Es ist: 16-05-2021, 14:04
Es ist: 16-05-2021, 14:04 Hallo, Gast! (Registrieren)


Das letzte Mittel (2/2)
Beitrag #1 |

Das letzte Mittel (2/2)
Hier ist Teil 2 - das Ende. Auch wenn das Ende eher ein Anfang ist. Nun ja, ich spoiler mal nicht herum, sondern präsentiere lieber den Text, der diesmal arg lang geworden ist. Ich bitte, dies zu entschuldigen.

Sich Teil eins (nochmal) antun ...


Die allgemeine Aufmerksamkeit richtete sich auf die in neutral graue Gewänder gekleidete Gestalt, die nun auf dem Bildschirm zu sehen war. Ruben hastete in zwei langen Schritten direkt davor, während Helga neben dem Captainsessel stehen blieb.
„Wer sind Sie?“, fragte der Kommandant des Schiffes aufgebracht. „Und was zur Hölle haben Sie mit meinem Schiff gemacht?!“
„Bitte beruhigen Sie sich“, erwiderte der Pylgoner mit dem zackigen Akzent seiner Rasse. „Sie sollten nicht herumschreien, sondern sich lieber geehrt ...“
„Ich schreie herum, so viel ich will!“, brüllte der Ruben.Sein Gesicht nahm einen derart intensives Rot an, dass Helga fürchtete, er könne platzen.
„Der Captain hat sich nicht unter Kontrolle“, schritt sie ein und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu beruhigen. „Sie werden mit mir reden.“
Ungläubig fuhr der eben Entmündigte um und starrte die Beauftragte fassungslos an.
„Mein Schiff“, flüsterte er, bevor sich seine Stimme wieder zu einem zornigen Gewitter erhob. „Das ist MEIN SCHIFF!“
Helga ignorierte ihn, hielt aber Abstand. Sie sah dem Pylgonen in die kugelrunden Augen und versuchte ein unverbindliches Lächeln.
„Wir müssen einen Auftrag einhalten“, verkündete sie. Ihr Gesprächspartner zwinkerte mit irritierender Langsamkeit - und zudem von außen nach innen! - und nickte.
„Ich weiß. Das müssen Sie immer. Aber diesmal sollten Sie sich geehrt fühlen.“
„Bitte?“ Helga stieß ein trockenes Lachen aus. Ihr Herz begann mit einem Mal schneller zu schlagen. Sie hatte doch schon öfters Kontakt mit anderen Spezies gehabt, wieso war sie nicht ruhig? Kalt wie einer der Eisberge, die es auf ihrem Planeten schon so lange nicht mehr gab - genau wie es ihr die Seminare stets gepredigt hatten ... Der Fremde gestikulierte ein wenig und deutete schließlich mit den schmalgliedrigen Fingern auf Helga.
„Sie wohnen nun einem außergewöhnlichen geschichtlichen Ereignis bei, Misses ...“
„McDuben“, antwortete Helga automatisch. Ihre Gedanken verarbeiteten die Worte des Fremden kaum, was sagte er? Sie verstand es nicht. „Ich bitte Sie, der Erstkontakt liegt schon lange zurück.“ Sie rechnete zurück und überlegte, ob es auf Avant einen Stamm Pylgoner geben konnte, der davon noch nichts mitbekommen hatte. „Ich ... ich weiß, dass ihre Spezies sehr stammesintrovertiert arbeitet, aber die ... die ... Dvo'hen, so hießen sie, erzählten, sie seien ein Hauptstamm. Kontaktaufnahme im Jahr 2307. Es ist schon ein Jahrhundert her, dass das Signal aufgefangen wurde.“
„Mrs. McDuben, Sie verstehen uns falsch. Wir kommen nicht zu den Menschen.“ Ein Augenaufschlag, beinahe treuherzig wirkend, und das leichte Knistern in der Verbindung. „Wir gehen. Oder besser gesagt: Sie müssen gehen.“
Helga verstand nicht. Sie begriff auch nicht, was der rote Knopf zu bedeuten hatte, der dem Sprecher in das Sichtfeld gereicht wurde.
„Mrs. McDuben, Sie sind ein Mensch. Sie sind hektisch. Sie haben Aufträge und Profite. Und Sie haben es uns auch gebracht. Ich weiß nicht, ob Sie eine Ahnung von unserem Leben haben – wie es war, bevor sie sich eingemischt haben.“
Helga blieb stumm. Kein Begreifen. Der Pylgone sah es und strich sich seufzend über die elfenbeinfarbenen Handrücken.
„Sie werden es nicht verstehen. Wir verstehen Sie nicht. Und deswegen ist es schief gegangen. Der ... casryc oveos – der Krieg, wie sie es nennen. Sie haben viele Kategorien von Krieg.“ Ein Lachen wie brüchiges Eis. „Ein zerstörtes Land. Eine zerstörte Vorstellung. Eine Seuche – Sie sind eine Krankheit.“
Helga verstand den Sinn des Knopfes immer noch nicht, als der schmale Finger des Pylgoners ihn drückte.
„Sie nennen es Widerstand. Wir nennen es Rettung. Und dies ist unser letztes Mittel.“
Eine Explosion, die ihr das Bild nahm. Zuerst dachte sie, die Energieversorgung des Schiffes sei zerstört worden, doch einen Herzschlag später fühlte sie auch nichts mehr. Ihre letzte Erinnerung war Jason, und bei dem Bild des strahlenden Fünfjährigen spürte sie einen Schmerz wie tausend Splitter im Herz.
Dunkelheit, undurchdringliche Dunkelheit. War das der Tod? War sie wirklich von Terroristen in die Luft gesprengt worden? Der Gedanke daran verlor sich in einer saugenden Ewigkeit, die gierig immer mehr Erinnerungen forderte, sich an ihrem Geist weidete. Helga wollte schreien, aber wie in endloser Stille?
Nebel.
Bis ein Donner das alles zerbrach. Er war nicht hörbar, aber schneidend, und trieb ihr Splitter aus Licht in die Netzhaut. Schreien, endlich den Schmerz aus ihr herauslassen! Es ertönte nur ein körperloses Stöhnen und es gelang ihr kaum, etwas zu sehen. Ihre Blindheit war unerträglich, ein weiteres Stöhnen.
„Helga!“, hörte sie eine Stimme rufen. „Wach auf!“
Wer rief da? Allmählich gelang es ihr, etwas außer gleißendem Licht zu sehen. Ein Mann beugte sich über sie und ein lauter werdendes Piepsen begleitete nun seine verzweifelten Rufe. „Helga!“ Sie spürte eine weiche Unterlage und sah den farblosen Raum, wie aus einem Historienfilm. Sie lag in einem primitiven Krankenhausbett, das von unzähligen Geräten umstellt war. Trotzdem sah sie nicht einen Überwachungsroboter – und ihr war so schummrig. Schwarze Bildpunkte wechselten immer wieder die Position und löschten Teile ihres Sichtfeldes.
„Wo ...“, ächzte sie mühevoll. Der fremde Mann strahlte mit einem Mal und Helga fühlte eine Hand an ihrer Wange.
„Helga! Hör mir zu, Helga, du wirst wieder gesund, in Ordnung?“
Sie verstand seine Worte, aber fand keinen Sinn. Doch: Sie war nicht tot. Das alleine erleichterte sie sehr. Aber wer war dieser Mann? Er redete beruhigend auf sie ein, sah aber nicht aus wie ein Arzt.
„Alles ist okay, die flicken dich wieder zusammen! Du wirst wieder nach Hause kommen, Liebling!“
Liebling?
„Wo .. bin ich?“, gelang es ihr zu fragen. Ihre Zunge war halb taub und ihre Gedanken taumelten hilflos durch ihren Geist.
„Hier bei mir, Helga. In einem Krankenhaus, keine Angst! Helga, komm, werde nicht wieder ohnmächtig!“
„Wer bist ... du?“
Schockiertes Schweigen. Helga hatte anscheinend die falsche Frage gestellt – warum nur? Warum hatte sie nicht etwas anderes gefragt? Die Enttäuschung auf dem verletzten Gesicht ertrug sie nicht.
„Erkennst du mich nicht?“
Mit dem Kopf zu schütteln fiel ihr schwer, doch sie würde jetzt kein Wort herausbekommen. Sie versuchte zu schlucken, aber ihr Mund war so trocken wie die ewige Wüste auf dem Planeten Suniv.
„Du bist in Melbourne, Australien, Helga.“ Die Stimme des Mannes klang mit einem Mal brüchig, aber sie war immer noch sanft – eine Wohltat für die Ohren. Angestrengt überlegte sie, ob sie sie kannte. Was der Mann sagte, ging an ihr vorbei – kannte sie die Stimme? Denk nach, Helga!
“Es ist der 23. März 2010.“
Nein. Sie kannte sie nicht – in der Company wäre ihr so jemand aufgefallen. Auf dem Schiff sicherlich auch – einen Moment! Was hatte er eben gesagt?
„Ich heiße John McDuben.“
Nur dieser Name – ihr Name – drang zu ihr vor. Sie erstarrte in Gedanken, alles Denken versuchte, Logik in diesen Satz zu bringen und ihn mit dem Mann zu verbinden.
„Du erinnerst dich nicht an deinen Ehemann?“
Undurchdringliche Dunkelheit – und ein Satz: Dies ist unser letztes Mittel.



