Es ist: 13-04-2021, 20:21
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Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)
Beitrag #1 |

Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)


Point Culminant
- Kiani -
(Part 3)


„STIRB, du Miststück!“
Ein weiterer Schuss. Dieses Mal roch sie ihn nicht nur, sondern hörte und spürte ihn auch, wie er sich ein Loch durch ihre Brust brannte. Immer tiefer. Wäre die Kugel aus Silber gewesen, hätte ihr Herz bereits gestockt – zerfressen von kleinsten Partikeln, die einem Virus gleich heimlich im Strom ihres Blutes mitreisten. Wie sie selbst mieden allerdings auch die Werwölfe Prags das tödliche Metall – warum sollten sie auch etwas bei sich tragen, dass ihr eigenes Leben gefährdete? – und verließen sich stattdessen auf gutes altes harmloses Blei. Lächerlich. Die zerfransten Wundränder schoben sich bereits wieder ineinander.
Ihr Bellen ähnliches Lachen brach abrupt, als sich kaltes Eisen in ihre linke Schulter grub. Sie packte nach dem Schmerz, zerrte ein altertümliches Schwert hervor und schleuderte es zu Boden, wo sich sein blutbespritztes Scheppern in roten Wellen verlor. Der Besitzer der Klinge betrachtete mittlerweile seine eigene Rückenpartie, nachdem die Vampirin ein bisschen ihre Muskeln hatte spielen lassen.
Verdammt sei sie! Als ob ich ihre Hilfe nötig hätte, ärgerte sich Saraya und trümmerte die Schädel zweier Werwölfe etwas heftiger gegeneinander als es nötig gewesen wäre. Über die Köpfe der siamesischen Zwillinge hinweg entdeckte sie eine vertraute Gestalt.
Čeněk. Der Anblick des fliehenden Rudelführers weckte ihren Jagdinstinkt. Schon war sie auf allen Vieren und hetzte durch den Felsendom. Natürlich nicht, ohne den letzten Werwölfen noch das ein oder andere Gastgeschenk dazulassen. Mit dem Arm eines kahlköpfigen Schwarzenegger-Doubles im Maul jagte sie durch den einzigen Ausgang der Arena. In der Nase den berauschenden Duft des Blutes und Čeněks Fährte, die sich wie ein schuppiger Lindwurm durch den Purpurnebel wand. Sie konnte ihn regelrecht sehen, wie er die Treppen hoch gestürzt war. Etwas im Nacken, das er bis heute noch nicht gekannt hatte. Todesangst. Sie lag über allem, wie eine Spur aus Schleim auf Geländer und Wand, wo seine Hände eine Stütze gesucht hatten.
Der Geruch peitschte den Wolf in ihr noch weiter empor. Halb wahnsinnig vor Lust setzte sie über die letzten Stufen hinweg und rutschte mehr in die Kammer dahinter als alles andere. Der Lindwurm führte nach Links, weshalb sie, ganz Tier, instinktiv eine der dorischen Säulen benutzte, um der unfreiwilligen Strauchelpartie ein Ende zu setzen. In den Rillen fanden ihre Krallen den perfekten Halt, so dass sie bereits wenige Herzschlagbruchteile später knurrend vor Prags Alphawolf landete.
Die Waffe in der Hand des Rudelführers zitterte merklich, während sie Kreis um Kreis um ihn herum beschrieb. Ein Schweißtropfen hing an einem seiner Nasenflügel. Das linke Auge zuckte. Über Rücken und Achseln hing der gelbe Mantel der Furcht.
Tief sog die Wölfin diesen Moment ein, erfasste jede Nuance ihrer Beute – so wie sie es immer tat, vor dem letzten entscheidenden Moment.
Überraschend senkte ihr Opfer plötzlich seine Waffe. Der Schweißtropfen löste sich und wand sich entlang der mikroskopischen Gesichtstäler, als Čeněk den Mund öffnete und …
