des Schocks, den sie verspürt hatte, als die Vampirin sich über den Rand des Felsens gestürzt hatte, an das schaurige Gewimmer, das gefolgt war, und dem Geräusch der sich in den harten Stein grabenden Krallen, mit dem die Vampirin wieder zu ihr empor geklettert war.

Ah ja. Den Teil hatte ich schon vermisst und hatte schon gedacht, ich hätte den irgendwie vergessen. Aber ich dachte mir schon, dass du ihn so nochmal nachholst. Das ist übrgens ein (!) Satz. Ich finde da könntest du mindestens 2 drauss machen.

Zitat:Die deponierte Sprengladung explodierte mit einem Krachen, so laut und mächtig, dass sogar die Scheiben ihres Wagens gefährlich zu knackten. Ein glosender Feuerball erhob sich in den sternenlosen Nachthimmel,

Eine der „angedrohten“ Rückblenden. Icon_wink Bis jetzt eigentlich ganz nett.
Irgendwas stimmt hier aber nicht. Entweder: „begannen gefährlich zu knacken“ oder „gefährlich knackten“. Außerdem: „tosender Feuerball“, oder?

Joar, ansonsten hab ich nichts zu beanstanden. Gut, wirklich sehr viel ist ja nicht passiert. Aber wir haben erfahren, wie Saraya aus der Situation mit den angreifenden Hunden gekommen ist. Es war aber irgendwie abzusehen, dass die Vampirin ihr hilft. Icon_wink Wirklich gut an dem Kapitel finde ich, dass wir wieder mehr über Sarayas Vergangenheit erfahren, zwar nur Bruchstückhaft aber immerhin. Sie ist sowas wie eine Vampirjägerin, was wohl daher kommt, dass ihre Familie wohl Vampiren zum Opfer gefallen ist, oder?

Ja, das Kapitel entspricht meinen Erwartungen würd ich mal sagen, auch wenn ich jetzt natürlich immer neugieriger auf die Vampirin werde, denn Saraya scheint ja nun endlich mal ein gescheites Gespräch mit ihr beginnen zu können. Na mal sehen, ob die beiden sich noch zusammenraufen und vorallem, ob sie jemals aus diesem Labyrinth finden.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #7 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Huhu Lady!
Toll, dich hier zu finden. Danke fuer deinen Kommentar und das Auffinden der Fehlerchen, die ich beim Ueberarbeiten uebersehen oder reingebaut habe. Icon_wink

Zitat:
Zitat:Sie erinnerte sich an den Moment des Schocks, den sie verspürt hatte, als die Vampirin sich über den Rand des Felsens gestürzt hatte, an das schaurige Gewimmer, das gefolgt war, und dem Geräusch der sich in den harten Stein grabenden Krallen, mit dem die Vampirin wieder zu ihr empor geklettert war.

Ah ja. Den Teil hatte ich schon vermisst und hatte schon gedacht, ich hätte den irgendwie vergessen. Aber ich dachte mir schon, dass du ihn so nochmal nachholst. Das ist übrgens ein (!) Satz. Ich finde da könntest du mindestens 2 drauss machen.
-- Ja, es ist ein langer Satz, aber ich mag ihn irgendwie. *das kleine Kunstwerk streichel* *g*
* Adsartha entwickelt sich zur Bandwurmsatzzuechterin.

Zitat:
Zitat:Die deponierte Sprengladung explodierte mit einem Krachen, so laut und mächtig, dass sogar die Scheiben ihres Wagens gefährlich zu knackten. Ein glosender Feuerball erhob sich in den sternenlosen Nachthimmel,

Eine der „angedrohten“ Rückblenden. Icon_wink Bis jetzt eigentlich ganz nett.
Irgendwas stimmt hier aber nicht. Entweder: „begannen gefährlich zu knacken“ oder „gefährlich knackten“. Außerdem: „tosender Feuerball“, oder?
-- Es freut mich, dass die Rueckblenden allgemein gut aufgenommen zu werden scheinen. Den Fehler habe ich korrigiert, das "glosend" bleibt allerdings, denn irgendwie mag ich das Wort. Icon_ugly
(Es steht uebrigens im Duden, kann also verwendet werden, auch wenn es etwas selten ist. )

Zitat:Joar, ansonsten hab ich nichts zu beanstanden.
-- Schoen, zu hoeren. Icon_smile

Zitat: Aber wir haben erfahren, wie Saraya aus der Situation mit den angreifenden Hunden gekommen ist.
-- Haben wir? Das habe ich gar nicht geschrieben, sondern offen gelassen, weil ich dachte, die Hinweise wuerden reichen. Der Abschnitt mit den Krallen und der Vampirin, die sich runter stuerzt, bezieht sich darauf, wie die Vampirin den Hund geholt hat.

