Es ist: 13-04-2021, 21:48
Es ist: 13-04-2021, 21:48 Hallo, Gast! (Registrieren)


Schattenpakt (1/3)
Beitrag #1 |

Schattenpakt (1/3)
Vorweg: Schattenpakt ist die zweite Geschichte aus dem Schattenkrieg – da die erste aber noch nicht fertiggeschrieben ist, gibt es hier vorab die Information, dass die Assassinengilde in Lor Mavar vor folgendem Problem steht: Eine Gruppe „Freischaffender“ mordet munter in der Stadt nach Sitte und Art der Assassinen – die wiederum sind verzweifelt darum bemüht, diese Freischaffenden aufzustöbern, denn das lustige Meucheln schadet dem (guten) Ruf. Das in etwa wird man im ersten Teil des Schattenkriegs erfahren, wo noch keiner der hier Agierenden auftaucht (also kein Personenvorwissen nötig *zwinker*).

~ Geschichten aus Khonar ~

überarbeitet: 22.10.2011





Schattenpakt
~ Lor Mavar, 07. Reuemond 1486 n.A. ~


Gharan starrte benommen auf den Boden des leeren Bierkruges. Es war nicht klug, sich zu betrinken. Genau genommen war es sogar das Dümmste, was er überhaupt tun konnte. Aber zum Abgrund! Es war auch das Einzige, was er tun konnte. Nur für ein paar Stunden wollte er dem Albtraum entfliehen, in den sich sein Leben während der letzten Monde verwandelt hatte. Ein paar Stunden ohne die Bilder der Toten vor Augen; ohne das Hämmern in seinem Kopf.
„Soll ich Euch nach Hause bringen, Hauptmann?“
Orientierungslos sah Gharan auf. Im selben Moment wurde er sich Ryns zweifelndem Blick bewusst und zwang sich zu einer strafferen Haltung.
„Lass gut sein, Junge“, winkte er ab. Seine Zunge lag schwer wie Metall in seinem Mund; wie lange saß er schon hier? „Jetzt ist Dienstschluss – und du und ich … wir sind nur zwei Männer in einer Taverne.“
Er wünschte, er könnte seinen eigenen Worten glauben. Er wünschte, er hätte auf seinen Vater gehört und wäre niemals nach Mavar gekommen. Aber das pulsierende Leben der Hauptstadt hatte ihn in seinen Bann gezogen.
„Ich wollte etwas verändern, Ryn. Zum Guten! Immer nur zum Guten ...“
Müde schloss er die Augen und nahm den Moment wahr. Der Geruch nach Braten, Pfeifentabak und Bier lag in jedem Atemzug. Stimmen und Gelächter erfüllten die Luft. Schwerfällige Schritte von Handwerkern, die an diesem wie an jedem Tag ihrer Arbeit nachgegangen waren; harte, aber ehrliche Arbeit. Dann schob sich ein blasses Gesicht durch die Schwärze hinter seinen Lidern.
Hastig öffnete Gharan die Augen. So konnte es nicht weitergehen!
Ohne Ryns fragenden Blick zu beantworten, erhob er sich ruckartig. Die schnelle Bewegung ließ den Boden schwanken. Dennoch bemühte der Hauptmann der Stadtgarde sich um einen Gang, der den Erwartungen an sein Amt gerecht wurde. Auch wenn sein Dienst für heute beendet war, sollten die Leute in ihm keinen torkelnden Trunkenbold sehen.
Hinter sich hörte er, wie auch Ryn den Tisch verließ und ihm durch den Schankraum folgte. Er sollte gar nicht hier sein! Abrupt blieb Gharan stehen und wandte sich um.
„Geh nach Hause, Ryn!“, fuhr er den jungen Gardisten an – heftiger als er gewollt hatte. Sein Gegenüber zog irritiert die Augenbrauen zusammen. „Geh nach Hause“, wiederholte Gharan mit leiser Stimme. „Morgen wartet eine Menge Arbeit auf uns.“
„Dann solltet Ihr Euren eigenen Ratschlag befolgen, Hauptmann“, erwiderte Ryn energisch, „und Euren inneren Frieden nicht weiter in Bierkrügen suchen.“
Jetzt musste er sich schon von einem zwanzigjährigen Grünschnabel belehren lassen! Aber er hatte keine Kraft, um mit Ryn zu streiten. Zumal sein Gegenüber im Recht war. Als Hauptmann der Mavarer Stadtgarde stand es Gharan nicht zu, seine schlechte Laune in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Allerdings waren die meisten Anwesenden ohnehin zu müde oder beschäftigt, um auf die beiden Gardisten zu achten.
„Verzeih mir, Ryn. Der Tag heute war lang und ...“ Er brach ab und setzte seinen Weg schweigend fort.
Sein junger Schützling folgte ihm dicht an der Seite, stellte aber Assû sei Dank keine Fragen. Warum nur war er ausgerechnet heute Abend im Kupferkessel aufgetaucht? Vielleicht war es ein Zeichen des Entzweiten – um ihn auf den rechten Weg zurückzuführen. Oder es war einfach Zufall.
„Es ist wegen der Morde, nicht wahr, Hauptmann?“, setzte Ryn auf halbem Weg zur Theke an. „Aber Ihr tut doch schon alles in Eurer Macht Stehende. Ich bin sicher, dass dieser heimtückische Meuchler nicht mehr lange frei herumlaufen wird.“
