Es ist: 18-09-2019, 15:22
Es ist: 18-09-2019, 15:22 Hallo, Gast! (Registrieren)


Apar- eiskalt und heilig
Beitrag #1 |

Apar- eiskalt und heilig
[/size]Hi,
ähh... Joa, ich hab hier mal eine Geschichte geschrieben, und würde mich über Kritik und lob sehr freuen^^Ich weiss, etwas kurz, aber ich schreib ja auch noch weiter
Aber:
Ich bin noch ,,Anfänger" im schreiben, also bitte nicht allzu strengIcon_smile
Ich weiss, die Story ist nicht soo dolle, aber wenn ihr mir Kritik gebt, und Fehler anzeigt, wird sie vielleicht nochmal ganz annehmbarIcon_ugly
[/size]Prolog[size=x-large]
Seine Schritte hallten von den silbern verschnörkelten Wänden wieder. Er durchquerte die Halle,welche in fahle Dunkelheit getaucht war, und blieb vor einem weißen Altar mit einem goldenen Drachenmuster stehen. Dort, auf einer mit Rubinen und Smaragden verzierten Schlange die sich seiner Form angepasst hatte, lag ein Schwert. Seine Klinge schien in der Dunkelheit schleierhaft zu leuchten. Langsam nahm er es in seine Hand, strich mit seinen Fingerspitzen sanft über die Schneide und machte ein paar probehafte Schläge. Das Schwert durchschnitt die Luft, und man konnte ein leises Zischen vernehmen. Er schloss für einen Moment die Augen, dann plötzlich öffnete er sie wieder, und stieß die Waffe triumphierend in die Höhe.
"Endlich habe ich dich, Apar", brüllte er, das Echo seiner Worte schallte. Dann murmelte er noch ein einzelnes Wort. Er sagte einfach, fast als wäre er überrascht und gerade erst darauf gekommen:" Rache."

Der Mann durchschritt ein kleines Dorf. Die Nacht hatte ihren sanften Schleier darüber ausgebreitet, und in der Ferne verschmolzen die Konturen der Berge und Wälder mit dem endlosen, dunklen Himmel. Am Ende des Dorfes angelangt, klopfte er an die Tür einer flachen Hütte. Stille. Nach einer Weile hörte man ein Rascheln, und eine Stimme ertönte:
"Wer ist da?"
Der Mann antwortete nicht.
Erneut war die Stimme zu hören, diesmal deutlich nervöser.
" Wer- w-wer ist d-da?"
Abermals gab er Klopfende keine Erwiderung, doch plötzlich fauchte er wütend, und trat gegen die Tür. Mit einem gewaltigen Krachen fiel sie in sich zusammen. Er durchschritt den Raum, bis er bei einem Tisch angelangt war, an dem ein etwas älterer Mann mit schütterem, grauen Haar saß. Der riss die Augen angstvoll auf, und stammelte:" A..ach, Smargis, wie... wie schön d...dich einmal w...wiederzusehen...!" Der Angesprochene blickte ihn aus kalten, eisblauen Augen an.," Lange habe ich auf diesen Moment gewartet, Mortis. Es ist Zeit für dich zu sterben. Das ist es schon lange. Sehr lange. Das ist es schon, seit Yutara gegangen ist." Der alte Mann zuckte zurück." A..aber Smargis, es war meine Pflicht... I..ich hatte keine andere.. Was sollte ich den tun" murmelte er. Smargis schnaubte und beugte er sich vor." Ich will dich tot sehen. Ich werde jede Sekunde deines Sterbens genießen", schnarrte er. Mit diesen Worten rammte er dem alten Mann das Schwert in den Hals. Der alte Mann schnappte nach Luft. Krampfhaft suchten seine zitternden Hände nach Halt, woraufhin er seinen Widersacher an der schulter packte. Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch Blut quoll zwischen seinen Lippen hervor. Schließlich sackte er in sich zusammen, die Augen leblos und leer. Smargis erhob sich und nahm sein Schwert. Er blickte noch einmal auf die leiche seines Opfers hinab. Eine einzelne Träne fiel aus seinem auge und vermischte sich mit dem Blut. Ohne Vorwarnung wurde seine Stimme, welche vorher noch hart und kalt gewesen war, weich, beinahe schwermütig.
" Ach, Mortis. Wieso musste alles nur so enden? Wir waren einmal so gute Freunde!"
Nun wurde seine Stimme wieder kalt und tonlos.
" Aber wenn deine Pflicht vor die Liebe geht, musste es eines Tages so kommen! Wenn du Yutara hättest entkommen lassen, wäre es gar nicht so gekommen!"
Er wirbelte herum, und verlies die Hütte.
so, wie gesagt, ich freue mich über Komis^^
Lg, Schattenklang
P.S öhh, ich glaube, das ist im falschen Bereich, ist mir leider erst zu spät aufgefallen. Ist es im falschen Bereich?