Zitat: Wirklich gut an dem Kapitel finde ich, dass wir wieder mehr über Sarayas Vergangenheit erfahren, zwar nur Bruchstückhaft aber immerhin. Sie ist sowas wie eine Vampirjägerin, was wohl daher kommt, dass ihre Familie wohl Vampiren zum Opfer gefallen ist, oder?
-- Jupp. Ich dachte mir, es waere schoen, mal zu erfahren, woher denn ihre ganzen Narben kommen und woher ihr Hass eigentlich ruehrt.

Zitat: Na mal sehen, ob die beiden sich noch zusammenraufen und vorallem, ob sie jemals aus diesem Labyrinth finden.
-- Ja, das Ende steht schon, aber der Weg dahin. *seufz*
Warum kann man eigentlich nicht auf schnell Vorspulen druecken? Icon_wink
Icon_ugly

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Beitrag #8 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Hallo,
ich habe das Kapitel jetzt etwas überarbeitet. Vor allem in Hinblick auf die Regenerationsfähigkeit Sarayas. Hoffe, es ist jetzt besser verständlich.

LG
Addi

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Beitrag #9 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 1)
Hi Addi,

so, zwischendurch mal eine Erklärung:
Ich wollte eigentlich jeweils immer alle Kommentare, die ich an einem Tag schaffe, abends dann einstellen, aber irgendwie dachte ich dann, wäre es schlauer, erst die ganze Geschichte zu kommentieren, damit ich im Nachhinein diese [Nachträge] eintragen kann, die dir bisher schon das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen sind. Deshalb macht alles, was ich auf die Zeit bezogen schreibe – sowas wie: »mal schaun, wie viel ich heute abend noch schaffe« und so – gar keinen Sinn und kann überlesen werden. Ich überleg auch grade, dass es schlauer wäre, diese Erklärung über den ersten Kommentar zu schreiben. Mach ich auch *lach* Also weißt du all das schon.

Aha, Saraya lebt – das kam jetzt wenig überraschend *lach* - und zwar weil … weil sie die Hunde gegessen hat?

Zitat: Mit dem hämischen Lachen der Vampirin im Ohr, betrachtete Saraya das helle Blut
Komma weg zwischen »Ohr betrachtete«

Zitat: vor allem, in Anbetracht ihrer Verletzungen.
Kein Komma zwischen »allem in«
Saraya hat also auch Regenerationsfähigkeiten, für die sie aber Nahrung braucht? *verwirrt sei*

Zitat: dass dich das ganze so mitnimmt“, meinte
»Ganze« groß

Zitat: das immer noch leicht dampfende Loch in dem dunklen Fell zog ihren Blick geradezu magisch an
Wieso dampft das Loch? Bisher bin ich von normalen Temperaturen ausgegangen, zumal nirgends erwähnt wird, dass einer von beiden friert (außer bei dem Eiswasser). Aber für dampfende Wunden … bräuchte es da nicht nahe Null Grad? (ernsthafte Frage, ich hab keine Ahnung, klingt nur komisch, weil in Filmen die Wunden nur bei Kälte dampfen)

Zitat: weil sich ihre Lunge, ob des unsinnigen Verbrauchs der so rar gewordenen Luft, schmerzhaft zusammenzog.
Verbraucht sie beim Sprechen mehr Luft als beim Atmen?

Zitat: den Mütter anwandten, um ihre Kinder sanft Zurechtzuweisen,
»zurechtzuweisen«, klein
Schon irgendwie makaber, dass Saraya an Mütter denkt, wenn sie mit einer der Art redet, die für das Massaker an ihrer Familie verantwortlich ist. Den Vergleich finde ich daher eher unpassend, vor allem, da es in Saraya nichts auslöst, keine Erinnerung, kein Gedanke an »die zerfetz ich später doch noch« oder sowas
(Eventuell bringe ich die Familie ein wenig zu oft – das heißt auch nicht, dass sie an JEDER Stelle unbedingt Seitenweise eingebaut werden muss, an der ich sowas vorschlage. Aber ab und zu mal eine Erinnerung oder eine Verhaltensweise Sarayas, die sich auf das traumatische Erlebnis zurückführen lässt, wäre mMn nicht verkehrt)