Danke sehr fürs Lesen und ab in die Schnellantwortbox!

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
Und zum Zweiten,

Zitat: sondern präsentiere lieber den Text, der diesmal arg lang geworden ist.
naja ... „lang“ ist anders. Ich finde, das hier ist immer noch ein gut verdaubares Häppchen. Wenn ich meine „Teilchen“ dagegen anguck *lach*

Zitat: Die allgemeine Aufmerksamkeit richtete sich auf die Gestalt, die nun auf dem Bildschirm zu sehen war.
Wenn du schon Aliens ins Spiel bringst, musst du auch in den sauren Apfel beißen und sie beschreiben. Ich bin neugierig, wie sehen die Viecher aus? Icon_smile

Zitat: während Helga neben dem Captainsessel stehen blieb.
würde dann im ersten Teil den „Chefsessel“ auch in „Captainsessel“ umbenennen

Zitat: „Ich schreie herum, so viel ich will!“, brüllte der Ruben.
„der“ ist zuviel

Zitat: Sie sah dem Pylgonen
Ich les immer „Polygon“ *lach*

Zitat: und versuchte ein unverbindlichen Lächeln.
„unverbindliches“

Zitat: „Wir müssen einen Auftrag einhalten“,
Einen Auftrag ausführen oder einen Termin einhalten

Zitat: Bis ein Donner das alles zerbrach. Er war nicht hörbar, aber schneidend, und trieb ihr Splitter aus Licht in die Netzhaut.
Ein Donner, den man nicht hört, aber sieht? Vielleicht eher „Blitz“ statt „Donner“?
„Bis ein Blitz das alles zerbrach. Er zerschnitt die Dunkelheit und trieb ihre Splitter aus Licht in die Netzhaut“?