lachte.
Immer lauter und herzlicher, bis ihm die Kraft ausging und er in sich zusammensackte, wie einer dieser seltsamen Pilze, die nur mit Luft gefüllt waren.
Beide, Saraya und die Wölfin, betrachteten ihn immer noch mit schief gelegtem Kopf, als ein fernes Heulen ihre Ohren herumzucken ließ.
„Du kannst sie hören, nicht wahr, Blutschänderin? Nicht wahr! Wer ist nun der Jäger …? Häh! WER?“ Irres Gekicher folgte dieser geflüsterten Drohung, dann hob Čeněk die Waffe und drückte ab.
Eine Brei aus Hirnmasse, Blut und Knochensplittern floss aus dem, was vom Kopf des Rudelführer übrig geblieben war, verteilte sich um sein Gesicht wie ein ausgewürgtes Kissen. Was nicht auf den schwarzen Fliesen hockte, klebte in Sarayas Fell und bildete, vermischt mit dem Blut all ihrer Opfer, das perfekten Lockmittel für die hungrigen Kampfmaschinen, die in diesem Augenblick aus zahlreichen Durchgängen schossen.
Scheiße. Eiskalt fraß sich das Wort durch Sarayas Verstand, während die Wölfin den knurrenden Caniden ein herausforderndes Brüllen entgegenschleuderte. Schon hing der erste an ihrer Kehle, konnte aber abgeschüttelt werden, bevor die Kiefer sich festbissen. Ein Hieb zerschmetterte den Schädel des Hundes – noch mehr Brei auf den Fliesen, die das Blut in kleinen Rissen auffingen.
Dem nächsten Angreifer riss sie noch im Flug den Unterleib auf, bevor sie mit einer flinken Drehung das Genick eines anderen packte, um ihn gegen ein besonders hässliches Exemplar mit Fetzenohren zu knallen. Das Schicksal ihrer Gefährten hielt die Meute allerdings nicht auf, im Gegenteil. Noch während die beiden in sich verkeilt jaulend über den Boden rollten, warfen sie sich knurrend auf sie, rissen mit ihren Krallen ganze Fellfetzen heraus, um einen Angriffspunkt für ihre geifernden Zähne zu finden. Einer versenkte sich knurrend in ihrem Schädel, und als sie ihn mit ihrer Pranke herab riss, nahm ein Teil ihres Skalps sowie ein gutes Stück Ohr mit sich.
Der Schmerz schnitt wie ein Skalpell in Sarayas Verstand; die Wölfin reagierte nur noch, doch egal, wie viele der Bluthunde sie auch zerfetzte, ihr erdrückendes Übergewicht nahm einfach nicht ab. Mittlerweile schimmerten die Fliesen in einem dreckigen Braun. Därme wanden sich wie nackte Aale darin, schlangen sich um ihre Fesseln und brachten sie ein ums andere Mal zu Fall. Bei einer dieser Gelegenheiten hatte sich einer der Hunde – sie wusste nicht mehr welcher der vielen Kadaver es gewesen war – in ihre rechte Hinterferse verbissen und durchtrennt, was zum Gewicht halten notwendig war. Trotzdem kämpfte sie weiter, griff knurrend nach jedem Schatten im Rot und zertrümmerte ihn.
Seltsamerweise begannen sich die Feinde irgendwann zurückzuziehen. Die Bisse ließen nach, so dass der Wölfin immer öfter Zeit zum eigenen Handeln blieb. Reactio wurde wieder zu Actio. Jäger zu wimmernden Gejagten, die versuchten, sich hinter den Säulen zu verstecken. Ihre Nase fand sie alle, haftete doch das Blut an ihnen wie Kot an einer Schmeißfliege.
Kurz meinte die Wölfin dabei einen Schrei zu vernehmen, aber die kleinen Biester kannten viele Oktaven, und so trieb sie in ihrem wilden Blutrausch fort, bis ihre suchenden Kiefer keine Opfer mehr fanden. Nur noch Blut, überall Purpur und dampfendes Fleisch, dessen Geschmack auch der leise Hauch von Asche nicht zu trüben vermochte.


