Es ist: 24-05-2022, 23:06
Es ist: 24-05-2022, 23:06 Hallo, Gast! (Registrieren)


Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Beitrag #31 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
HI Saryn,
das Buch kenne ich auch, habe mal alle drei Teile geschenkt bekommen und kann sagen, dass der zweite Teil wesentlich besser war. Aber das ist wohl kaum ein Kunststück. Icon_wink
Ich stimme dir zu, was den ersten Teil angeht. Dann diese Opferrolle in der Schule. Icon_nosmile
Den Dritten fand ich auch enttäuschend, weil das Ende wieder so offen ist.
Also warum diese Frau so berühmt ist, verschließt sich mir, Spannungsbögen = Null.

LG
Addi

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Beitrag #32 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
@Adsartha:
Ich hab eine Bekannte, die Band 2 bei sich rumfliegen hat - ein wenig bin ich ja schon versucht, weiterzulesen.
Sich Seite um Seite neu aufzuregen macht auch irgendwie Spaß :D

@Sternchen:
Ich möchte betonen, dass das mein voller Ernst ist^^
Das Buch hält meine Tür offen^^

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Beitrag #33 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Ich hab hier so einen Zwischenfall:

"Der Todeskünstler" von Cody McFadyen.
Es ist nicht wirklich schlecht, bloß ...

Also erstmal wird das Buch mit dem Satz beworben:
"Cody McFadyen schreibt die Bücher, die man heute gerne von Stephen King lesen würde."
Ich hab es zudem von einem Freund empfohlen bekommen, der wohl auch der Meinun war und muss sagen, ich möchte nichts von King lesen, das auf dem Niveau von "Der Todeskünstler" rumdümpelt.
Es ist einfach ein nichtssagender Serienkiller-Thriller, der eigentlich nur thrillt, wenn die Protagonistin sich an ihre Erlebnisse aus den ersten Bänden (die ich nicht kenne) erinnert. Und auch dann ist es eher so ein Blut-und-Eingeweise-Thrill, der meiner Meinung nach nciht mit dem Fiesen-Ding-In-Deinem-Kopf-Thrill mithalten kann, den King (auch heute noch!) gerne heraufbeschwört.

Das Buch ist zudem zu 90% im Präsens geschrieben, womit ich leben kann, wenngleich es nicht meine liebste Stilentscheidung ist. Was ich hingegen nicht verstehe - und wo sich der Unterschied zu King für mich am stärksten herauskristallisiert -, ist die Art, wie Charaktere dargestellt werden. Damit meine ich gar nicht mal die Dialoge, die häufig erzwungen wirken, sondern diese Kamelle-Art des Attributeverteilens:
Callie ist witzig und schön, die Prot ist schön, bevor man ihr eine klassische Habt-Mitleid-Narbe verpasst hat, aber schlau ist sie immer noch, alle anderen sind auch schön, und der einzige Charakter, der halbwegs menschlich wirkt, ist der Muffel der Gruppe, mit weniger Auftritten als der Hund des Opfers. Dazu kommt noch ein stummes Adoptivkind, das zwar halbwegs ordentlich charakterisiert ist, aber natürlich auch eine vorhersehbare Charakterentwicklung durch macht. Ratet mal welche.
Vermutlich könnte ich mit all dem Leben, wenn der Autor zulassen würde, dass ich selbst entdecke, wie die Charaktere so drauf sind, indem ich im Laufe der Handlung erfahre, wie sie sich verhalten etc (ihr wisst schon: gute Charakterisierung), stattdessen wird mir in der Regel schon beim ersten Auftreten der jeweiligen Person gesagt, was ich wissen MUSS.

Der Über-Killer, der derweil sein Unwesen treibt, wirkt zudem stark konstruiert, zudem ängstigt er mich nicht ein bisschen.
Generell fehlt es dem Buch absolut an Spannung.
Wenn King sowas passiert (und das kann vorkommen), hat man wenigstens noch einen schönen Stil und ... ja, ehrliche Charaktere um das zu kompensieren.

Wisst ihr, je länger ich darüber nachdenke, vielleicht ist das Buch doch kein Zwischenfall und gehört hier her.

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Beitrag #34 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Vermutlich werde ich jetzt auch gekloppt, aber zu den schlechtesten Bücher, die mir je untergekommen sind, zählt für mich Eragon.

Das beginnt beim unverhohlen dreisten Ideenklau, man erkennt auf den ersten Blick Elemente vom Herr der Ringe über Star Wars, von Anne McCaffreys Drachenreiter-Zyklus bis hin zu Ursula K. McGuins 'Erdsee' wieder. Um nur einige zu nennen. Ok, es ist so langsam ziemlich unmöglich, auf dem Fantasy-Sektor etwas wirklich noch nie Dagewesenes zu erschaffen, trotzdem erwarte ich von einem Autor, daß solche Fremdanleihen geschickter verpackt werden, und daß vor allem die eigenen Ideen überwiegen.

Dann die Logik. In Rekordzeit mutiert der Held vom unbedarften Landei zum fähigen Schwertkämpfer, Zauberer und was weiß ich was noch alles. Auch in Fantasyromanen sollte so etwas nicht innerhalb von ein paar Wochen stattfinden, es ist einfach unglaubwürdig.

