Es ist: 24-01-2021, 20:16
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sommerlicher Lesekreis (2009): Die Tochter des Fotografen
Beitrag #21 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Nö. Ich bin nur nicht sicher, ob ihr schon bereit für meine negative Meinung seid ^^
Ich poste meinen Zwischenstand am Wochenende, bevor ich mich (wieder Sonntagabend) an die nächsten hundert Seiten mache.

... weil das Leben seltsame Wege geht ...

Der Sprung über den eigenen Schatten gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.
(unbekannt)

Eine Schattengestalt und ihre Schattengedanken


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Beitrag #22 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Hallo zusammen,

na dann wollen wir die Diskussion mal ein bisschen voran bringen. Icon_wink

Zitat:Was ich nicht besonders mag, sind die erzählten Rückblenden. Dem Leser werden ja an einigen Stellen Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten gewährt, aber das empfinde ich an manchen Stellen (z. B. die Rückblende in Noras Vergangenheit, als sie im Bett liegt) etwas sperrig, so ohne Zusammenhang eingefügt. Hm ... wie Klippen, die aus einem stetigen Strom herausragen?^^"
Das Gefühl war jetzt nicht übermäßig ausgeprägt, aber die Stellen sind mir aufgefallen. Geht es jemandem ähnlich?

Ja, mir gehts tatsächlich auch so. Irgendwie ist der Übergang so plötzlich, dass man da schnell mal drüber wegliest. Aber das stört mich nicht wirklich. ^^

Zitat:Aber er denkt in dem Moment daran, dass im Leben von Nora alles so perfekt sein muss ... und Phoebe ist - aus seiner Sicht - nicht perfekt. Vielleicht glaubt er seiner Frau das Wissen ersparen zu müssen, dass sie ein "unperfektes" Kind geboren hat?
Na ja, schon nach wenigen Seiten hat er sich so in seiner Lüge verstrickt, dass er kaum noch zurück kann.

Ich denke auch, dass er sich Norah, dieses Wissen ersparen wollte. Und sich selbst gegenüber wahrscheinlich auch, in diesem Moment erschien ihm das als der einfachste Weg, denke ich.

Zitat:Ich fand es etwas seltsam, dass hier so oft die Jahreszahl erwähnt wird. "... denn es war 1964") das klingt sehr nach auktorialem Erzähler, obwohl dieser bisher nicht verwendet wurde. War für mich ein bisschen ein Stilbruch. ^^

Das kam mir auch so vor. Irgendwann hat mich das dann sogar ein bisschen genervt, denn innerhalb von drei Sätzen vergisst man das ja nun auch wieder nicht.

Zitat:Was haltet ihr eigentlich bisher von David? Er ist so linientreu und wirkt auf mich irgendwie kalt, obwohl ihm ja schon zärtliche Gefühle bescheinigt werden z. B. im ersten Kapitel. Nur das er da so seltsam auf Noras Knochen fixiert ist ... geht das mit seinem Beruf einher?^^

Hmm, ich finde eigentlich nicht, dass David kalt wirkt. Zum Beispiel, als sie auf dem Weg ins Krankenhaus sind, merkt man schon, dass er sich sorgen um seine Frau macht. Aber trotzallem geht er immer besonnen mit den Situationen um, z.B. als er an jeder roten Ampel anhält. Seine Knochenfixiertheit wird an seinem Beruf liegen, Ärzte sind nunmal so. Icon_wink

Sternchen, Angel? Was ist mit euch. Also ich bin auch für negative Meinungen bereit. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #23 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Hey, ihr drei,

ich muss leider aus dem Lesekreis aussteigen. Das Buch kann mich überhaupt nicht begeistern, ich finde keinen Zugang zur Geschichte. Vielleicht bin ich nicht zum "Etappen"-Lesen gemacht und es liegt daran.
Irgendwann geb ich dem Buch noch mal 'ne Chance, dann bekommt ihr einen Gesamteindruck - versprochen!

