Es ist: 01-12-2020, 00:07
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frühsommerlicher Lesekreis (2010): House of Leaves
Beitrag #81 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Zitat:*ggg* Als Navidson meinte "Das selbe wie bei Delial passiert mir nicht nochmal" bezieht sich also auf eine Sonnenmilch? Das wage ich zu bezweifeln. Icon_wink (Und natürlich ist Bayer mal wieder Vorreiter).
Ich nehme eher an, es dürfte schlicht ein Name sein. So, wie sich Danielewski wahrscheinlich auch bei den Namen Will, Karen, Tom, Johnny, ... keine übermäßigen Namen gemacht haben dürfte (wobei das im Detail zu untersuchen sicher auch seinen Charme hätte Icon_wink)

Zitat:In diesem Licht wird die Äußerung von Navidson vielleicht klarer: er atemt noch, aber er hat kein Großhirn/Persönlichkeit/Leben mehr.
Du meinst, Jed als eine Art Phineas Gage? Für solche Spekulationen ist der Grund etwas instabil, meinst du nicht?

Zitat:Genauso gut könnte aber auch Holloway selbst das Haus geformt haben, weil er seinen beiden ehemaligen Kameraden unbedingt finden wollte und dadurch hat sich dann vielleicht ein Weg aufgetan, genauso wie es Navidso und Bill vielleicht auch nur gelungen ist Jed und Wax zu finden weil sie es unbedingt wollten? Interessant in diesem Zusammenhang: die Tür hinter der sich die beiden verstecken ist abgeschlossen. Vielleicht ein Ausfluss von deren Wunsch geschützt zu sein?
Guter Ansatz, ist ziemlich schlüssig so. Das müssen wir mal im Auge behalten.

Zitat:Was sehr gut daher stammen könnte, dass ja seine Mutter auch Insassin einer solchen war?
Das scheint mir offenkundig.

Zitat:Nietsche hat doch auch in eine ähnliche Richtung gedacht (unsere Wahrnehmung ist sowieso unvollkommen) und ist ob dessen verrückt geworden. Icon_wink
Heißt das, wir sollen ihm nacheifern, oder gerade nicht? Icon_ugly Eieiei, dieses Buch ...

Zitat:Ich hoffe das lässt dich jetzt etwas zufriedener zurück, her Federlehrling. :Mrgreen:

Zitat:Was ich in dieser Textgestaltung auch noch gesehen habe, ist wieder das Zurückkommen auf das Echo, über das ja schon weiter vorne eine längere Abhandlung kam - für mich wirken die Absätze, teilweise einzelnen Worte auf den Seiten wie die 'Vertextlichung' eines Echos, vor allem in dem Rhythmus, in dem ich/man es liest. Was meint ihr dazu? Vor allem bei den Türen hatte ich dieses Gefühl - das Geräusch des Zuschlagens und sein Echo umgesetzt in Text.
Guter Punkt! Das Echo hätte ich so nicht hineininterpretiert, aber jetzt, da du's sagst, klingt's plausibel. Eins noch dazu: Ich hatte den Eindruck, das schnelle Blättern würde mich beim Lesen "treiben", beim rasanten Umblättern ist glatt die Herzfrequenz gestiegen Icon_wink - ich kam mir entfernt so gehetzt vor wie Navidson und Reston, als sie durch das Labyrinth geeilt sind.

