Es ist: 16-04-2021, 14:51
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Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)
Beitrag #1 |

Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)


Point Culminant
- Kiani -
(Part 2)


„Ich musste es tun“, rief Kiani, während sie mit zwei schnellen Sprüngen Abstand suchte. „Das Rudel wurde zu waghalsig, zu untragbar. Sie hörten nicht auf meine Worte, als ich sie um mehr Zurückhaltung ersuchte, haben mich ausgelacht und noch schlimmer gewütet.“
„Und deshalb hast du sie umgebracht?“, grollte Saraya. Rote Flecken blitzen mittlerweile vor ihren Augen, als sich Säureband um Säureband um ihre Knochen wickelte und zu schmelzen begann.
„Ja, verdammt. Die Menschen wurden bereits aufmerksam. Ich musste handeln.“ Kianis Augen wurden groß. „Saraya?“
„Warum hast du mich am Leben gelassen?“ Erstaunt über den animalischen Klang ihrer Stimme hielt Saraya inne. Irgendetwas stimmte nicht. Ganz und gar nicht. Klingen schienen ihren Körper in Stücke legen zu wollen. Unsichtbare Zangen hatten sich um ihre Fingernägel geschlossen und zogen, zogen so real, dass ihr der Schmerz nahezu den Verstand raubte. Schon bröckelte die Grenzwand zum Wahnsinn, und als sie den Blick senkte, fand sie das Weiß ihrer Hände von blutigen Rinnsalen zerteilt. Ihre Nagelbette waren im Ansturm der wachsenden Krallen zerrissen. Immer breiter wurden die purpurnen Flüsse, als sich die Glieder streckten; ihre Ufer zerfurcht von dicken grauen Haaren.
Das ist unmöglich.
„Es gab keinen Grund dich zu töten. Du warst zu jung, um für die Taten deiner Familie verantwortlich gemacht zu werden. Jung genug für einen neuen Anfang in einem Rudel, das sich an unserer Regeln ...“
Ein tiefes Grollen schob sich über Sarayas anschwellende Lippen. Der Wolf streckte seine Pranken nach ihr aus, zerrte mit seinen geifernden Reißzähnen an dem Teil ihres Gehirns, das versuchte, die Logik hinter Kianis Worten zu finden. Ihre Todfeindin. Die Protektorin von Paris. Konnte sie ihr trauen? Hatten ihre Eltern tatsächlich den Boden unter den Füßen verloren? War das Tier in ihnen zu stark geworden, die Gefahr, das Rudel und alle anderen Kreaturen in das Licht einer möglichen Entdeckung zu bringen, zu belanglos?
„Worauf wartest du noch?“, bohrte sich Čeněks Stimme wie ein giftiger Pfeil in ihren Rücken. Ob er wohl schon bemerkt hatte, was mit ihr passierte?
„Töte sie!“, mischte sich nun auch Eliska ein.
Andere fielen in ihre Schreie ein. Sie klatschten und johlten, schlugen mit irgendwelchen Gegenständen gegen die metallene Arenaumkränzung. Schneller und schneller. Ihre Blutlust füllte den Felsendom und peitschte Sarayas Blut erneut in die Höhe. Das Rudel forderte eine Entscheidung – sie brauchte Zeit. Das Tier in ihr verlangte nach Befriedigung – sie brauchte Zeit.
Zeit, Zeit, Zeit … Ihre Knochen begannen, zu zerfließen. Die Sehnen und Muskel ihrer Knie hielten sie nicht mehr, als sich die Gelenke zu verschieben begannen. Ehe ihr ächzender Leib in den Staub sinken konnte, war ein Schatten heran. Er riss sie von den Beinen, verschlang sich mit ihr und führte sie in einer Art obskurer Rolltanz durch die Arena.
Saraya schrie. Unter ihrer Haut brachen Knochen, rissen Fasern und Bänder, um sich in fremde, aber doch vertraute Positionen zu schieben und ineinander zu winden. Ihr Verstand schien unter der Masse feuernder Nervenenden zu platzen, als sich zu den Qualen der Transformation ein Ansturm von Sinneseindrücken gesellte. Satzfetzen, eigentlich geflüstert, nun unendlich laut, schlugen wie Granaten auf ihre Trommelfelle.
„Ich weiß, - mich hören – verrückt – hier raus.“
Sie schüttelte den Kopf, wollte erneut ihren Schmerz herausschreien, hätte ihre Kehle noch die Möglichkeit dazu besessen. Halberstickt bemerkte sie kaum, wie sich die Füße der Vampirin gegen ihre Brust stemmten. Ein Blick aus tiefschwarzen Iriden fand einen Weg in ihren Kopf, wühlte in der Suppe aus Wahnsinn und zerrte einen Funken Klarheit daraus hervor.
Brauche dich … Jetzt!“
Die Welt wurde von einem Wirbel aufgesogen, im Auge ein Tisch, der sich rasend schnell auf sie zu bewegte und …
Ohrenbetäubenden Krachen sowohl in ihr als auch um sie herum, als das Möbelstück unter ihr zerbarst - oder besser: sie, von der Vampirin aus der Arena katapultiert, wie ein apokalyptischer Reiter darauf hernieder fuhr. Die schmerzhafte Landung war allerdings nichts im Vergleich zu den Qualen, die sie während einer jeden Wandlung durchleben musste. Ein Knacken, dem morschen Holzes nicht unähnlich, fuhr durch ihr Rückrat und nahm eine s-Krümmung mit sich. Dann Stille.