Gharan richtete den Blick auf den Dielenboden, damit Ryn sein zynisches Lächeln nicht sah.
Alles in meiner Macht Stehende …
„Niemand arbeitet so viel und so hart wie Ihr.“
In der Stimme des Jungen schwang unverhohlene Bewunderung, die Gharan an manchen Tagen davon überzeugte, das Richtige zu tun. Er hatte schon so vielen Menschen geholfen und selbst in der Ratsversammlung war verkündet worden, dass Mavars Bürger sich unter dem Schutz der Garde so sicher fühlten, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Aber in den letzten Monden ging die Angst um in den wohlhabenden Häusern der Hauptstadt. Wie konnte er nur sein Leben über das eines anderen Menschen stellen?
Es war nicht nur sein eigenes Leben, das er schützte! Er tat es für seinen kleinen Sonnenschein Tilda und für die wunderschöne Jelina, die sein zweites Kind unter dem Herzen trug. War es nicht die Aufgabe eines jeden Mannes, Heim und Familie vor allem Übel zu bewahren? Sein Handeln konnte nicht falsch sein – vielleicht vor den Gesetzen des Reiches, doch niemals vor Assû’Avakk selbst. Und dennoch fühlte er sich wie ein Verräter. So viel Blut klebte an seinen Händen, dass alles Wasser des Aklatan-Sees nicht ausreichen würde, ihn reinzuwaschen.
„Hauptmann?“
Ryns besorgte Stimme riss Gharan aus dem zerstörerischen Strudel aus Selbstzweifeln, doch vollständig wollten die Gedanken nicht weichen. In trüben Fetzen trieben sie durch seinen Verstand, als er den Gardisten ansah. Ohne die Uniform – in schlichter Leinentunika und weitgeschnittener Hose – wirkte er noch jünger als er war. Nur seine hellen Augen erzählten von dem beschwerlichen Weg, den sein Leben ihm bisher vorgegeben hatte.
„Ich sollte Euch nach Hause bringen.“
„Du solltest dir eine hübsche Frau suchen und einen ehrbaren Beruf erlernen“, erwiderte Gharan gereizt. Noch bevor er den Satz beendet hatte, tat es ihm Leid. Ryn war ein unverbesserlicher Idealist, der für Gerechtigkeit und Moral einstand. So wie Gharan selbst vor über zwanzig Jahren. Die Mavarer Garde hatte sein Leben wie schleichendes Gift zerstört.
Nein, nicht die Garde, mahnte der Hauptmann sich still. Nur ein Mann trug die Schuld an diesem Albtraum.
„Du hast Recht“, wandte er sich erneut an Ryn, der verunsichert lächelte. „Ich sollte mich schlafen legen.“
In Jelinas Armen würde er vielleicht einige Stunden Frieden finden. Er würde ihrem Herzschlag lauschen und das Strampeln des Kindes in ihrem Leib spüren.
„Darf ich Euch ein Stück begleiten?“
Ryn gelang es tatsächlich, diese Frage klingen zu lassen als sei sie ein Kompliment und keine misstrauische Überwachung. Obwohl Gharan den Jungen lieber fortgeschickt hätte, zuckte er mit den Schultern.
„Ich muss nur schnell etwas klären. Es dauert nicht lange.“
Erstaunlicherweise kam Ryn der unausgesprochenen Bitte ohne Zögern nach und trottete Richtung Tür. Innerhalb der letzten zwei Jahre war aus dem unscheinbaren Burschen ein Mann geworden, der mit Leib und Leben für das Gesetz des Reiches einstand. Voller Stolz konnte Gharan behaupten, einen Großteil zu dieser Entwicklung beigetragen zu haben. Ryn war ihm ans Herz gewachsen – fast wie ein Sohn.
Und doch … ein Weg in die hohen Ränge der Garde war ein Weg ins Verderben.
Seufzend wandte Gharan sich der Theke und dem Wirt zu, der von dort aus das Geschehen im Auge behielt. Unwillig runzelte der hagere Mann die Stirn, als sein Blick den des Hauptmanns traf. Dennoch trat er heran und beugte sich über die Barriere zwischen ihnen hinweg.
„Ich hab Euch doch gesagt, dass niemand eine Botschaft abgegeben hat“, erklärte er ruppig.
Gharan zwang sich zu einem Lächeln. „Seid Ihr Euch da vollkommen sicher? Ich warte schon über einen Mond auf Antwort. Die Angelegenheit ist dringend!“
Lachend nickte der Wirt einem seiner Gäste zu. „Nur weil ich Nachrichten annehme und übergebe, habe ich noch lange keinen Einfluss auf die Wartezeit, mein Freund. Und jetzt entschuldigt mich.“
Mit diesen Worten ließ er Gharan stehen.
„Avakks Auge auf deine Taverne!“, schimpfte der Hauptmann still, bevor er sich zum Gehen wandte. Ein Fluch würde genauso wenig bezwecken wie zetern oder flehen. Der Wirt konnte nichts für diese Situation.