Zitat:Eine ganz absurde Idee: Vielleicht hat das Haus sich aufgrund des lauten Geräusches 'erschreckt' und vor Schreck die Türen zuklappen lassen?
Hmm ich weiß nicht. Ich möchte dem Haus eigentlich keine Persönlichkeit zusprechen. Irgendwie habe ich es als Metapher liebgewonnen Icon_smile

Zitat:Holloway - hallway (dt: Flur/Korridor/Gang)
Das klingt logisch. Insbesondere, da Danielewski im Original tatsächlich das Wort "hallway" verwendet (habe die Ausgabe nicht da, aber in Skizze Nr. 001280 (Anhang, S. 672) taucht der Wortlaut "The 5 1/2 Minute Hallway" auf. Die anderen Beobachtungen passen zwar auch, aber irgendwie hab' ich noch meine Zweifel, insbesondere, was Hall/Echo angeht.
Ich glaube, wir müssen tatsächlich einmal alle Namen untersuchen Icon_wink

Liebe Grüße,
Lehrling

PS: Ich habe die nächsten zwei Wochen klausurbedingt viel um die Ohren und werde wahrscheinlich nicht so zum Lesen kommen, wie ich gern würde, vor allem nicht in der Tiefe, um noch vernünftig darüber diskutieren zu können (wofür mir wahrscheinlich so oder so die Zeit fehlen dürfte). Tut mir Leid, ich ich muss für die Zeit passen. Danach steige ich aber wieder ein.

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Beitrag #82 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Federlehrling schrieb:PS: Ich habe die nächsten zwei Wochen klausurbedingt viel um die Ohren und werde wahrscheinlich nicht so zum Lesen kommen, wie ich gern würde, vor allem nicht in der Tiefe, um noch vernünftig darüber diskutieren zu können (wofür mir wahrscheinlich so oder so die Zeit fehlen dürfte). Tut mir Leid, ich ich muss für die Zeit passen. Danach steige ich aber wieder ein.
@Lars
Mir geht es leider ähnlich. Meine Klausurphase dauert sogar noch eine Woche länger. Ich hätte sicherlich trotzdem die Zeit gefunden ab und zu was zu schreiben. Aber wenn Federlehrling jetzt aussteigt (und du ja auch hitzebedingt wenig Motivation hattes Icon_wink), würde ich vorschlagen, wir pausieren ein wenig. Wir könnten Montag den 2. August als Termin für das nächste Kapitel setzen. Und in der Zwischenzeit könnte man sich, zumindest gelegentlich, mit dem bisher Analysierten auseinandersetzen.
Wenn du aber glaubst, dass wir zusehr rauskommen, lassen wir das mit der Pause.

Zu euren beiden Beiträgen werde ich die Tage noch was scheiben!

Gruß - der Wanderer

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Beitrag #83 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Yeah!
Endlich wieder Zeit, sich mit dem guten alten Haus zu beschäftigen. Mrgreen

@Lars
Lars schrieb:Was ich in dieser Textgestaltung auch noch gesehen habe, ist wieder das Zurückkommen auf das Echo, über das ja schon weiter vorne eine längere Abhandlung kam - für mich wirken die Absätze, teilweise einzelnen Worte auf den Seiten wie die 'Vertextlichung' eines Echos, vor allem in dem Rhythmus, in dem ich/man es liest. Was meint ihr dazu? Vor allem bei den Türen hatte ich dieses Gefühl - das Geräusch des Zuschlagens und sein Echo umgesetzt in Text.
Hm ... das könnte sein, aber das sehe ich eigentlich nicht darin. Mir ist aber aufgefallen, dass sich der Text über die Seiten, während die Türen zu fallen, kontinuierlich nach unten bewegt. Ich erkläre mir das so, dass dieses "Abwärtsverschieben" symbolisieren soll, dass als erstes die am weitesten entfernte Tür zu schlägt und dieser Prozess sozusagen "näher" zu der Gruppe kommt. Wenn man das Buch flach vor sich liegen hat, ist nämlich unten näher als Oben. Icon_wink
Darüberhinaus springt der Text einige Stufen zurück hoch, als es darum geht, dass ein Loch in der Füllung klafft, auf der Textstufe der nächsten Tür steht dann, dass diese Tür nicht mehr durchschlagen wird (S. 277 - 278). Der Text gibt also die Positionen der Türen an?