„Sie hat sich verwandelt“, flüsterte jemand voller Staunen.
„Aber es sind doch noch zwei Tage.“
„Und jetzt? Čeněk?“
„Das Blut der Guillaumes. Die Gabe der frühen Geburt …“
Saraya, immer noch mitgenommen durch Transformation und Aufprall, erhob sich aus den Trümmern. Auf der Suche nach dem Schwerpunkt ihres umorganisierten Körpers gerieten ihre krallenbewehrten Zehen ins Rutschen, fingen sich wieder und gruben sich schließlich auf der Suche nach Halt tief in das weiche Gestein. Gelenke knirschten, als sie die achtzig Kilo Raubtier aufrichtete. Heißer Atem kroch über ihre Lefzen, während ihre Sinne versuchten, die derzeitige Situation abzuschätzen – eine diffizile Aufgabe in Anbetracht der Tatsache, dass ein Teil ihres Großhirns von einem instinktgesteuerten Tier vereinnahmt wurde.
„Es sieht so aus, als müsste ich mich bei dir entschuldigen“, meinte Čeněk, als er näher trat, um mit einer an Ehrfurcht grenzenden Geste über ihr silbrig-graues Fell zu streichen. „Du bist …“
Saraya brüllte seine Worte nieder. Du elender … Schlagartig ruckten ihre Sinne zum Rand der Arena, wo sich ein bekannter Schemen mit katzenartigen Bewegungen über die Spieße schwang. Sie vergaß, dass sie ihre Pranke um Čeněks Hals hatte schließen wollen, während sie beobachtete, wie Kiani nur wenige Meter entfernt weich auf dem Boden landete. Das kauernde Geschöpf erinnerte nur noch entfernt an die Vampirin, als es mit einem Fauchen zum Kampf forderte. Speichel flog von den Augzähnen, und über den geschwungenen Elfenbeindolchen glühten die Iriden in Schwarzfeuer, das die entarteten Züge noch blasser, noch unwirklicher erscheinen ließen.
Der Wolf in Saraya betrachtete das Kaltblut mit argwöhnischen Augen. Nur zu oft hatten sich Krallen dieser Art bereits in sein Fleisch getrieben, waren Knochen unter scheinbar spielerischen Hieben gesplittert. Diese hier allerdings hatte etwas an sich, dass ihn irritiert die Nasenflügel weiten ließ. Die Ausdünstungen der Felllosen lagen wie Herbstlaub ineinander geschichtet, die Warmblüter rochen nach Schweiß, nach Leben – er meinte sogar, etwas von sich selbst in ihren Geruchsspuren wieder zu finden, was ihn den Kopf schütteln und noch tiefer suchen ließ.
„Tötet sie!“
Der Befehl Čeněks zerschnitt die Erstarrtheit aller Anwesenden. Eliska griff hinter sich und zog zwei halbautomatische Waffen hervor, die wohl in ihrem Hosenbund geruht haben mussten. Ein einziges Klicken ertönte, als die Sicherungen simultan gelöst wurden, doch bevor die Schüsse aus den lichtlosen Mündern lecken konnten, entluden Sarayas hochsensible Sinne ein Feuerwerk. In einem gewaltigen Satz schoss sie auf die Werwölfin zu und schlug sie so heftig, dass sie nicht ausmachen konnte, was sie nun wirklich tötete: der zerfetzte Unterleib oder die Kollision mit der Wand.
Was sie an Zweifel und Unentschlossenheit noch in sich getragen hatte, war ihr von ihrer tierischen Seite genommen worden. Für die Wölfin gab es keine Schattierungen von Grau, nur solche, die zu ihrer Familie gehörten und eben Jene, die es nicht taten. Die Nachtwandlerin war sicher kein Teil ihres Rudels, aber als ihre Nase den violetten Vorhang fand, der in ihrer bunten Geruchswelt die Vampirin repräsentierte, hatte das Erinnerungen losgetreten.
Stroboskoplandschaften im Zeitraffer.
Die Erinnerungen flochten ein Band, das sie mit den anderen nicht teilte. Schwarz und Weiß. Wie ein Raster legten sich die Farben auf die Anwesenden, dann nur noch Rot, als sie sich in die Menge stürzte. Ihr Brüllen stürzte sie einer Herde verschreckter Schafe gleich ins Chaos.
Einige Herzschläge lang zerrissen ihre Krallen Haut und Gedärme, gruben sich ihre Kiefer ungehindert in nacktes Fleisch. Das Bersten der Knochen mischte sich mit den Schreien zu einem lustvollen Chor, dessen Versuch, sich zu erheben an der durch Panik bereits übersättigten Luft jedoch jämmerlich verschwendet schien.
Schießpulverpfeile peitschten durch die schwere Wolke, knapp an Saraya Kopf vorbei. Der Gestank verbrannte ihr die Nasenschleimhaut. Sie spürte, die warme Flüssigkeit, die ihr seltsamerweise nicht nur aus der Nase lief, sondern auch darüber hinweg. Ihre Zunge schnellte vor, schmeckte den bitteren Geschmack von Eisen, genau in dem Moment, als dunkle Verästellungen über ihre Augen wuchsen.
Ich bin getroffen. Der Gedanke, glasklar, stand in krassem Gegensatz zu dem Gefühl, das sich ihrer bemächtigte. Für einen Moment zersplitterte ihre Sicht, glich der Wirrwarr aus Leichenteilen, Gedärmen und Blut einem Werk des Kubismus.

Zum dritten und letzten Teil

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #2 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)
Hallo Addi,

weiter geht’s.

Zitat: Sie klatschten und johlten, schlugen mit irgendwelchen Gegenständen gegen die metallene Arenaumkränzung

Irgendwie sieht das Wort total seltsam aus. Schreibt man das wirklich mit k ?

Zitat: Speichel flog von den Augzähnen,

Augzähnen? [Bild: smiley_emoticons_confused2.gif]

Okay, hier gibt’s Action. Sowas irritiert mich eigentlich fast immer, also auch hier. Irgendwie hab ich in dem ganzen Gegröle, Verwandle und Rumgespringe ein bisschen den Überblick verloren. Aber irgendwie hat mich das so näher an Saraya gebracht, die auch zeitweise nicht wirklich was von der Realität mitgegriegt hat.
Ich hätte erwartet das nun „der Wolf“ in ihr auf Kiani losgeht. Hat das wirklich nur was damit zu tun, dass die Prager-Werwölfe für sie „Fremde“ sind? So hab ich das nämlich rausgelesen und irgendwie klingt das zwar auch verständlich, aber irgendwie sind die Vampire ja trotzdem die „natürlichen“ Feinde.

Mal schauen wie es weitergeht, ich bin gespannt.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #3 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)
Woha,
wie ich sehe, hast du wirklich alle Teile durchgezogen. Das freut mein Literatenherz natürlich. Icon_smile


Zitat:
Zitat: Sie klatschten und johlten, schlugen mit irgendwelchen Gegenständen gegen die metallene Arenaumkränzung

Irgendwie sieht das Wort total seltsam aus. Schreibt man das wirklich mit k ?
-- Ja, von Kranz. Also der Kranz, der um die Arena liegt. Das Wort ist schon etwas sperrig, aber ich mag es irgendwie. *tätschel*

Zitat:Augzähnen? [Bild: smiley_emoticons_confused2.gif]
-- Als Augzähne werden die Zähne neben den Schneidezähnen gehandelt, also die Zähne, die sich bei Vampiren verlängern. Ich hab das so richtig vor Augen, wie Kiani brüllt, dabei ihre Zähne wie bei einem Raubtier hervorblitzen und der Speichel fliegt. Mrgreen

Zitat:Okay, hier gibt’s Action. Sowas irritiert mich eigentlich fast immer, also auch hier. Irgendwie hab ich in dem ganzen Gegröle, Verwandle und Rumgespringe ein bisschen den Überblick verloren.
-- *g* Wenn dich die Action immer so irrtiert, erstaunt es mich, dass du so lange durchgehalten hast. Icon_wink

Zitat:Aber irgendwie hat mich das so näher an Saraya gebracht, die auch zeitweise nicht wirklich was von der Realität mitgegriegt hat.
-- Ja, diesen Effekt wollte ich auch erzielen. Icon_jump

Zitat:Ich hätte erwartet das nun „der Wolf“ in ihr auf Kiani losgeht. Hat das wirklich nur was damit zu tun, dass die Prager-Werwölfe für sie „Fremde“ sind? So hab ich das nämlich rausgelesen und irgendwie klingt das zwar auch verständlich, aber irgendwie sind die Vampire ja trotzdem die „natürlichen“ Feinde.
-- Hier spielen mehrere Aspekte hinein, zum einen, dass Kiani die vertraute Person ist, dann zum anderen natürlich, dass der Wolf über Teile von Sarayas Erinnerungen verfügt. Somit weiß er nicht nur, dass Kiani ihm geholfen hat, sondern vor allem, dass die Werwölfe für all die Dinge im Labyrinth verwantwortlich waren. So etwas lässt er sich natürlich nicht gefallen. Icon_wink

Liebe Grüße
Addi

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Beitrag #4 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)
Da bin ich wieder!

Zitat:„Ich musste es tun“, rief Kiani, während sie mit zwei schnellen Sprüngen Abstand suchte. „Das Rudel wurde zu waghalsig, zu untragbar. Sie hörten nicht auf meine Worte, als ich sie um mehr Zurückhaltung ersuchte, haben mich ausgelacht und noch schlimmer gewütet.“
Na ja, das ist keine so gute Ausrede, werte Frau Kiani.

Zitat:Ihre Nagelbette waren im Ansturm der wachsenden Krallen zerrissen. Immer breiter wurden die purpurnen Flüsse, als sich die Glieder streckten; ihre Ufer zerfurcht von dicken grauen Haaren.
Das ist unmöglich.
Sie verwandelt sich! Die Verwandlung hast du schon im letzten Teil angedeutet, aber da konnte man sie noch als Beschreibung für ihre emotionale Erregtheit abtun. Ich nehme an, es ist unmöglich, weil sie den Mond nicht spürt? Aber sie hat sich ja schon gefragt, ob sie sich auch ohne den Mond zu spüren verwandeln kann. Entweder, das ist die Antwort, oder sie verwandelt sich auch, wenn der Zorn mit ihr durchgeht.

