Es ist: 29-03-2020, 01:09
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Odins Versprechen
Beitrag #1 |

Odins Versprechen
Sanyasala, Freunde der Wörter!
Inspiriert zu meinem neuesten lyrischen Federschwung hat mich Liliths Odins Vision - daraus habe ich dann gemacht eine eigene "Odins-Version" (Hoffentlich haben wir keine Schlechte-Wortspiel-Kasse *grins*). Ich habe es recht locker runtergeschrieben und mich grob an die Teile nordischer Mythologie gehalten, die mir im Kopf hängen geblieben sind ... allen voran natürlich das authentischste Getränk der Wikinger: MET *grins*



Odins Versprechen


Tavernenkönigs Säuferscharen,
fest in Schlacht sowie vorm Krug,
opfern von dem Gold, dem Baren,
zu trinken auf der Helden Lob
- auf jene, die schon weit gefahren,
von Walküren weggetragen.

Denn in Odins gold'nen Hallen
warten diese Ahnen, seht!,
tapfer in der Schlacht gefallen,
und saufen Odins guten Met
- jene, die schon totgestochen,
schon Blut und Dreck und Krieg gerochen.

Noch sitzen sie, doch bald wird kommen
Ragnarök, seid stets bereit!
Dann wird keine Schlacht gewonnen
und am Ende: Ewigkeit
- für jene, die dann kämpfen dürfen,
nach dem letzten Ruhme schürfen.

Doch es sei so, wie es ist
- ob Bier, ob Schnaps, ob Honigwein -
wallhall'sche Helden, seid gewiss:
Trinken wird für immer sein.


Ich weiß selbst nicht, ob man das zu ernst nehmen sollte - aber ich hatte Lust zu dichten und ich freue mich immer wieder, wenn meine Gedanken sich selbstständig machen, um etwas Text zu produzieren. Ich stelle mir dabei so ein schönes Bild vor: eine riesige Halle, versunken im Chaos von Krügen, Hörnern, Braten, zersplitterten Holzbänken, Lachen, Kriegern, pausierenden Walküren, Helden, noch sitzen sie und feiern und Ragnarök ist in deren Gedanken Jahrhunderte weit weg ... alle sturzbetrunken, aber mit besonders gesunder Laune Mrgreen - Kommentare, anyone?

(Übrigens: NEIN, ich hatte keinen Tropfen Alkohol intus, als ich das schrieb!)

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #2 |

RE: Odins Versprechen
Genial!

ich bin noch Neuling, weswegen ich mit Kritischen Kommentaren noch vorsichtig bin und sowieso nicht soviel Ahnung habe, bei Gedichten.

Aber irgendsowas in der Art ist hier auch garnicht nötig (meiner Meinung nach), weil ich finde, dass das Gedicht wirklich gut ist!!!

Es gibt eine Stelle, die ich nicht ganz verstehe:

- für jene, die dann kämpfen dürfen,
nach dem letzten Ruhme schürfen.


warum kämpfen dürfen ? so wie ich das verstanden habe, spielt das Gedicht doch in einer recht alten Zeit, wo das kämpfen und die Schlacht noch an der Tagesordnung standen. ich dachte immer, früher musste man in die Schlacht ziehen, wenn die, äh, "Vorgesetzten" es so wollten.

Wenn es heißen würde:

- für jene, die noch käpfen dürfen,
nach dem letzten Ruhme schürfen.

würde es für mich zumindest danach aussehen, als wenn alte, ruhmreiche Ritter (besoffen Icon_wink ) alten, vergangenen Tagen nachtrauern würden.

... vielleicht hab ich aber zu wenig (hystorisches ? ) Hintergrundwissen. Wenn das der Fall sin sollte, entschuldige bitte!

Ansonsten, wie oben schon gesagt, Genial Pro


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Beitrag #3 |

RE: Odins Versprechen
Sanyasala blackcat,

(12-10-2010, 18:21)blackcat schrieb: Genial!
Das fängt doch schon ganz vielversprechend an Mrgreen

Zitat:ich bin noch Neuling, weswegen ich mit Kritischen Kommentaren noch vorsichtig bin und sowieso nicht soviel Ahnung habe, bei Gedichten.
Mit Kritik sollte man sich in einem Kommentar, der zur Kritik dient, nicht zurückhalten Icon_wink

Zitat:- für jene, die dann kämpfen dürfen,
nach dem letzten Ruhme schürfen.


warum kämpfen dürfen ? so wie ich das verstanden habe, spielt das Gedicht doch in einer recht alten Zeit, wo das kämpfen und die Schlacht noch an der Tagesordnung standen. ich dachte immer, früher musste man in die Schlacht ziehen, wenn die, äh, "Vorgesetzten" es so wollten.
Das Gedicht handelt nur in den ersten Zügen in der "irdischen" Welt. Die Mythologie der Wikinger sieht es so, dass die besonders tapferen Gefallenen von den Walküren in Odins Hallen, nach Walhall, getragen werden. Dort feiern sie ein großes Fest (mit sicher viel Met Icon_wink ) und treten bei Ragnarök zum Kampfe an. Es ist sozusagen eine Elite - es ist eine Ehre, dort kämpfen zu dürfen.
So habe ich das jedenfalls in Erinnerung.

Zitat:würde es für mich zumindest danach aussehen, als wenn alte, ruhmreiche Ritter (besoffen Icon_wink ) alten, vergangenen Tagen nachtrauern würden.
Dann hast ich die Geschichte in dem Gedicht wohl nicht genug herausgearbeitet - in der ersten Strophe geht es noch um die irdischen Krieger - die Lebenden. Sie saufen und trinken auf die alten Helden, die schon gefallen sind.
In der nächsten Strophe geht es um die Gefallenen, "diese Ahnen", die bei Odin feiern.
Und danach wird Ragnarök erklärt, wo diese Ahnen kämpfen - aber das ist noch weit weg ...
Zitat:... vielleicht hab ich aber zu wenig (hystorisches ? ) Hintergrundwissen. Wenn das der Fall sin sollte, entschuldige bitte!
Mein Ziel war es, ein bisschen und grob den Verlauf zu skizzieren, um ihn auch für "Nichteingeweihte" unterhaltsam zu machen. Das ist mir wohl misslungen.

Danke für deinen Kommentar - und trau dich ruhig, auch Negatives zu sagen! Dafür ist so ein konstruktiver Kommentar schließlich da,

Liebe Grüße
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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