Zum Epilog

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #2 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)
Hallo Addi,

hier ist es: Das Ende *dramatische Musik*

Zitat: Wie sie selbst mieden allerdings auch die Werwölfe Prags das tödliche Metall – warum sollten sie auch etwas bei sich tragen, dass ihr eigenes Leben gefährdete?

Um etwas wirkungsvolles gegen feindliche Werwölfe dabei zu haben?

Zitat: Eine Brei aus Hirnmasse, Blut und Knochensplitter floss aus dem, was vom Kopf des Rudelführer übrig geblieben war, verteilte sich um seinen Kopf wie ein ausgewürgtes Kissen.

Der hat sich selbst erschossen? Icon_shocked

Zitat: Därme wanden sich wie nackige Aale darin, schlangen sich um ihre Fesseln und brachten sie ein ums andere Mal zu Fall.

Mein Gefühl meint: „nackte Aale“

Und das wars? :icon_gucker: Hmmm, ich bin mir noch nicht sicher, was ich von dem Ende halten soll. Es ist blutig ja, aber das schadet ihm nicht. Nachdem die beiden ja Ewigkeiten durch dieses Labyrinth gelaufen sind, ohne das was passiert ist, ist das schon in Ordnung.
Irgendwie hab ich erwartet, dass Kiani nochmal auftaucht, aber wenn ichs mir recht überlege, wäre das dann vielleicht zu schnulzig geworden. Oder, wenn sie Kiani auch noch umgebracht hätte, wäre das auch nicht verständlich gewesen, nachdem was sie erlebt haben.
So ein bisschen lässt mich das Ende ja in der Luft hängen. Da du Asche erwähnst, hab ich den Verdacht, dass es irgendwo brennt, also vielleicht doch noch alle Umkommen, obwohl sich Saraya ja freigekämpft hat. Ich glaube es wäre als Ende befriedigender, wenn ich wüsste, ob Saraya jemals aus diesem Felsending rauskommt oder nicht, sonst ist auch ihr Gemetzel irgendwie sinnlos, find ich.

Insgesamt weißt du ja eigentlich schon, dass du mich mit der Geschichte überzeugen konntest. Saraya ist mir ans Herz gewachsen und ich interessiere mich für sie und ihr Schicksal. Die Überraschung, dass sie die ganze Zeit mit derjenigen im Labyrinth verbracht hat, an der sie sich eigentlich rächen wollte ist dir auch gelungen. Nur das Ende ist mir ein kleinwenig zu offen, so eine grobe Richtung was nun passieren könnte, hätte ich schon ganz gerne.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #3 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)
Hui ist es hier dramatisch!
Willkommen zum dritten und wirklich (?) letzten Teil. Schön, dass du so lange mit mir und Saraya durchgehalten hast. Darf man eigentlich keinem erzählen, wie lange ich für diesen Text gebraucht habe. Smiley_emoticons_blush

Zitat:
Zitat: Wie sie selbst mieden allerdings auch die Werwölfe Prags das tödliche Metall – warum sollten sie auch etwas bei sich tragen, dass ihr eigenes Leben gefährdete?

Um etwas wirkungsvolles gegen feindliche Werwölfe dabei zu haben?
-- So etwas wie feindliche Werwölfe gibt es eher selten in meiner Welt. Die haben sich ihre Städte schon nett aufgeteilt, nur die Vampire machen vielleicht etwas Stress, aber auch da greifen andere Instanzen. Dazu später mehr.

Zitat:
Zitat: Eine Brei aus Hirnmasse, Blut und Knochensplitter floss aus dem, was vom Kopf des Rudelführer übrig geblieben war, verteilte sich um seinen Kopf wie ein ausgewürgtes Kissen.

Der hat sich selbst erschossen? Icon_shocked
-- Ja, die Idee kam ganz spontan. Find ich aber passend, in Anbetracht der Tatsache, dass er dem Wolf nichts entgegenzusetzen hat und dann auch noch die Hunde kommen.

Zitat:
Zitat: Därme wanden sich wie nackige Aale darin, schlangen sich um ihre Fesseln und brachten sie ein ums andere Mal zu Fall.

