Es ist: 30-11-2021, 10:22
Es ist: 30-11-2021, 10:22 Hallo, Gast! (Registrieren)


Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Beitrag #1 |

Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Hallo zusammen!

Ich hoffe, dass es so ein Thema noch nicht gibt, ich habe mich nämlich dunkel an etwas erinnert, konnte aber keins finden.
Mich interessiert, ob ihr schon mal Bücher gelesen (oder vllt nur angefangen und gar nicht zu Ende gelesen) habt, die ihr so richtig schlecht fandet, von denen ihr euch mehr erhofft habt oder die euch einfach nur gelangweilt haben?
Ich muss zu dem Thema diese Woche noch einen Artikel schreiben und wollte mal ein wenig Erfahrungen austauschen und eure Verrisse anhören Icon_smile

So richtig schlechte Bücher kenne ich eigentlich nicht, aber hin und wieder bin ich über ein Buch gestolpert, das so richtig nichtssagend war, weshalb ich es dann aber auch direkt wieder verdrängt habe. Was immer noch bei mir rumliegt und wo ich keine Lust mehr habe es weiterzulesen, ist "Rot ist mein Name" von Orhan Pamuk. Kennt das jemand und kann mir sagen, ob es sich lohnt, weiterzulesen?

Soo, ich freue mich auf eure Kommentare!
Liebe Grüße, ichbins


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Beitrag #2 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Als ich den Threadtitel gelesen hab, dachte ich sofort an "Die Knebel von Mavellon", doch ich muss das etwas näher erklären: Die Grundidee finde ich super. Eine junge Frau entdeckt durch Zufall im Mittelalter die Anti-Baby-Pille und soll dafür auf dem Scheiterhaufen brennen. So weit so gut ... Danach wird es aber mehr als schlecht. Die Geschichte rutscht ins Bodenlos-Schlechte ab und es häufen sich die Klischees, dauernd tauchen irgendwelche berühtem Gestalten auf, die kurzerhand für die Story missbraucht werden, geradeso wie es der Autorin passt.
Seltsamerweise habe ich das Buch allerdings zu Ende gelesen, was ich sonst nie tue ... Vielleicht hatte ich ja meine masochistische Phase :rolleyes:

Was ich z.B. nicht zu Ende gelesen habe, war "Illuminati". Nachdem nach hundert Seiten immer noch nichts passiert war, wurde es mir zu doof Mrgreen


@ ichbins: Was hat dir an "Rot ist mein Name" nicht gefallen? Ich wollte nämlich mal was von Pamuk lesen *hm*


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Beitrag #3 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
so wenig Antworten, da leg ich doch gleich mal losIcon_wink
Ich habe das Buch "Die Löwin" angefangen von Iny Lorentz und es war auch wirklich gut geschrieben. Aber ich kam einfach nicht mit den ganzen italienischen Namen nach und es ging nur noch um Militär, dabei hatte ich doch eine kleine Liebesstory erwartet :P
Dann habe ich Ayla Jean M. Auel angefangen. DIe ersten fünf Bücher habe ich geschafft, aber dann hat sich die Handlung nur noch ums Alltägliche gedreht: Aufstehen, Essen machen, zu Bett gehen. :rolleyes: Da konnte ich dann nicht mehr. Generell bin ich aber jemand, der nur mit äußerstem Widerwillen ein Buch abbricht.

lg
bianca

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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Beitrag #4 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Hi ichbins,
ich glaub da hab ich was:
Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe.