Zitat: „Ich hätte dich bei dem verdammten Weihwasser verrecken lassen sollen!”, presste sie hervor
Hm … nur ein Vorschlag: In Anbetracht der Tatsache, dass Saraya vermutlich alles so knapp wie möglich halten will (sie weiß ja, dass jedes Wort wehtut), könnte sie hier vielleicht etwas abgehackter reden? »Ich hättʼ dich beim verdammten Weihwasser verrecken lassen sollʼn« … wobei mir die drei Verben/Hilfsverben am Ende irgendwie missfallen. Hm … naja, nur so als Anregung, ich weiß ja nicht, ob es dir überhaupt so in den Kram passen würde.

Mag an mir liegen, aber ich versteh nicht, wie ein bisschen Essen Saraya jetzt das Leben gerettet hat. Das hilft ja nicht gegen massiven Blutverlust – ist ihre Wunde überhaupt versorgt worden? Wie bringen sie den Unterarm dazu, mit Bluten aufzuhören?
Und ich bin mir unsicher, ob das Gehirn wirklich solch massive Verletzungen / Schmerzen über mehrere Minuten hinweg einfach ausschalten kann. Gibt es dafür nicht solche Mechanismen wie Ohnmacht / Bewusstlosigkeit, um dem Schmerz zu entgehen? Oder man ist halt im Schock, aber das ist glaub ich noch ein Stück gefährlicher und es sind mMn auch keine logischen Gespräche und Gedankengänge möglich.

(oder ich überinterpretiere solche Dinge wie halb zerfetzte Unterarme, wo das Fleisch bis auf die Knochen fehlt, und die Wunde ist gar nicht so schlimm. Bei mir kam das ganze Zeug aber schon sehr schlimm an – immerhin glaubte Saraya selbst, zu sterben. Ich versteh einfach nicht, wie da ein bisschen rohes Fleisch geholfen haben soll …)

Zitat: ebenso wie der Irrsinn der letzten Stunden(?).
Das Fragezeichen in Klammern find ich sehr unästhetisch, vielleicht nur deshalb, weil ich Klammern ansich hasse und ich diese Symbolik verwende, um Stellen zu markieren, bei denen ich mir selbst nicht sicher über die Formulierung bin *lach* (also in meinen Manuskripten).
Vorschlag:
ebenso wie der Irrsinn der letzten … Stunden?

Zitat: Dann, ausgelöst vom Geruch des Erbrochenen,
vielleicht eher »Gestank«? vielleicht noch mit einem Adjektiv garniert wie »sauren« oder so

Zitat: Immer noch leise vor sich hin murrend stützte sie einen Moment später prüfend ihren linken Arm auf,
Also ist der linke Arm der gesunde, und Schulter und Hundebiss teilen sich den rechten Arm?

Zitat: Sie leerte Magazin um Magazin, und als das Letzte mit einem Klicken seine Leere verkündete,
Vermutlich ne blöde Frage, aber wie lädt sie nach, wenn sie in beiden Händen eine Waffe hat? Mit so coolen Lara-Croft-Auto-Nachlade-Hosenmagazinen?

Zitat: Über eine halbe Stunde zog sich die Jagd,
Öh … welche Jagd? Rennt Saraya dem Auto hinterher? Sitzt sie im Hubschrauber? Ist sie zu Fuß??
Wenn sie sowieso weiß, wo der Fahrer hinwill, warum dann eine halbstündige Jagd?
Ich fürchte, ich steh voll auf dem Schlauch *lach*
Ahja, okee, wird geklärt. Also Saraya verfolgt eine Vampirin, die auf einer Landstraße fährt, auf der eine Sprengladung deponiert ist. Damit die Vampirin anhält.
Zuerst dachte ich, die Sprengladung wäre am Wagen der Vampirin deponiert, was mich etwas verwirrt hat.
Aber woher nimmt Saraya die Gewissheit, dass ein Vampir anhält, wenn irgendwo was explodiert? Die hätte doch auch einfach weiterfahren können? Merkwürdige Strategie.
Und dann ein Arm im Gips.
Warum ist diese Vampirin nicht so hyperschnell? Wenn Saraya sich »aus dem Auto quälen« muss, sollte das der Vampirin doch reichen, wieder auf die Beine zu kommen – zumindest so wie ich die Vampire bisher einschätzen kann.
In den Rückblenden und in der tatsächlichen Geschichte scheint mir das nicht so recht ausgeglichen – die Labyrinth-Vampirin scheint viel mächtiger zu sein als ihre Außenwelt-Kollegen.
Auch der Vampir im Pent-House, der hätte Saraya doch locker während dem Geballere killen können oder nicht? Aber er sitzt rum und wartet, dass sie ihre richtigen Waffen in der Hand hat.

