Es ist: 13-04-2021, 20:45
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Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Beitrag #1 |

Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Sanyasala, und wieder ein Teil von Epic Nick - nun, da ich wieder Zeit hatte, diesen Akt mit etwas Abstand zu betrachten. Ich überarbeite auch gerade noch einmal ein paar Sachen im Prolog und schreibe versuchsweise etwas weiter, allerdings muss ich beschämend bekennen: Das detaillierte Skript ist irgendwo in meine Zimmer verschollen. Ich kann für nichts garantieren, aber ich suche wie eine Wahnsinnige *heugabel*



Akt 2 (Teil 3 von x)

Die Schwärze verlor sich in flackernder Düsternis und Kälte, die sich Nick unerbittlich und hart in den Rücken presste. Es dauerte einige verwirrte Momente, bis er merkte, dass er zitterte. Seine Zähne schlugen im klirrenden Vibrato aufeinander, begleitet von einem seltsamen Singsang, der aus den Schatten wiederzuhallen schien. Nick wollte sich aufrichten, schaffte es aber noch nicht einmal, sich auf die Seite zu rollen: Wie von einem schweren Gewicht gehalten verweigerten seine Gelenke den Dienst, gerade einmal den Kopf konnte er drehen. Eisig kalter Stein empfing seine Wange, als er es tat, und Nick keuchte unwillkürlich. Eine träge Atemwolke hing sichtbar vor ihm in der Luft und wurde von den nachfolgenden Atemstößen fortgewirbelt, berührte eine breite Eisenmanschette, die mit dem steinernen Untergrund verschmolzen schien. Sie umschlang seinen Arm, auf dem sich alle Härchen aufgestellt hatten.
Gefesselt!
Mit einiger Anstrengung schaffte es Nick, den Kopf zu heben – und sah, dass auch seine Fußgelenke fest umschlossen waren. Verzweifelt versuchte er, an den Fesseln zu rütteln und sich daran zu erinnern, was ihm als letztes widerfahren war. Vergeblich – obwohl: Er war bei der Mühle gewesen, hatte das Mehl getragen ... Marc tauchte als gekrümmte Gestalt vor seinem inneren Auge auf und dann drei seltsame Frauen – richtig! Die Fremden mit den schwarzen Umhängen, sie hatten ihn um Hilfe gebeten. Als hätten sie diesen Gedanken mitbekommen, hörte Nick ihre Stimmen von der anderen Seite.
„Hast du wirklich an alles gedacht?“, fragte eine besorgt.
„Natürlich, ich bin doch keine Anfängerin!“
Letztere war ziemlich sicher die Kleine. Nick kniff die Augen zusammen und verharrte möglichst regungslos. Mit den Fesseln fiel ihm das nicht schwer. Der gebrochene Klang der Stimmen hallte durch den Raum, in dem sie sich befanden, und wurde doch immer deutlicher.
„Was ist mit dem hier?“
Nun hörte Nick auch Schritte, die über einen harten Untergrund schlurften, und der Frost in dem heiseren Alt trieb ihm einen Schauer über den Rücken. Die Greisin, er erinnerte sich zu gut an ihre zeitzernagte Erscheinung.
„Den hattest du doch die ganze Zeit, Urd, das wusste ich!“, giftete nun die Kleine. „Stimmt doch, Verdandi, das habe ich dir gesagt!“
„Jaja“, beruhigte die Stimme der freundlicheren Fremden.
Verdandi ... diesen Namen hatte Nick bereits einmal gehört, aber er konnte sich nicht entsinnen, wo! Mit schockstarren Gliedern lag er auf dem kühlen Stein und versuchte, möglichst flach zu atmen. Es gab keinen Gedanken daran, was das bringen sollte, nur den Instinkt, es einfach zu tun.
Da verstummten die Schritte der drei Frauen mit einem Mal und Nick spürte ihre Präsenz dicht neben sich.
„Der arme Kerl“, bemerkte die freundliche Frau in einem mitleidigen Tonfall, der Nick überhaupt nicht gefiel, und er hielt die Luft unwillkürlich an.
„Sag jetzt nicht, aus ihm hätte etwas Großes werden können“, keifte die Greisin. „Das hast du bislang jedes Mal gesagt, wenn es um solche Typen ging!“
„Ich mein ja nur“, murmelte die andere ein Antwort, woraufhin sich Schritte wieder entfernten. Aber als Nick schon ausatmen wollte, legte sich eine Hand kalt auf seinen ausgestreckten Arm. Ein Schauder überlief ihn und hinterließ eine Gänsehaut wie Schmirgelpapier.
„Tut mir Leid“, flüsterte die Stimme der Freundlichen. Nick warf den Kopf herum und starrte der Frau ins Gesicht. Es war näher als er gedacht hatte, er musste erhöht auf einer Art Podest liegen. Angst durchflutete ihn, mehr denn je zuvor, und ließ ihm Wasser in die Augen steigen.
„Bitte“, krächzte er heiser, hörte selbst kaum seine eigene Stimme, „was habt ihr mit mir vor? Lasst mich frei, bitte ... bitte ...“
Erschrocken fuhr die Fremde zurück. Einen Moment lang hatten ihre mitleidigen Augen dicht über ihm geschwebt, etwas traurig und grasgrün. Nick hatte noch nie in seinem Leben eine solch intensive Färbung gesehen. Beide verharrten für einige Sekunden, in denen sie einander anstarrten, bis die Kleine in sein Sichtfeld trat.
„Hey, was ist?“ Sie kam noch einen Schritt näher und stemmte die Hände in die kindlichen Hüften, ihr Blick fiel nur zufällig auf Nick.
„Er ist wach.“ Die ältere der beiden Frauen riss ihren Blick von Nicks los und klopfte mit dem Fingerknöchel zart gegen eine der Eisenmanschetten. „Aber er wird nicht weglaufen.“
„Gut. Dann komm jetzt, Urd und ich haben keine Lust, diesen mordsschweren Kübel alleine auf das Podium zu tragen!“
Nick beobachtete ein feines Lächeln auf dem Gesicht der freundlichen Fremden.
„Du meinst, ihr schafft es nicht zu zweit.“
„Du kannst doch auch einmal schuften, Verdandi!“, schnaubte die Kleine und trabte erhobenen Kopfes davon. Die andere folgte ihr und Nick wand sich verzweifelt, um zu sehen, wohin sie gingen.
Zum ersten Mal bemerkte er, dass der Raum, in dem er gefesselt war, die enormen Ausmaße einer Höhle erreichte. Spärliches Licht tropfte von einem tief hängenden Kerzenkranz, dessen eiserne Arme nur schwer vor dem dunklen Hintergrund zu erkennen waren. Die drei Frauen konnte Nick nur sehen, wenn er mit viel Anstrengung das Kinn auf die Brust drückte: Unter Ächzen und dumpfen Scharren auf dem Steinboden schoben und zerrten sie etwas in sein Blickfeld, was er nicht identifizieren konnte – aber es schien sehr wuchtig zu sein, und genauso dunkel wie scheinbar alles in dieser merkwürdigen Höhle.
„Meine Güte, wieso haben wir keinen Assistenten?“, krächzte die alte Frau. „Wieso müssen wir das selbst machen, kann nicht ...“
„Nein, können wir nicht!“, antwortete die Kleine gepresst. „Wir sind ja auch bald beim Sockel ... nicht mehr weit ...“
Ein Klirren durchfuhr die Stille, sodass Nick zusammenzuckte.
„Verdammter Mist“, zischte eine der Frauen, er erkannte nicht, welche. „Mir ist der Dolch aus der Hand gerutscht, lasst den Kübel nicht darauffallen!“
Nick fühlte weitere Schauer, die Kälte kroch weiter in seinen Körper hinein und dieses Wort geisterte in seinem Kopf umher: Dolch, Dolch, Dolch ...
Es war kein guter Klang, ebenso wenig wie das metallene Scharren, mit dem eine der Gestalten ihn nun aufhob ...
„Mach schneller, Skuld“, ächzte nun die freundlichere Frau und Nick hörte mit wachsender Panik, wie Kleiderrascheln die Kleine näher an ihn herantrug.
„Nein!“ Er würgte dieses Wort hervor, war sich nicht sicher, ob jemand außer ihm es hören konnte.
Doch, konnten sie.
„Ich tue dir doch nichts“, seufzte die Kleine und legte die Waffe – Nick konnte nun erkennen, wie aufwendig der Griff und sogar der Stahl verziert waren: Das Licht ließ die verschlungenen Kurven fies glitzern – neben Nick auf die Steintafel.
„Ich ... glaube dir nicht“, zitterte Nicks Stimme wie von selbst, sein Blick und seine ganze Aufmerksamkeit waren auf die Klinge gerichtet. Sie ruhte gerade so auf dem Stein, dass er die Finger hätte strecken können, bis ihm die Gelenke versagten, ohne die Waffe auch nur zu berühren.
„Kannst du“, sagte die Kleine.
„Skuld!“, rief die Greisin. „Wenn du nicht sofort kommst und unser Opfer in Ruhe lässt, werde ich Verdandi den verdammten Kübel auf den Fuß fallen lassen und dann wird sie sehr wütend werden und dir ein oder zwei verpassen!“
„Opfer?“ Bruchstücke des Wortes krümelten über Nicks Lippen, durch seine Gedanken, aber er konnte seinen Sinn nicht erfassen. „Ich?“
Doch die Kleine – Skuld – hatte sich schon umgedreht und war zu ihren Gefährtinnen zurückgelaufen. Gemeinsam wuchteten die Frauen schließlich den schweren Kübel zu einem schemenhaft erkennbaren Podium, das, so weit Nick das erfassen konnte, in der Mitte der Höhle aus dem felsigen Untergrund wuchs.
„Und jetzt ...“, sagte die Alte zufrieden. „ ... Zack!“
Mit dem letzten Wort loderten Flammen hervor, mühsam von dem Steinkübel gehalten. Nick musste im ersten Moment die Augen schließen, das Feuer blendete ihn nach der Düsternis. Sein flackernden Schein fiel auf die Wände der Grotte und machten erkenntlich, dass sie wie im Inneren einer Blütenknospe nach oben hin zusammenliefen – nur dass Nick nicht an wundervolle Sommerwiesen dachte, sondern an etwas wesentlich Grausameres. Er hatte den Dolch nicht vergessen.
„Kann es endlich losgehen, Schwestern?“
Fortsetzung folgt ...

So, mal sehen wie dieser Teil ankommt. Jetzt geht die Geschichte ja bald so ein bisschen ins Actionreichere, da würde mich jede Meinung interessieren. Vielleicht freut es ja auch den ein oder anderen zu wissen, dass es auch noch ein paar Parts auf Lager gibt ... Vielen Dank im Voraus!

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #2 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Hallo Trinity,

ich habe jetzt wieder aufgeholt und bin immer noch ein Fan. Die Geschichte liest sich so schön flüssig und ist spannend. Ich hoffe du schreibst sehr bald weiter. Das mit dem Skript ist natürlich blöd, aber du kannst dich sicher auch so daran erinnern oder? Wobei ... ich muss auch beim Schreiben dauernd in meinen tausend Worddokumenten nachsehen, wie jemand heißt oder wie alt die Leute sind.

Ich habe mich sehr gefreut endlich Nick kennen zu lernen. Ich mag ihn, weil er so eine Heulsuse ist. Er wird sicher noch sehr unterhaltsam sein. Ich verstehe aber die Welt nicht ganz. Der Tod kam mir ziemlich modern vor, aber Nick scheint ja in einer Fantasywelt zu leben, mit Königreichen und Mehlsäcken, und Schwertkämpfern. Aber das ist okay.

So jetzt ein paar Anmerkungen:

Zitat:Mit den Fesseln fiel ihm das nicht schwer.

Irgendwie würde ich es hier bessern finden, wenn da noch ein "auch" dazwischen stehen würde. "Mit den Feseln fiel ihm das auch nicht schwer.

Zitat:Die Greisin, er erinnerte sich zu gut an ihre zeitzernagte Erscheinung.
Hier könntest du vielleicht schreiben "Er erinnerte sich wieder". Weil er sich ja noch vor einigen Momenten an nichts erinnern konnte.

Zitat:seufzte die Kleine und legte die Waffe – Nick konnte nun erkennen, wie aufwendig der Griff und sogar der Stahl verziert waren: Das Licht ließ die verschlungenen Kurven fies glitzern – neben Nick auf die Steintafel.

Das finde ich ein wenig zu lang. Kannst du nicht "neben Nick auf die Steintafel" nicht hinter "legte die Waffe" setzten? Es würde ja immer noch Sinn machen und man würde nicht aus dem Lesefluss kommen.

So das ist auch alles was mir aufgefallen ist. Wie schaffst du es nur keine Flüchtigkeitsfehler reinzubringen?

Mich würde interessieren wie du schreibst. Planst du alles bis ins Detail oder hast du nur so eine Grobe Idee und schreibst einfach drauf los? Weißt du schon wie die Geschichte endet?

Das war's erst mal von mir. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

Liebe Grüße,

Meluse



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Beitrag #3 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Sanyasala Meluse,

wow, gleich der erste Kommentar - toll Icon_jump

(11-07-2011, 10:03)Meluse schrieb: ich habe jetzt wieder aufgeholt und bin immer noch ein Fan. Die Geschichte liest sich so schön flüssig und ist spannend. Ich hoffe du schreibst sehr bald weiter. Das mit dem Skript ist natürlich blöd, aber du kannst dich sicher auch so daran erinnern oder? Wobei ... ich muss auch beim Schreiben dauernd in meinen tausend Worddokumenten nachsehen, wie jemand heißt oder wie alt die Leute sind.
Ein Fan? Cool!
Ich bin auf jeden Fall jetzt mehr dabei und natürlich habe ich mir das eine oder andere grob auch im Dokument notiert, also Namen und so. Allerdings war das Skript ziemlich detailliert, weil ich irgendwo ohne meinen PC eine Handlung entworfen habe, die mir mit allen Kleinigkeiten aus dem Hirn gepurzelt ist - da musste ich schnell schreiben, um alles aufzufangen Icon_ugly
Aber das wird, ich habe ja kein Sieb als Gedächtnis Icon_wink

Zitat:Ich habe mich sehr gefreut endlich Nick kennen zu lernen. Ich mag ihn, weil er so eine Heulsuse ist. Er wird sicher noch sehr unterhaltsam sein. Ich verstehe aber die Welt nicht ganz. Der Tod kam mir ziemlich modern vor, aber Nick scheint ja in einer Fantasywelt zu leben, mit Königreichen und Mehlsäcken, und Schwertkämpfern. Aber das ist okay.
Moderne Anklänge in den Charakteren könnte eine unterbewusste Inspiration sein, hm *grübel* Es ist mehr lockere Fantasy, mittelalterliche Welt war ein geeigneter Hintergrund, um die klassische Heldengeschichte etwas auf die Schippe zu nehmen Icon_wink

Zitat:So jetzt ein paar Anmerkungen:
Bin ganz Auge

Zitat:
Zitat:Mit den Fesseln fiel ihm das nicht schwer.

Irgendwie würde ich es hier bessern finden, wenn da noch ein "auch" dazwischen stehen würde. "Mit den Feseln fiel ihm das auch nicht schwer.
Stimmt, klingt flüssiger.

Zitat:
Zitat:Die Greisin, er erinnerte sich zu gut an ihre zeitzernagte Erscheinung.
Hier könntest du vielleicht schreiben "Er erinnerte sich wieder". Weil er sich ja noch vor einigen Momenten an nichts erinnern konnte.
Ja. Eine Alternative wäre "jetzt erinnerte er sich zu gut", aber das "wieder" ist einfacher.

Zitat:
Zitat:seufzte die Kleine und legte die Waffe – Nick konnte nun erkennen, wie aufwendig der Griff und sogar der Stahl verziert waren: Das Licht ließ die verschlungenen Kurven fies glitzern – neben Nick auf die Steintafel.

Das finde ich ein wenig zu lang. Kannst du nicht "neben Nick auf die Steintafel" nicht hinter "legte die Waffe" setzten? Es würde ja immer noch Sinn machen und man würde nicht aus dem Lesefluss kommen.
Wenn es dem Lesefluss dient, sehr gerne Icon_smile

Zitat:So das ist auch alles was mir aufgefallen ist. Wie schaffst du es nur keine Flüchtigkeitsfehler reinzubringen?
In der runtergetippten Fassung waren Flüchtigkeitsfehler. Aber ich habe eine kleine Perfektionistin auf meiner Schulter sitzen, die mit einem Zahnstocher piekt, wenn meine Mutter einen Fehler entdecken würde - und sie entdeckt jeden. Immer. Überall Icon_ugly

Zitat:Mich würde interessieren wie du schreibst. Planst du alles bis ins Detail oder hast du nur so eine Grobe Idee und schreibst einfach drauf los? Weißt du schon wie die Geschichte endet?
Unterschiedlich. Meist habe ich nur einen ganz groben Plot im Kopf oder einen Anfang oder eine gewisse Stimmung. Aber bei Epic Nick habe ich die gesamte Geschichte zuerst als Skizze aufgeschrieben (aka Skript), sodass ich schon eine ziemlich klare Vorstellung von den Sachen habe. Gut, die ein oder andere Sache ist da durchaus sehr variabel ... aber eigentlich dachte ich, die Geschichte dann recht schnell runterschreiben zu können - bevor ich irgendwie den Faden verlor. Aber nun geht es ja weiter Icon_smile
Die meisten Geschichten sind aber kaum geplant, wobei ich mir zunehmen vorher Dinge aufschreibe und damit recht festlege, damit ich nicht dutzende Anfänge auf der Platte liegen habe, nur weil ich dann rausgekommen bin, weil ich keinen Plan hatte Icon_ugly

Zitat:Das war's erst mal von mir. Ich freue mich auf den nächsten Teil.
Schön - danke für deinen Kommentar Icon_smile Der nächste Teil wird auch für diesen Akt vermutlich der vorletzte sein, aber den dritten Akt tippsel ich gerade Write

Also nochmals danke und viele lieben Grüße!
Trin


"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
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Beitrag #4 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Hallo Trin, vorerst zum letzten Mal,

na, da hast du dir ja eine tolle Stelle ausgesucht, um aufzuhören, denn man erfährt: nichts. Großes, schwarzes Nichts - ungefähr so, wie Nick es am Anfang des Kapitels beschreibt.

Aber doch, dazwischen leuchtet etwas: Ein Dolch, ein Kübel, ein gefangener Prot. Hm, ob er sich wohl gegen sein Schicksal wehren kann, da er ja schon einmal tot war/ist? Ich mag deine drei Nornen, sie haben so etwas ... ich weiß nicht, sie sind dir sehr gut gelungen, vor allem ihr Zusammenspiel, das gefällt mir sehr.

Und Nick? Ich frage mich immer noch, ob er wohl schon tot war oder nicht und bin mir sicher, dass er schon tot gewesen sein muss. Wie ärgerlich, dann nochmal umgebracht zu werden.
In diesem Teil gelingt es dir viel besser, Nicks Innenleben darzustellen - seine Angst, die Kälte, die Panik, die Konzentration auf den Moment, auf jedes Geräusch. Und dann doch die Überraschung, was wohl passieren wird in dieser absurd angehauchten Geschichte. Ich frage mich wirklich, was für ein Opferritual sich die drei Schicksalshexen ausgedacht haben. Vllt krümmen sie ihm ja nicht mehr als ein Haar. Vllt müssen sie ihn loslösen von seinem bisherigen Schicksal. Vllt stirbt er doch, aber das ist gar nicht so schlimm, denn alle guten Dinge sind drei und notfalls mutiert er zur Katze und hat noch ein paar auf Lager ... ich bin gespannt, wie es mit Nick weitergeht. Schon in Planung, wann es soweit ist?

Sprachlich ist dieser Teil wieder sehr gelungen, wie gesagt gefällt mir deine Ausdrucksweise hier viel besser. Die Bilder sind stimmig und schaffen ein Ganzes. Aber trotzdem: Es hört mittendrin auf! Mensch!

Anmerkungen:
Zitat:Es dauerte einige verwirrte Momente, bis er merkte, dass er zitterte.
"verwirrte" würde ich weglassen, weil du im Satz davor schon sehr viele Adjektive und Adverbien stehen hast.
Zitat:der aus den Schatten wiederzuhallen schien.
widerzuhallen. Das ist wie "widerspiegeln"
Zitat:Verzweifelt versuchte er, an den Fesseln zu rütteln und sich daran zu erinnern, was ihm als letztes widerfahren war.
Auch hier würde ich die Sätze trennen, denn die Verbindung durch "und" macht inhaltlich keinen Sinn. Gib ihm die Zeit, erst einmal daran rütteln, loszukommen, das ist doch primär. Und dann: Wie ist er da eigentlich hingekommen? An solchen Stellen können die Sätze auch ruhig schön kurz sein, er ist ja gefesselt und unter Hochspannung.
Zitat:Mit den Fesseln fiel ihm das nicht schwer.
*g* Ich mag deine Logik. Er versucht sich nicht zu bewegen. Na ja, ist ja auch gefesselt.
Zitat:Der gebrochene Klang der Stimmen hallte durch den Raum, in dem sie sich befanden, und wurde doch immer deutlicher.
Klar befinden sie sich in dem Raum, sonst könnte er es ja nicht hören, oder? Auch wenn ich vorher nicht gedacht habe, dass er sich in demselben Raum befindet wie die Nornen. Ich würde diese Info vllt vorher einbauen - und dafür hier auf den Einschub verzichten. Er zieht den Satz sehr in die Länge.
Zitat:Verdandi ... diesen Namen hatte Nick bereits einmal gehört, aber er konnte sich nicht entsinnen, wo!
Warum das Ausrufezeichen?
Zitat:„Ich mein ja nur“, murmelte die andere ein Antwort
Tippfehler: eine Antwort
Zitat:Es war näher als er gedacht hatte
Es? Es geht doch um die Frau, also: Sie! Icon_wink
... näher, als ...
Zitat:Zum ersten Mal bemerkte er, dass der Raum, in dem er gefesselt war, die enormen Ausmaße einer Höhle erreichte.
Auch dieser Einschub ist überflüssig. Zum einen ist er ja nicht konkret in dem Raum gefesselt, sondern auf dem Plateau, zum anderen wissen wir, dass er in dem Raum ist.
Zitat:„Meine Güte, wieso haben wir keinen Assistenten?“, krächzte die alte Frau. „Wieso müssen wir das selbst machen, kann nicht ...“
Oder wenigstens einen Praktikanten ... ein Hundeleben hat man als Norne ... *gg*
Zitat:Er würgte dieses Wort hervor, war sich nicht sicher, ob jemand außer ihm es hören konnte.
Doch, konnten sie.
Ich würde die Betonung eher auf "sie" legen, also "Doch, sie konnten."
Denn er fragt sich ja, ob ihn jemand hören kann - nicht, ob sie ihn hören können. Ähm, merkt man den Unterschied? Icon_wink
Zitat:„Ich tue dir doch nichts“, seufzte die Kleine und legte die Waffe – Nick konnte nun erkennen, wie aufwendig der Griff und sogar der Stahl verziert waren: Das Licht ließ die verschlungenen Kurven fies glitzern – neben Nick auf die Steintafel.
Dass er sich den Griff anguckt, finde ich passend - auch wenn ich eher vor der Klinge erzittern würde und mir sowas von egal wäre, wie der Griff ausschaut Icon_wink. Trotzdem ist der Einschub etwas lang geraten. Ich würde entweder bei der allgemeinen Beschreibung (kursiv) oder bei der detaillierten (unterstrichen) kürzen. Wahrscheinlich bei der allgemeinen, denn fies glitzern ist irgendwie cool Icon_wink
Zitat:Sein flackernden Schein fiel auf die Wände der Grotte und machten erkenntlich
flackernder
machte erkenntlich

So, also - wann geht's weiter?
Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #5 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Und zum letzten Mal für heute Abend Hiho!

Zitat: der aus den Schatten wiederzuhallen schien
»wider«

Zitat: an ihre zeitzernagte Erscheinung.
sehr coole Beschreibung Pro

Zitat: murmelte die andere ein Antwort,
ein = als ?

Zitat: krächzte er heiser, hörte selbst kaum seine eigene Stimme,
hier holpert es bei mir ein bisschen, das »eigene« würde ich streichen, eventuell sogar umstellen zu »hörte seine Stimme selbst kaum.«

Zitat: Erschrocken fuhr die Fremde zurück.
Ist sie erschrocken von dem, was Nick sagt? Da könnte ich keinen Grund für erkennen. Eher vermute ich, sie ist erschrocken, dass er plötzlich wach ist, aber dann müsste die Reaktion schon kommen, als er den Kopf zur Seite wirft …

Zitat: „Mir ist der Dolch aus der Hand gerutscht, lasst den Kübel nicht darauffallen!“
Die schleppen zu dritt einen ultraschweren Kübel und eine von ihnen packt nur mit einer Hand an, weil sie den Dolch nicht grad auf Seite legen kann? Wirkt sehr konstruiert, damit das Wort »Dolch« fallen kann und Nick Panik schiebt.
Vielleicht faucht eine der drei eher, dass die, die den Dolch hält, den Dolch weglegen soll, um beide Hände freizuhaben?

Zitat: und Nick hörte mit wachsender Panik, wie Kleiderrascheln die Kleine näher an ihn herantrug.
Er erkennt am Rascheln der Kleidung, dass die Kleine näherkommt? Klingt ihre Kleidung anders als die der anderen beiden?

Zitat: Nick konnte nun erkennen, wie aufwendig der Griff und sogar der Stahl verziert waren: Das Licht ließ die verschlungenen Kurven fies glitzern – neben Nick auf die Steintafel.
Das zweite »Nick« könnte man durch »ihm« ersetzen

Zitat: und dann wird sie sehr wütend werden und dir ein oder zwei verpassen!“
na, »sehr wütend« kann doch ruhig mehr sein als »ein oder zwei verpassen« … »und dich prügeln, bis du nicht mehr sitzen kannst« oder sowas wäre doch viel mehr Drohung als zwei Ohrfeigen Icon_wink

Zitat: dass sie wie im Inneren einer Blütenknospe nach oben hin zusammenliefen – nur dass Nick nicht an wundervolle Sommerwiesen dachte, sondern an etwas wesentlich Grausameres.
Wäre das ganze in der streng personalen Perspektive (seit dem Nick-Kapitel bin ich mir darüber nicht so sicher), würde ich sagen: Wenn Nick nicht an Sommerwiesen denkt, sondern an schlimme Dinge, dann zeig dem Leser die schlimmen Dinge auch in den Vergleichen und keine Sommerwiesen Icon_wink … aber so ganz sicher mit deiner angestrebten Perspektive bin ich nicht.

Dieser Teil ging ja jetzt Richtung düster/bedrohlich … aber irgendwie will das bei mir nicht ankommen. Ich weiß nichtmal sicher, ob es an den vorangegangenen Teilen liegt, dass ich einfach den Atmosphäre-Umschwung nicht richtig mitbekommen habe, oder ob er tatsächlich nicht im Text selbst transportiert wird.
Der Situation hier stand ich eher mit einem Schulterzucken gegenüber – eher genervt von dem Gelaber der Nornen, denn ICH weiß ja schon, dass Nick geopfert werden soll. Nicks Angst kam halt nicht bei mir an. Und was die da jetzt genau tun … Ein Fass auf ein Podium schleppen, das dann brennt. Joa, mei, wenns ihnen Spaß macht Icon_wink

Ein Teil meines Problems ist definitiv, dass ich nicht mit Nick warmwerde. Er ist so … charakterlos. Bisher weiß man nur so »typische« Sachen über ihn: Jahrelang mit einer Frau befreundet, in die er sich unbemerkt verliebt, sie verliebt sich in einen anderen, der erwidert ihre Liebe nicht und sie bringt sich um. Das nimmt Nick natürlich mit. Aber interessant ist es nicht – verstehst du, wie ichs meine? Das ist so eine 08/15-Geschichte.
Trotz unendlicher Trauer kommt ihm aber nicht der Gedanke, dass er – wenn er jetzt getötet wird – mit seiner Jill wiedervereint wäre. Er kämpft aber auch nicht wirklich gegen seine Fesseln an, versucht nicht, auf die Frauen einzureden … nix.

Vielleicht ist mein Geschmack inzwischen echt zu speziell geworden, so dass ich mich mit einem Großteil der »normalen« Protagonisten nicht mehr identifizieren kann, nicht mehr mitfühle und -fiebere.

Beim Überfliegen der Kommentare hab ich bemerkt, dass ich offenbar die einzige mit einer solchen Meinung bin, daher kannst du es vermutlich getrost ignorieren *lach*
Allerdings hab ich die Kommentare jetzt schon geschrieben, da stell ich sie auch ein. Vielleicht kannst du mit der ein oder anderen Anmerkung ja doch was anfangen Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #6 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Hi Trinity,
jetzt bin ich auch wieder dabei. Icon_wink

Zitat:Seine Zähne schlugen im klirrenden Vibrato aufeinander, begleitet von einem seltsamen Singsang, der aus den Schatten wiederzuhallen schien.

"widerzuhallen"

Zitat:Nun hörte Nick auch Schritte, die über einen harten Untergrund schlurften, und der Frost in dem heiseren Alt trieb ihm einen Schauer über den Rücken

Alt? Ich weiß, dass du damit irgendwas von Urd meinst, aber irgendwie kommt das bei mir net an.

Zitat:Gemeinsam wuchteten die Frauen schließlich den schweren Kübel zu einem schemenhaft erkennbaren Podium, das, so weit Nick das erfassen konnte, in der Mitte der Höhle aus dem felsigen Untergrund wuchs.

"soweit"

Zitat:Sein flackernden Schein fiel auf die Wände der Grotte und machten erkenntlich, dass sie wie im Inneren einer Blütenknospe nach oben hin zusammenliefen – nur dass Nick nicht an wundervolle Sommerwiesen dachte, sondern an etwas wesentlich Grausameres.

Guter Satz! Pro

So, ich bin durch. Wenige Anmerkungen! Icon_smile
Allerdings habe ich Lannas Text überflogen und muss ihr zustimmen, dass Nick ein bisschen charakterlos ist. Gib ihm doch ein paar Macken oder sowas! Und wenigstens kurz könnte er an Jill denken.
Ansonsten finde ich das Kapitel wieder gut, halt ein typisches Übergangskapitel. Deswegen bin ich jetzt einfach neugierig auf den nächsten Teil. Icon_wink
LG,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #7 |

RE: Epic Nick - Akt 2 (Teil 3 von x)
Hi Trin,
das wird wohl mein kürzester Kommentar ever. Aber was soll ich machen, wenn sowohl Libbi als auch Lanna vor mir stehen? Die beiden sehen ja bekanntlich alles, und Lanna nimmt mir ohnehin immer die Worte aus dem Mund. Icon_ugly
Von daher bleibt mir nicht mehr viel zu sagen.
Ich stimme Lanna zu, dass die Nornen etwas zu viel quasseln - also nicht wirklich sinnvoll daherreden, auch kommen ihre Unterschiede nicht so groß raus. Die Mittlere ist halt die Schlichterin und die anderen beiden streiten sich. Joah. Kennst du eigentlich "Oh, my Goddess"? - ein Manga, der sich ebenfalls dieser drei Nornen bedient, hier allerdings als Göttinnen dargestellt.
Sehr unterhaltsam. Aber das nur am Rande. Icon_wink
Dein Stil ist recht flüssig und ich freue mich endlich Nick begegnen zu dürfen. Sein Geheule wegen Jill fand ich etwas nervig. Einfach weil es zu oft kommt. Vielleicht wäre er deswegen auch gar nicht so unglücklich, wenn er sterben müsste? Der Lebenswille scheint ihm schon abhanden gekommen zu sein. Kannst du dir einfach mal überlegen.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass unter den Texten noch die Verlinkungen fehlen, manchmal steht sogar noch "Fortsetzung folgt". Apropos: Wann denn?
Sodele, das wars auch schon von mir. Wie gesagt, Lanna klaut mir immer meine Worte. Icon_wink

LG
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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