in die Kälte ...

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Hi Lanna,
(13-12-2009, 00:57)Lanna schrieb: Vorweg: Nachdem ich jetzt seit zwei Wochen mit mir hadere, ob ich was Neues einstellen soll oder nicht, mach ich es jetzt einfach mal.
Ich bin grad am überlegen, ob ich überhaupt schon mal was von dir gelesen habe...
Zitat:Eigentlich ist Schattenpakt die zweite Geschichte aus dem Schattenkrieg– da die erste aber noch nicht fertiggeschrieben ist
Schreibst du an zwei Geschichten gleichzeitig? Und bauen diese Geschichten aufeinander auf? Wenn ja, wie kannst du dann schon wissen, was im zweiten Teil passiert, wenn der Erste noch nicht mal fertig ist?Icon_confused Ich weiß ja kaum, wie Geschichten weitergehen, an denen ich aktuell schreibe, geschweige denn, dass ich daraus eine zweiten Teil basteln könnte. Naja, aber hier geht es ja nicht um deine Schreibmethoden, sondern um das untenstehende Ergebnis, deswegen mache ich mich jetzt mal ans Kommentieren.
Zitat:Das in etwa wird man im ersten Teil des Schattenkriegs erfahren, wo noch keiner der hier Agierenden auftaucht (also kein Personenvorwissen nötig *zwinker*).
Ah, hier habe ich die Antwort. Baut also nicht unbedingt aufeinander auf, so wie ich das lese.
Zitat:Genau genommen war es sogar das Dümmste, was er überhaupt tun konnte. Aber zum Abgrund! Es war auch das [i]Einzige, was er tun konnte.
Ich glaube, hier habe ich ein Brett vorm Kopf. Den Satz 'Aber zum Abgrund' habe ich schon beim ersten Lesen nicht verstanden und tue es beim zweiten mal immer noch nicht. Worauf bezieht sich der?
Zitat:Jetzt musste er sich schon von einem zwanzigjährigen Jüngling belehren lassen!
Icon_lachtot
Zitat:heute Abend im Kupferkessel aufgetaucht?
Ist Kupferkessel der Name der Taverne? Dann würde ich das Wort vielleicht kursiv setzen.
Zitat:So wie Gharan selbst vor zwanzig oder dreißig Jahren.
Wie alt ist Gharan denn? Ich hätte ihn jetzt auf Mitte oder Ende dreißig geschätzt.
Zitat:„Nur weil ich Nachrichten annehme und übergebe, habe ich noch lange keinen Einfluss auf die Wartezeit, mein Freund.
Icon_lol Den genervten Wirt kann ich mir richtig gut vorstellen. Der Ärmste wird wahrscheinlich mehrmals am Tag von Gharan gelöchert, was?
Zitat:Avakks Auge auf deine Taverne!
Avakk=böse? Auf jeden Fall nicht positiv gemeint, wenn ich das richtig lese.

Jetzt habe ich nur ein paar Sachen zum Anmerken und fast gar nichts zum Meckern gefunden. Das spricht doch schon mal für die Gechichte. Dein Stil ist angenehm zu lesen und man kommt gut durch. Während des Lesens habe ich mir so gedacht, dass deine Art zu schreiben auch gut geeignet wäre, um Romane zu füllen. Sie ist weder zu einfach, noch zu opulent, weswegen auch lange Texte nicht als solche aufgefasst werden würden. Zu der Geschichte lässt sich noch nicht allzu viel sagen, groß passiert ist ja noch nichts. Allerdings ist mir Gharan schon mal symphatisch und die kleinen eingestreuten Hinweise, wie z.B. die Nachricht die noch kommen soll, sorgen auf jeden Fall dafür, dass ich weiter lesen will und werde.
Mehr fällt mir auch grad nicht ein, mir hat's jedenfalls gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

LG

Glory

- Life is not measured by the number of breaths we take but by the number of moments that take our breath away -
gesammelte Werke

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Hi Glory!