Viel Spaß euch weiterhin Icon_smile

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Beitrag #24 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Ich trau mich ja hier schon gar nicht zu antworten, ...
- ich habs ja letztens schon anklingeln lassen, dass ich die ganze Sache hier verschwitzt habe. Und das tut mir furchtbar leid. Jetzt meine Frage an die, die im Lesekreis noch aktiv sind. Wie weit seid ihr inzwischen und macht es Sinn, wenn ich versuche jetzt noch aufzuholen und mir das Buch zu besorgen? *hust*

Wie gesagt, - ganz groß "sorry" von mir.
Hätte nicht passieren dürfen ...

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #25 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Hi ihr,

@Angel: Schade, dass du nicht reingefunden hast. Also ich würde mich freuen irgendwann mal einen Gesamteindruck von dir zu lesen. Icon_smile

@Sternchen: Ich hab bin am Ende des zweiten Leseabschnitts, also Seite 210 (Ende 9. Kapitel). Die Zusammenfassung wollte ich am Wochenende einstellen. Wäre schön, wenn wir dann zu dritt weiterlesen könnten. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

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Beitrag #26 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
crch, ... Bis zum Wochenende werd ich das natürlich nie und nimmer nicht schaffen, aber ich bemüh mich dann, möglichst rasch rasch rasch aufzuholen. Icon_smile
- Zu dritt ist besser, ja.

Liebe Grüße,
Sternchen

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Beitrag #27 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Wir können von mir aus, auch noch ein paar Tage auf dich warten. Wenn der Wanderer keine größeren Einsprüche erhebt. Icon_wink

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Beitrag #28 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Hallo zusammen,

so, damit ihr was zu tun habt während ich weg bin. Icon_wink

5. Kapitel-Von festgehaltenen Momenten und losgelassener Vergangenheit
Ein Jahr ist zwischen dem letzen und diesem Kapitel vergangen. Norah und David sind inzwischen umgezogen, dennoch hat sie die den Schmerz über den Verlust ihrer Tochter noch nicht überwunden. Hier gibt’s auch einen kurzen Hinweis, dass Norah unter Depressionen leidet, die damals noch nicht als solche erkannt wurden.
Es ist der Abend ihres Hochzeitstages und Norah betrinkt sich. In diesem Zustand fährt sie zu ihrem alten Haus und fotografiert, mit der Kamera die sie David schenken will, jedes Detail des damaligen zu Hause.
Schließlich kommt David verspätet heim und sie scheint sich nun doch zu entschließen, das alte Haus zu verkaufen.

6. Kapitel-Von Zukunftsgriffen und Vergangenheitsschatten
Caroline hat eine Anstellung gefunden und pflegt Doros Vater. Inzwischen tritt auch Phoebes Behinderung deutlich auf. Sandras, Carolines Freundin, Sohn Tim hat ebenfalls das Downsyndrom und die beiden Frauen tauschen sich darüber aus, während sie ihre Kinder üben lassen. Was Caroline einen Teil ihrer Angst um Phoebes Zukunft nimmt.
Al taucht wieder auf. Und kaum ist er da, schafft es Phoebe zu greifen. Hier sind Carolines Ängste deutlich geworden. Nicht nur um Phoebe auch darum von David oder Norah aufgespürt zu werden, was vielleicht auch ein Grund ist, weshalb sie den Brief an David nicht abschickt, welchen sie geschrieben hat.

7. Kapitel-Von glitzernden, versteckten Herzen und Schlangengeld
David wird schon wieder an seine tote Schwester erinnert. Außerdem scheint Caroline den Brief doch abgeschickt zu haben. David hat die Fotos die Norah vom alten Haus gemacht hat vernichtet und scheint nun auch Gefühle für Phoebe zu entwickeln, er macht sich jedenfalls viele Gedanken um sie, was er bisher Norah gegenüber nicht gezeigt hat.

