Es ist: 27-02-2020, 05:29
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Plagegeister (1/3)
Beitrag #1 |

Plagegeister (1/3)
Liebe LiteraTopianer und stumme Mitleser,

ich bin mir überhaupt nicht sicher, wo ich diesen Text hätte einordnen sollen. Phantastik? Fantasy? Humor? Tja, bleibt noch Sonstiges. Diese Geschichte ist eine Ausnahme, da sie zwar im Vergleich zu meinen Momentaufnahmen lang, aber zu meinen anderen Texten kurz ist - und mehrteilig (Ich habe versucht, sie in möglichst gut verträgliche Häppchen zu schneiden), aber vollständig eingestellt wird. Premieregedanken, anyone? Nun, ich habe versucht, ein bisschen Humor hineinzuflechten, die Phantastik ist recht offensichtlich - nur der Titel ist noch sehr provisorisch. Mir fiel nichts Besseres ein, so eine Schande. Mitunter deswegen seid ihr jetzt aber auch dran, ich präsentiere nun stolz meine ...


Teil 1 ~ Teil 2 ~ Teil 3


Plagegeister

Natürlich war Athena keine normale junge Frau. Nicht bei dem Namen und schon gar nicht, wenn sie sich jeden Abend mit ihren DVD-Hüllen um einen Film streiten musste.
„Kein Thriller!“, rief sie in das Gepiepse der Streitenden. „Und kein Horror!“
Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten die meisten. Die grellrote Rückseite eines Komödiencovers rutschte ein Stück vor und lächelte gewinnend in der Gestalt einer vollbusigen Schauspielerin. Athena runzelte die Stirn. Als sie daraufhin den bösen Blick bemerkte, war sie froh, dass die Hüllen keine Wörter aussprechen konnten. Schon das allabendliche Gepiepse trieb sie manchmal in den Wahnsinn und sie war kurz davor, den DVD-Schrank einfach zu schließen und ein Buch zu lesen – wenn sie sich dann nicht mit ihren blättrigen Gefährten auseinandersetzen müsste.
Ich sollte eine Friedensgöttin sein, dachte Athena entnervt. Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'.
Wie aber hätte Athena ahnen können, dass diese Leben sie so sehr suchten, dass es sich überall in ihrem Haushalt einbürgerten! Damals, in der Antike, war die krabbelnde Schriftrolle ja noch ganz witzig gewesen. Nun aber tratschte eben jene wie ein Waschweib mit den Sachbüchern über Technik! Es reichte einfach.
„So!“, schnaubte sie und griff wahllos ins Regal. Aufgeregt drängelten die Hüllen, man hörte das hastige Klappern von Plastik auf Holz und schließlich ein einzelnes triumphierendes Summen, als Athena einen der Plastikrücken zu fassen bekam. Eine Dokumentation über vom Aussterben bedrohte Tierarten. Ironie des Schicksals, dachte die Göttin. Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang. Höfliches und dezentes seltenes Leben – das war der erste Punkt ihrer persönlichen 'Roten Liste'.
Flimmerndes Licht füllte den Raum. Eine Tasse Ambrosia in der Hand entspannte sich Athena langsam und ließ es der DVD-Hülle durchgehen, dass sie auf Wanderschaft ging. Die kleinen Chitinbeinchen erzeugten auf den Dielen ein feines Klackern - so viel zur gewünschten Heimlichkeit. Athena schloss die Augen.
Einmal nicht Herrin eines völlig verrückten Hauses sein, einmal nicht zuständig für ausgefallenes Leben, einmal nur einen Moment der Stille haben ...
Augenblicke des Innehaltens hatte sie selten. Vielleicht waren die Menschen im Vorteil, durch das Gebet, das ihnen angeblich Frieden schenkte. Athena blinzelte, achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte, und sah verstohlen zu den anderen, beleidigten DVD-Hüllen. Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.

Die Türglocke läutete. Athena stöhnte auf – sie hatte noch keine Ahnung, wer draußen stand, aber sie wusste genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte. Sofort bestätigte sich dieses Wissen wieder einmal durch sofortiges Einsetzen eines ohrenbetäubenden Quietsch- und Piepkonzerts. Athena hüpfte durch den Flur, hektisch bemüht, nicht auf eines der umherwuselnden Leben zu treten.
„Oh, entschuldige!“, rief sie, als sie aus Versehen das Marmeladenglas via Fußtritt durch den halben Flur schubste. „Was macht ihr alle ausgerechnet jetzt hier?“
Endlich erreichte sie die Tür und schob die Kette aus der Halterung. Der Blick durch den Spion war hastig und Athena sah nur einen blonden Strubbelkopf, aber das reichte ihr. Vor dem Eingang in das kleine Haus stand eine Dame mittleren Alters, deren wilde Frisur kaum zu dem eleganten, grauen Dress passen wollte.
„Hi!“, grüßte die Besucherin strahlend und setzte zu 'Küsschen links, Küsschen rechts' an. Athena trat reflexartig einen Schritt zurück und gab so auch den Eingang frei. Mit einem Achselzucken folgte ihr die andere Göttin hinein. Sie schälte sich aus ihrer feinen Jacke und zuckte kaum, als der Garderobenhaken sich höflich vorstreckte, damit sie einen Bügel nehmen konnte.
„Huch“, lachte sie. „Ich erinnere mich nicht daran, dass deine Leben so nett sind.“
„Sind sie auch nicht.“ Athena schloss die Tür sorgfältig und legte wieder die Kette vor, damit ja nur kein Leben sich aus dem Staub machen und Unruhe stiften konnte. „Jedenfalls nicht zu mir.“
„Sag mir, wenn ich mich irre, Schätzchen“, Athenas Besucherin legte ihr die Hand auf die Schulter, „Aber bist du nicht ihre Göttin? Erziehe sie doch! Mit meinen Schützlingen geht es doch auch.“
„Rustaya!“ Athena folgte entrüstet ihrer Freundin, die ins Wohnzimmer schritt. Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin als eine Göttin für domestizierte Tiere. Ihre selbstbewusste Aura ließ die Leben dezent neugierig erscheinen. Athena seufzte ein bisschen neidisch.
„Du bist nicht nur hier, um nach meinem Kaffee- und Kuchenvorrat zu sehen, stimmt's?“, fragte sie und ließ sich misstrauisch neben Rustaya auf dem Sofa nieder, das nachtaktiv war und daher nur kurz im Schlaf brummte. Rustayas wachsamer Blick ruhte unverändert auf ihrer alten Freundin. Athena wurde leicht mulmig. Von einem Götterkrieg bis zu einem ausgedehnten Shoppingbummel konnte dieser Blick jedes Unheil bedeuten.
„Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Rustaya schließlich ernst.

Fortsetzung folgt ...



Auf geht es! Lest und hinterlasst mir eure Meinung - war es blöd oder annehmbar? Witzig oder flach? Tausendmal wiedergekäut oder ein bisschen frisch wenigstens? *vorsorglich deckung such*

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #2 |

RE: Plagegeister (1/3)
Hi Trin,

na das sind ja richtige kleine Appetithäppchen geworden. Mrgreen
Den Titel finde ich eigentlich soweit ganz passend.

So, dann werde ich mal Teil 1 auseinanderpflücken. Icon_fies

Zitat:Natürlich war Athena keine normale junge Frau. Nicht bei dem Namen und schon gar nicht, wenn sie sich jeden Abend mit ihren DVD-Hüllen um einen Film streiten musste.

Schöner Einstieg.
Streitet sie nur mit den Hüllen? Was ist mit den DVDs?

Zitat:Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten die meisten.

Missbilligende Blicke - haben die Augen? Icon_shocked

Zitat:Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'. Wie aber hätte Athena ahnen können, dass dieses Leben sie so sehr suchte, dass es sich überall in ihrem Haushalt einbürgerte!

Da du ja im Satz vorher von „Seltene Leben“ sprichst, würde ich hier im nächsten Satz in der Mehrzahl bleiben, da es sich ja nicht nur um ein Leben handelt.

Zitat:Damals, in der Antike, war die krabbelnde Schriftrolle ja noch ganz witzig gewesen. Nun aber tratschte eben jene wie ein Waschweib mit den Sachbüchern über Technik! Es reichte einfach.

Den letzten Satz finde ich hier nicht so passend. Glaube, du willst damit ausdrücken, dass sie von alledem genervt ist, aber hier wirkt es, als ob es sich nur auf die Schriftrolle bezieht. (Aber im nächsten Satz geht es dann den DVD-Hüllen an den Kragen ... Icon_panik )

Zitat:Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung hilfreich auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang.

Glaube, der Satz würde besser werden, wenn du dich für wohlerzogen oder hilfreich entscheiden würdest. Es ist sonst so überladen.

Zitat:Die kleinen Chitinbeinchen erzeugten auf den Dielen ein feines Klackern, so viel zur gewünschten Heimlichkeit.


Hier lieber Bindestrich statt Komma.

Zitat:Athena blinzelte, achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte, und sah verstohlen zu den anderen, beleidigten DVD-Hüllen.

Und ich dachte schon, nur mein Fernseher macht das so. Icon_lol

Zitat:Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.

In welchem Bezug steht der Satz? Auf die DVD-Hüllen oder auf Athena? Wenn du diese Aussage triffst, könntest du auch ein wenig näher darauf eingehen.

Zitat:Athena stöhnte auf – obwohl sie noch nicht ahnte, wer draußen klingelte, wusste sie genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte.

Der Satz ist irgendwie zweideutig.
Willst du damit auf den Besucher hinweisen, also andeuten, dass sie aufstöhnt, obwohl sie noch nicht ahnt wer draußen klingelt? Oder bezieht sich das Stöhnen darauf, dass sie weiß, dass gleich alles um sie herum "durchdreht" - unabhängig vom Besucher? Bei ersterem mach hinter „draußen klingelte“ einen Punkt und fang einen neuen Satz an. Ansonsten lass diese Stelle lieber weg.

Zitat: „Was macht ihr alle ausgerechnet jetzt hier!“

Fragesatz

Zitat:Endlich erreichte sie die Tür und schob die Kette aus der Halterung. Der Blick durch den Spion war hastig und Athena sah nur einen blonden Strubbelkopf, aber das reichte ihr.

Warum schiebt sie erst die Kette aus der Halterung und guckt dann durch den Spion?

Zitat:Vor dem Eingang in das kleine Haus stand eine Dame mittleren Alters, deren wilde Frisur kaum zu dem eleganten, grauen Dress passen wollte.

Hört sich merkwürdig an. Vielleicht lieber: Eingang des kleinen Hauses oder besser noch, ihres kleinen Hauses – oder so?

Zitat:„Huch“, lachte sie. „Ich erinnere mich nicht daran, dass seine Viecher so nett sind.“

deine

Die lebendigen Gegenstände als Viecher zu bezeichnen finde ich ein bisschen merkwürdig. Vielleicht fällt dir ja noch was passenderes ein.

Zitat:Athena schloss die Tür sorgfältig und legte wieder die Kette vor, damit ja nur kein Leben sich aus dem Staub machen und Unruhe stiften konnte.