Mein Gefühl meint: „nackte Aale“
-- Dein Gefühl trügt dich nicht. *ändern geh*

Zitat:Und das wars? :icon_gucker:

-- Mrgreen Vorhin meinte ich noch zu Naira, dass ich mir genauso eine Reaktion erhofft habe, auch wenn du, zugebeben aus einem anderen Grund so reagierst. Da ich aus der Sicht einer Wölfin im Blutrausch geschrieben habe, sind es nur drei kleine Hinweise, die eigentlich auf das Ende hindeuten. Zumindest auf Kianis Ende.
1. Gibt die schrumpfende Zahl der Hunde den Hinweis, dass Kiani Saraya gefolgt ist und dort eifrig mitmischt. Leider gerät sie dabei vor Sarayas Schnauze. Daher
2. der Schrei, den die Wölfin zwar hört, dann aber doch den Hunden zuschreibt. Das dieses Zusammentreffen fatal ausläuft, soll dann
3. mit der Asche belegt werden, die nicht von einem Brand kommt, sondern von der zerfallenen Vampirin.
Es sind total kleine und fiese Hinweise, ich weiß. Eigentlich ist es auch überhaupt nicht nett, wie ich die Vampirin würdige, aber alles andere wäre dann wieder übertrieben dramatisch oder schnulzig geworden. Ein Erkennen auf Seiten der Wölfin kann ich auch nicht einbauen, denn dann würde sie ja nicht den Todesstoß ausführen.

Zitat:So ein bisschen lässt mich das Ende ja in der Luft hängen.

-- Eigentlich ist sie ja schon aus dem Labyrinth raus. aber ich verstehe, was du meinst, weshalb ich *hust* doch noch einen Epilog geschrieben habe. Mrgreen

Zitat:Insgesamt weißt du ja eigentlich schon, dass du mich mit der Geschichte überzeugen konntest. Saraya ist mir ans Herz gewachsen und ich interessiere mich für sie und ihr Schicksal.
-- Es freut mich immens, dass die Geschichte durchgängig so begeistert, dass man es trotz der vielen Teile durchhält.

Zitat:Die Überraschung, dass sie die ganze Zeit mit derjenigen im Labyrinth verbracht hat, an der sie sich eigentlich rächen wollte ist dir auch gelungen.
-- Ich hatte die Befürchtung, das es zu offensichtlich ist. Toll, wenn es geklappt hat.

Zitat: Nur das Ende ist mir ein kleinwenig zu offen, so eine grobe Richtung was nun passieren könnte, hätte ich schon ganz gerne.
-- *ganz unschuldig pfeifend auf den Epilog verweis*

Ich verneige mich dankend
Addi

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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #4 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)
Auf zum großen Finale! Icon_smile

Zitat:Wie sie selbst mieden allerdings auch die Werwölfe Prags das tödliche Metall – warum sollten sie auch etwas bei sich tragen, dass ihr eigenes Leben gefährdete? – und beriefen sich stattdessen auf gutes altes harmloses Blei.
Ich finde, dass das nicht das passende Verb ist - auf etwas berufen tut man sich, wenn man seine Meinung/Einstellung untermauern möchte. Du wolltest wahrscheinlich das saloppe "verwenden" vermeiden - ich würde aber so etwas vorschlagen wie "beschränkten" (weil Blei eben harmlos ist) oder "verließen" (selbsterklärend Icon_wink).
Schau dir das "dass" nochmal genau an. *lacht*

Zitat:Die zerfransten Wundränder schoben sich bereits wieder ineinander.
Ich wusste es.

Zitat:wo sich sein blutbespritztes Scheppern in roten Wellen verlor.
Cool.

Zitat:Sie lag über allem, wie eine Spur aus Schleim auf Geländer und Wand, wo seine Hände eine Stütze gesucht hatten.
Wenn er so toll wäre, wie er vorgab, dann hätte er noch eine Falle in Petto.

Zitat:„Du kannst sie hören, nicht wahr, Blutschänderin? Nicht wahr! Wer ist nun der Jäger …? Häh! WER?“
Er hat die Bluthunde losgelassen?

