Es ist: 28-01-2021, 05:22
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Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Beitrag #1 |
Wink 

Wink  Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Aloha ihr Freunde der Fantasy, der Magie und der Drachen.
Ich hoff ich bin im richtigen Foren-Bereich gelandet.. ?

Ich würde euch gerne mein Baby vorstellen: Mein erster Roman "Flammenstreit" ist seit einem Monat erschienen. (ISBN: 978-3-85028-495-0)
Ich kann nur sagen, dass das Schreiben eine wunderschöne, bereichernde und aufregender Erfahrung war, und ich noch viele Ideen für Fortsetzungen habe, wenn "Flammenstreit" gut ankommt (wobei, eigentlich ist es mir auch egal wie sich das verkauft, weitergeschrieben wird aus der Lust am Schreiben *g*)

Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy & Abenteuer und hat auch einige spirituelle Elemente. Elfen, Orks, Zwerge und Vampire dürfen nicht mitspielen und es gibt weder monumentale Schlachten noch strahlende Helden. Meine Charaktere sind menschlich und tiefgründig (bis auf Luresh, den Drachen, der ist drachig, weitsichtig, mystisch und... wundervoll). Ich habe mich bemüht dem Ganzen eine subtile Art der Spannung zu verpassen und meine Charaktere stimmig und nachvollziehbar zu gestalten, ob es mir gelungen ist, müsst ihr meine Leser fragen oder selbst lesen :-)

Auf meiner HP: http://www.flammenstreit.npage.de gibt es Infos zu allem und mehr, sowie mehr Leseproben. Mit einem Drittel meines Erlöses unterstütze ich das Austrian-Sri-Lankan-Elephant-Research & Conservation-Projekt des Wiener Zoos: http://www.aserc.org

Um euch einen kleinen Einblick zu geben, hier eine Kurzbeschreibung:

Eine fremde Welt, der unseren nicht ganz unähnlich: Es geschehen merkwürdige Dinge. Eigentlich wollen die Bewohner Karhunas einen mächtigen Gott beschwören. Doch stattdessen erhalten sie zwei junge, überraschte Frauen als Antwort auf ihre Gebete. Für Ginger und Tess, zwei durchaus ungewöhnliche Mädchen, beginnt ein neues und aufregendes Leben in der mystischen Welt der Hüter. Sie begleiten die freundlichen, menschenartigen Wesen in die Stadt Karassa und nutzen die Chance, um ihr altes, bitteres Leben endgültig hinter sich zu lassen. Alles scheint perfekt zu sein, die idyllische Stadt bietet ihnen ein Heim und die Möglichkeit, wahre Magie zu lernen. In der Familie der kindlichen Seherin Haisha werden sie liebevoll aufgenommen und fassen wieder Mut. Nur die regelmäßigen Angriffe eines wütenden Drachen trüben das Glück ...
Als schließlich mysteriöse Dinge in der Stadt geschehen und Ginger das Drachengelege unweit der Stadt entdeckt, werfen die Geschehnisse tiefe moralische Fragen auf. Hin und her gerissen zwischen Dankbarkeit und Wut müssen sie sich entscheiden, ob sie dem Land und ihren neuen Freunden in einem drohenden Krieg beistehen werden, denn nur ihre ungewöhnliche Verbindung zu einander kann das unnötige Blutvergießen verhindern.
Sollten sie sich entschließen zu helfen, wird es eine gefährliche Gratwanderung für Ginger, die sich immer mehr den magischen Künsten hingibt und nicht merkt, wie nahe sie schon am Abgrund steht …


Im Anschluss zwei Leseproben, ich kann mich immer nicht entscheiden welche ich nehmen soll.. *g* Ich hoffe sie sind nicht zu lang...
Neue Freunde


Sie waren einige Stunden gewandert und hatten sich angeregt unterhalten, als sich vor ihnen eine riesige Kraterlandschaft ausbreitete. Die Rauch- und Dunstwolken hatten sie schon seit einer Weile gesehen, ihnen aber keine besondere Bedeutung beigemessen. Je näher sie kamen, desto klarer sahen sie, dass sie sich einer riesigen Schlucht näherten. Als sie am Rande des Canyons angelangt waren, stockte Ginger der Atem. Die steile Felswand fiel senkrecht vor ihnen ab und der Boden lag einige hundert Meter unter ihren Füßen. Die Ausmaße waren geradezu schwindelerregend und die Beiden wagten sich nicht näher als drei Schritte an die Kante heran.

Weit unter ihren Füßen erstreckte sich die verdorrte, rote Erde zu beiden Seiten, soweit das Auge reichte. Verbrannte und verkrüppelte Bäume und Sträucher waren das einzige Zeichen von ehemaligem Leben inmitten dieser düsteren Einöde, die trotz allem eine bizarre Faszination auf Ginger ausübte. Dankbar nahmen sie den ledernen Wasserschlauch entgegen, den Kiron ihnen reichte. Sie tranken das offenbar mit Früchten gesüßte, kalte Wasser und betrachteten überwältigt die Landschaft vor ihnen.

Vereinzelte Gischtfontänen stoben aus kleinen Kratern und die Erde war aufgeworfen und von den Naturgewalten zerfurcht. Direkt neben ihnen, nur durch die tiefe Schlucht getrennt, erhoben sich die Überreste eines riesigen Berges, dessen Spitze wohl eine gewaltige Eruption zerrissen hatte. Knapp über ihren Köpfen hörte die Steilwand abrupt auf und ein kreisförmiger Krater hatte sich tief in das Innere des Berges gefressen. Ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch. Die massiven Felswände erstrahlten wie magisch im zerfließenden, roten Licht des geschmolzenen Gesteins.

