Es ist: 16-05-2021, 13:12
Es ist: 16-05-2021, 13:12 Hallo, Gast! (Registrieren)


Inter Aetheris - Auszug 1
Beitrag #1 |

Inter Aetheris - Auszug 1
**gelöscht**

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #2 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Hallo und Moin Moin.

Abseits von allem Anderen möchte ich Dir einige Anmerkungen meinerseits zu Deiner Geschichte dalassen.

Zitat:Das gelbe Plastikdöschen klapperte, als es ihm aus der Hand fiel und auf dem Boden aufschlug.
Das Döschen wird vorher nicht erwähnt, daher verwirrt es, wenn es mit einem bestimmten Artikel bezeichnet wird. Allerdings ist die Alternative:
"Ein gelbes Plastikdöschen ..."
auch nicht runder im Klang.
Wollte es nur anmerken.

Zitat:Das kalte Neonlicht flackerte und Zoey fluchte.
Wie alt ist sie überhaupt?
Doch bevor Lehar sich vornehmen konnte
Von der Abfolge liest es sich, als ob Zoey die kursiven Gedanken hat. Vielleicht kann man da so etwas wie "..., fragte sich Lehar." einbauen. Das würde dann so aussehen:
Das kalte Neonlicht flackerte und Zoey fluchte.
Wie alt ist sie überhaupt?, fragte sich Lehar.
Doch bevor er sich vornehmen konnte, ...


Zitat:... war der Gedanke bereits wieder in die tiefe Leere in seinem Kopf abgedriftet.
Liest sich 'unrund', da ich finde, dass 'seines Kopfes' hier besser klingen würde.
war der Gedanke bereits wieder in die tiefe Leere seines Kopf abgedriftet.

Zitat:Ihre wunderschönen, dunkelblonden Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Maschinenöl verklebte die Strähnen an ihrer rechten Schläfe.
Ich kann Sie sehen, allerdings verwirrt die Kombination aus 'wunderschön' und 'Maschinenöl'. Das ein Jeder natürlich seine eigene Vorstellung von 'schön' hat, ist mir bewusst. Nur 'allgemein' lässt 'Maschinenöl' diese Wertung nur sehr schwer zu. Vielleicht so?
Ihre wunderschönen, dunkelblonden Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, obwohl Maschinenöl die Strähnen an ihrer rechten Schläfe verklebte.
Abseits von dieser Stelle:
Die Raumfahrt lehnt sich (wie bereits erwähnt) merklich der Seefahrt an, auch wenn es in 'Stargate' beispielsweise die US Airforce ist, die die dortigen Raumschiffe betreibt. Icon_wink
Am Anfang, als es noch Segelschiffe gab, hatten die Seeleute ihre langen Haare nicht nur zu Zöpfen zusammengebunden, sondern auch mit Harz (Segelschiffe) oder Teer/Ölen verklebt (ungefähr 1850-1900), damit sie im Wind nicht herumflatterten.

Zitat:Er nahm das leise Summen der Maschine intensiver wahr als alles andere. Eintönig, immer gleich.
Das All ist so gar nicht wie eine Kaffeemaschine.
Hier ist der Vergleich etwas zu abrupt, denn dem Leser fehlt die Sinneswahrnehmung von Lehar. Um es flüssiger darzustellen könnte man 'alles andere' ausformulieren:
- klappernde Schottwände?
- surrende Motorengeräusche aus dem Bauch des Schiffes/dem Maschinenraum?
- vielleicht auch den Geruchsvergleich zwischen dem (herrlich duftenden) Kaffee und dem metallischen/öligen Geruch der Kombüse?

Zitat:Sein Blick wanderte wieder zur Decke der Kombüse. Zu den kleinen und großen grauen Flecken, die ihren Weg irgendwie dorthin gefunden hatten. Eine Weile lag er schon rücklings auf dem Tisch und starrte hinauf. Manche Stellen erinnerten ihn an Sternenwolken, die er gesehen hatte. Andere waren einfach graue Flecken an der Kombüsendecke.
Auch wenn die zweite 'Kombüsendecke' einige Wörter später kommt, würde ich sie weglassen, da sie wie eine Verlängerung des Satzes wirkt.
Sein Blick wanderte wieder zur Decke der Kombüse. Zu den kleinen und großen grauen Flecken, die ihren Weg irgendwie dorthin gefunden hatten. Eine Weile lag er schon rücklings auf dem Tisch und starrte hinauf. Manche Stellen erinnerten ihn an Sternenwolken, die er gesehen hatte. Andere waren einfach nur graue Flecken.

Zitat:als sich die Grau-Töne
Ich glaube, Du kannst ruhig 'Grautöne' schreiben.

Zitat:Wenn er sich eines fangen könnte …
Wenn das Lehars Gedanken sind, dann konsequent sein und kurisv setzen. Falls nicht, habe ich nichts gesagt.

Zitat:Seine Finger näherten sich erneut der Decke und den wild tanzenden Flecken. Als er sie fast erreicht hatte, erstarrte alles, jede Bewegung, als wäre die Zeit eingefroren. Überrascht hielt Lehar inne. So etwas war ihm noch nie passiert. Nicht sicher, was er davon halten sollte, zog er seine Hand wieder zurück. Wer konnte schon sagen, was die kleinen Strudel vorhatten.
Hier ist alles dicht aneinander geschrieben, trotzdem würde ich zumindest einen Satz in einer neuen Zeile beginnen lassen, um den Block etwas zu entzerren:
Seine Finger näherten sich erneut der Decke und den wild tanzenden Flecken. Als er sie fast erreicht hatte, erstarrte alles, jede Bewegung, als wäre die Zeit eingefroren.
(1)Überrascht hielt Lehar inne. So etwas war ihm noch nie passiert. Nicht sicher, was er davon halten sollte, zog er seine Hand wieder zurück.
(2)Wer konnte schon sagen, was die kleinen Strudel vorhatten.

(zu 2: Denkt er das?)

Zitat:„Schieb ab!“
Es spricht.
„Mann, Lehar! Runter vom Tisch.“
Es verwirrt, dass Lehar Zoey (plötzlich) als 'es' bezeichnet. Wenn Sie vorher als 'nicht eindeutig menschlich' dargestellt werden sollte, müsstest Du die fragliche Passage vielleicht ändern, und beim 'wunderschön' etwas wie 'unscheinbar' oder 'irgendwie nicht wirklich menschlich/weiblich' einbauen. Ansonsten anstatt des 'es' ein 'Sie'.

Zitat:Mit dem Ellbogen stieß sie ihn an. „Hey, Lehar. Zeit für die Realität.“
Wunderschön.
Ich würde die direkte Rede eine Zeile tiefer beginnen lassen:
Mit dem Ellbogen stieß sie ihn an.
„Hey, Lehar. Zeit für die Realität.“
Wunderschön.


Zitat:Dann stand alles still. Ein schrilles Geräusch fraß sich innerhalb von Nanosekunden durch seinen Kopf und seine Gedanken. Die grauen Flecken ...
Dann lass es doch stillstehen:
Dann stand alles still.
Ein schrilles Geräusch fraß sich innerhalb von Nanosekunden durch seinen Kopf und seine Gedanken. Die grauen Flecken ...


Zitat:Warum war das Licht aus?
Gedanken? Dann kursiv.

Zitat:wenn die Schwärze des Raums das kleine Schmugglerschiff schluckte.
Ich finde, 'verschluckte' würde dort besser wirken.

Zitat:Lehar warf einen Blick in den anderen Schlafraum. „Hier jedenfalls nicht. Ich geh nach vorn.“ Nicht mehr Zeit als unbedingt nötig in Iljanas Nähe zu verbringen, war ein guter Ratschlag in Stresssituationen.
„Halt Tearyl bloß von der Landung ab!“
Wie weiter oben bereits erwähnt, finde ich, dass sich direkte Reden in einer eigenen Zeile besser lesen lassen, da es übersichtlicher wirkt.
Lehar warf einen Blick in den anderen Schlafraum.
„Hier jedenfalls nicht. Ich geh nach vorn.“
Nicht mehr Zeit als unbedingt nötig in Iljanas Nähe zu verbringen, war ein guter Ratschlag in Stresssituationen.
„Halt Tearyl bloß von der Landung ab!“


Zitat:Sie waren nur eine mittelmäßige Schmugglerbande und keine verfluchter Sternenzerstörer-Crew.
Ich denke, es ist eine Geschichte aus einer Deiner Welten, daher brauchst Du (in meinen Augen) keinen Verweis auf andere Universen, wie Star Wars oder andere.