Zitat:Die Protektorin von Paris. Konnte sie ihr trauen? Hatten ihre Eltern tatsächlich den Boden unter den Füßen verloren? War das Tier in ihnen zu stark geworden, die Gefahr, das Rudel und alle anderen Kreaturen in das Licht einer möglichen Entdeckung zu bringen, zu belanglos?
Ah, also mögen sich Vampire und Werwölfe nicht, sind aber aufeinander angewiesen, um den Deckmantel aufrecht zu erhalten. Denn auch wenn der einzelne Mensch im Vergleich schwach ist, es sind einfach zu viele? Daher gibt es eine Organisation ...
Und: interessant, dass sich Saraya trotz ihrer Wut und dem Verwandlung tatsächlich Gedanken darüber macht, es könnte richtig gewesen sein, ihre Familie zu töten. Diese Angst vor Entdeckung muss wirklich groß sein - ansonsten wäre es bei ihrer Racheverblendung nähmlich unrealistisch.

Zitat:„Worauf wartest du noch?“, bohrte sich Cenek wie ein giftiger Pfeil in ihren Rücken. Ob er wohl schon bemerkt hatte, was mit ihr passierte?
Sie verwandeln sich als nicht? Interessant.

Zitat:Unter ihrer Haut brachen Knochen, rissen Fasern und Bänder, um sich in fremde, aber doch vertraute Positionen zu schieben und ineinander zu winden. Ihr Verstand schien unter der Masse feuernder Nervenenden zu platzen, als sich zu den Qualen der Transformation ein Ansturm von Sinneseindrücken gesellte.
Eindringliche Beschreibung der Verwandlung.

Zitat:Die Welt wurde von einem Strudel aufgesogen, im Auge ein Tisch, der sich rasend schnell auf sie zu bewegte und …
Haben Strudel ein Auge? Wenn nicht solltest du vielleicht "Tornade" oder Wirbel(sturm) wählen.

Zitat:als das Möbel unter ihr zerbarst
Gibt es "Möbel" auch in der Einzahl? Klingt jedenfalls seltsam. Vorschlag: "Möbelstück".

Zitat:Ein Knacken, dem morschen Holzes nicht unähnlich, fuhr durch ihr Rückrat und nahm ein s mit sich.
Es nahm ein "s" mitsich? *g*

Zitat:„Das Blut der Guillaumes. Die Gabe der frühen Geburt …“
Ach, haben die Familien auch noch besondere Bluterbe? Keine neue Idee, aber interessant. Was aber ist ihres? Das sie sich früher verwandeln kann? Oder, dass sie sich jederzeit verwandeln kann, wenn es einen Auslöser gibt? Der Name spricht eher für ersteres.

Zitat:Gelenke knirschten, als sie 80 Kilo Raubtier aufrichtete.
Entweder "aufrichteten" (weil "Gekenke" Mehrzahl sind), oder "sich" statt "sie" oder (Varinate 3 Mrgreen ) "sie sich".
Und "80" würd ich ausschreiben. Zahlen sehen unschön aus, im Fließtext, finde ich.

Zitat:Speichel flog von den Augzähnen
Was sind "Augzähne"? /me stellt sich vor, aus den Augenwinkeln würden Zähne wachsen.

Zitat:Sie vergaß, dass sie ihre Pranke hatte um Ceneks Hals hatte schließen wollen
Brauchst nur eins davon. Icon_wink

Zitat:Diese hier allerdings hatte etwas an sich, dass ihn irritiert die Nasenflügel weiten ließ. Die Ausdünstungen der Felllosen lagen wie Herbstlaub ineinander geschichtet, die Warmblüter rochen nach Schweiß, nach Leben – er meinte sogar, etwas von sich selbst in ihren Geruchsspuren wieder zu finden, was ihn den Kopf schütteln und noch tiefer suchen ließ.
Diese Passage verstehe ich nicht ganz ... Saraya schnüffelt ja gerade nach Kiani. Aber mit den Felllosen sind jetzt wer gemeint? Kiani, oder die anderen Werwölfe? Die Warmblüter sind jedenfalls die anderen ... aber warum schnüffelt Saraya aufeinmal nach denen? Weil sie den Geruch von Kiani überdecken? Aber wenn dem so ist - warum ist sie überrascht, dass die anderen Werwölfe nach Werwolf riechen? Es wäre überraschend, wenn Kirani nach Werwolf riechen würde, aber wenn das der Fall wäre, dann käme es aus der Passage nicht richtig heraus. (Wobei es wirklich interessant wäre, wenn Kiani ein Vampirwerwolfmischling wäre *g*, ob das wohl möglich ist?)

Zitat:Stroboskoplandschaften im Zeitraffer.
Sehr schön.

Zitat:Das Bersten der Knochen mischte sich mit den Schreien zu einem lustvollen Chor, dessen Versuch, sich zu erheben an der durch Panik bereits übersättigten Luft jedoch jämmerlich verschwendet schien.
Einerseits gut, wenn du versuchst uns Sarayas Eindrücke zu vermitteln. Aber hier scheint mir Satzkonstruktion einfach ein bisschen zu lang und umständlich, weshalb sich das Bild nicht richtig entfalten kann. An sich, finde ich den lustvollen Chor und die mit Panik übersättigte Luft jetzt sprachlich auch nicht so spektakulär. Icon_wink Hier solltest du noch einmal schauen.

Zitat:Für einen Moment zersplitterte ihre Sicht, glich der Wirrwarr aus Leichenteilen, Gedärmen und Blut einem Werk des Kubismus.
Diese Beschreibung dagegen gefällt mir sehr gut. Icon_smile

Spannend, spannend.
Vor allem eine Actionszene, würde ich sagen. Aber wir erfahren, dass Saraya natürlich keine normale Werwölfin ist, wäre ja auch langweilig (achtung: Sarkasmus Icon_wink), aber irgendwoher müssen auch die Gerüchte über sie und ihre Blutlinie stammen.
Wir wissen, dass Kiani sie sehr geschickt aus der Arena unter die anderen Werwölfe geworfen hat und die beiden zunächst den Überraschungsmoment auf ihrer Seite hatten. Bis Saraya getroffen wurde. Kann sie das eigentlich ernsthaft verletzen, wenn es kein Silber ist?
Geschrieben war es insgesamt gut, auch wenn ich diesmal wieder etwas mehr zu meckern hatte. Scheint als hättest du es nicht so intensiv bearbeitet, wie die Teile davor (siehe Textarbeit Icon_smile).

Na dann auf zum nächsten Teil!

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #5 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)
Hui!

Zitat:
Zitat:„Ich musste es tun“, rief Kiani, während sie mit zwei schnellen Sprüngen Abstand suchte. „Das Rudel wurde zu waghalsig, zu untragbar. Sie hörten nicht auf meine Worte, als ich sie um mehr Zurückhaltung ersuchte, haben mich ausgelacht und noch schlimmer gewütet.“
Na ja, das ist keine so gute Ausrede, werte Frau Kiani.
-- *g*

Zitat:
Zitat:Ihre Nagelbette waren im Ansturm der wachsenden Krallen zerrissen. Immer breiter wurden die purpurnen Flüsse, als sich die Glieder streckten; ihre Ufer zerfurcht von dicken grauen Haaren.
Das ist unmöglich.
Sie verwandelt sich! Die Verwandlung hast du schon im letzten Teil angedeutet, aber da konnte man sie noch als Beschreibung für ihre emotionale Erregtheit abtun. Ich nehme an, es ist unmöglich, weil sie den Mond nicht spürt? Aber sie hat sich ja schon gefragt, ob sie sich auch ohne den Mond zu spüren verwandeln kann. Entweder, das ist die Antwort, oder sie verwandelt sich auch, wenn der Zorn mit ihr durchgeht.
-- Icon_fies

Zitat:
Zitat:Die Protektorin von Paris. Konnte sie ihr trauen? Hatten ihre Eltern tatsächlich den Boden unter den Füßen verloren? War das Tier in ihnen zu stark geworden, die Gefahr, das Rudel und alle anderen Kreaturen in das Licht einer möglichen Entdeckung zu bringen, zu belanglos?
Ah, also mögen sich Vampire und Werwölfe nicht, sind aber aufeinander angewiesen, um den Deckmantel aufrecht zu erhalten. Denn auch wenn der einzelne Mensch im Vergleich schwach ist, es sind einfach zu viele? Daher gibt es eine Organisation ...
-- Joah, so hab ich mir das gedacht.

Zitat:Und: interessant, dass sich Saraya trotz ihrer Wut und dem Verwandlung tatsächlich Gedanken darüber macht, es könnte richtig gewesen sein, ihre Familie zu töten. Diese Angst vor Entdeckung muss wirklich groß sein - ansonsten wäre es bei ihrer Racheverblendung nähmlich unrealistisch.
-- *g* das überles ich jetzt mal und sag, ja die ist voll panisch!

Zitat:
Zitat:Unter ihrer Haut brachen Knochen, rissen Fasern und Bänder, um sich in fremde, aber doch vertraute Positionen zu schieben und ineinander zu winden. Ihr Verstand schien unter der Masse feuernder Nervenenden zu platzen, als sich zu den Qualen der Transformation ein Ansturm von Sinneseindrücken gesellte.
Eindringliche Beschreibung der Verwandlung.
-- Musste sein, wegen der Andeutung, das der Fluch schwer zu tragen sei. Außerdem ist ja gerade das das Spannende. *lach*

Zitat:
Zitat:Die Welt wurde von einem Strudel aufgesogen, im Auge ein Tisch, der sich rasend schnell auf sie zu bewegte und …
Haben Strudel ein Auge? Wenn nicht solltest du vielleicht "Tornade" oder Wirbel(sturm) wählen.
-- Haben nicht alle ein Auge? Icon_confused

Zitat:
Zitat:als das Möbel unter ihr zerbarst
Gibt es "Möbel" auch in der Einzahl? Klingt jedenfalls seltsam. Vorschlag: "Möbelstück".
-- Manchmal bin ich wirklich blind. Icon_wink

Zitat:
Zitat:Ein Knacken, dem morschen Holzes nicht unähnlich, fuhr durch ihr Rückrat und nahm ein s mit sich.
Es nahm ein "s" mitsich? *g*
-- Wirbelsäule ist ein Doppels- müsste aber trotzdem Krümmung heißen oder Bogen.

