Es ist: 16-07-2020, 14:42
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Ein Tag
Beitrag #1 |

Ein Tag
Ein Tag

Studie von
Hans Werner


Gunter Grapuschke hatte wieder einmal einen Tag verbracht, zugebracht in jenem Müßiggang, der ihm seit seiner Pensionierung zur Gewohnheit geworden war. Früher war er Bauunternehmer, doch nun hatten die Jungen seiner Familie das Zepter übernommen. Allerdings wankte sein Imperium, denn nicht immer waren sie sich einig. Doch er, der Senior, hatte sein Schäfchen, wie man so sagt, im Trockenen. Sorglos konnte er von einem Tag in den andern hineinleben. Doch gerade darin bestand seine Sorge. Sein Leben hatte an Spannung verloren. Die Feder seines Herzens besaß keine Elastizität mehr. Würde sie durch irgendein großes Ereignis angespannt, zum Beispiel durch den Tod seiner Gattin, dann ging sie wohl unweigerlich zu Bruch. Davor hatte er Angst. Diese gleichbleibende Angst überzog beständig seine Augen wie ein grauer Himmel.
Das war es denn wohl, dachte er bei sich, bevor er die Nachttischlampe ausknipste und sich in sein Bettzeug kuschelte. Eigentlich hatte er ein Atemgerät bei sich, so eine Art moderne Atemhilfe, die ihm mit Schlauch und Maske die nötige Lebenszufuhr von Frischluft einblies, ohne dass er sich dabei anstrengen musste. Ach, dachte er, so weit ist es schon gekommen. Nicht einmal atmen kannst du aus eigener Kraft. Auch das muss maschinell unterstützt werden. Was kannst du denn sonst alles nicht mehr? Wozu reicht denn sonst deine Kraft nicht mehr aus?
Er entschloss sich, das Atemgerät nicht einzuschalten, sondern seiner eigenen Lunge zu vertrauen. Und er wusste, dass sie noch funktionstüchtig war, lebensfähig und Luft ansaugte, soviel und sooft es nötig war. Wenn auch manchmal mit einem starken Ziehen durch die Nase, deren Luftkanäle eine Neigung hatten, sich häufig zu verschließen. Aber er wusste, dass er lebte, und er vertraute diesem Wissen.
Leben ist etwas Herrliches, dachte er. Mit einem Mal fühlte er sich prallvoll von Leben. Seit er mit Anbruch des schönen Sommerwetters wieder täglich Rad fuhr, waren seine Muskeln in den Oberschenkeln gestärkt und konnten sich zu einer beachtlichen Härte anspannen lassen. Und essen konnte er nach wie vor wie ein Scheunendrescher, auch hatte ihn seine männliche Natur mit einem kräftigen Durst gesegnet. Wohl gab es daneben noch ganz andere Genüsse, die seine Seele bereicherten, und zuweilen auch mit ungestillter Sehnsucht belasteten.
Anstelle des Atemgeräts, das er ausgeschaltet ließ, knipste er in seinem Innern das Gedankenkino an und ließ den Erinnerungsfilm ablaufen, den er, wie jeden Tag, wieder frisch aufgeladen hatte. Diese Filmszenen flimmerten so rasch nacheinander hinweg, dass er mit seinem inneren Auge ihnen kaum folgen konnte.
Als die Sonne durch die Ritzen der Jalousien ins Zimmer blinzelte, wachte er auf und griff nach seinem russischen Lehrbuch. Er war von einer wahren Sucht besessen, diese seltsame und so fremde Sprache zu erlernen, obwohl das Gedächtnis in seinem Alter nur noch mit Mühe neues Wissen aufnehmen und behalten konnte. Dann rieselte Duschwasser über seinen Körper, der für seine Größe ein bisschen zu schwer und zu massig geworden war. Seine liebenswürdige Gattin, mit der er schon die Hälfte seines Lebens in einem Haus zusammenlebte, hatte ein Frühstück zubereitet. Das Ei wundervoll weich, die Ananas frisch, wenn auch etwas überreif, sodass man vereinzelte braune Flecken wegschneiden musste.
Danach stand er auf der Empore und dirigierte den Chor zur Pfingstmesse. Als Bauhandwerker war ihm die Leitung einer kleinen Sängerschar stets willkommene Abwechslung gewesen. Es gab Unreinheiten in den Bläsern, und nun kämpfte er mit Tönen, mit kleinen Stimmungsschwankungen. Dem Märtyrer Laurentius war die Kirche geweiht, der er diente. Die Schätze der Kirche wollte der hochmütige Kaiser Roms vorgeführt bekommen, und der unerschrockene Gottesmann brachte zu ihm alle bedürftigen Menschen als wahre Schätze der Kirche: Alte, Blinde, Gebrechliche, geistig Verwirrte. Wenn er seine eigene Sängerschar betrachtete, die Menschen verschiedenen Alters umfasste, kam ihm immer wieder Laurentius in Sinn. Warum wohl? Sie alle sangen doch mit Begeisterung mit und waren innerlich ergriffen vom Singen.
So manche Szene spielte sich in seinem Gedächtniskino ab. Da war zum Beispiel jene junge Frau, die ein Auge auf ihn geworfen hatte und sich ihm immer wieder näherte. Oder hatte er sich alles nur eingebildet. War es vielleicht gar nicht so? Doch, es war wohl so, und beim Denken an diese Frau fühlte er in seinem Leben ein Gewitter aufziehen. Er stellte sich, im Gedankenkino, schutzsuchend unter eine Eiche. Aber auf der Empore einer Kirche wächst doch keine Eiche. Nein, gewiss nicht. Eichen gibt es hier nicht. Aber ihm war, als ob er sich unter eine Eiche stellen könnte, die schützend ihre starken Äste über ihn ausbreitete. Vielleicht war es ein Engel Gottes, in Gestalt eines Menschen. Er spürte das Aroma einer starken Seele, die sich unauffällig, schweigend und unsichtbar unter die andern mischte.
Sein Mittagessen schmeckte ihm vorzüglich. Da er eine Wanderung im heimischen Schwarzwald vorgeplant hatte, wollte er mit dem Essen zurückhalten, um hinterher etwas beweglicher zu sein. Vernunft und gesunder Menschenverstand lagen so sehr im Widerstreit mit seinen Begierden. Ein kleiner Mittagsschlaf, dann die vertraute Stimme seiner Gemahlin, die zum Aufbruch mahnte. Herrlich der Anstieg auf die Berge, wenngleich die Sonne ihm den Schweiß aus den Poren trieb. Immer hielt er sein Taschentuch in der Hand, um den Schweiß von der Stirn abzuwischen. Schließlich fand man sich in einer Gastwirtschaft bei kühlem Trunk und kräftigender Brotzeit wieder. Müde sank er, nach Rückkehr und Kleiderwechsel, in den Fernsehsessel. Auch seine Frau war müde, nach dem langen Tag. Daher legte sie sich bald schlafen.
Die Filmrolle seines Gedächtniskinos war zu Ende. Er regte sich in seinem Bett, befühlte sich selbst mit seinen kräftigen Bauarbeiter-Händen und suchte eine passende Stellung zum Einschlafen. Sandmännchen komm und streu mir Schläfrigkeit in die Augen. Bring mir den Schlaf, jenen Vorboten des Todes, und lass mich ihm die Hand reichen, vertrauensvoll und freundschaftlich. Das Einsinken in die Bewusstlosigkeit erfüllte ihn wie ein langer schwebender Akkord, der langsam anhebt, anschwillt, und nach mächtigem Rauschen milde verklingt und verebbt. Das Leben ist schön, dachte er bei sich, aber noch schöner sind die Dunkelheit und die Nacht.


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Beitrag #2 |

RE: Ein Tag
Guten Abend, Hans Werner.

Nachdem ich Dich viel zu lange warten ließ, geht es jetzt nahtlos weiter. Icon_wink

Technische Anmerkungen:
Zitat:Gunter Grapuschke hatte wieder einmal einen Tag verbracht, zugebracht in jenem Müßiggang, der ihm seit seiner Pensionierung zur Gewohnheit geworden war. Früher war er Bauunternehmer,
Mir kommt es merkwürdig vor, dass ein Bauunternehmer (als ehemals Selbständiger) pensioniert ist. Wäre er ein Beamter gewesen, oder hätte sonstwie in einem öffentlich-rechtlichen Verhältnis gestanden - dann hätte ich nichts gesagt. Icon_wink

Zitat:Davor hatte er Angst. Diese gleichbleibende Angst überzog beständig seine Augen wie ein grauer Himmel.
Dopplung, die man aber wunderbar miteinander verbinden könnte.

Vorschlag:
Davor hatte er Angst, die ihn gleichbleibend beständig seine Augen überzog wie ein grauer Himmel.

Oder:
Davor hatte er Angst, die ihn beständig gleichbleibend seine Augen überzog wie ein grauer Himmel.

Zitat:Das war es denn wohl, dachte er bei sich, bevor er die Nachttischlampe ausknipste und sich in sein Bettzeug kuschelte. Eigentlich hatte er ein Atemgerät bei sich, so eine Art moderne Atemhilfe, die ihm mit Schlauch und Maske die nötige Lebenszufuhr von Frischluft einblies, ohne dass er sich dabei anstrengen musste. Ach, dachte er, so weit ist es schon gekommen. Nicht einmal atmen kannst du aus eigener Kraft. Auch das muss maschinell unterstützt werden. Was kannst du denn sonst alles nicht mehr? Wozu reicht denn sonst deine Kraft nicht mehr aus?
Er entschloss sich, das Atemgerät nicht einzuschalten, sondern seiner eigenen Lunge zu vertrauen.
Ich hatte es heute schonmal im 'Fragen und Anregungen-Thema' erwähnt, dass der Textkörper mitunter eine Landkarte für die Augen des Lesers ist.
Kurz: Ich würde den Textkörper ein wenig auflockern. Dies exemplarisch, da hier Gedanken vorkommen, die den Charakter unheimlich gut nachvollziehbar werden lassen.

Vorschlag:
Das war es denn wohl, dachte er bei sich, bevor er die Nachttischlampe ausknipste und sich in sein Bettzeug kuschelte.
Eigentlich hatte er ein Atemgerät bei sich, so eine Art moderne Atemhilfe, die ihm mit Schlauch und Maske die nötige Lebenszufuhr von Frischluft einblies, ohne dass er sich dabei anstrengen musste.
Ach, dachte er, so weit ist es schon gekommen. Nicht einmal atmen kannst du aus eigener Kraft. Auch das muss maschinell unterstützt werden. Was kannst du denn sonst alles nicht mehr? Wozu reicht denn sonst deine Kraft nicht mehr aus?
Er entschloss sich, das Atemgerät nicht einzuschalten, sondern seiner eigenen Lunge zu vertrauen.

Weiteres zu der vorgeschlagenen Vorgehenweise unter 'Fazit'.

Zitat:Sein Mittagessen schmeckte ihm vorzüglich. Da er eine Wanderung im heimischen Schwarzwald vorgeplant hatte, wollte er mit dem Essen zurückhalten, um hinterher etwas beweglicher zu sein.
Wenn das eine regionale Eigenheit der Sprache ist, will ich nichts gesagt haben.
Allerdings hadere ich damit, denn ich denke, dass es entweder:

Sein Mittagessen schmeckte ihm vorzüglich. Da er eine Wanderung im heimischen Schwarzwald vorgeplant hatte, wollte er sich beim Essen zurückhalten, um hinterher etwas beweglicher zu sein.

Oder:
Sein Mittagessen schmeckte ihm vorzüglich. Da er eine Wanderung im heimischen Schwarzwald vorgeplant hatte, wollte er sich mit dem Essen zurückhalten, um hinterher etwas beweglicher zu sein.

Oder:
Sein Mittagessen schmeckte ihm vorzüglich. Da er eine Wanderung im heimischen Schwarzwald vorgeplant hatte, wollte er mit dem Essen haushalten, um hinterher etwas beweglicher zu sein.

Zitat:Er war von einer wahren Sucht besessen, diese seltsame und so fremde Sprache zu erlernen, obwohl das Gedächtnis in seinem Alter nur noch mit Mühe neues Wissen aufnehmen und behalten konnte.
Ich möchte ehrlich mit Dir sein. Ich mag dieses Wort nicht. Heutzutage ist alles eine 'Sucht'. Und beim Fußball gibt es auch keine großen Gefühle mehr - sondern nur noch 'Emotionen'.
Nein, 'Sucht' klingt negativ, und das kann man diesem Wort schwer nehmen. Ich würde anstelle dessen ein halbwegs positiveres Wort nehmen: Drang. Leidenschaftlicher Drang - ja, das möchte ich hier an dieser Stelle empfehlen.

Inhaltliche Anmerkungen:
Zitat:Seit er mit Anbruch des schönen Sommerwetters wieder täglich Rad fuhr, waren seine Muskeln in den Oberschenkeln gestärkt und konnten sich zu einer beachtlichen Härte anspannen lassen.
Er fährt wohl einen (Welten)Wanderer S300? Mrgreen

Zitat:Er stellte sich, im Gedankenkino, schutzsuchend unter eine Eiche.
Ein sehr schönes Bild, was Du hier zeichnest.
(Und auch hier wieder: warum steht gerade so ein Kleinod mitten im Text?)

Zitat:und griff nach seinem russischen Lehrbuch. Er war von einer wahren Sucht besessen, diese seltsame und so fremde Sprache zu erlernen,
Weißt Du, ich habe mich einmal gefragt: was ist deutsch? Oder 'Deutsch'.
Ist es, was wir hier in diesem unserem Kulturkreis denken und fühlen? Ist es das, was wir schreiben? Und/oder wie wir schreiben?
Und beim 'wie' blieb ich hängen.
Wie schreiben wir heute, wie schrieben unsere Großeltern 'damals'?
Und ich fand: Sütterlin, welches ich begierig zu lernen versuchte. Allein, nur ich, das Blatt Papier und ein spitzer Bleistift.
(Das war im Zuge einer Recherche. Da kann ich 'unerbittlich' sein. Icon_wink )
Nun, ich würde nicht sagen, dass 'mein' Sütterlin heutzutage ausgereift ist, geschweige denn perfekt. Aber ich kann es fließend schreiben und lesen. (Kostprobe vom Anfang. *klick*)
Das wollte ich noch im Zusammenhang zur 'Sucht' erwähnen und um meine ablehnende Meinung zu 'Sucht' zu untermauern.
(Ich habe inzwischen auch gelernt, mit links zu schreiben. Ist zwar noch etwas langsam, aber es ist sehr intensiv. Icon_wink Aber ich will Dich nicht langweilen.)

Fazit:
Diese Geschichte - besser gesagt: Studie - erinnert mich thematisch an 'Ein Abend'. Allerdings wurde 'dort' das Thema eher düster gezeichnet, mit einem Hang zur Depression. Hier ist eher das Gegenteil der Fall.

Du schreibst dies als Studie. Dagegen kann ich kaum etwas einwenden. Interessanter wäre es aber meiner Meinung nach, wenn man der Geschichte durch eine andere Formatierung ein bisschen mehr Freiraum schenken würde.
Dabei würde die Geschichte mit ihren Worten nicht verändert werden - nur die Position derselben würde sich ändern, wie ich an obigem Beispiel versucht habe darzustellen.

Mir ist bewusst, dass dies Deins ist. Aber es wäre doch vielleicht eine Überlegung wert mit den Hilfsmitteln ein wenig zu spielen um eine andere Wirkung zu testen?

Trotzalledem die 'andere Seite' von 'Ein Abend' (so denke ich) gerne gelesen.

LGD.


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Beitrag #3 |

RE: Ein Tag
Guten Morgen Dreadnoughts,

zunächst einmal danke ich Dir sehr für Deinen ausführlichen Kommentar und für die große Mühe, die Du Dir mit meinem Text machst. Es ist für mich mittlerweile schon so etwas wie eine liebgewordene Gewohnheit, meine Texte unter der Optik Deiner sprachlich sensiblen Wahrnehmung zu lesen. Und ich darf sagen, dass Du mir immer wieder in vielen Dingen weiter hilfst und auch den Finger legst auf wunde Punkte in meinen Formulierungen. Speziell dafür danke ich Dir.

Mit dem Sprachgebrauch des Verbs "sich zurückhalten" hast Du wohl Recht. Ich werde demnächst die Stelle verbessern. Es ist schon so, dass vieles von dem, was man schreibt, landschaftlich geprägt ist. Aber vieles vom eigenen Denken, Sprechen und Schreiben ist aus dem Humus der eigenen Sprache erwachsen, die man von Mutter her als Kind gesprochen hat.

Diese "Studien", die ich so nenne, sind oft Spiegelungen meines Bewusstseins. Früher habe ich immer versucht, Handlungen zu erfinden, um eine Geschichte zu schreiben, die eben auch spannend sein soll. Mit der Zeit bin ich langsam zur Einsicht gekommen, dass die eigentlichen Handlungen sich in meinem eigenen Bewusstsein abspielen. Oft reagiert dieses Bewusstsein auf Erfahrungen des Tages oder vergangener Tage. Und das Problem, das ich dabei habe, besteht nur immer darin, den stark autobiographischen Hintergrund zu vernebeln, zu verwässern, mit einem Grauschleier zu überziehen. Natürlich kann kein Bauunternehmen "pensioniert" werden. Das ist ein kleiner Denkfehler von mir, der ich von mir selbst ablenken wollte.

Deine Voreingenommenheit gegen das Wort "Sucht" kann ich nicht ganz teilen. Es kommt etymologisch keineswegs von "suchen", sondern hängt mit gotisch "siukan" = kranksein zusammen, und wir haben das Wort noch im "Siechtum", oder im "dahin-siechen". Jede Sucht ist eine Form von Krankheit.

Es gibt am Ende Deines langen Kommentars Gedanken zum Schreiben und Sprechen, die ich noch nicht ganz einordnen kann.

Auf jeden Fall danke ich Dir noch einmal für Deine Antwort auf meinen Text.

Hans Werner


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Beitrag #4 |

RE: Ein Tag
Hallo Hans Werner.

Sieh es mir nach, wenn ich mich hier noch einmal zu Wort melde.

Du schreibst:
Zitat:Diese "Studien", die ich so nenne, sind oft Spiegelungen meines Bewusstseins. Früher habe ich immer versucht, Handlungen zu erfinden, um eine Geschichte zu schreiben, die eben auch spannend sein soll.
Kein Einwand, nur eine Feststellung. Von allen Geschichten/Studien/Erzählungen und Bildern, die ich bereits von Dir gelesen habe, fällt mir immer wieder der Alters-Simulator ein.
Nein, keine spannende Geschichte - aber eine die den Finger auf eine Wunde legt, die jedem widerfahren wird. Ein Denkmal im Sinne des Wortes.
Natürlich steckt in jedem Werk auch eine Menge vom Verfasser selbst, aber es ist doch letztendlich die Umsetzung, die die Botschaft (oder das Bild) zum Leser trägt.

Zitat:Deine Voreingenommenheit gegen das Wort "Sucht" kann ich nicht ganz teilen.
Es ist mir klar, dass es das Wort schon vor meiner Geburt gab. Genauso wie 'Kommunizieren', 'Emotionen' etc., die heutzutage im Übermaß verwendet werden um ein geändertes (moderneres) Sprachverhalten zu provozieren, beziehungsweise zu manifestieren.
Trotzdem hat das Wort einen negativen Beigeschmack - und diesen in Verbindung mit dem Lernen einer Sprache? Nein, das ist keine Krankheit, keine Sucht - das ist Wissbegier oder eben der leidenschaftliche Drang.
Kurz: das angesprochene Wort wird heutzutage mitunter falsch gesetzt. Das in der Handlung auftauchende 'Lernen einer Sprache' sollte mMn positiv bewertet werden.

LGD.

Edit:
Das hört sich von mir - jetzt, wo ich es nochmals Korrektur lese - sehr egoistisch/wichtigtuerisch/überheblich an. Das soll es nicht sein, sondern nur eine Anmerkung. Es ist Dein Werk.

LGD.


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