Es ist: 16-05-2021, 12:38
Es ist: 16-05-2021, 12:38 Hallo, Gast! (Registrieren)


Das letzte Mittel (1/2)
Beitrag #1 |

Das letzte Mittel (1/2)
Hallo liebe LiteraTopianer,

Gott weiß, dass ich mich vor diesem Tag gefürchtet habe. Ich habe hier einen bislang gut behüteten Sci-Fi-Versuch und ich sehe mit Zittern den Kommentaren entgegen, weil ich damit einfach nicht zufrieden bin. Aber: Ich sehe nicht, wie ich ihn ändern kann, damit er besser wird. Vielleicht ist die Story einfach Mist, mein Sci-Fi-Talent gleich Null oder Sonstiges.
Ich warne auf jeden Fall ausdrücklich vor: Dies ist mein erstes ernsthaftes Experiment mit Sci-Fi, aber ich glaube fast, dass es wie die mehr oder weniger nicht ernst zu nehmenden total schief gegangen ist.
Nur warum, das weiß ich noch nicht.
Es ist recht lang und hat daher mehrere Teile, ich bitte dies zu entschuldigen - für ein Experiment ist es dann doch länger. Nun seid ihr dran. Ich bedanke mich im Voraus für Kommentare, die alle hilfreich sein werden, weil es in meiner Sicht nur Sachen zu verbessern gibt!



Das letzte Mittel

Was konnte nur passiert sein?
Helga McDubens Schritte beschleunigten sich, die schmalen Absätze ihrer Stiefel füllten den Korridor mit dumpfen Geräuschen. Sie wagte nicht nach vorne zu sehen, aus Angst, ein Ingenieur erwarte sie mit dem Alptraum jedes Raumreisenden, aber sie kannte den Weg im Schlaf. Vor ihren Augen verschwammen die dicken Fasern des Teppichbodens, als sie wieder zu laufen begann. Zu spät, sie war viel zu spät losgegangen! Captain Ruben würde das gar nicht lustig finden, wieso hatte Jason aber auch seinen Communicator verlegen müssen? Als sie das Quartier fluchtartig verlassen hatte, sah es aus, als hätte einer der unzähligen Bürgerkriege auf Avant es verwüstet. Helga konnte sich kaum vorstellen, dass ihr Sohn von alleine aufräumen würde. Jason doch nicht! Ein leises Schnaufen entfuhr Helga, das Laufen auf diesen unmöglichen Schuhen strengte sie an. Kurz darauf erreichte sie allerdings schon die chromgraue Treppe, die heute viel mehr als zehn Stufen zu haben schien. Das sich sofort aktivierende Stützfeld spürte sie kaum. Auf dem Absatz angekommen stand sie endlich vor der steril wirkenden Tür zur Kommandobrücke. Darauf war auf dem Plasmabildschirm die graphische Präsenz des Bordcomputers abgebildet.
„Hallo Scooby“, schnaufte Helga und stützte sich auf ihre Oberschenkel. „Ruben hat mich rufen lassen.“
Das Auge bewegte sich flimmernd über den Bildschirm und surrte in maschinellem Staccato, woraufhin Helga näher herantrat und sich aufrichtete. Mit einem erneuten Surren fuhr der Erkennungslaser an ihrem Körper entlang und der Brückencontroller des Steuercomputers – S.Co., genannt Scooby – gab der Tür den Befehl sich zu öffnen.
Stimmengewirr empfing Helga auf der Brücke, anstatt der ursprünglich aus fünf Personen bestehende Standardbesetzung hatten sich gleich elf Leute um die Monitore versammelt. Aufrecht in seinem Chefsessel sitzend, blickte Captain Mikey Ruben auf den sechsgeteilten Bildschirm an der Wand. Bis auf die beiden linken zeigten sie alle gemeinsam das Bild eines wolkenverschleierten Planeten, der im gleißenden Schein der Zwillingssonnen badete. Helga zog die rasch übergeworfene Uniformjacke mit dem gepflockten Logo der Universal Trading Company zurecht und schüttelte kurz den halb umgeschlagenen Saum der schwarzen Hose, bevor sie neben ihn trat.
„Captain.“
Ruben blickte auf und musterte sie. Seine Augenbrauen rutschten in die Höhe, was seine niedrige Stirn nur umso mehr betonte.
„Sie sehen aus wie eben aus dem Schlaf aufgeschreckt, Mrs. McDuben“, bemerkte er. Seufzend strich sie sich über das wirre Haar.
„Und Sie verstehen es wie eh und je, einer Frau zu schmeicheln“, entgegnete Helga, bevor sie sich wieder dem Abbild des Planeten zuwandte. Es bewegte sich nicht, war nur eine Momentaufnahme, sodass sie ihn nicht einzuordnen wusste. Mussten sie nicht bald das Modullager in der Umlaufbahn um Evenos überfliegen? „Wo sind wir, Captain?“
„Über Avant – sagen Sie nichts! Ich weiß selber, dass das unmöglich sein kann.“ Ruben vergrub die dürren Finger im Grauhaar und seufzte frustriert. Anscheinend brütete er schon länger über dem Problem. Trotz seiner Ermahnung war Helga fassungslos – Avant! Das lag doch am anderen Ende der Ewigkeit!
„Avant“, murmelte sie. „Wirklich Avant?“ Ihr Blick huschte über die rasch über die Konsolen ziehenden Datensätze. Jede Zahl, die sie zuordnen konnte, bestätigte ihr, dass kein Spaß mit ihr getrieben wurde. Ein erdähnlicher Planet, circa siebenundsechzig Prozent der Oberfläche Wasser, eine intelligente Rasse, Wirtschaftsbündnis mit den Menschen, politischer Status: Bürgerkrieg, seit circa achtzig Jahren, Wirtschaftsstreben gegen Traditionalisten ...
„Ja“, brummte der näher getretene Chefnavigator Timbole, auf dessen dunkler Haut Schweißperlen glänzten. „Ich habe einen umfassenden Systemcheck Stufe vier durchgeführt, aber soweit ich das sagen kann, scheint es keine Probleme zu geben - kaum zu begreifen.“ Verständnislos schüttelte er seinen breiten Querkopf und betrachtete das Bild. Wenige Sekunden später verschwand es mit einem Mal und machte Platz für die zu breit skalierte Aufnahme eines Büros. Die Crew auf der Brücke geriet in Aufruhr.
„Dawson!“, rief der Kommandant des Schiffes aufgeregt und sprang auf. „Was ist da los? Wo ist unser Bild hin?“
Helga fuhr zurück, ihre Lippen bewegten sich, aber sie fand kein sinnvolles Wort. Ein junger Kerl stürzte an ein Terminal, fegte mit einer Bewegung des Ellenbogens eine Frau in der Uniform der Assistenzkräfte zur Seite, und schob mit zitternden Fingern die Symbole auf dem Touchscreen umher.
„Captain“, rief er bebend, „es ist ein Signal von der Planetenoberfläche!“ Er tippte noch etwas, woraufhin sich das Bild entzerrte. Ein leichtes Flimmern ging noch hindurch, dann stand es in bester Qualität auf dem Hauptdisplay der Kommandobrücke. Ruben stöhnte und ließ sich wieder auf seinen Sessel sinken. Helga warf ihm einen missbilligenden Blick zu.
„Die Company hat für diesen Flug weder unabgesprochene Kursänderungen, noch überflüssigen Kontakt mit anderen Einheiten als dem Modullager und der Befehlsbasis vorgesehen.“
„Ich bin mir über den Befehl im Klaren, Mrs. McDuben.“ Captain Ruben starrte wütend auf den Hauptdisplay. Doch Helga konnte den Captain nicht einfach gewähren lassen – die Company würde die Kontrollbeauftragte für jede Verzögerung verantwortlich machen!
„Ich muss darauf bestehen, dass der Kontakt sofort abgebrochen und die Mission der Fahrt weiterverfolgt wird!“, bestimmte Helga energisch und verschränkte die Arme. Von Offizieren hatte sie gehört, dass der wütende Blick des Captain gefürchtet sei, aber ihre Aufgabe gewährte ihr Schutz. Alle auf der Universal TC 3 – 757 wurden von dem Unternehmen bezahlt, das Helga McDuben als Kontrolleinheit auf das Schiff versetzt hatte. Sie hielt den Blick aus und erwiderte ihn nicht minder entschlossen.
„Ich. Kann. Nichts. Tun.“ Jede Silbe betonend stand Mikey Ruben auf, seine Stimme hob sich nicht. Im Stehen überragte er Helga um einen halben Kopf, selbst mit den Schuhen, die die Beauftragte trug.
„Mister Dawson“, richtete sie sich nun an den Mann am Terminal, ohne den Blick von dem Captain zu nehmen, „blockieren Sie das Signal! Captain, Sie werden sofort Kurs auf Evenos setzen!“
Auf der Brücke war es still geworden. Dawson sah verwirrt von Helga auf den Captain, schließlich auf die Datensätze, die die Konsolen ihm lautlos mitteilten. Von Ruben kam kein Widerspruch, aber der Kopf des Captain war zornesrot.
„Seit wann geben Sie auf meiner Brücke die Befehle?“, zischte er leise, während Dawson sich entschied, den gegebenen Instruktionen Folge zu leisten.
„Seit Sie die Interessen der Company offensichtlich nicht mehr verfolgen.“ Helga warf den Kopf zurück und blitzte ihn böse an. Sie musste diese Aufgabe übernehmen, so Leid es ihr tat, sich mit dem Captain anzulegen. Das brodelnde Schweigen ihres Gegenüber machte ihr mehr zu schaffen, als sie zugeben wollte.
„Das Signal lässt sich nicht unterbinden!“, unterbrach Dawson den Streit. Hektisch flogen seine Finger über das Pult, worauf das Bild zwar wieder kurz flackerte, aber beharrlich auf dem Schirm verblieb.
„Versuchen Sie es noch einmal!“
„Habe ich schon, es geht nicht!“
„Was zur ...?“

Mutig zum zweiten Teil weiterschreiten ...

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #2 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Hiho Trinity!

Da ich zur Zeit in einer ähnlichen Situation bin (Science-Fiction-Noob, trotzdem eine Geschichte in dem Genre schreiben und nicht wissen, ob man sich an die Öffentlichkeit wagen darf Mrgreen ), nehme ich mich deines Gehversuches einfach mal an.
Für Science-Fiction-Fragen bin ich natürlich nicht der richtige Ansprechpartner, aber ich guck einfach mal, wo es für mich hakt und was ich an „Verbesserungs“-Vorschlägen so bringen kann.
Von Neuling zu Neuling also Icon_smile

Zitat: Helga McDubens Schritte beschleunigten sich, die schmalen Absätze ihrer Stiefel füllten den Korridor mit dumpfen Geräuschen.
Erste Sätze nehme ich ja immer ganz genau unter die Lupe, weil’s einfach das erste ist, was einem nach dem Titel vor die Nase kommt. Meine Analyse:
„Helga“ -> altmodisch, norddeutsch, Friesland (erste Gedanken)
„McDubens“ -> schottisch - oder war’s irisch? Auf jeden Fall beißt es sich mit „Helga“. Seltsame Namenswahl.
„schmale Absätze“ -> Pfennigabsatzstiefel?
„dumpfe Geräusche“ -> je schmaler der Absatz, umso klackernder das Geräusch. Solange man nicht über Teppich läuft. Absatz und dumpf passt nicht zusammen.
Ach, ich lese grade weiter und sie läuft tatsächlich über Teppich *lach* Gut, dann ist die Kritik ja fast aus der Welt, nur würde ich behaupten, dass Schritte auf Teppich nicht laut genug sind, um einen Korridor zu „füllen“, mit welcher Art Geräusch auch immer Icon_wink

Zitat: Captain Ruben
Multikulturell, bisher noch kein Ami-Name. Pluspunkt! Mrgreen

Zitat: Kaum setzte Helga den Fuß auf den sorgfältig auf der Treppe verlegten Teppich, spürte sie auch schon, wie das stützende Energiefeld sich aktivierte.
Warum ist da überall Teppich? (nur so am Rande aus Interesse gefragt); und welches Energiefeld aktiviert sich da, das was beschützt? Den Teppich vor Fußabdrücken?

Zitat: aus fünf Personen bestehende Standartbesetzung hatten sich
„Standardbesetzung“

Zitat: aufrecht in seinem Chefsessel sitzend
hihi, Chefsessel ist für mich immer mit Rollen, deshalb kam da ein lustiges Bild zu stande. Captain Ruben, der mit den Armen wedelnd in seinem Bürostuhl über die Brücke rast Icon_lol

Zitat: Ich weiß selber, dass das unmöglich sein kann
„selber“ ist umgangssprachlich, besseres Deutsch wäre „selbst“, aber da es hier ja in der wörtlichen Rede vorkommt, kanns ja auch Absicht sein

Zitat: Ihr Blick huschte über die rasch über die Konsolen ziehenden Datensätze.
Ich musste den Satz dreimal lesen, bis ich gemerkt habe, dass beide „über“s eine Daseinsberechtigung haben *lach* Vielleicht eher. „Ihr Blick huschte zu den rasch über die Konsolen...“ ... und sind Konsolen nicht eher die Eingabegeräte? Monitore/Bildschirme wäre vielleicht besser (hab aber kein allzu großes Sci-Fi-Vokabular *lach*

Zitat: fegte mit einer Bewegung des Ellenbogens eine Frau in der Uniform der Assistenzkräfte zur Seite
„zur Seite fegen“ klingt in dem Zusammenhang merkwürdig, gebräuchlicher wäre „stieß mit einer Bewegung ...“

Zitat: die Company würde die Kontrollbeauftragte für jede Verzögerung
schon klar, dass Helga diese Kontrollbeauftragte ist, aber so formuliert klingt es wie eine Beschreibung eines Außenstehenden und nicht wie aus Helgas Perspektive. Vorschlag:
„die Company würde sie als Kontrollbeauftragte für jede ...“; nur zwei kleine Wörter, aber sie setzen den Satz wieder in die richtige Perspektive

Zitat: dass der wütende Blick der Captain gefürchtet sei
„des“

Zitat: „Ich. Kann. Nichts. Tun.“
Da man bei einem Punkt normalerweise auch die Stimme senkt und sich das bei einzelnen Worten echt komisch anhört, würde ich hier eher einen Gedankenstrich als Pausenzeichen empfehlen: „Ich – kann – nichts – tun.“

Zitat: Im Stehen überragte er Helga um einen halben Kopf, selbst mit den Schuhen, die die Beauftragte trug.
Icon_lol Jetzt sag aber nicht, dass sie die Schuhe nur deshalb trägt, um größer zu wirken *grins*

Zitat: „Mister Dawson“, richtete sie sich nun
vorangehend hast du „Mrs.“ als Abkürzung geschrieben, hier „Mister“ als ein Wort. Ich hab keine Ahnung, wie man es mit den englischen Anreden macht, aber da man „Herr“ und „Frau“ im Deutschen ja auch nicht abkürzt, würde ich es immer ausschreiben

Joa, so wirklich schlimme „Verstöße“ sind mir jetzt nicht aufgefallen, deshalb einfach mal meine Eindrücke bisher:
Die Teppiche am Anfang haben mich bissl irritiert, weil mir spontan kein Vorteil einfällt, den Teppiche in den Korridoren eines Handelsschiffes haben.
Die Namenswahl finde ich ... interessant. „Jason“ und „Dawson“ sind eher typisch, „Helga McDuben“ dagegen hat echten Wiedererkennungswert. Ich würde meine Hauptperson nicht so nennen, einfach weil ich den Namen Helga nicht mag, aber es hat schon Stil *lach*
An technischem Kram sind mir nur die „über Konsolen laufende Datensätze“ aufgefallen, die würde ich selbst wahrscheinlich zu „Zahlenkolonnen, die wie Ameisen über das Schwarz des Bildschirms zogen“ machen ... oder sowas in der Art. Also eher mit dem konkreten Bild arbeiten (wie sieht ein Datensatz aus? -> Aneinanderreihungen von Buchstaben und Zahlen) und bei den Konsolen bin ich halt unsicher, ob man den Bildschirmbereich auch so bezeichnet.

Dann wüsste ich natürlich noch gerne, ob das Büro so ein ganz normales Menschen-Büro ist (ich gehe mal davon aus, dass es zu der außerirdischen Spezies gehört?), ob jemand drin ist oder da nur ein leerer Schreibtisch zu sehen ist. Immerhin nehmen wir hier grade Kontakt mit einer außerirdischen Lebensform auf! Icon_smile

Ich les dann mal weiter und geb unterm zweiten Teil noch ein Gesamtfazit

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
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Beitrag #3 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Hallo Lanna,

jemand hat es entdeckt! *freu* *versink*

(04-04-2010, 21:04)Lanna schrieb: Da ich zur Zeit in einer ähnlichen Situation bin (Science-Fiction-Noob, trotzdem eine Geschichte in dem Genre schreiben und nicht wissen, ob man sich an die Öffentlichkeit wagen darf Mrgreen ), nehme ich mich deines Gehversuches einfach mal an.
Für Science-Fiction-Fragen bin ich natürlich nicht der richtige Ansprechpartner, aber ich guck einfach mal, wo es für mich hakt und was ich an „Verbesserungs“-Vorschlägen so bringen kann.
Von Neuling zu Neuling also Icon_smile
Auf dann! *händereib*

Zitat:Zitat: Helga McDubens Schritte beschleunigten sich, die schmalen Absätze ihrer Stiefel füllten den Korridor mit dumpfen Geräuschen.
Erste Sätze nehme ich ja immer ganz genau unter die Lupe, weil’s einfach das erste ist, was einem nach dem Titel vor die Nase kommt. Meine Analyse:
„Helga“ -> altmodisch, norddeutsch, Friesland (erste Gedanken)
„McDubens“ -> schottisch - oder war’s irisch? Auf jeden Fall beißt es sich mit „Helga“. Seltsame Namenswahl.
„schmale Absätze“ -> Pfennigabsatzstiefel?
„dumpfe Geräusche“ -> je schmaler der Absatz, umso klackernder das Geräusch. Solange man nicht über Teppich läuft. Absatz und dumpf passt nicht zusammen.
Ach, ich lese grade weiter und sie läuft tatsächlich über Teppich *lach* Gut, dann ist die Kritik ja fast aus der Welt, nur würde ich behaupten, dass Schritte auf Teppich nicht laut genug sind, um einen Korridor zu „füllen“, mit welcher Art Geräusch auch immer Icon_wink
Wenn der Korridor schmal genug ist ... na ja. Helga - da dachte ich an die englische Aussprache, dei dann wieder zu McDuben passen würde. Finde ich. Ich mag den Namen, seit ich ich Atlantis geguckt habe Icon_lol
Zitat:Zitat: Captain Ruben
Multikulturell, bisher noch kein Ami-Name. Pluspunkt! Mrgreen
Ich mag keine Amiversuchten Sci-Fi-Geschichten Mrgreen

Zitat:Zitat: Kaum setzte Helga den Fuß auf den sorgfältig auf der Treppe verlegten Teppich, spürte sie auch schon, wie das stützende Energiefeld sich aktivierte.
Warum ist da überall Teppich? (nur so am Rande aus Interesse gefragt); und welches Energiefeld aktiviert sich da, das was beschützt? Den Teppich vor Fußabdrücken?
"stützt" - stützen. Nicht, dass unsere pfennigabsatztragende Helga noch stürzt. Icon_smile

Zitat:Zitat: aus fünf Personen bestehende Standartbesetzung hatten sich
„Standardbesetzung“
Head -> desk

Zitat:Zitat: aufrecht in seinem Chefsessel sitzend
hihi, Chefsessel ist für mich immer mit Rollen, deshalb kam da ein lustiges Bild zu stande. Captain Ruben, der mit den Armen wedelnd in seinem Bürostuhl über die Brücke rast Icon_lol
Icon_lol Ich assoziiere damit eher eine riesige Rückenlehne und dicke Polster ...

Zitat:Zitat: Ich weiß selber, dass das unmöglich sein kann
„selber“ ist umgangssprachlich, besseres Deutsch wäre „selbst“, aber da es hier ja in der wörtlichen Rede vorkommt, kanns ja auch Absicht sein
Jawohl, Absicht ... öhm. Nein. Smiley_emoticons_blush

Zitat:Zitat: Ihr Blick huschte über die rasch über die Konsolen ziehenden Datensätze.
Ich musste den Satz dreimal lesen, bis ich gemerkt habe, dass beide „über“s eine Daseinsberechtigung haben *lach* Vielleicht eher. „Ihr Blick huschte zu den rasch über die Konsolen...“ ... und sind Konsolen nicht eher die Eingabegeräte? Monitore/Bildschirme wäre vielleicht besser (hab aber kein allzu großes Sci-Fi-Vokabular *lach*
Konsole ist bei mir sowohl Dateneingabe als auch -ausgabegerät. Aber deine vorschläge weiter unten zu dieser Stelle sind echt gut. Finde ich.

Zitat:Zitat: fegte mit einer Bewegung des Ellenbogens eine Frau in der Uniform der Assistenzkräfte zur Seite
„zur Seite fegen“ klingt in dem Zusammenhang merkwürdig, gebräuchlicher wäre „stieß mit einer Bewegung ...“
Passt vom Sinn her genauso gut - also wird es wohl geändert.

Zitat:Zitat: die Company würde die Kontrollbeauftragte für jede Verzögerung
schon klar, dass Helga diese Kontrollbeauftragte ist, aber so formuliert klingt es wie eine Beschreibung eines Außenstehenden und nicht wie aus Helgas Perspektive. Vorschlag:
„die Company würde sie als Kontrollbeauftragte für jede ...“; nur zwei kleine Wörter, aber sie setzen den Satz wieder in die richtige Perspektive
Wortmagie! Es funktioniert! Danke.

Zitat:Zitat: dass der wütende Blick der Captain gefürchtet sei
„des“
Head -> desk

Zitat:Zitat: „Ich. Kann. Nichts. Tun.“
Da man bei einem Punkt normalerweise auch die Stimme senkt und sich das bei einzelnen Worten echt komisch anhört, würde ich hier eher einen Gedankenstrich als Pausenzeichen empfehlen: „Ich – kann – nichts – tun.“
Ich war mir da auch nicht sicher. Ich werde dann wohl die Striche nehmen, sieht irgendwie auch besser aus Icon_smile

Zitat:Zitat: Im Stehen überragte er Helga um einen halben Kopf, selbst mit den Schuhen, die die Beauftragte trug.
Icon_lol Jetzt sag aber nicht, dass sie die Schuhe nur deshalb trägt, um größer zu wirken *grins*
Wer weiß? Mrgreen

Zitat:Zitat: „Mister Dawson“, richtete sie sich nun
vorangehend hast du „Mrs.“ als Abkürzung geschrieben, hier „Mister“ als ein Wort. Ich hab keine Ahnung, wie man es mit den englischen Anreden macht, aber da man „Herr“ und „Frau“ im Deutschen ja auch nicht abkürzt, würde ich es immer ausschreiben
Klingt sinnvoll.

Zitat:Joa, so wirklich schlimme „Verstöße“ sind mir jetzt nicht aufgefallen, deshalb einfach mal meine Eindrücke bisher:
Die Teppiche am Anfang haben mich bissl irritiert, weil mir spontan kein Vorteil einfällt, den Teppiche in den Korridoren eines Handelsschiffes haben.
Mehr zu beschreiben Icon_wink Mir gefiel der Gedanke irgendwie, dass sie über Teppich läuft, nicht über sterilen, silbergrauen Boden.

Zitat:Die Namenswahl finde ich ... interessant. „Jason“ und „Dawson“ sind eher typisch, „Helga McDuben“ dagegen hat echten Wiedererkennungswert. Ich würde meine Hauptperson nicht so nennen, einfach weil ich den Namen Helga nicht mag, aber es hat schon Stil *lach*
Oh, danke! Icon_smile Das freut einen doch besonders, der Wiedererkennungswert.

Zitat:An technischem Kram sind mir nur die „über Konsolen laufende Datensätze“ aufgefallen, die würde ich selbst wahrscheinlich zu „Zahlenkolonnen, die wie Ameisen über das Schwarz des Bildschirms zogen“ machen ... oder sowas in der Art. Also eher mit dem konkreten Bild arbeiten (wie sieht ein Datensatz aus? -> Aneinanderreihungen von Buchstaben und Zahlen) und bei den Konsolen bin ich halt unsicher, ob man den Bildschirmbereich auch so bezeichnet.
Damit machst du mich dann auch unsicher Icon_wink Den Vorschlag finde ich gut, mal sehen, ob ich den nicht auch übernehme ...

Zitat:Dann wüsste ich natürlich noch gerne, ob das Büro so ein ganz normales Menschen-Büro ist (ich gehe mal davon aus, dass es zu der außerirdischen Spezies gehört?), ob jemand drin ist oder da nur ein leerer Schreibtisch zu sehen ist. Immerhin nehmen wir hier grade Kontakt mit einer außerirdischen Lebensform auf! Icon_smile
Ein paar Sätze mehr an Beschreibungen wären sicher gut. Ich dachte nur, das kommt nun zu einem Verlangsamungseffekt, weil die Stelle eigentlich spannend ist. Aber wenn es sogar auffällt, ändere ich das wohl.

Danke für den Kommi und liebe Grüße,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #4 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Hallo Trinity.

Anstelle eines ersten Satzes antworte ich auf Dein Vorwort/Begleitwort.

Zitat:Gott weiß, dass ich mich vor diesem Tag gefürchtet habe. Ich habe hier einen bislang gut behüteten Sci-Fi-Versuch und ich sehe mit Zittern den Kommentaren entgegen, weil ich damit einfach nicht zufrieden bin.
Furcht? Vor was?
Wenn Du wirklich der Meinung bist, dass Du schreiben kannst, dann musst Du auch furchtlos über die einengenden Grenzen der Genrebezeichnungen hinwegsehen. Und hinwegarbeiten.
Und Science-Fiction ist nicht automatisch 'Raumschiff/anderer Planet/etc.', sondern (was der Name ja auch aussagt) wissenschaftliche Fiktion. Darunter zählen auch alternative Geschichten, zukünftige Gesellschaftstrukturen à la Dystopien/Utopien.

Zitat:Vielleicht ist die Story einfach Mist, mein Sci-Fi-Talent gleich Null oder Sonstiges.
Hey, Icon_aufsmaul , 'Sonstiges' ist die Königsdisziplin! Keine Genrebezeichnungen, keine Erwartungshaltung, freier Fall.

Zitat:Aber: Ich sehe nicht, wie ich ihn ändern kann, damit er besser wird.
Na, schauen wir mal. Icon_wink

Zitat:Vor ihren Augen verschwammen die dicken Fasern des Teppichbodens, als sie wieder zu laufen begann.
Ein paar Sätze vorher steht, dass Sie ihre Schritte beschleunigen begann, nichts von 'laufen' - daher kannst Du das 'wieder' getrost streichen.

Zitat:Zu spät, sie war viel zu spät losgegangen!
Sind es ihre Gedanken? Dann extra stellen - in eine eigene Zeile, so geht es unter.

Zitat:Als sie das Quartier fluchtartig verlassen hatte, sah es aus, als hätte einer der unzähligen Bürgerkriege auf Avant es verwüstet. Helga konnte sich kaum vorstellen, dass ihr Sohn von alleine aufräumen würde. Jason doch nicht! Ein leises Schnaufen entfuhr Helga, das Laufen auf diesen unmöglichen Schuhen strengte sie an.
Blocksatztechnik empfinde ich hier als unpassend. Das kommt bei mir als Leser so an:
Dread wischte sich die letzten Spuren der Zahncreme aus dem Mundwinkel. War es wirklich schon so spät? Im Nebenzimmer konnte seine Katze den Sonnenaufgang beobachten - nicht mehr lange, und er würde sich in diese schreckliche Institution namens Uni aufmachen. Hab ich den Kaffee schon eingeschal-? Ein Knacken ließ ihn vom Spiegelbild nach links schauen ...

Manche Stellen verdienen eine eigene Betonung, in diesem Fall meine ich es so:
Als sie das Quartier fluchtartig verlassen hatte, sah es aus, als hätte einer der unzähligen Bürgerkriege auf Avant es verwüstet. Helga konnte sich kaum vorstellen, dass ihr Sohn von alleine aufräumen würde.
Jason doch nicht!
Ein leises Schnaufen entfuhr Helga, das Laufen auf diesen unmöglichen Schuhen strengte sie an.

Wobei natürlich zu überlegen wäre, wie der Satz 'Jason doch nicht!' als Gedanken kenntlich zu machen wäre, da hier klar Helga erzählt, nicht jedoch der neutrale Erzähler.

Zitat:„Hallo Scooby“, schnaufte Helga und stützte sich auf ihre Oberschenkel. „Ruben hat mich rufen lassen.“
Frage: Was für Schuhe sind es? Stöckelschuhe? (Auf einem Raumschiff?)
Zum Thema 'schnaufen': Schwerkraft identisch mit den Verhältnissen auf der Erde? Eigentlich werden angehende Astronauten gründlich trainiert/auf den Weltraum vorbereitet - das schließt Sport, Ausdauer und körperliche Fitness ein.

Zitat:Stimmengewirr empfing Helga auf der Brücke, anstatt der ursprünglich aus fünf Personen bestehende Standartbesetzung hatten sich gleich elf Leute um die Monitore versammelt.
Anstelle der Standardbesetzung würde ich eher zu Standardbesatzung tendieren. Besetzung ist eher was für den Bereich Theater.

Zitat:Auf dem Stabspodium, aufrecht in seinem Chefsessel sitzend, blickte Captain Mikey Ruben auf den sechsgeteilten Bildschirm an der Wand.
Stabspodium? Ich verstehe ja, wenn der Captain etwas höher sitzen muss - aber 'Stabspodium'?

Zitat:Es bewegte sich nicht, war nur eine Momentaufnahme, sodass sie ihn nicht einzuordnen wusste. Mussten sie nicht bald das Modullager in der Umlaufbahn um Evenos überfliegen? „Wo sind wir, Captain?“
Der Satz mit dem Modullager - Helgas Gedanken? Mitten im Textgeschehen?

Ich finde immer, man sollte klar abgrenzen. Beispielsweise (um einen alten Glaubensstreit neu zu entfachen):
Es bewegte sich nicht, war nur eine Momentaufnahme, sodass sie ihn nicht einzuordnen wusste.
Mussten sie nicht bald das Modullager in der Umlaufbahn um Evenos überfliegen?
„Wo sind wir, Captain?“


Zitat:„Dawson!“, rief der Captain aufgeregt und sprang auf. „Was ist da los? Wo ist unser Bild hin?“ Helga fuhr zurück, ihre Lippen bewegten sich, aber sie fand kein sinnvolles Wort. Ein junger Kerl stürzte an ein Terminal, fegte mit einer Bewegung des Ellenbogens eine Frau in der Uniform der Assistenzkräfte zur Seite, und schob mit zitternden Fingern die Symbole auf dem Touchscreen umher.
Thematische Abgrenzung: Den Satz mit Helga am Besten in der nächsten Zeile beginnen lassen - so geht er unter.

„Dawson!“, rief der Captain aufgeregt und sprang auf. „Was ist da los? Wo ist unser Bild hin?“
Helga fuhr zurück, ihre Lippen bewegten sich, aber sie fand kein sinnvolles Wort. Ein junger Kerl stürzte an ein Terminal, fegte mit einer Bewegung des Ellenbogens eine Frau in der Uniform der Assistenzkräfte zur Seite, und schob mit zitternden Fingern die Symbole auf dem Touchscreen umher.


Zitat:Von Offizieren hatte sie gehört, dass der wütende Blick der Captain gefürchtet sei, aber ihre Aufgabe gewährte ihr Schutz.
a) Schutz? Hm, vorher war ihr doch ein wenig unbehaglich wegen dem Captain ...
Zitat:->Captain Ruben würde das gar nicht lustig finden, wieso hatte Jason aber auch seinen Communicator verlegen müssen?
b) Hier gerätst Du in Schwierigkeiten. Mehrzahl von Captain? Oder sollte es ...
..., dass der wütende Blick des Captains gefürchtet sei ...
... heißen?

Zitat:das Helga McDuben als Kontrolleinheit auf das Schiff versetzt hatte.
Kontrolleinheit hört sich für mich nach 'künstlicher Intelligenz' an - und nicht nach einer 'Kontrollbeauftragten'.

Zitat:„Seit Sie die Interessen der Company offensichtlich nicht mehr verfolgen.“
Davon ist im Text nichts zu finden. So wie es bei mir ankommt, sondiert er noch die Lage.

Bis gleich unter Zeil 2.

LGD.


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Beitrag #5 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Sanyasala Dreadnoughts,

danke für deine einleitenden Worte - sehr erbauend Icon_smile

(28-02-2011, 23:05)Dreadnoughts schrieb:
Zitat:Vielleicht ist die Story einfach Mist, mein Sci-Fi-Talent gleich Null oder Sonstiges.
Hey, Icon_aufsmaul , 'Sonstiges' ist die Königsdisziplin! Keine Genrebezeichnungen, keine Erwartungshaltung, freier Fall.
Sonstiges war nicht auf das Genre bezogen *g*

Zitat:
Zitat:Vor ihren Augen verschwammen die dicken Fasern des Teppichbodens, als sie wieder zu laufen begann.
Ein paar Sätze vorher steht, dass Sie ihre Schritte beschleunigen begann, nichts von 'laufen' - daher kannst Du das 'wieder' getrost streichen.
Das unterschreibe ich Icon_smile

Zitat:
Zitat:Zu spät, sie war viel zu spät losgegangen!
Sind es ihre Gedanken? Dann extra stellen - in eine eigene Zeile, so geht es unter.
Aye aye - wann habe ich diese Geschichte geschrieben, dass ich das nicht beherzigt habe?

Zitat:
Zitat:Als sie das Quartier fluchtartig verlassen hatte, sah es aus, als hätte einer der unzähligen Bürgerkriege auf Avant es verwüstet. Helga konnte sich kaum vorstellen, dass ihr Sohn von alleine aufräumen würde. Jason doch nicht! Ein leises Schnaufen entfuhr Helga, das Laufen auf diesen unmöglichen Schuhen strengte sie an.
Blocksatztechnik empfinde ich hier als unpassend. Das kommt bei mir als Leser so an:
Dread wischte sich die letzten Spuren der Zahncreme aus dem Mundwinkel. War es wirklich schon so spät? Im Nebenzimmer konnte seine Katze den Sonnenaufgang beobachten - nicht mehr lange, und er würde sich in diese schreckliche Institution namens Uni aufmachen. Hab ich den Kaffee schon eingeschal-? Ein Knacken ließ ihn vom Spiegelbild nach links schauen ...

Manche Stellen verdienen eine eigene Betonung, in diesem Fall meine ich es so:
Als sie das Quartier fluchtartig verlassen hatte, sah es aus, als hätte einer der unzähligen Bürgerkriege auf Avant es verwüstet. Helga konnte sich kaum vorstellen, dass ihr Sohn von alleine aufräumen würde.
Jason doch nicht!
Ein leises Schnaufen entfuhr Helga, das Laufen auf diesen unmöglichen Schuhen strengte sie an.
Viel besser - danke Dread!

Zitat:
Zitat:„Hallo Scooby“, schnaufte Helga und stützte sich auf ihre Oberschenkel. „Ruben hat mich rufen lassen.“
Frage: Was für Schuhe sind es? Stöckelschuhe? (Auf einem Raumschiff?)
Zum Thema 'schnaufen': Schwerkraft identisch mit den Verhältnissen auf der Erde? Eigentlich werden angehende Astronauten gründlich trainiert/auf den Weltraum vorbereitet - das schließt Sport, Ausdauer und körperliche Fitness ein.
Als Trekkie bevorzuge ich des öfteren Zukunftsvisionen, in denen Schwerkraftgeneratoren eine erdähnliche Benutzung möglichen machen, was sich auch auf die Besatzung auswirkt Icon_smile

Zitat:
Zitat:Stimmengewirr empfing Helga auf der Brücke, anstatt der ursprünglich aus fünf Personen bestehende Standartbesetzung hatten sich gleich elf Leute um die Monitore versammelt.
Anstelle der Standardbesetzung würde ich eher zu Standardbesatzung tendieren. Besetzung ist eher was für den Bereich Theater.
[sign]

Zitat:
Zitat:Auf dem Stabspodium, aufrecht in seinem Chefsessel sitzend, blickte Captain Mikey Ruben auf den sechsgeteilten Bildschirm an der Wand.
Stabspodium? Ich verstehe ja, wenn der Captain etwas höher sitzen muss - aber 'Stabspodium'?
Das Stabspodium stelle ich mir als sozusagen das Raummodul vor, auf dem die Mannschaft ihre Stationen hat - alle. Da das nicht klar wird, nehme ich den BEgriff vermutlich raus.
Zitat:
Zitat:Es bewegte sich nicht, war nur eine Momentaufnahme, sodass sie ihn nicht einzuordnen wusste. Mussten sie nicht bald das Modullager in der Umlaufbahn um Evenos überfliegen? „Wo sind wir, Captain?“
Der Satz mit dem Modullager - Helgas Gedanken? Mitten im Textgeschehen?
*seufz* Auch hier hast du wirder recht, lieber Dreadnoughts.
Zitat:
Zitat:„Dawson!“, rief der Captain aufgeregt und sprang auf. „Was ist da los? Wo ist unser Bild hin?“ Helga fuhr zurück, ihre Lippen bewegten sich, aber sie fand kein sinnvolles Wort. Ein junger Kerl stürzte an ein Terminal, fegte mit einer Bewegung des Ellenbogens eine Frau in der Uniform der Assistenzkräfte zur Seite, und schob mit zitternden Fingern die Symbole auf dem Touchscreen umher.
Thematische Abgrenzung: Den Satz mit Helga am Besten in der nächsten Zeile beginnen lassen - so geht er unter.
[sign] (Das könnte ich eigentlich ganz unter den Kommentar schreiben ...)

Zitat:
Zitat:Von Offizieren hatte sie gehört, dass der wütende Blick der Captain gefürchtet sei, aber ihre Aufgabe gewährte ihr Schutz.
a) Schutz? Hm, vorher war ihr doch ein wenig unbehaglich wegen dem Captain ...
Zitat:->Captain Ruben würde das gar nicht lustig finden, wieso hatte Jason aber auch seinen Communicator verlegen müssen?
b) Hier gerätst Du in Schwierigkeiten. Mehrzahl von Captain? Oder sollte es ...
..., dass der wütende Blick des Captains gefürchtet sei ...
... heißen?
Ja ... sollte es. Eigentlich.

Zitat:
Zitat:das Helga McDuben als Kontrolleinheit auf das Schiff versetzt hatte.
Kontrolleinheit hört sich für mich nach 'künstlicher Intelligenz' an - und nicht nach einer 'Kontrollbeauftragten'.
Das war das Wort, was mir damals wohl gefehlt hatte *g*

Zitat:
Zitat:„Seit Sie die Interessen der Company offensichtlich nicht mehr verfolgen.“
Davon ist im Text nichts zu finden. So wie es bei mir ankommt, sondiert er noch die Lage.
Frag mich nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Aber ich ändere es entsprechend Logik um.

Zitat:Bis gleich unter Zeil 2.
Oder bis Morgen. Kleine Trins müssen morgens leider meistens früh aufstehen ... Icon_wink

Danke und viele Grüße,
Trin


"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #6 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Hey Trin! Icon_smile
(Ein einfach zu schöner Spitzname, um ihn einfach aufzugeben - zumal du ihn ja selbst in den Schnee läufst Icon_wink)

Zitat:Gott weiß, dass ich mich vor diesem Tag gefürchtet habe. Ich habe hier einen bislang gut behüteten Sci-Fi-Versuch und ich sehe mit Zittern den Kommentaren entgegen, weil ich damit einfach nicht zufrieden bin.
Klingt für mich irgendwie nach: "hey, ich hab hier eine mördergeniale SciFi-Geschichte geschrieben, aber weil ich zu beschreiden bin, um das zuzugeben, stapel ich tief ..." Mrgreen
Den Tag fürchten, an dem du eine Geschichte einstellst, für die du ja Kommis haben willst, erscheint mir jedenfall ein klein wenig übertrieben. *lacht*

Zitat:Das letzte Mittel
Als erstes Schau ich mir mal den Titel an: erinnert mich sehr an den von zwei anderen Geschichten in diesem Subforum (Bomb3rman und Saryn) ... nicht besonders ausgefallen, aber auch nicht schlecht. Verrät noch nicht viel über die Geschichte.

Zitat:Sie wagte nicht nach vorne zu sehen, kannte den Weg im Schlaf.
Warum wagt sie nicht nach vorn zu sehen? Damit sie nicht über ihre Absätze stolpert? *g* Diese Info steht für mich ein wenig zu lose im Raum.

Zitat:Kaum setzte Helga den Fuß auf den sorgfältig auf der Treppe verlegten Teppich, spürte sie auch schon, wie das stützende Energiefeld sich aktivierte.
Treppen haben bei dir ein "stützendes" Energiefeld? Damit man nicht ausversehen herunterfällt? Na ja, auch diese Info steht für mich ein wenig zu lose im Text - vielleicht, weil ich die Konstruktion "spürte sich auch schon" nicht mag. Klingt jedenfalls so, als würde Helga sich darauf konzentrieren es zu fühlen, dabei hat sie es wahrscheinlich schon so oft gespürt, dass sie es nur noch am Rande warnimmt ... wirkt auf mich deshalb gezwungen. Aber hier liegt auch schon die Lösung: "das sich sofort aktivierende stüzende Energiefeld nahm sie nur noch am Rande wahr." Icon_smile

Zitat:Kurz darauf erreichte sie allerdings schon die breite Treppe, die heute viel mehr als zehn Stufen zu haben schien. Kaum setzte Helga den Fuß auf den sorgfältig auf der Treppe verlegten Teppich, spürte sie auch schon, wie das stützende Energiefeld sich aktivierte. Auf dem Treppenabsatz angekommen stand sie endlich vor der breiten Tür zur Kommandobrücke. Auf der zweiteiligen Tür sah ein großes Auge sie von einem schmalen Plasmabildschirm aus an.

Du merkst, worauf ich hinaus will? Das kannst du besser.
Und ein "auf einer Tür" kann dich niemand ansehen (auch nicht, wenn man eine KI ist) ... eher "von der Tür". Vielleicht beschreibst du auch ein wenig genauer, wie denn jetzt der Plasmabildschirm auf der Tür befestigt ist? (Du hast genau ein Adjektiv Platz um zumindest einen Grundeindruck zu vermitteln. *g*)

Zitat: Das Auge bewegte sich flimmernd über den Bildschirm und surrte leise, woraufhin Helga näher herantrat und sich aufrichtete. Mit einem erneuten Surren
Du könnest uns vielleicht noch knapp verraten, wie sich das Surren anhört, "monotones Surren", "es erinnerte an den Flügelschlag des malvorischen Käfers ..." o.O (na gut - nicht übertreiben! Icon_wink)

Zitat:Bis auf die beiden linken zeigten sie alle gemeinsam das Bild eines wolkenverschleierten Planeten.
Auch hier: es bietet sich dir die Chance, uns etwas mehr über den Planeten zu verraten - vielleicht über einen Spiegelstrichzusatz? (Zwischen den Wolken glitzerten türkise Wasserflächen, wie eine Handvoll Juwelen/sich ausbreitende Schimmelflecken/Schuppen eines seltsamen Weltraumfischs etc. Icon_smile

Zitat:„Über Avant – sagen Sie nichts! Ich weiß selber, dass das unmöglich sein kann.“
Ah, das ist doch der von Bürgerkriegen gezeichnete Planet ... und das Schiff sollte wohl nicht da sein?
Verzerrung der Raumzeit? Oder ist vielleicht der Planet gewandert? (Ich kenn mich aus, mit dem Wandern von Welten - ist gar nicht so schwer, wenn man erstmal den Kniff kennt Mrgreen )

Zitat:„Ja“, brummte der näher getretene Chefnavigator Timbole. „Kaum zu begreifen.“
Müsste er als Cehfnavigator nicht zumindest versuchen irgendeinen (abgehackten) Erklärungsversuch zu liefern? (Ich hab eben nochmal die eingegebenen Daten bei Abflug kontrolliert ... bla ... kein Schaden an unserem Antrieb ... bla ... so weit kann sich selbst der Frischling nicht verflogen haben ... Mrgreen ). Auch hier fände ich es schön, wenn noch ein zwei Worte zum Aussehen verliren würdest, in einem Nebensatz. (Bärtiger Mann mit der Statur eines Kaninchens.)

Zitat:Doch Helga konnte den Captain nicht einfach gewähren lassen – die Company würde die Kontrollbeauftragte für jede Verzögerung verantwortlich machen!
Oh je, eine Bürokratin. *g*

Zitat:dass der wütende Blick der Captain gefürchtet sei
des Captains, oder?

Zitat:Jede Silbe betonend stand Mikey Ruben auf, seine Stimme hob sich nicht. Im Stehen überragte er Helga um einen halben Kopf, selbst mit den Schuhen, die die Beauftragte trug.
Warum erinnert mich das mit den Schuhen nur so an jemand realen? Mrgreen

Na, so schlimm war der erste Teil ja jetzt nicht. *lacht* Du hättest meiner Meinung nach an einigen Stellen mehr Details einbauen können (der Text darf natürlich auch nicht mit Details überfrachtet werden, dass ist halt eine Gradwanderung), ich habe versucht, dir ein paar Anhaltspunkte zu geben.
Momentan ist noch nicht viel passiert. Wir haben ein Handelsschiff der Menschen, dass auf unerklärliche Weise sehr sehr weit vom Kurs abgekommen ist. Und da ist das Signal vom Planeten, das sich nicht unterbrechen und mich vermuten lässt die Bevölkerung des Planeten könnte etwas mit der Kursverwirrung zu tun haben (vielleicht haben sie daS Schiff irgendwie abgefangen und hergeholt). Dann ist da noch Helga. Sie hast du in den wenigen Zeilen schon recht gut charakterisiert. Sie ist (alleinerziehende?) Mutter, neigt zu Hecktik und vielleicht auch ein wenig zu Panik - sie ist durch und durch Bürokratin und nimmt die Regularien des Konzerns so ernst, dass sie sich auch in dieser Ausnahmesituation dafür einsetzt sofort das reguläre Ziel anzufliegen. Obwohl es sicherlich auch im Interesse der Company ist, herauszufinden, wie das Schiff soweit abkommen konnte - und (seltsamerweise) ohne zu fragen, ob z. B. der Treibstoff überhaupt noch reich, oder ob man erst auf Avant "auftanken" muss (da solltest du nocheinma drüber nachdenken Icon_wink).
Sie kommt daher für mich noch nicht besonders sympatisch rüber, aber ich habe ein Bild von ihrem Charakter vor Augen.
Apropos Bild: ich weiß, dass sie Stöckelschuhe trägt und Unifrom. Ein bisschen mehr wäre vielleicht ganz schön (nach und nach in den Text eingestreut) - damit sie für den Leser deutlich wird, reicht meist die Haarfarbe und vielleicht irgendein markantes Detail.

Ansonsten bleibe ich erstmal gespannt auf den zweiten Teil und den Grund, aus dem ein Planet ein Handelsschiff ansaugt.

Liebe Grüße vom Wanderer!

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Beitrag #7 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Sanyasala,

o Güte, ich bin nur noch dabei, Kommentare zu beantworten, komme neben meinen Sachen gar nicht zum eigenen Kommentieren *seufz*

(09-03-2011, 15:51)Der Weltenwanderer schrieb: (Ein einfach zu schöner Spitzname, um ihn einfach aufzugeben - zumal du ihn ja selbst in den Schnee läufst Icon_wink)
... ich nehme das mal als Kompliment Icon_smile

Zitat:Klingt für mich irgendwie nach: "hey, ich hab hier eine mördergeniale SciFi-Geschichte geschrieben, aber weil ich zu beschreiden bin, um das zuzugeben, stapel ich tief ..." Mrgreen
Den Tag fürchten, an dem du eine Geschichte einstellst, für die du ja Kommis haben willst, erscheint mir jedenfall ein klein wenig übertrieben. *lacht*
Ich habe ja nicht die Erfahrung, die du vielleicht hast, aber ... ähm, nein Icon_ugly

Zitat:
Zitat:Das letzte Mittel
Als erstes Schau ich mir mal den Titel an: erinnert mich sehr an den von zwei anderen Geschichten in diesem Subforum (Bomb3rman und Saryn) ... nicht besonders ausgefallen, aber auch nicht schlecht. Verrät noch nicht viel über die Geschichte.
Nein. Es ist ja auch mehr ein Versuch, ein erster.

Zitat:
Zitat:Sie wagte nicht nach vorne zu sehen, kannte den Weg im Schlaf.
Warum wagt sie nicht nach vorn zu sehen? Damit sie nicht über ihre Absätze stolpert? *g* Diese Info steht für mich ein wenig zu lose im Raum.
Okay - stolpern *g* Das wäre eine Idee.
Zitat:
Zitat:Kaum setzte Helga den Fuß auf den sorgfältig auf der Treppe verlegten Teppich, spürte sie auch schon, wie das stützende Energiefeld sich aktivierte.
Treppen haben bei dir ein "stützendes" Energiefeld? Damit man nicht ausversehen herunterfällt? Na ja, auch diese Info steht für mich ein wenig zu lose im Text - vielleicht, weil ich die Konstruktion "spürte sich auch schon" nicht mag. Klingt jedenfalls so, als würde Helga sich darauf konzentrieren es zu fühlen, dabei hat sie es wahrscheinlich schon so oft gespürt, dass sie es nur noch am Rande warnimmt ... wirkt auf mich deshalb gezwungen. Aber hier liegt auch schon die Lösung: "das sich sofort aktivierende stüzende Energiefeld nahm sie nur noch am Rande wahr." Icon_smile
Das war so einfach, da bin ich nicht drauf gekommen.


Zitat:Du merkst, worauf ich hinaus will? Das kannst du besser.
Und ein "auf einer Tür" kann dich niemand ansehen (auch nicht, wenn man eine KI ist) ... eher "von der Tür". Vielleicht beschreibst du auch ein wenig genauer, wie denn jetzt der Plasmabildschirm auf der Tür befestigt ist? (Du hast genau ein Adjektiv Platz um zumindest einen Grundeindruck zu vermitteln. *g*)
Das muss man nutzen, nicht wahr *händereib*

Zitat:
Zitat: Das Auge bewegte sich flimmernd über den Bildschirm und surrte leise, woraufhin Helga näher herantrat und sich aufrichtete. Mit einem erneuten Surren
Du könnest uns vielleicht noch knapp verraten, wie sich das Surren anhört, "monotones Surren", "es erinnerte an den Flügelschlag des malvorischen Käfers ..." o.O (na gut - nicht übertreiben! Icon_wink)
Gut, langsam verstehe ich einen kritischen Grundton Mrgreen

Zitat:
Zitat:Bis auf die beiden linken zeigten sie alle gemeinsam das Bild eines wolkenverschleierten Planeten.
Auch hier: es bietet sich dir die Chance, uns etwas mehr über den Planeten zu verraten - vielleicht über einen Spiegelstrichzusatz? (Zwischen den Wolken glitzerten türkise Wasserflächen, wie eine Handvoll Juwelen/sich ausbreitende Schimmelflecken/Schuppen eines seltsamen Weltraumfischs etc. Icon_smile
Ebenso hier ...

Zitat:
Zitat:„Über Avant – sagen Sie nichts! Ich weiß selber, dass das unmöglich sein kann.“
Ah, das ist doch der von Bürgerkriegen gezeichnete Planet ... und das Schiff sollte wohl nicht da sein?
Verzerrung der Raumzeit? Oder ist vielleicht der Planet gewandert? (Ich kenn mich aus, mit dem Wandern von Welten - ist gar nicht so schwer, wenn man erstmal den Kniff kennt Mrgreen )
Jaja, jetzt kenne ich deine Lehrmeister Mrgreen

Zitat:
Zitat:„Ja“, brummte der näher getretene Chefnavigator Timbole. „Kaum zu begreifen.“
Müsste er als Cehfnavigator nicht zumindest versuchen irgendeinen (abgehackten) Erklärungsversuch zu liefern? (Ich hab eben nochmal die eingegebenen Daten bei Abflug kontrolliert ... bla ... kein Schaden an unserem Antrieb ... bla ... so weit kann sich selbst der Frischling nicht verflogen haben ... Mrgreen ). Auch hier fände ich es schön, wenn noch ein zwei Worte zum Aussehen verliren würdest, in einem Nebensatz. (Bärtiger Mann mit der Statur eines Kaninchens.)
Schon kapiert - wird erledigt.

Zitat:
Zitat:dass der wütende Blick der Captain gefürchtet sei
des Captains, oder?
*seufz* ja.

Zitat:
Zitat:Jede Silbe betonend stand Mikey Ruben auf, seine Stimme hob sich nicht. Im Stehen überragte er Helga um einen halben Kopf, selbst mit den Schuhen, die die Beauftragte trug.
Warum erinnert mich das mit den Schuhen nur so an jemand realen? Mrgreen
Kei-ne-Ah-nung. Du musst irgendeinen komischen Tagtraum gehabt haben Icon_ugly

Zitat:Momentan ist noch nicht viel passiert. Wir haben ein Handelsschiff der Menschen, dass auf unerklärliche Weise sehr sehr weit vom Kurs abgekommen ist. Und da ist das Signal vom Planeten, das sich nicht unterbrechen und mich vermuten lässt die Bevölkerung des Planeten könnte etwas mit der Kursverwirrung zu tun haben (vielleicht haben sie daS Schiff irgendwie abgefangen und hergeholt).
Tropft das plötzlich aus den Zeilen? *g*

Zitat: Dann ist da noch Helga. Sie hast du in den wenigen Zeilen schon recht gut charakterisiert. Sie ist (alleinerziehende?) Mutter, neigt zu Hecktik und vielleicht auch ein wenig zu Panik - sie ist durch und durch Bürokratin und nimmt die Regularien des Konzerns so ernst, dass sie sich auch in dieser Ausnahmesituation dafür einsetzt sofort das reguläre Ziel anzufliegen. Obwohl es sicherlich auch im Interesse der Company ist, herauszufinden, wie das Schiff soweit abkommen konnte - und (seltsamerweise) ohne zu fragen, ob z. B. der Treibstoff überhaupt noch reich, oder ob man erst auf Avant "auftanken" muss (da solltest du nocheinma drüber nachdenken Icon_wink).
Sie kommt daher für mich noch nicht besonders sympatisch rüber, aber ich habe ein Bild von ihrem Charakter vor Augen.
Ich mag sie auch nicht *seufz*

Zitat:Apropos Bild: ich weiß, dass sie Stöckelschuhe trägt und Unifrom. Ein bisschen mehr wäre vielleicht ganz schön (nach und nach in den Text eingestreut) - damit sie für den Leser deutlich wird, reicht meist die Haarfarbe und vielleicht irgendein markantes Detail.
Sie ist uni-fromm? Mrgreen
Ja, gut, blaugrünrote Haare und ein markantes Detail also?

Dankeschön und liebe Grüße,
Trin


"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #8 |

RE: Das letzte Mittel (1/2)
Hallo Trin,

wieder einmal lande ich bei dir und deinen Vorreden Icon_smile. Du bist aber auch produktiv, das schlägt sich dann eben auch in vielen Kommentiermöglichkeiten nieder.
Vorweg schon einmal: Ich bin ein absoluter Sci-Fi-Laie und werde dir daher wahrscheinlich mehr zur Geschichte an sich und weniger zu ihrem Setting sagen können.

