Es ist: 18-01-2022, 02:34
Es ist: 18-01-2022, 02:34 Hallo, Gast! (Registrieren)


Gastgruß
Beitrag #21 |

RE: Gastgruß
[... Einen Gastgruß entbehre auch ich, der eigentlich das wahre ICH hinter dem alten Skalden ist. Es gab ja bereits mehrere Anfragen zu meiner Person und da es sich hier um ein Vorstellungsforum handelt, will ich mal ein wenig von mir preisgeben.

Wie Dreadnoughts bereits treffend analysiert hat bin ich in den goldenen Dreißigern, seit mehreren Jahren verheiratet und habe zwei Söhne. Aufgewachsen bin ich im Südafrika der Apartheid, also einem Land der Unterdrückung und des Klassendenkens, und in Nigeria, bis ich schließlich nach Deutschland gekommen bin.
Hier hat sich mein freies Denken entwickelt, beflügelt durch ein paar besonders denkwürdige Exemplare der Gattung Lehrer, wurde nach dem Abitur durch den Wehrdienst bei den Fallis etwas ernüchtert und letztendlich beim Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften an der ehrwürdigen JW-Goethe-Universität in Frankfurt/Main in etwa in die Richtung gebracht, in der es heute schlingert (... das freie Denken).
Dazwischen liegen aber noch ein gutes Dutzend wilder und turbulenter Jahre, die weniger mit dem Denken als mit Charakterbildung zu tun hatten.

Mit dem Schreiben selbst habe ich irgendwann in meiner Schulzeit begonnen und habe das immer nur als Zeitvertreib und (Achtung: bourgeoise Ausdrucksweise!) intellektuellen Zeitvertreib gesehen. So haben sich die Inhalte meiner Werke (ich mag dieses Wort, denn der Autor ist irgendwie doch ein Handwerker) in ihrer Form und ihrem Inhalt voneinander unterschieden, vieles davon ist mit meinem ersten Amiga 500 verloren gegangen oder modert auf dem Dachboden herum. Mein erstes Buch habe ich mit achtundzwanzig begonnen und ein Jahr später fertiggestellt, persönlich war es mir wichtig, eine so komplexe Aufgabe in seiner Gesamtheit zu bewältigen, und nicht entnervt zwischendrin aufzugeben.
Inzwischen bin ich etwas versierter und habe den Spaß am Schreiben als eine Leidenschaft entdeckt - wann immer ich Zeit dazu habe.

Die Saga Eidbrecher/Im Zeichen des Raben ist das letzte Werk und umfasst inzwischen noch drei weitere Sagas (die alle miteinander verwoben sind und ineinander fließen) und hat mich in den letzten Jahren sehr beschäftigt. Mein Anliegen war es vor allem gewesen, eine Fantasy ohne Fantasy zu schreiben, das heißt eine Geschichte zu schreiben, die ohne viel Trallala auskommt und dafürt so tief und fest in der nordischen Mythologie verwurzelt ist, die ja für die Menschen der damaligen Zeit eben keine Mythologie war, sondern Wahrheit. Diese Wahrheit wiederzugeben war mein Anliegen, ich wollte die Welt so beschreiben, wie sie aus den Augen und Herzen der Menschen wirklich war. Ich habe mich lange mit den Werken Snorri Sturlusons und anderen zeitgenössischen (ja, hier ist Kritik angebracht :-)) Sagensammlern befasst, dass es mir am Anfang schwer gefallen ist, mich aus der altertümlichen Sprache zu befreien, die in ihrer Form und ihrem Inhalt so schwer zu erfassen ist.

Nun, was draus geworden ist mag jeder für sich selbst entscheiden (im Fantasy - Fortsetzungsforum), ich jedenfalls würde mich freuen, wenn es auch nur einem am heimischen Kamin Freude bereitet.

Wohlan, der Abend ist noch jung.
Was machen wir aus unserem Leben? ...]


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