Zitat:Irres Gekicher folgte dieser geflüsterten Bedrohung, dann hob Cenek die Waffe und drückte ab.
Eine Brei aus Hirnmasse, Blut und Knochensplitter floss aus dem, was vom Kopf des Rudelführer übrig geblieben war, verteilte sich um seinen Kopf wie ein ausgewürgtes Kissen.
Ziemlich läbsch der Typ. Er hätte zumindest den Anstand haben sollen, wie ein Krieger zu sterben. Irgendwie passt ist das ein bisschen schade, du würdest vielleicht ein bisschen aus "schwarz-weiß" ausbrechen (oh - die Bösen haben zumindest auch Ehre im Leib). Andererseits ist er natürlich ein wahnsinniger Psychopath, dessen letzter Gedanke ist: ha, du wirst auch sterben (bin zwiegespalten).
"Ein_ Brei aus Hirnmasse, Blut und Knochensplittern ..."
Zur Dopplung: Synonyme wären z. B. "Schädel" oder "Gesicht". Icon_smile

Zitat:Scheiße Eiskalt fraß sich das Wort durch Sarayas Verstand, während die Wölfin den hechelnden Caniden ein herausforderndes Brüllen entgegenschleuderte.
Knurren sie nicht eher? (Hecheln klingt so freundlich Icon_wink)
Und: können sie der Werwölfin überhaupt etwas anhaben? Immerhin sind sie nicht aus Silber. Na ja, ich nehme an, wenn man einen Werwolf auseinander reißt, bevor er regenerieren kann, dann ist er auch Tod.
Ich würde einen (kursiven) Punkt hinter "Scheiße" setzen.

Zitat:Kurz meinte die Wölfin dabei einen Schrei zu vernehmen, aber die kleinen Biester kannten viele Oktaven, und so trieb sie in ihrem wilden Blutrausch fort, bis ihre suchenden Kiefer keine Opfer mehr fanden.
Kiani? Ist der Coolness in Person (schade nur, dass sie Vampir sein muss Mrgreen ) etwas passiert?

Zitat:Nur noch Blut, überall Purpur und dampfendes Fleisch, dessen Geschmack auch der leise Hauch von Asche nicht zu trüben vermochte.
Brennt es? Haben irgendwelchen Überlebenden das Domizil angezündet? Dann sollte Saraya der Asche vielleicht etwas aufmerksamkeit schenken - vielleicht ist aber auch Kiani zu Asche zerfallen?

Huch, da sind wir ja schon wieder am Ende. *lacht* Ich kann mich nur wiederholen: man kann deine Geschichte super runter lesen. Und mir sind Saraya und Kiani ans Herz gewachsen. Die beiden haben sich also befreit und gegen ihren Unterdrücker durchgesetzt - die Frage bleibt: zu welchem Preis (aber dafür gibt es ja noch den Epilog).
Ich fand gut, dass Mlynar noch etwas in Petto hatte (die Bluthunde) und gut, dass Saraya auch ordentlich Schaden genommen hat - und ich nehme an (und hoffe), dass es noch einen Grund mehr, als "nur" Sarayas Stärke gibt, aus dem sie sich zurückgezogen haben: z. B. dass Kiani fleißig mit gekämpft hat, vielleicht sind sie auch vor einem Feuer geflohen?
Wie gesagt Zwiegespalten bin ich wegen dem Ende des Rudelführers ... aber na ja, hätte er Ehre im Leib gehabt, hätte er die Bluthunde nicht loslassen können. War also letztendlich in Ordnung. Er kommt halt ausschließlich negativ rüber, als arroganter Fanatiker.
Vor dem abschließenden Fazit, schaue ich mir aber noch den Epilog an. Icon_smile

Liebe Grüße!

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #5 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)
Fast fertig!
Zitat:
Zitat:Wie sie selbst mieden allerdings auch die Werwölfe Prags das tödliche Metall – warum sollten sie auch etwas bei sich tragen, dass ihr eigenes Leben gefährdete? – und beriefen sich stattdessen auf gutes altes harmloses Blei.
Ich finde, dass das nicht das passende Verb ist - auf etwas berufen tut man sich, wenn man seine Meinung/Einstellung untermauern möchte. Du wolltest wahrscheinlich das saloppe "verwenden" vermeiden - ich würde aber so etwas vorschlagen wie "beschränkten" (weil Blei eben harmlos ist) oder "verließen" (selbsterklärend Icon_wink).
Schau dir das "dass" nochmal genau an. *lacht*
-- Ist geändert. Icon_smile

Zitat:Ziemlich läbsch der Typ. Er hätte zumindest den Anstand haben sollen, wie ein Krieger zu sterben. Irgendwie passt ist das ein bisschen schade, du würdest vielleicht ein bisschen aus "schwarz-weiß" ausbrechen (oh - die Bösen haben zumindest auch Ehre im Leib). Andererseits ist er natürlich ein wahnsinniger Psychopath, dessen letzter Gedanke ist: ha, du wirst auch sterben (bin zwiegespalten).
-- Jo, hätte ich. Aber ein Selbstmord hatten wir bisher noch nicht, oder?