Zitat:Ich bin in der Fantasy zuhause, lese wenig Science-Fiction und kenne mich deshalb mit den Begrifflichkeiten nicht so gut aus.
Ich bin nirgendwo wirklich zuhause, lese gar nichts und kenne mich nirgendwo wirklich gut aus. Icon_wink
Also: Kein Argument.

Zitat:Mein Fokus liegt auf den Charakteren, weil ich mich in diesem Bereich relativ sicher fühle. Trotzdem habe ich versucht, Technologie und Zukunft einzubringen – hoffentlich mit Erfolg.
Science-Fiction muss nicht zwangsläufig irgendwas mit Raumschiffen zu tun haben. Und wenn, dann muss es auch nicht eine Art 'technischer Roman', wie beispielsweise Arthur C. Clarke sie schrieb, sein. (Oder Hal Clement.)
Wenn man als Beispiel 'Star Trek-The next Generation' (also, die Serie) nimmt, wird man feststellen, dass es Geschichten an Bord der Enterprise gibt, die auch durchaus in der heutigen Welt spielen könnten - nur ist der Hintergrund ( also, die Bühne, auf der die jeweilige Geschichte spielt) eben das Schiff.
SF ist technisch gesehen nicht viel anders, als Fantasy. Und meiner Meinung nach braucht man auch keinen Antimaterieirgendwas. Der Fokus auf den Hauptdarstellern ist wichtiger (wie ich finde), als eine explizite Beschreibung des Schiffes - es sei denn, es ist wichtig für das Verständnis.
(Beispielsweise bei einer Bruchlandung, einem Absturz, einem Raumgefecht oder sowas.)
(Bei 'Impitoyable' kam ich auch ohne großartige Beschreibungen aus.)

Zitat:genauso bleibt die Kaffeemaschine eine Kaffeemaschine und verwandelt sich nicht in eine „Kaffeereplikationseinheit“
Manchmal ist es wichtiger, den Leser mit vertrauten Gegenständen mitzunehmen, ihm wichtige Haltepunkte in der Geschichte zu geben, damit er weiß, was was ist und vor allem, damit er die Handlungen vielleicht auch verstehen kann. Oder dass er sich mit den Personen identifizieren kann.

Ich weiß, dass es hier Mitglieder gibt, die das vielleicht anders sehen könnten. Daher noch ein kleiner Zusatz:
Solltest Du Dich (irgendwann, bei einer anderen Geschichte) dazu entschließen, der Technik einen größeren Spielraum zu geben, dann musst Du wirklich technisch verständliche Beschreibungen geben. Ergo: je ungenauer Du bist, desto mehr kann der Leser es als 'Gott-gegeben' hinnehmen. (*hust*)

Ich hoffe, mein Kommentar ist nicht zu abschreckend. Die Geschichte (oder der erste Teil davon) las sich sonst verständlich, die Charaktere Zoey und Lehar kamen plastisch rüber, allerdings sind zum Schluss sehr viele Namen, die der Leser erst noch zuordnen muss.

LGD.


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Beitrag #3 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Moin, moin Dreadnoughts Icon_smile (das darf man doch um die Uhrzeit noch sagen? *grins* )

Ich freu mich sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, einen Kommentar zu schreiben. Vielen lieben Dank schonmal dafür im Allgemeinen.
Alle deine Anmerkungen, auf die ich jetzt nicht näher eingehe, werden widerspruchslos angenommen und umgesetzt.

Zu allem anderen eine kurze Rückmeldung:

Zitat: Das Döschen wird vorher nicht erwähnt, daher verwirrt es, wenn es mit einem bestimmten Artikel bezeichnet wird.
Ganz deiner Meinung – normalerweise achte ich auch darauf, solche Dinge eleganter einzuführen. Aber das Plastikdöschen ist für Lehar selbst so speziell und genau definiert, dass es für ein einfach DAS Plastikdöschen ist. Wird auch später noch manchmal ohne Zusammenhang mitten in seinen Gedankengängen auftauchen, deshalb denke ich, dass es hier auch so okee ist.

Zitat: Von der Abfolge liest es sich, als ob Zoey die kursiven Gedanken hat. Vielleicht kann man da so etwas wie "..., fragte sich Lehar." einbauen. Das würde dann so aussehen:
Über die Formulierung muss ich intensiver nachdenken. Eigetnlich mag ich die nachgeschobenen „Gedankenerklärungen“ wie „fragte er sich“ oder „dachte er bei sich“ nicht; aber ich schaue mal, ob sich die Szene so umstellen lässt, dass Lehar die erste handelnde Person ist, dann sollte auch klar sein, dass er weiterhin Perspektiventräger ist.
Bei mir ist es so selten, dass ich mit wechselnden Perspektiven arbeite, dass ich für solche Stolperfallen regelrecht blind bin *lach*

Zitat: Ich kann Sie sehen, allerdings verwirrt die Kombination aus 'wunderschön' und 'Maschinenöl'. Das ein Jeder natürlich seine eigene Vorstellung von 'schön' hat, ist mir bewusst. Nur 'allgemein' lässt 'Maschinenöl' diese Wertung nur sehr schwer zu.
Den Zusammenhang zwischen Maschinenöl und wunderschön wollte ich gar nicht reinbringen, das eine ist nur Lehars (leicht gestörter) Blick auf Zoey, das Maschinenöl dann eher eine nachgeschobene objektivere Beobachtung. Aber auch diese Stelle markiere ich mir mal und arbeite an einer Umformulierung

Zitat: Am Anfang, als es noch Segelschiffe gab, hatten die Seeleute ihre langen Haare nicht nur zu Zöpfen zusammengebunden, sondern auch mit Harz (Segelschiffe) oder Teer/Ölen verklebt (ungefähr 1850-1900), damit sie im Wind nicht herumflatterten.
*lach* ernsthaft? Solche interessanten Details werden in Filmen natürlich nie berücksichtigt *seufz* Müsste mal ein bisschen weniger öffentlich-rechtliche und dafür mehr Bildungsfernsehn gucken Mrgreen

Zitat: Wenn das Lehars Gedanken sind, dann konsequent sein und kurisv setzen. Falls nicht, habe ich nichts gesagt.
Bei Gedanken bin ich manchmal etwas ... eigenwillig. Ich mische direkt und indirekte Gedanken, fällt mir beim Schreiben aber normalerweise nicht auf, weil ich ja ohnehin personal erzähle. Direkte Gedanken mach ich auch kursiv (also Gedanken im Präsens und Ich-Formulierung), indirekte dagegen lasse ich unmarkiert im Textfluss.
Lustigerweise habe ich grad vorgestern erst eine Diskussion darüber gelesen, dass man in Texten möglichst wenig kursive Formatierung verwenden sollte, weil viele Verlage das nicht mögen. Und auch in Büchern wunder ich mich immer wieder, dass so wenig mit Kursiv gearbeitet wird. Ich nutze es eigentlich gerne, achte nur drauf, es nicht zu übertreiben.

