Es ist: 13-04-2021, 19:50
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Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Beitrag #1 |

Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Hallo!
Wie angekündigt, folgt nun das Ende des 6. Kapitels. Ganz glücklich bin ich damit nicht - vielleicht fehlt mir einfach etwas Action. Icon_wink
Wie auch immer, ich bin gespannt, was ihr zum Verlauf des Kapitels zu sagen habt.

LG
Addi





6. Kapitel
- Blutlinien -
(Part 2)


„Findest du?“ Die Augen der Vampirin verengten sich.
Sich von der ablehnenden Reaktion nicht einschüchtern lassend, richtete sich Saraya langsam auf, überwand immer noch leicht humpelnd die wenigen Meter zwischen ihnen und streckte ihre Hand aus.
„Saraya Deveraux, ... Tochter des Pariser Rudels.“ Zumindest als es dort noch eines gegeben hat, fügte sie verbittert in Gedanken hinzu.
Die Kainstochter blickte regungslos auf ihre dargebotene Rechte, statuengleich. Leben herrschte nur in ihren Iriden, die mit einem Mal in einen Teppich dunkler Flammen gehüllt zu sein schienen. Ein Lodern, so düster und intensiv, dass Saraya nicht anders konnte, als unbewusst zurückzuweichen. Zuerst dachte sie noch, es wäre der wiedererwachte Hunger, der ihr wie schwarzes Feuer entgegenschlug. Dann erkannte sie ihren Fehler, und ihr dämmerte, dass ihre freundliche Geste wohl gerade das Ende ihres zerbrechlichen Friedens besiegelt hatte.
„Ich sehe, mein Name ist dir nicht unbekannt”, bemerkte sie lahm und ließ die Hand sinken.
Schritt um Schritt entfernte sie sich vorsichtig von der Vampirin, die immer noch wie erstarrt inmitten des steinernen Plateaus stand. Wären da nicht die kalt brennenden Kohlenstücke gewesen, die jeder noch so kleinsten Bewegung folgten, hätte man meinen können, die Kainstochter wäre eins mit dem Felsen geworden.
Der Anblick verursachte Saraya eine Gänsehaut. Ein Gefühl, das noch verstärkt wurde, als ihr Rückzug abrupt gebremst wurde, presste sich doch die Wand der Höhle kalt und endgültig gegen ihren Rücken. Sie erwägte gerade die Chancen einer Entschuldigung – denn wen immer sie auch getötet hatte, es war offensichtlich, dass dieser jemand der Vampirin viel bedeutet haben musste -, da ging ein Ruck durch ebendiese.
Saraya riss reflexartig die Arme empor, nur um dann verwundert mit anzusehen, wie die Kainstochter sich müde über die Augen fuhr, das dunkle Brennen darin hinfortwischte.
„Ja, ich kenne dich, Saraya Deveraux. Ich kenne dich.”
Den schlichten Worten folgte ein Seitenblick, der ihr bewusst machte, dass sie immer noch in Abwehrhaltung stand, und mit einem Mal kam sie sich ungemein albern vor. Immer noch irrittiert über die unverständliche Resignation der Vampirin, aber auch etwas beschämt von ihrem eigenen Verhalten, sank sie an der Wand herab – die an der Kante des Plateaus entlangstreifende Vampirin dabei nicht aus den Augen lassend.
Anders als in ihrem eigenen Volk üblich, lebten die Dunklen weder in Familien noch in hierarchisch geordnete Gruppen. Die Geschichte kannte sicherlich einige Ausnahmen, in denen sich einige Mitglieder der alten Rasse zusammengeschlossen hatten, um ein Gebiet zu erobern, aber diese waren stets nach wenigen Tagen oder spätestens einigen Wochen zerbrochen, weil jeder Vampir die Alpha-Position angestrebt hatte. Kämpfe bis zum Tod waren zumeist die Folge solcher Gruppierungen, weshalb die meisten Vampire das Leben eines Einzelgängers bevorzugten. Loyalität oder gar Freundschaften kannten die Vampire nicht – zumindest hatte sie das gedacht. Aber anscheinend war gerade diese Vampirin die Ausnahme der Regel; war sie die Freundin oder gar Gefährtin eines ihrer, Sarayas, Opfer gewesen.