„Es waren prachtvolle Pferde, imposante Grauschimmel und Füchse mit seidigen schwarzen Schweifen und Mähnen. Der eigentliche Grund für die Aufregung der Zuschauermenge aber waren die Reiter.
Die vier Seite an Seite reitenden Männer trugen alle die gleiche mittelalterliche Rüstung: visierbewehrte Helme, Kettenpanzer und gehämmerte Beinschienen über schwarzen Wämsern und gesteppten Beinlingen. Sie sahen aus, als wären sie geradewegs einer Zeitmaschine entsprungen. Erhöht wurde ihr draamtischer Auftritt noch durch lange Schwerter, die ihnen in Scheiden seitlich von der Taille herabhingen. Am auffälligsten aber waren die langen, weißen Umhänge die sie über ihrer Rüstung trugen: Sie zierte ein geschweiftes blutrotes Kreuz.“



„Auf dem Museumsvorplatz knisterte die Luft vor Spannung. Der Kameramann bemühte sich um eine möglichst günstige Einstellung, während die Moderationsversuche der Reporterin im lautem Klatschen und Jubeln der begeisterten Menschen untergingen. Der Lärm steigerte sich noch, als die Menge mitbekam, wie ein kleiner, gedrungener Mann in der braunen Uniform eines Sicherheitsbeamten seinen Posten verließ und auf die näher kommenden Reiter zueilte.
Aus dem Augenwinkel hatte der Kameramann den Eindruck, dass hier etwas nicht nach Plan lief. Die entschlossenen Schritte des Sicherheitsbeamten, sein ganzes Verhalten ließen darauf schließen, dass er mit dem, was hier vor sich ging, ganz und gar nicht einverstanden war.
Bei den Pferden angekommen, hob der Beamte die Hände, um sie zu stoppen, und verstellte ihnen den Weg. Die Ritter zügelten ihre Pferde, die schnaubend mit den Hufen stampften. Offenbar behagte es ihnen ganz und gar nicht.
Eine Auseinandersetzung schien sich anzubahnen. Eine einseitige allerdings, wie dem Kameramann auffiel, denn die Reiter reagierten in keiner Weise auf das Fuchteln des Uniformierten.
Und dann tat endlich einer von ihnen etwas.
Langsam, wie um die theatralische noch zu steigern, zog der Ritter, der dem Sicherheitsbeamten am nächsten war, ein wahrer Koloss, sein Schwert aus der Scheide und hob es hoch über seinen Kopf, was ein weiteres Blitzlichtgewitter und erneuten Beifall auslöste.
Den Blick weiterhin starr geradeaus gerichtet, hielt er das Schwert mit beiden Händen empor. Regungslos.
Der Kameramann hatte zwar ein Auge dicht ans Okular gedrückt, bekammit dem anderen aber auf einmal mit, dass sich hier etwas Ungewöhnliches abspielte. Hastig zoomte er auf das Gesicht des Sicherheitsbeamten. Was war das für ein Ausdruck? Verlegenheit? Bestürzung?
Dann begriff er, was er dort sah.
Angst.
Die Menge war jetzt außer Rand und Band. Sie klatschte und jubelte frenetisch. Instinktiv zoomte der Kameramann ein wenig zurück, um auch den Reiter ins Bild zu bekommen.
Genau da ließ der Reiter sein Schwert unvermittelt in einem weiten Bogen, sodass die Klinge schaurig-schön im grellen Scheinwerferlicht aufblitzte, niedersausen. Er traf den Sicherheitsbeamten direkt unterm Ohr. Der Hieb hatte eine solche Wucht, dass er Fleisch, Knorpel und seine Knochen glatt durchtrennte.“

... so könnte der Thriller „Scriptum“ beginnen, wenn der Autor es nicht vorgezogen hätte, einen Prolog vorzuschieben, der keine Lust auf mehr macht und zwischen den beiden Zitaten zwanzig Seiten lang die Protagonistin vorzustellen.
Eigentlich bin ich gegen Bücherverbrennung jeglicher Art, aber dieses Buch ließ mich in meiner festen Überzeugung wanken.
Weltbestseller stand auf dem Aufkleber, den ich nach dem Lesen sofort heruntergezogen habe. Arme Welt, wenn das ein Bestseller sein soll.

Der Anfang ist ganz gut:
Vier als Tempelritter verkleidete Männer überfallen - zu Pferd - ein New Yorker Museum und stehlen dort eine geheimnisvolle Maschine. Ich fand das ganz spannend, bis auf die Tatsache, dass die New Yorker Polizei ziemlich langsam zu sein scheint. Ich habe lange nachgedacht, warum die Polizei die vier Männer nicht einfach festgenommen hat, nachdem einer der Reiter einen Wachmann geköpft hat. Ich weiß es nicht, und im Buch steht es auch nicht.

Die Handlung:
Eine allein erziehende, verbitterte Archäologin, die zufällig in dem Museum war, wird in den Fall hineingezogen. Und natürlich gibt es auch den allein stehenden, gläubigen aber verbitterten Polizisten, der sich mit dem Fall beschäftigt. Beide sind auf der Suche nach einem Partner und verlieben sich über die Dauer der schrecklich langen 556 Seiten ineinander. Dass das passieren wird, weiß man aber spätestens, seit sie sich kennen gelernt haben.
Aber damit nicht genug. Die Handlung lässt die beiden in bester Dan Brown-Manier durch die Welt reisen, auf der Suche nach einem Schriftstück (das die Templer irgendwann in Jerusalem ausgegraben haben) und in dem die Grundlagen des christlichen Glaubens erschüttert werden. Der aufmerksame Leser, der das Zitat „Es hat uns reichen Nutzen eingebracht, dieses Märchen von Christus“ von Papst Leo X., sechzehntes Jahrhundert, direkt vor dem Prolog gelesen hat, weiß, was in diesem Schriftstück steht.
Hinter den beiden ist die CIA her, klaro, und der Vatikan, noch klarer. Und beide Organisationen meucheln, was ihnen in die Quere kommt, nur die beiden Helden nicht.
Nach einem Sturm und diversen anderen Katastrophen finden die beiden dann das Schriftstück und der gläubige Polizist liest es, sagt niggs und wirft es ins Meer.

Ein weiterer Handlungsstrang ist die Geschichte des Untergangs der Templerherrschaft, die immer wieder kapitelweise eingestreut wird. Das macht der Autor aber so unlogisch und nicht nachvollziehbar, dass es einfach nur stört. Einen Bezug zur Hauptgeschichte sucht selbst der geneigte Leser vergeblich.

Der Autor startet mit einem starken Beginn und lässt dann ziemlich schnell ganz stark nach. Die Handlung ist fürchterlich vorhersehbar und langweilig, die Figuren sind einfach gezeichnet und so klischeebeladen, dass es kaum zum aushalten ist. Aber wenigstens agieren sie mitunter nicht nachvollziehbar und völlig irrational. Das macht sie echten Menschen ein wenig ähnlicher.
Als alter Verschwörungstheoretiker mag ich die Templerritter und lese gerne über sie, auch wenn es nicht immer den Tatsachen entspricht. Diese Geschichte streift die Tempelritter nur, ohne dem Leser wenigstens ein bisschen mit geschichtlichen Tatsachen zu versorgen. Wer auf ein Buch über die Templer hofft, wird schwer enttäuscht.
Dieser Raymond Khoury reitet mit seinem Buch auf der Anti-Kirchenwelle, allerdings wie ein Anfänger, verglichen mit Dan Brown. Diesen Vergleich muss ich hier ziehen dürfen.
Ich mag Dan Bronws Geschichten nicht, weil sie voller Recherche-Fehler sind, aber sie sind wenigstens spannend. Nicht einmal das ist ‚Scriptum’. Es ist einfach nur voller Fehler, langweilig und schlecht.
Ich habe mich allerdings durchgekämpft, bis zur letzten Seite, um zu sehen, ob der Autor das Ruder vielleicht doch noch herumreißt, aber Fehlanzeige.

Ich finde dieses Buch das schlechteste, das ich je gelesen habe. Von wegen „Weltbestseller“. Schade um den guten Anfang, meine vergeudete Zeit und die knapp zehn Euro.

CU,
Teja


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Beitrag #5 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Oooooje, gerade wurde ich an das schlechteste Buch erinnert, das ich jemals gelesen habe.
Eine Klassenkollegin hat's mir mal geborgt, weil sie meinte, es wäre empfehlenswert; und nur, weil ich die ganze Zeit darauf hoffte, ich könnte ihre Empfehlung irgendwie nachvollziehen, habe ich es bis zur letzten Seite gelesen und es ist ein Wunder, dass ich dabei mein Essen bei mir behalten habe.

Nun ... den Titel und die Autorin habe ich schon wieder verdrängt ...
Ich weiß nur noch, dass es verdammt dick war, drei Bände in sich vereinte und jeder dieser Bände trug das Wort "Liebe" im Titel, wenn ich mich recht erinnere.

Das Ganze spielt im wilden Westen, als er gerade besiedelt wurde. Eine junge Frau ist schwanger und mit einem Sieldertreck unterwegs, als ihr über alles geliebter Mann von einem Wagen überfahren wird. Nach der Trauerzeit nimmt sie (äußerst widerwillig natürlich) den Heiratsantrag eines Mannes an, der so hochanständig ist, dass er nicht mal Sex von ihr will sondern sie nur bittet, für ihn und sein mutterloses Kind zu sorgen; als Gegenleistung bietet er ihr eben Heim und Herd und Sicherheit.
Heaven.
Natürlich hasst sie ihn erst regelrecht und jammert rum, wie arm sie nicht ist; natürlich verliebt sie sich schlussendlich in ihn, weil er eben so hochanständig ist, und die restlichen zweieinhalb Bände handeln nur von ihrer glücklichen, kinderreichen und tiefgläubigen Familie.

Mal abgesehen von der absolut vorhersehbaren und abgrundtief langweiligen Handlung (Essen zubereiten, Kinder pflegen, einkaufen und lieben, durchsetzt von spannenden Wetterkatastrophen-und-anschließende-Reparatur-Einsprengseln und ähnlichem Kram), abgesehen von dem seichtesten, fundamentalistischten und klischeelastigsten Christentum, das da aus jeder Seite trieft, abgesehen von den nicht vorhandenen Charakteren - abgesehen davon ist das Buch so grottenschlecht geschrieben, dass es richtiggehend weh tut, es zu lesen.
Ich hätte es am liebsten an die Schulkollegin verfüttert (die ich bis dahin als geschmackssicher eingestuft hatte).
Tat ich natürlich nicht. Lächelte beim Zurückgeben und meinte, es wäre nicht ganz mein Geschmack (*HUST*).

Daraus habe ich gelernt, nie von jemandes Auftreten auf seinen literarischen Geschmack zu schließen.

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter

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Beitrag #6 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Also ich habe so viele schlechte Bücher gelesen, dass ich sie gar nicht aufzählen kann. Die anerikanische Familiensaga gehört sicher zu den Top-Kandidaten. Sie heiraten, vermehren sich werden reich und gründen große Dynastien, na ja, also der Pate ging ja...

Zur Zeit lese ich gerade die Essaus von Michel de Montaigne einem französischen Gelehrten aus der Zeit der Religionskriege. Ein sehr unstrukturiertes, oberflächliches Geklügel mit Weisheiten, wie ich sie jetzt in der Boulevardpresse vermutet hätte, aber es liest sich in der Arbeitspause ganz gut...

Was mich wirklich enttäuscht hat ist das Stundebuch von Rainer Maria Rilke
Auszug:

Alles wird wieder groß sein und gewaltig.
Die Lande einfach und die Wasser faltig,
die Bäume riesig und sehr klein die Mauern;
und in Tälern, stark und vielgestaltig,
ein Volk von Ackerbauern.

Das Stundenbuch ist etwa 120 Seiten stark und so geht es gnadenlos von vorne bis hinten... wobei man irgendwann die Suche nach dem roten Faden aufgibt.

O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.

Hyperion am Bellarmin


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Beitrag #7 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
ach, endlich kann ich wieder mal so richtig Gift speihen Mrgreen

Aaalso:

Katja Brandis "Der Verrat der Feuer-Gilde":

Es geht recht wirr und realitätsfern (gut, es ist Fantasy, aber ein bisschen kausalen Zusammenhang wird man doch fordern dürfen?) um ein Mädchen, das sich aufmacht, irgendwas zu retten - tut mir Leid, schon wieder verdrängt. Jedenfalls wird sie zwischen Klischees und kotzschlechter Ausdrucksweise gejagt und verliebt sich recht rasch in einen Todfeind, der dann, um ja auch alle Themen behandelt zu haben, die der Autorin vllt eine "Pädagogisch wertvoll" Leseempfehlung einbringen könnten, auch noch völlig unvorhersehbar mit dem Mädel schläft (höchst pädagogisch beschrieben), während sie eher alles dransetzen sollten, zu fliehen.

Dieser erste Teil von vieren endet dann irgendwo und ich war froh darüber. Dabei ist es echt schade; aus dem Material hätte man was machen können. Naja.

Ein weiterer Hauptkandidad: Wyrm von Hohlbein (ja, ich geb's zu, ich hab ihn mal gern gelesen). Da bin ich mir echt derart was von verarscht vorgekommen; einen schlechten Geschichtsfetzen auf so dickes Papier drucken, dass das Buch ausschaut, als hätte der Inhalt tatsächlich normale Länge - und dann auch noch genauso viel dafür verlangen. Die Geschichte selbst war der hunderttausendste "äonen alt, schwarz und pulsierend, durch und durch böse" Mist; scheinbar ganze Beschreibungen nur leicht abgeändert aus anderen Büchern übernommen.. insgesamt mehr als enttäuschend.

EDIT: Und wie konnte ich nur Siddharta von Hesse vergessen. Ich weiß, hier scheiden sich die Geister. Hab mich selten so verzweifelt gelangweilt, ohne aufhören zu dürfen; Schullektüre.

Krawehl, Krawehl!
Taubtrüber Ginst am Musenhain!
trübtauber Hain am Musenginst!
Krawehl, Krawehl!


"Kunst ist nichts anderes als das Portrait einer Idee." Manfred Kröplein.

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Beitrag #8 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
1. Effie Briest
2. Das goldene Notizbuch (Doris Lessing)
3. Hector sucht das Glück (oder so ähnlich)

Ich bin absolut dafür, daß man Narren von gefährlichen Waffen fernhält. Beginnen wir mit Schreibmaschinen. (Frank Lloyd Wright)

Prinzessin von Kagran

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Beitrag #9 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
Hallo!
Okay, jetzt duck ich mich mal, weil ich krieg ganz sicher auf's Maul. Nein... ducken ist eigentlich nicht ausreichend. Ich bau mir ne Festung! Ne große! Und da kommen alle Waffen rein, von denen ich die Namen kenne. Und seid euch gewiss, ich werde sie benutzen (auch die, wo ich nicht weiß wie's geht *gg). So, genug vorbereitet, dann werde ich mich wohl mal outen.

Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe ist und bleibt:
DER HERR DER RINGE
Zumindest die Hälfte vom ersten Teil. Weiter bin ich nie gekommen. Ich hab noch nie so etwas langweiliges gesehen. Okay, vom Stil her will ich nicht meckern, das hat Tolkien wirklich gut hinbekommen. Er hat sich auch wirklich, wirklich Mühe gegeben, sehr epische Geschichten (zumindest den Filmen nach) auszudenken, die Sprache, die er sich ausgedacht hat ist auch toll, dafür bewundere ich den Mann.
Aber muss das denn alles so langatmig sein?
So absolut totbeschrieben und bevor die erste Schlacht kommt fällt man in einen 1000jährigen Schlaf?
Kann der nicht ein bisschen mehr Action reinbringen?
Zur Verteidigung, wenn jetzt jemand mein, ja ja, aber die Filme gucken:
Den ersten Teil hab ich nach ner Nacht Rollenspiel geschaut. Ich hab die ganzen doofen Szenen verschlafen und bin jedes Mal beim Waffengeklirr wieder aufgewacht. Bin halt doch Krieger. Die horchen beim Kampfgeschehen hin.
Den dritten Teil hab ich mir dann heute reingezogen. Läuft schon seit Mittag und ich bin jetzt bei der Endschlacht.
Fazit: HERR DER RINGE ist (zum kotzen) LANGWEILIG!!!
Und jetzt lauf ich ganz schnell in meine Festung und verschließ die Tore und mach schon mal das heiße Pech klar (ich hoffe ihr verzeiht mir und ich werde es nicht brauchen.

Liebe Grüße,
Lain

Schmetterlinge weinen nicht

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Beitrag #10 |

RE: Welches Buch findet ihr richtig schlecht?
@lain
Ist halt Geschmackssache. ;-)
Ich fand den Herr der Ringe stellenweise auch recht langatmig, aber gut, ich habe früher auch Karl May gelesen, und der ist noch langatmiger. xD


Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe...
Oweia.
Da gab es mal so eins, das hieß glaube ich "Geheime Freundschaft".
Es war aus der Sicht von einem Mädel geschrieben, das sich mit einer Klassenkameradin anfreundet, die keiner leiden kann, weil sie Segelohren hat. Aber die Freundschaft bleibt eben geheim, in der Schule weiß niemand, dass sie befreundet sind, sie treffen sich nur privat immer.
Dann will sich das Mädchen mit den Segelohren operieren lassen, damit die Segelohren keine Segelohren mehr sind.
Nach dem Wochenende mit der OP kommt plötzlich der Direx in den Klassenraum und fragt, ob jemand mit dem Mädchen befreundet sei - und die Protagonistin beschließt plötzlich, jetzt dann doch mal zu ihrer Freundschaft zu stehen und meldet sich. Natürlich sind alle in der Klasse voll verdattert.
Jetzt kommt der gaaanz große Clou an der Sache: Das Mädchen mit den Segelohren ist bei der OP gestorben, weil da irgendwas schief gelaufen ist. Buhuhu, so traurig. Dann kommen noch ein paar seiten Rumgeheule und tiefgründige Überlegungen der Protagonistin und das war's dann.

Nicht nur dass ich die Story irgendwie ein bisschen abgedroschen fand, nein, der Schreibstil war zum Gähnen und das Buch total kurz. Zwar so dick wie ein normales Taschenbuch, aber doppelt oder dreifach so große Schrift, und dann vor jedes Kapitel immer so eine fette Überschrift gesetzt (die dann doch nur "Kapitel XY" hieß), dass die halbe Seite voll war.

Vermutlich hat das Buch die Nichte vom Verlagschef geschrieben oder so.
Ich fand es jedenfalls total mies - ehrlich, da hab ich in der Grundschule schon Schulaufsätze geschrieben, die besser und spannender waren! *kopfschüttel*

***

Ein anderes Buch, von dem ich enttäuscht war, ist "Die Welle".
Ich kannte die Story vorher, wie wohl jeder, und dachte mir, Mensch, das Buch könntest du doch mal lesen, die Geschichte hat doch sicher Potenzial zum Thriller.

Denkste.

Sowas langweiliges!
Die ganze Zeit nur stupides Erzählen der Geschichte, die ich sowieso schon kannte und zwar wirklich ohne jegliche Spannung. Ich war wirklich enttäuscht, denn aus dieser Geschichte hätte man wirklich einen Thriller machen können.

Na ja, wenigstens wird die neue Verfilmung der Story jetzt gerecht. ;-)

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)

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