Es ist: 13-04-2021, 19:59
Es ist: 13-04-2021, 19:59 Hallo, Gast! (Registrieren)


Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
Beitrag #1 |

Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
Hallo, da bin ich wieder. Das achte und vorraussichtlich vorletzte Kapitel ist angebrochen, mit einer kleinen Anlehnung an ein Werk des Weltenwanderers, da es gerade passend erschien. Ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel. Icon_wink (Falls doch, einfach melden.)
Ja, das große Finale naht. Ein kleines Bisschen Geduld, und ich verspreche, ihr werdet nicht enttäuscht werden (Zumindest hoffe ich das. *lach*)
Hier nun ein kleiner Zwischenpart, der mir gerade am Ende mit den Gedanken zum Mond noch etwas zu Denken gibt. Ich bin mir da noch uneins. Nun ja, mal schauen, was ihr dazu sagt.
Ich wünsche viel Vergnügen.





8. Kapitel
- Gratwanderungen -
(Part 1)


Der beschwerliche Weg endete schließlich an einem weiten Schacht. Diffuses Licht kroch daraus hervor, legte sich auf die Züge der Kainstochter und zeichnete es weich. Die perfekte Jägerin, schoss es Saraya unwillkürlich durch den Kopf, während sie an der attraktiven Vampirin vorüber kroch und in die Tiefe blickte. Keine so gute Idee, gestaltete sich doch der Tunnel länger als gedacht. Umgehend verspürte sie den bekannten Sog, der ihre Sicht wie ein Strudel nach unten trug. Die Entfernung des Bodens war es allerdings nicht, was sie die Augen aufreißen ließ.
„Ist das …?“
„Ja“, kam es kurz angebunden zurück.
Saraya schaffte es, sich von dem erhabenen Gebilde in der Tiefe loszureißen und richtete ihre Aufmerksamkeit auf ihre Begleiterin. War es die Ahnung von Schmerz, was sie in den dunklen Abgründen ihrer Iriden zu sehen glaubte?
„Ich nehme nicht an, dass du mich noch etwas näher heranbringen kannst, oder?“
Die Vampirin spähte mit geschlossenen Augen nach unten, ließ ihre Sinne hinab tasten, prüfend über Oberflächen lecken, wie unsichtbare Verlängerungen ihrer Selbst. Unsichtbar, jedoch hochsensibel, wie sie kurz darauf bewies, als sie mit einem Zischen zurückzuckte.
„Zehn, vielleicht fünfzehn Meter“, schätzte sie mit einem verräterischen Unterton in der Stimme.
„Dann lassen wir das wohl lieber.“ Saraya blickte erneut in den Abgrund, dieses Mal um die Wand unter sich nach brauchbaren Klüften und Kanten abzusuchen. Irgendwie würde sie den Abstieg auch ohne die hilfreichen Krallen der Vampirin hinter sich bringen. Bringen müssen, wollte sie nicht wie eine zertrümmerte Schaufensterpuppe am Boden des Kessels landen. Die Vorstellung ließ ihren Kehlkopf heftig auf und ab tanzen. Aber hatte sie eine andere Wahl?
Sie warf einen letzten Blick auf die Kainstochter, deren Potential so eng mit ihrem eigenen Leben verknüpft war, dass eigentlich nur noch die Nabelschnur fehlte. Dann schwang sie sich über die Kante und kletterte mit Bedacht hinab. Erneut fiel ihr auf, wie weich der Stein war, wie leicht zu bezwingen. Immer schneller kam sie voran, bis sie sich wenige Meter über dem Boden unversehens in einer Sackgasse umgeben von glatten Gestein wieder fand. Mehrere Atemzüge hing sie an ein und derselben Stelle, suchte mit den Augen nach dem nächsten Halt und verfluchte ein weiteres Mal, die Schwäche ihrer Rasse. Was nützten schon die schärfsten Krallen, wenn sie ihr nur drei Tage des Monats zur Verfügung standen?
Mit einem Seufzen schob sie die Gedanken an ihre eigene Unzulänglichkeit beiseite, fasste einen Vorsprung ins Auge, schwang sich leicht von einer Seite zur anderen und holte so den nötigen Schwung, um die Kante zu greifen, die sich eine halbe Körperlänge von ihr entfernt zu ihrer Rechten befand. Nach einem Moment der Leichtigkeit, griffen die körperlosen Finger der Schwerkraft nach ihr und zogen sie unwiederbringlich dem Boden entgegen. Ihre Hand streifte die Erhebung. Sie spürte wie sich die Zähne des Steins hinein gruben, als die Muskeln nicht ausreichten, um den Sturz abzufangen.
Ungebremst raste sie dem Boden entgegen, und nur das Training, das sie sich seit frühester Jugend abverlangt hatte, bewahrte sie vor einer ernsthaften Verletzung. Eine federnde Bewegung der Knie, die linke Schulter eingezogen und darüber abgerollt, dann stand sie aufrecht vor dem Übel, welches die Vampirin an ihren Platz bannte.
Das ausladende Kreuz maß mindestens zweieinhalb Meter und war so hoch wie ein kleines Haus. Feinste Schnitzereien waren in den Querbalken gearbeitet, während Jesus mit gewohnt zerrissenem Blick zu ihr herabstarrte.
Für einen Augenblick wollte die Wirkung des Symbols sie in seinen Bann ziehen – Kreuze hatten für sie schon immer etwas Tröstendes ausgestrahlt. Mühsam löste sie sich von dem Anblick und suchte stattdessen nach den Schwachstellen des Gebildes. Zuerst riss sie die Gestalt Jesu herunter, nicht ganz ohne Skrupel, bevor sie sich daran machte, die Wandverstrebung der Balken zu lösen. Als sie fertig war, stach es in Schultern und Rücken, dafür fiel die letzte Verankerung blechern zu Boden. Das Kreuz folgte und wurde von der Wucht des Aufpralls entzwei gerissen, so dass Saraya gleich darauf die dunkle Präsenz der Kainstochter neben sich fühlte.
„Ich bin beeindruckt, Wolfskind“, beschied diese mit einem Lächeln und blickte sich um. „Damit wäre wieder eine Hürde hinter uns gebracht. Sieht so aus, als würden wir langsam vorankommen. Der Ausgang ist nicht mehr weit, ich spüre es. “
Sarayas Mundwinkel zuckten unter dem missglückten Grinsen, das versuchte, ihre Lippen zu verzerren. Die Hoffnung der Vampirin schmeckte gar zu bitter, um sie auch nur zu probieren, ahnte sie doch die dahinter lauernde Leere. Zu viel Zeit schien bereits vergangen.
Zeit … Sie hielt inne, als der Gedanke sich in ihr Bewusstsein biss, sie auf etwas stieß, das sie bislang vergessen hatte. Mit einem Mal nachdenklich geworden, blickte sie an sich herab, musterte das rötliche Narbengeflecht, das Bauch und Oberschenkel zierte. Sie spürte es bei jeder Bewegung, ein leichtes Ziehen, nicht mehr als eine ferne Erinnerungen. Als sie daraufhin ihre Stirn betastete, fand sie nicht die geringste Spur von der Platzwunde, die ihr das Trümmerstück der Tür geschlagen hatte. Wie lange bin ich schon hier unten?
Bevor sie sich dessen bewusst war, trug ihre Stimme die Frage bereits an die Vampirin weiter.
„Ist das denn wichtig?“
„Nein, … ich meine, ja … schon irgendwie.“ Als sähe sie diese zum ersten Mal, trat Saraya an eine der Tunnelwände und betrachtete diese aufmerksam. Ihr Blick wanderte über das raue Gestein mit den vielen Einsparungen hinauf zur Decke. Mit ihren Sinnen versuchte sie, dahinter zu gelangen, ihren ewigen Gefährten zu erspüren. Vergeblich. Der Himmel schien schwarz und leer. Ebenso wie sie selbst. Wie viel Fels mochte wohl über ihren Köpfen lagern? Wie viele Meter sie von der Welt trennen?
„Falls du dir Sorgen, um meinen Durst machen solltest …“
Saraya fuhr herum. „Dein Durst ist mir egal … im Moment“, ergänzte sie mit abwesender Stimme, als sie sich der Unsinnigkeit der Bemerkung bewusst wurde. Natürlich war ihr das zerstörerische Verlangen der Kainstochter nicht gleichgültig, konnte es nicht sein, aber ihre Gedanken weilten bereits wieder bei dem Fels. Wie stark war er? Woraus bestand er? Und würde er den Einflüsterungen des Mondes standhalten? Was, wenn nicht?
Die Vorstellung, sich hier unten ihrem Fluch ergeben zu müssen, verwandelte ihr Knochenmark in kreischende Eissplitter. Das Tier in ihr würde durchdrehen in dem Versuch, die Wände einzurennen. Doch was bedeutete das für sie, den Menschen Saraya? Sie wollte es ungern herausfinden.
„Denk nach! Wie lange sind wir schon hier unten?“, wandte sie sich erneut an die Vampirin. Als diese die Schultern hob, wurde sie wütend. „Verdammt, das kann doch nicht so schwer sein! Wann war deine letzte Blutmahlzeit – vor mir, meine ich? Wenn man da unseren Kampf und deine Verletzungen einbezieht, musst du doch in der Lage sein, ein Zeitfenster zu schaffen.“
Die Vampirin dachte nach. „Hm, vielleicht fünf, sechs Tage. Ich weiß es nicht genau, ich halte meine Hände nicht jeden Tag in UV-Licht, und das Bad war auch nicht besonders amüsant. Von daher könnten es auch nur drei oder vier gewesen sein.“
„Drei oder vier“, wiederholte Saraya leise. Die blassen Kästchen des Mondkalenders schoben sich vor ihr geistiges Auge. Gewürfelte Zeit. Ein Ruck ging durch ihren Körper. „Wir müssen weiter!“

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"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #2 |

RE: Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
Hallo Addi,

schön, dass es schon weitergeht. Icon_smile

Zitat: War es die Ahnung von Schmerz, was sie in den dunklen Abgründen ihrer Iriden zu brennen glaubte?

Hmm, das „brennen“ stört mich irgendwie. In dem Satz fehlt irgendwie ein „sehen“. „brennen zu sehen glaubte“ müsste es wahrscheinlich heißen. (Wobei das dann auch noch nicht optimal klingt)

Zitat: Nach einem befreienden Moment der Leichtigkeit,

Eigentlich ist das ja eine nette Umschreibung, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie diesen Moment als „befreiend“ empfindet. Sie müsste ja eher Angst haben, den Halt doch nicht zu finden.

