Es ist: 07-05-2021, 23:39
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Theapollon (Auszug 1)
Beitrag #1 |

Theapollon (Auszug 1)
Guten Morgen zusammen,

hier nun mein Nächstes, entstanden durch unser schönes Motivationsprojekt und vom Umfang her, ... nun, es könnte - ganz vom Gefühl - mein erstes (dieses Mal dystopisches) Romanprojekt sein, dem ich mich wirklich gewachsen fühle. Zurian ist und bleibt weiter bestehen, allerdings gefällt mir diese Idee hier von Tag zu Tag besser. Viel ist für euch zwar noch nicht zu erkennen, dafür poste ich gleich meinen vorläufigen, persönlichen Klappentext mit. Interessieren würde mich von euch als Leser vor allem: ist es flüssig zu lesen (hab mich dieses Mal um längere Sätze bemüht), unterhaltsam im zweiten Teil? Und kauft man mir die Gefühle im ersten auch wirklich ab, bzw. schaffe ich sie an den Leser zu bringen? Ist der Dialog dieses Mal besser gestaltet und nicht zur ruckelig (also zu viel Zwischentext drin - wurde ja auch kürzlich bemängelt)? - Ich danke schon mal, meine Lieben! :o)

2053: In Theapollon, einer der letzten, menschlichen Bastionen, stehen Männer und Frauen unverdorbenen Blutes an der Spitze der Zivilisation. Ihr Überleben und ihre DNA ist das höchste, zu verteidigende Gut. Auch in den Augen der Niederen. Sean ist einer von ihnen und arbeitet hart daran, der Bevölkerung der silbernen Stadt zu dienen. Doch seine Bemühungen scheitern; er selbst wird verhaftet und in die Mienen von Karkyl gebracht. Nur wenige sind je zurückgekehrt. Denn in Karkyl herrschen tödliche Regeln: Diamanten gegen Nahrung und Freiheit gegen Tod. Nur Seans kleine Schwester und der pflichtbewusste Präfekt Vladim können ihn noch retten, doch je besser der Plan, umso unerträglicher die Wahrheit, die hinter allem steht …




2053: in Theapollon

Die jammernden Schreie unterhalb des Außenrings verstummten für einen Moment, um dann lauter und schließlich wieder leiser zu werden. Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht, denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt. Der Tod war allgegenwärtig geworden. Die nächste Volkszählung stand kurz bevor und Seans einzige Sorge galt dem viel zu dünnen Körper, der sich Wärme suchend an ihn schmiegte. Isabells entspannter Atem, ihre angewinkelten Beine und die im Mondschein so ebenmäßig wirkenden Gesichtszüge ließen ihn seufzen. Denn sie verdiente so viel besseres, als er ihr geben konnte: ein Schlafplatz auf dem Dach dieses ärmlichen Wohnsilos, zwei geteilte Mahlzeiten am Tag sowie ab und an – wenn er etwas abzweigen und verkaufen konnte – sauberes, nicht halb so verunreinigtes Wasser, wie das aus den Brunnen der Slums.
„Sie schreien schon wieder …“ Isabells Murmeln erstarb, als Sean sanft über ihr frisch geschorenes Haupt strich. Anders, als bei den meisten Bewohnern der Slums wuchs ihr helles Haar gleichmäßig kräftig und schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert. Früher von Mutters Hand, heute von ihrer Freundin Sabin, oder einem der anderen Mädchen aus der Wäscherei, die in den dreißig Stockwerken des zweiundfünfzigsten Silos hausten. In kleinen, engen Wohnungen – geschützt vor all den nächtlichen Ausdünstungen der Slums.
„Das tun sie doch immer, Liebes“, beschwichtigte er. „Sie hungern und frieren.“ Und sterben.
„Schlimmer als wir?“ Ihre blauen, wunderschönen Augen blickten ihn zweifelnd an.
„Frierst du denn, kleine Isa?“ Ob sie an ihrem Hunger litt, wagte Sean nicht zu fragen. Die letzte, bescheidene Mahlzeit hatte er ihr früh morgens gebracht und die Nacht war noch lang. Stattdessen zog er sie noch näher an sich und rieb wärmend ihre Oberarme. Im Sommer war der heimliche Unterschlupf ein angenehm kühler Ort, doch der diesjährige Herbst zeigte sich unerwartet kühl. Wenn Sean sich geschickt anstellte, hatten sie bald genug Goldmünzen beisammen, um mit gutem Gewissen eine kleines Zimmer mieten zu können. Unabhängig von einem legalen Arbeitgeber, der Unterkunft und Nahrung als kümmerliche Entlohnung für die Schufterei in den Fabriken bot.
„Ich weigere mich zu frieren solange du bei mir bist“, schmunzelte Isabell. Die Hoffnung in ihren Augen schmerze mehr, als die Müdigkeit in seinen Knochen. Ausweichend wanderte sein dunkler Blick zu den Sternen. Zum Großen Wagen und zum Kleinen.
„Tristan erwartet mich um Punkt Mitternacht.“
Isa schloss die Augen und stieß ein frustriertes Ächzen aus. „Du bist alles was ich habe, Sean. Und ich bin nicht mehr klein.“ Die Muskeln ihres mageren Körpers verspannten sich. „Lass mich mit dir kommen. Ich bin alt genug.“ Ihre trotzige Stimme klang ganz wie die eines sechszehnjährigen Teenagers. „Mutter hätte es erlaubt.“
„Mutter hätte dich auch anschaffen geschickt“, knurrte Sean und überraschte sich immer noch mit seiner großen Wut auf eine verzweifelte, in die Jahre gekommene Frau, die damals keinen anderen, besseren Ausweg gefunden hatte. „Ich geh nicht anschaffen.“ Er grinste. „Noch nicht.“ Kichernd genoss Sean Isabells erst schockierten, dann leicht verwirrten Anblick und sein Herz glühte vor Glück, als sie sich plötzlich lachend auf seinen Oberkörper warf und ihn zu kitzeln begann.
„Darüber macht man keine Scherze!“ Ihre Fingerkuppen bohrten sich in seine Rippen. „Schäm dich! Hast du gehört, du elender Dummkopf?“ Sie war nicht gerade sanft mit ihm, ganz anders als man es vermuten könnte, doch Sean ließ ihr den Spaß, bettelte ein wenig um Gnade und umarmte sie fest, als ihr bald wieder müde gewordener Körper sich an seinen schmalen Brustkorb schmiegte. Es tat gut, Isa zu fühlen, für sie zu kämpfen und einen besseren Weg zu finden. Eine Stelle im hohen Zirkel der Adeligen vielleicht, als behütetes Dienstmädchen, oder Assistentin eines Doktors. Doch dafür brauchte er mehr Goldmünzen, um die richtigen Saftsäcke zu bestechen. Sie mussten wohl oder übel weitersparen und mindestens die nächsten zwei Jahre auf dem Dach dieses verdammten Silos unterschlüpfen. Oder er musste sich einem noch größeren Risiko stellen.
Als Isabell bald leise zu schnarchen begann, schob Sean sie vorsichtig von sich. Erst lag sie ein letztes Mal unendlich leicht in seinen Armen, dann allein auf ihrer zerschlissenen Decke, deren Wolle die Härte und Kälte des nackten Betons milderte.
„Schlaf gut, Liebes“, hauchte er sanft, zwischen zwei Küssen auf ihre Stirn.
Dann griff er in die Kiste neben sich.

„Du raffst es nicht, Alter, kann das sein? Ich deale nicht mit Bettpfannen oder Klobürsten, du kleiner Wichser! Ich verticke Schnee, wunderbarsten, nach Sucht stinkenden Schnee. Ich brauche nicht in die Mittelschicht zu exportieren und nicht mehr Kunden, als ich schon bediene.“ Tristan nahm einen tiefen Zug und inhalierte den Rauch seiner Zigarette für Seans Begriff ungewöhnlich lang. „Unauffälligkeit ist mein Geschäft. Und Neukunden fallen auf.“ Selten schien Tristan so überzeugt. Der von ihm ausgestoßene Rauch verteilte sich ein bisschen mehr in dem langgezogenen Zimmer, leckte über Einschusslöcher in der Wand und wurde durch die Wucht eines surrenden, uralten Ventilators gegen einen niederen, dreibeinigen Tisch geschleudert.
„Mehr Gold braucht du auch nicht? Ich deale im Übrigen.“ Zeit, dass dieser Idiot zurück in die richtige Spur gebracht wurde. „Wenn sie mich schnappen sitze ich ein und nicht du.“
„Aber sie konfiszieren dann meinen verdammten Schnee!“ Tristan kreischte fast und Sean ließ sich genervt in die Rückenlehne des alten Sofas sinken. Sein verwahrlostes Gegenüber war nicht so dumm, wie anfangs erhofft. Er war noch dümmer. Dann jedoch schien sich die dürre Jammergestalt vor ihm darauf zu besinnen, eben seinen fähigsten Mann vor drei seiner abgehalfterten Kumpane fertig gemacht zu haben. Tristans plötzliches Lächeln war dementsprechend schleimtriefend und ungefähr so einnehmend wie die sich dahinter zeigenden, vergilbten Zahnstummel. „Hey, alles cool Mann. Komm mal down und beruhig dich. Wenn es um nen verfickten Vorschuss geht, dann mach’s Maul auf und sag was du brauchst. Immerhin war ich gestern beim guten, alten Tonny. Haben uns sogar nen neuen Kurs ausgemacht.“
Sean winkte ungeduldig ab und schüttelte verärgert den Kopf. Er dachte an Isa, die nun drei Straßen entfernt auf einem Dach schlummerte. An ihre Wärme, ihr Lächeln und ihre Zukunft. „Ich brauche mehr als du geben kannst, Amigo. Mehr als du hast.“
Tristan schnaufte verärgert und seine wimpernlosen Augen wurden schmal. „Ach, sieh an. Bin ich dir wichsenden Schaumschläger also nimmer fein genug? Ist es das? Möchtest wohl bei den Mittelschichtlern Eindruck schinden, was? Das kannst du vergessen!“ Die Zigarette in seiner Hand glomm einsam vor sich hin. „Vergessen, hörst du …, du … .“ Vor Empörung rot geworden, suchte er nach einem geeigneten Wort.
„Wichser?“, halft Sean gelangweilt aus.
„Fick dich! Was? … Auuuu!“ Wieder begann Tristan zu kreischen, doch dieses Mal aus gutem Grund, denn der inzwischen abgebrannte Stummel seines Glimmstängels hatte ihm ein kleines Hautstückchen am Zeigefinger verbrannt. „Scheiße verdammt!“ Wenn Blicke töten konnte, wäre Sean in den nächsten Sekunden gleich mehrmals vom Leid dieser verfluchten Gesellschaft erlöst worden. „Bringt diesen Penner zurück auf die Straße wo er hingehört!“, fuhr Tristan, gleichzeitig seinen wunden Finger leckend, den bulligsten seiner Kumpane an, doch Sean kam jeder Aufforderung milde lächelnd zuvor.
„Macht euch keine Umstände, Jungs. Ich kenne den Weg.“

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
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Beitrag #2 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Und ein erneutes Hallöchen Sternchen :D

Also nachdem ich mich in Herzensblut nicht so wirklich hineingefunden habe werde ich mich nun eben diesem Werk widmen und einmal schauen was es so bringt Icon_smile

Im Vorraus kann ich schon einmal sagen, dass mir der "Klappentext" wirklich zusagt! Macht mich gleich neugierig auf mehr Icon_smile Und nach den ersten paar Sätzen fange ich auch an zu glauben, dass ich mit den Charakteren deiner anderen Story nicht wirklich zurecht kam. Sie erinnerten mich irgndwie an Orks oder ähnliche Gestalten...und diese mag ich nicht sonderlich :D:D
Also..mal schauen was dein neustes Werk so hergibt Icon_wink

Zitat:2053: in Theapollon

Zukunfts-Storys haben für mich immer etwas ...hm...anziehendes. ich finde so etwas immer äußerst interessant Icon_smile Und Theapollon (Stadt? Oder eher eine Region? Mit dem Begriff bastion weiß ich nichts wirklich anzufnagen...) klingt super. Ya...mit dem Namen kann ich mich anfreunden :D

Zitat:Die jammernden Schreie unterhalb des Außenrings verstummten für einen Moment, um dann lauter und schließlich wieder leiser zu werden.