S. 146 schrieb:An all das, was unsichtbar und nicht aufgezeichnet worden war, würde sich David später erinnern, als das Bild im Entwicklungsbad langsam auftauchte und Form annahm.

Den Gedanken find ich toll und kann ich gut nachvollziehen, denn man erinnert sich eigentlich immer an die Gesamtsituation, die man auf einem einzigen Foto gar nicht einfangen kann.

In Norahs und Davids Leben scheint Phoebe der Streitpunkt zu sein. Der Tag schien perfekt zu sein, bis plötzlich Norah von ihr spricht. Norah spricht auch davon, dass sie noch ein Kind möchte. David ist dagegen, er glaubt vielleicht noch ein behindertes Kind zu griegen. Ich persönlich bin entsetzt: Sie will ein Ersatzkind! :icon_gucker: Also das war so einer der Momente indem ich das Buch einfach zugeklappt hab und erst am nächsten Abend weitergelesen hab.
David ist dann extrem in seine Erinnerungen an das Schlangenfangen mit seinem Vater vertieft. Er belügt Norah schon wieder, als er sagt, dass er vom Schlangengeld sein Studium finanziert hat.
Warum belügt er sie schon wieder? Vielleicht weil ihm die Standesunterschiede zwischen ihnen peinlich sind?
Wir erfahren auch mehr über den Tod von Davids Schwester June. Er scheint auch der Auslöser dafür zu sein, dass David Arzt geworden ist. Er schwört seiner Mutter, dass er den Menschen helfen will. Und er will auch Norah helfen, als diese in Gefahr zu schweben scheint. Gerade aus seinen Erinnerungen erwacht, glaubt David sie würde sich vor einer Schlange fürchten, worauf hin sie erwidert, sie wolle nicht mehr von ihm beschützt werden.

8. Kapitel-Von Wespen und Demonstranten
Izwischen sind sechs Jahre vergangen, was man immer ganz gut am Alter der Kinder verfolgen kann. Als Norah der Lehrerin erzählt, dass Paul eine Bienenallergie hat, ist mir wieder eingefallen, dass noch am Rande erwähnt wurde, dass David Angst vor Bienen hat. Ein nettes Detail.
Nett finde ich hier auch den Vergleich zwischen Paul und seinen Eltern, wie Norah am Ende auf den Gedanken kommt, dass Paul „Zum weitaus größten Teil [...] einfach er selbst [war].“ (S. 168)

Norah berichtet uns von ihrem Alltag, was darauf hindeutet, dass sie ganz langsam Alkoholabhänig zu werden scheint. Diese Regelmäßigkeit mit der sie ihre Drinks trinkt, deutet für mich schon auf eine Sucht hin.
Sie scheint den gesellschaftlichen Zwängen unterworfen zu sein, gerade als sie Kay beneidet und natürlich sofort zustimmt, als diese Paul schon fest für eine Veranstaltung eingeplant hat und sogar schon dessen Anzug bestellt hat.
Immer interessanter find ich die Unterschiede zwischen Norah und ihrer Schwester Bree. Bree ist die wilde der beiden Schwestern und Norah hat schon immer das getan, was von ihr erwartet wurde. Deshalb beneidet Norah sie insgeheim.
Norah fährt öter zum Ohio River. Sie scheint das nur zu machen, weil es „ungewöhnlich“ ist. Oder weil der Fluss „wild“ ist, so wie sie ihr Leben gern hätte.
Irgendwie mache ich mir ständig Sorgen um Norah. Ständig steht sie an einem Abgrund und droht hinunterzufallen.
Am Ende des Kapitels, scheint Norah aus den gesellschaftlichen Zwängen auszubrechen. Sie bestellt den Smoking wieder ab und nimmt den Job im Reisebüro doch noch an.