„Und da sollen wir rüber?“, platzte es aus Ginger heraus. Sie stand neben Kiron und starrte diese Mondlandschaft aus weit aufgerissenen Augen an. Die Hitze, die der offene Krater vor ihnen verströmte, war enorm. Tess musste ein paar Mal die aufsteigenden Tränen wegblinzeln, um überhaupt klar sehen zu können. Kiron lächelte nur verschwörerisch und drehte sich zu Majra und Haisha auf Roku um. Mit einer fließenden Bewegung hob er Haisha von Rokus Rücken und stellte sie neben sich ab. Alle traten einen Schritt zurück, so taten es die Mädchen ihnen gleich. Haisha hob die Arme zum Himmel.

Der Anblick verschlug ihnen die Sprache: Der zarte Mädchenkörper vor dieser grotesken Landschaft, in unschuldiges Weiß gehüllt und die Haare vom plötzlich aufkommenden Wind zerzaust, als hätte sie alle Macht, die Naturgewalten zu beherrschen. Nach ein paar Sekunden, in denen Ginger und Tess nur staunend und wie angewurzelt dastanden und alles Mögliche erwarteten, senkte sie die Arme wieder. Dann fingerte sie eine schmale, silbrig glänzende Kette aus ihrem Kleid hervor. Daran hing etwas, das aussah wie eine filigrane, lang gezogene Muschel, perlmuttfarben und beinahe transparent.

Haisha hob das zerbrechlich wirkende Gebilde an ihre schmalen Lippen und blies kräftig hinein. Ein überraschend melodischer, hoher Ton erklang. Er war nicht sehr laut, aber er ging den Mädchen durch Mark und Bein und schien jede Faser ihres Körpers zu durchdringen und etwas völlig Fremdes in ihnen anzurühren. Zurück blieb ein vages Kribbeln, das noch anhielt, lange nachdem der Ton mit dem Wind davongetragen worden war.

In der erwartungsvollen Stille danach schien zunächst gar nichts zu passieren. Gespannt warteten die Mädchen und blickten sich nach allen Seiten um. Erst als sie beobachteten, wie sich die Blicke ihrer Begleiter auf einen Punkt über ihren Köpfen richteten, wurden sie sich der nahenden Gestalten bewusst. Zuerst war es nur ein vages Gefühl, so als hätte die Luft eine andere Qualität bekommen. Sie wirkte plötzlich zäher und von einem kaum definierbaren, bedächtigen Gefühl erfüllt. Ehrfürchtig und erwartungsvoll starrten beide in die Luft. Dann glaubten sie, die Gestalten zu erkennen. Doch jedes Mal, wenn sie versuchten, diese wirklich zu fokussieren, schienen die Wesen sofort wieder mit den Dunstschleiern über dem brodelnden Krater zu verschwimmen. Erst, als sie begannen, sie nur aus den Augenwinkeln zu betrachten, konnten sie die Umrisse klarer erkennen.

Die durchscheinenden Wesen waren etwas kleiner und zierlicher als Menschen und erstrahlten in einem sanften, hellgrünen Licht, das tief aus ihrem Innersten zu kommen schien. Sie bewegten sich mit kaum sichtbaren Flügeln durch die Luft, die mehr aus dünnen, schimmernden Fäden als aus klaren Strukturen zu bestehen schienen. Und es waren Hunderte, die aus der glühenden Öffnung des Kraters aufstiegen. Schließlich war das ganze Sichtfeld der Gruppe von ihnen ausgefüllt. Sie schwebten herab und ordneten sich vor ihnen in einer Reihe an, die bis an das andere Ende der Kraterlandschaft führte und beinahe aus ihrem Blickfeld verschwand. Ehrfürchtig und verunsichert versuchten Ginger und Tess, einen klaren Blick auf die fremdartigen Wesen zu erhaschen. Nur hin und wieder schienen auf einem der beinahe unsichtbaren Gesichter Züge zu erscheinen. Diese Augenblicke wirkten kostbar und bewegend, denn die Gesichter wirkten so gelöst, friedlich und in vollkommener Ruhe, dass die Beiden von einer undefinierbaren Sehnsucht ergriffen wurden. Obwohl die Wesen kleiner waren als die Mädchen, fühlten sie sich plötzlich unbedeutend und winzig in Anbetracht dieser ätherischen, engelsgleichen Gestalten. Sie fassten sich sprachlos bei den Händen und trauten ihren Augen nicht. Majra und Kiron wirkten belustigt über die staunenden Mädchen und Majra bedeutete ihnen mit einem ermutigenden Lächeln, dass dies nichts Besonderes sei.

Nachdem sich die Reihe der durchscheinenden Gestalten bis an die gegenüberliegende Seite fortgesetzt hatte, schienen sie plötzlich ineinander zu fließen, wie der Rauch erlöschender Kerzen. Die Formen verschwammen und aus den wirbelnden Schwaden bildeten sich die Umrisse einer Brücke. Ginger und Tess hatten Schwierigkeiten, sie klar zu erkennen. Aus den Augenwinkeln wirkte sie wie ein massives Gebilde aus hellgrünem Glas. Doch wenn die Beiden direkt darauf blickten, sahen sie nur die trostlose Landschaft in der Tiefe. Erschrocken blickten die beiden sich an. Darauf sollten sie ihre Füße setzen? Das musste ein Scherz sein ...

Zu ihrer Überraschung zögerte Roku keine Sekunde, als Majra ihn auf die schemenhafte Brücke lenkte und dabei mit spielerischer Leichtigkeit Haisha vor sich auf den breiten Rücken des Pferdes hob, das Tess mit einem Blick an die richtigen Stellen als Hengst erkannt hatte. Auch die anderen folgten ihnen ohne innezuhalten.

Tess sog scharf die Luft ein, tastete blind nach Gingers Hand und erstarrte. Als auch der letzte ihrer Begleiter den festen Boden verlassen hatte und zielstrebig durch die Luft marschierte, näherte Ginger sich zögerlich dem Abgrund. Die Gruppe machte keinerlei Anstalten, auf sie zu warten. Tess, die sich noch immer nicht bewegte, hielt sie weiterhin fest an der Hand und hatte die Augen fest zusammengepresst. Ginger holte tief Luft, schloss ebenfalls die Augen und setzte zögerlich den ersten Fuß auf das unwirkliche Gebilde.

Es schien sie zu tragen, also zog sie den anderen Fuß nach. Dann erst öffnete sie vorsichtig die Augen wieder. Beim Blick nach unten stockte ihr der Atem, denn sie sah nichts als den bodenlosen Abgrund unter sich, der ihr plötzlich doppelt so tief vorkam. Rasch hob sie den Blick und schielte vorsichtig mit klopfendem Herzen von oben herab auf die Brücke. Jetzt nahm sie diese wieder umrisshaft wahr. Sie atmete ein paar Mal tief ein und blickte suchend nach vorne, um nach Kiron und den anderen zu sehen. Diese waren schon ein gutes Stück weit gewandert und blickten sich nicht einmal um.

„Na gut, wenn dieses Ding das Monstrum von Pferd aushält, wird es schon nicht unter uns zerbrechen“, raunte sie zu sich selbst. Sie brauchte gar nichts zu Tess zu sagen. Als diese spürte, dass Ginger bereits auf der Brücke stand, öffnete sie die Augen. Sie vermied es, das Lichtgebilde direkt anzusehen und schob sich zögerlich an Ginger heran.

Nach einer prüfenden Sekunde, in der sie beide sich versicherten, dass sie nicht in die Tiefe stürzten, wagten sie die ersten Schritte. Hand in Hand überquerten sie die Brücke aus Licht und ließen damit ihr altes Leben und ihre alte Realität weit hinter sich …
Leben im Fels

Keuchend versuchte Karim, zu Atem zu kommen. Der Aufprall hatte ihm fast die Sinne geraubt und vor seinen Augen tanzten blitzende Lichter. Ginger lag mit dem Gesicht nach oben unter ihm und bewegte sich nicht. Seine Hände ruhten in etwas Warmem, Glitschigem. Panisch rappelte er sich auf und starrte fassungslos im fahlen Licht auf seine Arme: Sie waren von ihrem Blut getränkt. Eine rote, schmierige Pfütze breitete sich langsam unter ihr aus. Fassungslos zog er sich vor ihr zurück und betrachtete sie entgeistert.

„Das, das darf doch nicht wahr sein ... Das wollte ich nicht! Oh bei allen Hütern!“ Er schlug die Hände vor die Augen und sank in sich zusammen. Dann drang jedoch ein vertrautes Geräusch an seine Ohren: Sie atmete. Sofort war er bei ihr und tastete nach ihrem Puls. Er fühlte sich kräftig und schnell an. Verunsichert versuchte er, im Dämmer-icht etwas zu erkennen. Da bewegte sie sich und schlug die Augen auf.

„Autsch. Musste das sein? Oh ... Was … Wo sind wir? Was ist denn passiert?“

„Nicht bewegen! Hörst du, du bist verletzt, du blutest. Bleib ruhig. Hast du Schmerzen?“

„Eigentlich, nein, nicht wirklich, wo blute ich denn?“

Sie blickte suchend an sich hinunter. Als sie die immer größer werden Lache unter ihrem Rücken entdeckte, stieß sie einen spitzen Schrei aus und sprang auf. Karim griff beherzt zu, um sie aufzufangen, falls sie stürzen sollte. Doch sie stand sicher und blickte ihn aus großen Augen an. Er drehte sie vorsichtig mit dem Rücken zu der einzigen Lichtquelle, dem Loch etwa zwei Meter über ihnen. Ihre Kleidung war blutbesudelt, aber unversehrt. Er suchte verwirrt nach einer Wunde, wurde aber von Ginger unterbrochen, die wortlos an seinem Arm zupfte und mit weit aufgerissenen Augen auf den Boden starrte. Langsam drehte er sich um und folgte ihrer ausgestreckten Hand mit dem Blick. In der widerlichen Pfütze bewegte sich etwas. Vorsichtig knieten die beiden auf dem Boden nieder. Was sie bei genauerem Hinsehen entdeckten, raubte ihnen den Atem. Die Flüssigkeit stammte aus keiner Wunde. Dort, wo sie gelandet waren, lagen zerdrückte Schalen im blutgetränkten Dreck. Eierschalen. Und inmitten der Verwüstung wand sich ein kleiner Körper, kaum größer als eine Katze …

Sie erkannten vier Beine, einen schrumpeligen Körper, einen langen Schwanz und verrunzelte Flügel. Die Augen auf dem winzigen Drachenkopf waren noch von einer durchsichtigen Schicht überwachsen, die Schuppen nur andeutungsweise vorhanden. Auf den unproportional großen Füßen waren die ersten, weichen Ansätze für die Krallen zu sehen. Der Eizahn auf der Schnauze sah weich und unvollkommen aus. Ebenso die Flügel. Ginger stiegen die Tränen in die Augen. Dieses Drachenkind war noch nicht einmal vollständig entwickelt, da hatten sie es getötet. Seine Bewegungen wurden langsamer, es konnte ja noch nicht einmal richtig atmen. Vorsichtig streckte sie den Arm aus und strich mit bebenden Händen über das feuchte Köpfchen. Einer unbewussten Reaktion folgend versuchte dieses winzige Leben, den Kopf der Berührung entgegenzustrecken. Dann lief ein Zittern durch den zerbrochenen Körper und es lag still. Sie hörte Karim neben sich schwer schlucken und konnte den Blick nicht von der kleinen Kreatur wenden. Obwohl es blutverschmiert und unvollkommen war, fand sie es märchenhaft schön.

Nach einigen endlos erscheinenden Minuten ergriff Karim wortlos ihre Hand und zog sie mit sich in die Höhe. Beide blickten sich suchend um. Im kargen Lichtkegel erkannten sie das restliche Gelege. Ungläubig zählte Ginger die rauen, kalkweißen Eier, die in der endlosen Zeit, die sie hier wohl schon lagen, mit allerlei Flechten und braunen Algen überwuchert waren. Sie waren kaum vom bewachsenen Fels zu unterscheiden. Sie entdeckte 19 Eier. Staunend brachten beide kein Wort heraus, ein ehrfürchtiges und respektvolles Gefühl den Eiern gegenüber breitete sich in ihnen aus. Die Magie, die sie ausströmten, war beinahe mit den Händen greifbar.

Die Höhle war nicht besonders groß. Etwa zehn Schritte breit und fünfzehn lang. Zögerlich machten sie sich auf die Suche nach einem Ausgang. Karim fand einen verwitterten Stock und entzündete eine Fackel mit seinem Feuerstein. Sie hatten versucht, Licht mit Magie erscheinen zu lassen, es war ihnen beiden nicht gelungen. Diese Höhle hatte ihre eigene Magie. Die hektisch flackernde Flamme tauchte die Felsen in gespenstisches Licht und hinterließ tanzende Schatten auf ihren Gesichtern.

„Jetzt wissen wir zumindest, warum Luresh gerade uns heimsucht. Seine ... Moment, ihre Jungen werden bald schlüpfen. Es war so winzig. Ich kann nicht glauben, dass wir es getötet haben“, hauchte Karim. „Ich wüsste gerne, wie sie die Eier hier überhaupt hineinlegen konnte.“

„Vielleicht hat sie die Eier dort vergraben, also von oben hineingelegt. Wie eine Schildkröte oder so.“

Ginger seufzte laut auf und blickte Karim beschämt an.

„Was ist überhaupt passiert? Ich erinnere mich nur daran, dass wir geübt haben.“

Er schilderte ihr ihren unheimlichen Zustand und ihren Sturz in die Höhle.

„Irgendetwas stimmt mit deiner Magie nicht. Du hast sie zu wenig in der Hand und scheinbar kann sie die Kontrolle über dich übernehmen. Das ist ungewöhnlich. Ich weiß nicht, was es bedeutet, vielleicht kommt es auch nur daher, dass du dich in deinem Alter erst damit beschäftigst, während wir bereits als Kinder damit auf-wachsen. Aber ich weiß, dass es gefährlich ist, du solltest wirklich vorsichtig sein!“, sagte er in eindringlichem Tonfall.

Sie nickte wortlos. Im unruhigen Schein der Fackel sah ihr Gesicht seltsam verzerrt aus. Nebeneinander tasteten sie sich vor-sichtig Schritt um Schritt vorwärts. Da die Höhle nicht sehr groß war, fanden sie bald einen Weg nach draußen. Gebückt schlichen sie hintereinander den schmalen Spalt im Fels entlang.

Das unverkennbare Rauschen eines Baches ließ sie zuversichtlich schneller gehen. Schließlich erreichten sie in der Schlucht, die Ginger bereits bei ihrem ersten Ausflug in den Wald entdeckt hatte, das Tageslicht. Erleichtert richteten sie sich auf und blinzelten dankbar ins grelle Sonnenlicht. Der Spalt war von dieser Seite kaum im zerklüfteten Felsen erkennbar. Karim seufzte hörbar auf. Dann verdüsterte sich seine Miene.

„Und nun? Was sollen wir tun? Ich habe keine Vorstellung davon, was sie mit den Eiern machen werden, wenn wir es in der Stadt erzählen. Ich weiß nicht mal, was ich mir für die Eier wünsche. Einerseits denke ich, es wäre das Beste, die Mutter mit ihren Jungen zu vereinen, da sie dann wohl die Stadt in Ruhe lässt. Aber wie sollen wir das anstellen? Andererseits können wir nicht zulassen, dass sie schlüpfen. Stell dir vor was passiert, wenn sich hier wieder junge Drachen ansiedeln? Setoira und Morheba werden das niemals zulassen, es muss geradezu zu einem Krieg führen.“

Ginger wusste keine Antwort. Mit gesenktem Blick stand sie neben ihm und grübelte verzweifelt. Dann machten sie sich auf den Weg nach Hause. In Gedanken versunken gingen sie den Bach entlang.

„Wir sollten abwarten. Es dauert mit Sicherheit noch einige Zeit, bis die Jungen wirklich schlüpfen. Und nach dem letzten Angriff ist der Oktran sicher noch aufmerksamer. Ich würde gerne erst mal herausfinden, wie Redorin und die anderen den Drachen insgesamt gegenüberstehen. Im Moment weiß ich einfach gar nicht, was wir tun sollten. Ich bin selber noch ganz durcheinander. Ich meine, von den Eiern geht eine gewaltige Gefahr aus, aber ich kann den Gedanken nicht ertragen, sie einfach so zu erschlagen, bevor sie eine Chance auf das Leben haben. Es fühlt sich einfach von Grund auf falsch an, verstehst du was ich meine? Außerdem würde Luresh vermutlich vollkommen ausrasten, wenn wir das tun“, machte Ginger ihren Überlegungen Luft.

Dann wurden ihre Augen groß: „Ohje, was wenn sie gespürt hat, dass wir eines ihrer Jungen getötet haben?“

Karim zuckte nur hilflos mit den Achseln. Langsam näherten sie sich dem Ausgang der Schlucht.

Gerade hatten sie den Waldweg erreicht, als das Horn erklang. Wie vom Blitz getroffen fuhren beide herum und suchten erschrocken den Himmel ab.

„Verdammt! Ich wusste es, zurück in die Höhle, sofort!“, zischte Ginger.

Sie drehte sich um und rannte los. Karim folgte dicht hinter ihr. Plötzlich kam ihr der Weg doppelt so lang vor.

Sie wagten nicht, sich umzusehen und konzentrierten sich ganz darauf, auf dem felsigen Untergrund nicht zu stürzen. Loses Geröll rollte polternd zur Seite und Kieselsteine spritzten unter ihren Tritten in alle Richtungen davon. Endlich sahen sie die Felskante, hinter der sich der Eingang verbarg. Ginger beschleunigte ihren Lauf noch ein bisschen, beflügelt von der fast greifbaren Sicherheit, und hob einen Moment den Blick vom Boden. Eine Sekunde später verfluchte sie ihre Unaufmerksamkeit, als sie umknickte und einen stechenden Schmerz in ihrem Knöchel verspürte. Sie konnte sich gerade noch abfangen und wäre beinahe gestürzt. Mit schmerzverzerrtem Blick griff sie an ihren Fuß. Karim war sofort an ihrer Seite. Wortlos griff er unter ihre Achsel und zerrte sie in die Höhe. Er legte ihren Arm um seine Schulter und schleifte sie vorwärts. Ginger biss die Zähne zusammen und lief, so gut es ging, neben ihm her. Dann machte sie den Fehler und blickte sich um. Luresh war bereits über den Bäumen und raste auf sie zu. Eine Aura aus Zorn umgab sie, die Ginger bis in ihr Innerstes erschütterte. Dieser Drache wusste genau, was passiert war. Vor Schreck stolperte sie erneut und riss Karim beinahe zu Boden.

Nur mit Mühe fing er sie auf und schleppte sie weiter. Gingers Herz raste und sie spürte Karims hämmernden Puls an ihrer Seite. Er ignorierte das markerschütternde, wütende Fauchen und lief noch schneller. In der Sekunde, in der das tödliche, lodernde Geräusch hinter ihnen erklang, erreichten sie die Felskante. Karim schubste Ginger unsanft in den Eingang und drängte sie tiefer hinein. Ein Schwall glühend heißer Luft fegte über sie hinweg. Instinktiv kauerten sie sich auf den Boden und zogen die Köpfe ein. Mit geschlossenen Augen krochen sie weiter und gaben keinen Laut von sich. Ihre Lungen brannten und ihre Ohren dröhnten. Hustend schoben sie sich vorwärts. Sie hörten die krachenden Geräusche von splitterndem Stein, als Luresh wie ein Berserker vor der Höhle tobte. Das Fauchen und Brüllen drang ihnen durch Mark und Bein. Ginger zitterte am ganzen Leib und hatte Mühe, nicht in Panik zu geraten. Immer wieder sahen sie das Lodern der Flammen, die jedoch das Innere der Höhle nicht erreichten. Ginger dachte angsterfüllt daran, dass sie verloren wären, wenn Luresh ihre Flammen nur einmal wirklich in den Eingang der Höhle speien würde. Sie betete, dass der wütende Drache nicht so weit gehen würde, sein eigenes Gelege zu gefährden.

Endlich erreichten sie das Innere der Höhle und richteten sich zögerlich wieder auf. Sie tauschten schockierte und gleichzeitig erleichterte Blicke aus.

„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte sie Karim atemlos.

„Bei mir schon, was ist mit deinem Fuß?“

Ginger hüpfte auf einem Bein zu einem Felsen und setzte sich darauf. Langsam kam sie wieder zu Atem. Feine Ascheflocken wirbelten durch die Luft und von draußen hörten sie immer noch das Wüten von Luresh. Im Moment fühlten sie sich jedoch sicher in der Höhle. Kurz versicherte sie Tess, die ängstlich an ihrer Aufmerksamkeit zerrte, dass es ihnen gut ging. Vorsichtig krempelte sie ihre Hose hoch und schlüpfte aus dem Stiefel. Ihr Knöchel war blau und angeschwollen. Mit zusammengebissenen Zähnen betastete sie die Stelle und sog scharf die Luft ein, als ein stechender Schmerz sie durchfuhr. Karim entzündete einen Stock und klemmte die Fackel zwischen zwei Steine, um besser sehen zu können. Dann ging er vor ihr in die Hocke.

„Zeig mal her“, sagte er und hob ihr Bein vorsichtig hoch, um es auf sein Knie zu legen. Er betastete sehr vorsichtig den dicken Knöchel. Aufmerksam musterte sie dabei sein Gesicht. Er wirkte überraschend ruhig und gewissenhaft, beinahe liebevoll. Ein warmes Kribbeln flutete plötzlich durch ihre Brust und sie hatte das Bedürfnis, ihre Hand nach ihm auszustrecken. Nervös ballte sie die Hände zu Fäusten, um sich von diesen Gedanken abzubringen.

„Versuch dich zu entspannen, so kannst du nicht weiterlaufen. Ich glaube, du hast dir ein Band gerissen, aber das kriegen wir hin.“

Er griff nach ihrer Hand und legte sie seitlich an ihren Fuß. Seine warmen Hände umfassten fest ihren Knöchel. Dann schloss er die Augen und konzentrierte sich. Es dauerte eine Weile, bis Ginger es schaffte, ihren Atem seinem ruhigen Rhythmus anzupassen. Immer wieder schreckte sie hoch, wenn sie von draußen Geräusche hörte. Langsam wurde es jedoch still und sie sank immer tiefer in die rotglühende Trance, die warm ihren Körper durchflutete und die Energie in ihre Hände schickte. Ein vages Bild von ausgefransten Bändern, die sich neu zusammenfügten, tauchte vor ihrem inneren Auge auf. Ihr Knöchel wurde langsam heiß, pulsierte und kribbelte wie ihre Hände. Die Zeit dehnte sich und wurde zu einer warmen, fließenden Ewigkeit, in der ihre Energie sich mit Karims vereinte und sich zerstörte Strukturen wieder ordneten. Endlich öffnete sie vorsichtig die Augen und schüttelte sich kurz, um wieder ganz zu sich zu kommen. Karim lockerte seinen Griff und öffnete ebenfalls die Augen. Ein sorgenvolles Lächeln breitete sich auf seinem müden Gesicht aus.

„Und? Wie fühlt es sich an?“

Ginger betastete zaghaft die geschwollene Stelle, die immer noch blau war.

„Naja, irgendwie dumpf ...“, sie setzte den Fuß probeweise auf den Boden und stand auf, „Aber es geht, ich kann drauf stehen. Danke, wow, ich weiß gar nicht was ich sagen soll“, murmelte sie verlegen. Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen.

„Sagen wir einfach, wir sind quitt. Was hältst du davon?“, antwortete er.

Sie nickte eifrig und hatte Mühe, das Grinsen zu unterdrücken, das sich auf ihrem Gesicht breit machte. Nach einem kurzen Moment der Stille sagte sie mit einem lauten Seufzer:

„Verdammt, das war ganz schön knapp. Danke, dass du mir geholfen hast, alleine hätte sie mich erwischt. Jetzt wissen wir wenigstens, dass es wirklich um die Eier geht, sie weiß genau, was mit ihnen passiert, und dass sie wohl bald schlüpfen werden. Wahrscheinlich will sie sie nur beschützen und sieht die Stadt als Bedrohung an. Was ich gut verstehen kann ...“

„Hm. Vermutlich hast du Recht. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was wir machen sollen. Spätestens wenn die Jungen schlüpfen, bricht hier das Chaos los“, antwortete Karim.

„Lass uns erstmal sehen, dass wir hier rauskommen. Ich glaube sie ist weg.“ Ginger lauschte angestrengt nach draußen.

Vorsichtig schlichen sie durch den Felsspalt. Der Stein war stellenweise verkohlt und strömte immer noch eine enorme Hitze aus. Sie wagten kaum, die Wände zu berühren. Ginger war überrascht, wie normal sie ihren Fuß bereits wieder belasten konnte. Kurz vor dem Ausgang bedeutete Karim ihr zurückzubleiben. Wachsam schob er sich näher an den Ausgang heran und lauschte lange, bevor er endlich den Kopf hinausstreckte und sich aufmerksam umsah. Nach einer Weile, die Ginger wie eine Ewigkeit vorkam, schlüpfte er endgültig aus dem Spalt und nickte ihr zu. Die Asche unter ihren Füßen knirschte leise, als sie heraustrat und in die tief stehende Sonne blinzelte. Erschüttert sah sie sich um. Luresh hatte Felsen zertrümmert und den Boden und die Wände versengt. Kein Grasbüschel wuchs mehr im näheren Umkreis des Höhleneingangs. Ginger schluckte hart. Sie fühlte sich schrecklich, den Tod des kleinen Drachen verschuldet zu haben. Sie konnte es Luresh nicht verdenken, dass sie so zornig gewesen war, auch wenn sie es beinahe mit dem Leben bezahlt hatten. Beide warteten eine Weile, lauschten angestrengt und beobachteten den Himmel. Endlich wandten sie sich um und gingen langsam auf den Ausgang der Schlucht zu.

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Beitrag #2 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Hi Samoa! ^^

Das sieht doch schonmal sehr interessant aus ...
Wenn ich fragen darf: Wie druckst du dein Buch? BoD-Verlag? Und wie bist du auf die Idee gekommen, das Ganze mit einem Hilfsprojekt zu koppeln? Icon_smile

Viele Grüße!

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Huhu Weltenwanderer
also mein Buch ist wie gesagt schon gedruckt und auch schon erhältlich.. :-)
Das mit dem Druck... naja, ich wollte von Anfang an meine Rechte behalten. Egal wie viel professioneller und besser die großen Verlage sind (ich hab mich sehr lang mit diesen Fragen beschäftigt), ich bin nicht bereit, die Rechte an meinem Herzblut abzugeben, möglicherweise Änderungen zu akzeptieren und mich dann mit 5-12 % abspeisen zu lassen...
Ich hab schließlich (weil ich es im Selbstverlag versuchen wollte) eine Druckerei in der Nähe von Wien gefunden, die mir einen super Preis gemacht haben. Lustigerweise ist an die Druckerei ein kleiner Verlag gekoppelt. Die Leut sind super nett und kooperativ, den Vertrag haben wir fair ausgehandelt. Fazit: Ich darf selber verkaufen (wollte ich auch von Anfang an), kriege von den selbst-verkauften den vollen Erlös.
Der Verlag kümmert sich um den Buchhandel. Messen und Amazon und von deren Erlös krieg ich 70%.
Mir gings eigtl darum dass ich so viel wie möglich selber entscheiden und machen kann, aber professionelles Backup habe (auch für den Fall dass die Verkaufszahlen mal so hoch werden, dass ich nimmer nach komme.. ^^ man darf schließlich träumen). Ich möcht ja nachm studium ins Ausland gehen, und dann ist es gut zu wissen, dass jemand das Ganze weiterführt.. :-)
Ich kenn auch die Kontra-Argumente zu solchen Kostenzuschussverlägen (wobei es ja eher eine Kooperationsgeschichte ist) und weiß, dass manch einer genau deswegen mein Buch nicht kaufen wird, aber das ist es mir wert...
Wie gesagt, der Preis für den Druck war so günstig (die sind mir noch mehr entgegengekommen weil ich ja n Teil spende), dass mich die Kohle für den Vertragsabschluss auch nicht mehr gestört hat, hab das ganze Geld jetzt nach 4 Wochen schon fast wieder drinnen, weil der Verkauf bisher super lauft :-)

ich studier ja Naturschutz und wollt irgendwie schon irgendwo helfen, auch wenn ich noch nicht in dem Sinne aktiv sein kann. Darum dachte ich mir, ich widme mein Buch den letzten Elefanten von Sri Lanka und spende ein Drittel an das Projekt vom Wiener Zoo. Ich hatte den Chef des ganzen in einer Vorlesung und der Mensch sowie das Projekt haben mich echt beeindruckt.. daher kommt das :-)

Alle Fragen beantwortet? *g*

Cheers Sam

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Beitrag #4 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Huhu nochmal..
Ich bin ja mittlerweile echt oft auf die Einstellung gestossen: Selbstveröffentlich Bücher blos nicht kaufen!!! Egal wo und wie..
find ich eigtl traurig..
sehr ihr dass denn alle genauso??

und vor allem: gefallen euch die Auszüge aus meinem Baby?

Grüße Sam

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Beitrag #5 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Dann will ich dir mal eine Rückmeldung auf deine Frage geben.

Das Problem selbstveröffentlichter Bücher ist, dass sie meistens schlecht sind. Denn die Meisten dieser Autoren wollen nur ein Buch veröffentlichen, ob ihre schriftstellerischen Fähigkeiten, inhaltlich oder stilistisch, dafür ausreichen oder nicht, ist ihnen dabei egal. So kommt also ziemlich viel Müll bei solchen Geschichten auf den Markt und die DKZ nutzen dieses Verlangen solcher "Autoren" nach Veröffentlichung gnadenlos aus und verdienen damit einen Haufen Geld. Diesen Verlagen geht es nicht um das Buch oder darum wieviel sie verkaufen, die machen ihr Geld mit dem, was die Autoren bezahlen. Anstrengen für das Buch und den Autoren tun sie sich nicht.
Dementsprechend gibt es eine unheimliche hohe Hemmschwelle sich ein Buch aus einem DKZ zu kaufen.
Dazu kommt noch, die Selbstbeweihräucherung der meisten Autoren in solchen Verlagen. Wenn man mal bei amazon sich die Bewertungen solcher Bücher durchliest, sind das fast immer Freunde/ Bekannte oder der Autor selbst, die diese einstellen. Das wirkt ebenfalls nicht gut.
Das sind Gefälligkeitsrezensionen, nicht mehr.

Für ich gibt es also kein Argument ein Buch eines solchen Verlages in die Hand zu nehmen. Mag sein, dass mir dadurch ein gutes Buch entgeht, aber das nehme ich in Kauf, die sind sowieso höchstselten in diesem Fall. Solche Verlage unterstütze ich nicht, auch im Sinne des Autors, der vielleicht ein gutes Buch in Händen hat, aber sich mit einer solchen Veröffentlichung alles versaut. Denn richtige Verlage fassen Bücher von DKZ eigentlich nicht mal mit der Kneifzange an.
Und die Autoren bleiben meist auf ihren Kosten sitzen. Ich schätze mal du hast viel in deinem Umfeld verkauft, aber danach wird auch SChluß sein. Das kann nicht das Ziel eines Autoren sein und deins auch nicht, wenn du wirklich die Stiftung unterstützen willst.

Nun zu deiner Leseprobe. Ich habe den ersten Teil gelesen und muss ehrlich sagen, dass es mich als Buch nicht wirklich überzeugt. Dazu fehlt es noch einigen Ecken und Stellen. Zuviele Absätze. Etwas zuviel an Beschreibungen, die nicht immer richtig platziert sind und nicht immer zusammenpassen, überall fehlt noch der letzte Kick.
Als Forengeschichte würde ich sie weiter lesen, aber für ein Buch, das ich kaufe, ist mir das noch etwas zu wenig. Da wäre eine Überarbeitung noch nötig, finde ich.

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
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Beitrag #6 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Lieber Drakir, ich danke dir für deine ehrliche Antwort..
wie bereits beschrieben habe ich gute Gründe dafür, das in Eigenregie durchzuführen.. Egal wie viele Argumente für einen großen Verlag sprechen, ich sehe nicht ein, dass ich meine Rechte abgebe, riskiere dass etwas abgeändert wird und ich dann mit 5% abgespeist werde... Da bin ich sogar so egoistisch und sage: bevor das passiert, belasse ich es lieber dabei, nur in meinem Umfeld zu verkaufen aber meine Geschichte und meine Charaktere nicht zu verraten.
Da bin ich wohl wirklich stur...

Klar, die erste Leseprobe spiegelt nicht das ganze Buch wieder. Vielleicht findest du ja mal Zeit und hast Lust auch die anderen zu lesen, würde mich durchaus interessieren ob du bei deiner Meinung bleibst Icon_smile

Grüße Sam

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Beitrag #7 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Hi Samoa,

mal als kurze Rückmeldung.

Zitat: Egal wie viele Argumente für einen großen Verlag sprechen, ich sehe nicht ein, dass ich meine Rechte abgebe, riskiere dass etwas abgeändert wird und ich dann mit 5% abgespeist werde...
Deine Rechte gibst du ja nicht ab, kannst du gar nicht. Du gibst dem Verlag nur das Recht für den Abdruck in Buchform für eine bestimmte Zeit, was etwas anderes ist.
Was die 5 % angeht.
Selbst wenn es nur 5% sind, was ein geringer Anteil wäre, sind 5% bei einem Publikumsverlag mehr als deine 70%.
Und man darf auch nicht vergessen, dass ein richtiger Verlag einiiges an Kosten hat, die er vorstreckt für dich. Da wäre Lektoratsarbeit (und zwar richtige, nicht nur fünf Minuten nach Fehlern suchen), der Druck, Vertrieb und vor allem Pressearbeit. (Reziexemplare usw.). Jeder dieser Schritte beinhaltet relativ viele Menschen, die daran arbeiten und bezahlt werden wollen. Bei einem DKZ-Verlag fallen die meisten Kosten gar nicht an. Druck zahlst du, Werbung machst du, (nur Amazoneinstellung und eigene Website machen sie vielleicht, das kostet praktisch nichts), Lektorat machst du (eventuell schauen sie über die Rechtschreibung), Vertrieb ist praktisch bei den geringen Mengen nicht existent (haben sie auch kein Interesse dran, kostet ja was und ihren Schnitt haben sie mit dir schon gemacht, deswegen sieht man kaum DKZ-Bücher in Buchhandlungen) und fällt nicht ins Gewicht oder machst auch du, da du die Bücher persönlich verkaufst. Jedes Buch was darüber hinausgeht und über Internet verkauft wird, ist Glückssache und ein Bonus für den Verlag, der fürs Nichtstun noch einmal Geld einstreicht. So gesehen sind selbst die 30%, die der Verlag einstreicht zuviel. Wohingegen sich die 5% für dich bei einem anderen Verlag durchaus begründen und nachvollziehen lassen. Ein richtiger Verlag arbeitet auch ganz anders für dich, denn der will sein Geld zurück, was er vorher investiert hat und möglichst Gewinn machen. Also ist er ganz anders hinterher, dass dein Buch ein Erfolg wird, im Gegensatz zu einem DKZ.
Ich will dir nicht deinen Verlag madig machen, aber bevor man sagt 70% sind besser als 5%, sollte man sich eingehender mit der ganzen Sache beschäftigen und genauer vergleichen. Icon_wink

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
und seine Werke

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Beitrag #8 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Grüß dich Drakir...
Naja, bei den geringen Druckkosten die ich habe denke ich durchaus dass ich mit 70% besser fahr als mit 5%, aber das ist ja auch fall-abhängig und die anderen Argumente für einen großen Verlag stimmen alle und du hast vollkommen recht.
Trotzdem wollte ich die Erfahrung machen, wie es ist, das ganze selbst in die Hand zu nehmen und meine eigenen Bücher selbst zu verkaufen. Und ich geniesse diese Erfahrung. Reich werde ich damit nicht, und ein Bestseller wirds auch nicht werden vmtl, aber ich kann das tun, was mich glücklich macht. Vielleicht mach ichs beim nächsten Buch anders, aber bisher kann ich voll und ganz hinter meiner Entscheidung stehen :-)
Und selbst wenn ich meine Rechte nur übertrage darf ich dann selbst mein Buch nicht mehr verkaufen (oder hald nur die Autorenexemplare), das bleibt für mich das selbe.

Lektorat hab ich nicht vom Verlag machen lassen, hab da einige gute Deutschlehrer an der Hand :-)

Lg Sam

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Beitrag #9 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
Aloha ihr Lieben!

War ja schon lange nicht mehr hier weil ich fast gar nicht mehr an den PC komme.. Masterarbeit, Buch, Leben etc..

Aber endlich hab ichs mal wieder geschafft reinzuschaun! Wie immer seid ihr fleissig am Schreiben und Diskutieren, tolle Sache :-)

Wollte euch mal auf dem Laufenden halten wie´s mir mit meinem Baby so geht :-) Also der Verkauf von "Flammenstreit" plätschert fröhlich vor sich hin und bisher konnte ich nicht nur meine Druckkosten decken, sondern auch so viel Gewinn machen, dass ich dem Herrn Schwammer vom Zoo jetzt die ersten 100 € als Spende überreichen kann..
Dafür, dass mich ja niemand kennt und das Buch seit grad mal 2 1/2 Monaten raus ist, ist das einfach der Hammer!!

Ich freu mich wie ein Schnitzel darüber, vor allem auch über die ganzen lieben Emails mit Kommentaren, Kritiken und Lob. Also auch an alle von euch die mir eins abgekauft haben: Danke, danke und danke!!

Liebe Grüße Samoa :-)

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Beitrag #10 |

RE: Fantasy for Elephants - Flammenstreit
hi samoa,

viel Glück weiterhin mit dem Verkauf, ich glaube dass es bestimmt ein besonderes Gefühl ist ein eigenes Buch gedruck in den Händen zu halten, aber heutzutage gibt es zum Glück eben über das Netz, neue Formen sich zu produzieren und auch die Redaktion der Masse zu nutzen um sich zu verbesseren oder etwas gemeinsames zu schaffen.

Schon aus Prinziep würde ich auch die DKZs nicht unterstützen!!! Besonders dann, wenn es Dir garnicht auf den verkauf ankommt.

Zu den Auszügen deines Romans. Er ist stilistisch, finde ich sehr ausgefeilt und man merkt dass Du detailreich und genau sein willst. Manchmal ist aber etwas Schnoddrigkeit einfach natürlicher

Inhaltlich ist es es halt Geschmacksache, für mich persönlich gehören zu einer richtigen Fantasy eben Elfen, Orks und gute Schlachten dazu, ich gestehe es ein.Icon_cool


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