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Beitrag #2 |

RE: Apar- eiskalt und heilig
Hallo Schattenklang,

Zitat:Ich bin noch ,,Anfänger" im schreiben, also bitte nicht allzu streng
Gerade mit einem Anfänger sollte man streng sein, damit er aus seinen Fehlern lernen kann. Deswegen ist manchmal harte Kritik auch die beste Möglichkeit, sich zu verbessern.

Zitat:Prolog
Also kommt nach diesem Text eine Fortsetzung?

Zitat:Seine Schritte hallten von den silbern verzierten Wänden wieder. Er durchquerte die Halle, und er blieb vor einem golden und weiß verzierten Altar stehen.
Du beschreibst hier den Alter und die Wände mit drei Farben. Doch nur damit kann man nichts anfangen. Außerdem wiederholst du hier verzierten. Am besten wäre, wenn es genauer erklärst. zB: Welches Muster wird auf der Wand abgebildet oder was an dem Altar ist gold?

Zitat:,, Endlich habe ich dich, Apar!“, brüllte er, das Echo seiner Worte schallte.
Es muss ein wertvolles Schwert sein, weil der Mann so reagiert. Wenn es aber so ist, warum ist es dann nicht bewacht?

Zitat:Ich will dich tot sehen. Ich werde jede Minute deines Sterbens genießen
Hmm. Wenn jemand mit dem Schwert in den Hals geschlagen wird, ist er gleich tot. Zumindest ist das meine Meinung^^ Da passt dieser Satz mit der Minute nicht.

Zitat:Mit diesen Worten rammte er dem alten Mann das Schwert in den Hals.
Ich würde kein Schwert in den Hals rammen. Entweder rammt er das Schwert in die Brust oder schneidet ihm die Kehle durch.

Noch ein paar weitere Anmerkungen:
-Du verwendest seh oft das Wort "und". Manchmal sogar 2 mal innerhalb von einem Satz.
-Es wäre besser, wenn du alles ein bisschen ausführlicher schreiben würdest. Bring ein paar Hintergründe mit rein. Alles, was wir wissen ist, dass es ein Rachemord ist. Aber warum?

MfG
Dramweida

"I'm Logan Thackeray. I protect those who are mine."
"I'm Rytlock Brimstone. I kill those who aren't."
Guild Wars 2 - Edge of Destiny

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Beitrag #3 |

RE: Apar- eiskalt und heilig
Sanyasala,

dann möchte ich mir doch gleich mal ansehen, was du so präsentierst Icon_smile
Da du zum ersten Mal einen Kommentar von mir ertragen musst, kurz etwas zu meiner Kommentierweise: Zuerst merke ich direkt am Text die Dinge an, die mir auffallen, also von Rechtschreib- über Zeichensetzungsfehlern (falls vorhanden) bis hin zu Stil- und Geschmacksfragen so ziemlich alles. Dabei möchte ich lediglich konstruktiv sein, wenn auch manche Kritik vielleicht hart klingen kann. Am Ende kommt dann nochmal ein Fazit. Also los!

(31-07-2011, 12:19)Schattenklang schrieb: [/size]
Hier ist dir schonmal ein kleiner Fehler mit den Tags unterlaufen. Sieht aus, als hättest du sie selbst getippt: Der Slash kommt, wenn der Part, den du mit den Dingern beschrieben hast, zu Ende ist. Und wenn du dich verklickt hast, verzeih mir diese kleine Belehrung.

Zitat:Joa, ich hab hier mal eine Geschichte geschrieben, und würde mich über Kritik und lob sehr freuen^^Ich weiss, etwas kurz, aber ich schreib ja auch noch weiter
Okay, ich kann dir gleich sagen, dass "ich hab hier eben mal" nicht so die Einstellung ist, die allseits beliebt ist. Wenn du etwas zum Kritisieren freigibst, kann man, denke ich, schon erwarten, dass du dir schon vorher Gedanken gemacht hast; genauso wie du selbst schon einmal drübergeguckt haben solltest. Ich unterstelle dir jetzt gar nichts, aber die Formulierung klingt ein bisschen so. Aber du hast ja geschrieben, dass du dich über Kritik freust, also merke ich dir auch alles an, was mir auffällt Icon_wink Dass die Geschichte kurz ist, macht per se gar nichts, sofern sie nicht "Ich hab hier so ein kleines Fitzel einer Idee, mehr eine Skizze, aber ich will etwas einstellen"-kurz ist.
Oh, und wenn du sie weiterschreibst, gibt es diese hübsche Unterrubrik "Fortsetzungen", in die sie gehört. Bitte in dem Fall doch einen Moderator, dass er die Geschichte dorthin verschiebt.

Zitat:Ich bin noch ,,Anfänger" im schreiben, also bitte nicht allzu strengIcon_smile
Ich nehme gerne zur Kenntnis, dass du Anfänger bist, aber ich kritisiere trotzdem alles. Eher betone ich nochmal, dass alles rein konstruktiv gemeint ist, nicht persönlich, und zur Verbesserung deiner Texte dient.
Als Anfänger könnte es für dich übrigens hilfreich sein, dir im Cafe die Topics von Lanna anzusehen, die Regeln bezüglich Zeichensetzung sehr anschaulich zusammengestellt hat.

Zitat:Ich weiss, die Story ist nicht soo dolle, aber wenn ihr mir Kritik gebt, und Fehler anzeigt, wird sie vielleicht nochmal ganz annehmbarIcon_ugly
Du klingst nicht von deiner Geschichte überzeugt :/ Aber ich werde mir Mühe geben, im Endeffekt musst du dir heraussuchen, was dir gefällt, um die Geschichte dorthin zu bringen, wo du sie haben willst.

So, dann geht es aber auch endlich zum Text:
Zitat: [/size]Prolog[size=x-large]
Ach, die Tags schon wieder Icon_wink

Zitat:Seine Schritte hallten von den silbern verzierten Wänden wieder.
Ich persönlich bin ein Fan von ersten Sätzen. Ich finde, sie verraten sehr viel über den nachfolgenden Text. Ungern mäkele ich schon daran herum, aber ich finde dieses "silbern verziert" etwas unaussagekräftig. Ich kann mir darunter einfach nichts vorstellen - bei einer Waffe oder Stiefeln hätte ich gedacht: Klar, sicher mit Silber beschlagen! Aber Wände ... "mit Silber" verziert? Oder mit silbriger Farbe bemalt? Mit Bildern oder Schnörkeln, vielleicht religiösen Symbolen oder so etwas? Das könnte gleich einen Eindruck davon geben, wo sich die Hauptperson befindet (Tempel, Schloss, Anbetehain, etwas in der Richtung wird es ja sein).
Oh, und "wider" von "widerhallen" muss es heißen.

Zitat:Er durchquerte die Halle, und er blieb vor einem golden und weiß verzierten Altar stehen.
Das erste Komma sollte weg, das vor "und", dann könntest du auch die Dopplung von "er" rausnehmen, wenn du ihn schon nicht näher beschreibst, was ja in Ordnung ist.
Aha, scheinbar ein Tempel. Aber ... welche Halle? Ich hatte zuerst das Bild eines Ganges vor Augen, aber gut. Ich finde, du könntest diese Information vorziehen, dann hat der Leser gleich beim ersten Satz eine Orientierung. Zum Beispiel:
"Seine Schritte hallten von den mit silberfarbenen Symbolen verzierten Wänden der Halle wider, als er zum Altar schritt."
Als Vorschlag gemeint. Nun könntest du kurz den Altar beschreiben - und somit auch die Wiederholung des Wortes "verziert" vermeiden - und damit gleich den nächsten Satz verknüpfen.
Ein weiterer Gedanke - verzeih mir, wenn ich dich jetzt mit Kommentaren erschlage: Kniet er vielleicht vor dem Altar? Tut er eine Geste des Respekt oder der Verehrung? Etwas, was darauf hindeutet, wie er zu dem steht, dem der Altar geweiht ist? Nur so eine Idee ...
Zitat:Dort, auf einer angepassten Halterung, lag ein Schwert.
Angepasst? Widerspricht die Halterung nie und tut das, was alle anderen machen? *g* Entschuldige, das war das erste, was mir zu diesem Wort einfiel. Ich finde es etwas unpassend, denn wenn schon ein besonderes Schwert auf einem Altar ruht, kann man schon davon ausgehen, dass sich irgendjemand die Mühe macht, eine speziell gefertigte Halterung zu basteln. Stattdessen könntest du vielleicht gleich zur Beschreibung überleiten - die Idee, die Lichtverhältnisse zu beschreiben, gefällt mir gut:
"Darauf ruhte in metallenen Löwenklauen/Klammern/whatever ein Schwert, das in der Dunkelheit des Raumes schwach zu leuchten schien." oder so. Unter "schleierhaft leuchten" kann ich mir nichts vorstellen, da ja schleierhaft etwas Konturloses impliziert, sogar eher etwas Gedankliches, finde ich, und ein Schwert ja sehr scharfe Konturen hat, denke ich. Ist die Halle übrigens wirklich dunkel oder gibt es nur fahles Licht von ein paar Kerzen oder so etwas? Dass er da im Düsteren rumläuft finde ich etwas ... seltsam, vor allem in einem Tempel.

Zitat:Langsam, und ohne Eile nahm er es in seine Hand, und machte ein paar probehafte Schläge.
Die Kommata können beide weg. Das "ohne Eile" wirkt ein bisschen doppelt gemoppelt, weil das "langsam" das ja schon impliziert. Persönlich finde ich "machte" nicht so schön, aber das ist mehr Geschmackssache. Zudem finde ich es etwas seltsam, dass er einfach so ein Avatar ist, von dem man keine Regung von Empfindungen oder Gedanken mitbekommt. Immerhin scheint es ein sehr bedeutendes Schwert zu sein und du hast noch überhaupt keine Andeutungen auf die Position deines Charakters. Ohne deinen Text umschreiben zu wollen, würde ich dir gerne einen Vorschlag machen, der lediglich verdeutlichen soll, was ich meine, den du auf keinen Fall übernehmen musst:
"Langsam, ohne Hast, nahm er die Klinge in seine Hand und strich ehrfürchtig mit Fingerspitzen über die Schneide. Wie mechanisch nahm er Kampfhaltung ein und führte das Schwert in ein paar Schlägen gegen einen imaginären Gegner, wobei seine Priesterrobe/seine einfache Tunika/ sein Waffenrock mitschwang."

Zitat:Das Schwert durchschnitt die Luft, und man konnte ein leises Zischen vernehmen. Er schloss für einen Moment die Augen, dann öffnete er sie wieder, und stieß die Waffe triumphierend in die Höhe.
Du setzt sehr häufig Kommata vor die "und"s. Meist ist das falsch, "und" ist ja ein Bindewort, da braucht es nur manchmal ein Komma. Lies dir doch die Regeln in Lannas Thread im Cafe durch, sie hat das sehr gut erklärt.
Den ersten Satz kann man übrigens etwas dynamischer gestalten, finde ich, indem du einfach schreibst: "Zischend durchschnitt es die Luft und er schloss einen Moment lang die Augen, genoss das Gewicht der heiligen Waffe in seiner Hand."
Huch, ja, manchmal gehen mir die Finger durch, tut mir Leid. Es sind nur so Einfälle, die mir zu der Stimmung, die ich deinem Text entnehme, kommen. Denke bitte auf keinen Fall, dass ich dir den Text umschreiben möchte, es ist natürlich nach wie vor dein Text, deine Entscheidung.

Zitat:,, Endlich habe ich dich, Apar!“, brüllte er, das Echo seiner Worte schallte. Dann murmelte er noch ein einzelnes Wort. Er sagte einfach, fast als wäre er überrascht und gerade erst darauf gekommen.,, Rache.“
Gut, die Reaktion finde ich ein kleines bisschen seltsam, weil sie sehr plötzlich kommt. Vorher ist er so ruhig und bedacht, in der Stille und Dunkelheit des Tempels - und plötzlich brüllt er alles zusammen, um im nächsten Moment wieder leise zu sprechen. Ich persönlich hätte jetzt eher gedacht, dass er ein grimmiges Lächeln auflegt und die Waffe vor sein Gesicht führt, wo sich sein harter Blick im heiligen Stahl spiegelt, und dann zufrieden flüstert: "Endlich habe ich dich, Apar." Dann vielleicht noch einmal die Augen schließt und schließlich, als wäre es ihm gerade eingefallen, den Gedanken anfügt: "Rache."
Aber nun gut, das wäre nur meine persönliche Einschätzung gewesen. Wenn du es sonst nicht veränderst, würde ich übrigens vor die Aussage "Rache." einen Doppelpunkt setzen.
Darf ich übrigens fragen, warum du die Anführungsstriche zur Hälfte durch doppelte Kommata ersetzt? Das ist nicht nur unschön, sondern auch falsch, wieso benutzt du nicht ganz normale Anführungsstriche?

Zitat:Der Mann durchschritt ein kleines Dorf.
Okay, okay, Szenewechsel. Ich nehme mal an, das heilige Schwert Apar wurde nicht in diesem Minidorf gelagert, daher wird etwas Zeit dazwischenliegen. Das würde ich mit einer Leerzeile verdeutlichen.

Zitat: Die Nacht hatte ihren sanften Schleier darüber ausgebreitet, und in der Ferne verschmolzen die Konturen der Berge und Wälder mit dem endlosen, dunklen Himmel.
Der Satz ist atmosphärisch und sehr schön. Aber das Komma vor "und" muss da weg *kescher reich*

Zitat:Am Ende des Dorfes angelangt, klopfte er an die Tür einer kleinen Hütte.
Okay, es ist mitten in der Nacht, er ist zu Fuß, keine Wachen, niemand hört ihn. Soweit wäre es nicht schlimm, überhaupt nicht. Aber mich wundert, dass ein Dorf mitten in der Pampa, wie es scheint, am Fuße der wilden Berge anscheinend, nicht zumindest Hunde hat, die (ungebetene) Besucher wie Diebe, Räuber, Wölfe oder geheimnisvolle Typen mit heiligen Schwertern bemerken und die Dörfler alarmieren.
Außerdem: Ende des Dorfes? Ich mag pingelig sein, aber wie ist das zu verstehen? Zum Thema pingelig: Das Wort "klein" hattest du schon kurz davor für "Dorf" verwendet. Wie wäre es mit einem anderen, aussagekräftigeren Adjektiv? "niedrig", "buckelig", "einfach", "halb zerfallen", "faulig", "strohbedeckt" ... es gibt so viele Möglichkeiten Icon_smile
Was ich übrigens äußerst niedlich finde ist, dass er, der eben ein heiliges Schwert aus einem großen Tempel geholt hat und anscheinend auf Rache aus ist, sich dorthin stellt und anklopft. Das war keine Kritik, einfach nur eine Anmerkung Icon_wink

Zitat:Eine zaghafte Stimme ertönte.,, W-wer ist da?“ Der Mann antwortete nicht.
Lanna hat auch etwas zum Thema wörtliche Rede geschrieben ... Also, ich würde grundsätzlich jedem neuen Sprecher eine eigene Zeile zukommen lassen:
Eine zaghafte Stimme ertönte: "W...wer ist da?"
Der Mann antwortete nicht.
Allerdings finde ich einige Dinge seltsam, undurchdacht, nämlich: Der Sprecher in der Hütte ist mitten in der Nacht wach, wundert sich scheinbar nicht und scheint zu ahnen, dass ihn nichts Gutes erwartet. Na, mitten in der Nacht kann man das auch erwarten. Aber er antwortet sofort, man hört nicht, ob er/sie vielleicht eine Waffe hervorkramt, was darauf schließen könnte, dass er sich gegen unangenehmen Besuch gewappnet hat. Wenn er keinen unangenehmen Besuch erwartet, sondern vielleicht denkt, jemand aus dem Dorf weckt ihn, sollte er vielleicht ärgerlich sein oder verschlafen oder so. Zudem: Zuerst klopft dein Rächer, dann macht er keine Anstalten, reinzukommen. Ich würde jetzt sagen, entweder er tut zuerst so, als wäre er ein Anstandsbesuch, oder er verschafft sich gleich gewaltsam Zutritt. Wenn bei mir nachts einer klingeln würde und dann nicht sagt, wer er ist, dem würde ich ja liebend gerne die Tür aufmachen, völlig vorbehaltlos. Dein Rächer müsste sich bei der Ankündigung eigentlich auch darauf gefasst machen, dass Gegenwehr kommt, also irgendeine (provisorische) Waffe oder so, vielleicht auch Hilferufe.

Zitat:Erneut war die Stimme zu hören, diesmal deutlich nervöser.,, Wer- w-wer ist d-da?“ Abermals gab er Klopfende keine Erwiderung, doch plötzlich fauchte er wütend, und trat gegen die Tür. Mit einem gewaltigen Krachen fiel sie in sich zusammen.
Ahai. Nein. Tut mir Leid, das finde ich ausgesprochen unrealistisch.
1. Die Stimme war schon vorher nervös, scheinbar ohne Grund.
2. Das Etwas da drinnen tut nichts. Man müsste doch bei so einer Dorfhütte sogar hören, wenn er sich zur Tür bewegt oder erschrocken vom Stuhl fällt oder den Becher Met auf den Tisch stellt oder sonstwas. Hm.
3. Der Rächer schweigt, regungslos, und plötzlich wird er zur Wildkatze und - wieder ein Komma vor dem "und" übrigens Icon_wink - tritt die Tür ein? Gut, wenn er mit so wenig Gegenwehr gerechnet hat ... aber ich finde es nicht besonders durchdacht. Außerdem könntest du vielleicht, wenn er zunächst nichts sagt, vielleicht erzählen, wie er Apar zieht und ein letztes Mal betrachtet oder den Kerl drinnen verflucht - über die Stimme ist übrigens auch noch nichts gesagt - oder vielleicht sogar ein kleiner innerer Monolog, der sagt, was diese Aktion überhaupt soll. Denn bis hierhin ist zwar Handlung da, aber weder gibt es Hintergrund, noch - und bei diesem Argument würde ich Hintergrundlosigkeit gerne verzeihen - liegt der Fokus deines Textes auf den Gefühlen oder Gedanken eines Rächers. Es tut mir Leid, wenn das jetzt hart klingt, aber ich finde das sehr unausgegoren.
Zitat:Er durchkreuzte den Raum, bis er bei einem Tisch angelangt war, an dem ein etwas älterer Mann mit schütterem, grauen Haar saß.
"durchkreuzte" ... klingt mehr nach einem Schiff, finde ich. Vielleicht "durchquerte"?
Und die Beschreibung "etwas älter" will für mich nicht so recht zu der klassischen Alter-Mann-Beschreibung passen. Vielleicht ein "früh gealterter Mann" oder ein "von Sorgen gezeichneter" oder "am Lebensabend angekommerner", aber bitte nicht einfach "etwas älter". Darunter kann zumindest ich mir etwas wenig vorstellen.

Zitat:Der riss die Augen angstvoll auf, und stammelte:,, A-ach, Smargis, wie- wie schön d-dich einmal w-wiederzusehen...!“ Der Angesprochene blickte ihn aus kalten, eisblauen Augen an.
Hm, du könntest dir überlegen, das "angstvoll" zu sparen, gemäß dem Motto "Show, don't tell" hättest du es ja mit den aufgerissenen Augen schon drin, aber das ist nur eine Kleinigkeit. Eher anmerken würde ich die Form, wie schon weiter oben erwähnt: Es dient der Übersichtlichkeit und dem Lesefluss enorm, wenn du jedem Sprecher eine eigenen Zeile gewährst:
Dieser riss (angstvoll) die Augen auf (Kein Komma) und stammelte: "A...ach Smargis, wie ... wie schön, dich mal wiederzu...wiederzusehen." Er schluckte.
Der Angesprochene fixierte ihn mit einem eisigen Blick.
"Mortis", sagte er kalt. "Lange habe ich auf diesen Moment gewartet."

So als Beispiel.
Die "eisblauen Augen" finde ich persönlich etwas sehr klischeehaft, aber das ist mein Geschmack. Er hat ja auch doch einen Namen, dein Rächer Icon_smile Eigentlich könntest du ihn auch schon vorher verwenden, dann hast du ein paar Variationen zu "er" (und ich zu "der Rächer" Icon_wink ).

Für das Stammeln gibt es übrigens auch ein paar ... Regeln, sag ich mal. Persönlich habe ich gelernt: "-" bedeutet abruptes Beenden wie in
"Und dann müssen wir wirklich vorsich-" Sie hielt inne und lauschte erschrocken.
"..." eher ausklingend wie in
"Und wenn ich dich habe ..." Er knurrte bösartig und ließ die Drohung ungesagt.
Außerdem: Wenn du das Wort an sich ab- oder unterbrichst, gehört kein Leerzeichen hin wie in
"I...ich meine, ich w...wollte doch nur", stammelte er." oder in dem ersten Beispiel.
Und wenn du nach einem vollendeten Wort ab- oder unterbrichst, gehört ein Leerzeichen dazu wie in
"Lassen Sie mich los! Hilfe! Hilfe! Ich werde -" Da wurde er gepackt und eine riesige Hand hielt ihm den Mund zu. oder dem Beispiel mit der Drohung. Hoffe es hilft Icon_smile So habe ich zumindest das gelernt.

Zitat:,, Lange habe ich auf diesen Moment gewartet, Mortis. Es ist Zeit für dich zu sterben. Das ist es schon lange. So lange. Das ist es schon, seit Yutara gegangen ist.“ Der alte Mann zuckte zurück.,, A-aber Smargis, es war meine Pflicht... I-ich hatte keine andere.. Was sollte ich den tun?“ murmelte er.
Nach den Anführungsstrichen unten gehört kein Leerzeichen. So, die Rede Smargis' könntest du ein bisschen dynamischer gestalten, wenn du zum Beispiel schreibst:
"Lange habe ich auf diesen Moment gewartet, Mortis. Es ist Zeit für dich zu sterben - das ist schon so lange! Seit Yutara gegangen ist ..."
Der alte Mann zuckte zurück. "A...aber Smargis, es war doch meine Pflicht. I...ich hatte doch nichts anderes - was sollte ich denn tun?"
Wobei ich keine Ahnung habe, wer oder was Yutara ist und was er oder sie oder es damit zu tun hat und was "gegangen" hier bedeuten soll. Schade.

Zitat:Smargis schnaubte. Dann beugte er sich vor.,, Ich will dich tot sehen. Ich werde jede Minute deines Sterbens genießen“, schnarrte er. Mit diesen Worten rammte er dem alten Mann das Schwert in den Hals.
Das "dann" ist bei vielen Schriftstellern ein No-Go, ich persönlich sage, dass man es vermeiden sollte, wenn man es kann, was es an manchen Stellen erlaubt. Aber hier könntest du es problemlos zusammenziehen zu:
"Smargis schnaubte und beugte sich vor."
Das fände ich flüssiger.
Was mich irritiert ist hier, dass Smargis zwar sagt, er wird das Sterben genießen, ihm dann aber den schnellen Tod gewährt.

Das Ende ist etwas ... enttäuschend. Vielleicht gerade deshalb, weil für den Leser nichts dahinter steht. Wir kennen weder Smargis noch Mortis, haben keine Ahnung, warum ersterer Rache übt oder wieso gerade an zweitem. Das macht die Geschichte trotz aller Kürze langweilig. Ich habe das Gefühl, dass es ein bedeutender Moment für die Charaktere ist, aber keine Ahnung, warum. Das ist tendenziell suboptimal, sage ich mal. Ich kann leider auch nicht wirklich mitfühlen, weil wir von den Gefühlen - besonders was Smargis angeht -, nichts mitbekommen. Man könnte auf seinem Weg zu Mortis in Gedanken oder Erinnerungen einflechten, warum gerade er sich an gerade ihm rächen will. Potential ist also da, auch wenn die Geschichte, wie du schon selbst sagtest, nicht die originellste ist. Das macht ja nichts, wenn sie gut geschrieben ist, ich bediene mich selbst gerne vieler Klischees, wenn sie für mich passen (, wobei viele Kommentatoren dann nicht meiner Meinung sind Icon_wink ).
Insgesamt muss ich also sagen, dass die Geschichte - gerade als Prolog - sehr unausgereift ist. Ein Prolog soll ja neugierig machen, und das ist irgendwie nicht so da, auch weil Spannung fehlt. Du hältst den Leser einfach völlig außen vor, das würde ich ändern, vielleicht reicht das ja schon. Oder du setzt ein paar Andeutungen zur Vergangenheit rein oder so.
Also: Du kannst viel daraus machen. Von der Rechtschreibung her war es positiv überraschend, die Kommata vor den "und"s kann man ja eliminieren Icon_wink und bei der wörtlichen Rede empfehle ich, wie noch ü-ber-haupt gar nicht erwähnt Icon_ugly Lannas Thread. So ist es auf jeden Fall noch unbefriedigend für den Leser und klingt mehr oder minder nach "eben mal geschrieben".
Nun, die Kritik ist irgendwie härter ausgefallen, als ich es ursprünglich wollte. Vom Tonfall her, meine ich - es ist wirklich nicht als Angriff gemeint und soll lediglich zur Verbesserung dienen Icon_smile
Meiner Meinung nach - aber das ist mehr so ein Gefühl, da man ja noch nicht so viel mitbekommt - würde die Geschichte eher in die Fantasy passen. Aber das musst du wissen Icon_wink

Zitat:so, wie gesagt, ich freue mich über Komis^^
Ich hoffe, mit diesem eher nicht so positiven Kommentar zerstöre ich diese Haltung nicht Icon_ugly

Viel Spaß beim Überarbeiten und bleib trotz allem fleißig dabei, lieber Schattenklang!
Liebe Grüße von
Trinity

EDIT: Ich habe eben nochmal Dramweidas Kommentar gelesen - und würde noch kurz zu dem "Schwert in den Hals Rammen" anmerken: Es geht, man kann es machen. In der Fantasy ist es bei einigen Autoren auch sehr gängig. Es tötet nur eben sehr schnell.

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #4 |

RE: Apar- eiskalt und heilig
hi
Erstmal danke für deine schnelle Antwort^^
Prolog: Ja, es kommt noch eine Fortsetzung
Wegen dem verzierten: ja, du hast recht^^ ups, das mit der Wortwiederhohlung war mir gar nicht aufgefallenIcon_irre
Wertvolles Schwert: Ja, es ist ein wertvolles Schwert, aber es wurde auch bewacht, nur eben vorher. Ich hab mich mal an der Geheimniskrämerei versucht, hat wohl noch nicht geklapptIcon_lol
Ich werde jede Minute deines Sterbens genießen: Stimmt, das hatte ich vorher nichte bedacht, aber vielleicht wusste der Mann ja auch nicht, wie er ihn umbringt?
Rammte: Ja, schon, aber rammen geht doch auch, oder? Man kann meines Wissens auch jemanden etwas in den Hals rammen. Oder irre ich mich da?
Rachemord: ja, wie gesagt, ich habs nicht so mit der Geheimniskrämerei^^
Naja, danke für dein Kommentar, ich werds jetzt mal ändern^^


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