Es ist: 26-02-2020, 11:26
Es ist: 26-02-2020, 11:26 Hallo, Gast! (Registrieren)


Der Unterschied
Beitrag #1 |

Der Unterschied
Dies hier stellt eine Minisaga dar. Eine relativ neue Textgattung, welche vor allem im englischen Literatur Verbreitung gefunden hat. Wenn ihr es nicht kennt sucht es bitte mit einer Internet-Suchmaschine und fragt mich nicht nach etymologischen Herleitungen (ist leider schon vorgekommen und ich hatte keinen Plan, was man von mir eigentlich wollte). Aber hier erstmal der Text:


«Los mach den Nintendo aus, wir wollen frühstücken.»
«Nö, hab keine Lust, Papa!»
«Seit wann geht’s hier nach Lust? Los, mach jetzt!»
«Oh, Mann …»
«Was wollen wir heute zum Mittagessen?»
«Eierkuchen!!»
«Oh, nö! Wir machen Nudeln mit Tomatensoße»
«Papa, warum wird immer das gemacht, wozu du Lust hast?»

Misera est servorum fortuna.

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Beitrag #2 |

RE: Der Unterschied
Hallo JMD!

Bisher hat deine Minisaga noch nicht so viel Zuspruch gefunden, wie es scheint, dabei ist es eigentlich eine sehr interessante Art, einen Gedanken auszudrücken. (In meiner persönlichen kleinen Welt, in der alles seinen Platz bekommt, erscheint mir die Minisaga als das prosaisierte Elfchen Icon_wink)
Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas schwerer ist, deutsche Minisagas zu schreiben, da die deutsche Sprache, anders als die englische, eher zu langen Sätzen neigt (und deshalb vielleicht auch mehr Wörter benötigt, um etwas zusagen) ...

Zu deiner Minisaga im Speziellen:
ich finde es recht schwer, sie zu kommentieren (vielleicht auch ein Grund, warum du noch keine Kommis hattest).

Du hast genau 50 Wörter gebraucht, aber dadurch wird es ja erst zur Minisaga. (An dieser Stelle: ich würde den Titel noch einmal gesondert über den Text schreiben, da er ja mitzählt - nicht zuletzt, weil du noch Einiges drüber geschrieben hast.)

Du vermittelst eine Botschaft: häufig wird mit zweierlei Maß gemessen, wenn es um einen selbst geht.

Aber was mir an der Umsetzung fehlt, damit sie mir wirklich gefällt, ist das "Besondere".
Vielleicht bin ich verwöhnt, aber damit ein Text hängen bleibt, sollte z. B. die Szene besonders ungewöhnlich sein, oder die Botschaft, die du vermitteln möchtest kommt auf besonders originelle Weise rüber ... oder deine Sprache haut mich vom Hocker. Icon_wink
Du beschreibst ein relativ alltägliches Gespräch zwischen Vater und Sohn, das genau das vermittelt, was ich erwartet hätte ...
Nicht schlecht, aber auch nicht gut.

Nun ja, es ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Trotzdem: vielleicht könntest du überlegen, ob die Szene um drehst, also das Kind derjenige ist, der mit zweierlei Maß misst ... oder das Gespräch komplett versetzen (aber dann würde es sich zu weit von deiner eigentlichen Geschichte entfernen).

Ich hoffe dir hilft mein Kommentar weiter und man sieht dich mal wieder im Forum!

Gruß vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: Der Unterschied
Tag JDM,

Zitat:Eine relativ neue Textgattung, welche vor allem im englischen Literatur Verbreitung gefunden hat.
sehr interessant. Solche Beschränkungen bzw. Experimente sind Interessant. So etwas gibt es doch mit begrenzten Wörtern auch, oder?

Jedenfalls interessant
trotzdem kann man vllt noch was "verbessern" (in meinen Augen zumindest)

Zitat:«Los mach den Nintendo aus, wir wollen frühstücken.»
«Los, mach den Nintendo aus, wir wollen frühstücken.»
umgehst du mit Absicht Namen, um es allgeimeingültiger zu machen?

Zitat:«Oh, nö! Wir machen Nudeln mit Tomatensoße»
sowas sagt ein erwachsener? klingt sehr stoisch

Zitat:«Los mach den Nintendo aus, wir wollen frühstücken.»
«Nö, hab keine Lust, Papa!»
«Seit wann geht’s hier nach Lust? Los, mach jetzt!»
«Oh, Mann …»
«Was wollen wir heute zum Mittagessen?»
«Eierkuchen!!»
«Oh, nö! Wir machen Nudeln mit Tomatensoße»
«Papa, warum wird immer das gemacht, wozu du Lust hast?»
Ok In wenigen Sätzen erzählst du einiges. Ich finde es geht fast schon in Humor, weil irgendwie ist das witzig, weil es alles nach dem Vater geht. Nicht zwingend so wie es in der Realität ist.

Ich erlaube mir, es in meinen Worten zu schreiben, weil ich den Dialog inhaltlich gut finde, aber nicht denke, dass ein "lebendiger" Dialog ist. Wenn du verstehst. Ist aber nur so für mich, du sollste es natürlich nicht übernehmen ... außer du willst unbedigt ^^

"Auf auf, den Ninetendo aus. Essen."
"Gleich, Papa, ... ich muss nur noch ..."
"Nicht gleich. Sofort!"
"Was möchtest du zum Mittag?"
"Pfannkuchen!"
"Nudeln mit Tomatensoße, richtig."
"Warum machen wir immer das, worauf du Lust hast?"

ich gebe zu das : "Ich hab keine Lust, Papa" fehlt, aber trotzdem finde ich der Dialog "echter" hätte sein können.

Vllt kannst du irgendwas aus meiner Anregen gebrauchen.

gruß
jeronimus







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