Zitat:
Zitat:Scheiße Eiskalt fraß sich das Wort durch Sarayas Verstand, während die Wölfin den hechelnden Caniden ein herausforderndes Brüllen entgegenschleuderte.
Knurren sie nicht eher? (Hecheln klingt so freundlich Icon_wink)
-- Recht hast.

Zitat:Und: können sie der Werwölfin überhaupt etwas anhaben? Immerhin sind sie nicht aus Silber. Na ja, ich nehme an, wenn man einen Werwolf auseinander reißt, bevor er regenerieren kann, dann ist er auch Tod.
Ich würde einen (kursiven) Punkt hinter "Scheiße" setzen.
-- Auch ihre Regeneration hat Grenzen. Also die Masse machts. Ist wie bei einer Revolution. *g*

Zitat:
Zitat:Kurz meinte die Wölfin dabei einen Schrei zu vernehmen, aber die kleinen Biester kannten viele Oktaven, und so trieb sie in ihrem wilden Blutrausch fort, bis ihre suchenden Kiefer keine Opfer mehr fanden.
Kiani? Ist der Coolness in Person (schade nur, dass sie Vampir sein muss Mrgreen ) etwas passiert?
-- Coolness in Person. Mrgreen
Du bist der ERSTE, der das auf anhieb sieht! Yeay!

Zitat:
Zitat:Nur noch Blut, überall Purpur und dampfendes Fleisch, dessen Geschmack auch der leise Hauch von Asche nicht zu trüben vermochte.
Brennt es? Haben irgendwelchen Überlebenden das Domizil angezündet? Dann sollte Saraya der Asche vielleicht etwas aufmerksamkeit schenken - vielleicht ist aber auch Kiani zu Asche zerfallen?
-- JAAAA!

Zitat:Huch, da sind wir ja schon wieder am Ende. *lacht* Ich kann mich nur wiederholen: man kann deine Geschichte super runter lesen. Und mir sind Saraya und Kiani ans Herz gewachsen. Die beiden haben sich also befreit und gegen ihren Unterdrücker durchgesetzt - die Frage bleibt: zu welchem Preis (aber dafür gibt es ja noch den Epilog).
Ich fand gut, dass Mlynar noch etwas in Petto hatte (die Bluthunde) und gut, dass Saraya auch ordentlich Schaden genommen hat - und ich nehme an (und hoffe), dass es noch einen Grund mehr, als "nur" Sarayas Stärke gibt, aus dem sie sich zurückgezogen haben: z. B. dass Kiani fleißig mit gekämpft hat, vielleicht sind sie auch vor einem Feuer geflohen?
-- Kiani hat mitgekämpft, ja.

Icon_smile
Addi

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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #6 |

RE: Zweierlei Blut - Point Cuminant (Part 3)
Hi Addi!

Zitat: und verließen sich stattdessen auf gutes altes harmloses Blei.
Komma zwischen »gutes, altes, harmloses«
Warum schießen sie dann überhaupt auf Saraya?
Und hätte das Blei die Vampirin effektiv ausschalten können?

Zitat: Ihr Bellen ähnliches Lachen brach abrupt,
das klingt schräg … ich würde »Ihr bellendes Lachen« schreiben, überlege aber grade, wie es heißen müsste, wenn man das »ähnlich« drinhaben will …
»Das einem Bellen ähnliche Lachen« … also auch »Ihr einem Bellen ähnliche Lachen« … klingt aber blöd *lach*

Zitat: Der Besitzer der Klinge betrachtete mittlerweile seine eigene Rückenpartie, nachdem die Vampirin ein bisschen ihre Muskeln hatte spielen lassen.
Öh … Kopf um 180 Grad gedreht und dann die Wirbelsäule gefaltet? Wie kann man seinen eigenen Rücken betrachten?

Zitat: Natürlich nicht, ohne den letzten Werwölfen noch das ein oder andere Gastgeschenk dazulassen.
*hust* … also … ich schäme mich … aber es klingt schon ein bisschen so, als würde sie denen jetzt als »Gastgeschenk« noch auf die Fußmatte scheißen, oder? Icon_ugly Mrgreen

Zitat: Mit dem Arm eines kahlköpfigen Schwarzenegger-Doubles im Maul jagte sie durch den einzigen Ausgang der Arena.
behindert der Arm nicht irgendwie? Allein schon beim Atmen oder wenn sie Cenek gleich vielleicht anknabbern will? Warum schleppt sie den mit?

Zitat: Der Lindwurm führte nach Links, weshalb sie, ganz Tier, instinktiv eine der dorischen Säulen benutzte, um der unfreiwilligen Strauchelpartie ein Ende zu setzen.
»links« klein;
sie ist eine halb wahnsinnige, blutdurstige Bestie und bezeichnet die Säule als »dorisch«? Ich weiß nichtmal, was eine dorische Säule ist *lach*
Und dass sie ihre Umgebung benutzt, bzw. die Säule als Katalysator oder wie auch immer nutzt, finde ich eher menschlich als tierisch. Ich weiß noch, wenn früher mein Hund der Katze hinterher gejagt ist und auf glattem Boden ins Rutschen kam, hat ihn immer erst die Wand gebremst … der hat nicht irgendwie nach dem Jackenständer geschnappt, um seinen Schwung rumzuwirbeln. Dieses Verhalten finde ich wie gesagt eher menschlich und würde es nicht dem animalischen Instinkt zuweisen.

Zitat: so dass sie bereits wenige Herzschlagbruchteile später
über »Herzschlagbruchteile« bin ich arg gestolpert und hab mir erstmal Gedanken darüber gemacht, wie lang das wohl sein mag. Der Herzschlag eines Wolfs im Blutrausch dürfte ja recht schnell sein, so dass nur ein Bruchteil davon viel weniger als eine Sekunde sein dürfte. Ähm … ja … also ich bin hängen geblieben *lach*

Zitat: vor dem letzten entscheidenden Moment.
Komma zwischen »letzten, entscheidenden«

Zitat: wie einer dieser seltsamen Pilze, die nur mit Luft gefüllt waren.
hö? Mit Luft gefüllte Pilze? Sowas gibt’s?

Zitat: „Du kannst sie hören, nicht wahr, Blutschänderin? Nicht wahr! Wer ist nun der Jäger …? Häh! WER?“ Irres Gekicher folgte dieser geflüsterten Drohung, dann hob Čeněk die Waffe und drückte ab.
Ja … war schön, dich kennen gelernt zu haben … Ist es irgendwie Aufnahmekriterium, psychisch labil zu sein? *lach* Dass er sich lieber erschießt, als von Saraya in Fetzen gerissen zu werden, versteh ich ja … aber dieser irre Ausraster? Er als Werwolf sollte doch nicht mit dem Blutbad eines Werwolfs überfordert sein? Oder hatte er schon vorher irgendwelche psychischen Defizite?
Und da heulen jetzt die Kampfhunde? Na, was solls … der Eingang ist doch IN der Arena, oder nicht? Wäre ja doof von den Werwölfen, die Kampfhunde dahin zu lassen, wo sie selbst dem Kampf zusehen wollen. Oder nicht?

Zitat: Was nicht auf den schwarzen Fliesen hockte,
»hocken« finde ich im Zusammenhang mit »Brei« ungünstig

Zitat: die in diesem Augenblick aus zahlreichen Durchgängen schossen.
Ahja, aber wieso? Wurden da geheime Türen geöffnet, als Saraya durchgedreht ist? Wäre es dann nicht schlau gewesen, wenn man sowas schon einplant, auch ein Art Panic-Room einzubauen, wo Cenek noch schnell hätte hinfliehen können? Oder sind die Hunde so abgerichtet, dass sie die Prager Werwölfe nicht angreifen. Aber warum hat Cenek nicht bis zum letzten Moment mit erschießen gewartet, wenn er wusste, dass die Hunde kommen? Warum ist er so abgedreht?

