Es ist: 13-04-2021, 20:53
Es ist: 13-04-2021, 20:53 Hallo, Gast! (Registrieren)


Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Beitrag #1 |

Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Im Folgenden mein erstes Fantasy-Werk, das ich auf Literatopia hochlade. Ich will mich natürlich verbessert und hoffe daher, ihr werdet nicht zu weich mit mir umgehen. Icon_wink

Tentatio parierte einen Schlag nach dem anderen, ließ Flammenzungen gegen Soldaten los, hackte Gliedmaßen ab, schleuderte Männer gegen Häuserwände oder Kameraden. Er war ein Einzelkämpfer mit herausragenden Schwertkampfkenntnissen und die konnte er nun auch gut gebrauchen - spürte er doch mit jedem Wirbelsturm den er erzeugte, mit jedem Schutzwall, der ihn gerade noch vor dem herankommenden Pfeil bewahrte, wie die Magie ihm seine Kräfte immer weiter entzog, während um ihn die Schlacht mit ihren typischen Geräuschen weiterging: Da war das helle Klingen, wenn Metall aufeinandertraf, Schreie aller Art, des Todes, des Schmerzes, der Wut, des Triumphes, der unfassbaren Trauer. Geräusche der Magie wie Gewitter, Blitze, Stürme, das Züngeln des Feuers. Und schließlich das leisere, aber nicht weniger schrecklichere Schmatzen, wenn das Schwert den Körper durchdrang und wieder herausgezogen wurde.
Vor ihm erschien ein großgewachsener Soldat, den Helm heruntergeklappt, sodass Tentatio lediglich in die böse Fratze sah. Mit seinem Beidhänder schlug dieser auf den Magier ein. Tentatio wehrte ab, trat zu, sodass der Soldat zurücktaumelte. Dann ging er selbst in die Offensive. Ein Fußsoldat kam dem Magier zu Hilfe und gemeinsam drängten sie den Soldaten immer weiter zurück - und damit direkt in die Arme seiner Kameraden, die sofort zur Stelle waren. Hinter ihm hatte sich die feindliche Front schon fast geschlossen, als Tentatio den Plan durchschaute.
“Wir müssen weg hier”, schrie er zu dem Soldaten. Er wusste nicht, ob dieser ihn nicht hörte oder nicht hören wollte, in jedem Fall war er so in den Kampf mit dem gegnerischen Soldaten verwickelt, dass er die Falle nicht entdeckt hatte.
Es war ohnehin nur ein gewöhnlicher Fußsoldat. Kein großer Verlust.
Er selbst jedoch, der er einer der mächtigsten Magier Admantars war, konnte entscheidend zum Ausgang der Schlacht beitragen. Mit wirbelndem Schwert enthauptete er den einen Krieger, trat zu beiden Seiten aus, sodass die Soldaten gegen ihre Kameraden gestoßen wurden. Schnell sprintete er durch das so entstandene Loch, während er sah, wie der Soldat von einem Schlag in den Rücken gemeuchelt wurde.
Ein Mal das Schwert nach hinten gehalten und ein Angreifer wurde aufgespießt.
Diese Narren sterben so leicht, dachte er noch, dann trat er den Mann in seiner Rüstung weg, zog das Schwert heraus und zog sich weiter zurück. An der Front starb man viel zu leicht.
Er hatte kaum Zeit zu überlegen, denn schon kam der nächste Gegner heran: Die Soldaten wichen ehrfurchtsvoll zurück, um ihren Kameraden durchzulassen. Er musste gefährlicher sein als seine bisherigen Gegner. Und das bestätigte sich mit einem Blick in seine Augen. Ein Magier!
Ein Magier hatte kein Zeichen in seinen Augen, er hatte kein schwarzen Augen mit Blitzen oder ähnliche Merkmale, wie das Fußvolk in geflüsterten, am Abend erzählten Gruselgeschichten weitergab. Er hatte einfach nur diesen Blick. Es war nichts, was man beschreiben konnte, mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst und Tentatio vermutete, dass die Soldaten den Mann wohl eher an der mattschwarzen Rüstung, die ihm ein unheimliches Äußeres gab, erkannt hatten und nicht eben an dem Blick, den er mit seiner Erfahrung zu erkennen gelernt hatte. mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst.
Diese Macht darin kannte Tentatio. Auch die leichte Arroganz war ihm nicht unbekannt, ebenso, wie das - man konnte es nicht anders ausdrücken - Magische.
Aber da war noch etwas. Etwas Fremdes, ihm Neues.
Etwas, das ihn nackt erschienen ließ, was ihn durchleuchtete. Etwas, was ihm ganz und gar nicht gefiel. Er kannte so manche Menschen mit stechenden, durchdringenden Blicken. Das war ihm sehr unangenehm, er hasste das Gefühl, durchschaut zu werden. Umso nervöser wurde er beim Entgegentreten gegen diesen Magier.
Die restlichen Soldaten wichen zurück und einige Kämpfer unterbrachen sogar ihre Duelle, schienen beinahe ebenso nervös. Der Magier hatte silberne Haare - die flüsterten. Sie flüsterten von geheimen Ängsten, von den dunkelsten Albträumen der Menschen und jagten Tentatio ungeheim viel Angst ein. Es war nicht so, dass sie sich bewegten und er war sich nicht sicher, ob irgendeiner der gewöhnlichen Soldaten die Haare flüstern sah. Nun richteten sich die blauen Augen des Magiers direkt auf ihn und auf einmal fasste er sich wieder. Er musste sofort reagieren, durfte sich nicht in die Defensive treiben lassen. Er musste offensiv auf seinen Gegner losgehen, denn hatte er einmal angegriffen wurde er immer besser, kämpfte sich regelrecht in Rage, wurde stärker, bis der Gegner tot oder geflohen war.
Er überlegte sich etwas, mit dem er angreifen wollte - und auf einmal fühlte er, wie der Blick des gegnerischen Magiers immer intensiver wurde, seinen mentalen Schutzschild einfach umtrampelte und sich in seinem Geist breitmachte. Dann war sein Gegner verschwunden.
Auf einmal flüsterte etwas hinter ihm. Sofort drehte er sich um und sah dort kurz etwas aufblitzen. Den Magier.
Er wurde immer nervöser. Was trieb dieser Magier für ein Spiel mit ihm? Und woher hatte er diese Kraft, sich unsichtbar zu machen? Dies musste einen enormen Aufwand bedeuten, er müsste eigentlich nach ein paar Augenblick bewusstlos zu Boden sinken. Und doch hielt er den Zauber nun bereits für mehr als nur ein paar Augenblicke aufrecht.
Aber eine Frage trieb ihn vor allem anderen: Woher wusste er das?
Tentatio befand sich gerade in seinem schlimmsten Albtraum. Er konnte gegen Swodonivs kämpfen, sogar ein Saesadd hätte ihm wohl nicht genug Angst eingejagt. Bei alldem wusste er nämlich, womit er es zu tun hatte. Aber das hier war etwas gänzlich anderes. Hier wusste er nicht, wohin er schauen musste. Vielleicht war sein Gegner bereits wieder hinter seinem Rücken. Er drehte sich um und schlug blind zu.
“Hör auf mit dem Spiel!”
Und das hier war kein Traum, aus dem er wieder aufwachte! Denn er träumte öfter so. Dort befand er sich in einem Kampf mit einem unsichtbaren Gegner, und zwar in einer riesigen - auf einmal begann die Landschaft sich zu verändern -, tiefen - der Himmel drückte sich ein und die Soldaten verschwanden - Grotte. Von irgendwo kam eine unsichtbare Lichtquelle, sodass er sich im Halbdunkeln befand. Hinter ihm flüsterte etwas und er drehte sich um, doch da war nichts.
Wie konnte das passieren? Es war alles so irreal. Magier konnten sich nicht teletransportieren und schon gar nicht einen anderen mit dazu. Es ging nicht. Vielleicht war alles ja doch nur ein Traum, sein Albtraum eben, die Schlacht hatte nie begonnen und jeden Moment würde er schweißüberströmt aufwachen - und feststellen, dass er sich in seinem Bett befand. Wieder flüsterte jemand hinter ihm, wieder drehte er sich um und wieder war niemand da.
Wenigstens ist es hier nur ein Gegner, versuchte er sich Mut zu machen, und nicht wie in den Träumen viele Gegner. Es kann auch Zufall sein! Auf einmal nahm er ein Flüstern von der einen Seite war dann eines von der anderen Seite. Rund um ihn waren Leute und auf einmal hatte er eine schreckliche Ahnung.
Dieses Gefühl des durchstechenden Blicks, das er bei dem Magier bekommen hatte, und das Gefühl der flüsternden Haare, das war nicht nur ein Phänomen. Das war Magie! Albtraummagie, wenn man es so nennen wollte. Der Magier las seine schlimmsten Befürchtungen.
Das heißt, ab jetzt darf ich gar nicht mehr an Details des Traumes denken. Da sind ja noch [nein, hör auf das zu denken] diese Geräusche [hör endlich auf, du darfst das nicht denken] von wilden Tieren, von mir unbekannten Monstern und [nein!] die fliegenden Monstern über mir, die sich immer wieder auf meinem Kopf niederlassen.
Es trat das ein, was Tentatio bereits befürchtet hatte.


Ich freue mich auf Kommentare! Icon_smile

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #2 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hi Rex,

du hast jetzt das Pech oder Glück, wie man es nimmt, mein erstes Opfer für den Wettbewerb zu sein. Icon_wink Meine übliche Warnung vorweg, spare ich mir mal, du bist ja schon länger hier.

Also dann los.

Zitat:Tentatio parierte einen Schlag nach dem anderen, ließ Flammenzungen gegen Soldaten los, hackte Gliedmaßen ab, schleuderte Männer gegen Häuserwände oder Kameraden. Er war ein Einzelkämpfer mit herausragenden Schwertkampfkenntnissen und die konnte er nun auch gut gebrauchen - spürte er doch mit jedem Wirbelsturm den er erzeugte, mit jedem Schutzwall, der ihn gerade noch vor dem herankommenden Pfeil bewahrte, wie die Magie ihm seine Kräfte immer weiter entzog, während um ihn die Schlacht mit ihren typischen Geräuschen weiterging:
Puh, ist das dein Ernst. Der Obersuperkämpfer, mit magischen Fähigkeiten? Ich will dir nicht reinreden, aber so wirkt das Kommende schon jetzt langweilig auf mich. Denn es klingt so, als wäre dein Held unbesiegbar und nichts könnte ihn verletzen. Du stellst ihn schon hier als Überhelden dar. Wenn du aber willst, dass sich der Leser um ihn sorgt und mit ihm mitfiebert, darfst du genau das nicht tun, oder du musst deinem Helden eine seltene Coolness mitgeben, die von seinen Fähigkeiten ablenkt, so in der Art von Snake Plissken, falls du die Klapperschlange kennst. Aber so funktioniert schon der Anfang nicht für mich.
Zudem hastest du mir zu sehr durch, beschreibst nichts wirklich.

Zitat:Da war das helle Klingen, wenn Metall aufeinandertraf, Schreie aller Art, des Todes, des Schmerzes, der Wut, des Triumphes, der unfassbaren Trauer. Geräusche der Magie wie Gewitter, Blitze, Stürme, das Züngeln des Feuers. Und schließlich das leisere, aber nicht weniger schrecklichere Schmatzen, wenn das Schwert den Körper durchdrang und wieder herausgezogen wurde.
Ich habe es gerne, wenn ich Bilder geliefert bekomme, sprich: beschreib mehr, zeig ds Grauen auf dem Schlachtfeld. Lass Schreie erklingen, führe sie aus. Nicht nur sagen, dass da welche sind. Lass einen langgezogenen, unmenschlichen Ertönen. Einen hohen verzweifelten usw.. Gleiches gilt für die MAgie, lass neben Tentatio einen BLitz einschlagen, einen Feuerball über ihn hinwegschießen, ansonsten meint man er ist nur am Rand der Schlacht.

Zitat:Vor ihm erschien ein großgewachsener Soldat, den Helm heruntergeklappt, sodass Tentatio lediglich in die böse Fratze sah.
Wenn der Helm runtergeklappt ist, kann er das Gesicht, also die Fratze, nicht sehen.

Zitat:Mit seinem Beidhänder schlug dieser auf den Magier ein.
Zwei- oder Bihänder

Zitat:Ein Fußsoldat kam dem Magier zu Hilfe und gemeinsam drängten sie den Soldaten immer weiter zurück - und damit direkt in die Arme seiner Kameraden, die sofort zur Stelle waren.
Hier musst du aufpassen, wegen zweimal Soldat. Das könnte zu Verwechslungen führen, ebenso das Kameraden. Genausogut könnten es Tentatios sein. Besser wäre hier Feinde.

Zitat:Hinter ihm hatte sich die feindliche Front schon fast geschlossen, als Tentatio den Plan durchschaute.
“Wir müssen weg hier”, schrie er zu dem Soldaten. Er wusste nicht, ob dieser ihn nicht hörte oder nicht hören wollte, in jedem Fall war er so in den Kampf mit dem gegnerischen Soldaten verwickelt, dass er die Falle nicht entdeckt hatte.
Moment so ein Riesenaufwand für zwei Gegner und dann merken, die nohc nicht mal, dass sie umzingelt werden?Icon_shocked Kann eigentlich nicht sein, schließlich können nicht nur Gegener da sein, wo sind ihre Männer?

Zitat:Er selbst jedoch, der er einer der mächtigsten Magier Admantars war, konnte entscheidend zum Ausgang der Schlacht beitragen.
Einer der mächtigsten Magier ist er auch noch?
Ganz ehrlich Rex, du hast hier einen Übercharakter gebaut, mit dem man nicht mitfiebern kann, er ist zu gut, zu mächtig, spätestens jetzt würde ich normalerweise das Buch zu schlagen und weglegen, da deine Hauptperson nichts interessantes bietet. Er scheint keine Angst zu haben und kann praktisch ein ganzes Heer im alleingang besiegen. Von seinen Gefühlen bekommen wir auch ncihts mit und Kraft hat er anscheinend ohne Ende.

Zitat:Mit wirbelndem Schwert enthauptete er den einen Krieger, trat zu beiden Seiten aus, sodass die Soldaten gegen ihre Kameraden gestoßen wurden. Schnell sprintete er durch das so entstandene Loch, während er sah, wie der Soldat von einem Schlag in den Rücken gemeuchelt wurde.
Ein Mal das Schwert nach hinten gehalten und ein Angreifer wurde aufgespießt.
HIer auch. Er scheint jeden Kampfkunstmeister überlegen zu sein. Weswegen soll ich als Leser mit ihm mitfiebern, er ist doch eh nicht in Gefahr.
Mit wirbelndem Schwert würde ich anders formulieren, das klingt als ob er es erst zehnmal im Kreis führt vor dem Schlag, dabei wäre er bei sowas sofort tot. Unds Gegner laufen nicht einfach so in eine nach hinten gehaltene Klinge. Das kann der Schwertbesitzer gar nicht halten.

Zitat:Er hatte kaum Zeit zu überlegen, denn schon kam der nächste Gegner heran: Die Soldaten wichen ehrfurchtsvoll zurück, um ihren Kameraden durchzulassen. Er musste gefährlicher sein als seine bisherigen Gegner. Und das bestätigte sich mit einem Blick in seine Augen. Ein Magier!
Wo kommt der plötzlich her, und warum ehrfurchtsvoll, eigentlich würde ich ein zufriedenes Grinsen von ihnen erwarten, schließlich wird der Kerl, der sie reihenweise niedermetzelt, zusammengefaltet werden.

Zitat:Ein Magier hatte kein Zeichen in seinen Augen, er hatte kein schwarzen Augen mit Blitzen oder ähnliche Merkmale, wie das Fußvolk in geflüsterten, am Abend erzählten Gruselgeschichten weitergab. Er hatte einfach nur diesen Blick. Es war nichts, was man beschreiben konnte, mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst und Tentatio vermutete, dass die Soldaten den Mann wohl eher an der mattschwarzen Rüstung, die ihm ein unheimliches Äußeres gab, erkannt hatten und nicht eben an dem Blick, den er mit seiner Erfahrung zu erkennen gelernt hatte. mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst.
*Hust* Hast du vorm Einstellen Korrektur gelesen?
Der Absatz ist einfach konfus geschrieben, hat viele Wortwiederholungen und die Erklärung wirkt nicht überzeugend. Dazu fängst du jeden satz fast gleich an. Da solltest du dringendst nochmal drüber gehen.

Zitat:Diese Macht darin kannte Tentatio. Auch die leichte Arroganz war ihm nicht unbekannt, ebenso, wie das - man konnte es nicht anders ausdrücken - Magische.
Sollte er als Magier.

Zitat:Etwas, das ihn nackt erschienen ließ, was ihn durchleuchtete. Etwas, was ihm ganz und gar nicht gefiel. Er kannte so manche Menschen mit stechenden, durchdringenden Blicken. Das war ihm sehr unangenehm, er hasste das Gefühl, durchschaut zu werden. Umso nervöser wurde er beim Entgegentreten gegen diesen Magier.
Das es ihm nicht gefällt, ist klar, schließlich fühlt er sich nackt, wobei cih die Formulierung auch unglüücklich finde. Generell. Diese Szene könntest du viel intensiver gestalten und müsstest du auch, damit sie wirkt. Es könnte still werden, als der Gegner sich nähert, nur seine Schritte stechen hervor. Ein Schauer könnte Tentatio über den Rücken laufen und noch viel mehr. Hieraus allein kann man schon eine halbe Seite zaubern, die den Leser fesselt. Im Moment lese ich da nur drüber und denke mir: OK, und was nun? Es lässt mich völlig kalt, was weiter passiert, ich nehme nur Infos auf.

Zitat:Die restlichen Soldaten wichen zurück und einige Kämpfer unterbrachen sogar ihre Duelle, schienen beinahe ebenso nervös. Der Magier hatte silberne Haare - die flüsterten. Sie flüsterten von geheimen Ängsten, von den dunkelsten Albträumen der Menschen und jagten Tentatio ungeheim viel Angst ein. Es war nicht so, dass sie sich bewegten und er war sich nicht sicher, ob irgendeiner der gewöhnlichen Soldaten die Haare flüstern sah.
Haare die flüstern?
Ne, tut mir leid, das wirkt lächerlich. Warum lässt du es nciht einfach eine Aura um den Magier sein, aus der Worte zu kommen scheinen, von Geistern die ihn umgeben? Das würde unheimlich wirken und Atmosphäre aufbauen. Flüsternde haare bringen mich eher zum Lachen und verfehlen die Wirkung, die du haben willst.

Zitat:Er musste sofort reagieren, durfte sich nicht in die Defensive treiben lassen. Er musste offensiv auf seinen Gegner losgehen, denn hatte er einmal angegriffen wurde er immer besser, kämpfte sich regelrecht in Rage, wurde stärker, bis der Gegner tot oder geflohen war.
Er überlegte sich etwas, mit dem er angreifen wollte - und auf einmal fühlte er, wie der Blick des gegnerischen Magiers immer intensiver wurde, seinen mentalen Schutzschild einfach umtrampelte und sich in seinem Geist breitmachte. Dann war sein Gegner verschwunden.
Auf einmal flüsterte etwas hinter ihm. Sofort drehte er sich um und sah dort kurz etwas aufblitzen. Den Magier.
Er wurde immer nervöser.
Er, er, er - immer der gleiche Satzanfang und immer bezeichnest du Tentatio so. Such mal nach Synonymen, nenn ihn anders und verbinde deine Sätze und versuche andere Satzanfänge zu finden. So liest es sich sehr ermüdend und nicht schön.
Dann noch was, er sit einer der mächtigsten MAgier und lässt sich so leicht aus der FAssung bringen? Wohl kaum. Das passt nicht zu ihm, wie du ihn bisher präsentiert hast. Bisher ist er der Supermann und dann knickt er nur durch in die Augen blicken ein? Ziemlich unglaubwürdig. Lass sie doch etwas ringen, gestalte shcon diese erste Phase spannender, indem du den Leser teilhaben lässt, wie die geistigen Mauern fallen, eine nach der anderen und dann wird Tentatio auch zurecht nervös.

Zitat:Was trieb dieser Magier für ein Spiel mit ihm? Und woher hatte er diese Kraft, sich unsichtbar zu machen? Dies musste einen enormen Aufwand bedeuten, er müsste eigentlich nach ein paar Augenblick bewusstlos zu Boden sinken. Und doch hielt er den Zauber nun bereits für mehr als nur ein paar Augenblicke aufrecht.
Soclche Gedanken gehören schon viel früher rein. und gerne ausführlicher.

Zitat:Aber eine Frage trieb ihn vor allem anderen: Woher wusste er das?
Wer was? Der ander Magier oder Tentatio? Und dann halt was? Es wird nicht klar, was du meinst.

Zitat:Tentatio befand sich gerade in seinem schlimmsten Albtraum. Er konnte gegen Swodonivs kämpfen, sogar ein Saesadd hätte ihm wohl nicht genug Angst eingejagt. Bei alldem wusste er nämlich, womit er es zu tun hatte. Aber das hier war etwas gänzlich anderes. Hier wusste er nicht, wohin er schauen musste. Vielleicht war sein Gegner bereits wieder hinter seinem Rücken. Er drehte sich um und schlug blind z
Was sind das für Wesen? Sind ihre Namen nötig? Warum nicht einfach Monster? Oder normale Soldaten? Und nochmal:
Er ist sehr mächtig, da sollte er schon etwas die Ruhe behalten, sich konzentrieren können, und nicht wie ein Frischling um sich schlagen.

Zitat:Und das hier war kein Traum, aus dem er wieder aufwachte! Denn er träumte öfter so. Dort befand er sich in einem Kampf mit einem unsichtbaren Gegner, und zwar in einer riesigen - auf einmal begann die Landschaft sich zu verändern -, tiefen - der Himmel drückte sich ein und die Soldaten verschwanden - Grotte. Von irgendwo kam eine unsichtbare Lichtquelle, sodass er sich im Halbdunkeln befand. Hinter ihm flüsterte etwas und er drehte sich um, doch da war nichts.
Wieso plötzlich Traum? Wieso dieser Bezug? Bisher hat er doch keinen Grund dafür, der Satz gehört eher ans Ende des absatzes. Auch der Wechsel in die Grotte ist aus meiner Sicht unglücklich. Erstmal ist der Satz chaotisch und dann würde ich eher beschreiben, wie ihm die Details nach und anch auffallen, den Magier nochmal auftauchen lassen mit einem Grinsen, dann das nächste Detail, die Welt verschwimen lassen und so weiter. Da könnte man echt viel rausholen, aber bitte nicht in diesem einen Satz abfertigen.

Zitat:Wie konnte das passieren? Es war alles so irreal. Magier konnten sich nicht teletransportieren und schon gar nicht einen anderen mit dazu
Er ist Magier, er sollte wissen, was eine Illusion ist. Nebenbei: Teleportieren, ohne trans. Icon_wink

Zitat:Es ging nicht. Vielleicht war alles ja doch nur ein Traum, sein Albtraum eben, die Schlacht hatte nie begonnen und jeden Moment würde er schweißüberströmt aufwachen - und feststellen, dass er sich in seinem Bett befand. Wieder flüsterte jemand hinter ihm, wieder drehte er sich um und wieder war niemand da.
Ok, bei einem einfachen SOldaten würde ich diesen Gedanken durchgehen lassen, aber nicht bei einem übermächtigen MAgier, tut mir leid, das wirkt unglaubwürdig.

Zitat:Dieses Gefühl des durchstechenden Blicks, das er bei dem Magier bekommen hatte, und das Gefühl der flüsternden Haare, das war nicht nur ein Phänomen. Das war Magie! Albtraummagie, wenn man es so nennen wollte. Der Magier las seine schlimmsten Befürchtungen.
Ach, was. (Sorry, zu viel Loriot in der letzten Zeit gesehen) Sowas sollte einem Magier sofort klar sein. Wenn er das noch denken muss, wirkt er einfach dumm und einfältig und dem Leser brauchst du es auch nicht erklären, also weg mit dem Satz.

Zitat:Das heißt, ab jetzt darf ich gar nicht mehr an Details des Traumes denken. Da sind ja noch [nein, hör auf das zu denken] diese Geräusche [hör endlich auf, du darfst das nicht denken] von wilden Tieren, von mir unbekannten Monstern und [nein!] die fliegenden Monstern über mir, die sich immer wieder auf meinem Kopf niederlassen.
Klammern mag ich grundsätzlich bei sowas nicht und auch hier wirkt dein Magier wie ein albernes, kleines Kind, nicht wie der große Kämpfer vom Anfang, das passt einfach nicht. Stilistisch ist das Ganze auch arg holperig. Das kriegst du besser hin. Verknüpfe seine Gedanken zum Beispiel mit Hanldung.
Als Denkanstoß:
Nicht denken, nicht denken, flüsterte Tentatio sich zu und blickte gehetzt umher. Denk bloß nicht an das, was in den Schatten lauert, mit seine Krallen über den Stein... Verflucht! Nicht denken. Tentatio fluchte, er musste aufpassen. Ohne Sinnn und Verstand ließ er Sein Schwert mal hierhin mal dorthin zeigen.

So jetzt bin ich durch. Und ich muss leider sagen: Das war nichts, jedenfalls nicht viel. Erstmal habe ich den Eindruck, du hast nicht Korrektur gelesen, dermaßen viele Fehler und Wortwiederholungen und immer gleich Satzanfänge habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Aber vor allem auf der Ebene des Inhalts und der Charaktere versagt für mich deine Geschichte. Zunächst einmal haben wir da Tentatio, den du als Überkrieger stilisierst, so dass ich im Prinzip schon nach den ersten Zeilen aufhören wollte, zu lesen. Den so ein Charakter ohne Ecken und Kanten ist für den Leser uninteressant. Das Ganze wirkt so, als habe ein Rollenspiel-Powergamer, den Hintergrund für seinen Charakter aufschreiben wollen. Sowas wirkt auf mich immer langweilig. Was mich dann aber fast noch mehr stört, ist, dass Tentatio der Mächtige, am Ende zu einem kleinen, weinerlichen Kind mutiert, dass sich am Liebsten verstecken will, weil es angeguckt wird. Das passt einfach nicht zusammen. Das sind zwei Extreme, die du nicht miteinander verknüpfst. Von einem Moment zum Anderen wird Tentatio zu einem Weichei, das ist nicht überzeugend.
Dann die Sache mit den Haaren, tut mir leid. Auf mich wirkt das lächerlich und damit nimmst du dir an der Stelle jede Chance etwas Atmosphäre aufzubauen. Die brauchst du aber. Generell fehlt sie für mich komplett. Im Moment liest sich das alles wie ein Zeitungsbericht, Emotionen oder Beschreibungen fehlen mir komplett. Aber Gefühle und Atmosphäre machen zu einem großen Teil Fantasy aus. Der Held der zweifelt, ist viel attraktiver für den Leser als Mister Ich-überstehe-alles-locker, oder er muss eine ambivalente Person sein, wie ein Snake Plissken. Und diese Gefühle musst du herausarbeiten. Ein plötzlicher Wechsel wie bei dir, ist da eher kontraproduktiv.
Ich weiß, meine Kritik ist sehr hart, aber aus meiner Sicht hat die Geschichte einfach viele schwerwiegende Mängel in AUfbau, Charakteren und Atmosphäre. Tut mir leid, dass ich nichts positiveres sagen kann.

Lg,
Drakir


Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
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Beitrag #3 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hallo rex,

ich hab im Kopf, dass du "München" überarbeiten wolltest. Und selbst wenn nicht, hat Libertine ja grad deine Geschichte geflutet, also mach ich es mir hier bequem. Auch und vor allem weil ich Drakir kenne. Der schreibt wirklich gute, aber meist sehr vernichtende Meinungen. Meist tut es aber gut, dann doch noch ne Meinung zu haben von jemanden, der nicht ganz so kritisch liest. Ich rühme mich ja dafür, leichter zu überzeugen zu sein. Mrgreen

Tentatio parierte einen Schlag nach dem anderen, ließ Flammenzungen gegen Soldaten los, hackte Gliedmaßen ab, schleuderte Männer gegen Häuserwände oder Kameraden.
=> "Kameraden" gefällt mir nicht ganz im Bezug auf "Einzelkämpfer". Wenn man Kameraden hat, ist man kein Einzelkämpfer, nicht wirklich. Tentatio würde also wohl eher von "Mitstreiter" oder etwas in der Art denken. Ist sich zwar Sinnbildlich eines wies andere, aber man verbindet da doch weniger "Freundschaft" mit.

Er war ein Einzelkämpfer mit herausragenden Schwertkampfkenntnissen und die konnte er nun auch gut gebrauchen - spürte er doch mit jedem Wirbelsturm den er erzeugte, mit jedem Schutzwall, der ihn gerade noch vor dem herankommenden Pfeil bewahrte, wie die Magie ihm seine Kräfte immer weiter entzog, während um ihn die Schlacht mit ihren typischen Geräuschen weiterging: Da war das helle Klingen, wenn Metall aufeinandertraf, Schreie aller Art, des Todes, des Schmerzes, der Wut, des Triumphes, der unfassbaren Trauer.
=> Viel zu lang. Nacht weiterging würd ich an deiner Stelle nen Punkt setzen, weils man irgendwann an Leser wieder Luft holen soll. Auch, wenn die Idee mit dem Doppelpunkt gar nicht so schlecht ist. Viele verzichten ja darauf, ihn als Stilmittel zu verwenden. Ich finds gut, wenn du da mutig bist, allerdings braucht es wie bei mir sicherlich auch noch etwas Zeit, bis man ihn passend zu verwenden weiß. Erster Satz: Stilisch okay, aber viel zu viel auch für mich. Bei Charakteren die einen Menschen nach den andren niedermähen entsteht bei mir keine Spannung. Das einzige, was mich zum weiterlesen hier animiert ist die Frage, was passiert, wenn ihn seine Magie im Stich lässt und das ist ein guter Grund.

Geräusche der Magie wie Gewitter, Blitze, Stürme, das Züngeln des Feuers. Und schließlich das leisere, aber nicht weniger schrecklichere Schmatzen, wenn das Schwert den Körper durchdrang und wieder herausgezogen wurde.
=> hmm, ... ist mir zu allgemein, deine Aufzählung. Ich hätte es eher stimmungsvoller und ausgeschmückter präsentiert. Also längere Sätze und ein zwei Sachen davon rausgepickt und näher beschrieben.

Vor ihm erschien ein großgewachsener Soldat, den Helm heruntergeklappt, sodass Tentatio lediglich in die böse Fratze sah.
=> Böse? hmm, ... schwarz-weiß mag ich nicht so. Also: gut gegen böse. Da wär mir ein neutraler Gegner lieber. Aber okay, ich verbrenne mir auch nicht die Augen daran, mal sehen, was noch kommt.

Mit seinem Beidhänder schlug dieser auf den Magier ein. Tentatio wehrte ab, trat zu, sodass der Soldat zurücktaumelte. Dann ging er selbst in die Offensive. Ein Fußsoldat kam dem Magier zu Hilfe und gemeinsam drängten sie den Soldaten immer weiter zurück - und damit direkt in die Arme seiner Kameraden, die sofort zur Stelle waren.
=> Äh, was? Also der Mann mit der bösen Fratze schlägt mit seinem Beidhänder auf Tentatio ein, der abwehrt, zutritt (bis hier finds ichs recht gut) und sein Gegner mit dem Beidhänder taumelt zurück. Soweit so gut. Dann kommt ein Fußsoldat dem Magier (Tentatio oder seinem Feind? Der Satz bezieht sich in Verbindung mit dem davor eher auf den Feind, denn der könnte auch ein Magier sein) und dann wird Tentatio zurückgedrängt bis er bei seinen Kameraden ankommt, die sofort zur Stelle waren (wie, sofort zur Stelle? Die kämpfen sicherlich selbst, so klingt es aber, als würden sie nur stehen und warten). Hab ich das richtig erfasst?

Hinter ihm hatte sich die feindliche Front schon fast geschlossen, als Tentatio den Plan durchschaute.
=> Also doch umgekehrt? hmm, scheint so. Verwirrt ist man trotzdem ein bisschen. Auch und vor allem, weil du oben "Soldat" als Wortwiederholung hast.

“Wir müssen weg hier”, schrie er zu dem Soldaten. Er wusste nicht, ob dieser ihn nicht hörte oder nicht hören wollte, in jedem Fall war er so in den Kampf mit dem gegnerischen Soldaten verwickelt, dass er die Falle nicht entdeckt hatte.
=> passten hinten und vorne nicht, denn nach der markierte Stelle erwartet man, dass du schreibst, der Soldat würde nicht auf Tentatio regieren, doch dann schwenkst du zurück in die Vergangenheit (also wenige Momente zuvor) in der sein ihm beigesprungener Kampfgefährte die Falle nicht entdeckt hatte. Da solltest du nochmals drüberschauen.

Es war ohnehin nur ein gewöhnlicher Fußsoldat. Kein großer Verlust.
Er selbst jedoch, der er einer der mächtigsten Magier Admantars war, konnte entscheidend zum Ausgang der Schlacht beitragen.

=> Oh, wie höflich. *lach* Aber gut, praktische Wahrheit nenne ich das. Gefällt mir gut, dass du dich traust den Charakter so darzustellen.

Mit wirbelndem Schwert enthauptete er den einen Krieger, trat zu beiden Seiten aus, sodass die Soldaten gegen ihre Kameraden gestoßen wurden. Schnell sprintete er durch das so entstandene Loch, während er sah, wie der Soldat von einem Schlag in den Rücken gemeuchelt wurde.
Ein Mal das Schwert nach hinten gehalten und ein Angreifer wurde aufgespießt.

=> Klingt irgendwie plötzlich aus dem Zusammenhang gerissen. Okay, du trennst es durch einen Absatz, aber trotzdem, das geht zu flux und vor allem, du verwendest "halten" im Zusammenhang mit aufspießen und damit auch mit töten. Das klingt ... zu banal. Zu leicht. Eher so "Doch er hatte keine Zeit, sich weiter mit dem Schicksal des Unglücklichen zu beschäftigen, fühlte die nächste Bewegung eines Feindes, bevor er ihn sah und riss sein Schwert hinter sich und bohrte es damit einem Angreifer in den Bauch." Nur so als Beispiel, damit du verstehst, was ich meine.

Diese Narren sterben so leicht, dachte er noch, dann trat er den Mann in seiner Rüstung weg, zog das Schwert heraus und zog sich weiter zurück. An der Front starb man viel zu leicht.
=> Logisch, dass man das tut. Und du wiederholst hier "leicht" würd ich sein lassen, auch den ganzen Satz. Ich finde er trägt nicht viel bei, denn diese Tatasache weiß man schon.

Er hatte kaum Zeit zu überlegen, denn schon kam der nächste Gegner heran: Die Soldaten wichen ehrfurchtsvoll zurück, um ihren Kameraden durchzulassen. Er musste gefährlicher sein als seine bisherigen Gegner.
=> Ist okay, so wie du es schilderst, aber ich würde mir noch ein bisschen mehr Beschreibugn wünschen. Wie sieht er denn aus, der Kerl? Wie sehen die Männer aus, die zurückweichen und das ist mit Tentatios Gefährten? Ein bisschen mehr Wissen wäre schön für mich als Leser.

Ein Magier hatte kein Zeichen in seinen Augen, er hatte kein schwarzen Augen mit Blitzen oder ähnliche Merkmale, wie das Fußvolk in geflüsterten, am Abend erzählten Gruselgeschichten weitergab. Er hatte einfach nur diesen Blick. Es war nichts, was man beschreiben konnte, mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst und Tentatio vermutete, dass die Soldaten den Mann wohl eher an der mattschwarzen Rüstung, die ihm ein unheimliches Äußeres gab, erkannt hatten und nicht eben an dem Blick, den er mit seiner Erfahrung zu erkennen gelernt hatte.
=> Das Problem kenne ich ja von "München". Bisher hast du es gut ohne solche Patzer geschafft. Find ich gut! Allerdings hier muss man wieder feilen.

mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst.
=> Mehr gehört hier groß, weil du ja damit einen neuen Satz anfängst.

Diese Macht darin kannte Tentatio. Auch die leichte Arroganz war ihm nicht unbekannt, ebenso, wie das - man konnte es nicht anders ausdrücken - Magische.
=> Okay, ab hier wirst du scheinbar schlampiger. Ich nehme an, den Anfang der Geschichte hast du öfters überarbeitet. Nun denn: "Diese Macht kannte Tentatio ebenso gut wie die magische Arroganz, die den dunklen Augen (Iriden als Synonym vielleicht?) schlummerte." Nur als Beispiel, um es ein bisschen flüssiger zu gestalten.

Er kannte so manche Menschen mit stechenden, durchdringenden Blicken. Das war ihm sehr unangenehm, er hasste das Gefühl, durchschaut zu werden. Umso nervöser wurde er beim Entgegentreten gegen diesen Magier.
=> der erste Satz hört sich fürchterlich simpel an. Ich würde dir gern raten einfach näher auf Tentatios Gefühle einzugehen. Wie äußert sich dieses unangenehme? Schwitzt er vermehrt in den Händen, oder ähnliches? Was passiert mit ihm? WAS genau ist unangenehm?
~ "dieses Magiers"

Der Magier hatte silberne Haare - die flüsterten. Sie flüsterten von geheimen Ängsten, von den dunkelsten Albträumen der Menschen und jagten Tentatio ungeheim viel Angst ein.
=> Wie bitte? *hustlach* Okay, sorry. Also flüsternde Haare. Ich stelle mir vor ich bin auf dem Schlachtfeld, kämpfe, steche ab, kann selbst Magie bewirken und dann auf einmal steht jemand vor mir. Ein anderer Magier den ein Wispern umgibt? Ein fremdes, voll dunkler Albträume, in einer fremden Sprache, die ich nicht verstehen sollte, aber dennoch schlägt mich jedes Wort mehr auf den Grund dieses Blutbades. Und das ist der Punkt. Denke ich daran, dass Haare flüstern, dann sehe ich Haare mit Lippen. Oder sonst irgendwas völlig blödes. Ich würd es daher an deiner Stelle - um sowas zu vermeiden - bei einem ihn umgebenden Wispern belassen. Kann weniger schlimm in die Hose gehen. Icon_smile

Es war nicht so, dass sie sich bewegten und er war sich nicht sicher, ob irgendeiner der gewöhnlichen Soldaten die Haare flüstern sah.

=> Darauf würd ich auch verzichten. Wer "sieht" Haare schon flüstern?

Nun richteten sich die blauen Augen des Magiers direkt auf ihn und auf einmal fasste er sich wieder. Er musste sofort reagieren, durfte sich nicht in die Defensive treiben lassen. Er musste offensiv auf seinen Gegner losgehen, denn hatte er einmal angegriffen wurde er immer besser, kämpfte sich regelrecht in Rage, wurde stärker, bis der Gegner tot oder geflohen war.
=> Nichts davon ist wirklich schlecht. Gar nicht, nur ich würde dir gerne den Tipp geben, dir in Zukunft solche Dinge eher zu sparen und ihn einfach reagieren lassen. Vor allem wenn die Spannung - so wie jetzt - gerade da ist, greifbar. da ist ein analysieren und ein sich denken was man tun kann und sich erinnern was man tun muss, eher einschläfernd. Nur so als Gedankenanstoß.

Auf einmal flüsterte etwas hinter ihm. Sofort drehte er sich um und sah dort kurz etwas aufblitzen. Den Magier.
=> Der Magier blitzt? Nein, nicht wahr? Wie wärs mit er sieht dort einfach nur "Magie "aufblitzen. Wäre unverfänglicher. "... etwas aufblitzen. Magie."

Er wurde immer nervöser.
=> Auch hier frag ich: wie wirkt sich das aus? Zeigen, nicht erzählen.

Dies musste einen enormen Aufwand bedeuten, er müsste eigentlich nach ein paar Augenblick bewusstlos zu Boden sinken. Und doch hielt er den Zauber nun bereits für mehr als nur ein paar Augenblicke aufrecht.
=> du meinst "hielt sich der Zauberer nun schon für mehrere Augenblicke aufrecht"?

Aber eine Frage trieb ihn vor allem anderen: Woher wusste er das?

=> Woher weiß wer was? Icon_confused


Tentatio befand sich gerade in seinem schlimmsten Albtraum. Er konnte gegen Swodonivs kämpfen, sogar ein Saesadd hätte ihm wohl nicht genug Angst eingejagt.
=> eher: "nicht so viel"?

Bei alldem wusste er nämlich, womit er es zu tun hatte. Aber das hier war etwas gänzlich anderes. Hier wusste er nicht, wohin er schauen musste.
=> Wortwiederholung.

Und das hier war kein Traum, aus dem er wieder aufwachte! Denn er träumte öfter so. Dort befand er sich in einem Kampf mit einem unsichtbaren Gegner, und zwar in einer riesigen - auf einmal begann die Landschaft sich zu verändern -, tiefen - der Himmel drückte sich ein und die Soldaten verschwanden - Grotte.
=> Für mich als Leser ist ziemlich egal, was er sonst träumt und selbst wenn nicht: du bist gerade mitten in der Action. Da solltest du eher bleiben und den Schwung nicht verlieren. Du lässt dich jedoch zum Erzählen verleiten - was du am besten nur in Ausnahmefällen tust.

Von irgendwo kam eine unsichtbare Lichtquelle, sodass er sich im Halbdunkeln befand. Hinter ihm flüsterte etwas und er drehte sich um, doch da war nichts.
=> Nichts? Und was ist mit den Soldaten um die beiden herum?

Auf einmal nahm er ein Flüstern von der einen Seite war dann eines von der anderen Seite.
=> Wortwiederholung.

Rund um ihn waren Leute und auf einmal hatte er eine schreckliche Ahnung.
=> wie, Leute? Du musst dem Kind schon nen Namen geben, besonders wenn es oben schon einen hatte. Icon_wink

Nun ... ich stimme Drakir zu, dein Text ist ein bisschen schwach. Aber ich sehe trotzdem gute Ansätze. Der Beginn war meiner Meinung nach ganz gut und erst in der zeiten Hälfte hast du dich richtig schleifen lassen; wenig überarbeitet. Stilisch bist du anfangs auch ein bisschen besser, da sind weniger Wiederholungen und weniger "hatte", also im Endeffekt hast du dich ein bisschen verbessert. Nur dafür stimme andere Dinge nicht. Die Atmosphäre ist nicht da, weil du Details missen lässt. Viel zu viele Details. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte gern doppelt so lang sein können und ich komme irgendwie zu dem Schluss, dass du viele lebendige Bilder im Kopf hast, die es dir schwer machen, erst einmal an eines zu denken, es auszuformulieren und nicht gleich zum nächsten zu hasten. So wirkt es oft. Da sind gute Einfälle dabei wie das Wispern, oder die Blitze der Magie oder die Kraftstöße. - Gut, ich mag eher bodenständigere Dinge, aber diese Elemente der High Fantasy sind auch nicht zu verachten. Mein Tipp für deine Überarbeitung: lass dir, deinen Gedanken und Bildern ein bisschen Zeit. Der Reiz einer Geschichte liegt selten nur im Vorankommen - so toll es auch sein kann - sondern in den Beschreibungen und einzelnen Absätzen. Gut gestaltete Absätzen. Wechsel dich ab, geh ein bisschen mehr auf die Umgegunb ein, da bleibst du kurz und dann gehts du zum Innenleben - zum Beispiel - danach flechtest du Handlung ein und Ansichten und wenn es dann zum großen Show Down kommt, hast du hoffentlich alles soweit untegebracht (nämlich weiter oben), dass du dann flüssig vorwärtsschreiten kannst. Also: weniger anreißen, sondern mehr ausformulieren und gleichzeitig auf unwichtige Dinge verzichten lernen. Spring nicht ganz so viel hin und her, dann wirds gleich übersichtlicher und besser. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen


"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #4 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hey Drakir,

Zitat:du hast jetzt das Pech oder Glück, wie man es nimmt, mein erstes Opfer für den Wettbewerb zu sein.

Nun, wohl ein bisschen von beidem, denke ich. Icon_wink Zwar bin ich nach dem Kommentar ziemlich deprimiert, dafür weiß ich, woran ich mit dieser Geschichte bin und es ist wohl immer gut, bodenständig zu bleiben. Icon_wink

Noch ein paar einzelne Anmerkungen zu Anmerkungen von dir:

Zitat:Puh, ist das dein Ernst. Der Obersuperkämpfer, mit magischen Fähigkeiten? Ich will dir nicht reinreden, aber so wirkt das Kommende schon jetzt langweilig auf mich. Denn es klingt so, als wäre dein Held unbesiegbar und nichts könnte ihn verletzen. Du stellst ihn schon hier als Überhelden dar. Wenn du aber willst, dass sich der Leser um ihn sorgt und mit ihm mitfiebert, darfst du genau das nicht tun, oder du musst deinem Helden eine seltene Coolness mitgeben, die von seinen Fähigkeiten ablenkt, so in der Art von Snake Plissken, falls du die Klapperschlange kennst. Aber so funktioniert schon der Anfang nicht für mich.
Zudem hastest du mir zu sehr durch, beschreibst nichts wirklich.

Das Problem ist leider, dass Magier in dieser Welt zu dem Zeitpunkt eben besser sind als gewöhnliche Kämpfer. Hmm, vielleicht sollte ich ihm Schwächen geben, auch wenn er zu Ende der Geschichte sowieso eine sehr krasse Wandlung durchmacht. Ich schau mal, wie ich´s mache. (Habe vor, die Geschichte am WE zu überarbeiten...)
Zu dem hasten: Ich wollte am Anfang gleich ein bisschen mit Action in die Geschichte einsteigen und danach ein wenig beschreiben, mindestens eins von dem ist mir nicht gelungen. Icon_slash

Zitat:Wenn der Helm runtergeklappt ist, kann er das Gesicht, also die Fratze, nicht sehen.

Da missverstehen wir uns ein wenig... Mit Fratze meine ich eine Maske, die Soldaten in manchen Schlachten anhaben, damit man den wirklichen Gesichtsausdruck nicht sieht und die Furcht einflößt.

Zitat:Einer der mächtigsten Magier ist er auch noch?
Ganz ehrlich Rex, du hast hier einen Übercharakter gebaut, mit dem man nicht mitfiebern kann, er ist zu gut, zu mächtig, spätestens jetzt würde ich normalerweise das Buch zu schlagen und weglegen, da deine Hauptperson nichts interessantes bietet. Er scheint keine Angst zu haben und kann praktisch ein ganzes Heer im alleingang besiegen. Von seinen Gefühlen bekommen wir auch ncihts mit und Kraft hat er anscheinend ohne Ende.

Das ist nicht mein Buch, sondern nur die Vorgeschichte dazu. Aber sonst versteh ich natürlich, was du meinst, werde ich wohl ein wenig ändern müssen, was grundsätzlich in die Logik hereinpasst...

Zitat:Moment so ein Riesenaufwand für zwei Gegner und dann merken, die nohc nicht mal, dass sie umzingelt werden?Icon_shocked Kann eigentlich nicht sein, schließlich können nicht nur Gegener da sein, wo sind ihre Männer?

Stimmt, ich glaube, ich hatte da kein wirklich gutes Bild von der Schlacht im Kopf...

Zitat:Klammern mag ich grundsätzlich bei sowas nicht und auch hier wirkt dein Magier wie ein albernes, kleines Kind, nicht wie der große Kämpfer vom Anfang, das passt einfach nicht. Stilistisch ist das Ganze auch arg holperig. Das kriegst du besser hin. Verknüpfe seine Gedanken zum Beispiel mit Hanldung.

Klammern fand ich eigentlich ganz gut, gewissermaßen als zweite Ebene der Gedanken. Mit Handlung verknüpfen... ich schätze mal verknüpfen ist so etwas, das ich sehr dringend lernen muss. Icon_smile

Zitat:Zunächst einmal haben wir da Tentatio, den du als Überkrieger stilisierst, so dass ich im Prinzip schon nach den ersten Zeilen aufhören wollte, zu lesen. Den so ein Charakter ohne Ecken und Kanten ist für den Leser uninteressant.

Hmm, vielleicht kann man Charaktere in so wenig Text einfach noch nicht wirklich stilisieren, denn insgesamt hat Tentatio sehr viele Ecken und Kanten. Aber ich werde ihn wohl tatsächlich ein wenig schwächer machen.

Zitat:Was mich dann aber fast noch mehr stört, ist, dass Tentatio der Mächtige, am Ende zu einem kleinen, weinerlichen Kind mutiert, dass sich am Liebsten verstecken will, weil es angeguckt wird. Das passt einfach nicht zusammen. Das sind zwei Extreme, die du nicht miteinander verknüpfst. Von einem Moment zum Anderen wird Tentatio zu einem Weichei, das ist nicht überzeugend.

Ist eben diese Magie, dass der schlimmste Albtraum heraufbeschworen wird, was schließlich auch dazu führt, dass die neue Großmacht die alte ablöst.
Vermutlich geht das da aber doch zu schnell, ich werde mich bemühen müssen, es deutlicher zu verknüpfen.

Zitat:Aber Gefühle und Atmosphäre machen zu einem großen Teil Fantasy aus.

Also mehr insgesamt mehr beschreiben und denken lassen?

Zitat:Tut mir leid, dass ich nichts positiveres sagen kann.

Wenn, dann müsste es ja eigentlich mehr mir leid tun. Icon_wink Nun, so eine Kritik ist natürlich erst mal niederschmetternd, aber das gehört natürlich dazu und da ich deine Kritik insgesamt sehr gut nachvollziehen konnte, wird sie mir hoffentlich gut helfen. Also: Danke für deinen Kommi, mag er auch noch so negativ gewesen sein und ich werde mich revanchieren, sobald ich kann.


Sternchen, deinen Kommi beantworte ich dann morgen. Icon_smile

LG,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #5 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hallo rex,
auch ich habe mich durch dein Belagert durchgearbeitet und wollte hier eigentlich einen sehr langen Kommentar schreiben. Glücklicherweise habe ich drakirs gelesen und kann mir das schenken, denn ich stimme mit ihm in allen Punkten überein.
Solltest du überarbeiten, sind 5 Dinge am wichtigsten:

1. Dein Magier ist zu mächtig. Action am Anfang ist okay, aber achte darauf, dass es ihn etwas Mühe kostet. Er könnte ja zum Beispiel verletzt werden, oder ein anderer Soldat rettet ihn etc.
2. Das Setting. Es liest sich seltsam. Zum einen scheinen die Häuser sehr dicht zu stehen, also Straßenkampf, dennoch haben wir viel Lärm und Platz, in dem der Magier wirken kann? Zudem wirkt es zu geordnet. Die Gegner scheinen nur darauf zu warten, von deinem magier abgeschlachtet zu werden. Der einzig Lebendige ist der Fußsoldat. Wo ist der Rest? Das Tohuwabohu einer Schlacht?
3. Zur Vermeidung von Dopplungen könnten die Gegner einen Namen haben, ein Volk zu dem sie gehören. Ebenso der gegnerische Magier. Vielleicht hat dein Magier schon von ihm gehört, auf ihn gewartet. Insgesamt gehört etwas mehr Ordnung und Übersicht in das Geschehen sowie etwas stimmungsvollere Schreibe.
4. Der gegnerische Magier scheint ebenso perfekt wie dein Magier. Beide brauchen Schwächen. Statt flüsternder Haare, könntest du ihm eine Narbe durchs Gesicht ziehen. Ein bisschen mehr Info über den Gegner wäre nett.
5. Sollte dein Magier konsequenter sein. Der Umschwung von angstlosem Superkrieger zu zitterndem Bündel ist zu heftig. Grauzonen. Respekt, vielleicht Überraschung, leichte Hilflosigkeit, weil man nicht weiß, wie umgehen. Ja. Aber nicht hilflose Panik und dieses, entschuldige die Wortwahl, alberne Gedankenspiel am Ende.

Mit freundlichen Grüßen
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #6 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hiho rex!

Nach drakir, Sternchen und Addi hast du jetzt auch noch mich an der Backe. Ob du dich drüber freust oder nicht, bleibt dir überlassen Icon_wink

Da ich dich noch nicht kommentiert habe, mal die allgemeine Warnung, dass ich dazu neige, pingelig und kleinkrittelig zu sein, dass ich über Kleinigkeiten stolpern kann und dass es natürlich dir überlassen bleibt, was von meiner Meckerei du annimmst, ernst nimmst und für dich umsetzen willst und was du einfach links liegen lässt, weil du anderer Meinung bist.
Sich auszuprobieren und einen Stil zu finden gehört zum beschwerlichen Weg des Schreibens dazu – Hauptsache ist und bleibt, dass du schreibst, wie du schreiben möchtest Icon_wink

Ich fange mit Textarbeit an, schreibe also alle Anmerkungen während des ersten Lesens auf. Wobei ich die Geschichte schon überflogen hatte, als sie on kam und daher grob weiß, worum es geht. Veränderungsvorschläge, die ich mache, können ignoriert, als Grundlage genutzt oder auch eins zu eins übernommen werden, ganz wie es dir beliebt Icon_wink

Ah, wenn ich das richtig sehe, hast du den Text noch nicht aktualisiert, das heißt, ich versuche mal, nicht zu pingelig zu sein und mich auf die größeren Sachen zu beschränken. In den vorangegangenen Kommentaren dürften ja schon viele Sachen erwähnt worden sein.

Zitat: Tentatio parierte einen Schlag nach dem anderen, ließ Flammenzungen gegen Soldaten los, hackte Gliedmaßen ab, schleuderte Männer gegen Häuserwände oder Kameraden.
Geht ja schon richtig zur Sache im ersten Satz. Magie und Schwertkampf, durch die Luft fliegende Leute. Letzteres ist mir persönlich zu … hm … filmisch – also es hat so was effekthascherisches, was in Filmen oft genutzt wird, im geschriebenen Wort aber nicht die gleiche Wirkung erzielt.
Gar nicht warm werde ich mit dem Namen *lach* (schieb es auf mich, das ist eine meiner Macken Icon_wink )Ich muss dabei immer an »Tentakel« denken, und weil es so nach Latein klingt, hab ich natürlich auch nachgeschlagen: Tentatio: die Prüfung (bewusst gewählt?). »-tatio« hat den Klang von ratio, die Vernunft.
Alles Assoziationen, die nicht zu dem Schwertkämpfenden Magier passen wollen. Vielleicht ein Hinweis auf die Zukunft? Tentatio muss sich einer Prüfung unterwerfen, oder ist vielleicht selbst die Prüfung für jemanden?

Zitat: Geräusche der Magie wie Gewitter, Blitze, Stürme, das Züngeln des Feuers.
Ich bin ein Magie-Freak (Icon_ugly ) und finde es deshalb schade, dass du die Magie zwar erwähnst, ihr aber nichts individuelles gibst. »Geräusche der Magie« ist sehr allgemein, und Gewitter, Blitze und Stürme haben leider auch keinen charakteristischen Klang, den ich beim Lesen direkt im Kopf hätte. Das Züngeln des Feuers ist für mich auch nichts magie-typisches, denn Feuer bricht (in einem Krieg innerhalb einer Stadt) bestimmt auch ohne Magie aus. Wie genau klingt deine Magie?
»Das Knistern der Magie, dumpfes Grollen, wenn Energien auf einen Schlag freigesetzt wurden, ein drohendes Pfeifen, wenn die erweckten Windböen sich in den Dachstühlen der Häuser verfingen« … Gerade bei Atmosphäre-Beschreibungen wirkt es meist lebendiger, wenn konkrete Dinge benannt werden, als säße man näher am Geschehen.

Zitat: aber nicht weniger schrecklichere Schmatzen
»weniger schreckliche«

Zitat: den Helm heruntergeklappt, sodass Tentatio lediglich in die böse Fratze sah.
Fratze selbst ist ja schon ein Ausdruck, dem eher etwas Negatives anhaftet. Das »böse« klingt dagegen sehr schwach, weil es kaum etwas aussagt. Um Missverständnisse zu vermeiden und klarzustellen, dass der Helm eine Fratze zeigt, könntest du statt »böse« »metallene« schreiben. Zum Beispiel

Die Situation mit dem Fußsoldaten ist mir irgendwie unklar. Was genau ist die Falle? Der feindliche Soldat zieht sich zurück und die anderen greifen an. Aber warum ist Tentatio da plötzlich von Feinden umgeben? Und wie passen so viel Feinde in eine Straße, dass sie da eine Front bilden können. Das klingt nach was großem, nach vielen, vielen Feinden. Oder kämpfen sie in einem Dorf?
Das Setting würde ich etwas klarer ausgestalten

Zitat: Diese Narren sterben so leicht, dachte er noch, dann trat er den Mann in seiner Rüstung weg, zog das Schwert heraus und zog sich weiter zurück. An der Front starb man viel zu leicht.
Der Gedanke und die Handlung scheinen mir leicht widersprüchlich. Also Tentatio ist der Supermagier und zieht sich trotzdem zurück, weil man an der Front leicht stirbt. Wenn aber andere dort leicht sterben, sind sie Narren? Na, wenn sich in einem Krieg alle zurückziehen würde, wär das ein ziemlich langweiliger Krieg Icon_wink

Steht Tentatio da eigentlich allein dem Feind gegenüber? In einer Schlacht herrscht normalerweise nicht solche Ordnung, dass da ein Korridor gebildet werden kann – immerhin sollten alle Soldaten (an der Front) in Kämpfe verwickelt sein.
Und kann Tentatio kein Feuer auf den Feind herabregnen lassen? Seine Magie scheint ja recht mächtig, da fragt man (ich) sich natürlich nach den Grenzen

Zitat: Er hatte einfach nur diesen Blick. Es war nichts, was man beschreiben konnte, mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst und Tentatio vermutete, dass die Soldaten den Mann wohl eher an der mattschwarzen Rüstung, die ihm ein unheimliches Äußeres gab, erkannt hatten und nicht eben an dem Blick, den er mit seiner Erfahrung zu erkennen gelernt hatte. mehr die Wirkung, die die Augen hatten, als der Blick selbst.
Diese Macht darin kannte Tentatio. Auch die leichte Arroganz war ihm nicht unbekannt, ebenso, wie das - man konnte es nicht anders ausdrücken – Magische.

Ohje, lies dir diesen Abschnitt mal selbst vor Icon_wink
Er hat den Blick. Aber nicht der Blick, sondern die Wirkung der Augen. Aber die Soldaten erkennen ihn nicht am Blick (der doch sowieso nicht das besondere ist?), sondern nur Tentatio erkennt ihn am Blick (um den es doch bei Magiern gar nicht geht, sondern um die Wirkung der Augen?), aber nicht am Blick, sondern an der Wirkung der Augen.
*hust* Du merkst was? Icon_wink
An solchen Stellen denk ich mir als Leser: Da wollte der Autor was sagen, aber wusste selbst nicht so genau was, deshalb hat er einfach mal alles aufgeschrieben Mrgreen
Ich mach mal einen Gegenvorschlag:
… (kein Zeichen, keine Blitze …) … Die Macht in seinem Blick mochte für das einfache Volk unsichtbar sein, aber Tentatio erkannte sie. Auch die Arroganz, die der Mann in mattschwarzer Rüstung zur Schau trug, war ihm bekannt. Ihm als Magier entging nicht, dass auch der andere von einer spürbaren Aura der Macht/Magie umhüllt war.
Überleg dir erst, was genau nun einen Magier erkennbar macht, und dann such dir ein möglichst konkretes Bild dafür. Du bist der Autor, sowas wie »Man kann es nicht beschreiben« ist eine faule Ausrede Icon_wink Und sei es nur sowas wie »Tentatio spürte die Macht, die den anderen umwallte« - gib dem Leser einen Anhaltspunkt, an dem Tentatio die Magie wahrnimmt Icon_wink

Zitat: Die restlichen Soldaten wichen zurück und einige Kämpfer unterbrachen sogar ihre Duelle, schienen beinahe ebenso nervös.
*gnhar* Fast so schlimm wie Sterbeszenen in Filmen, wo dann das ganze Schlachtfeld einfriert, damit der Held angemessen um seinen Mentor trauern kann und kaum ist die tränennasse Sicht wieder klar, stürzt sich irgendein Krieger auf den Helden. Wenn man sich in einer Schlacht gegenübersteht, sollte man doch jede Gelegenheit nutzen, den Feind zu töten. Und wenn der Feind von so einem Magierauftritt abgelenkt ist, umso besser, dann schlag ich ihm die Rübe ein Mrgreen (ist sowas allgemeines, was mich immer mal wieder stört, also nicht konkrekt und nur auf deine Geschichte bezogen)

Zitat: Sie flüsterten von geheimen Ängsten, von den dunkelsten Albträumen der Menschen und jagten Tentatio ungeheim viel Angst ein.
Nene, rex – so einfach kommst du nicht weg, mit »ungemein viel Angst«
Aber der Reihe nach. Ich glaube, in den anderen Kommentaren wurde auch erwähnt, dass der Umschwung zu hart ist, von Superkrieger auf Riesenbaby. Da wäre hier der Punkt, an dem du beginnen musst. Lass die Angst ganz leise aus den Haaren herauskriechen. (Ob Haare nun als Zauberstabersatz eine glückliche Wahl sind … ich stell es mir eher so Mangaartig vor, die ganze Szene, denn für ein reales Bild sind mir Haare zu abstrus, aber wir bleiben mal dabei, die Medusa hatte ja immerhin auch furchteinflößende Haare).
Also – der Magier tritt auf, Tentatio spürt erstes Unbehagen. Dann richtet sich sein Blick auf die Haare, bleibt wie gebannt hängen. Er hört etwas, kann es nicht einordnen. Um ihn herum scheint alles zu verschwinden. Das Geräusch wird lauter – flüstern da die Haare? Tentatio spürt Unruhe, versucht seinen Blick zu lösen, will sich umsehen, aber er kann nicht. Er will losstürmen, einfach um der ungewohnten Hilflosigkeit entgegenzuwirken … Bau es langsam auf. Lass Tentatio nicht direkt von Anfang an einfach total viel Angst haben, sondern zeige dem Leser, wie sich das langsam steigert. Wie Tentatio immer hektischer wird, wie ihm der Schweiß ausbricht und das Atem schwer wird. Mit dem oben zitierten Satz nimmst du die Auflösung der Magie ja schon vorweg, wenn du Albträume und geheime Ängste erwähnst.
Und die Haare werden ja sicherlich nicht von den Ängsten von Klaus-Hubert flüstern, sondern nur von Tentations Ängsten. Da könnte man auch mit einer Steigerung arbeiten, dass er zuerst etwas sieht, dass ihm Unangenehm ist, dann etwas, das ihm ein Schauern über den Rücken jagt, etwas persönliches eben.
Spinnen auf seiner Hand. Dann eine Leiche vor ihm die so aussieht, wie der erste Mann, den er erschlagen hat, oder sein toter Vater oder was weiß ich. Ein Dolch, der in seine Brust eindringt, aber dann doch nicht echt ist.
Weißte, worauf ich hinaus will? Wenn die Magie so schrecklich ist, dann lass den Leser das erleben. Aber fang klein an, weil auch Supermagie Zeit braucht zu wirken, weil sie tiefer und tiefer eindringen muss, bis sie die wirklich, wirklich dunklen und geheimen Ängste findet. Und auf ihrem Weg buddelt sie halt kleine Ängste aus.

Zitat: Das war Magie! Albtraummagie, wenn man es so nennen wollte. Der Magier las seine schlimmsten Befürchtungen.
Da Tentatio diesen Schluss zieht, scheint die Art der Magie ihm ja bekannt. Bisher kam er sehr professionell und begabt rüber, deshalb frag ich mich, warum er das nicht schon vorher erkennt? Immerhin denkt er an Unsichtbarkeit oder Teleportieren, obwohl er das selbst als unmöglich ausschließt. Warum kommt bei dieser Überlegung die Albtraummagie nicht vor?
Lustigerweise scheine ich ja der einzige Mensch zu sein, der bei dem Satz »Denk jetzt nicht an Elefanten« tatsächlich nicht an Elefanten denkt, sondern schlicht und ergreifend: »Warum sollte ich auch?« Mrgreen Bei mir würd der Albtraummagier also auf Granit beißen *hrhr*

Zitat: Da sind ja noch [nein, hör auf das zu denken] diese Geräusche [hör endlich auf, du darfst das nicht denken] von wilden Tieren, von mir unbekannten Monstern und [nein!] die fliegenden Monstern über mir, die sich immer wieder auf meinem Kopf niederlassen.
Gedanken mit eckigen Klammereinschüben für Gedanken in den Gedanken. Find ich sehr cool gemacht Pro


Also, ich bin jetzt nicht auf alles eingegangen, was mir so aufgefallen ist, weil ich denke, dass dich das nur unnötig demotivieren würde. Von jetzt auf gleich kannst du sowieso nicht alles umsetzen und anders machen – vieles ist einfach eine Sache der Schreiberfahrung, und die musst du selbst sammeln.
Die Grundlage der Geschichte – die Albtraummagie – finde ich auf jeden Fall schon sehr spannend. Damit lässt sich sicherlich so einiges machen. Bei der Umsetzung hapert es zwar noch, aber das sind alles Dinge, an denen gearbeitet werden kann.

Zum Beispiel Umgebungsbeschreibungen: Klar, bei Action-Szenen schwierig einzubringen, aber bis zu der Stelle, an der der Feindmagier auftaucht, scheint Tentatio nicht so stark in Bedrängnis zu sein, als dass er sich nicht umschauen könnte. Die Szene mit dem Beidhänderkerl und dem Fußsoldaten könntest du zum Beispiel rauslassen, da sie nicht wirklich was bringt im Sinne davon, dass der Leser nichts für die Geschichte wichtiges erfährt (außer dass Tentatio ein Arschloch ist Mrgreen )
Ein Ansatzpunkt zum Beispiel wäre:
Tentatio im Schlachtgetümmel merkt, dass ihm die Magie ausgeht. Er zieht sich zurück, befiehlt ein paar Fußsoldaten, seinen Rückzug zu decken. Dabei kann der Gedanke eingebracht werden, dass sein Leben wertvoller ist als das der Soldaten. Von seinem kleinen Rückzugsort aus könnte er das Geschehen kurz beobachten, das Schlachtfeld zeigen. Welche Seite ist im Vorteil, wo toben die Kämpfe besonders heftig? Er könnte beschließen, dort oder dort einzugreifen, da die eigene Front schwächelt. Und da trifft er dann auf den gegnerischen Magier.
So hättest du dem Leser einen Überblick übers Schlachfeld verschafft und Tentatio gleichzeitig ein bisschen mehr Persönlichkeit gegeben als nur der Supermagierkrieger, der metzelt.

Man könnte die Begegnung zwischen Tentatio und dem Feindmagier auch weiter vor ziehen, nur kurz beschreiben, dass da eben eine Schlacht ist und den Fokus dann direkt auf die beiden Magier legen – da wäre eine Schlachtbeschreibung auch nicht von Nöten, da der Leser den Blick direkt auf das Duell gerichtet hätte. Ein kleiner Zusatz würde da reichen, so in Richtung:
»Die kämpfenden Soldaten wichen unbewusst vor den beiden Magiern zurück, oder vielmehr vor der Macht, die sich hier mitten im Schlachtengetümmel ballte.«

Lass nicht die ganze Kämpferei ersterben, nur weil dein Protagonist Publikum braucht. Dem einfachen Soldaten, der grad im Kampf auf Leben und Tod ist, ist es doch egal, ob da sich jetzt zwei Magier zoffen. Wenn der eigene Magier verliert, ist es gut um jeden Gegnerkopf, den man bis dahin eingeschlagen hat Icon_wink

Es kommt nun natürlich auch drauf an, in welchem Zusammenhang die Schlacht, Tentatio und der Haarmagier innerhalb der späteren Geschichte stehen. Ist dies nur ein Prolog, einer der Beteiligten der Bösewicht oder ist es gar nur das Ereignis, das die eigentliche Geschichte möglich macht und die Personen kommen nicht mehr vor?
Wenn Tentatio weiterhin der Protagonist bleibt, würde ich ihn vielleicht sogar noch ausführlicher einführen, also nicht mit dem Duell beginnen, sondern mit Tentatio, wie er in der Schlacht ist, sich zurückzieht, dem Leser kurz ein paar Informationen zu dem Krieg und dem Feind und dem Grund gibt, und sich dann auf den Haarmagier stürzt.

Aber wie gesagt, ich denke, dass vieles von allein kommt, wenn du schreibst und einfach auch mal Dinge ausprobierst. Erfahrung kommt sowieso mit der Zeit, da kannste nix gegen machen Icon_ugly

Kopf hoch, wir haben alle mal klein angefangen! Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #7 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hi Sternchen,
tut mir leid, dass es nicht ganz "morgen" wurde, aber jetzt mache ich mich mald dran. Lanna und Adsartha, um euch kümmer ich mich auch möglichst bald. Icon_smile
Zunächst etwas zur Klärung:
Das ist nicht mein Buch und auch nicht eine Kurzgeschichte von mir, sondern eher eine Vorgeschichte zu meinem Buch und mein Charakter von hier ist der tendenziell böse - auch wenn ich das Wort grundsätzlich nicht mag. Daher wollte ich ihn erst als erfahrenen, mächtigen Magier darstellen, aber nun ändere ich seinen Charakter wohl. Aber zweifeln sollte er auf keinen Fall, denn das passt nicht zu ihm.
Aber jetzt mal los. Icon_smile

Zitat:ich hab im Kopf, dass du "München" überarbeiten wolltest.

Da bin ich gerade dran, bzw. am neuschreiben. Icon_wink

Zitat:=> Viel zu lang. Nacht weiterging würd ich an deiner Stelle nen Punkt setzen, weils man irgendwann an Leser wieder Luft holen soll. Auch, wenn die Idee mit dem Doppelpunkt gar nicht so schlecht ist. Viele verzichten ja darauf, ihn als Stilmittel zu verwenden. Ich finds gut, wenn du da mutig bist, allerdings braucht es wie bei mir sicherlich auch noch etwas Zeit, bis man ihn passend zu verwenden weiß. Erster Satz: Stilisch okay, aber viel zu viel auch für mich. Bei Charakteren die einen Menschen nach den andren niedermähen entsteht bei mir keine Spannung. Das einzige, was mich zum weiterlesen hier animiert ist die Frage, was passiert, wenn ihn seine Magie im Stich lässt und das ist ein guter Grund.

Ja, jetzt, wo ich´s mit einigem Abstand lese, kommt mir das auch ziemlich peinlich vor. *lach*

Zitat:=> Böse? hmm, ... schwarz-weiß mag ich nicht so. Also: gut gegen böse. Da wär mir ein neutraler Gegner lieber. Aber okay, ich verbrenne mir auch nicht die Augen daran, mal sehen, was noch kommt.

Zitat:Da missverstehen wir uns ein wenig... Mit Fratze meine ich eine Maske, die Soldaten in manchen Schlachten anhaben, damit man den wirklichen Gesichtsausdruck nicht sieht und die Furcht einflößt.

Ich denke, das reicht als Erklärung.

Zitat:=> passten hinten und vorne nicht, denn nach der markierte Stelle erwartet man, dass du schreibst, der Soldat würde nicht auf Tentatio regieren, doch dann schwenkst du zurück in die Vergangenheit (also wenige Momente zuvor) in der sein ihm beigesprungener Kampfgefährte die Falle nicht entdeckt hatte. Da solltest du nochmals drüberschauen.

Die Antwort auf diesen und die vorhergehenden Anmerkungen fasse ich jetzt mal zusammen: Angenommen. Mrgreen

Zitat:=> Klingt irgendwie plötzlich aus dem Zusammenhang gerissen. Okay, du trennst es durch einen Absatz, aber trotzdem, das geht zu flux und vor allem, du verwendest "halten" im Zusammenhang mit aufspießen und damit auch mit töten. Das klingt ... zu banal. Zu leicht. Eher so "Doch er hatte keine Zeit, sich weiter mit dem Schicksal des Unglücklichen zu beschäftigen, fühlte die nächste Bewegung eines Feindes, bevor er ihn sah und riss sein Schwert hinter sich und bohrte es damit einem Angreifer in den Bauch." Nur so als Beispiel, damit du verstehst, was ich meine.

Also wieder einfach mehr Atmosphäre aufbauen.

Zitat:=> Wie bitte? *hustlach* Okay, sorry. Also flüsternde Haare. Ich stelle mir vor ich bin auf dem Schlachtfeld, kämpfe, steche ab, kann selbst Magie bewirken und dann auf einmal steht jemand vor mir. Ein anderer Magier den ein Wispern umgibt? Ein fremdes, voll dunkler Albträume, in einer fremden Sprache, die ich nicht verstehen sollte, aber dennoch schlägt mich jedes Wort mehr auf den Grund dieses Blutbades. Und das ist der Punkt. Denke ich daran, dass Haare flüstern, dann sehe ich Haare mit Lippen. Oder sonst irgendwas völlig blödes. Ich würd es daher an deiner Stelle - um sowas zu vermeiden - bei einem ihn umgebenden Wispern belassen. Kann weniger schlimm in die Hose gehen.

Okay, ich hab´s im Schreibfluss als ganz gute Idee gesehen, aber da jetzt schon zwei Leute dran gemäkelt haben, lass ich´s wohl wirklich weg.

Zitat:Die Atmosphäre ist nicht da, weil du Details missen lässt. Viel zu viele Details. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte gern doppelt so lang sein können und ich komme irgendwie zu dem Schluss, dass du viele lebendige Bilder im Kopf hast, die es dir schwer machen, erst einmal an eines zu denken, es auszuformulieren und nicht gleich zum nächsten zu hasten. So wirkt es oft. Da sind gute Einfälle dabei wie das Wispern, oder die Blitze der Magie oder die Kraftstöße. - Gut, ich mag eher bodenständigere Dinge, aber diese Elemente der High Fantasy sind auch nicht zu verachten. Mein Tipp für deine Überarbeitung: lass dir, deinen Gedanken und Bildern ein bisschen Zeit. Der Reiz einer Geschichte liegt selten nur im Vorankommen - so toll es auch sein kann - sondern in den Beschreibungen und einzelnen Absätzen. Gut gestaltete Absätzen. Wechsel dich ab, geh ein bisschen mehr auf die Umgegunb ein, da bleibst du kurz und dann gehts du zum Innenleben - zum Beispiel - danach flechtest du Handlung ein und Ansichten und wenn es dann zum großen Show Down kommt, hast du hoffentlich alles soweit untegebracht (nämlich weiter oben), dass du dann flüssig vorwärtsschreiten kannst. Also: weniger anreißen, sondern mehr ausformulieren und gleichzeitig auf unwichtige Dinge verzichten lernen. Spring nicht ganz so viel hin und her, dann wirds gleich übersichtlicher und besser.

Wow, das ist mal ein wirklich hilfreicher Tipp. So weiß ich jetzt genau, wie ich das alles überarbeiten muss. Vielen Dank!
LG,
rex
Hi Adsartha,

Zitat:Solltest du überarbeiten, sind 5 Dinge am wichtigsten:

Ich höre! Icon_wink

Zitat:1. Dein Magier ist zu mächtig. Action am Anfang ist okay, aber achte darauf, dass es ihn etwas Mühe kostet. Er könnte ja zum Beispiel verletzt werden, oder ein anderer Soldat rettet ihn etc.

Hab ich bereits den Schluss gezogen, dass er unerfahrener wird, was die Logik der Geschichte grundsätzlich voranbringen wird.

Zitat:2. Das Setting. Es liest sich seltsam. Zum einen scheinen die Häuser sehr dicht zu stehen, also Straßenkampf, dennoch haben wir viel Lärm und Platz, in dem der Magier wirken kann? Zudem wirkt es zu geordnet. Die Gegner scheinen nur darauf zu warten, von deinem magier abgeschlachtet zu werden. Der einzig Lebendige ist der Fußsoldat. Wo ist der Rest? Das Tohuwabohu einer Schlacht?
3. Zur Vermeidung von Dopplungen könnten die Gegner einen Namen haben, ein Volk zu dem sie gehören. Ebenso der gegnerische Magier. Vielleicht hat dein Magier schon von ihm gehört, auf ihn gewartet. Insgesamt gehört etwas mehr Ordnung und Übersicht in das Geschehen sowie etwas stimmungsvollere Schreibe.
[quote]

Jaja, meine Schwierigkeiten mit Schlachten. Icon_smile Brauche ich wohl einfach Schreiberfahrung...

[quote]
4. Der gegnerische Magier scheint ebenso perfekt wie dein Magier. Beide brauchen Schwächen. Statt flüsternder Haare, könntest du ihm eine Narbe durchs Gesicht ziehen. Ein bisschen mehr Info über den Gegner wäre nett.

Nun, er ist sich eben sehr sicher in seiner Magie, weil er bisher jeden Gegner so bezwingen konnte... Mal sehen, was ich mache. Wie gesagt, Tentatio wird deutlich unerfahrener werden. Was ich mit ihm hier mache, weiß ich noch überhaupt nicht.

Zitat:5. Sollte dein Magier konsequenter sein. Der Umschwung von angstlosem Superkrieger zu zitterndem Bündel ist zu heftig. Grauzonen. Respekt, vielleicht Überraschung, leichte Hilflosigkeit, weil man nicht weiß, wie umgehen. Ja. Aber nicht hilflose Panik und dieses, entschuldige die Wortwahl, alberne Gedankenspiel am Ende.

Ja, das ist mir inzwischen auch schon aufgefallen. Was meinst du mit albernes Gedankenspiel am Ende?

Tut mir leid, dass ich jetzt nicht mehr zu deinem Kommi sagen kann. Schließlich habe ich jetzt eine Art "Checkliste". Icon_wink
Auch dir Danke für deine Mühe,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #8 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hi Rex,
kleiner Nachtrag zu deinen Magiern. Wenn ich einen mächtigen Magier vor mir habe, dann sehe ich nicht nur das Jetzt, sondern auch den Weg, den er genommen hat, um dahin zu kommen. Meist sind das Jahre angefüllt mit hartem Training. Geistig und körperlich. Insbesondere, wenn das auch noch grandiose Schwertkämpfer sind. Nach all diesen Jahren, Kämpfen, Errungenschaften ist es nicht verwunderlich, wenn sie sehr von sich überzeugt sind. Doch die Jahre haben auch Spuren hinterlassen. Narben, aber auch einen extrem geschliffenen Geist.
Von daher wäre es nicht ungewöhnlich, dem "bösen" Magier ein paar Narben zu verpassen, und aus diesem Grund finde ich es auch nicht deckungsgleich Tentatio diese von Unsicherheit geprägten Gedankensprünge haben zu lassen. Wenn ihm etwas Neues begegnet, sollte er Respekt empfinden, aber nicht diese übertriebene Panik, denn in seiner Ausbildung müsste er schon des Öfteren mit Überraschungen konfrontiert worden sein.
So, wie auch eine Geschichte ihre Details braucht - Sternchen hat dazu etwas ausgeführt - sollten auch Charaktere ihre Details bekommen. Eine Vita.
Schau mal hier: Charakteraufbau
Icon_smile

LG
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #9 |

RE: Belagert (Arbeitstitel) (Teil 1)
Hey Lanna,

jetzt komme ich endlich dazu, den letzten Kommentar hier noch zu beantworten. Icon_smile

Zitat:Ah, wenn ich das richtig sehe, hast du den Text noch nicht aktualisiert, das heißt, ich versuche mal, nicht zu pingelig zu sein und mich auf die größeren Sachen zu beschränken. In den vorangegangenen Kommentaren dürften ja schon viele Sachen erwähnt worden sein.

Das ist gut. Icon_wink

Zitat:Gar nicht warm werde ich mit dem Namen *lach* (schieb es auf mich, das ist eine meiner Macken Icon_wink )Ich muss dabei immer an »Tentakel« denken, und weil es so nach Latein klingt, hab ich natürlich auch nachgeschlagen: Tentatio: die Prüfung (bewusst gewählt?). »-tatio« hat den Klang von ratio, die Vernunft.
Alles Assoziationen, die nicht zu dem Schwertkämpfenden Magier passen wollen. Vielleicht ein Hinweis auf die Zukunft? Tentatio muss sich einer Prüfung unterwerfen, oder ist vielleicht selbst die Prüfung für jemanden?

Hmm... ich fand ihn eigentlich ganz gut. Kommt aber in meinem Buch selbst auch nicht mehr vor.
Lustig, dass das was lateinisches ist. Wusste ich gar nicht. Icon_smile
Ich überlege mir mal, ob ich ihn ändere, aber wenn, dann nur dann, wenn ich einen besseren gefunden habe.

Zitat:Ich bin ein Magie-Freak (Icon_ugly ) und finde es deshalb schade, dass du die Magie zwar erwähnst, ihr aber nichts individuelles gibst. »Geräusche der Magie« ist sehr allgemein, und Gewitter, Blitze und Stürme haben leider auch keinen charakteristischen Klang, den ich beim Lesen direkt im Kopf hätte. Das Züngeln des Feuers ist für mich auch nichts magie-typisches, denn Feuer bricht (in einem Krieg innerhalb einer Stadt) bestimmt auch ohne Magie aus. Wie genau klingt deine Magie?
»Das Knistern der Magie, dumpfes Grollen, wenn Energien auf einen Schlag freigesetzt wurden, ein drohendes Pfeifen, wenn die erweckten Windböen sich in den Dachstühlen der Häuser verfingen« … Gerade bei Atmosphäre-Beschreibungen wirkt es meist lebendiger, wenn konkrete Dinge benannt werden, als säße man näher am Geschehen.

Insgesamt wohl eine der Aufgaben, dass ich anschaulicher schreiben muss...

Zitat:Fratze selbst ist ja schon ein Ausdruck, dem eher etwas Negatives anhaftet. Das »böse« klingt dagegen sehr schwach, weil es kaum etwas aussagt. Um Missverständnisse zu vermeiden und klarzustellen, dass der Helm eine Fratze zeigt, könntest du statt »böse« »metallene« schreiben. Zum Beispiel

Ohne Widerspruch angenommen. Danke!

Zitat:Der Gedanke und die Handlung scheinen mir leicht widersprüchlich. Also Tentatio ist der Supermagier und zieht sich trotzdem zurück, weil man an der Front leicht stirbt. Wenn aber andere dort leicht sterben, sind sie Narren? Na, wenn sich in einem Krieg alle zurückziehen würde, wär das ein ziemlich langweiliger Krieg Icon_wink

Ja, er ist ja auch wichtiger als die anderen (nach seiner Einschätzung). Vielleicht muss ich noch näher rüberbringen, dass das seine Gedanken sind.

Zitat:Ohje, lies dir diesen Abschnitt mal selbst vor Icon_wink
Er hat den Blick. Aber nicht der Blick, sondern die Wirkung der Augen. Aber die Soldaten erkennen ihn nicht am Blick (der doch sowieso nicht das besondere ist?), sondern nur Tentatio erkennt ihn am Blick (um den es doch bei Magiern gar nicht geht, sondern um die Wirkung der Augen?), aber nicht am Blick, sondern an der Wirkung der Augen.
*hust* Du merkst was? Icon_wink

Smiley_emoticons_blushSmiley_emoticons_blushIcon_rolleyes

Zitat:An solchen Stellen denk ich mir als Leser: Da wollte der Autor was sagen, aber wusste selbst nicht so genau was, deshalb hat er einfach mal alles aufgeschrieben Mrgreen

Und genauso war´s. Mrgreen

Zitat:Überleg dir erst, was genau nun einen Magier erkennbar macht, und dann such dir ein möglichst konkretes Bild dafür.

Einverstanden.

Zitat:Ob Haare nun als Zauberstabersatz eine glückliche Wahl sind … ich stell es mir eher so Mangaartig vor, die ganze Szene, denn für ein reales Bild sind mir Haare zu abstrus, aber wir bleiben mal dabei, die Medusa hatte ja immerhin auch furchteinflößende Haare).

Hmm, ich hab´s gar nicht wirklich als Zauberstabersatz gesehen, sondern mehr als ein Zeichen seiner Macht, aber scheint unglücklich gewählt zu sein.

Zitat:Weißte, worauf ich hinaus will? Wenn die Magie so schrecklich ist, dann lass den Leser das erleben. Aber fang klein an, weil auch Supermagie Zeit braucht zu wirken, weil sie tiefer und tiefer eindringen muss, bis sie die wirklich, wirklich dunklen und geheimen Ängste findet. Und auf ihrem Weg buddelt sie halt kleine Ängste aus.

Also ich glaube, das wird bei Weitem die anspruchsvollste Szene. Icon_smile

Zitat:Da Tentatio diesen Schluss zieht, scheint die Art der Magie ihm ja bekannt. Bisher kam er sehr professionell und begabt rüber, deshalb frag ich mich, warum er das nicht schon vorher erkennt? Immerhin denkt er an Unsichtbarkeit oder Teleportieren, obwohl er das selbst als unmöglich ausschließt. Warum kommt bei dieser Überlegung die Albtraummagie nicht vor?
Nee, das ist vollkommen neu und der hauptsächliche Grund, warum Pergis Admantar als Weltmacht ablöst...

Zitat:Lustigerweise scheine ich ja der einzige Mensch zu sein, der bei dem Satz »Denk jetzt nicht an Elefanten« tatsächlich nicht an Elefanten denkt, sondern schlicht und ergreifend: »Warum sollte ich auch?« Mrgreen Bei mir würd der Albtraummagier also auf Granit beißen *hrhr*

Mrgreen

So nun zu deinem abschließenden Fazit:

Der Tipp am Anfang ist auf jeden Fall gut, denn ich sehe das immer noch mehr als Kurzgeschichte (s. u.), daher muss natürlich alles unnötige raus, so eben auch diese eine kleinere Kampfszene.


Zitat:Lass nicht die ganze Kämpferei ersterben, nur weil dein Protagonist Publikum braucht. Dem einfachen Soldaten, der grad im Kampf auf Leben und Tod ist, ist es doch egal, ob da sich jetzt zwei Magier zoffen. Wenn der eigene Magier verliert, ist es gut um jeden Gegnerkopf, den man bis dahin eingeschlagen hat Icon_wink

Stimmt. Icon_smile

Zitat:Ist dies nur ein Prolog, einer der Beteiligten der Bösewicht oder ist es gar nur das Ereignis, das die eigentliche Geschichte möglich macht und die Personen kommen nicht mehr vor?

Am Meisten passt wohl noch der Prolog. Eigentlich ist es die Vorgeschichte zu einem der Charaktere in meinem Buch, genau genommen dem Verrückten.

Zitat:Aber wie gesagt, ich denke, dass vieles von allein kommt, wenn du schreibst und einfach auch mal Dinge ausprobierst. Erfahrung kommt sowieso mit der Zeit, da kannste nix gegen machen Icon_ugly

Da hast du recht und ich hab ja auch noch viel Zeit, Erfahrung zu sammeln. Icon_wink

Ansonsten: Vielen Dank für deinen Kommentar und auch an die anderen nochmal danke: alle vier Kommentare sind wirklich hilfreich für mich.

Zum Überarbeiten: Ich bemühe mich, das so schnell wie möglich zu tun, aber leider geht Schule halt immer noch vor. Icon_slash So schade es auch ist.
Aber trotzdem bemühe ich mich, das alles möglichst schnell zu tun und übermorgen ist ja auch Feiertag. Mal sehen. Icon_smile

LG,
rex
@adsartha:
Vielen Dank für die Erklärung, jetz isses mir auch ziemlich sofort klargeworden, was du meinst. Icon_smile
Mehr kann ich eigentlich nicht dazu sagen. Icon_wink
Deine Schule war auch sehr hilfreich, das hat mir vieles klargemacht.
Ich weiß, das ist jetzt alles ziemlich wenig, aber ich weiß nicht, was ich sonst noch schreiben soll. Icon_wink
LG,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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