Es ist: 13-04-2021, 21:23
Es ist: 13-04-2021, 21:23 Hallo, Gast! (Registrieren)


Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Beitrag #1 |

Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala alle miteinander!
Wie man sehen kann, hat AT:"Name:Nick; Schicksal: Held" nun endlich einen Titel gefunden, mit dem ich zumindest vorläufig zufrieden bin. Den Prolog habe ich nun überarbeitet und hoffe, die Zombies nun in zufriedenstellendem Maße getroffen zu haben. Bald stelle ich wohl auch den nächsten Teil ein.




Prolog

Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war. Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine auseinander.
Die kühle Dunkelheit schmirgelte über seine Haut, die nur von einem dünnen Leinengewand bedeckt wurde – einem Totenhemd, wie Okonor feststellte. Doch das einzige, was ihn erstaunte, war, dass ihn eigentlich nichts erstaunte. Na klar, die Entzündung hatte echt böse ausgesehen, die hatte ihn anscheinend umgebracht.
Habe ich es Vater doch gesagt, dachte Okonor mit einem Anflug von Genugtuung. 'Dieser blöde Fuß bringt mich noch um', das habe ich gesagt!
An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte. Möglicherweise sollte es ihm auch nicht möglich sein, sich zu bewegen. Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an – ein wenig Stolz regte sich in ihm, die Schmiedearbeit hatte ihn prächtig gestählt – und fühlte sich eigentlich sehr agil. Er hätte Lust gehabt, ein bisschen zu laufen, so gut tat es, dass sein Fuß nicht mehr schmerzte.
Okonor wandte den Blick von seinem Körper ab und besah sich, so gut es eben in der Dunkelheit möglich war, sein Grab. Sein improvisierter Maulwurfshügel nahm sich zwar nicht besonders dekorativ aus, aber vorher schien dort ein sehr sorgfältig zusammengefügter Deckmantel aus weißen Steinen gewesen zu sein. Nun lagen sie übereinandergerollt zu allen Seiten des Erdlochs und gaben ein recht jämmerliches Bild ab. Ein bisschen schämte sich Okonor dafür, schließlich war das so etwas ähnliches wie Grabschändung ... genau genommen war es Grabschändung und damit natürlich verboten – eine Beleidigung für den Himmel –, aber Okonor entschied, dass diese Ausnahme erlaubt sein müsste. Zur Sicherheit wollte er seinen Vater fragen, der es natürlich am besten wusste, und auch seine Braut würde sich freuen, ihn doch heiraten zu können. Davon überzeugt machte sich Okonor auf den Weg zum Dorf.
Die Häuser waren dunkel, nur aus den Fenstern der Schänke fielen flackernde Lichtformen auf den Boden und Okonor, der davor stand.
Vater war letztes Mal, als ich von Wirt Talin kam, so wütend ...
Dabei konnte er sich selbst nur sehr verschwommen daran erinnern, was er danach getan haben sollte – doch vielleicht sollte er diese Nacht als Ausnahme ansehen, der Zorn des Vaters konnte nach dem Tod seines Sohnes nicht so schlimm sein! Okonor richtete sich zu seiner vollen, imposanten Größe auf und schob die Tür der Schankstube auf.
„Vater!“, rief er und freute sich schon auf die Reaktion. Stille schlug ihm entgegen – von einem Moment auf den anderen waren alle Geräusche der Dorfgemeinschaft verstummt.
„Hat's euch die Sprache verschlagen? Das ist eine feine Überraschung, nicht wahr?“ Okonor lachte, bis er merkte, dass alle ihn entsetzt anstarrten. An der Theke, mitten zwischen den Dörflern, saß sein Vater, bleich wie Kreide.
„Vater? Freust du dich denn nicht, dass ich wieder da bin? Und guck: Mein Fuß tut gar nicht mehr -“ Seine Stimme versagte ihm, als jemand – der sonst so schwerfällige Holzfäller – hastig nach einer Axt griff. Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.

Taumelnd schleppte sich Okonor weiter, immer weiter fort von seinem Zuhause. Er war noch immer ganz benommen von der Erkenntnis, dass sich keiner gefreut hatte – im Gegenteil! Ihm schauderte bei der glasklaren Erinnerung an die teils improvisierten, teils außerordentlich scharfen Waffen, mit denen sie ihm gefolgt waren. Sie hatten ihn gejagt wie ein Monstrum! Okonor richtete sich auf und lief, indem er noch einmal zurücksah, gegen eine Wand.
„Aua!“, rief er, erst einmal vor Überraschung – dann ein zweites Mal, aus Verzweiflung. Sein Körper beklagte sich über keinen Schmerz, nicht einmal als er rücklings zu Boden stürzte. Der Verjagte setzte sich auf und fühlte das unbändige Verlangen zu weinen. Hemmungslos heulen wollte er! Doch es kamen keine Tränen, was Okonor nur noch mehr ängstigte.
„Was ist nur aus mir geworden!“, jammerte er und rieb sich die Augen, auf dass sie tränen mochten.
„Wer macht hier so einen Lärm?“, beschwerte sich eine Stimme von nicht sehr weit her. Genau genommen kam sie von der Wand, in die eine Tür eingebaut war. „Hat man nicht einmal mitten im Nichts seine Ruhe?“
Okonor schaute verwundert auf und sah einen Lichtstrahl, der durch die Dunkelheit schnitt. Im nächsten Moment wurde dieser von einer Gestalt im Inneren des Hauses, gegen dessen Wand er gelaufen war, verdeckt.
„Man hat mich verjagt“ Okonor ließ mutlos die Hände sinken. „Nur weil ich wieder aufgestanden bin ... Da war was an meinem Fuß und man hat mich beerdigt und ...“
„Du bist ein Zombie? Sag das doch gleich!“ Die Gestalt riss die Tür auf, sodass sich das Licht über Okonor ergoss. „Mann, sitz doch da nicht einfach rum – komm schnell rein, bevor noch jemand uns entdeckt! Hey, Jungs, wir haben einen Neuen!“