Zitat: dann stand sie aufrecht vor dem Übel, welches die Vampirin an ihren Platz bannte.

Endlich, endlich. Ich will unbedingt wissen, was den nun da unten ist. Icon_jump

Zitat: schon immer etwas Tröstendes ausgestrahlt.

Warum wohl? Mrgreen

Zitat: Es folgte sogleich das gesamte Kreuz, von der Wucht des Aufpralls entzwei gerissen,

„gesamte Kreuz“ liest sich irgendwie seltsam. Ich hätte jetzt gesagt „der Rest des Kreuzes“. Da du aber ja sagen willst, dass tatsächlich das ganze Kreuz fällt, würde ich vorschlagen: „Das Kreuz folgte sogleich“

Zitat: Sie spürte sie bei jeder Bewegung, ein leichtes Ziehen, nicht mehr als eine ferne Erinnerungen.

Bezieht sich das zweite „sie“ auf die Narben im vorherigen Satz? Ich dachte zuerst es bezieht sich auf die Bewegung. Icon_confused

Zitat: Die Vorstellung, sich hier unten zu verwandeln, verwandelte ihr Knochenmark in kreischende Eissplitter.

„verwandeln“ liest sich doppelt. Vorschlag: „Die Vorstellung, sich hier unten zu verwandeln, ließ ihr Knochenmark gefrieren, es fühlte sich wie kreischende Eissplitter an.“ Wobei ich zugeben muss, dass meine Formulierung ein bisschen klischeemäßig ist. Icon_wink

Zitat: Die blassen Kästchen des Mondkalenders schoben sich vor ihr geistiges Auge. Gewürfelte Zeit.

Ah, hier ist die Anlehnung, an das Werk vom Wanderer. Icon_smile Hmm, ich bin mir nicht so sicher, ob ich die Kästchen auf dem Kalender als Würfel bezeichnen würde. Aber da die Rumraterei wieviele Tage sie nun da unten sind, ja auch sowas wie Glücksspiel, also würfeln ist, passt es doch irgendwie.

Den Übergang zu Sarayas "Zeitproblem" fand ich übrigens recht geschickt, wie ihr die Zeit so plötzlich wieder einfällt. Besonders weil die Vampirin (die übrigens noch immer keinen Namen hat, oder?), ja erstmal einen Hoffnungsschimmer gibt.

Bei den Gedanken zum Mond, finde ich, dass du da noch näher drauf eingehen könntest. Ich weiss nicht genau, aber ich denke mal, dass Saraya ihm doch irgendwie sehr nahe stehen muss. Sie könnte sich mit ihm verbunden fühlen. Gerade, wenn sie daran denkt, dass ihre Verwandlung bevorsteht, könnte sie sich vielleicht vorstellen, wie er gerade zum Vollmond wird und diese silbrigen Strahlen dann (vielleicht durch eine Spalte) in das Felsenlabyrinth fallen. Vielleicht so, dass eine gruselige Athmosphäre entsteht, die mir zeigt, wie sehr Saraya vom Mond abhängig ist, mir aber auch gleichzeitig Angst davor macht, was passiert, wenn sie sich da unten tatsächlich Verwandeln sollte. (Aber nimm das nur als grobe Anregung meinerseits, ich weiss ja nicht, wie das Kapitel noch weitergeht) Icon_wink

Joar, ansonsten kann ich noch nicht viel dazu sagen, es ist praktisch nichts passiert und das Kapitel geht ja auch noch weiter. Ich bin gespannt. Mit der (möglichen) Verwandlung hast du nämlich noch einen weiteren Spannungspunkt eingesetzt.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #3 |

RE: Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
Hallo treue Lady!
Nach dem ihr nun schon über ein Jahr wartet, habe ich mir fest vorgenommen, diese Geschichte endlich zu einem Abschluss zu bringen. Deshalb werden der Rest dieses Kapitels und das große Finale bald folgen. Icon_smile

Zitat:Hmm, das „brennen“ stört mich irgendwie. In dem Satz fehlt irgendwie ein „sehen“. „brennen zu sehen glaubte“ müsste es wahrscheinlich heißen. (Wobei das dann auch noch nicht optimal klingt)
-- Über die Stelle bin ich auch schon gestolpert, wollte sie abändern und hab mich dann doch wieder ablenken lassen. Icon_ugly

Zitat:
Zitat: Nach einem befreienden Moment der Leichtigkeit,

Eigentlich ist das ja eine nette Umschreibung, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie diesen Moment als „befreiend“ empfindet. Sie müsste ja eher Angst haben, den Halt doch nicht zu finden.
-- Stimmt, ich dachte da an den Flug, also an das Gefühl des Fliegens. Wohl ein bissl too much. Ich hab das "befreiend" jetzt gestrichen.

Zitat:
Zitat: dann stand sie aufrecht vor dem Übel, welches die Vampirin an ihren Platz bannte.

Endlich, endlich. Ich will unbedingt wissen, was den nun da unten ist. Icon_jump
-- *g* Sollte ich erwähnen, dass ich eigentlich vorhatte, an dieser Stelle den Kapitelbruch zu setzen. *lach*
Da ihr aber schon soo oft an fiesen Stelle warten musstet, dacht ich mal, ich bin nett.

Zitat:
Zitat: Es folgte sogleich das gesamte Kreuz, von der Wucht des Aufpralls entzwei gerissen,

„gesamte Kreuz“ liest sich irgendwie seltsam. Ich hätte jetzt gesagt „der Rest des Kreuzes“. Da du aber ja sagen willst, dass tatsächlich das ganze Kreuz fällt, würde ich vorschlagen: „Das Kreuz folgte sogleich“
-- Alles klar. Ich habs geändert- Dankeschön.

Zitat:
Zitat: Sie spürte sie bei jeder Bewegung, ein leichtes Ziehen, nicht mehr als eine ferne Erinnerungen.

Bezieht sich das zweite „sie“ auf die Narben im vorherigen Satz? Ich dachte zuerst es bezieht sich auf die Bewegung. Icon_confused
-- Ja, ich hab jetzt "es" daraus gemacht, da es ja ein Narbengeflecht war. Müsste nun grammatikalisch korrekt und damit leichter verständlich sein.

Zitat:
Zitat: Die Vorstellung, sich hier unten zu verwandeln, verwandelte ihr Knochenmark in kreischende Eissplitter.

„verwandeln“ liest sich doppelt. Vorschlag: „Die Vorstellung, sich hier unten zu verwandeln, ließ ihr Knochenmark gefrieren, es fühlte sich wie kreischende Eissplitter an.“ Wobei ich zugeben muss, dass meine Formulierung ein bisschen klischeemäßig ist. Icon_wink
-- Das liest sich nicht nur doppelt, das ist doppelt!
*head--> desk* *sofort ändern geht*

Zitat:
Zitat: Die blassen Kästchen des Mondkalenders schoben sich vor ihr geistiges Auge. Gewürfelte Zeit.

Ah, hier ist die Anlehnung, an das Werk vom Wanderer. Icon_smile Hmm, ich bin mir nicht so sicher, ob ich die Kästchen auf dem Kalender als Würfel bezeichnen würde. Aber da die Rumraterei wieviele Tage sie nun da unten sind, ja auch sowas wie Glücksspiel, also würfeln ist, passt es doch irgendwie.
-- Da quadratische Kästchen auch Würfel sind, fand ich es hier passend. Wir haben so einen Kalender *lach*, deine Interpretation gefällt mir aber auch sehr gut. Icon_wink

Zitat:Den Übergang zu Sarayas "Zeitproblem" fand ich übrigens recht geschickt, wie ihr die Zeit so plötzlich wieder einfällt. Besonders weil die Vampirin (die übrigens noch immer keinen Namen hat, oder?), ja erstmal einen Hoffnungsschimmer gibt.
-- *hust* Das mit dem Namen bzw. der Namenlosigkeit hat einen Grund. *hust*

Zitat:Bei den Gedanken zum Mond, finde ich, dass du da noch näher drauf eingehen könntest. Ich weiss nicht genau, aber ich denke mal, dass Saraya ihm doch irgendwie sehr nahe stehen muss.
-- Hm, sie ist eher zwiegespalten. Auf der einen Seite schätzt sie die Stärke, die der Vollmond ihr verleiht, auf der anderen Seite leidet sie natürlich auch unter dem Fluch. Eine Verbundenheit besteht da schon, aber gerade weil sie nun unter der Erde ist, ist der Kontakt total abgerissen. Das sollte hier eigentlich rauskommen. Hm. Icon_confused

Zitat: Gerade, wenn sie daran denkt, dass ihre Verwandlung bevorsteht, könnte sie sich vielleicht vorstellen, wie er gerade zum Vollmond wird und diese silbrigen Strahlen dann (vielleicht durch eine Spalte) in das Felsenlabyrinth fallen. Vielleicht so, dass eine gruselige Athmosphäre entsteht, die mir zeigt, wie sehr Saraya vom Mond abhängig ist, mir aber auch gleichzeitig Angst davor macht, was passiert, wenn sie sich da unten tatsächlich Verwandeln sollte. (Aber nimm das nur als grobe Anregung meinerseits, ich weiss ja nicht, wie das Kapitel noch weitergeht) Icon_wink
-- Hm, in meinem Plan sind sie im Moment noch zu tief unter der Erde, um Spalten zur Oberfläche zu haben. Aber ich weiß, was du meinst, und schaue nochmal drüber, ob ich irgendwo noch mehr über den Mond einfügen kann, ohne ins Schwafeln zu verfallen. Icon_wink

Zitat: Ich bin gespannt. Mit der (möglichen) Verwandlung hast du nämlich noch einen weiteren Spannungspunkt eingesetzt.
-- *g* Nehme ich zu viel vorneweg, wenn ich das möglich in ein anstehend umwandle? Mrgreen

Liebe Grüße und vielen Dank für deinen hilfreichen Kommentar.
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #4 |

RE: Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
... und ich schon wieder! Icon_smile

Zitat:Das achte und vorraussichtlich vorletzte Kapitel ist angebrochen, mit einer kleinen Anlehnung an ein Werk des Weltenwanderers, da es gerade passend erschien. Ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel. Icon_wink (Falls doch, einfach melden.)
Aha? Na mal schauen, ob ich's überhaupt erkenne! *lacht*

Zitat:Diffuses Licht kroch daraus hervor, legte sich auf die Züge der Kainstochter und zeichnete es weich.
Das Licht kommt von unten, richtig? Also kein Tageslicht?

Zitat:Saraya schaffte es, sich von dem erhabenen Gebilde in der Tiefe loszureißen und richtete ihre Aufmerksamkeit auf ihre Begleiterin.
Menno. Was. Ist. Es?

Zitat:Unsichtbar, jedoch hochsensibel, wie sie kurz darauf bewies, als sie mit einem Zischen zurückzuckte.
Magie? Symbiontische Mikroorganismen? Ich frage mich immer, warum die alle so krasse Fähigkeiten haben ... nur weil wir in Fantasy sind, heißt das nicht, dass man nicht auch einen Grund braucht. Icon_wink Natürlich wäre hier nicht der richtige Ort um es einfach nur zu infodumpen ... aber so nach und nach könnte es schon herauskommen. Apropos Fantasy: das hier ist kein Fantasy, es gehört in die Phatastikrubrik (Fantasyelemente in "unserer" Welt Icon_smile). Solltest den zuständigen Mod bitten, es zu verschieben. Mrgreen

Zitat:Irgendwie würde sie den Abstieg auch ohne die hilfreichen Krallen der Vampirin hinter sich bringen.
Also ist die Vampirin nicht einfach abgerutscht (mit ihren Sinnen), oder so was, sondern da ist etwas, was ihr schadet, aber Saraya nicht, deshalb will sie hinabsteigen?

Zitat:deren Potential so eng mit ihrem eigenen Leben verknüpft war, dass eigentlich nur noch die Nabelschnur fehlte.
*lacht* Schön ausgedrückt.

Zitat:und verfluchte ein weiteres Mal, die Schwäche ihrer Rasse.
Ergo, die Schwäche der menschlichen Rasse. *lacht* (Dafür hat man keine Finger, wenn Pranken hat!)

Zitat:Was nützten schon die schärfsten Pranken, wenn sie ihr nur drei Tage des Monats zur Verfügung standen?
Pranken an sich sind - glaube ich - nicht scharf, nur die Krallen, die sich daran befinden. (Ja ich weiß - Klugscheißer! Mrgreen )

Zitat:dann stand sie aufrecht vor dem Übel, welches die Vampirin an ihren Platz bannte.
Du spannst uns aber auch auf die Folter (in Wirklichkeit finde ich das gut).

Zitat:Das ausladende Kreuz maß mindestens zweieinhalb Meter und war so hoch wie ein kleines Haus. Feinste Schnitzereien waren in den Querbalken gearbeitet, während Jesus mit gewohnt zerrissenem Blick zu ihr herabstarrte.
Ah. Icon_smile
(Warum helfen Kreuze und Weihwasser in deiner Welt gegen Vampire? Wegen der göttlichen Macht?)

Zitat:Als sie daraufhin ihre Stirn betastete, fand sie nicht die geringste Spur von der Platzwunde, die ihr das Trümmerstück der Tür geschlagen hatte. Wie lange bin ich schon hier unten?
Kommt der Vollmond näher? Spielt ihr Zeit etwas sogar in die Karten? Ist sie in ihrer Wolfsform einem Vampir gewachsen?

Zitat:Die blassen Kästchen des Mondkalenders schoben sich vor ihr geistiges Auge. Gewürfelte Zeit. Ein Ruck ging durch ihren Körper. „Wir müssen weiter!“
Gefunden! Icon_smile Ein schönes Bild für Kalenderkästchen - hast du gut gemacht.

So so, die namenlose Vampirin (deren Namen wir wahrscheinlich am Ende erfahren werden?) spürt also, dass das Ende naht? Ich bin gespannt. Einige Fragen harren, wie du weißt, der Antwort. Neue sind hinzugekommen - aber die wichtigste bleibt: wer hat dieses seltsame Labyrinth erbaut und was ist der Zweck?
(Ganz kurz kam mir der Gedanke, die Vampirin selbst könnte etwas damit zu tun haben, aber das erscheint mir dann doch weit hergeholt. Icon_wink)
Am Schreibstil hatte ich wieder wenig zu meckern. Bleiben inhaltliche Inkonsistenzen, die mir noch nicht aufgefallen sind. Aber wenn sich am Ende welche offenbaren, werde ich sie gnadenlos aufdecken. Icon_fies
Aber spannend ist es, obwohl es um Vampire und Werwölfe geht.
Zu deiner Frage vom Anfang: die Gedanken zum Mond haben gepasst, was hat dich denn daran gestört?
Auch Saraya selbst bringst du uns als Leser gut nahe. Mal schauen was die Geschichte noch so birgt.

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #5 |

RE: Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
Huch!
Hat das gedauert. *rotwerd und auf die Knie fall*

Zitat:
Zitat:Diffuses Licht kroch daraus hervor, legte sich auf die Züge der Kainstochter und zeichnete es weich.
Das Licht kommt von unten, richtig? Also kein Tageslicht?
-- Nope, Licht von unten.

Zitat:
Zitat:Saraya schaffte es, sich von dem erhabenen Gebilde in der Tiefe loszureißen und richtete ihre Aufmerksamkeit auf ihre Begleiterin.
Menno. Was. Ist. Es?
-- *loool* Freut mich, wenn ich so in Dunkelheit tappen lassen kann.

Zitat:
Zitat:Unsichtbar, jedoch hochsensibel, wie sie kurz darauf bewies, als sie mit einem Zischen zurückzuckte.
Magie? Symbiontische Mikroorganismen? Ich frage mich immer, warum die alle so krasse Fähigkeiten haben ... nur weil wir in Fantasy sind, heißt das nicht, dass man nicht auch einen Grund braucht. Icon_wink Natürlich wäre hier nicht der richtige Ort um es einfach nur zu infodumpen ... aber so nach und nach könnte es schon herauskommen. Apropos Fantasy: das hier ist kein Fantasy, es gehört in die Phatastikrubrik (Fantasyelemente in "unserer" Welt Icon_smile). Solltest den zuständigen Mod bitten, es zu verschieben. Mrgreen
-- Also Die Vampire gehen auf Kain zurück, der von Abel und Kain. Daher Kainskinder! Gottessymbole, Kreuze, Weihwasser etc. bereitet ihnen daher körperliches Unbehagen und kann auch zum Tode führen, weil die Ausstrahlung ihr Blut zum Kochen bringt. Alles klar?
* Adsartha mag Phantastik aber nicht. Icon_wink

Zitat:
Zitat:Irgendwie würde sie den Abstieg auch ohne die hilfreichen Krallen der Vampirin hinter sich bringen.
Also ist die Vampirin nicht einfach abgerutscht (mit ihren Sinnen), oder so was, sondern da ist etwas, was ihr schadet, aber Saraya nicht, deshalb will sie hinabsteigen?
-- Genau!

Zitat:
Zitat:deren Potential so eng mit ihrem eigenen Leben verknüpft war, dass eigentlich nur noch die Nabelschnur fehlte.
*lacht* Schön ausgedrückt.
-- Danke. Icon_smile

Zitat:
Zitat:und verfluchte ein weiteres Mal, die Schwäche ihrer Rasse.
Ergo, die Schwäche der menschlichen Rasse. *lacht* (Dafür hat man keine Finger, wenn Pranken hat!)
-- Auch wieder wahr! Werd ich ihr mal schreiben.

Zitat:
Zitat:Was nützten schon die schärfsten Pranken, wenn sie ihr nur drei Tage des Monats zur Verfügung standen?
Pranken an sich sind - glaube ich - nicht scharf, nur die Krallen, die sich daran befinden. (Ja ich weiß - Klugscheißer! Mrgreen )
-- Hm, gehört das nicht zusammen? Icon_confused
*ändern geh*

Zitat:
Zitat:dann stand sie aufrecht vor dem Übel, welches die Vampirin an ihren Platz bannte.
Du spannst uns aber auch auf die Folter (in Wirklichkeit finde ich das gut).
-- War sehr schwierig, ohne es übertrieben wirken zu lassen.

Zitat:
Zitat:Das ausladende Kreuz maß mindestens zweieinhalb Meter und war so hoch wie ein kleines Haus. Feinste Schnitzereien waren in den Querbalken gearbeitet, während Jesus mit gewohnt zerrissenem Blick zu ihr herabstarrte.
Ah. Icon_smile
(Warum helfen Kreuze und Weihwasser in deiner Welt gegen Vampire? Wegen der göttlichen Macht?)
-- siehe oben

Zitat:
Zitat:Als sie daraufhin ihre Stirn betastete, fand sie nicht die geringste Spur von der Platzwunde, die ihr das Trümmerstück der Tür geschlagen hatte. Wie lange bin ich schon hier unten?
Kommt der Vollmond näher? Spielt ihr Zeit etwas sogar in die Karten? Ist sie in ihrer Wolfsform einem Vampir gewachsen?
-- Ja, ja und ja.

Zitat:
Zitat:Die blassen Kästchen des Mondkalenders schoben sich vor ihr geistiges Auge. Gewürfelte Zeit. Ein Ruck ging durch ihren Körper. „Wir müssen weiter!“
Gefunden! Icon_smile Ein schönes Bild für Kalenderkästchen - hast du gut gemacht.
-- Gracie! Smiley_emoticons_blush

Zitat:So so, die namenlose Vampirin (deren Namen wir wahrscheinlich am Ende erfahren werden?) spürt also, dass das Ende naht? Ich bin gespannt. Einige Fragen harren, wie du weißt, der Antwort. Neue sind hinzugekommen - aber die wichtigste bleibt: wer hat dieses seltsame Labyrinth erbaut und was ist der Zweck?
(Ganz kurz kam mir der Gedanke, die Vampirin selbst könnte etwas damit zu tun haben, aber das erscheint mir dann doch weit hergeholt. Icon_wink)
-- DAS wäre doch mal eine Wendung gewesen.

Zitat:Am Schreibstil hatte ich wieder wenig zu meckern. Bleiben inhaltliche Inkonsistenzen, die mir noch nicht aufgefallen sind. Aber wenn sich am Ende welche offenbaren, werde ich sie gnadenlos aufdecken. Icon_fies
-- Ich hoffe darauf.

Zitat:Aber spannend ist es, obwohl es um Vampire und Werwölfe geht.
Zu deiner Frage vom Anfang: die Gedanken zum Mond haben gepasst, was hat dich denn daran gestört?
Auch Saraya selbst bringst du uns als Leser gut nahe. Mal schauen was die Geschichte noch so birgt.
-- Hier fehlt also nichts an Gedanken? Hm, ich hatte ja auch mehr Zeit in all den Kapiteln.

Liebe Grüße und weiter schämen geh
Addi

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Beitrag #6 |

RE: Zweierlei Blut - Kapitel 8 (Part 1)
Hi Addi!

Zitat: und zeichnete es weich. Die perfekte Jägerin, schoss es Saraya unwillkürlich durch den Kopf, während sie an der attraktiven Vampirin vorüber kroch und in die Tiefe blickte.
weiche Züge sind ein Merkmal einer perfekten Jägerin? Wieso kommt der Gedanke gerade hier? Lauert die Vampirin, bewegt sie sich komplett lautlos, geschmeidig wie ein Löwe? Die Wandlungsfähigkeit ihres Gesichtes würde ich eher als »perfekte Schauspielerin« oder so interpretieren, um Jägerin zu sein, muss man ja einiges mehr können, als hübsch ausschaun.
Und das »attraktiv« irritiert mich hier … also es würde mich an jeder Stelle ein bisschen irritieren, es sei denn, Saraya beginnt jetzt für die Vampirin zu schwärmen (warum auch immer), aber im Zusammenhang mit der Jägerin … wirkt es befremdlich.

Zitat: Umgehend verspürte sie den bekannten Sog, der ihre Sicht wie ein Strudel nach unten trug.
Hä? *lach* Soll das so ein Zoom-Effekt sein, weil sie auf große Entfernung sehen kann? Sowas hätte sich auch am Anfang schon gut gemacht, als sie die Vampirin in die Halle stolpern sieht. Da hätte ich auch erstmal rangezoomt und nach Waffen und/oder Verletzungen geguckt.

Zitat: Saraya schaffte es, sich von dem erhabenen Gebilde in der Tiefe loszureißen
Gebilde … hm …
Ist Geschmackssache, aber ich hasse es, wenn etwas, das die Protagonistin sehen und einordnen kann, vor mir als Leser geheimgehalten wird. Und dann diese blöde Frage … »Ist das ...?«
Woher weiß die Vampirin, was Saraya da sagen will? Vielleicht wollte sie fragen, ob das die verlorengeglaubte Eismaschine von Mr. Ice-Maker ist … Warum schneidet sie ihr das Wort ab? Einzige logische Antwort: Damit der Leser im Unwissen bleibt. Sowas ärgert mich. Ungemein. Die Vampirin weiß es … damit kann ich Leben, ich gucke nicht durch ihre Augen. Aber ich sitze in Sarayas Kopf, weiß was sie denkt, fühlt und sieht. Warum darf ich dann da unten das nicht sehen?

Zitat: Die Vampirin spähte mit geschlossenen Augen nach unten, ließ ihre Sinne hinab tasten, prüfend über Oberflächen lecken, wie unsichtbare Verlängerungen ihrer Selbst.
»hinabtasten«;
hier springst du kurz in die Perspektive der Vampirin, denn Saraya kann beim besten Willen nicht wissen, wie die Sinne der Vampirin über Oberflächen lecken …
Ich persönlich mag sowas nicht, andere sehen das anders.

Zitat: „Zehn, vielleicht fünfzehn Meter“, schätzte sie mit einem verräterischen Unterton in der Stimme.
wofür ist der verräterische Unterton? Lügt sie Saraya mit der Höhenangabe an? Warum? Oder Verrät der Unterton ein Gefühl, das die Vampirin eigentlich verbergen will? Wenn ja, welches?
Ich hab ja im Moment nicht den Hauch einer Ahnung, was da unten ist, also weiß ich auch nicht, für wen von beiden es eine Gefahr ist und wer welche Gefühle haben müsste.

Zitat: Erneut fiel ihr auf, wie weich der Stein war, wie leicht zu bezwingen.
Weich? Also formt sie da im Stein selbst die Griffmöglichkeiten, die sie braucht? Oder meint »weich« … wie abgeschmiergelt, also ohne scharfe und raue Kanten?

Zitat: und verfluchte ein weiteres Mal, die Schwäche ihrer Rasse.
Die … Schwächen? Vor ein paar Stunden lag sie noch sterbend irgendwo rum und jetzt kletterte sie munter, ohne Probleme oder Schmerzen oder sonstwas durch die Höhlen, fällt runter, tut sich trotzdem nix, alles scheint wieder bestens verheilt … das nennt sie »Schwäche«?

Zitat: Ungebremst raste sie dem Boden entgegen, und nur das Training, das sie sich seit frühester Jugend abverlangt hatte, bewahrte sie vor einer ernsthaften Verletzung.
Doofe Frage: Warum hat sie sich dann nicht gleich fallen gelassen, statt da rumzuschwingen?