Zitat: Sie lag in einem primitiven Krankenhausbett,
woran erkennt sie denn, dass das Bett primitiv ist? Sie hat ja ohnehin Probleme, ihre Umgebung wahrzunehmen, und das Bett, in dem man selbst liegt, ist glaub ich ziemlich schwer einzuschätzen

Zitat: „Wo .. bin ich?“,
da fehlt ein Punkt

Zitat: Denk nach, Helga!
würde ich kursiv oder in einfache Anführungszeichen setzen

Ich muss gestehen, ich sitze mit ratloser Miene vorm Monitor. Haben die Terroristen-Aliens die Zeit um 400 Jahre zurückgedreht? Warum? Werden sie die Menschheit vernichten, solange sie noch keine Gefahr darstellt? Aber damit würden sie ja wieder ihre friedliche Lebensweise zerstören.
*hm*
Oder ist es andersrum? Helga lebt 2010 und lag im Koma und hatte eine Vision von einer möglichen Zukunft? Muss ja fast sorum sein, sonst hätten die Alien-Terroristen ihr und jedem anderen Menschen aus der Zukunft ja eine Vergangenheit in der Vergangenheit erschaffen müssen. Uff, kompliziert. Zeitreisen mag ich nicht, aus genau dem Grund, dass ich mich grundsätzlich in der Logik verheddere.
Also nochmal:
Helga hat 2010 einen Mann ... oder ... vielleicht wurde sie gar nicht in der Zeit zurückversetzt sondern irgendwelche Schauspieler spielen ihr das nur vor. Aber das wäre ja noch abstruser.

Nein, ich weiß echt nicht, worauf die mit dem Ende hinauswillst.

Ohne diesen Zeitsprung fände ich die Geschichte nichtmal so schlecht. Zwar nichts außergewöhnliches, aber doch gut lesbar. Mit dem Zeitsprung blicke ich nicht mehr durch *lach*

Willst du denn noch weiterschreiben?

Ich würde mich auf jeden Fall über einen Erklärung zum Ende freuen und hoffe, zumindest ein bisschen geholfen zu haben Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
Da sind wir wieder ...

(04-04-2010, 21:24)Lanna schrieb: Zitat: sondern präsentiere lieber den Text, der diesmal arg lang geworden ist.
naja ... „lang“ ist anders. Ich finde, das hier ist immer noch ein gut verdaubares Häppchen. Wenn ich meine „Teilchen“ dagegen anguck *lach*
Für ein Experiment ... *rüberlug* Okay, du hast gewonnen *lach*

Zitat:Zitat: Die allgemeine Aufmerksamkeit richtete sich auf die Gestalt, die nun auf dem Bildschirm zu sehen war.
Wenn du schon Aliens ins Spiel bringst, musst du auch in den sauren Apfel beißen und sie beschreiben. Ich bin neugierig, wie sehen die Viecher aus? Icon_smile
Mist, es hat jemand gemerkt Smiley_emoticons_blush

Zitat:Zitat: während Helga neben dem Captainsessel stehen blieb.
würde dann im ersten Teil den „Chefsessel“ auch in „Captainsessel“ umbenennen
Wahrscheinlich hatte ich das auch vor Icon_rolleyes

Zitat:Zitat: „Ich schreie herum, so viel ich will!“, brüllte der Ruben.
„der“ ist zuviel
Mrgreen
Zitat:Zitat: Sie sah dem Pylgonen
Ich les immer „Polygon“ *lach*
Icon_ugly So ähnlich ...
Zitat:Zitat: und versuchte ein unverbindlichen Lächeln.
„unverbindliches“
Head -> desk

Zitat:Zitat: „Wir müssen einen Auftrag einhalten“,
Einen Auftrag ausführen oder einen Termin einhalten
siehe oben *seufz*

Zitat:Zitat: Bis ein Donner das alles zerbrach. Er war nicht hörbar, aber schneidend, und trieb ihr Splitter aus Licht in die Netzhaut.
Ein Donner, den man nicht hört, aber sieht? Vielleicht eher „Blitz“ statt „Donner“?
„Bis ein Blitz das alles zerbrach. Er zerschnitt die Dunkelheit und trieb ihre Splitter aus Licht in die Netzhaut“?
siehe oben *wieder seufz* *langsam kopfschmerzen bekomm*

Zitat:Zitat: Sie lag in einem primitiven Krankenhausbett,
woran erkennt sie denn, dass das Bett primitiv ist? Sie hat ja ohnehin Probleme, ihre Umgebung wahrzunehmen, und das Bett, in dem man selbst liegt, ist glaub ich ziemlich schwer einzuschätzen
Hmm ... vielleicht ist es anders ... ich denk mir was aus Icon_smile
Zitat:Zitat: „Wo .. bin ich?“,
da fehlt ein Punkt
*tüte hervorkram* .
Zitat:Zitat: Denk nach, Helga!
würde ich kursiv oder in einfache Anführungszeichen setzen
Kursiv - ja, ist wohl besser.

Zitat:Ich muss gestehen, ich sitze mit ratloser Miene vorm Monitor. Haben die Terroristen-Aliens die Zeit um 400 Jahre zurückgedreht? Warum? Werden sie die Menschheit vernichten, solange sie noch keine Gefahr darstellt? Aber damit würden sie ja wieder ihre friedliche Lebensweise zerstören.
Vielleicht wollen sie sie einfach noch einmal zurückdrehen, damit sie sich vielleicht anders entwickeln? Das dachte ich so. Aber da lässt der Schluss eine gewaltige Menge an Möglichkeiten offen.

Zitat:Oder ist es andersrum? Helga lebt 2010 und lag im Koma und hatte eine Vision von einer möglichen Zukunft? Muss ja fast sorum sein, sonst hätten die Alien-Terroristen ihr und jedem anderen Menschen aus der Zukunft ja eine Vergangenheit in der Vergangenheit erschaffen müssen. Uff, kompliziert. Zeitreisen mag ich nicht, aus genau dem Grund, dass ich mich grundsätzlich in der Logik verheddere.
Das ist das schöne an der Kombi "Zeitreise + offene Ende" Mrgreen
Zitat:Also nochmal:
Helga hat 2010 einen Mann ... oder ... vielleicht wurde sie gar nicht in der Zeit zurückversetzt sondern irgendwelche Schauspieler spielen ihr das nur vor. Aber das wäre ja noch abstruser.
Wie geschrieben: Ich dachte daran, dass die friedlichen Terroristen - ich benutze mal das neutralere Wort "Traditionalisten" - eine neue Chance geben, dass sich die Menschheit anders, friedlicher entwickelt. Warum auch nicht?

Zitat:Ohne diesen Zeitsprung fände ich die Geschichte nichtmal so schlecht. Zwar nichts außergewöhnliches, aber doch gut lesbar. Mit dem Zeitsprung blicke ich nicht mehr durch *lach*
*achselzuck* Wie gesagt, es ist mehr ein offenes Ende.
Zitat:Willst du denn noch weiterschreiben?
Jetzt, wo du es sagst ... Vielleicht könnte man daraus eine Geschichte basteln, wie sie mit den Erinnerungen aus dieser Zeit lebt, die sie hat, weil sie so nahe dran war. Vielleicht findet sie auch andere "Verrückte" - den Captain zum Beispiel. Und dann will sie ihre Erinnungen einbringen, weil sie Wissenschaftlerin oder so ist - und merkt erst spät, dass es wieder auf solch eine Situation hinsteuert und will das ganze verhindern. Irgendwie schafft sie e dann auch - ach, das wird wieder eine Idee *lach*

Zitat:Ich würde mich auf jeden Fall über einen Erklärung zum Ende freuen und hoffe, zumindest ein bisschen geholfen zu haben Icon_smile
Hast du! Vielen Dank!

Liebe Grüße
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
Und weiter gehts ...

Zitat:„Bitte beruhigen Sie sich“, erwiderte der Pylgoner mit dem zackigen Akzent seiner Rasse. „Sie sollten nicht herumschreien, sondern sich lieber geehrt ...“
Wo kommt plötzlich der Pylgoner her? Wurde vorher nicht erwähnt.

Zitat:„Ich schreie herum, so viel ich will!“, brüllte der Ruben.
'Der' Ruben? Icon_wink Also, entweder 'der Captain' oder schlicht 'Ruben'.

Zitat:„Der Captain hat sich nicht unter Kontrolle“, berichtete sie und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu beruhigen. „Sie werden mit mir reden.“
Hm, ... einen Captain bloßstellen ist schon ein starkes Stück. Warum nicht einfach Helga betonen lassen, dass Sie die Verantwortliche ist.
Und beim letzten Satz würde ich eher zu "Sie werden mit mir reden müssen." tendieren.

Zitat:Sie hatte doch schon öfters Kontakt mit anderen Spezies gehabt, wieso war sie nicht ruhig?
Es gab mal eine Zeit, da hat Angel nichts mehr aufgeregt, als das S bei öfter(s). Mrgreen Sichwort: datt gibbet nich.

Zitat:War das der Tod? War sie wirklich von Terroristen in die Luft gesprengt worden? Der Gedanke daran verlor sich in einer saugenden Ewigkeit, die gierig immer mehr Erinnerungen forderte, sich an ihrem Geist weidete.
Und wo kommen jetzt die Terroristen her? Avant wurde in einem der ersten Sätze genannt - das jedoch nicht.

Zitat:Angestrengt überlegte sie, ob sie sie kannte. Was der Mann sagte, ging an ihr vorbei – kannte sie die Stimme? Denk nach, Helga!
Hier auch wieder, unklare Abgrenzung zwischen neutralem Erzähler und den Gedanken.

Fazit:
Frage: Warum träumt sich Helga in der Bewusstlosigkeit auf ein fremdes Schiff? Mögliche Antwort: Sie liest viel Science-Fiction. Könnte man kurz erwähnen, als Sie am Anfang aus ihrem Quartier stürmt.

Den versteckten Hinweis mit den Terroristen könnte man bei den wertenden Gedanken zur Erde zuerst einbauen, dann taucht er nicht zu abrupt auf.

Der Ablauf auf der Brücke ist wenig straff organisiert und sieht nicht nach einer Militärstruktur aus. Vorschlag: Mach daraus ein eindeutig ziviles Schiff. (Im anderen Fall müsstest Du Helga mehr mitgeben, als nur Kontrollbeauftragte zu sein. Zivilisten auf einem Schiff, die die Befehlsgewalt ausüben in einer Notlage - wofür ist der Captain denn da? Nur zum Navigieren? Das macht schon der Navigationsoffizier.)

Rechtschreibfehler marginal, flüssig zu lesen (bis auf die Gedankengänge, die besser abgegrenzt werden sollten.)

LGD.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
... Überraschung! Ich schon wieder! Mrgreen

Zitat:Nun ja, ich spoiler mal nicht herum, sondern präsentiere lieber den Text, der diesmal arg lang geworden ist. Ich bitte, dies zu entschuldigen.
Arg lang? Ich vorher einen 7-Wordseiten-Text kommentiert, der noch nicht einmal aufgeteilt war. Icon_wink

Na, dann bin ich mal gespannt, was des Rätsels Lösung ist.

Zitat:Bitte beruhigen Sie sich“, erwiderte der Pylgoner mit dem zackigen Akzent seiner Rasse. „Sie sollten nicht herumschreien, sondern sich lieber geehrt ...“
Warum heißt ein Pylgoner Pylgoner, wenn seine Heimat nicht Pylgon heißt? Und: wie klingt ein zackiger Akzent? *lacht*
Die Menschen sollen sich also geehrt fühlen?

Zitat:Helga fürchtete beinahe, er würde vor Wut platzen, so rot lief der Captain an.
Dieser Zusatz erinnert mich zu sehr an Kindergeschichten (irgendwie kommt diese Konstruktion da häufiger vor, um irgendetwas zu verdeutlichen Icon_wink). Mach doch ein bisschen mehr daraus! Z. B. das deutlich gerötete Gesicht des Captains nam einen noch dunkleren Farbton an - Helga fürchtete beinahe ...
apropos: du musst ein schönes Synonym für Captain finden, damit du nicht immer den Namen und "Captain" abwechselnd verwendest.

Zitat:Der Captain hat sich nicht unter Kontrolle“, berichtete sie und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu beruhigen. „Sie werden mit mir reden.“
Sie berichtet das? Berichten klingt für mich nach sachlich neutralem Tonfall aus der Distanz. Irgendwie passt das nicht zur Situation. Besser vielleicht "erklärte sie", weil sie ja versucht die Situation aufzulösen.

Zitat:„Mein Schiff“, flüsterte er, nur diese zwei Wörter lang. Danach hob sich seine Stimme wieder zu einem zornigen Gewitter.
Klingt ein wenig so, als würde er nur diese zwei Wörter sagen (und halt flüstern). Ich würde den Zusatz daher am nächsten Satz anschließen: "...flüsterte er. Allerdings nur diese zwei Wörter lang, danach hob ..." klingt für mich vom Bezug her ein wenig besser. Icon_smile

Zitat:Helga ignorierte ihn, hielt aber Abstand.
*g*

Zitat:Kalt wie einer der Eisberge, die es auf ihrem Planeten schon so lange nicht mehr gab.
Nettes Detail - aber mehr würde mich interessieren, warum sie jetzt nicht gelassen ist. *lacht* Du musst noch irgendwas dazu sagen ("die Situation war einfach zu seltsam ... bla ...") sonst wirkt es so, als wolltest du nur irgendwie dieses Detail einbauen. Icon_wink

Zitat:„Sie wohnen nun einem außergewöhnlichen geschichtlichen Ereignis bei, Misses ...“
Aha?

Zitat:„Wir gehen. Oder besser gesagt: Sie müssen gehen.“
Ah ... das typische Problem: Menschen bringen nur Probleme, alles war besser bevor sie kamen, also klinken wir uns aus. Also haben die Traditionalisten den Bürgerkrieg gewonnen? Mal schauen, wie den Abschied zu wege bringen wollen. Sprung in eine andere Dimension?

Zitat:Sie begriff auch nicht, was der rote Knopf zu bedeuten hatte, der dem Sprecher in das Sichtfeld gereicht wurde.
*lol* ein roter Knopf! (Betätigen sie den GRK! Was ist der GRK? Großer roter Knopf. - frei nach Pratchett)

Zitat:Trotzdem sah sie nicht einen Überwachungsroboter – und ihr war so schummrig.
Hm ... sie sind in der Zeit zurückgeworfen worden? Quasi ein Neuanfang? Und diesmal werden die Pygoner den Kontakt vermeiden?