Würde das „sich“ lieber hinter „damit“ setzen. Und das „ja nur“ könnte eigentlich weg. Musst du mal probieren wie es sich besser anhört.

Zitat:„Sag mir, wenn ich mir irre, Schätzchen“, Athenas Besucherin legte ihr die Hand auf die Schulter, „Aber bist du nicht ihre Göttin? Erziehe sie doch! Mit meinen Schützlingen geht es doch auch.“

- mich
- aber klein, da der Satz vorher nicht zu Ende war.
Na ja, zumindest die Fernbedienung ist doch gut erzogen, oder?

Zitat:„Rustaya!“ Athena folgte entrüstet ihrer Freundin, die ins Wohnzimmer schritt. Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin als eine Göttin für domestizierte Tiere.


Wie sollte sie sich denn als solche Göttin angemessen bewegen? Kriechen? Icon_confused
Ich finde den Vergleich ihrer Bewegungen mit denen einer Staranwältin gut (man hat gleich ein Bild vor Augen) und denke, dass es ihrer Person auch entspricht. Oder nicht?

Oh, nun sind ja doch mehr Sachen zusammengekommen, als ich gedacht hätte. Bis hierhin finde ich die Geschichte witzig und interessant. Bin gespannt wie es weitergeht.

Fortsetzung folgt ...

LG
Lilith

Schluss mit lustig

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Beitrag #3 |

RE: Plagegeister (1/3)
Hallihallo Lilith,

(21-03-2010, 12:00)Lilith 13 schrieb: Den Titel finde ich eigentlich soweit ganz passend.
Umso schöner, dich hier unter dem Häppchen zu finden Icon_smile

Zitat:So, dann werde ich mal Teil 1 auseinanderpflücken. Icon_fies
*deckung such*

Zitat:
Zitat:Natürlich war Athena keine normale junge Frau. Nicht bei dem Namen und schon gar nicht, wenn sie sich jeden Abend mit ihren DVD-Hüllen um einen Film streiten musste.

Schöner Einstieg.
Streitet sie nur mit den Hüllen? Was ist mit den DVDs?
Danke sehr *glad* Eigentlich mit den Hüllen.
Zitat:
Zitat:Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten die meisten.

Missbilligende Blicke - haben die Augen? Icon_shocked
Die Schauspieler vorne drauf schon - mit denen gucken sie vielleicht ...

Zitat:
Zitat:Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'. Wie aber hätte Athena ahnen können, dass dieses Leben sie so sehr suchte, dass es sich überall in ihrem Haushalt einbürgerte!

Da du ja im Satz vorher von „Seltene Leben“ sprichst, würde ich hier im nächsten Satz in der Mehrzahl bleiben, da es sich ja nicht nur um ein Leben handelt.
Stimmt, ich ändere das sofort.
Zitat:
Zitat:Damals, in der Antike, war die krabbelnde Schriftrolle ja noch ganz witzig gewesen. Nun aber tratschte eben jene wie ein Waschweib mit den Sachbüchern über Technik! Es reichte einfach.

Den letzten Satz finde ich hier nicht so passend. Glaube, du willst damit ausdrücken, dass sie von alledem genervt ist, aber hier wirkt es, als ob es sich nur auf die Schriftrolle bezieht. (Aber im nächsten Satz geht es dann den DVD-Hüllen an den Kragen ... Icon_panik )
Tja, ich wollte genau das ausdrücken, was du sagtest. Ich finde, es braucht an dieser Stelle so einen Satz, um zu einem Szenario übergehen zu können. Und wegen den Hüllen dachte ich, es würde auch passen.

Zitat:
Zitat:Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung hilfreich auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang.

Glaube, der Satz würde besser werden, wenn du dich für wohlerzogen oder hilfreich entscheiden würdest. Es ist sonst so überladen.
*kescher zück* Adjektiveritis!

Zitat:
Zitat:Die kleinen Chitinbeinchen erzeugten auf den Dielen ein feines Klackern, so viel zur gewünschten Heimlichkeit.


Hier lieber Bindestrich statt Komma.
Kommt sicher besser beim Lesefluss.
Zitat:
Zitat:Athena blinzelte, achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte, und sah verstohlen zu den anderen, beleidigten DVD-Hüllen.

Und ich dachte schon, nur mein Fernseher macht das so. Icon_lol
Mrgreen Du bist nie alleine ...

Zitat:
Zitat:Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.

In welchem Bezug steht der Satz? Auf die DVD-Hüllen oder auf Athena? Wenn du diese Aussage triffst, könntest du auch ein wenig näher darauf eingehen.
Ich würde es auf beides beziehen. Es wird gezeigt, dass ie genervt ist und die Leben als anstrengend empfindet - keine Verehrer, klingt daher nicht unlogisch. So dachte ich.

Zitat:
Zitat:Athena stöhnte auf – obwohl sie noch nicht ahnte, wer draußen klingelte, wusste sie genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte.

Der Satz ist irgendwie zweideutig.
Willst du damit auf den Besucher hinweisen, also andeuten, dass sie aufstöhnt, obwohl sie noch nicht ahnt wer draußen klingelt? Oder bezieht sich das Stöhnen darauf, dass sie weiß, dass gleich alles um sie herum "durchdreht" - unabhängig vom Besucher? Bei ersterem mach hinter „draußen klingelte“ einen Punkt und fang einen neuen Satz an. Ansonsten lass diese Stelle lieber weg.
Ich habe das jetzt ein wenig umgestellt, vielleicht wird die Bedeutung jetzt klarer. Ich meine, dass sie weiß, dass jetzt alles durchdreht. Passiert ja auch Mrgreen (Nein, mir tut mein Prota überhaupt nicht Leid!)

