Es ist: 16-05-2021, 12:53
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Raum für Macht - Kapitel 0
Beitrag #1 |

Raum für Macht - Kapitel 0
Hallo LiteraTopianer!
Ich sehe schon die entnervten Gesichter derjenigen, die meinen letzten Unfall im Science-Fiction-Bereich begutachtet haben *grins* Aber was eine Trin ist, die rappelt sich auf, um gleich der nächsten Schreiberzeitverschwendung zu frönen. Here we are - ich präsentiere diesmal den Prolog - beziehungsweise das Kapitel 0 - einer Geschichte, die größer zu werden versprache und in der Zukunft spielt.
Ich habe echt kein Auge für, ich sage mal: technische Sci-Fi. Auf Teufel-komm-raus und Bauch-fühl'-dich-wohl schrieb ich dies und bitte nun euch um eine einfache Einschätzung: []Nett; []Nicht schlecht, aber scheiße; []Was hast du schon wieder hier verloren; ... *zwinker*



Raum für Macht (Arbeitstitel)

Kapitel 0 – Die hohe Kunst der Diplomatie

Die Kuppel von Berlin erhob sich wie ein gigantisches Insektenauge über den Menschen, umgeben von den kleineren, die die Nebenbezirke bargen. Draußen wütete einer der heftigsten Stürme des vierundzwanzigsten Jahrhunderts, doch dank des Tirandium-Glasgeflechts merkten die Bewohner kaum etwas davon. Der in Massen herumwirbelnde, unfruchtbare Staub warf bloß flatternde Schatten über die Straßen, nichts Ungewöhnliches.
Auch Frau Othmann warf nicht mehr als einen Blick nach oben, während sie durch die Fußgängertunnel eilte. Sie wusste über die verheerenden Folgen für das Umland ganz genau Bescheid – es war ihre Aufgabe, das zu wissen. Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestach, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.
Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Frau Admiral. Neben diesem formalen militärischen Rang trug sie einen Doktortitel in polyspezischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas. Nun bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem breiten Gebäudekomplex mit der silbergrauen Aufschrift 'Regierungszentrum' führten. Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
„Ausweis, bitte“, forderte eine Computerstimme am Eingang. Weit entfernt von jedem Ankömmling saß ein menschlicher Wachmann in der Sicherheitszentrale, umgeben von den aufwendigsten Kontrollsystemen des Kontinents, und beobachtete die Programmprotokolle. Theresa Orthmann streckte den angewinkelten Unterarm vor und beobachtete den Scanner, der das Wellenmuster ihres ins Handgelenk implizierten Chips aufnahm und die Frau Admiral in die Kontrollschleuse einließ.
Eine Minute später identifizierten sechs voneinander unabhängige Systeme sie als Theresa Martha Orthmann, Sicherheitsstufe vierzehn – Zutritt zu jedem noch so geheimen Teil der Anlage. Ein uneingeweihter Begleiter wäre vermutlich enttäuscht gewesen, denn trotz Bevollmächtigung schritt sie zu den unspektakulären Einzellifts, die allen Regierungsmitarbeitern zur Verfügung standen.
Nur sieben Minuten später betrat sie als letzte den Konferenzraum Nummer 412. Der Gebäudekomplex umfasste mehr als zweihundert solcher Treffpunkte, doch dieser bot einen außerordentlichen Komfort, der nur selten zum Einsatz kam. Frau Orthmann ließ sich in den letzten freien Sessel sinken und richtete den Blick auf die Hologrammblüte, die in der Mitte des Tisches schwebend den Ruhemodus des Projektors darstellte.
„Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Anzug zu sprechen, „wenden wir uns einem äußerst delikaten diplomatischen Thema zu.“
Obwohl alle sieben Männer und fünf Frauen Albert Senken, dem Vorsitzenden des Rates der Europäischen Zentralregierung, mit demselben ausdruckslosen Gesicht lauschten, breitete sich eine gewisse Erleichterung aus.
Bestimmt, dachte Frau Orthmann, sind auch sie alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
Ihre Gedanken galten kurz den Sturm-Daten, die sie kurz zuvor erhalten hatte, bevor sie sich dem Bericht zuwandte, der vor jedem Konferenzteilnehmer lag. Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so unbedeutend anmutende Äußerung, die mit der Forderung nach den irossischen Werten zu tun haben könnte. Während einige neugierig die erste Seite aufschlugen, rührte sich Frau Orthmann keinen Millimeter – ihr hatte der Bericht schon vor einer Woche vorgelegen.
„Irossa“, fuhr Vorsitzender Senken unbeirrt fort, „ist ein äußerst einflussreicher Planet, das brauche ich wohl keinem zu erzählen. Und Botschafter Orvan-Soans Andeutungen lassen auf dortige Unzufriedenheit schließen.“
„Mit Verlaub – was haben wir auf der Erde mit Unruhen des irossischen Volkes zu tun?“, wandte ein untersetzter Herr mittleren Alters ein – Leiter der europäischen Sozialbehörde. Die ältere Dame neben ihm lächelte wissend und strich sich über die burgunderfarbene Robe.
„Wollt Ihr etwas dazu sagen, Euer Ehren?“, fragte Senkekn formhalber.
„Nun“, räusperte sich Frau Doktor Michelle Torlée ohne ihr Lächeln zu verlieren. „Es dürfte weniger um das Volk, als um die Regierung gehen. Es ist allgemein bekannt, dass sich die Irossen an der Aufgabe versuchen, an der die Amerikaner ein ums andere Mal gescheitert sind: als Moralpolizei und bei dem Versuch, auch auf jeden anderem Planeten eine zentrale Weltregierung aufzustellen.“
„Nur dass der Einfluss der Irossen etwas größer ist als der der Amerikaner“, fügte Senken bestätigend hinzu. „Weshalb wir langsam mal mit mehr reagieren sollten als Händeschütteln mit Asien, Amerika und Afrika.“
Er tippte auf die Akte, in der Richterin Torlée mit unbewegter Miene weiterlas.
„Hier äußert sich der Botschafter positiv über die interkontinentalen Forschungsprojekte in ...“
„... der Tiefsee, den Wüsten Südamerikas und der Mongolei, sowie den antarktischen Felslandschaften. >Ein wundervoller Beginn für Einigkeit, der allen Menschen wertvolles Wissen liefert.<“, zitierte Frau Orthmann ohne einen Blick in die Seiten. Die Richterin sah fragend zu Senken auf. Der nickte.
„Hier setzen wir an.“ Er aktivierte den Hologrammprojektor durch Drücken eines kleinen Touchscreens, woraufhin der Blüte einem Logo wich: ein silberner Stern und die kursiven Buchstaben EBIKOR - das Kürzel der Europäischen Behörde für interspezifische Kommunikation und Raumfahrt.
„Das Diplomatenhaus und die EBIKOR“, Senken wies auf Frau Orthmann, „haben beschlossen, ein bislang sehr erfolgreiches irossisch-irdisches Projekt zu einer Lösung weiterzuführen. Ja, Herr Ravitto?“
Der Ministral für Sicherheit zog wieder den Arm ein und sah misstrauisch auf das vor ihm schwebende Logo.
„Meines Wissens, Signore Senken, Signora Orthmann, haben wir kein gemeinsames Raumfahrtprojekt. Haben die Irossen nicht jede Anfrage auf geteilte Transporte der Tirandiumerze immer wieder abgelehnt?“
Frau Orthmann nickte und erhob sich.
„Das Projekt 'Völkerbund' arbeitete bislang im biologisch-genetischen Bereich. Genauer gesagt gibt es bereits drei Mischlinge. Davon lebt einer in Asien, einer auf Irossa und der dritte in unserem Beobachtungszentrum in York.“ Sie strich sich über das aschblonde Haar und drückte ihrerseits den Touchscreen. Der Projektor schnurrte kaum hörbar und das Logo der Eurpäischen Behörde für Interstellare Kontakte und Raumfahrt wich einem verkleinert dargestellten Körper, der sich langsam um seine Achse drehte. Es war keine Simulation, sondern der Scan eines weiblichen Humanoiden. Das Gesicht trug menschliche Züge gemischt mit den vollkommen schwarzen, großen Augen und der fast im Gesicht verschwindenden Nase der Irossen. Der Körperbau war in die Länge gezogen, wenn auch nicht so extrem wie bei einem Vollblutirossen. Frau Orthmann nahm das Staunen der anderen mit Stolz zur Kenntnis. Senkens Gesicht war ausdruckslos, aber natürlich war er genau mit dem Projekt vertraut. Die meisten jedoch musterten fasziniert das Mischwesen.
„Wie ... wie alt ist es?“, fragte der Sozialministral und schob den Oberkörper auf dem Tisch ein Stück vor.
„Dreizehn Jahre. Durch die gemischten Blutlinien ein Alter, das unserem Fünfzehnjährigen und einem irossischen Neunjährigen in der Reife entspricht. Ein Wink des Schicksals, wenn man daran glaubt – alle anderen Mischlinge sind deutlich jünger, während unser Exemplar bereits das Studium der Raumfahrt begonnen hat.“
„Und folgendes“, verkündete Senken, „haben wir vor.“
Ein weiteres Schnurren, dann erschienen holographische Skizzen eines Raumschiffes.
„Diese Entwürfe stammen von einem Amerikaner, Tom Jurner. Das Expertenteam hat sie bereits angepasst, um unsere Tiefenraumflotte um ein hochmodernes Forschungsschiff erweitern zu können.
Eine irdische Zentralregierung – einfach aus dem Nichts – ist unmöglich. Beweist die europäische Regierung den Irossen allerdings ihre Interventionsbereitschaft, könnte dies wertvolle Unterstützung liefern.“ Er machte eine Pause und lächelte in die Runde.
„Um vielleicht doch eines Tages die Erde geeint zu regieren – von der verdientesten, harmoniebereitesten Kontinentalregierung.“
Frau Orthmann hatte diese kleine Rede schon gehört und sah sich nun aufmerksam um. Wohlgefälliges Gelächel breitete sich auf den Gesichtern der Ministrale, hier und da auch ein vorfreudiges Grinsen. Die Krisensitzung hatte sich in eine Planschmiede für Machterweiterung verwandelt, und das fand selbstverständlich Anklang.
Gelassen beugte sich Richterin Torlée vor.
„Was tun wir genau?“
Frau Orthmann wies auf das Hologramm.
„Wir widmen uns der friedlichen Erforschung und Diplomatie auch weit entfernter, unbedeutender und kleiner Völker. Mit einem großartigen Schiff unter dem Kommando eines Mischlings – und europäischem Kommandozeichen.“
Senken lächelte immer noch und strich sanft über die Akte.
„Was das Schiff schließlich tut, wird egal sein. Hauptsache, es fliegt. Das ist die Gelegenheit, die wir als einzige ergreifen können – solange wir die einzigen mit einem so reifen Mischling sind.“

Bereits eine halbe Stunde später bekamen die hochdekorierten Ingenieure Hamburgs grünes Licht für das größte Gemeinschaftsprojekt der ansässigen Werften.


Meine Fragen beziehen sich konkreter auch auf den letzten Absatz: Ist er kurz genug? Zu viele Adjektive? Wie könnte ich sonst ausdrücken, dass dies die besten Werften sind/ sollte ich das wirklich?
Und, obwohl es mir peinlich zu werden beginnt: Wie bekommt den verflixten accent aigu
über das "e"?
Allgemeiner:
Macht der Polog neugierig?
Ist die Sicht in Ordnung?
Ist die Zukunftsbeschreibung einigermaßen glaubhaft?
Findet man sich zurecht?
Findet ihr diesen Schreibstil (ich sage mal: Im Stil von Anthony Horowitz, am ehesten), sprich: mit den konkreten Nummern, den Namen, den auktorialen Ansätzen, in Ordnung? Klar: Geschmackssache, aber wenn hier nur negative KOmmentare kommen, würde ich mir das noch einmal überlegen Icon_wink

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #2 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Hallo Trinity,
du hast dich also in Sci-Fi verirrt? Wie praktisch, dass du gleich eine Geschichte dabei hattest. Icon_wink
Ich kenne dein Erstlingswerk in diesem Genre nicht, bin aber interessiert an dem, was du hier anbietest. Die Einschätzung kommt unter den Text, nun geht es los mit dem Kleinkram.

Zitat:Kapitel 0 – Die hohe Kunst der Diplomatie
-- Durch eine äußerst schlechte Werbung stößt dieser Titel bitter bei mir auf. Dafür kannst du nichts, aber ein Prolog sollte vielleicht trotzdem einen etwas mitreißenderen Titel erhalten. Icon_wink

Zitat:Die Kuppel von Berlin erhob sich wie ein gigantisches Insektenauge über den Menschen, umgeben von den kleineren, die die Nebenbezirke bargen.
-- Genialer Anfang. Anstatt diesen durch den restlichen Satz zu verbauen, würde ich vielleicht nur dranhängen, aus was es sich erhebt. Dann Punkt und weiter im Aufbau. Wie es jetzt steht, geht es leider unter.

Zitat:Draußen wütete einer der heftigsten Stürme des vierundzwanzigsten Jahrhunderts, doch dank des Tirandium-Glasgeflechts merkten die Bewohner kaum etwas davon.

-- Ah, ein neues Element. :D

Zitat:Der in Massen herumwirbelnde, unfruchtbare Staub warf bloß flatternde Schatten über die Straßen, nichts Ungewöhnliches.
-- Ich fände es schöner, wenn du diesen Satz mit dem vorherigen verknüpfst, zum Beispiel: Draußen wütete einer der heftigsten Stürme des vierundzwanzigsten Jahrhunderts, warf/schleuderte (immer wieder) Massen/Wolken unfruchtbaren Staubs gegen das Tirandium-Glasgeflecht. Vergeblich.
Kaum jemand hob auch nur den Blick, kaum jemand beachtete die flatternden Schatten, die der Sturm auf die Straßen malte.


Zitat:Auch Frau Othmann warf nicht mehr als einen Blick nach oben, während sie durch die Fußgängertunnel eilte.

-- Mal ganz abgesehen, dass der Name "Othmann" wenig zu Sci-Fi passen will, im Tunnel würde ihr ein Blick nach oben eh nichts nützen. Oder ist es ein gläserner Tunnel?

Zitat:Sie wusste über die verheerenden Folgen für das Umland ganz genau Bescheid – es war ihre Aufgabe, das zu wissen.

- Hm, das passt hier für mich nicht hinein. Wenn sie nicht hochblickt, interessiert es sie auch nicht. Du hast gerade rangezoomt auf diese Frau. Jetzt wirst du wieder zu allgemein, verfällst ins Palavern, anstatt die Handlung voran zu treiben.

Zitat:Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.
-- Auch das würde ich nicht sagen, sondern durch Handlung zeigen. So greifst du dir voraus, was der Geschichte etwas Spannung nimmt.

Zitat:Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Admirälin.
-- Oh Gott!

Zitat:Neben diesem formalen militärischen Rang trug sie einen Doktortitel in polyspezischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas.

-- Was genau soll das sein?
Und ist ihr Rang wirklich nur formal, also nicht errungen und ihrer Position entsprechend?

Zitat:Damit bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem breiten Gebäudekomplex mit der silbergrauen Aufschrift 'Regierungszentrum' führten.

-- Ja, ohne geht wohl schlecht. *g*
Ansonsten zu viele unwichtige Adjektive. Lass dir lieber etwas mehr Zeit, um auf die Umgebung einzugehen, anstatt sie so schnell abzuhandeln. Ein Komplex würde ich zudem eher als großflächig bezeichnen, verschwenderisch, ausgreifend, aber nicht "breit"

Zitat:Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
-- Stützfeld? Damit die nicht hintenüber fallen, oder wie? Icon_confused

Zitat:„Ausweis“, forderte eine Computerstimme am Eingang. Weit entfernt von jedem Ankömmling saß ein menschlicher Wachmann in der Sicherheitszentrale, umgeben von den aufwendigsten Kontrollsystemen des Kontinents, und beobachtete die PRogrammprotokolle.

-- Warum muss da noch einer sitzen, wenn eh alles per Computer geht? Oder überwacht der, dass ihr niemand eine Waffe an den Kopf hält, oder Ähnliches?
Ich sehe du magst diese Superlative - erst einer der heftigesten Stürme des 24 Jh, dann eine der Mächtigsten der Welt, eines der tollsten Gehirne Europas und nun aufwendigste Systeme des Kontinents. Etwas viel auf so wenig Raum, findest du nicht?

Zitat:Theresa Orthmann streckte den angewinkelten Unterarm vor und beobachtete den Scanner, der das Wellenmuster ihres ins Handgelenk implizierten Chips aufnahm und die Admirälin in die Kontrollschleuse einließ.
-- Was ich mich gerade frage: Warum nicht von Anfang an ihren Namen, sondern in der Vorstellung "Frau Orthmann"? Das klingt so unpersönlich, zudem fehlt ihr Titel.
Desweiteren kann man einen angewinkelten Arm nicht vorstrecken, denn dann wird er wieder gerade. Also winkelt sie ihn entweder an oder streckt ihn vor. Icon_wink

Zitat:Eine Minute später identifizierten sechs voneinander unabhänige Systeme sie als Theresa Martha Orthmann, Sicherheitsstufe vierzehn – Zutritt zu jedem noch so geheimen Teil der Anlage.
-- Hier ist doch die perfekte Stelle, um ihren vollen Namen und ihren Titel vorzustellen! Ihre Bedeutsamkeit würd durch den Zutritt schön dargestellt - anschaulicher als jede Aussage sein könnte. Nur dass mit dem "noch so geheimen" finde ich unschön. Keine Computer-Sprache. Hm, Vielleicht: Zutritt zu allen Ebenen.

Zitat: Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts, die in eiligster Geschwindigkeit kreuz und quer durch das Gebäude fuhren.
-- ?? Wie schreitet man "unspannend" und was sollte sie denn sonst tun? Und wie definierst du "eiligste" Geschwindigkeit. Wieder so ein Superlativ.

Zitat:Nur sieben Minuten später betrat sie als letzte den Konferenzraum Nummer 412.
-- Nur 7 Minuten? Ist ganz schön lahm, finde ich, dafür, dass sie solchen einen Lift benutzt. Ich würd die Zeit weg lassen und "nur wenige Minuten später" schreiben.
Ich weiß nicht, ob sie bei ihrem Rang nicht eine der ersten sein sollte. Auch die Nummer des Raumes ist seltsam. Keine Regierung braucht 412 Konferenzräume, denn so viele Konferenzen können nie gleichzeitig abgehalten werden. Ich glaube, hier schießt du etwas über das Ziel hinaus. Icon_wink

Zitat:Der Gebäudekomplex umfasste mehr als zweihundert solcher Treffpunkte, doch dieser bot einen außerordentlichen Komfort, der nur selten zum Einsatz kam.
-- Ich dachte, es gäbe 412? Warum nur 200? Sind aber immer noch zu viel, finde ich.

Zitat:Frau Orthmann ließ sich in den letzten freien Collchore-Sessel sinken und richtete den Blick auf die Hologrammblüte, die in der Mitte des Tisches schwebend den Ruhemodus des Projektors darstellte.
-- Darüber bin ich gerade gestolpert. *g*
Was ist ein Collchore-Sessel? Ich kenn nur Kolchose. Icon_wink

Zitat:„Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen, „wenden wir uns einem äußerst delikaten diplomatischen Thema zu.“
-- 1. Kennt sie den Mann nicht, oder warum hat er keinen Namen?
2. Was ist Miu Miu? Ein Pokemon wird er wohl kaum tragen?
3. Wissen die das Thema nicht?

Zitat:Obwohl alle sieben Männer und fünf Frauen Albert Senken, dem Vorsitzenden des Rates der Europäischen Zentralregierung, mit demselben ausdruckslosen Gesicht lauschten, breitete sich eine gewisse Erleichterung aus.
-- Sie wissen also wirklich das Thema nicht? Ist so eigentlich nicht üblich, denn wie soll man sich so vorbereiten? Finde ich etwas schwer nachvollziehbar.

Zitat:Bestimmt, dachte Frau Orthmann, sind wir alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
-- Seltsamer Gedanke. Eher: Gott sei Dank, nicht schon wieder das verdammte Klima.
Da sie aber noch nicht wissen, worum es geht, finde ich die Erleichterung zu stark. Es könnte ja auch um einen Krieg gehen, Hungersnöte, Seuchen.

Zitat:Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so undiplomatisch anmutende Äußerung, die mit der indirekten Forderung zu tun haben könnte. Während einige neugierig die erste Seite aufschlugen, rührte sich Frau Orthmann keinen Millimeter – ihr hatte der Bericht schon vor einer Woche vorgelegen.
-- Wieder nicht nachvollziehbar:1. Sie kennt den Bericht, ist also auf dem laufenden. Das passt nicht zu den Reaktionen vorher.
2. Das sind 124 Seiten und die sollen die anderen erst JETZT lesen. Das ist doch keine Lesestunde, sondern eine Konferenz.
3. Sagst du, sie wendet sich dem Bericht zu, dann lässt sie ihn aber doch links liegen.
4. Wir sind in Europa, wer sind die Irossen? Wäre nett, wenn da eine Info käme.
5. Welche Foderung. "der Forderung" klingt bestimmt, also ist bekannt, was sie wollen. Uns aber nicht.

Zitat:„Irossa“, fuhr Vorsitzender Senken unbeirrt fort, „ist ein äußerst einflussreicher Planet, das brauche ich wohl keinem zu erzählen. Und Botschafter Orvan-Soans Andeutungen lassen auf dortige Unzufriedenheit schließen.“
-- Ah, das erklärt Frage 3. Statt das in den Text einzubauen, würde ich das über die wörtliche Rede vermitteln. Das wirkt aktiver und zudem muss der Leser dann nicht zu viel über den Inhalt langweiliger Berichte lesen. Icon_wink

Zitat:„Mit Verlaub – was haben wir auf der Erde mit Unruhen des irossischen Volkes zu tun?“, wandte ein untersetzter Herr mittleren Alters ein – Leiter der europäischen Sozialbehörde.
-- Kein Name? So wirkt er unwichtig.

Zitat: Die ältere Dame neben ihm lächelte wissend und strich sich über die burgunderfarbene Robe.
-- Was weiß sie denn?

Zitat:„Wollt Ihr etwas dazu sagen, Euer Ehren?“, fragte Senkekn formhalber.
-- Wer ist das jetzt? Der Leiter der Sozialbehörde? Übrigens schön, dass es die in der Zukunft noch gibt. Icon_wink
Edit: Gerade gesehen, dass er "Senken" heißt.

Zitat:„Nun“, räusperte sich Frau Doktor Michelle Torle'e ohne ihr Lächen zu verlieren.
-- Nur Frau Dr.? Bei all der Wichtigkeit der Leute hätte ich mit einer Professur gerechnet. Ich stolpere auch über die Namen, Theresa und Michelle - zusammen. Ist das Zufall oder hast du dich inspirieren lassen? *hust*

Zitat:„Nur dass der Einfluss der Irossen etwas größer ist als der der Amerikaner“, fügte Senken bestätigend hinzu. „Weshalb wir langsam mal mit mehr reagieren sollten als Händeschütteln mit Asien, Amerika und Afrika.“
-- Den Zusammenhang versteh ich nicht. Wer sind die Irossen? Wer unterstützt sie, dass sie so viel Macht erlangen konnten und wieso schütteln die Hände? Sind das Bündnisse? Das ist mir zu unklar.

Zitat:„Das Diplomatenhaus und die Behörde für interspezische Kommunikation“, Senken wies auf Frau Orthmann, „haben beschlossen, ein bislang sehr erfolgreiches irossisch-irdisches Projekt zu einer Lösung weiterzuführen.
-- Ahhh so. Interspezisch = InterspeziFIsch. Artenübergreifend. Bitte füge das kleine "fi" noch überall ein, sonst fühlt es sich einsam.

Zitat:Der Ministral für Sicherheit zog wieder den Arm ein und sah misstrauisch auf das vor ihm schwebende Logo.
-- ministral ist ein englisches Adjektiv, passt hier also nicht Recht. Warum nicht Minister oder Magistrat? Nur weil man Sci-Fi schreibt muss man nicht das Rad neu erfinden. Icon_wink

Zitat:„Das Projekt 'Völkerbund' arbeitete bislang im biologisch-genetischen Bereich. Genauer gesagt gibt es bereits drei Mischlinge. Davon lebt einer in Asien, einer auf Irossa und der dritte in unserem Beobachtungszentrum in York.“
-- Wie kommt der Magistral auf ein Raumfahrtprojekt?

Zitat:Der Projektor schnurrte kaum hörbar und das Logo der Eurpäischen Behörde für Interstellare Kontakte und Raumfahrt wich einem verkleinert dargestellten Körper, der sich langsam um seine Achse drehte.

-- Ah so. Warum sagst du nicht gleich, was das Symbol bedeutet?
Du lieferst Informationen öfter etwas zu spät für meinen Geschmack, Namen ebenso. Das verwirrt den Leser nur und ist unnötig.

Zitat:Das Gesicht trug menschliche Züge gemischt mit den vollkommen schwarzen, großen Augen und der fast im Gesicht verschwindenden Nase der Irossen.

-- Das Gesicht trug menschliche Züge, gemischt mit den (vollkommen erübrigt sich) großen schwarzen Augen und der gedrungenen Nase der Irossen.

Zitat: Frau Orthmann nahm das Staunen der anderen mit Stolz zur Kenntnis.
-- Hier vor würde ich einen Absatz setzen.

Zitat:„Wie ... wie alt ist es?“, fragte der Sozialministral und schob den Oberkörper auf dem Tisch ein Stück vor.
-- Wäre das die erste Frage, die dir in den Kopf kommen würde?
Mir nicht.

Zitat:„Dreizehn Jahre. Durch die gemischten Blutlinien ein Alter, das unserem Fünfzehnjährigen und dem irossischen Endzehner in der Reife entspricht. Ein Wink des Schicksals, wenn man daran glaubt – alle anderen Mischlinge sind deutlich jünger, während unser Exemplar bereits das Studium der Raumfahrt begonnen hat.“
-- Wieso ist es ein Wink des Schicksals? Hat das nicht was mit der Zeit ihrer Kreation zu tun? Oder wurden die alle zur selben Zeit produziert und entwickeln sich unterschiedlich schnell?

Zitat:„Diese Entwürfe stammen von einem Amerikaner, Tom Jurner. Unser Expertenteam haben sie bereits angepasst, um unsere Tiefenraumflotte um ein hochmodernes Forschungsschiff erweitern zu können.
-- Kommt dieser Tom nochmal vor? Wenn nicht, würde ich ihn weglassen, denn das ist für die Hohen nicht wirklich von belang.
"Unser Team HAT sie bereits angepasst ..."

Zitat:Eine irdische Zentralregierung – einfach aus dem Nichts – ist unmöglich. Beweist die europäische Regierung den Irossen allerdings ihre Interventionsbereitschaft, könnte dies wertvolle Unterstützung liefern.“

-- Intervention ist das Eingreifen in etwas. Worin wollen sie eingreifen? Dieser ganze Dialog ist mir suspekt. O-o

Zitat:Die Krisensitzung hatte sich in eine Planschmiede für Machterweiterung verwandelt, und das fand selbstverständlich Anklang.
-- Also wie eine Krisensitzung kam das bei mir nicht an.

Zitat:Bereits eine halbe Stunde später bekamen die hochdekorierten Ingenieure Hamburgs grünes Licht für das größte Gemeinschaftsprojekt der berühmten dortigen Werften.
-- Aha.

So, ich weiß nicht, soll ich erst die Fragen, dann das Fazit? Ich versuchs mal zusammen. Vielleicht geht das.

Der letzte Absatz mit den Werften ist kurz und prägnant - also ausreichend. Was ist eigentlich kurz genug? Gibt es da Vorgaben? Normalerweise fragt man ja eher, ob es zu lang ist. Icon_wink
Insgesamt sind einige unnötige Adjektive drin. Die Waffen würd ich rausnehmen, aus dem Dialog wird klar, dass sie sehr modernes Schiff bauen, das auch die stärksten Waffen besitzt. Auch wenn ein Forschungsschiff ja vielleicht eher anders konzipiert gehört.
Zum Akzent: Es gibt accent aigu ´ (é), accent grave` (è) und accent circonflexe ̂ (ê). Gesetzt werden diese, indem du zuerst den Akzent (oben links neben der Rücktaste oder links neben der Eins) tippst und dann den Buchtaben.

Ansonsten finde ich den Prolog etwas verwirrend. Meines Erachtens willst du zu schnell zu viel. Alles ist das Beste, Höchste und Schnellste. Lass dir Zeit. Mein Vorschlag, beginn damit wie Frau Orthmann (Ich mag den Namen so gar nicht!) die Tür öffnet. Sie könnte die Erste sein, um den vortrag vorzubereiten, schaut aus dem Fenster, sieht den Sturm und die Welt. Insgesamt würde ich sie etwas anders einleiten, siehe Texthinweise.
Die Namen sind mir etwas zu altmodisch für die Zeit, der Dialog bzw. die Konferenz an sich nur schwer nachvollziehbar. Auch wirfst du zu schnell zu viele neue Begriffe ein, manche erklärst du anschließend - für meinen Geschmack etws spät - andere gar nicht.
Also nein, ich finde mich nicht wirklich zurecht.
1. Müssten alle Leute aus der Konferenz wissen, worum es geht.
2. Lösungen müssten angeboten werden, vielleicht ei Disput, irgendetwas, das die Krise deutlich macht.
3. Dann das neue Geschöpf. Etwas mehr Informationen fände ich schön. Warum wurde es überhaupt geschaffen. Was machen die drei Kreaturen an den jeweiligen Orten.
4. Könnten vielleicht etwas mehr Infos zu den Irossen. Man wird einfach son hineingeworfen. Ist etwas viel, wenn die ganze Geschichte auf diesem Volk beruht.
Der Schreibstil geht, bis auf die Zahlen. Warum müssen es genua 7 Minuten sein, warum Raum 412 - da denkt der Leser eher drüber nach und wundert sich wie ich.

Zum Ende hin also [x]Nett; []Nicht schlecht, aber scheiße; []Was hast du schon wieder hier verloren; ...

... aber recht inhaltlich ausbaufähig. Dafür war die Grammatik und die Rechtschreibung erfreulich fehlerfrei.

Also noch ein bisl mehr Arbeit, dann könnte das was richtig Gutes werden.

Liebe Grüße
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #3 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Sanyasala!

(13-08-2010, 16:21)Adsartha schrieb: du hast dich also in Sci-Fi verirrt? Wie praktisch, dass du gleich eine Geschichte dabei hattest. Icon_wink
Ja, der implatierte Speicherchip in meinem Kopf war da ganz praktisch *grins*

Zitat:Ich kenne dein Erstlingswerk in diesem Genre nicht, bin aber interessiert an dem, was du hier anbietest. Die Einschätzung kommt unter den Text, nun geht es los mit dem Kleinkram.
Oh, welch guter Geist hat mir hier eine Chance geboten? Welch Gnade, dass du mein Erstling nicht kennst, so kannst du ganz ungenervt hier herangehen *grins*
Zitat:
Zitat:Kapitel 0 – Die hohe Kunst der Diplomatie
-- Durch eine äußerst schlechte Werbung stößt dieser Titel bitter bei mir auf. Dafür kannst du nichts, aber ein Prolog sollte vielleicht trotzdem einen etwas mitreißenderen Titel erhalten. Icon_wink
Nur um das klarzustellen: In meiner Geschichte geht es nicht um Schokoladenriegel/-pralinen Icon_wink
Tja, das war mehr oder weniger ein Arbeitskapiteltitel (nettes Wort *grins*), mal sehen, was sich findet. Vielleicht etwas wie "Projekt Macht" oder so?

Zitat:
Zitat:Die Kuppel von Berlin erhob sich wie ein gigantisches Insektenauge über den Menschen, umgeben von den kleineren, die die Nebenbezirke bargen.
-- Genialer Anfang. Anstatt diesen durch den restlichen Satz zu verbauen, würde ich vielleicht nur dranhängen, aus was es sich erhebt. Dann Punkt und weiter im Aufbau. Wie es jetzt steht, geht es leider unter.
Okay *tipp*

Zitat:
Zitat:Draußen wütete einer der heftigsten Stürme des vierundzwanzigsten Jahrhunderts, doch dank des Tirandium-Glasgeflechts merkten die Bewohner kaum etwas davon.

-- Ah, ein neues Element. :D
Sogar ein ziemlich wichtiges ...

Zitat:
Zitat:Der in Massen herumwirbelnde, unfruchtbare Staub warf bloß flatternde Schatten über die Straßen, nichts Ungewöhnliches.
-- Ich fände es schöner, wenn du diesen Satz mit dem vorherigen verknüpfst, zum Beispiel: Draußen wütete einer der heftigsten Stürme des vierundzwanzigsten Jahrhunderts, warf/schleuderte (immer wieder) Massen/Wolken unfruchtbaren Staubs gegen das Tirandium-Glasgeflecht. Vergeblich.
Kaum jemand hob auch nur den Blick, kaum jemand beachtete die flatternden Schatten, die der Sturm auf die Straßen malte.
Wie genial - ich darf es übernehmen, oder? *bettel*

Zitat:
Zitat:Auch Frau Othmann warf nicht mehr als einen Blick nach oben, während sie durch die Fußgängertunnel eilte.

-- Mal ganz abgesehen, dass der Name "Othmann" wenig zu Sci-Fi passen will, im Tunnel würde ihr ein Blick nach oben eh nichts nützen. Oder ist es ein gläserner Tunnel?
Ich wollte einen deutschen Namen. Und die zu erfinden/ finden bin ich erbärmlich schlecht. Das finden übrigens die Figuren Robin Beserberg und Lea Scherenbaum, sowie Jonas Nick und Admiral Christoph Flusser auch *seufz*
Und es ist ein gdurchsichtiger Tunnel. Irgendwie war das für mich nie eine Frage *wunder*
Zitat:
Zitat:Sie wusste über die verheerenden Folgen für das Umland ganz genau Bescheid – es war ihre Aufgabe, das zu wissen.

- Hm, das passt hier für mich nicht hinein. Wenn sie nicht hochblickt, interessiert es sie auch nicht. Du hast gerade rangezoomt auf diese Frau. Jetzt wirst du wieder zu allgemein, verfällst ins Palavern, anstatt die Handlung voran zu treiben.
Also nur ein kurzes "Sie wusste natürlich Bescheid." Das muss irgendwie kommen, denke ich, um auf die "Macht" zu kommen - es sei denn, ... ich mache das bei dem Eintritt ins Gebäude. *grübel*

Zitat:
Zitat:Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.
-- Auch das würde ich nicht sagen, sondern durch Handlung zeigen. So greifst du dir voraus, was der Geschichte etwas Spannung nimmt.
Hm. Ich überlege nur gerade, wie ich das zeigen sollte. Alleine beim Eintritt ins Gebäude wäre das nicht getan - oder? Hm, vielleicht ein junger Typ von irgendeiner Organisation, der um Mitgliedschaften wirbt und eine hübsche junge Frau anspricht, aber sie nciht? Hm. Auch nicht das Wahre ... Vielleicht:
"Auch Frau Othmann warf nicht mehr als einen Blick nach oben, während sie durch die durchsichtigen Fußgängertunnel eilte.
Neben ihr bezirzten hübsche Angestellte eines Talentshowprojektes die Passanten, doch niemand steckte Theresa Orthmann einen der bunten Flyer zu – mit ihrem unauffällig grauen Hosenanzug verschwamm sie mit der Menge von Menschen, die tagtäglich diese Straßen entlanggingen. Niemand hätte vermutet, dass sie einen Doktortitel in polyspezifischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas trug. Unbehelligt bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem großflächigen Gebäudekomplex mit der Aufschrift 'Regierungszentrum' führten."?

Zitat:
Zitat:Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Admirälin.
-- Oh Gott!
Weil der Name einfach so geschrieben wird oder weil sie so heißt? Lacht nicht über den Namen Martha: eine arme Bekannte muss ihn als Siebzehnjährige tragen ...
Zitat:
Zitat:Neben diesem formalen militärischen Rang trug sie einen Doktortitel in polyspezischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas.

-- Was genau soll das sein?
Und ist ihr Rang wirklich nur formal, also nicht errungen und ihrer Position entsprechend?
Formal - d.h. sie soll einen militärischen Rang haben, aber ihre Karriere hat sie auf einem anderen Weg in die hohe Position geführt. ODer sagen wir: Durch andere Qualitäten ist soie dahingekommen. Sie trägt den militärischen Rang, weil alle e einen haben, die wirklich wi, um möglichst viel Sagen zu haben, wenn mal ein Kriegsfall eintritt. So etwas wie Geldadel nur in Macht/militär.

Zitat:
Zitat:Damit bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem breiten Gebäudekomplex mit der silbergrauen Aufschrift 'Regierungszentrum' führten.

-- Ja, ohne geht wohl schlecht. *g*
Ansonsten zu viele unwichtige Adjektive. Lass dir lieber etwas mehr Zeit, um auf die Umgebung einzugehen, anstatt sie so schnell abzuhandeln. Ein Komplex würde ich zudem eher als großflächig bezeichnen, verschwenderisch, ausgreifend, aber nicht "breit"
Das habe ich dann auch geändert *schmunzel* Aber mein Kopfkino spielt gerade vor, wie sie ohne abbiegt und das Gehirn andere Wege schwebt ... *help*
Zitat:
Zitat:Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
-- Stützfeld? Damit die nicht hintenüber fallen, oder wie? Icon_confused
Salopp ausgedrückt: Damit keiner Stolpernder sich die Nase bricht.

Zitat:
Zitat:„Ausweis“, forderte eine Computerstimme am Eingang. Weit entfernt von jedem Ankömmling saß ein menschlicher Wachmann in der Sicherheitszentrale, umgeben von den aufwendigsten Kontrollsystemen des Kontinents, und beobachtete die PRogrammprotokolle.

-- Warum muss da noch einer sitzen, wenn eh alles per Computer geht? Oder überwacht der, dass ihr niemand eine Waffe an den Kopf hält, oder Ähnliches?
Ich sehe du magst diese Superlative - erst einer der heftigesten Stürme des 24 Jh, dann eine der Mächtigsten der Welt, eines der tollsten Gehirne Europas und nun aufwendigste Systeme des Kontinents. Etwas viel auf so wenig Raum, findest du nicht?
... doch. Die Zukunft wirft eine große Schatten auf uns kleinen Moment 2010 *schmunzel* Ich nehme den Wachmann raus. Ist sowieso eigentlich unnnötig, finde ich gerade.

Zitat:
Zitat:Theresa Orthmann streckte den angewinkelten Unterarm vor und beobachtete den Scanner, der das Wellenmuster ihres ins Handgelenk implizierten Chips aufnahm und die Admirälin in die Kontrollschleuse einließ.
-- Was ich mich gerade frage: Warum nicht von Anfang an ihren Namen, sondern in der Vorstellung "Frau Orthmann"? Das klingt so unpersönlich, zudem fehlt ihr Titel.
Desweiteren kann man einen angewinkelten Arm nicht vorstrecken, denn dann wird er wieder gerade. Also winkelt sie ihn entweder an oder streckt ihn vor. Icon_wink
Das kommt davon, wenn man Blödsinn schreibt - das angewinkelte Handgelenk meinte ich! Doh

Zitat:
Zitat:Eine Minute später identifizierten sechs voneinander unabhänige Systeme sie als Theresa Martha Orthmann, Sicherheitsstufe vierzehn – Zutritt zu jedem noch so geheimen Teil der Anlage.
-- Hier ist doch die perfekte Stelle, um ihren vollen Namen und ihren Titel vorzustellen! Ihre Bedeutsamkeit würd durch den Zutritt schön dargestellt - anschaulicher als jede Aussage sein könnte. Nur dass mit dem "noch so geheimen" finde ich unschön. Keine Computer-Sprache. Hm, Vielleicht: Zutritt zu allen Ebenen.
Ich habe noch ein "Sicherheits-" eingefügt, aber das finde ich ganz passend.
Zitat:
Zitat: Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts, die in eiligster Geschwindigkeit kreuz und quer durch das Gebäude fuhren.
-- ?? Wie schreitet man "unspannend" und was sollte sie denn sonst tun? Und wie definierst du "eiligste" Geschwindigkeit. Wieder so ein Superlativ.
"normal" wäre vielleicht passender - vielleicht hätte man irgendwelche besonderen Beamer erwartet?

Zitat:
Zitat:Nur sieben Minuten später betrat sie als letzte den Konferenzraum Nummer 412.
-- Nur 7 Minuten? Ist ganz schön lahm, finde ich, dafür, dass sie solchen einen Lift benutzt. Ich würd die Zeit weg lassen und "nur wenige Minuten später" schreiben.
Ich weiß nicht, ob sie bei ihrem Rang nicht eine der ersten sein sollte. Auch die Nummer des Raumes ist seltsam. Keine Regierung braucht 412 Konferenzräume, denn so viele Konferenzen können nie gleichzeitig abgehalten werden. Ich glaube, hier schießt du etwas über das Ziel hinaus. Icon_wink
Ich höre und gehorche - ich habe von solchen Dingen kaum eine Vorstellung, irgendwie, und habe die nächstbeste bedeutungsschwangere Zahl genommen. Tja, aber 412 dachte ich als Zimmernummer einfach. So eine Art berühmtes Zimmer für höchste Konferenzen. Konferenzraum, Zimmer 412 eben ...

Zitat:
Zitat:Frau Orthmann ließ sich in den letzten freien Collchore-Sessel sinken und richtete den Blick auf die Hologrammblüte, die in der Mitte des Tisches schwebend den Ruhemodus des Projektors darstellte.
-- Darüber bin ich gerade gestolpert. *g*
Was ist ein Collchore-Sessel? Ich kenn nur Kolchose. Icon_wink
Tja, hab ich erfunden *grins* Ich dachte, es müssen nicht allgemeinbekannte Marken sein Icon_wink

Zitat:
Zitat:„Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen, „wenden wir uns einem äußerst delikaten diplomatischen Thema zu.“
-- 1. Kennt sie den Mann nicht, oder warum hat er keinen Namen?
2. Was ist Miu Miu? Ein Pokemon wird er wohl kaum tragen?
3. Wissen die das Thema nicht?
1. Der bekommt seinen Namen noch.
2. Das ist eine Modemarke. Luxus pur.
3. Nein. Eine mehr oder weniger geheim eingerufene Krisensitzung ist meist ein spontanes Erlebnis für jene, die nicht als Behörde betroffen sind.
Zitat:
Zitat:Obwohl alle sieben Männer und fünf Frauen Albert Senken, dem Vorsitzenden des Rates der Europäischen Zentralregierung, mit demselben ausdruckslosen Gesicht lauschten, breitete sich eine gewisse Erleichterung aus.
-- Sie wissen also wirklich das Thema nicht? Ist so eigentlich nicht üblich, denn wie soll man sich so vorbereiten? Finde ich etwas schwer nachvollziehbar.
Eine Informationssitzung würde ich behaupten. Aber ich überlege mir das noch einmal gründlich.

Zitat:
Zitat:Bestimmt, dachte Frau Orthmann, sind wir alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
-- Seltsamer Gedanke. Eher: Gott sei Dank, nicht schon wieder das verdammte Klima.
Da sie aber noch nicht wissen, worum es geht, finde ich die Erleichterung zu stark. Es könnte ja auch um einen Krieg gehen, Hungersnöte, Seuchen.
Sie weiß ja, worum es geht. Das oll mitunter auch damit ausgedrückt werden. Das Klima, dachte ich mir, spielt so verrückt/ schwierig, dass die Erleichterung eventuell angebracht ist. Na ja *grübel*

Zitat:
Zitat:Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so undiplomatisch anmutende Äußerung, die mit der indirekten Forderung zu tun haben könnte. Während einige neugierig die erste Seite aufschlugen, rührte sich Frau Orthmann keinen Millimeter – ihr hatte der Bericht schon vor einer Woche vorgelegen.
-- Wieder nicht nachvollziehbar:1. Sie kennt den Bericht, ist also auf dem laufenden. Das passt nicht zu den Reaktionen vorher.
2. Das sind 124 Seiten und die sollen die anderen erst JETZT lesen. Das ist doch keine Lesestunde, sondern eine Konferenz.
3. Sagst du, sie wendet sich dem Bericht zu, dann lässt sie ihn aber doch links liegen.
4. Wir sind in Europa, wer sind die Irossen? Wäre nett, wenn da eine Info käme.
5. Welche Foderung. "der Forderung" klingt bestimmt, also ist bekannt, was sie wollen. Uns aber nicht.
Welche Reaktionen genau meinst du? Dann kann ich das ändern. Sie weiß ja Bescheid, weil es unmittelbar mit ihrer Behörde zu tun hat.
2. Die nehmen den, dachte ich mit nach Hause. Mir fällt aber gerade auf, dass das auch irgendwie kaum schlüssig ist. HmVielleicht, damit die nicht "nein" sagen? *blinzel* Hm.
3. Siehe ja unten.
4. Wird erklärt. Gleich danach. Das halte ich für ausreichend, eigentlich.
5. Siehe ebenfalls unten.
Tja, das war es ...

Zitat:
Zitat:
Zitat:„Irossa“, fuhr Vorsitzender Senken unbeirrt fort, „ist ein äußerst einflussreicher Planet, das brauche ich wohl keinem zu erzählen. Und Botschafter Orvan-Soans Andeutungen lassen auf dortige Unzufriedenheit schließen.“
-- Ah, das erklärt Frage 3. Statt das in den Text einzubauen, würde ich das über die wörtliche Rede vermitteln. Das wirkt aktiver und zudem muss der Leser dann nicht zu viel über den Inhalt langweiliger Berichte lesen. Icon_wink
... das ist doch wörtliche Rede *wunder*

Zitat:
Zitat:„Mit Verlaub – was haben wir auf der Erde mit Unruhen des irossischen Volkes zu tun?“, wandte ein untersetzter Herr mittleren Alters ein – Leiter der europäischen Sozialbehörde.
-- Kein Name? So wirkt er unwichtig.
Ich wollte nur nicht zu viele Namen auf einmal angeben. Aber er bekommt einen. Jetzt. *tipp*

Zitat:
Zitat: Die ältere Dame neben ihm lächelte wissend und strich sich über die burgunderfarbene Robe.
-- Was weiß sie denn?
Das sagt sie gleich. Denn sie versteht schneller als der werte Herr von der Sozialbehörde.

Zitat:
Zitat:„Wollt Ihr etwas dazu sagen, Euer Ehren?“, fragte Senkekn formhalber.
-- Wer ist das jetzt? Der Leiter der Sozialbehörde? Übrigens schön, dass es die in der Zukunft noch gibt. Icon_wink
Edit: Gerade gesehen, dass er "Senken" heißt.
Der Vorsitzende - der heißt Senken.

Zitat:
Zitat:„Nun“, räusperte sich Frau Doktor Michelle Torle'e ohne ihr Lächen zu verlieren.
-- Nur Frau Dr.? Bei all der Wichtigkeit der Leute hätte ich mit einer Professur gerechnet. Ich stolpere auch über die Namen, Theresa und Michelle - zusammen. Ist das Zufall oder hast du dich inspirieren lassen? *hust*
Bei all dem Regierungskram kann sie doch nicht auch noch einen Lehrstuhl ausfüllen. Ich dachte, dass sie Richterin an irgendeinem hihen Gericht ist. Das wäre ein Doktor jur., aber immerhin ein Doktor. Und die Namen - ähm, was soll mit denen sein? *hilflos guck* Theresa gehört zu einer Reihe von Namen, die ich reinpacken wollte, weil es, nu ja, Bekannte von mir sind, und Michelle passte zu dem Namen Torlee, den ich gut kenne.

Gut, den Rest mache ich morgen Icon_smile

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #4 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Huhu Trin!

Eine kleine Rückmeldung, weil einige Fragen offen geblieben zu sein scheinen.

Zitat:Nur um das klarzustellen: In meiner Geschichte geht es nicht um Schokoladenriegel/-pralinen Icon_wink
-- Gott sei Dank - Ich hatte schon Angstanfälle. :D

Zitat:Tja, das war mehr oder weniger ein Arbeitskapiteltitel (nettes Wort *grins*), mal sehen, was sich findet. Vielleicht etwas wie "Projekt Macht" oder so?
-- "Projekt Macht" klingt auf jeden Fall besser - nicht so ausgelutscht.

Zitat:Wie genial - ich darf es übernehmen, oder? *bettel*
-- Na gut. Ich bin ja nicht so. Icon_ugly
Macht 20 Euro pro Satz. Icon_lachtot

Zitat:Ich wollte einen deutschen Namen. Und die zu erfinden/ finden bin ich erbärmlich schlecht. Das finden übrigens die Figuren Robin Beserberg und Lea Scherenbaum, sowie Jonas Nick und Admiral Christoph Flusser auch *seufz*
Und es ist ein gdurchsichtiger Tunnel. Irgendwie war das für mich nie eine Frage *wunder*
-- Wenn es an Namen magelt suche im Netz immer nach Namenslisten - die sind sehr hilfreich.
-- Das mit dem Tunnel würd ich aber schon deutlich machen. Für mich sind Tunnel immer unterirdisch, ganz besonders Fußgängertunnel. Vielleicht könnte man das umformulieren in Röhre oder so. Hm.

Zitat:
Zitat:
Zitat:Sie wusste über die verheerenden Folgen für das Umland ganz genau Bescheid – es war ihre Aufgabe, das zu wissen.

- Hm, das passt hier für mich nicht hinein. Wenn sie nicht hochblickt, interessiert es sie auch nicht. Du hast gerade rangezoomt auf diese Frau. Jetzt wirst du wieder zu allgemein, verfällst ins Palavern, anstatt die Handlung voran zu treiben.
Also nur ein kurzes "Sie wusste natürlich Bescheid." Das muss irgendwie kommen, denke ich, um auf die "Macht" zu kommen - es sei denn, ... ich mache das bei dem Eintritt ins Gebäude. *grübel*

Zitat:
Zitat:Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.
-- Auch das würde ich nicht sagen, sondern durch Handlung zeigen. So greifst du dir voraus, was der Geschichte etwas Spannung nimmt.
Hm. Ich überlege nur gerade, wie ich das zeigen sollte. Alleine beim Eintritt ins Gebäude wäre das nicht getan - oder? Hm, vielleicht ein junger Typ von irgendeiner Organisation, der um Mitgliedschaften wirbt und eine hübsche junge Frau anspricht, aber sie nciht? Hm. Auch nicht das Wahre ... Vielleicht:
"Auch Frau Othmann warf nicht mehr als einen Blick nach oben, während sie durch die durchsichtigen Fußgängertunnel eilte.
Neben ihr bezirzten hübsche Angestellte eines Talentshowprojektes die Passanten, doch niemand steckte Theresa Orthmann einen der bunten Flyer zu – mit ihrem unauffällig grauen Hosenanzug verschwamm sie mit der Menge von Menschen, die tagtäglich diese Straßen entlanggingen. Niemand hätte vermutet, dass sie einen Doktortitel in polyspezifischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas trug. Unbehelligt bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem großflächigen Gebäudekomplex mit der Aufschrift 'Regierungszentrum' führten."?
-- Wie gesagt, ich würde das alles weglassen. Ihre Kleidung ist nicht so wichtig und wie hoch ihre Position sowie ihr voller Name passen wirklich exzellent auf die Szene mit dem Computer - das ist wahres show, don't tell.

Zitat:
Zitat:
Zitat:Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Admirälin.
-- Oh Gott!
Weil der Name einfach so geschrieben wird oder weil sie so heißt? Lacht nicht über den Namen Martha: eine arme Bekannte muss ihn als Siebzehnjährige tragen ...
-- Weil sie so heißt. Nur weil Leute so heißen, muss man das ja nicht seinen Figuren antun. Icon_wink

Zitat:Das habe ich dann auch geändert *schmunzel* Aber mein Kopfkino spielt gerade vor, wie sie ohne abbiegt und das Gehirn andere Wege schwebt ... *help*
-- *lach* Ja, das wär doch mal was.

Zitat:
Zitat:
Zitat:Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
-- Stützfeld? Damit die nicht hintenüber fallen, oder wie? Icon_confused
Salopp ausgedrückt: Damit keiner Stolpernder sich die Nase bricht.
-- So etwas praktisches gibt es in der Zukunft? Toll!

Zitat:
Zitat:
Zitat: Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts, die in eiligster Geschwindigkeit kreuz und quer durch das Gebäude fuhren.
-- ?? Wie schreitet man "unspannend" und was sollte sie denn sonst tun? Und wie definierst du "eiligste" Geschwindigkeit. Wieder so ein Superlativ.
"normal" wäre vielleicht passender - vielleicht hätte man irgendwelche besonderen Beamer erwartet?
-- Nö, ich würd einfach schreiben, wie sie unbehelligt zu den Lifts geht und fertig.

Zitat:Ich höre und gehorche - ich habe von solchen Dingen kaum eine Vorstellung, irgendwie, und habe die nächstbeste bedeutungsschwangere Zahl genommen. Tja, aber 412 dachte ich als Zimmernummer einfach. So eine Art berühmtes Zimmer für höchste Konferenzen. Konferenzraum, Zimmer 412 eben ...
-- Als Zimmernummer geht es durchaus. So wie es steht, scheint es aber Konferenzzimmer 412 zu sein - etwas zu viel des Guten. Einfach etwas umformulieren. "Sie betrat Zimmer 412, eines der ... Räume der europäischen Regierung (oder wie die sich immer nennen. Icon_wink )


Zitat:
Zitat:
Zitat:Frau Orthmann ließ sich in den letzten freien Collchore-Sessel sinken und richtete den Blick auf die Hologrammblüte, die in der Mitte des Tisches schwebend den Ruhemodus des Projektors darstellte.
-- Darüber bin ich gerade gestolpert. *g*
Was ist ein Collchore-Sessel? Ich kenn nur Kolchose. Icon_wink
Tja, hab ich erfunden *grins* Ich dachte, es müssen nicht allgemeinbekannte Marken sein Icon_wink
-- Das Problem bei diesen neuen Namen ist, dass du den Fokus des Lesers darauf lenkst. Er fragt sich, ist das wichtig, muss ich mir das merken? Eigentlich willst du aber nur sagen, dass sie in einen Sessel sinkt, von daher solltest du den Leser nicht durch solche Neuschöpfungen verwirren. Icon_wink

Zitat:
Zitat:
Zitat:„Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen, „wenden wir uns einem äußerst delikaten diplomatischen Thema zu.“
-- 1. Kennt sie den Mann nicht, oder warum hat er keinen Namen?
2. Was ist Miu Miu? Ein Pokemon wird er wohl kaum tragen?
3. Wissen die das Thema nicht?
1. Der bekommt seinen Namen noch.
2. Das ist eine Modemarke. Luxus pur.
3. Nein. Eine mehr oder weniger geheim eingerufene Krisensitzung ist meist ein spontanes Erlebnis für jene, die nicht als Behörde betroffen sind.
-- Ich würde dem Leser die wichtigen Personen gleich vorstellen, sonst denkt er, der weißhaarige Mann gehört noch Extra dazu. Gleich Senken, fertig, dann wissen wir- ah der ist wichtig, hat einen Namen. Icon_wink
-- Was Miu Miu angeht. Der Leser weiß nicht, was die Marke aussagt- hier gilt das gleiche wie mit dem Sessel. Zumindest wenn keiner Bezug darauf nimmt. Es könnte natürlich jemand den Anzug betrachten und sich was dazu denken. Dann würde es gehen, passt aber hier nicht so recht.
-- Ich würde die Leute zumindest grob informieren - ein kurzes Memo, denn unvorbereitet können sie ja nichts beitragen.

Zitat:
Zitat:
Zitat:Bestimmt, dachte Frau Orthmann, sind wir alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
-- Seltsamer Gedanke. Eher: Gott sei Dank, nicht schon wieder das verdammte Klima.
Da sie aber noch nicht wissen, worum es geht, finde ich die Erleichterung zu stark. Es könnte ja auch um einen Krieg gehen, Hungersnöte, Seuchen.
Sie weiß ja, worum es geht. Das oll mitunter auch damit ausgedrückt werden. Das Klima, dachte ich mir, spielt so verrückt/ schwierig, dass die Erleichterung eventuell angebracht ist. Na ja *grübel*
-- Ja, aber es wird nicht klar, dass alle bis auf sie erleichtert sind. Auch passt der Gedanke nicht, gerade, weil sie weiß, worum es geht. Wenn du in eine Mathestunde gehst, wirst du bei den ersten Zahlen auch nicht denken: "ach, gott seid Dank, der Lehrer macht kein Deutsch." - weil du ja weißt, was dich erwartet. Icon_wink

Zitat:
Zitat:
Zitat:Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so undiplomatisch anmutende Äußerung, die mit der indirekten Forderung zu tun haben könnte. Während einige neugierig die erste Seite aufschlugen, rührte sich Frau Orthmann keinen Millimeter – ihr hatte der Bericht schon vor einer Woche vorgelegen.
-- Wieder nicht nachvollziehbar:1. Sie kennt den Bericht, ist also auf dem laufenden. Das passt nicht zu den Reaktionen vorher.
2. Das sind 124 Seiten und die sollen die anderen erst JETZT lesen. Das ist doch keine Lesestunde, sondern eine Konferenz.
3. Sagst du, sie wendet sich dem Bericht zu, dann lässt sie ihn aber doch links liegen.
4. Wir sind in Europa, wer sind die Irossen? Wäre nett, wenn da eine Info käme.
5. Welche Foderung. "der Forderung" klingt bestimmt, also ist bekannt, was sie wollen. Uns aber nicht.
Welche Reaktionen genau meinst du? Dann kann ich das ändern. Sie weiß ja Bescheid, weil es unmittelbar mit ihrer Behörde zu tun hat.
2. Die nehmen den, dachte ich mit nach Hause. Mir fällt aber gerade auf, dass das auch irgendwie kaum schlüssig ist. HmVielleicht, damit die nicht "nein" sagen? *blinzel* Hm.
3. Siehe ja unten.
4. Wird erklärt. Gleich danach. Das halte ich für ausreichend, eigentlich.
5. Siehe ebenfalls unten.
Tja, das war es ...
-- Reaktion: Weiter oben steht, was ich meine. Sie kennt den Bericht, daher keine Erleichterung ihrerseits, andere Gedanken, auch steht im Text, dass sie sich dem Bericht zuwendet. Dann etwas später rührt sie keinen Finger, weil sie den Bericht kennt. Wie sieht dann die Zuwendung aus?

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:„Irossa“, fuhr Vorsitzender Senken unbeirrt fort, „ist ein äußerst einflussreicher Planet, das brauche ich wohl keinem zu erzählen. Und Botschafter Orvan-Soans Andeutungen lassen auf dortige Unzufriedenheit schließen.“
-- Ah, das erklärt Frage 3. Statt das in den Text einzubauen, würde ich das über die wörtliche Rede vermitteln. Das wirkt aktiver und zudem muss der Leser dann nicht zu viel über den Inhalt langweiliger Berichte lesen. Icon_wink
... das ist doch wörtliche Rede *wunder*
-- Ja, hier finde ich es auch gut. Ich würde das davor, wo Frau O. über den Bericht nachdenkt weglassen. Fang doch gleich mit den Irossen an. So a la: Sie alle wissen, von unserem Problem mit den Irossen. Info Planet. Nun neues Problem. Aber wir haben schon eine Lösung.
Du schreibst immer erst Sachen (Die Forderung, die Irossen) und dann erklärst du sie. Das könnte man verknüpfen. Auch durch Gedanken von Frau O. zum Beispiel.

Zitat:Bei all dem Regierungskram kann sie doch nicht auch noch einen Lehrstuhl ausfüllen. Ich dachte, dass sie Richterin an irgendeinem hihen Gericht ist. Das wäre ein Doktor jur., aber immerhin ein Doktor. Und die Namen - ähm, was soll mit denen sein? *hilflos guck* Theresa gehört zu einer Reihe von Namen, die ich reinpacken wollte, weil es, nu ja, Bekannte von mir sind, und Michelle passte zu dem Namen Torlee, den ich gut kenne.
-- Theresa und Michelle sind die Protagonistinnen meines Romans, dessen erstes Kapitel hier zu finden ist. Tauchen beide irgendwo auf, auch noch zusammen, finde ich das immer sehr ... seltsam. Icon_wink

Sodele, ich hoffe ich konnte alle Klarheiten beseitigen. *g*

LG und bis demnächst
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #5 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Sanya bha, Addi!

Angstanfälle sind unbegründet - obwohl ich es bin, geht es nicht nur ums Essen *grins*

Zitat:
(14-08-2010, 18:28)Adsartha schrieb:
Zitat:Tja, das war mehr oder weniger ein Arbeitskapiteltitel (nettes Wort *grins*), mal sehen, was sich findet. Vielleicht etwas wie "Projekt Macht" oder so?
-- "Projekt Macht" klingt auf jeden Fall besser - nicht so ausgelutscht.
Okay.