Wie schön, dich unter meiner Geschichte zu finden. Vielen Dank für deinen Kommentar! Aber der Reihe nach Icon_smile

Zitat: Schreibst du an zwei Geschichten gleichzeitig? Und bauen diese Geschichten aufeinander auf? Wenn ja, wie kannst du dann schon wissen, was im zweiten Teil passiert, wenn der Erste noch nicht mal fertig ist?
Normalerweise schreibe ich Geschichten chronologisch, also ich fange mit dem Anfang an und höre mit dem Schluss auf *lach* Aber bei den Geschichten aus Khonar ist das Ganze etwas komplizierter: Zum Teil habe ich das ganze Leben meiner Protagonisten durchgeplant und dementsprechend Ideen für eine ganze Reihe von Geschichten, von denen ich die groben Plots schon geplant habe.
Andere, wie hier bei meinen Assassinen, setzen sich aus mehreren Geschichte zusammen, die zwar alle irgendwie mit dem Hauptplot zu tun haben, aber aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben sind.
Im Schattenkrieg sind bisher 6 Hauptgeschichten geplant, wovon Nummer 2 und 3 schon fertig sind, Nummer 4 fehlt der Schluss und Nummer 1 habe ich letzte Woche angefangen. Nebenher wird es (irgendwann) noch mindestens 3 Randgeschichten geben, in denen das Hauptthema zwar nicht vorkommt, aber Figuren aus den Hauptgeschichten.
Ähm, klingt das kompliziert? Nein – gaar nicht nicht!

Das ganze habe ich schon für insgesamt *nachzähl* sieben Handlungsstränge *grins* Hat jemand Zeit zuviel? Immer her damit! Icon_smile

Zitat: Ich glaube, hier habe ich ein Brett vorm Kopf. Den Satz 'Aber zum Abgrund' habe ich schon beim ersten Lesen nicht verstanden und tue es beim zweiten mal immer noch nicht. Worauf bezieht sich der?
„Zum Abgrund“ ist ähnlich dem Ausruf „Zur Hölle!“ oder auch einfach „Herrgottnochmal!“
Also grob übersetzt heißt das:
„Genau genommen war es sogar das Dümmste, was er überhaupt tun konnte. Aber es war auch gottverdammtnochmal das Einzige, was er tun konnte.“
Würd das aber gerne erstmal noch so drin lassen, nur wenn’s sich als ernsthafter Stolperstein herausstellt, muss ich wohl oder übel dran schnipseln

Zitat: Ist Kupferkessel der Name der Taverne? Dann würde ich das Wort vielleicht kursiv setzen.
Hehe, das mach ich normalerweise immer, wollte hier mal ausprobieren, was passiert, wenn ich es nicht mache *lach* Ich werd es aber wohl eh wieder in kursiv machen

Zitat: Wie alt ist Gharan denn? Ich hätte ihn jetzt auf Mitte oder Ende dreißig geschätzt.
Uh, jetzt musste ich selber gucken *lach* Bei der Garde ist er seit 34 Jahren und dort angefangen hat er mit siebzehn *rechnerechne* also isser nu 51. Hm ... mal überlegen, wie ich ihn ein bisschen älter machen kann. Wobei zu jung schätzen eigentlich noch gut ist, weil er trotz seines Alters noch sehr energisch und so ist. Im nächsten Teil kommt aber bissl körperliches Gebrechen dazu, vielleicht wirkt er dann eher wie ein alter Mann *lach*

Zitat: Avakk=böse? Auf jeden Fall nicht positiv gemeint, wenn ich das richtig lese.
Oh, ja – der Fluch ist mir so rausgerutscht, ohne dass ich an unwissende Leser gedacht habe *lach* Aber wenn es auch ohne Wissen rüberkommt, lass ich es erstmal so. Avakk ist zwar nicht direkt „böse“ (Lanna, pfui! Lass die Schwarz-Weiß-Malerei – Okay, Avakk ist nicht böse) ... nein, also Avakk wird nur immer alles negative zugeschoben, von Dieben und so wird er allerdings sehr hoch geschätzt *grins*

Zitat: Jetzt habe ich nur ein paar Sachen zum Anmerken und fast gar nichts zum Meckern gefunden.
Ja, da freu ich mich doch mal drüber! Wenig meckern ist immer gut Icon_smile

Zitat: Während des Lesens habe ich mir so gedacht, dass deine Art zu schreiben auch gut geeignet wäre, um Romane zu füllen. Sie ist weder zu einfach, noch zu opulent, weswegen auch lange Texte nicht als solche aufgefasst werden würden.
Oh, danke schön *rotwerd* da bin ich manchmal recht unsicher, ob ich einen guten Mittelweg gefunden habe, deshalb freut es mich, dass du es hier gut gelungen findest Icon_smile
Und der Bestseller ist in Arbeit – er hält nur grade Schönheitswinterschlaf über ... ähm ... mehrere Jahre *grins* Ich bin schon froh, wenn ich es schaffe, meine Kurzgeschichten zu vollenden.