„Ich würde dir ja Tee anbieten“, sagte Jarvis und zog bedauernd die Schultern hoch, „Aber von dem hättest du eh nicht viel.“
Okonor sah Jarvis – der ihn hereingeholt hatte –, Emmi und Roller nacheinander an.
„Zombies trinken keinen Tee?“
„Nee“, bestätigte Roller und schob seinen beinlosen Torso auf dem Rollbrett näher an Okonor heran. „Wir trinken gar nischt. Und futtern tun wir auch net. Sin' ja untot.“
„Untot ...“ Der frisch auferstandene Zombie senkte den Kopf und versuchte, dieses Wort zu begreifen. Natürlich hatte er schon von wandelnden Toten gehört, aber er hätte nie gedacht, dass ihm das einmal passieren würde.
„Hm – deine Geschichte ist ja schon böse. Eine entzündete Wunde, dat tat bestimmt weh!“ Roller zog die Augenbraue, die ihm noch geblieben war, hoch. „Mich hat man gleich mit 'nem Stich kalt gemacht. Du musst wissen, isch war mal Soldat – ist 'türlich lange her, aber ich hab' mal gekämpft ... Na, hätt' mich schlimmer treffen können! Meine Kameraden sin' alle gleich hophop inne Unterwelt gekommen ... na ja, einen ham se wieder rausgeholt, war 'n Versehen. Hat Tod gar net gefallen, aber sene Frau war so nett und hat den Schicksalgöttinnen geholfen, den Kerl da wieder rauszuholen, hätt' ja für die Göttinnen böse ausgehen können, is' ja nicht ganz ohne, einfach 'nen Helden zuviel inne Unterwelt ... Schlimme Geschichte, damals!“
Der untote Kriegsveteran verdrehte die Augen in den Höhlen, genauso als sehe er sich die Erinnerung an der Netzhaut an. Okonor blinzelte unbehaglich und betastete unwillkürlich sein Gesicht. Jarvis zeigte ein breites Lächeln, das wohl beruhigend wirken sollte, dem Neuen allerdings eher die wenigen verrotteten Zähne zeigte.
„Man gewöhnt sich daran“, versicherte Jarvis und Roller nickte dazu so heftig, dass ihm der Kopf fast von den Schultern fiel. „Und nicht jede Vergangenheit ist so ... episch wie die unseres guten Rollers.“
Hoffnungsvoll sah Okonor ihn an und versuchte dabei, sich auf die Nase zu konzentrieren – die war bei seinem Gegenüber wenigstens noch relativ nah an dem Begriff lebendig.
„Mich hat ein Karren erwischt, als ich in der Nachtschicht Wache geschoben habe“, erklärte Jarvis und lächelte. „Nicht spektakulär, dafür kann ich immer noch die Narbe zeigen, wo die mich zusammengenäht haben – natürlich nur in Zombiekreisen.“
Einen Moment sah es aus, als würde er sich das schmutzbraune Hemd hochziehen wollen, aber der Neue schluckte und riskierte einen Blick zu der Zombiefrau ... nun, zu dem Wesen im Raum, das am ehesten zum weiblichen Geschlecht zählte. Emmi starrte ihn mit so weit aufgerissenen Augen an, dass er fürchtete, sie würde mindestens eines verlieren.
„Die Emmi wär' fast 'ne Braut von Tod jeworden“, brummte Roller und zog sich einen Fingernagel ab, um ihn zu säubern. Okonor zwang seinen Blick, bei der Zombiefrau zu bleiben. „Hat versucht, sich zu erdolchen.“
„Stimmt.“ Emmi blinzelte einmal sehr langsam und ließ sich mit dem Blick zur Zimmerdecke nach hinten in ihren Sessel sinken. „Aber es war mir nicht bestimmt, eine Selbstmörderin um der Verhinderung einer Schlacht willen zu werden – jedenfalls nicht direkt ...Wir haben alle einen starken Lebenswillen, genau wie du, Okonor.“
Ihre Stimme mischte sich sanft unter die der anderen, klang zugleich immer etwas erschrocken. Allerdings verstand Okonor das sehr gut, denn im Gegensatz zu diesen Horrorgeschichten war er sehr glimpflich davongekommen.
„Es ist ein neues Leben.“ Jarvis setzte sich neben den Neuen und zupfte an der grünlichen Haut seines Armes. „Man muss sich ja nur Roller ansehen, um zu begreifen, wie beliebt wir bei den Menschen sind. Also: Halte dich von ihnen fern, das tut uns allen am besten.“
„Aber ...“ Okonor gestikulierte hilflos. „Es sind unsere Familien und Freunde! Unsere Bekannten!“
„Ja. Aber wir sind für die im wahrsten Sinne des Wortes gestorben. Gewöhn dich dran!“
„Aber -“
„Geh bloß nicht wieder zurück!“, kreischte Emmi, indem sie sich wieder ruckartig nach vorne beugte, und klammerte sich an ihren halb vermoderten Sessel, der sehr gut zu ihrem Taint passte. „Der letzte Neue ist auch zurückgegangen und dann nie wieder zu uns gekommen!“
Okonor dachte nach. Seit seiner Flucht aus der Schänke tat er das immer mit achtbarer Gründlichkeit, vor allem in so wichtigen Fragen wie 'Was soll ich jetzt tun?'. Die anderen sahen ihm gespannt zu – in Erwartung einer hysterischen Verzweiflungsanfalls á la Emmi oder ernüchterten Resignation. Es schien auch keinen Ausweg zu geben, immerhin hatten die drei anscheinend eine sehr lange, sehr tote Zeit damit verbracht, einen zu suchen; anschließend mussten sie sich hier versteckt haben. Für immer fort von ihren Familien - Okonor schluckte schwer beim Gedanken an dieses Schicksal. Der Tod hatte etwas so ... Endgültiges. Vielleicht würde es sich auch nie ändern.
Aber Okonor erinnerte sich sehr genau – er konnte zwar nicht viel neues Gedankengut in die Welt setzen, aber sich Dinge merken war sein Spezialgebiet – an einen Fremden, der vor einigen Monaten nach Bleichberg gekommen war. Er hatte eines gesagt, das der Wirt für grandios, die anderen Dorfbewohner für Blödsinn und er für interessant gehalten hatte: Dieser Gegend fehlt ...
„ .. fehlt ein ordentliches Imätsch.“
„Bitte?“ Jarvis legte erstaunt den Kopf schief.
„Uns fehlt ein ordentliches Imätsch – das ist ... das ist, wenn alle sagen, dass wir doof sind, und wir das zulassen, obwohl es nicht stimmt.“
So hatte zumindest der Dorfprediger ihm das Wort erklärt. Roller schnaubte und rollte in seine Ecke und Emmi glubschte ratlos in die Luft.
„Aber wir sind doch Zombies“, hauchte sie irritiert. Jarvis betrachtete Okonor nachdenklich und klopfte ihm schließlich auf die Schulter.
„Gar nicht blöd gedacht, mein Freund“, bemerkte er anerkennend und schraubte sein Schultergelenk wieder fest. „Du bist klug – wir starten einfach eine Kampagne!“
„Eine Kampagne?“
„Ja, Emmi – mit Zetteln und kernigen Sprüchen und bunten Bonbons für die Kinder.“
Emmi starrte ihn an, aber Okonor verstand nun seine eigene Idee:
„Wir sagen einfach allen, dass wir nicht doof sind!“


Hoffentlich habe ich alles ausgemerzt und Nichts vergessen ... Nun, das dürft ihr mir nun sagen Icon_smile

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #2 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hi Trinity,

Alles ausgemertzt und nichts vergessen. ...kann ich bestätigen.
Vor allem die Beschreibung der einzelnen Zomies, mit all ihren Wehwechen wirkt umfangreicher, oder kommt mir das nur so vor?
Aber irgendwie, und ich glaube mit der Meinung stehe ich womöglich allein da, hat mir der erste Titel doch besser gefallen. Beim ersten mal lesen, fand ich ihn zwar doof, aber je öfter man es hört umso lustiger klingt: at name Nick Schicksal Held - irgendwie trashig
Bin jedenfalls nach wie vor gespannt auf teil 2 Icon_smile

LG Felix


Schaut doch mal auf meiner Website vorbei: http://felixhaenisch.wix.com/felix-haenisch

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Beitrag #3 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala,

danke für deinen erneuten Kommentar - gut beobachtet: Die Zombiestelle habe ich erweitert, da doch viele Leute bemerkten, dass ich sie skurriler gestalten sollte.
Der Titel, der Titel ... ewig dasselbe Problem mit mir. Der erste hat mir zunächst gefallen, aber er ist doch sehr umständlich, fand ich. Tja, gut, ich vergesse ihn mal nicht, aber obwohl der neue Titel nun englisch ist, was ich eigentlich vermeiden wollte, ist er wesentlich ... dynamischer, finde ich. Kürzer, einprägsamer. Und in meinen Ohren klingt er lustig, frag mich nicht warum. Der Klang kitzelt die Trommelfelle Icon_ugly
Der zweite Teil kommt dann auch bald!

Liebe Grüße,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #4 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hallo Trinity,

na was ist denn hier los und wo bleiben die Kommentare? Zumindest aber meine Meinung ist hier auch noch mal dran und ich bin gespannt, was es so von dir zu lesen gibt. Fantasy ist ja an sich genau mein Ding. Epic Nick? Hmmm, .. ich kann mit dem Titel nicht viel anfangen. Mal sehen ...

Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war.
=> Gleich am Beginn seinen Satz mit "Diese" fortzuführen klingt für mich nicht sehr stimmungsvoll, bzw. ein bisschen einfallslos. Vielleicht so: "Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte, die sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der sie benannte worden war, erhob." Okay ein bisschen lang und verschachtelt und daher auch nicht ganz optimal, aber in meinen Ohren klingt es zumindest etwas besser.

Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine durcheinander.
=> Wenn du meinen ersten Vorschlag übernimmst, dann würd ich dir hier statt dem Namen ein "sie" empfehlen, damit du nicht eine Wortwiederholung hast. Ebenfalls flüssiger.