Zitat: Es verwirrt, dass Lehar Zoey (plötzlich) als 'es' bezeichnet. Wenn Sie vorher als 'nicht eindeutig menschlich' dargestellt werden sollte, müsstest Du die fragliche Passage vielleicht ändern, und beim 'wunderschön' etwas wie 'unscheinbar' oder 'irgendwie nicht wirklich menschlich/weiblich' einbauen. Ansonsten anstatt des 'es' ein 'Sie'.
das „Es“ bezieht sich auf das „Wurmloch“ an der Decke. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass man es auch auf Zoey beziehen könnte Icon_lol Das zeigt: Es ist nicht gut, wenn man zu tief im Kopf seines wahrnehmungsgestörten Protagonisten drinhängt.
Ich mag die Stelle eigentlich total, deshalb werd ich erstmal abwarten, wie es bei anderen ankommt.
Die ganze Crew ist menschlich, an Aliens wage ich mich erstmal noch nicht ran, der Weltraum ohne fremde Intelligenzen ist schon anspruchsvoll genug Icon_smile

Zitat: Ich würde die direkte Rede eine Zeile tiefer beginnen lassen:
Noch eine Macke von mir, von der ich nicht weiß, ob es wirklich eine Macke ist.
Ich leite wörtliche Rede manchmal mit einem kurzen Beschreibungssatz ein, der sich auf die Person bezieht, die auch spricht. Genauso wie man hinten ein „erwiderte Theodor und schlug zu.“ dranhängen kann. Das erleichtert mMn die Übersicht, wer was sagt und was tut.

Zitat:Warum war das Licht aus?
Gedanken? Dann kursiv.

An dem Beispiel lässt sich gut direkter/indirekter Gedanke zeigen. Nach meiner Formatierungsgewohnheit wäre es nur als direkter Gedanke kursiv, also:
Warum ist das Licht aus?
oder anderes Beispiel: [Er konnte nichts sehen] aber [Ich kann nichts sehen]

Zitat: Ich denke, es ist eine Geschichte aus einer Deiner Welten, daher brauchst Du (in meinen Augen) keinen Verweis auf andere Universen, wie Star Wars oder andere.
Ich war davon ausgegangen, dass „Sternenzerstörer“ auch einfach ein ziemlich gewaltiges Kriegsschiff bezeichnen könnte. Mir ist auch keine andere Bezeichnung eingefallen, die nicht zu lächerlich oder simpel klingt. So ein einfaches „Schlachschiff“ fand ich fad ... Aber ich überleg mir was, wenn der Begriff so stark StarWars gebunden ist.

Zitat: Science-Fiction muss nicht zwangsläufig irgendwas mit Raumschiffen zu tun haben.
Schon klar Icon_smile Aber ich finde, wenn ich schon eine Geschichte schreibe, wo Raumschiffe vorkommen, sollte auch die Technik zumindest eine kleine Rolle spielen.
Genauso lasse ich in der Fantasy auch nicht durchgehen, wenn einer ’ne Belagerung schreibt, ohne auch nur einmal irgendwelche Waffen oder Verteidigungs- bzw. Angriffstaktiken zu erwähnen – und sei es nur am Rande.
Und weil eine bestimmte Technologie für den Fortlauf der Geschichte von immenser Bedeutung ist, bin ich bemüht, zumindest diesen Aspekt authentisch rüberzubringen.
Außerdem finde ich es auch für mich selbst spannend, neue Dinge zu lernen und mir eigene Theorien herzuleiten. Mache ich in der Fantasy genauso: Beispiel Belagerung -> ich informiere mich über Belagerungen, schaue mir historische Beispiele an und stricke mir daraus meine eigene Geschichte.

Zitat: Ergo: je ungenauer Du bist, desto mehr kann der Leser es als 'Gott-gegeben' hinnehmen.
Ich hab mir ja schon ein Hintertürchen offen gelassen, indem ich meinen Perspektiventräger drogenabhängig gemacht habe Mrgreen


Zitat: allerdings sind zum Schluss sehr viele Namen, die der Leser erst noch zuordnen muss.
ich wollte im ersten Kapitel die komplette Crew einführen (mehr Namen werden es also nicht mehr), weil es ohnehin so eine Art „Einleitung“ ist – im zweiten werden die Namen allerdings nacheinander auch den entsprechenden Persönlichkeiten zugeordnet.

Zitat: Ich hoffe, mein Kommentar ist nicht zu abschreckend.
Überhaupt nicht! Icon_smile Viele Sachen übernehme ich - teilweise ist es einfach meine Art zu schreiben.
Ich bin sogar richtig froh, dass es „nur“ Formulierungssachen und keine krassen Logikfehler oder absolutes Unverständnis waren Mrgreen

Nochmals also ein dickes Dankeschön, dass du dir die Zeit genommen hast!

Ganze liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #4 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Kleine Rückmeldung, wenn es genehm ist.

Zitat:Moin, moin Dreadnoughts Icon_smile (das darf man doch um die Uhrzeit noch sagen? *grins* )
Kurz vor 9 ja, nach 12 Uhr nur noch 'Moin'. Icon_wink

Zitat:*lach* ernsthaft? Solche interessanten Details werden in Filmen natürlich nie berücksichtigt *seufz* Müsste mal ein bisschen weniger öffentlich-rechtliche und dafür mehr Bildungsfernsehn gucken
Besser: lesen. Icon_wink Die Seeleute mussten damals ja auch in der Takelage rumkrabbeln - und da waren lange wild im Wind herumzappelnde Haare unpraktisch. Wenn Du ein Bild von einem Matrosen hast: da gibt es einen eckigen Kragen (wenn man es so umschreiben mag), auf dem lagen hinten die Zöpfe drauf. Wegen dem Harz/Teer.
Zitat:Und auch in Büchern wunder ich mich immer wieder, dass so wenig mit Kursiv gearbeitet wird. Ich nutze es eigentlich gerne, achte nur drauf, es nicht zu übertreiben.
Es ist ein sehr gutes Stilmittel, wie ich finde. Und auf die Meinung der Verlage gebe ich nichts - veröffentlichen habe ich auch nicht vor. Und ich nehme gerne alles in Anspruch, was mir hilft, die Geschichte an den/die Leser zu bringen.

Zitat:An dem Beispiel lässt sich gut direkter/indirekter Gedanke zeigen. Nach meiner Formatierungsgewohnheit wäre es nur als direkter Gedanke kursiv, also:
Warum ist das Licht aus?
oder anderes Beispiel: [Er konnte nichts sehen] aber [Ich kann nichts sehen]
Okay, bei mir ist der neutrale Erzähler meistens wirklich neutral, nicht-wertend etc. Nur wenn es unumgänglich ist, dann lasse ich wertende Adjektive etc. zu. Hier klang es für mich so, als wären es Gedanken.

Zitat:Ich war davon ausgegangen, dass „Sternenzerstörer“ auch einfach ein ziemlich gewaltiges Kriegsschiff bezeichnen könnte. Mir ist auch keine andere Bezeichnung eingefallen, die nicht zu lächerlich oder simpel klingt. So ein einfaches „Schlachschiff“ fand ich fad ... Aber ich überleg mir was, wenn der Begriff so stark StarWars gebunden ist.
Ich denke, dieser Begriff taucht kaum in anderen Universen auf. Und ein einfaches (?) 'Schlachtschiff' tut es doch auch - ein feststehender Begriff, den jeder irgendwie als gigantisch, zerstörerisch, ungetüm deuten könnte. Oder Du nimmst den englischen Originalbegriff zu 'Schlachtschiff'. Icon_wink (Kleiner Exkurs: Im Deutschen gab es den Begriff streng genommen vor dem Stapellauf der 'Bismarck' nicht - die fraglichen Schiffe dieser Kategorie wurden 'Linienschiffe' genannt.)

Zitat:Und weil eine bestimmte Technologie für den Fortlauf der Geschichte von immenser Bedeutung ist, bin ich bemüht, zumindest diesen Aspekt authentisch rüberzubringen.
Außerdem finde ich es auch für mich selbst spannend, neue Dinge zu lernen und mir eigene Theorien herzuleiten. Mache ich in der Fantasy genauso: Beispiel Belagerung -> ich informiere mich über Belagerungen, schaue mir historische Beispiele an und stricke mir daraus meine eigene Geschichte.
Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass eine SF-Geschichte für mich nicht mit Technik 'vollgepackt' sein muss.

Zitat:ich wollte im ersten Kapitel die komplette Crew einführen (mehr Namen werden es also nicht mehr), weil es ohnehin so eine Art „Einleitung“ ist – im zweiten werden die Namen allerdings nacheinander auch den entsprechenden Persönlichkeiten zugeordnet.
Beim nochmaligen Lesen fällt mir auf, dass die Nennung der Namen (in Verbindung mit der Handlung) ähnlich wie bei Lehar wirkt. Unwirklich und schnell - so als ob man wirklich ein wenig drogenabhängig wäre und alles nicht (wirklich) mitbekommt.