Ja, insgesamt Dankeschön für das Lob und die Anmerkungen. Was will ein Autor mehr, als Leser, die auf eine Fortsetzung warten? Icon_smile Ich freu mich!

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Zitat:„Zum Abgrund“ ist ähnlich dem Ausruf „Zur Hölle!“ oder auch einfach „Herrgottnochmal!“
Achso, dann macht es Sinn. Ich habe es in meinem Kopf nicht wie einen Ausruf ausgesprochen (klingt das jetzt sehr seltsam?), aber jetzt verstehe ich es.
Zitat:also isser nu 51. Hm ... mal überlegen, wie ich ihn ein bisschen älter machen kann. Wobei zu jung schätzen eigentlich noch gut ist, weil er trotz seines Alters noch sehr energisch und so ist.
Zunächst habe ich ihn auch für älter gehalten (ein paar Gebrechen waren schon zu sehen), aber dann wurde ich stutzig, als ich festgestellt habe, dass er ja anscheinend ein werdender Papa ist, wenn ich das richtig gelesen habe und da kam er mir ein bisschen alt für vor Smiley_emoticons_blush

- Life is not measured by the number of breaths we take but by the number of moments that take our breath away -
gesammelte Werke

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Hi Glory,

der "Abgrund" ist bei mir im Fantasy-Setting fast schon ein Klischee-Fluch, meistens bin ich zu faul, mir etwas anderes zu überlegen *lach* Würd mich nicht wundern, wenn's mir irgendwann mal in echt rausrutscht Mrgreen

Aber bei dem Alter ... uiui, ich muss gestehen, da habe ich gar nicht an das Kind gedacht Icon_confused Weil ich Gharan gar nicht so bewusst als 51-Jährigen im Kopf hatte, sondern als Mann, der schon dreißig Jahre bei der Garde ist. Und dreißig klingt so verlockend nach Familienvater *grins*
Vielleicht operier ich ihm dann doch das ein oder andere Jährchen weg. Wobei man ja auch mit 51 noch Vater werden kann. Seine Frau ist natürlich jünger. Hm ... ich muss schau'n.
Das ist mal Betriebsblindheit vom Feinsten Icon_cool

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Hallo Lanna,

so, da bin ich. Eigentlich war jetzt ein Kommentar gar nicht geplant, aber spätestens als ich lesen musste "Schattenkrieg" tanzten meine Finger über die Tastatur, um über deine Geschichte herzufallen. In meiner Welt Xerian, gibt oder gab - je nachdem welche Geschichte man zu Rate zieht - auch einen "Schattenkrieg".

*Klingen wetzt*

Gharan starrte benommen auf den Boden des leeren Bierkruges [i]vor ihm.[/i]
=> würd ich rausnehmen. Hinter ihm kann der Krug wohl kaum sein und ohne "vor ihm" wirkt es für mich flüssiger.

Jetzt musste er sich schon von einem zwanzigjährigen Jüngling belehren lassen!
=> Ist der Hauptmann sooo alt, oder ein Mensch mit 20 Jahren in deiner Welt wirklich sooo jung, dass man ihn Jüngling nennen könnte? Wie alt werden denn seine Menschen?

Er tat es für seinen Sonnenschein Tilda und für die wunderschöne Jelina, die sein zweites Kind unter dem Herzen trug. War es nicht die Aufgabe eines jeden Mannes, Heim und Familie vor allem Übel zu bewahren?
=> Hat er zwei Frauen?

So und das war es auch schon mit meinen Anmerkungen. Insgesamt war es wieder gewohnt toll zu lesen. Auch stilisch. Du vermittelst ein gutes Charakter- sowie auch Weltbild. Hättest du allerdings nicht ganz oben gesagt, um was es im Großen und Ganzen geht, hätte ich nach diesem kurzen Stück wenig gewusst. Ich hoffe - wenn alle deine Teile so schmackhaft kurz sind - das du in den nächsten zwei genug auf alles eingehen kannst. Da bin ich sehr drauf gespannt, eben weil du hier sehr ausführlich bist und bleibst. Was mir persönlich natürlich sehr gefällt.

Gharan ist ein lesenswerter Kerl, der mich sehr an einen meiner Charaktere erinnert. Mir gefällt sein Denken, auch, wenn es für mich noch hätte dünkler sein dürfen. Aber gut, das ist Geschmack. Sicher sogar. Zur Handlung selbst bleibt noch nicht viel zu sagen. "Schattenkrieg" hab ich noch nirgendwo gefunden. Mrgreen
Sobald ich Zeit hab, werd ich bestimmt weiterlesen.

Hat Freude gemacht!
Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Hiho Sternchen!