Lars schrieb:Eine Idee, die mir ebenfalls gekommen ist: Wird das Haus vielleicht jeweils von der stärksten anwesenden Persönlichkeit kontrolliert und (wer weiß) vielleicht auch zu einem gewissen Maße umgekehrt, wenn man sich ansieht, wie Holloway und das Haus sich zuerst gleichermaßen in eine recht ähnliche Richtung verändert haben?
Ein sehr interessanter Gedanke ... es könnte ja sein, dass entweder das Haus einen, oder man selbst das Haus kontrolliert, je nach Charakterstärke ...

Lars schrieb:Holloway - hallway (dt: Flur/Korridor/Gang)
Ich glaube mit Hall als Echo gehst du in deiner Interpretation vielleicht etwas weit, denn im Englischen hat "hall" ja garnichts mit Hall zu tun, oder irre ich mich?
Aber wenn wir uns mal auf ein etwas Näheres beschränken: hollow heißt Aushölung/Höhle und Ähnliches. Holloway = ein Weg durch die Höhle = ein sehr passender Name für einen Abenteurer und Höhlenforscher, oder? Vielleicht muss man da die Verknüpfung zum "hallway" gar nicht suchen?

@Federlehrlinh
Federlehrling schrieb:Du meinst, Jed als eine Art Phineas Gage? Für solche Spekulationen ist der Grund etwas instabil, meinst du nicht?
Nein, das meinte ich nicht. Icon_wink Ich habe die Textstelle so verstanden, dass Jed der Hinterkopf weggeschossen wurde und er deshalb zum Tode verurteil ist, aber noch kurz weiteratmet. Mehr wollte ich gar nicht sagen. (Er atmet halt noch kurz, weil sein Stammhirn noch da ist)

Federlehrling schrieb:Eins noch dazu: Ich hatte den Eindruck, das schnelle Blättern würde mich beim Lesen "treiben", beim rasanten Umblättern ist glatt die Herzfrequenz gestiegen Icon_wink - ich kam mir entfernt so gehetzt vor wie Navidson und Reston, als sie durch das Labyrinth geeilt sind.
Da könntest du Recht haben. Ich meine, wir als Hobby-Autoren nutzen ja kurze und lange Sätze um das Lesetempo zu bestimmen ... Danielewski geht in mehr als einer Hinsicht über das hinaus, was "normale" Autoren machen, er nutzt immerwieder den gesamten Aufbau des Buches. Icon_smile

Federlehrling schrieb:Hmm ich weiß nicht. Ich möchte dem Haus eigentlich keine Persönlichkeit zusprechen. Irgendwie habe ich es als Metapher liebgewonnen Icon_smile
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Vielleicht gestehen die Expeditionsteilnehmer dem Haus ein gewisses Eigenleben zu und deshalb bekommt es eins? Das würde genau in die Metaphertheorie passen.

So, das war's erstmal von mir zum letzten Kapitel.
Und morgen geht's ja endlich, endlich weiter mit dem nächsten! Also Jungs, frisch ans Werk. Icon_wink

Grüße vom Wanderer

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Beitrag #84 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
So, was lange währt wird endlich gut. Icon_wink Entschuldigt, da hatte ich vollmundig angekündigt, am Montag würde es weitergehen und dann stelle am Sonntag fest, dass ich doch noch mehr zu Lesen habe, als gedacht. Und dann stelle ich gerade eben fest, dass ich einfach schon die Kapitel für nächste Woche gelesen hab. -.- Ich versuche das mal auszublenden.

