Es ist: 06-12-2022, 10:55
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Umfrage: Protagonisten - lieber weiblich oder männlich?
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Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Beitrag #1 |

Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Hallo zusammen,

angeregt durch eine Diskussion im Fantasy-Forum, wollte ich hier auch mal einen Thread zu der Frage eröffnen, welche Protagonisten bervorzugt werden: lieber weiblich oder männlich?
Was mögt ihr lieber? Oder ist es euch total egal?

Ich muss sagen, dass ich meist mit männlichen Protas besser zurecht komme. Sie sind mir meist sympathischer. Wobei es auch ein paar tolle weibliche gibt, aber wenn ich mal alles zusammenrechne, sind mir die Kerle doch etwas lieber. Besonders dann, wenn die Frau mal wieder aus einer Gefühlsregung heraus ein riesen Theater veranstaltet - neeee, das geht ja gar nicht *g* ...

Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #2 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Hallo Zack,
das Theater der weiblichen Protas ist doch eher Schuld des Autors und liegt nicht am Geschlecht an sich, sondern eher daran, wie der Autor die Geschlechter sieht. Icon_wink
Ich bevorzuge, wohl nicht anders zu erwarten weibliche Protagonisten.
1. Sind Männer einfach überall!
2. Bin ich dieser "Ich bin der Mann, also rette ich die Welt"- Attitude so müde.
3. Sind Frauen einfach vielschichtiger und meist auch durchtriebener. *Heehee*

Wenn ich so darüber anchdenke, sind mein Problem gar nicht die männlichen Protas, sondern das Bild das ihnen vermittelt wird. Ich habe oft das Gefühl, das Autoren sich mit ihren männlichen Charakteren nicht so viel Mühe geben wie mit ihren weiblichen.
Der Mann ist meist sexy, intelligent, stark etc.
Um mit weiblichen Figuren zu gefallen muss man sich als Autor hingegen etwas einfallen lassen. Niemand mag das hilflose Etwas von Indiana Jones oder eine ruchlose, unverbesserliche Heldin. Lois von "Lois und Clark" hingegen kam gut an. Sie war zwar schwach, hatte aber Biss.
Ich denke, die Kunst ist also nicht, ob Mann oder Frau, sondern ein in sich vielschichtiger Charakter, der sowohl Stärken als auch Schwächen hat, ohne dabei in ein Klischee abzudriften.
Du hast Recht, wenn du meinst, dass es das bei weiblichen Protas selten gibt. Doch meiner Meinung nach wird es bei männlichen Protas nicht mal probiert.

LG
Addi

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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #3 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Spontan würde ich sagen, dass mich männliche Charaktere stärker ansprechen, aber das liegt meist eher am Autoren, als am Geschlecht an sich. Ich hab mit Hohlbein mit meine ersten Schritte in meinen Leseschuhen gemacht (keine Angst, ich bin drüber hinweg) und wenn man dem Mann eines vorwerfen kann (man kann mehr, aber hier reicht eines), dann, dass seine weiblichen Charaktere durch die Bank furchtbar sind. Es gibt allerdings durchaus Autoren, bei denen mir das Geschlecht relativ egal ist. Kings Frauen gehören dazu, ebenso die zahlreichen Zauberinnen von Andrzej Sapkowski, die durch die Bank starke Frauen mit eigenem Willen, eigenen Plänen und genug eigenen Ränken sind um ... um ... ach, ihr versteht mich.

Zitat:Ich habe oft das Gefühl, das Autoren sich mit ihren männlichen Charakteren nicht so viel Mühe geben wie mit ihren weiblichen.
Der Mann ist meist sexy, intelligent, stark etc.
Das kann man mMn überhaupt nicht pauschalisieren. Gut, hier muss ich mal meinen Och-so-toll-Schild von Herrn Sapkowskis Schulter nehmen, denn was Geralt, den Hauptcharakter, angeht - zumindest seine Äußerlichkeiten, bzw. seine Wirkung aufs andere Geschlecht, trifft dieser Vorwurf hier (anfangs mehr, später deutlich weniger) zu. Generell empfinde ich aber das Äußere eines Charakters als absolut unwichtig. Ich habe mit dem "Gnom" von George R. Martin mehr Spaß gehabt, als mit vielen anderen Charakteren, King ist ebenfalls kein Freund von körperlicher Perfektion und ansonsten empfinde ich absolute Womanizer ohne Selbstironie (von Autor oder Charakter) relativ uninteressant - und obendrein für MA-Fantasy unpassend.


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Beitrag #4 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Natürlich hängt alles vom Autor ab. Aber das Männer grundsätzlich intelligent, sexy etc. dargestellt werden ... das machen wohl eher weibliche Autoren, die Romantic Fantasy schreiben.

Zumindest bei den Büchern, die ich gelesen hab, kommen gerade die Kerle vielschichtiger rüber. Da gibts auch immer mal tolle Frauen, aber wenn ich auf alle Bücher zurückschaue, dann überwiegen die guten männlichen Charaktere einfach Icon_smile ...

Aber damit die Mädels nicht so schlecht wegkommen: Aomame aus "1Q84" ist ein sehr gut ausgearbeiteter, weiblicher Prota oder Kate Daniels aus "Stadt der Finsternis". Da gibts auch noch andere Beispiele ...

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Beitrag #5 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Gut, ihr lest alle erheblich mehr als ich und habt entsprechend wahrscheinlich auch den besseren Überblick - aber mal ehrlich: Ihr wollt da Muster erkennen? Mal ist ein Protagonist gelungen, mal ist es in die Hose gegangen. Wenn es nichts war, dann kann man schauen, woran es lag: Schöner Mann mit nichts dahinter, armes, hilfloses Frauchen - ja klar, das nervt. Aber bei beiden Geschlechtern kann man doch auch vernünftige Charaktere bauen (wär' doch schlimm, letztlich sind sie ja Abbilder unserer Umgebung, oder sollten es zumindest sein).

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Beitrag #6 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Klar kann man aus jedem Geschlecht einen guten Protagonisten bauen - aber hier soll es eben mal um Vorlieben gehen, falls welche vorhanden sind Icon_smile ...

Wenns egal ist, ist ja auch ne Meinung Pro ...

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Beitrag #7 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Hallo zusammen,

ich hab ganz klar "männlich" gestimmt, weil alles andere einfach Augenauswischerei wäre. Ich lesen gerne über männliche Helden, ob als Held oder Vollidiot. Ich weiß nicht genau warum, aber ich gewinne den Männern ganz klar mehr ab, bzw. finde weibliche Helden (ich red jetzt vorwiegend über Fantasy) teils lachhaft. Bis auf gewisse Ausnahmen natürlich. Im Dark Fantasy-Bereich hingegen ist mir das ziemlich wurst und bei Belletristik ebenso. Wirklich wählerisch bin ich da nur in meinem "Revier". Icon_cool

Ich schätze, es kommt im allgemeinen natürlich aber immer darauf an, wie der Autor was zustande bringt. Natürlich aber ist es umgekehrt logisch, dass es Vorlieben gibt. Warum auch nicht. Weibliche Prots. im Fantasy Bereich, die mich wirklich beeindruckt haben: "Varis" aus "Die Assassine" und "Monza" aus "Racheklingen" und "Katniss" aus "Panem". Ansonst könnte ich hier Listen aufführen von männlichen Protagonisten. Listen sag ich euch. Deshalb auch ganz klar meine Wahl.

Liebe Grüße,
Sternchen


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Beitrag #8 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
(Auch wenn das hier eigentlich OT ist, weil in der Bibliothek...)
Schlagen eure gelesenen Vorlieben auch auf eure Protagonsitenwahl durch, wenn ihr selbst schreibt? Oder ergibt sich euer Protagonist eher aus dem Plot?

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Beitrag #9 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Hallo Lehrling,

ich muss sagen, Frauen sind in meinen Geschichten Futter fürs Feuer. Ich "benutze" sie für das was ich brauche, wenn ich ehrlich bin. Also ja, meine Vorliebe schlägt sich ganz enorm auf mein Schreibverhalten. Aber auch da wieder Genrebedingt. Ich hab durchaus schon Kurzgeschichten aus dem Alltag geschrieben mit weiblichen Protas. Fantasy ist für mich da aber eben Männerland. Icon_smile

Wie ists bei dir?

Liebe Grüße,
Sternchen

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Beitrag #10 |

RE: Protagonisten: lieber weiblich oder männlich?
Tag,

Also eigentlich wollt ich ja sagen: Männer. Ich denke das liegt in erster Linie an meinem eigenen Geschlecht, weil ich mich da besser reinversetzen kann. Außerdem empfinde ich es so, dass beim Mann viel mehr Charakterliche Vielfalt nutzen kann. Aber irgendwie scheit mir zB Humor - also eine sarkastische Frau irgendwie "unrealistisch", ebenso eine politisch versessene oder ein beinhart. es kann funktionieren, aber es entwpricht nicht dem alltäglichen Bild.

Ich möchte nicht sagen, dass Frauen es nicht sein können, aber sieht man sich mal um, dann merkt man schnell: Fast alle nennenswerten Figuren in Politik, StandUp, Musik usw. sind Männer. Und die dort auftauchenden Frauen sind seltene Ausnahmen. Wen Frauen Karriere machen, dann liegt das sehr oft daran dass sie sehr gut aussehen (nicht in Politik zugegebenermaßen) aber ihr wisst was ich meine. Es sitzen auch kaum Frauen in irgendwelchen Managerräten und versuchen "an die MAcht zu kommen" . Ich meine das definitiv nicht sexistisch, aber vllt ist der Mangel an Frauenvarianten, dass was einen zu den Männern greifene lässt. Die Figur kann noch so hässlich und gemein sein (siehe abercrombies Bücher: der Inquisitor) und trotzdem macht sie Spaß.

Jetzt hab ich oben eigentlich geschrieben: Eigentlich, weil ich in meinem aktuellen Projekt meiner Hexe (aus meiner KG "que nocent, docent") eine große Rolle gegeben habe. Sie ist schusselig und witzig und einsam und ich komme mit ihr ganz hervoragend zurecht.
Dass es in der literatur Ausnahmen gibt, steht auch außer Frage. Heitz nutzt starke Frauen in die Zwerge geling es gut, bei seinen Drachen weniger. Hennen in seinen Elfenbüchern ... das Trllweib ist Klasse und auch die kalte elfenfürstin ... und sicher noch viele andere.

Fazit: ich denke Männer sind deshalb gern genommen, weil sie einfacher sind, dem Leser ans Herz zu bringen. Sie sind fast imemr sympathisch, oder wenn gewollt eben nicht. Frauen sind schwerer zu meistern. sie können schnell nervig, bockig und keifend sein. Vllt sagt das mehr über den autor, als über Frauen. Ist aber meine Meinung ^^

gruß


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