Lieben Dank für deinen Spontan-Kommentar, der noch dazu so positiv ausfällt *freu* wobei ich ganz kleinlaut gestehen muss, dass gerade diese Geschichte ziemlich wenig mit dem Schattenkrieg ansich zu tun hat *duck*

"vor ihm" wird rausgenommen, keine Ahnung, warum ich das überhaupt hingeschrieben hab *lach*

Zitat: => Ist der Hauptmann sooo alt, oder ein Mensch mit 20 Jahren in deiner Welt wirklich sooo jung, dass man ihn Jüngling nennen könnte? Wie alt werden denn seine Menschen?
Hm, das "Jüngling" war eher in die Richtung "noch grün hinter den Ohren" gemeint, werd mir da wohl noch ein besseres Wort überlegen. Weil man sagt ja auch "Ich hab schon das und das gemacht, da hast du noch in die Windeln geschissen", so in der Richtung wars gemeint.
Gharan ist 51, was unter den Menschen in Khonar ähnlich wie bei uns schon ein Stück überm Durchschnittsalter liegt (in den Städten, bei gesunder Lebensweise und ein bisschen Glück können die Menschen bei mir auch schonmal 80 werden; Medizin und Sozialwesen sind in meiner Welt recht fortschrittlich)
Aber wahrscheinlich werd ich Gharan eh noch ein bisschen jünger machen, falls ich dann kein Chaos in meiner "Wer war wann Hauptmann"-Chronologie bekomme *lach*

Zitat: => Hat er zwei Frauen?
Tilda ist seine Tochter (aber ich gestehe, das kommt nicht so dolle rüber, wollte nur nicht so plump "sein Töchterlein Tilda" schreiben, weil das nicht Gharans Art zu denken wäre *seufz*

Über das Lob und dass dir Gharan sympathisch ist, freue ich mich natürlich ganz besonders! Ich befürchte manchmal, dass ich zu detailliert erzähle und dadurch alles zäh wird, aber spätestens wenn meine Chars anfangen, miteinander zu reden, verliere ich die Kontrolle über sie *grins* Hier ist es besonders schlimm, weil ich die ganzen Hintergründe im Kopf habe und lustig vor mich hin andeuten kann, was zwar niemand mitbekommt, aber wat soll's Mrgreen

Ja, also auf jeden Fall bin ich glücklich Icon_smile
Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Schattenpakt (1/3)
So, dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben Icon_wink

Zitat:Gharan starrte benommen auf den Boden des leeren Bierkruges vor ihm.
MMn könntest du das "vor ihm" ruhig weglassen.

Zitat:Pfeifentabak und Bier lag in jedem Atemzug.
Hm, also ohne all zu viel über den Entwicklungsstand, oder die Geographie deiner Welt zu wissen:
Tabak in unserer Welt ist meines Wissens nach eine Entdeckung der Besiedlung Amerikas. Wäre ein schlichtes "Pfeifenkraut" für eine mittelalterliche Welt nicht eher angebracht?

Zitat:„und Euren inneren Frieden nicht weiter in Bierkrügen suchen.“
:D Schön Icon_smile

Zitat:Vielleicht war es ein Zeichen des Entzweiten – um ihn auf den rechten Weg zurückzuführen. Oder es war einfach Zufall.
Ist der Entzweite eine Art Instanz in Khonar? Ansonsten versteh ich den Satz nicht so recht^^

Zitat:„Es ist wegen der Morde, nicht wahr, Hauptmann?“,
Morde? Du hast meine volle Aufmerksamkeit Icon_smile
Fantasy-Krimis find ich (oh wunder) immer gut Icon_smile

Zitat:„Du solltest dir eine hübsche Frau suchen und einen ehrbaren Beruf erlernen“, erwiderte Gharan gereizt. Noch bevor er den Satz beendet hatte, tat es ihm Leid. Ryn war ein unverbesserlicher Idealist, der für Gerechtigkeit und Moral einstand. So wie Gharan selbst vor zwanzig oder dreißig Jahren. Die Mavarer Garde hatte sein Leben wie schleichendes Gift zerstört.
Lass mich betonen, wie toll ich diesen Absatz finde Icon_smile Hier kommt einiges rüber, er ist stimmig und stimmungsvoll. Schön Icon_smile

Also, viel passiert ist ja noch nicht (was nichts schlechtes ist), aber wir haben schonmal eine äußerst gelungene Einführung erhalten. Mal sehen, vllt les ich heute noch weiter^^

Ansonsten erstmal bis bald,
Saryn

Tinte | Feder | Schwert -  mein neuer Blog

Meine Machenschaften im Forum: mein Werkeverzeichnis

Science-Fiction, ständig in Bewegung: Sektor 42 Wiki

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #9 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Heydiho Saryn!

Zitat: MMn könntest du das "vor ihm" ruhig weglassen.
Jup, im Original is es schon weg, werd's nachher auch hier beim Überarbeiten reineditieren.