Ich muss jedenfalls zugeben, dass es immer ein wenig abschreckt, sich ans Schreiben zu setzen. Es sammelt sich doch immer einiges in den etwa 75 Seiten, die wir lesen.
Ich erhebe daher ganz und gar nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und setze darauf, dass ihr mich ergänzt.
Was mir aber besonders aufgefallen ist:

Was haltet ihr denn von dieser Jakob und Esau Geschichte? Bemerkenswert jedenfalls, dass hier wieder versucht wird einen religiösen Bezug herzustellen. Das hatten wir ja schon beim Echo. Warum? Weil das Haus etwas übernatürliches, weil unbegreifbares ist?
Jedenfalls hinkt der Vergleich der beiden Brüder mit den biblischen Gestalten ein wenig, denn wann hat Navidson Tom denn das Erbe gestohlen? (Auch im übertragenen Sinne) Wir zumindest bisher noch von keiner Begebenheit zwischen den beiden Erfahren die passen würde.
Da finde ich den Vergleich von Navidson und Holloway mit Jakob und Isau schon sinniger, denn die beiden stehen zumindest in einer Art Wettbewerb. Hm ...
Vielleicht ist Zampano ja auch zu dieser Einsicht gekommen und hat deshalb alles vernichtet? Könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass der alte Mann bei dieser Abhandlung nicht über Tom und Navidson sondern möglicherweise über sich selbst geschrieben hat. seltsamerweise sieht Truant das auch so. Mir scheint es jedenfalls öfter so, dass der Kerl alles rausstreicht, was zu persönlich ist.

Toms Geschichte wiederum fand ich eher erheiternd, obwohl sie zeigt, was für eine fatale Wirkung das Haus auf die Psyche hat. Tom begegnet dem Ganzen jedenfalls wie er anscheinend allem begegnet: mit Drogen und Humor. Die Drogen schaden eher, der Humor hilft.
Sehr interessantes Detail am Tag 2: 23:07. Das Haus lässt definitiv unbelebte Materie verschwinden ... das wissen wir nichtszueletzt seit es die Neonmakierungen zerfressen hat. Aber es frisst auch organische Materie ... hm.

Auf Toms Geschichte folgt sozusagen Truants Geschichte (mal wieder) über den Pekinesen. Bevor er aber zu dieser Geschichte kommt, bekommen wir zwei Listen zu sehen, die noch bemerkenswerter sind. Vorallem Truants Umformung von Ludes Liste ... ich bezweifele allerdings, dass er das alles wirklich nachgeforscht hat.
Trotzdem sind das interessante Einblicke. Wer macht sich wohl solche Gedanken und warum?
Die Geschichte vom Pekinesen war dann einfach nur verstörend, aber auch die kann ich nicht wirklich in einen Kontext bringen zu Toms Geschichte, obwohl Truant sie selbst in diesen Kontext setzt. Hm ... also man könnte im Pekinesen Tom sehen und ... ach quatscht, das ist Schwachsinn. Icon_wink

Ich war übrigens irgendwie gerührt, dass Tom doch eine Möglichkeit gefunden hat Navidson zu helfen. Interessant, dass Navidson es für typisch Tom hält, andere im Stich zu lassen. Das ganze Buch über hat Tom Navidson noch nicht im Stich gelassen (und auch nicht in dieser speziellen Situation). Was ist da wohl zwischen den beiden Vorgefallen?
Ich möchte das Augenmerk der werten Leser hier auf die Position des Textes auf den Seiten richten. Alles was sich "unten" abspielt steht auch unten. Nur als Tom und das Wohnzimmer erwähnt werden, steht der Text oben. Ein wenig später dann auch das Wort "oben" wenn auch auf dem Kopf (völlig zurecht, denn in wirklich wird Reston ja nicht nach oben gezogen.
Dann auch das unfassbare Ausdehnen der Treppe, sehr anschaulich im Schriftbild dargestellt ... ich find das genial. Icon_wink