Zitat:
Zitat:Wie genial - ich darf es übernehmen, oder? *bettel*
-- Na gut. Ich bin ja nicht so. Icon_ugly
Macht 20 Euro pro Satz. Icon_lachtot
Ich habe gerade nur imaginäre Euronen, das geht doch sicher auch Mrgreen

Zitat:
Zitat:Ich wollte einen deutschen Namen. Und die zu erfinden/ finden bin ich erbärmlich schlecht. Das finden übrigens die Figuren Robin Beserberg und Lea Scherenbaum, sowie Jonas Nick und Admiral Christoph Flusser auch *seufz*
Und es ist ein gdurchsichtiger Tunnel. Irgendwie war das für mich nie eine Frage *wunder*
-- Wenn es an Namen magelt suche im Netz immer nach Namenslisten - die sind sehr hilfreich.
-- Das mit dem Tunnel würd ich aber schon deutlich machen. Für mich sind Tunnel immer unterirdisch, ganz besonders Fußgängertunnel. Vielleicht könnte man das umformulieren in Röhre oder so. Hm.
Beliebt sind bei mir auch die Statistennamen aus den Credits der unbekannten Filme *schmunzel*
Röhre klingt gar nicht schlecht ... Obwohl, irgendwie so nach Rattenexperiment *grübel*

Zitat:-- Wie gesagt, ich würde das alles weglassen. Ihre Kleidung ist nicht so wichtig und wie hoch ihre Position sowie ihr voller Name passen wirklich exzellent auf die Szene mit dem Computer - das ist wahres show, don't tell.
Auch gut ... Tja, dann mach ich das wohl so.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Admirälin.
-- Oh Gott!
Weil der Name einfach so geschrieben wird oder weil sie so heißt? Lacht nicht über den Namen Martha: eine arme Bekannte muss ihn als Siebzehnjährige tragen ...
-- Weil sie so heißt. Nur weil Leute so heißen, muss man das ja nicht seinen Figuren antun. Icon_wink
Sei lieber froh, dass ich sie nicht mit irgendwelchen Extraterristischen Namen bedenkt habe und sage: Wieso, Zukinft :D Nein, schon gut.

Zitat:
Zitat:Das habe ich dann auch geändert *schmunzel* Aber mein Kopfkino spielt gerade vor, wie sie ohne abbiegt und das Gehirn andere Wege schwebt ... *help*
-- *lach* Ja, das wär doch mal was.
Sag so etwas nicht uz mir, sonst schreib ich meine eigene Parodie *lach*

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
-- Stützfeld? Damit die nicht hintenüber fallen, oder wie? Icon_confused
Salopp ausgedrückt: Damit keiner Stolpernder sich die Nase bricht.
-- So etwas praktisches gibt es in der Zukunft? Toll!
Ja. Es glänzt nicht nur alles silber, sondern es gibt auch Pragmatiker unter den Erfindern *schmunzel* Na ja, ich bräuchte so etwas sicher oft ... *grins*
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat: Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts, die in eiligster Geschwindigkeit kreuz und quer durch das Gebäude fuhren.
-- ?? Wie schreitet man "unspannend" und was sollte sie denn sonst tun? Und wie definierst du "eiligste" Geschwindigkeit. Wieder so ein Superlativ.
"normal" wäre vielleicht passender - vielleicht hätte man irgendwelche besonderen Beamer erwartet?
-- Nö, ich würd einfach schreiben, wie sie unbehelligt zu den Lifts geht und fertig.
Oh. Okay.

Zitat:
Zitat:Ich höre und gehorche - ich habe von solchen Dingen kaum eine Vorstellung, irgendwie, und habe die nächstbeste bedeutungsschwangere Zahl genommen. Tja, aber 412 dachte ich als Zimmernummer einfach. So eine Art berühmtes Zimmer für höchste Konferenzen. Konferenzraum, Zimmer 412 eben ...
-- Als Zimmernummer geht es durchaus. So wie es steht, scheint es aber Konferenzzimmer 412 zu sein - etwas zu viel des Guten. Einfach etwas umformulieren. "Sie betrat Zimmer 412, eines der ... Räume der europäischen Regierung (oder wie die sich immer nennen. Icon_wink )
Das ist dann wohl besser verständlich, da hast du recht.


Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:Frau Orthmann ließ sich in den letzten freien Collchore-Sessel sinken und richtete den Blick auf die Hologrammblüte, die in der Mitte des Tisches schwebend den Ruhemodus des Projektors darstellte.
-- Darüber bin ich gerade gestolpert. *g*
Was ist ein Collchore-Sessel? Ich kenn nur Kolchose. Icon_wink
Tja, hab ich erfunden *grins* Ich dachte, es müssen nicht allgemeinbekannte Marken sein Icon_wink
-- Das Problem bei diesen neuen Namen ist, dass du den Fokus des Lesers darauf lenkst. Er fragt sich, ist das wichtig, muss ich mir das merken? Eigentlich willst du aber nur sagen, dass sie in einen Sessel sinkt, von daher solltest du den Leser nicht durch solche Neuschöpfungen verwirren. Icon_wink
Gut. Aber den Miu Miu unten gibt es wirklich.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:„Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen, „wenden wir uns einem äußerst delikaten diplomatischen Thema zu.“
-- 1. Kennt sie den Mann nicht, oder warum hat er keinen Namen?
2. Was ist Miu Miu? Ein Pokemon wird er wohl kaum tragen?
3. Wissen die das Thema nicht?
1. Der bekommt seinen Namen noch.
2. Das ist eine Modemarke. Luxus pur.
3. Nein. Eine mehr oder weniger geheim eingerufene Krisensitzung ist meist ein spontanes Erlebnis für jene, die nicht als Behörde betroffen sind.
-- Ich würde dem Leser die wichtigen Personen gleich vorstellen, sonst denkt er, der weißhaarige Mann gehört noch Extra dazu. Gleich Senken, fertig, dann wissen wir- ah der ist wichtig, hat einen Namen. Icon_wink
-- Was Miu Miu angeht. Der Leser weiß nicht, was die Marke aussagt- hier gilt das gleiche wie mit dem Sessel. Zumindest wenn keiner Bezug darauf nimmt. Es könnte natürlich jemand den Anzug betrachten und sich was dazu denken. Dann würde es gehen, passt aber hier nicht so recht.
-- Ich würde die Leute zumindest grob informieren - ein kurzes Memo, denn unvorbereitet können sie ja nichts beitragen.
Okay, verstanden.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:Bestimmt, dachte Frau Orthmann, sind wir alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
-- Seltsamer Gedanke. Eher: Gott sei Dank, nicht schon wieder das verdammte Klima.
Da sie aber noch nicht wissen, worum es geht, finde ich die Erleichterung zu stark. Es könnte ja auch um einen Krieg gehen, Hungersnöte, Seuchen.
Sie weiß ja, worum es geht. Das oll mitunter auch damit ausgedrückt werden. Das Klima, dachte ich mir, spielt so verrückt/ schwierig, dass die Erleichterung eventuell angebracht ist. Na ja *grübel*
-- Ja, aber es wird nicht klar, dass alle bis auf sie erleichtert sind. Auch passt der Gedanke nicht, gerade, weil sie weiß, worum es geht. Wenn du in eine Mathestunde gehst, wirst du bei den ersten Zahlen auch nicht denken: "ach, gott seid Dank, der Lehrer macht kein Deutsch." - weil du ja weißt, was dich erwartet. Icon_wink
Ich fnad das klang nach: "Sicher sind sie auch froh, dass ..." Aber das ist wirklich zweideutig, stimmt.

Zitat:
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Zitat:Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so undiplomatisch anmutende Äußerung, die mit der indirekten Forderung zu tun haben könnte. Während einige neugierig die erste Seite aufschlugen, rührte sich Frau Orthmann keinen Millimeter – ihr hatte der Bericht schon vor einer Woche vorgelegen.
-- Wieder nicht nachvollziehbar:1. Sie kennt den Bericht, ist also auf dem laufenden. Das passt nicht zu den Reaktionen vorher.
2. Das sind 124 Seiten und die sollen die anderen erst JETZT lesen. Das ist doch keine Lesestunde, sondern eine Konferenz.
3. Sagst du, sie wendet sich dem Bericht zu, dann lässt sie ihn aber doch links liegen.
4. Wir sind in Europa, wer sind die Irossen? Wäre nett, wenn da eine Info käme.
5. Welche Foderung. "der Forderung" klingt bestimmt, also ist bekannt, was sie wollen. Uns aber nicht.
Welche Reaktionen genau meinst du? Dann kann ich das ändern. Sie weiß ja Bescheid, weil es unmittelbar mit ihrer Behörde zu tun hat.
2. Die nehmen den, dachte ich mit nach Hause. Mir fällt aber gerade auf, dass das auch irgendwie kaum schlüssig ist. HmVielleicht, damit die nicht "nein" sagen? *blinzel* Hm.
3. Siehe ja unten.
4. Wird erklärt. Gleich danach. Das halte ich für ausreichend, eigentlich.
5. Siehe ebenfalls unten.
Tja, das war es ...
-- Reaktion: Weiter oben steht, was ich meine. Sie kennt den Bericht, daher keine Erleichterung ihrerseits, andere Gedanken, auch steht im Text, dass sie sich dem Bericht zuwendet. Dann etwas später rührt sie keinen Finger, weil sie den Bericht kennt. Wie sieht dann die Zuwendung aus?
... hm. Draufgucken? *grübel*

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Zitat:[quote]„Irossa“, fuhr Vorsitzender Senken unbeirrt fort, „ist ein äußerst einflussreicher Planet, das brauche ich wohl keinem zu erzählen. Und Botschafter Orvan-Soans Andeutungen lassen auf dortige Unzufriedenheit schließen.“
-- Ah, das erklärt Frage 3. Statt das in den Text einzubauen, würde ich das über die wörtliche Rede vermitteln. Das wirkt aktiver und zudem muss der Leser dann nicht zu viel über den Inhalt langweiliger Berichte lesen. Icon_wink
... das ist doch wörtliche Rede *wunder*
-- Ja, hier finde ich es auch gut. Ich würde das davor, wo Frau O. über den Bericht nachdenkt weglassen. Fang doch gleich mit den Irossen an. So a la: Sie alle wissen, von unserem Problem mit den Irossen. Info Planet. Nun neues Problem. Aber wir haben schon eine Lösung.
Du schreibst immer erst Sachen (Die Forderung, die Irossen) und dann erklärst du sie. Das könnte man verknüpfen. Auch durch Gedanken von Frau O. zum Beispiel.
Okay, jetzt habe ich verstanden.

Zitat:
Zitat:Bei all dem Regierungskram kann sie doch nicht auch noch einen Lehrstuhl ausfüllen. Ich dachte, dass sie Richterin an irgendeinem hihen Gericht ist. Das wäre ein Doktor jur., aber immerhin ein Doktor. Und die Namen - ähm, was soll mit denen sein? *hilflos guck* Theresa gehört zu einer Reihe von Namen, die ich reinpacken wollte, weil es, nu ja, Bekannte von mir sind, und Michelle passte zu dem Namen Torlee, den ich gut kenne.
-- Theresa und Michelle sind die Protagonistinnen meines Romans, dessen erstes Kapitel hier zu finden ist. Tauchen beide irgendwo auf, auch noch zusammen, finde ich das immer sehr ... seltsam. Icon_wink
Tja, da schäme ich mich fast, dass ich noch so wenig von dir gelesen habe. Ich kenne diesen Anfang gar nicht *augenbraue hochzieh* Das ist wirklich ein Zufall. Aber die beiden von mir kommen eher nicht mehr so vor. Doch, die Theresa ein bisschen.

Lieben Dank und viele Grüße,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #6 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Heyho Trinity!

Was ist denn »Nicht schlecht, aber scheiße« für eine Option? Mrgreen Entweder nicht schlecht ODER scheiße, beides zugleich geht ja nun nicht.
(Die Klugscheißerei des Tages wurde Ihnen präsentiert von Lanna-Entertainment)

*hust*
Eigentlich müsste ich ja erstmal in der Fantasy-Rubrik arbeiten, aber weil ich grad sowieso hier im Bereich bin, häng ich deinen Teil 0 an, und stelle mir die erste Frage: Warum 0 und nicht 1?

Zitat: Die hohe Kunst der Diplomatie
»Duplomatie« ? Icon_ugly
Ich find die Werbung so furchtbar grässlich, da ist dieser Verleser eher negativ *lach*

Zitat: während sie durch die Fußgängertunnel eilte.
Die Fußgängertunnel verbinden die einzelnen Kuppeln? In Anbetracht der späteren Erkärung zu Frau Othmanns Wichtigkeit hätte ich eher erwartet, dass sie mit einem Fahrzeug unterwegs ist, denn so ein »Bezirk« ist ja normalerweise recht groß und zu Fuß ist man in Berlin bestimmt lange unterwegs. Natürlich fehlen für eine genaue Vorstellung die Maße der Kuppel, aber die Hauptkuppel hatte ich mir schon ziemlich groß vorgestellt, weil sie ja alles wichtige enthalten muss, wenn die anderen nur »Neben«-Bezirke sind. Selbst bei einem Kuppeldurchmesser von nur 2 oder 3 Kilometern ist man ja dicke 20 Minuten zu Fuß unterwegs, um die Kuppel einmal zu durchqueren. Dass es in der Zukunft keine Transportmittel mehr gibt, kann ich mir nicht vorstellen. U-Bahn bietet sich ja an, wenn die Oberfläche so lebensfeindlich ist. Und da gibt es dann bestimmt auch ein privates Schienennetz für VIPs, wenn ansonsten keine Autos oder sowas vorkommen. Dass die wichtigste Frau des Planeten (so in etwa *lach*) zu Fuß durch halb Berlin rennt, kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
(da sie durch mehrere Fußgängertunnel eilt, muss sie vermutlich über mehrere Nebenbezirke und ist in meinem Kopf demenstprechend lange unterwegs)

Zitat: Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.
Naja, aber grad die mächtigen Menschen sind ja nun nicht für ihre modische Auffälligkeit bekannt. Barak Obama würde durch seine Kleidung auch niemandem auffallen, ebenso die werte Frau Merkel. Und Macht mit Wissen gleichzusetzen (also ich muss mich auskennen, weil ich Macht haben) ... klingt zumindest in Bezug auf unsere Zeiten sehr idealisiert. Wissen haben die Wissenschaftler, die überhört werden, wenn eine Lobby nur laut genug schreit. Aber gut, das kann sich in Zukunft ja ändern – hier stehen mir nur zu viele Sachen in Bezug, die für mich keine Selbstverständlichkeit sind.
(Sie weiß Bescheid, weil sie Macht hat und die Macht hat sie, obwohl sie keinen Modegeschmack hat und trotzdem erkennt niemand sie)

Zitat: eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas. Damit bog sie mit dem Tunnel nach links
Ich frag mich, was die armen Teufel an dieser Stelle machen, die kein solch tolles Gehirn haben. Können die nicht links abbiegen? Mrgreen
Nein, jetzt mal etwas konstruktiver:
Die Erzählperspektive ist nicht mein Fall (allwissender Erzähler) und Frau Othmann mag ich irgendwie auch nicht. Woran genau das liegt, kann ich nicht so genau sagen; vielleicht die Kategorie Mensch, die sie darstellt. Macht, VIP, hyperintelligent ... nicht unbedingt meine Favoriten *lach*

Zitat: Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
*lach* Lass mich raten: Du bist früher mal schlimm eine Treppe runtergefallen und hast seitdem ein Treppensturztrauma *grins*
In »Das letzte Mittel« war doch auch so ein Energiefeld? Aber wer sich solchen Schnickschnack leisten kann, hat doch sicher auch andere Fortbewegungsmittel als per pedes?

Zitat: und beobachtete die PRogrammprotokolle.
das »R« bei »Programm« ist dir groß geraten.

Zitat: Wellenmuster ihres ins Handgelenk implizierten Chips aufnahm
also »implizieren« ist falsch ... falls du »implementieren« meinst, finde ich das auch nicht 100% passend, weil es sich so stark auf Software bezieht. Eventuell »implantieren«?

Zitat: Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts,
Wo soll sie denn sonst hinschreiten? Also könnte sie sich dank ihrer Bevollmächtigung auch einen Raketenanzug nehmen und durch das Gebäude fliegen? Normalerweise ist ja nicht de Bewegung zu einem geheimen Bereich hin das Spannende, sondern der geheime Bereich ansich.
»unspannend« find ich übrigens ziemlich hässlich, so als Wort. Und im Prinzip heißt es »langweilig«, aber als Autor sollte man nicht selbst über seine Geschichte oder einzelne Szenen sagen, dass sie »langweilig« sind, denn das sollte der Leser selbst entscheiden dürfen.

Zitat: Nur sieben Minuten später betrat sie als letzte den Konferenzraum Nummer 412.
»Nur« sieben Minuten? Aktuell der schnellste Aufzug macht 9m/s (Korrektur: Der im Taipei-Tower macht 16,8m/s aufwärst und 10m/s abwärts), das wären in 7 Minuten 3780 m, also 3,7 km, die mir wahnsinnig viel vorkommen, für ein Regierungsgebäude.

Zitat: Konferenzraum Nummer 412. Der Gebäudekomplex umfasste mehr als zweihundert solcher Treffpunkte,
Werden bei der Durchnummerierung Primzahlen rausgenommen oder sowas? Mrgreen
Also wenn der eine Konferenzraum die Nummer 412 hat, gehe ich von mindestens 412 Konferenzräumen im Gebäude aus.

Zitat: „Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen,
*lach* Ich dachte zuerst, MiuMiu wäre eine Sprache und fragte mich, was das »perfekt sitzendem« zu bedeuten hätte *grins* Mein Denkfehler war: »begann ein weißhaariger Mann in perfekt[em Englisch] zu sprechen« ... es wäre die gleiche Formulierung und der Zusammenhang Sprache – sprechen ist weit schneller hergestellt als Sprache – Kleidung. Aber jetzt geh ich erstmal nachschlagen, was ein Miu Miu ist (*nur Mew von Pokemon kenn* *hoff, dass der Weltenwanderer das hier nicht liest*)
Modelabel von Prada. Aha. Er trägt also einen Prada-Anzug?
Ich bin kein Modekenner, aber ich behaupte mal, Prada, Versage und Co wird es in 300 Jahren nicht mehr geben. Trägt ja auch niemand mehr die stilische Hochinquisitorrobe von »Burning Heretics« Icon_ugly
Warum hat er nicht einfach einen perfekt sitzenden Anzug an?

Zitat: mit demselben ausdruckslosen Gesicht lauschten
dasselbe = ein und dassselbe -> hier wäre also nur EIN Gesicht für 12 Personen zuständig.
das gleiche = unbestimmte Anzahl an Gesichtern, die alle gleich aussehen.

Zitat: sind wir alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
Warum sind Klima-Spezialisten für diplomatische Angelegenheiten zuständig? In dem Bereich haben die doch gar keine Kompetenzen?

Zitat: Ihre Gedanken galten kurz den Sturm-Daten, die sie kurz zuvor erhalten hatte,
Ich würde raten, die Sturmdaten entweder zu spezifizieren (sind die Sturmdaten interessant, weil sich was ändert, sind sie immer gleich bleibend, sind sie besorgniserregend?) oder rauszunehmen, da der Satz, so wie er hier ist, dem Leser eigentlich nichts sagt.

Zitat: Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so undiplomatisch anmutende Äußerung, die mit der indirekten Forderung zu tun haben könnte.
?
Da es hier – vermute ich – um das Kernthema des Abschnitts geht, würde ich etwas genauer werden. Der Botschafter hat undiplomatisch »anmutende« Äußerungen getan? Sie sind also eigentlich gar nicht undiplomatisch? Und welche indirekte Forderung? Und was haben Klima-Spezialisten damit zu tun?

Zitat: rührte sich Frau Orthmann keinen Millimeter – ihr hatte der Bericht schon vor einer Woche vorgelegen.
Den anderen nicht? Warum nicht? Ist doch praktisch, wenn alle Teilnehmer einer Konferenz auf dem gleichen Wissensstand sind. Und wenn Frau Orthmann den Bericht eh kennt, hätte der Albert ja nicht auf ihr Erscheinen warten müssen, um die Konferenz zu beginnen.

Zitat: „Wollt Ihr etwas dazu sagen, Euer Ehren?“, fragte Senkekn formhalber.
Ist das »Ihr« Absicht? Liest sich in SciFi immer etwas altertümlich

Zitat: „Weshalb wir langsam mal mit mehr reagieren sollten als Händeschütteln mit Asien, Amerika und Afrika.“
Klingt etwas zu salopp für so einen wichtigen Mann: »langsam mal mit mehr« ... vielleicht:
»Weshalb wir dringend weitreichendere Schritte einläuten sollten als uns auf das ständige Händeschütteln mit Asien, Amerika und Afrika zu verlassen« oder sowas?

Zitat: >Ein wundervoller Beginn für Einigkeit, für alle Menschen mit wertvollem Wissen verbunden.<“, zitierte Frau Orthmann ohne einen Blick in die Seiten. Die Richterin sah fragend zu Senken auf. Der nickte.
Die hier: < und > sind keine Anführungszeichen. Einfache deutsche Anführungszeichen sind ‚ ‘ oder französische über Tastenkombination (siehe auch hier )› ‹ , wobei ich deutsch und französisch nicht mischen würde.
Inhaltlich frage ich mich hier: »Hä?«
Die Richterin liest in der Akte, der Vorsitzende liest ein Stück vor, wird von Frau Orthmann unterbrochen, die ihr perfektes Gedächtnis präsentieren muss und einfach mal frei etwas zitiert, was wiederum der Vorsitzende erst in seiner Richtigkeit bestätigen muss, obwohl die Richterin es doch auch gerade liest?
Ich verstehe hier nicht ganz, was Frau Orthmanns Rezitation bezwecken soll.
Und ich weiß noch immer nicht, warum die Klima-Experten über Diplomatie diskutieren und was überhaupt das konkrete Problem ist.

Zitat: woraufhin der Blüte einem Logo wich
»die«

Zitat: die Behörde für interspezische Kommunikation
»interspezisch« klingt merkwürdig. Kommunikation zwischen den Spezies ... hm ... was Besseres fällt mir da grad aber auch nicht ein
Und wieso zeigt er da auf Frau Orthmann. Ich dachte, sie wäre Klimaforscherin?

Zitat: haben wir kein gemeinsames Raumfahrtprojekt
Wo kommt die Raumfahrt jetzt her? Es ging doch um Kommunikation zwischen den Völkern?

Zitat: Das Projekt 'Völkerbund' arbeitete bislang im biologisch-genetischen Bereich.
Und nun noch Genetik ...
Also ich würde dir ganz dringend raten, die Besprechnung auf ein Thema zu reduzieren. Im Moment wirkt es so, als würdest du alle wichtigen Informationen um den Hintergrund hier reinquetschen wollen. Dazu später nochmal ein allgemeiner Kommentar

Zitat: mit den vollkommen schwarzen, großen Augen und der fast im Gesicht verschwindenden Nase der Irossen. Der Körperbau war in die Länge gezogen, wenn auch nicht so extrem wie bei einem Vollblutirossen.
Mein erster Gedanke war »Avatar« *grins*
Vor allem die großen Augen und das »in die Länge gezogen«

Zitat: und schob den Oberkörper auf dem Tisch ein Stück vor.
Der liegt auf dem Tisch? Mrgreen Besser fände ich: »und beugte sich ein Stück weiter vor«, weil es doch genau das ist, was du beschreibst, oder?


Hm ... hmhm ...
Also ich als Teilzeit-SciFi-Leserin bin wenig begeistert von dem Text. Aber ich versuche es mit Struktur Icon_smile

1. Perspektive
Klar, ist Geschmackssache, meins ist es nicht. Die Betitelung Frau Orthmanns als »Frau Orthmann« hat mir gar nicht zugesagt, weil es wirklich große Distanz schafft. Bei meinem eigenen aktuellen SciFi Projekt nutze ich Nachnamen, allerdings dann ohne Herr/Frau bzw. Mr./Mrs. davor, was bei Orthmann nur wegen dem »mann« etwas befremdlich klingen würde. Hieße die gute Frau »Schmidt«, würde ich ein »Schmidt« tatsächlich dem »Frau Schmidt« vorziehen. Allerdings weiß ich nicht, warum du nicht einfach »Teresa« schreibst.

2. Roter Faden
Den konnte ich nicht entdecken. Erst spät schneidest du das eigentliche Thema an, das auch Hauptthema zu sein scheint: Der Mischling und das Raumfahrtprojekt. Nur dieses Thema würde ich innerhalb der Sitzung aufgreifen.
Am Anfang glaubt man, des geht ums Klima. Dabei weiß Frau Orthmann, der wir über die Schulter gucken, doch sowieso schon, worum es geht. Alles Blabla drum herum ist also in die Irre führend.
Dann schwenken wir auf Diplomatie, aber auch darum geht es nicht, das ist nur der Auslöser.
Dann wird kurz die Raumfahrt erwähnt, aber direkt fallen gelassen, um auf Genetik zu schwenken. Frau Orthmann, die schon Klima- und Diplomatie-Expertin ist, wird auch noch zur talentierten Genetikerin mit Führungspotenzial. Und DANN kommt das eigentliche Thema: Ein europäisches Schiff mit einem Mensch-Irossen-Kapitän, um Europa an die Spitze einer Weltregierung zu setzen. DARUM sollte es in der Besprechung gehen. Nicht um irossische Botschafter, nicht um erleichterte Politiker, dass es keine Klimakrisensitzung ist, sondern um die Faszination, die Erleichterung, die Macht, die der Erfolg dieses Projektes mit sich bringt.

3. Personenkonstellation
Ich weiß nicht, ob diese Sitzung das beste Setting ist, um die Geschichte zu beginnen. Du hast neben Frau Orthmann, dem Senken, der Richterin und dem Italiener zahlreiche gesichts- und namenlose NSC, die keine Rolle spielen, sich nicht einmal zu Wort melden. Statisten im Hintergrund ohne Text.
Die wenigen Personen, die du hast, kann ich nicht so recht unter einen Hut bringen.
Der Vorsitzende – klar, er ist der Vorsitzende.
Die Richterin ... was macht eine Richterin auf einer Besprechnung, von der alle vermuten, es wäre eine Klimakrisensitzung? Warum ist sie anwesend?
Der Italiener, Ministral für Sicherheit – welche Sicherheit? Innere, Staat, Privatunternehmen, Geheimhaltung, BND, Militär, Secret Service? Und warum ist er da?
Frau Orthmann – welche Rolle spielt sie? Was ist ihr Fachgebiet, welche Position hat sie inne?

Mein spontaner Vorschlag wäre, dass du zur Einführung des Themas das Gespräch nimmst, das Frau Orthmann und Herr Senken VOR dieser Konferenz geführt haben. Sie hat die Akte ja schon länger und kennt die Ansprache vom Senken. Das heißt, die beiden werden schon drüber geredet haben.

4. Deine Fragen
Macht der Polog neugierig?
Jein. Als das Thema endlich klar wurde, hattest du mein Interesse, aber bis dahin dauert es zu lange. Die »Heimlichtuerei« schadet mMn eher, als dass sie nützt. Komm direkt zum Punkt, spar dir unnötige Statisten ein, sag klar, worum es geht.
Wenn du reine Fakten drin haben möchtest, kannst du ja auch Ausschnitte aus dem Bericht zitieren, die den Leser wissen lassen, worum es geht.
Ist die Sicht in Ordnung?
Falls du die Perspektive meinst: Mir hat sie nicht gefallen, weil es nichts halbes und nichts ganzes ist. Für Personal ist sie viel zu distanziert, für auktorial ist mMn zuviel Wertung durch Orthmanns Augen drin. Aber mit der allwissenden kenn ich mich eh nicht aus
Ist die Zukunftsbeschreibung einigermaßen glaubhaft?
Schwierig. Mir fehlt der Grund, warum Orthmann zu Fuß unterwegs ist, die Zeitangabe beim Lift fand ich zweifelhaft, und die Tatsache, dass sich die Mode offenbar nicht weiterentwickelt hat. Hologramme sind ja SciFi-Standard, auch die unbewohnbare Welt finde ich nett, die daraus entstandenen Kuppeln über Städten und Kontakte zu Außerirdischen. Halb halb also *lach*
Findet man sich zurecht?
Ich werd in 10 Minuten nicht mehr wissen, welche Person welchen Standpunkt in der Diskussion hatte, dafür war das Blabla zu gleichtönig. Und ich würd mir mehr Klarheit wünschen, weniger halbgare Andeutungen, eine genauere Aufgaben-Einteilung bei den Beteiligten. Ist Frau Orthmann nun Klima-Forscherin, Diplomatin, Biologin, Leiterin eines biologischen Instituts, Admirälin der Raumfahrt oder mächtigste Frau der Welt? Alles geht nicht.
Findet ihr diesen Schreibstil (ich sage mal: Im Stil von Anthony Horowitz, am ehesten), sprich: mit den konkreten Nummern, den Namen, den auktorialen Ansätzen, in Ordnung?
Dazu ja schon oben ... Anthony Horowitz kenn ich nicht.
Die Nummern fand ich nicht schlimm, hab aber auch grade ein Buch hinter mir, in der in einer Perspektive ständig konkrete Zahlen kamen, weil die Perspektivenperson einen Zahlentick hat und bin daher abgehärtet *lach*
Die Namen fände ich auch in Ordnung, wenn sie individuellen Persönlichkeiten zugeordnet wären. Im Moment wirken alle Personen außer Orthmann und Senken allerdings nur, als wären sie da, um Fragen zu stellen und Dinge zu sagen. Sie haben keinen Charakter.

5. Die Konferenz
Worüber genau soll da diskutiert werden, wenn keiner der Teilnehmer (außer Frau Orthmann) überhaupt weiß, worum es geht? Die Leute müssen sich doch vorbereiten, sich informieren können usw. Wenn sie spontan einberufen wurde, muss es dafür einen Grund geben (und Frau Orthmann kannn den Grund nicht shcon ne Woche vorher wissen, sonst ist es nicht spontan), oder es geht gar über Telefonschaltung, wenn es gar so dringend ist. Auch das Anfangsblabla fand ich eher irritierend. So ein Vorsitzender plaudert ja nicht um den heißen Brei, der fängt gleich an mit:
»Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen mit Stolz verkünden, dass das Projekt Völkerbund einen Erfolg vermelden kann. Unser irossisch-menschlicher Mischling wird dafür sorgen, dass Europa in Zukunft die Geschicke der ganzen Welt lenken wird.« oder so ein Schmonz *grins*
Oder, wenn keiner der Beteiligten davon Ahnung hat (wobei es ja keine wichtigen Leute sein können, wenn sie über ein solch umfangreiches Projekt keine Ahnung haben), er wird die Grundlagen darlegen:
»Meine Damen und Herren, wie einige von ihnen vielleicht wissen, arbeiten die besten Wissenschaftler Europas im Projekt Völkerbund an der Erschaffung eines irossisch-menschlichen Mischlings. Nun endlich ist es uns gelungen *blabla*)
Diese ganze Info über Irossa, Moral, Unruhen ... das sind doch Themen, die WICHTIGEN Führungspersonen auf der Erde bekannt sein dürften. Ist also Leserinfo pur.


Ja ... viel gemeckert *lach* Aber bei SciFi ist es bei mir – anders als bei Fantasy – recht simpel: Entweder es gefällt mir, oder es gefällt mir nicht.
Von der Idee her finde ich deine Geschichte gut, das Thema Mischling (auch wenn ich die ganze Zeit Avatar im Hinterkopf habe) ist spannend, bietet viel Raum für Entwicklung.
Den Einstieg mit dieser merkwürdigen Konferenz finde ich allerdings weniger geeignet. Man wird als Leser in eine sowieso schon unbekannte Welt geworfen, mit ein paar Problemen konfrontiert, mit ein paar Neuerungen, und dann muss man sich in der Konfernz auch noch selbst aussuchen, was davon nun Story-relevant ist und was nicht.
Ich würde mich, wie gesagt, erstmal auf das Hauptthema beschränken und die anderen Infos in anderem Rahmen unterbringen. Versuch, möglichst wenig Wischi-Waschi, sondern klare Aussagen über das Geschehen:
Wenn Frau Orthmann weiß, dass die anderen Anwesenden ahnungslos sind, dann erwähne das, am besten begründet:

»Die anderen Teilnehmer wussten noch nichts von den hochbrisanten Informationen, wirkten teils mürrisch, weil sie dermaßen unvorbereitet zu dieser Sitzung hatten erscheinen müssen. Vielen stand die Sorge ins Gesicht geschrieben, ein weitere Krisensitzung über das Klima ausstehen zu müssen [wobei ich mich wirklich frage, warum bei Klimakrisensitzungen die gleichen Leute gerufen werden, die auch erscheinen, wenn es um Raumfahrtprojekte geht]. Einige überflogen bereits die vorbereiteten Informationsmappen und Richterin Torlee zog sogar überrascht die Augenbrauen hoch. Vermutlich las sie gerade von den Erfolgen, die das Projekt Völkerbund erzielt hatte.
Zufrieden richtete Frau Orthmann ihre Aufmerksamkeit auf den Vorsitzenden, als dieser sich erhob und mit einem Räuspern seine Betgrüßung ankündigte.«

Und dann eben direkt zu den wichtigen Sachen, dass Europa mit den Irossen zusammenarbeiten kann und so.

Oder eben einen ganz anderen Rahmen für die Einführung wählen, ein privates Gespräch oder gar eine Szene im Labor, wo Frau Orthmann die Erfolgsmeldung bekommt.

Trotz der vielen Kritik hoffe ich, dass du mit meinem Kommentar was anfangen kannst. Nimm dir raus, was du brauchen kannst, tritt den Rest in die Tonne. Viel ist Geschmackssache – ich persönlich mag einfach klare Töne in einem ansonsten unvertrauten Umfeld lieber. Andere mögens lieber kryptisch Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #7 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Hallo Lanna,

(05-09-2010, 12:21)Lanna schrieb: Was ist denn »Nicht schlecht, aber scheiße« für eine Option? Mrgreen Entweder nicht schlecht ODER scheiße, beides zugleich geht ja nun nicht.
(Die Klugscheißerei des Tages wurde Ihnen präsentiert von Lanna-Entertainment)
Ich empfehle den auszugsweisen Kosum des Hörbuchs "Fieses Mobbing in 11 leichten Lektionen", um diesen zugegeben vulgären und simplen Wortwitz mindestens verstehen, wenn nicht sogar "überlachen" zu können ...
Zitat:Eigentlich müsste ich ja erstmal in der Fantasy-Rubrik arbeiten, aber weil ich grad sowieso hier im Bereich bin, häng ich deinen Teil 0 an, und stelle mir die erste Frage: Warum 0 und nicht 1?
Die Frage wäre eher: Prolog oder Kapitel 0.

Zitat:Zitat: Die hohe Kunst der Diplomatie
»Duplomatie« ? Icon_ugly
Ich find die Werbung so furchtbar grässlich, da ist dieser Verleser eher negativ *lach*
Es waren zwei Kerle verliebt in Frau Orthmann ...

Zitat:Zitat: während sie durch die Fußgängertunnel eilte.
Die Fußgängertunnel verbinden die einzelnen Kuppeln? In Anbetracht der späteren Erkärung zu Frau Othmanns Wichtigkeit hätte ich eher erwartet, dass sie mit einem Fahrzeug unterwegs ist, denn so ein »Bezirk« ist ja normalerweise recht groß und zu Fuß ist man in Berlin bestimmt lange unterwegs. Natürlich fehlen für eine genaue Vorstellung die Maße der Kuppel, aber die Hauptkuppel hatte ich mir schon ziemlich groß vorgestellt, weil sie ja alles wichtige enthalten muss, wenn die anderen nur »Neben«-Bezirke sind. Selbst bei einem Kuppeldurchmesser von nur 2 oder 3 Kilometern ist man ja dicke 20 Minuten zu Fuß unterwegs, um die Kuppel einmal zu durchqueren. Dass es in der Zukunft keine Transportmittel mehr gibt, kann ich mir nicht vorstellen. U-Bahn bietet sich ja an, wenn die Oberfläche so lebensfeindlich ist. Und da gibt es dann bestimmt auch ein privates Schienennetz für VIPs, wenn ansonsten keine Autos oder sowas vorkommen. Dass die wichtigste Frau des Planeten (so in etwa *lach*) zu Fuß durch halb Berlin rennt, kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
(da sie durch mehrere Fußgängertunnel eilt, muss sie vermutlich über mehrere Nebenbezirke und ist in meinem Kopf demenstprechend lange unterwegs)
Nicht "verbindet" - die sind da drin. Isso Icon_smile Und sie geht zu Fuß, weil es keieine/kaum Fahrzeiuge für Kurzstrecken gibt und außerdem kein Auffallen positiv ist. Wenn jeder wüsste: Boah, guck mal, da geht die Chefin mit dem tollen Gehirn! - wäre es auch einfacher, sie auszuschalten, nicht wahr? Icon_smile

Zitat:Zitat: eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas. Damit bog sie mit dem Tunnel nach links
Ich frag mich, was die armen Teufel an dieser Stelle machen, die kein solch tolles Gehirn haben. Können die nicht links abbiegen? Mrgreen
Nein, jetzt mal etwas konstruktiver:
Die Erzählperspektive ist nicht mein Fall (allwissender Erzähler) und Frau Othmann mag ich irgendwie auch nicht. Woran genau das liegt, kann ich nicht so genau sagen; vielleicht die Kategorie Mensch, die sie darstellt. Macht, VIP, hyperintelligent ... nicht unbedingt meine Favoriten *lach*
Die spätere Prota denkt ähnlich Icon_smile

Zitat:Zitat: Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
*lach* Lass mich raten: Du bist früher mal schlimm eine Treppe runtergefallen und hast seitdem ein Treppensturztrauma *grins*
In »Das letzte Mittel« war doch auch so ein Energiefeld? Aber wer sich solchen Schnickschnack leisten kann, hat doch sicher auch andere Fortbewegungsmittel als per pedes?
Ganz genau. Wirklich, ich habe seit meiner frühen Kindheit eine Narbe auf der Stirn (Ein Querstrich. Kein Blitz.)
Und das Stützfeld gehört zur Treppe. Nicht zu ihr.

Zitat:Zitat: Wellenmuster ihres ins Handgelenk implizierten Chips aufnahm
also »implizieren« ist falsch ... falls du »implementieren« meinst, finde ich das auch nicht 100% passend, weil es sich so stark auf Software bezieht. Eventuell »implantieren«?
Genau letzteres fehlte mir.

Auf die anderen Sachen gehe ich jetzt mal nicht so ein, denn zum großen Teil muss ich sagen: Du hast recht. Hast du. Schlicht und einfach. Ich stimme dir zu.
Denkanstöße werden teilweise übernommen - und ich lasse die Version noch einmal stehen, denn von der Version aus soll es einen großen Schritt geben und dazu sind mir die Ideen zur Grundversion sehr lieb.
Deine Kritik ist erwünscht, berechtigt und hilfreich - danke sehr für dies!

Liebe Grüße,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #8 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Hi Trin,

es tut mir Leid, ich hab geschworen dich nicht mehr zu kommentieren, aber man kommt einfach nicht um dich herum ... Mrgreen
Darfst auch erst nach dem Wettbewerb antworten (der eh nicht mehr so lange dauert).

Zitat:Ich sehe schon die entnervten Gesichter derjenigen, die meinen letzten Unfall im Science-Fiction-Bereich begutachtet haben *grins*
---> Icon_smile (sieht wirklich sehr genervt aus.)

Zitat:Raum für Macht (Arbeitstitel)
Ein interessanter Titel schonmal. Irgendwie denkt man bei "Raum" vielleicht an den Weltraum, aber es scheint eher ein metaphorischer Raum gemeint gewesen zu sein ... so oder so: man glaubt etwas dahinter zu erkennen und doch kann man es nicht einordnen. Das sind gute Titel.

Zitat:Die Kuppel von Berlin erhob sich wie ein gigantisches Insektenauge über den Menschen, umgeben von den kleineren, die die Nebenbezirke bargen.
"Insektenauge" ist eine sehr schöne Beschreibung für die anscheinend in Facetten aufgeteilte Kuppel. Warum liegen Städte in deiner Welt wohl unter Kuppeln? Wegen der zerstörten Umwelt? Der außerkontrolle geratenen Natur?

Zitat:Der in Massen herumwirbelnde, unfruchtbare Staub warf bloß flatternde Schatten über die Straßen, nichts Ungewöhnliches.
Ah, gleich beides. Icon_wink
(Gibt es Tirandium eigentlich wirklich? Oder ist es eines der wenigen unentdeckten Elemente o.O -> nimm vielleicht lieber etwas, dass es schon gibt - Titan? - man kann nämmlich ungefähr abschätzen, was die fehlenden Elemente für Eigenschaften haben werden; naja ich kann das nicht.)

Zitat:Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.
Und dann läuft sie da ohne Leibwache rum?

Zitat:Neben diesem formalen militärischen Rang trug sie einen Doktortitel in polyspezischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas.
Polyspezische Psychologie betrifft mehr als eine Spezies, richtig, also neben Ratten, auch Hunde und Aliens*? Mrgreen
Die Konstruktion "trägt Titel und Gehirn" find ich übrigens sehr gelungen.

Zitat:Damit bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem breiten Gebäudekomplex mit der silbergrauen Aufschrift 'Regierungszentrum' führten.
Liest sich nicht schön - vielleicht ummodeln in "bog sie im Tunnel nach links"?

Zitat:Ab der ersten Stufe spürte sie das vertraute Kribbeln des Stützfeldes, das jeden Treppensteiger vor dem unsanften Fall bewahrte.
Dieses seltsame Stützfeld ... das magst du, hm? *lacht*

Zitat:"Ausweis“, forderte eine Computerstimme am Eingang.
Er fordert nicht "Ausweis, bitte? Unhöflich den Regierungsmitgliedern gegenüber.

Zitat:und beobachtete die PRogrammprotokolle
Klein. Icon_smile

Zitat:Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts, die in eiligster Geschwindigkeit kreuz und quer durch das Gebäude fuhren.
Du willst uns sagen, dass sie gerade keinen der strenggeheimen Gebäudetrackte ansteuert? Würde ich etwas genauer ausdrücken, z. B. mit "schritt sie jedoch unspannend zu den gewöhnlichen Einzellifts".
Denn die Lifts könnten ja eben auch zu den geheimen Trakten führen. Icon_wink

Zitat:und richtete den Blick auf die Hologrammblüte, die in der Mitte des Tisches schwebend den Ruhemodus des Projektors darstellte
*lacht* Eine nette Idee.

Zitat:begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen
Ähm ... was zur Hölle ist ein Miu Miu? xD

Zitat:Obwohl alle sieben Männer und fünf Frauen Albert Senken, dem Vorsitzenden des Rates der Europäischen Zentralregierung, mit demselben ausdruckslosen Gesicht lauschten, breitete sich eine gewisse Erleichterung aus.
Ah, die europäische Zentralregierung sitzt in Berlin ... da haben sich die Franzosen sicher nicht gefreut. Icon_wink

Zitat:Bestimmt, dachte Frau Orthmann, sind wir alle insgeheim froh, dass es nicht schon wieder um das verdammte Klima geht.
*lacht*
Ach das ist immernoch Thema? *g* Klingt eigentlich, als wäre nichts mehr zu retten.
Die Konstruktion finde ich etwas seltsam, weil Orthmann eine Vermutung aufstellt, die alle, also auch sie selbst, betrifft, bei sich müsste sie es ja wissen. Ich nehme an, sie meint alle im Sinne von auch die anderen. Aber ich würde dann einfach "sind auch die anderen froh" schreiben, damit der Leser nicht in Versuchung kommt, darüber zu stolpern.

Zitat:„Irossa“, fuhr Vorsitzender Senken unbeirrt fort, „ist ein äußerst einflussreicher Planet, das brauche ich wohl keinem zu erzählen. Und Botschafter Orvan-Soans Andeutungen lassen auf dortige Unzufriedenheit schließen.“
Warum gibt es eigentlich eine eropäische (und keine Weltregierung), aber alle anderen Planeten werden immer sofort zentral regiert. Halte ich für unwahrscheinlich.

Zitat:fragte Senkekn formhalber
Ein "k" zuviel.

Zitat: als Moralpolizei und bei dem Versuch, auch auf jeden anderem Planeten eine zentrale Weltregierung aufzustellen.
*LOL*! Das ist eine gute Antwort auf meine Anmerkung oben. Icon_wink

Zitat:„... der Tiefsee, den Wüsten Südamerikas und der Mongolei, sowie den antarktischen Felslandschaften. >Ein wundervoller Beginn für Einigkeit, für alle Menschen mit wertvollem Wissen verbunden.<“,
Ok, jetzt wissen wir: die Klimaerwärmung hat umfassend zugeschlagen, die Regenwälder und das Eis sind weg ... allerdings war die Mongolei auch vorher schon "nur" eine Steppe, oder?
Vorschlag: "Für die Einigkeit aller Menschen, mit wertvollem Wissen verbunden."?

Zitat:„Meines Wissens, Signore Senken, Signora Orthmann, haben wir kein gemeinsames Raumfahrtprojekt. Haben die Irossen nicht jede Anfrage auf geteilte Transporte der Tirandiumerze immer wieder abgelehnt?“
Ich verstehe nicht, wie er jetzt von "Projekt Völkerbund" auf Raumfahrtprojekte kommt.

Zitat:Genauer gesagt gibt es bereits drei Mischlinge.
Irossisch-menschliche Mischlinge? o.O
Oder Mensch-Mensch-Mischlinge? o.O

Zitat:Ein Wink des Schicksals, wenn man daran glaubt – alle anderen Mischlinge sind deutlich jünger, während unser Exemplar bereits das Studium der Raumfahrt begonnen hat.
Weil die Irossen einem Mischling eigene Transporte erlauben werden?

Zitat:„Um vielleicht doch eines Tages die Erde geeint zu regieren – von der verdientesten, harmoniebereitesten Kontinentalregierung.“
Ok, wenn ich die Unruhen vom Anfang berücksichtige: sie planen, ihr eigenes Schiff nach Iross zu schicken und Aufständische zu bekämpfen (oder anders zu intervenieren) um so als die tollste Erdenregierung dazustehen? Clever. Sehr Clever. Icon_fies

Jetzt hab ich nur eines nicht ganz verstanden: warum muss das Schiff unbedingt von einem Mischling kommandiert werden? Lassen die Irossen andere Raumfahrt nicht zu? Das sollte vielleicht etwas näher herauskommen.

Zitat:Meine Fragen beziehen sich konkreter auch auf den letzten Absatz: Ist er kurz genug? Zu viele Adjektive? Wie könnte ich sonst ausdrücken, dass dies die besten Werften sind/ sollte ich das wirklich?
Ich find des Absatz in Ordnung. Und ich finde nicht, dass du einbauen solltest, dass es die besten Werfen sind. Wofür? (Und: war klar das es Hamburg sein musste *lacht*)

Zitat:Und, obwohl es mir peinlich zu werden beginnt: Wie bekommt den verflixten accent aigu über das "e"?
Du meinst "é"? Einfach die Taste oben neben dem "ß" drücken und im Anschluss "e" -> é
Icon_smile

Zitat:Macht der Polog neugierig?
Er verrät noch nicht sehr viel. Momentan gehe ich davon aus, dass es letztendlich um dieses Mischlingswesen gehen wird und um das Schiff. Aber ja, mich mach er durchaus erstmal neugierig. Vor allem interessiert mich, was jetzt mit diesen Unruhen ist (auf die du überhaupt nicht mehr eingehst, obwohl sie doch Auslöser für das neue Projekt sind, dachte ich) und was das Schiff mal machen wird.

Zitat:Ist die Sicht in Ordnung?
Sicht war die Admirälin, fand ich nicht besser oder schlechter, als die anderen. Icon_smile

Zitat:Ist die Zukunftsbeschreibung einigermaßen glaubhaft?
Es ist eine sehr düstere Umweltprognose, die du abgibst und eine sehr optimistische was die EU angeht. Aber insgesamt finde ich es durchaus glaubhaft. Dieses Kuppelmaterial das ich schonmal angesprochen habe, ist außerirdisches Material ... ist vermutlich wichtig, dass die Kupeln gerade daraus bestehen. Aber ein Spiel mit dem Feuer ist es trotzdem.

Zitat:Findet man sich zurecht?
Abgesehen von dem seltsamen Gedankensprung Völkerbund zum Raumfahrtprojekt (vielleicht weil der Leser einfach das Logo nicht erkennen kann? Icon_wink) - ja.

Zitat:Findet ihr diesen Schreibstil (ich sage mal: Im Stil von Anthony Horowitz, am ehesten), sprich: mit den konkreten Nummern, den Namen, den auktorialen Ansätzen, in Ordnung? Klar: Geschmackssache, aber wenn hier nur negative KOmmentare kommen, würde ich mir das noch einmal überlegen
In Ordnung auf jedenfall. Du musst halt schauen, wie du den Leser auf andererweise in die Geschichte mitnimmst und wie du Spannung über das große Ganze erzeugst. Aber ich habe bei meinem personalen Erzähler auch immer auktoriale Züge drin (sagt Ichigo Icon_wink), also kann ich mich nicht beschweren.

[]Nett; []Nicht schlecht, aber scheiße; [x]Was hast du schon wieder hier verloren
Mrgreen
Nein im Ernst: hat mir bis hier hin recht gut gefallen. Ich war jetzt noch etwas auf Distanz zur Geschichte (der eher auktoriale Erzählstil bedeutet halt auch, das Leser länger braucht, um rein zu kommen) und die unfassbar geniale Idee wird sich ja noch im Laufe der Geschichte entfalten - außerdem kommt mir dieses Mischlingszeuch ethisch fragwürdig vor. Icon_wink Aber ich finde sehr gelungen, dass die Erde hier noch nicht zentral regiert wird und das endlich der Frage nachgegangen wird, warum in ferner Zukunft alle Planeten eine Zentralregierung haben. Die Idee mit den Irossen als interstellare Amerikaner fand ich da genial (*immernoch schmunzelt*).

Ich wäre also mal gespannt auf die nächsten Teile!

Liebe Grüße vom Wanderer







*das "neben" stammt von libbi. Icon_wink

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #9 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Tag Trin,

Zitat:Kapitel 0 – Die hohe Kunst der Diplomatie
ist das mit Absicht, dass es wie die Duplowerbung klingt, oder sind das die Nachwehen, die du jetzt zu spüren kriegst?

Zitat:Draußen wütete einer der heftigsten Stürme des vierundzwanzigsten Jahrhunderts, doch dank des Tirandium-Glasgeflechts merkten die Bewohner kaum etwas davon. Der in Massen herumwirbelnde, unfruchtbare Staub warf bloß flatternde Schatten über die Straßen, nichts Ungewöhnliches.
persönlich würde mich interessieren, ob die was hören

Zitat:obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre,
obwohl sie nie aus einer Menge herausstach,
empfinde ich als allgemeingültig, wenn "wäre" schreibst hab ich das Gefühl es kommet noch ein "aber an diesem tag schon"

Zitat:Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Admirälin
Admirälin der 13. Flotte ...
komtm das nicht immer in Sci-fi?

Zitat:beobachtete die PRogrammprotokolle.

Zitat:Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend
jedoch würd ich streichen

Zitat:„Wollt Ihr etwas dazu sagen, Euer Ehren?“, fragte Senkekn formhalber.

Fertig.
nachdem ich hier also eteas Ernstes von dir gelsen habe, kann ich dir eine positvie und eine negative Erkenntnis mitteilen. Da ich dich nicht fragen, was zu erst ...

das Gute: Dieses Kapitel 0 hat mir sehr gut gefallen. Ich habe noch nie sci-fi selbst geschrieben udn lese es auch nicht, dafür schau ich es sehr gern in Filmform. Deine futuristischen Geräte usw hast du sehr schön in die Geschichte eingeflochten und kreiert eine schöne Zukunftsstimmung. Mir gefällt die Einführung von Ortmann und die EGspräche am Tisch. Ob ich jetzt schon alles verstehen muss, weiß ich nicht, aber ich denke genug mitbekommen zu haben. Sprachlich war es durchaus ausgereift. Bis auf die zwei Vertipper hätt ich nichts zu meckern und vom Sprachfluss hat es mich auch überzeugt.

das schlechte: offenbar liegt die sowas mehr als Humor. ^^

Zu deiner Einschätzung würde ich problemlos Gut [] ankreuzen.

Meine Fragen beziehen sich konkreter auch auf den letzten Absatz: Ist er kurz genug?
ich finde immer, dass es auch länger sein kann

Zu viele Adjektive?


Wie könnte ich sonst ausdrücken, dass dies die besten Werften sind/ sollte ich das wirklich?
du könntest ihr einen Namen geben und das dortige umgehen

Und, obwohl es mir peinlich zu werden beginnt: Wie bekommt den verflixten accent aigu über das "e"?
ist sicher schon geklärt aber erst die Taste neben 'ß' drücken und dann den Buchstaben
Allgemeiner:
Macht der Polog neugierig?
durchaus

Ist die Sicht in Ordnung?
Sicht?

Ist die Zukunftsbeschreibung einigermaßen glaubhaft?
Findet man sich zurecht?

yes

gruß
jeronimus


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Beitrag #10 |

RE: Raum für Macht - Kapitel 0
Hallo Trin! Ich glaube ich habe noch nie etwas von dir kommentiert und dachte mir, da wird es mal Zeit Icon_wink Die Geschichte ist ja schon was älter und ich habe gerade keine Ahnung ob sie noch aktuell ist und daran weiter gearbeitet wird. Sie hat mich jedoch interessiert und von daher dachte ich, ich gebe mal meine unqualifizierte Meinung ab Icon_ugly

Dann fang ich mal an. Erst stückchenweise der Text und anschließend ein Fazit. Let’s start:
Zitat:Raum für Macht (Arbeitstitel)

Kapitel 0 – Die hohe Kunst der Diplomatie

Ist Kapitel 0 wirklich eine gute Benennung? Warum nicht einfach: Raum für Macht – Prolog ? Du fällst damit zwar aus dem üblichen Raster, aber kann nicht auch das erste Kapitel der Prolog sein?

Zitat:Die Kuppel von Berlin erhob sich wie ein gigantisches Insektenauge über den Menschen,

Ja, es ist der erste Satz. Aber irgendwie stößt der mir sauer auf: „über den Menschen“? Irgendwie wird mir da nicht klar, ob du dich vertippt hast und es „über die Menschen“ in der Mehrzahl heißen soll oder „über den EINEN Menschen“. Vllt geht „über den Menschen“ (plural) auch, aber irgendwie klingt das etwas schräg, zumindest von meinem Gefühl her. Kann es dir nicht besser beschreiben, tut mir leid.

Zitat:Auch Frau Othmann warf nicht mehr als einen Blick nach oben, während sie durch die Fußgängertunnel eilte. Sie wusste über die verheerenden Folgen für das Umland ganz genau Bescheid – es war ihre Aufgabe, das zu wissen. Denn trotz des unauffällig grauen Hosenanzuges und obwohl sie aus einer Menge nie herausgestochen wäre, war sie eine der mächtigsten Frauen der Welt.

Verheerende Folgen also. Klingt nach einer Umweltkatastrophe, sprich unbewohnbare Welt und die Kuppeln quasi als Rückzugsort. Dennoch bleibt hier ein Fragezeichen, mir wird nicht klar warum. Vllt solltest du das hier noch etwas erläutern.

Zitat:Ihr vollständiger Name lautete Theresa Martha Orthmann – Admirälin. Neben diesem formalen militärischen Rang trug sie einen Doktortitel in polyspezischer Psychologie und in ihrem Schädel eines der leistungsfähigsten Gehirne ganz Europas.

Ich weiß nicht wie du es mit den Rangbezeichnungen handhabst, aber generell gibt es beim Militär soweit ich weiß keine „weiblichen“ Bezeichnungen. Das mag manchmal etwas seltsam klingen, aber richtig wäre zum Beispiel „Frau Hauptmann“, bzw in diesem Fall „Frau Admiral“.

Zitat:Damit bog sie mit dem Tunnel nach links und betrat die Treppen, die zu dem breiten Gebäudekomplex mit der silbergrauen Aufschrift 'Regierungszentrum' führten.

Damit? Mit dem leistungsfähigsten Gehirn? Icon_smile Klingt seltsam, ich meine soll sie ihr Gehirn sonst zuhause lassen? Icon_ugly

Zitat:PRogrammprotokolle.

Ein „R“ zu groß Icon_smile

Zitat:Eine Minute später identifizierten sechs voneinander unabhänige Systeme

unabhängige

Zitat:Trotz Bevollmächtigung schritt sie jedoch unspannend zu den Einzellifts, die in eiligster Geschwindigkeit kreuz und quer durch das Gebäude fuhren.

Unspannend? Klingt so wertend, ich finde das muss hier nicht sein. Meiner Meinung nach würde unspektakulär sich besser anbieten, dadurch wird das was du sagen willst auch deutlich.

Zitat:Collchore-Sessel

Wie schon bei Addi angemerkt: Diese Bezeichnung sieht seltsam aus und sagt mir auch nichts. Vllt könntest du, wenn der Sessel denn drin bleiben soll, ihn etwas genauer beschreiben, damit man ein bessere Vorstellung von dem hat, was du meinst.
Zitat:„Im heutigen Treffen“, begann ein weißhaariger Mann in perfekt sitzendem Miu Miu zu sprechen, „wenden wir uns einem äußerst delikaten diplomatischen Thema zu.“

Miu-Miu hab ich erst für eine neue Sprache gehalten, frag mich nicht warum Icon_ugly Vllt solltest du diesen Anzug oder was es auch genau ist noch besser beschreiben
Zitat:Ihre Gedanken galten kurz den Sturm-Daten, die sie kurz zuvor erhalten hatte, bevor sie sich dem Bericht zuwandte, der vor jedem Konferenzteilnehmer lag. Einhundertzweiundvierzig Seiten gesammeltes Geplapper des irossischen Botschafters – jede noch so undiplomatisch anmutende Äußerung, die mit der indirekten Forderung zu tun haben könnte.

Hier frag ich mich: Welche Forderung? Außerdem beissen sich in meinen Augen undiplomatisch und indirekt: Entweder jemand ist diplomatisch und sagt etwas „durch die Blume“ oder er ist undiplomatisch und schleudert es dir ins Gesicht. Verstehst du was ich meine?

Zitat:Der Ministral für Sicherheit zog wieder den Arm ein und sah misstrauisch auf das vor ihm schwebende Logo.

Was ist ein Ministral? Eine Art Minister? Blöde Frage vielleicht, aber es sagt mir wirklich nichts.

Zitat:irossischen Endzehner in der Reife entspricht.

Endzehner? Klingt für mich fast wie ein Hirsch und dessen Geweih, wie ein Sechzehnender *lach* Blöder Vergleich ich weiß, aber mir ist nicht ganz klar was du ausdrücken willst. Wenn die Irossaner andere Zeitbezeichnungen haben, um das Alter von Jemandem darzustellen, dann solltest du das hier etwas erläutern. Das muss ja nicht unbedingt in Erzählform passieren, einer der Anwesenden könnte ja zum Beispiel noch einmal nachfragen, wie deren Altersstruktur genau funktioniert. Dann würde das für den Leser deutlicher, denn ich frage mich grad trotz dieser Erwähnung: Wie alt ist der Kerl?

Zitat:Eine irdische Zentralregierung – einfach aus dem Nichts – ist unmöglich. Beweist die europäische Regierung den Irossen allerdings ihre Interventionsbereitschaft, könnte dies wertvolle Unterstützung liefern.“ Er machte eine Pause und lächelte in die Runde.
„Um vielleicht doch eines Tages die Erde geeint zu regieren – von der verdientesten, harmoniebereitesten Kontinentalregierung.“

Aha. Vorher klang es so, als würde sich die Geschichte in Zukunft um den Mischling und sein Raumschiff drehen. Jetzt scheint es so, als sei dies alles nur ein Instrument zur Machtauswertung. Das machst du gut, so gibst du einen leichten Einblick in die Zukunft und hältst den Leser schon mehr bei der Stange. Ich zum Beispiel hab jetzt keine Ahnung, in welche der beiden Richtungen sich das weiter entwickeln wird, bin aber interessiert Icon_wink

Zitat:Wohlgefälliges Gelächel breitete sich auf den Gesichtern der Ministrale, hier und da auch ein vorfreudiges Grinsen.

„breitete sich aus“ muss es wohl heißen, ist dir wohl durchgerutscht Icon_wink

Zitat:Bereits eine halbe Stunde später bekamen die hochdekorierten Ingenieure Hamburgs grünes Licht für das größte Gemeinschaftsprojekt der berühmten dortigen Werften.

Guter abschließender Satz.

Sooo, dann bin ich auch schon durch. Insgesamt kann ich schon sagen dass es mir gefallen hat, einige Kritikpunkte hab ich jedoch:

- Manches wird zu kurz angerissen. Ich wüsste gern mehr über die Notwendigkeit, unter den Kuppeln zu leben.

- Darüber hinaus stellt sich mir die Frage, was es mit dem neuen Element zu tun hat, diesem Erz, von dem du mehrmals sprichst.

- Außerdem gehst du ja etwas auf die Politik ein. Warum es aber nun Kontinentalregierungen gibt erschließt sich mir nicht ganz. Dass die EU sich irgendwann weiter ausweitet und noch mehr die Führungsrolle übernimmt, kann ich mir noch vorstellen. Aber wie das auf den anderen Kontinenten dazu gekommen ist, sollte etwas deutlicher werden finde ich.

Du wirfst uns hier schnell in deine Geschichte. Vielleicht ist es Geschmackssache, aber ich bin nicht soooo ein Freund von schnellen Einstiegen. Die Frau Admiral könnte ja zu Beispiel aus diesen Kuppeln herausschauen und sich kurz Gedanken über den Zustand der Erde machen, wenn sie sich sonst immer schon damit beschäftigen muss. Nur so als Beispiel Icon_wink

Insgesamt schreibst du sehr flüssig und gut lesbar. Habe bis auf die zwei kleinen Fehler keine Rechtschreibfehler gefunden und hoffe insgesamt, dass da noch mehr zum Lesen kommt.

Liebe Grüße
Bomb3rman

There's a time when the operation of the machine becomes so odious, makes you so sick at heart, that you can't take part! You can't even passively take part! And you've got to put your bodies upon the gears and upon the wheels, upon the levers, upon all the apparatus, and you've got to make it stop!
And you've got to indicate to the people who run it, to the people who own it, that unless you're free, the machine will be prevented from working at all!

Mario Savio, 2. Dezember 1964

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