Es ist: 13-04-2021, 20:35
Es ist: 13-04-2021, 20:35 Hallo, Gast! (Registrieren)


A Ghost Story [Kapitel 1: >>Ein perfektes Leben<<]
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Sad  A Ghost Story [Kapitel 1: >>Ein perfektes Leben<<]
Ein Perfektes Leben ...

Ich stöhnte, als das leise, immer lauter werdende, nervige klingeln meines Weckers an mein Ohr drang. Ein wenig murrend stülpte ich mir mein Kissen über die Ohren, aber keine Chance. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, das Ding mit einem gezielten Tritt gegen die Wand zu befördern und einfach weiterzuschlafen, doch ich wusste, das es im Endeffekt sowieso nichts bringen würde. Also setzte ich mich schlussendlich doch mürrisch auf, schlüpfte blind in meine Pantoffeln, die ich am Bettende platziert hatte, und schlurfte langsam in Richtung Badezimmertür. Als ich die Klinke herunterdrückte, stieß ich einen entnervten Seufzer aus. " Steve ..." flüsterte ich gereizt, aber doch so laut, das mein reizendes Bruderherz mich hören musste. "Hm?" machte es nur von der anderen Seite. Ich machte mir nicht die Mühe, auf diesen Laut zu antworten. Stattdessen klopfte ich feste gegen die Tür, und mit einem leisen klicken öffnete sich selbige. Ich blickte verschlafen in sein Gesicht. Auch wenn eine Schwester eigentlich nicht so denken sollte, sah er verdammt gut aus, wenn seine nassen, schwarzen Haare so locker in sein markantes Antlitz fielen. Er zog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen hoch, und sofort bildete sich ein kleines Grübchen. Man, es war kaum zu glauben, das wir wirklich Geschwister waren. Meine schwarzen, mittellangen Haare fielen langweilig über meine Schultern, ich hatte für meinen Geschmack viel zu blasse Haut, und mein Pony verdeckte den größten Teil meiner Smaragdgrünen Augen. "Willst du etwa hier rein, Schwesterlein?" fragte Steve, und ein wenig Spott war aus seinem Ton herauszuhören. "Hatte ich vor..." erwiderte ich. Wieder dieses Grinsen. "Dann wirst du wohl noch etwas warten müssen." Meinte er, und noch im selben Atemzug schlug er mir die Tür vor der Nase zu. Ich seufzte erneut. Es hatte keinen Sinn, sich jetzt mit ihm in die Köpfe zu kriegen, also schlurfte ich einfach die Treppe hinunter. Am Esstisch saßen bereits meine Eltern, Vater mit der Nase in der Zeitung, Mutter beschäftigt mit ihren Fingernägeln. Lautlos setzte ich mich einfach dazu und stützte meinen Kopf in meinen Handflächen ab. "Guten Morgen, Candy." Sagte mein Vater, ohne von der Zeitung aufzublicken. "Mhm.." war meine Antwort. Dann drehte ich mich meiner Mutter zu. "Mom?" Keine Antwort. "Mom, was gibts zum Frühstück?" Nun drehte meine Mutter sich doch zu mir um und sah mich ungläubig an. "Soll das ein Witz sein? Wenn du essen willst, dann mach dir selbst was. Ich bin doch nicht dein Hausmädchen." Meinte sie und wandte sich wieder ihren Nägeln zu. Mir war der Appetit vergangen, und so schlurfte ich die Treppe wieder hoch, um zu sehen, wie weit Steve nun war. Schon auf dem Flur kam er mir entgegen. Im vorbeigehen legte er mir eine Hand auf den Kopf und wuschelte mir durch die Haare. Hätte ich sie mir schon gestylt, hätte ich sie ihm wahrscheinlich abgehackt. "Schwesterherz, du solltest dich beeilen." meinte er grinsend. Ich hatte keine Ahnung was er meinte. Dann erst fiel mir ein, das ich schon länger nicht mehr auf die Uhr gesehen hatte. Ich ging in mein Zimmer und hob meinen Wecker auf Augenhöhe, um die Ziffern zu lesen. Dann stieß ich einen Schrei aus.