Was bin ich doch für ein Glückskind. Von allen Blutsaugern auf dieser Gott verdammten Welt ... Die Wege des Schicksals ließen sie unmerklich den Kopf schütteln. Ein irres Lachen ließ ihren Leib erzittern, doch das Gemurmel der Vampirin lenkte sie ab, bevor ihre Kehle den Laut vollends gebären konnte.
„Saraya Deveraux. Von allen Werwölfen gerade du ...”, spiegelte die Kainstochter ironischerweise ihre gerade geformten Gedanken. Sogar ihre Stimme klang gleich, leicht ungläubig, resigniert und mit einer Spur dunklen Humors. „Aber eigentlich hätte ich es mir auch denken können.” Sie wandte den Kopf in Sarayas Richtung. „Die Art wie du kämpfst ist ... nicht gerade typisch und sicherlich auch wenig gruppenkompatibel. Ein echtes Rudelmitglied würde auf sich allein gestellt wohl kaum so impulsiv vorpreschen ... und schon gar nicht so erfolgreich.”
Die Worte ließen Saraya die Stirn runzeln. Täuschte sie sich, oder hatte die Vampirin sie gerade wirklich gelobt? Und war das, was sie da um die roten Lippen spielen sah, vielleicht sogar der Anflug eines Lächelns? Verwirrt fuhr sie sich mit beiden Händen durch die Haare. Die Stimmungswechsel ihrer Begleiterin waren für sie noch nie besonders nachvollziehbar gewesen, aber das eben erlebte setzte selbst für die Kainstochter neue Maßstäbe.
Sie hatte sich doch die dunklen Abgründe in deren Augen nicht eingebildet. Es war alles wirklich da gewesen. Oder nicht?, fragte sich sie, so langsam an ihrem eigenen Verstand zweifelnd.
„Wieviele?”
Die Frage der Vampirin schreckte Saraya aus ihren Grübeleien. „Wieviele was?”
„Vampire. Oder zählst du nicht?”, erkundigte sich die Kainstochter amüsiert.
„Oh. Ja, doch. Siebenundzwanzig.” Im nächsten Moment hätte sich Saraya am liebsten auf die Lippen gebissen. Einer Vampirin so stolz zu berichten, wieviele ihrer Rasse, ob nun Einzelgänger oder nicht, sie ausgelöscht hatte, war vielleicht keine so gute Idee.
Zu ihrem erneuten Erstaunen quittierte die Kainstochter ihre Antwort jedoch lediglich mit einem nachdenklichen Nicken.
„Siebenundzwanzig. Gar nicht mal so übel.”
Nicht übel. Saraya verzichtete auf eine Erwiderung, wussten sie doch beide, dass diese Bezeichnung alles andere als angemessen war. Den Lebensstil der Vampire, mit ihrem beständigen Streben nach größeren und einflussreicheren Wirkungsbereichen, überlebten nur die wahren Kämpfer, denn alle anderen ruhten auf ewig unter den unnachgiebigen Säulen von Darwins Gesetz.
Der Gedanke an die vampirischen Wirkungsbereiche brachte sie wieder zurück zu ihrer blasshäutigen Begleiterin.
„Du hast mir deinen Namen noch nicht verraten.”
Die Vampirin, inzwischen wieder an den Rand des Plateaus getreten, um auf die unglaublich geduldig wartende Meute hinabzuschauen, hob leicht den Kopf. „Ach, habe ich nicht?”
Saraya schüttelte den Kopf. „Nein. Genausowenig aus welcher Stadt du kommst.”
„Ursprünglich? Meran, ... Italien”, ergänzte die Kainstochter überflüssigerweise, aber Saraya beachtete es kaum, war sie doch damit beschäftigt, im Geiste die Liste ihrer Opfer nach einer Verbindung zu der Stadt im Norden Italiens durchzusieben. Ohne Erfolg.
„Ist dort immer noch dein Sitz?”
„Mein Sitz?" Seltsamerweise ließ die Frage die Vampirin zögern. „Nein ... früher einmal, doch seit einiger Zeit schätze ich das Wanderleben.”
Neugierig geworden wollte Saraya zuerst nachhaken, dann jedoch dachte sie sich, dass es vielleicht gesünder wäre, nicht weiter in die Vampirin zu dringen. Manche Wunden sollte man lieber unangetastet lassen, insbesondere, wenn sie sich an das dunkle Feuer erinnerte, das vor wenigen Minuten noch gedroht hatte, sie zu verschlingen. Ihr schauderte bei der Erinnerung.