Zitat:
Zitat:„Das Blut der Guillaumes. Die Gabe der frühen Geburt …“
Ach, haben die Familien auch noch besondere Bluterbe? Keine neue Idee, aber interessant. Was aber ist ihres? Das sie sich früher verwandeln kann? Oder, dass sie sich jederzeit verwandeln kann, wenn es einen Auslöser gibt? Der Name spricht eher für ersteres.
-- Es gibt gleich Icon_aufsmaul

Zitat:Gelenke knirschten, als sie 80 Kilo Raubtier aufrichtete.
Entweder "aufrichteten" (weil "Gekenke" Mehrzahl sind), oder "sich" statt "sie" oder (Varinate 3 Mrgreen ) "sie sich".
Und "80" würd ich ausschreiben. Zahlen sehen unschön aus, im Fließtext, finde ich.
-- Sie = Saraya. Aber ja, ist irreführend.

Zitat:
Zitat:Speichel flog von den Augzähnen
Was sind "Augzähne"? /me stellt sich vor, aus den Augenwinkeln würden Zähne wachsen.
-- Augzähne sind die ersten Eckzähne, also die neben den äußeren Schneidezähnen. Da kommt die Vampirgeschichtenleserin durch. *lach*

Zitat:
Zitat:Diese hier allerdings hatte etwas an sich, dass ihn irritiert die Nasenflügel weiten ließ. Die Ausdünstungen der Felllosen lagen wie Herbstlaub ineinander geschichtet, die Warmblüter rochen nach Schweiß, nach Leben – er meinte sogar, etwas von sich selbst in ihren Geruchsspuren wieder zu finden, was ihn den Kopf schütteln und noch tiefer suchen ließ.
Diese Passage verstehe ich nicht ganz ... Saraya schnüffelt ja gerade nach Kiani. Aber mit den Felllosen sind jetzt wer gemeint? Kiani, oder die anderen Werwölfe? Die Warmblüter sind jedenfalls die anderen ... aber warum schnüffelt Saraya aufeinmal nach denen? Weil sie den Geruch von Kiani überdecken? Aber wenn dem so ist - warum ist sie überrascht, dass die anderen Werwölfe nach Werwolf riechen? Es wäre überraschend, wenn Kirani nach Werwolf riechen würde, aber wenn das der Fall wäre, dann käme es aus der Passage nicht richtig heraus. (Wobei es wirklich interessant wäre, wenn Kiani ein Vampirwerwolfmischling wäre *g*, ob das wohl möglich ist?)
-- Ach, das wäre dann kein Klischee? Icon_wink
Also Saraya schnüffelt. Alle anwesenden PErsonen sind Fellose, aber nur die Werwölfe Warmblüter. Alles klar?

Zitat:
Zitat:Stroboskoplandschaften im Zeitraffer.
Sehr schön.
Icon_smile

Zitat:Vor allem eine Actionszene, würde ich sagen. Aber wir erfahren, dass Saraya natürlich keine normale Werwölfin ist, wäre ja auch langweilig (achtung: Sarkasmus Icon_wink), aber irgendwoher müssen auch die Gerüchte über sie und ihre Blutlinie stammen.
Wir wissen, dass Kiani sie sehr geschickt aus der Arena unter die anderen Werwölfe geworfen hat und die beiden zunächst den Überraschungsmoment auf ihrer Seite hatten. Bis Saraya getroffen wurde. Kann sie das eigentlich ernsthaft verletzen, wenn es kein Silber ist?
Geschrieben war es insgesamt gut, auch wenn ich diesmal wieder etwas mehr zu meckern hatte. Scheint als hättest du es nicht so intensiv bearbeitet, wie die Teile davor (siehe Textarbeit Icon_smile).
-- *freu freu*
Gerade die Actionscenen sind immer so schwer. *Puh*

Na dann auf zum nächsten Teil!
Genau!

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
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[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #6 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 2)
Hi Addi!

Zitat: „Das Rudel wurde zu waghalsig, zu untragbar.
»untragbar« ist ja nicht steigerbar – also entweder etwas ist untragbar oder eben nicht – daher finde ich das »zu« fehl am Platze. ich würds streichen.
Interessant, dass Kiani offenbar im Auftrag von irgendwem … (der Vampirgesellschaft zur Regulierung Werwölfischer Aktivitäten ?) gehandelt hat … Sarayas Zorn ist natürlich keine gute Ausgangssituation um auf sowas aufmerksam zu werden … hoffe darauf wird noch eingegangen Icon_smile

Ein Vampir muss handeln, wenn Werwölfe auffällig werden? Das klingt überhaupt nicht nach dem, was wir bisher so über Vampire und Werwölfe erfahren haben … Da wäre es fast eine Überlegung, Sarayas (irreführenden) Gedanken über die Vampirgesellschaft vielleicht wegzulassen … man ist als Leser halt dann auf der falschen Fährte und total überrascht, dass alles anders ist.
Wenn du diesen Effekt allerdings beabsichtigst, kann ich dir bestätigen, dass er (bei mir) gelungen ist.

Zitat: „Es gab keinen Grund dich zu töten.
Komma zwischen »Grund, dich«
Ist Kiani nicht irgendwie irritiert über die Verwandlung? Wenn sogar Saraya verwirrt ist … dadurch, dass Kiani einfach weiterredet, kommt es bissl so rüber, als würde sie die Verwandlung überhaupt nicht bemerken.

Zitat: in einem Rudel, das sich an unserer Regeln ...“
»unsere«
Also die Vampire sind sowas wie die Mafia, und sie kontrollieren die Ausbreitung der Werwölfe? Die Werwölfe tun aber so, als wären sie unabhängig. Ist da eine wie Saraya, die Vampire tötet, nicht für die Werwölfe eher schädlich, weil die Vampire ja auf die Idee kommen könnten, wütend auf die Werwölfe zu sein, weil sie Leute wie Saraya nicht unter Kontrolle haben?