"Candy?" Die Worte meiner Freundin hallten wie aus einer fremden Dimension zu mir herüber. Gott, war ich müde. "Candy, du starrst die ganze Zeit die Wand an." Murmelte Melody und wedelte mir vorm Gesicht herum. Wir saßen in der Cafeteria unserer Schule und wollten eigentlich etwas essen. Allerdings hatten wir uns nach einem Blick auf die Speisekarte doch nochmal um entschieden. Ich fühlte mich, als würden meine Augen jeden Moment zufallen. Doch plötzlich war ich hellwach. Denn ER betrat den Raum. Henry. Wir waren jetzt seit ungefähr einem Jahr zusammen, und so richtig konnte ich mein Glück immer noch nicht fassen. Er war eine Klasse über mir, hatte blondes, strubbliges Haar und eisblaue Augen. Doch er sah irgendwie so ernst aus. Henry setzte sich zu uns an den Tisch, doch seltsamerweise mir gegenüber als neben mir. Er sah mich ernst an. "Candy? Kann ich nach der Schule mal mit dir reden?" fragte er. Oh oh. Ich spürte wie mein Hals trocken wurde. "Ich muss mal mit dir reden" bedeutet ungefähr so viel wie "Es ist aus, Babe. Aber wir können Freunde bleiben, wenn du willst". Ich nickte. Hätte ich gesprochen, wäre meine Stimme wahrscheinlich absolut kratzig gewesen. "Gut." meinte er, stand ohne ein weiteres Wort auf und ging zu seinen Freunden an den Nachbartisch. Ich sah ihm hinterher, und insgeheim verabschiedete ich mich schon mal von meiner Teenie Romanze. Warum eigentlich immer ich? Ich ließ meinen Kopf auf die Tischplatte knallen. Ein stechender Schmerz durchzog meine Stirn daraufhin, aber ich ignorierte es. Der Rest des Schultages schlich an mir vorbei, ohne das großartig etwas davon hängen blieb. Als ich mit weichen Knien auf den Fahrradständer zuging, an dem ich mich mit Henry treffen sollte, hoffte ich immer noch, das es nicht darauf hinaus laufen würde, von dem ich glaubte, das es so endete. Als ich ihn schon mit einem Mädchen dort stehen sah, starb auch das letzte Fünkchen. Ich räusperte mich, er drehte sich zu mir um. Auch das Mädchen sah mich nun an. Sie hatte braune, lockige Haare, die ihr locker über die Schulter fielen, und einen absoluten Traumkörper. Sie beäugte mich spöttisch, und plötzlich fühlte ich mich noch unwohler, als vorher. Warum kann der Boden unter meinen Füßen nicht just in diesem Moment nachgeben und mich für immer verschlucken? Henry holte Luft und setzte zum reden an. „Candy, es tut mir Leid.“ Begann er. Na Super. Gerade wollte er weiterreden, da legte ich einen Finger an meine Lippen und bedeutete ihm, still zu sein. Dann setzte ich ein lächeln auf. „Ist schon Okay. Ich freu mich für euch.“ Versuchte ich das Gespräch etwas kürzer und Schmerzloser zu Gestalten, während ich gegen die Tränen ankämpfte. Natürlich war das glatt gelogen, aber die Situation war eindeutig und ich hatte keine Lust, das Henry auch noch Salz in die Wunde streuen würde. „Ich äh .. geh dann mal ..“ Murmelte ich, drehte mich um rannte prompt vor das erste Fahrrad in der Schlange. Wie in einem Dominoeffekt kippten noch zwei weitere um. Ich seufzte und begann, sie wieder aufzustellen. „Hey, soll ich dich nach Hause bringen?“ fragte Henry, der wohl ein schlechtes Gewissen hatte. Er legte eine Hand auf meine Schulter. Jetzt brachen alle Dämme, und ich schlug seine Hand weg. Dann stand ich auf und verbarg mein Gesicht. Schließlich wollte ich nicht, dass er mich weinen sieht. Diese Befriedigung wollte ich ihm nicht gönnen. Dann rannte ich nach Hause. Ich riss die Tür auf und pfefferte meine Tasche in die Ecke, ignorierte das gemecker meiner Mutter und stürmte die Treppe hinauf. Und rannte direkt meinem Bruder in die Arme. Unsanft fiel ich zurück auf meinen Hintern, Steve blieb natürlich stehen wie ein Felsen. „Hast du denn keine Augen im Kopf?“ fragte er, etwas genervt. Ich sah zu ihm hoch und vergaß kurz, wie ich aussah. Meine Augen waren Blutunterlaufen, meine Schminke verwischt. Plötzlich änderte sich seine Miene von einer wütenden in eine besorgte. „Hey, was…“ fragte er, doch ich ließ ihn nicht ausreden, sondern sprang auf, rannte in mein Zimmer und knallte die Tür zu. Dann schloss ich ab, warf mich auf mein Bett und ließ die Tränen laufen. Ich weiß nicht wie lange ich dort lag, als es plötzlich an meiner Tür klopfte. „Candy? Kann … ich reinkommen?“ hörte ich Steve rufen. Ich wischte mir die Tränen ab, machte mir aber nicht die Mühe, meine Kleidung zu richten. Langsam schlurfte ich zur Tür, schloss sie auf und blickte in das Gesicht meines Bruders. Er ging an mir vorbei und setzte sich einfach auf das Bett. Dann klopfte er auf die Stelle neben sich. Ich ließ mich neben ihn fallen und blickte starr an die Wand gegenüber. Er räusperte sich nervös, offensichtlich war es ihm unangenehm, und er wusste nicht, was er sagen sollte. „Ähm..“ begann er, hielt dann aber inne. Und plötzlich riss ich überrascht die Augen auf, als er auf einmal seine Arme um mich legte und mich ein wenig an ihn heran zog. „Ich weiß nicht, was passiert ist, und warum du weinst..“ flüsterte er, dann lächelte Steve. „Aber jeder, der meiner kleinen Schwester wehtut, bekommt es mit mir zu tun. Merk dir das, ja?“ Ich sah ihn verwundert an. Dann lächelte ich vorsichtig und nickte leicht. Dann strich er mir leicht durch die Haare und hielt mich noch ein wenig im Arm. Gott, wenn er nicht mein Bruder wär, dann… Plötzlich stand er auf und ging zur Tür. Dann drehte er sich um und grinste mich an. „Du solltest dein Gesicht waschen, schließlich siehst du aus wie ein Zombie.“ Meinte er und verschwand. Da war er wieder, der gemeine, unausstehliche, große Bruder. Dennoch lächelte ich ein wenig. Er hatte es tatsächlich geschafft, mich aufzuheitern. Dann erst fiel mir wieder ein, was er gesagt hatte. Zombie? Wieso? Ich stand auf und ging zu dem kleinen Spiegel, der über meinem Schrank hing und erschrak selbst ein wenig. Also übertrieben hatte Steve auf keinen Fall. Meine Augen waren blutunterlaufen, mein Gesicht total blass und mein Make up absolut verschmiert. Wütend versuchte ich, mir das Zeug aus dem Gesicht zu schrubben.

In der darauffolgenden Nacht schlief ich sehr unruhig. Der Traum hatte keine wirkliche Handlung, es waren nicht mal richtige Bilder zu sehen. Und doch hatte er etwas von einem Albtraum, etwas … Bedrohliches. Vielleicht ahnte ich ja schon etwas von dem schrecklichen Ereignis, das sich am nächsten Tag ereignen sollte. Schweißgebadet wachte ich am nächsten Morgen auf und sah schlaftrunken auf meinen Wecker. In einer halben Stunde würde er sowieso klingeln, weiterschlafen lohnte sich also nicht. Dann beschlich mich eine Idee, die mich zum lächeln brachte. Ich könnte die erste im Bad sein, noch vor Steve. Diesmal könnte ich die böse sein, die Stundenlang das Bad blockiert und ihn zur Weißglut bringt. Ich öffnete meine Zimmertür und schlich an seiner vorbei. Schließlich wollte ich ihn nicht wecken. Nun war ich also im Bad, genoss meine Triumphierende, innere Befriedigung und begann, mich für die Schule fertig zu machen. Gerade wollte ich nach meinen Anziehsachen greifen, da fiel mir auf das ich sie gar nicht mitgenommen hatte. Also kam ich aus dem Bad und tapste ebenso leise wie geradeeben in mein Zimmer, um meine Tagesgarderobe zu holen. Zufrieden mit meiner heutigen Auswahl ging ich also zum Badezimmer zurück und drückte die Klinke hinunter. Die Enttäuschung stand mir förmlich ins Gesicht geschrieben. Noch einmal versuchte ich es. „Da bist du wohl zu spät aufgestanden!“ hallte es von der anderen Seite der Tür. Ich trat ein wenig wütend gegen die Tür. Wenn der wüsste. Also zog ich mich wohl oder übel in meinem Zimmer um. Als ich fertig war, ging ich nach unten und machte mir nicht die Mühe, meine Eltern zu grüßen. Meine Tasche lag noch von Gestern im Flur, und so schnappte ich sie mir und verschwand durch die Tür. Kurz streckte ich mich in der frischen Morgenluft und ging meiner Wege. Was nun passierte, oder besser, wie es passierte, kann ich mir bis Heute nicht erklären. Ich hatte nicht einmal großartig etwas davon mitbekommen, aber es veränderte mein ganzes Leben.
Nur noch über diese Straße, dann würde ich in der Schule sitzen, mich zu Tode langweilen, die spöttischen Blicke von Henry und seiner tollen, neuen Freundin, die übrigens Thea hieß, antun und die manchmal ziemlich nervenden Probleme meiner besten Freundin Melody lösen müssen. Seufz. Ich beobachtete, wie die Ampel nach einer schier endlosen Zeit endlich auf grün sprang, und ich meinen ersten Fuß auf den Asphalt setzte. Dann den zweiten. Und plötzlich hörte ich es. Ein lautes hupen drang an mein Ohr. Ich drehte meinen Kopf zur Seite, und erblickte einen Lastwagen, der genau auf mich zuraste. Die Ampel war rot für ihn. Natürlich würde er anhalten müssen. Doch irgendetwas in seinem panischen Gesichtsausdruck verriet mir, das er nicht anhalten würde. Es ist schon erstaunlich, wie viele Gedanken einem in so einem kurzen Moment durch den Kopf gingen. Was würden sie wohl auf meinen Grabstein schreiben? Und wo würde ich begraben werden? Wären meine Eltern traurig? Und würde es meinem Bruder leidtun, dass er mich immer ärgert? Vielleicht würden sich Henry und Thea ja trennen, weil er nicht über meinen Verlust hinweg kommt. Und Melody? Sie würde ihre Probleme nun selbst lösen müssen. Aber wo würde sie hingehen, wenn sie wieder einmal Streit mit ihrem ständig betrunkenen Vater hat? Außerdem muss ich nächste Woche noch eine Geschichtsarbeit abliefern. Vielleicht würde meine Mutter mal von ihren Nägeln aufsehen, und meiner Vater seine Nase aus der Zeitung nehmen. Mein Bruder könnte morgens das Bad belegen. Stundenlang, ohne das ihn jemand nerven würde. Es ist schon erstaunlich, für wie viele Menschen sich das Leben ändern würde, wenn meines plötzlich aufhört. Aber es ist schade, dass einem so etwas er in so einem Moment klar wird. Ich rannte nicht weg. Ich würde es sowieso nicht mehr schaffen. Ich stand einfach da, starrte dem Lastwagen entgegen. Er war nicht mehr weit von mit entfernt. Meine umklammerte meine Tasche fest, so das meine Knöchel weiß hervortraten. Ich schloss langsam die Augen und wartete auf den harten Aufprall, der mir das Licht für immer auslöschen würde.


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RE: A Ghost Story [Kapitel 1: >>Ein perfektes Leben<<]
Hallo Celithizia,

um es gleich vorweg zu sagen, ich will dich weder demotivieren noch dich irgendwie beleidigen, meine Kritik hier (meine Allererste) stellt nur einen Versuch dar, dir mit deinem Text zu helfen, in so fern lege ich einfach mal los.Icon_smile


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Ein Perfektes Leben ...

Ich stöhnte, als das leise, immer lauter werdende, nervige klingeln meines Weckers an mein Ohr drang. Ein wenig murrend stülpte ich mir mein Kissen über die Ohren, aber keine Chance. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, das Ding mit einem gezielten Tritt gegen die Wand zu befördern und einfach weiterzuschlafen, doch ich wusste, das es im Endeffekt sowieso nichts bringen würde. Also setzte ich mich schlussendlich doch mürrisch auf, schlüpfte blind in meine Pantoffeln, die ich am Bettende platziert hatte, und schlurfte langsam in Richtung Badezimmertür. Als ich die Klinke herunterdrückte, stieß ich einen entnervten Seufzer aus. " Steve ..." flüsterte ich gereizt, aber doch so laut, das mein reizendes Bruderherz mich hören musste. "Hm?" machte es nur von der anderen Seite. Ich machte mir nicht die Mühe, auf diesen Laut zu antworten. Stattdessen klopfte ich feste gegen die Tür, und mit einem leisen klicken öffnete sich selbige. Ich blickte verschlafen in sein Gesicht. Auch wenn eine Schwester eigentlich nicht so denken sollte, sah er verdammt gut aus, wenn seine nassen, schwarzen Haare so locker in sein markantes Antlitz fielen. Er zog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen hoch, und sofort bildete sich ein kleines Grübchen. Man, es war kaum zu glauben, das wir wirklich Geschwister waren. Meine schwarzen, mittellangen Haare fielen langweilig über meine Schultern, ich hatte für meinen Geschmack viel zu blasse Haut, und mein Pony verdeckte den größten Teil meiner Smaragdgrünen Augen.

Bis hier hin gefälllt mir die Geschichte sehr gut, ich kann keine gröberen Fehler entdecken. Ein durchaus lesenswerter "Tagesbeginn" der Protagonistin, der gespannt macht auf das weitere Geschehen.
Ich meine allerdings das "smaragdgrün" in diesem Fall klein geschrieben wird.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: "Willst du etwa hier rein, Schwesterlein?" fragte Steve, und ein wenig Spott war aus seinem Ton herauszuhören. "Hatte ich vor..." erwiderte ich. Wieder dieses Grinsen. "Dann wirst du wohl noch etwas warten müssen." Meinte er, und noch im selben Atemzug schlug er mir die Tür vor der Nase zu. Ich seufzte erneut. Es hatte keinen Sinn, sich jetzt mit ihm in die Köpfe zu kriegen, also schlurfte ich einfach die Treppe hinunter. Am Esstisch saßen bereits meine Eltern, Vater mit der Nase in der Zeitung, Mutter beschäftigt mit ihren Fingernägeln. Lautlos setzte ich mich einfach dazu und stützte meinen Kopf in meinen Handflächen ab. "Guten Morgen, Candy." Sagte mein Vater, ohne von der Zeitung aufzublicken. "Mhm.." war meine Antwort. Dann drehte ich mich meiner Mutter zu. "Mom?" Keine Antwort. "Mom, was gibts zum Frühstück?" Nun drehte meine Mutter sich doch zu mir um und sah mich ungläubig an. "Soll das ein Witz sein? Wenn du essen willst, dann mach dir selbst was. Ich bin doch nicht dein Hausmädchen." Meinte sie und wandte sich wieder ihren Nägeln zu. Mir war der Appetit vergangen, und so schlurfte ich die Treppe wieder hoch, um zu sehen, wie weit Steve nun war. Schon auf dem Flur kam er mir entgegen. Im vorbeigehen legte er mir eine Hand auf den Kopf und wuschelte mir durch die Haare. Hätte ich sie mir schon gestylt, hätte ich sie ihm wahrscheinlich abgehackt.

Hier musste ich ehrlich gesagt kurz überlegen, in welchem Kontext das mit dem "...hätte ich sie wahrscheinlich abgehackt." stand, obwohl ich den Zusammenhang einen Satz vorher gelesen hatte. Vielleicht kann man das noch irgendwie umstellen? Ich persönlich würde da wohl die beiden Sätze verbinden, in etwa so:

Im Vorbeigehen wuschelte er mir mit der Hand durch die Haare - wären sie bereits gestylt gewesen, hätte ich sie ihm wahrscheinlich abgehackt.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: "Schwesterherz, du solltest dich beeilen." meinte er grinsend. Ich hatte keine Ahnung was er meinte. Dann erst fiel mir ein, das ich schon länger nicht mehr auf die Uhr gesehen hatte. Ich ging in mein Zimmer und hob meinen Wecker auf Augenhöhe, um die Ziffern zu lesen. Dann stieß ich einen Schrei aus.

"Candy?" Die Worte meiner Freundin hallten wie aus einer fremden Dimension zu mir herüber. Gott, war ich müde. "Candy, du starrst die ganze Zeit die Wand an." Murmelte Melody und wedelte mir vorm Gesicht herum. Wir saßen in der Cafeteria unserer Schule und wollten eigentlich etwas essen. Allerdings hatten wir uns nach einem Blick auf die Speisekarte doch nochmal um entschieden. Ich fühlte mich, als würden meine Augen jeden Moment zufallen.

Ok.. hier ist mit der Schnitt ehrlich gesagt zu hart. Im einen Moment steht sie noch in ihrem Schlafzimmer und schaut auf den Wecker und im nächsten Moment sitzt sie in der Cafeteria ihrer Schule. Das hat mich ein wenig aus der Handlung gerissen. Ausserdem bin ich mir nicht ganz sicher ob das "murmelte" nach der wörtlichen Rede nicht klein geschrieben wird - im weiteren Verlauf den ich bereits überflogen habe, hast du solche Stellen noch mehrmals.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Doch plötzlich war ich hellwach. Denn ER betrat den Raum. Henry. Wir waren jetzt seit ungefähr einem Jahr zusammen, und so richtig konnte ich mein Glück immer noch nicht fassen. Er war eine Klasse über mir, hatte blondes, strubbliges Haar und eisblaue Augen. Doch er sah irgendwie so ernst aus. Henry setzte sich zu uns an den Tisch, doch seltsamerweise mir gegenüber als neben mir. Er sah mich ernst an.