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Beitrag #2 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Hallo Addi,

ich hab mal kurz das "RE:" aus deinem Titel rausgeworfen. Aber jetzt will ich auch gleich ma lesen, wie es mit den beiden im Labyrinth weitergeht.

Zitat:“Ja, ich kenne dich, Saraya Deveraux. Ich kenne dich.”

Uh, spannende Wende. Gerade auch deshalb, weil wir im letzten Teil ja erfahren haben, dass Saraya sowas wie eine Vampirjägerin ist.

Zitat: Loyalität oder gar Freundschaften kannten die Vampire nicht – zumindest hatte sie das gedacht. Aber anscheinend war gerade diese Vampirin die Ausnahme der Regel; war sie die Freundin oder gar Gefährtin eines ihrer, Sarayas, Opfer gewesen.

Ich finde das ist ein schöner Kontrast, zu dem Rudelverhalten, welches ja die Wölfe haben.

Zitat:“Vampire. Oder zählst du nicht?”, erkundigte sich die Kainstochter amüsiert.
“Oh. Ja, doch. Siebenundzwanzig.” Im nächsten Moment hätte sich Saraya am liebsten auf die Lippen gebissen. Einer Vampirin so stolz zu berichten, wieviele ihrer Rasse, ob nun Einzelgänger oder nicht, sie ausgelöscht hatte, war vielleicht keine so gute Idee.

Hattest du nicht mal ganz am Anfang erwähnt, dass sich an Sarayas Bett Striche befinden? Oder bilde ich mir das nur ein? Falls das so war wissen wir jetzt jedenfalls von was die sind.
Also ich finde diesen Teil ganz gut. Besonderns natürlich in Verbindung mit dem ersten Teil des Kapitels.
Okay, wirklich vorrangebracht hat uns der Teil zwar nicht, aber ich finds gut gemacht, wie die beiden so langsam Kontaktaufnehmen. Ohne das irgendeiner plötzlich ins Schwafeln gerät, sondern so, als könnte jeden Augenblick ein falsches Wort den nächsten Kampf auslösen.
Was ich auch nett eingebaut fand, sind diese Rassenunterschiede. Wie unterschiedlich sich die beiden sind und doch muss es ja eine Verbindung zwischen ihnen geben.

Und kurz fand ich den Teil, deshalb kann ich jetzt auch gar nicht viel mehr dazu sagen.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #3 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Huhu Lady!
Bitte entschuldige die lange Wartezeit, aber die Arbeit und dann der Besuch einer lieben Freundin haben mich abgelenkt.
Ich hoffe, du nimmst es mir nicht zu uebell? *mit einem leisen Laecheln in Richtung Abwesenheitssatus verweis*

Zitat:ich hab mal kurz das "RE:" aus deinem Titel rausgeworfen.
- Ui, habe ich das vergessen? Dankeschoen auch fuers Reinschmoekern.


Zitat:
Zitat:“Ja, ich kenne dich, Saraya Deveraux. Ich kenne dich.”

Uh, spannende Wende. Gerade auch deshalb, weil wir im letzten Teil ja erfahren haben, dass Saraya sowas wie eine Vampirjägerin ist.
-- *g* Voellig neu war das ja nicht, bei all den Narben und den Albtraeumen, die Saraya somit sich herumtraegt.

Zitat:
Zitat: Loyalität oder gar Freundschaften kannten die Vampire nicht – zumindest hatte sie das gedacht. Aber anscheinend war gerade diese Vampirin die Ausnahme der Regel; war sie die Freundin oder gar Gefährtin eines ihrer, Sarayas, Opfer gewesen.

Ich finde das ist ein schöner Kontrast, zu dem Rudelverhalten, welches ja die Wölfe haben.
-- So war es gedacht, und wenn meine Vampire schon staerker sind als die Woelfe wollte ich zumindest erklaeren, warum sie so gute Kaempfer sind, und zugleich einen Ausgleich bieten. Vampire sind zwar stark, doch die Woelfe haben ihr Rudel. Icon_wink

Zitat:Hattest du nicht mal ganz am Anfang erwähnt, dass sich an Sarayas Bett Striche befinden? Oder bilde ich mir das nur ein? Falls das so war wissen wir jetzt jedenfalls von was die sind.
-- Ganz ehrlich, das muss ich jetzt maal nachschauen. Nope, keine Striche. Waere, wenn ich so nachdenke, auch komisch, da sie ja nicht permanent dort lebt.

