Es ist: 21-01-2020, 00:20
Es ist: 21-01-2020, 00:20 Hallo, Gast! (Registrieren)


So weit das Leben trägt (1 von 4) (1878 S.D.)
Beitrag #11 |

RE: So weit das Leben trägt (1)
Hallo Sternchen,

auf diese Geschichte freue ich mich schon, seit ich gesehen habe, dass du sie eingestellt hast. Leider habe ich die erste Geschichte um Adam und John Gale nur noch vage im Hinterkopf, aber sie hatte etwas sehr Dramatisches.

Aber jetzt zu dieser Geschichte:
Sie schmeckt nach Staub. Ich höre die Trockenheit der Gegend, die Wege, die John gegangen ist; als würde Johnny Cash mir deine Geschichte vorlesen. My empire of dirt ...
John sieht sich dem Ende nah, wenn ich das richtig sehe, er gibt sein letztes Geld für ein Pferd und will heimreiten (?), auf der Suche nach oder aus Flucht vor Adam. Das spielt aber am Ende auch keine Rolle mehr, denn Adam findet ihn, schießt. Du entlässt uns mit einem Cliff-Hanger sondergleichen.

Mir ist leider - aber das mag an mir liegen, weil ich im Moment nicht ganz auf der Spur bin - nicht ganz klar, was John Gales Ziel ist. Wahrscheinlich weiß er, dass es Zeit wird, die Sache mit Adam zu klären, sich ihm gegenüber zu stellen. So liest es sich für mich. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

Mir gefällt sehr, wie du schreibst. Du schaffst die passende Atmosphäre für die Geschichte. Und ich kann mir gut deinen Blick vorstellen, während du geschrieben hast Icon_wink Das einzige, was mir fast durchgängig aufgefallen ist, ist, dass du bei Dialogen nicht ganz klar machst, wer spricht.
Zum Beispiel hier:
Zitat:„Haben Sie in den letzten Stunden einen Mann in die Stadt reiten sehen?“
Der Händler blieb stehen und starrte ihn über die Schulter hinweg an.
„Viele Männer reiten in die Stadt.“
„An diesen würden Sie sich erinnern.“
Da ist dann mit dem letzten Satz klar, dass John angefangen hat. Aber am Anfang? Klar, es macht inhaltlich Sinn, dass John spricht, aber es könnte genauso gut der Händler sein, aus welchem Grund auch immer. Das liegt auch daran, dass es ja direkt davor um den Händler geht.
Ebenso hier:
Zitat:Adams rechte Hand streichelte den Colt. Er lächelte auf seine eigene, grausame Art.
„Du weißt was ich will.“
Der Satz klingt, als würde Adam sprechen.
(weißt, was)

So, fix die sonstigen Anmerkungen und dann auf zum zweiten Teil:
Zitat:ein Frau gegen ihren Willen in ein Bett zu zerren und dem alten, schnattrigen Bill ein Bein zu stellen
eine Frau
Ich würde nach "in ein Bett zu zerren" ein Komma setzen. Klar, es folgt ein "und", aber sonst denkt man kurz, es würde weiter um die Frau gehen. Oder vllt einfach ein Punkt?
Das mit dem Beinstellen ist ziemlich witzig Icon_wink
Zitat:Unwichtig, solang er noch etwas Reichtum bei sich trug. Einen nicht unerheblichen Teil hatte John einer armen Witzfigur gemeinsam mit seiner Faust ins Gesicht geschlagen.
Er hat jemandem Geld ins Gesicht geschlagen? Warum?
Vllt "nicht unerheblichen Teil davon", dann ist der Zusammenhang klarer
Zitat:John blickte auf und in das Gesicht des Mannes, der vor ihm stand. Den er vergessen hatte; in Gedanken versunken. Dieser sah ihn abwartend an. Durchgeschwitzt. Alle Farbe war aus seinem schmalen, von Narben übersäten Gesicht gewichen. Grimmig kaute der Mann mit dem Ein-Dollar-Hut auf seinen Lippen.
Das liest sich nicht ganz rund.
Gelesen habe ich den zweiten Satz als: "Den hatte er vergessen, in Gedanken versunken" - Dann macht es auch mehr "Sinn", einen neuen Satz anzufangen. Du machst das gern und oft: Statt eines Kommas einen Punkt zu setzen, das hat auch manchmal eine starke Wirkung. Aber hier liest es sich für mich unpassend, denn die Stelle ist ja ganz gewöhnlich eine Beschreibung.
Das "Dieser sah ihn" wirkt etwas verloren, weil der Mann ja im vorletzten Satz genannt wurde, nicht im letzten.
Mein Vorschlag wäre in den "Dieser sah ihn"-Satz die Info mit dem Hut zu ziehen (coole Beschreibung!), also etwa: Der Mann sah ihn abwartend an, sein Ein-Dollar-Hut klebte wie seine Haare an der Kopfhaut fest" oder irgendwie so etwas.
Denn weiter unten liest sich der Ein-Dollar-Hut-Satz so, als würde er mit dem Hut auf den Lippen kauen. Und das gibt zwar ein lustiges Bild, ist aber sicher nicht, was du meintest Icon_smile
Durchatmen ... kann man mir folgen?
Zitat:Zu grün, um sein Grab zu sein.
zu sein oder zu werden?
Zitat:Er hatte die Karten gut studiert, wusste wohin er wollte und dass er Rehauge seine Gelegenheit, nach all den langen Jahren, schuldig geblieben war.
... wusste, wohin ...
Statt der Kommas um "nach all den Jahren" vllt Spiegelstriche? Dann fügt es sich besser ein, finde ich.
Zitat:Jetzt wo er das eindringliche Summen des Windes vernahm, intensiver und lockender als je zuvor
Jetzt, wo ...
Oder vllt auch "Jetzt, da ...", denn "Jetzt" ist ja an sich keine Ortsangabe.
Zitat:Weg von Geldscheinmauern. Nah der essentiellen Vergangenheit.
Es würde kein Morgen geben.
Sehr schön ... if I could start again ...
Zitat:Schritte solcher Natur, die man nur dann tat, um sein Leben zu retten.
Hm, Schritte tun ...
Ich überlege jetzt schon eine Weile, aber mir fällt das Verb dafür nicht ein. Schritte tun, wirklich?
Zitat: Mit dem Wetter kannte John sich aus, denn als ehemaliger Rancher war ihm nichts anderes übrig geblieben.
*g* Ihm war nichts übrig geblieben, als sich mit dem Wetter auszukennen ... vllt eher etwas wie: "Mit dem Wetter kannte John sich aus, denn als Rancher war ihm (vor langer Zeit) nichts anderes übrig geblieben als kurz vor Gewittereinbruch das Vieh zurückzutreiben ..."
Irgendwie so? Sonst liest es sich, als hätte er plötzlich beschlossen, sich auszukennen - aus einer Notwendigkeit heraus.
Zitat:Lässig und verschmutzt an die Wand des Saloons gelehnt, den man hinter sich lassen musste, um zu verschwinden.
Wieso "man" und nicht "er" oder "John"?
Zitat:Was aus Frank Fox wohl geworden war?
Auch hier würde ich etwas umstellen:
- Was wohl aus Frank Fox geworden war?
- Was war wohl aus Frank Fox geworden?

Wie immer - und das weißt - übernimm, was dir passt, und lass den Rest links liegen Icon_wink

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #12 |

RE: So weit das Leben trägt (1)
Hallo Sternchen!

*Ärmel hochkrempel*
na, dann woll´n wir mal.

Zitat:So weit das Leben trägt

....ja, so weit - schöner Titel

Ich hätte mir nicht gedacht, hier mal auf einen Western zu stoßen. Seit dem Revolvermann aus Stephen King´s Universum und "Red Dead Redemption" bin ich absoluter Fan!
Was so auch nicht stimmt, ich hab mir die ganze "Lederstrumpf"-Reihe von J.F.Cooper reingezogen. Sogar Karl-May-Bücher Icon_lachtot
...so weit das Leben trägt...

Ich bin gespannt Icon_smile


Zitat:Es gab drei Dinge, die sich selbst der geächteste Bürger in Rousalt verkniff:

Sollte es nicht "geächtetste" heißen?

Zitat:der die gepflasterten Straßen jeden Tag entlang schritt

Richtig gepflastert? Nix staubig, dreckig, typisch? Nobel, nobel ^^

Zitat:John Gale


John....natürlich *g*

Zitat:Unwichtig, solang er noch etwas Reichtum bei sich trug.


solange, wenn ich nicht irre.

Zitat:Einen nicht unerheblichen Teil hatte John einer armen Witzfigur gemeinsam mit seiner Faust ins Gesicht geschlagen.

Icon_aufsmaul hört sich schmerzhaft an. Wie darf man sich das vorstellen?
"Ich zahle BAR!" BAMM ..."Behalt den Rest!"

Zitat:Der Kopf eines Mädchens. Ein wenig zu verdreht, um natürlich zu sein. Ein warmer, nackter, schlanker Körper; flach der Atem.

Ich mag mich täuschen, aber ein flacher Atem bedarf doch einer gewissen Lebendigkeit, was sich mit einem verdrehten Genick nur schwer vereinen lässt. Oder ich versteh es falsch?

Zitat:Feilschen kann man auch gut mit sich selbst, dachte Gale. Eines der wenigen Dinge, die er über das Leben wirklich wusste. Schweigen war meist der Schlüssel zum Erfolg.

Die Passage - der Gedanke - gefällt mir gut.

Zitat:Schritte entfernten sich;

Der Händler? Dann wirft er das Geld in den Staub, wenn er weg ist? Ist mir nicht ganz klar.

Zitat:Er sah aus, als hätte ein einfältiges Unschuldslamm in den Schlund der Hölle geblickt und sei nun daran erinnert worden.


hehee Icon_cool

Zitat:machte sich daran das verdammte Rousalt zu verlassen.

Komma vor "das"...

Zitat:Außer verhungern natürlich. Verhungern im Kreis der Familie. Nun, nach fünf Jahren der Einsamkeit, konnte er sich nichts Schöneres ersinnen.


Ja, was gibt es Schöneres - ich denke, "Hungern" genügt, "Verhungern" klingt schon recht endgültig


Zitat:„Du weißt was ich will.“

"...du weißt, was..."

Zitat:Dann fasste er sich, zielte und schoss.

Ich schließe mich meinen Vorschreibern an, geiler Aufhänger!

Sodale, was bleibt zu sagen...
Von den oben genannten Kleinigkeiten mal abgesehen liest sich der Text wunderbar. Ich sehe die Scheune vor mir, kann den Staub wirbeln sehen und fühle die Hitze.
Ein richtiges Western-Flair macht sich breit. Im Nachhinein finde ich es schade, dass ich mir "Totgelebt" vorher nicht angeguckt habe, da du die Charaktere sehr bemüht beschreibst.
Was mir schon an deinen anderen Texten sehr gut gefallen hat, findet auch hier statt - du lässt Umgebung und auch Vergangenes beinahe beiläufig zwischen den Zeilen einfließen.
So hat man das Gefühl, den Händler als Typ schon sehr gut ausmachen zu können. Ein tüchtiger und doch schmieriger Geschäftsmann, vielleicht nicht immer ganz ehrlich, aber zu feige, um mehr zu sein. Ich mag die Länge der Gedanken, auch wenn es auf Sicht gesehen vielleicht müßig wird. Als Einstieg super, jetzt darf mal was passieren!

Fazit: Toller Text, gefällt mir sehr gut, ich möchte mehr davon.
Ich hoffe, du bringst auch neue Ideen ein - nicht, dass es ein ehemaliges Bandenmitglied namens John, der einst Farmer war, bevor seine Frau getötet wurde und jetzt von einem früheren Kollegen gejagt wird, schon mal gegeben hätte Icon_wink

Bin schon gespannt auf die Fortsetzung!

Grüße
Nameless


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Beitrag #13 |

RE: So weit das Leben trägt (1)
Hallo ihr zwei,

ich freu mich wirklich sehr, dass meine Western-Geschichte ein bisschen aufmerksam erhält. Hach, ich liebe sie einfach und es ist schön, andere für dieses Genre ein bisschen mitbegeistern zu können. Dann mal los. Schauen wir, was so geschrieben wurde.

@ Libertine

auf diese Geschichte freue ich mich schon, seit ich gesehen habe, dass du sie eingestellt hast. Leider habe ich die erste Geschichte um Adam und John Gale nur noch vage im Hinterkopf, aber sie hatte etwas sehr Dramatisches.
=> Stimmt, hatte sie. Muss ja so sein, wenn sie zumindest vage im Kopf geblieben ist. Fein, fein. Vage genügt mir vollkommen. So gut war die eh nicht. Ich hab übrigens fast alle deine Anmerkungen schon eingearbeitet und grundlegend noch mal überarbeitet. Hast mir sehr gefholfen, danke dafür!

Sie schmeckt nach Staub. Ich höre die Trockenheit der Gegend, die Wege, die John gegangen ist; als würde Johnny Cash mir deine Geschichte vorlesen. My empire of dirt ...
=> Uiiiiiii! Icon_smile

John sieht sich dem Ende nah, wenn ich das richtig sehe, er gibt sein letztes Geld für ein Pferd und will heimreiten (?), auf der Suche nach oder aus Flucht vor Adam. Das spielt aber am Ende auch keine Rolle mehr, denn Adam findet ihn, schießt. Du entlässt uns mit einem Cliff-Hanger sondergleichen.
=> Was Cliff-Hanger betrifft war ich ja schon immer ein bisschen, nun, böse. Ich muss sagen, ich halte mich ja genauso gut bei der Stande damit, sonst würd ich wohl wesentlich langsamer weiterschreiben. Für mich sind solche Punkte immer gut für ne Menge Motivationsschübe. Das John Gale am Ende ist, hast du schon richtig rausgelesen.

Mir ist leider - aber das mag an mir liegen, weil ich im Moment nicht ganz auf der Spur bin - nicht ganz klar, was John Gales Ziel ist. Wahrscheinlich weiß er, dass es Zeit wird, die Sache mit Adam zu klären, sich ihm gegenüber zu stellen. So liest es sich für mich. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.
=> Hast du aber sehr richtig verstanden so.

Mir gefällt sehr, wie du schreibst. Du schaffst die passende Atmosphäre für die Geschichte. Und ich kann mir gut deinen Blick vorstellen, während du geschrieben hast
=> o.O ... meinen Blick? ^^ Owe ... *G* Du solltest jetzt mal erst meinen sehen, nach so einem dollen Lob. Ich hör so gerne, dass es jemanden gefällt, was ich für einen Scheiß von mir gebe. Und wie!

Das einzige, was mir fast durchgängig aufgefallen ist, ist, dass du bei Dialogen nicht ganz klar machst, wer spricht.
=> Schon ausgemerzt. Danke für den Hinweis!

Das mit dem Beinstellen ist ziemlich witzig
=> Yoh, fand ich auch. Mrgreen

Er hat jemandem Geld ins Gesicht geschlagen? Warum?
Vllt "nicht unerheblichen Teil davon", dann ist der Zusammenhang klarer

=> Warum? hmmm, ... ich war einfach auf der Suche nach nem schönen, dass zeigt, wie er "jetzt" mit Geld umgeht, nachdem er ja jahrelang nix anderes getan hat, als es sich zu moppsen. Jetzt schmeißt er es durch die Gegend. Oder haut es in Fremde Gesichter, stopft es unter Polster, lässt es überall da, als ne Art Entschuldigung oder Friedensangebot, wenn man so will. *G* Ne, ganz ehrlich: hier gefällt mir Namless Aussage sehr gut: hört sich schmerzhaft an. Wie darf man sich das vorstellen?
"Ich zahle BAR!" BAMM ..."Behalt den Rest!"

~ Ja so in etwa, hab ich mir das vorgestellt.
Icon_lachtot

Durchatmen ... kann man mir folgen?
=> Ich versuchs, Libbi, ich versuchs.

... wusste, wohin ...
Statt der Kommas um "nach all den Jahren" vllt Spiegelstriche? Dann fügt es sich besser ein, finde ich.

=> Gute Idee!

Sehr schön ... if I could start again ...
=> Icon_jump

@ Namenloser

Ich hätte mir nicht gedacht, hier mal auf einen Western zu stoßen. Seit dem Revolvermann aus Stephen King´s Universum und "Red Dead Redemption" bin ich absoluter Fan!
=> Ohja, "Red Dead Redemption"! Ich zocke das spiel auch sehr sehr sehr gerne. Meine Westernleidenschaft hat allerdings schon viel früher angefangen. Mit meinem Opa und Kabel Eins. Da war jeder Donnerstag immer Western-Abend. Damals noch. Nach "Todeszug nach Yuma" und anderen Filmchen ist mir nix anderes übrig geblieben, mich wieder in diese Staubwüsten zu schupfen und an Gale und Adam weiterzuschreiben. Übrigens: du spielst Red Dead nicht zufällig über die XBOX, oder? Icon_ugly

Was so auch nicht stimmt, ich hab mir die ganze "Lederstrumpf"-Reihe von J.F.Cooper reingezogen. Sogar Karl-May-Bücher
=> Ohja, Karl-May. *lach* Den hab ich auch schon "hinter mir"! Mrgreen

John....natürlich *g*

=> Na hör mal! Wenn schon Pocahontas zwei "Johns" als Männer hat, dann darf ich wenigstens einen haben!

solange, wenn ich nicht irre.
=> Da fehlt ein "mich". "Wenn ich mich nicht irre", hat der alte Sam immer gesagt, ne? Icon_wink

hört sich schmerzhaft an. Wie darf man sich das vorstellen?
"Ich zahle BAR!" BAMM ..."Behalt den Rest!"

=> Ohja, stell es dir genauso vor! Icon_lachtot

Ich mag mich täuschen, aber ein flacher Atem bedarf doch einer gewissen Lebendigkeit, was sich mit einem verdrehten Genick nur schwer vereinen lässt. Oder ich versteh es falsch?
=> Ihr ahnt auch immer nur das schlimmste, also echt. Wenn man schön zuhaut, dann liegt der Kopf auch ein "bisl" verdreht, muss aber ned gleich gebrochen sein, das Genick. Na wenn ihr alle wollt, dass ich sie in die ewigen Jagdgründe schicke, dann mach ich es eben in diese Richtung deutlicher. Ups, schon geschehen. Icon_wink

Der Händler? Dann wirft er das Geld in den Staub, wenn er weg ist? Ist mir nicht ganz klar.
=> hmmm, .. die Stelle hab ich jetzt nochmal ein bisschen umgestellt und versucht, es noch deutlicher zu machen. Hoffentlich ist es jetzt ein wenig besser. Du hast ein gutes Augen fürs Detail.

Von den oben genannten Kleinigkeiten mal abgesehen liest sich der Text wunderbar. Ich sehe die Scheune vor mir, kann den Staub wirbeln sehen und fühle die Hitze. Ein richtiges Western-Flair macht sich breit. Im Nachhinein finde ich es schade, dass ich mir "Totgelebt" vorher nicht angeguckt habe, da du die Charaktere sehr bemüht beschreibst.
=> Das freut mich wirklich sehr, dass du es so gelungen findest. Ich hab mir wirklich sehr viel Mühe gegeben und versucht, meine doch eher komplexen Charaktere in nem ausgeglichenen Maß zu präsentieren. Ist mit den beiden nicht immer leicht. "Totgelebt" ist schon etwas älter und daher schwächer. Mit der Geschichte wäre dir vielleicht nochmal klarer geworden, dass Gale und Adam doch länger zusammen waren. Eigentlich schon Jahre, bis Adam sich endlich rächen konnte. Das war vor Monaten. Ich glaub, dass muss ich in der Geschichte nochmal deutlicher machen.

Was mir schon an deinen anderen Texten sehr gut gefallen hat, findet auch hier statt - du lässt Umgebung und auch Vergangenes beinahe beiläufig zwischen den Zeilen einfließen.
=> Schön, wirklich schön zu hören! Icon_smile

Fazit: Toller Text, gefällt mir sehr gut, ich möchte mehr davon.
Ich hoffe, du bringst auch neue Ideen ein - nicht, dass es ein ehemaliges Bandenmitglied namens John, der einst Farmer war, bevor seine Frau getötet wurde und jetzt von einem früheren Kollegen gejagt wird, schon mal gegeben hätte

=> Ist recht typisch, ja. Aber ich wollte auch mal sowas typisches schreiben und es ist ja was die Psyche meine Prots betrifft eh schon ungewöhnlich genug, wie ich finde. Die meisten Western kratze da viel, viel mehr an der Oberfläche, wenn es denn mal welche zu lesen gibt. Ist ja leider ein sehr verwaistes Genre ... *seufz*

Dankeschön nochmals für euer Lob, eure Mühe und eure Meinung!
Ich freu mich ganz doll!

Liebe Grüße,
Sternchen


"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #14 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)
So und weil es so schön ist, hab ich jetzt einmal Jahreszahlen hinzugefügt (ja, ich kündige hiermit an, es wird weitere Westerngeschichten von mir geben, die eigentlich alle - im Kleinen oder Großen - miteinander verbunden sind)! Damit wird nochmal ein bisschen klarer wie viel Zeit zwischen den einzelnen Geschichten vergeht und ich hab "Dead Wood" und den "Ohio River" jetzt auch direkt verlinkt. Werd ich jetzt öfters suchen, wenn ich mir ein Fleckchen aussuche, das ich im Hintergrund erwähne und mir interessant scheint. Vielleicht ist ja jemand mit-interessiert.

Infos am Rande: Ich arbeite gerade fleißig am dritten Teil. Is gar ned so leicht. Aber er müsste bald online gehen und ich hoffe, ich schaffs noch mit einem Beitrag, ansonst muss auch noch ein vierter her.

Soviel zum Bericht aus dem Westen für geneigte Fans! Mrgreen

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
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Beitrag #15 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)

Hi Sternchen!


Zitat:Übrigens: du spielst Red Dead nicht zufällig über die XBOX, oder?

Ich bin Verfechter von Sony Icon_wink

Zitat:Wenn schon Pocahontas zwei "Johns" als Männer hat, dann darf ich wenigstens einen haben!

Es sei dir vergönnt ^^


Zitat:Aber ich wollte auch mal sowas typisches schreiben und es ist ja was die Psyche meine Prots betrifft eh schon ungewöhnlich genug, wie ich finde. Die meisten Western kratze da viel, viel mehr an der Oberfläche, wenn es denn mal welche zu lesen gibt. Ist ja leider ein sehr verwaistes Genre

Ja, das stimmt leider. Die Western waren immer schon extrem klischeebehaftet. Und neben den phantastischen Dauerbrennern findet man zurzeit nur Vampir-sch... in den Läden *g*
Deshalb finde ich es doppelt gut, dass du dich dieser Sache annimmst!

Zitat:ja, ich kündige hiermit an, es wird weitere Westerngeschichten von mir geben

*freu* ich will ein Abo!

Zitat:Werd ich jetzt öfters suchen, wenn ich mir ein Fleckchen aussuche, das ich im Hintergrund erwähne und mir interessant scheint. Vielleicht ist ja jemand mit-interessiert.

Und darüber können wir sehr gern mal reden. Es gäbe so viele Möglichkeiten...*nach Athalem schiel*
Übrigens wäre das ein super Thema für den "Sand"-Wettbewerb gewesen.

Grüße
Nameless


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Beitrag #16 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)
Hi Sternchen,
jetzt bin ich tatsächlich auch noch zu deinem Western gekommen. Icon_smile

Zitat:1878: Irgendwo in South Dakota ...

Hast du schon mal darüber nachgedacht einfach nur "South Dakota", oder "South Dakota, USA" zu nehmen. War jetzt irgendwie so ein Gedanke von mir!

Zitat:Unwichtig, solang er noch etwas bei sich trug.

"solange"

Zitat:Jetzt wo er das eindringliche Summen des Windes vernahm, lockender als je zuvor, war er sich sicher, seinem endgültigen Ziel nahe zu sein

"Jetzt, wo"

Zitat:„Du weißt was ich will“, antwortete John.

"weißt, was"

So, andere Fehler sind mir nicht aufgefallen, ich hoffe, ich konnte dir trotzdem helfen. Icon_smile
Deine Geschichte hat mir bisher sehr gut gefallen. Pro Besonders Gale ist ein interessanter Charakter. Zwiegespalten, aber das auf eine geschickte Weise. Eigentlich ein knallharter Gangster, aber dann auch wieder ein bisschen melancholisch und man ahnt, dass seine Vergangenheit schwer war. Ich bin übrigens neugierig, was zwischen Adam und Gale vorgefallen ist, kommt das in "Totgelebt" vor? Ich denke, die Geschichte werde ich noch kommentieren, wenn du da Kommis brauchst!?
Also: Ich habe davor nie einen Western gelesen, aber deine Geschichte hat mir bisher sehr gut gefallen und mir ist ja auch kaum ein Fehler aufgefallen. Icon_smile Vielleicht sollte ich mal wieder Kommis zu Geschichten von Neulingen schreiben...
Also, bis gleich. Icon_wink
LG,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #17 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)
Hi Sternchen,

ich habe gerade deinen ersten Teil gelesen und muss sagen, ich habe nichts zu meckern; Im Gegenteil, mir gefällt die Geschichte und der Stil sogar sehr gut, passt beides perfekt zusammen. Im Ganzen erscheint die Geschichte von der Atmosphäre wie eine Mischung aus "Spiel mir das Lied vom Tod" (allein schon wegen dem Namen Frank) und Sin City. Ich weiß nicht, ob du den Film gesehen oder die Comics gelesen hast, aber der Anfang könnte genausogut von Frank Miller höchstpersönlich stammen. Von daher würde ich dir den Vorschlag machen wollen, diese Geschichte nochmal aus der Ich-Perspektive zu schreiben. Der Stil schreit geradezu danach und würde die Geschichte vermutlich noch mehr gewinnen lassen. Falls du nicht weiß, was ich meine, dann schau dir mal den Anfang von Sin City an, Buch oder Film ist egal. Die Monologe von Marv sind das, was ich mir auch hier gut vorstellen könnte. Soll aber nur eine Anregung sein, denn mir gefällt das hier, schon so sehr gut, wie es ist.

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
und seine Werke

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Beitrag #18 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)
Hallo zusammen,

und schnell noch, bevor ich fahren muss, einen Kakao runtergedrückt, um mit euch meine Geschichte durchzugehen. Ich freu mich sehr über die erhaltenen Kommentare. Hach, immer wieder fein, euch zu lesen. Besonders bei so viel Lob.

@ Nameless

Ich bin Verfechter von Sony
=> Schade irgendwie ... Mrgreen

Ja, das stimmt leider. Die Western waren immer schon extrem klischeebehaftet. Und neben den phantastischen Dauerbrennern findet man zurzeit nur Vampir-sch... in den Läden *g*
Deshalb finde ich es doppelt gut, dass du dich dieser Sache annimmst!

=> Da freu ich mich dann auch gleich doppelt und bin doppelt Stolz! Icon_jump

*freu* ich will ein Abo!
=> Smiley_emoticons_blush Gern! Icon_wink

Und darüber können wir sehr gern mal reden. Es gäbe so viele Möglichkeiten...*nach Athalem schiel*
Übrigens wäre das ein super Thema für den "Sand"-Wettbewerb gewesen.

=> Stimmt, da hast du Recht. Wäre gewesen. Und ja, nach Athalem solltest du unbedingt schielen. Ich würd mich freuen, wenn ich nur mehr Zeit hätte, dort wieder ordentlich aktiv zu werden. *seufz*

@ rex

Huii ist das nett, dich auch hier zu lesen. Ich hab mich ganz doll gefreut, dass du dich im Wilden Westen mit mir auf ein Pferd schwingst. Ist ja auch mal ganz nett, so als Abwechslung zur Fantasy. Icon_smile

Hast du schon mal darüber nachgedacht einfach nur "South Dakota", oder "South Dakota, USA" zu nehmen. War jetzt irgendwie so ein Gedanke von mir!
=> hmmm, ... an und für sich kein schlechter Gedanke. Meiner war, dass "Irgendwo" noch mal ne gewisse Weite verleiht. Ist ja groß und vielleicht, wenn ich mich mal genauer hinsetze, such ich mir sogar noch ältere Karten und Infos raus und mach dann sogar ne Stadt draus. Wäre irgendwie cool. Na mal schauen, was ich aus der Gegen noch rauskitzeln kann. Danke jedenfalls für deine Anregung! Und für die Kommas!

Deine Geschichte hat mir bisher sehr gut gefallen. Pro Besonders Gale ist ein interessanter Charakter. Zwiegespalten, aber das auf eine geschickte Weise. Eigentlich ein knallharter Gangster, aber dann auch wieder ein bisschen melancholisch und man ahnt, dass seine Vergangenheit schwer war.
=> Ich freu mich sehr, dass dir Gale gefällt. Für mich ist er auch ein ganz wichtiger Charakter und ich hab mich bemüht, ihn möglichst vielschichtig zu gestalten. Man denke an den ganzen "Dreck" im Leben eines Cowboys. Ich dachte mir, man kann irgendwo nur ein Arschloch werden, wenn man überleben will und alles verdrängen. Und wehe, das alles bricht mal durch. Das ist hier mit Adam geschehen im Grunde. Er hat Gale aus dieser Schutzschicht endgültig rausgerissen und ihn verletzbar gemacht.

Ich bin übrigens neugierig, was zwischen Adam und Gale vorgefallen ist, kommt das in "Totgelebt" vor? Ich denke, die Geschichte werde ich noch kommentieren, wenn du da Kommis brauchst!?
=> Totgelebt ist älter, aber ich möchte es überarbeiten und würd mich natürlich auch dort über einen Kommentar von dir freuen. Ich glaub auch, dass - wenn du wirklich willst - dir die Geschichte in jedem Fall hilft, noch mehr in den Hintergrund zu steigen. Bin jetzt schon schwer gespannt auf deine Meinung, wie immer! Icon_bussi

Also: Ich habe davor nie einen Western gelesen, aber deine Geschichte hat mir bisher sehr gut gefallen und mir ist ja auch kaum ein Fehler aufgefallen.
=> Freut mich sehr! Schön, dass dir das hier gefallen hat. Was die Fehler betrifft: einfach oft überarbeitet. Icon_wink

Vielleicht sollte ich mal wieder Kommis zu Geschichten von Neulingen schreiben...
=> Ja, vielleicht - aber hey ich freu mich ganz doll über deine Kommis! Sicherlich ist es wichtig, auch neue zu kommentieren, allerdings: sich bei älteren Hasen bemerkbar machen mit einer Kommi-Flut ist auch nie verkehrt. Besonders wenn man selbst eifrig kommentiert werden will. *lach* Das ist ja bei neuen, die kein "ich dir, du mir" kennen, ned immer ganz der Fall. Und überhaupt: manchmal bin auch ich als Admin recht selbstsüchtig und freu mich gaaaaaaaaaanz doll über so viel Aufmerksamkeit und Freude an meinen Geschichten! Icon_cuinlove

@ Drakir

ich habe gerade deinen ersten Teil gelesen und muss sagen, ich habe nichts zu meckern; Im Gegenteil, mir gefällt die Geschichte und der Stil sogar sehr gut, passt beides perfekt zusammen.
=> Holla und das von einem Kritiker wie dir! Smiley_emoticons_blush Icon_ugly Icon_cuinlove

Im Ganzen erscheint die Geschichte von der Atmosphäre wie eine Mischung aus "Spiel mir das Lied vom Tod" (allein schon wegen dem Namen Frank) und Sin City.
=> Ich hab beides gesehen. Sin City ist toll und ich versteh total was du mit deinem Tipp meinst. Wäre echt auch eine coole Idee gewesen, die grundsätzlich natürlich gepasst hätte. Vielleicht spiele ich mal mit dem Gedanken, sowas auszuprobieren. Gale wird mir dazu wohl noch Gelegenheit bieten, wenn auch nicht hier. "Spiel mir das Lied vom Tod" ist natürlich super atmosphärisch, wobei ich ihn als langgezogen empfand. Trotzdem: tolle Bilder und toller Sound. Danke für deine Anregung und fürs Lesen! Ich hab mich sehr gefreut!

Liebe Grüße,
Sternchen


"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
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Beitrag #19 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)
Hi Sternchen!

Mit »Totgelebt« noch frisch im Kopf mache ich mich nun auch mal an die Fortführung.
Ich habe den ersten Teil jetzt zuerst durchgelesen, ohne nebenher meine ganzen Gedanken niederzukritzeln, und muss sagen, dass ich sehr gut, sehr flüssig durchkam. Rehauge habe ich natürlich direkt als Adam erkannt – und sehe damit auch die Notwendigkeit des »rehbrauns« in Totgelebt ein. Trotzdem finde ich, dass die Farbe in Totgelebt – aus Adams Sicht – nicht so richtig reinpasst. »Rehauge« hat hier natürlich einen sehr coolen Klang, vor allem in dem Kontrast des eigentlich als Beutetier gesehenen Rehs und Adam als gnadenlosem Jäger. Hm …naja, ich überlasse die Entscheidung einfach dir *lach* (als wenn mir auch eine andere Möglichkeit bliebe Icon_wink )

Obwohl ich mich ja kaum mit Western auskenne – gelesen hab ich glaub ich noch nie einen, und bei Filmen beschränkt es sich auf früher mal ab und zu Dr. Quinn und Bud-Spencer-Filme – trotzdem scheint mir das Bild, das hier entsteht, sehr … klassisch zu sein. Eben so eine typische Westernstadt mit ihren typischen Bewohnern. Muss nicht unbedingt Kritik sein, gerade am Anfang ist es ja auch ganz praktisch, den Leser erstmal in vertrautes Terrain zu setzen. Und ich weiß auch nicht, inwieweit meine Meinung bei Westernklischees relevant ist *lach* Also … was ich sagen will … keine Ahnung. Ich hatte direkt so ein typisches Film-Western-Setting im Kopf.

Etwas stutzig gemacht hat mich die Tatsache, dass Adam sich offenbar innerhalb von 4 Jahren zu einem so tödlichen Killer entwickelt hat, dass es für John feststehende Tatsache ist, dass er ihn umbringen wird. Vier Jahre sind schon eine ganze Zeit – vielleicht kommt es einfach daher, dass ich keinen Abstand zwischen Totgelebt und So weit das Leben trägt habe, also noch den Adam im Kopf, der mit sich ringt, um einen Jungen zu erschießen, der John irgendwie so ein bisschen als Vaterfigur betrachtet. Dass ich ihn mir von jetzt auf gleich als totgefährlichen Killer vorstellen muss, gelingt nicht ganz.
Aber John scheint auch nicht wirklich Lust zu haben, um sein Leben zu kämpfen. Er sinniert nicht (mehr?) darüber, wann er stirbt, sondern nur noch, wo. Er hat aufgegeben – und deshalb wird Adam wohl leichtes Spiel mit ihm haben.

Ein wenig schade finde ich – auch wenns überrascht – dass John noch so eine … »schwere Kindheit« angehängt bekommt. er wurde verraten, hat seine Liebe verloren, will nach Hause … hm … ich hätte es auch sehr interessant gefunden, wenn er nicht nur nach außen hin der dreckige Hund wäre, sondern auch nach innen. Jemand, der tut, was er tut, weil er davon überzeugt ist. Das soll nicht heißen, dass du da irgendwas ändern »sollst«. John, so wie er ist, kommt glaubhaft rüber und passt in die Geschichte, die Gedanken passen und als Leser fühlt man schon mit – gerade wegen dieser Vergangenheit und seinem Wunsch, nochmal nach Hause zu kommen. Aber ich hätte es halt auch schön gefunden, wenn so ein Arschloch wie er mal konsequent ein Arschloch ist Mrgreen
So wie er hier auftritt, verdrängt man (ich) nämlich schnell mal, dass er unschuldige Kinder ermorden lässt und Mädchen vergewaltigt. Sein Leben wirkt beschönigt, dem Leser präsentiert. Zumindest wenn man den John Gale erwartet, den Adam in Totgelebt wahrnimmt.
(Das klingt vermutlich negativer, als es gemeint ist – John Gale in der Geschichte funktioniert sehr gut. Er stößt sich nur leicht mit meinen Erwartungen, für die du ja nix kannst Icon_wink )

So, dann komm ich mal zum Textzeugs:

Zitat: Und dem alten, schnattrigen Bill ein Bein zu stellen
Icon_lol

Zitat: John Gale war sich für keines dieser Dinge zu schade gewesen.
Er hat Bill ein Bein gestellt? Mrgreen - im Nachhinein betrachtet verstehe ich nicht – wenn er gegen diese drei »Gesetze« verstoßen hat – warum er dann nicht gesucht wird? Warum er in aller Seelenruhe ein Pferd kaufen kann und durch die Stadt marschiert? Zumindest das Beinstellen muss ja in aller Öffentlichkeit passiert sein. Kein Sheriff da, der ihn (vor allem als Fremden) verdächtigt? (hier könnte mein Western-Unwissen hinderlich sein, keine Ahnung, wie das bei Straftaten zuging *lach*)

Zitat: Scheine, die er stehlen würde. Wenn nicht jetzt, dann in einer Stunde oder am Tag darauf. Vielleicht auch gar nicht.
Wie jetzt? Wird er sie stehlen, oder nicht?
Späte erfährt man, dass John auf der Flucht ist – da wird er wohl kaum mal umkehren, um doch noch die Scheine zu stehlen. Dann erfährt man, dass er sowieso vermutet, auf seiner alten Ranch zu sterben, dass Adam ihn bald töten wird. Wieso also der Gedanke daran, dass er das Geld vielleicht stehlen wird? Er rechnet doch selbst nicht damit, jemals nach Rousalt zurückzukommen, oder?
Und da er im Moment ja sowieso sein ganzes Geld ausgibt und nix mehr neues dazustiehlt, könnte man das eher rückblickend verpacken:
»Scheine, die er vor einem Jahr / Monat [wie lange es halt her ist, dass er lieber Geld rausschmeißt] noch gestohlen hätte.« … oder sowas?

Zitat: „Dreißig Dollar für das Pferd. Nicht einen weniger“, riss ihn nun – zwei Stunden später – Rousalts schmierigster Händler, den er beinahe vergessen hatte, aus seinen Gedanken.
Western-Unwissen: Haben Händler Pferde verkauft? Das hätte ich eher einem Rancher zugeordnet – ein Händler ist für mich so ein Kerl mit Laden, der seine Waren in Regalen stapeln kann. Oder verkauft der Händler SEIN Pferd? Pferde hat man ja nicht im Laden stehen, so auf Vorrat, falls mal jemand eins braucht. Oder? Wie gesagt, ich kenn mich nicht aus, kam mir nur merkwürdig vor.

Zitat: Feilschen kann man auch gut mit sich selbst, dachte Gale.
Das ist die einzige Stelle, an dem du ihn »Gale« nennst, sonst immer John, manchmal John Gale. Ich persönlich mag es lieber, wenn durchgängig ein Name verwendet wird, sonst fang ich immer an zu grübeln, warum hier jetzt Gale steht und da John und da hinten John Gale. Aber da bin ich glaub ich etwas merkwürdig *lach*

Zitat: Zumindest bis er das dahinter liegende, unwirtliche und altvertraute Gelände erreichte
»dahinterliegende«

Zitat: wusste wohin er wollte und dass er Rehauge seine Gelegenheit auf
Komma zwischen »wusste, wohin«

Zitat: Jetzt, wo er das eindringliche Summen des Windes vernahm
das »wo« klingt da unschön … hm … »Jetzt, da er«?

Zitat: Jetzt, wo er das eindringliche Summen des Windes vernahm, lockender als je zuvor, war er sich sicher, seinem endgültigen Ziel nahe zu sein.
Mag sein, dass da ein Bild an mir vorüberzieht, die Symbolik unbeachtet bleibt: Wenn er die Karten doch studiert hat, warum muss dann der Wind ihm sagen, dass er seinem Ziel nahe ist? Er kennt sein Ziel und er kennt seinen eigenen Aufenthaltsort. Da braucht es keinen mystischen Wind, der vermittelt *lach*
Das Bild mit dem Wind hier ist wirklich schön, es beißt sich mMn nur etwas mit dem Kartenstudieren. Vielleicht eine leichte Verlagerung der Empfindungen:
»... lockender als je zuvor, wusste er nicht nur, dass sein endgültiges Ziel nahe war. Er spürte es auch.«
Ist jetzt natürlich stilistischer Kindergarten, aber wenn die Aussage eher in diese Richtung gehen würde (Karte = Wissen, Wind/Gefühl = Gewissheit), fände ich es stimmiger

Zitat: „An diesen würden Sie sich erinnern.“
Von einem Moment auf den anderen verlor die gebräunte Haut des Mannes an Farbe.

Hm … klingt schon sehr nach Western, aber … was ist das denn für eine Beschreibung »An den wirste dich erinnern« … vielleicht ist ja noch ein total auffälliger Mann durchgeritten. Zumal ich aus der späteren Beschreibung Adams nicht entnehmen kann, warum man sich auf jeden Fall an ihn erinnert, wenn man ihn irgendwo sieht. Soo auffällig schien er mir nicht. Nur weil er einen verbissenen Killerblick hat? Den haben doch bestimmt viele, die da durchreiten *lach*
Kam mir also etwas überzogen vor, die Reaktion des Händlers. Oder die Beschreibung Adams war nicht aussagekräftig genug.

Zitat: Tote brauchten keinen Reichtum.
Hier ist das krasse Gegenteil von »Er würde das Geld stehlen«.
Er kann wankelmütig sein, wie er will – aber er wirkt so sicher, so gewiss in der Annahme, dass er sterben wird. Da passt der Stehlen-Gedanke am Anfang für mich gar nicht rein. Zumal er hier, wenige Minuten (?) später schon sagt, er braucht kein Geld mehr.

Zitat: Oder zurück laufen in die angeblich heile Welt eines schützenden
»zurücklaufen«

Zitat: Außer verhungern natürlich. Hungern im Kreis der Familie.
Von der Dramatik her (also nicht die große Dramatik, sondern nur die in diesen Sätzen *lach*) würde ich die Verben vertauschen:
»Außer hungern natürlich. Verhungern im Kreis der Familie«
das hat zwei nette Effekte: Zum einen gibt’s eine Steigerung, von hungern auf verhungern, was immer besser ist als ein Abfall. Pauschal gesagt.
Zum anderen betont es das »verhungern« noch viel stärker, wenn es im Kontrast zur Familie steht, die normalerweise Schutz und Geborgenheit symbolisiert.
Äh … tut mir Leid, ich hab zuviel Lyrik kommentiert *lach*

Zitat: Mit einem Mal und obwohl es ihn hätte schon so oft erwischen können,
Ich würds vom Klang her umstellen: »obwohl es ihn schon so oft hätte erwischen können«, ist aber Geschmackssache

Zitat: Adams rechte Hand streichelte den Colt. [...]
Adam lachte.

hat es hier einen Grund, warum Johns Perspektive von Rehauge auf Adam umschwenkt? Empfand ich als leichte Störung, dass die Bezeichnung plötzlich wechselt – aber wie gesagt, bei sowas bin ich eigen Icon_wink

Zitat: Adam lachte. Er lachte und lachte.
Dann fasste er sich, zielte und schoss.

Gefällt mir sehr, sehr gut, der abrupte Übergang von Lachen zum Schießen. Ich hab allerdings tatsächlich nochmal zurückgelesen um zu gucken, ob er den Colt schon gezogen hatte. Hat er mMn nicht, deshalb fände ich hier schöne:
»Dann fasste er sich, zog und schoss.«
wenn er nur zielt, denke ich drüber nach, was John in der Zeit tut, in der der Colt gezogen wird – ob er gar nicht daran denkt, Adam zu erschießen – das frage ich mich eh, warum er das nicht tut, er wird sicher seine Gründe haben. Aber wenn das »zog« in den Ablauf Lachen-Schießen eingebracht wird, fände ich das für mich ein schöneres Bild. Oder steht Adam da schon mit gezogenem Revolver? Dann müsste er Linkshänder sein, um die Waffe mit rechts streicheln zu können?

Hm... und es geht noch weiter, das heißt, entweder ist John nicht tot, oder der Erzähler wechselt, vielleicht zu Adam?
Ich werd auf jeden Fall weiterlesen, denn es macht einfach Spaß. Dir gelingen Charaktere, Setting und Dialoge sehr gut, finde ich, und dadurch ist das Ganze eine locker-flockige (wenn auch dreckige und mit Blut verschmierte) Geschichte, in die man gerne mal abtaucht. Mir hats gefallen!

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #20 |

RE: So weit das Leben trägt (1) (1878 S.D.)
Hallo Lanna,

was hab ich mich gefreut, als ich gesehen hab, du kümmerst dich auch um mein Western-Stiefkind, zu dem ich doch so gern deine Meinung gehört hätte. Aber grad wenn man kein Fan des Genres ist, tut man sich ja bekanntlich schwer, über den eigenen Schatten zu springen, etwas, was dir ja nun gelungen scheint in dieser Hinsicht! Ich freu mich!

Mit »Totgelebt« noch frisch im Kopf mache ich mich nun auch mal an die Fortführung.
=> Totgelebt wird überarbeitet. *lach* Ich schätze ich muss ein bisschen was verbessern, bzw. klarer machen, bzw. einpassen und so. Nun ja ...

Ich habe den ersten Teil jetzt zuerst durchgelesen, ohne nebenher meine ganzen Gedanken niederzukritzeln, und muss sagen, dass ich sehr gut, sehr flüssig durchkam.
=> Das ist doch schon mal was, sollte ich auch öfters machen.

Rehauge habe ich natürlich direkt als Adam erkannt – und sehe damit auch die Notwendigkeit des »rehbrauns« in Totgelebt ein. Trotzdem finde ich, dass die Farbe in Totgelebt – aus Adams Sicht – nicht so richtig reinpasst. »Rehauge« hat hier natürlich einen sehr coolen Klang, vor allem in dem Kontrast des eigentlich als Beutetier gesehenen Rehs und Adam als gnadenlosem Jäger. Hm …naja, ich überlasse die Entscheidung einfach dir *lach* (als wenn mir auch eine andere Möglichkeit bliebe )
=> Oh, die Farbe passt unbedingt rein, eben weil sie nicht reinpasst. Weißt du, ich hab mich schon beim Schreiben ziemlich lang gefragt, warum Mörder eiskalte Augen brauchen. Und warum Adam nicht Rehaugen haben soll. Eben, weil die Welt nicht weiß und schwarz ist. Und Adam kein eiskalter Mörder ist, obwohl man ihn doch glatt und zurecht als das betiteln kann. Willkommen in "meinem" wilden Westen. Hier braue ich eigene Süppchen und das gern. Für mich ist es Realität, dass viele aussehen wie gute Kerle, vielleicht sogar einen sanften Blick haben können, dabei aber brandgefährlich sind. Nicht weil böse, sondern weil mitten im Leben. Ach, schwer zu erklären.

Obwohl ich mich ja kaum mit Western auskenne – gelesen hab ich glaub ich noch nie einen, und bei Filmen beschränkt es sich auf früher mal ab und zu Dr. Quinn und Bud-Spencer-Filme – trotzdem scheint mir das Bild, das hier entsteht, sehr … klassisch zu sein. Eben so eine typische Westernstadt mit ihren typischen Bewohnern.
=> Bin ich absolut froh, dass das so ankommt. Nur anscheinend hab ich hier zu wenige Bewohner erwähnt, weil leere Straßen gibt es hier nicht, die du dann im zweiten Teil gesucht hast. Wir sind in einem kleinen Städchen. Da tummelt sich manchmal auch schön was. Wobei hier auch keine "Straßen" voll sind. Aber Männer anwesend und auch Frauen, die man niederreiten kann, gibts genug. *lach*

Etwas stutzig gemacht hat mich die Tatsache, dass Adam sich offenbar innerhalb von 4 Jahren zu einem so tödlichen Killer entwickelt hat, dass es für John feststehende Tatsache ist, dass er ihn umbringen wird.
=> hmmm, ... ja alles schwächelt an Totgelebt so ein bisschen. Ich weiß das und muss mir noch klarer werden, wie ich das angehen soll. Allerdings, ist bei mir auch vieles nicht ganz so eindeutig. Gerade im Western-Genre spiel ich verdammt gern damit. Adam ist kein Killer. Nicht der Adam aus Totgelebt, der damals miterschossen wurde, aber irgendwo auch überlebt hat. Übrig geblieben ist ja ein schon damals sehr zerstörter Junge, denn sonst hätte er sich nie darauf eingelassen, zu schießen. Und dieser zerstörte Junge mit den Rehaugen, plus der Gewalt die in vier Jahren folgte, dem Wahn die Mörder stellen zu wollen, dem Einfluss von Dreckskerlen wie Frank Fox, der ausnahmsweise wirklich das von dir gesuchte Arschloch ist, ist "Rehauge". Wahn pur. Und John Gale ist zwar ein harter Hund, aber er weiß sein "Söhnchen" schon gut zu deuten. Ich hab das versucht mit der Beschreibung rüber zu bringen von Adam, als er den letzten Mörder gestellt hatte. Ab da wusste Gale, was er erwarten konnte, was folgen würde: ein noch größerer Wahnsinn. Adam eiskalt? Niemals. Der Junge schäumt über vor Emotion. Das meiste davon ist allerdings völlig zerstörte Stärke, verbunden mit ganz viel Irrsinn und Gewalt. Der "richtige" Adam, ist irgendwo dahinter. Schwer zu erklären, Lanna, ich weiß, die Geschichte kommt schwer rüber. Ich versuch vielschichtig zu sein, aber es gelingt nur zum Teil.

Aber John scheint auch nicht wirklich Lust zu haben, um sein Leben zu kämpfen. Er sinniert nicht (mehr?) darüber, wann er stirbt, sondern nur noch, wo. Er hat aufgegeben – und deshalb wird Adam wohl leichtes Spiel mit ihm haben.
=> John war ein kreuzgesundes Kerlchen davor. Ein Mann, der sich auf Dreck und Blut eingelassen hat. Und ja, auch wenn du gleich aufschreien wirst: er hat keine Kinder "verletzt". Vergewaltigung ist für ihn - da kann er gern bei dir unten durch sein - etwas anderes. Anschießen fällt unter verletzten und ein paar kleine blaue Flecken sind in seiner Welt nichts wert. Das er ein kleines Kind erschießen lässt, tja, das kommt ganz darauf an "wie" man totgelebt gelesen hat. Ich hatte damals schon ein gutes Bild von Gale, mehr noch als von Adam. Und ich hatte auch damals bewusst einen kleinen Zweifel gesetzt. "Fox lachte und John Gales war neben ihn getreten. Der Siebzehnjährige konnte seinen zweifelnden Blick förmlich fühlen." So viel sei verraten: John Gales hat nie gedacht, dass der dämliche Bengel tatsächlich schießen würde.

Ein wenig schade finde ich – auch wenns überrascht – dass John noch so eine … »schwere Kindheit« angehängt bekommt. er wurde verraten, hat seine Liebe verloren, will nach Hause … hm … ich hätte es auch sehr interessant gefunden, wenn er nicht nur nach außen hin der dreckige Hund wäre, sondern auch nach innen.

=> hmmm, ... Gale ist ein dreckiger Hund. Immerhin war er so drauf, dass er auf die Welt geschissen hat und beinahe selbst zu dem wurde, was ihm eigentlich alles genommen hat: Dreck. Eben. Zumindet sitzt er nicht und heult rum. Er hat ne Weile nach den Drecksäcken gejagt und ist selbst zu einem geworden. Dazu könnts später mal noch ne Geschichte geben. Was ich aber sagen will: Natürlich hat Gale eine "schwere Kindheit". So gut wie keiner meiner Charaktere wird jemals nur entweder gutes oder schlechtes erlebt haben. Und bei John ist die Kombination aus beidem sehr schön vorhanden. Mir gefällts. Ich weiß auch, was du hättest stattdessen lesen wollen, aber damit kann ich nicht dienen.

So wie er hier auftritt, verdrängt man (ich) nämlich schnell mal, dass er unschuldige Kinder ermorden lässt und Mädchen vergewaltigt. Sein Leben wirkt beschönigt, dem Leser präsentiert. Zumindest wenn man den John Gale erwartet, den Adam in Totgelebt wahrnimmt.
=> Da verweise ich auf den Satz ganz oben, den ich zitiert hab. Gale mordet und vergewaltigt. Das hat er schon immer getan, seit er gesetzlos geworden ist und grad für letzteres hat er ne Schwäche. Darüber hinaus ist er aber, zieht man den Sog des Westens ab, der fast jeden guten Mann irgendwann zum Henker macht, ist und bleibt er kein schlechter Kerl.

Zumindest das Beinstellen muss ja in aller Öffentlichkeit passiert sein. Kein Sheriff da, der ihn (vor allem als Fremden) verdächtigt? (hier könnte mein Western-Unwissen hinderlich sein, keine Ahnung, wie das bei Straftaten zuging *lach*)
=> *LOL* Wie grenzgenial! Das wär doch im Westen nie ne Straftat! Icon_lachtot

Wie jetzt? Wird er sie stehlen, oder nicht?
Späte erfährt man, dass John auf der Flucht ist – da wird er wohl kaum mal umkehren, um doch noch die Scheine zu stehlen. Dann erfährt man, dass er sowieso vermutet, auf seiner alten Ranch zu sterben, dass Adam ihn bald töten wird. Wieso also der Gedanke daran, dass er das Geld vielleicht stehlen wird? Er rechnet doch selbst nicht damit, jemals nach Rousalt zurückzukommen, oder?

=> Ich hab den Westen und John in ihm als sehr launisch erlebt. Gale stiehlt oder vielleicht nicht, kommt auf den Bedarf an. Er kauft sich ein Pferd und hat im Grunde nicht wirklich was vor. Ich weiß schon wo dein Problem liegt und meine Eigentümlichkeit scheint hier nicht zu überzeugen, aber im Grunde ist gerade das wankelmütige, unsichere eigentlich das Profil gewesen, das ich haben wollte. Auch eher misslungen wie es scheint.

Western-Unwissen: Haben Händler Pferde verkauft? Das hätte ich eher einem Rancher zugeordnet – ein Händler ist für mich so ein Kerl mit Laden, der seine Waren in Regalen stapeln kann. Oder verkauft der Händler SEIN Pferd? Pferde hat man ja nicht im Laden stehen, so auf Vorrat, falls mal jemand eins braucht. Oder? Wie gesagt, ich kenn mich nicht aus, kam mir nur merkwürdig vor.
=> Pferdehändler verkaufen nun mal Pferde. Meist genau in dem Stall, in dem du dein Vieh auch unterstellen kannst, solltest du in der Stadt ein Platz für den Gaul brauchen. Da wurde hin und her geschoben, gehandelt. Das man in ner Scheune ist, müsst ich eigentlich geschrieben haben. Und wenn ein Händler Pferde verkauft, ist es eben ein Pferdehändler. Icon_wink

Das ist die einzige Stelle, an dem du ihn »Gale« nennst, sonst immer John, manchmal John Gale. Ich persönlich mag es lieber, wenn durchgängig ein Name verwendet wird, sonst fang ich immer an zu grübeln, warum hier jetzt Gale steht und da John und da hinten John Gale. Aber da bin ich glaub ich etwas merkwürdig *lach*
=> Man soll grübeln. Ich hab selbst so viel gegrübelt, aber ich glaub es ist noch immer nicht so 100%tig genauso wie ich möchte. Es gibt in dieser Geschichte einen große Unterschied zwischen Rehauge und Adam. Und einen kleiner differenzierten auch zwischen Gale und John.

Mag sein, dass da ein Bild an mir vorüberzieht, die Symbolik unbeachtet bleibt: Wenn er die Karten doch studiert hat, warum muss dann der Wind ihm sagen, dass er seinem Ziel nahe ist? Er kennt sein Ziel und er kennt seinen eigenen Aufenthaltsort. Da braucht es keinen mystischen Wind, der vermittelt *lach*
=> Hmm, das hab ich nicht am Wind fest gemacht, sondern der Wind ist noch zusätzlich im Satz und es ist eher ein "esoterisches" Gefühl. Deshalb entscheidet er auch im nächsten Moment, sein ganzes Geld wegzuhauen. Auch das kommt leider nicht an. Auch was muss ich mir nochmals ansehen, wie es scheint. *seufz* Danke für deinen Vorschlag! Ich sehs mir morgen noch näher mit den RS-Hinweisen an! Icon_smile

Hm … klingt schon sehr nach Western, aber … was ist das denn für eine Beschreibung »An den wirste dich erinnern« … vielleicht ist ja noch ein total auffälliger Mann durchgeritten. Zumal ich aus der späteren Beschreibung Adams nicht entnehmen kann, warum man sich auf jeden Fall an ihn erinnert, wenn man ihn irgendwo sieht. Soo auffällig schien er mir nicht. Nur weil er einen verbissenen Killerblick hat? Den haben doch bestimmt viele, die da durchreiten *lach*
=> Ein weiterer Punkt für dich, da lässt sich auch mehr machen. Ich hab auch ein wenig überzeichnet. Auch damit spiel ich ein bisl, um Grenzen auszuloten. Man muss immer was neues ausprobieren. Hier werd ich wohl noch drüberarbeiten, wenn ich mir alle Teile im Gesamten anschau. Wird nimmer lang dauern, hoff ich!

Hier ist das krasse Gegenteil von »Er würde das Geld stehlen«.
Er kann wankelmütig sein, wie er will – aber er wirkt so sicher, so gewiss in der Annahme, dass er sterben wird. Da passt der Stehlen-Gedanke am Anfang für mich gar nicht rein. Zumal er hier, wenige Minuten (?) später schon sagt, er braucht kein Geld mehr.

=> Eben! Der eso-nachdenkliche-Wind wars! *schuld zu dem schiebt* Da hat er sich, launisch wie er ist, eben umentschieden nicht doch ein paar Tage zu verlängern und wenn du auf der Flucht bist, aber glaubst, deinen Verfolger etwas abgehängt zu bleiben, dann bleibst du schon mal einen Tag länger, oder besorgst dir Geld oder gibst es aus oder ... *pieeeeep* Mrgreen

Gefällt mir sehr, sehr gut, der abrupte Übergang von Lachen zum Schießen. Ich hab allerdings tatsächlich nochmal zurückgelesen um zu gucken, ob er den Colt schon gezogen hatte. Hat er mMn nicht, deshalb fände ich hier schöne:
»Dann fasste er sich, zog und schoss.«

=> ... hmmm

wenn er nur zielt, denke ich drüber nach, was John in der Zeit tut, in der der Colt gezogen wird – ob er gar nicht daran denkt, Adam zu erschießen – das frage ich mich eh, warum er das nicht tut, er wird sicher seine Gründe haben. Aber wenn das »zog« in den Ablauf Lachen-Schießen eingebracht wird, fände ich das für mich ein schöneres Bild. Oder steht Adam da schon mit gezogenem Revolver? Dann müsste er Linkshänder sein, um die Waffe mit rechts streicheln zu können?
=> Schwer. Boah ist das anstrengend mit der Geschichte, ich hab schon so viel umgearbeitet, auf so viele Details geachtet, die nicht rüber kommen und die kleinsten Fehler fallen dafür auch. Ach, bin ich manchmal gefrustet. Mrgreen Mrgreen Mrgreen

Ich schaus mir näher an. Vielleicht kann ich da ja schon ein paar Gefühle einbringen, um besser verständlich zu machen, dass Gale niemals nicht schießen würde. Wär wohl gut vorm nächsten Teil uns ein passender Platz. Mal schauen. Icon_smile

Ich werd auf jeden Fall weiterlesen, denn es macht einfach Spaß. Dir gelingen Charaktere, Setting und Dialoge sehr gut, finde ich, und dadurch ist das Ganze eine locker-flockige (wenn auch dreckige und mit Blut verschmierte) Geschichte, in die man gerne mal abtaucht. Mir hats gefallen!
=> Hach, das erleichtert jetzt und ist Balsam für die Seele! Hat sich also doch gelohnt für meine Leser. Zumindset bis hierher. Bin jetzt schong spannt, wie du den dritten Teil findest. Das alles ein bisl wirr wird, war mir klar. Nun ja, aber ich kann nicht ändern, nicht bei meinen zwei Western-"Helden". *lach* Die habens auch mir nie einfach gemacht. Ich dank dir ganz herzlich für die Kritik und fürs durchforsten nach Logiklöchern. Mal sehen, was sich noch so ausbügeln lässt. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen


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