Zitat: Hm, also ohne all zu viel über den Entwicklungsstand, oder die Geographie deiner Welt zu wissen:
Tabak in unserer Welt ist meines Wissens nach eine Entdeckung der Besiedlung Amerikas. Wäre ein schlichtes "Pfeifenkraut" für eine mittelalterliche Welt nicht eher angebracht?

Also wenn ich das in dieser Hinsicht überdenke, IST Khonar sowas wie Amerika Icon_lol Bevor die Devhen (also Menschen wie Gharan und Co.) dahinkamen, gabs nur haufenweise Wilde, die glücklich ihr Leben lebten (und von Dämonen niedergemacht wurden) Mrgreen
Ähm, sorry ... ich verstehe deinen Einwand, aber da es bei mir auch Baumwollplantagen, Kartoffelfelder und Kakaobohnen (die allerdings in ner anderen Ecke der Welt) gibt, stört der Tabak (mich) nicht besonders. Überhaupt habe ich in Khonar ganz bewusst teilweise eher moderne Entwicklungen eingebunden, so gibt es zum Beispiel bereits den Buchdruck und eine Berufsgruppierung, die sich eingehend mit der menschlichen Anatomie befasst - ich könnte das jetzt auch geschichtlich-kulturell erklären, würde aber damit wahrscheinlich etwas weit von der Anmerkung abkommen Icon_lol

Zitat: Ist der Entzweite eine Art Instanz in Khonar? Ansonsten versteh ich den Satz nicht so recht^^
Joa, der Entzweite ist die Gottheit der Devhen, Assû'Avakk -> Entzweit deshalb, weil es eigentlich nur eine Gottheit war, die aber nach fester Überzeugung eines sehr wichtigen Menschen (wir würden ihn Jesus nennen *grins*) aus zwei verschiedenen Persönlichkeiten zusammengesetzt ist. (Auch über dieses Thema könnte ich dir eine zehnseitige Abhandlung schreiben Mrgreen )

Zitat: Morde? Du hast meine volle Aufmerksamkeit Icon_smile
Fantasy-Krimis find ich (oh wunder) immer gut Icon_smile

Hihi, hab ich mir schon fast gedacht. Allerdings reichen meine Krimi-Kenntnisse nicht aus, um einen selbst zu schreiben. Würd es zwar sehr gerne mal tun, weil ich auch schon die passende Idee dazu hab, aber ich les so selten Krimis. Wobei Schattenkrieg schon ein paar Krimi-Elemente hat - glaub ich *lach*

Zitat: Lass mich betonen, wie toll ich diesen Absatz finde
Wie käme ich dazu, dich davon abhalten zu wollen! Mrgreen
Vielen, vielen Dank Smiley_emoticons_blush

Zitat: Also, viel passiert ist ja noch nicht (was nichts schlechtes ist)
Diesen Satz bekomme ich bedenklich oft zu meinen Geschichten zu hören Icon_confused Und es stimmt dummerweise auch noch ... Hab erst vor kurzem drüber nachgedacht, dass es bei mir eigentlich selten einen konkreten Konflikt gibt, der am Anfang der Geschichte steht und auf den die Geschichte dann hinarbeitet ... Ich erzähle lieber kleine Ausschnitte aus großen Zusammenhängen. Aber so lang es nicht schlecht ist, mach ich damit weiter Icon_smile

Danke dir für den Kommentar, dein Senf hat mir sehr gut geschmeckt!
Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #10 |

RE: Schattenpakt (1/3)
Hallo Lanna,

schon ewig hatte ich vor, hier ein paar Cent zu hinterlassen, aber es hat doch gedauert. Jetzt aber!

Zitat:Gharan starrte benommen auf den Boden des leeren Bierkruges vor ihm.
... das haben alle gesagt, oder? ^^

Zitat:Ein paar Stunden ohne die Bilder der Toten vor Augen
Ich sehe hier drei Möglichkeiten: Es ist Krieg (Schattenkrieg ... aber er sitzt ja in einer Taverne, also glaube ich das eher nicht), er hat Leute umgebracht oder er findet Leichen. Mal sehen ...

Zitat:Pfeifentabak und Bier lag in jedem Atemzug. Stimmen und Gelächter erfüllten die Luft. Schwerfällige Schritte von Handwerkern, die an diesem wie an jedem Tag ihrer Arbeit nachgegangen waren; harte, aber ehrliche Arbeit. Dann schob sich ein blasses Gesicht durch die Schwärze hinter seinen Lidern.
Wenn es nicht so plöt klingen würde, schriebe ich: Lass mich diesen Moment erneut aufschreiben, denn während Gharan in ihm leidet, genieße ich ihn! - großes Kompliment, meine Liebe!
Zitat:Dennoch bemühte der Hauptmann der Stadtgarde sich um einen Gang, der den Erwartungen an sein Amt gerecht wurde. Auch wenn sein Dienst für heute beendet war, sollten die Leute in ihm keinen torkelnden Trunkenbold sehen.
Dem entnehme ich, dass er die Leichen findet - fehlt nur noch der Mörder ... *gespannt weiterles*

Zitat:„Dann solltet Ihr Euren eigenen Ratschlag befolgen, Hauptmann“, erwiderte Ryn energisch, „und Euren inneren Frieden nicht weiter in Bierkrügen suchen.“
Ich mag ihn! Er sagt das sehr schön!