Und jetzt mal direkt zur Geschichte:
Es passieren zwei seltsame Dinge in dieser Geschichte: Erst befindet sich das Raumschiff plötlich auf falschen Seite des Universums - und dann übernimmt anscheinend jemand von außen die Kontrolle über die Monitore und steht kurz davor, Kontakt zu ihnen aufzunehmen.
Es ist eine sehr klassische Geschichte, irgendwo auf einer Überfahrt angesiedelt. Die Protagonistin - das ist ganz interessant - wurde als Überwacherin mitgeschickt und lebt mit ihrem Sohn auf dem Schiff.
Ansonsten liest sich deine Geschichte für mich bisher wie ein unsortiertes Sammelsurium von Einfällen. Allen voran der Einstieg ist für mich schwer zugänglich gewesen, denn zwischen Charakter-, Welt- und Raumschiffvorstellung ist es schwierig, der Geschichte zu folgen.
Deswegen gehe ich den Anfang einmal schrittweise durch:
Zitat:Was konnte nur passiert sein?
Erster Satz. Okay, irgendetwas ist passiert und irgendjemand ist davon ziemlich überrascht. Du sagst aber nicht, was Helga so aufgeschreckt hat (ein Ruf des Captains), das kommt erst viel später.
Zitat:Helga McDubens Schritte beschleunigten sich, die schmalen Absätze ihrer Stiefel füllten den Korridor mit dumpfen Geräuschen. Sie wagte nicht nach vorne zu sehen, aus Angst, ein Ingenieur erwarte sie mit dem Alptraum jedes Raumreisenden, aber sie kannte den Weg im Schlaf. Vor ihren Augen verschwammen die dicken Fasern des Teppichbodens, als sie wieder zu laufen begann.
Sie läuft also im Eiltempo den Korridor hinunter. Wohin wissen wir nicht. Sie wagt nicht nach vorn zu sehen - hm, das mit dem Alptraum verstehe ich nicht. Was könnte denn da sein?
Und dann beginnt sie wieder zu laufen. Aber sie ist doch gar nicht stehen geblieben.
Eine andere Sache: dumpfe Geräusche. Nicht eher: klackende, klickende, ...?
Zitat:Zu spät, sie war viel zu spät losgegangen! Captain Ruben würde das gar nicht lustig finden, wieso hatte Jason aber auch seinen Communicator verlegen müssen?
Zu spät wofür?
Wie lang ist denn die Nachricht des Captains her?
Hier kann man sich dann endlich denken, warum sie so in Eile ist. Gleichzeitig nennst du Jason, die dritte Figur innerhalb von sechs Zeilen, mit dem man hier erst einmal weiter nichts anfangen kann.
Zitat: Als sie das Quartier fluchtartig verlassen hatte, sah es aus, als hätte einer der unzähligen Bürgerkriege auf Avant es verwüstet. Helga konnte sich kaum vorstellen, dass ihr Sohn von alleine aufräumen würde. Jason doch nicht!
Fluchtartig verlassen klingt nach Verfolgung. Hm, aber sie ist doch nur etwas zu spät. Kein Weltuntergang. Oder was hat der Captain ihr nun gesagt?
Da Avant später noch wichtig wird, schreib hier vllt "auf dem fernen Avant"? Dann kommt es nicht so überraschend, dass der Planet doch nah ist ...
Zitat:Ein leises Schnaufen entfuhr Helga, das Laufen auf diesen unmöglichen Schuhen strengte sie an. Kurz darauf erreichte sie allerdings schon die chromgraue Treppe, die heute viel mehr als zehn Stufen zu haben schien.
Warum zieht sie nicht andere an?
Und inwiefern widerspricht das anstrengende Laufen (Satz 1) dem Ankommen bei der Treppe (Satz 2)?
Zitat:Das sich sofort aktivierende Stützfeld spürte sie kaum.
Was für ein Stützfeld und wofür? Damit sie nicht von der Treppe stürzt?
Zitat:Auf dem Absatz angekommen stand sie endlich vor der steril wirkenden Tür zur Kommandobrücke. Darauf war auf dem Plasmabildschirm die graphische Präsenz des Bordcomputers abgebildet.
Angekommen. Gut. Vllt einfacher: "Auf dem Plasmabildschirm war die ..." oder so etwas? "Darauf war auf" liest sich sehr ungeschickt.

Das Problem am Anfang ist, dass du sowohl ihre Hektik zeigen als auch das Raumschiff beschreiben willst. Und dabei verlierst du mich als Leser. Vielleicht liegt es auch daran, dass du - um die Hektik besser darzustellen - kürzere Sätze machen müsstest. Abgehackter. Welche Informationen sind wirklich wichtig? Für mich ist das: Was versetzt sie so in Hektik. Das will ich als erstes wissen. Es ist auch mit den Figuren ziemlich schwierig - ist es wirklich nötig, Jasons Namen einzuführen? Sonst könntest du darauf zum Beispiel verzichten.

Generell hatte ich beim Lesen Probleme mit den Figuren: Auch im Kommandoraum gibt es so viele Figuren, die alle einen Namen tragen - aber sind sie denn wirklich so wichtig? Wenn nicht, dann verzichte vielleicht auf zwei davon. Zum Beispiel Dawson. Du stellst zuvor Timbole vor, okay, der ist Chefnavigator. Aber wer ist dann dieser Dawson? Oder ist das der junge Mann, der dann die Assistentin wegschubst?

Ich hatte beim Lesen insgesamt das Gefühl, dass du ein Bild von der Welt vor Augen hast und das auch in allen Details zeigen. Gleichzeitig willst du aber nicht auf Handlung verzichten in diesen Momenten, sondern die Informationen dazwischen streuen. Das verursacht hier aber eine Unruhe, durch die du mich als Leser streckenweise verlierst.
Nimm dir vor allem den Anfang noch einmal vor: Was ist da wichtig?
Was soll inhaltlich passieren? (Sie läuft zur Kommandozentrale und ist ziemlich spät dran, weil ...)
Was soll hier an Beschreibungen stehen? Wieviel Welt musst / kannst du vermitteln? Was gibt deine Prot dafür her? Was nimmt sie noch wahr, was eher nicht?
Eine andere Sache ist die Kommandozentrale: Da fehlte mir auch eine kurze Beschreibung, wenn sie den Raum betritt. Vielleicht ein bis zwei Sätze, wenn sie die Tür öffnet, damit ich als Leser vor Augen habe, was geschieht.
Ich war zum Teil so damit beschäftigt, zu verstehen, was du gerade sagen willst, dass ich den eigentlichen Inhalt erst beim zweiten Lesen wirklich verstanden habe. Das kannst du doch sicher besser, Trin! Icon_smile

Viele beschreibende Elemente hast du an sich gut eingebracht, auch sprachlich mangelt es nicht an den Wörtern an sich - die harmonieren gut miteinander und klingen abwechslungsreich. Es ist eher ein Strukturproblem, das du hier nochmal angehen solltest.

Sonstige Anmerkungen:
Zitat:„Hallo Scooby“, schnaufte Helga und stützte sich auf ihre Oberschenkel. „Ruben hat mich rufen lassen.“
Später erklärst du dann der Brückencontroller des Steuercomputers – S.Co., genannt Scooby - es ist aber eigentlich klar, dass Scooby der Bordcomputer ist, das schreibst du ja auch, von daher kannst du die Erklärung an der zweiten Stelle weglassen.
Da Scooby nicht antwortet, wundere ich mich aber, warum sie ihn überhaupt anspricht. Da ist ja keine Interaktion zwischen den beiden.
Zitat:Das Auge bewegte sich flimmernd über den Bildschirm
Wessen Auge?
Zitat:gab der Tür den Befehl sich zu öffnen.
... Befehl, sich ...
Zitat:anstatt der ursprünglich aus fünf Personen bestehende Standardbesetzung
bestehenden
Zitat:Bis auf die beiden linken zeigten sie alle gemeinsam das Bild eines wolkenverschleierten Planeten
"alle" kannst du weglassen
Zitat:Es bewegte sich nicht, war nur eine Momentaufnahme, sodass sie ihn nicht einzuordnen wusste.
einfacher vllt: die sie nicht einzuordnen wusste
Zitat:„Über Avant – sagen Sie nichts! Ich weiß selber, dass das unmöglich sein kann.“ Ruben vergrub die dürren Finger im Grauhaar und seufzte frustriert.
Hier könntest du vielleicht nach "Über Avant" eine Regung von ihm einbauen. Beim Grauhaar musste ich erst überlegen, was er nun tut. Du meinst, er vergräbt sie im eigenen Haar? Also er hält sich den Kopf?
Zitat:Wirtschaftsbündnis mit den Menschen, politischer Status: Bürgerkrieg
Würde vllt das "politischer" weglassen, denn ansonsten erwarte ich - liegt wahrscheinlich an meinem Studium - etwas von Abhängigkeit / Unabhängigkeit
Zitat:Ich habe einen umfassenden Systemcheck Stufe vier durchgeführt, aber soweit ich das sagen kann
*g* Ist "Stufe vier" jetzt nur Auffüllen mit Scifi-Wörtern oder hat es hier einen besonderen Sinn?
Zitat:weder unabgesprochene Kursänderungen, noch überflüssigen Kontakt
kein Komma zwischen weder - noch
Zitat:„Ich muss darauf bestehen, dass der Kontakt sofort abgebrochen und die Mission der Fahrt weiterverfolgt wird!“
Es gibt doch gar keinen Kontakt ... vllt eher "nicht aufgenommen"?
Zitat:dass der wütende Blick des Captain gefürchtet sei
des Captains
Zitat:das Helga McDuben als Kontrolleinheit auf das Schiff versetzt hatte
Um was zu kontrollieren?
Zitat:„Habe ich schon, es geht nicht!“
„Was zur ...?“
Es scheint ja etwas Neues aufs Bild zu kommen, dann vllt einen Satz einschieben wie "Plötzlich kam Bewegung in das Bild" oder in der Art vor "Was zur ..."

So, ich gehe ein bisschen an die Luft, dann geht's weiter mit dem zweiten Teil Icon_smile
Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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