Es ist: 27-05-2022, 07:45
Es ist: 27-05-2022, 07:45 Hallo, Gast! (Registrieren)


Chirurgie im Mittelalter
Beitrag #11 |

RE: Chirurgie im Mittelalter
Oh, was mir da noch einfällt - es gibt von GeoLino Extra eine Hörbibliothek. Geolino, klar, klingt wie etwas nur für Kleine, aber auch ich finde die Sachen äußerst spannend!
In einem der CDs war auch etwas über die Medizin im Mittelalter, der Vergleich zwischen christlichen Ärzten und maurischen. Wenn es das als CD gibt, muss es auch ein Heft - eben GEolino Extra - dazu geben, das vielleicht noch ausführlicher ist. Wenn es dich interessiert, kann ich gleich raussuchen, in welcher "Folge" das war ... *such* *kram* "Das Mittelalter"? Oder "Abenteuer Geschichte"? ... *lausch* "Das Mittelalter" Icon_smile

Hoffe, es hilft!

Viele Grüße,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #12 |

RE: Chirurgie im Mittelalter
Ich möchte die anderen nicht unnötig wiederholen - ich meine, die europäisch-mittelalterliche Medizin beruhte auf Kräuterkunde und dem, was sich aus rudimentären (!) anatomischen Kenntnissen ableiten ließ. Was ich dabei aber viel spannender finde, sind die Steine, die der Medizin in Europa in den Weg gelegt wurden: Wer sich mit Kräutern auskannte, lief Gefahr, als Hexe auf dem Scheiterhaufen zu enden, und anatomische Kenntnisse erlangt man, indem man menschliche Körper aufschneidet - ebenfalls ein Sakrileg. Und das noch im 15. Jahrhundert, Leonardo da Vinci hat seine Leichen auch noch auf Friedhöfen geklaut und heimlich seziert ... Und in der Zeit hat die Wissenschaft einen Sprung gemacht, vorher war wohl noch stärker der (Aber-)Glaube maßgeblich. Ich rechne bei dir zwar mit einer Fantasygeschichte, die auf solche Probleme eigene Antworten finden kann, aber vielleicht ist da eine Anlehnung ja gerade reizvoll.
Oder du lehnst dich stärker an der islamischen Kultur an, die im Mittelalter wissenschaftlich ja bekanntlich dem christlichen Europa weit voraus war, eben weil bei anatomischen Studien nicht gleich der Inquisitor angeklopft hat ...
Gruß,
Lehrling

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Beitrag #13 |

RE: Chirurgie im Mittelalter
Dazu:

Wer allerdings im Dienst der Kirche stand, oder beispielsweise in einem Kloster der Sanatoriumsleiter war, konnte mitunter auf Wissen zurückgreifen, dass aus der Antike stammte. Teilweise. Selten. So weit ich weiß. Und die Hexengefahr war dann eigentlich in einem Kloster auch sehr gering - oder als geweihter Arzt (also, zum Priester geweiht, nicht zum Arzt *zwinker* ). Wer sich auch mit Leichen beschäftigt hat, war Professore Vesalius - der ließ sich die Gehängten bringen, um seine Studien zu führen.

Gruß,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #14 |

RE: Chirurgie im Mittelalter
Ihr bringt leider ein paar Sachen durcheinander, vor allem die Zeit der Hexenverfolgung nehmt ihr falsch an.
Hexenprozesse und die Inquistion wurden eigentlich kaum während des Mittelalters geführt, diese Praxis kam erst in der Neuzeit zu voller Blüte. Vorher war die Inquisition mehr ein Gericht das auch vernünftigen Argumenten zugänglich war und mehr religionsphilosophisch ausgelegt war. Hexenprozesse gab es praktisch gar nicht und Kräuterwissen war hoch angesehen, das änderte sich erst mit dem Erscheinen des Hexenhammers.
Einzig das Aufschnippeln von Leichen musste nachts geschehen, wobei Bücher über die Anatomie durchaus bei Mönchen und anderen im Umlauf waren. So finster war das Mittelalter gar nicht. Icon_wink
Auch die Anatomiekenntnisse waren nicht so schlecht, denn auf den Schlachtfeldern gab es ngenug Anschauungsmaterial.

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
und seine Werke

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