9. Kapitel-Von gebrochenen Armen und Freiheitsgedanken
Es scheint zwischen Norah und David zu krieseln, aber sie kümmern sich echt liebevoll um Paul. Caroline scheint nun regelmäßg David zu schreiben. Das ist ein interessantes Perspektivenspiel, dass wir nur davon erfahren, wenn gerade aus Davids Perpektive erzählt wird. Irgendwie betont das den Umstand, dass Norah nichts von Phoebe weiß.
Und wieder erfahren wir was interessantes: David hat mal nach Caroline und seiner Tochter, (leider erfolglos) gesucht. Wobei ich mich auch für Caroline freue, die sich so nett um die Kleine kümmert und ja nicht gefunden werden will.
Paul, finde ich, redet sehr erwachsen für sein Alter. Ansonsten ist er wirklich schön kindlich dargestellt. Spielend und an allem Interessiert, was so los ist.
Norah gibt eine Party und Bree und sie vertragen sich wieder. Bree bringt ihren Freund Mark mit, der David schon wieder an seine Vergangenheit erinnert.
Irgendwie ist David mit seinen Gedanken oft in seiner Vergangenheit, was ich schon fast als zu oft empfinde. Wie findet ihr das? An solchen Stellen hätte ich dann doch gerne, dass es mit der Handlung weitergeht.
Während der Party klettert Paul auf einen Baum, fällt runter und bricht sich den Arm. Obwohl David feststellt, dass es nur ein einfacher Bruch ist, macht ihm Norah Vorwürfe: „Du hast gesagt es wird nichts passieren“. Also in dem Moment hat mich ihre Übervorsichtigkeit schon genervt. Kinder klettern nunmal und Kinder brechen sich auch mal was. Sie sollte einfach froh sein, dass es so harmlos ausgegangen ist.
Caroline hat geschrieben, dass sie einen Lebensgefähten hat. Ob das wohl Al ist?
Norah erzählt David von ihrem Job. Er scheint nicht richtig davon begeistert zu sein. Ich denke es wird damals unüblich gewesen sein, dass Frauen nach der Heirat noch arbeiten. Außerdem fühlt er sich dadurch aus ihrem Leben ausgegrenzet. Wobei er ja eh soviel arbeitet, dass er kaum zu Hause zu sein scheint.
David denkt darüber nach, ob ihr Leben anders verlaufen wäre, wenn er sich damals anders entschieden hätte. Meine Antwort ist: Definitv ja. Dann würde sich Norahs und seine Welt nicht nur um Paul drehen, sondern hauptsächlich um Phoebe, die sehr viel Aufmerksamkeit braucht. Dann hätte Norah keine Probleme damit die Vormittage rum zu griegen.
Norah spricht von Freiheit, die sie haben will und David fragt sie, ob er den frei wäre. Meine Antwort darauf wäre, dass wohl keiner wirklich frei ist. Paul ist frei, denn Kinder leben einfach in den Tag hinein ohne große Zukunftsängste und immer in dem vertrauen, dass ihre Eltern schon alles regeln. Jedenfalls normalerweise.


Wieder bin ich insgesamt begeistert. Wobei mich ab und zu schon Norahs depressives und übervorsichtiges denken genervt haben, genauso wie Davids Gedanken ständig in der Vergangenheit hängen. Auf der anderen Seite erschüttert und berührt mich das Buch so sehr, dass ich ab und an einfach nicht weiterlesen konnte, sondern es einfach zugeklappt habe.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #29 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Huhu!^^

Zitat:Ein Jahr ist zwischen dem letzen und diesem Kapitel vergangen.
Empfindet ihr diese großen Zeitsprünge eigentlich als störend? Klar, wenn man das Leben dieser Familie in seiner Gänze begleiten will, muss man wohl durch die Zeit hüpfen ... obwohl man natürlich auch mit Rückblenden arbeiten könnte. Wobei es die ja sowieso schon gibt ... hm ...

