Es ist: 17-01-2022, 05:37
Es ist: 17-01-2022, 05:37 Hallo, Gast! (Registrieren)


LästeraTopia
Beitrag #71 |

RE: LästeraTopia
LÄSTERATOPIA

Unwichtiges Cocktailpartywissen für jeden Anlass – exklusiv für LästeraTopia!


Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

gerne komme ich der kürzlich persönlich an mich gerichteten Bitte der Redaktionsmitglieder W. Eltenwanderer und L. Ibertine nach, einen kürzlich gehaltenen Vortrag über unwichtiges Cocktailpartywissen für jeden Anlass exklusiv für LästeraTopia zur Verfügung zu stellen.

Damit verbleibe ich herzlich
Ihr
Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. F. Ederlehrling, MD., LL.M., M.Sc., etc., etc., Dipl.-Dummschwätzer



Thema der heutigen Stunde soll sein: "Beim Schäferstündchen auf dem Absatz umgekehrt ..."

Wer kennt das nicht?

(Dieses unangenehme Schweigen abzuwarten bin ich gerne bereit …)

Äh, nun gut. Wo war ich?

Richtig.

Absatz, der. Der Absatz befindet sich am rechten Fuß hinten, am linken Fuß ... auch. Geläufig ist der Begriff von der Redensart "Auf dem Absatz umkehren". Die Herkunft dieser Wendung ist weniger umstritten als es scheinen mag. D. Readnaughts führt dazu an, "auf dem Absatz umkehren" stamme aus dem Militärischen und bezeichne die Art, auf Ort und Stelle durch Heben des linken Fußballen und des rechten Fußes beim Bundiballett hübsche Figuren auf dem Exerzierplatz zu tanzen. Diese Ansicht ist selbstverständlich unbeachtlich. Dies ist schon am Namen des Urhebers zu erkennen: D. Readnaughts. Read naughts. "Liest nichts". Selbst ihm nahe stehende Personen nehmen an, er verwende Bücher in erster Linie als Türstopper. Die andere Ansicht mit der Türschwelle ist mir augenblicklich zwar entfallen, aber es finden sich sicher Gründe dagegen. Im Übrigen ist jeder aufgerufen, sich seine eigene Meinung zu bilden. Auch L. Röhrich hält dies für die einzig probate Lösung des Rätsels und behandelt die Redensart folgerichtig in seinem Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, 4. Aufl. Freiburg 1999 überhaupt nicht.

Damit kommen wir jetzt zum etwas langweiligeren Teil der Veranstaltung. Das Schäferstündchen - wir alle kennen da ... ach nee, Sie ja nicht (an dieser Stelle sei auf oben angeführtes unangenehmes Schweigen verwiesen) - also wirklich, gehen Sie häufiger auf Cocktailparties! Und immer die Dummen nehmen, Sie wissen schon! - äh. Ja. Das Schäferstündchen. Dazu ein Auszug aus Röhrich, a.a.o., Bd. 4 S. 1298.

Schäferstündchen. Ein Schäferstündchen halten (verbringen): Eine Zeit traulichen, zärtlichen, liebevollen Beisammenseins von Verliebten.
Seine Schäferstunde schlägt: das Glück winkt ihm, es kommt zu einem Treffen der Liebenden u. der Erfüllung ihrer Wünsche. Mit einem 'Schäferstündchen' bez. man die gemeinsam verbrachte Zeit eines Liebespaares, das sich oft heimlich zuzammenfinden [sic!] muß [sic!]. Der Begriff ist dem frz. 'heure du berger' nachgebildet.“

Die Franzosen also! Die kennen sich mit so etwas ja aus …

„In der Zeit des Barock u. Rokoko erfolgte eine bewußte [sic!] Hinwendung der höfischen u. bürgerichen Gesellschaften zur Natur u. dem angeblich naiv-sündlosen Landleben. Schäferspiele wurden nachgeahmt, indem man in entsprechenden Kostümen und unter antiken Schäfernamen in ländlicher Idylle in einer Art Rollentausch zu leben versuchte, um den erstarrten zeremoniellen Formen zu entgehen und sich natürlich und ungezwungen benehmen zu können.“

Ob die Kostümwahl heute unbedingt auf die Schäferkluft fallen würde, darf bezweifelt werden, aber verkleiden … Was gucken Sie so?? …

„Die Hirtendichtung zum Preise der Idylle, die zum Vorbild diente, geht auf Theokrit zurück u. fußt [sic!] auf den Eklogen Vergils. Sie wird als 'bukolische' Dichtung bez. Lit. belegt ist der Begriff 'Schäferstunde' z.B. in Schillers 'Don Carlos' (II, 8): "Der Seelen entzückender Zusammenklang - ein Kuss - der Schäferstunde schwelgerische Freuden".“

Teilnehmer dieser Veranstaltung, die davon ausgegangen sind, dass diese Redensart aus der Romantik stammt, haben damit offenkundig ... verkackt. Hätten Sie damals im Theater nicht geschlafen, dann wär Ihnen die Stelle im 'Carlos' natürlich nicht entgangen. So haben Sie leider Pech.

Streber sind Sie trotzdem.

Damit soll es für heute genügen, die nächste Cocktailparty ruft. Ich muss noch Grundlage schaffen gehen ...

Zum Lehrling und zur Lehrwerkstatt

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #72 |

RE: LästeraTopia

Lästeratopia

Lästig, gemein und immer noch hier!

Quantensprünge und Schnapszahlen

60.199 Beiträge, 5.088 Themen, 33 Beiträge für den Topposter (irgendwann letzte Woche, Belege sind der Redaktion unversehentlich abhanden gekommen) und eine Spinne, die 27 wird. Icon_panik

Evolution, genetische Experimente, erste Hinweise auf in blubbernden Reagenzgläsern gezeugte Hochleistungsbeitragsschreiber?

Zeit für einen Blick in die Zukunft - eh - war die nicht gerade? Gegenwart - Mist, nun Vergangenheit!

Herr Prof. Quack Salb E.R. Sartha, unser indischer Spezialist für Abnormales, Normales und Über- bzw. Unternormales, hat sich zwischen Forenleichen, stillen Wassern und farbigen Individualisten umgeschaut und Erschreckendes festgestellt:

Man nehme NormalUser A, lasse seinen Weg mit Mod B kreuzen und etwas Seelenbalsam und Tröstekleber da, ergänzt dies mit Rechtschreibungscocktail und zwei bis drei anderen Usern aus der Klasse der Normalen, erhält man ein Lächeln!
Chancen auf Nimmerwiderkehr etwaigen Users A liegen dann bei 2/3 oder sogar 37/51!

Trifft NormalUser A auf Mod C oder tangiert wahlweise User aus der kritischen Untermasse steigt das Risiko auf 478/521!

Kommen dann noch Farbfluktuationen der letzten Monate hinzu, siehe Herr D. R. Noughts, ist nichts mehr sicher. Icon_panik

Punkte der Hoffnung bleiben unsere 14/51 aus Gruppe eins und die 43/521 aus Teilgruppe 2, die sich zu akzeptalen Teilchen der Gesamtmasse L.T.ia. heranzüchten lassen und als produktive Elemente der Gesellschaft gesehen werden können.

Das Risiko eines Verlustes dieser ergiebigen Elemente liegt nahe Null!

(Wäre da nicht das MIRA-Sydrom*, das aber seit 2010 als erfolgreich eingedämmt gilt.)

Na, dann Prost!


LT nun auch im Kino!

Unter der Regie des berühmten D. van Noughts ist über die Feiertage der Mehrteiler "Home" entstanden. Als Schauspieler konnten unter anderem Angel aus ihren Schatten geborgen werden, poLet trägt seine Werke zum besten (Absolut sehenswert!) und auch der Wanderer ließ seine Parallelwelten einen Moment aus den Augen. Nebenrollen gingen an die Forenspinne, F. Lehrling sowie einige mehr.
Laut Administratorin S. Tern. Chen. verliefen die Dreaharbeiten sehr harmonisch; das ganze Team zeigte vollste Einsatzbereitschaft und drehte sogar die Stunts selbst. Böse Zungen hingegen berichten von kurzzeitig einberufenen Krisensitzungen D. van Noughts bei seiner französischen Therapeutin L. Ibertine, in denen Mordgelüste, Schreianfälle und böses Bauchgrummeln ausgesessen werden mussten.
Unsere Redaktion empfiehlt vor Home die Prequels A (Nachtvogel) und B (Spawn) zu lesen. Suchtgefahr a la Harry Potter, nur mit mehr Stil und Niveau.


Interne Meldung der Forenpolizei

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass das in den letzten Wochen hartnäckig vertriebene Postkartenfieber im Rückgang begriffen ist. Die Hauptverantwortlichen Vertreiber, bekannt unter dem Decknamen Grünfinger alias Pokerman aka Jokerman aka irre Typen, wurden dingfest gemacht. Alle Opfer mit wärmenden Decken und Wadenwickeln entschädigt.
Einige Karten stehen noch aus, aber wir setzen große Hoffnung in unsere Folt- *hust* Befragungsmethodik sowie die Ergebnisse der ISpSzSdbBaPm.**


Interne Meldung des LT-Teams zu obigem Thema

Empörte Schreie aus der Redaktion, deren Postkasten, trotz vornehmlichen Dummschwätzens, während der letzten Monate nicht einmal Motten anzog.
Schämt euch!


Aussichten

Es regnet Geburtstage. Bei ihnen nicht, nun bei uns schon. Mrgreen
Wer Sekt mag, sollte sich davon fernhalten, Allergiker zugreifen und unentschlossene allen Sekttrinkern und Nichtsekttrinkern heftig gegen das Schienbein treten.***



*benannt nach dem verschollenen Punkt M. Ira

**Interne Spurensicherung zur Sicherung der besten Beweise auf Papiermitteln

*** Altbewährtes Heilmittel von Oma. Wogegen? Haben wir vergessen.


_____
From L to the Ä to the s to the t ...

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #73 |

RE: LästeraTopia
.

LästeraTopia

- das Echo nach dem Umfallen -


Zur Lage der Nation (Exklusiv-Interview)

Es ist Mittag, als wir sie treffen – aus den Ateliers hallen die letzten Zitate und Anmerkungen des Morgens wider, sie sitzt da mit halb vergnügtem Blick und wälzt die SfB (für ungeübte Leser in diesen Tagen: Schwitzen fürs Buch, ein unseriöses Tratschblatt mit Block-Charakter – jeder schreibt, was er will und keiner liest's). „Manchmal ist's, wie sich die letzte Essensreste zwischen den Zähnen herauszupulen“, sagt sie mit Blick auf die Tageszeit und kichert. A.D. Sartha ist Beobachterin des Kommentarwettbewerbs und hat LästeraTopia exklusiv ein Interview gegeben. [Anm. der Red.: Na ja, sonst wollte halt keiner mit ihr reden ...]

L. Tinchen (LästeraTopia):
Frau A.D. Sartha, Sie sind in den Weiten Literatopias zwar kein unbeschriebenes Blatt - und erst recht kein unbekanntes! -, könnten Sie sich trotzdem kurz selbst vorstellen? Was verschafft Ihnen die Ehre, in diesem hochkarätigen Blatt interviewt zu werden?

A.D. Sartha
:
Ich weiß selbst nicht, wer ich bin. Meine Brillanz und meine Optik tun ihr Übriges!

Sie lächelt geheimnisvoll, wenn man sie auf sich selbst anspricht. Ever-violet A.D. Sartha hat sich rar gemacht – und dann doch jeden Tag Kommentare gezählt, Statistiken ausgewertet. „Weil es sonst keiner macht“, sagt sie und zuckt mit den Schultern.

L. Tinchen (LästeraTopia)
:
Ja, äh ... genau! Also ... wie bereits ins Ohr geflüstert: Der Kommentarwettbewerb. ... Wie stehen denn die Chancen, dass A. o'Shadow gewinnt? Ihre Taktik ist ja sehr eigen …

A.D. Sartha
:
Allerdings! Ungewöhnlich, aber auch genial. Ihre Taktik.Typisch weiblich könnte man auch sagen, mit versteckten Waffen zu kämpfen. Ihre Chancen sind, denke ich, gering, aber sie verschafft sicherlich unruhige Nächte auf diese Art und Weise.

A.D. Sartha ist eine Beobachterin der klaren Worte, glasklar, halbvoll, stille Wasser sind tief und diese Geschichten, nein, eine andere Geschichte. Also … der Kommentarwettbewerb, A.D. Sartha … ähm … nächste Frage.

L. Tinchen (LästeraTopia):
Aber kommen wir zu den Leiden der jungen Wettstreiter: Wie geht dieser Wettbewerb aus?

A.D. Sartha
:
DAS ist eine sehr interessante Frage!
Nimmt man nur die Statistiken, dann würde ich auf J.E. Ronimus tippen. Seine Beiträge zählen im Durchschnitt 625 Wörter und enthalten 12 Zitate. Welti hingegen verwendet um die 16 Zitate und 1023 Wörter. [Anm. der Redaktion: Diese Zahlen stimmen wirklich! Na ja, vielleicht, als ob das jemand nachprüft.] Rechnerisch und vom Zeitaufwand ist Herr Ronimus also im Vorteil. Allerdings verfügt Welti über Erfahrung und ein erstaunliches Maß an Nachtaktivität. Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen, wer den größeren Vorrat an Nutella-Ersatz hat oder die drängendere Freundin. *hust* Ich meine natürlich verständnisvollere Freundin.

L. Tinchen (LästeraTopia):
Da sagen Sie was, da sagen Sie was.

Nutella-Ersatz, das hat A.D. Sartha schnell gemerkt, ist der Shootingstar unter den Begleitmittelchen dieses Wettbewerbs: Kein Teilnehmer wollte darauf verzichten. Zum ersten Mal fiel ein Glas übrigens in Zusammenhang mit I. Chigo vom Himmel, ihr auf den Kopf, zerschellte, und mit der braunen Pampe auf dem Kopf jagte die Hobby-Attacklamm-Anhängerin durchs Lyrikatelier. - stand neulich in der SfB, seit dieses Schundblatt beim Friseur ausliegt … !

L. Tinchen (LästeraTopia)
:
Sie meinen also, dass vor allem der vergriffene Nutella-Ersatz seine Auswirkungen haben wird ... Woher kommt diese Wunderwaffe, wie wirkt sie und sollte diese Welt besser NE-opia (Nutella-Ersatz-Opia) heißen? Und haben Sie sich schon Ihr Glas gesichert?

A.D. Sartha
:
Ich wollte, doch mysteriöserweise scheinen alle Gläser vergriffen. Oder vom Markt genommen, wegen der seltsamen Nebenwirkung des Kommentierzwanges. Ich habe allerdings schon einen Brief mit der Bitte um die genaue Rezeptur an den Hersteller geschickt. Auch bin ich der Meinung sollte dieser Ersatz an jeden Neuuser ausgeteilt werden. Sozusagen als Willkommensgeschenk.