Die kühle Dunkelheit schmirgelte über seine Haut, die nur von einem dünnen Leinengewand bedeckt wurde – einem Totenhemd, wie Okonor feststellte.
=> Du weist schon was schmirgeln ist oder? Dunkelheit schleift doch keine Haut ab. Oder meinst du immer noch die Erde? Ich hätte verstanden das du auf die Nacht anspielst. Icon_confused

Doch das einzige, was ihn erstaunte war, dass ihn eigentlich nichts erstaunte. Na klar, die Entzündung hatte echt böse ausgesehen, die hatte ihn anscheinend umgebracht.
=> Entschuldige, dass wiederspricht sich. Er ist erstaunt, dass ihn nichts erstaunt? "Na klar" ist textlich nicht unbedingt fein ausgedrückt und der ganze Satz schreit ein bisschen nach einer flüssigeren Herangehensweise: "Natürlich, die Entzündung hatte böse ausgehen; ihn schlussendlich scheinbar auch umgebracht." ( - Okay das ist mein Stil. Muss auch nicht jedermanns Geschmack sein aber vielleicht kann ich so verdeutlichen was ich meine und es hilft dir irgendwo.)

An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte.
=> Da fehlt ein "er" nach "dass".

Möglicherweise sollte es ihm auch nicht möglich sein, sich zu bewegen.
=> Ähm, ... er ist tot. Was heißt da "Möglicherweise"?

Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an – ein wenig Stolz regte sich in ihm, die Schmiedearbeit hatte ihn prächtig gestählt – und fühlte sich eigentlich sehr agil.
=> Das hört sich an, als wäre er jetzt zum ersten Mal stolz, doch das war er sicherlich im Leben schon. Vielleicht kann man das noch besser ausformulieren. So vielleicht? "Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an und freute sich darüber, dass sie immer noch prächtig waren; ihm trotz seines Zustandes wie eh und je Stärke und Kraft verliehen." Wieder nur ein Beispiel.

Okonor wandte den Blick von seinem Körper ab und besah sich, so gut es eben in der Dunkelheit möglich war, sein Grab.
=> Vom Klang her müsste es glaub ich ohne dem "sich" richtig sein. "Er besah sein Hemd." Z.b wäre ein Beispiel das mir einfällt. Ohne sich. Dann hättest du auch keine Wortwiederholung drin, in Verbindung mit dem nächsten Satz.

Sein improvisierter Maulwurfshügel nahm sich zwar nicht besonders dekorativ aus, aber vorher schien dort ein sehr sorgfältig zusammengefügter Deckmantel aus weißen Steinen gewesen zu sein.
=> Was macht das nahm denn da? Hat es sich verirrt oder hast du vergessen die Formulierung mit irgendwie weiterzuführen? Es will nicht so recht passen. "Sein improvisierter Maulwurfshügel war nicht besonders dekorativ, jedoch schien die Stelle aus der er aus dem Boden gedrungen war mit weißen Steinen bedeckt gewesen zu sein." Vorschlag. Anmerkung: Ich stell mir grade vor, wie es wäre ich aus einem Grab zu schaufeln. An sich ja schon schwer und ganz ehrlich: Wenn da Steine drauf liegen, ist das nicht fast unmöglich? Natürlich kommt drauf an, wie groß die sind. Reden wir von richtigen Steinen aufeinander gelegt? Oder von Kies?

Zur Sicherheit wollte er seinen Vater fragen, der es natürlich am besten wusste, und auch seine Braut würde sich freuen, ihn doch heiraten zu können. Davon überzeugt machte sich Okonor auf den Weg zum Dorf.
=> Äh, Hallo? Er ist aus einem Grab gekrochen. Glaubt er vielleicht, dass er noch lebt? Dass sein Bein sich von selbst in der Erde geheilt hat? Der muss doch sicherlich tot sein, der gute Junge. Icon_irre Oder nicht?

Die Häuser waren dunkel, nur aus den Fenstern der Schänke fielen flackernde Lichtformen auf den Boden und Okonor, der davor stand.
=> Ich weiß, man versucht Wiederholungen zu vermeiden, hier wär ein zweites "auf" vor Okonor aber gar nicht schlecht.

Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.
=> Hmmm, .. eine ganz unverfängliche fragen, die sicherlich leider ein bisschen bissig klingt, aber keines Falls so gemeint ist: Versucht du etwas witzig zu sein? Wenn ja, dann wills nicht ganz so überspringen, wenn nein, dann versteh ich deinen Prot. irgendwie nicht. Er wirkt irgendwie recht einfälltig. Wandelt als Leiche rum, merkt es selbst nicht mal, verschwendet keinen Gedanken daran, trabt an und ist entrüstet, weil sich niemand freut, dass er aus dem Grab gekrochen ist?

... wie ein Monstrum! Okonor richtete sich auf und lief, indem er noch einmal zurücksah, gegen eine Wand.
=> Welche Wand? Wenn jemand flieht und rumstolpert denkt der Leser eher - vor allem wenn "sie ihn gejagt" haben; was also sagt, dass es schon länger so geht - an eine Flucht ins Feldfreie. Also weg. Recht weit weg und er rennt gegen eine Wand?

Im nächsten Moment wurde dieser von einer Gestalt im Inneren des Hauses, gegen dessen Wand er gelaufen war, verdeckt.
=> Weiß man schon. ;o)

„Man hat mich verjagt“ Okonor ließ mutlos die Hände sinken. „Nur weil ich wieder aufgestanden bin ... Da war was an meinem Fuß und man hat mich beerdigt und ...“
=> Nach der ersten Aussagen fehlt ein Punkt. Okay, man jagt ihn. Er weiß jetzt, das man ihm nach dem Leben trachtet und anstatt abzuhauen bleibt er sitzen und jammert wie ein kleines Kind? Wie alt ist er noch mal?

„Du bist ein Zombie? Sag das doch gleich!“ Die Gestalt riss die Tür auf, sodass sich das Licht über Okonor ergoss. „Mann, sitz doch da nicht einfach rum – komm schnell rein, bevor noch jemand uns entdeckt! Hey, Jungs, wir haben einen Neuen!“
=> Er landet also nach seiner Flucht vor einem Haus, das wo nochmal steht? Und in einem solchen verstecken sich zufällig auch Zombies, bzw. Außenseiter? Gibts so viele, dass es so normal ist, solche zu finden?

Emmi starrte ihn mit so weit aufgerissenen Augen an, dass er fürchtete, sie würde mindestens eines verlieren.
=> *lach*

„Geh bloß nicht wieder zurück!“, kreischte Emmi, indem sie sich wieder ruckartig nach vorne beugte, und klammerte sich an ihren halb vermoderten Sessel, der sehr gut zu ihrem Taint passte.
=> Kein Komma vor dem "und".

Okay. Puh. Durch. Und - schlimm aber wahr und es tut mir eigentlich sogar richtig leid, weil ich mich gefreut hätte - ich kann um Himmels Willen mit dem was du da von dir gibts nicht warm werden. Es soll wohl humoristisch sein. Lustig und leicht zu lesen, für mich kommt es allerdings einer Art Krampf gleich, Okonor zu folgen, der mir echt blöd vorkommt. Die ganze Sache an sich ist in keiner Weise was für mich und daher, passiert mir wohl zum ersten Mal, steige ich an diesem Punkt der Geschichte auch aus. Nicht weil sie schlecht ist. Ich befürchte nicht mal das könnt ich sagen, da es in keiner Weise meinen Geschmack trifft. Leser wie Jeronimus solltest du dir angeln. Der liest lustiges in Sachen Fantasy; kann vielleicht besser bewerten und kritisieren was du hier geschrieben hast. Denn für mich ist es weder lustig noch ansprechend. Und deshalb will ich nicht weitergehen, denn ich würde wohl zu sehr nach meinem Standart kritisieren, der sich einfach wohl nicht mit dem Text verträgt. Ich würde sagen, dass dir Klarheit fehlt, vor allem in Sachen Humor. Es ist zu wenig lustig. Es ist zu wenig durchdacht was den Protagonisten betrifft. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand seine Naivität sympathisch findet, oder seine Blödheit. Er stapft durch die Gegend ohne einen intelligenten Gedanken von sich zu geben und benimmt sich wie ein kleines, verdammt dummes Kind. Gerade deshalb kommt mir der erste Teil daneben vor. Im letzten wir es besser, sobald die Dialoge beginnen, die dir gut gelungen sind, deren Inhalt mich aber auch in weiterer Folge nicht würde begeistern können, da nicht ansatzweise mein Geschmack.

Was mir Handwerklich nicht gefällt, ist dass du an diversen Stellen einfach abbrichst. Für einen Prolog finde ich das nicht passend. Der sollte durchgängig sein. Dürfte auch etwas mehr Länge haben. Daher: Die Reaktionen der Leute währen gut gewesen. Eventuell ein paar Einzelheiten zu Jagt; eben Spannung. Auch das vorstellen der Zombie-Charaktere. Das ist dir zwar so zum Teil gelungen, aber erst nachträglich. Du hast dem Leser das eintreten, das ersten sehen, den ersten Eindruck vorenthalten. Wie gesagt, auch das als Stilmittel nicht mein Ding, bzw. finde ich, dass gerade diese Dinge wohl sehr interessant gewesen wäre.

Es tut mir echt leid, Trin. Ich wünsch dir aber viele Leser. Welche die weiter gehen als nur bis zum Prolog, aber mit mir wärst du an der Stelle nicht glücklich und im Endeffekt möchte ich nicht demotivieren. Und deshalb tut mir diese Kommentar auch schon ein bisschen weh. Bitte nimms nicht zu hart. Es ist eine Meinung und im Endeffekt ist nicht wichtig was einer sagt, sonder die Summe von allen. Mehr Verbesserungsvorschläge kann ich an der Stelle auch kaum bieten. Ich glaube und hoffe du verstehst warum.

Liebe Grüße,
Sternchen



"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #5 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hallo Trin,

na dann bin ich mal auf deinen Nick gespannt. Icon_smile

Zitat: 'Dieser blöde Fuß bringt mich noch um', das habe ich gesagt!

Das „das habe ich gesagt“ hätte ich weg gelassen, dann kommt der Gedanke kürzer und „knackiger“ find ich.

Zitat: An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte.

Da fehlt ein „er“.

Zitat: Er hätte gut Lust gehabt, ein bisschen zu laufen, so gut tat es, dass sein Fuß nicht mehr

Dopplung von „gut“. Ich würde das erste weglassen, da mir die Formulierung irgendwie seltsam vorkommt.

Zitat: Taumelnd schleppte sich Okonor weiter, immer weiter fort von seinem Zuhause. Er war noch immer ganz benommen von der Erkenntnis, dass sich keiner gefreut hatte

Wortwiederholung von „immer“

Zitat: Okonor dachte nach. Seit seiner Flucht aus der Schänke tat er das immer mit achtbarer Gründlichkeit,

Das heißt ungefähr seid ner viertel Stunde? Icon_lol

Ja, sonst hab ich jetzt nix gefunden, was mich angesprungen hätte. Okonor ist ja echt ein netter Zombie finde ich, die anderen übrigens auch und insgesamt ist das echt ne lustige Truppe. Ich musste echt öfters mal lächeln, weil du alles so schön zwanglos beschrieben hast. Wirklich sehr unterhaltsam, ich bin mal gespannt, wie es mit unserem Jung-Zombie noch weitergeht.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #6 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Tag Trinity,

Wie Sternchen schon anmerkte bin ich hier gut aufgehoben und dass es mir durchaus gefallen hat, weißt du ja. Jetzt also die Überarbeitung mit neuen Titel. Der gefällt mir sehr gut.

Dann wollen wir sehen, wie viel sich geändert hat.

Zitat:Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war. Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine durcheinander.
Der Anfang gefällt mir immer noch nicht. Gleich im ersten Satz verrätst du, dass er aus dem Grab steigt. Das finde ich schade. Was ich witzig fände, wenn er aufwacht und sich nicht bewegen kann, imemrhin ist einiges an Erde auf ihm drauf. Er ist sich nicht sicher, ob er überhaupt die augen offen hat. Irgendwie wärs witzig, wenn ihm die Erde in den Augen brennt. Ich nehme an er atmet nicht mehr, aber Nase und Mund dürften auch verstopft sein. Als Leser würde ich mich dann schön fragen, was eigentlich los ist. Dann buddelt er sich aus und merkt, dass er ein Leichenhemd trägt. außerdem könnte er ja auch zunächst glauben, dass er lebendig begraben wurde.

Ich gebe zu das greift tief in deinen Anfang ein, aber nicht gleich zu verraten, was der Joke ist, könnte man sicher überdenken.

Zitat:Doch das einzige, was ihn erstaunte war,
komma nach estaunte?

Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte
das ist mal ein holpriges ding.
ich denke da fehlt ein "er" nach dass und vllt ist das etwas fluffiger:
An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass er vielleicht gar nicht zu denken in der Lage sein sollte.
oder
An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass er vielleicht gar nicht in der Lage sein sollte, zu denken.

Zitat:Mein Fuß tut gar nicht mehr -“ Seine Stimme versagte ihm, als jemand – der sonst so schwerfällige Holzfäller – hastig nach einer Axt griff
auch wenn dich festkrallst an dem Satz, dieser Einschub will nicht richtig passen. entweder jemand oder der schwerfällige Holzfäller ... etwas besser wäre es wenn du "ein Holzfäller" sagen würdest, aber dann könntest du nicht wissen, dass er sonst schwerfällig ist.

Zitat:Genau genommen kam sie von der Wand, in die eine Tür eingebaut war.
ich weiß wie schnell man in solche Beschreibung fällte, wenn man sich in diesem Genre befindet. Man wird schnell lapidar mit dem Schreibstil (wie man bei mir auch gesehen hat). Gefällt mir aber hier nicht. Man kann das schon benutzen, aber hier könnte es auch wegbleiben ohne dass sich was ändert. Sowas würde ich nur schreiben, wenn du damit wirklich etwas genau nimmst zB: Die Stimme schien von hinter der Wand kommen, genau genommen direkt aus der Wand.
Macht jetzt wenig Sinn, aber die zwei Beschreibungen sind sehr nah beieinader. aus der Nähe und aus der Wand liegt nicht beeinander
...
jetzt hab ich irgendwie den Faden verloren.
Jedenfalls sollte es weg ^^

Zitat:Genau genommen kam sie von der Wand, in die eine Tür eingebaut war.
eine Wand in der eine Tür verbaut war. Die Bruchstücke brauen sich wohl sehr langsam in seinem Kopf zusammen. Klingt nämlich nicht nach "Hauswand"

Zitat:Jarvis zeigte ein breites Lächeln, das wohl beruhigend wirken sollte, dem Neuen allerdings eher die wenigen verrotteten Zähne zeigte.
warum eher? eher Zähne als beruhigend? vllt träfe es "lediglich" besser.

In anbetracht dessen, dass ich die Geschichte bereits kenne, habe ich einiges bersprungenm, dass du offensichtlich ignoriert hast ^^
bei anderem bleib ich penetrant.

Ich empfinde die Änderung/ Steigerung nicht als wirklich groß. Hier mal ein Satz und dort ein anderer. Um ehrlic hzu sein, fand ich das beim ersten Mal lustiger, was aber eher an meiner Tagesform liegt. Die Grundidee finde ich gut, dass sie die Vorgeschichte nur ist und danach anderes weitergeht, weiß ich auch.

Abschließend bleibt zu sagen: Wenig auffällige Änderungen und der Rest ist wohl dein Stil und Meinung.

Bis dahin

jeronimus


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Beitrag #7 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala,

so viele Kommentare Icon_shocked Ich liebe diesen Wettbewerb! *g*

@Sternchen:
(02-03-2011, 10:53)Sternchen schrieb: Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war.
=> Gleich am Beginn seinen Satz mit "Diese" fortzuführen klingt für mich nicht sehr stimmungsvoll, bzw. ein bisschen einfallslos. Vielleicht so: "Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte, die sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der sie benannte worden war, erhob." Okay ein bisschen lang und verschachtelt und daher auch nicht ganz optimal, aber in meinen Ohren klingt es zumindest etwas besser.
Die Verschachtelung finde ich auch nicht so toll, aber vielleicht ist der zweite Satz auch einfach unnötig. Ich überlege gerade, ihn zu streichen.
Zitat:Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine durcheinander.
=> Wenn du meinen ersten Vorschlag übernimmst, dann würd ich dir hier statt dem Namen ein "sie" empfehlen, damit du nicht eine Wortwiederholung hast. Ebenfalls flüssiger.
"er" Mrgreen

Zitat:Die kühle Dunkelheit schmirgelte über seine Haut, die nur von einem dünnen Leinengewand bedeckt wurde – einem Totenhemd, wie Okonor feststellte.
=> Du weist schon was schmirgeln ist oder? Dunkelheit schleift doch keine Haut ab. Oder meinst du immer noch die Erde? Ich hätte verstanden das du auf die Nacht anspielst. Icon_confused
Ich hätte das als Metapher gebraucht, weil er ja tot ist und sich dann der Körper sozusagen irgendwann abnutzt, was hier dann angedeutet würde - aber da so viele das nun bemängelt haben, werde ich das wohl ersetzen.