Zitat: Noch während die beiden in sich verkeilt jaulend über den Boden rollten, warfen sie sich knurrend auf sie, rissen mit ihren Krallen ganze Fellfetzen heraus,
Während die Hunde über den Boden kugeln, werfen sie sich gleichzeitig auf Saraya? Da stimmt mit der Zeitabfolge was nicht Icon_wink

Zitat: Einer versenkte sich knurrend in ihrem Schädel, und als sie ihn mit ihrer Pranke herab riss, nahm ein Teil ihres Skalps sowie ein gutes Stück Ohr mit sich.
IM Schädel? Da dürfte dann aber auch ein Teil der Schädeldecke flöten gehen Icon_wink Und der Hund versenkt sich vermutlich nicht selbst sondern seine Zähne

Zitat: doch egal, wie viele der Bluthunde sie auch zerfetzte, ihr erdrückendes Übergewicht nahm einfach nicht ab.
durch einen netten Bezugs-Verleser könnte man hier meinen, Saraya würde verzweifelt darum kämpfen, ein paar Pfunde zu verlieren, aber ihr Übergewicht will und will einfach nicht abnehmen *lach* »die erdrückende Übermacht« vielleicht?

Zitat: Därme wanden sich wie nackte Aale darin, schlangen sich um ihre Fesseln und brachten sie ein ums andere Mal zu Fall.
Die Därme bewegen sich? Von allein? Eklig …

Zitat: Bei einer dieser Gelegenheiten hatte sich einer der Hunde – sie wusste nicht mehr welcher der vielen Kadaver es gewesen war – in ihre rechte Hinterferse verbissen und durchtrennt, was zum Gewicht halten notwendig war.
Den Einschub in Gedankenstrichen würde ich rausnehmen … natürlich merkt sie sich nicht, welcher von den Hunden (egal ob tot oder nicht) sie gebissen hat … das klingt so, als wären da halt 5 Hunde, die alle einen Namen haben und sie weiß nicht, wen sie jetzt bestrafen soll.
Und den letzten Nachsatz »was zum Gewicht halten notwendig war« würde ich auch streichen. Es soll vermutlich »Gleichgewicht« heißen, aber selbst dann ist der Bezug falsch:
Das Durchtrennen der Hinterferse ist notwendig, damit man das Gleichgewicht halten kann.
Wenns drinbleiben soll, würde ich eher in die Richtung gehen:
»und durchtrennt, so dass sie ihr Gleichgewicht kaum noch halten konnte«

Zitat: haftete doch das Blut an ihnen wie Kot an einer Schmeißfliege.
An Schmeißfliegen klebt Kot? Sind das nicht die dicken Brummer, die immer so nervig gegens Fenster dötschen? An denen hab ich noch nie Kot gesehen, wüsste auch nicht, wie die in meiner Wohnung an sowas kommen sollen … aber auch bei denen aufm Bauernhof klebt kein Kot dran.

Zitat: dessen Geschmack auch der leise Hauch von Asche nicht zu trüben vermochte.
Die haben aber nu nicht Kiani verbrannt, oder? Icon_nosmile

In diesem Teil war es besser mit überquellenden Metaphern, die Handlung war viel besser zu verfolgen, ach wenn sich wieder einige Logikfragen eingeschlichen haben.

Wie ich die Sache mit den Geruchsfarben finde, weiß ich noch nicht genau. Einerseits mag ich die Idee – ich hab selbst eine Geschichte, in der jemand Geräusche in Farben sieht – aber andererseits ist das hier ja kein »erfundener« Sinn, sondern an einen Wolf angelehnt, denke ich mal. Nun kann ich mir aber irgendwie nicht vorstellen, dass Wölfe Gerüche sehen … und soo viel setzt du es ja leider nicht um. Einmal das Lila bei Kiani, die gelbe Angst bei Cenek und ansonsten ja eh nur Rot, das für alles mögliche zu stehen scheint.

Ja, aktuell fällt mir auch nicht mehr zu sagen ein, ich les einfach mal den Schluss Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
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