Zitat: Für einen Augenblick wollte die Wirkung des Symbols sie in seinen Bann ziehen – Kreuze hatten für sie schon immer etwas Tröstendes ausgestrahlt.
Hier wieder die Frage, warum sie kein Kreuz bei sich trägt. Es hilft gegen Vampire und es spendet Trost …
Aber zumindest hat sich die Frage, ob sie religiös ist oder nicht damit erledigt Icon_smile

Zitat: Zuerst riss sie die Gestalt Jesu herunter, nicht ganz ohne Skrupel, bevor sie sich daran machte, die Wandverstrebung der Balken zu lösen.
Was bringt es, Jesus runterzureißen? Und wie genau darf man sich das vorstellen? Ist das so eine Porzellanfigur, die mit Sekundenkleber am Holz hängt? Oder auch aus Holz mit Dübeln und Schrauben und so nem Zeug verankert? Wie reißt sie das mit bloßen Händen ab? Wie kommt sie überhaupt an Jesus dran, wenn das Kreuz so hoch wie ein Haus ist?
Und auch die Verstrebungen … wie bekommt sie die ab? Mit bloßen Händen? Ich dachte, ohne Mond wäre sie nur ein »hilfloser« Mensch? Icon_wink

Zitat: Sie hielt inne, als der Gedanke sich in ihr Bewusstsein biss, sie auf etwas stieß, das sie bislang vergessen hatte. Mit einem Mal nachdenklich geworden, blickte sie an sich herab, musterte das rötliche Narbengeflecht, das Bauch und Oberschenkel zierte.
Das hätte mMn schon viel früher und regelmäßiger hin gemusst. Immerhin kriecht sie da munter fröhlich durch die Gegend und nimmt Kreuze auseinander … und DA kommt ihr nicht der Gedanken: »Huch, hab ja gar keine Schmerzen mehr« … nein, sie denkt zufällig an »Zeit« und merkt dann erst, dass ihre Wunden verheilt sind? …

Zitat: fand sie nicht die geringste Spur von der Platzwunde, die ihr das Trümmerstück
irgendwo stand was von einer Beule, weiß aber gar nicht mehr, wo das war. ʼs war auf jeden Fall keine Platzwunde

Zitat: Als sähe sie diese zum ersten Mal, trat Saraya an eine der Tunnelwände und betrachtete diese aufmerksam.
klingt nicht so schön. Aber die Tunnelwände hat sie doch schon aufmerksam beguckt, als sie mit der Vampirin Huckepack die Wand raufgeklettert ist

Zitat: Wie stark war er? Woraus bestand er? Und würde er den Einflüsterungen des Mondes standhalten? Was, wenn nicht?
Könnte ihre Verwandlung denn dadurch unterbunden werden? Also in einem Atomschutzbunker zum Beispiel? Und der Mond flüstert ja dem Felsen nichts ein … vielleicht eher »Und würde er die Einflüsterungen des Mondes abhalten können?«?

Zitat: „Denk nach! Wie lange sind wir schon hier unten?“, wandte sie sich erneut an die Vampirin.
Warum teilt sie der Vampirin nicht einfach ihre Bedenken mit? Immerhin war SIE doch diejenige, die die Zusammenarbeit überhaupt erst … in die Wege geleitet hat. Dafür zeigt sie sich reichlich unkooperativ. Für die Vampirin wäre es ja auch wichtig, zu wissen, dass sie sich bald vielleicht in ein Killerhundi verwandelt.

Zitat: Wenn man da unseren Kampf und deine Verletzungen einbezieht, musst du doch in der Lage sein, ein Zeitfenster zu schaffen.“
Warum kann Saraya das Zeitfenster nicht selbst schaffen? Sie ist doch auch verwundet worden – ihre Verwundung war sogar am gleichen Tag wie die Entführung … wer weiß, wie lange sie schon bewusstlos da im Labyrinth gelegen haben …
Warum sollte die Vampirin die Zeit durch ihre Verletzungen (die ja viel schneller regenerieren und dann einfach weg sind) einschätzen können, aber Saraya kann das nicht? Bei ihr sind immerhin noch die Auswirkungen da.
Aber bei einem verheilten Schnitt kann man nicht sagen, ob der jetzt schon drei oder sieben Tage verheilt ist. Verheilt ist verheilt. (und seit dem Kampf mit den Hunden hat die Vampirin ja keine Wunden mehr davon getragen)

Zitat: „Drei oder vier“, wiederholte Saraya leise.
Drei oder vier oder fünf oder sechs Icon_wink

Da der Mond im Anmarsch ist und das Ende auch nicht mehr allzu fern, wird Saraya sich vermutlich passend zum Finalen Kampf gegen den Oberbösewicht verwandeln können. Oder sie lässt die Vampirin einfach für sich kämpfen.
Ehrlich, wieso kann sie die verstrichene Zeit nicht selbst abschätzen? Warum sollte die Vampirin das besser können als Saraya? Saraya muss doch auch wissen, wie schnell ihre Wunden sonst immer verheilen …

Ich persönlich bin kein Fan von Spannung, die durch Verschweigen irgendwelcher Dinge erzeugt wird, die dem Protagonisten aber bekannt sind. Speziell hier das Kreuz. Solche Szenen find ich im allgemeinen eher ärgerlich, aber ich glaub, da steh ich relativ allein *lach*

Ich hoffe ja, dass die Vampirin irgendein doppeltes Spiel spielt und Saraya am Ende so richtig fertig macht Icon_ugly … wird aber vermutlich nicht passieren Mrgreen

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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