Zitat:Nochmals also ein dickes Dankeschön, dass du dir die Zeit genommen hast!
Das musste sein. Icon_wink

LGD.


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Beitrag #5 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Hi nochmal Dreadnoughts,

ich war absolut sicher, meine Antwort schon gepostet zu haben ... aber irgendwie ist sie weg (Saryn kennt das schon, seine Antworten verschlamp ich regelmäßig Icon_ugly )
Also nochmal ein kurzes Rückmeldelein

Zitat: Besser: lesen.
Pfui, lesen! Icon_lol Mein Problem ist, dass ich Fachliteratur extrem anstrengend finde und viel lieber Unterhaltungsliteratur lese. Eine gut gemachte Reportage guck ich mir im Fernsehn aber sofort an. Von daher eher gucken als lesen. Wobei ich bei den "Sturmwelten" momentan extrem viele Seefahrtsbegriffe lerne *lach*

Zitat: Okay, bei mir ist der neutrale Erzähler meistens wirklich neutral, nicht-wertend etc.
Ich schreib grundsätzlich mit personalem Erzähler, also aus Sicht einer Person, ohne in die Ich-Perspektive zu driften. Aber viele Geschichten von mir könnte man wahrscheinlich ohne große Arbeit zu Ich-Erzählungen umschreiben.

Der Sternenzerstörer wird gestrichen. Wobei Lehar ja vielleicht bissl zu viel Star Wars geguckt hat und deshalb ... Icon_lol

Ja, viel sinnvolles hab ich ja nun nicht von mir gegeben, aber ich dachte, ich schieb die Geschichte nochmal kurzzeitig in die Forenansicht Mrgreen

Liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #6 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Oho, eine fremde Lebensform im SF-Forum Icon_wink

Den Thread hab ich tatsächlich schonmal gesehen, aber irgendwie hat mein blindes Auge versäumt festzustellen, dass er von dir ist :D

Da werf ich doch gleich mal einen Blick drauf und schau, wie du dich zwischen Anti-Grav-Generatoren und Klontanks so machst ... oder was auch immer da auf mich zu kommt Icon_wink

Zitat:Die Kombüse würde ich gerne umbenennen, habe aber nicht die blasseste Ahnung, wie man die Küche an Bord eines Raumschiffes sonst nennen könnte
Ich will mal behaupten, dass sind absolute Standardprobleme, wenns um SciFi geht^^ Vor solchen Fragen stand ich auch schon oft genug, generell würde ich aber immer mit den etablierten Seefahrts-Termini arbeiten - ich mein, was wäre die Alternative? Wortneuschöpfungen wie "Food Center"? "Nutrition Command"? :D Okay, ich bin heute albern drauf^^

Zitat:Das Triebwerk wird kein „Antimaterieperipheriemodul das den Fusionstank des Antriebs isoliert“

Sag ich ja^^
Nebenbei:
ist dir der Ausdruck einfach so eingefallen, oder hat das wirklich mal jemand geschrieben?^^

Zitat:(jaja, alles Vorschläge, die ich schon bekommen habe *lach*)
Ah okay^^

Zitat:Inter Aetheris
(Zwischen den Himmeln)
Ein schöner Titel, auch wenn ich dadurch feststellen muss, dass meine Lateinkenntnisse echt besch.... sind.^^

Zitat:Ein Licht ging von ihm aus, das einen so starken Kontrast zur Schwärze des Alls bildete, dass es in den Augen schmerzte.
Hm, ich muss direkt mit einem Keine-Ahnung-Kommentar starten.
Ich hab die Stelle jetzt mehrmals gelesen, aber irgendwie ist der Klang nicht richtig.
Die Vorschläge, die ich hätte sind aber ein wenig an den Haaren herbeigezogen:
"Von ihm ging helles ein Licht aus, ein Kontrast zu der Schwärze des Alls, dass es seine Augen schmerzen ließ."
Oder iwi so:
"Die Korona des Planeten stellte einen scharfen Kontrast zur Schwärze des Alls dar, verschluckte das Licht der Sterne und ließ seine Augen schmerzen."
Hm, da sind sie etwas mit mir durchgegangen^^
Haben Planeten eine Korona? Sterne ja, unser Mond meine ich auch, aber Planeten?

Zitat:Pulsierend streute der Planet sein Licht in die Dunkelheit.
Sehr schön.
Hm, ich hab mit mir gehadert, aber eine kleine Anmerkung:
theoretisch ist es ja nciht der Planet selbst, der Licht aussendet, er reflektiert ja nur das Licht des Sterns, den er umkreist. Aber das ist ja kein Fachbuch^^

Zitat:Kurz konnte er den Rhythmus in seinen Fingern spüren.
Welchen Rhythmus meinst du hier? Wenn es z.B. das Beben des Schiffs ist, dass von den Triebwerken oder so erschüttert wird, würde ich das schreiben.

Zitat:Das kalte Neonlicht flackerte und Zoey fluchte.
Wie alt ist sie überhaupt?
Doch bevor Lehar sich vornehmen konnte, die junge Frau irgendwann danach zu fragen, war der Gedanke bereits wieder in die tiefe Leere in seinem Kopf abgedriftet. Wie das All. Leer und doch voller funkelnder Sterne.
Da hat aber jemand 'ne gute Dosis genommmen :D

Zitat:Maschinenöl verklebte die Strähnen an ihrer rechten Schläfe.
Zitat:Sie stand mit dem Rücken zu ihm, machte Kaffee.
An der Stelle stellt sich mir die Frage:
wenn sie mit dem Rücken zu ihm steht, kann er dann sehen, was auch immer an ihrer Schläfe klebt? Es fällt mir etwas schwer, mir das vorzustellen, aber das muss nichts heißen.^^

Zitat:Das All ist so gar nicht wie eine Kaffeemaschine.
:D
Seit "42" die beste Aussage über das Universum, die ich gelesen habe^^
Aber ernsthaft, die Stelle finde ich sehr schön, weil sie
a) viel über Lehar aussagt
b) eine schöne In-Character-Art ist, zu sagen, dass das Weltall nie eintönig ist, die sehr gut in das Setting passt Icon_smile

Zitat:Ihre Stimme klang hell und der Zorn zeichnete eine winzige Falte zwischen die blonden Augenbrauen.
schön Icon_smile

Zitat:Ihre grauen Augen flackerten mit dem Licht und waren wie Sternenwolken, waren wie Millionen Sonnen, die aus dem dreckigen Gesicht strahlten.
Hier würde ich vielleicht eher "schmutzigen" schreiben, ich finde "dreckigen" hat einen seltsamen Unterton.

Zitat:Er hasste ihre Art Befehle zu erteilen. Sie waren nur eine mittelmäßige Schmugglerbande und keine verfluchter Sternenzerstörer-Crew.
Hier schließe ich mich Dreadnoughts an, "Schlachtschiff" oder "-kreuzer" fände ich auch besser. "Sternzerstörer" ist theoretisch ja nicht unbedingt ein Star-Wars-Begriff in Sachen Terminologie, aber es wird nunmal automatisch damit assoziert^^

Zitat:ber weil Iljana nunmal der Erste Offizier war, gehorchte er trotzdem so gut wie immer.
Und wer ist der Captain?
Oder ist das Aaron, der ja verschwunden scheint?

Zitat:Dass das Triebwerk ausfiel, war schon lange kein Notfall mehr, auch wenn das Alarmsignal jedes Mal zur allgemeinen Nervosität beitrug.
:D
Millenium Falcon, anyone? Icon_wink

Zitat:Dann schlug etwas gegen die Außenhülle. Kreischend zerriss Metall. Ein Ruck warf das Schiff zur Seite und Lehar verlor das Gleichgewicht. Er stolperte, schlug hart auf dem Boden auf. Die Unendlichkeit des Weltraums umschloss ihn. Nur ein leises Sirren in seinem Kopf. Sonst Leere.
Ist er rausgesogen worden, durch ein Lochin der Hülle oder so? Die Stelle erschließt sich mir nicht ganz^^

Zitat:Die silbergrauen Sternenwolken lösten sich allmählich auf und gaben die Decke des Aufenthaltsraumes preis. Wenn Lehar den Kopf zur Seite drehen würde, sähe er das echte All hinter dem Panoramafenster. Er wagte den Versuch und starrte auf das Bild, das sich ihm bot. Keine Endlosigkeit, keine silberbestickte Schwärze.
Hm?
Hat er sich alles nur eingebildet? Aufklärung, aber ganz schnell Icon_wink

Aaalso:
mir hats gut gefallen, es ist solide geschrieben, wenngleich die Perspektive es ein wenig verwirrend macht. Gleichzeitig bringt das natürlich die Abhängigkeit des Protagonisten gut wieder, letztlich will ich aber vor allem deshalb wissen, wie es weitergeht^^
Alles in allem ist der Einstieg aber auch etwas nichtssagend, wohin die Story an sich geht, weiß man nicht mal ansatzweise, aber das ist ja im Grunde nicht schlimm, bei einem Buch erfordert es ja auch mehr als 2 Seiten, bevor man weiß was los ist. (Wenn nicht, ist das Buch wahrscheinlich eher nichts :D)

Also mein Fazit:
ich wüsste gern wie es weitergeht und hätte gern die Gelegenheit zu sehen, ob deine SF-Welten so komplex sind wie Khonar Icon_smile

Beste Grüße,
Saryn

PS:
hab Lust mal wieder SF zu schreiben :D

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Beitrag #7 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Hiho Saryn!

Das ist echt lustig, ich hab grad heute auf der Heimfahrt von der Schule drüber nachgedacht, welchen Ausschnitt ich von Inter Aetheris demnächst einstellen könnte *lach*
Dank deinem Kommentar überlege ich jetzt, sie vielleicht doch komplett einzustellen (also ohne Lücken) ... hm ... ich hatte eigentlich vor, nur bestimmte Ausschnitte reinzutun, bei denen mir wichtig ist, wie sie rüberkommen oder wo ich Verständnisprobleme erwarte ...
Ich müll das Forum ja mit meinem Fantasy-Krams genug zu ...

Aber erstmal zu deinem Kommentar (über den ich mich – ich muss es glaub ich nicht erwähnen – total gefreut habe Icon_wink )
Achja, und wo wir grad dabei sind: Ich hab auch schon Myriels Dream gelesen (die Artefakte) und finde es total spannend zu lesen und total dumm zu kommentieren Icon_ugly Bisher hab ich dir noch nix druntergesetzt, weil ich noch über die am besten geeignete Kommentarform nachdenke. Kommt aber sicher noch irgendwann Icon_smile

Zitat: wie du dich zwischen Anti-Grav-Generatoren und Klontanks
Ich bin ja schon stolz, dass ich beiden Wörtern eine Bedeutung zuordnen kann *grins*

Zitat: Wortneuschöpfungen wie "Food Center"? "Nutrition Command"? :D Okay, ich bin heute albern drauf^^
Icon_lol Oh mein Gott, ich muss die Szenen zensieren, wo meine Leute esse Icon_lol Das Zeug, wovon sie sich standardmäßig ernähren, wird nämlich von der Firma „NutriFood“ produziert. Ernsthaft.

Zitat: Ein schöner Titel, auch wenn ich dadurch feststellen muss, dass meine Lateinkenntnisse echt besch.... sind.^^
Ich bin bei dem Titel noch unsicher. Vor allem, weil er auf das Ende abzielt, das ich eigentlich geplant habe – und meine Enden sich dummerweise meistens irgendwie entwickeln, nur nicht nach Plan ... Mal gucken, was kommt. Latein fand ich allerdings einen netten Gegensatz zu dem sonst so stark vertretenen Englisch Icon_wink (und für die ohne Kenntnisse hab ich den Titel auf Deutsch ja extra beigelassen *lach*)

Zitat: Hm, ich muss direkt mit einem Keine-Ahnung-Kommentar starten.
Beruhigt mich, dass das nicht nur bei meinen Fantasy-Geschichten so ist Mrgreen

Zitat: Ich hab die Stelle jetzt mehrmals gelesen, aber irgendwie ist der Klang nicht richtig.
Ich verstehe, was du meinst. Hab grad das Zitat gelesen und dachte, ich hätte ein Wort vergessen ... aber da fehlt nix. Oi, den Satz markier ich fett rot

Zitat: Haben Planeten eine Korona? Sterne ja, unser Mond meine ich auch, aber Planeten?
Bei einer Sonnenfinsternis nennt man den hellen Kreis Korona *stolz über unermessliches Wissen sei* aber ansonsten ... keine Ahnung du *grins*

Zitat: theoretisch ist es ja nciht der Planet selbst, der Licht aussendet, er reflektiert ja nur das Licht des Sterns, den er umkreist. Aber das ist ja kein Fachbuch^^
und vor allem ist es ein zugedröhnter Perspektiventräger! (ich wusste, dass ich diese Tatsache irgendwann als Ausrede gebrauchen kann Icon_lol )
Also den Anfang hab ich ja schonmal zur Kritik freigegeben (vor Urzeiten) und da teilweise diese sehr subjektive Wahrnehmung von Lehar angekreidet bekommen. Mein Mann dagegen fand gerade dieses Verzerrte so toll ... Für die Anfangsszene ist es natürlich suboptimal, weil der Leser noch keine Ahnung von Lehars merkwürdiger Art hat. Schwierig.
Aber wir sagen ja auch, dass der Mond scheint, und der reflektiert auch nur *rausred*

Zitat: Welchen Rhythmus meinst du hier? Wenn es z.B. das Beben des Schiffs ist, dass von den Triebwerken oder so erschüttert wird, würde ich das schreiben.
Den Rhythmus des Pulsierens des Lichts des Planetens Icon_ugly
Genau genommen „glaubt“ Lehar nur, dass er das Licht durch die Scheibe hindurch spürt, aber für ihn ist es in diesem Moment Realität ... schräger Perspektiventräger *rausred* *siehe oben* Icon_smile

Zitat: Da hat aber jemand 'ne gute Dosis genommmen :D
Ich hab ne Szene, da ist er schlimmer drauf Mrgreen

Zitat: An der Stelle stellt sich mir die Frage:
wenn sie mit dem Rücken zu ihm steht, kann er dann sehen, was auch immer an ihrer Schläfe klebt? Es fällt mir etwas schwer, mir das vorzustellen, aber das muss nichts heißen.^^

Öhm ... das kann er ... weil ... also ... wegen ... drogenabhängig? Icon_ugly
Nein, hier hast du mich erwischt, das kann so natürlich gar nicht stimmen und ich weiß auch überhaupt nicht, warum sie mit dem Rücken zu ihm da steht ... So ne blöde Kuh

Zitat: :D
Seit "42" die beste Aussage über das Universum, die ich gelesen habe^^
Aber ernsthaft, die Stelle finde ich sehr schön, weil sie
a) viel über Lehar aussagt
b) eine schöne In-Character-Art ist, zu sagen, dass das Weltall nie eintönig ist, die sehr gut in das Setting passt

Yay! Damit rettest du meinen Tag! Dieser Satz ließ die Forderung nach der Kaffeereplikationseinheit laut werden, weil ja Kaffeemaschine zu unmodern und normal und alt wäre und daraufhin erklärte ich ihn zur Kernaussage der ganzen Geschichte, um zu beweisen, wie essentiell wichtig meine Kaffeemaschine ist, dass sie alt und unmodern ist und summen können muss, was eine Kaffeereplikationseinheit sicher nicht tun würde. Seitdem liebe ich diesen Satz und würde ihn auch nicht aus der Geschichte streichen, wenn sie dann (und nur dann) veröffentlich werden würde. Also in nem Buch und so.
Der Vergleich mit der 42 ehrt mich natürlich extremst! Icon_smile

Zitat: Hier würde ich vielleicht eher "schmutzigen" schreiben, ich finde "dreckigen" hat einen seltsamen Unterton.
Die Vergangenheit holt mich ein *versteck*
Ich musste schon früher meine „dreckig“s immer verteidigen und ich tu es auch heut noch *lach*
schmutzig ist für mich ein eher „feiner“ Begriff, ein bisschen Marmelade am Kinn oder ein Schokoeisfleck auf dem Shirt. Das ist schmutzig.
Aber Maschinenöl im Gesicht, mit Staub und Fuseln dran, das ist dreckig.
Dreckig klingt für mich grob und unfein, derb, ... einfach das, was es ist: dreckig.
Da war ich schon immer eigen, deshalb bleibts Icon_wink
(Das ist wie mit „plötzlich“ und „mit einem Mal“ ... das zweite find ich vom Klang her so schrecklich *lach* )

Zitat: Und wer ist der Captain?
Oder ist das Aaron, der ja verschwunden scheint?

Jup, der verschwundene Aaron ist der Captain und Besitzer des Schiffes

Zitat: Ist er rausgesogen worden, durch ein Lochin der Hülle oder so? Die Stelle erschließt sich mir nicht ganz^^
*lach* Nein, es ist lediglich Lehars dramatische Art, bewusstlos zu werden

Zitat: Hm?
Hat er sich alles nur eingebildet? Aufklärung, aber ganz schnell

Das Schiff hat gewackelt, Lehar hat sich den Kopf gestoßen, ist ohnmächtig geworden und kommt dann im Aufenthaltsraum (wo ihn Tearyl hingeschleppt hat) wieder zu sich.

Zitat: wenngleich die Perspektive es ein wenig verwirrend macht.
Die Anfangsszene ist in dieser Hinsicht (bisher) (glaube ich) die schlimmste, was eigentlich ziemlich doof ist, andererseits ... naja, ist halt so *schulterzuck* *lach*

Zitat: Alles in allem ist der Einstieg aber auch etwas nichtssagend, wohin die Story an sich geht, weiß man nicht mal ansatzweise,
Jo, das wird auch (befürchte ich) noch eine Weile so bleiben. Im Grunde ist das erste Kapitel auch eher ein Prolog, von dem aus es übergangslos ins 2. Kapitel geht.

Zitat: und hätte gern die Gelegenheit zu sehen, ob deine SF-Welten so komplex sind wie Khonar
bei weitem nicht. Nichtmal annähernd. Eigentlich ... überhaupt nicht *lach* Ich weiß nichtmal, ob die Geschichte in einer realen Zukunft spielt oder in einem Paralleluniversum. Erwarte bloß nichts *zwinker*

So, jetzt brennt meine Pizza an, deshalb kommt die Bedankung etwas knapp. Ich freu mich total superduper über dein Lob und das Interesse und überhaupt und sowieso und du kennst den Text Mrgreen Wie genau ich jetzt verfahre mit dem Weitereinstellen muss ich noch überlegen. Ich finds sowieso schon komisch, wie viele Texte ich hier einstelle *augenverdreh*

Aso, eins noch:
Zitat: hab Lust mal wieder SF zu schreiben :D
nix da! *peitsche auspack* zurück zu Serde und Empée mit dir. Und zu Fancott und Rotjan. Abmarsch! Wobei ich auch total gerne mal eine SF von dir lesen würde, die aus mehr besteht als fragmentarischen Logbucheinträgen *grins*

Ohjeohje, Pizza gut durch und richtig kross-knusprig
Vielen lieben Dank nochmal und einen schönen Abend!
Die Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #8 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Hi Lanna,
ha, schon wieder Scifi. Du willst doch wohl nicht die Fantasy-Fraktion verlassen? Icon_wink
Ob hier wohl auch wieder Orks vorkommen? Das schaue ich mir gleich mal an.

Zitat:
Inter Aetheris

(Zwischen den Himmeln)

-- Sehr schöner Titel. Ich würd ihn nicht ändern, weil er etwas sehr Stimmungsvolles an sich hat, sowohl im Lateinischen als auch im Deutschen.

Zitat:Fasziniert starrte Lehar auf den Planeten, der hinter dem Panoramafenster der Soleil allmählich heranwuchs.
-- Ein Raumschiff, das den Namen Sonne trägt. Interessante Namenswahl. Icon_wink
Ich verstehe übrigens, was du mit "heranwachsen" ausdrücken willst, aber in Scifi könnte man auch denken, dass sich ein Volk einen Planeten heranzüchtet. Icon_wink

Zitat:Ein Licht ging von ihm aus, das einen so starken Kontrast zur Schwärze des Alls bildete, dass es in den Augen schmerzte. Trotzdem konnte Lehar seinen Blick nicht abwenden.
-- Der Planet leuchtet? Eher ungewöhnlich und auch nicht zur Definition eines Planten passend.

Zitat:Die blau-grüne Oberfläche war teilweise von einer weißen Decke verborgen, in der sich kleinere und größere Strudel bildeten, wieder auflösten, wieder bildeten, wieder auflösten 
-- Das klingt umständlich. Warum nicht einfach "in der sich hin und wieder kleine Strudel bildeten"? Ich nehme an, du sprichst von Wolken. Da frage ich mich, wie lange Lehar dort stehen muss, um einem Wirbelsturm beim Entstehen und Zerfallen zuschauen zu können.

Zitat:Pulsierend streute der Planet sein Licht in die Dunkelheit.
-- Jetzt pulsiert er auch noch? Icon_rolleyes

Zitat:Das gelbe Plastikdöschen klapperte, als es ihm aus der Hand fiel und auf dem Boden aufschlug. Doch sein Blick galt einzig und allein dem lebenden Planeten. Sein Atem schlug weißen Nebel aufs Glas und verschleierte die schwarzen Augen, die sich darin spiegelten. Nie zuvor hatte Lehar dort draußen solche Schönheit gesehen.
-- So fasziniert wie er ist, drängt sich mir der Verdacht auf, dass er ein heimatloser Weltall-Nomade ist. Richtig?

Zitat:Eine Weile stand er so, die Hände auf der Scheibe, bevor er einen Schritt zurücktrat und das Döschen vom Boden aufnahm.
-- Hier hast du einen schönen zeitlichen Bezug, den du für die Wolkenwirbel nehmen könntest.

Zitat:Beiläufig ließ er es in seine Tasche gleiten und wandte sich in Richtung Kombüse. In den wenigen Stunden, die er noch hatte, während die anderen schliefen, wollte er nicht nachdenken. Nur die Stille genießen.
-- Ist es eigentlich wichtig, dass die Dose aus Plastik ist? Das klingt so nach Tupperware.

Zitat:Das kalte Neonlicht flackerte und Zoey fluchte.
-- Gibts auch warmes Neonlicht? Ich frage nur, weil irgendwie jeder Dritte "kalt" vor Neonlicht setzt.

Zitat:Wie alt ist sie überhaupt?
Doch bevor Lehar sich vornehmen konnte, die junge Frau irgendwann danach zu fragen, war der Gedanke bereits wieder in die tiefe Leere in seinem Kopf abgedriftet. Wie das All. Leer und doch voller funkelnder Sterne.
-- Ich hatte mich auf Zoey eingestellt, da kam der Gedanke sehr unerwartet und mutete seltsam an, auch dass du wieder oder immer noch bei Lehar bist, hätte ich nicht vermutet. Vielleicht könnte man statt Zoey eine Bezeichnung a la "seine Kollegin" verwenden.
PS: Einen Gedanken über das Alter finde ich als Leser nicht besonders spannend. Es passt auch nicht zur Situation in meinen Augen. Außer es bekommt später noch Gewicht.

Zitat:Lehar lächelte und sah erneut zu Zoey.
-- Hat er vorher weggeschaut? Und warum lächelt er, wenn sein Gedächtnis wie ein Sieb zerbröselt?

Zitat: Ihre wunderschönen, dunkelblonden Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Maschinenöl verklebte die Strähnen an ihrer rechten Schläfe. Der Overall, an dessen Farbe er sich nicht erinnern konnte, war an einem Bein aufgerissen und gab dort den Blick auf einen Verband frei.
Sie stand mit dem Rücken zu ihm, machte Kaffee.
-- Da das Licht gerade angegangen ist, macht sie den Kaffee im Dunkeln?

Zitat:Das All ist so gar nicht wie eine Kaffeemaschine.
-- Das All ist also abwechslungsreich? Da verwundert mich, dass ihn der Planet so fasziniert. In meinen Augen gibt es viel Schönere Dinge im All, aber das ist wohl relativ. Icon_wink

Zitat:Sein Blick wanderte wieder zur Decke der Kombüse. Zu den kleinen und großen grauen Flecken, die ihren Weg irgendwie dorthin gefunden hatten. Eine Weile lag er schon rücklings auf dem Tisch und starrte hinauf.

-- Eine Weile hatten wir vorhin schon einmal.
Ganz ehrlich, dein Prota ist mir suspekt. Er steht und liegt scheinbar gerne für eine Weile herum und starrt Dinge an. Icon_confused

Zitat:Lächelnd streckte er seine Finger nach ihnen aus. Er zögerte, als sich die Grau-Töne zu vermischen begannen. Sie bildeten Strudel, die chaotisch umeinander wirbelten.
Wie kleine Wurmlöcher.
-- Ist er senil oder auf eine andere Art und Weise geistig beschränkt? Würde passen. *find*
Der Typ sieht überall Strudel - definitiv geistig verwirrt! *diagnostizier*

Zitat:Es war nicht leicht, innerhalb von zwei Sekunden von total zugedröhnt auf volle Bereitschaft zu wechseln. Benommen schüttelte Lehar den Kopf, verschlimmerte die Orientierungslosigkeit damit allerdings nur.
-- Er ist auf Drogen? Okay, damit hatte ich nun nicht gerechnet. Also war alles nur Einbildung - auch Zoey? Icon_confused
(Ist sehr verantwortungslos, wenn jederzeit ein Alarm losgehen kann.)

Zitat:Lehar warf einen Blick in den anderen Schlafraum. „Hier jedenfalls nicht. Ich geh nach vorn.“ Nicht mehr Zeit als unbedingt nötig in Iljanas Nähe zu verbringen, war ein guter Ratschlag in Stresssituationen.
-- Warum folgt er ihr dann?

Zitat:Er hasste ihre Art Befehle zu erteilen. Sie waren nur eine mittelmäßige Schmugglerbande und keine verfluchter Sternenzerstörer-Crew. Aber weil Iljana nunmal der Erste Offizier war, gehorchte er trotzdem so gut wie immer.
-- Gibt es einen Unterschied wie Befehle auf verschiedenen Schiffen erteilt werden? Ich würde meinen, dass der Umgangston etwas rauer ist, aber ansonsten müssten die Befehle sich doch ähneln. Ich fand ihre Wortwahl auch nicht gerade gehoben, sprich Sternenzerstörer-angepasst.

Zitat: Doch als das Licht wieder aufflammte und den Korridor in warme Helligkeit tauchte, beschloss Lehar, heute einmal optimistisch zu sein.

-- Dieses Mal kein (kaltes) Neonlicht? Icon_wink

Zitat:Die Tür zischte zur Seite und er tauchte in die Dunkelheit ein.
Warum hat Tearyl im Cockpit nie Licht?
-- Erst Helligkeit, dann Dunkelheit, und wieder ein Gedanke, den ich in dieser Situation unpassend finde. Oder sind diese Gedanken noch Nachwirkungen der Drogen?

Zitat: Das gesamte Frontfenster der Soleil war ausgefüllt mit Blau, Grün und Weiß. Kleine und große Strudel wanderten über die Oberfläche, lösten sich auf, nur um sich anderswo erneut zu bilden.
-- Frontfenster? Vielleicht eher Sichtschirm? Diese Strudel hattest du in fast der selben Formulierung bereits am Anfang.

Zitat:Die Schwärze des Alls schluckte die Soleil und ließ das sanfte Licht des Planeten heller als die Sonne scheinen.
-- Ist dieser Eindruck auch eine Nebenwirkung der Drogen, denn physikalisch nachvollziehbar ist er nicht. Icon_wink

Zitat:Dann schlug etwas gegen die Außenhülle. Kreischend zerriss Metall. Ein Ruck warf das Schiff zur Seite und Lehar verlor das Gleichgewicht.
-- Hm, dieses "schlug" ließ mich an etwas Dumpfes denken, da kam dann das "Reißen" unerwartet.
-- Zwischen "das" und "Schiff" ist dir ein doppeltes Leerzeichen hineingesprungen.

Zitat:Er stolperte, schlug hart auf dem Boden auf. Die Unendlichkeit des Weltraums umschloss ihn. Nur ein leises Sirren in seinem Kopf. Sonst Leere.
-- Erst Marek nun Lehar, du haust deine Leute anscheinend gerne um. Mrgreen

Zitat:Silbergraue Sternenwolken zogen an ihm vorbei, während er durch die endlosen Weiten schwebte.
-- Vielleicht "vorüber"? Fände ich klanglich und inhaltlich schöner bzw. passender.

Zitat: Silbergraue Sternenwolken, die Tearyls dunkle Stimme fraßen, bevor die Worte einen Sinn ergaben.
- "ergeben konnten" oder "ihren Sinn fanden" passt zeitlich besser.

Zitat:Ganz friedlich zog das All durch seinen Kopf und Lehar streckte die Finger danach aus. Er streichelte die Nebel, die wie Watte waren. Er zählte die Sterne, die im Schwarz funkelten.
-- Das ist das zweite Mal innerhalb dieses Auszugs, das er etwas sieht und die Finger danach ausstreckt. Diese Häufung liest sich unschön.

Zitat:Er atmete.
Bin ich tot?
-- Zuerst erwähnst du den Atem, dann kommt diese Frage. Häh? Ich sehe die kausale Kette nicht. Zudem ist er ja auf Droge, könnte also daran gewöhnt sein, Dinge zu sehen. Vor allem, wenn du ihn selbst feststellen lässt, dass da noch eine Stimme ist. Darum gefällt mir dieser Absatz dann auch nicht:

Zitat:Es fühlte sich alles so real an, obwohl sein Verstand ihm sagte, dass es nicht real sein konnte. Schwebte er tatsächlich inmitten des Universums? Zwischen Weißen Riesen, Schwarzen Löchern, Roten Zwergen und Blauen Giganten – Farbenpracht in Grau gebannt. Hatte er die Augen offen oder geschlossen?
Aber wahrscheinlich lebte er noch, denn Tearyl sprach mit ihm. Oder mit irgendjemandem sonst.

Zitat:Die silbergrauen Sternenwolken lösten sich allmählich auf und gaben die Decke des Aufenthaltsraumes preis.

-- Zum ersten, zum zweiten, zum dritten ...
Jemand hat ihn also dort hingetragen? Da muss er ja ganz schön lange weg gewesen sein.

So, es sind mehr Anmerkungen geworden, als ich dachte, und leider wird diese Geschichte wohl ebenfalls auf dem "Nichtgefallen"-Stapel landen. Tut mir leid.
Bei solch einem Titel hatte ich auf etwas gehofft, das meine Begeisterung wecken kann.
Grob zusammengefasst scheitert in meinen Augen dieser Ausschnitt nur an einem - Lehar. Er ist einfach langweilig. Starrt zugedröhnt Strudel in seine Umgebung (was auf die Masse des Textes zu häufig und damit teilweise nervig wird) und hat Gedankengänge, die ich nicht nachvollziehen kann.
Eigentlich müssten die Ereignisse mit dem Alarm, dem Schaden am Schiff dramatisch sein, irgendwie liest man da aber drüber, weil Lehar über die dunkle Brücke und Befehlsgeber nachsinnt, und dann ist er auch schon bewusstlos.
Das Landemanöver an sich bekommen wir also gar nicht mit, ebensowenig, warum er den Planeten (die Erde) so wunderschön, so besonders findet. Hier fehlt mir die Hintergrundinformation zu dem Schiff. Vielleicht ein Problem des Auszuges an sich?
Auch sprachlich fand ich die Geschichte eher mittelmäßig. Es kamen Dopplungen und fehlte an den Lanna-typischen skurrilen Bildvergleichen.
(Würde nicht dein Name drüberstehen, ich hätte nicht gedacht, dass diese Geschichte von dir ist.)
So, jetzt stehe ich wieder als die scharfzüngige, nie zufriedenzustellende Adsartha da, aber nachdem ich es gelesen hatte, wollte ich auch einen Kommentar druntersetzen.
Ich hoffe, du nimmst ihn mir nicht zu Übel und findest das ein oder andere, was du davon benutzen kannst.

Liebe Grüße
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #9 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Hey Addi,

entschuldige bitte, dass meine Antwort so verspätet kommt, aber da ich zur Zeit tatsächlich nicht nur abwesend gemeldet bin, sondern auch wenig ins Forum reingucke und noch weniger Motivation habe, mich aktuell mit meinen Geschichten zu beschäftigen ... jedenfalls wollte ich das neue Jahr mal mit etwas mehr Disziplin beginnen und offene Kommentare abarbeiten.

Auf einzelne Anmerkungen gehe ich nicht ein, habe sie aber natürlich alle abgespeichert.

Deine Verwunderung über meinen Schreibstil kann ich damit begründen, dass dieser Auszug über 5 Jahre alt ist und im Nachhinein (noch) nicht neu geschrieben wurde. Mir selbst gefällt er inzwischen auch nicht mehr allzu gut und irgendwann werde ich ihn überarbeiten, bzw. komplett neuschreiben.

Lehar als Junkie ist möglicherweise eine ungünstige Perspektive, weshalb ich überlege, ihn etwas nüchterner in den Prolog starten zu lassen. Aber darüber mache ich mir zur Zeit keine Gedanken, weil ich sowieso nicht zum Schreiben komme und wenn doch ... dann steht Khonar definitiv weiter oben auf meiner Liste *lach*

Die Fantasy-Fraktion werde ich übrigens niemals verlassen! Icon_smile Nur manchmal hab ich Lust auf »moderne« Schreibe, also ohne Mittelalter und mit schnellerer Fortbewegung als ein Pferd *grins* ... wobei sich dieses Problem inzwischen ziemlich gut mit meinem Fantasy-Welten-Basteln-Mega-Projekt verbinden lässt.

Also ich bedanke mich nochmal offiziell für deinen Kommentar und bin dir natürlich keineswegs böse!

Liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #10 |

RE: Inter Aetheris - Auszug 1
Hallo Lanna!

-> Damit dich auch der ein oder andere Kommi erwartet. Icon_smile Außerdem hab ich momentan große Lust auf SciFi und bin hier sogar zum zuständigen Mod aufgestiegen.

Zitat:Das Triebwerk wird kein „Antimaterieperipheriemodul das den Fusionstank des Antriebs isoliert“, nur damit es nach mehr Science-Fiction klingt; genauso bleibt die Kaffeemaschine eine Kaffeemaschine und verwandelt sich nicht in eine „Kaffeereplikationseinheit“ (jaja, alles Vorschläge, die ich schon bekommen habe *lach*)
Cool! Ich finde auch, dass man nicht alles auf Teufel-komm-raus technisieren und überborden muss. Deshalb gab's bei mir auch einfach eine Kaffeemaschine. *lacht*

Zitat:Inter Aetheris
(Zwischen den Himmeln)
Dein Arbeitstitel gefällt mir eigentlich sehr gut. Ich bin gespannt, wie er sich letztendlich in deine Geschichte einfügt. So lose erzählt er mir etwas von einer "ZWischendimension" - vielleicht das, wo die Raumschiffe reisen, wenn sie große Entfernungen in kurzer Zeit überbrücken wollen.

Zitat:Pulsierend streute der Planet sein Licht in die Dunkelheit.
Wenn Lehar gleich den Rythmus im Fenster spüren kann ... heißt das, der Planet leuchtet tatsächlich von sich heraus? Oder reflektiert er doch nur Sonnenlicht, dass eben in diesem Rythmus ankommt? Mal schauen, wie sich das noch darstellt.

Zitat:Doch bevor Lehar sich vornehmen konnte, die junge Frau irgendwann danach zu fragen, war der Gedanke bereits wieder in die tiefe Leere in seinem Kopf abgedriftet. Wie das All. Leer und doch voller funkelnder Sterne.
Irgendwie wirkt er, als wäre er auf Drogen - so gelassen, während Zoey mit ihrem Verband eher abgekämpft wirkt. Das würde auch erklären, warum der Planet leuchtete und pulsierte ... und es wäre ein Ansatz, was eigentlich in der Dose ist. *g*

Zitat:Das All ist so gar nicht wie eine Kaffeemaschine.
Icon_lol
Genialer Gedanke - ich glaube ich mag Lehar.

Zitat:Sein Blick wanderte wieder zur Decke der Kombüse.
Du bist ja auf der Suche nach einer Alternative für "Kombüse" - wenn du begrenzten Raum und kärgliche Ausstattung vermitteln willst, vielleicht "Kochzeile"?

Zitat:Eine Weile lag er schon rücklings auf dem Tisch und starrte hinauf.
Er muss unter Drogen stehen!

Zitat:Ihre grauen Augen flackerten mit dem Licht und waren wie Sternenwolken, waren wie Millionen Sonnen, die aus dem dreckigen Gesicht strahlten.
Tolle Beschreibung.

Zitat:Die grauen Flecken zerplatzten und Zoey fluchte.
Sie flucht oben schonmal ... um die Dopplung zu umschiffen, vielleicht "und Zoey fluchte ein weiteres Mal/schon wieder" ... aber noch cooler fände ich es, wenn sie was anderes tun würde ... knurren z. B..

Zitat:Sein Kopf wagte den erfolglosen Versuch zu explodieren.
Genial!

Und HA, ich wusste, er ist zugedröhnt. *ggg*

Zitat:„Das verfluchte Triebwerk hat schon wieder den Geist aufgegeben“, erstattete Iljana ihm Bericht, bevor sie kurz in einer der Schlafkammern verschwand.
Sie erstattet Lehar Bericht? Ist er ihr Vorgesetzter? Wenn nicht (und er wirkt eigentlich nicht so), würde ich sie eher etwas erklären oder ihn aufklären lassen.

Zitat:Die Schwärze des Alls schluckte die Soleil und ließ das sanfte Licht des Planeten heller als die Sonne scheinen. Es brannte in Lehars Augen, doch er konnte seinen Blick nicht abwenden. Niemals mehr wollte er etwas anderes sehen.
Hm ... aber irgendetwas stimmt auch nicht mit diesem Planeten ... Lehar war doch wieder halbwegs nüchtern. Zumindest vermittelten das seine Gedanken hiervor.

Zitat:Eine weite, grüne Fläche erstreckte sich hinter dem Glas und ging weit entfernt in Blau über. Blau mit weißen Tupfen.
Ah sie sind gelandet.

Bleibt nur noch die Frage ... was hat ihr Schiff da getroffen? Wo zur Hölle sind sie da gelandet? Warum ist dieser Planet unkatalogisiert? Und: bekommt Lehar Zoey? *g*

Also dieser erste Teil war ja noch nicht so lang. Aber deinen Erzähl-Anker einfach mal unter Drogen zu setzen hat mir schon mal sehr gut gefallen. Die Bilder die du uns durch seine Augen gemalt hast, finde ich gelungen. Trotzdem habe ich auch einen ersten Eindruck von den Strukturen auf der Soleil bekommen ... schön dass schon die ersten Sätze vermitteln, dass deine Chars alle auch irgendwie individuell sind (Befehle wie auf einem Kriegsschiff; kein Licht auf der Brücke).
Wenn du das beibehälst, kann ich mich gut mit deinen Figuren anfreunden. Ich hoffe aber du lieferst einen plausiblen Grund, aus dem man auf einem unbekannten Planeten landen sollte, der eindeutig belebt ist. Wer weiß was da für Gefahren lauern.
Handwerklich ist mir nichts wirklich negatives Aufgefallen - ich bin gespannt wie es weiter geht!

Liebe Grüße vom Wanderer! Icon_smile

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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