Es ist: 24-01-2021, 18:52
Es ist: 24-01-2021, 18:52 Hallo, Gast! (Registrieren)


Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Beitrag #11 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Spinnst du? Erst lässt du mich warten wie einen müden Hund und dann liest du das am Stück? Das hätte ich ja selbst genauso machen können, dann hätten wir uns das Zwischengeplänkel schon von vornherein erstparrt und meine Rezi wär viel früher online gegangen. Pah! ... Icon_aufsmaul

Nun ja, ... kein Problem, ne ... Icon_wink
*sich ein Lächeln abmüht*
- Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #12 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Entschuldige - ernsthaft! Ich hab eigentlich gedacht "ich les mal soweit ich komme und dann bin ich so auf der Höhe von Sternchen" ... wer kann ahnen, dass ich so schnell lese. Icon_ugly
Ich bin aber dafür jetzt trotzdem erstmal über die Stelle zu reden, an der du stehen geblieben bist (bei mir sind die Eindrücke ja mehr als frisch Icon_wink). Wo bist du denn gerade?

Liebe Grüße

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #13 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Wo bin ich. *nachdenken muss* Ach genau, ich bin dort stehen geblieben wo Katniss sich aus dem Distrikt versetzten lässt, um an die Front zu gehen und Peeta nicht mehr sehen zu müssen. Dann hab ich noch ein bisl weiter gelesen, aber nicht mehr sehr viel, da ich ja auf eine Rückmeldung und ein Besprechen bis dahin gewartet hab. Peeta hat angeblich Fortschritte gemacht, soweit ich mich erinnere. Fortschritte auf die man wohl nicht verzichten kann, denn wer will unseren Peeta denn bitteschön schon so sehen? So umgedreht und bisswütig. Denn das war ja schon irgendwie ein Schock, wie sein Zustand so war. Wobei, gut, man konnte ahnen, dass alles nicht so einfach werden wird und nach dem Vorangegangenen, also das Peeta immer der mental Stärkere war, ist das vielleicht sogar nur eine logische Konsequenz gewesen. Nun ja, wie auch immer ich bin sehr gespannt, wie das ausgehen soll.

Von Gale bin ich, weiter denn je, entfernt. Irgendwie hab ich auch nicht mehr so das Gefühl, als wäre Katniss ihm noch so nahe, wie sie will. Das ganze hat die zwei doch recht geändert und die Unterschiede werden irgendwie immer mehr klar. Vor allem die zu Peeta. Mich beeindruckt er jedenfalls nicht und ich würde sogar soweit gehen, dass ich meine seine Auftritte wären ziemlich schwach, bzw. vielleicht schon stark, aber gehen am Leser ein bisschen zu sehr als das was er erwartet hat vorbei. Nicht grad förderlich, wenn es um die Frage gehen soll, für wen Katniss sich entscheidet, wobei andererseits es ja auch sehr erfrischend ist, dass diese Frage endlich einmal nicht im Vordergrund steht. Im Gegenteil es geht doch eher wieder mehr um Krieg. Katniss wird und wurde schon wieder benutzt (schön langsam geht mir das übrigens etwas am Socken, weil ich mir wünschen würde, dass sie mal aus diesem passiv-mit-sich-machen-lassen rauskommt, um selbst zu agieren) und die Medien stehen wieder schön im Mittelpunkt des Kritik-Winks.

Wie gefällt es dir bis zu der von mir genannten Stelle denn so? Scheint ja flüssig für dich gewesen zu sein, das lesen? (Wenn nicht, fängst du dir beim nächsten Treffen eine, weil dann hast du keine Ausrede mehr. *G*)

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #14 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Zitat:Ach genau, ich bin dort stehen geblieben wo Katniss sich aus dem Distrikt versetzten lässt, um an die Front zu gehen und Peeta nicht mehr sehen zu müssen.
Ach *wegwerfende Handbewegung macht*, dann bist du ja schon fast am Ende ... *lacht*

Zitat:Denn das war ja schon irgendwie ein Schock, wie sein Zustand so war. Wobei, gut, man konnte ahnen, dass alles nicht so einfach werden wird und nach dem Vorangegangenen, also das Peeta immer der mental Stärkere war, ist das vielleicht sogar nur eine logische Konsequenz gewesen.
Das war ein riesiger Schock - und das wo ich das Peetafan bin. Nachdem so lang und breit beschrieben wurde, wie glücklich sich Finnick und Annie in die Arme schließen, hab ich mir schon gedacht, dass Peeta nicht ganz der alte sein wird. Das er vielleicht wütend auf Katniss ist, sich im stichgelassen fühlt ...aber nicht das. o.O
Na ja, wie kannst du Katniss besser treffen als so? Ein sehr bösartiger Plan, den Snow da ausgeheckt hat.
(Es ist doch Peeta Smiley_frown )
Also, dass irgendwas im Argen lag, war tatsächlich vorhersehbar, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so weit geht (in einem Jugendbuch wohlgemerkt Icon_wink).
Smiley_frown

Zitat:Von Gale bin ich, weiter denn je, entfernt. Irgendwie hab ich auch nicht mehr so das Gefühl, als wäre Katniss ihm noch so nahe, wie sie will. Das ganze hat die zwei doch recht geändert und die Unterschiede werden irgendwie immer mehr klar. Vor allem die zu Peeta. Mich beeindruckt er jedenfalls nicht und ich würde sogar soweit gehen, dass ich meine seine Auftritte wären ziemlich schwach, bzw. vielleicht schon stark, aber gehen am Leser ein bisschen zu sehr als das was er erwartet hat vorbei.
Das Gale sehr radikal in seinen Ansichten ist, wissen wir ja schon seit Band 2. Es macht ihn eben zu einem geborenen Rebellenführer, aber mir nicht besonders sympatisch (in dieser Hinsicht). Aber das ändert nichts daran, dass er in Katniss verliebt ist. Und wenn sich z. B. Peetas Zustand nicht verbessert, dann hat Katniss quasi keine Wahl, oder? Icon_ugly
Er fügt sich mir jedenfalls (konsequenterweise) zu gut ein, in Distrikt 13.

Zitat:Nicht grad förderlich, wenn es um die Frage gehen soll, für wen Katniss sich entscheidet, wobei andererseits es ja auch sehr erfrischend ist, dass diese Frage endlich einmal nicht im Vordergrund steht.
Dafür war diese in meinem Hinterkopf immer präsent. Letztendlich ist das doch das, was einen sensiblen Schöngeist wie mich am meisten bewegt .................. Mrgreen

Zitat:Katniss wird und wurde schon wieder benutzt (schön langsam geht mir das übrigens etwas am Socken, weil ich mir wünschen würde, dass sie mal aus diesem passiv-mit-sich-machen-lassen rauskommt, um selbst zu agieren) und die Medien stehen wieder schön im Mittelpunkt des Kritik-Winks
Das ist doch eine der zentralen Aussagen von Panem (schon in Band 2) - letztendlich bist du als einzelner kleiner Mensch immer nur Spielball von Mächtigeren. Es ist nur realistisch, dass das bei den "Guten" genauso ist. Wobei "Gut" hier ja relativ ist, ich finde es sehr erfrischend, dass Distrikt 13 alles andere als nur in "schönen" Farben gemalt wird.
Wie soll Katniss denn aus dem Passiven rauskommen? Sie ist erst 17 und ziemlich gezeichnet (langsam kommt das durch, was Mira in Band 2 vermisst hat, oder? Icon_smile) - und sie versucht ja, sich ihre Freiheit zu bewahren (Versteck im Wäscheschrank). Was soll sie tun? Einfach abhauen? Dort ist ihre Familie ... und dort wird sie manipuliert, ausgenutzt und notfalls vermutlich auch bedroht. (Ich sehe es fast schon vor mir: "Coin: tut mir Leid Katniss, aber die Sache, für die wir kämpfen, ist einfach zu wichtig, deshalb mussten wir leider deine Schwester festnehmen und lassen sie erst frei, wenn du kooperiert hast.") Ich empfand es daher als sehr realistisch und keineswegs nervend, dass Katniss nicht selbst agieren kann - das wäre zu unrealistisch gewesen. Auch weil Katniss ihre Macht als Spotttölpel sicherlich nicht bewusst ist - wie denn auch? Sie hat sie nicht am eigenen Leib erfahren. Icon_wink

Zitat:Wie gefällt es dir bis zu der von mir genannten Stelle denn so? Scheint ja flüssig für dich gewesen zu sein, das lesen?
Ich muss ja sagen, die zwei Vormittage, die ich gebraucht habe, um das Buch ganz zu lesen, da vergingen die Stunden schon sehr zäh ... immer wieder war ich versucht das Buch aus der Hand zu legen, von mir zu schleudern oder ... Mrgreen
Nein im Ernst, das war schon in den ersten beiden Bänden so: ich kann dieses Buch super runterlesen. Das mag auch an meiner Lesetechnik liegen - ich lese nunmal sehr schnell. Aber mir hat es jedenfalls gut gefallen. Auch wenn mir jetzt im Nachhinein auffält, dass Collins nicht besonders viel Details über die Umgebung verrät. Hat mich nicht gestört, ich hatte trotzdem ein gutes Bild vor Augen - vielleicht hat mich die Geschichte einfach so gepackt?

Was sagst du denn zu Distrikt 13? Nimmst du ihnen die Gutmenschenrolle ab? Oder doch eher die Zuchtvieh-Theorie? Was führen die wirklich im Schilde?
Vielleicht stellt sich ja am Ende heraus, dass in Wahrheit doch das Kapitol die Guten sind. Icon_ugly
Ich denke du darfst gespannt sein. *lacht*

Liebe Grüße!


Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #15 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Schon gut, schon gut, ich bin ja schon zufrieden mit Katniss, keine Sorge. Aber wie gesagt, schön langsam ... na ja, ich habs ja schon gesagt. *G* Und es passt ja sehr gut in die Welt, ja. Und vor allem in die Kernaussage. Was Gale betrifft, so kann ich einfach nicht glauben, dass sich diese Schlam ... äh, *HUST* unser tolles Mädchen diesen Typ schnappt, wenn es Peeta doch gibt. Wenn der aufgegeben wird, verbrenn ich das Buch. Geistige Mängel hin oder her; ist mir kack-egal. Mrgreen

Gepackt hat mich Panem an sich auch sehr sehr sehr. Der erste Band war gut und beim zweiten gabs dann kein Entkommen mehr. Nun bin ich gespannt, was mich am Schluss erwartet. Dass das Kapitol übrigens irgendwann einmal die Guten waren, find ich sogar sehr logisch, in meiner Vorstellung von "real". Lies mal Brandon Sanders "Kinder des Nebels" und die zwei folgenden Teile. Ich schwöre dir, die Zeit und das Geld ist es sowas von wert. Da kann man einmal richtig schön sein, was es bedeutet, erst "Gut" zu sein und dann mit der Zeit, wenn sich alles verändert und das Gedächtnis der Welt sich etwas verliert, als "Böse" gebrandmarkt zu werden. Natürlich nicht umsonst, weil man getan hat, was im Grunde nötig war, was "damals" so nötig erschien. Nun ja, wenn Panem darauf rauslaufen möchte, dann wäre ich doppelt begeistert. Wenn nicht, dann bin ich zumindest mal gespannt, ob sich da noch was tut im Hintergrund.

Distrikt 13 gefällt mir vom Aufbau her ganz gut und ich finde es in sich recht schlüssig. Alles eigentlich. Auch dieses Zuchtprogramm; ist ja notwendig, aber schon ... nun ja ... ob das Thema Jugendbuch tauglich ist, ebenso wie die emotionale und auch körperliche Gewalt? Mal sehen, was das Ende sagt. "Gutmenschen" gibt es nicht, bzw. liegt dieser Eindruck wohl im Auges des Betrachters. Und alles hat so seine Seiten. Ich glaube momentan daran, dass die im Distrikt 13 noch ehrbare Ziele verfolgen, aber ob das Ergebniss so "richtig" und "gut" sein wird? So, dass man ihnen gratulieren kann? Ich bezweifle es stark. Schon allein, wenn ich sehe, wie sie mit dem Leben umgehen; mit Katniss Team zum Beispiel. Die sind doch echt harmlos. Und sie zerstören. Nein, da seh ich nichts gutes darin, aber auch irgendwo wieder die Logik der gegenseitigen Gewalt.

Mal sehen. Ich hoffe, das Buch morgen abzuschließen und spätestens übermorgen rezensieren zu können. Spätestens dann weiß ich ja, woran ich bei dieser Sache bin. Icon_smile

Grüße,
Sternchen


"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #16 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Zitat:Was Gale betrifft, so kann ich einfach nicht glauben, dass sich diese Schlam ... äh, *HUST* unser tolles Mädchen diesen Typ schnappt, wenn es Peeta doch gibt. Wenn der aufgegeben wird, verbrenn ich das Buch. Geistige Mängel hin oder her; ist mir kack-egal.
Icon_lol
Ich meine mich ja zu erinnern, dass du am Anfang noch eine Gale-Verfechterin warst - schön, dass ich dich umgestimmt habe (pardon, war bestimmt Peeta selbst Mrgreen )

Zitat:Lies mal Brandon Sanders "Kinder des Nebels" und die zwei folgenden Teile. Ich schwöre dir, die Zeit und das Geld ist es sowas von wert.
Das werde ich sicherlich irgendwann tun - du schwärmst einfach zu viel vom Sanderson. Wenn ich erstmal arbeite, hab ich auch wieder mehr Zeit. Hab so viele tolle Bücher bei mir rumliegen mittlerweile, die alle gelesen werden wollen. *seufz*

Zitat:Distrikt 13 gefällt mir vom Aufbau her ganz gut und ich finde es in sich recht schlüssig. Alles eigentlich. Auch dieses Zuchtprogramm
Schlüssig und durchdacht würde ich das Konzept auch bezeichnen, das ist Collins gut gelungen. Bringt auch irgendwo einen ganz anderen Aspekt rein, so ein Gegenentwurf zur Kapitolgesellschaft (der vielleicht in mancher Hinsicht dann in die andere Richtung über die Stränge schlägt).

Zitat:Nein, da seh ich nichts gutes darin, aber auch irgendwo wieder die Logik der gegenseitigen Gewalt.
Eigentlich hat ja Peeta mit seiner Fernsehansprache "wir dürfen uns nicht alle gegenseitig umbringen", gar nicht sooo unrecht, oder?

Du hast mir nur noch nichts über deine Einschätzung von Collins Detailreichtum verraten. Ist dir das auch aufgefallen? Wie sehen die Leute eigentlich aus? (Ich weiß, dass Coin glatte Haare hat. *lacht*) Ich bin jedenfalls schon gespannt, was du zum Ende sagst.

Und: es macht Spaß, mit dir über Bücher zu diskutieren! Icon_smile

Liebe Grüße

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #17 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Also nein, mein Herz schlug von Beginn an für den Tortenbäcker mit dem Brot. Nur Gale hatte ich eigentlich lange nicht abgeschrieben. Immerhin haben ja beide ihre Vorzüge, wobei mir die von Peeta wesentlich besser gefallen. Im Grunde ist der Junge sehr gut, der Beste von allen, wie Katniss schon früher gewusst hat und dieser Grundgedanken blieb auch sehr sehr konsquent, wie ich finde. Das Peeta recht hat mit "wir dürfen uns nicht gegenseitig zerstören" lag mir eigentlich ganz lang im Magen. Ich hab ihm geglaubt, was er da gesagt hat. Obwohl er im Kapitol war, aber der Grundgedanke entsprach doch dem, was es tatsächlich zu sagen gab. Rückblickend betrachtet war das wohl die einzige Sache, die er und Snow gemeinsam haben, denn wie man am Ende weiß, wäre dem der Frieden doch auch viel lieber gewesen. Der Frieden mit den Spielen als Erinnerung an das was geschehen ist. Eigentlich sind die Spiele dann doch immer "nette Grüße" für 13 gewesen. Diese Ärsche. Also wirklich so wie es aufgelöst ist, findet man 13 nicht viel besser als das Kapitol. Letzteres hat wenigstens über Jahre hinweg für eine gewisse Ordnung gesorgt. Und war halt auch hart, vor lauter Angst, dass wieder einmal alles außer Kontrolle geraten könnte. 13 ist nur rumgesessen und hat gewartet. Kalt und berechnend im Grunde, was man von ihrer Sicht aus natürlich wieder schwer übel nehmen kann. Die sehen "sich" natürlich ganz anders und denken ja, dass sies mal besser machen. Auch eine Coin denkt sowas.

Eine Coin die ins Gras beißen muss, zum Schluss. Herzlichen Dank auch an Katniss. Und ich hab auch gleich bekommen, was ich wollte: Endlich mal eine Katniss mit eigenem Plan, die sich ein bisl auf die Füße stellt und nicht immer tut, was alle wollen. Das Ergebnis war auch nicht herausragend, aber mir hat die Initiative doch recht gut gefallen, dass sie ihre Gefährten anlügt und aktiv wird.

Was die Details betrifft: Ich bin selbst eher der Typ Schreiber, der keine Details auffährt, bzw. sehr sehr sparsam ist. Zurian wurde nie richtig beschrieben; beinahe keiner meiner Charaktere erhält mehr als ganz bestimmte Merkmale und ansonst immer wieder einen Hinweis, wenn es passen sollte. Augenfarben sind mir hier sehr wichtig. Deshalb stört mich sowas auch nicht. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Charaktere vieler Bücher in meinem Kopf generell und sowieso immer ganz anders aussehen, als ich erlesen habe. Icon_ugly

So. Wie angedeutet, ich bin fertig mit dem Büchlein. Ein bisl was zu reden, heb ich mir noch für morgen oder heute abend auf; muss jetzt los. Mich freut es auch, mit dir gemeinsam zu lesen. Würd am liebsten gleich ein nächstes Buch vorschlagen. Mrgreen

Grüß dich lieb,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #18 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Zitat:Immerhin haben ja beide ihre Vorzüge, wobei mir die von Peeta wesentlich besser gefallen. Im Grunde ist der Junge sehr gut, der Beste von allen, wie Katniss schon früher gewusst hat und dieser Grundgedanken blieb auch sehr sehr konsquent, wie ich finde.
Trotzdem war sie die ganze Zeit am fremd-knutschen. Ich glaube vor allem zu Beginn von Band 2 sah es schon sehr nach Gale aus - erst am Ende dann der Kuss am Strand ließ das Pendel wieder umschwingen, fand ich. Na ja, halt 'ne Dreiecksgeschichte. Ich persönlich bin jedenfalls froh, dass Peeta es am Ende geworden ist. Icon_smile

Zitat:Das Peeta recht hat mit "wir dürfen uns nicht gegenseitig zerstören" lag mir eigentlich ganz lang im Magen. Ich hab ihm geglaubt, was er da gesagt hat.
Ich denke auch, dass er da noch ungebrochen war und das so gemeint hat, wie er's gesagt hat. Letztendlich haben die Rebellen jedoch gewonnen - nur bei der Wahl der Mittel haben sie sich dem Kapitol doch sehr angeglichen - insbesondere Gale ist da ja Vorreiter gewesen ("wir sprengen den berg - warum sollten wir jemanden rauslassen?"). Da hat er sich bei mir sehr unsympatisch gemacht.

Zitat:Eigentlich sind die Spiele dann doch immer "nette Grüße" für 13 gewesen. Diese Ärsche.
Wie meinst du das?

Zitat:Also wirklich so wie es aufgelöst ist, findet man 13 nicht viel besser als das Kapitol. Letzteres hat wenigstens über Jahre hinweg für eine gewisse Ordnung gesorgt. Und war halt auch hart, vor lauter Angst, dass wieder einmal alles außer Kontrolle geraten könnte. 13 ist nur rumgesessen und hat gewartet. Kalt und berechnend im Grunde, was man von ihrer Sicht aus natürlich wieder schwer übel nehmen kann. Die sehen "sich" natürlich ganz anders und denken ja, dass sies mal besser machen. Auch eine Coin denkt sowas.
Letztendlich finde ich 13 doch deutlich besser, als das Kapitol, vor allem Leute wie Boggs (der hieß doch so? Icon_confused ), haben ja gezeigt, dass 13 im Kern für Ideale eingestanden sind. Die Aussage ist doch: Macht korrumpiert auch wenn man Coin heißt. Icon_wink
Ich meine, das Manöver mit den Bomben auf die Kinder hätte auch ganz gut von Gale erdacht worden sein können ... wenn nicht Katniss Schwester dabei umgekommen wäre, hätte der den "Kollateralschaden" nicht dankend in kauf genommen, um den Krieg zu gewinnen.
Abgesehen davon bin ich gar nicht so überzeugt davon, dass es nicht doch Snow war, den den Befehl gegeben hat - den warum waren die Kinder da überhaupt eingepfercht? Woher wusste Snow überhaupt davon?
Die ganze Sequenz während der Katniss sich von ihren Wunden erholt wirkte eh wie ein Traum bzw. Realität und Traum waren schwer zu trennen. Ich frage mich gerade allerdings unwillkürlich, ob die Rebellenführerin, die Katniss zu Snow durchlässt - und die am Ende ja Präsidentin wird(!) - nicht irgendwas geahnt hat.
Letztendlich hat es sich trotzdem richtig angefühlt, dass Coin stirbt. Immerhin hat sie ihre Skrupelosigkeit schon bewiesen, als sie Peeta an die Front geschickt hat, der davon aber ja letztendlich profitiert, "leuchtende" Erinnerungen gefunden hat.
Sehr schön in ihrer Schlichtheit fand ich übrigens die Szene nach dem Katniss Coin erschossen hat: sie will sich umbringen, Peeta hindert sie mit den Worten "ich kann dich nicht gehen lassen". Da war er endlich wieder, der alte Peeta. Icon_smile

Zitat:Und ich hab auch gleich bekommen, was ich wollte: Endlich mal eine Katniss mit eigenem Plan, die sich ein bisl auf die Füße stellt und nicht immer tut, was alle wollen. Das Ergebnis war auch nicht herausragend, aber mir hat die Initiative doch recht gut gefallen, dass sie ihre Gefährten anlügt und aktiv wird.
Wobei sie ja auf ganzer Linie gescheitert ist. Sie sind nicht in den Palast gekommen und ... Finnick wurde völlig sinnlos verheizt. Smiley_frown (Die arme Annie!)
Aber gerade dieser Umstand gefällt mir - endlich funktioniert mal nicht jeder Plan des "Helden". Icon_wink

Zitat:Was die Details betrifft: Ich bin selbst eher der Typ Schreiber, der keine Details auffährt, bzw. sehr sehr sparsam ist. Zurian wurde nie richtig beschrieben; beinahe keiner meiner Charaktere erhält mehr als ganz bestimmte Merkmale und ansonst immer wieder einen Hinweis, wenn es passen sollte. Augenfarben sind mir hier sehr wichtig. Deshalb stört mich sowas auch nicht. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Charaktere vieler Bücher in meinem Kopf generell und sowieso immer ganz anders aussehen, als ich erlesen habe.
Ich will ja auch nicht zu viele Details. Eine gewisse Balance ist wichtig - eben ein oder zwei markante Merkmale, die Augenfarbe und natürlich alles nicht alles auf einmal, sondern an passenden Stellen. Mehr nicht, aber eben auch nicht weniger. Da sind mir vor allem die Nebenchars teilweise etwas zu blass geblieben, besonders aber wollte ich mehr von der Umgebung, von 13 mitbekommen. Ein bisschen mehr.

Wie hat dir das Ende gefallen? Mich hat es sehr bewegt, muss ich sagen. Kein ganzes Happy End, denn beide sind komplett zerstört - aber wenn das "wahr" am Ende ernst gemeint ist, dann doch irgendwie schön. (Hätte mir allerdings in einem Anflug von Rührseeligkeit fast was Schnulzigeres gewünscht. *lacht*)

Zitat:Würd am liebsten gleich ein nächstes Buch vorschlagen. Mrgreen
Wanderdüne. Von Felix. Wie wär's? Mrgreen

Liebe Grüße!



Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #19 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Guten Morgen Weltenwanderer,

denn mal wieder los mit uns zwei. Icon_smile

Zitat:Trotzdem war sie die ganze Zeit am fremd-knutschen. Ich glaube vor allem zu Beginn von Band 2 sah es schon sehr nach Gale aus - erst am Ende dann der Kuss am Strand ließ das Pendel wieder umschwingen, fand ich. Na ja, halt 'ne Dreiecksgeschichte. Ich persönlich bin jedenfalls froh, dass Peeta es am Ende geworden ist.
=> Ja gut, geknutscht wurde hier und da. Am meisten hat mich, wie dich scheinbar auch, der Beginn von Band zwei berührt, als Gale verletzt wurde und Katniss neben ihm saß. Zu der Zeit war Peeta für Katniss ja emotional auch recht weit enfernt, bzw. eher zur Seite geschoben, weil sie sich dem Ganzen einfach nicht stellen wollte. Als Entscheidung an sich hatte ich es da eher noch nicht gesehen, auch wenn Katniss ja kurzzeitig sich "entschlossen" hatte. Sie wusste ja ned wirklich, auch zu der Zeit nicht, was sie will ...

Zitat:Ich denke auch, dass er da noch ungebrochen war und das so gemeint hat, wie er's gesagt hat. Letztendlich haben die Rebellen jedoch gewonnen - nur bei der Wahl der Mittel haben sie sich dem Kapitol doch sehr angeglichen - insbesondere Gale ist da ja Vorreiter gewesen ("wir sprengen den berg - warum sollten wir jemanden rauslassen?"). Da hat er sich bei mir sehr unsympatisch gemacht.
=> Ach, Gale. Ich muss sagen, ich konnte ihn ja verstehen bis zu einem gewissen Teil. Seinen Hass und das alles. Und im Grunde wärs auch die sicherste Art gewesen, damit umzugehen. Aber mal ehrlich und als Vergleich: Wenn man ein Weizenfeld von nervigen Tierchen befreien will, pumpt man dann tatsächlich Gift über den ganzen Boden, damit außer dem Weizen nix richtiges überleben kann? Nein? Haha. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wenn kein "Schädling" (sind doch auch nur Tierchen die leben wollen) übrigbleibt, dann gibts auch so schnell keinen Neubefall und ganz viel Sicherheit. Und ganz ehrlich: Es hat doch was Abschreckendes auf den Rest, so viel Skrupellosigkeit, ne? Also hat Gales Idee auch einen Sinn gehabt. Ist brauchbar gewesen ... zumindest, sofern sich in dieser Welt nix, aber auch gar und überhaupt nix ändern soll. Und da sind wir wieder. Gale, den wir kennen und der eigentlich kein schlechter Kerl ist, tritt Steine los, die kein besseres Panem bedeuten. In keinster Weise ...

Zitat:Wie meinst du das?
=> Na ja. Nehmen wir mal an, Distrikt 13 hätte nie große Winde gemacht. Gäbs denn dann die Hungerspiele, mit denen alles so richtig erst angefangen hat? Gäbs dann so viel Unterdrückung? Ja? Nein? Keine Ahnung. Distrikt hat aber trotzdem für mich einen guten Teil dazu geleistet, dass alles überhaupt soweit gekommen ist.

Zitat:Letztendlich finde ich 13 doch deutlich besser, als das Kapitol, vor allem Leute wie Boggs (der hieß doch so? Icon_confused ), haben ja gezeigt, dass 13 im Kern für Ideale eingestanden sind. Die Aussage ist doch: Macht korrumpiert auch wenn man Coin heißt. Icon_wink
Ich meine, das Manöver mit den Bomben auf die Kinder hätte auch ganz gut von Gale erdacht worden sein können ... wenn nicht Katniss Schwester dabei umgekommen wäre, hätte der den "Kollateralschaden" nicht dankend in kauf genommen, um den Krieg zu gewinnen.
Abgesehen davon bin ich gar nicht so überzeugt davon, dass es nicht doch Snow war, den den Befehl gegeben hat - den warum waren die Kinder da überhaupt eingepfercht? Woher wusste Snow überhaupt davon?
=> Und da bin ich ganz anderer Meinung. Ich gebe überhaupt niemanden von denen den Vorzug, nur weil 13 das olle Glück hat, dieses Mal halt mehr das Opfer spielen zu dürfen. Mit Coin an der Spitze und ein paar hundert Jahre später ist das Neue Kapitol dann vielleicht genauso schlimm wie das alte? Potenzial dafür hat man gesehen. Ideale eingestanden? Ja klar, konnten sie sich leisten mit ihren Druckmitteln. Ärmere, oder festgenagelte Parteien können sich Ideale manchmal eben nicht immer leisten und dafür werden sie von mir ned gleich verurteilt. Außerdem, auch wenns blöd klingt, vertraue ich Katniss, Snow und dem Ende. Woher er das auch wusste, ... das frag ich mich nicht. Snow hat die Wahrheit gesagt. Für mich ist das Fakt. Sie wollten sich nicht belügen und zumindest das gestehe ich beiden an dieser einen Stelle sehr sehr gern zu. Was mich allerdings verwirrt hat, dass Katniss sich für die Spiele entschieden hat. Für Prim? Versteh ich nicht. Sie hätte Coin auch so töten können, ohne sowas zu sagen. Hätts auch genug Gelegenheit gegeben, also was sollte das denn? Oder hat sie das etwa ernst gemeint? Icon_irre

Zitat:Die ganze Sequenz während der Katniss sich von ihren Wunden erholt wirkte eh wie ein Traum bzw. Realität und Traum waren schwer zu trennen. Ich frage mich gerade allerdings unwillkürlich, ob die Rebellenführerin, die Katniss zu Snow durchlässt - und die am Ende ja Präsidentin wird(!) - nicht irgendwas geahnt hat.
=> Ja, das ist eine gute Frage ... und stimmt, der Schluss war, ... schwer zu analysieren. Mal so, und hier und dadort. Für mich fast schon zu viel des Guten, auch wenns den Zweck erfüllt hat.

Zitat:Letztendlich hat es sich trotzdem richtig angefühlt, dass Coin stirbt. Immerhin hat sie ihre Skrupelosigkeit schon bewiesen, als sie Peeta an die Front geschickt hat, der davon aber ja letztendlich profitiert, "leuchtende" Erinnerungen gefunden hat.
=> Richtig angefühlt? hmmm, ... oberflächlich betrachtet sag ich auch ja. Wenn ich anfange zu denken, bin ich mir nimmer soo sicher. Was hat Coin denn so schlimmes getan? Viel, ja. Aber für welchen Zweck und mit welchem Hintergedanken und vielleicht wollt sie doch nur das Beste und war bereit halt sehr sehr viel zu opfern. Vielleicht dachte sie, sie wäre die beste für die Spitze, weil sie alles später besser machen würde. Wer weiß. Da bin ich schlussendlich doch lieber vorsichtig, da man in Menschen nicht reinschauen kann. Und Cion stand da nie besonders im Licht der Erleuchtung. Aber gut, das ist typisch für mich. Ich bin in meinen besten Stunden sogar drauf und dran mich zu fragen was so wirklich in Hitlers Kopf vorging und ob der sich jemals als das betrachtet hat was er ist. Was natürlich nix besser macht. Und im Grunde ändert das auch nicht viel an "war das eigene Ende verdient gewesen in den Augen anderer" ...

Zitat:Sehr schön in ihrer Schlichtheit fand ich übrigens die Szene nach dem Katniss Coin erschossen hat: sie will sich umbringen, Peeta hindert sie mit den Worten "ich kann dich nicht gehen lassen". Da war er endlich wieder, der alte Peeta. Icon_smile
=> Jap. War ein schöner Moment.

Zitat:Wobei sie ja auf ganzer Linie gescheitert ist. Sie sind nicht in den Palast gekommen und ... Finnick wurde völlig sinnlos verheizt. Smiley_frown (Die arme Annie!)
Aber gerade dieser Umstand gefällt mir - endlich funktioniert mal nicht jeder Plan des "Helden". Icon_wink
=> Find ich genauso gut wie Abercrombies "ich-lasse-meine-helden-dorthin-latschen-an-den-arsch-der-welt-und-voll-umsonst". Mrgreen Um Finnick tut es mir auch sehr leid. Dabei habe ich mich so für ihn und seine Annie gefreut.

Zitat:Ich will ja auch nicht zu viele Details. Eine gewisse Balance ist wichtig - eben ein oder zwei markante Merkmale, die Augenfarbe und natürlich alles nicht alles auf einmal, sondern an passenden Stellen. Mehr nicht, aber eben auch nicht weniger. Da sind mir vor allem die Nebenchars teilweise etwas zu blass geblieben, besonders aber wollte ich mehr von der Umgebung, von 13 mitbekommen. Ein bisschen mehr.
=> Kann ich nachvollziehen und ich weiß auch wast du meinst. Richtig richtig, gestört hat es mich nicht, aber mehr Liebe zum Detail wäre insgesamt auch noch schön gewesen.

Zitat:Wie hat dir das Ende gefallen? Mich hat es sehr bewegt, muss ich sagen. Kein ganzes Happy End, denn beide sind komplett zerstört - aber wenn das "wahr" am Ende ernst gemeint ist, dann doch irgendwie schön. (Hätte mir allerdings in einem Anflug von Rührseeligkeit fast was Schnulzigeres gewünscht. *lacht*)
=> Ja, mehr verlangt hätte ich von beiden gerne, aber hätte ja ned gepasst. Ich fand am Schluss alles ein bisschen zu erzählerisch, wobei das auch wohl als Stilmittel zu verstehen ist. Die Zeit verfliegt einfach so, alles Leben mündet in einem Strang wirrer Worte? Vielleicht. Passend ist es auf alle Fälle und das "wahr" find ich auch recht berührend, wobei ich die Andeutung "weil ich ihn brauche zum Überleben" auch irgendwie "naja" fand. Soll also heißen, Katniss hat wirklich den genommen, der ihr Überleben sichert und es ging gar nicht sooooo um Peeta selbst? Toll. Na ja, aber sie haben sich und Peeta hat seine Kinder bekommen und irgendwie werden sie hoffentlich soweit glücklich sein. Zerstört? Ja, aber noch da und hoffentlich froh darüber. Icon_smile

Insgesamt betrachtet ist Panem für mich nur eine Bestätigung von "Gut und Böse" gibts ned wirklich und jeder hat so seine Absichten. Nix ist so einfach zu entscheiden und wer weiß, vielleicht wurden die Entscheidungsträger der Arena auch nur knapp überstimmt? Vielleicht war die Idee damals gar ned so unklug und richtig, um schlimmeres zu vermeiden? Rebellen und das Kaptiol halten sich für mich, wie gesagt letztendlich die Waage. "Besser" gibts für mich schon fast nicht, weil es auf beiden Seiten auch "nette" gab und geben wird.

Zitat:Wanderdüne. Von Felix. Wie wär's? Mrgreen
=> Surreal ist eigentlich nicht ganz sooo mein Ding. Aber ja, es scheint ja viele Interessenten zu geben.

Grüß dich lieb,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #20 |

RE: Offener Lesezirkel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Guten Abend Sternchen Icon_smile,

Zitat:Am meisten hat mich, wie dich scheinbar auch, der Beginn von Band zwei berührt, als Gale verletzt wurde und Katniss neben ihm saß.
Ich weiß nicht, ich saß da - und wollte lieber dass das mit Peeta passiert. Icon_wink Schon interessant, wie schnell man sich einen Favoriten ausguckt und sich auf ihn einschießt (jetzt als Leser meine ich) - gibts doch oft bei Buchreihen, oder?

Zitat:Also hat Gales Idee auch einen Sinn gehabt. Ist brauchbar gewesen ... zumindest, sofern sich in dieser Welt nix, aber auch gar und überhaupt nix ändern soll.
Ich denke auch, dass Gales Plan aus einer kalten-berechnenden Perspektive - und natürlich aus der "vor-Rache-blind"-Perspektive - durchaus Sinn gemacht hat. Aber wie du schon sagtest: was unterscheidet die Rebellen dann noch vom Kapitol? Ist es wirklich ein Argument, zu sagen "die haben es aber auch so gemacht"? Vielleicht ist das auch eine Frage, die Collins hier aufwerfen wollte. Hast ja auch in der Rezi geschrieben: dieses Buch versucht deutlich tiefgründiger zu sein, als die beiden Bände davor. Und anscheinend gelingt das auch.

Zitat:Na ja. Nehmen wir mal an, Distrikt 13 hätte nie große Winde gemacht. Gäbs denn dann die Hungerspiele, mit denen alles so richtig erst angefangen hat? Gäbs dann so viel Unterdrückung? Ja? Nein? Keine Ahnung. Distrikt hat aber trotzdem für mich einen guten Teil dazu geleistet, dass alles überhaupt soweit gekommen ist.
Ich denke da hast Recht - aber ist es wirklich besser, in einer Gesellschaft zu leben, in der man unterdrückt wird? Sollte man dann nicht irgendwann rebellieren? Interessant: eigentlich gibt es nicht viele Informationen darüber, wie es eigentlich vorher war, warum die erste Rebellion losgebrochen ist. Aber das Kapitol scheint schon damals sehr skurpellos gewesen zu sein - man denke nur an die Jägerwespen. Ich denke daher nicht, dass man es Distrikt 13 zum Vorwurf machen kann, Auslöser für die Rebellion gewesen zu sein. Immerhin hatten sie die Kontrolle über die einzige Waffe, die das Kapitol auskontern konnte. Die Frage bleibt natürlich, warum es danach so lange still gehalten hat. Das Buch gibt zwei Antworten: sie wollten nicht/sie konnten nicht. Aber wenn diese Pockenepedemie und der Mangel an Nachwuchs nicht vorgetäuscht war, dann konnten sie wahrscheinlich tatsächlich nicht.

Zitat:Mit Coin an der Spitze und ein paar hundert Jahre später ist das Neue Kapitol dann vielleicht genauso schlimm wie das alte?
Vielleicht - aber immerhin war das Ziel immer, eine Republik aufzubauen, mit Wahlen für die neue Präsidentin. Vielleicht gab's die im Kapitol auch (über das genaue politische System des Kapitols gab's ja keine Infos), aber die Distrikte hatten jedenfalls keine Stimme. Insofern: definitiv eine Verbesserung. Natürlich hätte es sein können, dass Coin das Ganze dann wieder abbaut, sobald sie an der Macht wäre, aber ich glaube das dafür die Rebellenführer der Distrikte zu mächtig gewesen wären. Na ja, wir werden es nicht erfahren, Coin ist tot und diese Rebellenanführerin nun Präsidentin - wobei ich bei ihr ja schon einen leisen Verdacht geäußert habe ... *lacht*

Zitat:Außerdem, auch wenns blöd klingt, vertraue ich Katniss, Snow und dem Ende. Woher er das auch wusste, ... das frag ich mich nicht.
ich neige ja dazu, alles und jeden zu hinterfragen: es passt einfach nicht in seine Aussage, dass da die Kinder zusammengepfercht waren, wie eine Zielscheibe. Und glaubst du wirklich, dass die Rebellen nicht koordiniert genug waren, um zu verhindern, dass ihre eigenen Sanitäter da reinlaufen? Wobei, darauf gibt Snow natürlich eine Antwort - seine letzten Verbündeten wenden sich von ihm ab, als sie diese perfide Falle mit ansahen. Wenn damit also die Treue der Kapitoler gebrochen werden sollte, dann sind die eigenen Sanitäter ein gewolltes Opfer - das erklärt aber eben nicht, was das mit den Kindern da überhaupt sollte. Abgesehen davon war Katniss zu dem Zeitpunkt psychisch sowieso ein Wrack, ob man da ihrer Entscheidung trauen kann? Letztendlich muss das deshalb offen bleiben, denke ich.

Zitat:Was mich allerdings verwirrt hat, dass Katniss sich für die Spiele entschieden hat. Für Prim? Versteh ich nicht. Sie hätte Coin auch so töten können, ohne sowas zu sagen. Hätts auch genug Gelegenheit gegeben, also was sollte das denn? Oder hat sie das etwa ernst gemeint?
Ich fürchte, sie hat es ernst gemeint - sie, die die Spiele miterlebt hat, weiß, was für eine Strafe das ist. Aber dadurch macht man es ja nicht besser, wird zum selben Monster, oder? In diesem Moment rückt sie geistig Gale sehr nah, während Peeta in dem Augenblick zumindest der alte ist. Er hat es am Ende geschafft, ein Stück von sich selbst zu erhalten.
Ich hab natürlich auch die Daumen für nein gedrückt. Icon_wink

Zitat:Richtig angefühlt? hmmm, ... oberflächlich betrachtet sag ich auch ja. Wenn ich anfange zu denken, bin ich mir nimmer soo sicher. Was hat Coin denn so schlimmes getan?
Zumal es ja überhaupt nicht sicher ist, dass gerade sie den Befehl mit dem Bombenabwurf gegeben hat. Sie kam tatsächlich sehr verschlagen rüber, aber du hast absolut recht: der Tod eines Menschen ist niemals richtig. (Deshalb haben wir ja auch keine Todesstrafe in Europa. Icon_wink) Da sind die Pferde mit mir über's Ziel hinausgeschossen. Was ich sagen wollte war: ich hatte das Gefühl, Katniss hat vielleicht tatsächlich den Drahtzieher hinter Prims Tod getroffen. Der Schuss rückt Coin und Snow ja eh sehr zueinander hin. Vielleicht hat sie so verhindert, dass ein neues Kapitol entsteht, wer weiß? Trotzdem haben wir doch im Laufe der Geschichte gelernt gehabt, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Als Spottdrossel hätte Katniss die Macht gehabt, den Wahlkampf zu beeinflussen. Na ja, alles Spekulation - wenn du dein Interview mit Collins machst, kannst du sie ja mal fragen, was sie sich dabei gedacht hat. Mrgreen

Zitat:Vielleicht. Passend ist es auf alle Fälle und das "wahr" find ich auch recht berührend, wobei ich die Andeutung "weil ich ihn brauche zum Überleben" auch irgendwie "naja" fand. Soll also heißen, Katniss hat wirklich den genommen, der ihr Überleben sichert und es ging gar nicht sooooo um Peeta selbst? Toll.

Oder: sie kann ohne ihn, und zwar ganz genau ihn, ihren Löwenzahn-Brotschenker, nicht mehr Leben? Ist das nicht Liebe? Wenn man den anderen einfach zum überleben braucht? Icon_smile
Immerhin hat Katniss auch mit ziemlich viel Trotz reagiert, als Gale das gesagt hat und eigentlich wusste ich ab da, er hat es entgültig mit ihr verscherzt.
Ich denke, Katniss lügt nicht, wenn sie "wahr" sagt - und ich finde das Ende so auch passend. Ist ja auch schon der Epilog, nicht wahr, da hat es mich nicht gestört, als es erzählend wurde. Die Aussage ist doch irgendwo: alles Leben mündet in neuem Leben (wobei das ja schon wieder ein bisschen aus dem Hut gezaubter wirkte auf mich, denn dieser Kreislauf war ja nicht gerade das Kernthema des Buches - Kinder allerdings ansich, haben schon eine große Rolle gespielt, allein, wenn man an die Spiele denkt).

Zitat:Insgesamt betrachtet ist Panem für mich nur eine Bestätigung von "Gut und Böse" gibts ned wirklich und jeder hat so seine Absichten. Nix ist so einfach zu entscheiden und wer weiß, vielleicht wurden die Entscheidungsträger der Arena auch nur knapp überstimmt? Vielleicht war die Idee damals gar ned so unklug und richtig, um schlimmeres zu vermeiden? Rebellen und das Kaptiol halten sich für mich, wie gesagt letztendlich die Waage. "Besser" gibts für mich schon fast nicht, weil es auf beiden Seiten auch "nette" gab und geben wird.
"Jeder hat seine Hintergedanken"- würde ich als Aussage unterschreiben. "Gut und Böse gibts nicht wirklich" nicht so ganz - zwar schon, wenn man z. B. an Katniss Make-Up-Team denkt, die ja sehr lieb waren und trotzdem so gedankenlos, aber trotzdem ist ein System, das andere Menschen unterdrückt, um selbst gut Leben zu können, für mich immer "böse".
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Entscheidung damals ebenfalls sehr knapp ausgefallen ist - aber das ändert eben nichts daran, dass sie die Unterdrücker sind und nicht die Distrikte, da können sie noch so sehr stabile Verhältnisse wollen und anstreben. Was soll denn "Schlimmeres" sein? Schlimm für's Kapitol ist doch nur der Sturz der eigenen Vormachtsstellung. Damit möchte ich nicht sagen, dass die einzelnen Menschen auf beiden Seiten per se gut oder böse sind, Menschen gibt es in allen Graustufen - und die "gute" oder die "böse" Seite färbt nicht unbedingt auf deren Charakter ab. Ändert aber nichts daran, dass ich es als richtig empfinde ein unterdrückendes System zu stürzen, allerdings heiligt der Zweck nicht die Mittel - deshalb haben die Rebellen ja gegen Gales Willen, die Bahntunnel aus der Festung offen gelassen.

Was ich noch erwähnen wollte:

Letztendlich gab es ja doch ein paar Andeutungen über die Welt vor Panem, über zerstörte/labile Atmosphäre, Kampfflugzeuge, Republiken ... all das kam erst im letzten Band. Hättest du dir vorher mehr davon gewünscht? Eigentlich schien nur Plutarch ernsthaft darüber Bescheid zu wissen, oder lernt man einen Teil davon auch in Panem in der Schule? Dann hätte man durchaus öfter mal etwas durchscheinen lassen können, also besser verteilt und nicht alles auf einmal. Ich finde aber gut, dass es bei den Andeutungen geblieben ist. So fügen sich die Infos gut ein, stechen nicht als Fremdkörper heraus und der Leser muss/darf sich selbst ein, zwei Gedanken machen.

Gut hat mir übrigens das Brotthema von Panem gefallen (mir war schon voher aufgefallen, dass "Panem" "Brot" bedeutet) - jedes Distrikt hatte dementsprechend ein eigenes Brot und die Spiele waren halt die ... Spiele dazu. Vielleicht hätte man aus dem Thema noch mehr machen können, den Brottypen eine zentralere Rolle einräumen können, aber vielleicht wäre das auch des Guten zu viel gewesen. Was denkst du?

Das "Wahr/Falsch"-Spiel empfand ich als ein tolles Motiv, aber es kam erst sehr spät auf, um dann am Ende eine so große Rolle zu spielen (Du liebst mich? Wahr oder Falsch?). Das empfand ich dann als ein bisschen künstlich, hätte mir gewünscht, dass die das schon früher, vielleicht in Distrikt 13, erfunden hätten - aber andererseits hat sich da ja nie die Gelegenheit ergeben ...

Bester Satz für mich:
"Und dann sah ich auf den Großbildschrimen live, wie ich erschossen wurde." (so, oder so ähnlich. Icon_wink)

Zitat:=> Surreal ist eigentlich nicht ganz sooo mein Ding. Aber ja, es scheint ja viele Interessenten zu geben.
Musst ja nicht mitmachen, dann finden wir schon was anderes. Icon_smile (z. B.: Schack - Urheber- und Urhebervertragsrecht Icon_ugly )

Viele, liebe Grüße!


Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2021 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme