Es ist: 22-11-2019, 13:41
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So weit das Leben trägt (2 von 4) (1878 S.D.)
Beitrag #11 |

RE: So weit das Leben trägt (2) (1878 S.D.)
Nochmals hi Sternchen!

Auch den zweiten Teil habe ich zunächst gelesen, ohne ihn Satz für Satz unter die Lupe zu nehmen. Ich bin mir noch unschlüssig, welche Vorgehensweise den »brauchbareren« Kommentar hervorbringt. Beim Satz-für-Satz erlebt der Autor meine Gedanken direkt mit, beim Vollständigen lesen kann ich besser den Gesamteindruck schildern. Schwierig. Aber im Endeffekt nicht drin Problem, du wirst ja sowieso vor vollendete Tatsachen gestellt Mrgreen

Dennoch hab ich Probleme, meine Meinung zu formulieren – oder überhaupt mal selbst zu definieren. Ich fang mal auf gut Glück an:

Das Zwischenmenschliche, die Charaktere John und Adam, mitsamt ihrer Vergangenheit und ihren Ecken und Kanten, kommen hier mMn sehr gut rüber. Beide leben nicht nur in diesem Moment, in dem die Geschichte erzählt wird, sondern auch davor und danach. Sie sind nicht geschaffen worden, um eine Geschichte zu erzählen, sondern die Geschichte wird erzählt, weil sie da sind. So wirkt es zumindest. Also sehr vollständig, sehr echt und nah und lebendig.

Allerdings … (und es mag sein, dass sich das später aufklärt, aber der nächste Teil ist ja noch nicht da Wait ) … ich verstehe überhaupt gar nicht, warum John mit Adam flieht. Und warum Adam auf das Kind schießt. Warum John Adam nicht einfach erschießt. Dass Adam John nicht erschießen will, sickert am Ende durch, vielleicht weil er John den Tod nicht gönnt. Aber warum erschießt John Adam nicht?
In der Vergangenheit der beiden scheint irgendein Grund zu liegen – beim Lesen hatte ich nicht das Gefühl von »absolut unsinnig und unlogisch«, sondern mehr so ein … »Himmel, was ist denn da gewesen, dass die sich nicht einfach gegenseitig umbringen können?«. Aber als Leser stehe ich da außen vor, kann nur beobachten, was sie tun, ohne mir erklären zu können, warum sie es tun. Sowas ist für mich immer eine ungemütliche Situation – hängt aber auch ganz, ganz stark vom Geschmack des Lesers ab.

Außerdem hat sich das Setting für mich so plötzlich geändert. Ich weiß nicht – im ersten Teil waren noch überhaupt keine Menschen da unterwegs (in meinem Bild zumindest nicht) und plötzlich bricht da allgemeine Panik aus? Da musste ich erst umdenken von »leeren, staubigen Westernstraßen« auf »bevölkerte Fußgängerzone«. Zumal ja Adam offenbar irgendwas an sich hat, dass die Leute extrem verängstigt (Reaktion des Händlers), würde ich zumindest erwähnen, dass die Menschen einen Bogen um ihn machen, als würden sie die Gefahr spüren (also noch im ersten Teil), dass sie die Blicke senken, um bloß nicht wie Gaffer zu wirken oder sowas. Bevölker die Straße um John und Adam ein bisschen mit Statisten, bevor du sie in Panik ausbrechen lässt. Wobei es aber auch wieder an meiner schiefen Vorstellungskraft liegen könnte Icon_ugly

Die restlichen Anmerkungen wie gewohnt im Textzeugs:

Achso, nein, bevor ich es vergesse – beim Lesen hatte ich das Gefühl, von Partizipien (also: lachend, reitend, feuernd …) überrollt zu werden. Ich mag solche Formulierungen sowieso schon nicht besonders gern, und deshalb reagiere ich recht empfindlich, wenn sie sich häufen.
Die ganz »schlimmen« schreib ich mal ins Textzeug, ob du sie drin lässt oder zumindest teilweise umformuliert ist dann natürlich deine Sache. Mir ist es nur aufgefallen, dass es im Vergleich zum ersten Teil recht viele waren, sonst hätt ich es einfach als Stilsache abgetan.
Jetzt aber:

Zitat: Eine ganze verdammte Menge davon und ehe John wirklich wusste, was geschehen war, richtete er sich wieder im Sattel auf. Vollkommen unverletzt. Verwirrt blickte er in Rehauges verzerrtes Gesicht. Der stupide Narr begann erneut zu lachen, ließ sein Pferd absichtlich wild hin und her tänzeln und schrie;
Die fett markierten Zusätze/Adjektive sind mMn überflüssig. Eins allein hätte ich nicht angemerkt, aber durch die Häufung sind sie mir arg ins Auge gestochen. Am ehesten kann ich mich mit der »ganzen verdammten Menge« anfreunden, das passt zu John und seiner Wahrnehmung. Die anderen sind aber redundant:
»Unverletzt« ist schon vollkommen – wäre da auch nur eine klitzeklein Verletzung, wäre er nicht mehr unverletzt Icon_wink
»stupider Narr« … gibt’s auch intelligente Narren? Wenn es hier ein Adjektiv sein muss, würde ich es durch etwas ersetzen, dass nicht im »Narr« schon mitschwingt. Vielleicht »lebensmüde« - wobei ja das »Narr« schon sehr gut beschreibt: verrückt, durchgeknallt, nicht mehr bei Sinnen, dumm …
und schließlich beim »absichtlich tänzeln lassen« … für mich steckt in der Aussage »er lässt sein Pferd tänzeln« schon mit drin, dass es die Absicht ist. Wenn Adam es nicht beabsichtigt, würde da eher stehen »Sein Pferd tänzelte wild«, also das Pferd als Handlungsträger. Da Adam aber die Handlung trägt, und bestimmt, was das Pferd tut, setze ich die Absicht voraus.

Zitat: den Colt nun in die Luft abfeuernd,
ein Partizip – fällt vor allem auf, weil auch da stehen könnte: »den Colt nun in die Luft abfeuerte« - also haargenau der gleiche Satz nur mit einem »normalen« Verb

Zitat: Ein weiteres Kreischen ertönte, doch dieses ging durch Mark und Bein. John blickte hinter sich und in das Antlitz einer fassungslosen Frau, die panisch zu Schluchzen begann. Weinend schlang sie ihre Arme um ein blutbesudeltes Kind;
Hier versteh ich die Abfolge nicht ganz: Nach dem Schuss, den Adam auf John, bzw. dann offenbar hinter/neben ihn abfeuert, schießt er doch nur noch in die Luft? Das Kind muss also vom ersten Schuss getroffen worden sein. Warum kommt da erst so spät eine Reaktion? Entdeckt die Mutter das Kind jetzt erst?
Ich hab leichte Probleme, mir den Hintergrund der Szene vorzustellen. Außer dem Schreien bleiben die Statisten unsichtbar. Laufen sie wild umher, verstecken sie sich? Keiner mit Revolver dabei, der auf John und Adam schießt? Mrgreen
Ich kann schon verstehen, warum der Fokus hier auf John und Adam liegt, auf dem, was sich zwischen den beiden abspielt. Aber ich persönlich mag es nicht, wenn in einer eigentlich bedrohlichen Szene auf die Protagonisten gezoomt wird und die Zeit im Hintergrund offenbar einfriert.

Zitat: suchend nach Vergebung,
Partizip – gleiches Problem wie oben: »suchten« würde genauso passen

Zitat: denn nur als Einheit würden sie nun noch überleben können. Verschmolzen für diese Flucht.
An dieser Stelle kann ich Johns Gedankengang nicht ganz nachvollziehen – wie gesagt, der könnte Adam töten, dann würden die Bewohner bestimmt nicht mehr denken, sie würden zusammengehören. Er könnte alleine fliehen, er könnte sich gefangen nehmen lassen und sterben (was er ja sowieso schon die ganze Zeit vorhat, also das Sterben Icon_wink ). Er müsste Adam ja nicht einmal ERschießen, er könnte ihn auch einfach ANschießen, vom Pferd holen. Dieser zwingende Schluss, dass Adam ein Kind erschießt und John deshalb mit ihm fliehen muss … der bleibt mir noch schwammig.

Zitat: Er wirkte rastloser, als jemals zuvor.
Kein Komma zwischen »rastloser als«

Zitat: Kurz schimmerte Verwirrung in seinen braunen Augen, dann purer, willfähriger Zorn.
Also ich interpretiere mal (hab ich ja jetzt Übung drin): Adam erschießt ein Kind und lügt der Welt vor, dass John sein Komplize ist, damit John Adam erschießt, um nicht als Mörder fliehen zu müssen. Aber John entscheidet sich zur Flucht und darüber ärgert Adam sich?
Ich frag mich grade, warum die nicht einfach ein hübsches Duell veranstalten, um die Sache zu klären …

Zitat: suchend nach dem schnellsten Ausweg aus der Stadt.
Partizip, gleiche Sache: »suchten« täte es auch

Zitat: Und Rehauge folgte ihm, seinen Rücken sichernd.
Partizip, »sicherte seinen Rücken« ginge auch

Zitat: Gemeinsam, Seite an Seite mit Adam Chonnely,
In »Totgelebt« schreibst du den Nachnamen nur mit einem N

Zitat: jagten sie über die Steppe bis die Schüsse endgültig verstummten
Komma zwischen »Steppe, bis«

Zitat: „Z z z z z. Nicht aufregen, alter Freund.“
Ich lese ja sehr wenig Comics, aber bei dem Zzzzz muss ich immer an Schlafen denken *lach* Allgemein finde ich es sehr schwierig, solche Laute darzustellen, hätte hier bei Adam aber eher das »Tsts« im Kopf, also so ein missbilligendes, von oben herab klingendes … Geräusch. Die vielen Zs sehen komisch aus, finde ich

Zitat: und ritt, einen Halbkreis beschreibend, näher an John heran; ganz nebenbei seine Waffen ladend.
Gleich zwei Partizipien:
»und ritt in einem Halbkreis näher ...«
»lud ganz nebenbei seine Waffen ...«

Zitat: „Wir?“ Gale blickte fassungslos auf. „Niemals habe ich ein Kind verletzt.“
Äh, bitte was? Er hat Adam dazu gebracht, einen Junge zu töten. Er hat ein Mädchen vergewaltigt! … also mit der Aussage ist John bei mir unten durch.
Bisher hab ich ihn eigentlich … gemocht ist der falsche Ausdruck. Er war halt ein Drecksack, der dazu steht und in dieser Art eigentlich irgendwie … sympathisch als Protagonist. Nicht als Mensch, dem ich gern gegenüberstehe.
Aber das er die Scheiße leugnet, die er verbockt hat … das nehm ich ihm Übel. Dieses falsche Entsetzen hier, die vorgebliche Moral.
Ich dachte, wegen genau solchen Sachen IST er so müde vom Leben und sehnt sich nach dem Tod. Weil er sein Leben nicht mochte, es gerne anders führen würde, aber dafür ist es zu spät. Und dann behauptet er einfach total dreist – und auch noch »fassungslos«, als wäre ihm nie in den Sinn gekommen, dass sein Handeln Leute verletzt – dass er sowas nicht tut.

An der Stelle wechselst du auch von »John« zu »Gale«, hat das einen Grund? dazu hab ich ja schon im ersten Teil was gesagt, fällt hier auch wieder auf. Rehauge / Adam, John / Gale – ich würds konsequent mit einer Version schreiben

Zitat: John hatte ihm ein Kind vorgesetzt, sich erwartet, Adam würde
Kann sein, dass es eine Wendung ist, die mir nicht geläufig ist, aber das »sich« kommt mir da falsch vor. »sich erwarten«, sagt man das?

Zitat: Es kam ihn vor wie gestern.
»ihm«

Joa, Allgemeines gabs ja schon am Anfang. Es liest sich weiterhin sehr schön und angenehm und ich vermute mal sehr stark, dass sich im dritten Teil noch ein paar Fragen klären, oder im vierten, oder irgendwann halt im Laufe der Geschichte *lach*
Die Handlung ist recht karg (und ich hab jetzt echt lange überlegt, ob ich sowas sagen darf *auf eigene Geschichten schiel*), die Frage nach den Ereignissen zwischen John und Adam hält die Spannung trotzdem aufrecht.
Auch wenns mich nicht zu einem Western-Fan macht, würde ich doch gerne auch die folgenden Teile noch lesen Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

PS: Der Link unter der Geschichte zum ersten Teil funktioniert nicht Icon_wink

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What's funny is how many people choose to be stupid.«
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Beitrag #12 |

RE: So weit das Leben trägt (2)
Hallo zusammen,

so und nun, bevor das Jahr um ist, möcht ich auch hier noch ein bisschen aufholen. Endlich gehts ans beantworten eurer tollen Kommentare. Bücherwälzen muss mal warten. Dankeschön, schon jetzt. Und Verzeihung, dass es so lang gedauert hat mit mir.

@ Libertine

und das war's? Ende? Zurückspulen auf Anfang und dann steht er wieder da, kauft sein letztes Pferd, stellt sich seinem letzten Feind und flieht mit ihm? Oder die Geschichte entwickelt sich dieses Mal anders, Adam frisst den Wahnsinn noch etwas mehr, vllt erreicht er seine Augen, zersetzt ihn ganz allmählich. Und John?
=> Huch, klingt nicht ganz zufrieden. Mrgreen

Ja, was wird passieren - oder was ist passiert? Die beiden treffen aufeinander und plötzlich zwingt sie Adams Tat wieder dazu, gemeinsam fortzureiten. Nur ... warum schweißt sie Adams Schuss auf den Jungen wieder zusammen? John hätte sich genauso gut gegen ihn stellen können. Es wäre zum Duell gekommen und dann? Aber vllt braucht John die Gewissheit, das noch jemand auf der Welt ist, der ihm etwas bedeutet, oder eher: Jemand, mit dem er einen Teil seiner Vergangenheit teilt.
=> Super gesagt Libbi. Jop. Überhaupt ist die Möglichkeit auf Adam zu schießen einfach zu absurd. Selbst, wenn John sich selbst nicht ganz erklären will warum, aber du triffst den Kern sehr gut, muss ich sagen. Bisschen mehr zum Motiv sollte es ja im dritten Teil geben. Ich wollte nicht zu viel sagen (und schnulzig werde) und nicht zu wenig. Mal sehen, ob überhaupt was ankommen kann beim Leser.

Jemand, dem er nicht erzählen muss, was passiert ist, weil er so oder so nicht darüber nachdenken kann, was ihm tiefe Falten in die Stirn treibt.
Mir gefällt sehr, wie du schreibst, auch hier. Du hast so viel Tempo drin. Aber ich frage mich, ob die Geschichte hier vorbei ist, von vorn anfängt oder es vllt doch noch ein kurzes Stück weitergeht. So recht zu Ende zu sein scheint es mir hier nicht.

=> Jain. In diesem Kapitel ist noch nichts zu Ende, aber es läuft darauf hinaus. Nicht von Johns Seite, der eigentlich nur mit sich und seinem Ego beschäftigt ist. Aber Adam weiß doch sehr, was er will und wie weit er den Weg überhaupt noch gehen kann.

Mir gefällt der Wahnsinn zwischen den beiden. Den stellst du unheimlich gut dar.
=> Dankeschön, Libbi! Das freut mich sehr, sehr, sehr! Allerdings frag ich mich die ganze Zeit, wenns meinen Leser nicht zu viel wird, zumindest hab ich mich das lang gefragt. Ständig dieser Wahnsinn, ständig dieses Lächeln, ständig Vergangenheit, die nicht sehr offengelegt wird. Nun, es scheint aber bisher noch zu funktionieren.

Was für ein langer Satz. Ich würde den markierten Teil rausnehmen. Wir wissen ja, dass er Richtung John geschossen hat.
=> Hab ich umgesetzt.

Das liest sich durch das direkt anschließende "und" seltsam, ich habe lange gebraucht, um den Satz zu verstehen. Vorschlag:
Etwas war anders als früher. Beschwerter. Und fast glaubte John, die gleiche Müdigkeit ...

=> Jop, hast Recht, danke dafür!

Auch wenn ich nicht verstehe, warum sie für die Flucht verschmelzen: sprachlich eine sehr schöne Stelle!
=> Na wenigstens was! Mrgreen

Du schreibst, dass Adam versteht und dann von Verwirrung. Widerspricht sich das nicht ein bisschen?
=> hmm, .. eigentlich nicht. Er versteht, ist aber verwirrt darüber, dass Gale sich auf seine Seite stellt. Im Endeffekt hätte Adam es nicht gerade schlecht gefunden, wenn Gale sich endlich "gestellt" hätte. Schon hier. Darum gehts ja. Dass John keinen Arsch in der Hose hat und immer wegläuft.

Megageiler Satz!
=> Icon_jump Icon_jump Icon_cuinlove

Wann geht es denn weiter mit John, Adam und Co.?
=> Heute online gegangen. Mal sehens, obs irgendjemanden überzeugt. Icon_ugly

@ Nameless


Im Prinzip nicht falsch, aber war nicht von dunklen Gewitterwolken die Rede?
So klingt es wie ein Verkaufsargument ^^

=> die Gewitterwolken ziehen ja nur herauf. Icon_ugly Mrgreen

Du bist sprachlich absolut am Puls dieser Zeit.
=> Wie mich das freut, zu hören! Icon_smile

Ich bin kein Grammatik-Crack, aber "versuche" passt eher - is so ein Gefühl.
=> hmmm, ... ich glaub es geht beides!

Zitat:Doch John machte sich nicht die Mühe darüber nachzudenken, stattdessen gab er seinem Pferd die Sporen, suchend nach dem schnellsten Ausweg aus der Stadt.

"...nicht die Mühe, darüber...." - Komma
"suchend nach dem schnellsten Ausweg aus der Stadt" - Seltsame Formulierung. Ich würde sogar ein "während er nach....suchte" lieber lesen. Davon abgesehen...wie viele Möglichkeiten kann es in einer alten Wildwest-Stadt schon geben. Und "Suchen" bedingt Zeit.

=> Guter Einwand, aber irgendwie muss ich ja schreibe, dass er sich umsieht und umsehen, nach dem besten Weg ist auch blöd. Bedingt genau das gleiche. Ich werd mal schauen, ob ich das noch verbessern kann, aber noch seh ich schwarz. Trotzdem danke!

Er war also vor sieben Monaten noch Farmer? Dennoch hat er schon "in die Jahre gekommene" Fähigkeiten im Töten von Menschen? Ganz blick ich hier nicht durch. Ich habe einen längeren Zeitraum erwartet, "so wie immer" klingt irgendwie nicht nach wenigen Monaten.

=> Tjahaaa, die sieben Monate, sind hier wohl sehr verwirrend. Da betreffen eher Gale und Adam. Vor sieben Monaten hat Adam den letzten Mörder seiner Familie gerichtet.

Erinnert ein wenig an die Comicsymbolik für schlafen.
=> o.O ... Icon_lachtot

Kann man Pferde drosseln?
=> Nope. Aber das Tempo? Icon_smile

Es kam ihm vor wie gestern.
=> Aye! Auch hier danke!

Das Niveau des ersten Teils wird hier fortgesetzt. Der Cliffhanger am Ende hat eine interessante Auflösung gefunden und ich bin echt neugierig auf den nächsten Teil.
Schließen wir hier mal ab....

=> irgendwie krieg ich bei so einem Lob immer totale Angst, eine Fortsetzung einzustellen, weil sie alles kaputt machen könnte. Aber naja, da muss man durch und wenn ichs versemmelt hab, kann mir zumindest geholfen werden. Schön, dass es dir gefällt. Freut mich ganz doll.

Der Stil: Ungehobelt, wie es sein soll. Dieser Teil liest sich noch flüssiger, eine Spur schneller als Teil 1. Was auch zum Geschehen passt.
Die Chars: Gewisse Zusammenhänge und Reaktionen lassen mich nachdenken.

=> Jop, beim Stil hab ich mir tatsächlich viel Mühe gegeben, ihn der Geschichten anzupassen und nicht umgekehrt. Scheint gelungen zu sein!

Warum schießt John den jungen Adam nicht einfach übern Haufen, nach der Sache mit dem Kind? Kein Mensch hätte ihm das übel genommen. Hält ihn sein Gewissen auf, die Schuld vergangener Tage? Er hat Adam zu dem gemacht, was er heute ist, also ist es nur Recht, von ihm ins Grab geschickt zu werden. Deshalb die Resignation, dieser absolute Lebensunwille?
=> hmm, .. vielleicht wird ja noch ein bisschen was im nächsten Teil kar. Gut ist halt auch, wenn man "Totgelebt" gelesen hat, da gibts ein paar Infos und ansonst hoff ich einfach, dass später etwas raus kommt, warum Gale so handelt und nicht anders. Mal sehen.

Was mir nicht ganz einleuchtet, ist der kurze Zeitrahmen. Ein schüchterner Junge, der John ahnungslos anstarrt - ein paar Monate später ein harter Hund, der einfach mal mit "Johnny-Boy" daherkommt. Geht das so schnell?
=> Das ist das Problem mit den Monaten. "Totgelebt" spielt vor vier Jahren, ab da hat sich Adam geändert. Vier Jahre ist hoffentlich glaubwürdig genug! Danke für deinen lieben und hilfreichen Kommentar! Ich bemüh mich weiter! Icon_smile

@ Rex! Icon_jump

Schön, dass du auch vorbeischaust. Also, schön langsam bist du ja fast überall dabei - find ich toll. Da freut sich das Schreiber-Herz und erst recht unter dieser Geschichte. Die ist mir sehr sehr wichtig. Icon_smile

Krass! Aber schreibt man "Acht" da nicht klein?

=> gute Frage. Hmmm, ... Libbi hat nicht gemeckert. o.O Also wohl doch groß.

=> Sowohl das letzte halbe Jahr als auch die Gegenwart sind scheiße Warum Letzteres, ist klar, den Grund für Ersteres werden wir hoffentlich noch geliefert bekommen. Icon_smile Oder ist der in "Totgelebt"? Ach, du hast mich rumgekriegt, ich werde die Vorgeschichte auf jeden Fall lesen.
=> Juhuuuu! Icon_smile Mrgreen

Ich stelle mir dieses Lächeln eher müde vor. Vielleicht noch ein Nachsatz: "An seine Stelle war Müdigkeit getreten"?
=> Gute Idee!

Für mich Laien kein typischer Western mit gut und böse, sondern ein richtig guter: Gale, der seine schlimmen Fehler bereut und Adam, Gales schlimmster Fehler... hat mir wieder sehr gut gefallen.
=> Ich freu mich, ich freu mich - immer noch! Icon_smile

@ Lanna

Auch den zweiten Teil habe ich zunächst gelesen, ohne ihn Satz für Satz unter die Lupe zu nehmen. Ich bin mir noch unschlüssig, welche Vorgehensweise den »brauchbareren« Kommentar hervorbringt. Beim Satz-für-Satz erlebt der Autor meine Gedanken direkt mit, beim Vollständigen lesen kann ich besser den Gesamteindruck schildern. Schwierig. Aber im Endeffekt nicht drin Problem, du wirst ja sowieso vor vollendete Tatsachen gestellt
=> Boah, was für ein Kommentar. Also irgendwie scheint deine Methode ja sehr aufzugehen. Möchtest du denn noch ausführlicher werden? Also ich finds schon klasse, wie du das machst. Zwei Mal lesen ist überhaupt eine Ehre, die du da dem Autor machst. Richtig hilfreich bist du aber eigentlich immer, ob mit zwei Mal, ohne oder das Fazit halt ganz unten. Icon_wink

Das Zwischenmenschliche, die Charaktere John und Adam, mitsamt ihrer Vergangenheit und ihren Ecken und Kanten, kommen hier mMn sehr gut rüber. Beide leben nicht nur in diesem Moment, in dem die Geschichte erzählt wird, sondern auch davor und danach. Sie sind nicht geschaffen worden, um eine Geschichte zu erzählen, sondern die Geschichte wird erzählt, weil sie da sind. So wirkt es zumindest. Also sehr vollständig, sehr echt und nah und lebendig.
=> WOW - wie schön, dass das so ankommt, obwohl ich mir doch immer so schwer tue und das Gefühl hab zu wenig zu sagen. Aber zu viel solls irgendwie auch nicht sein. Das sind Kerle und keine Männer und eigentlich ist es auch ganz spannend zu schauen, wie viel man rüber bringen kann, ohne ganz genau in vergangene Details zu gehen.

ich verstehe überhaupt gar nicht, warum John mit Adam flieht. Und warum Adam auf das Kind schießt. Warum John Adam nicht einfach erschießt. Dass Adam John nicht erschießen will, sickert am Ende durch, vielleicht weil er John den Tod nicht gönnt. Aber warum erschießt John Adam nicht?
=> Tja, also. Hmm, ... das ist ne recht komplexe Sache. Die beiden mögen sich. Die haben im Grunde eine lange Zeit zusammen verbracht. Für Adam ist John sowieso der einzige Bezugspunkt neben seiner Rache, aber diese auch auf ihn auszuweiten - der ja nach "Totgelebt" auch für alles ein bisschen verantwortlich ist - bleibt eigentlich unvermeidlich. John hingegen ist sehr weit von der Möglichkeit entfernt, abzudrücken. Daszu hat er ein schlechtes Gewissen. Dazu gibts im nächsten Teil vielleicht ein bisschen Klärung. hmm, .. aber ob dass dan überhaupt noch wirt. Na, mal sehen. *hoff*

In der Vergangenheit der beiden scheint irgendein Grund zu liegen – beim Lesen hatte ich nicht das Gefühl von »absolut unsinnig und unlogisch«, sondern mehr so ein … »Himmel, was ist denn da gewesen, dass die sich nicht einfach gegenseitig umbringen können?«.
=> hmm, .. na zumindest klings nicht unlogisch.

Aber als Leser stehe ich da außen vor, kann nur beobachten, was sie tun, ohne mir erklären zu können, warum sie es tun. Sowas ist für mich immer eine ungemütliche Situation – hängt aber auch ganz, ganz stark vom Geschmack des Lesers ab.
=> Na, nicht unbedingt. Irgendwie sollt ja auch was rüber kommen.

Außerdem hat sich das Setting für mich so plötzlich geändert. Ich weiß nicht – im ersten Teil waren noch überhaupt keine Menschen da unterwegs (in meinem Bild zumindest nicht) und plötzlich bricht da allgemeine Panik aus? Da musste ich erst umdenken von »leeren, staubigen Westernstraßen« auf »bevölkerte Fußgängerzone«.
=> *Gesicht verzieht* Naja, Fußgängerzone ist übertrieben, aber in ner Westerstadt sind schon Leute unterwegs, so generell. Ich hab wohl im ersten Teil doch zu wenig beschrieben.

Achso, nein, bevor ich es vergesse – beim Lesen hatte ich das Gefühl, von Partizipien (also: lachend, reitend, feuernd …) überrollt zu werden.

=> Ach, das sind also Partizipien? Ich bin kein Grammatik-Genie, Mädel. Ich schreib nur nach Gefühl. Rechtschreibung ist bei mir immer nur das und nie mehr.

Ich mag solche Formulierungen sowieso schon nicht besonders gern, und deshalb reagiere ich recht empfindlich, wenn sie sich häufen.
Die ganz »schlimmen« schreib ich mal ins Textzeug, ob du sie drin lässt oder zumindest teilweise umformuliert ist dann natürlich deine Sache. Mir ist es nur aufgefallen, dass es im Vergleich zum ersten Teil recht viele waren, sonst hätt ich es einfach als Stilsache abgetan.

=> Okay, dankeschön! Ist sicher ein guter Hinweis darauf auch mal zu achten, wobei du die erste bist - glaub ich - die daran meckert. Was dir jetzt kein blödes Gefühl geben soll. Ich finds spannend, wenn auch jemand mal eine ganz anderen Meinung hat, an der man wachsen kann. Oder die man leider verwerfen muss. Mal schauen. Icon_smile

Die fett markierten Zusätze/Adjektive sind mMn überflüssig. Eins allein hätte ich nicht angemerkt, aber durch die Häufung sind sie mir arg ins Auge gestochen. Am ehesten kann ich mich mit der »ganzen verdammten Menge« anfreunden, das passt zu John und seiner Wahrnehmung. Die anderen sind aber redundant:
»Unverletzt« ist schon vollkommen – wäre da auch nur eine klitzeklein Verletzung, wäre er nicht mehr unverletzt Icon_wink
»stupider Narr« … gibt’s auch intelligente Narren? Wenn es hier ein Adjektiv sein muss, würde ich es durch etwas ersetzen, dass nicht im »Narr« schon mitschwingt. Vielleicht »lebensmüde« - wobei ja das »Narr« schon sehr gut beschreibt: verrückt, durchgeknallt, nicht mehr bei Sinnen, dumm …
und schließlich beim »absichtlich tänzeln lassen« … für mich steckt in der Aussage »er lässt sein Pferd tänzeln« schon mit drin, dass es die Absicht ist. Wenn Adam es nicht beabsichtigt, würde da eher stehen »Sein Pferd tänzelte wild«, also das Pferd als Handlungsträger. Da Adam aber die Handlung trägt, und bestimmt, was das Pferd tut, setze ich die Absicht voraus.

=> Gute Anmerkungen. Zwei Adjektive hab ich mal gestrichen. Von "Vollkommen" kann ich mich irgendwie nicht trennen und deine letzte Erklärung leuchtet mehr als ein. Danke dafür!

Hier versteh ich die Abfolge nicht ganz: Nach dem Schuss, den Adam auf John, bzw. dann offenbar hinter/neben ihn abfeuert, schießt er doch nur noch in die Luft? Das Kind muss also vom ersten Schuss getroffen worden sein. Warum kommt da erst so spät eine Reaktion? Entdeckt die Mutter das Kind jetzt erst?
=> Passiert aber genau wie du das sagst. Adam schießt in Gales Richtung, aber eigentlich eher an ihm vorbei, hat das Kind getroffen. Dann von mir ein bisschen Beschreibung, weil John ja auf Adam guckt und erst dann bemerkt er den Schreib, aber da vergeht ja eigentlich fast gar keine Zeit dazwischen.

Ich hab leichte Probleme, mir den Hintergrund der Szene vorzustellen. Außer dem Schreien bleiben die Statisten unsichtbar. Laufen sie wild umher, verstecken sie sich? Keiner mit Revolver dabei, der auf John und Adam schießt?
=> hmmm, .. ist ja auch ein bisschen chaotisch, aber mal sehen, ob ich demnächst nochmal was in einer Überarbeitung dahingehend verbessern kann.

Aber ich persönlich mag es nicht, wenn in einer eigentlich bedrohlichen Szene auf die Protagonisten gezoomt wird und die Zeit im Hintergrund offenbar einfriert.
=> Schade, aber naja, so ist das.

An dieser Stelle kann ich Johns Gedankengang nicht ganz nachvollziehen – wie gesagt, der könnte Adam töten, dann würden die Bewohner bestimmt nicht mehr denken, sie würden zusammengehören. Er könnte alleine fliehen, er könnte sich gefangen nehmen lassen und sterben (was er ja sowieso schon die ganze Zeit vorhat, also das Sterben). Er müsste Adam ja nicht einmal ERschießen, er könnte ihn auch einfach ANschießen, vom Pferd holen. Dieser zwingende Schluss, dass Adam ein Kind erschießt und John deshalb mit ihm fliehen muss … der bleibt mir noch schwammig.
=> Gale will das Adam überlebt, er fühlt sich viel zu schuldig, dass es ihm gleichgütlig wäre, ob nur er da rauskommt oder sie beide. *seufz* Herr im Himmel, auch da muss ich wohl noch ein bisschen drüber gehen.

Also ich interpretiere mal (hab ich ja jetzt Übung drin): Adam erschießt ein Kind und lügt der Welt vor, dass John sein Komplize ist, damit John Adam erschießt, um nicht als Mörder fliehen zu müssen. Aber John entscheidet sich zur Flucht und darüber ärgert Adam sich?
Ich frag mich grade, warum die nicht einfach ein hübsches Duell veranstalten, um die Sache zu klären …

=> Mrgreen Na durchschaut hast dus ja. Icon_smile Duell kommt später. Icon_lachtot

In »Totgelebt« schreibst du den Nachnamen nur mit einem N
=> Das ist ja wie bei Stille Post! Pro

Zitat: „Wir?“ Gale blickte fassungslos auf. „Niemals habe ich ein Kind verletzt.“

Äh, bitte was? Er hat Adam dazu gebracht, einen Junge zu töten. Er hat ein Mädchen vergewaltigt! … also mit der Aussage ist John bei mir unten durch.
=> Ach jetzt sei nicht so streng ... -..- HAHAHAHAHAHA

Bisher hab ich ihn eigentlich … gemocht ist der falsche Ausdruck. Er war halt ein Drecksack, der dazu steht und in dieser Art eigentlich irgendwie … sympathisch als Protagonist. Nicht als Mensch, dem ich gern gegenüberstehe. Aber das er die Scheiße leugnet, die er verbockt hat … das nehm ich ihm Übel. Dieses falsche Entsetzen hier, die vorgebliche Moral.
=> Auf die kommt Adam im nächsten Teil auch noch zu sprechen, bzw. weißt darauf hin, wie beschissen das von John ist.

Ich dachte, wegen genau solchen Sachen IST er so müde vom Leben und sehnt sich nach dem Tod. Weil er sein Leben nicht mochte, es gerne anders führen würde, aber dafür ist es zu spät. Und dann behauptet er einfach total dreist – und auch noch »fassungslos«, als wäre ihm nie in den Sinn gekommen, dass sein Handeln Leute verletzt – dass er sowas nicht tut.
=> Nicht Leute, Kinder. Aber ich versteh deinen Zorn. Gale ist ein Arschloch, was soll ich sagen. Er redet sich manches echt schön, bzw. braucht lange, bis er gewisses begreift, bzw. zu sich durchsickern lässt. Solltest du jemals weiterlesen, bzw. dann die Geschichte nach "Gale" bin ich auf deine Meinung zur Entwicklung des Charakters gespannt. Ich bastel schon an der nächsten Wester-Story, die etwas damit zu tun haben wird.

An der Stelle wechselst du auch von »John« zu »Gale«, hat das einen Grund? dazu hab ich ja schon im ersten Teil was gesagt, fällt hier auch wieder auf. Rehauge / Adam, John / Gale – ich würds konsequent mit einer Version schreiben
=> Ja, das ist leider ein Detail, das mit entglitten ist. Ich wollte es viel bewusster setzen. Mal sehen. Eine Generalüberholung braucht es so und so noch und da werd ich mal schauen. Der Wechseln sollte schon Signale geben. Für mich ist ganz klar ein Unterschied da, vor allem bei Adam / Rehauge. Adam ist mehr der Junge, Rehauge der Wahnsinn. Aber wie gesagt, leider ist mir das nicht geglückt.

»sich« kommt mir da falsch vor. »sich erwarten«, sagt man das?
=> "er hat sich erwartet", bzw. er "erwartete" kommt mir ziemlich sinngleich vor, aber ich versteh was du meinst. Mann kanns auch weg tun. Icon_smile

Joa, Allgemeines gabs ja schon am Anfang. Es liest sich weiterhin sehr schön und angenehm und ich vermute mal sehr stark, dass sich im dritten Teil noch ein paar Fragen klären, oder im vierten, oder irgendwann halt im Laufe der Geschichte *lach*
=> Ich geb ja zu, dass ich nicht alles von Beginn an klären wollte. War auch meinerseits ein Experiment, mal zu sehen, was man tatsächlich sagen muss, bzw. wie es die Leser aufnehmen. Meinen Stil mag ich inzwischen, ich glaub beim Storyaufbau muss ich noch viel üben und da gefällt es mir - ähnlich wie bei Herzensblut - ein bisschen rumzuprobieren.

Die Handlung ist recht karg (und ich hab jetzt echt lange überlegt, ob ich sowas sagen darf *auf eigene Geschichten schiel*)
=> Mrgreen Icon_lachtot Icon_bussi

Auch wenns mich nicht zu einem Western-Fan macht, würde ich doch gerne auch die folgenden Teile noch lesen
=> Na, Gott sei dank! *zwinker* Lanna besten Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar. Du ist wirklich ... unglaublich!

Beste Grüße an euch alle,
Sternchen





"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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