So wieder sehr bemerkenswert Truants Fußnote: er hat kein Zeitgefühl mehr und beginnt sich abzuschotten. Erinnert doch sehr stark an Zampanons Bude oder? Fenster verklebt, Telefon rausgezogen. Nur Truant und das Buch.
Und die Maßbänder ... (wie gesagt: ich glaube das Zampano das mit dem Echo alles so ausgereizt hat, weil das Echo seine Maßbänder waren)
Oh ... und Truant kannte Aschley also doch. Diese Erinnerungslücken an ein älteres, besseres (?) Leben. Womit kann man die Erklären? Verdrängung? Gespaltene Persönlichkeit? Oder ist auch diese Geschichte nur ausgedacht?
Und dann die Geschichte von der Atrocity (was sich übrigens mit Untat/Gewalttat übersetzen lässt) ...
Was hat diese Geschichte nur zu bedeuten? Die geheime Botschaft, die Truant im Funkeln des Eises sieht und die ich in seinem Text suche. Der eine Überlebende ...
Eine wirkliche Geschichte? Ich tippe auf eine Metapher ...
Insegsamt scheint mir diese Erzählung aber vor allem dazu zu dienen, Fragen aufzuwerfen. Na ja manchmal ist es schon gut, wenn man die richtigen Fragen stellen kann, oder? Also, was ist mit der Hand gemeint, die nie ein Wort auf diese Seiten geschrieben hat (vielleicht ja seine eigene? Vielleicht ein Hinweis darauf, dass Zampano sich Truant und nicht umgekehrt ausgedacht hat? Icon_ugly )
Was ist die geheime Fracht der Atrocity. Ist die nur als das Geheimnis zu sehen, dass Truant sucht um sich selbst zu retten? Oder kann man sie doch erschließen (gab es die Atrocity gar wirklich ... wenn dann allerdings eher unter einem anderen Namen).
Man, man ... das reizt mich. Ich liebe dieses Buch.
Jedenfalls verrät uns Truant, dass er sich selbst wohl in dem einen Quasiüberlebenden sieht ... denn er wollte ja 5 blonde Töchter mit Aschley machen. Icon_wink (Gut vielleicht keine besonders belastbare Verbindung, aber nicht zuletzt schreibt Truant selbst von einem Verbrechen das in die Vergangenheit rückwirkt)
Jedenfalls wird Truants Glück zerstört durch die Erinnerung an ein Ereignis, das noch nicht lange Zurücklag. Welches war das wohl? Hat noch jemand im Kopf wie alt Truant war, als sein Vater starb? Noch keine 18 oder? Hm ...

Zurück also zu unser Treppe, die in die Tiefe stürzt. Bzw. in die Tiefe ist vielleicht das falsche Wort ... wenn man weiter fällt als der Erdumfang beträgt ... der bloße Erddurchmesser beträgt übrigens etwa 13.000 km. Das heißt Navidson ist etwa drei Erden tief gefallen. o.O In der Zeit? Ich frage mich ob eine Münze tatsächlich in der Zeit so tief fallen kann. Klar sie unterliegt konstanter Beschleunigung ... will das mal jemand nachrechnen? *lacht*
(Truant kommt ja auch zu einem anderen Ergebnis ... er will es uns aber nicht verraten)
Tipps ob Navidson überlebt?

Dann ist da noch der ominöse schwarze Punkt auf Seite 364.
Der (vorläufige) Schlusspunkt? Ein Symbol dafür, dass, wenn man noch oben blickt, nur Dunkelheit zu sehen ist? Die Erde?
Hm ...

So, dass ist erstmal das, was ich zu diesen Seiten zu sagen wusste. Ich bin gespannt, was ihr noch entdeckt habt und wie ihr meine Fundstücke interpretiert.
Mir hat es auf jedenfall wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich ein wenig gebraucht habe, um nach der längeren Pause in das Buch reinzukommen.

Viele Grüße vom Wanderer

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Beitrag #85 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Oh man, ich habe dieses Kapitel schon vor einigen Wochen gelesen ... also entschuldigt, wenn diese Woche nicht viel rumkommt, ab nächster Woche bin ich zwar im Urlaub, aber mit Internet und dann auch wieder voll im Lesekreis dabei Icon_wink

Zitat:Was haltet ihr denn von dieser Jakob und Esau Geschichte? Bemerkenswert jedenfalls, dass hier wieder versucht wird einen religiösen Bezug herzustellen. Das hatten wir ja schon beim Echo. Warum? Weil das Haus etwas übernatürliches, weil unbegreifbares ist?