Super Einstiegssatz! Macht gleich neugierig Icon_smile

Zitat:Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht, denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt.

Sean. Ich liebe diesen Namen :D Und auch der Rest dieses Satzes gefällt mir sehr gut. Supi Beschreibung Icon_smile

Zitat:Die jammernden Schreie unterhalb des Außenrings verstummten für einen Moment, um dann lauter und schließlich wieder leiser zu werden. Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht, denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt. Der Tod war allgegenwärtig geworden. Die nächste Volkszählung stand kurz bevor und Seans einzige Sorge galt dem viel zu dünnen Körper, der sich nach Wärme suchend an ihn schmiegte. Isabells entspannter Atem, ihre angewinkelten Beine und die im Mondschein so ebenmäßig wirkenden Gesichtszüge ließen ihn seufzen, denn sie verdiente so viel besseres, als er ihr geben konnte: ein Schlafplatz auf dem Dach dieses ärmlichen Wohnsilos, zwei geteilte Mahlzeiten am Tag sowie ab und an – wenn er etwas abzweigen und verkaufen konnte – sauberes, nicht halb so verunreinigtes Wasser, wie das aus den Brunnen der Slums.

Ohhhje...ich muss gestehen...dass ich es liebe. Jetzt schon :D Dein Schreibstil (in diesem Werk) gefällt mir außerordentlich guuuuuuut. Genau wie ich es mag Icon_smile

Zitat:Isabells Murmeln erstarb, als Sean sanft über ihr frisch geschorenes Haupt strich.

Sie hat...kurze Haare? Okay :D Mal was anderes als das ewige "Ihr langes, blondes Haar wehte im Wind..*sülz sülz*" xDD

Zitat:um mit gutem Gewissen eine kleines Zimmer mieten zu können.

>>ein kleines Zimmer<< Icon_smile

Zitat:„Mutter hätte es erlaubt.“

Ahh sie ist seine Schwester :D Bis jetzt dachte ich sie sei seine Freundin, aber klar...die kleine Schwester macht auch Sinn Icon_smile ich finds toll.

Zitat:hauchte er ihr sanft auf die Stirn.

er haucht es ihr auf die Stirn? Ich kann mir vorstellen, dass er es ihr ins Ohr haucht, oder ihr einen Kuss auf die Stirn gibt...Doch, dass er es ihr auf die Stirn haucht find cih etwas merkwürig. Aber okay :D

Zitat:Tristan nahm einen tiefen Zug und inhalierte den Rauch seiner Zigarette für Seans Begriff ein bisschen zu lang, um noch normal zu sein.

Der letzte Teil des Satzes klingt ein bisschen komisch. Ich würde >>um noch normal zu sein<< lieber weglassen und zuvor >>für Seans Begriff ungewöhnlich lang<< schreiben.

Zitat:und wurde durch die Wucht eines surrenden, uralten Ventilators gegen einen niederen, dreibeinigen Tisch geschleudert.

Der Rauch wird gegen den Tisch geschleudert? Hmm..selbst wenn das durch den Ventilator passiert finde ich das Wort etwas zu übertrieben.


Hm...mehr hab ich nicht zu meckern. Im gegenteil: DAS gefällt mir echt GUT! Mal was anderes Icon_smile Und es gab wirklich kaum etwas worüber ich "meckern" konnte. Das ist doch schon mal was Icon_smile

Also: Daumen hoch!! Pro :D Freue mich schon auf die Fortsetzung Icon_smile

Mariposa♥

Feeling like I know the words
Of a song I have not wrote
A song of Love, A song of Hope
A song that guides me down this road♥

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Beitrag #3 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Hallo Sternchen!

Ich hab´ zusammen genommen zwar schon einige Monate (Jahre) LP-Erfahrung, aber ich hab´ es noch kein einziges Mal geschafft, eine Geschichte zu kommentieren.
Schande über mein Haupt! Dies hier soll mein erster Versuch einer konstruktiven Kritik sein! Bei den meisten Beistrichen bin ich mir selbst nicht so sicher ^^



2053: in Theapollon

Ist das wirklich der Titel oder nur eine Bezeichnung für diesen Auszug?
Den Namen find´ ich gut.

....denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt.

"lasteten" kann ich für mich nicht so recht zuordnen, hab´ich in dieser Form noch nicht gelesen, denke ich. Ich weiß, was gemeint ist, aber ungewöhnlich.


....der sich nach Wärme suchend an ihn schmiegte.

das "nach" kannst du weg lassen.

Isabells entspannter Atem, ihre angewinkelten Beine und die im Mondschein so ebenmäßig wirkenden Gesichtszüge ließen ihn seufzen, denn sie verdiente so viel besseres, als er ihr geben konnte: ein Schlafplatz auf dem Dach dieses ärmlichen Wohnsilos, zwei geteilte Mahlzeiten am Tag sowie ab und an – wenn er etwas abzweigen und verkaufen konnte – sauberes, nicht halb so verunreinigtes Wasser, wie das aus den Brunnen der Slums.
Flüssig zu lesen, aber nach "seufzen" käme ein Punkt doch recht. Ich mag lange Sätze, aber bei dieser Stimmung gefallen mir bewusste Pausen, um den Leserhythmus zu verlangsamen.
Öfter absetzen, damit man nicht in einer "Wurst" an den schönen Formulierungen vorbeifliegt.
Weißt du, was ich meine? ( Ich bin ein schneller Leser Smiley_emoticons_blush)
Ich weiß, das steht jetzt im Gegensatz zu deinem Versuch, längere Sätze zu schreiben ^^

Anders, als bei den meisten Bewohnern der Slums wuchs ihr helles Haar gleichmäßig kräftigt und schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert.

"...Slums, wuchs" - ein Beistrich hierfür, wenn ich nicht irre.
"...kräftig..." ein t zu viel


„Ich weigere mich zu frieren solange du bei mir bist“, schmunzelte Isabell.

"...weigere mich, zu frieren, solange...."

Zum großen Wagen und zum Kleinen.

Als Eigenname müsste es "...zum Großen Wagen und zum Kleinen" heißen.

Als Isabell bald leise zu schnarchen begann, schob Sean sie vorsichtig von sich.

Icon_lol Szenen einer Ehe....


Sein verwahrlostes Gegenüber war nicht ganz so dumm, wie anfangs erhofft. Er war noch dümmer.

Die Kombination "..nicht ganz so dumm..." reibt sich ein wenig mit "...noch dümmer..."
Das Wörtchen "ganz" relativiert das dumm herunter, ich würd´s weglassen.
Ansonsten ein sehr stimmiger Dialog, ich kriege sofort ein Bild in den Kopf.
Besonders für Tristan...ein paar wenige Zeilen und ich kann mir den Typen wunderbar vorstellen. Pro


Immerhin war ich gestern beim guten, alten Tonny.

Icon_lol auch wenn es sich um 2 "n" handelt, ich schaffe es nicht, über diesen Satz zu lesen, ohne dabei an den "guten, alten Mafia-Toni" zu denken....und jetzt krieg ich auch diese Italo-Stimme nicht mehr aus dem Kopf Icon_lachtot ....für die Famiiilieee....

„Ich brauche mehr als du geben kannst, Amigo. Mehr als du hast.“

"...mehr, als du..." Strichi ^^

Wenn Blicke töten konnte, wäre Sean in den nächsten Sekunden gleich mehrmals vom Leid dieser verfluchten Gesellschaft erlöst worden.

Sehr schöner Satz!

„Macht euch keine Umstände, Jungs. Ich kenne den Weg.“

Ein Ende, bei dem man keine Fehler machen kann. Diese Phrase wurde schon zu oft verwendet für meinen Geschmack. Kann man stehen lassen.

Fazit:
Es war absolut flüssig zu lesen, du hast eine angenehme Art, zu schreiben.
Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Du bist bemüht, die Umgebung, das Aussehen der Menschen, die Stimmung....all das, beiläufig in den Text zu integrieren, was dir auch gelingt.
Ich dachte auch kurz, die zwei wären ein Paar, aber das löst sich schnell auf.
Die Stimmung im ersten Teil finde ich nicht so optimal. Die Passage müsste länger sein, ausgefeilter, sonst ist man schon durch, bevor man die Eckpfeiler der Gedanken erfasst hat.
Der zweite Absatz ist gut gelungen, der Dialog gefällt mir. Man merkt sofort, worum es geht und wie die Personen zueinander stehen.
Neugierig macht auch der Klappentext, nur nicht fallen lassen, die Idee!

So, das also war meine Premiere, hat Spaß gemacht Icon_smile

Grüße
Nameless


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Beitrag #4 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Hallo zusammen,

und schon jetzt einmal ein großes Danke an euch zwei, euch diese Geschichte vorzunehmen. Schön, dass ihr Zeit hattet und einen Blick auf mein aktuellstes Projekt geworfen habt. Meinungen kann ich hier gut gebrauchen, denn es könnte sich hier um meinen Erstversuch handeln, alles in einen Roman zu packen. Mal schauen, wie mein Expose ankommen wird. Ich harre ja gerade eine sehr wichtigen Rückmeldung zum Ersteindruck.

@ Mariposa

Im Vorraus kann ich schon einmal sagen, dass mir der "Klappentext" wirklich zusagt! Macht mich gleich neugierig auf mehr Und nach den ersten paar Sätzen fange ich auch an zu glauben, dass ich mit den Charakteren deiner anderen Story nicht wirklich zurecht kam. Sie erinnerten mich irgndwie an Orks oder ähnliche Gestalten...und diese mag ich nicht sonderlich :D:D
=> Na das hört man doch einmal gern, dass es "drüben" scheinbar "nur" an den Charakteren lag, die nicht so dein Fall waren. Schön, hier scheinst du dich heimischer zu fühlen und das freut mich ungemein.

Zukunfts-Storys haben für mich immer etwas ...hm...anziehendes. ich finde so etwas immer äußerst interessant Und Theapollon (Stadt? Oder eher eine Region? Mit dem Begriff bastion weiß ich nichts wirklich anzufnagen...) klingt super. Ya...mit dem Namen kann ich mich anfreunden
=> Theapollon ist eine Stadt. Eine der letzten Bastionen (die Mehrzahl muss ich oben noch ergänzen, denn durch das Expose, das ich heute geschrieben hab, hat sich noch ein bisschen was geändert). Bastion bedeutet so etwas wie "Festung".

