Es ist: 26-09-2022, 10:34
Es ist: 26-09-2022, 10:34 Hallo, Gast! (Registrieren)


Umfrage: Englische Namen in deutschen Texten?
Find ich gut und modern
Ne, passt überhaupt nicht
Kommt darauf an...
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Englische Namen in deutschen Texten?
Beitrag #11 |

RE: Englische Namen in deutschen Texten?
Hi Lijana,

ich glaub ich schließe mich hier einfach der Mehrheit an. Es kommt einfach auf das Konzept der Geschichte/des Romans an. Gerade bei Ortsnamen, macht sich ein englischer Name in Deutschland einfach nicht gut, das verwirrt den Leser zu sehr.
Bei Namen ist das so eine Sache, es gibt deutsche Kinder die ausländische Namen haben, aber es wird sich auch wieder auf die „alten“ Namen besinnt, was ich persönlich sehr mag. Ich glaube im früheren „Osten“ war es sehr in Mode seinen Kindern englische Namen zu geben, deshalb kommt es eben drauf an, in welcher Zeit und wo der Roman spielt. Die Namen sollten eben dazu passen.

Ich denke es muss insgesamt einfach „echt“ wirken und auch in einer Fantasy-Geschichte (im jeweiligen Rahmen) „realistisch“. Wenn ich z.B. eine ganz neue Welt erfinde, kann ich nicht plötzlich irgendwelche europäischen Städtenamen auftauchen lassen.

Grundsätzlich finde ich ja, dass sehr schöne deutsche Namen gibt und das die auch ruhig in der Literatur wieder vermehrt auftauchen dürfern, sofern der Roman auch in Deutschland spielt.
Über das „nicht aussprechen können“ würde ich mir keine Gedanken machen, eher bei Fantasy-Namen mit zig Sonderzeichen drin. Icon_wink

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #12 |

RE: Englische Namen in deutschen Texten?
Hallo zusammen,

Wow das war echt interessant zu lesen! Vielen Dank für eure Meinungen! Icon_jump

Nun zu meiner: ich selbst finde auch, dass es auf die Geschichte ankommt. Ich persönlich liebe Sprachen und besonders auch das Englische. Benütze auch dieses denglisch weil ich bei der Arbeit soviel mit Englisch zu tun hab, dass es mir manchmal "einfacher" oder "klarer" scheint das englische Wort zu benützen. Anyway...
Ich schreib zur Zeit ja an ner Fantasy Geschichte und da hab ich das so gelöst; ist zwar meine eigene Welt aber sie ist auch in Länder unterteilt und je nach Land vergebe ich anders klingende Namen. Daher hab ich einige, englische Namen in meiner Geschichte, finde aber das passt auch.
Grundsätzlich gibt es für mich nur ein Tabu und das sind Namen, die man beim ersten Versuch nicht richtig lesen bzw. aussprechen kann. Icon_aufsmaul Darauf lege ich sehr viel Wert! Denn als Leser nervt es mich eine Geschichte zu lesen, bei der ich immer wieder über Namen stolpern muss.

Grüsse,
Lij

"I wish none of this had happend!"
"So do all who live to see such times. But it's not for them to decide. All you have to decide is what to do, with the time that is given to you!"
- Frodo & Gandalf the Grey by J.R.R. Tolkien

Lijana's Fire Magic ~ Werkeverzeichnis ^.^

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Beitrag #13 |

RE: Englische Namen in deutschen Texten?
Hiho miteinander!

Ich hab die Kommentare jetzt nur überflogen, denke aber, dass ich mich der breiten Masse anschließe, wenn ich sage, dass es darauf ankommt. Auf die Geschichte, auf den Ort des Geschehens, auf den Zusammenhang, auf die Bedeutung, auf die Sprache ....

Beispiele:

Eine moderne Jugendgeschichte, in der alle Protagonisten reines Hochdeutsch sprechen, ist schlicht und einfach unglaubwürdig. Da müssen die Jugendlichen zumindest ein bisschen so reden, wie sie es tatsächlich tun. Und sie lassen nunmal viel Englisch miteinfließen oder geben sich auch englische "Spitznamen"

Geschichten über spezielle Themen, wie zum Beispiel Computerspiele – da werden nunmal englische Begriffe und englische Namen verwendet. Wer als Autor dort zwanghaft alles deutsch machen will, hat es schwer mit der Glaubwürdigkeit.

Science-Fiction oder eher Zukunftswelten werden, so die heutige Entwickung andauert, auch vollgestopft mit englischen Namen sein. Schon heute geht der Trend ja in die Richtung, seine Kinder englisch zu benennen, also wäre das nur eine logische Entwicklung.