Zitat: Die Protektorin von Paris. Konnte sie ihr trauen?
Ach, Saraya weiß die ganze Sache mit dem Vampiroberhaupt und so sogar?
Aber für so eine Sache müssen Vampire und Werwölfe doch schon irgendwie zusammenarbeiten. Sie müssen Kompromisse schließen.
Bisher hatte sich das (für mich) eher so angehört, als wäre jeder Vampir, der mit einem Werwolf auch nur redet – und umgekehrt -, jemand, der von allen anderen seiner Art verachtet wird. Dass beide Rassen zusammenarbeiten, kam bei mir nicht wirklich an

Zitat: Ob er wohl schon bemerkt hatte, was mit ihr passierte?
Öh … die steht in einer mit Spiegeln verkleideten Arena … und ich vermute mal, Cenek beobachtet sie. Wie soll er da übersehen, dass ihre Finger wachsen und ihr Gesicht mutiert?

Zitat: Die Welt wurde von einem Wirbel aufgesogen, im Auge ein Tisch, der sich rasend schnell auf sie zu bewegte und …
Ohrenbetäubenden Krachen sowohl in ihr als auch um sie herum, als das Möbelstück unter ihr zerbarst - oder besser: sie, von der Vampirin aus der Arena katapultiert, wie ein apokalyptischer Reiter darauf hernieder fuhr.

Ist der Tisch metaphorisch oder echt? Und warum steht da ein Tisch? Und was genau passiert da mit Saraya? Schmeißt die Vampirin sie über die Absperrung? *aufm Schlauch steh*

Zitat: Speichel flog von den Augzähnen, und über den geschwungenen Elfenbeindolchen glühten die Iriden in Schwarzfeuer,
Augzähne? Ah, nachdem Duden und Wikipedia ratlos waren, hat mich wissen.de über Augenzähne zu Eckzähnen geführt. Ich bin ja Verfechter seltener Worte, aber »Augzähne« ist echt arg exotisch.
Und die Elfenbeindolche kann ich auch nicht einordnen … sind die im Gesicht von Kiani? Oder sollen sie ein Bild für die Wangenknochen sein?
Ich mag deine bildgewaltige Sprache ja, aber das Verständnis geht da oft bei verloren *lach*

Zitat: das die entarteten Züge noch blasser, noch unwirklicher erscheinen ließen.
»ließ« (Weil Schwarzfeuer im Singular steht)

Zitat: hatte etwas an sich, dass ihn irritiert die Nasenflügel weiten ließ.
»das«

Zitat: Die Ausdünstungen der Felllosen lagen wie Herbstlaub ineinander geschichtet, die Warmblüter rochen nach Schweiß, nach Leben – er meinte sogar, etwas von sich selbst in ihren Geruchsspuren wieder zu finden,
Mag an mir liegen:
Wer sind die Felllosen? Sind es die nicht verwandelten Wölfe oder ist es Kiani? Wer sind die Warmblüter? Das müssten ja die nicht verwandelten Wölfe sein, weil Kiani eben noch als Kaltblut bezeichnet wurde. Findet der Wolf jetzt etwas von sich selbst in den Warmblütern oder in den/der Felllosen? Theoretisch müsste es ja Sarayas Geruch an Kiani sein, der den Wolf verwirrt – das kommt hier aus dieser Satzstruktur und den ganzen Synonymen aber nicht wirklich raus, finde ich.

Zitat: und zog zwei halbautomatische Waffen hervor,
Hat mich bei der ersten Erwähnung (ich glaub in Sarayas Erinnerungen) schon ein wenig gewundert, warum da nicht bissl konkreter steht, was für Waffen das sind, immerhin scheinen sie ja im Kampf sehr wichtig zu sein.
»halbautomatisch« sagt ja relativ wenig über die eigentliche Waffe aus, sondern nur, dass sie eben nach dem Prinzip der Halbautomatik funktioniert. Das könnten Gewehre, Revolver oder Pistolen sein … Ich fände »Pistole« einfach griffiger, wobei ich mir im Kampf gegen Vampire eher Maschinenpistolen vorstellen würde, da man mit Salven besser Leute ausbluten lassen kann.
Und warum – wenn man die Waffen schon standardmäßig mit sich rumschleppt – hat Eliska kein ordentliches Waffenholster? Im Hosenbund, das stell ich mir so unbequem und umständlich vor und dann auch noch gleich zwei.

Zitat: entluden Sarayas hochsensible Sinne ein Feuerwerk.
Wie, die Sinne entladen es? Sinne sind ja nun nicht für ihre Aktivität bekannt, eher dafür, dass sie artig da sitzen und Dinge wahrnehmen … da könnten sie ein Feuerwerk wahrnehmen … Aber ich versteh auch nicht so ganz, welche Auswirkungen das Sinnesfeuerwerk hat?
Saraya stürmt los … das hat ja eher was mit Muskeln und Reflexen zu tun als mit Sinnen, oder nicht?