Ohhhje...ich muss gestehen...dass ich es liebe. Jetzt schon :D Dein Schreibstil (in diesem Werk) gefällt mir außerordentlich guuuuuuut. Genau wie ich es mag
=> Juhuuuu - ich freu mich! Icon_smile

Sie hat...kurze Haare? Okay :D Mal was anderes als das ewige "Ihr langes, blondes Haar wehte im Wind..*sülz sülz*" xDD
=> Gell, dachte ich mir auch. Liegt daran, dass es dort üblich ist und die "Minderwertigkeit" sozusagen widerspiegelt. In den Slums sind alle geschoren, bzw. manche müssen es gar nicht sein, weil sich die DNA schon teilweise verändert hat durch den "Atom"-Krieg. Sowas hat Nachwirkungen bis in viele nachfolgenden Generationen. Hab ich ich nachgelesen.

Ahh sie ist seine Schwester :D Bis jetzt dachte ich sie sei seine Freundin, aber klar...die kleine Schwester macht auch Sinn ich finds toll.
=> Dann passt alles. So war es geplant. Die Bindung soll am Anfang sehr nach Partnerliebe aussehen. Das erste prägt immer. Und ich wollte eine starke Beziehung zwischen ihnen geprägt haben. Eine starke Geschwinsterliebe.

er haucht es ihr auf die Stirn? Ich kann mir vorstellen, dass er es ihr ins Ohr haucht, oder ihr einen Kuss auf die Stirn gibt...Doch, dass er es ihr auf die Stirn haucht find cih etwas merkwürig. Aber okay

=> Hab mir was überlegt. Für mich klangs in dem Moment nicht komisch beim schreiben, aber ich geh gern auf deine Anmerkung ein.

Der letzte Teil des Satzes klingt ein bisschen komisch. Ich würde >>um noch normal zu sein<< lieber weglassen und zuvor >>für Seans Begriff ungewöhnlich lang<< schreiben.

=> Guter Vorschlag! Icon_smile

Der Rauch wird gegen den Tisch geschleudert? Hmm..selbst wenn das durch den Ventilator passiert finde ich das Wort etwas zu übertrieben.
=> "wehen" geht aber auch nicht. Das tut nämlich der Wind. Icon_ugly

Hm...mehr hab ich nicht zu meckern. Im gegenteil: DAS gefällt mir echt GUT! Mal was anderes Icon_smile Und es gab wirklich kaum etwas worüber ich "meckern" konnte. Das ist doch schon mal was
=> Ich freu mich, ich freu mich! Dankeschön! Icon_bussi

Also: Daumen hoch!! Pro :D Freue mich schon auf die Fortsetzung
=> Ob ich diesen Teil fortsetzen werde, steht leider noch ein bisschen in den Sternen. Ich wollte hier einmal eine erste Meinung einholen zu Stil und Stimmung und wie die Idee gefällt. War mir unheimlich wichtig. Deshalb hab ich es "Auszug" genannt. Vielleich folgt noch ein zweiter, kann gut sein, aber wohl nicht als in sich folgende Handlung. Eher eine neue Szene.

@ Namless

Ich hab´ zusammen genommen zwar schon einige Monate (Jahre) LP-Erfahrung, aber ich hab´ es noch kein einziges Mal geschafft, eine Geschichte zu kommentieren. Schande über mein Haupt! Dies hier soll mein erster Versuch einer konstruktiven Kritik sein! Bei den meisten Beistrichen bin ich mir selbst nicht so sicher ^^
=> Ja, Schande über dein Haupt, denn das machst du doch ganz gut! Ich finds schön, deine Meinung zu hören. Ganz doll, auch wenn du dir unsicher bist!

Ist das wirklich der Titel oder nur eine Bezeichnung für diesen Auszug? Den Namen find´ ich gut.
=> Theapollon ist die Stadt. Mal sehen, ob ich noch einen Auszug in Karkyl mache. Schön übrigens, dass dir der Name gefällt. Das freut mich und ist auch sehr wichtig für die Geschichte. Grad sowas soll im Ohr bleiben.

"lasteten" kann ich für mich nicht so recht zuordnen, hab´ich in dieser Form noch nicht gelesen, denke ich. Ich weiß, was gemeint ist, aber ungewöhnlich.
=> wenns nur ungewöhnlich ist, dann bin ich vollauf zufrieden. Ich schreibe gerne ein bisschen so und versuchen mich immer wieder neu zu erfinden oder manche Vergleiche. Ist wichtig, damit zu spielen und solangs nicht "ganz schrecklich" ist, bin ich auch zufrieden.

das "nach" kannst du weg lassen.
=> Stimmt.

Flüssig zu lesen, aber nach "seufzen" käme ein Punkt doch recht. Ich mag lange Sätze, aber bei dieser Stimmung gefallen mir bewusste Pausen, um den Leserhythmus zu verlangsamen. Öfter absetzen, damit man nicht in einer "Wurst" an den schönen Formulierungen vorbeifliegt.
=> Hmmm, .. eine schöne Anmerkung die du da machst. Mir gefällt diese Anregung sehr und ich werde sie mir merken. "Bewusstere Pausen". Ohja. Trotz längere Sätze. - Dankeschön!

Das Wörtchen "ganz" relativiert das dumm herunter, ich würd´s weglassen. Ansonsten ein sehr stimmiger Dialog, ich kriege sofort ein Bild in den Kopf. Besonders für Tristan...ein paar wenige Zeilen und ich kann mir den Typen wunderbar vorstellen.
=> Da hast du vollkommen recht, das "ganz" verabschiedet sich und zwar sofort. Und was Tristan betrifft, kann ich nur Jubeln! Ich mag es, mit weniger Wörtern Bilder entstehen zu lassen; scheint mir hier ja gelungen zu sein. Juhuuu!

auch wenn es sich um 2 "n" handelt, ich schaffe es nicht, über diesen Satz zu lesen, ohne dabei an den "guten, alten Mafia-Toni" zu denken....und jetzt krieg ich auch diese Italo-Stimme nicht mehr aus dem Kopf ....für die Famiiilieee....
=> *kicher* Ja, sind echte Mafia-Zustände auch dort. Hab ich zwar nicht bewusst so klingen lassen wollen, aber im Grunde passt es sogar zum guten Tonny. Und zu Tristans Beziehungskisten. Mrgreen

Ein Ende, bei dem man keine Fehler machen kann. Diese Phrase wurde schon zu oft verwendet für meinen Geschmack. Kann man stehen lassen.
=> Ja ich weiß, bisschen Klischee, aber ich finds noch ganz okay, wenn der Rest nicht nur Klischee ist. Wenn du sagst, man kanns lassen, bin ich beruhigt. Icon_smile

Es war absolut flüssig zu lesen, du hast eine angenehme Art, zu schreiben.
Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Du bist bemüht, die Umgebung, das Aussehen der Menschen, die Stimmung....all das, beiläufig in den Text zu integrieren, was dir auch gelingt.

=> Nun, da kann ich nur: Icon_jump

Die Stimmung im ersten Teil finde ich nicht so optimal. Die Passage müsste länger sein, ausgefeilter, sonst ist man schon durch, bevor man die Eckpfeiler der Gedanken erfasst hat.
=> Interessante Anmerkung. Das schau ich mir gern noch näher an. Guter Tipp. Ich tue mir ja allgemein mit solchen Stimmungen schwer, daher ist mir das - wie ich denke - noch nicht so schlecht gelungen, aber Tipps dahin kann ich gut verwerten. Grad weil da noch Erfahrung fehlt. Ich gehts lieber gern rauer an. Also in der Fantasy.

Der zweite Absatz ist gut gelungen, der Dialog gefällt mir. Man merkt sofort, worum es geht und wie die Personen zueinander stehen.
Neugierig macht auch der Klappentext, nur nicht fallen lassen, die Idee!

=> Werd ich (noch) nicht! Hab mir heute schon viele Gedanken um die Geschichte gemacht und bin sehr vielversprechend weitergekommen bei einer guten Zusammenfassung.

So, das also war meine Premiere, hat Spaß gemacht
=> Freut mich sehr!

Liebe Grüße und nochmals Danke!
- Sternchen

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Beitrag #5 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Hallo, ich habe Mühe, deiner Geschichte zu folgen. Schon die Absatzbildung zeigt, dass du mit einheitlichen Gedanken weniger im Sinn hast - dies gilt für deine Satzbildung ebenso.
Dies gibt mir gleichzeitig die Gewissheit, dass du Einiges mitzuteilen hast, also nicht zu den Autoren gehörst, die Worte anstelle von Gedanken setzen. Nein, bei dir ist das umgekehrt, du sprudelst über vor Gedanken, für die dir Worte fehlen.
Nur dieses Gold aus dem Gestein zu puhlen, finde ich mühsam, mit allen Zweifeln, ob mir das gelungen ist.
(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: Die jammernden Schreie unterhalb des Außenrings verstummten für einen Moment, um dann lauter und schließlich wieder leiser zu werden.
Ein sehr guter Satz bis auf das Unterstrichene. Denn dieses Wo ist ein Szenenrausreißer par excellence. Ich kann dieses "unterhalb des Außenrings" nicht zuordnen, und schon bin ich aus der Situation.
(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht, denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt.
Enthält zwei dramaturgische Fehler.
1. Du sprichst negativ ...es war unmöglich ... Gerade der Anfang sollte den mühsam Vorstellung bildenden Leser helfen.
Eher: Waren es Frauenstimmen? Sie klangen hell ... aber so hell auch wieder nicht.
Das lässt sich bestimmt besser machen, aber du verstehst, was ich meine.
2. Niemals Bedeutungslosigkeit für die Figur ... Es kümmerte ihn nicht ...
Mag ja sein, dass die Figur über die Station des Mitleids schon hinaus ist.
Aber nicht dein Leser. Wie soll dem Leser etwas wichtig sein, wenn es die Figur nicht interessiert?

(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: Die nächste Volkszählung stand kurz bevor und Seans einzige Sorge galt dem viel zu dünnen Körper, der sich Wärme suchend an ihn schmiegte.
Soll wohl bedeuten, dass Isabell in Lebensgefahr ist. Das ist aber nach meinem Geschmack zu viel Andeutung in der Anfangsphase. Ich lese gerade "Das andere Kind" von Charlotte Link. Die Autorin hat nicht die mindesten Skrupel, das Äußere der Pro mal eben durch die eingeschobene Perspektive des Anta zu beschreiben. Klarheit geht vor Plumpheit.
Und wenn das eine Bestsellerautorin darf, dürfen wir das auch.
(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: Isabells entspannter Atem, ihre angewinkelten Beine und die im Mondschein so ebenmäßig wirkenden Gesichtszüge ließen ihn seufzen.

Hier habe ich ein Bildproblem, insbesondere mit den angewinkelten Beinen. Liegt Isabell auf dem Boden und schläft, so dass er sie betrachtet? Aber Sean und Isabell haben doch Wohnungen, zumal dieser Ort nicht sicher ist, wenn in Hörweite Leute schreien. Trägt er sie auf dem Rücken? Dann kann er die angewinkelten Beine nicht sehen.
(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: Denn sie verdiente so viel besseres, als er ihr geben konnte: ein Schlafplatz auf dem Dach dieses ärmlichen Wohnsilos, zwei geteilte Mahlzeiten am Tag sowie ab und an – wenn er etwas abzweigen und verkaufen konnte – sauberes, nicht halb so verunreinigtes Wasser, wie das aus den Brunnen der Slums.
Das ist der getellte Hintergrund in ein paar Sätzen. Den kannst du doch wundervoll zeigen, wie sie Wasser trinken und ausspucken oder dieses Wasser nicht mehr ertragen und sich darüber streiten. Was sind zwei geteilte Mahlzeiten, was kann er abzweigen und verkaufen, wie sieht das Wohnsilo aus? Hier fehlen dir noch Vorstellungen, vermute ich.
(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: „Sie schreien schon wieder …“ Isabells Murmeln erstarb, als Sean sanft über ihr frisch geschorenes Haupt strich. Anders, als bei den meisten Bewohnern der Slums wuchs ihr helles Haar gleichmäßig kräftig und schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert. Früher von Mutters Hand, heute von ihrer Freundin Sabin, oder einem der anderen Mädchen aus der Wäscherei, die in den dreißig Stockwerken des zweiundfünfzigsten Silos hausten. In kleinen, engen Wohnungen – geschützt vor all den nächtlichen Ausdünstungen der Slums.
„Das tun sie doch immer, Liebes“, beschwichtigte er. „Sie hungern und frieren.“ Und sterben.
„Schlimmer als wir?“ Ihre blauen, wunderschönen Augen blickten ihn zweifelnd an.
Wie zuvor, das Wesentliche wird getellt, das Unwesentliche gezeigt. Zeige vor allem, warum die Wesen draußen schreien, das ist wichtiger, als die Liebe Seans. Wenn die Welt draußen zusammenbricht, interessieren den Leser, nicht Gefühlsduseleien.
(25-08-2011, 09:42)Sternchen schrieb: Ob sie an ihrem Hunger litt, wagte Sean nicht zu fragen.
Sicher leidet ein Mensch an seinem Hunger
Auch im weiteren Text versuchst du uns, deine Welt zu tellen, anstatt sie erleben zu lassen. Wenn du dieses Telling als geistige Vorarbeit ansiehst, hast du nicht mehr zu tun, als diese Vorarbeit in Handlungen aufzulösen, und schon hast du eine ausgezeichnete Geschichte.
Viel Spaß noch.



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Beitrag #6 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Soo, Sternsche!

Dann gibtʼs jetzt auch endlich meine versprochenen Kommentare. Ich fang mit Theapollon an, das ich schon kurz nach der Einstellung gelesen hatte, da aber da Problem hatte, dass ich noch den Satzbau / -rhythmus von Herzensblut im Kopf hatte und daher hier etwas … voreingenommen war.

Vom ersten Lesen ist hängengeblieben, dass Sean und seine Schwester frieren und hungern, dass Sean seine Schwester sehr liebt und sie vor einer Volkszählung bewahren muss.
Im zweiten Abschnitt legt er dann ein völlig anderes Gesicht offen, spielt (?) den harten Kerl, handelt irgendwas mit einem Drogendealer aus.

Ich weiß noch, dass mir die zweite Szene weniger gefallen hat, weil ich einfach dieses Gangsterzeug nicht mag. Und dass ich am Anfang im Dialog arge Schwierigkeiten hatte, zuzuordnen, wer was sagt.
Details dazu gibt es im Textzeug:

(ich weiß nicht, ob du auch Kommentare zum Klappentext willst *lach*, aber hier:
Zitat: Nur Seans kleine Schwester und der pflichtbewusste Präfekt Vladim können ihn noch retten, doch je besser der Plan, umso unerträglicher die Wahrheit, die hinter allem steht …
würde ich aufteilen in 2 Sätze »retten[Punkt] Doch« … ich könnt es jetzt nicht beschwören, aber ich glaube, Sätze von Klappentexten sind eher kurz gehalten.
Vom Genre her trifft es nicht ganz meine SciFi-Sparte (bisher les ich da nur Space Opera Mrgreen ), wobei es mich – rein vom Klappentext – schon anspricht. Ob ichs kaufen würde … hm *schulterzuck* Käme auf die ersten 10 bis 20 Seiten an und ob eine Liebesgeschichte absehbar ist *lach*)


Zitat: Die jammernden Schreie unterhalb des Außenrings verstummten für einen Moment, um dann lauter und schließlich wieder leiser zu werden.
Als erster Satz gefällt es mir nicht so recht. Mittendrin wär es mir vielleicht nicht so ins Auge gestochen, aber (leider) guck ich inzwischen immer so auf den ersten Satz (auch wenn ich deshalb kein Buch weglegen würde) …
Die erste Hälfte ist stark, Schreie und Leid, dann Stille – es ist vielleicht was passiert, denke ich, und danach sind die Schreie sogar noch lauter, aber dann …. werden sie wieder leiser? Das klingt so, als wäre das Verstummen gar nichts besonderes, sondern es ist ganz normal, dass die Schreie lauter und leiser werden, mal weg sind, dann wiederkommen … Dadurch wird die Aussage banalisiert.
Ich würde entweder das Leiserwerden streichen, oder das auf und ab der Schreie mit einem schönen Bild beschreiben, sowas wie:
»Die jammernden Schreie wogten unterhalb des Außenrings auf und ab, mal laut, mal leise, selten nur wichen sie einer trügerischen Stille« … Nein, das ist nicht gut, aber was besseres bekomm ich grad nicht hin *lach*
Vielleicht interpretiere ich da auch zu viel, aber die erste Satzhälfte finde ich halt wirklich stark (»jammernd« ist ein starkes Adjektiv, »verstummen« ein starkes, gegensätzliches Verb), und die zweite Hälfte klingt so … nichtssagend »lauter/leiser« sind sehr schwache Adjektive, »werden« ein schwaches Verb …

Zitat: Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht, denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt.
Was genau kümmert ihn nicht? die Schreie selbst oder ob sie sich einem Geschlecht zuordnen lassen? Bei letzterem würde ich vielleicht eher »kümmern« durch »wollen« ersetzen, also »und er wollte es auch nicht« …
Oder vielleicht, um dem Satz noch eine zusätzliche Aussage zu geben:
»und er versuchte es schon lange nicht mehr. Zu schrill und flehentlich – zu verloren lasteten sie in dieser Welt.«
Wenn du sowas in der Art reinbaust, hast du direkt auch eine kleine Charakterisierung Seans drin, dass er allmählich den Glauben an die Welt verliert oder sowas (wenn es halt passt)

Zitat: Der Tod war allgegenwärtig geworden. Die nächste Volkszählung stand kurz bevor und Seans einzige Sorge galt dem viel zu dünnen Körper, der sich Wärme suchend an ihn schmiegte.
Hier ist natürlich interessant, dass die Volkszählung unmittelbar nach der Aussage über den Tod kommt und dass Sean sich deswegen offenbar Sorgen um seine Schwester macht. Da fragt man sich als Leser direkt: Was geschieht bei so einer Volkszählung?
Werden gar die schwachen und kranken ausgemustert? Gerade mit dem Klappentext im Kopf kann ich mir sowas in die Richtung gut vorstellen. Leute ohne Arbeit, ohne Arbeitskraft, werden per Volkszählung ausfindig gemacht und in die Mienen geschickt oder verstoßen.

Zitat: ließen ihn seufzen. Denn sie verdiente so viel besseres, als er ihr geben konnte
das »Denn« würde ich streichen, ohne liest es sich mMn besser und der Zusammenhang zwischen »seufzen« und Isabells Zustand ist auch ohne »Denn« verständlich

Zitat: als Sean sanft über ihr frisch geschorenes Haupt strich. Anders, als bei den meisten Bewohnern der Slums wuchs ihr helles Haar gleichmäßig kräftig und schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert.
Zwischen »Anders als« kein Komma;
hm … das »Härchen« klingt so, als hättest du auf Teufel komm raus nicht »Haar« schreiben wollen, um eine Wiederholung zu vermeiden. Vielleicht eher sogar »Stoppeln«? Ich glaub nämlich, selbst bei weichem Haar sind die kurzen Stummel, die nach einer Woche nachgewachsen sind, trotzdem stoppelig … hab da aber keine Erfahrungen *lach*
Mein erster Gedanke war, dass sie das Haar verkaufen, was aber durch die wöchentliche Rasur widerlegt wird. Hm … warum wöchentlich? Geht es um die Hygiene? Sind Seans Haare dann auch rasiert? Oder wäre Isabell zu auffällig, mit einer blonden Wallemähne im Slum?

Zitat: „Das tun sie doch immer, Liebes“, beschwichtigte er.
»Liebes« ist mal eine andere Anrede fürs Geschwisterchen. Etwas ungewohnt, aber dadurch nicht schlecht.

Zitat: „Frierst du denn, kleine Isa?“
Die Betonung von dem »kleine« ist mir nicht so ganz klar. Der einzige Grund, das so zu betonen, wäre ja, wenn Sean sie ärgern wollte, aber da sie nicht darauf reagiert, ärgert es sie offenbar gar nicht. Hm … also die Betonung verwirrt mich Icon_wink
[Nachtrag: Anmerkung weiter unten dazu]

Zitat: hatten sie bald genug Goldmünzen beisammen, um mit gutem Gewissen eine kleines Zimmer mieten zu können.
»ein« (ohne e hinten)
»Goldmünzen« … aha … eine sehr ungewöhnliche Währung für ein Endzeitszenario – da würde mich die Erklärung sehr interessieren, warum auf diese recht unpraktische Bezahlungsmethode zurückgegriffen wird.
das »gute Gewissen« verstehe ich nicht so recht: Könnte Sean auch jetzt schon ein Zimmer mieten, tut es aber nicht, weil er ein schlechtes Gewissen hätte?
So wie es bisher wirkt, haben sie das Geld gar nicht, können sich also weder guten noch schlechten Gewissens ein Zimmer mieten. daher würde ich das »mit gutem Gewissen« streichen; »genug Goldmünzen beisammen, um ein kleines Zimmer mieten zu können.« Und um dauerhaft ein Zimmer zu mieten, muss aber doch regelmäßig genug Einkommen da sein? Da reicht ja eine kleine Rücklage nicht aus. Oder mietet man Zimmer für ein Jahr und muss alles im Voraus bezahlen?

Zitat: „Ich weigere mich zu frieren solange du bei mir bist“
Komma zwischen »frieren, solange«

Zitat: Die Hoffnung in ihren Augen schmerze mehr, als die Müdigkeit in seinen Knochen.
»schmerzte«
kein Komma zwischen »mehr als«

Zitat: Zum Großen Wagen und zum Kleinen.
Schön gemacht – damit hat der Leser die Gewissheit, dass es in der realen Welt spielt, ohne dass du das großartig irgendwo erklären musst Pro

Zitat: „Du bist alles was ich habe, Sean. Und ich bin nicht mehr klein.“
Komma zwischen »alles, was«;
hier also die Reaktion auf das »klein« … hm … im Dialog ansich nicht soo spät, durch die Einschübe aber doch sehr weit von dem Auslöser entfernt. Mir persönlich gefällt es nicht so, ist aber sicherlich Geschmackssache

Zitat: Ihre trotzige Stimme klang ganz wie die eines sechszehnjährigen Teenagers.
Hm … richtig gestört hat mich diese Einbringung ihres Alters jetzt nicht, aber etwas gekünstelt wirkt es schon … Mir fällt aber grad auch nix besseres ein. Vielleicht ist es mir auch einfach deshalb aufgefallen, weil ich selbst solche Dinge immer mehr schlecht als recht einbringe und in fremden Texten danach Ausschau halte *lach*

Zitat: „Mutter hätte dich auch anschaffen geschickt“, knurrte Sean
Sehr starke Antwort!

Zitat: und überraschte sich immer noch mit seiner großen Wut auf eine verzweifelte, in die Jahre gekommene Frau, die damals keinen anderen, besseren Ausweg gefunden hatte.
die Erklärung dazu zieht sich allerdings, mMn, etwas in die Länge. »große Wut«, »verzweifelte, in die Jahre gekommene Frau«, »anderen, besseren Ausweg« … allein das könnte man schon bissl einschrumpfen zu:
»und überraschte sich selbst mit der immerwährenden Wut auf eine verzweifelte Frau, die damals keinen besseren Ausweg gefunden hatte.«
Das wäre mir persönlich aber immer noch zu viel.
»Mutter hätte dich anschaffen geschickt« - da steckt schon so viel Wut drin, natürlich Wut auf die Mutter …
vielleicht ist es auch ein Problem, dass da einerseits diese Wut ist, andererseits aber »verzweifelte, in die Jahre gekommene Frau« so klingt, als hätte er Mitleid. Auch das »gefunden hatte« klingt entschuldigend, nach »Sie hat es versucht, aber es nicht geschafft.« Hm …
Ich weiß nicht, versteh ich das richtig, dass die Mutter dafür verantwortlich ist, dass die beiden in dieser Lage sind? Und wollte die Mutter Sean anschaffen schicken?
Also irgendwie … wenn das jetzt nicht total wichtig für das nächste Geschehen ist, würde ich die Infos aus dem Erklärsatz weglassen.
Einfach nur:
»Mutter hätte dich auch anschaffen geschickt«, knurrte Sean. »Ich geh nicht anschaffen.«
Wobei ich auch nicht so richtig weiß, was er mit »Ich geh nicht anschaffen« sagen will … Wenn er anschaffen gehen würde, könnte Isa mitkommen, oder wie?

Zitat: „Noch nicht.“ Kichernd genoss Sean Isabells erst schockierten, dann leicht verwirrten Anblick
Hinter der wörtlichen Rede würde ich einen Absatz machen. Die Handlung hat ja nichts mehr mit der wörtlichen Rede selbst zu tun.
Außerdem würde ich »Anblick« durch »Blick« ersetzen, denn der Anblick ist ja nicht schockiert, sondern der Blick.

Zitat: Sie war nicht gerade sanft mit ihm, ganz anders als man es vermuten könnte, doch Sean ließ ihr den Spaß,
Geschmackssache – ich mag solche »man«-Aussagen nur in ganz seltenen Fällen, aber hier könnte man sie wunderbar umschiffen mit sowas wie:
»ganz anders als ihre zierliche / zerbrechliche / magere Gestalt vermuten ließ«
die Doppelung mit dem »ließ« nach Sean könnte gelöst werden mit: »doch Sean spielte mit«
Das würde auch besser passen, weil er ja nicht nur Isa gewähren lässt, sondern sich mit dem Um-Gnade-Betteln an ihrem Spiel beteiligt.

Zitat: Doch dafür brauchte er mehr Goldmünzen, um die richtigen Saftsäcke zu bestechen.
Mein Lesegefühl rät zu einer kleinen Umstellung: »Doch er brauchte mehr Goldmünzen, um die richtigen Saftsäcke zu bestechen.« oder »Doch um die richtigen Saftsäcke zu bestechen, brauchte er mehr Goldmünzen«

Zitat: Sie mussten wohl oder übel weitersparen und mindestens die nächsten zwei Jahre auf dem Dach dieses verdammten Silos unterschlüpfen.
Die nächsten zwei Jahre? Eben hieß es noch, dass er »bald« genug Geld hat, um ein Zimmer zu mieten Icon_wink

Zitat: hauchte er sanft, zwischen zwei Küssen auf ihre Stirn.
entweder gar kein Komma oder zwischen »Küssen, auf« auch eins

Zitat: „Schlaf gut, Liebes“, hauchte er sanft, zwischen zwei Küssen auf ihre Stirn.
Dann griff er in die Kiste neben sich.

Geschmackssache, aber das Absatzende wirkt auf mich sehr abrupt. Wenn da stehen würde »Dann machte er sich auf den Weg in die Slums« oder sowas, wär das Problem nicht. Aber durch den Griff in die Kiste erwartet man (ich) irgendwie, dass er da halt was rausholt und dann geht.
Was nimmt er da raus? (oder soll das noch länger ein Geheimnis sein?) … wenns geheimnisvoll sein soll, würde ich aber zumindest irgendwas andeuten, was er rausnimmt, also ein Beutelchen, oder einen Kasten, oder ein Paket, ein Stofftuch …
Keine Ahnung … hm …
Wenns halt nichts so wichtiges ist, was in der Kiste ist (eine Knarre, oder Drogen oder sowas), dann würde ich den letzten Satz vielleicht einfach streichen. Der Übergang (von sanften Küssen zu derber Sprache im nächsten Absatz) wäre dann noch ein Stück krasser, ein extremer Bruch.
Kommt halt drauf an, was in der Kiste ist.
So wie jetzt steht der Satz irgendwie verloren da und verspricht noch einen Folgesatz, der nicht kommt. Hat mich stocken lassen.

Hm … ich les grad den Beginn des zweiten Abschnitts und frage mich, warum ich da Probleme mit der Sprecherzuordnung hatte … hast du da überarbeitet/verändert? Oder ich habs in einem Zustand von Auf-dem-Schlauch-stehen-ist-toll gelesen Icon_wink


Zitat: Tristan nahm einen tiefen Zug und inhalierte den Rauch seiner Zigarette für Seans Begriff ungewöhnlich lang.
Hier beißt sich für mich ein bisschen das Verhalten von Tristan mit dem, was er sagt, bzw. wie er es sagt:
»du kleiner Wichser!« klingt sehr aggressiv – das Wort allein schon, verstärkt durch das Ausrufezeichen. Ein tiefer Zug und langes Inhalieren hat dagegen etwas … Bedächtiges, Nachdenkliches. Ich bin deshalb etwas unschlüssig, welchen Tonfall ich Tristan zugestehen soll … so ein genervtes »Alter, halt endlich dein Maul, interessiert mich nicht« oder doch eher ein bedrohliches »Ich bin hier der Boss, und wenn du nicht endlich die Fresse hältst, stopf ich sie dir« Icon_smile Vermutlich eher das erste, dann würde ich das »Wichser« in ein weniger aggressives, sondern mehr abfälliges Schimpfwort abwandeln (hohlköpfige Kakerlake … oder so *lach*) und vor allem das Ausrufezeichen wegnehmen. Oder ich überbewerte das »Wichser« total, weil ich mich gar nicht mit Schimpfwörtern auskenne und laber unbrauchbaren Mist Mrgreen

Zitat: Der von ihm ausgestoßene Rauch verteilte sich ein bisschen mehr in dem langgezogenen Zimmer, leckte über Einschusslöcher in der Wand und wurde durch die Wucht eines surrenden, uralten Ventilators gegen einen niederen, dreibeinigen Tisch geschleudert.
Der Satz sticht einerseits durch seine Länge heraus, andererseits durch die Ansammlung von Adjektiven. Und dann ist da noch »ein bisschen mehr« *lach*
Ich mach erstmal einen Vorschlag und erkläre hinterher:
»Der von ihm ausgestoßene Rauch (verteilte sich träge,) leckte über Einschusslöcher in der Wand und wurde durch die Wucht eines altersschwachen Ventilators gegen einen dreibeinigen Tisch geschleudert.«
Wucht – altersschwach beißt sich allerdings, fällt mir grad auf … also dass der Tisch niedrig ist, scheint mir nicht besonders relevant, das dreibeinig dagegen vermittelt diesen »alles ist kaputt« Eindruck. Ventilatoren surren normalerweise, daher ist es nicht erwähnenswert. Das langgezogene Zimmer … wenn es wichtig sein sollte, kann es natürlich drin bleiben, aber Ventilator+Tisch+Wände mit Einschusslöchern ergibt zumindest bei mir sowieso das Bild von »drinnen« und nicht auf der Straße.


Zitat: „Mehr Gold braucht du auch nicht? Ich deale im Übrigen.“ Zeit, dass dieser Idiot
»brauchst«
Ich persönlich würde hier Sean als Sprecher zuordnen:
»Ich deale im Übrigen«, entgegnete Sean gereizt / bemüht gelassen / was auch immer

Ich weiß aber auch, dass viele diese Inquit-Formeln (also alles, was ein Synonym zu »sagte« ist) verteufeln. Ich nutze sie sehr gerne, um dem Leser zu helfen, den richtigen Tonfall zu finden, in dem meine Figuren Dinge sagen. Und eben, um einen Dialog übersichtlicher zu gestalten.

Zitat: Sein verwahrlostes Gegenüber war nicht so dumm, wie anfangs erhofft. Er war noch dümmer.
Das klingt so, als würde Sean hier zum ersten Mal mit Tristan sprechen … aber wenn er doch schon länger Drogen für ihn vertickt … oder ging das bisher immer über Mittelsmänner?

Zitat: „Hey, alles cool Mann. Komm mal down und beruhig dich. Wenn es um nen verfickten Vorschuss geht, dann mach’s Maul auf und sag was du brauchst.
Komma zwischen »cool, Mann« und zwischen »sag, was«

Zitat: „Ich brauche mehr als du geben kannst, Amigo. Mehr als du hast.“
Komma zwischen »mehr, als«
Demnach ist Tristan für Sean wertlos? Aber wodrüber haben sie dann eben diskutiert? Das schien so, als wolle Sean Tristan von irgendwas überzeugen, eine neue Geschäftsidee, neue Einnahmequellen. Hier klingt es eher so, als würde Sean sich nach einem neuen Boss umsehen.

Zitat: Bin ich dir wichsenden Schaumschläger also nimmer fein genug?
*lach* »nimmer« … das … also für mich klingt DAS absolut gar nicht nach Gangster. Ich versteh, dass du nicht »nicht mehr« nutzen willst, weil das zu hochdeutsch für Tristan klingt … aber »nimmer« … hm … es klingt echt harmlos, irgendwie. Finde ich.
Aber eine andere Formulierung fällt mir jetzt beim besten Willen auch nicht ein *seufz*

Zitat: Möchtest wohl bei den Mittelschichtlern Eindruck schinden, was?
»Möchtest« würde ich in »Willst« ändern, weil ich immer gelernt habe, dass »möchten« besseres / höflicheres Deutsch ist als »Wollen«, demnach ist »Wollen« schlechteres Deutsch und passt besser zu Tristan Icon_ugly
Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass es unter den Slum-Bewohnern auch irgendwelche (beleidigenden) Bezeichnungen für die Mittelschichtler gibt, vor allem bei Leuten wie Tristan, die ja offenbar nicht viel von dieser Sorte Mensch halten. Sowas wie »Bonzen«, »Prolls«, »Yuppies« … nur eben dann auf dein System angepasst. »Mittelschichtler« klingt sehr neutral und bezeichnet halt einfach nur jemanden, der aus der Mittelschicht ist. Normalerweise entwickelt sich aber eine Bezeichnung, die eine Wertung in sich trägt.
Im Gespräch sagt ja auch kaum einer »Jemand aus der Unterschicht« (außer, wenn er halt gerade nicht werten will), sondern je nach Einstellung »Schmarotzer«, »Penner«, »Hartzvierler«, »Bedürftiger« … sowas fände ich stimmungsbeitragend, wenn da Tristan auch einen beleidigenden Begriff benutzt

Zitat: „Vergessen, hörst du …, du … .“
der letzte Punkt in der wörtlichen Rede ist zuviel Icon_wink

Zitat: hatte ihm ein kleines Hautstückchen am Zeigefinger verbrannt.
würde entweder das »kleines« oder das »chen« vom »stückchen« streichen – doppelte Verkleinerung mag ich nicht Mrgreen

Zitat: Wenn Blicke töten konnte, wäre Sean in den nächsten Sekunden
»könnten«

Zitat: „Bringt diesen Penner zurück auf die Straße wo er hingehört!“,
Komma zwischen »Straße, wo«

Ich finde es sehr interessant, dass du uns direkt am Anfang zwei Seiten von Sean zeigst. Zuerst erlebt man ihn sehr zärtlich und fürsorglich mit seiner Schwester, sie wirken beide so zerbrechlich. Und plötzlich ist Sean ein knallharter Drogendealer, dem keiner was kann. Beim ersten Lesen war ich etwas stutzig – weil ich den ersten Sean lieber mag als den zweiten. Hab ich ja schon erwähnt, ich mag das Gangster-/Drogenmilieu nicht so.
Trotzdem war der Bruch nicht unglaubwürdig oder an den Haaren herbeigezogen. Es ergibt sogar ein schönes Bild – die Gesellschaft ist der Feind und nur auf dem Dach, allein mit Isa, kann sich Sean »schwache« Momente erlauben. Verständlich auch, dass er Isa da nicht mitnehmen will, er will sie so lange wie möglich von allem Übel fernhalten (soweit es halt geht). Und für ihre Zukunft ist ihm jedes Mittel recht – Hauptsache überleben und Isa in Sicherheit bringen. Das kommt auf jeden Fall sehr gut rüber und macht ihn – trotz Drogendealerdasein – sehr sympathisch.

Zwar gibt es noch nicht allzu viele Beschreibungen (dafür wären die beiden Stücke hier auch viel zu kurz), aber die wenigen, die da sind, sind stimmig und erzeugen ein bedrückendes Bild von Schmutz, Armut und Leid. Ich hab das Bild der Stadt im Kopf, inmitten von kargem, totem Land, ein dunkler Fleck, umgeben von schwarzen Ringen, mauerförmig. Dreckige, dunkle Slums in den Außenbereichen – und in der Mitte das saubere, hochaufragende Zentrum der Stadt, mit glänzenden/gläsernen Hochhaustürmen, vielleicht sogar ein paar (künstlichen) Pflanzen an den Straßen, die natürlich sauber und frei von Obdachlosen, Hungernden und Bettelnden sind. Eine Mauer um den Stadtkern hält den Abschaum draußen.
Ist vermutlich nicht das, was du dir vorgestellt hast, aber das wäre für mich so nach dem ersten Eindruck Theapollon.
Vielleicht ist sogar der gesamte Boden der Stadt mit Slums bedeckt und die wohlhabende Schicht lebt auf einer … zweiten Etage …

Die Dialoge fand ich gut und verständlich, abgesehen von ein oder zwei Kleinigkeiten, die im Textzeug stehen.
Achso, bei den Namen: Du hast Sean und Isabell, außerdem Tristan, alles bekannte Namen – aber »Tonny« finde ich irgendwie außer der Reihe. Klingt, als wäre der dick wie eine Tonne und deshalb würden ihn alle »Tonny« nennen Mrgreen Willst du da nicht lieber auch einen real existierenden Namen nehmen? Ich persönlich finds immer komisch, wenn Real und Fantasy gemischt werden (also bei Namen)

Joa, ingesamt war es sehr gut zu lesen und mehr zu meckern hab ich auch nicht Icon_wink Von mir also ein Pro

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #7 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Hi Sternchen, der fünfte Kommentar für mich im Wettbewerb gehört zum dritten Mal dir. Icon_smile

Ich fang einfach an, wobei ich zweifle, ob ich viel finde, das Lanna übersehen hat. Verzeih mir bitte, wenn ich etwas mit Lannas Anmerkungen dopple, doch ich lese mir zuvor nie gerne andere Kommis durch, um unvoreingenommen in die Geschichte zu gehen. Icon_smile

Zitat:Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht, denn dafür lasteten sie zu schrill und flehentlich – schon zu verloren in dieser Welt.

Das Fettgedruckte klingt nicht schön und unvollständig, was hältst du von : "denn dafür lastete ihn viel zu viel Schrilles und Flehentliches an" Irgendwie so vielleicht.

Zitat:Anders, als bei den meisten Bewohnern der Slums wuchs ihr helles Haar gleichmäßig kräftig und schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert.

Das Komma gehört weg, weil es ja ein Vergleich ist und außerdem ist das "gleichmäßig" überflüssig. Ich würde es entweder durch ein "immer" ersetzen, oder ganz weglassen. Icon_smile

Zitat:Im Sommer war der heimliche Unterschlupf ein angenehm kühler Ort, doch der diesjährige Herbst zeigte sich unerwartet kühl.

"kühl"-Wiederholung. Vorschlag: "Im Sommer war der heimliche Unterschlupf ein angenehm kühler Ort, doch diese Eigenschaft zeigte sich nun, im Herbst, von ihrer schlechteren Seite." So ähnlich könntest du es konstruieren.

Zitat:Unabhängig von einem legalen Arbeitgeber, der Unterkunft und Nahrung als kümmerliche Entlohnung für die Schufterei in den Fabriken bot.

Ich beginne zu ahnen, warum er verhaftet werden wird...

Zitat:„Ich weigere mich zu frieren solange du bei mir bist“

KOmma vor "solange"

Zitat:Die Hoffnung in ihren Augen schmerze mehr,

"schmerzte"

Zitat:Eine Stelle im hohen Zirkel der Adeligen vielleicht

Irgendwie vermute ich, dass mit Adeligen hier etwas Anderes gemeint ist als wir es heutzutage verstehen aber ich lass mich überraschen!

Zitat:Sie war nicht gerade sanft mit ihm, ganz anders als man es vermuten könnte

Wieso könnte man es anders vermuten?

Zitat:Selten schien Tristan so überzeugt.

Der Satz klingt auf mich nicht so gut. Kennen sie sich denn schon länger? Dann kann es entweder so bleiben oder "Selten war Tristan so überzeugt." Wenn sie sich noch nicht so lange kennen, würde ich ihn entweder stark abändern oder ganz weglassen.

Zitat:Der von ihm ausgestoßene Rauch verteilte sich ein bisschen mehr in dem langgezogenen Zimmer, leckte über Einschusslöcher in der Wand und wurde durch die Wucht eines surrenden, uralten Ventilators gegen einen niederen, dreibeinigen Tisch geschleudert.

Schöne Beschreibung des Zimmers. Pro

Zitat:„Hey, alles cool Mann. Komm mal down und beruhig dich.

Vielleicht bin ich jetzt sehr pingelig - was aber dann nur daran liegt, dass ich sonst nix finde Icon_smile -, aber ich glaube kaum, dass wir in fünfzig Jahren immer noch so gern Anglizismen verwenden. Die fränzosische Sprache war vor 100 Jahren in, heute die englische Sprache, in fünfzig Jahren wird es wieder eine andere sein, ich würde sogar fast auf die deutsche tippen. Icon_smile Ist ein kleiner Aspekt, der die Zukunftsmöglichkeit in dieser Geschichte ein bisschen stört.

Zitat:Wenn es um nen verfickten Vorschuss geht, dann mach’s Maul auf und sag was du brauchst.

Komma hinter "sag"

Zitat:Tristan schnaufte verärgert und seine wimpernlosen Augen wurden schmal.

Ich würde ihn mir natürlich zu einem gewissen Teil verärgert vorstellen, aber teils auch ziemlich überrascht, weil er ja eine solche Wendung sicher nicht erwartet hat.

Zitat:Bin ich dir wichsenden Schaumschläger also nimmer fein genug

"wichsendem"

Zitat:„Wichser?“, halft Sean gelangweilt aus.

"half"

Zitat:Wenn Blicke töten konnte, wäre Sean in den nächsten Sekunden gleich mehrmals vom Leid dieser verfluchten Gesellschaft erlöst worden.

Guter Satz. Pro

Zitat:„Bringt diesen Penner zurück auf die Straße wo er hingehört!“

Komma vor "wo"

So, das war´s schon Icon_smile
Erstmal beantworte ich jetzt noch deine Fragen Icon_smile

Zitat:Interessieren würde mich von euch als Leser vor allem: ist es flüssig zu lesen (hab mich dieses Mal um längere Sätze bemüht), unterhaltsam im zweiten Teil?

Flüssig zu lesen ist es, zumindest ist mir nicht das Gegenteil aufgefallen. Icon_wink

Zitat:Und kauft man mir die Gefühle im ersten auch wirklich ab, bzw. schaffe ich sie an den Leser zu bringen?

Bei den Gefühlen hast du ein gutes Mittelmaß, sodass es nicht schnulzig wurde, aber man dennoch langsam beginnt, die Beziehung zwischen Sean und Isa zu verstehen. Das ist etwas klischeehaft: der große Bruder, der mit teilweise nicht legalen Mitteln - zu denen er die kleine Schwester natürlich nicht mitnimmt, um sie nicht mit solchen Dingen zu belasten - versucht, seiner kleinen Schwester eine bessere Zukunft zu bieten, aber dass etwas klischeehaft ist, bedeutet ja nur, dass es öfter verwendet wird und so etwas ist eben auch nachvollziehbar, von daher macht das nichts (und ich frage mich gerade warum ich das alles dann überhaupt schreibe. Icon_confusedMrgreen ) Isa scheint mir jedoch ein bisschen einfältig für ihre sechzehn Jahre, dabei dürfte ein solches Leben doch eher abhärten und älter machen. Vielleicht wirkt es aber auch nur so auf mich, hab sie ja erst ein paar Zeilen lang in Action erlebt. Icon_smile Ich schau einfach mal. Icon_smile

Zitat: Ist der Dialog dieses Mal besser gestaltet und nicht zur ruckelig (also zu viel Zwischentext drin - wurde ja auch kürzlich bemängelt)?

Ist mir wieder nichts aufgefallen. Pro

So, was gibt´s sonst noch zu sagen... Tristan war ziemlich klischeehaft als Schneedealer, aber auch ihn konnte ich ja auch nur sehr kurz erleben und in diesem Gebiet darf man halt keine Schwächen zeigen, daher passt auch das bisher. Ansonsten habe ich noch die Frage: Stellst du neue Teile rein? Wenn ja, ich würde mich sehr freuen, denn dieser Teil hat mir wirklich gut gefallen. Pro
Von daher,
gern gelesen,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #8 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Heya Stersche! Icon_smile

Da du hier in meiner ureigensten Rubrik (*hust*) umtreibig geworden bist, lasse ich mir einen Kommi natürlich nicht nehmen. Mal schauen, mal schauen.

Zitat:2053: In Theapollon, einer der letzten, menschlichen Bastionen, stehen Männer und Frauen unverdorbenen Blutes an der Spitze der Zivilisation. Ihr Überleben und ihre DNA ist das höchste, zu verteidigende Gut. Auch in den Augen der Niederen. Sean ist einer von ihnen und arbeitet hart daran, der Bevölkerung der silbernen Stadt zu dienen. Doch seine Bemühungen scheitern; er selbst wird verhaftet und in die Mienen von Karkyl gebracht. Nur wenige sind je zurückgekehrt. Denn in Karkyl herrschen tödliche Regeln: Diamanten gegen Nahrung und Freiheit gegen Tod. Nur Seans kleine Schwester und der pflichtbewusste Präfekt Vladim können ihn noch retten, doch je besser der Plan, umso unerträglicher die Wahrheit, die hinter allem steht …
Interessiert dich auch meine Meinung zum Klappentext? Icon_wink "eine der letzten menschlichen Bastionen" ist mir in letzter Zeit ein bisschen zu oft über den Weg gelaufen - ich glaube momentan ist dystopische SciFi mein Lieblingsgenre, aber ich frage mich doch, warum dieses Bild in jedem neuen Buch ausgegraben werden muss? Na ja, wahrscheinlich wär es sonst keine Dystopie, wenn die Menschheit nicht auf eine letzte Bastion zusammengeschrumpft wäre. Icon_slash
Interessant finde ich nicht unbedingt, dass es anscheinend nur noch wenige Menschen mit reiner DNA gibt, sondern, dass den "niederen" auch das Wohlergehen der "höheren" am Herzen liegt. Wenn dem wirklich so ist, dann mal ein interessanter Twist. Ich bin gespannt. Ich weise noch darauf hin, dass "je besser der Plan, umso unerträglicher die Wahrheit" für mich recht seltsam klingt. Ich meine es gibt ja nicht unterschiedlichere Wahrheiten und jenachdem welchen Plan man verfolgt, bekommt man eine andere (unerträglichere) - versteht man, was ich sagen will?
Nun denn, jetzt aber frisch an den Text.

Zitat:2053: in Theapollon
Warum eigentlich "2053"? Das sind gerade mal 42 Jahre in der Zukunft, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich das noch erleben. Ist das wirklich genug Zeit, um so große gesellschaftliche Umwälzungen von stattengehen zu lassen? Mag ja sein und du musst es dem Leser nicht sofort auf die Nase binden, aber Gedanken darüber, warum das alles in so kurzer Zeit so schief gelaufen ist, solltest du dir schon gemacht haben.

Zitat:jammernden Schreie
Ja, ich fange schon beim ersten Satz an zu meckern. Mrgreen Aber: was sind "jammernde Schreie"? Ich meine man kann Jammern oder Schreien, aber beides kombiniert? Damit ich dir das als Leser abnehme, musst du mir schon verraten, wie sich das anhört. (Ein anschwellendes Crecendo aus wimmernden, klagenden Stimmfetzen, die mehr und mehr von verzweifelten Schreien durchbrochen wurden - so als Beispiel, auch wenn das glaube ich immernoch keine jammernden Schreie sind.)

Zitat:Für Sean war es unmöglich, sie einem Geschlecht zuzuordnen und es kümmerte ihn auch nicht,
Wenn es für Sean nicht möglich ist, die Schreie einem Geschlecht zuzuordnen und es ihn auch nicht kümmert, warum macht er sich dann Gedanken darüber bzw. warum erzählst du uns das? Klar du willst in deine Welt einführen und dafür ist es dir wichtig, dass der Tod zu etwas alltäglichen geworden ist. Vielleicht wäre es dann besser, Sean die Schreie einfach "am Rande wahrnehmen" zulassen, oder uns seine unbewegten Gesichtszüge zu beschreiben, während er weiter seinem Tagewerk nachgeht - dann halt mit der Erklärung des alltäglichen Todes.

Zitat:„Sie schreien schon wieder …“ Isabells Murmeln erstarb, als Sean sanft über ihr frisch geschorenes Haupt strich.
Ah, für sie ist der Tod noch nicht allgemenwärtig/alltäglich?

Zitat:Anders, als bei den meisten Bewohnern der Slums wuchs ihr helles Haar gleichmäßig kräftig und schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert. Früher von Mutters Hand, heute von ihrer Freundin Sabin, oder einem der anderen Mädchen aus der Wäscherei, die in den dreißig Stockwerken des zweiundfünfzigsten Silos hausten. In kleinen, engen Wohnungen – geschützt vor all den nächtlichen Ausdünstungen der Slums.
Ein gutes Detail - nur die Formulierung "von Mutters Hand" gefällt mir noch nicht: da Sean das gerade denkt (wie lesen doch personalen Erzähler, oder?) klingt Mutters Hand nach der Hand von Seans Mutter (zumindest in meinem wirren Geist). Warum nicht "ihrer Mutter", ich würde dafür dann "ihre Freundin" weglassen. Ich meine Sabin als Nammensnennung verrät doch schon, dass es nicht irgendeine wildfremde ist.
Das Isabells Haare gleichmäßig wachsen und die der anderen nicht, ein erster Hinweis auf Mutationen?

Zitat:Im Sommer war der heimliche Unterschlupf ein angenehm kühler Ort, doch der diesjährige Herbst zeigte sich unerwartet kühl.
Das geht besser! Icon_smile (unerwartet frisch/kalt/hart/winterlich/stürmisch)

Zitat:Wenn Sean sich geschickt anstellte, hatten sie bald genug Goldmünzen beisammen
In nicht allzuferner Zukunft wird also wieder mit Gold gezahlt? Gar nicht so fernliegend, wenn man sich die momentane Finanzkriese anschaut.

Zitat:Unabhängig von einem legalen Arbeitgeber, der Unterkunft und Nahrung als kümmerliche Entlohnung für die Schufterei in den Fabriken bot.
Warum "legaler" Arbeitgeber? Weil Sean illegaler Arbeit nachgeht? Aber dann ist ja seine Arbeit illegal und nicht unbedingt sein Arbeitgeber (ich finde legale Arbeitgeber gibt es nicht - aber du darfst mich natürlich eines Besseren belehren). Ansonsten eine interessante Anlehnung an die Zeit der industriellen Revolution.

Zitat:„Ich weigere mich zu frieren solange du bei mir bist“
Süß. Icon_smile

Zitat:„Mutter hätte es erlaubt.“
„Mutter hätte dich auch anschaffen geschickt“, knurrte Sean
Oh ... sie sind Geschwister. Sie ist die kleine Schwester, die du im Klappentext erwähnst. Ich finde ... sie haben sich anders verhalten. Icon_confused

Zitat:Kichernd genoss Sean Isabells erst schockierten, dann leicht verwirrten Anblick und sein Herz glühte vor Glück, als sie sich plötzlich lachend auf seinen Oberkörper warf und ihn zu kitzeln begann.
Hm ... (ich fände das wahrscheinlich überhaupt nicht lustig Icon_wink) Und das ist nicht das erstmal das ich das feststelle (auch in einer von Addis Geschichten), dass sich Frauen anscheinend nicht richtig in Brüder hineindenken können: klar möchte man alles dafür tun, damit es seiner Schwester gut geht, aber man freut sich nicht darüber, sie zu "fühlen" ... irgendwie wirkt das komisch. Das ist mehr für die Geliebte aufgehoben. *lacht*

Zitat:Eine Stelle im hohen Zirkel der Adeligen vielleicht
Deine Stadt ist also in mehreren Ringen (wie eine runde Pyramide) aufgebaut?

Zitat:Oder er musste sich einem noch größeren Risiko stellen.
Eigentlich ist das keine gute Idee, wenn er das einzige ist, was Isa noch hat oder? Außer natürlich er fürchtet, sie lebt nicht mehr lange genug. (Ich gehe davon aus, dass er das größere Risko wählt und hoffe, dass es vielleicht ein paar Gedanken dazu gibt dann, warum er das macht.)

Zitat:Du raffst es nicht, Alter, kann das sein? Ich deale nicht mit Bettpfannen oder Klobürsten, du kleiner Wichser! Ich verticke Schnee, wunderbarsten, nach Sucht stinkenden Schnee.
Ach Sternchen, was hat Abercrombie nur aus dir gemacht? Du hast es mittlerweile richtig raus, so Drecksecke zu schreiben. Icon_lol

Zitat:Selten schien Tristan so überzeugt. Der von ihm ausgestoßene Rauch verteilte sich ein bisschen mehr in dem langgezogenen Zimmer, leckte über Einschusslöcher in der Wand und wurde durch die Wucht eines surrenden, uralten Ventilators gegen einen niederen, dreibeinigen Tisch geschleudert.
Die beiden Sätze stehen sehr seltsam nebeneinander, so als wäre der zweite der Beleg für den ersten. Den ersten finde ich ehrlich gesagt auch eher unnötig, den zweiten dagegen schön atmosphärisch (auch wenn du vielleicht Qualm und nicht Rauch schreiben solltest, wegen der Dopplungsgefahr). Ich würde den ersten Satz jedenfalls streichen, Tristans Aussagen vermitteln uns ja auch so, dass er überzeugt von dem ist was er sagt. Dass er sonst nicht so ist, müsstest du vielleicht an anderer Stelle einbauen.

Zitat:ein verwahrlostes Gegenüber war nicht so dumm, wie anfangs erhofft. Er war noch dümmer.
*lacht*
Auch wenn ich nicht sicher bin, ob dieser Sean zu dem passt, den wir im Teil davor kennengelernt haben.

Zitat:Er dachte an Isa, die nun drei Straßen entfernt auf einem Dach schlummerte. An ihre Wärme, ihr Lächeln und ihre Zukunft.
Doch, so passt es wieder - Sean kann Arschloch sein, hat aber seine Schwester im Hinterkopf.

Zitat:Die Zigarette in seiner Hand glomm einsam vor sich hin.
Cool wäre, wenn sie sich auch noch ein bisschen bewegen würde, dann hätten wir direkt ein bisschen Gestik dabei.

Zitat:doch Sean kam jeder Aufforderung milde lächelnd zuvor.
Wirklich "milde" Lächelnd? Irgendwie passt es für mich nicht in die Situation. Auch wenn Sean absolut überlegen wirkt, müsste er doch ein wenig verärgert sein, anscheinend hatte er sich mehr ausgerechnet bei diesem Treffen ... lächelt man dann noch milde? Oder bemüht man sich um ein mildes Lächeln und Überlegenheit zu demonstrieren?

Okay, zu deinen Fragen:

1) ist es flüssig zu lesen (hab mich dieses Mal um längere Sätze bemüht)?
-> Flüssig ist es auf jeden Fall. Keine großen Stolperstellen, keine Verwirrungen oder zerhackte Sätze, die den Leser stolpern lassen.

2) unterhaltsam im zweiten Teil?
-> hm ... es geht. Ich finde eigentlich nicht unbedingt, ist irgendwie eine typische Ganovenszene (mit Fat Tristan xD). Sean kommt mir ziemlich überheblich vor. Aber so richtig hat mich die Szene nicht gepackt, als Leser kann man damit auch wenig anfangen. Ok - Sean will mehr Geld, wir wissen auch warum. Ok - er arbeitet mit einem schmierigen Kleinganoven zusammen (was auch sonst?). Anscheinend will er das Geschäft ausweiten, aber der Boss will nicht. Nur warum ist Tristan so ein Jammerlappen? Er hat sich bisher sicherlich einige Zeit im Geschäft gehalten, da muss er doch auch was drauf haben, oder? Ich weiß daher noch nicht so richtig, was ich mit Teil 2 anfangen soll und war deshalb auch nicht unbedingt unterhalten. (Außer Tristans Ausdrucksweise, die hat mich echt überzeugt *lacht*)

3) Und kauft man mir die Gefühle im ersten auch wirklich ab, bzw. schaffe ich sie an den Leser zu bringen?
-> ich hab Sean die Gefühle abgenommen, also schaffst du es wohl, sie an den Leser zubringen. Du könntest es sicherlich noch besser machen, in dem du uns noch ein paar Äußerlichkeiten lieferst - wie sieht die Mimik bei den Gefühlen aus? Dann hat der Leser noch mehr das Gefühl dabei zu sein. (Nur hatte ich wiegesagt Probleme mit den Gefühlen ansich - er wirkte auf mich mehr wie ein Liebhaber und weniger wie ein Bruder. Na ja, wer weiß, was wir da noch erfahren. Icon_wink Ich glaube es ist nur eine Nuance zu viel, z. B. das mit dem "sie zu fühlen" oder das "so lange du bei mir bist, weigere ich mich zu frieren")

4) Ist der Dialog dieses Mal besser gestaltet und nicht zur ruckelig (also zu viel Zwischentext drin - wurde ja auch kürzlich bemängelt)?
-> Dialog lief super, las sich für mich sehr gut. Was mir gefehlt hat, war ein bisschen Gestik und Mimik - nicht viel, aber so einzelne Einstreuer, die den Leser mehr in die Szenerie hineinziehen.

Das führt mich auch zu meinem abschließenden Kritikpunkt: die Charaktere (bis auf Isa) sind für mich vom Äußeren her bisher blinde Flecken. Es braucht nicht viel (bei Isa: blonde, kurzgeschorene Haare, dünn, Teenager), aber einige wenige Details einfließen lassen - wo es gerade passt, Gesicht und Mimik, wenn gerade Gefühlsregungen zu sehen sind und so - das nimmt den Leser nocheinmal tiefer hinein in deine Welt.
Mit Sean bin ich noch nicht ganz warm, ich finde er setzt die Zukunft seiner Schwester, die er ja positiv gestalten will, ein wenig auf's Spiel. Dass risikoreich ist, was er plant erkennt man ja an Tristans Reaktion, der wäre vielleicht die Beleuchtung der inneren Entscheidung interessant.

Auch über deine Welt, die Umstände, wissen wir noch nicht viel. Aber da ist schon einiges angedeutet und da es ein Roman werden soll, kannst du dir da ruhig Zeit lassen. Dennoch hast du mich bisher noch nicht so richtig gepackt - vielleicht, weil die Konstellation recht typisch ist, zwei Menschen, der eine will für den anderen ein besseres Leben und ist bereit dafür alles zu tun. Da fehlt (mir) bisher noch das "Besondere". Wahrscheinlich wird das dein Setting liefern, vielleicht auch der überraschende Fortgang der Geschichte - aber noch fehlt es. Vielleicht solltest du nicht sofort mit der "Schwester-Szene" einsteigen, sondern Sean erst im Gannovenmilleu darstellen - vielleicht wird er um ein Haar erwischt, weil er besonders großes Risiko eingeangen ist, um besonders viel Geld zu verdienen ... und dann lernen wir (nach und nach?) die Situation mit seiner Schwester kennen und lernen ihn verstehen?
Ein bisschen Spannung zum Einstieg kann meiner Meinung nach jedenfalls nicht schaden. Momentan macht mich jedenfalls der Klappentext neugieriger auf den Fortgang als dein Einstieg.

Ich hoffe meine doch recht harsche Kritik hilft dir weiter. Icon_bussi

Liebe Grüße vom Wanderer

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Beitrag #9 |

RE: Theapollon (Auszug 1)
Hallo Sternchen,

klasse, erst eine Cowboy-Geschichte und jetzt eine kleine Dystopie. Wenn das so weiter geht, schreibst du ja bald gar keine Fantasy mehr! Mrgreen

Dann mal los:
Wir haben Sean und seine Schwester Isa - sie braucht dringend mehr zu essen, er wahrscheinlich auch, und sein Ziel ist es, ihr in irgendeiner Form eine Ausbildung zu ermöglichen. Oder zumindest die Aussicht, Fuß zu fassen, auf eigenen Beinen zu stehen und nicht mehr abhängig von Ausbeutern zu sein. Er verdient sein Geld mit Drogenhandel, steht wohl ganz unten in der Kette, aber scheint recht talentiert zu sein. Er braucht Geld.
Was ich interessant finde, ist, dass Sean spart, auch wenn sie am Existenzminimum kriechen. Und noch interessanter, wie nah du damit an der Wirklichkeit bist. Denn oft geben auch hungerleidende Menschen zusätzliches Geld nur zum Teil für Essen aus - sie hungern lieber etwas weiter, um sich dafür einen kleinen Traum erfüllen zu können.
Deine Geschichte spielt in einem Slum, das Setting finde ich sehr interessant, auch wenn du von der Welt, in der deine Geschichte spielt, nur wenig vermittelst. Da ist wohl eine riesige Stadt und im Außenring wohnen die Armen, die von den Firmen mit Lebensmitteln und einer Unterkunft bezahlt werden. Ja, besser als Geld bekommen und sich dafür weder wohnraum noch Nahrung leisten zu können ... deswegen verstehe ich auch Seans Willen, sich von diesem System zu lösen nicht. So viel kann er doch gar nicht sparen, um sich davon eine Wohnung leisten zu können? Zumal freiverkäuflich wie es scheint (!) kaum Lebensmittel erhältlich sind.
Spielt der Klappentext, den du voranstellst, vor diesem Auszug? Also ist Sean hier in den Minen von Karkyl?
Isabell - sie ist seine Schwester, ja? Am Anfang dachte ich nicht, dass sie zum einen so viel jünger ist (wie alt ist sie?), zum anderen dachte ich aber auch, die beiden wären zusammen - und nicht Geschwister. Die Gefühle kommen hier schon rüber, aber die Beziehung zwischen beiden solltest du früher vermitteln - und am besten auch Isabells Alter.
Tristan - ja. Den zeichnest du eigentlich zu blöd dafür, Drogen zu verkaufen. Er ist zwar "nur" der Mittelsmann, trotzdem scheinen ihm einige Leute zu unterstehen. Ja, da kommt man nicht hin, wenn man nichts im Kopf hat, oder? Sonst würde er ja selbst auf der Straße verkaufen ... was ich nicht verstehe, ist, wieso Sean Tristan überhaupt darauf anspricht, ob er mehr Geld haben kann. Wenn er dann doch sagt, dass es nicht genügt. Es ist etwas verwirrend, dass Sean hingeht, und ihm sagt, er müsse das Geschäft ausweiten - und dass Tristan völlig ablehnt. Er trägt doch nicht das Risiko, oder? Es schwankt ein bisschen zwischen
- die beiden kennen sich ganz gut und können über solche Themen reden
- die beiden vertrauen sich, aber das Geschäft ist im Grunde tabu
- völliges Misstrauen
Es ist kein ernsthaftes Gespräch, sondern eher sinnloses Gezanke. Da fehlte mir am Ende (oder auch in der Mitte) der Schwenk hin kurz zu Ernsthaftigkeit. Die beiden wissen doch wahrscheinlich, wie dünn der Faden, an dem ihre beiden Leben hängen. Das könnte in der zweiten Szene noch stärker herauskommen.
Ich habe beim Lesen nicht wirklich ein Bild von deiner Welt bekommen, dafür ist wahrscheinlich der Abschnitt auch zu kurz und das war hier wohl auch nicht dein Ziel.

Sprachlich ist deine Westerngeschichte stärker - hier fehlt noch ein bisschen Dreck, in den du wühlen kannst. Auch wenn er in der Welt liegt, so richtig reinwerfen tust du deine Figuren noch nicht. Wie du beschreibst, gefällt mir aber sehr gut.

Insgesamt bleibt für mich nach diesem Auszug aber wenig zurück, auch wenig Gefühl, ohne dass ich den Grund dafür wirklich beschreiben könnte. Die einzige Figur, die du mir wirklich näher gebracht hast, ist Isabell. Sean ist für mich ziemlich ungreifbar, auch wenn du aus seiner Sicht schreibst.

Anmerkungen:
Zitat:Die jammernden Schreie unterhalb des Außenrings verstummten für einen Moment, um dann lauter und schließlich wieder leiser zu werden.
Das ist von der Logik nicht ganz stimmig: Sie verstummen ja nicht, damit sie dann lauter werden können. Sondern sie verstummen und dann werden sie lauter und dann werden sie leiser. Das hängt ja aber nicht zusammen, oder? Icon_wink
Zitat:Denn sie verdiente so viel besseres
so viel Besseres
genauso wie: etwas Besonderes, nichts Gutes, wenig Neues, ...
Zitat:schon seit er sich erinnern konnte wurden die goldschimmernden Härchen wöchentlich abrasiert
... konnte, wurden ...
Zitat:„Frierst du denn, kleine Isa?“
Warum "kleine Isa"? Und warum "kleine" kursiv? Das liest sich merkwürdig.
Zitat:um mit gutem Gewissen eine kleines Zimmer mieten zu können
ein kleines
Zitat:Unabhängig von einem legalen Arbeitgeber, der Unterkunft und Nahrung als kümmerliche Entlohnung für die Schufterei in den Fabriken bot.
Hier deutest du einen Hintergrund an, den du nicht weiter ausbreitest. Ja, aber das ist doch gut, wenn sie was zu essen kriegen?
Und wenn es nicht viel ist - demgegenüber steht, nichts zu bekommen.
Zitat:„Ich weigere mich zu frieren solange du bei mir bist“, schmunzelte Isabell. Die Hoffnung in ihren Augen schmerze mehr
... frieren, solange ...
schmerzte
Zitat:„Du bist alles was ich habe, Sean.
... alles, was ...
Zitat:„Ich geh nicht anschaffen.“ Er grinste. „Noch nicht.“
Warum setzt du keine Absätze? Es ist ziemlich schwierig zu erkennen, wer hier was sagt.
Wahrscheinlich das erste sie, das zweite er?
Zitat: Ich brauche nicht in die Mittelschicht zu exportieren
Meinst du nicht eher: expandieren?
Zitat:Der von ihm ausgestoßene Rauch verteilte sich ein bisschen mehr in dem langgezogenen Zimmer
Da der gerade von ihm ausgestoßene Rauch vorher noch nicht da war, kannst du "ein bisschen mehr" streichen Icon_wink
Zitat:uralten Ventilators gegen einen niederen, dreibeinigen Tisch geschleudert
Meinst du nicht eher "niedrigen"?
Zitat:dann mach’s Maul auf und sag was du brauchst.
... sag, was ...
Zitat:„Ich brauche mehr als du geben kannst, Amigo. Mehr als du hast.“
... mehr, als du ... (2mal)
Zitat:„Vergessen, hörst du …, du … .“
Kein Punkt am Ende.
Zitat:„Wichser?“, halft Sean gelangweilt aus.
Mrgreen
Zitat:„Bringt diesen Penner zurück auf die Straße wo er hingehört!“
... Straße, wo ...
Und auch diese Stelle führt dazu, dass ich mir unschlüssig über die Beziehung zwischen den beiden bin. Und über ihr Alter.

Wie stehen denn die Planungen in diesem Projekt?
Aussicht auf weitere Einblicke?

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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