Es ist: 13-04-2021, 20:18
Es ist: 13-04-2021, 20:18 Hallo, Gast! (Registrieren)


Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Beitrag #11 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Guten Morgen Trinity,

so, wieder ein bisschen Zeit um näher auf deiner Antwort zum Kommi einzugehen.

Ein liebes "eigentlich" *rausred* Nun ja, ich weiß, dass es sich widerspricht, genau deswegen steht es so da. Ich vermute an dieser Stelle, dass dieser eher lockere Stil dir vielleicht nicht liegt? Was natürlich nicht schlimm wäre, aber es klingt nicht, als würdest du mit dem Text warm, was vielleicht an der eher tendenziell humoristischen Intention liegen könnte.
=> Ich hab auch nicht angenommen, dass du nicht verstehen würdest, was du da schreibst. Bei mir persönlich hats nicht gewirkt, wie vieles an der Geschichte nicht. Lockerer Stil? Ja, mag sein, dass es daran liegt. Und ich möchte nochmal unterstreichen: Ich bin absolut nicht warm geworden mit deinem Text und deshalb vermutlich auch meine Kritik. Es liegt also zum Großteil sicherlich am Geschmack. Da kannst also beruhigt sein. Geschmack ist ja unterschiedlich wie wir wissen und natürlich beeinflusst meine Neigung mich.

Ich fand es eine witzige Formulierung und es soll auch auf sein naives Gemüt hinweisen. Eigentlich. Vielleicht wrde auch ein "Wahrscheinlich" das besser ausdrücken, oder?
=> Hmmm, .. ich finde es passt beides gut in das was du sagen willst. Ich hab eher hier gar nicht das Wort selbst kritisiert sondern eher, die Dummheit die in deinem Prot steckt. In dieser naiven Reaktion.

"Okonor wackelte mit den Fingern, spannte die Muskeln an und freute sich darüber, dass sie ihm trotz seines Zustandes wie eh und je Stärke und Kraft verliehen - und fühlte sich eigentlich sehr agil." Ich finde, das klingt etwas schöner als die vielen "und"s.
=> Jap. Find ich gut. Icon_smile

Ich dachte an so flache Decksteine in höchstens Handtellergröße, die mit ein bisschen Abstand nebeneinander liegen, Fotos von solchen Gräbern habe ich schon einmal gesehen, das hatte mich dazu inspiriert.
=> Ist okay. Ich an deiner Stelle würd allerdings noch dafür sorgen, dass der Leser sich nicht fragt, welche Größe die Steine haben, damit sich so eine Nachfrage wie meine zumindest ein wenig von selbst löst.

Er ist tot - in gewisser Weise. Untot halt. Er spürt keine Schmerzen und kann deshalb den Fuß benutzen, dass hat er ja ausprobiert. Und für solch ein Gemüt: Wenn er schon tot ist, und dann noch für seine Verhältnisse lebt, wieso sollte er denken, nicht in sein altes Leben zurückkehren zu können? Er kann ja in seinen Bahnen denken und sich bewegen - warum nicht auch heiraten?
=> Okay ... also hier muss ich sagen, da gehen unsere Meinungen weit auseinander. Wenn man als Zombie aufersteht, dann kann man nicht in sein Leben zurück. Wenn wir das von der ernsten Seite sehen, dann wäre das sogar ein sehr dramatischer Moment: Du wachst auf, bist gefangen in einer Kiste oder mit einem Tuch umwickelt. Panik und Angst durchdringt jeder tot Pore. Du windest dich, fängst an zu graben, schnappst unbewusst nach Luft und merkst, dass du sie nicht brauchst. Merkst, dass deine Anstrengungen keinen Herzschlag mehr beschleunigen. Spätestens dann wird es dir klar. Muss es klar sein. Du verzweifelst, würdest weinen wenn du könntest; hast dein Leben verloren. Für einen Moment willst du aufgeben, dann entscheidest du dich aber (in diesem Fall) fürs leben. Kämpfst dich weiter empor und dringst an die Oberfläche; guckst schlussendlich auf dich hinab und weißt, dass du nicht mehr der gleiche bist. Dass keine Frau deinen toten, vermutlich bereits verwesenden oder kränklich aussehenden Körper haben will. Niemand wird dich in die Arme schließen wollen; niemand trösten.

So. Das ist meine Sicht. Meine Vorstellung und meine Hintergedanken. Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich den Werdegang nicht billigen kann. Warum die Reaktion deines Prots so affig finde; unlustig. Ich sehe etwas ganz anders, etwas dramatisches; wundervolles Potenzial auf das ich mich eingelassen habe zu Anfang und das dann irgendwann als witzig sein soll. Ich möcht ich anmerken, dass ich nicht dachte was humoristisches zu lesen. Der erste Absatz deutet nichts davon an, hat mich erst sein lassen; meine Aufmerksamkeit und mein Gefühl gefordert, als ich mich darauf einlassen wollte. Bei "Na klar" angekommen gings dann für mich in eine Enttäuschung über, die ich vielleicht von Beginn an - das ist jetzt nur ne Vermutung - nicht ganz so gespürt hätte, wenn der erste Satz schon so formuliert wäre, dass er den Leser anhüpft und sagt: Vorsicht Humor! Dann wär ich wohl in die ernste Stimmung nicht reingekommen und hätte mich nicht so beschissen dabei Gefühlt das die Gedanken und Vorstellungen die ich mir gemacht habe verwandelt werden in eine Witzpartie.

Er ist naiv - und warum sollte er sich als Leiche fühlen? Er fühlt sich doch gesund und munter, fällt (noch) nicht auseinander - wenn jemand, der dir lieb war, plötzlich wieder auf eine gewisse Art leben kann, würdest du dich nicht freuen ihn nicht verloren zu haben? Okay, blödes Beispiel. Aber ich kann ihn gewisserweise nachvollziehen.
=> Warum er sich als Leiche fühlen sollte hab ich oben schon geschrieben. Auf deine Frage: Meine Ziehmutter bzw. Omi ist vor einem dreiviertel Jahr gestorben und ich träume heute noch von ihr. Schlimme Träume. Manchmal steht sie im Bad so wie früher, nackt und durch die Krankheit schon zerstört, ein bisschen angewest und furchtbar zugerichtet. Sie steht da, weinend, blickt mich an und ich bin wieder froh, dass sie da ist. Einfach nur froh. Hätte ich sie nicht verloren und nie solche Träume gehabt würde ich dich frage ob du noch alle Tassen im Schrank hast, wenn du mich fragst ob man sich nicht freuen würde, einen geliebten Menschen zurück zu bekommen. Denn sind wir mal menschlich und ehrlich und wenig naiv: Wir würden die Menschen nicht einfach so zurücknehmen können, wenn sie so vor uns stünden. Und wir würden das auch nur für verdammt wenige tun. Eine junge Verlobte? Eine hübsche Frau? Lebendig und voller Leben? Es tut mir leid, sie würde sich abwenden in meinen Augen. Würde sich dem Leben zuwenden und sich seinen neuen Mann suchen, der ihr Kinder und Wärme bieten könnte. Würde ich aus einem Grab steigen, als Mann. Würde ich Okonor sein, ich würde wissen, was ich zu tun habe. Und da sind wir wieder: Ich hab ne verteufelt andere Ansicht auf das was du geschrieben hast und ich entdeckte so viel mehr darin, kommt mir zumindest vor.

Würde man sich ohne nicht fragen: Wo zur Hölle kommt dieses Haus her?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich suche mal eine Lösung.

=> Man fragt sich das - wie ich angemerkt habe - ja schon viel früher.

Ja, ich habe versucht, witzig zu sein ... Er soll so kindlich wirken, das ist Absicht. Ich habe mir vorgestellt, dass er nun einfach nicht mehr weiterlaufen kann, und deshalb verzweifelt sitzen bleibt. Aber das ist irgendwie vor deinen belastenden Argumenten nicht haltbar, glaube ich.
=> So und hier sind wir beim Hauptpunkt. Ich finde es nicht witzig wenn sich ein erwachsener Mann wie ein Kleinkind aufführt. Wirklich nicht. Hättest du über ein Kind geschrieben, vielleicht wär meine Meinung anders ausgefallen, weil vieles dann für mich zusammen gepasst hätte. Das Naive hätte seinen Grund und die Leichtigkeit, die sich jetzt schon anbahnt, das Ganze anzunehmen, auch eine kindliche Erklärung.

Es gibt sie ab und an – aber ich finde es recht logisch: Wenn man als Zombie aufersteht, muss man fliehen, weil die Leute es nicht mögen, und dann landet man in der Einsamkeit – wie andere Zombies auch. Ist es da nicht sogar recht wahrscheinlich, dass sich welche zusammengeschlossen haben, um in der Stille sich zu verstecken? Gut, er hätte nicht auf sie treffen müssen, aber es ist nicht so unwahrscheinlich, wie ich glaube, dass du glaubst zunge verknot
=> Na dann sind wir mal froh, dass sie zufällig alle in die selbe Richtung gelaufen sind und sich dann dort getroffen und niedergelassen haben ... aber gut, in deiner lustigen Version der Geschichte hängt sich da die Maus wohl nicht auf. Auch hier: Ich seh das alles zu realistisch und zu ernst. Keine Ahnung. Normalerweise bin ich nicht ganz unlustig, aber hier wirkts einfach nicht was du servierst ... scheinbar bin ich da aber die Einzige. Beruhigt mich und wieder auch nicht. Icon_smile

Yay! Eine Stelle, die dich zum Lachen gebracht hat, wuhu!
=> Jap. Wie gesagt, ab dem Dialog find ichs besser. Viel besser um genau zu sein, weils dann wirklich ein bissi lockerer wird und alles von den Details ablenkt. Da kam dann auch der erste Lacher.

Gut, wenn der Protagonist nicht ankommt, ist die Geschichte sowieso verloren, glaube ich. Okonor ist als jemand konzipiert, den du wohl von Grund auf nicht leiden könntest, daher vermute ich, dass du diese Art der Geschichten, mal von den durchaus noch zahlreich vorhandenen Mängeln abgesehen, nicht unterhaltsam findest?
=> Jap. Da stimme ich dir zu. Es hat erstens mit dem Protagonisten und zweites mit meiner oben beschriebenen Ansicht zu tun. Mit dem Bild und mit meinen Hintergedanken. Ich hoffe ich konnte dir das irgendwie näher bringen, sodass du meine Reaktion ein bisschen nachvollziehen kannst. Icon_smile

Was bringt mir ein Prolog, wenn alle sich angewidert abwenden?
=> Tut man Gott sei Dank nicht. Gibt anscheinend wirklich genug, die das so hinnehmen wie es ist und gut leiden können. Ich persönlich möchte halt auch in was lustigem eine gewisse Logik sehen, bzw. Realität. Etwas, dass zusammenpasst.

Sicher Icon_smile Ich danke dir für deine Mühe, dass du dich durch den Text gequält hast! Leid tun muss dir ja nichts – aber vielleicht sind die anderen Teile eher etwas für dich? Der Prolog ist etwas speziell, zugegeben, was vor allem an Okonor liegt, aber es könnte ja möglicherweise sein, dass du kurz in den nächsten Teil reinliest? Wenn nicht, ist ja auch nicht schlimm, ich bin nur die geborene Bequatscherin
=> hmmm, ... ich muss zugeben, dass ich mich als sehr verletzend dir gegenüber empfinde und das liegt wohl allgemein daran, dass ich es gewohnt bin, dass mir schlussendlich fast alles irgendwo und irgendwie gefällt. Ich hab bis jetzt überall einfach was gefunden, dass ich positiv hervorheben konnte und war damit glücklich. So überaus negativ wie ich jetzt bin ... ich bins nicht gewöhnt, aber wenn du sagst, dass du das verkraften kannst, was ich von mir geben - denn ich würd weiter sehr ehrlich bleiben und vermutlich dann wohl wieder verletzend (mich zumindest würds treffen) werden - dann probier ich mich gerne am nächsten Kapitel aus.

Ich grüß dich lieb!
- Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #12 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala noch einmal Icon_smile

(03-03-2011, 09:05)Sternchen schrieb: Ich fand es eine witzige Formulierung und es soll auch auf sein naives Gemüt hinweisen. Eigentlich. Vielleicht wrde auch ein "Wahrscheinlich" das besser ausdrücken, oder?
=> Hmmm, .. ich finde es passt beides gut in das was du sagen willst. Ich hab eher hier gar nicht das Wort selbst kritisiert sondern eher, die Dummheit die in deinem Prot steckt. In dieser naiven Reaktion.
Ah, in Ordnung. So oder so: das andere Wort finde ich jetzt zumindest besser, also hat es auch direkt am Wort etwas gebracht Icon_smile

Zitat:Ich dachte an so flache Decksteine in höchstens Handtellergröße, die mit ein bisschen Abstand nebeneinander liegen, Fotos von solchen Gräbern habe ich schon einmal gesehen, das hatte mich dazu inspiriert.
=> Ist okay. Ich an deiner Stelle würd allerdings noch dafür sorgen, dass der Leser sich nicht fragt, welche Größe die Steine haben, damit sich so eine Nachfrage wie meine zumindest ein wenig von selbst löst.
Gut, dann baue ich das am besten in die Stelle ein. Vielleicht hebt er fassungslos einen der Steine auf oder so.

Zitat:Er ist tot - in gewisser Weise. Untot halt. Er spürt keine Schmerzen und kann deshalb den Fuß benutzen, dass hat er ja ausprobiert. Und für solch ein Gemüt: Wenn er schon tot ist, und dann noch für seine Verhältnisse lebt, wieso sollte er denken, nicht in sein altes Leben zurückkehren zu können? Er kann ja in seinen Bahnen denken und sich bewegen - warum nicht auch heiraten?
=> Okay ... also hier muss ich sagen, da gehen unsere Meinungen weit auseinander. Wenn man als Zombie aufersteht, dann kann man nicht in sein Leben zurück. Wenn wir das von der ernsten Seite sehen, dann wäre das sogar ein sehr dramatischer Moment: Du wachst auf, bist gefangen in einer Kiste oder mit einem Tuch umwickelt. Panik und Angst durchdringt jeder tot Pore. Du windest dich, fängst an zu graben, schnappst unbewusst nach Luft und merkst, dass du sie nicht brauchst. Merkst, dass deine Anstrengungen keinen Herzschlag mehr beschleunigen. Spätestens dann wird es dir klar. Muss es klar sein. Du verzweifelst, würdest weinen wenn du könntest; hast dein Leben verloren. Für einen Moment willst du aufgeben, dann entscheidest du dich aber (in diesem Fall) fürs leben. Kämpfst dich weiter empor und dringst an die Oberfläche; guckst schlussendlich auf dich hinab und weißt, dass du nicht mehr der gleiche bist. Dass keine Frau deinen toten, vermutlich bereits verwesenden oder kränklich aussehenden Körper haben will. Niemand wird dich in die Arme schließen wollen; niemand trösten.
Meine Sicht auf diese "Gattung" Zombie ist da weniger von einem realistischen Hintergrund geprägt, wie anscheinend bei dir. Ich verstehe nun gut deine Ansicht, und respektiere sie natürlich. Zur Erklärung: Ich bin sehr beeinflusst von Schriftstellern wie Terry Pratchett, die Untote z.T. als ein Bild für Ausgestoßene benutzen, die sie in einem lockereren Bereich agieren lassen wie einfach wieder auferstandene Körper, die ihren Geist behalten haben. Betrachte ich also meine Vorstellungen, bin ich selbst von einer eher naiveren Sicht gefangen, die das Ganze zumindest in dieser Zeit, wo ich solche Sachen schreibe, als nicht so streng realistisch sieht. Das ist natürlich nur meine Meinung und mein Bild davon - natürlich ist nicht auszuschließen, dass ich in anderem Genre, einer anderen Schreibstimmung und -intention (Stimmungen, Emotionen, vermutlich) eine andere Haltung einnehme(n kann).
Aber nun verstehe ich zumindest deine Kritik. Danke, dass du diese Hintergründe mit mir geteilt hast.

Zitat:Bei "Na klar" angekommen gings dann für mich in eine Enttäuschung über, die ich vielleicht von Beginn an - das ist jetzt nur ne Vermutung - nicht ganz so gespürt hätte, wenn der erste Satz schon so formuliert wäre, dass er den Leser anhüpft und sagt: Vorsicht Humor! Dann wär ich wohl in die ernste Stimmung nicht reingekommen und hätte mich nicht so beschissen dabei Gefühlt das die Gedanken und Vorstellungen die ich mir gemacht habe verwandelt werden in eine Witzpartie.
Nun, das sind wohl wahre Worte. Es tut mir Leid, dass du nicht "gewarnt" wurdest und dich daher so gefühlt hast - es ist schon schwer, sich auf etwas wirklich tief einzulassen, und dann das ... Gut, ich denke, ich bemühe mich um einen einheitlichen Stil, sozusagen vom ersten Wort an.

Zitat:=> Warum er sich als Leiche fühlen sollte hab ich oben schon geschrieben. Auf deine Frage: Meine Ziehmutter bzw. Omi ist vor einem dreiviertel Jahr gestorben und ich träume heute noch von ihr. Schlimme Träume. Manchmal steht sie im Bad so wie früher, nackt und durch die Krankheit schon zerstört, ein bisschen angewest und furchtbar zugerichtet. Sie steht da, weinend, blickt mich an und ich bin wieder froh, dass sie da ist. Einfach nur froh. Hätte ich sie nicht verloren und nie solche Träume gehabt würde ich dich frage ob du noch alle Tassen im Schrank hast, wenn du mich fragst ob man sich nicht freuen würde, einen geliebten Menschen zurück zu bekommen. Denn sind wir mal menschlich und ehrlich und wenig naiv: Wir würden die Menschen nicht einfach so zurücknehmen können, wenn sie so vor uns stünden. Und wir würden das auch nur für verdammt wenige tun. Eine junge Verlobte? Eine hübsche Frau? Lebendig und voller Leben? Es tut mir leid, sie würde sich abwenden in meinen Augen. Würde sich dem Leben zuwenden und sich seinen neuen Mann suchen, der ihr Kinder und Wärme bieten könnte. Würde ich aus einem Grab steigen, als Mann. Würde ich Okonor sein, ich würde wissen, was ich zu tun habe. Und da sind wir wieder: Ich hab ne verteufelt andere Ansicht auf das was du geschrieben hast und ich entdeckte so viel mehr darin, kommt mir zumindest vor.
Dazu kann ich nur sagen, dass es mir Leid tut und ich nun, bei dem Wissen, das du mit mir geteilt hast, mitfühle. Es sind verschiedene Ansichten, verschiedene Vorstellungen.

Zitat:=> So und hier sind wir beim Hauptpunkt. Ich finde es nicht witzig wenn sich ein erwachsener Mann wie ein Kleinkind aufführt. Wirklich nicht. Hättest du über ein Kind geschrieben, vielleicht wär meine Meinung anders ausgefallen, weil vieles dann für mich zusammen gepasst hätte. Das Naive hätte seinen Grund und die Leichtigkeit, die sich jetzt schon anbahnt, das Ganze anzunehmen, auch eine kindliche Erklärung.
Gut, das verstehe ich. Es gibt ja auch Humor, über den ich nicht lachen kann, wenn er für mich die Peinlichkeits-Grenze überschreitet. Da dies Geschmackssache ist, kann ich darauf kaum eingehen, aber quasi objektiv kann ich sagen, dass mir Okonor als Kind schlicht und einfach nicht in das Konzept der Geschichte passen würde, mit dem Hintergrund, in dem er durchaus noch eine Rolle spielt.


=> Na dann sind wir mal froh, dass sie zufällig alle in die selbe Richtung gelaufen sind und sich dann dort getroffen und niedergelassen haben ... aber gut, in deiner lustigen Version der Geschichte hängt sich da die Maus wohl nicht auf. Auch hier: Ich seh das alles zu realistisch und zu ernst. Keine Ahnung. Normalerweise bin ich nicht ganz unlustig, aber hier wirkts einfach nicht was du servierst ... scheinbar bin ich da aber die Einzige. Beruhigt mich und wieder auch nicht. Icon_smile[/quote]
Ich stehe auf der anderen Seite und denke fast dasselbe wie bei deinen letzten Sätzen: Scheinbar bin ich hier anders. Das beruhigt mich und auch wieder nicht Icon_smile

Zitat:[color=#00868B]Yay! Eine Stelle, die dich zum Lachen gebracht hat, wuhu!
=> Jap. Wie gesagt, ab dem Dialog find ichs besser. Viel besser um genau zu sein, weils dann wirklich ein bissi lockerer wird und alles von den Details ablenkt. Da kam dann auch der erste Lacher.
Okay - dann schau ich mal, wie ich das vereinheitlichen kann - möglichst natürlich in Richtung gut *g*

Zitat:=> Jap. Da stimme ich dir zu. Es hat erstens mit dem Protagonisten und zweites mit meiner oben beschriebenen Ansicht zu tun. Mit dem Bild und mit meinen Hintergedanken. Ich hoffe ich konnte dir das irgendwie näher bringen, sodass du meine Reaktion ein bisschen nachvollziehen kannst. Icon_smile
Ein bisschen? Ich finde, man kann das nun sehr gut nachfühlen - also ist mein Vorschlag, weiterzulesen, vielleicht doch nicht so gut. Die Sicht auf die Dinge ist wohl einfach zu anders.

Zitat:Was bringt mir ein Prolog, wenn alle sich angewidert abwenden?
=> Tut man Gott sei Dank nicht. Gibt anscheinend wirklich genug, die das so hinnehmen wie es ist und gut leiden können. Ich persönlich möchte halt auch in was lustigem eine gewisse Logik sehen, bzw. Realität. Etwas, dass zusammenpasst.
Und ich verdrehe gerade den ganzen Realismus absichtlich auf eine kindliche Weise, um zu versuchen, in die Handlung in Bilder für Tieferes(?) zu setzen. Das passt wirklich nicht.

Zitat:=> hmmm, ... ich muss zugeben, dass ich mich als sehr verletzend dir gegenüber empfinde und das liegt wohl allgemein daran, dass ich es gewohnt bin, dass mir schlussendlich fast alles irgendwo und irgendwie gefällt. Ich hab bis jetzt überall einfach was gefunden, dass ich positiv hervorheben konnte und war damit glücklich. So überaus negativ wie ich jetzt bin ... ich bins nicht gewöhnt, aber wenn du sagst, dass du das verkraften kannst, was ich von mir geben - denn ich würd weiter sehr ehrlich bleiben und vermutlich dann wohl wieder verletzend (mich zumindest würds treffen) werden - dann probier ich mich gerne am nächsten Kapitel aus.
Ich muss zugeben, dass ich das bei meinem Eintritt in Litera wohl nicht hätte verkraften können, aber nun sehe ich das ganze etwas distanzierter. Versteh mich nicht falsch, ich fühle mit deinem Hintergrund mit und vollziehe deine Kritik auch emotional nach, weil ich mich in dich reinversetze, aber als Kritik zu meinem "Werk" kann ich das konstruktiv sehen. Allerdings weiß ich nicht, ob das vielleicht nicht doch eine schlechte Idee ist, wenn du dir das antust. Wie ich oben schrieb, ist die naivere, ironische und damit auch unrealistische Sicht auf diese Fantasywelt prägend für die Geschichte. Das würde dir vermutlich nicht besonders gefallen.

Vielen Dank für deine Antwort!
Alles Liebe und Gute,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #13 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hi Trinity!

Bei meinem Rundumschlag durch die Fantasy-Ecke sollst du natürlich nicht zu kurz kommen. Allerdings muss ich gleich vorweg sagen, dass ich mit humoristischer Fantasy oft nicht allzu viel anfangen kann. Deshalb nimm es nicht schwer, wenn aus meiner Ecke die Lacher ausbleiben Icon_wink

Zitat: und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine durcheinander.
»durcheinanderschieben« klingt nach Vorsatz, als würde er da extra Chaos anrichten. Ich denke aber eher, dass es durch sein Ausbuddeln ungewollt zu diesem Chaos kommt. vielleicht eher »durcheinanderbringen«?

Zitat: Doch das einzige, was ihn erstaunte war,
so blöd es auch ausschaut, muss zwischen »erstaunte, war« ein Komma

Zitat: Er hätte gut Lust gehabt, ein bisschen zu laufen, so gut tat es,
das »gut« vorm »Lust gehabt« würde ich weglassen, der Satz klingt dann meiner Meinung nach auch schöner

Zitat: Davon überzeugt machte sich Okonor auf den Weg zum Dorf.
Okonors Art, mit seinem Tod umzugehen, finde ich erfrischend. Kranker Fuß ist weg → super! Er hat Recht behalten → Super! Paps wird sich freuen → Super! Und dann noch ne Hochzeit! → Super! Mrgreen Dass er da so gar keinen Gedanken dran verschwendet, warum er gar nicht richtig tot ist, gefällt mir.

Zitat: Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.
Icon_lol

Zitat: Okonor richtete sich auf und lief, indem er noch einmal zurücksah, gegen eine Wand.
hm … das »indem« klingt meiner Meinung nach dort falsch. Er läuft ja gegen die Wand WEIL er sich umblickt, »indem« steht eher für die Wendung »dadurch, dass«, die hier für meinen Geschmack nicht passt. Bin da aber nicht ganz sicher, wie die Regel im Endeffekt lautet. Ich würdʼs eher mit »weil« schreiben

Wie alt war Okonor eigentlich, als er gestorben ist? Die Schmiedearbeit und der gestählte Körper sind ja ein Hinweis auf das Erwachsenenalter, aber in der Szene mit der Wand klingt er nach kleinem Bub. Gut, manche findens lustig, wenn Erwachsene sich wie Kinder verhalten, ich finde es inkonsequent Icon_ugly

Zitat: Natürlich hatte er schon von wandelnden Toten gehört, aber er hätte nie gedacht, dass ihm das einmal passieren würde.
Hm … im Prinzip war ihm doch von Anfang an klar, dass er tot ist, oder nicht? Er freut sich ja noch, dass er Recht hat und den Fuß nicht überlebt hat, denkt, sein Vater wäre nach seinem Tod nicht böse. Also soo überraschend trifft ihn die Erkenntnis hier ja nicht. Da wäre eher schon eine tiefere Reflektion angebracht, vielleicht die Frage, warum es ihm passiert ist, oder wie, oder ob man es rückgängig machen kann.

Zitat: aber Dinge merken war sein Spezialgebiet
»aber sich Dinge zu merken« müsste es heißen, oder?

Zitat: „ .. fehlt ein ordentliches Imätsch.“
nee, englische Begriffe verwurschteln geht gar nicht. Das find ich schon bei Pratchett immer grenzwertig. Also, meine Meinung natürlich nur. Ich mag es nicht.

Zitat: und Emmi guckte etwas ratlos glubschend in die Luft.
»etwas« ist überflüssig. Entweder sie ist ratlos oder sie ist es nicht Icon_wink
»guckte glubschend« ist gedoppelt … beide Verben bezeichnen ja den Vorgang des Schauens.
Vorschlag: »Emmi glubschte ratlos in die Luft«

Hm … die Zombies … ja mei, es sind halt Zombies, aber in ihrem Charakter bisher doch noch sehr … stereotyp. Soweit ich solche Aussagen treffen darf, weil ich noch nicht viel mit Zombies gelesen hab *lach*
Der Kriegsveteran, der gerne und lange Geschichten erzählt, der sympathische Kumpelkerl und das hysterische Drama-Weib. Da begeistert mich bisher noch keiner so wirklich.

Bei Roller kommt dazu, dass ich den Dialekt / Akzent, was auch immer nicht konsequent umgesetzt finde. Teilweise spricht er Sätze deutlich und normal, aber in manchen Worten hat er den Dialekt sehr stark (»goar nischt« zum Beispiel). Wenn er viel Text bekommt, würde ich persönlich den Dialekt nur schwach einbinden, ansonsten finde ich es zu anstrengend zum Lesen.

Das Ende verstehe ich von der Logik auch nicht so wirklich: Okonor wird gefragt, ob er dableibt oder weggeht und als Antwort wirft er den Begriff des »Imätsch«s in den Raum, woraufhin Jarvis sofort den Plan hat, eine Kampagne zu starten … Da fehlt mir einfach die Entwicklung dieser Idee. Warum erwähnt Okonor das Imätsch, wenn es um die Frage geht, ob er bleibt oder geht? Warum ist Jarvis sofort davon überzeugt, als hätte er selbst die Idee schon ewig, nur keinen Grund gehabt, sie mal zu äußern?
Da fehlt es einfach an Entwicklung und »eins nach dem anderen«. Es wirkt ein wenig, als hättest du diesen Punkt schnell in der Geschichte haben wollen, um darauf aufzubauen.
Klar, man könnte sagen: Hey, da sitzen 4 Zombies, wen kümmert da Logik … aber die Geschichte selbst sollte sich – auch wenn sie mit abstrusen Ideen kommt – in sich selbst schlüssig entwickeln. Und da fällt die Kampagnen-Sache am Ende vollkommen raus. Für mich.

Bevor ich weiterlesen, warte ich erstmal deine Antwort ab, ob dir Kommentare in diese Richtung überhaupt was bringen, bzw. erwünscht sind. Dadurch, dass Humor einfach nicht meins ist, falle ich ja schon aus der Zielgruppe und kann daher verstehen, dass du sagst, aus den Kommentaren ziehst du nix. Wenn du allerdings willst, les ich weiter Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

Nachtrag: *hust* Ich bin etwas aus der Übung: Geschrieben ist das ganze locker und flüssig, lässt sich gut und in einem Rutsch lesen, wobei jetzt auch keine tiefgründigen Wortspiele drin sind (oder ich sie verpasst habe *lach*). Fehlerfrei und grammatikalisch in Ordnung. Pro

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #14 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala,

(06-07-2011, 14:40)Lanna schrieb: Bei meinem Rundumschlag durch die Fantasy-Ecke sollst du natürlich nicht zu kurz kommen.
Welch Ehre *staub wisch*

Zitat:Zitat: und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine durcheinander.
»durcheinanderschieben« klingt nach Vorsatz, als würde er da extra Chaos anrichten. Ich denke aber eher, dass es durch sein Ausbuddeln ungewollt zu diesem Chaos kommt. vielleicht eher »durcheinanderbringen«?
Hm, Vorsatz ist es ja irgendwie schon - er will ja hindurch. Vielleicht stellt ein "auseinander" das klarer?
Zitat:Zitat: Doch das einzige, was ihn erstaunte war,
so blöd es auch ausschaut, muss zwischen »erstaunte, war« ein Komma
Doh

Zitat:Zitat: Er hätte gut Lust gehabt, ein bisschen zu laufen, so gut tat es,
das »gut« vorm »Lust gehabt« würde ich weglassen, der Satz klingt dann meiner Meinung nach auch schöner
Hm. Ja. Doch, hast recht.

Zitat:Zitat: Davon überzeugt machte sich Okonor auf den Weg zum Dorf.
Okonors Art, mit seinem Tod umzugehen, finde ich erfrischend. Kranker Fuß ist weg → super! Er hat Recht behalten → Super! Paps wird sich freuen → Super! Und dann noch ne Hochzeit! → Super! Mrgreen Dass er da so gar keinen Gedanken dran verschwendet, warum er gar nicht richtig tot ist, gefällt mir.
Schön, dass es da Sympathie gewinnt Icon_smile Ich fand, es zeigte seinen ... nicht gerade Einstein'schen Verstand am besten. Deswegen konnte es auch kein anderer als Okonor sein, der da im Prolog verfolgt wird.

Zitat:Zitat: Okonor richtete sich auf und lief, indem er noch einmal zurücksah, gegen eine Wand.
hm … das »indem« klingt meiner Meinung nach dort falsch. Er läuft ja gegen die Wand WEIL er sich umblickt, »indem« steht eher für die Wendung »dadurch, dass«, die hier für meinen Geschmack nicht passt. Bin da aber nicht ganz sicher, wie die Regel im Endeffekt lautet. Ich würdʼs eher mit »weil« schreiben
Große Güte, ich stoße damit immer jemanden auf die Zehen. Habt ihr das nie gelesen? Ich kenne das als eine Formulierung wie ... wie ... wie "bei allen Göttern" oder "allenthalben" oder so. Hm, also mir ist sie lieb geworden, auch wenn sie genau genommen nicht stimmt. Ich danke für deinen Hinweis, behalte den Satz aber so.

Zitat:Wie alt war Okonor eigentlich, als er gestorben ist? Die Schmiedearbeit und der gestählte Körper sind ja ein Hinweis auf das Erwachsenenalter, aber in der Szene mit der Wand klingt er nach kleinem Bub.
Ich dachte an einen jungen Erwachsenen. Durch die Schmiedearbeit könnte er auch noch ein Tickchen jünger sein, wenn man von guten Genen asugeht (Grüne Güte, das klingt bescheuert Icon_ugly ). Sein Verstand ist, wie bemerkbar, nicht der beste - eine einfaches Gemüt. Ich fand den Kontrast am besten, zur Reaktion der Leute auf Zombies, meine ich. Für mich kam also nie ein anderer Prologprotagonist in Frage.

Zitat:Gut, manche findens lustig, wenn Erwachsene sich wie Kinder verhalten, ich finde es inkonsequent Icon_ugly
Ich betrachte ihn als Stereotyp, in gewisser Weise. Ein Jemand, den alle schon einmal irgendwo unter anderem Namen gelesen haben. Einer "wie alle", dem so etwas passieren konnte. Er wird nicht der Protagonist für die weitere Geschichte sein, daher wollte ich mir das hier erlauben. Es ist natürlich auch ein Versuch, etwas Albernes mit reinzubringen - es bot sich einfach zu sehr an Icon_wink

Zitat:Zitat: Natürlich hatte er schon von wandelnden Toten gehört, aber er hätte nie gedacht, dass ihm das einmal passieren würde.
Hm … im Prinzip war ihm doch von Anfang an klar, dass er tot ist, oder nicht? Er freut sich ja noch, dass er Recht hat und den Fuß nicht überlebt hat, denkt, sein Vater wäre nach seinem Tod nicht böse. Also soo überraschend trifft ihn die Erkenntnis hier ja nicht. Da wäre eher schon eine tiefere Reflektion angebracht, vielleicht die Frage, warum es ihm passiert ist, oder wie, oder ob man es rückgängig machen kann.
Es geht ja nur allgemein um das Zombiedasein. Nicht, dass er tot ist. Klar,er hätte es auch vorher richtig realisieren können. Aber warum? Er fühlte sich ja ziemlich lebendig, erst die Reaktion scheint ihm das richtig klar gemacht zu haben. Dazu kommt, dass er ein bisschen kangsamer ist. Und die Erkenntnis, dass es gerade ihn getroffen hat - GERADE IHN - ist hier im Speziellen gemeint. Es zu bemerken und es zu realisieren sind zwei verschiedene Sachen. Finde ich zumindest.
Zitat:Zitat: aber Dinge merken war sein Spezialgebiet
»aber sich Dinge zu merken« müsste es heißen, oder?
Ja, genau. Das, ähm, war nur ein Test. Icon_ugly ( Doh )
Zitat:Zitat: „ .. fehlt ein ordentliches Imätsch.“
nee, englische Begriffe verwurschteln geht gar nicht. Das find ich schon bei Pratchett immer grenzwertig. Also, meine Meinung natürlich nur. Ich mag es nicht.
Gut, Meinung gegen Meinung.

Zitat:Zitat: und Emmi guckte etwas ratlos glubschend in die Luft.
»etwas« ist überflüssig. Entweder sie ist ratlos oder sie ist es nicht Icon_wink
»guckte glubschend« ist gedoppelt … beide Verben bezeichnen ja den Vorgang des Schauens.
Vorschlag: »Emmi glubschte ratlos in die Luft«
Da hat du recht. Ich nehme den Vorschlag gerne an.

Zitat:Hm … die Zombies … ja mei, es sind halt Zombies, aber in ihrem Charakter bisher doch noch sehr … stereotyp. Soweit ich solche Aussagen treffen darf, weil ich noch nicht viel mit Zombies gelesen hab *lach*
Mit Zombies hat das ja an sich erstmal nichts zu tun, es waren ja charakterlich Menschen. Aber ich habe mir gerade Mühe gegeben, ihnen ein paar Geschichten einzugeben, damit sie ihre Rollen ausfüllen können. Diese sind allerdings nicht wirklich unverbraucht, stimmt. Aber für meine Zwecke fand ich es ausreichend. Hm, viellicht könnte ich mir da aber was überlegen ...

Zitat:Der Kriegsveteran, der gerne und lange Geschichten erzählt, der sympathische Kumpelkerl und das hysterische Drama-Weib. Da begeistert mich bisher noch keiner so wirklich.
Schade. *schon wieder nachdenklich am stiftende kau*

Zitat:Bei Roller kommt dazu, dass ich den Dialekt / Akzent, was auch immer nicht konsequent umgesetzt finde. Teilweise spricht er Sätze deutlich und normal, aber in manchen Worten hat er den Dialekt sehr stark (»goar nischt« zum Beispiel). Wenn er viel Text bekommt, würde ich persönlich den Dialekt nur schwach einbinden, ansonsten finde ich es zu anstrengend zum Lesen.
Ja, ich habe mir überlegt, dass er manche Dinge halt als Dialekt spricht. Problem: In den Sätzen, die du meinst, kommt sowas nicht vor. Ich hab jetzt aber versucht, es zu bessern.

Zitat:Das Ende verstehe ich von der Logik auch nicht so wirklich: Okonor wird gefragt, ob er dableibt oder weggeht und als Antwort wirft er den Begriff des »Imätsch«s in den Raum, woraufhin Jarvis sofort den Plan hat, eine Kampagne zu starten … Da fehlt mir einfach die Entwicklung dieser Idee. Warum erwähnt Okonor das Imätsch, wenn es um die Frage geht, ob er bleibt oder geht? Warum ist Jarvis sofort davon überzeugt, als hätte er selbst die Idee schon ewig, nur keinen Grund gehabt, sie mal zu äußern?
Da fehlt es einfach an Entwicklung und »eins nach dem anderen«. Es wirkt ein wenig, als hättest du diesen Punkt schnell in der Geschichte haben wollen, um darauf aufzubauen.
Ich dachte an zwei Gedankenblitze - Okonor fügte ich ein paar Gedanken hinzu, vielleicht besser so? Und Jarvis war ein Stadtmensch, er muss damit zu tun gehabt haben oder es kennen, dass er die Idee hatte. Ich fand es recht einleuchtend, aber so muss ich das natürlich überdenken.

Zitat:Klar, man könnte sagen: Hey, da sitzen 4 Zombies, wen kümmert da Logik … aber die Geschichte selbst sollte sich – auch wenn sie mit abstrusen Ideen kommt – in sich selbst schlüssig entwickeln. Und da fällt die Kampagnen-Sache am Ende vollkommen raus. Für mich.
Hm, doof. Dann muss ich da dran arbeiten. Logik ist allerdings in sich schon wichtig, finde ich. Ich wollte schon nicht, dass da ein Wickie-Bild nötig wird, um zu erklären, dass er den Gedanken hat.

Zitat:Bevor ich weiterlesen, warte ich erstmal deine Antwort ab, ob dir Kommentare in diese Richtung überhaupt was bringen, bzw. erwünscht sind. Dadurch, dass Humor einfach nicht meins ist, falle ich ja schon aus der Zielgruppe und kann daher verstehen, dass du sagst, aus den Kommentaren ziehst du nix. Wenn du allerdings willst, les ich weiter Icon_wink
Wenn es dich nicht anspricht, will ich dir auf keinen Fall etwas aufzwingen! Logikkommentare sind da meist wohl etwas Grauzone, da sie eigentlich ja immer stimmen. Also ... wenn du gerne Stilfragen beantwortest, also für Satzstellungen, Lesbarkeit und so weiter, da hilft mir natürlich immer. aber wenn es dir nicht gefällt, will ich dir da nicht antun. Ich bin ja kein Un-Trin Icon_smile

Zitat:Nachtrag: *hust* Ich bin etwas aus der Übung:
Mrgreen

Zitat:Geschrieben ist das ganze locker und flüssig, lässt sich gut und in einem Rutsch lesen, wobei jetzt auch keine tiefgründigen Wortspiele drin sind (oder ich sie verpasst habe *lach*). Fehlerfrei und grammatikalisch in Ordnung. Pro
Tiefgründig? Bei Humor? Icon_ugly Nein, Scherz. Ich bin auf lockeren Schreibstil aus, da hilft mir dein Kommi natürlich - danke! Icon_smile Es kommt vor allem auf die Infos an, auch wenn dies der erste Dominostein ist, sozusagen. Die Geschichte wird ein kleines bisschen ernster, an sich so. Da käme eher - ich betone: eher Icon_ugly - Tiefgründiges zustande.

Vielen Dank für deine Mühe und deinen Kommentar! Icon_smile Freut mich wirklich, dass du wieder da bist.
Alles Liebe,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #15 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hi Trin!

Kurze Rückmeldung vorm Essen:

Zitat: Welch Ehre *staub wisch*
Ich hab entdeckt, dass ich auch Toldors Schicksal für meine Zwecke hätte nutzen können. Da werd ich die nächsten Tage wohl auch mal reinstöbern, den ersten "richtigen" Teil vom EpicNick allerdings auch noch lesen, wenn du sagst, der Prot wechselt und die Stimmung ändert sich. Ich schau einfach mal Icon_wink

Zitat: Große Güte, ich stoße damit immer jemanden auf die Zehen. Habt ihr das nie gelesen? Ich kenne das als eine Formulierung wie ... wie ... wie "bei allen Göttern" oder "allenthalben" oder so.
Hä? *lach* Also bei dem "indem" war ich mir nicht sicher, weil es solche Dinge oft in anderen Wendungen als den mir bekannten gibt. Aber was hat es mit "bei allen Göttern" zu tun? Okonor läuft gegen die Wand, weil er bei allen Göttern sich umsieht"? Ich komm mir grad doof vor Icon_ugly

Zitat: aber wenn es dir nicht gefällt, will ich dir da nicht antun. Ich bin ja kein Un-Trin
Du bist so gut zu mir Icon_cuinlove Mrgreen
Nein, es war jetzt nicht so, dass ich mich quälen musste und hinterher zehn Minuten lang gegen die Wand gehämmert habe, weil ich koste Zeit meines Lebens verschwendet habe Icon_ugly
Und wenn sich - wie du sagst - die Protagonisten ändern, will ich dem Ganzen durchaus nochmal eine Chance geben Icon_wink
Wenn ich schreibe, will ich leider immer das Optimum aus meinen Charakteren rausholen, ich hab es nicht so drauf, einfach mal lockig-luftig loszuschreiben. Als Prolog-Prots, die im Prinzip dann nur die Thematik einführen, braucht es natürlich keine hyperkomplexen Persönlichkeiten - nur als Handlungsträger der gesamten Geschichte wären mir diese Zombies einfach nicht eigenständig genug gewesen.

Und wegen der Tiefgründigkeit: Ich liebe einfach Pratchett und seine genialen Wortspiele, Andeutungen und versteckte Botschaften. Deshalb suche ich im Genre Humor nach sowas, weil es mich am ehesten zum Lachen bringt. Natürlich muss es nicht überall drin sein. Ist meine beschränkte Weltsicht Icon_ugly

Ganz liebe Grüße
Lanna (die sich auch freut, wieder zurück zu sein Icon_jump )

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #16 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala,

ach, mit Okonor hatte das nichts zu tun, die Götter - obwohl, man weiß ja nie *g* -, ich meinte nur, dass ich diese Verwendung des Wortes "indem [er/sie/es etwas tat]" als gewissermaßen Floskel kenne. Nur leider bin ich da anscheinend die einzige Icon_ugly

Tja, wenn du reinschaust, habe ich natürlich nichts dagegen ... das Ding ist, dass ich für die Handlung, die ich vorher so großartig (höhö) konstruiert habe, so viel Vorhandlung brauche, das es den Prolog und den ersten Akt in Anspruch nimmt. Dann kann erst der eigentliche Prota kommen.

Pratchett - ein anbetungswürdiger Schriftsteller, finde ich. Auch ich liebe seinen Wortwitz und die scheinbar nahtlos zusammengefügte Art und Weise, in der er seinen Humor um die Leser flicht. Aber an so etwas werde ich wahrscheinlich nie herankommen Icon_smile

Danke nochmal, und lieben Gruß von
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #17 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hallo Trin,

fünfter Tag Kommentarwettbewerb und schon wilder ich in der Fantasy-Ecke, da musste ich echt mit mir ringen. Aber eigentlich ist es genau andersrum: Ich hab deine Geschichte schon lange im Auge und hab vorhin gehofft, sie würde nicht Fantasy sein. Und dann war's mir aber auch egal. Lange Vorrede, wenig Sinn *lacht* Ich fang mal an zu lesen.

Zur Geschichte:
Der Prolog gefällt mir sehr, sehr gut. Du hast einen sehr feinen Humor reingebracht, durch den sich die Geschichte flott liest und der trotzdem nicht oberflächlich oder platt wirkt. Wir haben also Okonor (und ich muss immer an David Odonkor denken, hoffe, ich verschreibe mich nicht [zu oft] bei seinem Namen), der gerade auferstanden ist und erste Erfahrungen als Zombie machen muss. Mir gefällt die locker von Emmi eingebrachte Erklärung: Wir hängen zu sehr am Leben. Ja, das ist doch nett, wenn jemand wirklich nicht gehen will, obwohl er vllt denkt, er will, dann kann er gern dableiben, nur eben anders. Und dann trifft er in einer einsamen Hütte auf "Gleichgesinnte" und startet mit ihnen eine Imätsch-Kampagne. Sehr gut Mrgreen Ich mag deine Geschichte bisher wirklich gern.

Einziger wirklicher Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass du die Figuren nicht einführst, also: Okonor sieht Jarvis, Roller und Emmi und der Leser kennt sofort ihre Namen, da dachte ich erst, er würde sie von früher kennen. Aber er kennt sie ja nicht und du schreibst aus seiner Sicht, da würde es sich für mich besser einfügen, wenn zB Jarvis ihm kurz alle vorstellt. Dann kannst du vllt auch eine ganz kurze Einschätzung ihres Äußeren vermitteln. Das tust du zwar nebenher, aber auf den ersten Blick dachte ich, die drei wären jünger. Roller zB scheint ja aber fortgeschrittenen Alters zu sein, oder zumindest keine 15.

Alles andere direkt am Text:
Zitat:Die kühle Dunkelheit schmirgelte über seine Haut, die nur von einem dünnen Leinengewand bedeckt wurde
wurde? Oder vllt war?
Zitat:Doch das einzige, was ihn erstaunte, war, dass ihn eigentlich nichts erstaunte.
*g* Sehr gut!
Zitat:Na klar, die Entzündung hatte echt böse ausgesehen, die hatte ihn anscheinend umgebracht.
Vom Satzaufbau her habe ich erwartet, dass etwas folgt wie "aber das war nun wirklich kein Grund zur Verwunderung"
Sonst würde ich das "Na klar" vllt weglassen.
Ist eine Klangsache, vllt hörst du es anders.
Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte.
Nicht eher: "In diesem Moment"
"dass er vielleicht"
Zitat:Die Häuser waren dunkel, nur aus den Fenstern der Schänke fielen flackernde Lichtformen auf den Boden und Okonor, der davor stand.
"davor" hat mich beim Lesen irritiert, da musste ich erst einmal zurückscheinen, wovor er denn wohl stehen könnte. Ich würde den Relativsatz einfach weglassen. Denn es ist vom Bild her klar, dass er vor der Schenke steht.
Zitat:Okonor lachte, bis er merkte, dass alle ihn entsetzt anstarrten.
nicht eher: "ihn alle"?
Zitat:Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.
Mrgreen Mrgreen
Zitat:Sie hatten ihn gejagt wie ein Monstrum! Okonor richtete sich auf und lief, indem er noch einmal zurücksah, gegen eine Wand.
Da du "gejagt" betonst, würde ich danach eine Lücke einbauen. Vllt durch einen Spiegelstrich oder einen Punkt?
Okonor richtet sich auf? Lief er gebückt? Du schreibst, er schleppt sich taumelnd ... hm, aber heißt das: nicht aufgerichtet?
Statt "indem" ist vllt "als er noch einmal zurücksah" passender.
Sonst ist das mit der Wand auch wieder lustig Icon_wink
Zitat:Im nächsten Moment wurde dieser von einer Gestalt im Inneren des Hauses, gegen dessen Wand er gelaufen war, verdeckt.
Wir wissen mittlerweile, dass er gegen die Wand des Hauses gelaufen ist. Da würde ich den Einschub hier einfach weglassen.
Zitat:„Mann, sitz doch da nicht einfach rum – komm schnell rein, bevor noch jemand uns entdeckt! Hey, Jungs, wir haben einen Neuen!“
Wir haben einen Neuen! Mrgreen Mrgreen Mrgreen
Zitat:Natürlich hatte er schon von wandelnden Toten gehört, aber er hätte nie gedacht, dass ihm das einmal passieren würde.
Shit happens ...
Zitat:Eine entzündete Wunde, dat tat bestimmt weh!“
Woher weiß Roller das? Sieht man ihm das an?
Er kann doch wieder gehen? Auch mit beiden Beinen ... mich wundert, dass Roller die Beine fehlen, während Okonors Fuß noch vorhanden ist. Oder war das bei Roller nicht die Todesursache und alles andere wird nicht repariert?
Zitat:Okonor blinzelte unbehaglich und betastete unwillkürlich sein Gesicht.
Blinzeln geht aber?
Wenn nicht, gibt es in Sartres Geschlossener Gesellschaft eine sehr schöne Erklärung dafür ... Icon_wink
Zitat: „Aber es war mir nicht bestimmt, eine Selbstmörderin um der Verhinderung einer Schlacht willen zu werden
Spricht sie mit Absicht so geschwollen? Das war die einzige Stelle, an der ich kurz hängen geblieben bin und noch einmal lesen musste.
Zitat:„Der letzte Neue ist auch zurückgegangen und dann nie wieder zu uns gekommen!“
Die Lebenden haben einen Toten umgebracht?! Oh Mann Mrgreen
Zitat: in Erwartung einer hysterischen Verzweiflungsanfalls á la Emmi oder ernüchterten Resignation.
Sieht aus, als hättest du hier ein paar überarbeitet, vllt eher so:
in Erwartung eines hysterischen Verzweiflungsanfalls à la Emmi oder einer ernüchterten Resignation
Zitat:„ .. fehlt ein ordentliches Imätsch.“
Ich freu mich so auf die nächsten Teile! Mrgreen

Okay, ist nicht so schlimm, dass es Fantasy ist. Auf zum ersten Teil!

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #18 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hi Trin,
da bin ich wieder. Im großen und ganzen hat sich im Prolog nicht viel geändert. Von daher gibt es wenig zu sagen. Ein paar Fehlerchen haben sich eingeschlichen, aber ich bin mir sicher, Lanna und Libbi haben sich darum gekümmert. Kleine Anmerkung daher noch:

Zitat:Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war. Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine auseinander.
-- Das ist neu und gefällt mir hier gar nicht, da es sie wie pures Infodump liest. Würde besser passen, nachdem Okonor aus dem GRab gestiegen ist, und sich umsieht, oder?

LG
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #19 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hey Trinity,

obwohl ich noch relativ neu hier im Forum bin, erlaube ich mir trotzdem deine Geschichte ein bissel auseinander zu nehmen. Ich hoffe, du bist mir deswegen nicht allzu böse.
Viele meiner Kritikpunkte werden vermutlich lediglich unter die Kategorie ‚Geschmackssache‘ fallen, dennoch werde ich sie kurz erwähnen. Such dir also einfach die Kritikpunkte heraus, von denen du denkst, dass sie dir weiterhelfen. Grübel‘ ein zwei Tage über alle jene nach, von denen du denkst, dass sie dir eventuelle weiterhelfen können und ignorier den Rest einfach.

Nun zu deiner Geschichte…

Zitat:Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte.
Sehr guter Beginn!

Zitat:Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war.
Also das ‚diese‘ zu Beginn des zweiten Satzes liest sich irgendwie komisch, so als wolle es da nicht so recht hinpassen. Vielleicht solltest du hier besser schreiben:
Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte, die sich außerhalb des Dorfes Bleichberg befand.

Zitat:Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine auseinander.
Bei dem Satz frage ich mich gerade, ob das so überhaupt möglich ist. Sein Grab wird vermutlich so eineinhalb bis zwei Meter tief sein und ist von Erde bedeckt. Diese Erde muss zudem auch einigermaßen festgetreten worden sein, weil sonst das Grab sich innerhalb der nächsten Tagen senken und die Steine absacken würden. Wohin wühlt Okonor also die Erde, wenn er vollständig von dieser umgeben ist? Da ist kein freies Volumen mehr, weder vorne, hinten, links, rechts, oben oder unten, welches noch Sand aufnehmen könnte. Somit kann er sich eigentlich nicht wie ein Maulwurf noch oben graben.

Zitat:Die kühle Dunkelheit schmirgelte über seine Haut, die nur von einem dünnen Leinengewand bedeckt wurde – einem Totenhemd, wie Okonor feststellte.
Bei der über seine Haut schmirgelnden Dunkelheit habe ich beim Lesen immer wieder aufs Neue gestockt. Es liest sich einerseits unglaublich interessant und kreativ, andererseits ist man allerdings auch so fasziniert von diesem Wortgefüge, dass man in seinen Lesefluss gehemmt wird, was ja nicht unbedingt Sinn der Sache ist. Icon_wink

Zitat: Doch das einzige, was ihn erstaunte, war, dass ihn eigentlich nichts erstaunte. Na klar, die Entzündung hatte echt böse ausgesehen, die hatte ihn anscheinend umgebracht.
Habe ich es Vater doch gesagt, dachte Okonor mit einem Anflug von Genugtuung. 'Dieser blöde Fuß bringt mich noch um', das habe ich gesagt!
Ich finde die Gelassenheit toll, mit der Okonor auf seinen eigenen Tod reagiert.

Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte. Möglicherweise sollte es ihm auch nicht möglich sein, sich zu bewegen. Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an – ein wenig Stolz regte sich in ihm, die Schmiedearbeit hatte ihn prächtig gestählt – und fühlte sich eigentlich sehr agil.
Also ich denke, das „…– und fühlte sich eigentlich sehr agil“ wirkt am Ende das Satzes ein bissel verloren.. Gib ihm doch lieber einen eigenen Satz.

Zitat:Zur Sicherheit wollte er seinen Vater fragen, der es natürlich am besten wusste, und auch seine Braut würde sich freuen, ihn doch heiraten zu können.
hmh... das seine Braut sich freuen würde, passt irgendwie nicht so recht in den Kontext, den du kurz zuvor noch beschreibst (mit der Grabschändung und so). Es wirkt ein bissel gezwungen und fehl am Platz, so als müsstest du das jetzt unbedingt noch unterbringen. Wenn es nicht allzu wichtig für den weiteren Verlauf deiner Geschichte ist, würde ich die Braut an deiner Stelle hier weglassen.

Zitat: „Vater!“, rief er und freute sich schon auf die Reaktion. Stille schlug ihm entgegen – von einem Moment auf den anderen waren alle Geräusche der Dorfgemeinschaft verstummt.
Das konnte ich mir schon fast bildhaft vorstellen.

Zitat: „Vater? Freust du dich denn nicht, dass ich wieder da bin? Und guck: Mein Fuß tut gar nicht mehr -“ Seine Stimme versagte ihm, als jemand – der sonst so schwerfällige Holzfäller – hastig nach einer Axt griff. Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.
Das mit dem Instinkt, der Okonor höflich auf die Schulter tippte, finde ich sehr schön herausgearbeitet. Allerdings verstehe ich nicht, warum du gerade bei dieser wirklich spannenden Szene einen Schnitt in deiner Geschichte machst und eine lustig/ spannende Flucht Okonors einfach überspringst?

Zitat: „Mann, sitz doch da nicht einfach rum – komm schnell rein, bevor noch jemand uns entdeckt! Hey, Jungs, wir haben einen Neuen!“
Die Jungs sind mir schon jetzt sympathisch, wobei ich mich allerdings Frage, warum du schon wieder einen Zeitsprung machst? Hier fände ich es besser, wenn der Mann Okonor hereinbitten würde und ihm - und dem Leser - 'die Jungs' nacheinander vorstellen würde (das wäre meines Erachtens nach, auch wesentlich übersichtlicher). Zudem würde der Prolog, der ja wirklich nicht sehr lang ist, dadurch weniger zerstückelt wirken.


Den dritten Abschnitt musste ich ehrlich gesagt mehrmals lesen, bevor ich verstanden habe, wer jetzt welches Schicksal erlitten hat, weil das Ganze doch alles relativ geballt auf einen einstürzt. Vielleicht solltest du hier ein bissel aussortieren (z.B. Gehört die Geschichte mit den Schicksalsgöttinen und den Tod wirklich dorthin oder kann man das auch auf später verschieben, um die ganze Situation ein bissel übersichtlicher zu gestalten? ).

Ansonsten fand ich die Geschichte wirkich sehr unterhaltsam und gut geschrieben.

Viele liebe Grüße

Plumbum Icon_smile


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