L. Tinchen (LästeraTopia)
:
Aber Sie kennen es ja, die bürokratischen Hürden in diesen Gefilden ... bis ein Vorschlag wie dieser sich durch die starren Gelenke der Gewohnheit geschlagen hat, mitten hinein in die Knie des Fortschritts, den Herzschrittmacher neuer Dynam... [Anm. der Red.: noch fünf Minuten unnützer Bla.] ... bis dahin haben wir vier von Ihnen aufgegabelt und sind noch nicht schlauer. [Anm. der Red.: *gähn*]

Als es um Bürokratie geht, schüttelt A.D. Sartha verständnislos den Kopf, senkt den Blick zurück in die SfB und kichert: „Haben Sie das gelesen?“, fragt sie. „Noch nicht lange her.“ J.E. Ronimus schrieb heimlich wie in ein Tagebuch [Anm. der Red.: nur ohne „Liebes Tagebuch“, das wäre ja voll peinlich!]: „Ich würde Welti eher als nervig bezeichnen.“

L. Tinchen (LästeraTopia)
:
Der Satz hat's ja bis auf die Titelseite der SfB gebracht. Hätte Welti reagieren müssen?

A.D. Sartha
:
Nein. Als Vorjahressieger kann und sollte er ganz gelassen bleiben. Es ist ganz klar, dass J.E. versucht, Welti in einen kleinen Krieg zu verzetteln, um ihn abzulenken. In dieser Phase wäre das allerdings ein Zeitverlust, der sich kritisch auswirken könnte! Zudem sorgt er mit dieser gelassenen Haltung für gehörigen Frust auf der anderen Seite.

L. Tinchen (LästeraTopia)
:
Sie klingen wirklich wie der Insider, als der wir Sie verkaufen. Und wo wir gerade dabei sind: Sie haben in den letzten Wochen intensiv mit beiden Favoriten gesprochen [Anm. der Red.: das ist eine Lüge, eigentlich hat A.D. Sartha nur mit A. o'Shadow geschnackt! Aber na ja, was man nicht tut für den guten Klang!], wie gehen sie in die Schlussphase dieses Wettbewerbs?

A.D. Sartha
:
Mit sehr viel Elan! Sowohl bei Welti als auch J.E. stapeln sich Notizzettel sowie Bücher wie „Timemanagement beim Kommentieren“ und „Wie bewahre ich Ruhe in einem tödlichen Duell?“ - sehr hilfreich *nick* [Anm. der Red.: Sie spricht aus Erfahrung, deswegen auch diese Mundharmonika *wissend mitnick*]. Ich denke, wir können uns auf ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen freuen, bei dem bis zum letzten Schlag der Uhr am 31.03. Mitternacht Popcorn gefuttert werden darf. [Anm. der Red.: LET MEEEEEEE ENTERTAIN YOU!] Ich prognostiziere wunde Finger und die ein oder andere Sehnenscheidenentzündung. Auch sollten geeignete Therapeuten gebucht werden, für den Verlierer und all die, die aufgeben mussten. Bleibt allerdings eine Fr...

L. Tinchen (LästeraTopia)
:
Ja, da haben Sie völlig Recht, darüber sollten man auch einmal spekulieren. Und sowieso und überhaupt. Danke für das Interv... ach, jetzt haben Sie's ja eh schon gegeben!

A.D. Sartha legt die SfB beiseite – sie flattert wie ein löchriger Heuballen davon –, greift nach ihrer Mundharmonika und hält sie wie einen Revolver neben sich in der Hand. Dann schreitet sie davon, die Mittagssonne wirft einen langen Schatten hinter sie. Es knallt. Ach, aber das hier ist nun wirklich keine Geschichte über A.D. Sartha



LästeraTopia – das Umfallen vor dem Echo.

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #74 |

RE: LästeraTopia
Ladies Labo(e)ratorium – Die Lästerakolumne

Die Farbenkrise
-mal wieder, oder immernoch?-

Ist der Colorationsvirus zurückgekehrt? Nachdem der erste Befall glücklicherweise totgeschwiegen wurde und sich alle –vorallem User und eingeschüchterte Moderatoren- in trügerischer Sicherheit gewogen haben, scheint das Virus erneut ausgebrochen zu sein.

Zunächst ahnte keiner etwas, arglos wurde sich in außerliteratopischen Gefilden getroffen. In der anonymität des Chats –zwar nicht unerkannt, aber umbenannt- traute man sich munter neue Verschwörungstheorien und bunte Weltuntergangsszenarien zu verbreiten. Doch folgenlos blieb der Verzehr von koffeinhaltigen, harten Drogen wie Cola und Kaffee nicht. Berauscht von diesen aufputschenden Mitteln trauten sich –bisher unbescholtene- Mitglieder die Macht an sich zu reißen und nach roten Kleidungsstücken zu greifen. Symbole der Macht arglos –und scheinbar zum Spaß- getragen von einfachen Bürgern.
Unglaubwürdige Zeugen berichten, dass der einfache User D.Readnoughts an der Basis zur Demonstation aufgerufen haben soll. Supermöb W.Eltenwanderer, soll –ohne die juristischen Folgen bedacht zu haben- dem Aufruf gefolgt sein. Beobachtet wurden die Aufständischen von Hilfs-Admina S.Ternchen, die ohne zu zögern die Höchststrafe verhängte. Die Demonstranten wurden ohne Mitleid in rosa Zwangsjacken gesteckt. Sogar der Status der Suppenmobs konnte W.Eltenwanderer nicht vor Strafe retten und auch L.Ady dbM bot das grüne Tarnfarbenkleid keinen Schutz. Nur dem Einsatz von bodenkriecherischen und schleimerischen Mitteln ist es zu verdanken, dass Amnestie beantragt und das Urteil wieder aufgehoben werden konnte.
Die literatopische Ordnung scheint wieder hergestellt zu sein, doch die wichtigste Frage bleibt: Werden die Aufständischen bleibende Schäden davon tragen? Wird das Urteil doch noch vollstreckt? Müssen alle befürchten eines Tages rosa aufzuwachen?

[Bild: rosa2jpg.jpg]

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #75 |

RE: LästeraTopia
LästeraTopia


- des Einäugigen Rückblick -


Stars und Sternchen

Am Wochenende zum 15.10 war es wieder so weit. Die alljährliche Buchmesse, auch Holper-Stolper mit viel Papier genannt, tagte wieder in Frankfurt und alle waren da. *hust*
Von Frau S. Tern Chen, der Präsidentin des Reitvereins Oberunterösterreich, Madam Angél de Shadów, Hamburgs schönste Blüte, bis hin zum Spitzenanwalt Prof. Dr. mult. D. W. Wanderer. Letzterer kannte auch keine Berührungsängste, sondern stürzte sich mit Eifer in die Präsentation seines Bestsellers: When an BoyDemon meets a Whitcher.
Opfer der Lesung wurden aufopfernd vom roten Kreuz versorgt. Lachattacken, entzündetete Tränendrüsen und Bauchmuskelkrämpfen - auch noch Tage später - waren nur der Buchdeckel. Der Anwalt selbst schien ebenfall traumatisiert, denn er beschwerte sich hinterher, dass man ihn doch hätte aufhalten müssen.
Was gab es sonst noch zu sehen?
Der General unserer Streitkräfte, Luzius B. Man, zeigte sich erstmals in Begleitung, konnte sich aber dennoch nicht ganz von seinen Pflichten lösen, da seine Anwesenheit bei einer Demo vonnöten war. Clever wie er ist, nahm er den Anhang einfach mit und leistete nebenbei noch Rekrutierungsarbeit! Pro
Die Deserteure der Gruppe wurden zu Kaffee und Kuchen verdonnert.

Unterhaltung


Nach "Home" stürzt sich Regisseur D. van Noughts dieses Jahr in ein neues Projekt. "Countdown", so der Arbeitstitel, ist eine Kooperation von van Noughts und Mitgliedern der MFffKuDueawdg*. Damit auch alles glatt läuft wurde die Stilberaterin und Bauchstreichlerin J. A. Ugen hinzugezogen. Über Gagen kann und darf an dieser Stelle spekuliert werden. Wir und die Kinogänger dürfen gespannt sein auf den Film, der sich sicherlich nicht neben Braveheart oder anderen Historienepen zu verstecken braucht.


*MünsterFraktion für freie Künste und Denken und eben alles, was dazu gehört.


_____
From L to the Ä to the s to the t ...

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #76 |

RE: LästeraTopia
Ladies Labo(e)ratorium – Die Lästerakolumne

Durch die Krise, oder in die Krise?

Geneigter Leser,

du hast schon länger den Verdacht, dass etwas in deinem Leben nicht stimmt? Du neigst zu Nervosität und Schweißausbrüchen? Dann leidest du vielleicht an der Literatopiaitis. Die Anzeichen sind nicht immer leicht zu erkennen, aber wenn mehr als die Hälfte der unten genannten Punkte auf dich zutreffen, dann solltest du dir überlegen beim nächsten Treffen teilzunehmen, um das beratende Gespräch zu suchen.

Die 10 Anzeichen für Literatopiaitis:
• Du glaubst, dass „Admina“ und „Supermoderator“ anerkannte Ausbildungsberufe sind
• Du streichst deine Zimmerwände in den Farben des Forums
• In der Buchhandlung fragst du die Verkäuferin nach einer Literatopia-Rezension
• Du siehst mehr als 10 mal am Tag den Hinweis, dass keine neuen Beiträge vorhanden sind
• Du suchst im Buch, dass du gerade liest, nach der Kommentier-Funktion
• Du hast auf jeden Beitrag im Forum geantwortet
• Du kannst ohne nachzudenken mindestens fünf Mitglieder aufzählen die mehr Beiträge haben als du
• Du schaust voller Ehrfurcht alle Leute mit roten oder grünen Klamotten an
• Du starrst die Shoutbox stundenlang an, aus Angst, du könntest etwas verpassen
• Du hast das Lesen der Tageszeitung durch das Lesen der Mainpage ersetzt
• Du sucht am Kiosk nach der LästeraTopia

Das Zusatzanzeichen:
• Du weißt nicht was das Wort „Leben“ in der obigen Einleitung zu bedeuten hat und hast es gedanklich durch „Literatopia“ ersetzt

Treffen weniger, als die Hälfte der genannten Punkte auf dich zu, dann solltest du ebenfalls das beratende Gespräch aufsuchen, bis alle Punkte auf dich zutreffen.

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #77 |

RE: LästeraTopia
LÄSTERATOPIA

– provokant, profan, probiotisch –



Enttäuschung der Woche
Hatte sich so mancher von dem groß angekündigten Unglückstag, dem sagenumwobenen Freitag dem 13. doch mehr erhofft. Lediglich den allseits beliebten Suppenmop W.W. Wanderer traf ein schwerer Schicksalsschlag: Er alterte innerhalb eines Tages um ein ganzes Jahr und verlor vor Schreck sogar ein paar Haare.


Lacher der Woche
»HAHAHAHAHAHA« (© by Stern Chen)


Verschwörungstheorie der Woche
Während sogenannter »Wartungsarbeiten am Forum« ließ Z.Ack, auch bekannt als Zick(e)Zack, A.D.Mina oder AllmächtigeUndAllesBestimmendeHerrscherinDesForums, offenkundig sämtliche Spuren und Anzeichen einer auf jeden Fall existenten und zu Null Prozent eingebildeten Verschwörung verschwinden. Weitreichende Intrigen und kriminellste Machenschaften sollen hinter der sauberen Biedermannfassade des Forums abgewickelt werden, behaupten vollkommen Ahnungslose. Ausgeführt werden die zackigen Befehle von der foreninternen Gangster-Gang, die sich selbst ›Die Moderatoren‹ nennt.
Nach der zweistündigen Abschottung des Forums von der Außenwelt wären bei einer theoretisch durchgeführten Razzia keinerlei Beweise für irgendetwas mehr zu finden gewesen, wissen führende Experten auf vielen Gebieten. Wer jedoch so viel Zeit und Mühe in Vertuschungsaktionen investiere, sei auf jeden Fall schuldig.
Welche Ziele verfolgt nun aber die Führungsriege [Anm.d.R.: nicht zu verwechseln mit dem harmloseren Frühstücksriegel] mit ihren weitreichenden Verschwörungen?
Wir werden es vermutlich nie herausfinden.


Neue Hinweise auf den Pöbler von Litchat

»kaum hatte ich mich verabschiedet da kommen die Pöbler.«
Mit solch profanen Worten lieferte Bomb1+2rman [Anm.d.R.: Name zum Schutz der Persönlichkeitsrechte codiert] der traumatisierten Chatgemeinde den Hinweis, nach dem niemand gesucht hatte. Obwohl allen Beteiligten bereits Sekunden nach der ersten Attacke [Anm.d.R.: Wir berichteten nicht] glasklar war, wer der Drahtzieher des hinterhältigen Spam-Anschlags war, müssen die Fakten nach dieser offenen Provokation überdacht werden. Schnell wurden die Socken gewechselt und eine Sonderkommission, das SEK Litchat, ins Leben gerufen, um möglichst viele staatliche Steuergelder zu verschwenden.
Denn führende Experten auf vielen Gebieten und ausgebildete Feng-Shui-Berater weisen nachdrücklich darauf hin, dass ein solches »irgendwie quasi fast Geständnis«, wie es in der Fachwelt möglicherweise genannt wird, ein Indiz dafür ist, dass der Serien-Pöbler verzweifelt versucht, sich im Rampenlicht zu halten. Sein Ego sei gekränkt, wenn die Genialität seiner Tat einem anderen zugesprochen würde, so die Meinung der Passanten, die zu diesem Thema befragt worden wären, wenn uns das Geplapper des Plebs interessieren würde.
Andere, aber deshalb nicht weniger führende Experten warnen zudem, dass Bomb12/4rman seine Tat jederzeit wiederholen könne, wenn ihm nach diesem Geständnis noch immer keine Aufmerksamkeit zuteil werde.

Neben den beiden Kollateralschäden D. Readnoughts und B. Elgarion war auch eine wirklich wichtige Person live vor Ort, als sich die Katastrophe ereignete. Die Leiterin des SEK Litchat, El An-Na, kann berichten: »Es war unheimlich furchtbar, ganz grausam und richtig schlimm. Die Stimmung war gut, beinahe heiter, als uns ohne Vorwarnung diese gewaltige Spam-Welle traf. Plötzlich waren überall nur noch wirre Zeichen und Symbole, man konnte das eigene Wort auf dem Monitor nicht mehr sehen. Alle waren starr vor Schreck, niemand hatte je zuvor etwas Ähnliches erlebt.«
Sie selbst schritt schließlich todesmutig zur Tat und warf den gefährlichen Irren unter Einsatz ihres Lebens aus dem Separee. Als er wiederkam, sei sie gewappnet gewesen, habe der nächsten Attacke besser widerstehen können. Doch die Anwesenden tragen tiefe Wunden davon. Sie seien traumatisiert, so El An-Na, und litten womöglich für den Rest ihres Lebens an der bislang wenig erforschten Spamophobie.

Vor der Tat hatte Bomb2*1,5rman gezielt versucht, mit den Worten »wer reinschauen mag: husch husch« die größtmögliche Menge an den Ort des heimtückischen Anschlags zu locken. Aus nicht näher bekannten Gründen, die uns auch egal sind, hatte er allerdings erst zugeschlagen, als ein Großteil der Chatgemeinde das Zielgebiet bereits verlassen hatte.
Einen ersten Hinweis auf seine militante Natur lieferte bereits seine nicht weiter beachtete Aufforderung zum offenen Widerstand gegen nicht näher definierte Institutionen: »Wo Unrecht Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Packt die Fackeln und Mistgabeln [...]« Offenbar sieht Bomb5-2rman sich selbst als einen modernen Robin Hood und plante bereits seit geraumer Zeit einen Aufstand gegen das Regime menschenfreundliche Management Literatopias.

»Es muss endlich ein effektiver Überwachungsstaat her, der nicht davor zurückscheut, den Bürgern jegliche Privatsphäre zu nehmen. Schluss mit Meinungsfreiheit und informeller Selbstbestimmung! Solcherlei terroristische Aktivitäten müssen in Zukunft verhindert werden!«, ereiferte sich El An-Na. »England obsiegt!«


In den Mund gelegt: Macken und WWchen* der Promis mehr oder weniger wichtigen Mitglieder
(*Ähnlichkeiten mit real existierenden Geburtstagsbeglückwünschungen sind rein zufällig und definitiv nicht auf die Copy&Paste-Mentalität der Verfasserin zurückzuführen.)

Der B.ombr-Man kapituliert vor der rasenden Entwicklung der Technik, mit der er nicht Schritt halten kann: »falls ich dieses Chat-Ding hinkriege«
[Anm.d.R.: In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um die gleiche Person handelt, die auch der Hauptverdächtige in einem Fall von Cyberterror erster Güte ist, müssen wir annehmen, dass es sich bei einer der beiden Meldungen um eine Ente handelt oder dass wir absichtlich auf eine falsche Spur geführt wurden.]

Altersdemenz bei Lady von und zu Blaumond: »Vielleichts liegts dadran, dass ich langsam alt werde, aber ich verlier so schnell den Überblick.«

Liebe Tine rechnet offenbar mit ihrem baldigen Ableben: »wenn [...] ich bis dahin durchhalte, nächste Woche Samstag«

Dass man auch mit wenigen Worten seine Unzurechnungsfähigkeit kundtun kann, beweist der Feder ihr Lehrling, der bisher als aufsteigender Stern am Juristenhimmel galt: »Denny Crane.«
Führende Experten auf vielen Gebieten sind sich allerdings uneinig, ob die radikale Aufforderung »Kill your darlings!!!!!!!!!!!!« [Anm.d.R.: Ausrufezeichen zur Verdeutlichung des Wahnsinns von uns manuell hinzugefügt] tatsächlich nur irres Gebrabbel ist oder als ernster Aufruf zum Mord angesehen werden sollte.

In Achtnehmen sollten Sie sich besonders vor j.a. de’Augen, die ganz offen zugibt: »ich bin im umbringen besser«

W.W. Wanderer leidet schwer unter seiner plötzlichen und unerwarteten Alterung: »also meine Haare verliere ich jetzt schon.«

Bei A.D. Sartha zeigen sich erste Anzeichen für den Verlust der Sehkraft: »Bei uns ist alles grau in grau.« Daher raten wir allen Lesern, ihre Dienste als Baumeisterin nicht mehr in Anspruch zu nehmen. Sie selbst sagt über ihre Künste: »Wie ein Baumeister baue ich Stein für Stein zur Festung [...] bis am Ende das gesamte Ding wackelt.«

Eine weit tragischere Geschichte will uns D. Amien auftischen: »Wenn ich dann zombiemäßig unterwegs bin [...] werd ich grantig.« Kurz darauf gesteht er allerdings: »[…] ab und zu genieße ich es [...]«

P. Lum Bum toppt alles mit dem Geständnis: »Am 24. Mai 1974 bin ich gestorben.«

Die einzige, die kein großes Drama um ihren momentanen Zustand macht und dabei noch optimistisch in die Zukunft blickt, ist El Tair: »Bin krank […] Spring wieder [...], sobald es geht.«
Solche Zuversicht ist vorbildlich!



LÄSTERATOPIA

Heimat heimtückischer Heiden, schamloser Schmarotzer,
kontraproduktiver Kommunisten und übelster Übertreibungen

(weitere sinnfreie Alliterationen zum Sammeln, Tauschen und Kombinieren
jetzt auf http://www.do-it-yourself-lästerei.to)




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #78 |

RE: LästeraTopia
LÄSTERATOPIA

– Die Wahrheit über alles, jeden, den Fisch und den Rest –



Exklusiv-Story: Der Fall Dr. E.A.D. Noughts – Fakten, Mythen, Panikmache
Es könnte alles frei erfunden sein.


Über die Gastredakteurin
Die aufstrebende und weltweit unbekannte Skandal-Reporterin L’Anna zeichnete sich schon in der Vergangenheit dadurch aus, dass sie ungefragt in den dunkelsten Ecken des Forums nach unbequemen Wahrheiten oder wahlweise auch Geschichten zum Zerreißen suchte. Sie liebt lange Spaziergänge am Strand, korrekte Kommasetzung, Kätzchen und Weltuntergänge Sonnenuntergänge. Wenn Sie jetzt Kontakt mit L’Anna aufnehmen möchten, senden Sie FLIRT an Lanna@home.to ! [Anm.d.R.: Adresse grundlos geändert]


Exklusiv – aber nicht ausschließlich – für Lästeratopia unterwegs, ermittelte L’Anna in einem Sumpf aus Intrigen, kriminellen Machenschaften und hinterlistigen Täuschungsversuchen im Fall Dr. E.A.D. Noughts. Bereits in der Vergangenheit hatte der Doktor [Anm.d.R.: Wir vermuten, dass es sich um einen Dr. h.c. handelt und bitten unsere Leser, keine Diagnosen von ihm anzunehmen und die Enten nicht zu füttern. Danke.] mit ungewöhnlichen Aktivitäten, unkonventionellen Experimenten und unerhörtem Ehrgeiz und Engagement auf sich aufmerksam gemacht, galt bisher aber als vergleichsweise harmlos.
Umso düsterer tat sich vor unserer Gast-Redakteurin L’Anna der Abgrund auf, der hinter der Fassade des liebenswerten Durchgeknallten auf sie lauerte. Dennoch wagte sie den Schritt in die Finsternis, um uns berichten zu können:


Doktor Noughts ist eine sehr komplexe Persönlichkeit und weiß seine Spuren geschickt zu verwischen. Von Anfang an war mir klar, dass ich mir sein Vertrauen erschleichen muss, um einen Blick auf sein wahres Gesicht werfen zu können. Noch sind meine verdeckten und streng geheimen Ermittlungen nicht abgeschlossen, so dass ich natürlich nur wild spekulieren kann und wahllos fadenscheinige Gerüchte in Umlauf bringe. Aber sollte ich jemals Beweise für irgendetwas finden, werde ich sie selbstverständlich sofort vernichten.

Da ich mich schon länger mit Doktor Noughts und seinen Werken beschäftige, entging mir nicht, dass er vor kurzem plötzlich und unerwartet das träge Forum aus dem Winterschlaf riss. Es überrascht mich nicht, dass seine Tierliebe nur geheuchelt ist, machte er doch bereits in der Vergangenheit mit der – wenn auch konfusen – Aussage »Robben haut es über das Tor« ziemlich deutlich, dass er im Babyrobbenpelzgewerbe tätig ist. Doch ein hilfloses, vom Kommentarhunger geschwächtes Forum einfach so aus dem Winterschlaf zu reißen und es dann auch noch zu überfüttern? Nein, so etwas tut kein anständiger Mensch, der in seiner Freizeit gerne mal Robben verhaut.
Ich weiß, es gibt nur eine Möglichkeit, die Wahrheit zu finden. Ich muss in die Welt des E.A.D. Noughts eintauchen:

Auf seine Aktivitäten angesprochen behauptet der Doktor, er überlege »sich für die 'Vorzeigemitglied-Plakette' zu bewerben«. Es klingt einleuchtend, doch mein Instinkt sagt mir, dass da noch mehr sein muss. Außerdem habe ich noch nie zuvor von einer solchen Plakette gehört und bin skeptisch.
Dann erinnere ich mich: Hat nicht genau dieser Doktor auch einmal gesagt, er »mache nichts ohne mindestens 25 Ziele zu haben«? Und ausgerechnet dieser ehrgeizige Mann gibt vor, lediglich auf eine schnöde, nicht existente Plakette aus zu sein? Die blinden Narren der Forumgemeinde kann er damit vielleicht täuschen, aber mich nicht! Ich habe Fragen, auf die ich Antworten will, oder zumindest so viel Alkohol, dass ich die Fragen vergesse.
Woher kommen all seine Kommentare und welchen Preis zahlen andere dafür? Was will er erreichen, wen bestechen und wen umschmeicheln, und wie viel springt bei dieser Kommentar-Hehlerei für ihn raus?
Um eine Vertrauensbasis zu schaffen, werfe ich zunächst auch einmal etliche Kommentare fragwürdiger Herkunft auf den Markt und gebe mich als Gleichgesinnte aus. Bei ersten Annäherungsversuchen gewinne ich einen tieferen Einblick in die Pläne des Doktors. Er spricht von einem ominösen Ort, den er ›Fantasy‹ nennt, den er einzunehmen gedenkt: »Und auch Fantasy«. Zweifelsohne um ihn als Umschlagplatz für seine gefälschten, gestohlenen und durch skrupellose Internetpiraterie ergaunerten Kommentare zu missbrauchen.
Auf seinem Weg zur Alleinherrschaft über ›Fantasy‹ bereitet ihm allerdings eine kleine, sich hartnäckig haltende Gruppierung Schwierigkeiten. Die natürliche Abneigung des Doktors gegen Vampire scheint ihm den Einzug in sein Zielgebiet zu erschweren. Auf meinen ausgeworfenen Köder antwortet er prompt mit einem überzeugten: »Vampire ... Bloß nicht.«
Zwar ohne jeden Zusammenhang, aber passend zum Thema und daher prinzipiell verdächtig ist auch seine Aussagen: »Ah, die Sonne kommt raus.«
Dennoch darf sich die Schattenwelt nicht in Sicherheit wiegen, denn Dr. Noughts ist nicht bekannt dafür, kampflos aufzugeben.

An dieser Stelle möchte ich daher alle Vampire darauf hinweisen, keine Blutkonserven oder sonstige Spenden von einem gewissen D.E.A.D. anzunehmen, da es sich vermutlich um ein Alter Ego des Doktors handelt. Möglicherweise versucht er, auf diesem Weg einen Anti-Fantasy-Virus einzuschleusen, der auch auf die rechtmäßigen Bewohner des Landes Auswirkungen haben könnte. Sollten Sie Symptome von NF11 [Anm.d.R.: ›Nicht Fantasy!!‹] aufweisen, begeben Sie sich bitte unverzüglich in die Quarantäne-Station ›Phantastik‹. Dort wird sich Dr. Noughts gut um sie kümmern.

Nach langem Studium des nought’schen Denkmusters komme ich schließlich zu dem unfehlbaren Ergebnis, dass wir hier live miterleben, wie eine Kommentar-Mafia entsteht. Stück für Stück reißt der Doktor sich alle Bereiche des Forums unter den Nagel und tut das so offen, dass es wirklich niemanden interessiert. Hat er erst einmal das Monopol auf Kommentare, kann er schalten und walten, wie es ihm beliebt. Bereits jetzt nutzt er seinen Einfluss, um Mitmitglieder unter Druck zu setzen. So soll er unlängst gedroht haben: »ich kann den Kommentar auch wieder wegnehmen«.

Warum aber braucht er dieses Druckmittel? Hat es vielleicht mit den zahlreichen Gerüchten zu tun, die über seine Geschichten und deren Einzigartigkeit in Umlauf sind? So glaubt manch einer, dass Dr. Noughts unbescholtene Mitglieder unter Drogen setzt, um an ihre tiefsten, innersten und geheimsten Geheimnisse zu gelangen. Ganze Persönlichkeiten soll er so schon ergaunert haben, um sie in seine monumentalen Werke einzupflanzen.
Haben wir es hier also nicht nur mit simpler Kommentar-Kriminalität, sondern womöglich mit waschechter Gehirnwäsche, Gedankenraub oder – OMG! – gar mit Diebstahl geistigen Eigentums zu tun!? [Anm.d.R.: Wir missbilligen den billigen Gebrauch der beiden sich abstoßenden Satzzeichen, aber die Situation erfordert es.]
Wichtig in einer solchen Situation ist vor allem, nicht in Panik zu geraten. Die Herren und Damen Politiker werden sich schon etwas aus-denken, um uns zu schützen. Solange können wir darüber nach-denken, warum der Doktor diesen charakterlosen Charakterklau überhaupt betreibt. Man muss den Fisch verstehen, um ihn in die Pfanne zu hauen.

Da ich selbst in keinster Weise befähigt oder qualifiziert bin, suche ich mir fachkundigen Rat bei Diplom-Weltuntergangsprophetin Dr. wtf. Lan n/a [Anm.d.R.: möglicherweise ebenfalls h.c.].
Ihrem geübten Auge fällt sofort auf, dass Dr. Noughts eine ungesunde Fixierung auf den Tod aufweist. »Man sollte sich auf jeden Fall Sorgen machen und am besten in Panik geraten«, rät mir die Expertin. Es sei bedenklich, wenn ein Mensch mit solch großem Machtradius Anmerkungen mache wie »Es wird! gut laufen. Todsicher.« oder »Und ich mag es gar nicht, wenn etwas tot ist.« [Anm.d.R.: Streichung zur Steigerung der Massenhysterie vorgenommen] oder »Das Forum ist sonst tot«.
Letzteres müsse ohne Zweifel als Drohung verstanden werden.

Doch die versierte Weltuntergangsprophetin zieht eine Überraschung aus dem Hut: »Es gibt noch andere Fälle dieser Art.«
Sie erzählt mir von einem Mann, der einem ähnlichen Verhaltensmuster gefolgt sei und einen krankhaften Sammelwahn entwickelt habe. Noah hätte er geheißen, dieser arme Wicht, und er hätte Tiere auf eine selbstgebaute Arche getrieben. »Genau so wie Dr. Noughts Persönlichkeiten sammelt, um sie in seinen Geschichten für die Nachwelt zu konservieren.« Von solchen Menschen gehe keine Gefahr aus, versichert mir die Prophetin und lächelt dabei wissend.
»Der Weltuntergang kommt so oder so. Nur sind die einen besser darauf vorbereitet als die anderen.«

Ich verlasse sie mit einem mulmigen Gefühl. Auch wenn ich nun weiß, dass Dr. E.A.D. Noughts keinesfalls ein perfider Tyrann ist, kein blutrünstiger Mafia-Pate und womöglich nicht einmal ein skrupelloser Robbenschläger …
Uns bleibt nur zu hoffen, dass wir alle einen Platz in seiner Arche gefunden haben, wenn unsere Stunde schlägt. Denn ich erinnere mich an andere Worte aus seiner Feder. Und nach allem, was ich erfahren habe, klingen sie nun erdrückend endgültig:

»... und Nacht ward über Literatopia.«



Im Dutzend billiger – präapokalyptisches Hysterie-Starter-Set, inklusive Solar-Taschenlampe,
Anti-Zombie-Spray und Trillerpfeife für Notsituationen.

Jetzt auch in Ihrem Supermarkt!




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #79 |

RE: LästeraTopia
.

LästeraTopia

- Ihr dachtet wohl, das war’s. Haha, guter Witz. -



F. Lehrlings neues Lehrbuch: Einführung in die PeKAologie für Fortgeschrittene

F. Lehrling is back! Der Pedant unter den Gelegenheiten wagt sich nach zwischenzeitiger Abstinenz zurück auf die große Bühne. Und er ist nicht allein gekommen: Im Handgepäck hat er sein neusten Werk am Zoll vorbeigeschmuggelt, unauffällig wie ein Klappfahrrad in einem Schlangenbauch: „Einführung in die PeKAlogie für Fortgeschrittene“.
Aufbauend auf den Erkenntnissen seines ersten Buches „Die Rasterfahndung als 0815-Methode für PKAs und andere Zeitvertreibe“, auf das er auch bei der Vorstellung und - mangels interessierten Publikums - Erprobung seiner neuen Methoden des Öfteren verweist („die gute, alte Rasterfahndung“), beschäftigt er sich ein weiteres Mal mit den Grundzügen der Fahndung (nein, das hat wirklich nicht mit Fahne zu tun, auch wenn F. Lehrling manchmal so guckt). Auf den Spuren von Dr. Noughts und p.o’Lets eher anwendungsorientiertem Meisterwerk „Wildes Mutmaßen und Herumraten I“ begibt sich F. Lehrling in die Tiefen der pappkartenspezifischen Kriminologie, der er heuer sogar einen zungenbrechenden Nickname gibt: „PeKAlogie“. Obgleich F. Lehrling - selbst ernannter Prof. der PeKAlogie, der noch immer an seiner ersten Abschlussarbeit feilt („bislang habe ich 60 Prozent geschrieben, nicht bestanden“) - die Empfehlungen aus Noughts und o’Lets Werk kurzerhand degradiert („Raten, wo kommen wir denn da hin?“), stellt dieses für Einsteiger mit Sicherheit einen kühnen Leitfaden auf dem Weg zum Gipfel der PeKAlinge dar … sofern man Spaß daran hat, ungesichert auf einem Drahtseil über dem Abgrund nach oben zu torkeln.
Um die Macht der selbstauferlegten Prioritätensetzung (Anm. d. Red.: Genau, hier geht es nicht um Noughts und o’Let!) nicht aufzubrechen, sei an dieser Stelle zur vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Werk der beiden Pioniere auf die entsprechende Besprechung verwiesen.

Ja … also, wo waren wir stehen geblieben … genau! F. Lehrlings neues Werk … das mit der PeKAlogie. In einem mehr oder weniger exklusiven Interview mit LästeraTopia (außer uns wollte niemand mit ihm sprechen, also haben wir uns erbarmt) hat der Großmeister der Selbstüberschätzung kürzlich die grundlegenden Thesen vorgestellt.
Zunächst sollten Indizien möglichst willkürlich zusammengestellt werden und stets Bezüge zu persönlichen Hirngespinsten und Traumata in sich tragen: „Wie deutlich er (der willkürliche Bezug) ist, ist unklar.“ Des weiteren zeichnet sich ein guter Fahnder durch die Aufzählung trivialer Zusammenhänge aus: „Die Verse deuten an, dass es sich um ein Mitglied handelt.“ Weiterhin sollte eine wohlüberlegte Inspektion stets durch Autoritäten untermauert werden. So bezieht sich F. Lehrling in seinem Anschauungsbeispiel auf A.D. Sartha („Auch Addi hatte schon einen solchen Verdacht gehegt“) und den ehrwürdigen Dr. Noughts („Mein Bauch entscheidet sich“) – so viel dann auch zu F. Lehrlings abwertenden Kommentaren über „Wildes Mutmaßen und Herumraten I“. Wenn man keine Ahnung hat, dann einfach mal die Fr… [Anm. d. Red.: gekürzt! Wir sind unparteiisch, nicht vergessen!]
Wenn gar nichts mehr hilft, rät F. Lehrling zu unbegründeten und –ergründbaren Pauschalisierungen wie etwa „nicht trinlike“ oder „nicht sternchenlike“. Wichtig ist ihm an dieser Stelle vor allem das Nichts, aus dem diese Pauschalisierungen entstehen. Er erläutert in fünf Kapiteln, dass das „Nichts“ als wesentlicher Bestandteil des „Gar nichts“ stets die Argumentationsgrundlage darstellen sollte. Neben diesem metaphysischen Quatsch enthält das Buch aber auch einen Papierflieger – zum Wegdüsen, falls es doch nichts mit der PeKAlogie wird. Wenigstens etwas.

Zum Abschluss eine Handübung aus F. Lehrlings neuem Ladenhüter, die trotz des Anspruchs der Lektüre (… für Fortgeschrittene) von jedem leicht unterwegs ausprobiert werden kann und in dieser Zeitung exklusiv abgedruckt wird: Wer sieht doppelt, wer dreifach und wer dreizehnfach?
F. Lehrling „Dreizehn Gäste auf einen Schlag! Gibt’s was umsonst?“
N. Uriel [im selben Augenblick]: „Jetzt sind es nur noch acht!“
Neutrales Bild aus der Distanz:
[Bild: 13gsteaktiv1sdbcnr6pj.jpg]



LästeraTopia - … denn es geht gerade erst los.
.

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #80 |

RE: LästeraTopia
.
LästeraTopia


- mit Milch und Zucker -


Boykott, Kekse und Kontuniui (sic!)

Der Holzweg dreht im Moment seine Runden und wartet geduldig an jeder Bushaltestelle auf eine pekalogische Untersuchung durch F. Lehrling. Doch der Bus scheint abgefahren zu sein. So skandierte L. Ibertine kürzlich „Willkommen auf dem Holzweg“ und der sagenumwobene Mrgreen rief den Holzweg zur Prämisse für linke Gehirnhälften aus. Doch damit soll nun Schluss sein. Das fordert zumindest eine Bündnisinitiative, die T. o’Chaos in dieser Woche ins Leben gerufen hat. „Die grüne Grinsebacke stiehlt allen die Show“, polemisierte die gelernte Chaotin auf der ersten Demonstrationsveranstaltung. Gleichzeitig kündigte sie einen Sitzstreik mit Flederkuscheln und Teddybären vor dem hiesigen Postamt an. Jedes pekalogisch anmutende, eintreffende Artefakt werde fortan einer gründlichen Kontrolle des Chaosteams unterzogen und nur bei halbwegs hineininterpretierter Harmlosigkeit mittels stiller Post an den ursprünglichen Empfänger weitergereicht. Im Anschluss an den ersten ganztätigen Sitzstreik an diesem Samstag wurde T. o’Chaos bei einschlägigen Vorbereitungsmaßnahmen für kommende Events dieser Art beobachtet. Abgesehen von „Lecker, Kekse!“ war sie jedoch vorerst zu keiner tiefergehenden Stellungnahme bereit. Gleichwohl gab sie im Laufe der Veranstaltung ein erstes Codewort für weitere Demonstrationen bekannt, das LästeraTopia exklusiv vorliegt: „Kontuniui“ Unsere Verschlüsselungsexperten arbeiten bereits an der Decodierung. Erste Erfolge verzeichnete T. o’Chaos bereits: Seit zwei Tagen betritt niemand mehr die mit Fettnäpfchen verminte pekalogische Risikozone:

[Bild: pkaw07u2kh1fb.jpg]


Der lästernde Bildungsauftrag

Er glitzert und blinkt wie ein Auto beim Abbiegen: LästeraTopia hat in einer kürzlich nicht stattgefundenen Redaktionssitzung (Anm. d. Red.: Ja, es waren wirklich alle da!) beschlossen, aktuelle Themen mit sinnlosem Faktenwissen zu untermauern. Hierfür sind wir eine einstweilige Kooperation mit F. Lehrling eingegangen, aus dessen angestaubtem Klassiker „Lehrlings Lexikon der falschen Wahrheiten“ wir heute einen bislang unter einem Eselsohr versteckten Auszug abdrucken dürfen werden. Rückt die Stühle auseinander, Reise nach Jerusalem wird später weiter gespielt!

Lehrlings Lexikon der falschen Wahrheiten: Der Holzweg.
Der Holzweg, ein meist leicht nach Wald riechender Irrtum, ist nicht zu verwechseln mit dem → Trampelpfad, einem eher tollpatschigen Irrtum. In der offiziellen Irrtumsstatistik wird der Holzweg häufig verkürzt als Irrtum ersten Grades, der Trampelpfad als Irrtum zweiten Grades bezeichnet. Beiden Irrtümern ist gemein, dass sie selten allein begangen werden. (…) Die zwei zentralen Stabilitätsbedingungen eines Irrtums (Auffindbarkeit [Stabilitätsbedingung 1. Ordnung] und Bestandsdauer [Stabilitätsbedingung 2. Ordnung]) sind für einen Irrtum ersten Grades deutlich leichter zu erfüllen. Besteht ein Irrtum ersten Grades, kann er von einer Vielzahl von → Irrtümlingen aufgefunden werden, da er durch seine markante, holzige Beschaffenheit und den modrigen Eigengeruch leicht identifiziert werden kann. Ein Irrtum zweiten Grades leidet hingegen an ständigen Selbstzweifeln ob seiner eigenen Bedeutungslosigkeit. Die Stabilitätsbedingungen sind hier weder gegeben noch erreichbar. So kann es sein, dass ein sehr schöner und verlockender Irrtum zweiten Grades jahrelang neben einem viel einfacher gestrickten Irrtum ersten Grades dahindümpelt (…), ohne dass ein Irrtümling ihn betreten würde. Wird der Irrtum zweiten Grades dann doch einmal begangen, gibt es jedoch kein Zurück mehr. Dies hängt mit der nicht erfüllten Stabilitätsbedingung 2. Ordnung zusammen. Der Irrtum zweiten Grades verschwindet hinter dem ihn begehenden Irrtümling wie ein Klappfahrrad im Gaumen der Schlange.

(Anm. d. Red.: Ja, dieser Vergleich in der 79. LästeraTopia-Ausgabe war ein lupenreines Plagiat. Der entsprechende Redakteur wurde bereits geadelt.)


L. anna: KOPF oder MAUS

In L. annas Körper streiten zwei Geister um einen Platz auf der Schaukel. Während MAUS an einer latenten Fantasyabhängigkeit leidet und stets Zuckungen erleidet, wenn sie ihre Sucht nicht stillen kann ("Ichwillaberfantasyichwillichwillaber!"), bemüht sich KOPF um die schrittweise Entwöhnung und umstrittene Therapiemaßnahmen („Mach die Musik lauter!“) Vielleicht sollten MAUS und KOPF wippen gehen, da können immer zwei gleichzeitig spielen und stürzen abwechselnd vom Platz an der Sonne in den Schatten eines gigantischen Klappfahrrads. Ob L. anna die Zerreißprobe überstehen wird? Momentan scheint MAUS ihrer Sucht klar Tribut zu zollen, denn L. anna bekennt resignierend und mit einer rabenschwarzen Träne der Hinterlist im Auge: „Ich bin einfach zu wenig genreoffen.“ Vorübergehend versucht KOPF dagegen, alternative Suchtpotenziale aufzubauen: „In meinem Leben ist [seit Maus immer zittriger wird und ständig gelb anläuft] jeder Tag ein Essenstag!“ L. Ady dbM spendete als Reaktion darauf eine große Schachtel Knusperkekse, die L. anna auf T. o’Chaos' Boykottveranstaltung wohlwollend verspeiste (Anm. d. Red.: Sie hat nicht nur die Knusperkekse, sondern auch die GESAMTE SCHACHTEL verspeist. „Gammick o’Chosch wenger au’räum‘ musch“, kommentierte L. anna schmatzend.)


Berührungsängste

Am Rande des ersten Sitzstreiks vor dem Postamt (LästeraTopia Nr. 80) kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen S. Andy und T. o’Chaos. „Ich versuche grade, mich deinen Berührungsängsten anzunehmen“, warf S. Andy der Organisatorin des Boykotts an den Kopf. T. o’Chaos antwortete in gewohnt abgekühlter Manier: „tropf tropf tropf.“ Über den weiteren Verlauf des Gesprächs kann nur spekuliert werden, aber das ist nun wirklich Aufgabe anderer Blätter.


A.D. Sartha: Hungerspiele

A.D. Sartha sorgt für bunten Nachwuchs. Was zunächst wie eine persönliche Angelegenheit klingt, mutet doch eher wie ein gesellschaftlicher Auftrag in Vorbereitung auf zukünftige Zivilisationen an. L. anna, wie oben beschrieben eigentlich mit ihrer eigenen Zerreißprobe beschäftigt, meldete in einem Leserbrief an unsere Redaktion: „Normale Leute färben zu Ostern Eier, A.D. Sartha färbt zu Weihnachten Embryonen.“ Dass mit derart leichtsinnigen und unkontrollierten Farbenspielen nicht zu scherzen ist und ehrenwerte, unschuldige User (Anm. d. Red.: Es geht hier um potenzielle, zukünftige, noch nicht geborene User, die aus diesem Grund gleichzeitig ehrenwert, unschuldig und User sein können) einem erhöhten Farbschädigungsrisiko ausgesetzt werden, hat LästeraTopia bereits in der 74. Ausgabe festgestellt. Hoffen wir, dass A.D. Sartha die selbst „Hungerspiele“ genannten Embryonenfärbungen doch auf einen anderen Tag verschiebt. Man munkelt ja, bald sei Weltuntergang – danach bestände sicherlich ausreichend Bedarf an farbigen Embryonen. „Alles andere“, kommentiert A.D. Sartha diese Bedenken in einem völlig anderen Kontext einlenkend, „wäre auch ein Verbrechen.“


Studie: Kriegsschauplatz Lyrikatelier

L. Ady dbM und L. anna haben das Lyrikatelier in einer LästeraTopia vorliegenden Analyse als Dauerkriegsplatz charakterisiert. Unter dem Titel „Die spinnen, die Hippies“ erforschten sie vermintes Gebiet und schickten Flederkuschel und Teddybären voraus, um nicht Körper- oder Geistesteile bei der Forschung zu verlieren. L. anna beschreibt den wie ein Osterfeuer schwelenden Konflikt: „Die in der Lyrikecke knallen es sich einfach so und ohne Vorwarnung an den Kopf.“ Gleichzeitig gesteht sie jedoch ein, selbst manchmal gern Teil des Kriegsspektakels sein zu wollen („Manchmal geh ich mir ja echt selbst auf die Nerven damit, aber es macht bestimmt Spaß.“) L. Ady dbM geht der Ursache für den Gegensatz zwischen Lyrik- und Geschichtenatelier auf den Grund und verkündet schließlich: „Die Lyriker sind eben die ganz Harten.“ Im zweiten Teil ihres Papers beobachtet L. anna jedoch erste Friedensbemühungen im mit der Zeit auch kriegsmüde gewordenen Lyrikatelier: Krieg führen sei „keine Arbeit, da in der Hippieecke.“ Erste Reaktionen auf die externen Eingriffe in lyrisches sprachliches Hoheitsgebiet ließen nicht lang auf sich warten. Aus einem anonymen Bekennerschreiben mit Ursprung im oder in der Nähe des Lyrikateliers geht eine klare Warnung hervor: „Obacht, ihr Schelme, es wird ein Tag kommen, da spannen die knallharten Hippies Pfeile in ihre Regenbögen und dann wird zurückgeschossen.“
Erste Spione wurden bereits im Geschichtenatelier aufgespürt, so etwa S. Andy, die unter dem Decknamen „Kurzgeschichte: Rettung“ bekanntes Terrain verließ und den Regenbogen im Anschlag hält.



LästeraTopia – aus kontrolliert pekalogischem Anbau.
.

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2022 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme