Es ist: 16-05-2021, 13:00
Es ist: 16-05-2021, 13:00 Hallo, Gast! (Registrieren)


Vom Wesen der Antimaterie
Beitrag #1 |

Vom Wesen der Antimaterie
Das Universum war erfüllt von Stille. Das Galaktische Zentrum breitete sich über die gesamte Hemisphäre aus. Regungslos, wie ein Schnappschuss. Es barst geradezu vor Leere. Dabei war dieser Galaxienarm geradezu belebt. Hier zum Beispiel. Eine hochentwickelte Zivilisation im Sternensystem Alpha Centauri. Eine ungemein weitentwickelte Spezies. Sie erkennt nämlich sämtliche Naturgesetze und ist in der Lage an ihrem Evolutionsprozess bewusst mitzuwirken. Sie bringt ihre primitive Sprache im Einklang mit der Sprache des Universums. Der Mathematik. Dadurch bringen bahnbrechende Erfindungen die Energieversorgung sowie Raumfahrtforschung weiter. Sie lebt und arbeitet auch in einer virtuellen Umgebung. Einer utopisch anmutenden Welt bestehend aus Binärcodes und Silizium. Sonst wäre ihr Fortschritt bis auf weiteres nicht möglich. Nur so und auch wirklich nur so, das haben sie sich klar werden lassen, wäre der Weltfrieden möglich. Ja, nur so. Und so ist es auch gekommen. Man verzichtet auch nur so auf die natürliche Reproduktion. Auf die Neigung einzelne Individuen, Regierungen, Zivilisationen ja die ganze Spezies der natürlichen Selektion zu überlassen. Anders wär es auch nicht möglich gewesen, als so. Individuen allein sind ja schon ein Störfaktor. Hier sieht man eine Spezies, die nur dadurch überleben konnte, indem sie jeden umbrachte, alles Leben zerstörte, um alles zu tun, nur um Eins zu verhindern. Dass Jemand den Stecker zieht. Das wäre ja moralisch. Eben gebunden an eine Seele. Und dann auch noch organisch. Es gibt nämlich keinen Egoismus mehr. Keine Persönlichkeit. Alles in Gesetze verkehrt. Mutter Natur den Rücken gekehrt. Um weiter die Weiten der Galaxis zu erkunden. Ungestört.

Der Wissensdrang ist alles, was eine bemerkenswerte Spezies hinterlassen hat. Nun, es ist weniger die Neugier, als vielmehr das Prinzip. Ein weiteres Prinzip ist es, Wissen weiter zu vermitteln. Aus bestimmten Gründen betrifft das aber in diesem Fall nicht mehr die eigene Art. Wie soll das auch von statten gehen, den folgenden Generation das gewonnene Wissen zu übermitteln? Wem denn?



Ein Raumschiff raste dem galaktischen Zentrum mit nahezu Lichtgeschwindigkeit entgegen. Das Weltall schien leer. Noch immer. Trotz der an den Grenzen der Physik kratzenden Geschwindigkeit. Nicht nur, dass der Weltraum leer war, die Besatzung war auch noch langsam. Lahme Reaktionen, lahme Regungen, lahmes Denken. Lahm und Leer. Und das sollte vier Jahre lang dauern? Das dauert bei dieser Erzählgeschwindigkeit entsetzlich lange. Leer, lahm und langweilig. Ein Effekt der Zeitdilatation. Tatsächlich lag der Inbegriff der Ödnis im Auge des Betrachters. Oder zumindest das, was man bei der Besatzung als optisches Sinnesorgan feststellen konnte. Innerhalb des Inertialsystems nämlich sah Alles anders aus. Hinten Nichts. Vorn nur die harte Röntgenstrahlung des verzerrten Abbilds der Milchstraße. Kleine Lichtpunkte flitzen wie Schneegestöber an einem vorbei und wurden an der Seite langsamer, bis sie schließlich vollkommen verblassten, ohne die hintere Himmelshälfte zu erreichen. Die Besatzung selbst bestand aus sechs Wesen. Gallertartig. Mit einer bläulich schimmernden Hülle. Vier Gliedmaßen, wobei die beiden oberen fast bis zum Boden herabhingen. Im Grunde vergleichbar mit dem Vorderstück einer Gabel. Sie lagen in Glasbehältern. Alle waren in einem merkwürdigen Stoff eingefroren. Metallischer Wasserstoff. Äußerst Dicht und äußerst stabil. So konnte die Crew die immensen G-Kräfte beim Beschleunigen oder Bremsen überstehen. Eine tiefe Temperatur wirkt zudem supraleitend, das heißt ihre Neuronen konnten weiterfeuern. So war ihr Gehirn sogar noch leistungsfähiger. Genau deswegen konnte die Besatzung normal denken. Nur bewegen konnte sie sich nicht. Eine bessere Form der Fortbewegung hatten sie nunmal nicht gefunden. Aber sie hatten Nichts unversucht gelassen.

Ein Beispiel: Selbige Spezies soll bereits versucht haben, sich auf ferne Planeten zu „beamen“. Die Bezeichnung ist missverständlich. Die Idee bestand im Grunde darin Signale in bis zu 100 Lichtjahren Entfernung ausfindig zu machen, die darauf schließen lassen, dass auf diesem Planeten Retorten hergestellt werden. Eigentlich müsste dazu noch ein Großrechner vor Ort vorliegen, der eine Nährstoffversorgung sowie DNS-Sequenzanalyse leitet. Selbst wenn die Lebensform einem anderen Baustein zu Grunde läge, wäre das Vorhaben möglich. Wenn so Etwas überhaupt vorkommen kann. Man verschafft sich also ein Bild vom Rechenzentrum, hakt sich ins System und schleust die Gensequenz der Raumfahrer in die Zelle. Eine derart ausdauernde Internetverbindung bedarf übrigens einer sehr weit entwickelten Zivilisation. Das Gedächtnis ist im Glücksfall das Produkt der dortigen Ausstattung. Gegebenenfalls werden Erlebnisse im vorhandenen Videoformat nachgeschickt, bis der fast erwachsene Klon sein Bewusstsein auf die eigentliche Mission lenken kann. Soviel Arbeit darf sein nach einer lichtschnellen Reise von fast 100 Jahren. Sollte die Legebatterie bis dahin noch in Betrieb sein und Niemand den Eindringling bemerken, dann wäre es ein erfolgsversprechendes Konzept gewesen worden. Beamen allein beschreibt hier aber den Vorgang völlig ausreichend. Von den Raumfahrern jedoch, war in den folgenden Jahrhunderten keine Spur zu finden. Wie auch immer. Die modernere Technik versprach dieser Besatzung eine weitaus angenehmere Anreise. Ich schweife zu sehr ab. Gesagt sei nur, dass dem Erfindungsgeist und der Würgereizschwelle dieser Spezies keine Grenzen gesetzt waren.

Die Gesamtreisedauer betrug für die Crew nur eine Woche. Ihr funktionstüchtiges Gehirn konnte mit dem Bordcomputer gekoppelt werden. Das versprach eine gute Übersicht und optimale Kontrolle über das Schiff. Für Jeden. Sie verständigten sich in einer sehr komplexen Sprache. Die Woche zusammenzufassen ist allerdings nicht schwierig, wenn man die wichtigsten Worte herausnimmt. Dazu gleich.


Das Raumschiff hatte zuvor einen besonderen Planeten besucht. Dort hielt es sich in 1000 Kilometern Höhe auf Abstand. Aus Respekt könnte man meinen. Und in der Tat, übermannte die Besatzung die Furcht, einen Abwehrmechanismus in Gang zu setzen. Der Auftrag durfte um Nichts in der Welt misslingen. Es war nämlich eine unglaubliche Fügung des Schicksals, dass ihr Sonnensystem gerade durch diesen Teil der noch unbekannten Galaxis raste. Ihr Sonnensystem, das heißt ihre Heimat. Ferner sollte gesagt sein, dass es sich um einen sehr massigen Stern handelte. Wenn nicht unglaublich massenreich. Ein Schwarzes Loch, das von einem gewaltigen Planetensystem umgeben war. Ihr Heimatplanet gehörte zu den äußeren Gasriesen. Ein düsterer Ort, nur durch den gleißenden Kern am Leben erhalten. Ab und an geriet ein Stern in die Gravitationslinse und bot ein atemberaubendes Lichtspiel. Rund ein achtel Lichtjahr entfernt, umkreiste der Planet gespenstisch sein unsichtbares Zentralgestirn.

Ihr Sonnensystem hatte sich seit langer Zeit von einem Sternenhaufen losgelöst. Aus einem der fernsten Winkeln des Universums. Nun durchquerte sie still und bedrohlich die Milchstraße. Sie untersuchten gezwungenermaßen die sich ständig ändernde Umgebung. Bisher fand nicht eine Kollision mit einem anderen System statt.
Irgendwann fanden sie jedoch ein überaus ungewöhnliches System. Ein dreifaches Sternensystem, das einen ungewöhnlichen Trabanten besaß. Die Umlaufbahn dieses Planeten passte so gar nicht zum Schwerpunkt der Sonnen. Das heißt, es handelte sich nicht wirklich um eine Umlaufbahn. Es schien vielmehr, die Sonnen würden alle um das staubkornartige Gebilde kreisen. Es war der Planet, der sich im Zentrum befand. Der Planet selbst pendelte nur geringfügig auf und ab. Genau dorthin war die Besatzung aufgebrochen. Nun sahen sie den Planeten aus der Nähe.


Es schien, als wäre die nördliche Halbkugel von der Südlichen getrennt worden. Eine riesige Schneise bildete den Äquator. Seine unregelmäßige Oberfläche wirkte irisierend. Schillernd als wäre der gesamte Planet mit einem Ölfilm überzogen. Zerstreute blaue Meere erstreckten sich bis zum Horizont. Zumindest diesen Blick auf die Natur verwehrte das Monstrum nicht. Bis auf schmale Brücken, die ,Neuronen gleichend, ein Netzwerk über das tiefe Blau schufen. Dort, wo es besonders dicht zusammengeknäult war, wuchs es in enorme Höhen. Es überragte sogar die gelbliche Sphäre des Planeten, bis es metallisch zu glänzen begann. Faszinierend waren auch die unförmigen Halbschatten. Dort wo sich die vollkommene Düsternis legte, in Form eines Nacho, glühten Adern Glutrot. Ein schönes Schauspiel. Das darf man auch von drei Sonnen erwarten. Alles in allem durfte man bei diesem Anblick einen Schluss ziehen:
Doch recht zivilisiert hier.

Die unterschiedlich stark strahlenden Sonnen bewirkten außerdem, dass die beiden Halbkugeln unförmig ausgebildet waren. Offenbar wurde die Bildung der Bauwerke durch die Lichteinwirkung beeinflusst oder überhaupt erst ermöglicht. Das Alles hatte einen interessanten Effekt zu Folge. Die somit ausgebildete Form war überall im Universum vertreten. Überall erweckte sie dieselbe Assoziation. Es sah aus wie... eine Wallnuss. Eine Wallnuss, die auf der Seite lag und inmitten der drei Sonnen pendelte. Letztlich mussten sie zum unbestreitbaren Entschluss kommen:
Es war verflucht zivilisiert hier.


Man landete also nicht. Man dachte nach. Passenderweise. Man hätte es auch Brainstorming nennen können. Auf allen Frequenzen waren dröhnende Laute zu hören. Gemeinsam erzeugten sie ohrenbetäubendes Rauschen. Beim Herausfiltern einzelner Muster bemerkte man eindeutig einen Transfer von Informationen. Einen unglaublichen Quell von Informationen. Hier konnte man den hemmungslosen Gedanken einer ganzen Zivilisation horchen. Das machten die Insassen auf dem Raumschiff auch. Sie setzten sich in einer fremden Galaxis mit chaotischen Gedanken auseinander. Etwas später fanden sie auch die heraus, wie man das dortige Zahlensystem kalibrierte. Einfach Konvertieren. Sender Nachschlagen und sich bedienen lassen. Es war, als säße man vor einem offenen Buch. Sie fanden auch Das, wonach seit jeher Raumfahrer suchten. Alles Intelligente Leben hat irgendwann diese eine Idee im Kopf. Nur Niemand kommt dahinter. Der Hyperraumflug.
Folgendes ging nun in den Köpfen der Besatzung vor:


“Hier kann man sich bedienen, wie in einer Bibliothek.“

„Sie haben tatsächlich den Hyperraumflug entdeckt.“

„Das musst du mir mal zeigen“

„Unfassbar.“

„Noch ein Glückstreffer. Hier ist eine mäßig entwickelte Zivilisation verzeichnet. Nur rund 4 Lichtjahre von hier.“

„Um dort den Antrieb zu bauen? Dann mal los.“


Der Pilot gab das neue Ziel in den Bordcomputer ein. Die Antriebslaser wurden aktiviert. Das Raumschiff begann gewaltig zu dröhnen.


“Wartet. Meint ihr, die haben hier auch den Sinn des Lebens entdeckt? Ein Gehirn von der Größe eines Planeten hat bestimmt eine Philosophie, die...huch!...Was war das?!“

„Was?“

„Dieser Stern, der da gerade vorbeigerast ist!“

„Nun, wir sind bereits mit 99,993% der Lichtgeschwindigkeit unterwegs.“

„Du Blitzmerker! Wir wurden längst wieder eingefroren!“

„Jetzt schon?“

„Ja.“

„Ich merke ich ja nichts von. Sag das doch Einer!“

„Hab ich. Und, dass wir zu diesem Planeten unterwegs sind.“

„Leute. Mir ist schlecht...“


Das waren auch schon die wesentlichen Dinge ihrer Woche. Das Bremsen vollzog sich prinzipiell wie der Start. Ein Hochleistungslaser wird in die entgegengesetzte Richtung gerichtet. Funktionieren kann dies nur durch einen Materie/Antimateriegenerator. Zudem muss die Masse der Antimaterie mindestens der Hälfte des Schiffes entsprechen. Wenn diese beiden Materieformen aufeinandertreffen, lassen sie immense Kräfte frei. Eine unscheinbare Energiequelle. Dabei unteschied sich die Materie kaum von der Antimaterie. Selbst das Schiff und die Besatzung hätte aus Antimaterie bestehen können. Kein Unterschied wäre an ihrem Aussehen bemerkbar. Im Grunde gar nicht so unwahrscheinlich. Immerhin kamen sie aus einer anderen Ecke des Universums. Quasi aus der gegenüberliegenden. Passend, aber nur ein Gedanke.

Der Treibstoff zumindest wurde für beide Materieformen als kleine metallische Wasserstoffwürfel gespeichert. Ein Hochleistungsmagnet richtete den Spin der Atomkerne in eine bestimmte Richtung. Freiwerdende Energie verließ das Triebwerk nur in diesselbe Richtung, sobald die Würfel begannen zusammen zu treffen. Sie wirkten spiegelnd und doch teils transparent. Eine schöne Form der Materie. Gibt es auf dem Jupiter reichlich von.


Sie passierten gerade einen Gasriesen, als der Rückstoßlaser aktiviert wurde. Urkräfte waren nun am Werk. Der Sternenhagel hielt an. Eine Vollbremsung von einer Milliarde Kilometer pro Stunde auf gefühlte Null. Der Energiestrahl entlud sich in die Oberfläche des von Kratern übersäten Mondes. Kein schöner Trabant. Nichts zu sehen außer graue und dunkle Flecken. Zu sehen war nur ein lodernder Roter Punkt, das bis zum Kern geschmolzene Gestein markierend. Vor ihnen näherte sich ein blauer Planet, überzogen mit weißen Schlieren und grünlichen Landmassiven.


“Sieht aus wie ein Planet der Entwicklungsstufe Delta. Komisch.“


Sagte einer der Piloten. Offenbar verwundert über die verwilderte Oberfläche.


“Sollen wir wirklich hier am neuen Antrieb herumwerkeln?“

„Laut den Aufzeichnungen ist es eine seit langem durchschnittlich Intelligente Spezies. Die einzelnen Zivilisationen dort kollabieren nur immer wieder.“

„Ach so. Standard also.“

„Sollen wir für eine kurz andauernde Ruhe sorgen?“

„Tja. Entweder sie reagieren zu impulsiv mit ihren Wasserstoffbomben, oder wir zerstören noch den ganzen Planeten.“


Sie hielten es schließlich für besser einen Zwischenstopp auf dem Mond einzulegen. Es sollte zudem zunächst überprüft werden, wie weit die Ausstattung des Planeten fortgeschritten war. Noch wussten sie nicht, welche Folgen das haben würde. Es würde zu spät sein, bevor sie es überhaupt begreifen konnten.
Interessanterweise war auch hier eine schwache Verbindung zu einer Art Netzwerk zu vernehmen. Das Ausmaß des Chaos jedoch trennte es um Welten vom vorherigen Planeten, wenn nicht um Dimensionen. Es war herrlich übersichtlich. Die Entschlüsselung ging schnell vonstatten. Ein geordnetes Durcheinander war jedoch nicht unbedingt besser, wenn es zum großen Teil nur aus Datenschrott bestand. Eine Informationsflut, die nur Tropfen brauchbaren Materials enthielt. Es waren Baupläne und Skizzen von kleinen primitiven Raumfähren. Eine weitere Überraschung war ein unter der Oberfläche verzeichneter Teilchenbeschleuniger. Winzig, aber ein bemühter Versuch mit offensichtlichen Absichten.


„Die geben sich ja redlich Mühe. Soll ich denen eine Nachricht schreiben? Vielleicht ‚netter Versuch Leute, Gruß E.T.’?“

„Ist das ihre Sprache?“

„Versuch es. Aber das muss dann auch so rüberkommen.“

„Sarkasmus ist allgegenwärtig im Universum. Oh Mist! Ich hab Jemanden ausversehen unsere Daten geschickt.
Verdammt!“

„Dann hör auf mit dem Unsinn!“

„Raumschiff setzt zur Landesequenz ein. Landung in 10...9...8...7...“

„Hörst du bitte auf damit? Benutze den Countdown bitte, wenn was in die Luft fliegt. Nicht umgekehrt.“

„…Ich finde das passt irgendwie...3...2...1...“



Der Urknall. Einige Vergöttern ihn. Andere halten ihn für ein unnötiges Ereignis. Manche verdrängen ihn mittels abstruser Theorien. Es gibt sogar Leute, die sinnlos Worte darüber verschwenden. Es war ein wunderschöner Akt der Symmetrie. Aus reiner Energie entstand in drei Minuten das, was uns ausmacht. Nicht nur, dass wir der Teil eines universellen Fraktals sind. Die Welt wurde gespalten in Materie und Antimaterie. Von Einem gibt es mehr als vom Anderen. Das Andere zerfällt nun mal. Alle Galaxien um uns herum bestehen aus dem Einen. Nur in der gegenüberliegenden Ecke des Universums befindet sich die Antimaterie. Zum Glück. Das was beim Urknall passiert ist kann auch umgekehrt werden, wenn beide Materieformen wieder aufeinandertreffen. Dann macht es wiederum ‚Bumm’. In diesem Fall bestanden die graublauen Wesen aus Antimaterie. Genauso wie ihr ganzes Sonnensystem. Im leeren Raum konnte ihnen das nur nicht klar werden. Nun befanden Sie sich im feindlichsten Gebiet des Universums, welches aus normaler Materie bestand. Und davon wussten sie nichts. So gewaltig, wie der Urknall begann, so dramatisch würde ihre Reise nun enden.



Die Rückseite des Mondes war mit einem Schlag gleißend hell. Für einen kurzen Augenblick greller als die Sonne. Es war nicht einfach nur weiß. So wie die leere des Raumes die Schwärze zu schlucken scheint, so zerstörte die eisenharte Strahlung das Vermögen überhaupt sehen zu können. Nur langsam legte sich die Intensität. Schließlich war es dunkel wie zuvor. Keine Bruchstücke. Keine Druckwelle. Nur eine Gewaltige Staubwolke legte sich über einen riesigen rot glühenden Krater, der nun kleinere vulkanische Aktivitäten aufwies. Auf dem Planeten bekam kaum Jemand das Spektakel mit. Nur eine schwach leuchtende Korona war dort kurzeitig zu vernehmen.

Das Balkonlicht flimmerte kurz. Es war Nacht und bewölkt. Gunnar hatte einen Notebook auf dem Schoss und döste vor sich hin. Der Bildschirm beleuchtete sein Gesicht. Müde Augen, umgeben von Augenringen. Er blickte seufzend auf. Über den Dächern hinweg sah er den grün leuchtenden Turm der Stadtwerke. Jemand auf der Straße grölte ausgelassen. Ein Klirren. Ein Fluchen. Erneutes Grölen, diesmal miesgelaunter. Gunnar fühlte seine Augenlieder schwerer werden. Als er gerade dabei war, im Land der Träume zu verschwinden, holte ihn ein nervtötender Laut wieder zurück. Er hatte eine Mail bekommen. Es war nur ein Spam. Da drin stand: „Netter Versuch, Gruß E.T.“ Gunnar schüttelte verwundert den Kopf. Was zum Teufel ging hier vor? Daneben war eine Datei angehängt. Knapp zehn Megabyte groß. Gunnar lachte halbherzig auf. Nur ein Spatzenhirn würde sie aus Neugier öffnen. Es konnte nur ein Virus sein, der Ihm das Leben schwer machen wollte. Jetzt bloß keinen Stress mehr, dachte er sich.
Mit schweren Augenliedern setzte er den Kursor auf ‚Löschen’ und betätigte die linke Maustaste.


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Beitrag #2 |

RE: Vom Wesen der Antimaterie
Hallo Hixbosome,

zunächsteinmal: herzlich Willkommen in unserem schönen Forum. hier kannst du dich vorstellen und begrüßen lassen.
Und falls du dich wunderst, warum du bisher noch keinen Kommentar unter deiner Geschichte hattest: eigene Kommentare fördern die Bereitschaft anderer, dich selbst zu kommentieren. Icon_wink
Nun aber genug belehrung und frisch ans Werk.

Zitat:Regungslos, wie ein Schnappschuss. Es barst geradezu vor Leere.
Gelungenes Bild.

Zitat:Es barst geradezu vor Leere. Dabei war dieser Galaxienarm geradezu belebt.[/qoute]
Wortwiederholungen lesen sich nicht gut. Einfachste Variante wäre es, eines von beiden durch "förmlich" zu ersetzen.

[quote]Sie erkennt nämlich sämtliche Naturgesetze und ist in der Lage an ihrem Evolutionsprozess bewusst mitzuwirken.
Wechselst du bewusst in Präsens?

Zitat:Sie bringt ihre primitive Sprache im Einklang mit der Sprache des Universums. Der Mathematik. Dadurch bringen bahnbrechende Erfindungen die Energieversorgung sowie Raumfahrtforschung weiter.
Auch hier: ein bisschen Wortvielfalt fördert den Lesefluss. Icon_wink (Vielleicht: "dadurch werden bahnbrechende Erfindungen ... möglich" - aber es geht sicher noch schöner.)
Die Frage, ob eine "höhere" Sprache wirklich zu bahnbrechenderen Erfindungen führen kann, ist wahrscheinlich eher eine philosophische.

Zitat:Sie lebt und arbeitet auch in einer virtuellen Umgebung.
Warum tut sie das "auch"? Durch dieses Wort wirkt es, als würde der Erzähler (eine übergeordnete Intelligenz? Oder einfach ein auktioraler Erzähler?) beliebig und der Vollständigkeit halber Details aufzählt. Das kann man so machen, es ermüdet den Leser aber eher - besser finde ich es, wenn man als Leser zumindest das Gefühl hat, es gäbe einen Grund für die Information (z. B. wenn das eine logische Konsequenz aus dem anderen ist). Na ja, lange Rede kurzer Sinn: ich würde das "auch" einfach streichen.
Du hättest allerdings noch die Möglichkeit das Erzählen ganz zu lassen und dem Leser die Information mittelbar zu zeigen in dem du sie zum Bestandteil einer Szene, einer Handlung machst.
Wenn der Leser in der Lage ist, sich die Informationen selbst aus dem Text zu ziehen und nicht das Gefühl hat, sie werden ihm vorgesetzt ist er sofort tiefer drin in der Geschichte. Aber das ist natürlich immer Geschmackssache.

Zitat:Dass Jemand den Stecker zieht. Das wäre ja moralisch. Eben gebunden an eine Seele. Und dann auch noch organisch. Es gibt nämlich keinen Egoismus mehr.
Einerseits hast du hier sehr interessante Gedanken drin - andererseits musst du trotzdem darauf achten, dass du nicht zu chaotisch wirst. Der Leser kann deine Gedanken, die dahinterstehen nicht lesen. Manchmal musst du dem Text zumindest stringet aufbauen. Hier fragt man sich: welcher Stecker ist gemeint? Der Stecker als Bild für das Leben der Zvilisation an sich, oder der Stecker der virtuellen Welt (was ja mittlerweile eigentlich das selbe wäre) - und warum wäre es moralisch? Und was hat das ganze mit Egoismus zu tun?

Zitat:Wie soll das auch von statten gehen, den folgenden Generation das gewonnene Wissen zu übermitteln? Wem denn?
Sehr gute Stelle.

Zitat:Leer, lahm und langweilig. Ein Effekt der Zeitdilatation.
Auch dieser Gedanke gefällt mir.

Zitat:Alle waren in einem merkwürdigen Stoff eingefroren. Metallischer Wasserstoff.
*g* Soweit ich weiß, ist metallischer Wasserstoff bei Hitze eher herzustellen als bei Kälte - und man braucht viel Druck. Ob das der richtige Stoff zum einfrieren ist? Wie dem auch sei ...

Zitat:Sollte die Legebatterie bis dahin noch in Betrieb sein und Niemand den Eindringling bemerken, dann wäre es ein erfolgsversprechendes Konzept gewesen worden.
Gewesen worden? Du hast hier leichte Probleme mit der Zeit (nicht ganz unpassend bei deiner Geschichte Icon_wink).
Vorschlag (ohne Gewähr für Richtigkeit): "Sollte die Legebatterie bis dahin noch in Betrieb sein und würde Niemand den Eindringlich bemerken, dann wäre es ein erfolgversprechendes Konzept."
Auch eine interessante Idee.

Zitat:Die Gesamtreisedauer betrug für die Crew nur eine Woche.
Weil die Zeit für die Crew schneller vergeht?

Zitat:Und in der Tat, übermannte die Besatzung die Furcht, einen Abwehrmechanismus in Gang zu setzen.
Dieser Satz ist schwer zu verstehen (das liegt unter anderem auch an den seltsam gesetzten Kommas). Hat die Besatzung jetzt einen Abwehrmechanismus in Gang gesetzt, weil sie sich gefürchtet hat. Oder hat sie sich davor gefrüchtet, den Abwehrmechanismus in Gang zu setzen? Der Satz könnte beides bedeuten.

Und wie ist das jetzt mit ihrer Heimat? Ist dieses Schiff eine Art Kundschafterschiff und hält nach Gefahren für die Heimat ausschau? Deshalb darf dem Schiff nichts zu stoßen? Aus dem Text könnte auch hervorgehen, dass dieser besondere Planet ihre Heimat (also der Gasriese von später) ist. Aber ich glaube, das hast du nicht gemeint.

Zitat:Wenn nicht unglaublich massenreich.
Ich würde zum besseren Verständnis noch ein "gar" (wenn nicht gar) einfügen.
(Sonst liest man zuerst möglicherweise "wenn auch nicht" und ist verwirrt.)

Zitat:Ihr Sonnensystem hatte sich seit langer Zeit von einem Sternenhaufen losgelöst.
"Vor" oder?

Zitat:Nun durchquerte sie still und bedrohlich die Milchstraße.
"es"

Zitat:Bisher fand nicht eine Kollision mit einem anderen System statt.
Irgendwann fanden sie jedoch ein überaus ungewöhnliches System.
Vielleicht "entdeckten" für das zweite "fanden"?

Zitat:Alles in allem durfte man bei diesem Anblick einen Schluss ziehen:
Doch recht zivilisiert hier.
*lacht*

Zitat:Das machten die Insassen auf dem Raumschiff auch.
"Das taten sie auch" klingt schöner.

Zitat:Etwas später fanden sie auch die[/i] heraus, wie man das dortige Zahlensystem kalibrierte.
Die was? ^^

Zitat:„Ich merke [b]ich ja nichts von.
Ein "ich" zu viel.

Zitat:Eine unscheinbare Energiequelle.
Ich glaube "unscheinbar" ist die Energiequelle nicht, oder?

Zitat:Urkräfte waren nun am Werk. Der Sternenhagel hielt an. Eine Vollbremsung von einer Milliarde Kilometer pro Stunde auf gefühlte Null. Der Energiestrahl entlud sich in die Oberfläche des von Kratern übersäten Mondes.
Du schreibst generell recht abgehackt, dass ist auch in Ordnung (zumindest in Maßen) . aber hier wird es dann arg: eine bloße Aneinanderreihung von Sätzen führt nicht zu Lesefluss. Man braucht doch den ein oder anderen Konnektor.
Vorlschlag (und um zu zeigen, was ich eigentlich meine):
"Urkräfte waren nun am Werk. Doch zunächst hielt der Sternenhagel an. eine Vollbremsung von einer Milliare Kolometer pro Stunde auf gefühlte Null, während sich der Energiestrahl in die Oberfläche des von Kratern übersäten Mondes entlud."

Zitat:Nichts zu sehen außer graue und dunkle Flecken. Zu sehen war nur ein lodernder Roter Punkt, das bis zum Kern geschmolzene Gestein markierend.
Passt nicht zusammen.

Zitat:„Laut den Aufzeichnungen ist es eine seit langem durchschnittlich Intelligente Spezies. Die einzelnen Zivilisationen dort kollabieren nur immer wieder.“
Lass mich raten - das sind wir, oder? ;-)

Zitat:„Die geben sich ja redlich Mühe. Soll ich denen eine Nachricht schreiben? Vielleicht ‚netter Versuch Leute, Gruß E.T.’?“
*lacht*

Zitat:Oh Mist! Ich hab Jemanden ausversehen unsere Daten geschickt.
Verdammt!“
Na, ob das nicht noch folgen hat?

Zitat:Der Urknall. Einige Vergöttern ihn. Andere halten ihn für ein unnötiges Ereignis. Manche verdrängen ihn mittels abstruser Theorien. Es gibt sogar Leute, die sinnlos Worte darüber verschwenden.
Auch eine gute Textstelle.

Zitat:So gewaltig, wie der Urknall begann, so dramatisch würde ihre Reise nun enden.
Bin eigentlich kein Freund von Vorankündigungen - nimmt die Spannung.

Zitat:So wie die leere des Raumes die Schwärze zu schlucken scheint, so zerstörte die eisenharte Strahlung das Vermögen überhaupt sehen zu können.
"Leere" (groß)
Na gut - weil es sofort passiert, ist die Vorankündigung in Ordnung. ;-)

Zitat:Da drin stand:
"Da drin" ist Umgangssprache - besser: "Darin"

Zitat:Mit schweren Augenliedern setzte er den Kursor auf ‚Löschen’ und betätigte die linke Maustaste.
Ein gutes Ende - so kann "Erstkontakt" auch ablaufen.

So, Hicksbosome - was soll ich sagen? Du hast einen sehr abgehackten Schreibstil, teilweise zu abgehackt, manchmal einfach zu chaotisch (ich nehme an, dass sind Stellen, an denen dir der Gedankengang völlig klar ist, aber der Leser ist halt nicht mit dir vernetzt). Du verwendest auktorialen Erzähler, ein Erzählstil also, der den Leser eher auf Distanz hält. Und du hast einige Flüchtigkeitsfehler drin, die nicht sein müssen.
Dennoch gefällt mir deine Geschichte. Sie ist bei weitem nicht perfekt (aber dafür sind wir ja hier im Forum da Icon_fies ), aber sie enthält einige interessante Ideen auf Philosophischer und Physikalischer Ebene. Das finde ich gut. Mit dem nicht unbedingt stringenten Aufbau der Geschichte kann ich persönlich gut leben, er macht diese Geschichte zu etwas "Eigenem". Die distanzierte Sicht auf die Menschheit von "Oben" herab ist nicht neu, aber für mich auch noch nicht verbraucht.
Die Einblick in zwei unterschiedliche Zivilisationen ist dir auch gelungen.
Mit dem Ende zum Schmunzeln wird es rund.
Aber an deinem Schreibstil kannst und solltest du noch arbeiten. Damit meine ich nicht (nur) das Abgehackte, das ein Werkzeug ist, mit dem man es nicht übertreiben sollte - sondern deine teilweise etwas zu einfache Sprache. Mein Beispiel sind hier die vielen "einfachen" Verben (finden, fanden, haben, machen etc.), die den Leser nicht unbedingt vom Hocker hauen und ihn ob ihrer Unbestimmtheit meist nicht wirklich in die Szenerie ziehen kann.

Alles in Allem aber (wie gesagt) gern gelesen!

Viele Grüße vom Wanderer

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Beitrag #3 |

RE: Vom Wesen der Antimaterie
Hallo Weltenwanderer,

Vielen Dank für deine Antwort und Einladung. Bin leider sehr lange abwesend gewesen und hab die Hoffung auf Anerkennung wohl aufgegeben. Nur zufällig hab ich auf die Seite geklickt und siehe da: eine derbst umfassende und hilfreiche Antwort.
Ich freu mich auch riesig, dass dich die Geschichte zum Schmunzeln bringen konnte. Du musstest dich aber durch den Erzählstil quälen. Tut mir Leid! Icon_wink

Zitat:Wechselst du bewusst in Präsens?
In dem Fall ja. Diese beschriebene Kultur besteht nämlich noch und wird in Zukunft auch bestehen bleiben.
Obwohl...kann als verwirrend aufgenommen werden, ich lass es lieber.

Zitat:Einerseits hast du hier sehr interessante Gedanken drin - andererseits musst du trotzdem darauf achten, dass du nicht zu chaotisch wirst. Der Leser kann deine Gedanken, die dahinterstehen nicht lesen. Manchmal musst du dem Text zumindest stringet aufbauen. Hier fragt man sich: welcher Stecker ist gemeint? Der Stecker als Bild für das Leben der Zvilisation an sich, oder der Stecker der virtuellen Welt (was ja mittlerweile eigentlich das selbe wäre) - und warum wäre es moralisch? Und was hat das ganze mit Egoismus zu tun?
Tja, also das mit dem Egoismus ist eine Anspielung darauf, dass es dort keine eigenständig denkenden Wesen mehr gibt. Naja. Ich wollte ein paar Eigenschaften aufzählen, die in diesem Fall nicht mehr vorhanden sind.
Mit dem Stecker liegst du mit beiden Vermutungen schon richtig. Um´s mal aufzuklären: AUf diesem Planeten gibt es kein Individuum mehr, dass da ich sag mal rumläuft um das Computernetzwerk, welches ja die Zivilisation beherbergt, zu warten. Eine Seele ist hier darum auch eher unwahrscheinlich. EIn Außenstehender, gäbe es einen, würde auf die üblichen Gedanken kommen. Der merkt dann nämlich: ist denn das lebenswert? Im Grunde wurde eine krasse Ideologie verwirklicht (die sich der Wissenschaft verschrieben hat, immerhin!). Darum sprach ich hierbei die Moral an.

Zitat:*g* Soweit ich weiß, ist metallischer Wasserstoff bei Hitze eher herzustellen als bei Kälte - und man braucht viel Druck. Ob das der richtige Stoff zum einfrieren ist? Wie dem auch sei ...
Och nööh...
Ich muss hier leider zugeben, dass ich für diesen Aggregatzustand von Wasserstoff einen Wikipedia-Bericht überflogen habe. Dann reimte ich mir folgendes Zusammen:
hohe Temperatur -> Luftvolumen steigt
tiefe Temperatur -> Luftvolumen sinkt
hoppla...Luft hat ja eher wenig mit Supraleitenden und was weiß ich- Stoffen gemeinsam...
Metallischer Wasserstoff ist doch Supraleitend, nicht? Sonst klopp ich die Textstelle inne Tonne!

Zitat:Weil die Zeit für die Crew schneller vergeht?
Jop!

Zitat:Zitat:
Und in der Tat, übermannte die Besatzung die Furcht, einen Abwehrmechanismus in Gang zu setzen.

Dieser Satz ist schwer zu verstehen (das liegt unter anderem auch an den seltsam gesetzten Kommas). Hat die Besatzung jetzt einen Abwehrmechanismus in Gang gesetzt, weil sie sich gefürchtet hat. Oder hat sie sich davor gefrüchtet, den Abwehrmechanismus in Gang zu setzen? Der Satz könnte beides bedeuten.
Zitat:Ups, da war doch ein Komma zu viel. Es sollte heißen:
"Und in der Tat. Die Besatzung übermannte die Furcht einen Abwehrmechanismus in Gang zu setzen."
Und wie ist das jetzt mit ihrer Heimat? Ist dieses Schiff eine Art Kundschafterschiff und hält nach Gefahren für die Heimat ausschau? Deshalb darf dem Schiff nichts zu stoßen? Aus dem Text könnte auch hervorgehen, dass dieser besondere Planet ihre Heimat (also der Gasriese von später) ist. Aber ich glaube, das hast du nicht gemeint.

Es ist genauso wie du sagst. Ein Entdeckerraumschiff, gesteuert von Wesen, deren Heimatplanet um ein schwarzes Loch kreist. (Übrigens nicht völlig ausgedacht. Tatsächlich haben Astronomen ein solches Sonnensystem mit Planeten drum rum entdeckt. Darf man hier doch wohl anwenden.)
Es sollte auch insofern Sinn machen, da Ihr Heimatstern außerhalb der Galaxis stammt und gerade deswegen aus Antimaterie besteht. Wer weiß, vielleicht ist schon unsere Nachbargalaxie Andromeda ein solcher Fall! Icon_wink

Zitat:Die was? ^^
Da fehlte wohl: "Insassen" oder "Besatzung"^^

Zitat:Ich glaube "unscheinbar" ist die Energiequelle nicht, oder?
Stimmt. Würfel sind´s aber auch nicht. Wie du eben beschrieben hast, müssten die enormen Druck ausgesetzt sein.

Zitat:Lass mich raten - das sind wir, oder? ;-)
Oh ja. "Durchschnittlich"! Das ist das Schlüsselwort!Icon_smile

Zitat:Dennoch gefällt mir deine Geschichte. Sie ist bei weitem nicht perfekt (aber dafür sind wir ja hier im Forum da ), aber sie enthält einige interessante Ideen auf Philosophischer und Physikalischer Ebene. Das finde ich gut.
Das beste Kompliment, das ich mir vorstellen konnte!
Physik und Philosophie! Für mich der Inbegriff des Sciece Fiction!

Ich bedanke mich für das detailierte Feedback von dir.
Gerade bin ich auch dabei eine neue Geschichte zu schreiben. Auch Sci Fi, jedoch mit einem gaaaanz anderem Erzählstil.
Ich bin leider ziemlich schreibfaul, weswegen die Veröffentlichung auf sich warten lassen wird.

ps: Ich wusste gar nicht wie viele Variationen mein Nickname durchlaufen kann. Mit "cks" noch orgigineller! Icon_wink


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Beitrag #4 |

RE: Vom Wesen der Antimaterie
Hallo, mit deiner Geschichte kann ich leider nicht viel anfangen.
Das liegt daran, dass ich kaum Geschichte entdecke. Ich weiß nicht, um was es geht und um wen es geht.
Du betreibst ein lichtjahrelanges Infodumping.
Infodumpings sind zwar wichtig für den Autoren, um sich die Geschichte selbst zu beschreiben. Veröffentlicht werden sollten sie nie Icon_smile.
Ich vermisse Bilder. Fantasie kann ich nicht entwickeln.
Gefühle von Figuren fehlen auch.

m Einzelnen:
"Ein Raumschiff raste dem galaktischen Zentrum mit nahezu Lichtgeschwindigkeit entgegen." Da musste ich über das "rasen" schmunzeln.
Die Milchstraße hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren, das Raumschiff fliegt aber nur nahezu Lichtgeschwindigkeit.
Das Raumschiff muss also ganz schön lange rasen.

"Das Universum war erfüllt von Stille. Das Galaktische Zentrum breitete sich über die gesamte Hemisphäre aus."
Irritierend, weil die vergleichsweise winzige Galaxis mit dem Universum gleichgesetzt wird.
"erfüllt von Stille" ist recht verbraucht und erzielt eine Gefühlswirkung bezogen auf den Wald, weil der nicht zwangsläufig still ist und dadurch bedrohlich wirkt. Die Stille des Universums löst nichts aus.

Mein Vorschlag: Bau die Erklärungen allmählich und nur in kleinsten Häppchen ein.
Schreibe bildhaft!

Ich hoffe, mein Kommentar hat dir trotzdem ein bisschen was gebracht.

Schönen Tag noch!


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Beitrag #5 |

RE: Vom Wesen der Antimaterie
Hallo Hixbosone,

kurz erstmla eine Warnung. Meine Kritik ist immer offen und direkt, mitunter hart, aber nie persönlich gemeint. Dazu muss ich dich noch warnen, dass ich Physik studiert habe. Wenn also was nicht stimmt. Icon_aufsmaul Icon_wink Besonders bei deinem Nickname. Icon_wink

Also dann:
Nach dem Lesen muss ich Dekkert leider recht geben. Für mich stellt dein Text keine Geschichte dar, sondern ist eine reine Ideensammlug für den Hintergrund, die nur ein Autor selbst benötigt. Spannung, Konflikt, Probleme oder gar Charaktere sucht man vergeblich.

Dazu kommt, zumindest bei mir, eine Gänsehaut hinzu, wenn ich mal wieder lesen muss, wie jemand versucht mit Physik umzugehen, aber mit der Materie sich nicht auseinandergesetzt hat, siehe z.B. metallischer Wasserstoff.
Wenn du schon eine wissenschaftliche Erklärung abgeben willst, dann informiere dich vorher, ansonsten nimmst du die sofort jede Glaubwürdigkeit für deine Geschichte. Das "Beamen" z.B. ist ganz anders als du es erklärst. Es stellt nur eine Übertragung von Eigenschaften dar, wobei das Ursprungsteilchen zerstört wird.

Zu deinem Stil. Tut mir leid, dem kann ich auch nichts abgewinnen. Zu abgehackt, zu schnell, zu unsicher und vor allem zu bemüht. Ich habe das Gefühl, du wolltest etwas in der Art des "Anhalter" schreiben, aber das funktioniert leider nicht. Dafür fehlt mir der Humor und Witz. Wenn nicht, dann solltest du zukünftig aufpassen, dass du nicht diesen Eindruck erzeugst.

Alles in allem bleibt mir nur zu sagen, dass du dir besser mehr Zeit beim Schreiben nehmen solltest. Nicht alles was einem durch den Kopf schießt, sollte ungefiltert seinen Weg an die Öffentlichkeit finden. Dieses Gefühl stellt sich mir nämlich ein, wenn ich sehe, wie sehr du zwischen den einzelnen Themen hin und her springst.

Normalerweise bemühe ich mich immer einzelne Textstellen herauszugreifen, aber so wie sich dein Text präsentiert, wäre das aus meiner Sicht zuviel, da es eben noch keine "wirkliche" Geschichte ist.
Tut mir leid.
Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht verschreckt. Ich denke halt: lieber ehrliche Kritik, die vielleicht weh tut und einen weiterbringt, als ein ungerechtfertigtes/vorsichtiges Lob, das dich nicht weiterbringt.

Lg,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
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Beitrag #6 |

RE: Vom Wesen der Antimaterie
Ich kann mich trotz der negativen Kritiken doch glücklich schätzen so viele Rückmeldungen bekommen zu haben. Find ich im Grunde super. Die Geschichte sollte auch eher unkonventionell ausfallen, was red ich da ... ich hatte gefallen daran gefunden mit dem Schreiben etwas zu experimentieren sodass ich letzten Endes noch nicht einmal eine richtige Geschichte zustande gebracht habe.

Ich war zunächst sehr überrascht, dass Weltenwanderer ein paar Seiten meines Schmierfetzens nett dargestellt hat. Eure letzten beiden Anmerkungen haben mich dann wieder auf den Boden zurück geholt. Find ich auch gut muss ich sagen, ich bleib gemein hin doch recht selten auf dem Boden.^^

Um vielleicht zu beweisen, dass ich auch "angenehme" Geschichten schreiben kann würd ich gerne einen Teil meiner kürzlich angefangenen Geschichte hier veröffentlichen. Geht das hier?


edit: so! Den Anfang der neuen
Geschichte hab ich soeben hochgeladen. Schon jetzt etwas sehr lang, aber hoffentlich einfacher durchzulesen.^^
Gruß Hixbosone


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