Hm ... wobei, wenn sie ihren Mann nicht erkennt, dann ist wohl eher eine alternative Realität. Die Pygoner haben die Menschen aus der Realität entfernt? *g* Nicht schlecht

Und schon sind wir durch.
Weitestgehend gilt noch das selbe, wie das, was ich zum ersten Teil gesagt habe. Hier fehlt mir ein wenig der Eindruck, wie eigentlich ein Pygoner aussieht. (Ich weiß, das er runde Augen und einen *g* zackigen Akzent hat). Wenn er das erste mal auf dem Bildschirm erscheint, könntest du uns ein bisschen mehr über ihn erzählen, aber natürlich nicht einfach so, sondern es muss gut in den Text einfließen (ja ich weiß, "sonst noch was?" *lacht*).
Ansonsten hat mir nicht viel gefehlt. Die Phase des Ohnmächtigwerdens und des Aufwachens hat mir gut gefallen. Auch das Helga in ihrer "kleinen" Gedankenwelt bis zu letzt glaubt, sie würden jetzt in die Luftgesprengt oder Ähnliches.
Das Thema ist natürlich relativ ausgelutscht - gerade in Scifi - ein der schlechte Einfluß des Menschen auf ein Volk. (Zuletzt umgesetzt in Avatar Icon_wink)
Deshalb reißt mich die Geschichte auch nicht vom Hocker, auch wenn die Idee, die Menschheit aus der Realität zu schießen nett ist. Icon_smile
Trotzdem: so schlecht, wie du es darstellst ist die Geschichte wirklich nicht (überhaupt nicht schlecht, einfach zu gewöhnlich).

Ich hoffe meine Kommentare helfen dir weiter.

Liebe Grüße! Icon_smile

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
(09-03-2011, 16:31)Der Weltenwanderer schrieb: ... Überraschung! Ich schon wieder! Mrgreen
Rette sich, wer kann! Icon_panik
Oh, nicht? gut, dann sanyasala zum zweiten Mal Icon_smile

Zitat:
Zitat:Bitte beruhigen Sie sich“, erwiderte der Pylgoner mit dem zackigen Akzent seiner Rasse. „Sie sollten nicht herumschreien, sondern sich lieber geehrt ...“
Warum heißt ein Pylgoner Pylgoner, wenn seine Heimat nicht Pylgon heißt? Und: wie klingt ein zackiger Akzent? *lacht*
Die Menschen sollen sich also geehrt fühlen?
Ähm, weil ... isso? Unser Planet heißt ja auch nicht Men oder Mensch-Planet.
Zackig klingt ... nun ja, zackig. so ein bisschen wie Russisch für Deutsche *lach*
Zitat:
Zitat:Helga fürchtete beinahe, er würde vor Wut platzen, so rot lief der Captain an.
Dieser Zusatz erinnert mich zu sehr an Kindergeschichten (irgendwie kommt diese Konstruktion da häufiger vor, um irgendetwas zu verdeutlichen Icon_wink). Mach doch ein bisschen mehr daraus! Z. B. das deutlich gerötete Gesicht des Captains nam einen noch dunkleren Farbton an - Helga fürchtete beinahe ...
apropos: du musst ein schönes Synonym für Captain finden, damit du nicht immer den Namen und "Captain" abwechselnd verwendest.
Okay Icon_smile
Zitat:
Zitat:Der Captain hat sich nicht unter Kontrolle“, berichtete sie und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu beruhigen. „Sie werden mit mir reden.“
Sie berichtet das? Berichten klingt für mich nach sachlich neutralem Tonfall aus der Distanz. Irgendwie passt das nicht zur Situation. Besser vielleicht "erklärte sie", weil sie ja versucht die Situation aufzulösen.
Da hast du allerdings Recht.

Zitat:
Zitat:„Mein Schiff“, flüsterte er, nur diese zwei Wörter lang. Danach hob sich seine Stimme wieder zu einem zornigen Gewitter.
Klingt ein wenig so, als würde er nur diese zwei Wörter sagen (und halt flüstern). Ich würde den Zusatz daher am nächsten Satz anschließen: "...flüsterte er. Allerdings nur diese zwei Wörter lang, danach hob ..." klingt für mich vom Bezug her ein wenig besser. Icon_smile
Und wieder hast du recht!

Zitat:
Zitat:Kalt wie einer der Eisberge, die es auf ihrem Planeten schon so lange nicht mehr gab.
Nettes Detail - aber mehr würde mich interessieren, warum sie jetzt nicht gelassen ist. *lacht* Du musst noch irgendwas dazu sagen ("die Situation war einfach zu seltsam ... bla ...") sonst wirkt es so, als wolltest du nur irgendwie dieses Detail einbauen. Icon_wink
Woher das bloß kommt Mrgreen Aber gut, ich werde es bessern.

Zitat:
Zitat:„Sie wohnen nun einem außergewöhnlichen geschichtlichen Ereignis bei, Misses ...“
Aha?
Jupp.

Zitat:
Zitat:„Wir gehen. Oder besser gesagt: Sie müssen gehen.“
Ah ... das typische Problem: Menschen bringen nur Probleme, alles war besser bevor sie kamen, also klinken wir uns aus. Also haben die Traditionalisten den Bürgerkrieg gewonnen? Mal schauen, wie den Abschied zu wege bringen wollen. Sprung in eine andere Dimension?
Es ist ein erster Versuch, also habe ich ein paar Klischees vielleicht ein bisschen übernommen ... ? Icon_ugly

Zitat:
Zitat:Sie begriff auch nicht, was der rote Knopf zu bedeuten hatte, der dem Sprecher in das Sichtfeld gereicht wurde.
*lol* ein roter Knopf! (Betätigen sie den GRK! Was ist der GRK? Großer roter Knopf. - frei nach Pratchett)
An genau den dachte ich Mrgreen

Zitat:
Zitat:Trotzdem sah sie nicht einen Überwachungsroboter – und ihr war so schummrig.
Hm ... sie sind in der Zeit zurückgeworfen worden? Quasi ein Neuanfang? Und diesmal werden die Pygoner den Kontakt vermeiden?
Vielleicht - so genau hatte ich mir das nicht überlegt. Vielleicht, wenn ich das jemals weiterverfolge, befinden die sich in einer alternativen Realität, in der es Kontakte mit außerirdischem Leben nie gegeben hat. Oder sie denken das und finden irgendwann heraus, dass sie doch alte Identitäen haben und sich in einer virtuellen Darstellung auf einem Holodeck befinden g* Matrix meets Star Trek!

Zitat:Weitestgehend gilt noch das selbe, wie das, was ich zum ersten Teil gesagt habe. Hier fehlt mir ein wenig der Eindruck, wie eigentlich ein Pygoner aussieht. (Ich weiß, das er runde Augen und einen *g* zackigen Akzent hat). Wenn er das erste mal auf dem Bildschirm erscheint, könntest du uns ein bisschen mehr über ihn erzählen, aber natürlich nicht einfach so, sondern es muss gut in den Text einfließen (ja ich weiß, "sonst noch was?" *lacht*).
Na, das alte gute "Show don't tell!" - diesmal präventiv Icon_smile

Zitat:Ansonsten hat mir nicht viel gefehlt. Die Phase des Ohnmächtigwerdens und des Aufwachens hat mir gut gefallen. Auch das Helga in ihrer "kleinen" Gedankenwelt bis zu letzt glaubt, sie würden jetzt in die Luftgesprengt oder Ähnliches.
Icon_smile Charakterbildung ist doch etwas Feines ...

Zitat:Das Thema ist natürlich relativ ausgelutscht - gerade in Scifi - ein der schlechte Einfluß des Menschen auf ein Volk. (Zuletzt umgesetzt in Avatar Icon_wink)
Das habe ich nie gesehen - aber natürlich ist es nicht die innovativste aller Geschichten ... eher gar nicht.

Zitat:Deshalb reißt mich die Geschichte auch nicht vom Hocker, auch wenn die Idee, die Menschheit aus der Realität zu schießen nett ist. Icon_smile
Trotzdem: so schlecht, wie du es darstellst ist die Geschichte wirklich nicht (überhaupt nicht schlecht, einfach zu gewöhnlich).
Ich bin einfach nicht zufrieden ... hm. Vielleicht verfolge ich mal die Ansätze, die auf gute Kritik stießen, aber sonst ... sehe ich keine große Zukunft für diese Geschichte *g*

Vielen Dank für deine Hilfe!
Alles Liebe,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
Hey Trin,

auch hier ... na du weißt schon. Icon_wink

Zitat:Ähm, weil ... isso? Unser Planet heißt ja auch nicht Men oder Mensch-Planet
Ja, aber ich bin auch kein Menscher. *lacht* Diese Endsilbe drückt (zumindest für mich) eine Verknüfung aus.

Zitat:Und wieder hast du recht!
Ich mag es, recht zu haben. Mrgreen

Zitat:Vielleicht - so genau hatte ich mir das nicht überlegt. Vielleicht, wenn ich das jemals weiterverfolge, befinden die sich in einer alternativen Realität, in der es Kontakte mit außerirdischem Leben nie gegeben hat. Oder sie denken das und finden irgendwann heraus, dass sie doch alte Identitäen haben und sich in einer virtuellen Darstellung auf einem Holodeck befinden g* Matrix meets Star Trek!
Die Polygoner müssen sehr mächtig sein ... so viel Aufwand für diese komischen Menschen. *g*

Freut mich, wenn ich dir helfen konnte! Icon_smile

Liebe Grüße!

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Das letzte Mittel (2/2)
Hallo Trin,

Terroristen drehen also die Zeit zurück - mit einem Knall, der vergessen lässt, was war. Aber doch nicht genug Erinnerungen stiehlt, um mit neuen in einer längst vergangenen Welt wieder aufzuwachen. Damals, als es noch Eisberge gab.
Der Handlungsstrang ist im Nachhinein betrachtet sehr stringent:
Erst taucht das Raumschiff auf der anderen Seite des Weltalls auf (wie war eigentlich der Übergang? Hat das keiner von der Crew gemerkt oder läuft "nachts" der Autopilot?), dann kommt ein anderes Cockpit ins Blickfeld und eine andere Spezies mit einem roten Knopf, der zu einer Explosion führt. Ein bisschen Drohung vorweg und das Erwachen in einer unbekannten Welt.
Ziemlich viel Inhalt für die Kürze der Geschichte. Und ich denke, das ist auch das Hauptproblem hier: Du hast eigentlich viel zu viel zu erzählen und nimmst dir nicht die Zeit dazu. Eine ganze Welt vorzustellen, die Charaktere dazu - und dann noch die Handlung voran zu treiben, die hier von der Menge her wirklich nicht ohne ist. Zumindest wenn alles auch erlebt werden soll und ebenso vermittelt. Die Welt stelle ich mir wie in Star Trek vor. Da hast du ein paar gute Ideen im ersten Teil, die du aber nicht weiter ausbaust. Zum Beispiel, dass sie auf ihre Dienstreise den Sohn mitnimmmt - wie lang dauert denn die Reise und was ist mit ihrem Mann?
Die Charaktere wirklich auf mich sehr stereotyp. Sie als schon starke Frau, die letztlich das Ruder in die Hand nimmt, aber doch nicht ändern kann. Der Kapitän (warum nennst du ihn eigentlich Captain?) gibt sich erfahren, handelt aber eher hysterisch und verliert die Kontrolle. Die anderen Mitarbeiter sind die typischen Spezies vor den Rechnern. Du deutest eine interessante Konstellation zwischen dem Captain und Helga an, etwas zwischen leichtem Misstrauen und Respekt. Aber das führst du auch nicht weiter aus.
Ich weiß nicht, ob es am für dich ungewohnten Setting liegt, dass du hier auch vom Handwerklichen her viele Chancen liegen lässt. Gerade die vielen angedeuteten Hintergründe, die du aber nicht weiter ausführst, lassen die Geschichte eher wie einen ersten Entwurf als wirklich ausgereift wirken.

In sprachlicher Hinsicht kreierst du einen großen Moment: Die Explosion. Da habe ich aber das Gefühl, dass du dich nicht ganz traust, die Bilder wirklich laufen zu lassen und den Moment voll auszukosten. Auch das Erwachen in einer Welt, die ihr auch vom Licht, von den Farben her völlig neu sein muss, könntest du viel mehr auskosten. Denn da merkt man, dass das Potential da ist - du schreibst von der saugenden Ewigkeit, Lichtsplittern in der Netzhaut, ... - weiter! habe ich da gedacht, und dann ist sie schon aufgewacht.
Die Ansätze sind auch hier vorhanden, aber gib allem mehr Zeit Icon_wink

Anmerkungen:
Zitat:Sein Gesicht nahm einen derart intensives Rot an, dass Helga fürchtete, er könne platzen.
"ein derart intensives"
Zitat:„Der Captain hat sich nicht unter Kontrolle“, schritt sie ein und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu beruhigen. „Sie werden mit mir reden.“
Mich wundert wirklich, dass sich der Kapitän so einfach das Ruder aus der Hand nehmen lässt. Und dass im Gespräch niemand fragt, was sie eigentlich beabsichtigen: Wozu das Ganze?
Zitat:„Ich bitte Sie, der Erstkontakt liegt schon lange zurück.“ Sie rechnete zurück und überlegte, ob es auf Avant einen Stamm Pylgoner geben konnte, der davon noch nichts mitbekommen hatte.
... der nichts davon mitbekommen hatte, dass er existiert? Verstehe nicht ganz, was du hier sagen willst.
Zitat:Helga verstand nicht. Sie begriff auch nicht, was der rote Knopf zu bedeuten hatte, der dem Sprecher in das Sichtfeld gereicht wurde.
Hier verschenkst du auch Potential: Du erzählst dem Leser nicht, dass ein roter Knopf ins Bild gereicht wird und was sonst noch passiert - du erzählst, dass Helga nicht begreift, warum. Da verschenkst du den Überraschungsmoment beim Lesen: Wie, ein roter Knopf?
Ab hier ist dann auch klar, wie es weitergeht.
Zitat: Ein Lachen wie brüchiges Eis.
Super!
Zitat:Eine Explosion, die ihr das Bild nahm.
Da drückst du ziemlich mild aus, was passiert. Wo ist die Explosion? Um sie herum oder im Bild? Fällt nur das Bild aus oder was passiert mit dem Raumschiff? Was fühlt, hört, sieht sie? Denkt sie denn überhaupt? Das ist das, wohin du überleitest, aber: Müsste nicht der Überlebenswille im Vordergrund stehen? Oder auch der Gedanke: Was ist mit meinem Kind?
Zitat:doch einen Herzschlag später fühlte sie auch nichts mehr.
Wieso "auch"? Und wie fühlt es sich an, "nichts" zu fühlen?
Zitat:War sie wirklich von Terroristen in die Luft gesprengt worden?
Das mit den Terroristen könnte vllt schon im Gespräch rauskommen.
Und auch hier: denkt man das in dem Moment oder denkt man sich nur: Ich - will - hier - raus.
Zitat:Helga wollte schreien, aber wie in endloser Stille?
Für die Betonung vllt: aber wie - in endloser Stille?
Oder: aber wie: in endloser Stille?
Zitat:Bis ein Donner das alles zerbrach. Er war nicht hörbar, aber schneidend, und trieb ihr Splitter aus Licht in die Netzhaut.
Da geht viel mehr! "das alles" - was? Das Taumeln, das Stürzen, die Gedanken, das Hoffen, das Flehen, was?
Und ein nicht hörbarer Donner, der Splitter aus Licht in die Netzhaut treibt - ist das nicht vllt eher ein Blitz? *g*
Zitat:Schockiertes Schweigen. Helga hatte anscheinend die falsche Frage gestellt – warum nur? Warum hatte sie nicht etwas anderes gefragt? Die Enttäuschung auf dem verletzten Gesicht ertrug sie nicht.
Sie ist ja gerade erst aufgewacht - da denkt sie so etwas? In einer völlig fremden Welt denkt sie, sie hätte ihn verletzt? Na, sie weiß doch aber nicht, wer er ist ... ist vllt auch zu schwach für solche Gedanken?

Ich schätze, dass dir viele der Punkte schon von anderen gesagt wurden - trotzdem hoffe ich, dass du aus meinen Kommentaren etwas mitnehmen kannst. Und dass du bald wieder hier reinschaust Icon_smile

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2021 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme