Es ist: 26-01-2021, 03:32
Es ist: 26-01-2021, 03:32 Hallo, Gast! (Registrieren)


Prosa und / oder Lyrik?
Beitrag #1 |

Prosa und / oder Lyrik?
Hallo zusammen,

wollte mal wissen, was ihr persönlich lieber schreibt bzw. lest?

Und hängt es mit den Genres zusammen, ob man lieber Prosa oder Lyrik oder beides schreibt?
Schreiben Science-Fiction Autoren allgemein seltener Gedichte?
Und schreiben hoffnungslose Romantiker grundsätzlich mehr Gedichte als Geschichten?

Schreibt ihr lieber das eine und lest lieber das andere?

Oder seid ihr in einer der beiden Welten fest verhaftet und könnt mir der anderen so rein gar nichts anfangen?

Bin gespannt auf eure Antworten Icon_smile ...

Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #2 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
So, dann schreibe ich mal einen "Ich drücke mich vorm Lernen"-Beitrag Icon_wink

Lesen: Da bin ich ganz definitiv auf der Textseite verankert. Lyrik lese ich auch (und auch gern), gute Lyrik kann mich ganz aus dem Häuschen geraten lassen, aber wenn man vergleicht, was ich wie oft lese, ist Prosa doch mit etwa 90 % wesentlich stärker vertreten *g*

Schreiben: Nachdem ich einem missglückten Fantasyroman (ja, ein dunkler Fleck in der Vergangenheit :rolleyesIcon_smile den Gnadentod gewährt habe, war ich einige Zeit nur noch lyrisch unterwegs. Dann begann ich ab und zu mit Kurztexten, die inzwischen immer länger werden und von denen ich eine wachsende Anzahl von fertigen und unfertigen Exemplaren auf der Festplatte verstauben lasse. Von der Menge her schreibe ich immer noch mehr Lyrik, aber der Schwerpunkt verschiebt sich langsam.

Ich bin also eigentlich in beiden Formen des Schreibens zuhaus ... beide haben ihre ganz eigenen Ausdrucksmöglichkeiten.
Dabei würde ich sagen, dass ich ein wenig zu den "hoffnungslosen Romantikern" zähle Icon_wink ... aber gerade diese Seite in mir findet inzwischen vermehrt Nährboden in Texten, wo ich zwar sprachlich oft sehr "lyrisch" unterwegs bin (was mir schon angekreidet wurde Icon_wink), aber den Freiraum der Form sehr schätze. Also würde ich nicht unbedingt sagen, dass Romantiker keine Prosa schreiben - dann vielleicht eben eher so etwas wie lyrische Prosa *lach*
Und ich denke, dass es auch genug prosaische Gedichte gibt ... nur ist hier Sci-Fi wirklich eher weniger vertreten, auch wenn ich zumindest ein "Gedicht eines Androiden" kenne Icon_wink

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

Avatar von Zwielichtstochter

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Beitrag #3 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Beim Lesen geht es mir genauso wie Mira. Ab und an lese ich auch Lyrik, wobei man das fast nicht als "lesen" bezeichnen kann. Es ist mehr genießen und/oder analysieren - "Was meinte Trakl da", "Was will Celan mir damit sagen?". Bei den etablierten Dichtern (um sie von uns "Amateuren" *g* mal abzugrenzen) genieße ich meistens nur die Sprachgewalt, weil ich mir auch eher Dichter mit hoher Metaphernquote aussuche.

Beim Schreiben ist die Gewichtung genau umgekehrt. Anfangs habe ich, wie wohl jeder Schreiberling, nur Prosa geschrieben. Genau wie Mira auch einen Fantasyroman angefangen. Auch mal etwas längeres mit Vampiren, aber dafür habe ich einfach nicht den Atem.
Kurzgeschichten sind mir oft zu unpersönlich und sobald ich sie persönlicher werden lasse, werden sie zu lyrisch und das passt mir dann auch nicht *lach*
Lyrik ist mir als Mittel zum Zweck einfach viel lieber Icon_wink


Wenn man richtig in einem bestimmten Genre verhaftet ist, dann schreibt man wohl eher weniger Gedichte. Natürlich gibt es immer mal wieder Ausbrüche wie das von Mira erwähnte Gedicht Icon_wink Aber ich denke, dass diese Ausnahmen hier eher die Regel bestätigen.
Die richtige High Fantasy greift manchmal zu epischen Gedichten, aber im Allgemeinen bleibt sie bei der Prosa. Bei der Science-Fiction ist das sicherlich noch krasser.
Und Krimi- und Thriller-Autoren... Da kann ich mir einen Dichter dahinter noch weniger vorstellen :D
Was aber wirklich erstaunt ist, wie viele bekannte Autoren auch Gedichte schreiben. Doch das sind dann meistens die Belletristik-Autoren. Mir fallen da spontan Grass oder Kästner ein.

Das mit dem hoffnungslosen Romantiker... Mhm... Meine Meinung dazu ist nicht, dass diese im besonderen bevorzugt Gedichte schreiben, sondern dass vor allem die Leute, die sich selbst ausdrücken wollen, bevorzugt Gedichte schreiben. Denn die Lyrik ist da einfach ein wenig prädestinierter für.


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Beitrag #4 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Also ich schreibe nur Kurzgeschichten, vor allem Science-Fiction, in letzter Zeit bin ich auch ein wenig in den Horror rübergerutscht.

Aber ich muss gestehen, dass das Erste, das ich so für mich selbst (und nicht für die Schule) geschrieben habe, Gedichte waren. :rolleyes:


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Beitrag #5 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Also beim Lesen halte ich es ganz praktisch:

Im Internet mehr Gedichte und "in der Hand" mehr Prosa, einfach, weil sich längere Texte noch nicht so toll lesen lassen im World Wide Web. Irgendwie fehlt es mir da an Feeling einfach.

Und schreiben...tja, habe da ein Gedicht mal hingekritzelt. Ansonsten wenn ich mal schreibe, dann Geschichten ^^


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Beitrag #6 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Hallo zusammen!

Schreiben:
Angefangen habe ich mit Sachen, die weder Prosa noch Lyrik waren, dann bin ich zur Lyrik rüber und schließlich bei Geschichten gelandet, rüber ins Abstrakte, eine Zeitlang beides, dann eher abstrakte Geschichten, mittlerweile eher Geschichten und ein bisschen Lyrik. Mensch, das klingt jetzt furchtbar aufregend, war's aber eigentlich gar nicht *g. Ich mag bei Gedichten, dass es nicht immer rund sein muss, dass weniger Verbzwang besteht (Verben sind auch so ein Thema *g*) und es insofern freier ist. Bei Geschichten mag ich, dass sie sich meistens schneller schreiben - mehr in weniger Zeit sozusagen, auch wenn ich ein sehr langsamer Schreiber bin. Bei Gedichten drehe ich jede Formulierung noch viermal um, bei Geschichten nur zweimal. So ungefähr.

Lesen:
Abgesehen vom Internet lese ich sehr wenige Gedichte. Einfach aus dem Grund, dass ich sie anstrengend auf Dauer anstrengend zu lesen finde. Wenn ich ein Buch in die Hand nehme, dann will ich da mit der Nasenspitze drinliegen und drinliegen bleiben. Bei Gedichten ufern die Gedanken oft so aus *g*. Okay, das geht bei Büchern auch gut, wenn der Text mich langweilt, lese ich ihn und denke über was anderes nach. Das geht super, nur dass ich danach keine Ahnung habe, was ich da gelesen habe Mrgreen
Im Internet lese ich beides gern, wobei ich vor langen Texten mittlerweile zurückschrecke, mehr als drei, vier Seiten konzentriertes Lesen am Stück klappt einfach nicht, da geht es mir wie Holy.

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #7 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Hey!

Also, wenn ich vom Lesen ausgehe, dann mag ich lieber als Geschichten als Gedichte. Hab das einfach lieber, wenn es lang ist und ich da reinfallen kann und selbst entscheiden kann, wann ich aufhöre (es sei denn, ich bekomm mal wieder so nen Rappel und lese ein Buch am Stück durch). Gedichte sind einfach so schnell zu Ende.
Außerdem hat mir die Schule den Spaß dran ein bisschen versaut, weil wir sie da totanalysiert haben. Schade eigentlich.
Lieber als Gedichte mag ich dann eigentlich auch Songtexte, halt vor allem Deutschen Rap und Punk.

Beim Schreiben habe ich mit Gedichten angefangen, die ich innerhalb der Schulstunden hinkritzelte und in den Pausen dann mit meiner besten Freundin austauschte. Ist zwar fast nur Schund dabei, aber das ein oder andere mag ich dann auch. Vielleicht stell ich mal eins rein, aber die sind halt alle mindestens zwei Jahre alt.
Und dann kam der Tag, an dem ich einfach keine mehr schreiben konnte. Ging einfach nicht mehr. Konnte zum Glück auf Geschichen umsteigen, bevor ich das Schreiben ganz hinschmeißen konnte. Ich denke im Moment nicht wirklich an Gedichte, bin zufrieden mit meinen Geschichten.

Glaube schon, dass es auch ein bisschen vom Genre abhängt, was man schreibt. Grade das Beispiel mit SciFi, da gibt es echt selten Gedichte drüber, genauso wie ich Geschichten mit Romatik eher überladen und kitschig finde als Gedichte.

Ich würde sagen: Immer das, was man grade am liebsten mag. Ich denke, jeder, der lesen kann wird sicher Gefallen an dem ein oder anderen Gedicht, selbst wenn er eher Geschichten mag. Die gaaaanz schönes Sachen findet man überall gut.

Liebe Grüße,
Lain

Schmetterlinge weinen nicht

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Beitrag #8 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Hi Icon_smile
Ich lese wenig Lyrik, bevorzuge auf jeden Fall Prosa.
In meinem Schreiben fällt mir auf, dass ich - zumindest sagen es Kommentatoren bislang - eher lyrische Prosa schreibe. Ich spiele gern mit Worten und deren möglichst mindestens doppelten Bedeutungen. Ich mag keine Beurteilungen IN meinen Texten, keine Schwarzweißmalereien, denn ich denke mir: ALLES ist menschlich - auch die dümmsten, ärgerlichsten, aggressivsten, wütendsten Gedanken, genauso wie deren Auslöser.
Bei vielen Gedichten, die ich schreibe, hab ich den Eindruck, dass es nicht bis zur Prosa (Geschichte) gelangt hat, andererseits aber absolut komprimiert darstellt, was ich äußern will.
Auch wenn es krypitisch klingen mag *lach*
Manchmal drückt mich, was raus will, und das findet sich dann deshalb oft in einem Gedicht, weil es wie mit einem plötzlich geöffneten Ventil oder einem Stich in einen prall gefüllten Ballon 'platzt'. Bei Prosa habe ich meine Gedankengänge bzw. Emotionen mehr und eher bewusst mit dem Verstand begleitet, und nur so gelingt mir ein längerer Text.
Voila. Dette zu mia, wa?
Grüße
candida

Es gibt nichts, was es nicht gibt, und nichts ist weniger ergründbar als die Komplexität und der Facettenreichtum zwischenmenschlicher Beziehungen, und seien es Liebesbeziehungen. 'Ich' ©


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Beitrag #9 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
Ich lese und schreibe mehr Geschichten als Gedichte. An Gedichte traue ich mich eigentlich gar nicht ran, weil ich mittlerweile überzeugt bin, keine schönen Gedichte schreiben zu können. Ich liebe z.B. die Gedichte von Georg Trakl und würde zu gern auch so schreiben können - ich kann es aber nicht. *g*
So empfinde ich meine Gedichte denn auch mehr als "Verbrechen gegen die Lyrik", denn als "Beitrag zur Kunst". Mrgreen
Hin und wieder rutscht mir dann aber doch was raus.

Ich schreibe also ungefähr genauso viel von dem, was ich auch lese.


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Beitrag #10 |

RE: Prosa und / oder Lyrik?
hey ihrs,

also ich bin eher der geschichtenmensch. Ich lese gerne bücher, weniger gedichte. Weiß nicht, warum das so ist, ich bin halt doch eher der prosamensch:P
Einige Gedichte lese ich aber auch gerne, so zwischen durch, zum schmöckern und auch um meinen Augen mal etwas abwechslung zu bieten =)
Ich glaube, wer Bücher liest oder Geschichten, schreibt auch eher Geschichten und bei Gedichten ist es wohl auch so: Wer gedichte liest, schreibt sie auch eher. Einfach deshalb, weil man sich dafür interessiert und wenn man ein werk bewundert, dann sagt man sich: dass möchte ich auch könnten. So kommt es schließlich zum eigenen ausprobieren...glaube ich jedenfalls, dazu müsste man jetzt natürlich die Gedichtenschreiberlinge fragen:D

Ich denke aber nicht, dass Romantiker eher Gedichte schreiben. Wenn, dann wäre ich wohl eine Ausnahme, weil ich eigentlich auch eine romantische Ader habe. Aber welche Frau nicht? Demzufolge müsste wohl der großteil aller Frauen Gedichte kreieren. :rolleyes:

Mit Gedichten kann ich schon was anfangen, ich lese sie gerne und kann auch irgendwie interpretieren.

herzliche grüße
bianca

"kein Mann ist so stark wie eine Frau, die schwach wird" (Hans Holt)
Biancas kleine Werke

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