Zitat:Warum nur war er ausgerechnet heute Abend im Kupferkessel aufgetaucht? Vielleicht war es ein Zeichen des Entzweiten – um ihn auf den rechten Weg zurückzuführen. Oder es war einfach Zufall.
„Es ist wegen der Morde, nicht wahr, Hauptmann?“, setzte Ryn auf halbem Weg zur Theke an.
Ich kann dir nicht genau sagen, warum, aber diese Stelle, wo sich Gedanken und Ryns Aussage überschneiden, gefällt mir außerordentlich gut!

Zitat:„Aber Ihr tut doch schon alles in Eurer Macht Stehende. Ich bin sicher, dass dieser heimtückische Meuchler nicht mehr lange frei herumlaufen wird.“
Gharan richtete den Blick auf den Dielenboden, damit Ryn sein zynisches Lächeln nicht sah.
Alles in meiner Macht Stehende …
„Niemand arbeitet so viel und so hart wie Ihr.“
Wer hat eigentlich den Honigtopf geklaut ... ? Nein, nur Spaß - es klingt nach einer guten Möglichkeit zum Zweifeln für Gharan.

Zitat:Er tat es für seinen Sonnenschein Tilda und für die wunderschöne Jelina, die sein zweites Kind unter dem Herzen trug.
Anders als ich es bei den anderen gesehen habe, finde ich, dass man hier deutlich erkennt, dass Tilda seine Tochter ist. Zur Verdeutlichung könnte man aber ja auch schreiben: "seinen kleinen Sonnenschein" oder "seinen Sonnenscheinchen", auch wenn letzteres etwas plöt klingt ...

Zitat:War es nicht die Aufgabe eines jeden Mannes, Heim und Familie vor allem Übel zu bewahren? Sein Handeln konnte nicht falsch sein – vielleicht vor den Gesetzen des Reiches, doch niemals vor Assû’Avakk selbst. Und dennoch fühlte er sich wie ein Verräter. So viel Blut klebte an seinen Händen, dass alles Wasser des Aklatan-Sees nicht ausreichen würde, ihn reinzuwaschen.
Meine spontane Gedankenfrage: Ist er selbst der Mörder? Das würde das erklären - ich glaube jedenfalls nicht, dass er gar nichts damit zu tun hat (außer dass er die Morde aufhalten soll Icon_rolleyes )

Zitat:„Ich sollte Euch nach Hause bringen.“
„Du solltest dir eine hübsche Frau suchen und einen ehrbaren Beruf erlernen“, erwiderte Gharan gereizt. Noch bevor er den Satz beendet hatte, tat es ihm Leid. Ryn war ein unverbesserlicher Idealist, der für Gerechtigkeit und Moral einstand. So wie Gharan selbst vor zwanzig oder dreißig Jahren. Die Mavarer Garde hatte sein Leben wie schleichendes Gift zerstört.
Nein, nicht die Garde, mahnte der Hauptmann sich still. Nur ein Mann trug die Schuld an diesem Albtraum.
Ich liebe es! Gharans Antwort alleine ist auch schon einen Lacher wert!

Zitat:Obwohl Gharan den Jungen lieber fortgeschickt hätte, zuckte er mit den Schultern.
Ich kann dir leider nicht genau sagen, was mich daran stört, aber ich würde den Satz einfach umdrehen: "Gharan zuckte mit den Schultern, obwohl er den Jungen lieber fortgeschickt hätte."

Zitat:„Ich muss nur schnell etwas klären. Es dauert nicht lange.“
Haut er ab oder kriegt man etwas von dem Blut an seinen Händen mit?

Zitat:„Ich hab Euch doch gesagt, dass niemand eine Botschaft abgegeben hat“, erklärte er ruppig.
Gharan zwang sich zu einem Lächeln. „Seid Ihr Euch da vollkommen sicher? Ich warte schon über einen Mond auf Antwort. Die Angelegenheit ist dringend!“
Aha! Genervter Wirt, genervter Gharan, eine wichtige Botschaft ...

Schöner Einstieg! Anders als zum Beispiel bei meinen Texten stört es überhaupt nicht, dass es relativ wenig Action gibt - ich will nicht sagen Handlung! - und es gibt wunderschöne atmosphärische Beschreibungen.
Großes Lob, ich lese weiter - und weiter und weiter und so on, wenn du uns den Gefallen tust und fleißig Bücher mit deiner Schreibe füllst!

Liebe Grüße,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2021 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme