Es ist: 13-04-2021, 21:03
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Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Beitrag #1 |

Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Sanyasala, Akt zwei ist zumindest zum Großteil fertiggestellt, da will ich mal gleich die Kritik (zu diesem zugegeben langem Teil - entschuldigt bitte!) einheimsen und treuen Lesern meine Lieblingscharaktere des Projektes vorstellen: Die Nornen! Viel Spaß!



Akt 2 (Teil 1 von x)

„... und schließlich ist er so wütend geworden, dass er sich eingeschlossen hat!“ Verdandi kicherte und schob das Schiffchen in zügigen Bewegungen weiter. Das Gewebe war beinahe fertig und ihr Feierabend nahe. Skuld hingegen kämpfte so sehr mit ihrer Spindel, dass ihr die widerspenstigen Locken aus dem Zopf flohen. Das hinderte sie allerdings nicht daran, ihre Aufmerksamkeit vom Getratsche ihrer älteren Schwester fernzuhalten.
„Du weißt, was ich mir damals erdacht habe“, bemerkte sie mit einem boshaften Grinsen. „War das etwa keine gute Idee?“
„Fies war es!“, entgegnete Verdandi und lächelte nach einem verstohlenen Seitenblick Urd zu. „Fast hätte auch noch das Nebenhaus Feuer gefangen – weißt du, seine Frau hat dann versucht, ihn auszuräuchern.“
Die dritte der Nornen, die bislang stumm lauschend auf ihre sich rasch bewegenden Stricknadeln geschaut hatte, sah nun auf. Der Schatten des Weltenbaumes, an dessen Wurzeln sie saßen, ebnete einige der Falten auf der gerunzelten Stirn.
„Ausräuchern? Sapperlot, das wäre mir damals nicht eingefallen. Törichte Scherze der Sterblichen!“
„Ach, aber es wäre doch langweilig, wenn sie einfach so ihre Schicksale akzeptieren würden, oder?“ Munter griff Verdandi nach ihrem knöchernen Webkamm. „Wo bleibt dann für uns der Spaß?“
„Spaß!“, rief Urd aus und ihre heisere Stimme verfiel in ein Husten. Beflissen schob Verdandi ihrer Schwester den Wasserkrug zu, den die älteste Norne hastig ergriff.
„Deine Erscheinung wird auch nicht jünger“, murmelte Verdandi, während Urd ein paar Schlucke trank. „Vielleicht solltest du dir doch überlegen, dir eine etwas jüngere zuzulegen?“
„Papperlapapp!“ Urd packte, nach einem Blick zu dem mächtigen Baumstamm, an dem die verschiedensten gefertigten Schicksale angebracht waren, entschlossen ihr Strickzeug. „Wo bleibt denn da die Tradition? Seitdem der erste Moment für die Sterblichen vergangen ist, ist dies meine Gestalt – und in nochmal dreitausend Jahren wird sich das auch nicht ändern, verstanden?“
„Wir dürfen ja auch nicht“, maulte Skuld und zupfte an ihrer Tunika, die sie im Brustbereich ungeschickt mit Tüchern ausgestopft hatte. „Soll ich ewig wie ein verzogenes Gör aussehen?“
„Wenn du endlich gelernt hast, deine Spindel zu führen, darfst du meinetwegen ein Stück wachsen“, stichelte Urd.
„Die ist total bekloppt, kann ich es nicht einmal mit Nähen probieren?“
„Nähen! Eine Norne ist doch keine Flickenschneiderin! Solange ich hier die Älteste bin – und das wird ewig so bleiben! – wirst du dich nicht an Schicksalsstoff versuchen, verstanden? Der wäre sowieso viel zu kompliziert herzustellen.“
„Sagst du bloß, weil du es nicht hinkriegst, du verbohrte alte Schachtel!“, giftete Skuld und warf die Garnspule auf die mit Heidekraut gepolsterte Erde.
„Spiel dich nicht auf wie eine Könnerin, du kleiner bissiger Nichtsnutz! Ich habe mehr Erfahrung als du!“
„In den beschiss...“
„Hey, hey, Schwestern!“, fuhr Verdandi dazwischen. Sie seufzte, während die anderen beiden sich giftig anstarrten. „Lasst uns nicht schon wieder streiten, langsam brauche ich mal eine Pause davon.“
„Und ich brauch hiervon eine Pause!“ Skuld wies klagend auf das Spinnzeug.
„Morgen basteln wir zusammen weiter an dem Spinnrad“, versprach Verdandi, um das aufbrausende Gemüt der Jüngsten zu kühlen. „Aber bis dahin brauchen wir noch einige Schicksale. Urd und ich können ja nicht deine ganze Arbeit übernehmen.“
„Stimmt genau, obwohl du eigentlich nicht viel leis...“
„Urd!“
„Entschuldige, Verdandi“, sagte Urd eisig und erhöhte das Tempo ihrer Stricknadeln. Eine kurze Pause entstand, in der Skuld sich zusammenriss und, mit einem letzten bösen Blick auf ihre älteste Schwester, die Spindel aufhob. In dem Schweigen war nur ein Klappern zu hören und das Weben des Schiffchens ...
„Haha!“, durchbrach Verdandi triumphierend die Stille. „Oh, hoppla. Ich habe nur endlich das Muster perfekt hinbekommen.“ Sie wies auf den Webrahmen. „Die Frau wird die Liebe ihres Lebens tatsächlich finden und für immer glücklich werden – für den Rest ihres Lebens zumindest.“
„Toll“, murmelte Urd, die von sterblicher Liebe ungefähr genauso viel hielt wie von Skulds Ungehorsam.
„Langweilig“, kommentierte Skuld und rupfte lustlos an dem verhedderten Garn. „Ein bisschen Aufregung sollte doch wirklich in jedem Schicksal vorhanden sein. Ein paar Langweiler sind ja immer dabei, aber wenn wirklich gar nichts passiert ...“
Seufzend griff Verdandi nach neuer Wolle.
„Schon gut“, lenkte sie ein. „Dann stirbt halt das erste Kind an ... für wann war die nächste Seuche jetzt geplant?“
Ein leises Knacken unterbrach die Arbeit der Nornen – über den Teppich abgefallenen Zweigen, Laub und Heidekraut kam eine schattig gekleidete Gestalt auf die drei Schwestern zu.
„Ich fürchte, für später“, sagte Tods Frau und klang dabei etwas betrübt, denn Seuchen waren eigentlich wunderbare Sachen für ihren Mann.
Verdandi fasste sich als erste und sprang von ihrem Webstock auf.
„Lange nicht gesehen“, begrüßte sie sie und lächelte herzlich. „Seit ... große Güte, seit dem Vorfall mit dem Helden nicht mehr!“
Nun bekam auch Urd ihre Kiefer wieder unter Kontrolle und schob die Kauleiste zusammen.
„Setz dich doch“, trug sie zur Gastfreundschaft bei. „Skuld, füll den Krug für die gute Dame!“
Auch die jüngste Norne schien sich wieder gefangen zu haben und stand widerspruchslos auf, während ihre Besucherin sich auf einer der bankartigen Wurzeln niederließ.
„Vielen lieben Dank“, sagte Tods Frau warm, als Skuld ihr Wasser hinstellte. „Ihr lebt ja recht abgeschieden. Bist du größer geworden, liebe Skuld?“
„Ähm ...“
„Oh, tut mir Leid, das frage ich einfach immer so – wie dumm von mir.“ Die Besucherin gönnte sich einen Schluck und wandte sich dann den Nornen zu. „Wisst ihr, so gerne ich eure Gesellschaft genieße, bin ich aus einem bestimmten Grund gekommen.“
Urd und Verdandi blickten sich vielsagend an, Skuld setzte – ganz gegen ihre Gewohnheit – ein freundliches Lächeln auf. Sie alle hatten gewusst, dass dieser Tag kommen würde.
„Wie können wir dir helfen, meine Liebe?“, fragte Urd freundlich. „Selbstverständlich tun wir alles in unserer Macht Stehende.“
Tods Frau strich sich über den Rock und lächelte säuerlich. Die Freundlichkeit der Schicksalsgöttinnen war gewiss nicht nur gespielt, aber hinter diesem Treffen stand ein Geschäft – ein Geschäft, das auf Gefallen basierte, und dies war grundsätzlich gefährlich, weil es bindender sein konnte als ein Pakt mit Lilith.
„Tatsächlich“, begann Tods Frau, „habe ich ein kleines Problem ... Es geht um einige Sterbliche – genau genommen sind sie schon tot und spuken jetzt in der Unterwelt herum.“
Verdandi verzog fragend das Gesicht.
„Tote Sterbliche?“
„Junge Mädchen und Frauen, um präzise zu sein. Sie haben sich selbst meinem Mann gegeben.“ Ärger klang aus den Worten und verriet mehr als langwierige Erklärungen.
Betroffen wandte die sanfte Verdandi ihr Gesicht ab, in Urds vertieften sich sämtliche Falten, als sie es verzog, und Skuld fing an zu husten.
„Ich verstehe deine ... dein Problem“, erwiderte Verdandi mit ehrlichem Mitleid. „Aber frage dich doch selbst: Machst du dir nicht unnütze Sorgen?“
„Ich wünschte, ihr könntet mir das beantworten“, seufzte Tods Frau. „Aber bedauerlicherweise besitzen kosmische Mächte keine Schicksale, sondern lediglich Existenzen – oder aber zum Glück. Wir können den Verlauf beeinflussen.“ Ihr Blick fiel eisgrau auf jede der Nornen, die bedrückt schwiegen, bis Urd sich schließlich erhob.
„Tut mir Leid, aber wir können dir nicht helfen.“
„Nicht?“
„Wir sind Schicksalsgöttinnen, keine Halbgötter – wir dürfen uns nicht einmischen, und das weißt du.“ Verdandis Stimme war so sanft wie möglich und man merkte ihr an, wie ungern sie ablehnte – aber da gab es keinen Ausweg.
„Gesetz ist Gesetz“, bekräftigte Skuld kleinlaut. „Sonst hätten wir ja gerne ...“
Urd zischte sie mit nur halbem Eifer an und zuckte mit den Schultern. Tods Frau rührte sich nicht vom Fleck.
„Das“, antwortete sie langsam, „ist aber sehr schade.“
„Sehr bedauerlich“, stimmte Urd zu und ihre Stimme gewann an Kraft. „Aber leider nicht zu ändern – es sei denn, du wärst die erste, der der Schöpfer unseres kosmischen Gleichgewichts erscheint und für die er etwas abwandelt.“
„Unwahrscheinlich“, kommentierte Tods Frau tonlos. „Aber, meine lieben Nornen, ich denke, es wird sich eine Lösung finden lassen.“
„Ach?“, entfuhr es Verdandi neugierig. „Und du hast schon einen Plan?“
Tods Frau erhob sich in einer eleganten Bewegung und lächelte sie kühl an.
„Nein, aber ihr werdet sicherlich einen fassen, schließlich ... schuldet ihr mir noch einen Gefallen.“
Niedergeschlagen ließ Verdandi die Schultern hängen.
„Ja“, murmelte Urd. „Das haben wir nicht vergessen.“
„Na also. Dann werde ich ja bald von meinem Problem befreit sein.“ Tods Frau stand auf und schritt zu dem Baumstamm, dessen Rinde unter den vielen gestrickten, gewebten und gesponnenen Schicksalen kaum noch zu sehen war.
„Nun ja ...“, fing Verdandi da an und leckte sich nervös über die Lippen. „Wir könnten ja eventuell ... Aber das wäre schon gefährlich nahe am Rande der kosmischen Illegalität ...“
„Was tun?“ Tods Frau drehte sich rasch zu ihr um.
„Hm, es gibt da gewissermaßen“, Urd hustete und sprach nur äußerst widerwillig weiter, „eine Grauzone, die wir, hm, ausnutzen könnten.“
„Ja, eine Grauzone“, betonte Skuld und verzog den Mund. „Wir könnten, jetzt rein theoretisch betrachtet ... die Toten in Geister verwandeln.“
„Geister?“ Tods Frau lächelte immer breiter. „Geister, die über die Erde wandeln?“
„Ja, genau, zu ewigem Umherziehen verflucht. Allerdings geht das nicht so einfach.“
Die Miene der Besucherin verdüsterte sich.
„Ein Opfer“, beeilte sich Verdandi zu erklären. „Wir brauchen ein Menschenopfer, das den Fluch wirksam macht.“
Tods Frau wandte sich auf dem Absatz um und deutete in einer weiten Geste auf die Schicksale.
„Auswahl habt ihr doch“, sagte sie besser gelaunt.
„Das Schicksal muss aber passen“, mahnte Urd. „Ändern können wir schließlich nichts! Und wir haben schon ziemlich viel vorgearbeitet, also wenn du nicht warten willst ...“
Mit einem schon halb erleichterten Lächeln strich Tods Frau über die verschiedenen Schicksale und wanderte so an dem Stamm entlang. Bei einem besonders komplizierten Muster blieb sie schließlich stehen und tippte auf die sorgsam gestrickte Fläche.
„Was ist mit dem hier?“

Fortsetzung folgt

Ich bin mir noch nicht sicher, wieviele Teile es werden - kommt auf die Brüche drauf an. Aber hier ist schon einmal der erste Teil des zweiten Aktes - mal schauen, wie er so ankommt, mit den neuen Charakteren *hibbel*
Besonders spannend ist für mich natürlich:
- Wie kommen die Nornen rüber?
- Ändert sich die Sicht auf Tods Frau?
- Bekommt man die Kurve zu der Geschichte aus dem Prolog? (Mit dem Gefallen, dem Vorfall in der Unterwelt, ...)?

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #2 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Hi Trinity,
juhu, Erster. Ich fang einfach mal an. Icon_smile

Zitat:Oh, hoppla. Ich habe nur endlich das Muster perfekt hinbekommen.“ Sie wies auf den Webrahmen. „Die Frau wird die Liebe ihres Lebens tatsächlich finden und für immer glücklich werden – für den Rest ihres Lebens zumindest.“

Norne zu sein stelle ich mir bisher ziemlich spaßig vor. Icon_cool

Zitat:über den Teppich abgefallenen Zweigen, Laub und Heidekraut

Da fehlt ein "von" oder ein "aus" oder welche Präposition auch immer.

Zitat:Bist du größer geworden, liebe Skuld?

Ich weiß nicht, fragt man so etwas? Das sieht man doch!

Zitat:das frage ich einfach immer so

Meinst du "immer einfach so" oder "einfach immer auf diese Weise"? Irgendwie gefällt mir die Stelle nicht ganz. Aber das ist Kritik auf höchstem Niveau, weil ich sonst praktisch nichts finde. Pro

Zitat:Und wir haben schon ziemlich viel vorgearbeitet, also wenn du nicht warten willst ...“

Hach, die Nornen kann ich mir so richtig gut vorstellen, wie sie den ganzen Tag an dem Weltenbaum sitzen und sich einen ablachen über "tolle" Schicksale. Icon_smile

So. Durch.
Hat mir recht gut gefallen, der Stil war klar und ich finde, die Witze sind dezent gesetzt und nicht zu viele - was mir gefällt, denn die, die du eingebaut hast, passen sehr gut in die Geschichte und sind nicht unlustig.
So, nun zu deinen Fragen.
Wie die Nornen rübergekommen sind, habe ich ja schon ein bisschen angedeutet, insgesamt gefallen mir die drei sich zankenden Schwester gut.

Zitat:Ändert sich die Sicht auf Tods Frau?

Lustig, dass du das fragst. Da kann ich nämlich auf jeden Fall ein definitives Ja setzen. Schon bevor ich die Frage gelesen habe und recht früh im Text ist mir das aufgefallen. Da hab ich mir gedacht, ich muss unbedingt anmerken, dass dieser Charakter auf einmal ganz anders gezeigt wird. Mal sehen wie´s weitergeht mit Tods Frau...

Zitat:Bekommt man die Kurve zu der Geschichte aus dem Prolog? (Mit dem Gefallen, dem Vorfall in der Unterwelt, ...)?

Der Prolog ist doch die Geschichte mit Okonor?! Da ist mir kein Gefallen und keine Unterwelt aufgefallen... Auch im ersten Kapitel nicht...

Insgesamt hat mir die Geschichte, wie gesagt, gut gefallen, sie liest sich sehr flüssig.
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #3 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Sanyasala rex,

schön dich hier so schnell zu sehen - ich hatte echt ein schlechtes Gewissen, weil ich ja schon lange mal diesen Teil einstellen wollte Icon_wink

(17-04-2011, 14:42)rex noctis schrieb: juhu, Erster. Ich fang einfach mal an. Icon_smile
Icon_smile

Zitat:
Zitat:Oh, hoppla. Ich habe nur endlich das Muster perfekt hinbekommen.“ Sie wies auf den Webrahmen. „Die Frau wird die Liebe ihres Lebens tatsächlich finden und für immer glücklich werden – für den Rest ihres Lebens zumindest.“

Norne zu sein stelle ich mir bisher ziemlich spaßig vor. Icon_cool
Ich mir auch Mrgreen Einer der Anreize für die drei Chaotinnen.

Zitat:
Zitat:über den Teppich abgefallenen Zweigen, Laub und Heidekraut

Da fehlt ein "von" oder ein "aus" oder welche Präposition auch immer.
O, stimmt.
Zitat:
Zitat:Bist du größer geworden, liebe Skuld?

Ich weiß nicht, fragt man so etwas? Das sieht man doch!
... sie ist eine Norne. Sie wächst nicht.
Aber Tods Frau ist so auf höflich erzogen, oder auch geschaffen, dass sie das tantenmäßig fragt. Und dann erst darüber nachdenkt Icon_wink

Zitat:
Zitat:das frage ich einfach immer so

Meinst du "immer einfach so" oder "einfach immer auf diese Weise"? Irgendwie gefällt mir die Stelle nicht ganz. Aber das ist Kritik auf höchstem Niveau, weil ich sonst praktisch nichts finde. Pro
Stimmt, es ist keinesfalls optimal. Hm, wie wäre es mit "Über die Floskel habe ich gerade nicht nachgedacht" oder "Das ist nur so eine Floskel"?

Zitat:
Zitat:Und wir haben schon ziemlich viel vorgearbeitet, also wenn du nicht warten willst ...“

Hach, die Nornen kann ich mir so richtig gut vorstellen, wie sie den ganzen Tag an dem Weltenbaum sitzen und sich einen ablachen über "tolle" Schicksale. Icon_smile
... und sich zanken Mrgreen Jetzt weißt du, warum ich die so gerne mag!

Zitat:So. Durch.
Hat mir recht gut gefallen, der Stil war klar und ich finde, die Witze sind dezent gesetzt und nicht zu viele - was mir gefällt, denn die, die du eingebaut hast, passen sehr gut in die Geschichte und sind nicht unlustig.
Das freut mich. Ich bin mit diesem Stück gerade fast am zufriedensten - es ist eben dieser Stil, den ich generell mit "Epic Nick" anstrebe ... Wenn das ankommt, umso besser! Icon_smile

Zitat:Wie die Nornen rübergekommen sind, habe ich ja schon ein bisschen angedeutet, insgesamt gefallen mir die drei sich zankenden Schwester gut.
Das war hier fast die Hauptsache Mrgreen

Zitat:
Zitat:Ändert sich die Sicht auf Tods Frau?

Lustig, dass du das fragst. Da kann ich nämlich auf jeden Fall ein definitives Ja setzen. Schon bevor ich die Frage gelesen habe und recht früh im Text ist mir das aufgefallen. Da hab ich mir gedacht, ich muss unbedingt anmerken, dass dieser Charakter auf einmal ganz anders gezeigt wird. Mal sehen wie´s weitergeht mit Tods Frau...
Auf der einen Seite die liebe Frau, auf der anderen auch eine kosmische Macht ... Mir ist lustigerweise aufgefallen, dass ich alle Figuren, die die Handlung weitertreiben, aber sich anschließend im Hintergrund halten, kurz vorher scheinbar "offenbare" - eine interessante Facette zeige. Mal sehen ...

Zitat:
Zitat:Bekommt man die Kurve zu der Geschichte aus dem Prolog? (Mit dem Gefallen, dem Vorfall in der Unterwelt, ...)?

Der Prolog ist doch die Geschichte mit Okonor?! Da ist mir kein Gefallen und keine Unterwelt aufgefallen... Auch im ersten Kapitel nicht...
Hm, aber die Sache mit dem Gefallen in diesem Teil hat dich nicht gestört, dass sie so schwammig ist? Dann wäre auch gut - im Prolog wird Okonor von Roller erzählt, dass Rollers Kollegen damals in die Unterwelt wanderten - und einer zuviel, und dass Tods Frau dann den Nornen geholfen hat. Das wäre so die Erklärung dafür, dass die drei ihr einen Gefallen schulden.

Zitat:Insgesamt hat mir die Geschichte, wie gesagt, gut gefallen, sie liest sich sehr flüssig.
rex
Das freut mich sehr - danke für deine Kritik und deine Treue bei Epic Nick! Icon_smile#

Alles Liebe,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #4 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
So, dann werde ich noch mal deine Fragen beantworten.

Zitat:
Zitat:
Zitat:das frage ich einfach immer so

Meinst du "immer einfach so" oder "einfach immer auf diese Weise"? Irgendwie gefällt mir die Stelle nicht ganz. Aber das ist Kritik auf höchstem Niveau, weil ich sonst praktisch nichts finde. Pro

Stimmt, es ist keinesfalls optimal. Hm, wie wäre es mit "Über die Floskel habe ich gerade nicht nachgedacht" oder "Das ist nur so eine Floskel"?

Das finde ich ein bisschen steif, was Besseres fällt mir gerade aber leider auch nicht ein.

Zitat:Hm, aber die Sache mit dem Gefallen in diesem Teil hat dich nicht gestört, dass sie so schwammig ist?

Ich habe gerade nochmal den Prolog gelesen und hab´s dann gelesen.
Also wenn der überhaupt nicht mehr erwähnt wird, dann ist das vielleicht schon etwas zu schwammig, vielleicht kann Tods Frau ja irgendwie sagen: "ihr wisst schon, das mit dem einen Typen, den ich für euch wieder aus der Unterwelt geholt habe", oder so. Oder aber du erwähnst es später, sollten Tods Frau oder die Nornen nochmal auf Roller treffen. Musst du wissen.

Zitat:
Zitat:Insgesamt hat mir die Geschichte, wie gesagt, gut gefallen, sie liest sich sehr flüssig.
rex

Das freut mich sehr - danke für deine Kritik und deine Treue bei Epic Nick! Icon_smile#

Alles Liebe,
Trin

Keine Ursache. Icon_smile Gerne gelesen.
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #5 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Hallo Trinity,

da ist endlich deine Fortsetzung und an der spannendsten Stelle hörst du auf. Wie gemein! Mir hat auch dieser Teil gefallen, obwohl er wie ich finde, nicht so stark war wie die ersten beiden.

Die Nornen scheinen eine sehr lustige Runde zu sein und mir geht es ähnlich wie Rex. Ich finde sprachlich gar nichts zu kritisieren. Wenigstens Tippfehler könntest du doch machen, damit die Kommentare nicht so kurz ausfallen! Icon_lol

Es liest sich sehr flüssig und macht Spaß. Allerdings fand ich den Anfang ein wenig langatmig - dort wo sie so viel gesprochen haben. Ich habe nichts gegen wörtliche Rede, aber ich finde du könntest auch einen Teil des Gesprächs auslassen. Das hängt aber natürlich ganz von dir ab.

Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung (wann kommt sie?), denn ich denke, dass wir jetzt zum hauptsächlichen Hauptcharakter kommen. Ich kann es nicht erwarten ihn und sein kompliziertes Schicksal kennen zu lernen.

Ach so und ich frage mich warum du die Texte immer so kurz machst? Willst du den Leser nicht überfordern? Einerseits finde ich es gut, weil es anstrengen ist am PC zu lesen und das Kommentieren von langen Texten ist schwieriger, aber ich denke nicht, dass noch ein paar Absätze mehr schaden würden. Wenn es spannend ist, dann macht eine Seite mehr den Leser nur noch glücklich Icon_smile Zumindest würde es mich glücklicher machen.
Das war's dann auch. Bis zum nächsten Teil.

Meluse


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Beitrag #6 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Sanyasala Meluse,

wow, ein toller Kommentar! Die Fortsetzung kommt demnächst, ich feile noch ein wenig daran herum ... *säg säg*
Ich mache es hauptsächlich der Kommentatoren wegen so kurz, aber wenn du meinst, kann ich natürlich auch mal etwas Längeres einstellen ... ich denke gerade an den nächsten Part Icon_smile

Danke schön!
Gruß,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #7 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Hi Trin,

endlich komme ich dazu, mal zu sehen, wie es hier weitergeht. Icon_jump

Zitat: „Spaß!“, rief Urd aus und ihre heisere Stimme verfiel in ein Husten.

Ich komme ein bisschen durcheinander mit den Namen, zuerst dachte ich Urd wäre eine Frau aus der Geschichte, die sich sich erzählen. Icon_panik Aber du hast weiter oben, den Namen nur so "eingeschoben". Vielleichts liegts an mir, dass ich das zuerst nicht verstanden habe, aber wenn das den anderen auch so geht, würd ich eher oben den Einschub weglassen.

Zitat: „Lasst uns nicht schon wieder streiten, langsam brauche ich mal eine Pause davon.“

Also ich find das Gestreite lustig. Icon_lol

Zitat: „Haha!“, durchbrach Verdandi triumphierend. „Oh, hoppla. Ich habe nur endlich das Muster perfekt hinbekommen.“

Sie durchbricht das Schweigen oder? Hmm, ich find den Satz ein wenig „unvollständig“ so für sich alleine. Vielleicht das klassische „die Stille“ einfügen?

Zitat: freundlich. „Selbstverständlich tun wir alles in unserer Macht Stehende.

Schreibt man das hier wirklich groß?

Zitat: Verdandis Stimme war so sanft wie möglich und man merkte ihr an, wie ungern sie ablehnte – aber da gab es keinen Ausweg:

Den Doppelpunkt versteh ich nicht. Meinem Verständnis nach müsste ein einfacher Punkt doch reichen, oder?

Zitat: Wie kommen die Nornen rüber?

Ich find sie symphatisch irgendwie. Gerade das humorige Geplänkel zu beginn, bringt sie mir irgendwie nah, find ich.

Zitat: Ändert sich die Sicht auf Tods Frau?

Also für mich nicht wirklich, muss ich sagen. Das was sich ändert ist, das sie jetzt nicht nur eine Statistin ist, sondern aktiv ins Geschehen eingreift. Ansonsten konnte ich sie bisher nicht gut genug kennenlernen, um da noch mehr zu sagen zu können. Aber bei den vielen Darstellern die du hast, ist das ja praktisch unmöglich jeden intensiv vorzustellen. Dadurch das sie jetzt „aktiv“ wird, bekommt sie aber auf jeden Fall mehr Charakter.

Zitat: Bekommt man die Kurve zu der Geschichte aus dem Prolog? (Mit dem Gefallen, dem Vorfall in der Unterwelt, ...)?

Ich find schon. Ich konnte Tods Frau Problem mit den toten Mädchen gut dem Pakt mit Lilith zuordnen. Nur mir persönlich sind im Moment Okonor und seine Zombies irgendwie abhanden gekommen. Aber das kann ja noch werden.

Ja, ich glaub ich brauch kein allzulanges Fazit zu schreiben, ich hab ja zu deinen Fragen recht viel gesagt, find ich. Wie gesagt, ich find die Nornen symphatisch und toll eingeführt, Tods Frau bringt irgendwie Spannung in diese Szene und ich vermissse Okonor. Aber wie heißt es so schön: Abwarten und Tee trinken. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #8 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Sanyasala,

endlich komme ich auch mal dazu, deinen freundlichen Kommi zu beantworten Icon_smile

(19-06-2011, 14:06)LadydesBlauenMondes schrieb:
Zitat: „Spaß!“, rief Urd aus und ihre heisere Stimme verfiel in ein Husten.

Ich komme ein bisschen durcheinander mit den Namen, zuerst dachte ich Urd wäre eine Frau aus der Geschichte, die sich sich erzählen. Icon_panik Aber du hast weiter oben, den Namen nur so "eingeschoben". Vielleichts liegts an mir, dass ich das zuerst nicht verstanden habe, aber wenn das den anderen auch so geht, würd ich eher oben den Einschub weglassen.
Hm, okay. Ich schau mal, wie andere darauf reagieren, das Problem haben meine Betaleser bislang nicht gehabt (boah, wie professionell das klingt *g*).

Zitat:
Zitat: „Lasst uns nicht schon wieder streiten, langsam brauche ich mal eine Pause davon.“

Also ich find das Gestreite lustig. Icon_lol
Icon_jump Ich auch.

Zitat: „Haha!“, durchbrach Verdandi triumphierend. „Oh, hoppla. Ich habe nur endlich das Muster perfekt hinbekommen.“

Zitat:Sie durchbricht das Schweigen oder? Hmm, ich find den Satz ein wenig „unvollständig“ so für sich alleine. Vielleicht das klassische „die Stille“ einfügen?
Stimmt, da habe ich wohl irgendetwas übersehen *lupe*
Zitat:
Zitat: freundlich. „Selbstverständlich tun wir alles in unserer Macht Stehende.

Schreibt man das hier wirklich groß?
Hm, würde ich eigentlich sagen. So wie "etwas Besonderes" oder "alles Gute".

Zitat:
Zitat: Verdandis Stimme war so sanft wie möglich und man merkte ihr an, wie ungern sie ablehnte – aber da gab es keinen Ausweg:

Den Doppelpunkt versteh ich nicht. Meinem Verständnis nach müsste ein einfacher Punkt doch reichen, oder?
Eigentlich schon, aber ich wollte eine Verknüpfung herstellen zu dem, was Skuld sagt. So nochmal für alle, die nicht in meinen Gehirnwindungen stecken und es vielleicht überlesen oder so. Aber du hast recht, eigentlich sieht es doof aus.

Zitat:
Zitat: Wie kommen die Nornen rüber?

Ich find sie symphatisch irgendwie. Gerade das humorige Geplänkel zu beginn, bringt sie mir irgendwie nah, find ich.
Schön Icon_jump

Zitat:
Zitat: Ändert sich die Sicht auf Tods Frau?

Also für mich nicht wirklich, muss ich sagen. Das was sich ändert ist, das sie jetzt nicht nur eine Statistin ist, sondern aktiv ins Geschehen eingreift. Ansonsten konnte ich sie bisher nicht gut genug kennenlernen, um da noch mehr zu sagen zu können. Aber bei den vielen Darstellern die du hast, ist das ja praktisch unmöglich jeden intensiv vorzustellen. Dadurch das sie jetzt „aktiv“ wird, bekommt sie aber auf jeden Fall mehr Charakter.
Das ist etwas, womit ich arbeiten kann - und zufrieden bin Icon_smile Der Charakter ist ja nicht unbedingt nur positiv wie man aus dem vorherigen Teil denken könnte, aber das ist nunmal Tods Frau, also ...

Zitat:
Zitat: Bekommt man die Kurve zu der Geschichte aus dem Prolog? (Mit dem Gefallen, dem Vorfall in der Unterwelt, ...)?

Ich find schon. Ich konnte Tods Frau Problem mit den toten Mädchen gut dem Pakt mit Lilith zuordnen. Nur mir persönlich sind im Moment Okonor und seine Zombies irgendwie abhanden gekommen. Aber das kann ja noch werden.
Zombies als Anreiz für den Tod, den Pakt einzugehen, Zombies als Bedrohung für die Macht ... mehr sollte auch nicht sooo überdeutlich werden, zu diesem Zeitpunkt. Aber ich dachte bei der Frage vor allem an die Geschichte, die Roller erzählt - die mit dem Gefallen, dass Tods Frau einmal einen Helden aus der Unterwelt befreit hat, weil die Nornen einen Fehler gemacht hatten ... Im Prolog ist es die Plauderei eines Veteranen, aber man könnte als hier als Verknüpfung sehen. Erklärung, dass Tods Frau sich an die Nornen wendet. ... aber so wichtig ist es nicht allen, glaube ich.

Zitat:Ja, ich glaub ich brauch kein allzulanges Fazit zu schreiben, ich hab ja zu deinen Fragen recht viel gesagt, find ich. Wie gesagt, ich find die Nornen symphatisch und toll eingeführt, Tods Frau bringt irgendwie Spannung in diese Szene und ich vermissse Okonor. Aber wie heißt es so schön: Abwarten und Tee trinken. Icon_smile
Ja, sehr ausfürhlich, danke! Mir reicht vollauf, wenn die Nornen das Publikum erreichen und die Handlung nicht unterbewertbar wird.
Ein bisschen seltsam, dass Okonor so ein Publikumsliebling wird. Vielleicht sollte ich seine Rolle aufwerten, eigentlich war er als absolute Nebenfigur geplant *g* Als indirekter Anstoß für den Anfang und am Ende nochmal ... hups, Spoileralarm :D

Na, auf jeden Fall einen lieben Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast!
Alles Gute,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #9 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Hallo Trin,

neuer Teil, neue Figuren: Die Nornen. Sie gefallen mir in ihrer Zerstritten- und Verbissenheit sehr gut. Irgendwie haben sie etwas sehr Faszinierendes, wie sie dasitzen und sich Schicksale ausdenken, sie zusammenweben (aber nicht nähen dürfen *g*) und dann noch kleine Details ändern und sie an den Weltenbaum hängen. Das ist irgendwie cool, aber auch ziemlich bitter: Oh, das Leben ist zu langweilig. Nur habe ich nicht ganz verstanden, warum Urd nicht so gut nähen kann wie die anderen beiden.

Dann kommt Tods Frau und bittet sie, die Suizid-Frauen irgendwie aus dem Totenreich zu vertreiben. Die Lösung mit den Geistern ... okay Icon_wink Mal sehen, was daraus noch wird.

Dieser Teil liest sich für mich viel besser als der erste. Es wirkt, als wäre dir das Streitgespräch zwischen den drei Schwestern leicht von der Hand gegangen. Die Idee mit den Körpern finde ich sehr cool, sie haben sich den ausgesucht und könnten wachsen, aber es ist irgendwie auch verboten. Da bewegt sich deine Geschichte wunderbar durch die Grauzonen der Erkenntnis. Das mag ich.

Zu deinen abschließenden Fragen:
1. Wie sie rüberkommen, sollte beantwortet sein Icon_wink
2. Für mich hat sich die Sicht nicht verändert, nein. Aber das liegt vllt auch daran, dass ich
3. die Kurve zum Prolog nicht bekomme. Habe ich da etwas Grundlegendes überlesen? *grübel*

(Ohje, jetzt habe ich das Gefühl, wirklich etwas nicht verstanden zu haben.)

Anmerkungen:
Zitat:„Du weißt, was ich mir damals erdacht habe“
Warum so abgehoben und nicht einfach "ausgedacht" oder etwas in der Richtung? "Erdacht" klingt sehr poetisch.
Zitat:Der Schatten des Weltenbaumes, an dessen Wurzeln sie saßen, ebnete einige der Falten auf der gerunzelten Stirn.
Vom Bezug her passender wäre vllt "auf ihrer gerunzelten Stirn"
Zitat:„Deine Erscheinung wird auch nicht jünger“, murmelte Verdandi, während Urd ein paar Schlucke trank. „Vielleicht solltest du dir doch überlegen, dir eine etwas jüngere zuzulegen?“
Coole Idee!
Zitat:„Papperlapapp!“
und
Zitat:Sapperlot
Hast du noch mehr solche Wörter auf Lager? Ich finde sie klasse!
Zitat: „Ein bisschen Aufregung sollte doch wirklich in jedem Schicksal vorhanden sein. Ein paar Langweiler sind ja immer dabei, aber wenn wirklich gar nichts passiert ...“
*grinst* Yay, da ist auch wieder der Humor, der zuvor etwas rar geworden ist.
Zitat:„Dann stirbt halt das erste Kind an ... für wann war die nächste Seuche jetzt geplant?“
. . . das ist hart.
Zitat:über den Teppich abgefallenen Zweigen, Laub und Heidekraut kam eine schattig gekleidete Gestalt auf die drei Schwestern zu
"abgefallener Zweige, ..."
Aber dann passt es mit dem Anschluss nicht mehr, vllt: "über den Teppich aus abgefallenen Zweigen, ..."
Zitat:Aber frage dich doch selbst: Machst du dir nicht unnütze Sorgen?“
Markiertes klingt etwas ungelenk. Vllt lässt du es einfach weg?
Zitat:Und wir haben schon ziemlich viel vorgearbeitet, also wenn du nicht warten willst ...“
Mrgreen Schicksals-Streber!
Interessanterweise habe ich in der zweiten Hälfte der Teil meist kaum noch Anmerkungen. Als würde deine Konzentration dann steigen (oder meine sinken, aber davon will ich nicht ausgehen *g*)

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #10 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 1 von x)
Huhu Trin!

So, nach einer kurzen Pause, von der du sowieso nichts mitbekommen hast, mache ich mich an Kapitel 2

Aha, die Nornen. Nun schickst du also auch noch die nordische Mythologie ins Rennen. Hm. Mir ist das Kunterbunt zwar suspekt, aber ich schaue trotzdem mal Icon_wink

Zitat: Das hinderte sie allerdings nicht daran, ihre Aufmerksamkeit vom Getratsche ihrer älteren Schwester fernzuhalten.
Wenn es sie NICHT hindert, ihre Aufmerksamkeit FERNZUHALTEN, heißt das im Umkehrschluss, sie hält ihre Aufmerksamkeit auch fern? Rein vom Satzbau her würde ich schon sagen, aber sie führt das Gespräch ja, das heißt, sie hält ihre Aufmerksamkeit nicht fern.
Nach meinem Sprachverständnis (und wenn ich richtig annehme), müsste es heißen:
»Das hinderte sie allerdings nicht daran, ihre Aufmerksamkeit auf das Getratsche ihrer älteren Schwester zu richten« oder vergleichbares.

Zitat: „Vielleicht solltest du dir doch überlegen, dir eine etwas jüngere zuzulegen?“
Ich kenn mich jetzt gar nicht mit Nornen aus und würde sie auch nicht unbedingt dem Allgemeinwissen zuordnen – daher hat mich irritiert, dass hier einerseits gesagt wird, sie solle sich eine andere Erscheinung suchen, kurz darauf aber in den Raum geworfen wird, dass die Nornen sowas gar nicht dürfen? Wenn sieʼs eh nicht dürfen, warum dann der Vorschlag?

Zitat: „Wenn du endlich gelernt hast, deine Spindel zu führen, darfst du meinetwegen ein Stück wachsen“, stichelte Urd.
Legt eine der Nornen fest, was die anderen dürfen und was nicht? Wie gesagt, ich hab von der Mythologie sehr, sehr wenig Ahnung …

Zitat: „Nähen! Eine Norne ist doch keine Flickenschneiderin! Solange ich hier die Älteste bin – und das wird ewig so bleiben! – wirst du dich nicht an Schicksalsstoff versuchen, verstanden? Der wäre sowieso viel zu kompliziert herzustellen.“
Auch hier wieder: Hä? Die eine will nähen und die andere sagt, sie darf keinen Schicksalsstoff herstellen – der aber gewebt wird, weil eine Norne doch nicht näht? Wo ist da der Zusammenhang?

Ah, also eine strickt, die andere webt und die dritte spinnt das Garn?
Die Alte (Urd) strickt, die Junge (Skuld) spinnt und die in der Mitte (Verdandi) webt, okee, hab ich raus. Am Anfang hab ich mir die Namen gar nicht erst gemerkt, weils zu schnell hin und her ging. Aber jetzt bin ich so bissl drin.

Zitat: „Haha!“, durchbrach Verdandi triumphierend die Stille. „Oh, hoppla. Ich habe nur endlich das Muster perfekt hinbekommen.“
Im Hörbuch ist es natürlich keine Stolperstelle mehr und für viele andere Leser vermutlich auch nicht, aber für mich ist »Haha!« immer so ein spöttisches Auslach-Haha (wie das von Nelson bei den Simpsons). Als Triumphlaut wird es ja auf der zweiten Silbe betont, die erste bleibt kurz, was man aber nicht rauslesen kann. Wennʼs dich selbst auch stört, könnte man auch ein einfaches »Ha!« setzen
Aber warum: »Oh, hoppla«? Weil sie die Stille stört?

Zitat: über den Teppich abgefallenen Zweigen, Laub und Heidekraut kam eine
da fehlt ein »aus«

Zitat: denn Seuchen waren eigentlich wunderbare Sachen für ihren Mann.
So, ich weiß ich bin makaber … also zuerstmal stört das »eigentlich«, denn Seuchen SIND ja wunderbare Sachen – also für Tod – ohne wenn und aber. »eigentlich« heißt ja, dass noch ein »aber« kommt.
Und dann würde ich – weil mir die Sache mit der »hübschen Tasse Tee« echt gut gefallen hat, vorschlagen wollen:
»denn Seuchen waren eine hübsche Sache für ihren Mann.«
oder sowas in der Art.
(wobei ich sowas halt immer beim personalen Erzähler mache – also einen bestimmten Erzählton mit bestimmten Vokabular durchziehen), ich weiß nicht, ob das bei einem eher auktorialen Erzähler überhaupt so machbar ist.

Zitat: „Lange nicht gesehen“, begrüßte sie sie und lächelte herzlich.
klingt nicht so schön, vielleicht: »begrüßte sie ihren Gast / die Besucherin / den (unerwarteten) Besuch«

Zitat: Verdandi verzog fragend das Gesicht.
„Tote Sterbliche?“

Wenn Verdandi das sagt, würde ich keinen Absatz nach »Gesicht« machen.
Und wieso sind die Selbstmörderinnen noch Sterbliche? Kann man tot und sterblich sein? tot ist tot und man kann nicht mehr sterben, oder nicht? Demnach wäre man auch nicht mehr sterblich

Zitat: „Ich verstehe deine ... dein Problem“, erwiderte Verdandi mit ehrlichem Mitleid.
Ich irgendwie nicht. Vor der Sache mit Lilith gab es doch auch schon Selbstmörderinnen … warum auf einmal die Sorge? Nur weil es diesmal so viele sind? Die Dramatik der Situation geht mir momentan noch nicht auf

Zitat: „Wir sind Schicksalsgöttinnen, keine Halbgötter – wir dürfen uns nicht einmischen, und das weißt du.“
Ja, aber wenn da eh kein Schicksal ist, das sie verändern könnten, können sie ja eh nichts machen? *kopfkratz*

Zitat: „Hm, es gibt da gewissermaßen“, Urd hustete und sprach nur äußerst widerwillig weiter, „eine Grauzone, die wir, hm, ausnutzen könnten.“
Dadurch, dass du Tod dieses kleine »hm« bisher so oft in den Mund gelegt hast, ist es so eine schicke Eigenart von ihm gewesen. Wenn jetzt die Nornen auch so anfangen, degradierst du es wieder zu einem Lückenfüller, einem Lautmaler … das fände ich schade. Ich liebe es, wenn Personen bestimmte Sprachticks haben, so dass man sie sofort erkennt, auch wenn nicht dabei steht, wer was sagt. Daher würde ich persönlich das »hm« weitestgehend für Tod reservieren. Ist natürlich Geschmackssache Icon_wink


Oh, noch Fragen … schaun wir mal:

Zitat: - Wie kommen die Nornen rüber?
Teilweise eher verwirrend für mich, da sie für mich Neuland sind. Außerdem plappern sie viel belangloses Zeug, wirken also wie drei Tratschtanten, die halt da sitzen und spinnen. Ich persönliche habe jetzt keine großen Charaktermerkmale rauslesen können, dafür konnte ich sie von Anfang an zu wenig auseinanderhalten – sie kamen mehr so als Gruppe rüber, die halt zusammengehört. Wer was genau sagt schien mir eher zweitrangig, Hauptsache eine von ihnen sagt es.
Ansonsten sind sie (noch) blass. Sie weben die Schicksale und lassen sich ziemlich schnell überreden, auch mal was verbotenes zu tun. Damit passen sie sich der allgemeinen Einstellung hier an, Bündnisse, Pakte, Schulden … hatten wir auch bei Tod und Lilith schon.

Zitat: - Ändert sich die Sicht auf Tods Frau?
Hm … ihr Mann steht bei ihr an erster Stelle. Dass sie die Anwesenheit der Selbstmörderinnen nicht gut heißt, haben wir ja schon im ersten Teil erfahren – dass sie da etwas ändern möchte, hab ich mir schon gedacht. Ich weiß jetzt nicht, was es für Tote bedeutet, dass sie in Geister verwandelt werden … ist es schlimm, grauenvoll, toll? Dass dafür ein Mensch geopfert werden muss und Frau Tod das ohne Zögern tun will … naja, sie ist die Frau vom Tod … da sollten ihr Menschenleben sowieso nichts bedeuten.
Für mich ist nicht so, dass sie irgendwie plötzlich hier eine andere Seite von sich zeigt, sondern sie zeigt einfach detaillierter, wie genau sie die Selbstmörderinnen loswerden möchte.

Zitat: - Bekommt man die Kurve zu der Geschichte aus dem Prolog? (Mit dem Gefallen, dem Vorfall in der Unterwelt, ...)?
Öh …. Icon_ugly
Dafür erinnere ich mich nicht mehr gut genug an den Prolog, keine Ahnung, was du meinen könntest *lach*
Oh Gott, ich erinnere mich selbst beim Lesen des besagten Absatzes nichtmal daran, den schonmal gelesen zu haben *Gedächtnis eines Goldfischs ...*
Ja, also wenn man das so am Stück liest, ist die Geschichte vermutlich noch aktuell im Kopf und damit würde das Geplapper am Anfang auch ein bisschen interessanter sein, weil es die Brücke zum Prolog schlägt. Aber bei mir lag eindeutig zu viel Zeit dazwischen *lach*

Vom Lesefluss ging es hier wieder schön locker flockig, dafür hab ich mir einige Hintergrundfragen gestellt, was aber vielleicht daher rührt, dass ich wenig Humor lese, wo sowas glaub ich nicht so breit ausgewalzt werden muss. Aber mein Kommentar sind halt nur meine Leseeindrücke.

Schmunzelszenen fand ich hier leider keine drin – da geht mein Humor einfach total in ne andere Richtung.

Allgemein kann ich nicht so wirklich was zu dem ersten Teil von Akt 2 sagen (warum eigentlich die Unterteilung in Akte?

Und weiter zum nächsten Teil
Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

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