Zitat: Doch das einzige, was ihn erstaunte war, dass ihn eigentlich nichts erstaunte. Na klar, die Entzündung hatte echt böse ausgesehen, die hatte ihn anscheinend umgebracht.
=> Entschuldige, dass wiederspricht sich. Er ist erstaunt, dass ihn nichts erstaunt? "Na klar" ist textlich nicht unbedingt fein ausgedrückt und der ganze Satz schreit ein bisschen nach einer flüssigeren Herangehensweise: "Natürlich, die Entzündung hatte böse ausgehen; ihn schlussendlich scheinbar auch umgebracht." ( - Okay das ist mein Stil. Muss auch nicht jedermanns Geschmack sein aber vielleicht kann ich so verdeutlichen was ich meine und es hilft dir irgendwo.)
Ein liebes "eigentlich" *rausred* Nun ja, ich weiß, dass es sich widerspricht, genau deswegen steht es so da. Ich vermute an dieser Stelle, dass dieser eher lockere Stil dir vielleicht nicht liegt? Was natürlich nicht schlimm wäre, aber es klingt nicht, als würdest du mit dem Text warm, was vielleicht an der eher tendenziell humoristischen Intention liegen könnte.

Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte.
=> Da fehlt ein "er" nach "dass".
Doh

Zitat: Möglicherweise sollte es ihm auch nicht möglich sein, sich zu bewegen.
=> Ähm, ... er ist tot. Was heißt da "Möglicherweise"?
Ich fand es eine witzige Formulierung und es soll auch auf sein naives Gemüt hinweisen. Eigentlich. Vielleicht wrde auch ein "Wahrscheinlich" das besser ausdrücken, oder?

Zitat:Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an – ein wenig Stolz regte sich in ihm, die Schmiedearbeit hatte ihn prächtig gestählt – und fühlte sich eigentlich sehr agil.
=> Das hört sich an, als wäre er jetzt zum ersten Mal stolz, doch das war er sicherlich im Leben schon. Vielleicht kann man das noch besser ausformulieren. So vielleicht? "Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an und freute sich darüber, dass sie immer noch prächtig waren; ihm trotz seines Zustandes wie eh und je Stärke und Kraft verliehen." Wieder nur ein Beispiel.
Ich verbastele mal beide Entwürfe - "Okonor wackelte mit den Fingern, spannte die Muskeln an und freute sich darüber, dass sie ihm trotz seines Zustandes wie eh und je Stärke und Kraft verliehen - und fühlte sich eigentlich sehr agil." Ich finde, das klingt etwas schöner als die vielen "und"s.

Zitat:Okonor wandte den Blick von seinem Körper ab und besah sich, so gut es eben in der Dunkelheit möglich war, sein Grab.
=> Vom Klang her müsste es glaub ich ohne dem "sich" richtig sein. "Er besah sein Hemd." Z.b wäre ein Beispiel das mir einfällt. Ohne sich. Dann hättest du auch keine Wortwiederholung drin, in Verbindung mit dem nächsten Satz.
Du hast recht - war mir unsicher, habe es nun auch mal gegooglet - du hast recht. Mea culpa.

Zitat: Sein improvisierter Maulwurfshügel nahm sich zwar nicht besonders dekorativ aus, aber vorher schien dort ein sehr sorgfältig zusammengefügter Deckmantel aus weißen Steinen gewesen zu sein.
=> Was macht das nahm denn da? Hat es sich verirrt oder hast du vergessen die Formulierung mit irgendwie weiterzuführen? Es will nicht so recht passen. "Sein improvisierter Maulwurfshügel war nicht besonders dekorativ, jedoch schien die Stelle aus der er aus dem Boden gedrungen war mit weißen Steinen bedeckt gewesen zu sein." Vorschlag. Anmerkung: Ich stell mir grade vor, wie es wäre ich aus einem Grab zu schaufeln. An sich ja schon schwer und ganz ehrlich: Wenn da Steine drauf liegen, ist das nicht fast unmöglich? Natürlich kommt drauf an, wie groß die sind. Reden wir von richtigen Steinen aufeinander gelegt? Oder von Kies?
Ich dachte an so flache Decksteine in höchstens Handtellergröße, die mit ein bisschen Abstand nebeneinander liegen, Fotos von solchen Gräbern habe ich schon einmal gesehen, das hatte mich dazu inspiriert.

Zitat:Zur Sicherheit wollte er seinen Vater fragen, der es natürlich am besten wusste, und auch seine Braut würde sich freuen, ihn doch heiraten zu können. Davon überzeugt machte sich Okonor auf den Weg zum Dorf.
=> Äh, Hallo? Er ist aus einem Grab gekrochen. Glaubt er vielleicht, dass er noch lebt? Dass sein Bein sich von selbst in der Erde geheilt hat? Der muss doch sicherlich tot sein, der gute Junge. Icon_irre Oder nicht?
Er ist tot - in gewisser Weise. Untot halt. Er spürt keine Schmerzen und kann deshalb den Fuß benutzen, dass hat er ja ausprobiert. Und für solch ein Gemüt: Wenn er schon tot ist, und dann noch für seine Verhältnisse lebt, wieso sollte er denken, nicht in sein altes Leben zurückkehren zu können? Er kann ja in seinen Bahnen denken und sich bewegen - warum nicht auch heiraten?

Zitat:Die Häuser waren dunkel, nur aus den Fenstern der Schänke fielen flackernde Lichtformen auf den Boden und Okonor, der davor stand.
=> Ich weiß, man versucht Wiederholungen zu vermeiden, hier wär ein zweites "auf" vor Okonor aber gar nicht schlecht.
Hm, findest du? Nun gut, dann schreibe ich es mir mal dazu ...

Zitat:Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.
=> Hmmm, .. eine ganz unverfängliche fragen, die sicherlich leider ein bisschen bissig klingt, aber keines Falls so gemeint ist: Versucht du etwas witzig zu sein? Wenn ja, dann wills nicht ganz so überspringen, wenn nein, dann versteh ich deinen Prot. irgendwie nicht. Er wirkt irgendwie recht einfälltig. Wandelt als Leiche rum, merkt es selbst nicht mal, verschwendet keinen Gedanken daran, trabt an und ist entrüstet, weil sich niemand freut, dass er aus dem Grab gekrochen ist?
Er ist naiv - und warum sollte er sich als Leiche fühlen? Er fühlt sich doch gesund und munter, fällt (noch) nicht auseinander - wenn jemand, der dir lieb war, plötzich wieder auf eine gewisse Art leben kann, würdest du dich nicht freuen ihn nicht verloren zu haben? Okay, blödes Beispiel. Aber ich kann ihn gewisserweise nachvollziehen.

Zitat:... wie ein Monstrum! Okonor richtete sich auf und lief, indem er noch einmal zurücksah, gegen eine Wand.
=> Welche Wand? Wenn jemand flieht und rumstolpert denkt der Leser eher - vor allem wenn "sie ihn gejagt" haben; was also sagt, dass es schon länger so geht - an eine Flucht ins Feldfreie. Also weg. Recht weit weg und er rennt gegen eine Wand?
Gut, da muss ich das Konzept de rminimalistischen Umgebungsbeschreibung aufgeben. Ich dachte an einen Zeitsprung und einen Wald. Aber das kann der Leser ja nicht wissen Doh

Zitat:Im nächsten Moment wurde dieser von einer Gestalt im Inneren des Hauses, gegen dessen Wand er gelaufen war, verdeckt.
=> Weiß man schon. ;o)
Würde man sich ohne nicht fragen: Wo zur Hölle kommt dieses Haus her?
Ich bin mir nicht sicher, aber ich suche mal eine Lösung.

Zitat:„Man hat mich verjagt“ Okonor ließ mutlos die Hände sinken. „Nur weil ich wieder aufgestanden bin ... Da war was an meinem Fuß und man hat mich beerdigt und ...“
=> Nach der ersten Aussagen fehlt ein Punkt. Okay, man jagt ihn. Er weiß jetzt, das man ihm nach dem Leben trachtet und anstatt abzuhauen bleibt er sitzen und jammert wie ein kleines Kind? Wie alt ist er noch mal?
Ja, ich habe versucht, witzig zu sein ... Er soll so kindlich wirken, das ist Absicht. Ich habe mir vorgestellt, dass er nun einfach nicht mehr weiterlaufen kann, und deshalb verzweifelt sitzen bleibt. Aber das ist irgendwie vor deinen belastenden Argumenten nicht haltbar, glaube ich.

Zitat:„Du bist ein Zombie? Sag das doch gleich!“ Die Gestalt riss die Tür auf, sodass sich das Licht über Okonor ergoss. „Mann, sitz doch da nicht einfach rum – komm schnell rein, bevor noch jemand uns entdeckt! Hey, Jungs, wir haben einen Neuen!“
=> Er landet also nach seiner Flucht vor einem Haus, das wo nochmal steht? Und in einem solchen verstecken sich zufällig auch Zombies, bzw. Außenseiter? Gibts so viele, dass es so normal ist, solche zu finden?
Es gibt sie ab und an – aber ich finde es recht logisch: Wenn man als Zombie aufersteht, muss man fliehen, weil die Leute es nicht mögen, und dann landet man in der Einsamkeit – wie andere Zombies auch. Ist es da nicht sogar recht wahrscheinlich, dass sich welche zusammengeschlossen haben, um in der Stille sich zu verstecken? Gut, er hätte nicht auf sie treffen müssen, aber es ist nicht so unwahrscheinlich, wie ich glaube, dass du glaubst zunge verknot

Zitat:Emmi starrte ihn mit so weit aufgerissenen Augen an, dass er fürchtete, sie würde mindestens eines verlieren.
=> *lach*
Yay! Eine Stelle, die dich zum Lachen gebracht hat, wuhu! Icon_smile

Zitat:„Geh bloß nicht wieder zurück!“, kreischte Emmi, indem sie sich wieder ruckartig nach vorne beugte, und klammerte sich an ihren halb vermoderten Sessel, der sehr gut zu ihrem Taint passte.
=> Kein Komma vor dem "und".
Irgendwie will mir immer eines davorrutschen. Wahrscheinlich, weil mir irgendjemand in der Grundschule erzählt hat, vor „und“ stehe nie ein Komma.

Zitat:Okay. Puh. Durch. Und - schlimm aber wahr und es tut mir eigentlich sogar richtig leid, weil ich mich gefreut hätte - ich kann um Himmels Willen mit dem was du da von dir gibts nicht warm werden. Es soll wohl humoristisch sein. Lustig und leicht zu lesen, für mich kommt es allerdings einer Art Krampf gleich, Okonor zu folgen, der mir echt blöd vorkommt. Die ganze Sache an sich ist in keiner Weise was für mich und daher, passiert mir wohl zum ersten Mal, steige ich an diesem Punkt der Geschichte auch aus.
Gut, wenn der Protagonist nicht ankommt, ist die Geschichte sowieso verloren, glaube ich. Okonor ist als jemand konzipiert, den du wohl von Grund auf nicht leiden könntest, daher vermute ich, dass du diese Art der Geschichten, mal von den durchaus noch zahlreich vorhandenen Mängeln abgesehen, nicht unterhaltsam findest?

Zitat:Nicht weil sie schlecht ist. Ich befürchte nicht mal das könnt ich sagen, da es in keiner Weise meinen Geschmack trifft. Leser wie Jeronimus solltest du dir angeln. Der liest lustiges in Sachen Fantasy; kann vielleicht besser bewerten und kritisieren was du hier geschrieben hast. Denn für mich ist es weder lustig noch ansprechend. Und deshalb will ich nicht weitergehen, denn ich würde wohl zu sehr nach meinem Standart kritisieren, der sich einfach wohl nicht mit dem Text verträgt.
Okay, dann so. Ich glaube, er hat auch einen Kommentar hinterlassen *runterscroll *

Zitat:Ich würde sagen, dass dir Klarheit fehlt, vor allem in Sachen Humor. Es ist zu wenig lustig. Es ist zu wenig durchdacht was den Protagonisten betrifft. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand seine Naivität sympathisch findet, oder seine Blödheit. Er stapft durch die Gegend ohne einen intelligenten Gedanken von sich zu geben und benimmt sich wie ein kleines, verdammt dummes Kind. Gerade deshalb kommt mir der erste Teil daneben vor. Im letzten wir es besser, sobald die Dialoge beginnen, die dir gut gelungen sind, deren Inhalt mich aber auch in weiterer Folge nicht würde begeistern können, da nicht ansatzweise mein Geschmack.
Gut, die Geschmackssache kann ich schlecht ändern – und will ich, ehrlich gesagt, auch gar nicht, jedem das seine – und nehme doch gerne an, was du sonst gesagt hast. Klarheit im ersten Teil, im Charakter – und was die Sympathie für Okonor angeht, werde ich mal sehen, was sonst noch an Kommentaren eintrudelt. Wenn sich das wirklich als Gesamtbild ergeben sollte, wird der Chara in dieser Form in die Tonne getreten, glaube ich. Was bringt mir ein Prolog, wenn alle sich angewidert abwenden?

Zitat:Was mir Handwerklich nicht gefällt, ist dass du an diversen Stellen einfach abbrichst. Für einen Prolog finde ich das nicht passend. Der sollte durchgängig sein. Dürfte auch etwas mehr Länge haben. Daher: Die Reaktionen der Leute währen gut gewesen. Eventuell ein paar Einzelheiten zu Jagt; eben Spannung. Auch das vorstellen der Zombie-Charaktere. Das ist dir zwar so zum Teil gelungen, aber erst nachträglich. Du hast dem Leser das eintreten, das ersten sehen, den ersten Eindruck vorenthalten. Wie gesagt, auch das als Stilmittel nicht mein Ding, bzw. finde ich, dass gerade diese Dinge wohl sehr interessant gewesen wäre.
Durchgehender Prolog ... ich hätte das teilweise als zu lange empfunden, aber jetzt überlege ich, wie ich das vielleicht ändern könnte. Es muss ja nicht unbedingt ewige Beschreibungen enthalten *grübel *

Zitat:Es tut mir echt leid, Trin. Ich wünsch dir aber viele Leser. Welche die weiter gehen als nur bis zum Prolog, aber mit mir wärst du an der Stelle nicht glücklich und im Endeffekt möchte ich nicht demotivieren. Und deshalb tut mir diese Kommentar auch schon ein bisschen weh. Bitte nimms nicht zu hart. Es ist eine Meinung und im Endeffekt ist nicht wichtig was einer sagt, sonder die Summe von allen. Mehr Verbesserungsvorschläge kann ich an der Stelle auch kaum bieten. Ich glaube und hoffe du verstehst warum.
Sicher Icon_smile Ich danke dir für deine Mühe, dass du dich durch den Text gequält hast! Leid tun muss dir ja nichts – aber vielleicht sind die anderen Teile eher etwas für dich? Der Prolog ist etwas speziell, zugegeben, was vor allem an Okonor liegt, aber es könnte ja möglicherweise sein, dass du kurz in den nächsten Teil reinliest? Wenn nicht, ist ja auch nicht schlimm, ich bin nur die geborene Bequatscherin Icon_wink

Vielen lieben Dank!
Trinity



@Lady:

Auch dir ein herzliches Sanyasala!

(02-03-2011, 11:02)LadydesBlauenMondes schrieb:
Zitat: 'Dieser blöde Fuß bringt mich noch um', das habe ich gesagt!

Das „das habe ich gesagt“ hätte ich weg gelassen, dann kommt der Gedanke kürzer und „knackiger“ find ich.
Ich habe schon mit mir gerungen, aber ich denke, ich lasse es stehen, weil ich es sonst irgendwie unfertig finde. Frag mich nicht warum *achselzuck * Mein verquerer Eigengeschmack ...

Zitat:
Zitat: An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte.

Da fehlt ein „er“.
Stimmt *seufz *

Zitat:
Zitat: Er hätte gut Lust gehabt, ein bisschen zu laufen, so gut tat es, dass sein Fuß nicht mehr

Dopplung von „gut“. Ich würde das erste weglassen, da mir die Formulierung irgendwie seltsam vorkommt.
Schon alleine der erste Grund würde reichen, also: Weg damit!

Zitat:
Zitat: Taumelnd schleppte sich Okonor weiter, immer weiter fort von seinem Zuhause. Er war noch immer ganz benommen von der Erkenntnis, dass sich keiner gefreut hatte

Wortwiederholung von „immer“
Wieviel habe ich denn noch übersehen? *kopfschüttel * Das zweite kann ich aber wohl gut wegstreichen.

Zitat:
Zitat: Okonor dachte nach. Seit seiner Flucht aus der Schänke tat er das immer mit achtbarer Gründlichkeit,

Das heißt ungefähr seid ner viertel Stunde? Icon_lol
Ähm, ja *rot werd *

Zitat:Ja, sonst hab ich jetzt nix gefunden, was mich angesprungen hätte. Okonor ist ja echt ein netter Zombie finde ich, die anderen übrigens auch und insgesamt ist das echt ne lustige Truppe. Ich musste echt öfters mal lächeln, weil du alles so schön zwanglos beschrieben hast. Wirklich sehr unterhaltsam, ich bin mal gespannt, wie es mit unserem Jung-Zombie noch weitergeht.
Schön, dass es dich anspricht (anstatt anspringt *g *). Der zwanglose Stil ist ja nicht so ansprechend für jeden, daher freut es mich umso mehr, freundlich gestimmte Leser zu haben Icon_smile
Der Zombie kommt ja leider nur noch in Nebenrollen vor, im letzten Akt taucht auch Okonor dann noch einmal auf, aber ansonsten wirst du, wenn du weiterliest, mit anderen Charakteren vorlieb nehmen müssen *entschuldigend guck *

Vielen Dank für deinen Kommentar!
Alles Liebe,
Trin



@jeronimus:

Du wieder Icon_smile Freut mich.

(02-03-2011, 12:45)jeronimus schrieb: Jetzt also die Überarbeitung mit neuen Titel. Der gefällt mir sehr gut.
Das finde ich besonders gut – ich habe lange mit mir gerungen.

Zitat:Dann wollen wir sehen, wie viel sich geändert hat.
Nicht allzu viel, fürchte ich *seufz *

Zitat:
Zitat:Die Tiefen der Nacht zogen Okonor aus seiner Ruhestätte. Diese befand sich außerhalb des Dorfes Bleichberg, am Fuße eben jener Erderhebung, nach der die Siedlung benannt worden war. Mit einiger Anstrengung wühlte sich Okonor wie ein Maulwurf durch die erst vor wenigen Stunden aufgeschüttete Erde und schob, als er endlich die Oberfläche erreichte, die darauf verlegten Steine durcheinander.
Der Anfang gefällt mir immer noch nicht. Gleich im ersten Satz verrätst du, dass er aus dem Grab steigt. Das finde ich schade. Was ich witzig fände, wenn er aufwacht und sich nicht bewegen kann, imemrhin ist einiges an Erde auf ihm drauf. Er ist sich nicht sicher, ob er überhaupt die augen offen hat. Irgendwie wärs witzig, wenn ihm die Erde in den Augen brennt. Ich nehme an er atmet nicht mehr, aber Nase und Mund dürften auch verstopft sein. Als Leser würde ich mich dann schön fragen, was eigentlich los ist. Dann buddelt er sich aus und merkt, dass er ein Leichenhemd trägt. außerdem könnte er ja auch zunächst glauben, dass er lebendig begraben wurde.
Ich habe ja auch schon daran gedacht, aber es würde mich vor ein Problem stellen: Ich hasse nur wenige Dinge mehr, als einfach verscharrte Leichen. Bei mir müssen sie immer wenigstens in Leinen eingewickelt sein, oder lieber noch in Kisten gesteckt. Problem: Wie soll er sich daraus befreien? Das bin ich hiermit wunderbar umgangen, aber hm. Ich denk noch einmal drüber nach und probiere am besten mal dies und das aus. Darf ich dir vielleicht dann die Tage einen alternativen Anfang schicken, per PN? Ich glaube, einen neuen Thread für den einen Absatz lohnt nicht -.-

Zitat:
Zitat:Doch das einzige, was ihn erstaunte war,
komma nach estaunte?
Ich bin mir auch nicht sicher, aber du könntest recht haben.

Zitat:
Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte
das ist mal ein holpriges ding.
ich denke da fehlt ein "er" nach dass und vllt ist das etwas fluffiger:
An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass er vielleicht gar nicht zu denken in der Lage sein sollte.
oder
An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass er vielleicht gar nicht in der Lage sein sollte, zu denken.
Das erste gefällt mir sehr gut. Das übernehme ich mal frechflink Icon_wink

Zitat:
Zitat:Mein Fuß tut gar nicht mehr -“ Seine Stimme versagte ihm, als jemand – der sonst so schwerfällige Holzfäller – hastig nach einer Axt griff
auch wenn dich festkrallst an dem Satz, dieser Einschub will nicht richtig passen. entweder jemand oder der schwerfällige Holzfäller ... etwas besser wäre es wenn du "ein Holzfäller" sagen würdest, aber dann könntest du nicht wissen, dass er sonst schwerfällig ist.
Ach, so hattest du das gemeint – ich hatte verstanden, dass das in den Einschub sollte. An dem brauche ich gar nicht festhalten, also: Weg damit! Die Beschreibung würde ich allerdings behalten, das finde ich gar nicht schlecht, wenn man weiß, dass Okonor ihn recht gut kennt.

Zitat:
Zitat:Genau genommen kam sie von der Wand, in die eine Tür eingebaut war.
ich weiß wie schnell man in solche Beschreibung fällte, wenn man sich in diesem Genre befindet. Man wird schnell lapidar mit dem Schreibstil (wie man bei mir auch gesehen hat). Gefällt mir aber hier nicht. Man kann das schon benutzen, aber hier könnte es auch wegbleiben ohne dass sich was ändert. Sowas würde ich nur schreiben, wenn du damit wirklich etwas genau nimmst zB: Die Stimme schien von hinter der Wand kommen, genau genommen direkt aus der Wand.
Macht jetzt wenig Sinn, aber die zwei Beschreibungen sind sehr nah beieinader. aus der Nähe und aus der Wand liegt nicht beeinander
...
jetzt hab ich irgendwie den Faden verloren.
Jedenfalls sollte es weg ^^
*g * Gut, Punkt ist rübergekommen, es wird geändert.

Zitat:
Zitat:Jarvis zeigte ein breites Lächeln, das wohl beruhigend wirken sollte, dem Neuen allerdings eher die wenigen verrotteten Zähne zeigte.
warum eher? eher Zähne als beruhigend? vllt träfe es "lediglich" besser.
Das war das Wort, was ich gesucht hatte. Danke Icon_smile

Zitat:In anbetracht dessen, dass ich die Geschichte bereits kenne, habe ich einiges bersprungenm, dass du offensichtlich ignoriert hast ^^
bei anderem bleib ich penetrant.
Ignoriert wurde gar nichts – bloß habe ich nicht alles übernommen Icon_wink

[uote]Ich empfinde die Änderung/ Steigerung nicht als wirklich groß. Hier mal ein Satz und dort ein anderer. Um ehrlic hzu sein, fand ich das beim ersten Mal lustiger, was aber eher an meiner Tagesform liegt. Die Grundidee finde ich gut, dass sie die Vorgeschichte nur ist und danach anderes weitergeht, weiß ich auch.[/quote]
Tja, dann setze ich mich wohl noch mal ordentlich auf meine vier Schreiberlingbuchstaben – oder besser gleich auf das ganze Alphabet.

Vielen Dank für deinen Kommentar!

Liebe Grüße,
Trinity


"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #8 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
kurze Rückmeldung:

du kannst mir gerne eine PN schicken, wenn ein Versuchskaninchen brauchst ^^


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Beitrag #9 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Hi Trinity,

Ich mach mich einfach mal ran Icon_wink


Zitat:Wie man sehen kann, hat AT:"Name:Nick; Schicksal: Held" nun endlich einen Titel gefunden, mit dem ich zumindest vorläufig zufrieden bin.

Der neue Titel ist besser, aber ich finde ihn ehrlich gesagt nicht sehr anspringend (weißt du, was ich meine?)

Der Anfang ist, soweit ich gemerkt habe, immer noch derselbe, oder?

Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass vielleicht gar nicht denken können sollte.

Das "er" hat sich schon wieder davongeschlichen...

Zitat:An dieser Stelle wurde ihm bewusst, dass er vielleicht gar nicht denken können sollte. Möglicherweise sollte es ihm auch nicht möglich sein, sich zu bewegen. Okonor hob den Arm und starrte auf seine wackelnden Finger, spannte die Muskeln an – ein wenig Stolz regte sich in ihm, die Schmiedearbeit hatte ihn prächtig gestählt – und fühlte sich eigentlich sehr agil.

Ich weiß nicht, ob "agil" als Fremdwort so ganz in die Fantasy-Zeit da passt

Zitat:„Hat's euch die Sprache verschlagen? Das ist eine feine Überraschung, nicht wahr?“ Okonor lachte, bis er merkte, dass alle ihn entsetzt anstarrten. An der Theke, mitten zwischen den Dörflern, saß sein Vater, bleich wie Kreide.
„Vater? Freust du dich denn nicht, dass ich wieder da bin? Und guck: Mein Fuß tut gar nicht mehr -“ Seine Stimme versagte ihm, als jemand – der sonst so schwerfällige Holzfäller – hastig nach einer Axt griff. Ein bislang unbekannter Instinkt tippte Okonor höflich auf die Schulter und forderte ihn auf, von dieser neuen Gesundheit Gebrauch zu machen.

Super Stelle Pro . Hatte ich auch schon letztes Mal erwähnt, der letzte Satz ist einfach nur gut. Und der Satz davor zeigt gut die Angst die die Leute vor den Zombies haben.
Also:
Pro Icon_smile Pro Pro Icon_lol Pro Icon_lachtot
(Die Abfolge an Smileys hat sogar einen Sinn *wunder*, nur welchen???)

Zitat:Sie hatten ihn gejagt wie ein Monstrum!

Irgendwie mag ich das Monstrum nicht, frag mich nicht, wieso. Aber wirklich schlimm ist das nicht.

Zitat:„Wer macht hier so einen Lärm?“, beschwerte sich eine Stimme von nicht sehr weit her. Genau genommen kam sie von der Wand, in die eine Tür eingebaut war.
Der Satz ist komisch. Willst du damit ausdrücken, dass er erst dachte, er wäre gegen eine Wand gelaufen und jetzt langsam erkennt er, dass das ein Haus ist??? Und auch das "von nicht sehr weit" kann man, glaube ich, besser ausdrücken.

Zitat:Okonor schaute verwundert auf und sah einen Lichtstrahl, der durch die Dunkelheit schnitt.

"einen Lichtstrahl sehen", finde ich, klingt nicht so schön. Kannst du das sehen vielleicht ersetzen? Der zweite Teil gefällt mir stilistisch auch nicht so ganz gut. Vielleicht: "der die Dunkelheit durchschnitt"

Zitat:„Man hat mich verjagt“ Okonor ließ mutlos die Hände sinken. „Nur weil ich wieder aufgestanden bin ...

Im ersten Satz fehlt ein Punkt. Meinst im letzten Satz wirklich "aufgestanden" oder nicht "auferstanden"

Zitat:„Zombies trinken keinen Tee?“

Icon_smile

Zitat:„Man gewöhnt sich daran“

Woran??? Mir fehlt der Bezug, aber das liegt wohl eher an mir, weil ich so schwerfällig im Kapieren bin...ach, wie heißt das Adjektiv nur???

Zitat:brummte Roller und zog sich einen Fingernagel ab, um ihn zu säubern. Okonor zwang seinen Blick, bei der Zombiefrau zu bleiben.

Das sind Zombies Pro So versteht man natürlich ohne Probleme die Probleme die Leute Icon_wink

Zitat:„Stimmt.“ Emmi blinzelte einmal sehr langsam und ließ sich mit dem Blick zur Zimmerdecke nach hinten in ihren Sessel sinken. „Aber es war mir nicht bestimmt, eine Selbstmörderin um der Verhinderung einer Schlacht willen zu werden – jedenfalls nicht direkt ...Wir haben alle einen starken Lebenswillen, genau wie du, Okonor.“

Da klingt Emmi meiner Meinung nach sanft und ruhig, aber danach wird sie wieder so aufgedreht, die epische Sprache und auch der letzte Satz da passen nicht wirklich zu ihrem Charakter.

Zitat:klammerte sich an ihren halb vermoderten Sessel, der sehr gut zu ihrem Taint passte.

Icon_smile , aber Taint schreibt man "Teint".

Zitat:vor allem in so wichtigen Fragen wie 'Was soll ich jetzt tun?'.

Mrgreen Die Stelle bringt gut die Naivität Okonors rüber.

Zitat:Emmi guckte etwas ratlos glubschend in die Luft.
„Aber wir sind doch Zombies“, hauchte sie irritiert.

Das ist Emmi. Icon_smile

So. Durch.
Hinweis: Ich habe praktisch alles angestrichen, weil ich sonst irgendwie immer schlechtes Gewissen habe Mrgreen
Zum Chara Okonor:
Ich denke, in der laufenden Geschichte kommt er dann nur noch selten vor, oder? Denn wenn man sich nicht zu lange mit ihm beschäftigt und du ihn etwas anders machst, dann kann man auch noch gut über ihn lachen, denke ich. Aber irgendwann dürfte er sehr nervig werden. Allerdings beschäftigen wir Korrekturleser uns um Einiges genauer mit der Geschichte als der durchschnittliche Leser und beim ersten Mal, fand ich Okonor auch noch ziemlich lustig. Aber vielleicht solltest du ihn einfach nicht ganz so krass machen.
Zu den anderen Zombies:
Du hast ja gesagt, du willst sie ein bisschen skurriler machen. Großes Lob, das ist dir gut gelungen Pro , es ist nicht sehr auffällig und übertrieben wie bei Okonor, sondern schön dezent an ein paar Stellen, nicht sehr vielen, sodass man es eben nicht so krass merkt, aber die Atmosphäre und der Eindruck gut ist. Nur zu Roller noch: Am Anfang machst du bei ihm einen gewissen Dialekt ("Wir trinken goar nischt" usw.), dann hörst du damit auf. Das klingt etwas komisch.

Insgesamt ist die Überarbeitung besser geworden, wie gesagt, vor allem bei den Zombies. Verzeih mir, wenn ich jetzt wieder einiges angesprochen habe, wovon du bereits gesagt hast, dass du es nicht ändern willst, übersieh das einfach. Icon_wink
Schönen Tag noch

rex, der sich über seine erste "Rezension" im Monat März freut.

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #10 |

RE: Epic Nick - Prolog (Überarbeitet)
Sanyasala lieber rex,

ich habe das gelesen und merke mir wieder meine Sachen an - ich danke dir für deine Mühen und sage nur: Die nächste Version ist wieder auf dem Weg *seufz* *zum writer schiel* Verzeih, wenn zunächst also keine Änderungen im Thread zu erkennen sind.
Okonor wird nur noch in einer Nebenrolle zum Schluss auftauchen, als Prot ist er ungeeignet, daher ist er im Prolog auch etwas überzeichnet - damit sozusagen wenigstens etwas da ist Icon_wink

Lieben Dank und viele Grüße,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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