Ich stimme Dir zu, dass diese Geschichte meines Erachtens nicht wirklich gut hineinpasst - eine Möglichkeit, die wir jedoch noch nicht in Betracht gezogen haben ist die, dass einer von den beiden Brüdern das Haus selbst darstellen soll. Um zu wissen welchen, und inwiefern kennen wir das Haus aber noch zu wenig, weshalb diese These wohl sehr vage ist - spielt aber dabei vielleicht das später von Dir angemerkte Verschwinden von auch organischem Material eine Rolle?

Zu Truant: Objektiv sind seine Fußnote natürlich außergewöhnlich, und sehr wichtig für das Buch - subjektiv nerven sie mich mittlerweile nur noch, ich kann es einfach nicht mehr ertragen immer das selbe Geschwafel zu lesen, obwohl es - wenn ich es aufmerksamer lesen würde - bestimmt interessant wäre. Aber ganz ehrlich: Bisher hat Truant uns noch nicht wirklich weitergebracht, oder?

Was den tiefen Fall angeht: Ich denke diese enorme Distanz verdeutlicht entweder die enormen Kräfte des Hauses - oder aber: Er ist überhaupt nicht so tief und die Fähigkeit der Raumveränderung geht noch weiter als wir dachten und das Haus kann auch die Zeit verändern? Vielleicht verschwinden die organischen und unorganischen Dinge gar nicht, sondern altern einfach nur enorm schnell - wohingegen die Münze langsamer fällt als sie unter normalen Bedingungen fallen würde?
Aber auch das ist wieder nur eine vage These, für die es noch nicht viele Anhaltspunkte gibt.

Der Punkt auf Seite 364 verdeutlicht für mich den Blick von Navidson nach oben - einfach ein endloser, schwarzer Schacht, was zu seiner Position auf der Seite passen würde.


Auch von mir gibt es jetzt erst mal nicht mehr - wie gesagt, das Kapitel ist lange her und so sehr viel Neues außer dem Schacht ist auch glaube ich nicht passiert, oder?
Wenn mir in den nächsten Tagen noch etwas einfällt, melde ich mich noch mal, ansonsten bis nächsten ... bis wann eigentlich? Und bis zu welcher Seite?

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Beitrag #86 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Weiaweia, jetzt ist schon fast Montag und ich bin immer noch nicht so weit. Morgen! Verspr- Hoffentlich ... Smiley_emoticons_blush
Man kommt aber auch echt zu nichts *kopfschüttel*
Grüße und Entschuldigung, dass ich euch habe sitzen lassen!
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Beitrag #87 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Ach, keine Eile, ich bin seit meinem letzten Post auch noch keine Seite weitergekommen - und das trotz Urlaub!
Aber ich versuche jetzt im Bett in einem Gewaltakt unseren nächsten Abschnitt zu schaffen Icon_lol

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Beitrag #88 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
*Hust*
Immerhin habe ich's jetzt zu Ende gelesen. Also Kapitel XII. War aber heute zwischen 7 und 22.30 ganze anderthalb Stunden zu Hause (und die habe ich weitestgehend essender Weise verbracht Smiley_emoticons_blush ) ... Morgen ... Wait
Gute Nacht!
Lehrling

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Beitrag #89 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Wir warten einfach. Icon_wink

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Beitrag #90 |

RE: Aktuell: frühsommerlicher Lesekreis: House of Leaves (deutsche Ausgabe)
Lesen wir jetzt für das nächste Kapitel eigentlich bis Seite 448?
Ich bin da ein bisschen durcheinander gekommen, nach der längeren Pause jetzt

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