Zitat: der zerfetzte Unterleib oder die Kollision mit der Wand.
eindeutig die Kollision mit der Wand. Saraya hat ihr zerfetzter Unterleib auch nichts ausgemacht Icon_wink

Zitat: Für die Wölfin gab es keine Schattierungen von Grau,
Vorhin war es »der Wolf« in Saraya, da würde ich mich entscheiden ob es entweder die Wölfin oder eben der Wolf ist. Fände ich einheitlich schöner

Zitat: die zu ihrer Familie gehörten und eben Jene, die es nicht taten.
Komma zwischen »gehörten, und«
»jene« klein

Zitat: Die Nachtwandlerin war sicher kein Teil ihres Rudels,
Hat Saraya als Wolf einen eigenen Synonym-Pool für die Vampirin *lach* Kaltblut, Nachtwandlerin und Felllose (falls das auf Kiani bezogen war)

Zitat: Stroboskoplandschaften im Zeitraffer.
Den Zweck des Satzes verstehe ich nicht. Er steht da sehr isoliert mitten drin, als hättest du noch ein paar schöne Sätze gehabt, die aber nirgendwo reinpassen und ihn halt dahin geschrieben Mrgreen
Soll das die Wahrnehmung von Saraya beschreiben? Zeitraffer und Stroboskop-Effekt passt aber beides nicht zu einer extrem ausgeprägten Bewegungs-Wahrnehmung. Beides verschleiert Bewegungen ja eher als sie deutlicher werden zu lassen.
Der Satz macht mich ein wenig ratlos

Zitat: Die Erinnerungen flochten ein Band, das sie mit den anderen nicht teilte.
Welche anderen?

Zitat: Wie ein Raster legten sich die Farben auf die Anwesenden, dann nur noch Rot, als sie sich in die Menge stürzte.
Wozu dienen die Farben, wenn sowieso alles rot wird?

Zitat: als sie sich in die Menge stürzte. Ihr Brüllen stürzte sie einer Herde verschreckter Schafe gleich ins Chaos.
Fehlt im letzten Satz ein Wort irgendwo? oder … Moment …
ah, »sie« bezieht sich auf »Menge« .. Also Sarayas Brüllen stürzte die Menge – einer Herde verschreckter Schafe gleich – ins Chaos.
Is mir viel zu kompliziert, dafür, dass da grade richtig Action losgeht.
Und es passt auch überhaupt nicht zu dem bisherigen Stil. Es ist plötzlich vollgestopft mit Bildern und Vergleichen und sonderbaren Formulierungen. Find ich für Action-Szenen sehr ungünstig.

Zitat: zu einem lustvollen Chor, dessen Versuch, sich zu erheben an der durch Panik bereits übersättigten Luft jedoch jämmerlich verschwendet schien.
Der Chor will sich erheben, schafft es aber nicht, weil Panik in der Luft liegt? … warum will ein Chor aus Schreien sich erheben?

Zitat: genau in dem Moment, als dunkle Verästellungen über ihre Augen wuchsen.
»Verästelungen«

Zitat: glich der Wirrwarr aus Leichenteilen, Gedärmen und Blut einem Werk des Kubismus.
[Bild: smiley_emoticons_skeptisch.gif]
Kubismus … ich hab nie viel mit Kunst zu tun gehabt, aber ist Kubismus nicht das Würfelförmige? Wäre sinnvoll, wegen dem Kubus … aber wie können Leichenteile und Gedärme dann würfelförmige … Formen annehmen? Ich wiki doch mal schnell, bevor ich hier Müll rede *lach*
Hm … naja … nach Splatter sieht Kubismus für mich irgendwie nicht aus.

Heißt das jetzt eigentlich, dass ein Werwolf auf alles losgeht, was ihm fremd ist? Also auch auf andere Werwölfe? Und so unkontrolliert wie sie da ist … können Werwölfe sich verwandelt überhaupt kontrollieren oder reißen sie wahllos Menschen? Wäre ja eher unpraktisch, wenn man nicht entdeckt werden will …
Dass sie nicht auf Kiani losgeht, finde ich auch etwas schwach argumentiert. Da ist halt ein bekannter Geruch dran … naja, aber Todfeind ist Todfeind, oder nicht? Sie ist ja schon in ihrer Menschengestalt am Anfang tierisch sauer auf Kiani und dann als Wolf geht sie lieber auf ihre eigene Art los? Zumal Kiani die Mörderin ihrer Familie ist …

Von der Geschichte her finde ich es hier viel interessanter als in den Anfängen, die Personen sind viel lebendiger, wenn sie sich nicht gerade in verworrenen Metaphern ergehen *lach* und es scheint mir alles viel dichter und passender zu sein. Saraya hat eine Vergangenheit und tut endlich mal was! Yay! Icon_wink

Leider sind mir die Bilder einfach zu viel, zu wirr, dafür dass JETZT die Spannung endlich mal richtig losgeht und man wissen möchte, was da passiert und warum.
Wie gesagt, deine bildgewaltige Sprache an sich mag ich, und in der Wüsten-Geschichte finde ich sie auch sehr passend eingesetzt. Aber hier sind mir die Bilder zum Teil zu chaotisch und es sind einfach so komplizierte, verworrene Aussagen über die einfachsten Handlungen und Begebenheiten. Wenn ich erstmal überlegen muss, was jene und solche Metapher bedeuten soll, kann vor meinem Auge kein Bild von einer schnellen Kampfszene entstehen. Leider.

Liebe Grüße
Lanna

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What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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