Zitat:Hier gibt’s auch einen kurzen Hinweis, dass Norah unter Depressionen leidet, die damals noch nicht als solche erkannt wurden.
Das hat mich wieder gestört. Warum muss die Autorin uns das so unter die Nase reiben? Das könnten wir als Leser auch nach und nach herausfinden. So fühlt sich das für mich vorweg genommen an. (Abgesehen davon, dass man ja wohl mekrt, dass mit Norah nicht alles in Ordnung ist Icon_wink)

Zitat:Und kaum ist er da, schafft es Phoebe zu greifen.
Das fand ich ein wenig Vorhersehbar ...^^ aber ich fands schön, dass Al aufgetaucht ist.
Mir ist dieser Erzählstrang auch ein bisschen sympatischer als der andere, momentan.

Zitat:David wird schon wieder an seine tote Schwester erinnert.
Die hat auch eine sehr zentrale Rolle in diesem Buch inne ... ich glaube auch (zumindest mit) eine Erklärung, warum David Phoebe damals weggegeben hat.
Er hat Angst das es mit Phoebe so wird wie mit seiner Schwester (auch Downsyndrom führt ja zu Herzproblemen, wie öfters erwähnt wurde), oder fühlt sich zumindest an seine Schwester erinnert. Warum er seiner Frau allerdings nicht von ihr erzählen kann, verstehe ich (noch) nicht so ganz.

Zitat:David ist dann extrem in seine Erinnerungen an das Schlangenfangen mit seinem Vater vertieft. Er belügt Norah schon wieder, als er sagt, dass er vom Schlangengeld sein Studium finanziert hat.
Warum belügt er sie schon wieder? Vielleicht weil ihm die Standesunterschiede zwischen ihnen peinlich sind?
Nein das glaube ich nicht ... das Schlangengeld war ja dafür, um seiner Schwester die Arztbesuche zu finanzieren ... und er hat Norah seine Schwester bzw. ihre Krankheit bisher völlig verschwiegen. Diese Beziehung zwischen David uns seiner Schwester ist für mich Dreh und Angelpunkt der ganzen bisherigen Story ...
Nur warum David nicht will, dass jemand von seiner Schwester erfährt verstehe ich nicht ... hm ... vielleicht einfach, weil er sich selbst noch nicht klar geworden darin ist, wie er jetzt zu ihr steht. Er scheint sie ja einerseits sehr geliebt zu haben, andererseits war er auch sehr gemein zu ihr ... wohl weil sie immer im Mittelpunkt stand.

----> Ich finde Davids Erinnerungen und ihre Verknüpfung zur Gegenwart sehr ergreifend.

Zitat:Als Norah der Lehrerin erzählt, dass Paul eine Bienenallergie hat, ist mir wieder eingefallen, dass noch am Rande erwähnt wurde, dass David Angst vor Bienen hat. Ein nettes Detail.
Fand ich auch^^

Zitat:Norah berichtet uns von ihrem Alltag, was darauf hindeutet, dass sie ganz langsam Alkoholabhänig zu werden scheint. Diese Regelmäßigkeit mit der sie ihre Drinks trinkt, deutet für mich schon auf eine Sucht hin.
Zumindest droht sie abzurutschen ... sie scheint ja auch psychisch sehr labil zu sein.

Zitat:Immer interessanter find ich die Unterschiede zwischen Norah und ihrer Schwester Bree. Bree ist die wilde der beiden Schwestern und Norah hat schon immer das getan, was von ihr erwartet wurde. Deshalb beneidet Norah sie insgeheim.
Ich finde Bree ist ein sehr gelungener Charakter ... irgendwie mag ich sie am meisten Icon_lol

Zitat:Am Ende des Kapitels, scheint Norah aus den gesellschaftlichen Zwängen auszubrechen. Sie bestellt den Smoking wieder ab und nimmt den Job im Reisebüro doch noch an.
Was ihr vielleicht ganz gut tut ... aber ich fürchte nicht. Irgendwie packt sie das Problem nicht bei der Wurzel.
Aber was sollte sie auch anderes tun? Sie ist rastlos ... und das geht über Phoebe hinaus ... ich denke Norah war eigentlich von Anfang an unzufrieden mit ihrem Leben, aber sie hat es sich nie eingestanden. Erst der vermeintliche Todesfall hat ihre heile Fassade bruchig werden lassen. Zumindest schätze ich das momentan so ein. Icon_smile