Zitat:Also ich finde diesen Teil ganz gut. Besonderns natürlich in Verbindung mit dem ersten Teil des Kapitels.
-- Schoen zu hoeren. Icon_smile
(Mir ging da naemlich etwas das Muffensausen. Icon_wink )

Zitat:Okay, wirklich vorrangebracht hat uns der Teil zwar nicht, aber ich finds gut gemacht, wie die beiden so langsam Kontaktaufnehmen. Ohne das irgendeiner plötzlich ins Schwafeln gerät, sondern so, als könnte jeden Augenblick ein falsches Wort den nächsten Kampf auslösen.
-- *g* Ich versuche, Schwafeleien auch in Zukunft zu vermeiden,okay. Icon_wink

Zitat:Und kurz fand ich den Teil, deshalb kann ich jetzt auch gar nicht viel mehr dazu sagen.
-- Ja, ich hab mir vorgenommen, jetzt laengere Teile einzustellen, was auch der Grund ist, warum hier auch noch nichts neues steht.

Liebe Grüße,
und noch einmal vielen Dank fuer den positiven Kommentar
Addi

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Beitrag #4 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Hey Addi! Icon_smile

Lang, lang ist's her. Wird Zeit, dass ich weiterlese, wa?
(Ich erinnere mich nich ganz gut, was passiert ist, kann aber sein, dass ich ein bisschen brauche, um wieder vollends reinzukommen.)

Zitat:Wären da nicht die kalt brennenden Kohlenstücke gewesen, die jeder noch so kleinsten Bewegung folgten, hätte man meinen können, die Kainstochter wäre eins mit dem Felsen geworden.
Schöne Beschreibung für die Augen! Na, jetzt bin ich aber gespannt, wie die Vampirin reagiert.

Zitat:Ein Gefühl, das noch verstärkt wurde, als ihr Rückzug abrupt gebremst wurde, presste sich doch die Wand der Höhle kalt und endgültig gegen ihren Rücken.
Du hast manchmal einen etwas ... altertümlich wirkenden Schreibstil. Hier erkennbar in der Konstruktion mit dem "doch" anderer hätten einfach "da" geschrieben. Wirkt an solchen Stellen etwas seltsam auf mich (vielleicht weil ich den Stil eher von Rollenspielabenden kenne Icon_wink). Ist ja jetzt nicht unbedingt schlecht, aber festhalten wollte ich es trotzdem.
Abegesehen davon: realisiert Saraya eigentlich, dass sie mit ihrem Rachefeldzug einfach nur genau den selben Schmerz bei anderen auslöst?

Zitat:“Ja, ich kenne dich, Saraya Deveraux. Ich kenne dich.”
Hm, der Nachname klingt irgendwie wie ein typischer, französischer Allerweltsname. Icon_slash

Zitat:Aber anscheinend war gerade diese Vampirin die Ausnahme der Regel; war sie die Freundin oder gar Gefährtin eines ihrer, Sarayas, Opfer gewesen.
Gut, dass du noch nachschiebst, warum du uns das gerade erzählst, sonst hätt ich gemeckert. Icon_wink

Zitat:“Die Art wie du kämpfst ist ... nicht gerade typisch und sicherlich auch wenig gruppenkompatibel. Ein echtes Rudelmitglied würde auf sich allein gestellt wohl kaum so impulsiv vorpreschen ... und schon gar nicht so erfolgreich.”
Aha, Werwölfe kämpfen also in Gruppen, anders als Vampire. Aber ich finde ehrlichgesagt nicht, dass Saraya besonders erfolgreicht war, ohne die Vampirin wäre sie längst nicht mehr am Leben. Das Lob hat sie nicht verdient. *find* (oder erinnere ich mich falsch?)

Zitat:denn alle anderen ruhten auf ewig unter den unnachgiebigen Säulen von Darwins Gesetz.
Sehr schön.

Ich frage mich gerade, ob die Vampirin wohl selbst Vampire jagt ... aber wahrscheinlicher ist, dass sie eine Werwolfjägerin ist.

Zitat:dann jedoch dachte sie sich, dass es vielleicht gesünder wäre, nicht weiter in die Vampirin, die ganz offensichtlich nicht über sich reden wollte, zu dringen
Ich finde solche Konstruktionen immer unntöig sperrig und überhaupt nicht schön zu lesen. Ich würde das "zu dringen" einfach vor dem Einschub bringen.

