Es ist: 04-03-2021, 00:18
Es ist: 04-03-2021, 00:18 Hallo, Gast! (Registrieren)


Das Leben ist ein ICE
Beitrag #1 |

Das Leben ist ein ICE
Das Leben
erinnert mich an einen Zug.
Wenn man einsteigt,
weiß man nicht immer,
wohin er führt.

Manchmal hat man ein Ziel,
manchmal fährt man im Kreis
oder bleibt auch mal stehen.
An Ort und Stelle.

Ein Leben
hat mehrere Abschnitte,
so wie die einzelnen Wagons.
Kindheit, Jugend,
Erwachsenenalter,
Seniorenalter.

Es gibt kurze und lange Züge,
einige bummeln vor sich hin,
andere rauschen,
wie das Leben
einfach vorbei.

Auf unserem Weg,
da machen wir hier und dort
einen Halt,
die Stationen des Lebens.
Manchmal fahren wir allein,
oft steigt Jemand hinzu,
begleitet uns eine Weile
oder eine Leben lang.

Schwarzfahrer, Schaffner
und blinde Passagiere
sind ein Symbol
für Menschen,
die uns das Leben
schwer machen können.

Der Lokführer allein
hat das Schicksal
in den Händen.
Vielleicht springen wir ab
oder steigen aus.

Auf unserem Weg sehen
wir viel, wir erleben.
Die Schönheit der Natur,
deren Gewalten und Gezeiten.

Und
irgendwann, da kommt
die Enthaltestelle,
wenn wir vorher nicht
dem Leben
lautlos oder mit Gewalt
entgleisen.


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Beitrag #2 |

RE: Das Leben ist ein ICE
Hallo Bücherwürmchen,

die Idee mit dem Zug finde ich wirklich hübsch Icon_smile Allerdings würde ich im Titel dann auch schreiben, dass das Leben ein "Zug" ist und kein "ICE", da du ja auch im Gedicht an einer Stelle schreibst, dass manche Züge bummeln und andere rasen Icon_wink

Zuerst einmal Meckereien:

Zitat:Wenn man einsteigt,
weiß man nicht immer,


Erstes Komma streichen.

Zitat:so wie die einzelnen Wagons.

"Wagon" bitte mit einem doppelten "g"!

Zitat:andere rauschen,
wie das Leben
einfach vorbei.

Nach "Leben" auch ein Komma setzen, da "wie das Leben" hier nur ein Einschub ist Icon_smile

Zitat:oder eine Leben lang.

Da hat sich ein "e" zu viel eingeschmuggelt Icon_wink

Zitat:die Enthaltestelle

"Endhaltestelle" bitte.


Wie gesagt - ich finde die Idee gelungen. An der Umsetzung könntest du noch etwas arbeiten. Die Zeilenumbrüche lesen sich sehr willkürlich, da du eben ganz normale Sätze verwendest und sich das Ganze eigentlich sehr flüssig lesen lassen würde.
Für meinen Geschmack redest du an ein, zwei Stellen etwas drumherum. Die vorletzte Strophe z.B. könnte man getrost streichen, da sie nichts Neues sagt und auch noch zusätzlich mit einem neuen Aspekt ankommt (Man fragt sich da: Wieso kommt sie denn jetzt mit der Natur?).

Auch das "Vielleicht springen wir ab / oder steigen aus." greifst du mit den letzten vier Zeilen wieder auf - entscheide dich doch für eines! Eine Andeutung oder den Schlusssatz Icon_smile

Die Satzzeichen hätte ich teilweise etwas anders gesetzt. Nach "Waggons" z.B. einen Doppelpunkt, das liest sich einfach etwas schöner.


Insgesamt ein nettes Gedicht mit einer hübschen Idee, das du aber straffen und auch noch sehr aufpolieren kannst!


Grüße,
Isola.


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