Der ganze Plot liest sich banal, ist linear und vorhersehbar. Es plätschert zäh und langweilig vor sich hin, Spannungsmomente und richtige Höhepunkte fehlen.
Die Story strotzt vor Klischees, es gibt Gut und Böse - und dazwischen praktisch nichts. Blaß und farblos sind die Charaktere gezeichnet, die sowohl unmotiviert als auch ohne viele Emotionen agieren. Der Protagonist hebt sich davon eigentlich nur durch sein infantiles Denken und Verhalten ab. Zum Abgewöhnen fand ich auch die unterirdisch schlechten Dialoge.

Beschreibungen sind Mangelware, man wandert in einer Tour durch die Lande und weiß trotzdem nie so genau, wie es dort eigentlich aussieht, geschweige denn, daß auch nur der Hauch von Atmosphäre und Stimmung vermittelt werden würden. Dafür gibts dann so nette Einlagen wie z.B. '... woraufhin etwa dreihundert Quadratmeter Wald in Flammen aufging.'
Aber hallo, ein solcher Ausbund an brillianter Formulierungskunst wird dann in sich vor Begeisterung überschlagendem Hype als 'der neue Tolkien' präsentiert? Is mir schlecht!

Als I-Tüpfelchen geht dem gesamten Werk jeglicher Humor völlig ab. Kein Augenzwinkern, kein bißchen Selbstironie, das Ganze ist eine durch und durch bierernste Angelegenheit.

Für mich waren beide Bücher (weiter hab ichs nicht durchgehalten) ein Flop auf der ganzen Linie, aber um wenigstens etwas Positives zu sagen: Das Cover fand ich sehr hübsch. Icon_wink.

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Umberto Eco, 'Das Foucaultsche Pendel'

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Beitrag #35 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Du wirst überhaupt nicht gekloppt - ich teile deine Meinung.

Bei einem Buch, dessen Hauptcharakter meiner Meinung nach so platt ist wie ein Blatt Papier, der bei jeder spannenden Stelle wegkippt, der bei den meisten Kapitelenden sich brav schlafen legt und der, wie ich beobachtet habe, in sich unschlüssig mit Magie hantiert, geht mir jede Sympathie ab.
Vieles ist mir auch nicht aufgefallen, als ich das Buch vor einigen Jahren, als ich noch vollkommen grün hinter den Schreiberohren war, las. Aber sehr interessant finde ich folgende "Rezension" des Buches: Klick!
Da habe ich mir auch gedacht: Mensch, Trin, wie konntest du dir nur die drei Bände auch noch in den überteuerten Hardcover-Versionen kaufen?
Zudem sehr reizende Nebeninformation: Die Eltern des Jungen sind doch Verleger, wenn ich mich nicht irre ...

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #36 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
*Kicher* tolle Idee, auf diese Weise ist die Sache wenigstens für diverse Lacher gut Pro. Wirklich praktisch, ein solch engagiertes Elternhaus zu haben *grade mal überleg, wo ich mich beschweren kann, weil mir das nicht passiert ist Icon_wink )

Ich bin dann meine beiden Eragons über die Tauschbörse wieder losgeworden, wurden mir dort regelrecht aus den Händen gerissen. Die dafür eingenommen Tickets hab ich dann in andere Bücher umgesetzt, so hielt sich der Verlust wenigstens noch in Grenzen.

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Beitrag #37 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
*lol* Trin, herrliche Seite,
habe mich gerade weggelacht.

Zitat:Dann warten sie wieder.

Und warten.

Und warten.

*nägelfeil*

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Beitrag #38 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Eragon wollte ich jetzt auch gerade nennen Icon_smile


Yoro & Trinity, ihr habt mir die Worte aus dem Mund genommen. Eragon ist so abgrundtief schlecht, waaah. In einem alten Forum von mir gab's mal einen Thread, er hiess irgendwie so "Was man mit Eragon-Büchern sinnvolles anstellen kann". "Lesen" war nicht auf der Liste, dafür "Verbrennen", "als Klopapier brauchen" usw usw usw. ^^

Aber wat solls, der Junge war vllt 15 als er das Buch geschrieben hat & ach, immerhin ist er berühmt geworden! (Absolut unverständlich, aber die Menschheit ist nunmal dumm^^)

Ich kaufe mir Band 4 sicherlich nicht - es erscheint ja demnächst - aber da mein Bruder es sich vielleicht kaufen wird, werde ich doch mal reinschauen. Nur um mich zu amüsieren über die Ideenklaus.



Man findet mich jetzt auch hier: budsandashes.blogspot.com

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Beitrag #39 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Ich hab die ersten beiden Eragon-Bände gelesen. Den ersten fand ich noch in Ordnung. Nichts nie Dagewesenes, keine Frage, aber hey, was ist das bitteschön auf dem Fantasymarkt? Der Spannungsbogen war überschaubar, ok. Die Sprache - nun, wenn Herr Paolini 25 gewesen wär' statt 15 ... Der Hype war völlig übertrieben, klar, aber die Häme, die teilweise darüber gebracht wird, ist in meinen Augen etwas übertrieben. Der zweite Band war dann nur noch eine langweilige Aneinanderreihung von Szenen, kaum ein Zusammenhang. Da wurde es wirklich schlecht, aber hey, diese Generalanklage find' ich übertrieben.

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Beitrag #40 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Hallo zusammen,

hab Trins Eragonrezi-Empfehlung gelesen ----> Icon_lol
Jetzt kann ich auch die Lektüre des Buches getrost verzichten, denke ich mal.

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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