Zitat:
Zitat: „Was macht ihr alle ausgerechnet jetzt hier!“

Fragesatz
:headdesk:

Zitat:
Zitat:Endlich erreichte sie die Tür und schob die Kette aus der Halterung. Der Blick durch den Spion war hastig und Athena sah nur einen blonden Strubbelkopf, aber das reichte ihr.

Warum schiebt sie erst die Kette aus der Halterung und guckt dann durch den Spion?
*achselzuck* Weil sie nichts zu befürchten hat. Ich kenne manche Leute, die das in der Hast so machen. Vorausgesetzt, sie haben sowohl Spion als auch Kette ... Wer sollte sie auch besuchen? Noch ist die Tür ja nicht auf.
Zitat:
Zitat:Vor dem Eingang in das kleine Haus stand eine Dame mittleren Alters, deren wilde Frisur kaum zu dem eleganten, grauen Dress passen wollte.

Hört sich merkwürdig an. Vielleicht lieber: Eingang des kleinen Hauses oder besser noch, ihres kleinen Hauses – oder so?
"ihres kleinen Hauses" klingt, glaube ich, am besten. Danke hierfür Icon_smile

Zitat:
Zitat:„Huch“, lachte sie. „Ich erinnere mich nicht daran, dass seine Viecher so nett sind.“

deine

Die lebendigen Gegenstände als Viecher zu bezeichnen finde ich ein bisschen merkwürdig. Vielleicht fällt dir ja noch was passenderes ein.
Doofer Typo *tret*
Tja, etwas Passenderes. "Leben" könnte man vorläufig nehmen, "Schützlinge" kommt ja weiter unten noch vor.

Zitat:
Zitat:Athena schloss die Tür sorgfältig und legte wieder die Kette vor, damit ja nur kein Leben sich aus dem Staub machen und Unruhe stiften konnte.

Würde das „sich“ lieber hinter „damit“ setzen. Und das „ja nur“ könnte eigentlich weg. Musst du mal probieren wie es sich besser anhört.
Stimmt, das klingt besser. "ja nur" wirkt hier zwar nur verstärkend, passt aber meiner Meinung nach besser in Atties Gedanken.

Zitat:
Zitat:„Sag mir, wenn ich mir irre, Schätzchen“, Athenas Besucherin legte ihr die Hand auf die Schulter, „Aber bist du nicht ihre Göttin? Erziehe sie doch! Mit meinen Schützlingen geht es doch auch.“

- mich
- aber klein, da der Satz vorher nicht zu Ende war.
Na ja, zumindest die Fernbedienung ist doch gut erzogen, oder?
- :headdesk:
- :headdesk:
- kommt darunter ja auch gleich Icon_smile
Zitat:
Zitat:„Rustaya!“ Athena folgte entrüstet ihrer Freundin, die ins Wohnzimmer schritt. Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin als eine Göttin für domestizierte Tiere.


Wie sollte sie sich denn als solche Göttin angemessen bewegen? Kriechen? Icon_confused
Normal? Icon_confused

Zitat:Ich finde den Vergleich ihrer Bewegungen mit denen einer Staranwältin gut (man hat gleich ein Bild vor Augen) und denke, dass es ihrer Person auch entspricht. Oder nicht?
Oder doch Mrgreen Ich mag sie irgendwie.
Zitat:Oh, nun sind ja doch mehr Sachen zusammengekommen, als ich gedacht hätte. Bis hierhin finde ich die Geschichte witzig und interessant. Bin gespannt wie es weitergeht.
Das freut mich doch! Ich wollte das Geschwafel am Anfang eigentlich noch weiter abkürzen, es charakterisierte aber so schön. Dass der Humor dir gefällt, freut mich. Ich bin gerne witzig Mrgreen
Zitat:Fortsetzung folgt ...
*stärkere deckung such* Icon_wink

Alles Liebe und vielen Dank,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #4 |

RE: Plagegeister (1/3)
Hallo noch mal,

und noch mal ein kleines Feedback hierzu, bevor ich zu Teil 2 übergehe ... Mrgreen

Zitat:Athena stöhnte auf – sie hatte noch keine Ahnung, wer draußen stand, aber sie genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte.

Ist schon deutlicher – aber da haste jetzt was vergessen.

Zitat:Tja, ich wollte genau das ausdrücken, was du sagtest. Ich finde, es braucht an dieser Stelle so einen Satz, um zu einem Szenario übergehen zu können. Und wegen den Hüllen dachte ich, es würde auch passen.

So wie es hier steht, hört es sich aber an, als ob sie nun mit der Schriftrolle kurzen Prozess machen will. Im Prinzip könnte der Satz weg. Dass sie sich darüber aufregt erkennt man ja schon in den Sätzen davor und reicht mMn völlig als Übergang. Kannst es dir ja mal überlegen.

Zitat:*achselzuck* Weil sie nichts zu befürchten hat. Ich kenne manche Leute, die das in der Hast so machen. Vorausgesetzt, sie haben sowohl Spion als auch Kette ... Wer sollte sie auch besuchen? Noch ist die Tür ja nicht auf.

So eine Kette dient ja eigentlich zum Schutz vor ungebetenen Gästen – also eigentlich unlogisch sie a) anzulegen wenn sie keine Angst hat oder b) sie vorher abzumachen. Oder?

Zitat:Ich wollte das Geschwafel am Anfang eigentlich noch weiter abkürzen, es charakterisierte aber so schön.

Nö, brauchste auch nicht – ist ja kein Geschwafel. Icon_wink

Gut, nun werde ich mich mal mit dem zweiten Gang beschäftigen. Mrgreen
Bis später.

Schluss mit lustig

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Beitrag #5 |

RE: Plagegeister (1/3)
(21-03-2010, 15:43)Lilith 13 schrieb:
Zitat:Athena stöhnte auf – sie hatte noch keine Ahnung, wer draußen stand, aber sie genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte.

Ist schon deutlicher – aber da haste jetzt was vergessen.
:headdesk:

Zitat:
Zitat:Tja, ich wollte genau das ausdrücken, was du sagtest. Ich finde, es braucht an dieser Stelle so einen Satz, um zu einem Szenario übergehen zu können. Und wegen den Hüllen dachte ich, es würde auch passen.

So wie es hier steht, hört es sich aber an, als ob sie nun mit der Schriftrolle kurzen Prozess machen will. Im Prinzip könnte der Satz weg. Dass sie sich darüber aufregt erkennt man ja schon in den Sätzen davor und reicht mMn völlig als Übergang. Kannst es dir ja mal überlegen.
Ja, dann nehme ich es wohl weg. Er ist wirklich redundant und ohne klingt es wohl auch noch gut. Also, raus damit!

Zitat:
Zitat:*achselzuck* Weil sie nichts zu befürchten hat. Ich kenne manche Leute, die das in der Hast so machen. Vorausgesetzt, sie haben sowohl Spion als auch Kette ... Wer sollte sie auch besuchen? Noch ist die Tür ja nicht auf.

So eine Kette dient ja eigentlich zum Schutz vor ungebetenen Gästen – also eigentlich unlogisch sie a) anzulegen wenn sie keine Angst hat oder b) sie vorher abzumachen. Oder?
Sie hat ja eher Sorge, dass ein Leben abhaut, also würde a) schon hinhauen Icon_wink

Zitat:
Zitat:Ich wollte das Geschwafel am Anfang eigentlich noch weiter abkürzen, es charakterisierte aber so schön.

Nö, brauchste auch nicht – ist ja kein Geschwafel. Icon_wink
Gut :cheerful:

Bis dann! Icon_jump ,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #6 |

RE: Plagegeister (1/3)
Hi Trinity!

Eine Mischung aus Phantastik, Humor und was Undefinierbaren?
Hört sich ganz nach meinem Geschmack an. Ich bin gespannt! Icon_smile

Das wird also die erste mehrteilige abgeschlossene Geschichte die ich von dir lese ...
seltsam irgendwie, wo du doch so aktiv im Forum bist. Aber egal, frisch ans Werk!

Zitat:Plagegeister
Schauen wir uns also zunächst deinen Titel an. Recht einfach gehalten, mit unübersehbarem
phantastischem Gehalt. Obwohl, wenn du's nicht angekündigt hättest, hätten das durchaus auch "weltliche" Plagegeister sein können. (Kinder z. B. Icon_wink)
So richtig stimmt mich der Titel aber nicht ein. Na ja, er ist halt einfach, erfüllt aber seinen Zweck. Er deutet vielleicht auf eine Person hin, die viel von übernatürlichen Mächten geplagt wird?

Zitat:Nicht bei dem Namen und schon gar nicht, wenn sie sich jeden Abend mit ihren
DVD-Hüllen um einen Film streiten musste
Ah, das sind schon die ersten Plagegeister? (Zuerst habe ich gedacht, du hättest dich vielleicht vertippt,
wer streitet sich denn mit DVD-Hüllen ...? Dann hat's aber klick gemacht.^^)

Zitat:Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten
die meisten
Wie werfen Hüllen denn Blicke? Haben die dann so kleine (cartoonmäßige) Augen oben drauf?

Zitat:Die grellrote Rückseite eines Komödiencovers rutschte ein Stück vor und
lächelte gewinnend in der Gestalt einer darauf abgebildeten Schauspielerin
Ah, das funktioniert über das Cover?

Zitat:Als sie daraufhin den bösen Blick bemerkte, war sie froh, dass die Hüllen
keine Wörter aussprechen konnten.
Wie kann die Dame denn dann mit denen streiten? Eigentlich beinhaltet das für mich irgendwie,
dass beide Seiten Diskussionsbeiträge abliefern. So wirkt Athena ein wenig hilflos und wenig
durchsetzungsfähig auf mich. Na ja, anscheinend hören die Hüllen ja immerhin auf sie. Warum
eigentlich Athena? Das ist doch eigentlich die griechische Göttin der Weisheit und (logischer Weise) der Stadt Athen.
(griechische Antike, mein Spezialgebiet Mrgreen )

Zitat:wenn sie sich dann nicht mit ihren blättrigen Gefährten auseinandersetzen müsste.
Ein ganz witziger, aber recht vorhersehbarer Seitenhieb. Icon_wink Es ist natürlich klar, dass du mit "blättrig" auf die Bücher anspielen willst.
Aber blättrig sind doch eigentlich eher Bäume? (Bücher haben ja eigentlich Seiten, werden
dir Athenas Gefährten sicherlich aufgebracht bestätigen Icon_wink)

Zitat:Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'
*lacht* Also
ich finde ihr Spezialgebiet recht spannend. Vielleicht solltest du aber darüber nachdenken,
es "ungewöhnliches Leben" zu nennen. Seltenes Leben klingt ein wenig seltsam ... und wird der
Tragweite der Existenz von Lebenden DVD-Hüllen nicht ganz gerecht? (Gibt es dann auch lebende Schlüssel? Das würde erklären, warum man sie dauernd verlegt ... sie verlegen sich selbst)

Zitat:Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang
Ich glaube, das ist so nicht ganz korrekt. Es müsste wohl "freute sich darüber/erfreute sich daran" heißen ... oder "und freute sich, als ..."
Icon_smile

Zitat:achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte
Die Idee finde ich witzig.

Zitat:Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.
Sie würde wahrscheinlich ins Unermessliche steigen, wenn die Menschen wüssten, womit sie sich, dank Athena, nicht herumschlagen müssen.

Zitat:aber sie wusste genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte.
Sofort bestätigte sich dieses Wissen wieder einmal
Empfinde ich als Dopplung. Vorschlag: "Und natürlich beeilten sich die kleinen Biester wiedereinmal, ihrem Ruf vollends gerecht zu werden." Oder so ...

Zitat:„Ich erinnere mich nicht daran, dass deine Leben so nett sind.“
Hm ... der Satz ist nicht ganz rund. Im zweiten Teilsatz ist die Zeit - so glaube ich - falsch.
Müsste wohl eher heißen: "Ich erinnere micht nicht daran, dass deine Leben je so nett waren"
Womit wir zu einer weiteren kleinen Anmerkung kommen ... ^^ ich stocke immer wieder beim Lesen von "deine/die Leben". Abgesehen davon, dass du diese Umschreibung etwas zu oft benutzt ...
müsste es theoretisch eigentlich Lebewesen heißen. Deine "Leben" klingt halt ein bisschen so,
als würde man mit einer Katze über ihre 7 Leben sprechen.
(Na, wieder mal gestorben, wie ich sehe? Joah ... Straßen werden halt immer gefährlicher, wa?
*wissendes Nicken* Wie viele hast du denn noch übrig?)

Zitat:Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin
Der Vergleich wirkt ein wenig deplaziert, weil der Begriff "Staranwältin" an dieser Stelle
irgendwie zu beliebig ist. Besser passen würde wohl "Starmanagerin" weil die Göttinnen, das ja auch ungefähr sind. Icon_smile

Zitat:Ihre selbstbewusste Aura ließ die Leben dezent neugierig erscheinen.
Das ließt sich für mich so, als würden die Leben im Lichte ihrer Ausstrahlung Neugierig aussehen ...
und zwar nur wegen dem Licht und nicht weil sie es wirklich sind. Kann natürlich einfach
an mir liegen. Ich würde aber vielleicht so etwas wie "dezent neugierig näherrücken" oder so verwenden.

Zitat:„Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Rustaya schließlich ernst.
*dramatische Musik*

So, zuallererst:
diese Geschichte passt einwandfrei auch in die Phantastikrubrik ... aber wenn du sie hier lassen
möchtest, ist das auch kein Problem.
Icon_smile
Zum handwerklichen:
ich fand, es waren ein paar sprachliche Schwächen drin ... insgesamt, war deine Sprache hier eher knapp und wenig ausgeschmückt. Dementsprechend ist mein Bild der Szenerie bisher noch sehr blaß.
Wir haben z. B. noch überhaupt keine Informtion über Athena. Ich meine klar, sie ist eine Göttin, sie ist weiblich (was sich aber nur aus dem Namen und der verwendung von "sie" ergibt) und genervt von ihrer Tätigkeit. (Vermutlich freut sie sich jetzt sehr, endlich gebraucht zu werden will es allen beweisen und ist am Ende dann doch glücklich zu ihren Plagegeistern zurück zu kehren Mrgreen )
Wirklich etwas wissen tun wir bisher nicht über Athena. Aussehen? Marotten? Besondere
Merkmale? Um den Text für mein inneres Auge lebendiger zu machen, müsstest du soetwas noch einfließen lassen.
Und damit meine ich nicht einfache Aufzählungen sondern halt "einfließenlassen". Gönn dem Leser vielleicht einen Blick auf ihre Hand, wenn sie nach einer Hülle greift, lass sich ihre Augen vielleicht im Türspion wiederspiegeln. Sowas halt. Icon_wink
Zum Inhaltlichen:
Bisher wurden uns zwei Charaktere vorgestellt. Fast die gesamte erste Szene diente dazu, uns
die Leiden der armen Athena näher zu bringen, wie gesagt bleibt sie aber ein wenig blaß. Dann taucht die Freundin auf, bisher wie ein Retter in der Not auf mich als Leser wirkend, um Athena aus ihrem langweiligen Leben zu holen. Icon_wink
Bisher also noch nichts wirklich Spannendes oder Neues passiert (das kann sich ja noch ändern Icon_smile)
Die Idee mit den "seltenen Leben" begeistert mich auch nicht unbedingt, aber das mag an meinem Geschmack liegen. Icon_wink
Vielleicht liegt's daran, dass Haushaltsgegenstände mit kleinen Beinchen durchaus ein typisches
Motive in der Märchen- und teilweise auch der Fantasywelt sind.

Oh, jetzt ist der Kommi doch arg negativ geraten ... lass dich davon nicht stressen. Icon_smile Viellecht
kannst du was damit anfangen.
Schreckt mich jedenfalls nicht davon ab, auch die nächsten Teile zu lesen.

Liebe Grüße vom Wanderer

Ps. die Kapitellänge war sehr angenehm

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #7 |

RE: Plagegeister (1/3)
Hallo Wanderer,

ich freu mich, dich hier zu sehen!

(06-04-2010, 12:12)Der Weltenwanderer schrieb: Das wird also die erste mehrteilige abgeschlossene Geschichte die ich von dir lese ...
seltsam irgendwie, wo du doch so aktiv im Forum bist. Aber egal, frisch ans Werk!
Wie viele von den abgeschlossenen, mehrteiligen habe ich? Zwei? Drei? Auf jeden Fall nicht besonders viele ...

Zitat:
Zitat:Plagegeister
Schauen wir uns also zunächst deinen Titel an. Recht einfach gehalten, mit unübersehbarem
phantastischem Gehalt. Obwohl, wenn du's nicht angekündigt hättest, hätten das durchaus auch "weltliche" Plagegeister sein können. (Kinder z. B.)
So richtig stimmt mich der Titel aber nicht ein. Na ja, er ist halt einfach, erfüllt aber seinen Zweck. Er deutet vielleicht auf eine Person hin, die viel von übernatürlichen Mächten geplagt wird?
Aye Mrgreen
Zitat:
Zitat:Sofort warfen ihr die Aussortierten missbilligende Blicke zu, aber wenigstens verstummten
die meisten
Wie werfen Hüllen denn Blicke? Haben die dann so kleine (cartoonmäßige) Augen oben drauf?
Auch eine süße Idee Icon_lol Aber ...

Zitat:
Zitat:Die grellrote Rückseite eines Komödiencovers rutschte ein Stück vor und
lächelte gewinnend in der Gestalt einer darauf abgebildeten Schauspielerin
Ah, das funktioniert über das Cover?
... das ist wirklich so Icon_smile

Zitat:
Zitat:Als sie daraufhin den bösen Blick bemerkte, war sie froh, dass die Hüllen
keine Wörter aussprechen konnten.
Wie kann die Dame denn dann mit denen streiten? Eigentlich beinhaltet das für mich irgendwie,
dass beide Seiten Diskussionsbeiträge abliefern. So wirkt Athena ein wenig hilflos und wenig
durchsetzungsfähig auf mich. Na ja, anscheinend hören die Hüllen ja immerhin auf sie.
Ein bisschen hören sie schon Mrgreen Ein Piepskonzert, das mit einem vielstimmigen "ich, ich, ich, ich!" zu vergleichen ist, werte ich schon als Diskussionsbeitrag. ebenso piepsender Protest.

Zitat:Warum
eigentlich Athena? Das ist doch eigentlich die griechische Göttin der Weisheit und (logischer Weise) der Stadt Athen.
(griechische Antike, mein Spezialgebiet Mrgreen )
(Und der Kriegskunst, brachte den Athenern den ersten Olivenbaum, was jene davon überzeugte, sie zur Stadtherrin zu ernennen. Half Odysseus auf seiner Irrfahrt, und und und ... Ebenso mein Spezialgebiet Mrgreen ) Weil mir der Name gefällt und Athena recht bekannt ist, sodass die Menschen schon vielleicht die Göttin damit assoziieren, auch wenn sie nicht dieses Spezialgebiet haben. Außerdem fand ich die Idee, ihre Jugend zu beleuchten, bevor sie um ein anderes Fach bettelte, durchaus witzig Mrgreen

Zitat:
Zitat:wenn sie sich dann nicht mit ihren blättrigen Gefährten auseinandersetzen müsste.
Ein ganz witziger, aber recht vorhersehbarer Seitenhieb. Icon_wink Es ist natürlich klar, dass du mit "blättrig" auf die Bücher anspielen willst.
Aber blättrig sind doch eigentlich eher Bäume? (Bücher haben ja eigentlich Seiten, werden
dir Athenas Gefährten sicherlich aufgebracht bestätigen Icon_wink)
"seitigen Gefährten" klingt aber ein bisschen blöd Icon_wink Hm, vielleicht kann man sich da ein "gebunden" ausdenken oder sonstiges.

Zitat:
Zitat:Das würde mir mehr bringen als das Fachgebiet 'Seltene Leben'
*lacht* Also
ich finde ihr Spezialgebiet recht spannend. Vielleicht solltest du aber darüber nachdenken,
es "ungewöhnliches Leben" zu nennen. Seltenes Leben klingt ein wenig seltsam ... und wird der
Tragweite der Existenz von Lebenden DVD-Hüllen nicht ganz gerecht? (Gibt es dann auch lebende Schlüssel? Das würde erklären, warum man sie dauernd verlegt ... sie verlegen sich selbst)
Mann, du hast die Pointe vorweggenommen ...
Ungewöhnliche Leben klingt auch gut - ich markiere mir das auf jeden Fall.

Zitat:
Zitat:Trotzdem legte sie den Film ein und freute sich, wie wohlerzogen die Fernbedienung auf die Armlehne des grünen Zweisitzers sprang
Ich glaube, das ist so nicht ganz korrekt. Es müsste wohl "freute sich darüber/erfreute sich daran" heißen ... oder "und freute sich, als ..."
Icon_smile
Stimm: Head -> desk
Die Version mit "als" klingt meiner Meinung nach schöner ... Icon_smile

Zitat:
Zitat:achtete kaum auf den Fernseher, der angestrengt im extra aufgestellten Spiegel das Programm verfolgte
Die Idee finde ich witzig.
Mrgreen

Zitat:
Zitat:Es wunderte Athena kein bisschen, dass sich die Zahl ihrer eigenen Anbeter wahrscheinlich auf Null belief.
Sie würde wahrscheinlich ins Unermessliche steigen, wenn die Menschen wüssten, womit sie sich, dank Athena, nicht herumschlagen müssen.
Mrgreen
Zitat:
Zitat:aber sie wusste genau, wie all das Leben auf diesen Einfluss reagierte.
Sofort bestätigte sich dieses Wissen wieder einmal
Empfinde ich als Dopplung. Vorschlag: "Und natürlich beeilten sich die kleinen Biester wiedereinmal, ihrem Ruf vollends gerecht zu werden." Oder so ...
Schöner Vorschlag! Ich glaube, den übernehme ich glatt.

Zitat:
Zitat:„Ich erinnere mich nicht daran, dass deine Leben so nett sind.“
Hm ... der Satz ist nicht ganz rund. Im zweiten Teilsatz ist die Zeit - so glaube ich - falsch.
Müsste wohl eher heißen: "Ich erinnere micht nicht daran, dass deine Leben je so nett waren"
Womit wir zu einer weiteren kleinen Anmerkung kommen ... ^^ ich stocke immer wieder beim Lesen von "deine/die Leben". Abgesehen davon, dass du diese Umschreibung etwas zu oft benutzt ...
müsste es theoretisch eigentlich Lebewesen heißen. Deine "Leben" klingt halt ein bisschen so,
als würde man mit einer Katze über ihre 7 Leben sprechen.
(Na, wieder mal gestorben, wie ich sehe? Joah ... Straßen werden halt immer gefährlicher, wa?
*wissendes Nicken* Wie viele hast du denn noch übrig?)
*lach* Das Katzengespräch!
Deine "Lebewesen" klingt allerdings etwas gewöhnlich *zweifel* Hm. Ich überlege es mir. Vielleicht nutze ich das vor allem wirklich etwas oft.

Zitat:
Zitat:Die forschen Bewegungen erinnerten eher an eine Staranwältin
Der Vergleich wirkt ein wenig deplaziert, weil der Begriff "Staranwältin" an dieser Stelle
irgendwie zu beliebig ist. Besser passen würde wohl "Starmanagerin" weil die Göttinnen, das ja auch ungefähr sind. Icon_smile
Stimmt Icon_lol Über das "Star" lässt sich streiten, aber trotzdem passt es besser ...

Zitat:
Zitat:Ihre selbstbewusste Aura ließ die Leben dezent neugierig erscheinen.
Das ließt sich für mich so, als würden die Leben im Lichte ihrer Ausstrahlung Neugierig aussehen ...
und zwar nur wegen dem Licht und nicht weil sie es wirklich sind. Kann natürlich einfach
an mir liegen. Ich würde aber vielleicht so etwas wie "dezent neugierig näherrücken" oder so verwenden.
Wollte ich nicht auch genau das ausdrücken? Ja! Danke, Wanderer!

Zitat:
Zitat:„Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Rustaya schließlich ernst.
*dramatische Musik*
*cd player anwerf*

Zitat:Zum handwerklichen:
ich fand, es waren ein paar sprachliche Schwächen drin ... insgesamt, war deine Sprache hier eher knapp und wenig ausgeschmückt. Dementsprechend ist mein Bild der Szenerie bisher noch sehr blaß.
Wir haben z. B. noch überhaupt keine Informtion über Athena. Ich meine klar, sie ist eine Göttin, sie ist weiblich (was sich aber nur aus dem Namen und der verwendung von "sie" ergibt) und genervt von ihrer Tätigkeit. (Vermutlich freut sie sich jetzt sehr, endlich gebraucht zu werden will es allen beweisen und ist am Ende dann doch glücklich zu ihren Plagegeistern zurück zu kehren Mrgreen )
Nicht alles verraten Mrgreen

Zitat:Wirklich etwas wissen tun wir bisher nicht über Athena. Aussehen? Marotten? Besondere
Merkmale? Um den Text für mein inneres Auge lebendiger zu machen, müsstest du soetwas noch einfließen lassen.
Und damit meine ich nicht einfache Aufzählungen sondern halt "einfließenlassen". Gönn dem Leser vielleicht einen Blick auf ihre Hand, wenn sie nach einer Hülle greift, lass sich ihre Augen vielleicht im Türspion wiederspiegeln. Sowas halt. Icon_wink
Aye, stimmt. Ich glaube, ich neige zum Extremen: Entweder zu viel oder gar nicht Smiley_emoticons_blush

Zitat:Zum Inhaltlichen:
Bisher wurden uns zwei Charaktere vorgestellt. Fast die gesamte erste Szene diente dazu, uns die Leiden der armen Athena näher zu bringen, wie gesagt bleibt sie aber ein wenig blaß. Dann taucht die Freundin auf, bisher wie ein Retter in der Not auf mich als Leser wirkend, um Athena aus ihrem langweiligen Leben zu holen. Icon_wink
Bisher also noch nichts wirklich Spannendes oder Neues passiert (das kann sich ja noch ändern Icon_smile)
Die Idee mit den "seltenen Leben" begeistert mich auch nicht unbedingt, aber das mag an meinem Geschmack liegen. Icon_wink
Vielleicht liegt's daran, dass Haushaltsgegenstände mit kleinen Beinchen durchaus ein typisches
Motive in der Märchen- und teilweise auch der Fantasywelt sind.
Jepp, Einführung in die "Welt", in das Mileu, die Charaktere. Gleich erster Versuch des Spannungsaufbaus. Und im nächsten Teil geht es gleich zur Sache Icon_wink
Zitat:Oh, jetzt ist der Kommi doch arg negativ geraten ... lass dich davon nicht stressen. Icon_smile Viellecht
kannst du was damit anfangen.
Schreckt mich jedenfalls nicht davon ab, auch die nächsten Teile zu lesen.
Und ob ich damit was anfangen kann! Danke sehr!

Liebe Grüße,
Trinity

Zitat:Ps. die Kapitellänge war sehr angenehm
Freut mich!

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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