Es ist: 13-04-2021, 20:19
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Der Wilde Pfad (4/7)
Beitrag #1 |

Der Wilde Pfad (4/7)
überarbeitet: 19.09.2011


Teil 1 -- Teil 2 -- Teil 3 -- Teil 4 -- Teil 5 -- Teil 6 -- Teil 7


Die Waldläuferin hob den Kopf des Menschen leicht an, um ihm das Atmen zu erleichtern. Als sie ihm eine Frage stellte, die Degaryn nicht verstand, beugte sie sich weiter vor. Unwillkürlich wanderte seine Hand zum Griff der Axt. Er selbst hätte so viele Menschen wie möglich mit in den Tod genommen, statt auch nur ein Wort mit ihnen zu sprechen. Doch der Mann erwiderte etwas – und Casidhes Miene wurde weicher.
Beinahe sanft redete sie auf den Kerl ein und ließ ihm Zeit, seine brüchige Antwort zu geben.
In einiger Entfernung standen Hircun und Levain, doch während der Waldläufer ihre Umgebung im Auge behielt, starrte der junge Druide fasziniert zu ihnen herüber. Erst jetzt wurde Degaryn bewusst, dass kein Protest von ihm gekommen war – ohne Widerspruch hatte er einen Menschen von der Schwelle des Todes zurückgeholt.
»Frag ihn alles, was wichtig für uns sein könnte«, wies er Casidhe an, bevor er aufstand und zu den beiden anderen trat.
Hircun nickte ihm zu, zögerte, sprach es dann doch an. »Du hättest ihn töten sollen.«
Beinahe hätte Degaryn gelacht, so abstrus schien ihm diese Situation. Da musste er sich als Pfadwanderer, als Verteidiger des Heimatwaldes, von einem einfachen Waldläufer erzählen lassen, was man mit Menschen tat – ohne Skrupel, ohne Zweifel.
Aber ihm war nicht nach Lachen zu Mute.
»Wir müssen erfahren, was mit Norandhras und Sinnur geschehen ist. Und warum sich unsere Verbündeten mit unserem Feind einlassen.«
»Seine Worte werden Gift in unseren Gedanken sein«, entgegnete Hircun.
Degaryn wusste, dass er die Wahrheit sagte.
»Er kann lügen und uns einen vom Baum erzählen, aber wir werden das hören, was uns am meisten Hoffnung gibt.«
»Sie hatten vergiftete Pfeile!«, widersprach Degaryn.
Verwirrt zog Hircun die Augenbrauen zusammen und schüttelte den Kopf. »Und was bedeutet das?«
Dass Sinnur noch lebt. Dass sie ihn gefangen genommen haben, damit er bei Sonnenaufgang zu Ehren ihrer Göttin brennt.
Er sprach den Gedanken nicht aus. Er hätte ihn nicht einmal denken sollen. Zu seiner Erleichterung mischte nun auch Levain sich ein.
»Es war ein Schlafgift, wie es aus Schwarzem Mauerdorn hergestellt wird. Du wärst also auch ohne mich irgendwann wieder aufgewacht.«
»Dafür habe ich mich noch gar nicht bedankt«, lenkte Degaryn ein. »Ohne euch würde ich jetzt das Ewige Lied singen.«
Über Levains Gesicht zog ein stolzes Grinsen, doch Hircun winkte ab. »Ach was, bevor ich da war, hatte Casidhe sich schon um alles gekümmert.«
Nachdenklich strich er sich über die Narbe auf seiner Wange und ließ seinen Blick eine Weile auf der Waldläuferin ruhen. Er setzte an, etwas zu sagen, unterbrach sich allerdings selbst und schüttelte den Kopf.
»Hast du die Beeren, Junge?«, wandte er sich stattdessen an Levain, der seine stolze Miene offenbar gar nicht mehr ablegen wollte.
»Ich hab einen Haselnussstrauch gefunden.«
»Dann los, an die Arbeit.« Hircun winkte Degaryn zu verschwinden und zwinkerte. »Geh schon zu deinem Gefangenen, wir kümmern uns um das Abendessen.«
Die Gelassenheit, die allen Waldläufern zu eigen sein schien, trieb Degaryn manchmal fast in den Wahnsinn. Im Moment allerdings war er froh, nicht auch noch die Sorgen der anderen auf seinen Schultern tragen zu müssen. Dankbar nickte er Hircun zu, bevor er zu Casidhe zurückging. In seinem Rücken hörte er Levains konzentriertes Gemurmel, das kurz abbrach, als ein forderndes Krächzen erklang.
Degaryn wandte sich noch einmal um. »Frag deinen Raben, ob er etwas gesehen hat. Und schick ihn zum Holzfällerlager, er soll Ausschau halten.«
Als er neben Casidhe niederkniete, sah sie nur kurz auf. Der Mann hustete mehr, als dass er sprach, und selbst die wenigen Worte schien sie kaum zu verstehen. Trotzdem nickte sie mehrfach. Schließlich ließ sie den Kopf des Menschen zurücksinken und er schloss die Augen, fand kaum noch Kraft zum Atmen. Casidhe tat es ihm gleich.
»Sie sind … waren … tatsächlich Norver«, begann sie, ihre Stimme ungewohnt brüchig. »Die Imperialen haben um Hilfe gebeten, weil Wildelfen ihre Siedlungen angegriffen haben. Unschuldige wurden ermordet, Frauen und Kinder.«
»Behaupten Imperiale!« Degaryn spuckte das Wort aus. »Wie können sie -«
»Du wolltest, dass ich ihn frage!«, fuhr Casidhe ihn an, ihre sturmgrauen Augen wie Pfeilspitzen auf ihn gerichtet. »Also sollst du auch hören, was er gesagt hat.«
»Lass die Heucheleien und Lügen weg, die kenne ich zur Genüge.«
Vier Atemzüge lang hing Stille zwischen ihnen, die nur verschwinden würde, wenn einer von ihnen nachgab. Schließlich war es Casidhe, die leise seufzte und den Blick wieder senkte.
»Eine Gruppe norvischer Waldläufer ist auf Befehl des Königs ausgesandt worden, um die Lage in Augenschein zu nehmen und zu helfen, wenn Hilfe nötig ist.«
Sie schluckte, rang sichtlich mit sich selbst, um die nächsten Worte auszusprechen.
»Er sagt, sie waren dabei, Degaryn. Sie haben gesehen wie vor vier Nächten in tiefster Dunkelheit Gestalten wie Schatten in das Lager der Holzfäller gekommen sind. Wie Geister aus dem Wald, hat er gesagt. Sie haben die Schreie gehört. Und die Toten gezählt.«
Degaryn nickte, obwohl Casidhe es nicht sehen konnte. Er war nicht stolz auf das, was dort geschehen war, aber es war notwendig gewesen.
»Sie schlagen die Bäume, Casidhe. Sie zerreißen unsere Heimat. Sie stehlen das Holz unserer Ahnen, um die Scheiterhaufen zu errichten, auf denen sie uns verbrennen!« Noch immer sah sie ihn nicht an. »Wir haben die Männer getötet, die unseren Wald ausbluten wollen. Aber nie – niemals – habe ich den Mord an ihren Frauen und Kinder befohlen.«
»Er sagt, sie hätten zwei von uns überrascht und gefangen genommen.« Etwas in ihrer Stimme weckte die kalte Umklammerung der Angst, ein Gefühl, das sich wie ein Schwert tief in seine Eingeweide bohrte. »Einer mehr tot als lebendig.«
Jäh richtete Degaryn sich auf, kämpfte gegen den Schmerz an. »Dann müssen wir uns beeilen.«
Er winkte Hircun und Levain herbei und blickte sich suchend um. Die Bäume hier waren jung und schlank, ihr Gesang würde nicht bis in die Tiefen des Heimatwaldes reichen. Doch in einiger Entfernung entdeckte er zwischen den länger werdenden Schatten einen gedungenen Ahorn, der schon etliche Jahrzehnte gewachsen sein musste.
Der junge Druide trat neben ihn und reichte ihm eine der Haselnüsse, die er in der Hand hielt. Wortlos nahm Degaryn sie an und zerkaute sie, während er die Strecke zum Ahorn mit einigen weitausholenden Schritten zurücklegte. Kaum dass er die kleine Nuss geschluckt hatte, fühlte er sich satt und gestärkt – Auswirkungen des Zaubers, den Levain um die Früchte gesponnen hatte. Es ersparte ihnen die zeitraubende Zubereitung einer Mahlzeit und rettete Sinnur vielleicht das Leben.
Bevor er die Hand auf den Ahorn legte und nach seinen Brüdern rief, atmete Degaryn tief durch. Sie würden seine aufgewühlten Gefühle in seinem Lied spüren. Zu dicht war die Gemeinschaft des Wilden Pfades miteinander verwoben, als dass sie so etwas voreinander verheimlichen konnten.
Mehr Zeit als einige Atemzüge wollte er sich und seinen Gefährten allerdings nicht stehlen.
Er umgriff das Rindenholz und rief nach Meren. Fast augenblicklich wusste er, dass sie ihn hörte. Ebenso wusste er, dass sie keine Erklärung verlangen, keine Rechtfertigung fordern würde. Er bat um Hilfe, und sie würde Hilfe aussenden. Zum Schutz des Heimatwaldes.
Obwohl sie wahrscheinlich wusste, wo er war, erklärte er ihr die Position des Holzfällerlagers, erwähnte die Norven, die durch die Wälder schlichen, und den Verlust zweier Brüder.
Ihre Antwort war getränkt von Zorn, der auch in Degaryn den Hass höher lodern ließ.
Die Imperialen werden bluten!
Als das Lied verebbte, fühlte er sich ausgelaugt, trotz der Mahlzeit und trotz der Wut, die in ihm brannte. Oder vielleicht gerade deshalb. Casidhes Blick schlich sich in seine Gedanken. Der Unglaube in ihren Augen, die Ablehnung, als sie von den Holzfällern gesprochen hatte. Ablehnung gegen ihr eigenes Volk.
Degaryn versuchte vergebens, die Grübelei abzuschütteln, während er zu seinen Gefährten zurückkehrte. Offenbar hatte Casidhe von ihrem Verhör berichtet, denn Levains Miene war wie versteinert und Hircuns Blick haftete auf Degaryn.
Seine Worte werden Gift in unseren Gedanken sein.‹
Alles, was von den Menschen kam, war Gift!
Entschlossen nahm Degaryn sein Jagdholz auf, das noch immer in der Nähe der Toten lag.
»Bis zur Dunkelheit sind wir am Lager. Der Wilde Pfad wird nicht tatenlos zusehen, wie Menschen unsere Bäume schlagen und unsere Brüder töten.«
Casidhe mied seinen Blick noch immer, hielt ihn allerdings nicht auf, als er neben dem Verwundeten in die Hocke ging. Er zog eine Axt und sah dem Menschen direkt in die Augen. Sein Gegenüber blinzelte verwirrt.
»Grüß deine Göttin, Giftspucker!«, zischte Degaryn und schlug ihm die schwarze Schneide in die Kehle.
Die Waldläuferin wandte sich stumm ab, um als erste ins dämmrige Zwielicht einzutauchen. Dichtauf folgte ihr Levain, der sich alle Mühe gab, den ein oder anderen lautlosen Schritt zu setzen. Nur Hircun sah abwartend zu Degaryn.
»Wenn die Wurzelmaid es will, werden wir sie rechtzeitig finden«, versicherte er mit unerschütterlichem Vertrauen in der Stimme.
Degaryn nickte matt.
Einer mehr tot als lebendig.‹
Halte durch, Sinnur.
Nur mit Mühe widerstand er dem widersinnigen Drang, an einen Baum zu treten und nach seinem Schüler zu rufen. Er würde keine Antwort bekommen. Nicht auf diese Art.
 
***




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #2 |

RE: Der Wilde Pfad (4/7)
Hallo Lanna,

voll motiviert bin ich hier und verfluche dich schon jetzt ein bisschen dafür, dass da keine weiteren Teile sind, die ich anschließend gleich lesen könnte. Nach dem letzten hab ich höchste Lust, mich bis zum Ende hinein zu knien und Freude an der Geschichte zu haben. Denne mal los zum nächsten! Icon_smile

Die Waldläuferin hob den Kopf des Menschen leicht an, um ihm das Atmen zu erleichtern. Als sie ihm eine Frage stellte, die Degaryn nicht verstand, beugte sie sich weiter vor. Unwillkürlich wanderte seine Hand zum Griff der Axt. Er selbst hätte so viele Menschen wie möglich mit in den Tod genommen, statt auch nur ein Wort mit ihnen zu sprechen.

=> Joar, das passt zu Degaryn. Über ihn hab ich mich lang noch mit einer eindeutigen Meinung zurück gehalten. Denn im ersten war es zu früh, im zweiten hat sich schon mal seine Art zu kämpfen, vor allem aber die Art zu töten, bzw. seine Feinde zu sehen (relativ gesichtslos), gezeigt und nun besitzt da so ein niederes Wesen tatsächlich die Frechheit und atmet neben ihn. Ja, alles sehr ärgerlich. Degaryn ist für mich noch kein Sympathieträger, aber als Leser respektiere ich ihn. Er weiß was er tut und ist kein Vollidiot, sondern ein Überzeugungstäter. Gefällt mir gut. Mal was anderes.

Doch der Mann erwiderte etwas – und Casidhes Miene wurde weicher.
Beinahe sanft redete sie auf den Kerl ein und ließ ihm Zeit, seine brüchige Antwort zu geben.

=> HAHAHAHAHAHA - ich seh grad Degaryns Gesichtsausdruck so schön bildlich vor mir. *hustlach* Das prangert so schön zwischen den Zeilen!

Erst jetzt wurde Degaryn bewusst, dass kein Protest von ihm gekommen war – ohne Widerspruch hatte er einen Menschen von der Schwelle des Todes zurückgeholt.
=> Owe, das auch noch. *grins* Ja, die Zeiten werden tatäschlich immer schlechter. Na aber gut, Degaryn - es ist ja nur ein dämlicher Druide. Kein Grund, sich große Sorgen zu machen. ^^

Hircun nickte ihm zu, zögerte, sprach es dann doch an. »Du hättest ihn töten sollen.«
=> Holprig. Würde gänzlich ohne dem fahren: "Hircun nickte ihm zögernd zu. "Du hättest ihn töten sollen." - Na wenigstens fühlt sich Degaryn jetzt wieder schön bestätigt.

Aber ihm war nicht nach Lachen zu Mute.
=> Mir aber ... Icon_lachtot

»Seine Worte werden Gift in unseren Gedanken sein«, entgegnete Hircun.
Degaryn wusste, dass er die Wahrheit sagte.

=> Ja, das denke ich allerdings auch. Ich hab mal ein Buch aufgeschlagen. Eines, das ich normalerweise nicht öffnen würd, weil es so ein typisches Frauen-Cover hatte. Es ging um ein Dorf, in dem nur Frauen wohnen, weil die Männer alle im Krieg sind. Die Stelle, die ich erwischt hab, hat mir sehr gefallen, denn da lametierte ein so ein Kolloss von einem Mann darüber, dass man echt nicht zu schnell zuhauen kann, weil alles hören und sehen die ganze Scheiße nur umso unerträglicher werden lässt. War gut dargestellt, hat mir sehr gefallen und bestätigt sich sicherlich auch hier. Na bin ich neugierig, was unsere liebe Waldläuferin mit ihrem sanften Blick sagen wird, wenn der "böse" Kerl nachträglich abgestochen wird. Und Degaryn erst - ich hoffe, dass ihn nie etwas in diese Richtung zum nachdenken bringen wird. Dann hätte er nämlich viel, viel zu tun. So naturverbunden seine Leutz da auch sind, wenigstens sind sie nicht überweise und übersozial. Das gefällt mir auch gut! Lässt auch Raum für Entwicklung. Mrgreen

»Es war ein Schlafgift, wie es aus Schwarzem Mauerdorn hergestellt wird. Du wärst also auch ohne mich irgendwann wieder aufgewacht.«
=> o.O wird immer besser.

»Dafür habe ich mich noch gar nicht bedankt«, lenkte Degaryn ein. »Ohne euch würde ich jetzt das Ewige Lied singen.«

=> Doh - JA WEIL DIE DICH ERST EINSCHLÄFERN UND DANN ABSTECHEN ODER WIE? Da könnten sie gleich Giftpfeile nehmen! *me geht Plakate und Werbesprüche für die Norver, nur um Degaryn zu ärgern*

»Sie sind … waren … tatsächlich Norver«,
=> Pro

Vier Atemzüge lang hing Stille zwischen ihnen, die nur verschwinden würde, wenn einer von ihnen nachgab.
=> Pro

Kaum dass er die kleine Nuss geschluckt hatte, fühlte er sich satt und gestärkt – Auswirkungen des Zaubers, den Levain um die Früchte gesponnen hatte.

=> Dann hätte die Rinde erst recht satt gemacht! Icon_ugly

Als er neben Casidhe niederkniete, sah sie nur kurz auf. Der Mann hustete mehr, als dass er sprach, und selbst die wenigen Worte schien sie kaum zu verstehen. Trotzdem nickte sie mehrfach. Schließlich ließ sie den Kopf des Menschen zurücksinken und er schloss die Augen. Casidhe tat es ihm gleich.
=> Ich merke schon, wie ich so weiterlese, der Typ von oben hat tatsächlich den Löffel abgegeben. Ich finde, das hättest du ein Fitzelchen deutlicher machen können. Augen schließen gut und schön, kann auch Schwäche von ihm und Mitleid von ihr sein. Rein theo.

Bevor er die Hand auf den Ahorn legte und nach seinen Brüdern rief, atmete Degaryn tief durch. Sie würden seine aufgewühlten Gefühle in seinem Lied spüren. Zu dicht war die Gemeinschaft des Wilden Pfades miteinander verwoben, als dass sie so etwas voreinander verheimlichen konnten.
=> Pro Icon_wink

Er zog eine Axt und sah dem Menschen direkt in die Augen. Sein Gegenüber blinzelte verwirrt.
=> hö, ... der lebt doch noch. Okeh, irgendwie hast du recht viel Text dazwischen, bis du hier ankommst. Deshalb denkt man sich auch, dass der Typ oben doch noch an seinen Verletzungen gestroben ist. Na ja, ich hätts ihm gewünscht.

»Grüß deine Göttin, Giftspucker!«, zischte Degaryn und schlug ihm die schwarze Schneide in die Kehle.
=> ... joar. Also ... Degaryn entwickelt gar nix, lässt sich weder von seiner hübschen Waldläuferin beirren, noch von irgendwelchen Worten oder sonst was. Sei ihm auch vergönnt. Wobei: eigentlich schade für ihn. Hass führt nur zu noch mehr Tot und Hass. Da kann ich aus meinen Geschichten auch ein LIED von singen. *G*

Die Waldläuferin wandte sich stumm ab, um als erste ins dämmrige Zwielicht einzutauchen. Dichtauf folgte ihr Levain, der sich alle Mühe gab, den ein oder anderen lautlosen Schritt zu setzen. Nur Hircun sah abwartend zu Degaryn.
=> Schönes Bild!

Nur mit Mühe widerstand er dem widersinnigen Drang, an einen Baum zu treten und nach seinem Schüler zu rufen. Er würde keine Antwort bekommen. Nicht auf diese Art.
=> Und wieder schönes Ende.
 
Es gefällt mir immer noch sehr, sehr sehr. Ich finde die ganze Geschichte nimmt jetzt schon richtig Kontur an, Tiefengefühl - die Charaktere werden noch deutlicher und die große und kleineren Probleme im Hintergrund sind ebenso wichtig wie gut vorhanden. Sehr schön in diesem Teil auch wieder dein Stil. Ich muss sagen, du beeindruckst mich durch ruhigere Stellen scheinbar mehr, als wenn du dich an Action versuchst. So viele, schöne Bilder. So schön und leicht zu lesen. Und man machts gern, will wissen wie es weiter geht. Das Grundgefühl ist ein ganz anderes als in 2/7. Wie gesagt, ich würd gern direkt weiterlesen, da ich es jetzt wieder super spannend finde. Also: bitte, bitte bald mehr davon!

Insgesamt einfach nur: Pro Pro Pro

Sehr gerne gelesen,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #3 |

RE: Der Wilde Pfad (4/7)
Hi Lanna,
weiter geht´s! Icon_smile

Zitat:Als sie ihm eine Frage stellte, die Degaryn nicht verstand, beugte sie sich weiter vor. Unwillkürlich wanderte seine Hand zum Griff der Axt. Er selbst hätte so viele Menschen wie möglich mit in den Tod genommen, statt auch nur ein Wort mit ihnen zu sprechen.

Da musst du den Bezug, finde ich, etwas klarer machen. Schließlich kann sich das seine sowohl auf den Menschen als auch auf den Elfen beziehen. Auch wenn der Mensch natürlich keine Axt hat. Icon_wink

Zitat:»Behaupten Imperiale!« Degaryn spuckte das Wort aus. »Wie können sie -«
»Du wolltest, dass ich ihn frage!«, fuhr Casidhe ihn an, ihre sturmgrauen Augen wie Pfeilspitzen auf ihn gerichtet. »Also sollst du auch hören, was er gesagt hat.«

Pro

Zitat:Vier Atemzüge lang hing Stille zwischen ihnen

Ich finde diese genauen Angaben immer eigentlich recht überflüssig. Belass es doch einfach bei einigen Atemzügen. Icon_wink

Zitat:die nur verschwinden würde, wenn einer von ihnen nachgab. Schließlich war es Casidhe, die leise seufzte und den Blick wieder senkte.

Damit verbinde ich irgendwie das doch recht kindische "Wer-als-Erstes-wegschaut-Spiel". Icon_smile Bei Degaryn könnte ich mir das durchaus vorstellen, aber zu Casidhe passt das irgendwie nicht.

Zitat:»Er sagt, sie waren dabei, Degaryn. Sie haben gesehen wie vor vier Nächten in tiefster Dunkelheit Gestalten wie Schatten in das Lager der Holzfäller gekommen sind. Wie Geister aus dem Wald, hat er gesagt. Sie haben die Schreie gehört. Und die Toten gezählt.«

Also ist das wirklich passiert. Endlich mal nicht die typischen friedliebenden Elfen. Pro

Zitat:Degaryn schüttelte die Grübelei ab – oder versuchte es zumindest –, während er zu seinen Gefährten zurückkehrte.

Dieses "er tat es - oder versuchte es aber tat es eigentlich doch nicht" ist ein bisschen veraltet. Was hältst du von "Degaryn schüttelte die Grübelei ab - zumindest vorerst" oder so einer ähnlichen Konstruktion?

Zitat:Nur mit Mühe widerstand er dem widersinnigen Drang, an einen Baum zu treten und nach seinem Schüler zu rufen. Er würde keine Antwort bekommen. Nicht auf diese Art.

Sehr schönes Ende. Pro

So, die Geschichte nimmt ihren Lauf, weiter mit einem tollen Schreibstil und wenigen Fehlern. Pro Ich freu mich auf den nächsten Teil. Icon_smile
Gern gelesen,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #4 |

RE: Der Wilde Pfad (4/7)
Hi!
Überascht, mich zu sehen? Icon_ugly
Dachte ich mir.
Die Menschen von heute kann man einfach mit nichts mehr schocken. :D

Zitat:»Er kann lügen und uns einen vom Baum erzählen, aber wir werden das hören, was uns am meisten Hoffnung gibt.«
-- *lach*

Zitat: »Frag deinen Raben, ob er etwas gesehen hat. Und schick ihn zum Holzfällerlager, er soll Ausschau halten.«
--- Wieder wird der Rabe befragt und wieder erfahren wir nicht, was er zu erzählen hat. :/
DABEI IST ER DOCH MEIN LIEBLING. Icon_aufsmaul

Zitat:Der junge Druide trat neben ihn und reichte ihm eine der Haselnüsse, die er in der Hand hielt. Wortlos nahm Degaryn sie an und zerkaute sie, während er die Strecke zum Ahorn mit einigen weitausholenden Schritten zurücklegte. Kaum dass er die kleine Nuss geschluckt hatte, fühlte er sich satt und gestärkt – Auswirkungen des Zaubers, den Levain um die Früchte gesponnen hatte. Es ersparte ihnen die zeitraubende Zubereitung einer Mahlzeit und rettete Sinnur vielleicht das Leben.
-- Wenn er nur eine Nuss braucht, warum hat der Druide die vier Nüsse für das Team nicht gleich mitgebracht, sondern musste nochmal mit Hircun gehen?

Zitat:Bevor er die Hand auf den Ahorn legte und nach seinen Brüdern rief, atmete Degaryn tief durch. Sie würden seine aufgewühlten Gefühle in seinem Lied spüren. Zu dicht war die Gemeinschaft des Wilden Pfades miteinander verwoben, als dass sie so etwas voreinander verheimlichen konnten.
Mehr Zeit als einige Atemzüge wollte er sich und seinen Gefährten allerdings nicht stehlen.
Er umgriff das Rindenholz und rief nach Meren. Fast augenblicklich wusste er, dass sie ihn hörte. Ebenso wusste er, dass sie keine Erklärung verlangen, keine Rechtfertigung fordern würde. Er bat um Hilfe, und sie würde Hilfe aussenden. Zum Schutz des Heimatwaldes.
-- Oben schreibst du noch von seinen Brüdern, nun redet er aber nur mit einer Meren. Ist sie nicht eine Schwester - sprich Geschwister? Und hören all die anderen mit oder wie läuft das?

Zitat:Ihre Antwort war getränkt von Zorn, der auch in Degaryn den Hass höher lodern ließ.
Die Imperialen werden bluten!
-- Ich habe vorhin kurz deine Aufschlüsselung von Zorn und Hass gelesen und würde dir da zustimmen. Ist Hass hier dann aber nicht falsch gewählt? Ea geht ja immernoch um Vergeltung.

Jo, viel zu sagen habe ich nicht. Dir gelingt es vortrefflich, bei der Stange zu halten. Aber ich möchte wirklich gerne wissen, ob den Menschen eigentlich bewusst ist, was sie tun. Oder sehen sie sich hier als die Opfer? Es scheint fast so.

LG
Addi

PS: Ich mach dann erstmal Pause. Der Rest kommt morgen. Icon_wink

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #5 |

RE: Der Wilde Pfad (4/7)
Hallo Lanna,

schön, dass es spannend bleibt!
Mittlerweile glaube ich Degaryn auch seinen Menschenhass, sein Misstrauen, seine Abneigung gegen alles Menschliche. Er stellt sich auf seine Seite, für die anderen selbst Quelle des Übels und kämpft seinen wirklich langsam verbittert anmutenden Kampf. Es verschwimmt, wer Recht hat, wer Unrecht. Was bleibt, ist der Eindruck, dass man sich für eine Seite entscheiden muss. Aus welchem Grund auch immer, vllt weil einem die Waffen der einen besser gefallen als die der anderen (die Elfen haben Bumerangs!) - und dann muss man da bleiben, kein Zögern, kein Straucheln, kein Stürzen. Und genau das tut Degaryn, er hat sich entschieden, dass die Menschen seine Welt zerstören - also vertreibt er sie. Und sagt zwar, dass keine Frauen und Kinder ... aber ja, so wie auch nie zivile Opfer in Kauf genommen, sondern nur schmerzlich beklagt werden können.

Nach dem ersten Kapitel war ich nicht sicher, ob mich deine Geschichte in ihren Bann ziehen können würde. Mittlerweile bin ich ganz gut drin. Mir gefällt wirklich sehr, dass man nicht recht weiß, wie man die Szenerie beurteilen soll, aber trotzdem sowohl Raum für Sicherheit als auch für Spekulation bleibt.
Auch die Rollen der einzelnen Charaktere werden langsam klarer, auch wenn ich mir ihre Namen nicht merken kann. (Schreib bei deiner Schreibwettbewerbs-Sandgesang-Geschichte vllt mit den Chars Max und Moritz *g*)

Schade, aber begründet, dass der Mensch am Ende stirbt.
Ich bin einmal gespannt, wie du es weiterlaufen lässt. Aber bevor ich dank Müdigkeit nur noch zusammenfasse und interpretiere anstatt dir hilfreiche Kommentare geben zu können, verschiebe ich den Fortgang der Geschichte auf morgen. In alter Frische Icon_smile

Anmerkungen:
Zitat:Beinahe sanft redete sie auf den Kerl ein und ließ ihm Zeit, seine brüchige Antwort zu geben.
Da sie ein Gespräch führen, vllt "brüchige Antworten"?
Zitat:ohne Widerspruch hatte er einen Menschen von der Schwelle des Todes zurückgeholt.
Ja, das hab ich auch kurz gedacht.
Und: Er ist eben noch jung und weiß nicht, wer der Feind ist.
Zitat:uns einen vom Baum erzählen
Mrgreen
Zitat:»Ach was, bevor ich da war, hatte Casidhe sich schon um alles gekümmert.«
*gg* Ja, die anderen zwei hätte man auch heranschleichen gehört.
Zitat:»Geh schon zu deinem Gefangenen, wir kümmern uns um das Abendessen.«
Geh spielen, alter Mann! Icon_wink
Zitat:»Die Imperialen haben um Hilfe gebeten, weil Wildelfen ihre Siedlungen angegriffen haben. Unschuldige wurden ermordet, Frauen und Kinder.«
Genau, und dann der Vorwurf, der Mensch würde die Wirklichkeit verdrehen. Großes Lob für die Tiefe!
Zitat:ihre sturmgrauen Augen
Toll!
Zitat:Sie haben gesehen wie vor vier Nächten in tiefster Dunkelheit Gestalten wie Schatten in das Lager der Holzfäller gekommen sind.
... gesehen, wie ...
Zitat:»Er sagt, sie hätten zwei von uns überrascht und gefangen genommen.« Etwas in ihrer Stimme weckte die kalte Umklammerung der Angst, ein Gefühl, das sich wie ein Schwert tief in seine Eingeweide bohrte. »Einer mehr tot als lebendig.«
Nicht eher: "Einen mehr tot als lebendig", denn "einen gefangen genommen"
Zitat:Der junge Druide trat neben ihn und reichte ihm eine der Haselnüsse, die er in der Hand hielt.
Klar hält er die Haselnüsse in der Hand, was soll er sonst damit machen? Selbst "die er soeben gesammelt hatte" oder etwas in der Art wäre überflüssig. Wenn du etwas schreiben willst, dann vllt "eine der gesammelten / gepflückten / aufgelesenen / ... Haselnüsse in die Hand", aber eigentlich braucht es hier keinen Zusatz.
Zitat:Es ersparte ihnen die zeitraubende Zubereitung einer Mahlzeit und rettete Sinnur vielleicht das Leben.
Cool! Mit Zauberei angereicherte Haselnüsse.
Hoffentlich stimmen dann die Nährwertangaben auf der Verpackung noch ...
Zitat:Sie würden seine aufgewühlten Gefühle in seinem Lied spüren.
2mal "seine", vllt "die aufgewühlten Gefühle"?
Zitat:Entschlossen nahm Degaryn sein Jagdholz auf, das noch immer in der Nähe der Toten lag.
Echt? Ich hätte erwartet, dass er es irgendwann zwischen den Zeilen schon aufgehoben hat. Man lässt doch nicht seine Waffen liegen!

Der nächste Teil ist ja kurz ... ich könnten den doch gerade noch dazwischen schieb... oder mich ins Bett.

Gute Nacht, die du schon hattest.
Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #6 |

RE: Der Wilde Pfad (4/7)
Zitat:Cool! Mit Zauberei angereicherte Haselnüsse.
Hoffentlich stimmen dann die Nährwertangaben auf der Verpackung noch ...
-- *lol*

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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #7 |

RE: Der Wilde Pfad (4/7)
Mal schaun, wie weit ich heute noch komme Icon_wink

@Sternchen

(17-09-2011, 09:59)Sternchen schrieb: Degaryn ist für mich noch kein Sympathieträger, aber als Leser respektiere ich ihn. Er weiß was er tut und ist kein Vollidiot, sondern ein Überzeugungstäter. Gefällt mir gut. Mal was anderes.
Sympathieträger soll Degaryn auch gar nicht sein. Ist natürlich gefährlich, weil sich Leser ja gerne mit der Hauptperson identifizieren und sowas. Die wenigstens sagen vermutlich: »Genau so würde ich auch handeln« - aber solange Degaryns Handeln nachvollziehbar und verständlich ist, reicht mir das vollauf

(17-09-2011, 09:59)Sternchen schrieb: Ich muss sagen, du beeindruckst mich durch ruhigere Stellen scheinbar mehr, als wenn du dich an Action versuchst. So viele, schöne Bilder.
Früher hab ich Action lieber (und vermutlich auch besser) geschrieben, inzwischen fühle ich mich in Dialogen am wohlsten *lach* Aber ein bisschen Action ab und an muss ja sein *seufz* Allerdings freut es mich trotzdem total, dass zumindest die ruhigen Stellen so gut ankommen Icon_smile Stellvertreten an dieser Stelle mal ein allgemeines Danke schön für das viele Lob *verneig*



@rex

(18-09-2011, 08:19)rex noctis schrieb:
Zitat:Vier Atemzüge lang hing Stille zwischen ihnen
Ich finde diese genauen Angaben immer eigentlich recht überflüssig. Belass es doch einfach bei einigen Atemzügen. Icon_wink
Ich gestehe, manchmal bin ich ein Fan von genauen Zeitangaben und manchmal rutschen sie mir ausversehen rein. Hier ist es aber Absicht, denn Degaryn wartet ja im Prinzip nur drauf, dass Casidhe nachgibt, er »überprüft« quasi, wie lange sie zögert. Als einfach Zeitangabe hätte ich aber auch eher »einige Atemzüge« genommen.

(18-09-2011, 08:19)rex noctis schrieb:
Zitat:die nur verschwinden würde, wenn einer von ihnen nachgab. Schließlich war es Casidhe, die leise seufzte und den Blick wieder senkte.
Damit verbinde ich irgendwie das doch recht kindische "Wer-als-Erstes-wegschaut-Spiel". Icon_smile Bei Degaryn könnte ich mir das durchaus vorstellen, aber zu Casidhe passt das irgendwie nicht.
*lach* Ja, es ist total kindisch, dieses kleine Machtkämpfchen zwischen den beiden, deshalb macht Casidhe da auch nicht lange mit und schaut weg Icon_wink Sie ist hier in der Szene einfach total sauer auf Degaryn und würde ihm das am liebsten ins Gesicht sagen, »darf« aber nicht. Es ist ja Degaryns Auslegung, dass derjenige »verliert«, der als erstes wegsieht. Weil es ein Zeichen von Demut ist, den Blick zu senken.



Addi

(20-09-2011, 19:55)Adsartha schrieb: Hi!
Überascht, mich zu sehen? Icon_ugly
Dachte ich mir.
Die Menschen von heute kann man einfach mit nichts mehr schocken. :D
Icon_shocked Addi! Ich bin überrascht, dich zu sehen! :D

(20-09-2011, 19:55)Adsartha schrieb:
Zitat: »Frag deinen Raben, ob er etwas gesehen hat. Und schick ihn zum Holzfällerlager, er soll Ausschau halten.«
--- Wieder wird der Rabe befragt und wieder erfahren wir nicht, was er zu erzählen hat. :/
DABEI IST ER DOCH MEIN LIEBLING. Icon_aufsmaul
Der Rabe hat halt nichts Spannendes zu erzählen *lach* Ich gebe zu, am Anfang hab ich ihn nur als Aufhänger für die Geschichte missbraucht und es ergab sich dann einfach keine Gelegenheit, ihm noch eine tragende Rolle zu geben. Aber der Atmosphäre halber wollte ich ihn drinbehalten *in die Ecke stell und schäm*

(20-09-2011, 19:55)Adsartha schrieb:
Zitat:Der junge Druide trat neben ihn und reichte ihm eine der Haselnüsse, die er in der Hand hielt. Wortlos nahm Degaryn sie an und zerkaute sie, während er die Strecke zum Ahorn mit einigen weitausholenden Schritten zurücklegte. Kaum dass er die kleine Nuss geschluckt hatte, fühlte er sich satt und gestärkt – Auswirkungen des Zaubers, den Levain um die Früchte gesponnen hatte. Es ersparte ihnen die zeitraubende Zubereitung einer Mahlzeit und rettete Sinnur vielleicht das Leben.
-- Wenn er nur eine Nuss braucht, warum hat der Druide die vier Nüsse für das Team nicht gleich mitgebracht, sondern musste nochmal mit Hircun gehen?
Da musste ich selbst nochmal nachlesen, weil es so ein Hin und Her ist *lach* Also Levain hat Beeren gesucht und Nüsse gefunden. Degaryn geht zu dem Gefangenen, währenddessen verzaubert Levain die Nüsse (wobei Hircun auf ihn aufpasst). Degaryn geht von dem Gefangenen weg, nimmt sich auf dem Weg eine verzauberte Nuss und lässt Levain die restlichen drei Nüsse auf die Gruppe verteilen. Allerdings streckt sich die ganze Nusssache ziemlich, da überlege ich mal, ob ich es irgendwie kompakter an einer Stelle der Szene unterbringen kann Icon_wink

(20-09-2011, 19:55)Adsartha schrieb:
Zitat:Bevor er die Hand auf den Ahorn legte und nach seinen Brüdern rief, atmete Degaryn tief durch. Sie würden seine aufgewühlten Gefühle in seinem Lied spüren. Zu dicht war die Gemeinschaft des Wilden Pfades miteinander verwoben, als dass sie so etwas voreinander verheimlichen konnten.
Mehr Zeit als einige Atemzüge wollte er sich und seinen Gefährten allerdings nicht stehlen.
Er umgriff das Rindenholz und rief nach Meren. Fast augenblicklich wusste er, dass sie ihn hörte. Ebenso wusste er, dass sie keine Erklärung verlangen, keine Rechtfertigung fordern würde. Er bat um Hilfe, und sie würde Hilfe aussenden. Zum Schutz des Heimatwaldes.
-- Oben schreibst du noch von seinen Brüdern, nun redet er aber nur mit einer Meren. Ist sie nicht eine Schwester - sprich Geschwister? Und hören all die anderen mit oder wie läuft das?
Öhm ja … was ich mir da gedacht habe, weiß ich leider nicht mehr so genau … Also Meren ist schon irgendwie eine Schwester, aber da sie auch gleichzeitig das Oberhaupt des ganzen Vereins ist, ist sie eine nicht ganz so gleichgestellte Schwester wie die anderen *lach* Und bei diesem Gespräch können sich auch andere »einklinken«, je nachdem, wer halt grade bei Meren ist und ebenfalls mithören könnte. Dass er nach seinen Brüdern ruft … da war mein Gedanke glaub ich, dass er allgemein um Hilfe ruft, seine Brüder also herbeibittet. Sprechen tut er im Endeffekt dann mit Meren. Da muss ich mal gucken, wie ich das gerade rücke.

(20-09-2011, 19:55)Adsartha schrieb:
Zitat:Ihre Antwort war getränkt von Zorn, der auch in Degaryn den Hass höher lodern ließ.
Die Imperialen werden bluten!
-- Ich habe vorhin kurz deine Aufschlüsselung von Zorn und Hass gelesen und würde dir da zustimmen. Ist Hass hier dann aber nicht falsch gewählt? Ea geht ja immernoch um Vergeltung. [/i]
Ja *hust* deshalb war die Stelle auch noch zum Überarbeiten markiert. Ist jetzt geändert Icon_wink

(20-09-2011, 19:55)Adsartha schrieb: Aber ich möchte wirklich gerne wissen, ob den Menschen eigentlich bewusst ist, was sie tun. Oder sehen sie sich hier als die Opfer?

Die Frage taucht glaub ich auch später in deinen Kommentaren nochmal auf, deshalb hier erstmal nur kurz: Die Menschen wissen zwar, dass sie die Ländergrenze überschreiten, verstehen aber nicht das tatsächliche Ausmaß ihrer Taten. Für sie ist ein Baum ein Baum, für die Elfen ist ein Baum Teil ihrer Vergangenheit. Dessen sind die Menschen sich nicht bewusst, fühlen sich also schon zum Großteil im Recht und somit als Opfer.



@Libbi

(21-09-2011, 09:49)Libertine schrieb: Und sagt zwar, dass keine Frauen und Kinder ... aber ja, so wie auch nie zivile Opfer in Kauf genommen, sondern nur schmerzlich beklagt werden können. 

Er sagt nur, dass er nie befohlen hat, Frauen und Kinder zu ermorden. Wobei er auch ganz offen dazu steht, dass eine »Arkanistin« zu den Kriegsopfern zählt. Ich hab einfach für den Leser offen lassen wollen, ob er den Wildelfen solche Grausamkeit zutraut oder nicht.

(21-09-2011, 09:49)Libertine schrieb: Mir gefällt wirklich sehr, dass man nicht recht weiß, wie man die Szenerie beurteilen soll, aber trotzdem sowohl Raum für Sicherheit als auch für Spekulation bleibt. 

Du und Addi, ihr habt mich in diesem Punkt echt ins Grübeln gebracht. Dieser Raum für Spekulation kommt bei dir super an, bei Addi ist es ein großer Kritikpunkt. Ich selbst lese nicht gerne Geschichte, in denen zu viel vage bleibt und ich mir meinen eigenen Kopf machen muss. Aber ich schreibe sie gerne *lach*

(21-09-2011, 09:49)Libertine schrieb: Auch die Rollen der einzelnen Charaktere werden langsam klarer, auch wenn ich mir ihre Namen nicht merken kann.

Mit den Namen hab ich mir diesmal sogar selbst schwergetan Mrgreen Ich hab die Geschichte ja in einer Nacht runtergeschrieben, also von 2 Uhr morgens bis 10 Uhr vormittags oder so – und auf den letzten Seiten habe ich Degaryn grundsätzlich falsch geschrieben und Norandhras hab ich mir nur noch mit Copy&Paste eingefügt Icon_ugly Aber hey: Es sind Elfen! Die müssen so heißen *lach*

(21-09-2011, 09:49)Libertine schrieb:
Zitat:»Er sagt, sie hätten zwei von uns überrascht und gefangen genommen.« Etwas in ihrer Stimme weckte die kalte Umklammerung der Angst, ein Gefühl, das sich wie ein Schwert tief in seine Eingeweide bohrte. »Einer mehr tot als lebendig.«
Nicht eher: "Einen mehr tot als lebendig", denn "einen gefangen genommen"

Ich dachte mir hier: »Einer (von ihnen war) mehr tot als lebendig« … Kann man innerhalb der wörtlichen Rede denke ich durchgehen lassen

(21-09-2011, 09:49)Libertine schrieb:
Zitat:Es ersparte ihnen die zeitraubende Zubereitung einer Mahlzeit und rettete Sinnur vielleicht das Leben.
Cool! Mit Zauberei angereicherte Haselnüsse.
Hoffentlich stimmen dann die Nährwertangaben auf der Verpackung noch ...
Na, auf der Verpackung muss dann der Hinweis stehen: »Kann Spuren von Magie enthalten und Ihre WeightWatchers-Punkte verzehnfachen« Icon_wink



Und schon wieder liebe Grüße an euch Icon_smile
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

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What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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