In der Fantasy kommt es ebenfalls drauf an (und das von mir, die doch immer so gegen Englisch wettert *lach*)

Bei klassicher Fantasy finde ich es absolut Fehl am Platz, wenn zwischen der Elfe Sádyariâlàdara und dem Ork Khrrumpakk plötzlich der Held John Darkhunter auftaucht ... oder sie von Falkenthal über Flussstadt nach Swallow-Wood reisen.

Wenn es allerdings in den Kontext eingebunden ist ... warum nicht? Bei den Sturmwelten heißt zum Beispiel eine Offizierin Roxane, Sellisher, Groferton und Hugham ... alles Leute, die aus einem Land kommen, das an die englische Kolonialmacht im 17. (?) Jhdt angelehnt ist. Es passt einfach, weil es keine hyper modernen Namen sind, und konsequent und logisch in der Fantasy-Umgebung eingebunden sind.

Ich selbst habe eine Geschichte (einen meiner Roman-Versuche), da haben durchweg alle Personen englische Wörter als Namen, die ihnen eine bestimmte Bedeutung geben. (Ausnahme: Personen, die nicht aus dem Land kommen). Mein Antagonist heißt Jinx, seine Konkurentin Pharisee, der Diebesgildenmeister Shiv, der Waffenmeister Sway und der böse Obermagier Warden. Dabei hab ich versucht, Wörter zu finden, die nicht allzu geläufig sind und weiß auch nicht, ob ich es wirklich am Ende dann so beibehalten werde. Als Spielerei finde ich es ganz lustig und für mich funktioniert es auch recht gut.

Und letztendlich mein neuestes Projekt, in dem ein Elf Nathanael Bishop heißt und die Hauptrolle von einem Ork namens Hitoro Takahashi gespielt wird Mrgreen (aber das wird eine ganz und gar untypische Fantasywelt – falls man es überhaupt noch so betiteln darf.)


Fazit
Solange ich als Leser also das Gefühl habe, die Namen erfüllen ihren Zweck und sind nicht nur drin, weil der Autor englische Namen »cool« findet, finde ich sie durchaus legitim. Englische Begriffe verwende ich persönlich gar nicht, weil ich eben Fantasy schreibe und meine Völker kein englisch sprechen (abgesehen halt von diesem Mischmaschexperiment, wo ich mit dem Gedanken spiele, englisch zur Elfensprache zu machen *lach* Da würde dem Elfen auch mal ein »Fuck« rausrutschen und er sagt ständig »Aye« ... )

Wenn ich in »Echtzeit« schreibe, heißen meine Charaktere Hannah, Steffen, Nico oder Monika ... in SciFi oder Endzeit tendiere ich meistens mehr zu englischen Namen, hab aber auch eine Iljana oder einen Reik zum Beispiel, Emma, Lina, Henning oder Finn. Es gibt so viele deutsche – und auch anderssprachige Namen – die man nicht schon aus hundert anderen Geschichten kennt. Solange sie zum Umfeld passen, kann man sie ruhig verwenden.

Aber in einem Dorf in der tiefsten Eifel zum Beispiel wird man nicht auf Jake, Kimberley, Keith, Jules UND Chantalle treffen. Einer ganz vielleicht – und selbst der wäre dann eine Kuriosität – aber kein ganzer Haufen. In einer Großstadt kann ich mir das schon eher vorstellen, wobei ich es auch da merkwürdig fände.

Jup, das soweit von mir Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #14 |

RE: Englische Namen in deutschen Texten?
Also, wie ich mir Namen aussuche, ist sowieso eine ganz eigene Sache, deswegen kann da alles mögliche vorkommen. Auch asiatische Namen für eine deutsche Frau. Bei mir ist alles möglich, solange es zu meinem Charakter passt. Heute nennt doch jeder sein Kind, wie er möchte, da achten viele nicht mehr auf den Ursprung dieses Namens. Wieso auch? Ist doch egal wo er herkommt, wenn er mir gefällt, oder nicht?

Icon_smile So seh ich das. Englische Namen bei mir auf jeden Fall erlaubt. Egal ob in eigenen Texten, oder in Texten, die ich lese. Deutsche Namen sind eh meist nicht schön und nerven mich dann nur.

Liebe Grüße, Sarah.

Das Schreiben ist für mich die Zuflucht in eine Welt, in der ich meine Gefühle nicht verstecken muss,
sondern zeigen kann, wer ich wirklich bin.
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