Es ist: 27-10-2021, 03:54
Es ist: 27-10-2021, 03:54 Hallo, Gast! (Registrieren)


Schreibprogramme für Autoren
Beitrag #41 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
*Staub vom Thread pust*

Anscheinend bekommt jeder, der schreibt, irgendwann einmal das Problem: Mit dem Computer schreiben? Und wenn ja, mit welchem Programm?
Bei mir war Frage Nummer 1 immer klar, aber ich habe lange damit gehadert, mit welchem Programm. Mir waren sämtliche Programme, die hier aufgeführt wurden (falls ich nichts überlesen habe) viel zu sperrig, zu viele Funktionen, unpraktisch und vor allem unschön zu lesen.
Meine Anforderung an ein Programm waren: Es soll mich nicht beim Schreiben stören. Mehr auch nicht. Denken muss der Mensch ohnehin selbst, der Computer soll uns einfach nicht dabei behindern.
Plotlines und Notizen mache ich ganz einfach auf Zettel oder in Stichpunkte im Worddokument oder bei One Note, das dafür ganz praktisch ist - für mich geht das deutlich schneller als jedes Programm zum Plotten.
Für meine Ausflüge in Richtung Dramatik hatte ich allerdings Celtx, was sich als sehr hilfreich erwiesen hat - allerdings ist es unglaublich sperrig, was Prosa angeht, zumindest in meinen Augen.

Die Programme, die ich inzwischen zum Schreiben verwende, sind hier noch nicht zu finden, soweit ich das sehe.
Zum einen Q10, ein sehr einfaches und vor allem kostenloses Textverarbeitungsprogramm, das praktisch jede Ablenkung ausschaltet. Ich kann es vorbehaltlos empfehlen, denn damit lässt sich problemlos eine perfekte Schreibumgebung einstellen. Features wie Überblick über die Wortzahl, Uhrzeit, einstellbarer Timer und das automatische Speichern der txt-Dokumente nach einem selbst festgelegten Zeitintervall machen es zum perfekten Programm für das reine Schreiben, ohne sich über irgendwelche Formatierungen zu ärgern.
In letzter Zeit habe ich dann noch den OMMWriter für mich entdeckt - dieses Programm kann man als stylischere, leicht esoterisch angehauchte Version von Q10 mit integrierten, wählbaren Hintergründen, Tastentönen, Hintergrundgeräuschen betrachten. Auch OmmWriter ist in der einfachen Version kostenlos, wenn man noch mehr Hintergründe und anderen Schnickschnack braucht, wird man aufgefordert, eine selbst gewählte Summe zu zahlen.
OmmWriter ist ein sogar speziell für Mac konstruiertes Programm, das es nun auch für Windows gibt - also dort auch keinerlei Probleme wegen des Betriebssystems.

Geschreibselerinnerungshilfe
--- öffne die tür dem nein // sollen die vögel doch fliegen ---
--- Le Clézio ---


When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down ‘happy.’ They told me I didn’t understand the assignment, and I told them they didn’t understand life.
- John Lennon -

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Beitrag #42 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
Ich brauche eigentlich überhaupt kein besonderes Programm. Word war mir viel zu teuer, daher habe ich mir einfach Open Office geholt. Jetzt arbeite ich nur noch damit.
Jadeaugen stimme ich vollkommen zu, der Mensch muss selbst denken und daher werde ich wohl kaum Geld für ein Schreibprogramm ausgeben, wenn´s das auch kostenlos gibt.

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #43 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
Ich habe mir jetzt mal Q10 runtergeladen. Ich mag, dass es den ganzen Bildschirm ausfüllt - so ist man wirklich völlig 'isoliert' und wird nicht abgelenkt beim Schreiben. Die Navigation war anfangs ein bisschen umständlich, aber als ich erstmal herausgefunden hatte, dass man bei Drücken der F1-Taste eine Übersicht aller Tastenkombinationen bekommt, fand ich mich gut zurecht.
Grosser Nachteil: Die Unübersichtlichkeit. Der Text wird nicht in Seiten aufgeteilt, sondern ist ein einziger Fliesstext. Unterstreichen, Kursiv oder Fett schreiben ist nicht möglich. Ausserdem färbe ich Notizen / Anmerkungen gern ein, was auch nicht geht.
Ein schönes Detail ist der regulierbare Tastenton, der Schreibmaschinengeklapper imitiert - man fühlt sich gleich wie ein bedeutender Autor Icon_smile
Fazit: Für Kurzgeschichten und Gedichte sicher ein gutes Instrument, man wird nicht abgelenkt und es ist einfach zu handhaben - allerdings viel zu unübersichtlich. Für einen Roman ungeeignet.

Ich glaube, ich werde mal 'OMMWriter' ausprobieren, allerdings hast du, jadeaugen, geschrieben, dass es 'esoterisch' sei - und ich steh' nicht wirklich auf Esoterik Icon_smile
Naja, probieren geht über studieren. Icon_smile



Man findet mich jetzt auch hier: budsandashes.blogspot.com

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Beitrag #44 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
Zitat:Ich glaube, ich werde mal 'OMMWriter' ausprobieren, allerdings hast du, jadeaugen, geschrieben, dass es 'esoterisch' sei - und ich steh' nicht wirklich auf Esoterik Icon_smile
... und, wenn ich das richtig verstanden habe, ist auch das eher puristisch, sprich: von den Funktionen eher im Bereich Notepad - ohne Formatierungsmöglichkeiten, Anmerkungsfunktionen, Farben, Formen, etc. (sprich: alles, was ggf. vom Schreiben ablenken könnte Icon_wink)

Zum Lehrling und zur Lehrwerkstatt

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Beitrag #45 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
Zur Unübersichtlichkeit bei Q10 oder auch OMM-Writer muss ich sagen, dass ich mir ohnehin angewöhnt habe, für jedes Kapitel eines längeren Projekts ein eigenes Dokument anzulegen. Das hält zum einen davon ab, bei jedem Schreiben nebenbei am bisherigen Text herumzudoktern, und fördert zum anderen die Übersichtlichkeit und Strukturierung. Ganz zu schweigen davon, dass man so einzelne Teile der Geschichte an andere verschicken kann, ohne sie erst in andere Dokumente zu packen.
Ich bin insgesamt kein Freund irgendwelcher Einfärbereien usw, Notizen kommen bei mir in ein anderes Dokument oder werden einfach mit /// Notiz /// oder ***Notiz*** markiert.

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Beitrag #46 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
Ich habe mir nachdem ich das gelesen habe den OMM Writer runtergeladen und er sieht wirklich toll aus mit dem - nun ja - nichts. Icon_smile Ich habe auch schon angefangen mit ihm zu schreiben, es ist sehr angenehm.
Allerdings muss ich Carmenzita Recht geben. Ich finde ihn für längere Projekte auch eher ungeeignet. Irgendwie habe ich mich da auch schon so sehr an Word gewöhnt und verbinde das optisch irgendwie mit meinen Geschichten, wenn ihr wisst was ich meine.
Aber für Kurzgeschichten und Gedichte finde ich OMM super.

Ich lade mir gerade Q10. Ich habe mir die Bilder angeguckt. Es sieht ja aus wie auf den Star Trek Computern. Icon_ugly Da kann ich mich ja wie ein Captain fühlen. Irgendwie habe ich nur Probleme beim Installieren, weil da immer wieder eine Fehlermeldung kommt.

Was ich gerne hätte, wäre so ein wunderschönes Schreibprogramm, das aussieht wie ein richtiges Buch mit Seiten und so. Ich habe mal nach so was gesucht, aber nichts gefunden. Kennt ihr so etwas?


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Beitrag #47 |

RE: Schreibprogramme für Autoren
Hallo,

ich möchte den yWriter noch einmal ins Spiel bringen. Er bietet alles, was man -zumindest solange man kein Profi ist- zum Organisieren eines Romanprojektes bzw. einer Lyrik- oder Kurzgeschichtensammlung braucht. Was mir dabei besonders wichtig erscheint, ist die Möglichkeit, die unterschiedlichen Bestandteile in Beziehung zueinander zu setzen, verbunden mit der Möglichkeit, schnell zwischen den einzelnen "Bestandteilen" z. B. eines Romans hin und her zu springen. Hier steht alles jederzeit zur Verfügung.

Beschreibt man z. B. eine Person, so kann diese in eine Szene (so nennt sich die kleinste Schreib-Einheit im yWriter) integriert werden. Sucht man Szenen, in denen diese Person vorkommt, kann man sie auf diese Weise leicht identifizieren. Das gleiche gilt für Schauplätze, Gegenstände und Projektnotizen usw. usf.

Auch bestimmte Zusatzfunktionen wie "Worthäufigkeit bestimmen" sind enthalten. Hier kann man dann frei entscheiden, ob es zu oft enthalten ist.

Zum Planen kann z. B. die Anzahl der Zeichen pro Tag eingegeben und es können Berichte zum Vorhaben generiert werden. Aber alle Funktionen zu beschreiben, würde zu lange dauern. Einfach mal wirklich (also für ein echtes Projekt) ausprobieren, dann erkennt man die Vorteile.

Ob die Tatsache, dass man die deutsche Version, also Menüs und Karteireiter-Bezeichnungen selber steuern, sprich: in eine Textdatei eingeben, kann, ein Vorteil ist, zeigt sich dem Schreiber dann, wenn er auf eine englische Bezeichnung stößt und diese gerne übersetzt haben möchte. Aber keine Angst: Das meiste ist bereits übersetzt und den Rest kann man sich auch ohne besondere Englisch-Kenntnisse zusammenreimen oder eben übersetzen. Die Sprachdateien können dann untereinander getauscht werden und die Autoren bei Spacejock-Software freuen sich auch über eine ausgebaute, bessere (?) Translation.

Übrigens: yWriter ist kostenlos. Und Spacejock hat noch mehr kostenlose Software rund ums Lesen und Schreiben auf Lager.

Auch mit Celtx habe ich schon herumexperimentiert. Hier steht eher die Struktur des Projekts im Vordergrund, was sich schon an der Darstellung im Windows-Explorer-Stil zeigt. Ein Romanprojekt ist seit neuestem auch neben dem eigentlichen Zweck, dem Drehbuch-Schreiben, auch vertreten und ich kam gut damit zurecht.

Auch hier heißt es "Probieren geht über Studieren". Aber wenn ich Plätze verteilen müsste, würde der yWriter das Rennen machen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig bei der Entscheidung unterstützen.

Viele Grüße


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