Zitat:anche Wunden sollte man lieber unangetastet lassen, insbesondere, wenn sie sich an das dunkle Feuer erinnerte, das vor wenigen Minuten noch gedroht hatte, sie zu verschlingen.
Eine richtig vernünftige Überlegung für die sonst so impulsive Saraya. *lacht*

Das meiste, was ich zu sagen hatte, hab ich ja gesagt.
War insgesamt gut geschrieben, besonders gut haben mir Darwins Säulen gefallen. Das sind schreiberische Lichtblicke. Icon_smile Ansonsten wissen wir jetzt, das unsere Vampirin anders ist als andere Vampire (wobei wir das ja eh schon vermutet haben, nicht wahr?) ... kein fester Sitz und da ist dieses dunkle Feuer bei Sarayas Namen - wie Saraya vermutet man als Leser auch, dass sie jemanden an die Werwölfin verloren hat. Ich persönlich vermute, dass sie einfach das genaue Gegenstück zu Saraya ist - eine Werwolfjägerin.
Und ich denke, sie sind ganz bewusst ausgesucht worden, weil sie das sind. Von wem? Das findne wir hoffentlich noch heraus.

Auf zum nächsten Teil! Icon_smile

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Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #5 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Hallo Wanderer,
nimmst du dir jetzt alle meine Werke vor unter denen noch kein Kommentr von dir steht? *lach*
Nicht, dass ich mich beschweren will, im Gegenteil. Wir sollten öfter Wettbewerbe veranstalten, wenn es zu solchen Ergebnissen führt. Icon_bussi

Zitat:
Zitat:Wären da nicht die kalt brennenden Kohlenstücke gewesen, die jeder noch so kleinsten Bewegung folgten, hätte man meinen können, die Kainstochter wäre eins mit dem Felsen geworden.
Schöne Beschreibung für die Augen! Na, jetzt bin ich aber gespannt, wie die Vampirin reagiert.
-- An dieser Beschriebung habe ich Tage gesessen, unvorstellbar eigentlich, aber mein Perfektionismus ...
Nicht umsonst liegen zwischen Anfang und Ende sooo viele Monate.

Zitat:
Zitat:Ein Gefühl, das noch verstärkt wurde, als ihr Rückzug abrupt gebremst wurde, presste sich doch die Wand der Höhle kalt und endgültig gegen ihren Rücken.
Du hast manchmal einen etwas ... altertümlich wirkenden Schreibstil. Hier erkennbar in der Konstruktion mit dem "doch" anderer hätten einfach "da" geschrieben. Wirkt an solchen Stellen etwas seltsam auf mich (vielleicht weil ich den Stil eher von Rollenspielabenden kenne Icon_wink). Ist ja jetzt nicht unbedingt schlecht, aber festhalten wollte ich es trotzdem.
-- Ach, ihr nehmt da ein "da"? Hm, auf diese Idee bin ich gar nicht gekommen. *lach* Ich schreibe irgendwie immer so. Icon_confused Keine Ahnug warum. "Da" kommt bei mir so gut wie nie vor, ebensowenig "weil", weil das mag ich einfach nicht. ;P

Zitat:Abegesehen davon: realisiert Saraya eigentlich, dass sie mit ihrem Rachefeldzug einfach nur genau den selben Schmerz bei anderen auslöst?
-- Es ist ihr bestimmt bewusst, ja. Die Frage ist, ob es ihr etwas bedeutet.

Zitat:
Zitat:“Ja, ich kenne dich, Saraya Deveraux. Ich kenne dich.”
Hm, der Nachname klingt irgendwie wie ein typischer, französischer Allerweltsname. Icon_slash
-- Sie ist ja Französin. Deveraux ist ein alter Name. Ich wollte es nicht zu exotisch machen, sozusagen als Kontrast zu ihrer Persönlichkeit. *lach*
Aber ich bin natürlich offen für andere Vorschläge.

Zitat:
Zitat:“Die Art wie du kämpfst ist ... nicht gerade typisch und sicherlich auch wenig gruppenkompatibel. Ein echtes Rudelmitglied würde auf sich allein gestellt wohl kaum so impulsiv vorpreschen ... und schon gar nicht so erfolgreich.”
Aha, Werwölfe kämpfen also in Gruppen, anders als Vampire. Aber ich finde ehrlichgesagt nicht, dass Saraya besonders erfolgreicht war, ohne die Vampirin wäre sie längst nicht mehr am Leben. Das Lob hat sie nicht verdient. *find* (oder erinnere ich mich falsch?)
-- Hm, zum einen hast du Recht, Saraya wäre schon längst tot, aber falls du dich an den Kampf am Anfang erinnerst, so hat Saraya der Vampirin schon üble Wunden zugefügt.

Zitat:
Zitat:denn alle anderen ruhten auf ewig unter den unnachgiebigen Säulen von Darwins Gesetz.
Sehr schön.
-- Danke. Icon_smile

Zitat:
Zitat:dann jedoch dachte sie sich, dass es vielleicht gesünder wäre, nicht weiter in die Vampirin, die ganz offensichtlich nicht über sich reden wollte, zu dringen
Ich finde solche Konstruktionen immer unntöig sperrig und überhaupt nicht schön zu lesen. Ich würde das "zu dringen" einfach vor dem Einschub bringen.
-- Jetzt, da ich es lese - Hah ein "da"! - könnt ich mich selbst hauen. Wie konnt ich so einen Schachtelkasten bauen? *ändern geht*

Zitat:War insgesamt gut geschrieben, besonders gut haben mir Darwins Säulen gefallen. Das sind schreiberische Lichtblicke. Icon_smile
-- Ich freue mich, wenn ich dich nach wie vor begeistern kann. Icon_smile

Zitat:Ansonsten wissen wir jetzt, das unsere Vampirin anders ist als andere Vampire (wobei wir das ja eh schon vermutet haben, nicht wahr?) ... kein fester Sitz und da ist dieses dunkle Feuer bei Sarayas Namen - wie Saraya vermutet man als Leser auch, dass sie jemanden an die Werwölfin verloren hat. Ich persönlich vermute, dass sie einfach das genaue Gegenstück zu Saraya ist - eine Werwolfjägerin.
-- Dazu sage ich mal nichts. *vor dem Lappi vor sich hingrins*

Zitat:Und ich denke, sie sind ganz bewusst ausgesucht worden, weil sie das sind. Von wem? Das findne wir hoffentlich noch heraus.
-- Alle Unklarheiten und Fragen werden geklärt. Ja. Keine Sorge, ich weiß doch, was der Leser brauch. Icon_wink

Zitat:Auf zum nächsten Teil! Icon_smile
-- Ich freue mich. Icon_smile

Danke.
Addi

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Beitrag #6 |

RE: Zweierlei Blut - 6 Kapitel (Part 2)
Hi Addi!

Zitat: Sie erwägte gerade die Chancen einer Entschuldigung – denn wen immer sie auch getötet hatte, es war offensichtlich, dass dieser jemand der Vampirin viel bedeutet haben musste -, da ging ein Ruck durch ebendiese.
Hm, bis hierhin hatte ich gedacht, dass die Vampirin womöglich an der Ausrottung des Rudels beteiligt war. Dass Saraya jemanden getötet hat … sie wird ja keine Visitenkarte hinterlassen haben … ist sie dann sowas wie … Buffy? *lach*
Also wenn ein Vampir ermordet wird, weiß sofort jeder, dass es Saraya war?
In der Rückblende kam der Eindruck rüber, dass sie keine Zeugen hinterlässt – wie also erfahren die Vampire, wer wen getötet hat?

Zitat: Immer noch irrittiert über die unverständliche Resignation der Vampirin
»irritiert«

Zitat: Anders als in ihrem eigenen Volk üblich, lebten die Dunklen weder in Familien noch in hierarchisch geordnete Gruppen. Die Geschichte kannte sicherlich einige Ausnahmen, in denen sich einige Mitglieder der alten Rasse zusammengeschlossen hatten, um ein Gebiet zu erobern, aber diese waren stets nach wenigen Tagen oder spätestens einigen Wochen zerbrochen, weil jeder Vampir die Alpha-Position angestrebt hatte. Kämpfe bis zum Tod waren zumeist die Folge solcher Gruppierungen, weshalb die meisten Vampire das Leben eines Einzelgängers bevorzugten. Loyalität oder gar Freundschaften kannten die Vampire nicht – zumindest hatte sie das gedacht. Aber anscheinend war gerade diese Vampirin die Ausnahme der Regel; war sie die Freundin oder gar Gefährtin eines ihrer, Sarayas, Opfer gewesen.
Ein ziemlich großer Absatz, in dem Saraya nur über das Verhalten von Vampiren nachdenkt … natürlich ist es hübsch, sowas zu erfahren, aber im Prinzip sagt es nicht allzu viel aus, außer dass Vampire Einzelgänger sind, weil sie immer der Chef sein wollen. Außerdem irritiert mich das genaue Wissen, dass Saraya über die Strukturen der Vampirgesellschaft hat: Woher wissen Werwölfe sowas? So wie du den Konflitk Werwolf-Vampir bisher darstellst, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine der beiden Rassen der anderen freiwillig oder auch unter Zwang Informationen zukommen lassen würde.
Ich meine, natürlich kann Saraya solches Wissen haben, aber hier klingt es so nach einem »Vortrag über das Leben der Vampire«, dass ich mich frage, ob es da genaue Aufzeichnungen und Studien zu gibt, die im Besitz der Werwölfe sind.

Zitat: Ein echtes Rudelmitglied würde auf sich allein gestellt wohl kaum so impulsiv vorpreschen ... und schon gar nicht so erfolgreich.
erfolgreich? habsch was verpasst? Und offenbar haben auch Vampire genaue Vorstellungen von der wölfischen Struktur. So Spinne-Feind scheinen die sich gar nicht zu sein.

Zitat: aber das eben erlebte setzte selbst für die Kainstochter neue Maßstäbe.
»Erlebte« groß

Zitat: Wieviele?”
Die Frage der Vampirin schreckte Saraya aus ihren Grübeleien. „Wieviele was?”

»Wie viele« beide Male auseinander

Zitat: wieviele ihrer Rasse, ob nun Einzelgänger oder nicht,
hier auch

Zitat: denn alle anderen ruhten auf ewig unter den unnachgiebigen Säulen von Darwins Gesetz.
öh … irgendwie finde ich den Zusammenhang zwischen Darwin und Vampiren … merkwürdig
zumal du die Vampirin »Kainstochter« nennst … daher hatte ich vermutet, dass die Vampire eben nicht auf natürliche Art, also durch Evolution entstanden sind.

Über unsere Vampirin erfährt man hier wieder einiges, was ich schön finde.
Noch mehr Wirkung hätte es aber, denk ich, wenn man vorher schon aus Sarayas Sicht ein bisschen mehr Gefühl für das Rudelverhalten der Werwölfe bekommen hätte – so dass der Gegensatz besser zum Tragen kommt. Oder eben, dass Saraya sich zwar im Rudel wohlgefühlt hat, inzwischen aber daran gewöhnt ist, eine Einzelkämpferin zu sein; so würde eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden noch deutlicher werden.

Ich weiß nicht, ob ich es schon so allgemein angemerkt habe, aber oft wirken solche Infos, als hättest du sie dir während des Schreibens überlegt und nicht für nötig gefunden, sie auch in den vorangegangenen Teilen schon zu verankern.
Hier zum Beispiel erfahren wir zwar, dass Werwölfe Rudeltiere sind, was sich am einzigen Werwolfbeispiel, das zur Verfügung steht, aber leider nicht bestätigen lässt. Nicht einmal im Moment größter Not und Schwäche wünscht Saraya sich ein Rudel, das sie auffängt und ihr Kraft gibt. Man merkt ihr nicht an, dass sie NICHT der typische Werwolf ist, weshalb das erzählte Bild von einem typischen Werwolf hier (als Rudeltier) kaum Eindruck hinterlässt. Die Vampirin ist eine Einzelkämpferin und Saraya auch.
Leider wird auch wieder der (mögliche) Verlust von Bekannten der Vampirin stärker in den Fokus gerückt als der Verlust von Sarayas Rudel.

Mit einem typischen Werwolf (also einem Rudeltier) wäre ich vielleicht besser warm geworden, als mit Saraya. Jemand, der zumindest ein bisschen und ab und zu an andere denkt (ausgenommen die beiden »Ich hab Mitleid mit der Vampirin weil ...«-Szenen); jemand, der sein Rudel vermisst, der alleine nicht zurechtkommt. Denn so wirkt Saraya im Labyrinth auf mich.

Mal schaun, in wie weit die Informationen über Vampir- und Werwolfgesellschaft noch relevant werden.

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

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