Zitat:Irgendwie ist David mit seinen Gedanken oft in seiner Vergangenheit, was ich schon fast als zu oft empfinde. Wie findet ihr das? An solchen Stellen hätte ich dann doch gerne, dass es mit der Handlung weitergeht.
Hm ... das ist so eine Gratwanderung. Davird Vergangenheit bestimmt ihn ja voll und ganz und ist der Auslöser für fast alle seine Handlungen ... aber es ist immer so viel Vergangenheit auf einmal, die uns vorgesetzt wird. Ich glaub die Mischung stimmt nicht ganz.

Zitat:Also in dem Moment hat mich ihre Übervorsichtigkeit schon genervt. Kinder klettern nunmal und Kinder brechen sich auch mal was. Sie sollte einfach froh sein, dass es so harmlos ausgegangen ist.
*g* ja ich war auch genervt ... ein Indiz das Frau Edwards etwas übertreibt? Sie versucht sicher darzustellen, wie das Erlebnis von Phoebes angeblichen Tod sich auf Norahs Verhalten auswirkt. Aber so extrem ... ist das noch realistisch? Vielleicht ja schon ...

Zitat:Caroline hat geschrieben, dass sie einen Lebensgefähten hat. Ob das wohl Al ist?
Wer sonst? Caro scheint nicht so die jenige zu sein, die viele Männer kennen lernt.

Zitat:Meine Antwort ist: Definitv ja. Dann würde sich Norahs und seine Welt nicht nur um Paul drehen, sondern hauptsächlich um Phoebe, die sehr viel Aufmerksamkeit braucht. Dann hätte Norah keine Probleme damit die Vormittage rum zu griegen.
Ja, der Auslöser für all die Probleme würde fehlen ... Norah waäre sicherlich viel ausgeglichener ... aber ob es wirklich keine Probleme gäbe? Ich weiß nicht ... das scheint alles zu tief zu sitzen.

Insgesamt haben mir diese 100 Seiten aber wieder gut gefallen. Trotz aller Kritik berühren mich die Schicksale der Charaktere nach wie vor und ich gespannt wie es weiter geht.^^

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #30 |

RE: sommerlicher Lesekreis: Die Tochter des Fotografen
Hallo mein Wanderer,

nun wird es dochmal Zeit, dass ich mich um die Lesekreis-Diskusion kümmere.

Zitat:Empfindet ihr diese großen Zeitsprünge eigentlich als störend? Klar, wenn man das Leben dieser Familie in seiner Gänze begleiten will, muss man wohl durch die Zeit hüpfen ... obwohl man natürlich auch mit Rückblenden arbeiten könnte. Wobei es die ja sowieso schon gibt ... hm ...

Ja, Rückblenden gibt es wirklich schon zur Genüge. Nein, ich empfinde die Zeitsprünge nicht als störend, sie sind mMn notwendig, denn jede Minute wollte ich nun auch wieder nicht lesen. Ich komme mit den Sprüngen eigentlich gut klar, durch das Alter der Kinder kann ich die ganz gut im AUge behalten. Icon_smile

Zitat:
Zitat:Hier gibt’s auch einen kurzen Hinweis, dass Norah unter Depressionen leidet, die damals noch nicht als solche erkannt wurden.
Das hat mich wieder gestört. Warum muss die Autorin uns das so unter die Nase reiben?

Mal ganz abgesehen davon, dass man ich da auch von alleine drauf gekommen bin, find das auch sehr "unter die Nase gerieben", so extrem den "allwissenden Erzähler" rausgekehrt. Aber nagut, das kommt ja nicht allzuoft vor.

Zitat:aber ich fands schön, dass Al aufgetaucht ist.
Mir ist dieser Erzählstrang auch ein bisschen sympatischer als der andere, momentan.

So gehts mir auch. Ich find Phoebes Leben viel interessanter. Pauls ist so richtig "normal", wenn Norah nicht wäre, bzw. die Verbindung zu Phoebe, wärs beinah schon langweilig. Icon_wink

Zitat:Er hat Angst das es mit Phoebe so wird wie mit seiner Schwester (auch Downsyndrom führt ja zu Herzproblemen, wie öfters erwähnt wurde), oder fühlt sich zumindest an seine Schwester erinnert.

Das glaub ich auch.

Zitat:Nur warum David nicht will, dass jemand von seiner Schwester erfährt verstehe ich nicht ... hm ... vielleicht einfach, weil er sich selbst noch nicht klar geworden darin ist, wie er jetzt zu ihr steht. Er scheint sie ja einerseits sehr geliebt zu haben, andererseits war er auch sehr gemein zu ihr ... wohl weil sie immer im Mittelpunkt stand.

Hmm, ich bin gerade am Überlegen, ob überhaupt so konkret erwähnt wurde, dass er keinem von seiner Schwester erzählt hat. Aber ich könnte mir das gut vorstellen, dass er nicht allzuviel von ihr erzählt hat. Dadurch dass er ständig an sie denkt, hab ich auch das Gefühl, dass er selbst mit ihrem Tod und seiner Beziehung zu ihr noch nicht klarkommt.

Zitat:Aber was sollte sie auch anderes tun? Sie ist rastlos ... und das geht über Phoebe hinaus ... ich denke Norah war eigentlich von Anfang an unzufrieden mit ihrem Leben, aber sie hat es sich nie eingestanden. Erst der vermeintliche Todesfall hat ihre heile Fassade bruchig werden lassen. Zumindest schätze ich das momentan so ein.

So erscheint mir das auch. Sie wird sich erst jetzt darüber klar, dass sie mit ihrem Leben nicht zufrieden ist. Phoebe ist da irgendwie nur der Auslöser dafür, dass sie das so langsam merkt.

Zitat:*g* ja ich war auch genervt ... ein Indiz das Frau Edwards etwas übertreibt? Sie versucht sicher darzustellen, wie das Erlebnis von Phoebes angeblichen Tod sich auf Norahs Verhalten auswirkt. Aber so extrem ... ist das noch realistisch? Vielleicht ja schon ...

Die übertriebene Vorsichtigkeit könnte tatsächlich beabsichtig sein. Bestimmt um Darzustellen wie sehr Norah doch auf Paul fixiert ist, sich ihr Leben nur um ihn dreht und das sie psychisch wohl recht labil ist. Und so unrealistisch find ich es nun auch wieder nicht. Icon_smile

Zitat:
Zitat:Meine Antwort ist: Definitv ja. Dann würde sich Norahs und seine Welt nicht nur um Paul drehen, sondern hauptsächlich um Phoebe, die sehr viel Aufmerksamkeit braucht. Dann hätte Norah keine Probleme damit die Vormittage rum zu griegen.
Zitat:Ja, der Auslöser für all die Probleme würde fehlen ... Norah waäre sicherlich viel ausgeglichener ... aber ob es wirklich keine Probleme gäbe? Ich weiß nicht ... das scheint alles zu tief zu sitzen.

Nun, ich würde sagen Norah hätte einfach andere Probleme. Die Probleme, die Caroline jetzt hat. Icon_smile

Zitat:Insgesamt haben mir diese 100 Seiten aber wieder gut gefallen. Trotz aller Kritik berühren mich die Schicksale der Charaktere nach wie vor und ich gespannt wie es weiter geht.^^

Mich auch. Besonders, wenn es um Phoebe geht, hätte ich schon beinah die ein oder andere Träne verloren.

So, ich hoffe den nächsten Abschnitt, diese Woche zuende zu lesen, damit es hier mal weiter geht. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

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