Es ist: 28-10-2020, 20:30
Es ist: 28-10-2020, 20:30 Hallo, Gast! (Registrieren)


Mythos (2. Schattenherz) verbessert
Beitrag #1 |

Mythos (2. Schattenherz) verbessert
ABC (4 Reliart

Mythos (2. Schattenherz)
(2187)

Lena fasste sich an die pochenden Schläfen.
Ein leises Stöhnen, dann öffnete sie langsam ihre Augen, blinzelte, schlug die Decke zur Seite und richtete sich mühsam auf der Liege auf. Ihre Blicke wanderten schlaftrunken durch den dämmrigen Raum, bis die nüchterne Realität allmählich zu ihr durch drang.
Wo bin ich?
Fahle Gesichter. Ausgemergelt, abgemagert. Dutzende lebloser Körper zu kleinen Haufen gestapelt. Stehend, liegend. Ineinander verkeilt. Glanzlose Augen, im Flüstern erstickte Lippen, die immer noch den Himmel durch die Höhlendecke anbeteten.
Eiseskälte legte sich wie ein Tuch über ihr schwer pochendes Herz, als den Gesichtern Namen zufielen.
"Angelika?"
Sie starrte auf den erschossenen Kopf daneben und hielt sich die Hand vor den Mund.
Frank!
Irgendwo nebenan wurde eine Tür aufgestoßen. Fragen. Antworten. Schreie, Handgemenge, ein Schuss - und dann ein wegschleifendes Geräusch.
Oh Gott!
Sie verharrte, wagte nicht sich zu bewegen, bis es draußen auf dem Gang wieder ruhiger wurde. Erst da glitt sie von der Liege, trat lautlos an die Tür und drückte vorsichtig die kalte Klinke herunter.
Nicht verriegelt?
Knartschende Tür. Ihr Kopf schob sich behutsam in den Gang hinein, schaute nach rechts den Flur hinunter. Offenstehende Zellentüren zu beiden Seiten. Gleißendes Licht am Ende des Ganges versperrte die Sicht auf die Schreie dahinter.
Weitere Schüsse - gefolgt von Stille. Dann menschliches Gelächter, das ihr nur zu bekannt vorkam.
Sie sind hier!
Eine flackernde Wandlampe über der gegenüberliegenden Tür. Die Zelle war ebenfalls offen. Eine karge Bahre im Halbdunkel des Inneren. Mehrere Haufen lebloser Körper im Hintergrund. Ein bekanntes Gesicht, zerschmolzene Pupillen ...
Marvin!
Sie schaute hastig nach links. Ihre Augen weiteten sich bei dem Anblick der noch verschlossenen Zellentüren.
Ich bin die Nächste!
Vom Ende des Flurs näherte sich lautlos das gleißende Licht.

Eine Anzeige neben dem linken Monitor.
Viele dicke rote Striche übereinander - unter einem einzigen in gelb.
'Achtung: Aktueller Energiestand bei 11 Prozent.'
'Warnung: Systemdeaktivierung bei 10 Prozent.'
Auf dem anderen Bildschirm verschwand der Ausschnitt des Kontinents und der Kopf einer Frau tauchte auf. Sie schmunzelte, pustete sich eine blonde Strähne aus dem jugendlichen Gesicht - bevor ihr Lächeln erfror und ihre Augen zornig blitzten.
'->Warnung ignorieren.'


Hundegebell. Menschliche Befehle. Dann der Klang schwerer Stiefel.
Lena schaute nicht nach hinten, sondern rannte nur weiter den endlosen Gang hinunter, den heißen Atem ihrer unsichtbaren Verfolger im Nacken.
Wie haben die uns gefunden?
Vorbei an verschlossenen Türen. Vorbei an Händen, die sich flehend durch die Schlitze in den Gang drängten.
Wieso sind wir schon wieder auf der Erde?
Vorbei an toten Gesichtern, die nicht mehr lange zu leben hatten.
VERDAMMT ...
Und an Worten, die sie nicht verstand. Ein einziges leidendes Stimmengewirr.
Oh Gott ...
Adrenalin breitete sich in ihrem Inneren aus, schoss panisch durch ihre Venen und Adern. Ihr Herz pumpte und pochte, ihre Beine wurden schwerer, als das Ende des Ganges aus dem Nichts auftauchte.
Eine verrostete Eisentür. Kein Schlitz in der Mitte. Links und rechts nur Wände.
Verfl-!
Keuchend prallte sie gegen das kalte Metall, stieß die Tür auf, riss die Klinke ab und stürzte in die Dunkelheit dahinter. Bevor sie sie wieder zuschlug, sah sie das gleißende Licht.
Und darin eine schwarze Masse, die sie zu verschlingen drohte.

Zwinkernd gingen einige Lämpchen aus und das Bild der Frau auf dem Monitor wurde für einen Moment unscharf.
'Warnung: Relaisschaden. Ausfall Backbordbatterien.'
'->Umleitung Energie über freie Verbindungen.'
'Energie wird umgeleitet.'
'->Deaktivierung Subroutinen.'
'Subroutinen abgeschaltet.'
'->Halten des Funkstrahls. Priorität hoch.'
'Bestätigt.'