Zitat: dass ihr die Blutsaugerin nicht den Gefallen getan hatte, sich das Genick zu brechen.
Ah, Genickbrechen hilft also … ich hatte da am Anfang so eine Frage bezüglich der Wirbelsäule – hat das dann auch Auswirkungen?

Die Rückblende … hm … ich weiß nicht. Saraya wirkt darin wie diese Hollywood-Helden, bei denen die Bösewichte immer artig abwarten, bis die Helden sich ordentlich vorbereitet haben. Und vor allem tötet sie in keiner einen Vampir. Man sieht quasi immer nur den Anfang vom Kampf, dann wird ausgeblendet.
Also mich überzeugt es nicht, dass sie eine tolle Jägerin ist.
Und zu ihrer Charakterisierung trägt es mMn auch nicht bei, da weiterhin nichts Persönliches von ihr eingebracht wird. Sie tötet halt Leute. Ja, das kam schon durch, dass sie Vampire jagt.
Es sind halt leider so 08/15-Szenen, die jeder Vampirjäger (ob Werwolf oder nicht) durchlebt haben könnte.

Zitat: Wie lange habe ich wohl geschlafen?, fragte sie sich daraufhin verwundert.
Den Gedanken fehlt das Kursiv Icon_wink

Zitat: Nachdem ihre Bauchwunden sich Dank der eigenen Regenerationsfähigkeit gerade etwas geschlossen hatten
Ah, sie hat also DOCH Regeneration … das fände ich aber wichtig, dass es schon viel früher erwähnt wird, denn bisher war man (ich) durch die »Ich bin nur ein hilfloser Mensch«-Schiene eben nicht darauf vorbereitet, dass Saraya das irgendwie überlebt.

Ach Mensch, ich hoffe, ich stoß dir mit den Kommentaren nicht voll vor den Kopf … aber so richtig warm werd ich einfach nicht. Für meinen Teil fände ich die Geschichte viel interessanter, wenn wir sie aus der Sicht der Vampirin lesen könnten. Die hat Charakter und Antrieb, die tut und macht, selbst wenn sie sich damit schadet. Bisher finde ich sie ein gutes Stück interessanter als Saraya.

Aber so richtig fest machen kann ich es auch nicht … es fehlt mir an Beschreibungen bezüglich Sarayas Zustand – welche Verletzung ist noch aktuell, welche ist verheilt, welche behindert sie wobei … bei so vielen, schweren Verletzungen mutiert sowas natürlich schnell zu einer Aneinanderreihung von Phrasen über Schmerz und Pein und Feuer. Wäre auch nicht gut.
Allgemein fände ich es besser, wenn Saraya einfach nicht so total fertiggemacht wird am Anfang, so dass es eine überschaubare Anzahl von Schmerzverursachern gibt, die eben in Beanspruchungssituationen aufgegriffen werden können.
Außerdem wünsche ich mir etwas mehr Persönlichkeit für die Werwölfin, Eigenarten, Gedankengänge, Gefühle. Sie stellt sich, hier am Schluss dieses Teils, einige Fragen über die Vampirin, ohne dem Leser zu verraten, wie sie selbst diese Fragen auf sich bezogen beantworten könnte. Sie verschwendet keine Gedanken daran, was passiert, wenn sie nicht rausfinden, wer dafür verantwortlich sein könnte, was er damit bezwecken will … In diese Richtung fände ich einen Dialog zwischen den beiden auch spannend, dass sie sich mal bissl unterhalten, über die Umstände und Möglichkeiten und so.

Sorry, falls ich damit nerve, ist vielleicht nicht so schlau, alles am Stück zu kommentieren, weil ich mich dann regelmäßig wiederhole, statt es einmal zusammenzufassen und dann gut sein zu lassen. Sind halt meine Gedanken zu der Geschichte Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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