Es ist: 29-10-2020, 11:46
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München - Eine historische Kurzgeschichte (Teil 3.1)
Beitrag #1 |

München - Eine historische Kurzgeschichte (Teil 3.1)
Teil 1
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So, der neue Teil geht nun online, in zwei Teilen, da er etwas länger ist als die vorangegangen beiden Kapitel. Heinrich sollte im Wald warten und so geschieht es auch...


Heinrich wusste, was zu tun war.
„Wir warten im Wald“, sagte er zu Markwart. Dann kehrte er zu seinen Soldaten zurück und erklärte ihnen, welches Hindernis sich ihnen in den Weg stellte und wie er damit umzugehen gedachte.
Natürlich, die Soldaten kümmerte es nicht, dass sie sich im Wald verstecken sollten.
Aber Cuno stöhnte sofort auf und nur die Angst vor Heinrich verhinderte, dass er wieder begann, sich zu beschweren.
„Stört Euch das?“, fragte Heinrich ihn lauernd. Allmählich wird dieser Fettklops nervig.
„Nein“, erwiderte Cuno wenig überzeugend – doch für den Moment genügte dies dem Welfen, hatte er doch Wichtigeres zu tun.
Also nickte er und gab mit einem Handzeichen die Anweisung, in Richtung Wald loszureiten.

Es war eine ganz und gar ungewöhnliche Stimmung vor dem Angriff. Locker, leicht, nicht ein Hauch von Ängstlichkeit lag in der Luft. Auch die Soldaten wussten, dass Otto sogar diesem kleinen Trupp nichts entgegenzusetzen hatte. Die meisten vertrieben sich die Zeit mit Würfelspielen. Die Berater selbst spielten ein Kartenspiel unter sich. Eine selten erlebte Einheit, dachte Heinrich spöttisch.
Markwart schien sich zumindest nicht zu unwohl zu fühlen, während Adelman – vielleicht auch unbeabsichtigt – eine gewisse Arroganz ausstrahlte. Heinrich vermutete, dass dieser sich für zu hochstehen hielt, um mit gewöhnlichen Soldaten zu verkehren – ein Charakterzug, den der Welfe von sich selbst kannte. Er unterhielt zwar eine hervorragende Armee, die Soldaten gehorchten ihm aufs Wort und er verstand es mit hitzigen Reden, ihren Kampfgeist zu wecken. Doch hielt er sich lieber in seiner Residenz Braunschweig auf als mehr Zeit wie nötig mit den niedriggestellten Soldaten zu verbringen. Prunk und Ruhm in Braunschweig entsprachen eher seinen Vorstellungen, doch auch das Schlachtfeld liebte der Löwe. Zwei gegensätzliche Vorstellungen, die Heinrich in sich vereinte. Aber vielleicht waren sie gar nicht so gegensätzlich, wie es auf den ersten Blick schien.
Die gehobene Gesellschaft liebte Heldengeschichten und Heinrich hatte eben vor, sich selbst ebenfalls in einer zu verewigen. Ein Bindeglied zwischen dem Schlachtfeld und dem Prunk, ein Bindeglied zwischen zwei Welten, in denen Heinrich lebte.
Er betrachtete Cuno. Der Mann hatte sich und seinen Wanst zusammen mit einer Bierflasche auf eine Decke befördert, wo er nun saß und ziemlich angespannt wirkte. In seinem Element war er auf keinen Fall, aber das war keiner der Berater, Eckart wirkte da noch am Natürlichsten, aber dem verarmten Gelehrten war in seinem Leben schon so Einiges abverlangt worden – wahrscheinlich hatte er schon schlimmere Situationen erlebt. Der dünne Mann, Ciprianus, hingegen zitterte leicht und das, obwohl es recht warm war. Auch ihm widerstrebte der Einsatz hier, aber er hatte sich, wie die anderen Berater, gut unter Kontrolle. Alle wussten, wie schnell Heinrich seine Bediensteten entließ.
Der Welfe selbst wartete. Wartete, ohne irgendetwas zu tun. Er bereitete sich für den bevorstehenden Kampf vor, so klein dieser auch sein mochte.
In diesem Moment kam der Soldat, den er als Späher eingeteilt hatte, zurück und meldete ihm, die Brücke wäre abgesehen von zwei Wächtern leer. Es konnte los gehen. Ein Lächeln überspielte die Lippen Heinrichs. Der Kampf würde kurz werden und sie wären drückend überlegen. Heinrich mochte es, wenn seine Armee überlegen war, denn sie war sein Statussymbol und je ehrfurchtsvoller die Gespräche und Gerüchte über sie wurden, desto besser wurde auch sein Ruf.
„Auf in den Kampf!“, rief er. Die Soldaten mussten nur aufstehen, hatten sie doch in voller Rüstung gewürfelt. „Angriff!“, befahl er und der Trupp setzte sich in Bewegung.


Der Wächter stand wachsam am Eingang zur Brücke. Er wusste, dass die meisten Soldaten sich während ihres Wachdienstes nur nach dessen Ende sehnten. Für ihn eine zweifelhafte Einstellung. Er genoss es, einem anständigen Herrn dienen zu dürfen. Er kannte Otto von Freising und wusste, dass er ein gütiger Mensch und das christliche Leben wirklich lebte. Er tat nicht nur so, wie so viele anderen Bischöfe, er war ein wahrer Diener Gottes. Und er, Dythmar, sah sich als wahrer Diener des Bischofs.
Als Wächter einer Brücke war man nur selten für die Abwehr von echten Angriffen zuständig. Man hatte mehr kleine Streitereien zu bereinigen und aufständische Händler zu beruhigen.
Der zweite Wächter, Bertolf hatte sich auf den Speer gestützt und war in einen Art Halbschlaf gesunken. Missbilligend sah Dythmar ihm dabei zu. Doch einen wirklichen Vorwurf konnte er ihm nicht machen. Kaum einer bemühte sich mit so viel Eifer darum, eine gute Arbeit zu leisten wie er. Außerdem gab es gerade wirklich nichts zu tun. Die Brücke war vollkommen leer. Er sah sich nach hinten um, doch auch von der anderen Seite kam niemand.
Gelangweilt ließ er den Blick in die Ferne schweifen. Der Weg verlief um den Hügel herum und dann in die Richtung Salzburgs. Durch den Wald auf dem Hügel ging verständlicherweise keine Straße. Die Bäume wiegten sich im Wind – der gar nicht vorhanden war, wie Dythmar nun erschrocken auffiel. Was geschah da? Im nächsten Moment wusste er es. Ein Trupp Soldaten mit glänzenden Rüstungen, die, das Schwert bereits aus der Scheide gezogen, den Hügel hinunterrannten, kam direkt auf die Brücke zu. Hinter ihnen folgten weitere Männer, ebenfalls in Rüstung, die brennende Fackeln in der Hand hielten. Ein Angriff auf die Brücke!
„Alarm“, weckte er seinen Kameraden. „Ein Angriff!“ Dieser schreckt hoch und war sofort wieder wach – um festzustellen: „Wir müssen fliehen!“
„Hat dich der Mut verlassen?“, fragte Dythmar verwundert. „Hol lieber Verstärkung. Wir müssen diese Brücke verteidigen!“
„Du bist doch von allen guten Geistern verlassen! Das ist kein schlecht ausgerüsteter Räubertrupp! Siehst du nicht das Wappen? Das ist das von Heinrich von Bayern. Uns bleibt gar keine andere Möglichkeit als zu fliehen.“
Der Trupp war inzwischen tatsächlich so viel näher gekommen, dass man nun das Gesicht des Anführers erkennen konnte. Es war tatsächlich Heinrich!
Warum um Himmels Willen greift Heinrich unsere Brücke an?
„Für welche Feiglinge würden wir gehalten werden, wenn wir nun, da der erste Angriff auf die Brücke, die uns zum Schutz angetragen wurde, naht, einfach fliehen? Wir müssen wenigstens Widerstand leisten. Ich will mich nicht für alle Ewigkeit an diesen Tag als einen Tag der Schmach erinnern.“
„Wenn wir hier bleiben, ist es ungewiss, ob wir diesen Tag überleben, Dythmar“, antwortete sein Kamerad in einem Tonfall von nervöser Ungeduld. „Komm endlich! Sie sind gleich da!“
„Bitte, Bertolf, hole Verstärkung!“, flehte Dythmar seinen Kameraden an. "Also gut", erwiderte der Angesprochene. "Aber ich glaube kaum, dass viele deiner Meinung sein werden."
Dythmar ignorierte den zweifelnden Tonfall seines Kameraden. "Danke", sagte er. "Bis dahin werde ich sie allein aufhalten."
Doch Bertolf war schon losgelaufen. Der Wächter zog sein Schwert aus der Scheide. Eigentlich war es mehr ein Dolch, aber die Männer, die ihn ausgerüstet hatten, hatten wohl kaum im Sinn gehabt, dass ein so mächtiger Heerführer wie Heinrich der Löwe einen Angriff auf die Brücke plante. Also stellte er sich breitbeinig hin, hielt den Dolch mit beiden Händen und gab sich Mühe, so unerschrocken wie nur möglich zu wirken.


Heinrich hatte mit seinem Trupp zwei Drittel der Strecke zur Brücke hinter sich, als er sah, wie einer der beiden Männer losrannte, wahrscheinlich vor ihm flüchtete, während sich der andere in der Mitte der Brücke aufstellte. Ist das alles, was du zu bieten hast, Otto?, fragte er bei sich. Armselig. Der Mann behinderte seinen Angriff vielleicht. Aber mehr wie eine Stechmücke einen erwachsenen Mann. Ein Schlag und sie wäre tot. So weit wollte es der Welfe jedoch nicht kommen lassen. Das würde einen schlechten Eindruck auf Friedrich machen und in jedem Falle wäre es besser, dieses Vorhaben ohne Opfer hinter sich zu bringen.
"An Eurer Stelle würde ich gehen", sagte er deshalb in einem drohenden Tonfall zu dem Wächter, als er angekommen war. Nun blickte er herablassend von seinem Ross zu dem jungen Mann mit schwarzen, kurzen Haaren.
Dieser aber machte keine Anstalten, Heinrichs Aufforderung nachzukommen. "Gleich wird zahlreiche Verstärkung kommen und Euch verjagen, die ihr unrechtsmäßig die Brücke eines Dieners Gottes zerstören wollt."
Das war also ein ergebener Diener Ottos. Aber dieser würde dem Bischof auch nicht weiterhelfen.
Heinrich beschloss, die Angelegenheit ohne große Umstände zu regeln.
"Ihr könnt froh sein, dass wir uns nicht im Krieg befinden", sagte der Welfe in einem leisen, gefährlichen Tonfall. "Denn sonst wäre Euer Kopf schon längst gerollt." Dann wandte er sich an seine Soldaten. "Schnappt ihn euch!"
Jetzt lächelte der Welfe. "Und dann zündet die Brücke an!"

Fortsetzung folgt...

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #2 |

RE: München - Eine historische Kurzgeschichte (Teil 3.1)
Hallo rex,

es geht los!
Aber wie ... ganz ehrlich, mein einziger Gedanke zu diesem Teil ist: Warum lässt du deine Figuren immer alles ausdiskutieren? Warum wird jeden Entscheidung bis ins kleinste Detail erörtert? Der Dialog zwischen den beiden Wächtern wirkt auf mich sehr erzwungen und unangebracht. Es ist ihre Aufgabe, die Brücke zu beschützen - ich will nicht sagen: "Komme, was da wolle", aber sie sollten doch schon wissen, was sie tun sollen, wenn jemand die Brücke angreift oder sie unberechtigt überqueren will. Sollen sie Hilfe holen? Wie Zeit schinden? Sollen / dürfen sie fliehen?
Ich habe kurz lachen müssen, als der schlafende Wächter aus dem Schlaf hochschreckt und meint, sie müssten fliehen Icon_wink. Nein, es ist ihre Aufgabe, diese Brücke zu beschützen und das ist ihnen hoffentlich klar. Auch Dythmar wirkt auf mich viel zu abgeklärt. Du stellst ihn als treuen Gefolgsmann Ottos da - konterkarierst damit seinen Nebenmann -, aber wie sieht es aus mit Angst, Herzklopfen, Nervosität, HerzRASEN? Sprechen sie miteinander oder schreien, keifen, fluchen sie? Schnaufen sie durch? Sprechen sie schneller, kürzere Sätze? Hektische Sätze? Fluchen sie? Wo ist die Aggression, die Panik? Das fehlt mir bei den beiden völlig.
Schau dir die gesamte Wächterszene noch einmal an und überleg dir, ob das wirklich realistisch ist: Würden sich Wächter so verhalten?
Ein paar Beispiele direkt dazu:
Zitat:„Hat dich der Mut verlassen?“, fragte Dythmar verwundert.
Wieso der Mut? Es ist doch ihre Aufgabe! Das hat nichts mit Wut zu tun. Und in dem Moment wird Dythmar vllt auch nicht mehr verwundert fragen, sondern intensiver sprechen, schreien, zwischen den Zähnen heraus wüten, ... gib ihnen mehr Leben. Du neigst dazu, die wörtliche Rede sehr einfach zu ummanteln ... sagen, meinen, fragen ... aber es gibt so starke Verben, die viel Leben in die Szene bringen ... Icon_wink
Zitat:Warum um Himmels Willen greift Heinrich unsere Brücke an?
Weiß er denn schon, dass der Angriff der Brücke und nicht dem Dahinter gilt? Und selbst wenn: Ich würde mich eher fragen: "Verdammte Sch..., was soll ich bloß tun?!"
Zitat:„Für welche Feiglinge würden wir gehalten werden, wenn wir nun, da der erste Angriff auf die Brücke, die uns zum Schutz angetragen wurde, naht, einfach fliehen? Wir müssen wenigstens Widerstand leisten. Ich will mich nicht für alle Ewigkeit an diesen Tag als einen Tag der Schmach erinnern.“
Auch das ... nein, es geht nicht darum, ob ihr Feiglinge seid. Es geht darum, dass ihr die Brücke bewachen sollt. Und dann tut es doch auch! Hier klingt es, als könnte er es mental nicht verarbeiten ... Otto macht euch die Hölle heiß, Freunde! Und das ist ihnen doch sicher auch bewusst, hm? Icon_wink
Zitat:"Aber ich glaube kaum, dass viele deiner Meinung sein werden."
Das ist ja aber keine Ansichtssache, sondern es geht darum, ob sie ihren Job tun oder nicht ...
Zitat:"Danke", sagte er. "Bis dahin werde ich sie allein aufhalten."
Auch hier: Hab bei der ganzen Szene vor Augen, dass die beiden gerade sehen, wie 15 gut bewaffnete Männer auf sie zurennen - bei Nacht, mit Fackeln in der Hand. Da hast du nicht so viel Zeit zum Erötern und bedanken und kein "Danke", sondern ein "Los!"

Ich hoffe, du merkst an den Anmerkungen, woran es in diesem Teil vor allem hapert. Die ruhigen Stellen gelingen dir ganz gut. Du neigst aber auch hier dazu, zu viel zu erzählen und dabei kommst du nicht sehr schnell voran. Zum Beispiel die Umschwungszene vor dem Angriff.
Zitat: Die Bäume wiegten sich im Wind – der gar nicht vorhanden war, wie Dythmar nun erschrocken auffiel. Was geschah da? Im nächsten Moment wusste er es. Ein Trupp Soldaten mit glänzenden Rüstungen, die, das Schwert bereits aus der Scheide gezogen, den Hügel hinunterrannten, kam direkt auf die Brücke zu.
Der Übergang ist total gut gelungen "Die Bäume wiegten sich im Wind - der gar nicht vorhanden war"
Dann schreibst du "wie Dythmar nun erschrocken auffiel", hm ... es fällt ihm auf ... na, aber du schreibst ja aus seiner Warte ... "Dythmar zuckte zusammen", "Dythmar blinzelte, um besser erkennen zu können ...", ...
"Was geschah da? Im nächsten Moment wusste er es ..." -> Als Leser weiß ich es ja schon längst. Diese beiden Sätze sind nicht nötig, denn ihren Inhalt kannst du viel interessanter rüberbringen, indem du uns beschreibst, wie es mit Dythmar wirklich weitergeht. Was tut er? Wie guckt er? Wahrscheinlich steht ihm die Panik ins Gesicht geschrieben ... gib uns einen Einblick davon.
"Ein Trupp Soldaten mit glänzenden Rüstungen, die, das Schwert bereits aus der Scheide gezogen, den Hügel hinunterrannten, kam direkt auf die Brücke zu." -> Der Satz hat sprachlich schöne Elemente. Aber auch hier: Ihm kommen die entgegen gerannt. Keine Zeit für lange Erklärungen und Sätze. Mein Vorschlag ist, ihn auseinander zu ziehen und zwei, drei Sätze daraus zu machen. Zum Beispiel:
"Ein Trupp Soldaten rannte den Hügel hinunter. Schwerter und Rüstungen glänzten in ihren Fackeln. Sie kamen direkt auf ihn zu."
Das sind natürlich nur Vorschläge, aber an dieser Stelle zeigt sich ganz gut, woran du sprachlich noch arbeiten musst: Präziser und weniger verschachtelt schreiben. Und mehr zeigen, weniger erzählen. Vor allem das solltest du immer im Hinterkopf behalten Icon_smile

Eine andere Sache, die mir in diesem Teil aufgefallen ist, ist die Perspektive, bzw.: Dass es plötzlich eine gibt Icon_wink Du schreibst erst aus Heinrichs Sicht, dann aus Dythmars. Das fügt sich nicht so gut mit den ersten beiden Teilen zusammen, in denen du ja sehr distanziert bleibst. Da liest es sich seltsam, plötzlich kursiv gesetzte Gedankeneinschübe von Heinrich zu sehen.

Ohje, ohje, bin ich wieder lang. Ich geh mal direkt zu den sonstigen Anmerkungen und dann geht's auf zum nächsten Teil Icon_smile
Zitat:Die meisten vertrieben sich die Zeit mit Würfelspielen. Die Berater selbst spielten ein Kartenspiel unter sich.
Hier ist nicht ganz klar, wen du mit "die meisten" meinst, es sind ja die zuvor genannten Soldaten. Vllt "Die meisten von ihnen"
Zitat:eine gewisse Arroganz ausstrahlte. Heinrich vermutete, dass dieser sich für zu hochstehen hielt
Was meinst du mit "hochstehen(d?)" Überlegen? Höherer Rang? Adel?
Zitat:ein Charakterzug, den der Welfe von sich selbst kannte. Er unterhielt zwar eine hervorragende Armee, die Soldaten gehorchten ihm aufs Wort und er verstand es mit hitzigen Reden, ihren Kampfgeist zu wecken.
Show, don't tell Icon_wink
Und: Das denkt er in dem Wortlaut von sich selbst ... passt sich nicht so gut ein in die neue personale Erzählweise.
Zitat:in seiner Residenz Braunschweig auf als mehr Zeit wie nötig mit den niedriggestellten Soldaten zu verbringen
... auf, als ...
"mehr Zeit als nötig", auch wenn du dann eine Dopplung drin hast
Zitat:Ein Bindeglied zwischen dem Schlachtfeld und dem Prunk, ein Bindeglied zwischen zwei Welten, in denen Heinrich lebte.
Wdh. von "Bindeglied", das zweite kannst du einfach löschen.
Zitat:In seinem Element war er auf keinen Fall, aber das war keiner der Berater, Eckart wirkte da noch am Natürlichsten
Vllt ein Punkt vor "Eckart"
"am natürlichsten"
Zitat:Er bereitete sich für den bevorstehenden Kampf vor, so klein dieser auch sein mochte.
vorbereiten auf Icon_wink
Zitat:Der Kampf würde kurz werden und sie wären drückend überlegen. Heinrich mochte es, wenn seine Armee überlegen war, denn sie war sein Statussymbol und je ehrfurchtsvoller die Gespräche und Gerüchte über sie wurden, desto besser wurde auch sein Ruf.
Na ja, seine Armee. Ein Dutzend Soldaten und seine Berater ... das ist ja gerade nicht seine Armee, oder?
Zitat:„Auf in den Kampf!“, rief er. Die Soldaten mussten nur aufstehen, hatten sie doch in voller Rüstung gewürfelt. „Angriff!“, befahl er und der Trupp setzte sich in Bewegung.
Hier fehlt wirklich ein Satz über die Berater. Räumen sie langsam ihre Karten weg? Was passiert mit den Würfeln? Lassen sie die liegen oder steckt die einer ein. Auch hier geht etwas mehr. Das muss wirklich nicht viel sein, aber an diesen Stellen kannst du mit wenig Anstrengung viel Atmosphäre schaffen.
Zitat:Der Wächter stand wachsam am Eingang zur Brücke.
*lacht* Ja, das sollte er auch tun: Wachsam dastehen, der Wächter Icon_wink
Das ist ein bisschen doppelt, dann auch mit dem Wachdienst im nächsten Satz. Vllt steigst du ein mit seinem schweifenden Blick? Über den Hügel oder zu seinem Kollegen oder auf die Brücke oderoderoder? ...
Zitat:Der zweite Wächter, Bertolf hatte sich auf den Speer gestützt und war in einen Art Halbschlaf gesunken.
Bertolf, hatte ...
Der Satz steht ganz schön tief in der Vergangenheit. Lässt sich das vllt ins Präteritum heben? Der zweite Wächter war in eine Art Halbschlaf gesunken, auf den Speer gestützt ...
Hm ... vllt fällt dir was ein? Icon_smile
Zitat:Kaum einer bemühte sich mit so viel Eifer darum, eine gute Arbeit zu leisten wie er.
Deine Figuren neigen manchmal zum Selbstlob, dass es einem fast leidtun kann ... hier ist es wirklich etwas viel Icon_wink

So, wollen wir mal sehen, wie es mit der Brücke weitergeht Icon_smile
Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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