Kurzer Atem. Tastende Hände an der Wand.
Lieber Gott, lieber Gott, lieber Gott ...
Kaltes Mauerwerk, vernarbte Oberfläche, dann ein Schalter.
Sie drückte ihn und müdes Licht fiel wie ein schmutziges Tuch von der Decke, tauchte ihre Zuflucht in ein verseuchtes Gelb.
... mach, dass sie wieder verschwinden!
Lenas Augen suchten panisch den Raum ab, entdeckten Kanister vor einigen Generatoren am hinteren Ende des Raums. Leise tuckerten sie vor sich hin. Schwaden von Benzin schwängerten die abgestandene Luft um sie herum.
Ein Schlag von außen gegen die Tür.
Stille.
Bitte ...
Dann ein zweiter, ein dritter - gefolgt von menschlichem Gebrüll.
... nicht!
Ihre Pupillen weiteten sich, sahen fassungslos auf die Tür. Und auf die ersten Dellen, die sich ihr entgegen reckten.
Neineineinein ...
Funken blitzten plötzlich über ihr auf, regneten verglühend zu Boden. Lena hielt sich schützend die Hände über den Kopf, als die Deckenlampen starben und die Dunkelheit zurückkehrte.
Verdammt!
Ihr Herz klopfte wild.
Einsame Gedanken verdichteten sich zu einem Entschluss.
Scheiß drauf!
Sie raffte sich auf und lief zu den Kanistern.
Ihr kriegt mich nicht!

'Achtung: Empfangskoordinaten befinden sich am Rand der Reichweite.'
'Achtung: Atmosphärische Störungen.'
'->Meldungen ignorieren.'
'->Abschaltung nicht benötigter Energieverbraucher.'
'->Gesamte Energie Umleitung Antennenkomplex.'
'Bestätigt.'
'Warnung: Deaktivierung bei 10 Prozent.'
'->Deaktivierung Warnmeldungen.'
'Bestätigt.'


Die Tür zersplitterte.
Dann trat eine Gestalt im Schatten des gleißenden Lichts in den dunklen Raum. Schwarze Uniform, verschwommenes Gesicht, ausgestreckte Arme, in der linken Hand eine Pistole. Die Mündung reckte sich drohend nach vorn. Finger tasteten nach dem Schalter an der kalten Wand, doch die Lampen unter der Decke blieben stumm. Für einen Moment sah es so aus, als ob die Gestalt wieder gehen würde, doch plötzlich trat sie entschlossen in den Raum und ging auf die ausgeleerten Kanister zu, die vor den Generatoren verstreut auf dem Boden lagen.
Lena stand abseits des Lichtkegels, der durch die Tür hereinströmte, und versuchte ihren bebenden Brustkorb zu bändigen.
Ganz ruhig, Lena!
Vorsichtiges Atmen. Konzentriertes Warten, während in ihrem Inneren die Angst auf einem Trampolin mit sich selbst um die Wette sprang.
Ganz ...
Erst als die Gestalt an ihr vorbei war, trat sie aus dem Schatten. Mit einem Zippo in der linken Hand.
... ruhig!
Und einem alten Eisenrohr in der rechten.

'Achtung: Überhitzung Verteilerknoten.'
'->Ignorieren.'
'Achtung: Überhitzung Steuerbordbatterie.'
'->Suche alternative Verbindungen.'
'Lenke Energie um.'
'Achtung: Funkstrahl wandert aus dem Zielbereich.'
'->Halten des Funkstrahls.'
'->Berechnung Kurskorrektur.'
'Berechnet.'
'->Aktivierung Steuerdüsen.'
'Energiestand zu niedrig.'
'->Umleitung Energie Antennenkomplex zu Steuerdüsen bei 13Fr121109hJan2187.'
'Bestätigt.'
'->Brenndauer bis 13Fr121150hJan2187.'
'Bestätigt.'
'->Deaktivierung Sicherheitsprotokoll.'
'Deaktiviert.'
'->Zündung.'


Angelika starrte auf die schemenhaften Generatoren im hinteren Ende des Raums.
"Hallo?", rief sie.
Keine Antwort.
Ich hab doch was gehört?
Ein merkwürdiger Geruch schwängerte die abgestandene Luft um sie herum.
"Pfui!", murmelte sie und hielt sich die Nase zu. Irgendwas Flüssiges sickerte in ihre löchrigen alten Stiefel. Sie schaute nach unten und bemerkte, dass sie in einer großen Pfütze stand.
Was zum Teu-?
Ein Schlag von hinten in die Beine und sie sackte stöhnend zusammen. Ein weiterer auf ihren Rücken und sie landete der Länge nach auf dem Boden. Die Lippen schmeckten das, was die Nase bereits errochen hatte.
Benzin?
Dann hörte sie ein unterdrücktes Atmen hinter ihr und sie drehte sich ächzend auf den Rücken.
"Himmel Arsch und Zw-!"
Eine Gestalt vor dem dämmrigen Licht des Stollens. Spärlich nur mit BH und Slip bekleidet. Der rechte Oberarm bandagiert, Pflaster auf dem halbnackten Oberkörper verteilt, und das linke Ohr lag unter einer Kompresse vergraben.
Eine Sonne schien aus ihrer Hand und flackerte grimmig über ein Gesicht und ein glühendes Implantat an der Schläfe.
"Lena?"

Die schwarze Gestalt richtete sich auf, bleckte ihre weißen Zähne, knurrte - rührte sich aber nicht aus der Benzinpfütze weg.
"MÖRDER!", fauchte Lena. "Für alle, die ihr getötet habt!"
Sie wollte das Zippo auf den Boden werfen und alles in einem reinigenden Hölleninferno ausradieren.
So, wie sie es mit uns gemacht haben!
Doch als die Aggression der Gestalt verfloss, erklang eine Stimme in Lenas Kopf.
'->Wirf das Feuerzeug.'
Sanftmut legte sich über das Gesicht und die Pistole verschwand aus der Hand.
Ich ...
'->Steck das ganze Lager in Brand.'
Aber ...
'->Lass sie im Feuer sterben!'
Das Zippo in ihrer Hand wurde immer heißer. Sie wollte ihrer Stimme gehorchen, es auf den Boden werfen - doch der Drang nahm immer mehr ab.
'->Wirf es endlich!'
Plötzlich stand die Gestalt auf, trat mit ausgestreckten Armen einen Schritt auf sie zu.
'->Tu es!'
Sie sagte irgendwas.
Ich kann ...
Leise, sanft und freundlich.
'->VERNICHTE SIE!'
Ich ... kann ... es ... nicht.

Sie?
Angelika stand auf wackeligen Beinen im dunklen Generatorraum. Mit ausgestreckten Armen. Inmitten der Benzinlache.
"Lena?"
Die junge Frau reagierte nicht. Eine erstarrte Eissäule mit einem brennenden Zippo in der einen Hand. Und einer Eisenstange in der anderen.
Sie ist der Verräter?
Angelika streckte vorsichtig ihre Finger nach dem Feuerzeug aus.
"Ganz ruhig!", sagte sie leise, sanft und freundlich.
Das Metall war heiß, als sie es vorsichtig aus Lenas Hand nahm.
"Alles wird gut."
Langsam brannte es sich durch Angelikas Hautschichten.
Lena hat uns das alles eingebrockt?
Sie überlegte.
Doch, das macht Sinn. Sie war eine der Ersten hier.
"Du also - wer hätte das gedacht."
Die junge Frau regte sich nicht. Selbst die Hand schien noch immer das Feuerzeug zu halten.
Wie auch immer sie es geschafft hat, die Ranster anzulocken ...
"Du wolltest uns alle vernichten!"
Und wie hat sie das mit dem zweiten Schiff gemacht?
Lena blieb leblos.
"Man sollte dich auf dem Scheiterhaufen verbrennen!"
Keine Reaktion.
Angelika runzelte die Stirn und näherte sich mit dem flackernden Zippo Lenas Augen.
Was ist mit ihr?
Bebende Rippen. Schweißnasses Gesicht. Zitternde Lippen. Zu kleinen Punkten zusammengeschmolzene Pupillen, nur das Weiß der Glaskörper dominierte.

'Brenndauer: Zeit läuft.'
Etwas Schnelles schoss durch die Brücke und hinterließ ein neues Loch in der Hülle.
'Warnung: Rumpfschaden.'
'->Warnung ignorieren.'
Die Bildschirme flackerten.
'Achtung: Backbordbatterie überhitzt.'
Weitere kosmische Splitter jagten durch die Außenhaut des Kommandomoduls.
'Warnung: Hüllenintegrität auf Decks 01 bis 08 irreparabel beschädigt.'
Auf der Anzeige neben den Monitoren verschwanden der letzte gelbe Strich, über mehreren in rot. Zwinkernd gingen einige Lämpchen aus und auch die Buchstaben verschwanden, als weitere Geschosse durch die Außenhaut des Kommandomoduls jagten. Große Löcher, durch die das Licht der Sonnen ungeniert herein schauten.
Die Frau mit den blonden Haaren starrte grimmig auf einen Stift vor ihr, der sich ungerührt durch die Sonnenstrahlen seinen Weg bahnte.
Dann flackerte auch ihr Monitor.
Und erlosch.


Lena blinzelte.
Bilder eines verschneiten Waldes. Hässliche, vierbeinige Kreaturen um sie herum. Fletschende Zähne. Alles verblasste vor ihren Augen. Und verschwand.
Was ist hier los?
Ihre Beine zitterten, ihr Herz raste. Das Gesicht war schweißnass, und sie spürte eine lange schwere Eisenstange in ihrer Hand.
Wo bin ich?
Sie schüttelte den pochenden Kopf und starrte die ältere Frau an, die wütend vor ihr stand. Der Mund bewegte sich, doch sie hörte nur einzelne Worte.
Angelika?
"... uns alle vernichten!"
Lena erschrak.
Was? WAS?
"... dich auf dem Scheiterhaufen verbrennen!"
Sie ist verrückt geworden!
Angelika fuchtelte plötzlich mit einem brennenden Zippo vor Lenas Augen herum.
Nein!
Erschrocken holte sie mit der Eisenstange aus und schlug zu.
"NEIN!"
Die Zeit zerfiel vor ihren Augen in Scherben. Klirrende Sekundenbruchstücke, die mit dem Feuerzeug und Angelika zu Boden trudelten.
Plötzlich griffen Hände von hinten nach ihr, rissen sie weg und zerrten sie hastig den Gang entlang.
Angelika wurde immer kleiner, verschwand in der Dunkelheit, bevor eine gleißende Sonne im Generatorraum geboren wurde.
Und die Bergnacht im Feuer sterben ließ.
***

Dunkelheit.
Lena spürte kleine nasse Stiche auf ihrer Nase, die kälter war als der juckende Rest von ihr.
Das linke Augenlid wurde abrupt hochgezogen. Ein heller Punkt erschien, wanderte vor ihr hin und her. Dahinter tauchte ein männlicher Kopf unter einer dicken Fellkapuze auf.
Marvin?
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und hinter seinen Augen standen Wasser.
Was ist hier los?
Seine Lippen bewegten sich auf einmal sehr schnell, sprachen tonlos auf sie ein. Schließlich drehte er sich gestikulierend zur Seite - und sie sah den dämmernden Himmel.
Wir sind draußen?
Wolkenverhangen und einsilbig grau.

"Sie ist wieder da!"
Frank tauchte neben ihm auf, schaute auf Lenas fahles Gesicht, das unter den Decken hervorragte.
"Gute Arbeit", hauchte er und klopfte ihm auf die Schulter. "Auch die Sache im Generatorraum."
Erleichterung breitete sich auf Marvins Gesicht aus, als Frank sich zu Lena hinunter beugte.
"Kannst du mich hören?"
Sie starrte durch ihn hindurch.
"Hallo?" Frank stupste sie an. "Lena?"
Keine Reaktion. Nur ihre Augen schienen rastlos durch die Wolken zu rauschen.
"Was ist los mit ihr?"
Marvin versuchte ihren Blicken zu folgen und schaute nach oben. Doch er bemerkte nur ein vogelartiges Tier unter dem grauen Himmel, das kleiner werdende Kreise über ihnen zog.
"Ich weiß es nicht."

Der Vogel schaute neugierig herunter auf die Ansammlung dutzender Zweibeiner in dicken Fellmänteln, die in einer kleinen Kolonne durch die verschneite Landschaften stapften.
Einige lagen auf Schlitten unter dicken Decken vergraben, nur manchmal lugten verbrannte Arme und Gesichter hervor.
Die Anderen bildeten einen Kreis um sie herum, hielten abwehrend schwere Knüppel in den Händen, während sie sich suchend umschauten und nebenher marschierten.
Das Tier wandte sich ab, flog höher und höher, hatte den Drang die Wolkendecke zu durchstoßen und weiter zu fliegen, als es konnte.
Hinaus in das schwarze All, wo ein kastenförmiges Objekt in der Umlaufbahn ebenfalls seine Bahnen zog.
Still und leblos hing es über dem Planeten. Kleine Trümmerstücke schwebten an den Seiten und einige ausgefranste Löcher waren zu erkennen, während die vorderen Spitzen ein unsichtbares Ziel jenseits der Wolken anvisierten.

Die letzten Reste des gleißenden Sonnenlichts am Rand versiegten langsam, als die Nacht wieder durch die Atmosphäre wanderte und den vergangenen Tag unter einem dunklen Tuch schlafen legte.
~*~


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Beitrag #2 |

RE: Mythos (2. Schattenherz)
Hallo zum Zweiten

Bin ich jetzt tatsächlich die Erste? Und dabei hab ich mir doch so viel Zeit gelassen o.O

Zitat:dann öffnete Sie langsam ihre Augen
sie
Zitat:Eiseskälte legte sich wie ein Tuch über ihr schwer pochendes Herz, als den Gesichtern Namen zufielen.
Wie - du hast sie umgebracht?!
Zitat:Ihr Kopf tastete sich behutsam in den Gang hinein
"Tasten" gehört für mich einfach immer zu einer Extremität, und zwar einer, die eben aktiv was tut, um die Umgebung zu erspüren. Vielleicht stattdessen "schob sich behutsam in den Gang hinein"?
Zitat:Wieso sind wir schon wieder auf der Erde?
Auf der Erde? Sind sie? Wie jetzt?
Zitat:doch die Lampen unter der Decke blieben stumm
Stumm? Nicht vielleicht eher blind oder so was? Oder meinst du, dass sie nicht anfangen, wie wild zu surren?
Zitat:doch die Lampen unter der Decke blieben stumm
Womit?
Zitat:Angelika starrte auf die schemenhaften Generatoren im hinteren Ende des Raums.
Ich dachte, die wäre tot o.O
Zitat:Und wie hat sie das mit dem zweite Schiff gemacht?
zweiten

Okay ....
Sehr schöne Szenen, die mit Lena. Tolle Bilder, meine Hochachtung.
Aber ich hab irgendwie nicht verstanden, was passiert ist. War Angelika die Verräterin? Oder haben sie wirklich alle nur geglaubt, dass es Angelika wäre, und in Wirklichkeit war es die auch nicht? Und waren Frank und Marvin nicht eigentlich tot? Wer war die Frau auf dem Bildschirm?
Ich kann ehrlich nicht behaupten, durchgestiegen zu sein. Liegt das daran, dass ich einfach so auf dem Schlauch stehe, oder ist es wirklich verdammt schwer zu durchschauen?
Ich wär dir sehr dankbar, wenn du mir ein wenig Interpretationshilfe geben könntest Icon_wink

Liebe Grüße,
Naira

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
(Erasmus von Rotterdam)

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Beitrag #3 |

RE: Mythos (2. Schattenherz)
Und zum Zweiten.

Zitat:Bin ich jetzt tatsächlich die Erste? Und dabei hab ich mir doch so viel Zeit gelassen o.O
Ich denke, ich habe die anderen Beiden unterwegs verloren.

Zitat: Zitat:Ihr Kopf tastete sich behutsam in den Gang hinein

"Tasten" gehört für mich einfach immer zu einer Extremität, und zwar einer, die eben aktiv was tut, um die Umgebung zu erspüren. Vielleicht stattdessen "schob sich behutsam in den Gang hinein"?
Ich hatte da eine Nahaufnahme vor Augen. Aber ich denk drüber nach.
*notier*

Zitat:Zitat:Wieso sind wir schon wieder auf der Erde?
Auf der Erde? Sind sie? Wie jetzt?
*hust*

Zitat:Zitat:doch die Lampen unter der Decke blieben stumm
Stumm? Nicht vielleicht eher blind oder so was? Oder meinst du, dass sie nicht anfangen, wie wild zu surren?
Ich meinte damit, dass die Lampen aus sind. Und bleiben.

Gut, Rechtschreibfehler werde ich beschämend ausbessern.

Zitat:Aber ich hab irgendwie nicht verstanden, was passiert ist. War Angelika die Verräterin? Oder haben sie wirklich alle nur geglaubt, dass es Angelika wäre, und in Wirklichkeit war es die auch nicht? Und waren Frank und Marvin nicht eigentlich tot? Wer war die Frau auf dem Bildschirm?
Hier ist die Formatierung sehr wichtig. Im ersten Teil ist das Reale auf dem Planeten kursiv gefasst - das Innere im Wrackteil normal. Im zweiten dagegen genau umgekehrt. Das normale ist Lenas Alptraum - das Kursive diesmal das Innere des Wrackteils.

Es sollte nur nicht zu sehr verwirren.

Zu Deinen Fragen:
@Angelika:
Nein, Sie ist nicht die Verräterin - Sie sucht diese Person nur, da Sie nicht an Zufälle glaubt. Und niemand glaubt, dass Sie es ist - man glaubt ihr nur generell nicht, dass es überhaupt einen solchen Verräter/Saboteur gibt.
@Frank und Marvin:
Lenas Bilder im zweiten Teil sind Teile ihres Alptraumes, der vom System auf dem Kommandomodul initiiert wird. Über das 'glühende' Implantat. Icon_wink

Bleibt natürlich noch die Frage, wer oder was die blonde Frau auf dem Bildschirm ist - unterschwellig wird dies an der Stelle angedeutet:
Mythos1:
Zitat:"Ich habe Sie noch nie danach gefragt", flüsterte der Arzt und kniff die Augen zusammen. "Aber was ist damals auf der 'Defoe' passiert?"
Frank öffnete den Mund, wollte etwas sagen - schüttelte aber nur den Kopf.
"Nun kommen Sie schon."
Schweigen.

Ich hoffe, es ist klarer geworden.
Danke.

LGD.


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Beitrag #4 |

RE: Mythos (2. Schattenherz) verbessert
Guten Tag Herr Dreadnoughts,

*Tasse mit Kaffee bereitstell*
So, jetzt kanns losgehen. (und: Nein, du hast mich nicht verloren, nur ich hab die Zeit verloren)

Zitat: Ein leises Stöhnen, dann öffnete Sie langsam ihre Augen, blinzelte, schlug die Decke zur Seite und richtete sich mühsam auf der Liege auf.

Ich würde das „ihre“ weglassen, das steckt den Satz unnötig.

Zitat: Knartschende Tür.

Ich kenne zwar „knartschend“ als Wort, aber gelesen hab ich das noch nie und dachte immer das wäre Dialekt.

Zitat: Gleißendes Licht am Ende des Ganges versperrte die Sicht auf die Schreie dahinter.

Klingt ein bisschen seltsam, da man Schreie ja nicht sehen kann. Komischerweise versteh ich aber trotzdem was du meinst.

Zitat: Bevor sie sie wieder zuschlug, sah sie das gleißende Licht.

Das sind aber viele „sie“. Hmm, du könntest eins weglassen, dann schlägt die Tür eben von allein wieder zu, oder du könntest eins durch „Lena“ ersetzen. Was besseres fällt mir dazu grad nicht ein.

Zitat: Mit einem Zippo in der linken Hand.

Huch, das sind ja viele Linkshänder. Icon_wink

Zitat: Dann hörte sie ein unterdrücktes Atmen hinter ihr und sie drehte sich ächzend auf den Rücken.

hinter „sich“

Zitat: Große Löcher, durch die das Licht der Sonnen ungeniert herein schauten.

„schaute“, weil es sich ja auf „das“ Licht bezieht

So, auch hier bin ich am Ende angekommen. Nun, ich weiss nicht, ob ich alles richtig verstanden habe. Meine erste Vermutung, dass sie überwacht werden, zieh ich wieder zurück, dass war auch mehr eine Vermutung meines Gefühls. Inzwischen glaub ich, dass sie irgendwie durch diese Implantate gesteuert –manipuliert- werden.
Irgendwie ist alles ein bisschen unübersichtlich, einmal durch die kursiven Einschübe und einmal dadurch, dass man Lenas Wahrnehmung von „Traum“ und Wirklichkeit nicht auf den ersten Blick auseinanderhalten kann. Am Ende ist das zwar schon irgendwie klar geworden, aber während dem Lesen fragt man sich schon, was da denn jetzt los ist.

Ja, textlich ist es ganz klar eine Dread-Geschichte, wobei ich das „normal“ textliche besser fand. Hier hast du klare Bilder gezeichnet, Atmosphäre aufgebaut und auch Handlung drin gehabt, was sich einfach flüssiger lesen lies.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #5 |

RE: Mythos (2. Schattenherz) verbessert
Hallo Lady.

Zitat:Nein, du hast mich nicht verloren, nur ich hab die Zeit verloren
Nimms mir nicht übel.

Zitat:Zitat: Gleißendes Licht am Ende des Ganges versperrte die Sicht auf die Schreie dahinter.

Klingt ein bisschen seltsam, da man Schreie ja nicht sehen kann. Komischerweise versteh ich aber trotzdem was du meinst.
Leider kann ich die Bilder (in meinem Kopf) nicht so umsetzen, wie es der Rest der schreibenden Zunft kann. Also, da steht genau das, was in meinem Kopf war.

Zitat:Zitat: Bevor sie sie wieder zuschlug, sah sie das gleißende Licht.

Das sind aber viele „sie“. Hmm, du könntest eins weglassen, dann schlägt die Tür eben von allein wieder zu, oder du könntest eins durch „Lena“ ersetzen. Was besseres fällt mir dazu grad nicht ein.
Werde ich mir mal notieren.

Zitat:Zitat: Mit einem Zippo in der linken Hand.

Huch, das sind ja viele Linkshänder.
Das ist nicht einfach nur irgendeine ... Geschichte. Hier hat alles seine Bedeutung. Auch die vielen Linkshänder. (Unter anderem.)

Zitat:Nun, ich weiss nicht, ob ich alles richtig verstanden habe.
Eine Geschichte funktioniert nicht, wenn der Verfasser danach viele Erklärungen abgeben muss. Hier war es mir klar, dass es schwer sein werden könnte. (?)

Okay, hier der weiße Hase:
Die Geschichte spielt im Jahr 2187. Auf einem fremden Planeten mit zwei Monden. Menschen hausen in einem Berg, inmitten einer Eiswüste - oder besser gesagt: einer Landschaft, die unter Schnee begraben liegt.

Im Berg selbst richten sie sich mehr als häuslich ein:
Je tiefer sie in den Berg kamen, desto lauter wurde es. Hämmer und Bohrer waren zu hören, Geräusche von elektrischen Kettensägen in entlegenen Gängen, fluchende Menschen. Irgendwo in einem der vielen Stollen tuckerten Generatoren vor sich hin und die Ausläufer von Benzingerüchen waberten um ihre Nasen.

Die Menschen selbst sind keine Eingeborenen, sondern ...
Der Arzt sah die Frau ernst an.
"Ach ja, der mysteriöse Unbekannte, der zwei Raumschiffe zum Absturz brachte, uns alle gegeneinander aufhetzte, den 'Neubau' einstürzen ließ ...", schmunzelte er, "... hat uns jetzt auch noch die Ranster auf den Hals gehetzt."
"Ihr Gedächtnis ist wirklich ein einziger Trümmerhaufen, John Doe!", schnaufte Angelika. "Bis auf das Kommandomodul ist nur die 'Defoe' abgestürzt - die 'Van Wellem' ist verschwunden."

... sind Überlebende zweier Raumschiffe, die den Planeten erreicht haben. Eines davon war die Defoe, das andere die Van Wellem. Von diesen Schiffen ist nur bekannt, dass die Van Wellem wieder verschwunden ist, während die Defoe in zwei Teile zerbrach. Das Kommandomodul befindet sich noch in der Umlaufbahn. (Das Modul wird zwar vom Planeten angezogen, aber bevor es in die Atmosphäre eintauchen könnte, wird es bei jeder Umrundung immer wieder von den Monden 'zurückgezogen' - wenn man so will. Die Gravitationsverhältnisse ähneln hier dem Raum um Jupiter/Io.)

Allerdings ist in letzter Zeit nicht alles glatt gelaufen, wie im fraglichen Ausschnitt ersichtlich. Die Überlebenden haben sich aufgespalten - die einen zogen weiter, die anderen blieben.
Alles, was Menschen nicht verstehen (und vielleicht als Wunder abtun), wird bei technischen Aspekten als Magie bezeichnet. (siehe 3. Clarksches Gesetz). Bei merkwürdigen Vorkommnissen allerdings sucht man gerne schon mal nach Schuldigen - und wenn man die nicht findet, dann ist es eben ein mysteriöser Geist. Ein Mythos - nicht erklärbar. Aber da.

Leider irrt sich Angelika, was das angeht, denn ...
'->Suche: Letzte operierende Systemausführung.'
'Fragmente gefunden bei Bordzeit 01Mi171510hDez2184.'

... die letzte operierende (das heißt funktionierende) Systemausführung war zu dem Zeitpunkt, bevor sich das Kommandomodul während des Absturzes vom Rest des Schiffes getrennt hat. In diesem Fall sind die letzten Zahlen von Bedeutung:
Mittwoch, 01.12.2184, 17:15:10 Uhr.
(Die Schreibweise hat seinen Ursprung im militärischen Bereich.)
Die Vorfälle, die Angelika nennt, sind wahrscheinlich wirklich nur Zufälle. Die blonde Frau auf dem Bildschirm hat damit nichts zu tun.

Während der letzten drei Jahre haben sich die Energiezellen wieder aufgeladen - und dadurch verfügt das Modul über genügend Kapazitäten für einen Systemstart. Das, was dort im technischen Teil mit "->" sind Eingaben ins System - da dort oben kein Mensch mehr sein kann, ist dies (wahrscheinlich) eine künstliche Intelligenz.

Was genau an Bord der Defoe passiert ist, verschweigt Frank als Kapitän im abschließenden Dialog mit dem Doc:
"Ich habe Sie noch nie danach gefragt", flüsterte der Arzt und kniff die Augen zusammen. "Aber was ist damals auf der 'Defoe' passiert?"
Frank öffnete den Mund, wollte etwas sagen - schüttelte aber nur den Kopf.
"Nun kommen Sie schon."
Schweigen.

Was auch immer passiert ist, die Frau mit den blonden Haaren ist daran (wie man auch beim zweiten Teil merkt) wahrscheinlich nicht ganz unschuldig, denn ...
'->Wirf das Feuerzeug.'
Sanftmut legte sich über das Gesicht und die Pistole verschwand aus der Hand.
Ich ...
'->Steck das ganze Lager in Brand.'
Aber ...
'->Lass sie im Feuer sterben!'
Das Zippo in ihrer Hand wurde immer heißer. Sie wollte ihrer Stimme gehorchen, es auf den Boden werfen - doch der Drang nahm immer mehr ab.
'->Wirf es endlich!'
Plötzlich stand die Gestalt auf, trat mit ausgestreckten Armen einen Schritt auf sie zu.
'->Tu es!'
Sie sagte irgendwas.
Ich kann ...
Leise, sanft und freundlich.
'->VERNICHTE SIE!'
Ich ... kann ... es ... nicht.

... durch die "->" wird deutlich, dass eben diese Frau im Kopf von Lena herumspukt. (Über das gühende Implantat, dass während der Untersuchung durch den Arzt noch inaktiv ist:
Im Hintergrund lag Lena auf einer hölzernen Bahre und schlief mit geballten Fäusten, die Augen zuckten unter den Lidern unregelmäßig hin und her. Nur das graue Implantat an ihrer Schläfe blieb leblos.

Soweit erstmal. Ich hoffe, ich konnte es etwas erklären. (?)

Die Rechtschreibfehler (und sonstigen Bedenklichkeiten) habe ich mir notiert. Danke für Deine Meinung.
Icon_wink

LGD.


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Beitrag #6 |

RE: Mythos (2. Schattenherz) verbessert
Spät kommt er, doch er kommt ...

Moin Dread!

Keine lange Vorrede, gleich in medias res,

Zitat:Lena fasste sich an die pochenden Schläfen.
genau wie du.


Zitat:Fahle Gesichter. Ausgemergelt, abgemagert. Dutzende lebloser Körper zu kleinen Haufen gestapelt. Stehend, liegend. Ineinander verkeilt. Glanzlose Augen, im Flüstern erstickte Lippen, die immer noch den Himmel durch die Höhlendecke anbeteten.
Stark. Pro

Zitat:Vorbei an toten Gesichtern, die nicht mehr lange zu leben hatten.
Und noch einmal: Pro

Zitat:VERDAMMT ...
Und an Worten, die sie nicht verstand. Ein einziges leidendes Stimmengewirr.
Oh Gott ...
Das ist für mich ein bisschen viel. Mir ist klar, dass die gute Lena verfolgt wird oder zumindest allen Grund hat, sich aus dem Staub zu machen, und mir ist klar, dass sie entsprechend solche Gedanken hat, mir ist klar, dass du diese Gedanken so aufschreiben willst. Und gerade weil mir das alles klar ist: "Verdammt" und "Oh Gott ..." sind nicht nötig. Du schaffst so starke Bilder, die das Grauen, das sie um sich sieht, das, was in ihr vorgeht, viel besser verdeutlichen als solche Allgemeinplätze, derartige Floskeln.

Zitat:Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und hinter seinen Augen standen Wasser.
Hier doppelst du "sein" - das zweite könntest du durch "den" ersetzen, denke ich.
Und in seinen Augen stand Wasser oder standen Tränen.

Und ... Ende.



Obligatorisch der Hinweis: Ich finde, Kursivdruck liest sich schlechter als Normaldruck. Entsprechend, und das gilt auch für Teil 1, wo ich es, meine ich, nicht gesagt habe, fand ich die längeren kursiven Passagen etwas leseunfreundlich. Der eine oder andere Gedanke, ok, aber ganze Absätze sind mir zu viel. Du verwendest es als Stilmittel, und das auch nicht zum ersten Mal, wenn ich mich recht entsinne - also gut, lass es so, aber ich wollte es nicht unangemerkt so stehenlassen.

An der Darstellung hat mich, wie an der einen Stelle angemerkt, gestört, dass du Lenas Panikgedanken so stereotyp dargestellt hast. Mir ist klar, das ist eine Gratwanderung. Du brauchst hohes Erzähltempo, um die Hektik, die Flucht, die Panik an den Leser weiterzu geben. Dagegen kommt eben diese Hektik, dieses Flucht-Gefühl gerade nicht so zur Geltung, wie es möglich ist, weil die Darstellung durch die Ein-Wort-Gedanken stark an der Oberfläche geblieben ist. Ich würde hier dazu tendieren, den einen oder anderen davon herauszukürzen und das, was sie wahrnimmt - deine Beschreibungen sind große Klasse! - auszubauen oder mehr in den Fokus zu rücken.

Ungewohnt kurz, der Kommentar. Liegt wohl daran, dass ich nicht groß etwas zu meckern gefunden habe, was ich hier einzeln aufführen müsste - dankeschön! Mrgreen Bis auf die Stelle mit dem Wasser in den Augen (die du wohl verschlimmbessert hast) habe ich keine Fehler gefunden. Sprachlich habe ich nichts auszusetzen, das liest sich aus einem Guss.

Gerne gelesen!

LGF.
Mrgreen

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Beitrag #7 |

RE: Mythos (2. Schattenherz) verbessert
Hallo Federlehrling.

Zitat:Zitat:VERDAMMT ...
Und an Worten, die sie nicht verstand. Ein einziges leidendes Stimmengewirr.
Oh Gott ...

Das ist für mich ein bisschen viel. Mir ist klar, dass die gute Lena verfolgt wird oder zumindest allen Grund hat, sich aus dem Staub zu machen, und mir ist klar, dass sie entsprechend solche Gedanken hat, mir ist klar, dass du diese Gedanken so aufschreiben willst. Und gerade weil mir das alles klar ist: "Verdammt" und "Oh Gott ..." sind nicht nötig. Du schaffst so starke Bilder, die das Grauen, das sie um sich sieht, das, was in ihr vorgeht, viel besser verdeutlichen als solche Allgemeinplätze, derartige Floskeln.

Ich werde es notieren, aber Lena ist auch nur ein Mensch - warum also sollte Sie es nicht denken?

Zitat:Zitat:Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und hinter seinen Augen standen Wasser.

Hier doppelst du "sein" - das zweite könntest du durch "den" ersetzen, denke ich.
Und in seinen Augen stand Wasser oder standen Tränen.
Das 'den' nehme ich - das Andere geht definitiv nicht.

Zitat:Du verwendest es als Stilmittel, und das auch nicht zum ersten Mal, wenn ich mich recht entsinne - also gut, lass es so, aber ich wollte es nicht unangemerkt so stehenlassen.
Mir ist bewusst, dass es eine Glaubensfrage ist - aber ich wiederhole es gerne:
Ich-bin-nicht-vom-Himmel-gefallen-und-nehme-jede-technische-Hilfe-,-die-ich-kriegen-kann.
Icon_wink

Zitat:Sprachlich habe ich nichts auszusetzen, das liest sich aus einem Guss.
Der Guss ist jetzt 55 Tage alt. Icon_ugly

Zitat:Gerne gelesen!
Danke sehr.

LGD.


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