Hier würde ich aber "anstatt neben mir" schreiben. Das klingt sonst komisch.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: "Candy? Kann ich nach der Schule mal mit dir reden?" fragte er. Oh oh. Ich spürte wie mein Hals trocken wurde. "Ich muss mal mit dir reden." bedeutet ungefähr so viel wie "Es ist aus, Babe. Aber wir können Freunde bleiben, wenn du willst". Ich nickte. Hätte ich gesprochen, wäre meine Stimme wahrscheinlich absolut kratzig gewesen.

Hier würde ich in dem Satz nach der Frage Henrys nicht noch einmal seine Worte wiederholen. Anstatt da also noch einmal die wörtliche Rede zu schreiben, würde ich dort hinschreiben:

Seine Worte bedeuteten ungefähr so viel wie:


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: "Gut." meinte er, stand ohne ein weiteres Wort auf und ging zu seinen Freunden an den Nachbartisch. Ich sah ihm hinterher, und insgeheim verabschiedete ich mich schon mal von meiner Teenie Romanze. Warum eigentlich immer ich? Ich ließ meinen Kopf auf die Tischplatte knallen. Ein stechender Schmerz durchzog meine Stirn daraufhin, aber ich ignorierte es. Der Rest des Schultages schlich an mir vorbei, ohne das großartig etwas davon hängen blieb. Als ich mit weichen Knien auf den Fahrradständer zuging, an dem ich mich mit Henry treffen sollte, hoffte ich immer noch, das es nicht darauf hinaus laufen würde, von dem ich glaubte, das es so endete. Als ich ihn schon mit einem Mädchen dort stehen sah, starb auch das letzte Fünkchen. Ich räusperte mich, er drehte sich zu mir um. Auch das Mädchen sah mich nun an. Sie hatte braune, lockige Haare, die ihr locker über die Schulter fielen, und einen absoluten Traumkörper. Sie beäugte mich spöttisch, und plötzlich fühlte ich mich noch unwohler, als vorher. Warum kann der Boden unter meinen Füßen nicht just in diesem Moment nachgeben und mich für immer verschlucken? Henry holte Luft und setzte zum reden an. „Candy, es tut mir Leid.“ Begann er.

Hier ist wieder so eine Stelle mit Groß- und Kleinschreibung. Zum einen schreibt man "leid" in dem Fall klein, das "begann" würde ich persönlich auch wieder klein schreiben.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Na Super. Gerade wollte er weiterreden, da legte ich einen Finger an meine Lippen und bedeutete ihm, still zu sein. Dann setzte ich ein lächeln auf. „Ist schon Okay. Ich freu mich für euch.“ Versuchte ich das Gespräch etwas kürzer und Schmerzloser zu Gestalten, während ich gegen die Tränen ankämpfte.

Hier würde ich das "schmerzloser" auch klein schreiben.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Natürlich war das glatt gelogen, aber die Situation war eindeutig und ich hatte keine Lust, das Henry auch noch Salz in die Wunde streuen würde. „Ich äh .. geh dann mal ..“ Murmelte ich, drehte mich um rannte prompt vor das erste Fahrrad in der Schlange. Wie in einem Dominoeffekt kippten noch zwei weitere um. Ich seufzte und begann, sie wieder aufzustellen. „Hey, soll ich dich nach Hause bringen?“ fragte Henry, der wohl ein schlechtes Gewissen hatte. Er legte eine Hand auf meine Schulter. Jetzt brachen alle Dämme, und ich schlug seine Hand weg.

Das "murmelte" gehört für meine Verhältnisse klein geschrieben.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Dann stand ich auf und verbarg mein Gesicht. Schließlich wollte ich nicht, dass er mich weinen sieht. Diese Befriedigung wollte ich ihm nicht gönnen. Dann rannte ich nach Hause. Ich riss die Tür auf und pfefferte meine Tasche in die Ecke, ignorierte das gemecker meiner Mutter und stürmte die Treppe hinauf.

"Gemecker" gehört nach meinem Empfinden groß geschrieben.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Und rannte direkt meinem Bruder in die Arme. Unsanft fiel ich zurück auf meinen Hintern, Steve blieb natürlich stehen wie ein Felsen. „Hast du denn keine Augen im Kopf?“ fragte er, etwas genervt.

Den Satzteil nach der wörtlichen Rede würde ich den Satz in einem schreiben, ohne Komma. -> fragte er etwas genervt.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Ich sah zu ihm hoch und vergaß kurz, wie ich aussah. Meine Augen waren Blutunterlaufen, meine Schminke verwischt. Plötzlich änderte sich seine Miene von einer wütenden in eine besorgte.

"blutunterlaufen" in diesem Fall auch klein schreiben, würde ich sagen
.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: „Hey, was…“ fragte er, doch ich ließ ihn nicht ausreden, sondern sprang auf, rannte in mein Zimmer und knallte die Tür zu. Dann schloss ich ab, warf mich auf mein Bett und ließ die Tränen laufen. Ich weiß nicht wie lange ich dort lag, als es plötzlich an meiner Tür klopfte. „Candy? Kann … ich reinkommen?“ hörte ich Steve rufen. Ich wischte mir die Tränen ab, machte mir aber nicht die Mühe, meine Kleidung zu richten. Langsam schlurfte ich zur Tür, schloss sie auf und blickte in das Gesicht meines Bruders. Er ging an mir vorbei und setzte sich einfach auf das Bett. Dann klopfte er auf die Stelle neben sich. Ich ließ mich neben ihn fallen und blickte starr an die Wand gegenüber. Er räusperte sich nervös, offensichtlich war es ihm unangenehm, und er wusste nicht, was er sagen sollte. „Ähm..“ begann er, hielt dann aber inne. Und plötzlich riss ich überrascht die Augen auf, als er auf einmal seine Arme um mich legte und mich ein wenig an ihn heran zog. „Ich weiß nicht, was passiert ist, und warum du weinst..“ flüsterte er, dann lächelte Steve. „Aber jeder, der meiner kleinen Schwester wehtut, bekommt es mit mir zu tun. Merk dir das, ja?“ Ich sah ihn verwundert an. Dann lächelte ich vorsichtig und nickte leicht. Dann strich er mir leicht durch die Haare und hielt mich noch ein wenig im Arm.

Zweimal nacheinander dann am Ende dieses Absatzes. Ansonsten gefällt mir dieser Teil sehr gut. Ich würde nur das eine Dann herausnehmen.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Gott, wenn er nicht mein Bruder wär, dann… Plötzlich stand er auf und ging zur Tür. Dann drehte er sich um und grinste mich an. „Du solltest dein Gesicht waschen, schließlich siehst du aus wie ein Zombie.“ Meinte er und verschwand.

Ich würde die wörtliche Rede hier dezent ändern und das "meinte" wieder klein schreiben, ungefähr so: "Du solltest dein Gesicht waschen, du siehst aus wie ein Zombie!" meinte er und verschwand.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Da war er wieder, der gemeine, unausstehliche, große Bruder. Dennoch lächelte ich ein wenig. Er hatte es tatsächlich geschafft, mich aufzuheitern. Dann erst fiel mir wieder ein, was er gesagt hatte. Zombie? Wieso? Ich stand auf und ging zu dem kleinen Spiegel, der über meinem Schrank hing und erschrak selbst ein wenig. Also übertrieben hatte Steve auf keinen Fall. Meine Augen waren blutunterlaufen, mein Gesicht total blass und mein Make up absolut verschmiert. Wütend versuchte ich, mir das Zeug aus dem Gesicht zu schrubben.

Hier würde ich definitiv das zweite "und" herausnehmen. Mein Vorschlag: Ich stand auf, ging zu dem kleinen Spiegel, der über meinem Schrank hing und erschrak selbst ein wenig.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: In der darauffolgenden Nacht schlief ich sehr unruhig. Der Traum hatte keine wirkliche Handlung, es waren nicht mal richtige Bilder zu sehen. Und doch hatte er etwas von einem Albtraum, etwas … Bedrohliches. Vielleicht ahnte ich ja schon etwas von dem schrecklichen Ereignis, das sich am nächsten Tag ereignen sollte. Schweißgebadet wachte ich am nächsten Morgen auf und sah schlaftrunken auf meinen Wecker. In einer halben Stunde würde er sowieso klingeln, weiterschlafen lohnte sich also nicht. Dann beschlich mich eine Idee, die mich zum lächeln brachte. Ich könnte die erste im Bad sein, noch vor Steve. Diesmal könnte ich die böse sein, die Stundenlang das Bad blockiert und ihn zur Weißglut bringt.

Das "stundenlang" gehört für mein Empfinden klein geschrieben.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Ich öffnete meine Zimmertür und schlich an seiner vorbei. Schließlich wollte ich ihn nicht wecken. Nun war ich also im Bad, genoss meine Triumphierende, innere Befriedigung und begann, mich für die Schule fertig zu machen.
Hier ebenso: "triumphierende" gehört hier klein geschrieben, man könnte aber den Satz auch umschreiben:
Ich war tatsächlich die erste im Bad und genoss meinen kleinen Triumph und die damit einhergehende innere Befriedigung, ehe ich mich für die Schule fertig zu machen begann.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Gerade wollte ich nach meinen Anziehsachen greifen, da fiel mir auf das ich sie gar nicht mitgenommen hatte. Also kam ich aus dem Bad und tapste ebenso leise wie geradeeben in mein Zimmer, um meine Tagesgarderobe zu holen. Zufrieden mit meiner heutigen Auswahl ging ich also zum Badezimmer zurück und drückte die Klinke hinunter. Die Enttäuschung stand mir förmlich ins Gesicht geschrieben. Noch einmal versuchte ich es. „Da bist du wohl zu spät aufgestanden!“ hallte es von der anderen Seite der Tür. Ich trat ein wenig wütend gegen die Tür. Wenn der wüsste. Also zog ich mich wohl oder übel in meinem Zimmer um. Als ich fertig war, ging ich nach unten und machte mir nicht die Mühe, meine Eltern zu grüßen. Meine Tasche lag noch von Gestern im Flur, und so schnappte ich sie mir und verschwand durch die Tür.

Das "gerade eben" würde ich trennen, zudem ein paar Sätze weiter unten das "von gestern" bitte klein schreiben.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Kurz streckte ich mich in der frischen Morgenluft und ging meiner Wege. Was nun passierte, oder besser, wie es passierte, kann ich mir bis Heute nicht erklären. Ich hatte nicht einmal großartig etwas davon mitbekommen, aber es veränderte mein ganzes Leben.

"Bis heute" <-- das Heute gehört in meinen Augen auch klein geschrieben.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Nur noch über diese Straße, dann würde ich in der Schule sitzen, mich zu Tode langweilen, die spöttischen Blicke von Henry und seiner tollen, neuen Freundin, die übrigens Thea hieß, antun und die manchmal ziemlich nervenden Probleme meiner besten Freundin Melody lösen müssen. Seufz.

Das "Seufz" hier stört mich irgendwie. Entweder du schreibst: Ich seufzte.
Oder du lässt es ganz weg. So passt es da nicht in den Text und reisst mich wieder ein wenig heraus..


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Ich beobachtete, wie die Ampel nach einer schier endlosen Zeit endlich auf grün sprang, und ich meinen ersten Fuß auf den Asphalt setzte. Dann den zweiten. Und plötzlich hörte ich es. Ein lautes hupen drang an mein Ohr.

Das "Hupen" darf dann mal groß geschrieben werden in dem Kontext hier.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Ich drehte meinen Kopf zur Seite, und erblickte einen Lastwagen, der genau auf mich zuraste. Die Ampel war rot für ihn. Natürlich würde er anhalten müssen. Doch irgendetwas in seinem panischen Gesichtsausdruck verriet mir, das er nicht anhalten würde.

Wenn ich über eine Straße gehe, völlig in Gedanken versunken und in unmittelbarer Nähe von mir jault eine LKW Hupe los - die Dinger sind meist irre laut - dann würde ich nicht erst "meinen Kopf zur Seite drehen." Für meinen Geschmack gehört in diesen Moment mehr Action.

->Mein Kopf schnellte in Richtung des Geräusches und meine Augen weiteten sich vor Schreck, als ich den LKW erkannte, der genau auf mich zuraste. Für ihn war die Ampel rot und er müsste eigentlich anhalten. Doch etwas in seinem panischen Gesichtsausdruck verriet mir, das er nicht anhalten würde.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Es ist schon erstaunlich, wie viele Gedanken einem in so einem kurzen Moment durch den Kopf gingen. Was würden sie wohl auf meinen Grabstein schreiben? Und wo würde ich begraben werden? Wären meine Eltern traurig? Und würde es meinem Bruder leidtun, dass er mich immer ärgert? Vielleicht würden sich Henry und Thea ja trennen, weil er nicht über meinen Verlust hinweg kommt. Und Melody? Sie würde ihre Probleme nun selbst lösen müssen. Aber wo würde sie hingehen, wenn sie wieder einmal Streit mit ihrem ständig betrunkenen Vater hat? Außerdem muss ich nächste Woche noch eine Geschichtsarbeit abliefern. Vielleicht würde meine Mutter mal von ihren Nägeln aufsehen, und meiner Vater seine Nase aus der Zeitung nehmen.

Hier sind ein paar geringfügige Tippfehler drin.

"leid tun" kann man auseinander schreiben.
"...mein Vater seine Nase aus der Zeitung nehmen."


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Mein Bruder könnte morgens das Bad belegen. Stundenlang, ohne das ihn jemand nerven würde. Es ist schon erstaunlich, für wie viele Menschen sich das Leben ändern würde, wenn meines plötzlich aufhört.

Zweimal in so kurzer Zeit "Es ist schon erstaunlich" stört mich. Ich würde den zweiten Satz hier umformulieren.

-> Kaum zu glauben, für wie viele Menschen sich das Leben ändern würde, wenn meines plötzlich endet.



(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Aber es ist schade, dass einem so etwas er in so einem Moment klar wird.

Ich glaube das sollte "erst" heissen.

(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Ich rannte nicht weg. Ich würde es sowieso nicht mehr schaffen. Ich stand einfach da, starrte dem Lastwagen entgegen.

Hier würde ich den letzten Satz nicht mit dem Komma schreiben, sondern mit einem "und" verbinden.

->Ich stand einfach da und starrte dem Lastwagen entgegen.


(28-08-2011, 20:28)Celithizia schrieb: Er war nicht mehr weit von mit entfernt. Meine umklammerte meine Tasche fest, so das meine Knöchel weiß hervortraten. Ich schloss langsam die Augen und wartete auf den harten Aufprall, der mir das Licht für immer auslöschen würde.

Auch hier würde ich noch etwas umstellen, zudem fehlt in einem Satz noch ein Wort.

-> Er war schon viel zu nah. Meine Hände umklammerten meine Tasche fest, so das meine Knöchel weiss hervortraten.

FAZIT: Ich habe diesen Text verschlungen, ich fand ihn bis auf die genannten Sachen flüssig zu lesen und spannend genug, um ihn bis zum Ende durchzugehen, welches für mich dann durchaus unerwartet kam. Das Ende selbst hätte noch ein bisschen actionreicher sein können, aber die Beispiele dazu habe ich dir ja bereits aufgeschrieben. Weiter so =)

LG Soulcall


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Beitrag #3 |

RE: A Ghost Story [Kapitel 1: >>Ein perfektes Leben<<]
Hallöchen Celithizia Icon_smile

So...das ist nun meine erste Geschichte die ich kommentiere, deshalb bitte ich dich mir es nicht übel zu nehmen, falls ... ich irgendetwas falsch mache? Hm...ich weiß gerade auch nicht so genau was ich eigentlich sagen wollte :D ich fang einfach mal an...

Zunächst einmal zum Titel. Ehrlich gesagt spricht mich dieser nicht wirklich an. ( Das ist nicht böse gemeint oder so Icon_smile ). Ich finde ihn so....einfach? Hm..es ist schwer auszudrücken wie ich das meine. Aber ich finde ihn nicht ganz ansprechend genug. Dagegen gefällt mir der Name des ersten Kapitels ziemlich gut Icon_wink Vielleicht stört mich auch einfach nur der englische Titel. Ich weiß es nicht.

So genug geschwafelt, jetzt geht es ans Eingemachte Icon_wink

Zitat:Ich stöhnte, als das leise, immer lauter werdende, nervige klingeln meines Weckers an mein Ohr drang.

Ja, du würde ich auch auch stöhnen Pro

Zitat:Kurz spielte ich mit dem Gedanken, das Ding mit einem gezielten Tritt gegen die Wand zu befördern und einfach weiterzuschlafen,

Das mit dem Tritt finde ich echt super :D Schön beschrieben

Zitat:und schlurfte langsam in Richtung Badezimmertür.

Zugegeben: Ich bin nicht immer der deutschen Sprache mächtig :D Aber könnte man das "in" hier nicht weglassen? Irgendwie stört mich das. Oder es liegt am Dialekt hier. Die verschlucken desöfteren solche Wörter... ='D

Zitat:Stattdessen klopfte ich feste gegen die Tür,

Ich würde einfach nur >>fest<< anstelle von >>feste<< schreiben. Das wirkt hier etwas unpassend Icon_wink

Zitat:Smaragdgrünen Augen

Ich denke >>smaragdgrün<< schreibt man in diesem Fall klein :P

Zitat:"Dann wirst du wohl noch etwas warten müssen." Meinte er, und noch im selben Atemzug schlug er mir die Tür vor der Nase zu.

>>[...]warten müssen", meinte er(,) und [...] <<

Zitat:Es hatte keinen Sinn, sich jetzt mit ihm in die Köpfe zu kriegen,

>>Es hatte keinen Sinn sich jetzt...<< Komma einfach weg lassen Icon_smile Und "in die Köpfe zu kriegen"? Hab ich noch nie gehört :D

Zitat:und so schlurfte ich die Treppe wieder hoch, um zu sehen, wie weit Steve nun war.

Ich fände schöner: >>[...]um zu sehen, ob Steve schon fertig war. <<

Zitat:Hätte ich sie mir schon gestylt, hätte ich sie ihm wahrscheinlich abgehackt.

>>gestylt<< passt hier irgendwei nicht rein. Und auch den Rest des Satzes mag ich nicht sonderlich. Ich denke du könntets ihn auch problemlos weglassen Icon_smile

Zitat:Ich ging in mein Zimmer und hob meinen Wecker auf Augenhöhe, um die Ziffern zu lesen. Dann stieß ich einen Schrei aus.

Hat sie so schlechte Augen? Und warum schreit sie deswegen? Ich könnte mir Vorstellen, dass sie erschrocken die Luft einzieht oder genervt aufstöhnt. Aber nicht, dass sie schreit...oder hat der Schrei nichts mit dem Wecker zu tun?

Zitat:Allerdings hatten wir uns nach einem Blick auf die Speisekarte doch nochmal um entschieden.

>>umentschieden<<. Zudem würde ich eher schreiben: >>Aber nach einem Blick auf die Speikarte, hatten wir uns doch umentschieden.<< Icon_smile

Zitat:Henry setzte sich zu uns an den Tisch, doch seltsamerweise mir gegenüber als neben mir.

Was hälst du von der Variante: >>[...], doch seltsamer Weise mir gegenüber und nicht neben mich.<<

Zitat:Er sah mich ernst an.

Zwei Sätze vorher sagtest du bereits, dass er ernst guckt. Wie wäre es mit einem Synonym?

Zitat:und ging zu seinen Freunden an den Nachbartisch.

<<[..]am Nachbartisch.<<

Zitat:Ein stechender Schmerz durchzog meine Stirn daraufhin, aber ich ignorierte es

Ich würde das "daraufhin" einfach weglassen Icon_smile Klingt schööööner Icon_smile

Zitat:ohne das großartig etwas davon hängen blieb

>>[...]ohne, dass[...]<<

Zitat:Als ich mit weichen Knien auf den Fahrradständer zuging, an dem ich mich mit Henry treffen sollte, hoffte ich immer noch, dass es nicht darauf hinaus laufen würde, von dem ich glaubte, dass es so endete.

"dass"-Felher habe ich im Zitat markiert, bzw berichtigt Icon_smile Aber der Satz ist ohnehin etwas zu verschachtelt. Das bekommst du doch besser hin Icon_wink
Vorschlag: >>Als ich mit weichen Knien auf den fahrradständer zuging, an dem ich mich mich Henry treffen sollte, hoffte ich immer noch, dass er mich nicht abservieren würde.<< Oder etwas in diese Richtung Icon_wink

Zitat:„Ist schon Okay. Ich freu mich für euch.“ Versuchte ich das Gespräch etwas kürzer und Schmerzloser zu Gestalten, während ich gegen die Tränen ankämpfte.

>>[...] für euch", versuchte ich [...]<<

Zitat:Natürlich war das glatt gelogen, aber die Situation war eindeutig und ich hatte keine Lust, das Henry auch noch Salz in die Wunde streuen würde.

Und schon wieder ein "dass"-Fehler :D Mal sehen, ob du ihn diesmal selbst findest Icon_wink Und ich würde schreiben >>[...]mir Henry auch noch Salz [...]<<

Zitat:Murmelte ich, drehte mich um rannte prompt vor das erste Fahrrad in der Schlange

Wohl eher >>gegen<< und nicht >>vor<<

Zitat:Dann rannte ich nach Hause. Ich riss die Tür auf und pfefferte meine Tasche in die Ecke, ignorierte das gemecker meiner Mutter und stürmte die Treppe hinauf. Und rannte direkt meinem Bruder in die Arme.

Wortwiederhohlung

Zitat:„Hast du denn keine Augen im Kopf?“

Er is 'n Teenie. Er würde wohl eher sagen: >> "Hast du keine Augen im Kopf?" << :D

Zitat:fragte er, etwas genervt.

Komma weg Icon_wink

Zitat:als er auf einmal seine Arme um mich legte und mich ein wenig an ihn heran zog.

>> [...] an sich heranzog.<<

Zitat:Meine Augen waren blutunterlaufen, mein Gesicht total blass und mein Make up absolut verschmiert.

Das wissen wir bereits Icon_smile

Zitat:Der Traum hatte keine wirkliche Handlung, es waren nicht mal richtige Bilder zu sehen.

Wie wäre es damit: >>Ich träumte. Doch der Traum hatte keine wirklich Handlung, eine sinnlose Aneinanderreihung von verzerrten Bildern.<< Das kann ich mir wesentlich besser vorstellen Icon_wink

Zitat:Nun war ich also im Bad, genoss meine Triumphierende, innere Befriedigung und begann, mich für die Schule fertig zu machen.

>>triumphierende" klein

Zitat:Kurz streckte ich mich in der frischen Morgenluft und ging meiner Wege. Was nun passierte, oder besser, wie es passierte, kann ich mir bis Heute nicht erklären.

>>ging meiner Wege<< hört sich für mich so an, als wüsste sie nicht so genau wohin. Aber sie sollte doch in die Schule, nicht? Und heute schreibt man klein Icon_wink

Zitat:Aber es ist schade, dass einem so etwas er in so einem Moment klar wird

>>erst<<

Zitat:Meine umklammerte meine Tasche fest, so das meine Knöchel weiß hervortraten.

Da fehlt wohl eine Hand :D

Zitat:Ich schloss langsam die Augen und wartete auf den harten Aufprall, der mir das Licht für immer auslöschen würde.

>>der mein Licht für immer erlöschen würde<<. oder so etwas klingt besser.


Sooo...jetzt bin ich FAST am Ende. Denn:
1. Der Komplette letzte Absatz >>Nur noch über diese Straße, dann würde ich in der Schule sitzen,[...]<< bis zum Schluss scheitn mir einfach nur schnell dahingeschrieben worden zu sein. Das geht alles viel zu schnell. Für meinen geschmack müsste es ein bisschen genauer und nicht so sehr klischeehaft beschrieben werden Icon_wink Zudem..woher weiß sie plötzlich wie das Mädchen heißt? Und viele der Informationen erdrücken den Augenblick der gerade geschieht. Wo ist ihre Angst? Ihre Panik? Mir kommt es vor, als wäre ihr das alles egal.
Und der letzte Satz....hm...den bekommste besser hin Icon_wink

Alsooo so ganz überzeugt hat mich das bis jetzt noch nicht. Es ist ganz interessant, aber es hat nicht das gewisse Etwas Icon_wink Meiner Meinung nach sind die ersten Seiten eines Buches mit das wichtigste. Sie müssen einen Fesseln und hunger auf MEHR machen. Ich kann mir vorstellen was jetzt passiert: Sie wird von dem Laster überfahren und lebt dann als Geist weiter und versucht dann i-wie all ihren Freudnen zu helfen. Oder so etwas in die Richtung.
hast du vielleicht "Silberlicht" von Laura Whitcomb gelesen? Darin geht es auch um ein ädchen (und einen Jungen) die als Geister in unserer Welt leben...und irgendwie hab ich den Anschein, dass es auf etwas ähnliches hinauslaufen wird. Was nicht schlimm ist Icon_wink Aber man erkennt viel zu schnell was als nächstes passieren wird. Die letzte "Szene" würde ich eher so schreiben, dass man gar nicht wirklich mitbekommt was eigentlich genau passiert. Nur dass es vill plötzlicher heftiger Windstof, entsetztes Aufstöhnen von Passantes, Schreie, die vom Luftzug erstickt werden, komisches Licht von der Seite, pure Dunkelheit Icon_wink Keine Ahnung i-wie so etwas verpackt in einen guten Schluss für das erste Kapitel. Denk dir was aus, mach es spannend, fessel mich mit deinen Worten Icon_wink

Mariposa♥

Feeling like I know the words
Of a song I have not wrote
A song of Love, A song of Hope
A song that guides me down this road♥

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Beitrag #4 |

RE: A Ghost Story [Kapitel 1: >>Ein perfektes Leben<<]
Hallo Celithizia,

da meine Vorrednerinnen bereits auf die grammatikalischen Eigenarten deines Textes eingegangen sind, werde ich mich lieber auf den Inhalt konzentrieren.

Zitat:Ich stöhnte, als das leise, immer lauter werdende, nervige klingeln meines Weckers an mein Ohr drang. Ein wenig murrend stülpte ich mir mein Kissen über die Ohren, aber keine Chance. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, das Ding mit einem gezielten Tritt gegen die Wand zu befördern und einfach weiterzuschlafen, doch ich wusste, das es im Endeffekt sowieso nichts bringen würde. Also setzte ich mich schlussendlich doch mürrisch auf, schlüpfte blind in meine Pantoffeln, die ich am Bettende platziert hatte, und schlurfte langsam in Richtung Badezimmertür. Als ich die Klinke herunterdrückte, stieß ich einen entnervten Seufzer aus. " Steve ..." flüsterte ich gereizt, aber doch so laut, das mein reizendes Bruderherz mich hören musste. "Hm?" machte es nur von der anderen Seite. Ich machte mir nicht die Mühe, auf diesen Laut zu antworten. Stattdessen klopfte ich feste gegen die Tür, und mit einem leisen klicken öffnete sich selbige. Ich blickte verschlafen in sein Gesicht. Auch wenn eine Schwester eigentlich nicht so denken sollte, sah er verdammt gut aus, wenn seine nassen, schwarzen Haare so locker in sein markantes Antlitz fielen. Er zog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen hoch, und sofort bildete sich ein kleines Grübchen. Man, es war kaum zu glauben, das wir wirklich Geschwister waren. Meine schwarzen, mittellangen Haare fielen langweilig über meine Schultern, ich hatte für meinen Geschmack viel zu blasse Haut, und mein Pony verdeckte den größten Teil meiner Smaragdgrünen Augen. "Willst du etwa hier rein, Schwesterlein?" fragte Steve, und ein wenig Spott war aus seinem Ton herauszuhören. "Hatte ich vor..." erwiderte ich. Wieder dieses Grinsen. "Dann wirst du wohl noch etwas warten müssen." Meinte er, und noch im selben Atemzug schlug er mir die Tür vor der Nase zu. Ich seufzte erneut. Es hatte keinen Sinn, sich jetzt mit ihm in die Köpfe zu kriegen, also schlurfte ich einfach die Treppe hinunter.

Hier erfährt man also die ersten wichtigen Informationen über deine Protagonistin:
Sie ist ein Morgenmuffel, akzeptiert jedoch Dinge, die unvermeidlich sind (wie Schule oder die Tatsache, dass das Bad vorübergehend besetzt ist).
Außerdem erfährt man, dass sie ihren Bruder attraktiv findet, sich aber auch mit ihm streitet.
Ihr Aussehen bringst du auch noch mit hinein und man erfährt, dass sie mit diesem nicht unbedingt zufrieden ist (obwohl man die Tatsache, dass man ihre Augen nicht erkennt, einfach mit einen Frisörbesuch Abhilfe schaffen könnte).

Fazit: ein durchschnittliches Mädchen, die nicht auffällt und von sich selber nicht überzeugt ist. Kennt man natürlich schon, aber welchen Stereotypen kennt man nicht?
Was hat sie denn für Stärken? Ich hoffe, dazu erfährt man noch was, sonst ist sie schnell langweilig.

Weiter gehts mit den Eltern.
Zitat:Am Esstisch saßen bereits meine Eltern, Vater mit der Nase in der Zeitung, Mutter beschäftigt mit ihren Fingernägeln. Lautlos setzte ich mich einfach dazu und stützte meinen Kopf in meinen Handflächen ab. "Guten Morgen, Candy." Sagte mein Vater, ohne von der Zeitung aufzublicken. "Mhm.." war meine Antwort. Dann drehte ich mich meiner Mutter zu. "Mom?" Keine Antwort. "Mom, was gibts zum Frühstück?" Nun drehte meine Mutter sich doch zu mir um und sah mich ungläubig an. "Soll das ein Witz sein? Wenn du essen willst, dann mach dir selbst was. Ich bin doch nicht dein Hausmädchen." Meinte sie und wandte sich wieder ihren Nägeln zu. Mir war der Appetit vergangen, und so schlurfte ich die Treppe wieder hoch, um zu sehen, wie weit Steve nun war.
Okay, ihre Eltern scheinen sich beide wenig aus derTochter zu machen, weil die Mutter lieber mit ihren Fingernägeln spielt und der Vater Zeitung liest. Ob es später noch an Bedeutung gewinnt, kann man hier noch nicht absehen.

Candy heißt deine Protagonistin also. Hmm... ich mag solche Namen eigentlich nicht, immer diese anglisierten Namen. Ich meine, warum? Es sei denn, du schreibst gezielt in einem englisch-sprachigen Raum.
Tschuldigung, will dich da nicht beeinflussen, ich versteh das nur nicht.

Zitat:Denn ER betrat den Raum. Henry. Wir waren jetzt seit ungefähr einem Jahr zusammen, und so richtig konnte ich mein Glück immer noch nicht fassen. Er war eine Klasse über mir, hatte blondes, strubbliges Haar und eisblaue Augen.

Oha, der strahlende Junge ^^
Der scheint ja ganz süß zu sein Icon_wink
Ich versteh nur nicht, warum du ihn einführst und im gleichen Kapitel wieder verabschiedest. Man erfährt überhaupt nicht, wie die Beziehung läuft, ob es sowieso schlecht läuft oder ob in Candys Augen alles okay ist.
Auch ihre Reaktion finde ich ziemlich emotionslos.

Zitat:Oh oh. Ich spürte wie mein Hals trocken wurde. "Ich muss mal mit dir reden" bedeutet ungefähr so viel wie "Es ist aus, Babe. Aber wir können Freunde bleiben, wenn du willst". Ich nickte. Hätte ich gesprochen, wäre meine Stimme wahrscheinlich absolut kratzig gewesen. "Gut." meinte er, stand ohne ein weiteres Wort auf und ging zu seinen Freunden an den Nachbartisch. Ich sah ihm hinterher, und insgeheim verabschiedete ich mich schon mal von meiner Teenie Romanze.

Hmmm... genau diese Stelle meine ich Sie sind seit einem Jahr zusammen, sie kann es immer noch nicht fassen, weil sie so glücklich ist und ihre Reaktion ist: Ich sah ihm hinterher, und insgeheim verabschiedete ich mich schon mal von meiner Teenie Romanze???
Na, ich weiß ja nicht. Wenn man richtig verliebt ist, reagiert man ganz klar anders.
Und normalerweise sollte man den anderen nach einem Jahr soweit kennen, dass man bei solchen Worten wie "Ich muss mal mit dir reden" nicht sofort ans Schluss machen denkt.

Verstehst du, was ich dir sagen möchte? Ich weiß ja nicht, wie alt Candy ist, aber das passt nicht zu einem Mädchen, das ernsthaft mit einem tollen Jungen ein Jahr zusammen war.

Gut, wenden wir uns dem nächsten Tag zu.
Candy geht zur Schule, dann passiert der Unfall.
Genau wie meine Vorrednerin bin ich auch der Meinung, das viel zu offensichtlich ist, was geschehen wird; schon allein der Titel deiner Geschichte sagt es aus.
Warum beschreibst du genau, was geschehen wird? Das nimmt einem als Leser die Spannung. Deute nur an, oder lass es schnell passieren.

Dann wird es spannender.

FAZIT:
Bisher hat mich dein Text noch nicht vom Hocker gehauen, er ist an einigen Stellen ausbaubar. Auch kommt mir dein Charalter an manchen Stellen wie ein Mädchen im Manga vor: die schwarzen Haare, die die Augen bedecken, das Kopf-Auf-den-Tisch-Hauen...
Meine Meinung Icon_wink

Hoffe, du kannst mit dieser und den vorigen Kritiken etwas anfangen.

LG Semi


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Beitrag #5 |

RE: A Ghost Story [Kapitel 1: >>Ein perfektes Leben<<]
Hallo Celithizia,

herzlich Willkommen im Forum und insbesondere in der Fantasy-Rubrik. Magst du uns noch etwas mehr über dich erzählen? Dann kannst du dich uns gerne hier vorstellen. Aber jetzt zu deiner Geschichte. Ich werde erstmal zu konkreten Textstellen was sagen und dann versuchen meinen Gesamteindruck zu formulieren. Alles was ich sage sind nur Vorschläge und es bleibt natürlich dir überlassen, was du an deiner Geschichte änderst und was nicht. Icon_wink

Zitat: Ich stöhnte, als das leise, immer lauter werdende, nervige klingeln meines Weckers an mein Ohr drang.

Wortwiederholung von „mein“. Vorschlag: „des Weckers“

Zitat: "Guten Morgen, Candy." Sagte mein Vater, ohne von der Zeitung aufzublicken.

Hier stimmt was mit den Satzzeichen nicht. „… Candy.“, sagte mein Vater …“ So hätte ich es geschrieben. Bei dem Komma bin ich mir nicht sicher aber das „sagte“ muss aufjedenfall klein. Das ist bei der restlichen wörtlichen Rede auch so.

Zitat: Allerdings hatten wir uns nach einem Blick auf die Speisekarte doch nochmal um entschieden.

umentschieden

Zitat: "Gut." meinte er, stand ohne ein weiteres Wort auf und ging zu seinen Freunden an den Nachbartisch.

Und dann bleibt sie einfach so sitzen und starrt ihm hinterher? Also wenn mein Freund so ankommen würde, würde ich mir den sofort schnappen und mit ihm darüber reden. Schließlich geht’s hier ja um wichtige Dinge …

Zitat: hallte es von der anderen Seite der Tür. Ich trat ein wenig wütend gegen die Tür.

Wortwiederholung von „Tür“

Zitat: Probleme meiner besten Freundin Melody lösen müssen. Seufz.

Diesen Seuzlaut kann man so in einem Chat verwenden, aber nicht in einem Text. Am einfachsten wäre ein: „Ich seufzte“ oder „genervt seufzte ich“ Nutze die Gelegenheit/die Länge die dir der Text gibt und beschreib den Seuzfer, sodass ich genau merke, wie sich Candy fühlt.

Zitat: Ein lautes hupen drang an mein Ohr.

Hupen

Zitat: Meine umklammerte meine Tasche fest, so das meine Knöchel weiß hervortraten.

Hier fehlt was. Vielleicht „Finger“?

Also so richtig überzeugt mich die Geschichte im Moment noch nicht. Noch wirkt sie, wie eine dieser typischen Teenie-Geschichten von einem Mädchen, was eben mit seinem Leben nicht klar kommt. Der typische, nervende große Bruder, die ignoranten Eltern und natürlich die beendete Beziehung.
Aber wir befinden uns ja erst am Anfang einer längeren Geschichte und du brichst auch an einer spannenden Stelle ab. Ich bin sehr gespannt, was du aus der Situation machst, da wir uns in der Fantasy-Rubrik befinden, hast du da jede menge Möglichkeiten. Vielleicht tauchen diverse Gestalten in unserer Welt auf? Vielleicht reist Candy in eine andere Welt? Oder beides? Oder was ganz anderes? Ich bin gespannt, was du aus diesen Möglichkeiten machst.

Zur Umsetzung kann ich nur sagen, dass du auf die Satzzeichen, bei der wörtlichen Rede achten musst, da machst du oft denselben Fehler. Ansonsten war es aber recht angenehm und flüssig zu lesen, was schonmal von Vorteil ist.

Ein typischer Anfang, aber trotzdem gern gelesen. Also lass dich untergriegen und schreib weiter. Icon_wink

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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